[0001] Die Erfindung betrifft eine Leergutannahmeeinrichtung. Die Erfindung betrifft insbesondere
eine Leergutannahmeeinrichtung mit einer Kompaktierstation zur Kompaktierung von Gebinden.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Leergutannahmestation mit einer solchen Leergutannahmeeinrichtung.
[0003] Eine Leergutannahmestation im Sinne der vorliegenden Erfindung ist ein Flaschenannahmeautomat,
wie er heutzutage in Supermärkten zur Annahme, Sortierung und gegebenenfalls Komprimierung
von Pfandflaschen Anwendung findet.
[0004] Gebinde im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Einweg-Kunststoffflaschen, wie beispielsweise
Einweg-PET-Flaschen, Mehrwegkunststoffflaschen, metallene Getränkedosen sowie Glasflaschen.
Diese Gebinde werden üblicherweise vom Kunden in eine im Geschäft aufgestellte Leergutannahmestation
bzw. in einen Leergutrücknahmeautomaten eingeworfen. Dabei wird zunächst mittels eines
Scanners das auf dem Gebinde aufgedruckte oder aufgeklebte Pfand-Logo abgetastet,
wobei der Automat infolge des Erkennungsvorgangs dem Kunden einen Pfandbetrag gutschreibt
und diesen auf Anforderung auf einen Pfandbeleg oder eine Quittung ausdruckt. Üblicherweise
werden die Gebilde hinsichtlich ihrer Beschaffenheit erkannt und sortiert und dann
gegebenenfalls einer Kompaktierungsvorrichtung zugeführt. Unterschieden wird zwischen
den zuvor erwähnten Gebinden, wobei nur die Einweg-PET-Flaschen der Kompaktierungsvorrichtung
zugeführt werden und in dieser auf einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Größe verdichtet
bzw. gestaucht werden und dann je nach farblicher Beschaffenheit einem Lager- und
Transportbehälter zugeführt werden.
[0005] Aus der
DE 102 61 892 A1 ist ein Rücknahmeautomat von Einweggetränke- und/oder Einwegkunststoffflaschen mit
Quittungsbeleg oder Direktauszahlung des Pfandbetrages bekannt. Dieser Automat zerkleinert,
presst oder granuliert das Einzelbehältnis und führt die zerkleinerten und/oder granulierten
Einzelbehältnisse einem Sammelbehälter zu.
[0006] Aus der
DE 2002 108 281 89 ist eine Kompaktiereinheit für einen Behälter-Rücknahmeautomaten bekannt.
[0007] Kompaktierungsvorrichtungen zur Kompaktierung von Einweg-PET-Flaschen sind beispielsweise
aus der
EP 2 692 513 A1 bekannt.
[0008] Die bekannten Kompaktierungsvorrichtungen sind grundsätzlich anfällig für Blockaden
und erfordern einen hohen Wartungs- und Reinigungsaufwand. Das ist einerseits darauf
zurückzuführen, dass für die Verdichtung von PET-Gebinden verhältnismäßig hohe Kräfte
aufgewendet werden müssen, andererseits ist nicht auszuschließen, dass versehentlich
Glasflaschen oder Metalldosen der Kompaktierungsvorrichtung zugeführt werden. Schließlich
kommt es nicht selten vor, dass Verbraucher den Automaten Gebinde aufgeben, die entweder
nicht erkennbar oder nicht sortierbar sind. Auch werden häufig teilweise gefüllte
Gebinde den Rücknahmeautomaten zugeführt, die bei einer Komprimierung die Flüssigkeit
freisetzen, die wiederum sich bewegende oder bewegbare Teile des Rücknahmeautomaten
verunreinigen. Insbesondere bei Süßgetränken mit einem hohen Zuckeranteil führt dies
dazu, dass der Rücknahmeautomat übermäßig verschmutzt und gegebenenfalls blockiert.
[0009] Im Wartungsfalle ist immer eine Außerbetriebnahme der Leergutannahmestation bzw.
des Rücknahmeautomaten erforderlich, was häufig zur Verärgerung von Kunden führt,
insbesondere in Zeiten eines hohen Geschäftsandrangs.
[0010] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Leergutannahmeeinrichtung bereitzustellen,
die weniger störanfällig ist und die insbesondere einfach zu warten und zu reinigen
ist.
[0011] Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, eine Leergutannahmeeinrichtung
bereitzustellen, die eine hohe Funktionssicherheit und eine hohe Betriebsbereitschaft
gewährleistet.
[0012] Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 15.
[0013] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0014] Ein Gesichtspunkt der Erfindung betrifft eine Leergutannahmeeinrichtung, umfassend
wenigstens eine Leergutannahmeeinheit mit wenigstens einer Kompaktierstation und wenigstens
einer Transport- und Sortiereinheit, mit wenigstens einem Gebindeeinzug, mit wenigstens
einer ersten und einer zweiten Fördereinrichtung für Gebinde, wobei die erste Fördereinrichtung
den Gebindeeinzug bildet, mit wenigstens einer ersten Sortierweiche, mit wenigstens
einer Zuführung von der ersten Fördereinrichtung an die Kompaktierstation, wobei ein
Gebinde wahlweise der Kompaktierstation zuführbar ist oder mittels der ersten Fördereinrichtung
unmittelbar an eine erste Ausgabe förderbar ist, und mit einer Übergabe von der Kompaktierstation
auf die zweite Fördereinrichtung, wobei mittels der zweiten Fördereinrichtung wahlweise
wenigstens eine zweite oder dritte oder weitere Ausgabe für das Gebinde beschickbar
ist.
[0015] Die erfindungsgemäße Leergutannahmeeinrichtung kann hinter einer Leergutannahmestation
bzw. hinter einem Leergutannahmeautomaten aufgestellt sein. Diese ist vorteilhafterweise
so beschaffen, dass ein der Leergutannahmeeinheit aufgegebenes Gebinde je nach Beschaffenheit
des Gebindes wahlweise der Kompaktierstation oder wahlweise unmittelbar an eine Ausgabe
der Leergutannahmeeinheit förderbar ist. Vorteilhafterweise können die in der Kompaktierstation
kompaktierten Gebinde wahlweise mehreren Ausgaben der Leergutannahmeeinheit zugeführt
werden, so dass erfindungsgemäß hinter der Kompaktierstation eine Nachsortierung der
kompaktierten Gebinde erfolgen kann. Beispielsweise kann eine solche Nachsortierung
die Gebinde unterschiedlichen Sammelbehältern, beispielsweise für klares PET und für
farbiges PET, zuführen.
[0016] Erfindungsgemäß wird eine verhältnismäßig kompakte Leegutannahmeeinheit bereitgestellt,
die beispielsweise in einem einzigen Gehäuse eine Kompaktierstation und eine Transport-
und Sortierheinheit umfasst, wobei die Leergutannahmeeinheit so ausgebildet ist, dass
wahlweise eine Durchförderung von Gebinden ohne deren Kompaktierung und wahlweise
eine Kompaktierung mit Nachsortierung durchgeführt werden kann.
[0017] Zweckmäßigerweise sind die ersten und zweiten Fördereinrichtungen als Endlosfördermittel,
vorzugsweise als Förderbänder, ausgebildet.
[0018] Bei einer bevorzugten Variante der Erfindung ist vorgesehen, dass sich die erste
Fördereinrichtung in einer ersten Sortierebene von einer Aufgabeöffnung an die erste
Ausgabe erstreckt und dass sich die zweite Fördereinrichtung parallel dazu in einer
zweiten Sortierebene erstreckt.
[0019] Bei einer vorteilhaften Variante dieser Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Leergutannahmeeinrichtung
ist eine erste obere Sortierebene und eine zweite untere Sortierebene vorgesehen.
[0020] Auf der ersten Sortierebene der Leergutannahmeeinrichtung kann vorgesehen sein, das
Gebinde wahlweise der Kompaktierstation oder wahlweise unmittelbar der ersten Ausgabe
zuzuführen.
[0021] Bei der Leergutannahmeeinrichtung gemäß der Erfindung bildet vorzugsweise die Transport-
und Sortiereinheit einen ersten Gehäuseteil, wohingegen ein zweiter Gehäuseteil durch
die Kompaktierstation gebildet wird. Im betriebsbereiten Zustand bilden die zusammengefügten
Teile der Leergutannahmeeinrichtung ein nach außen geschlossenes Gehäuse, das keinen
Zugriff auf funktionale Bestandteile der Kompaktierstation und der Transport- und
Sortiereinheit zulässt.
[0022] Zweckmäßigerweise ist wenigstens eine Fördereinrichtung so ausgebildet, dass deren
Transportrichtung reversierbar ist.
[0023] Beispielsweise die zweite Fördereinrichtung, die sich auf der zweiten Sortierebene
erstreckt, kann so ausgebildet sein, dass sie bedarfsweise hin und her fahrbar ist.
Auf diese Art und Weise sind bereits kompaktierte Gebinde wahlweise an die zweite
oder dritte oder auch an eine weitere Ausgabe für das Gebinde förderbar.
[0024] Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung kann als Übergabe von der Kompaktierstation
in Richtung auf die zweite Fördereinrichtung eine Querfördereinrichtung, vorzugsweise
in Form eines Endlos-Fördermittels, vorzugsweise als Förderband, vorgesehen sein.
[0025] Die Kompaktierstation und die Transport- und Sortiereinheit können in einem gemeinsamen
Gehäuse so angeordnet sein, dass die Kompaktierstation und die Transport- und Sortiereinheit
jeweils als unabhängig voneinander ansteuerbare Funktionseinheiten ausgebildet sind.
[0026] Weiterhin sind zweckmäßigerweise die Kompaktierstation einerseits und die Transport-
und Sortiereinheit andererseits räumlich voneinander getrennt in dem gemeinsamen Gehäuse
angeordnet.
[0027] Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Leergutannahmeeinrichtung gemäß
der Erfindung ist vorgesehen, dass die Kompaktierstation in einem ausschwenkbaren
Gehäuseteil angeordnet ist, der einen geschlossenen Aufnahmebehälter für die Kompaktierstation
bildet. Dadurch ist gewährleistet, dass beim Kompaktieren erzeugte Verunreinigungen
nicht in die Transport-und Sortiereinheit eingetragen werden. Eventuell dort auslaufende
Flüssigkeiten können in dem Aufnahmebehälter der Kompaktierstation gesammelt werden.
Dieser Aufnahmebehälter kann zweckmäßigerweise über eine separate Drainageöffnung
entleerbar sein.
[0028] Der ausschwenkbare Gehäuseteil ist zweckmäßigerweise in sich geschlossen und bildet
vorzugsweise den zuvor erwähnten zweiten Gehäuseteil.
[0029] Besonders zweckmäßig ist es, wenn dieser beispielsweise als seitlich ausklappbare
bzw. ausschwenkbare Klappe ausgebildet ist, die beispielsweise in der Betriebsstellung
der Leergutannahmeeinrichtung verriegelt ist.
[0030] Der ausschwenkbare Gehäuseteil kann beispielsweise um eine Längsachse um 90° ausschwenkbar
sein, wobei beispielsweise die Ausschwenkbewegung mittels Gasdruckfedern gedämpft
sein kann. Besonders zweckmäßig ist es, wenn diese Gasdruckfedern in jeder beliebigen
Winkelstellung des ausschwenkbaren Gehäuseteils blockierbar sind.
[0031] Unter Sicherheitsgesichtspunkten ist es besonders vorteilhaft, wenn der ausschwenkbare
Gehäuseteil nur durch eine Zweihandbedienung entriegelbar ist. Hierzu können beispielsweise
zwei Entriegelungsknöpfe an dem ausschwenkbaren Gehäuseteil vorgesehen sein, die beide
gleichzeitig betätigt werden müssen, um eine Entriegelung zu bewirken.
[0032] Die gedämpfte Abstützung des ausschwenkbaren Gehäuseteils ist insbesondere wegen
der erforderlichen geringen Bedienkräfte zum Öffnen vorteilhaft. Der ausschwenkbare
Gehäuseteil ist wegen der in diesen eingehausten Kompaktierstation verhältnismäßig
schwer, so dass es insbesondere für eine sichere und einfache Wartung günstig ist,
wenn die Ausschwenkbewegung mit möglichst geringen Bedienkräften vollzogen werden
kann.
[0033] Bei einer besonders unter Sicherheitsgesichtspunkten vorteilhaften Ausgestaltung
der Leergutannahmeeinrichtung gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass der ausschwenkbare
Gehäuseteil über Kontaktelemente an eine Spannungsversorgung der Leergutannahmeeinheit
angeschlossen ist, die so angeordnet sind, dass die Spannungsversorgung der Kompaktierstation
getrennt wird, wenn der ausschwenkbare Gehäuseteil geöffnet wird.
[0034] Hierzu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass Kontaktelemente an demjenigen Gehäuseteil,
der die Transport- und Sortiereinheit umschließt, jeweils mit zugehörigen Kontaktelementen
an dem ausschwenkbaren Gehäuseteil in und außer Eingriff bringbar sind. Als Kontaktelemente
können beispielsweise sogenannte überfederte Kontakt (federbelastete Kontaktstifte)
an dem ortsfesten bzw. feststehenden ersten Gehäuseteil angeordnet sein.
[0035] Die Stromlosschaltung des ausschwenkbaren Gehäuseteils kann so erfolgen, dass die
Transport- und Sortiereinheit weiterhin voll funktionsfähig ist, so dass im Wartungsfall
die Kompaktierstation außer Betrieb genommen werden kann, während der Kunde nach wie
vor der Transport- und Sortiereinheit bzw. der Leergutannahmeeinheit Gebinde aufgeben
kann. In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn die Transport- und Sortiereinheit
unabhängig von der Kompaktierstation betrieben werden kann und unabhängig von dieser
ansteuerbar ist.
[0036] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Leergutannahmeeinrichtung gemäß
der Erfindung ist vorgesehen, dass die Kompaktierstation wenigstens eine Kompaktiereinheit
und wenigstens eine Nachverdichtungseinrichtung umfasst.
[0037] Vorzugsweise sind die Kompaktiereinheit und die Nachverdichtungseinrichtung jeweils
als selbstständig funktionsfähige und unabhängig voneinander mit Spannung versorgte
Module ausgebildet, die einzeln zu Wartungszwecken aus der Kompaktierstation entnehmbar
sind.
[0038] Die Kompaktiereinheit gemäß der Erfindung kann beispielsweise ebenfalls einen Einzug
für ein Gebinde, einen Auswurf für ein zu kompaktierendes Gebinde, mindestens eine
Transporteinrichtung mit mehreren gleichsinnig wirkenden Zugvorrichtungen, beispielsweise
in Form von Plattenbändern, umfassen, die ein zu kompaktierendes Gebinde durch einen
sich in Transportrichtung verjüngenden Verdichtungskanal transportieren, wobei sich
der Verdichtungskanal von dem Einzug bis zu dem Auswurf erstreckt und das Gebinde
in dem Verdichtungskanal quer zur Transportrichtung von einem Ausgangsquerschnitt
auf einen Zielquerschnitt verdichtet wird.
[0039] Zweckmäßigerweise begrenzen die Plattenbänder den Verdichtungskanal. Diese können
in einem ersten Winkel zueinander konvergierend angeordnet sein und zusätzlich um
einen zweiten Winkel gegeneinander verschränkt sein, wobei der erste Winkel eine erste
Verdichtungsrichtung von dem Ausgangsquerschnitt auf den Zielquerschnitt senkrecht
zur Transportrichtung und der zweite Winkel eine zweite Verdichtungsrichtung von dem
Ausgangsquerschnitt auf den Zielquerschnitt senkrecht zur Transportrichtung vorgibt.
Ein Gebinde wird somit in Umfangsrichtung kompaktiert.
[0040] In der Nachverdichtungseinrichtung kann vorgesehen sein, das Gebinde in Längsrichtung
zu stauchen bzw. zu kompaktieren.
[0041] Zweckmäßigerweise ist jedes der Plattenbänder mit einem eigenen Antrieb versehen,
so dass jedes Plattenband als Teil der Kompaktiereinheit einzeln entnehmbar ist.
[0042] Bei einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung der Leergutannahmeeinrichtung gemäß
der Erfindung ist vorgesehen, dass der Aufnahmebehälter des ausschwenkbaren Gehäuseteils
einen im eingeschwenkten Zustand innen liegenden Verschlussdeckel aufweist, der mit
wenigstens einer Durchführung für den Einzug des Gebindes und wenigstens einer Durchführung
für eine Übergabe des Gebindes versehen ist. Mittels des Verschlussteils ist der Aufnahmebehälter
des ausgeschwenkten Gehäuseteils gegenüber der Transport- und Sortiereinheit abgeschlossen.
Der Aufnahmebehälter bildet eine Auffangwanne für etwa austretende Flüssigkeit, die,
wie vorstehend bereits erwähnt ist, über einen Drainageanschluss entleert werden kann.
[0043] Der Aufnahmebehälter kommuniziert mit der Transport- und Sortiereinheit nur über
die Durchführung für den Einzug des Gebindes und über eine Durchführung für die Übergabe
des Gebindes. Durch die Durchführung für die Übergabe des Gebindes ist zweckmäßigerweise
die Querfördereinrichtung hindurchgeführt.
[0044] Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Leergutannahmeeinrichtung gemäß
der Erfindung ist vorgesehen, dass die Durchführung für den Einzug des Gebindes mit
einer elektrisch betätigbaren Verschlussklappe versehen ist, die als Sortierweiche
ausgebildet ist. Diese Verschlussklappe kann im eingeschwenkten Zustand des ausschwenkbaren
Gehäuseteils, das heißt in Betriebszustand der Kompaktierstation, in den Weg der ersten
Fördereinrichtung ausstellbar sein, so dass bedarfsweise dem Gebindeeinzug aufgegebene
Gebinde mittels der Verschlussklappe des ausschwenkbaren Gehäuseteils in die Kompaktierstation
abgezweigt werden können.
[0045] Bei einer besonders vorteilhaften Variante der Leergutannahmeeinrichtung gemäß der
Erfindung ist vorgesehen, dass die Kompaktierstation Mittel zur Nassreinigung der
Kompaktiereinheit und/oder der Nachverdichtungseinrichtung umfasst.
[0046] Hierzu kann beispielsweise in den Aufnahmebehälter ein Flüssigkeitsbehälter zur Aufnahme
einer Reinigungsflüssigkeit integriert sein. Der Flüssigkeitsbehälter kann beispielsweise
mit Druckluft beaufschlagbar sein, die auf den Flüssigkeitsspiegel innerhalb des Flüssigkeitsbehälters
wirkt und über wenigstens ein Steigrohr, vorzugsweise über mehrere Steigrohre, die
Reinigungsflüssigkeit zu wenigstens einer Düse fördert, mit der die Kompaktiereinheit
besprühbar ist. Beim Betrieb bewirkt die Reinigungsflüssigkeit ein Ablösen von Schmutzpartikeln,
die sich dann im Sumpf des Aufnahmebehälters sammeln.
[0047] Die Transport- und Sortiereinheit kann wenigstens eine vierte Ausgabe aufweisen,
über die ein bereits kompaktiertes Gebinde ausgeschleust werden kann.
[0048] Bei einer zweckmäßigen Variante umfasst die Kompaktierstation eine zweite und eine
dritte Ausgabe, die jeweils in ein Sammelbehältnis münden, so dass kompaktierte Gebinde
wahlweise dem einen oder anderen Sammelbehältnis zugeführt werden können. Dies kann
beispielsweise bei einer Nachsortierung von klarem PET einerseits und farbigem PET
andererseits vorgesehen sein. Wenn einer dieser Sammelbehälter oder auch beide Sammelbehälter
voll sind, kann so das kompaktierte Gebinde auf einem weiteren Weg ausgeschleust werden.
[0049] Eine besondere vorteilshafte Ausgestaltung der Leergutannahmeeinrichtung ergibt sich,
wenn wenigstens eine zweite Leergutannahmeeinheit unmittelbar an die erste Leergutannahmeeinheit
angeschlossen ist, wobei die erste Ausgabe der ersten Leergutannahmeeinheit so ausgebildet
ist, dass sie ein Gebinde an einen Gebindeeinzug der zweiten Leergutannahmeeinheit
und die vierte Ausgabe ein Gebinde an einen zweiten Gebindeeinzug der zweiten Leergutannahmeeinheit
übergeben kann.
[0050] Auf diese Art und Weise lässt sich in besonders vorteilhafter Art und Weise eine
Mehrwegesortierung bei redundant vorhandenen Kompaktierungeinheiten erzielen. Ein
im Gebindeeinzug einer ersten Leergutannahmeeinheit aufgegebenes Gebinde kann ohne
weitere Kompaktierung über die erste Fördereinrichtung unmittelbar ein eine angeschlossene
zweite Leergutannahmeeinheit weitergefördert werden. Dieser Fall wäre gegeben, wenn
die Kompaktiereinheit der ersten Leergutannahmeeinheit gewartet würde. Alternativ
ist es möglich, über die zweite Fördereinrichtung das Gebinde entweder einem ersten
Sammelbehälter oder einem zweiten Sammelbehälter zuzuführen, wobei der erste Sammelbehälter
beispielsweise der zweiten Ausgabe zugeordnet sein kann und der zweite Sammelbehälter
der dritten Ausgabe zugeordnet sein kann. Sollte beispielsweise einer der Sammelbehälter
voll sein, so kann das kompaktierte Gebinde mittels der zweiten Fördereinrichtung
der zweiten Leergutannahmeeinheit zugeführt werden. Das bereits kompaktierte Gebinde
kann in der zweiten Leergutannahmeeinheit wahlweise einer zweiten oder dritten Ausgabe
für das Gebinde zuführbar sein, der jeweils wiederum ein Sammelbehälter zugeordnet
ist.
[0051] Die zweite Leergutannahmeeinheit ist vorzugsweise entsprechend der ersten Leergutannahmeeinheit
ausgebildet.
[0052] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Leergutannahmestation mit einer Leergutannahmeeinrichtung,
umfassend einen Leergutannahmeautomaten mit Mitteln zur Gebinde- und Pfandlogoerkennung
sowie mit wenigstens einer Steuereinrichtung, die Steuerbefehle oder Steuersignale
an die nachgeschaltete Leergutannahmeeinrichtung weitergibt. Solche Steuersignale
können beispielsweise Information über die Art des Gebindes sein.
[0053] Ein Ausführungsbeispiel der Leergutannahmeeinrichtung gemäß der Erfindung ist in
den Zeichnungen dargestellt.
[0054] Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer Leergutannahmeeinheit gemäß der Erfindung,
- Figur 2
- eine Stirnseitenansicht der Leergutannahmeeinheit gemäß Figur 1 ausgabeseitig,
- Figur 3
- eine der Figur 1 entsprechende Ansicht der Leergutannahmeeinheit mit geöffnetem Gehäuse,
- Figur 4
- eine rückwärtige perspektivische Ansicht der Leergutannahmeeinheit in dem in Figur
3 dargestellten Zustand,
- Figur 5
- eine rückwärtige perspektivische Ansicht der Leergutannahmeeinheit mit geschlossenem
Gehäuse,
- Figur 6
- eine perspektivische Draufsicht auf die Transportund Sortiereinheit der Leergutannahmeeinheit,
bei der das Gehäuse aus Veranschaulichungsgründen ausgeblendet ist,
- Figur 7
- eine der Figur 3 entsprechende Ansicht der Leergutannahmeeinheit mit teilweise geöffnetem
Aufnahmebehälter für die Kompaktierstation,
- Figur 8
- eine perspektivische Ansicht der Kompaktierstation an dem innenliegenden Verschlussdeckel
des ausschwenkbaren Gehäuseteils, wobei in der Darstellung nur die Kompaktiereinheit
mit dem Verschlussdeckel dargestellt ist,
- Figur 9
- eine der Figur 8 entsprechende Ansicht mit geschnitten dargestelltem Reinigungsmittelbehälter,
- Figur 10
- eine Vorderansicht der vollständig aufgeklappten Leergutannahmeeinheit, bei der der
Aufnahmebehälter des ausschwenkbaren Gehäuseteils aufgeklappt ist,
- die Figuren 11 und 12:
- schematische Ansichten einer Leergutannahmeeinrichtung mit zwei Leergutannahmeeinheiten
und
- Figur 13
- eine Draufsicht auf eine Beispielkonfiguration einer Leergutannahmestation mit insgesamt
drei Leergutannahmeeinheiten.
[0055] Es wird zunächst Bezug genommen auf die Figur 1, die eine Leergutannahmeeinheit 1
gemäß der Erfindung in perspektivischer Ansicht zeigt. Die Leergutannahmeeinheit 1
umfasst ein zweiteiliges Gehäuse 2, welches auf stufenlos variabel höhenverstellbaren
Beinen 3 zur Anpassung an verschiedene Systemhöhen aufgestellt ist. Dies ist insbesondere
erforderlich und sinnvoll, wenn in einer Leergutannahmestation, wie sie beispielsweise
in Figur 13 dargestellt ist, mehrere Leergutannahmeeinheiten 1 angeordnet sind. Es
ist vorgesehen, dass unter einer Leergutannahmeeinheit 1 gemäß der Erfindung einer
oder mehrere Sammelbehälter 22 (siehe Figuren 11 und 12) angeordnet sein können, so
dass die Höhenverstellbarkeit des Gehäuses 2 der Leergutannahmeeinheit 1 auch dem
Zweck dient, die Aufstellhöhe an unterschiedliche Größen bzw. Höhen von Sammelbehältern
22 anpassen zu können.
[0056] In Figur 1 ist die Auswurfseite der Leergutannahmeeinheit dargestellt. Das Gehäuse
2 umfasst an der in Figur 1 dem Betrachter zugekehrten Seite eine erste Ausgabe 5
sowie eine vierte Ausgabe 8. Eine zweite und eine dritte Ausgabe 6, 7 befinden sich
an der Unterseite des Gehäuses 2, diese sind beispielsweise in der Ansicht gemäß Figur
5 erkennbar.
[0057] Das Gehäuse 2 umfasst einen ersten Gehäuseteil 2a, der als feststehender Gehäuseteil
ausgebildet ist, und einen zweiten Gehäuseteil 2b, der als ausschwenkbarer Gehäuseteil
eine Systemklappe der Leergutannahmeeinheit 1 bildet. Der ausschwenkbare Gehäuseteil
2b, der über Entriegelungsknöpfe 9 an der Frontseite der Leergutannahmeeinheit 9 entriegelbar
ist, bildet einen Aufnahmebehälter für eine Kompaktierstation 10, wohingegen der erste
Gehäuseteil 2a eine Transport- und Sortiereinheit gemäß der Erfindung umfasst.
[0058] Der zweite ausschwenkbare Gehäuseteil 2b ist schwenkbar an dem ersten Gehäuseteil
2a angelenkt und kann um einen Winkel von maximal 90° relativ zu dem ersten Gehäuseteil
2a ausgeschwenkt werden. Der zweite Gehäuseteil 2b ist dabei über gedämpfte Gasdruckfedern
11 (siehe Figur 4) abgestützt.
[0059] Ein Öffnen des zweiten Gehäuseteils 2 ist nur möglich, wenn beide Entriegelungsknöpfe
9 gleichzeitig betätigt werden. Die Entriegelungsknöpfe 9 wirken auf eine Dämpfung
für die Gasdruckfedern 11 und ermöglichen ein Ausstellen bzw. Ausschwenken des zweiten
Gehäuseteils 2a, wobei ein Loslassen nur eines einzigen Entriegelungsknopfes 9 die
Ausstellbewegung bzw. Ausschwenkbewegung des zweiten Gehäuseteils 2b unterbricht.
[0060] Figur 3 zeigt die Leergutannahmeeinheit 1 in geöffnetem Zustand mit dem ausgeschwenkten
zweiten Gehäuseteil 2b. Diese Ansicht gibt den Blick auf einen Verschlussdeckel 12
des zweiten Gehäuseteils 2b frei, unter welchem die Kompaktierstation 10 angeordnet
ist. An dem feststehenden ersten Gehäuseteil 2a sind erste Kontaktelemente 13a vorgesehen,
die mit zweiten Kontaktelementen 13b an dem Verschlussdeckel 12 zusammenwirken. Über
die ersten und zweiten Kontaktelemente 13a und 13b ist die Kompaktierstation 10 an
die Spannungsversorgung der Leergutannahmeeinheit 1 angeschlossen. Die ersten Kontaktelemente
13a sind vorzugsweise als überfederte Kontaktelemente mit einer Vielzahl federnd gelagerter
Kontaktstifte ausgebildet. Wird der ausschwenkbare zweite Gehäuseteil 2b geöffnet,
ist die Spannungsversorgung der Kompaktierstation 10 automatisch unterbrochen, wohingegen
die in dem ersten Gehäuseteil 2a angeordnete Transport- und Sortiereinheit weiterhin
mit Spannung versorgt wird und die Transport- und Sortiereinheit auch bei geöffnetem
Gehäuse 2 weiterbetrieben werden kann, wie nachstehend noch erklärt wird.
[0061] Im Folgenden wird zunächst die Funktionsweise der Transport-und Sortiereinheit und
das Zusammenwirken mehrerer Leergutannahmeeinheiten erläutert.
[0062] Wie insbesondere der Ansicht gemäß Figur 4 zu entnehmen ist, umfasst die Transport-
und Sortiereinheit einen ersten und einen zweiten Gebindeeinzug 14 und 15. Der zweite
Gebindeeinzug 15 ist nur in der Darstellung gemäß Figur 5 zu erkennen.
[0063] Die Transport- und Sortiereinheit umfasst ein erstes Längsförderband 16, welches
sich von dem ersten Gebindeeinzug 14 zu der ersten Ausgabe 5 erstreckt und als erste
Fördereinrichtung im Sinne der Erfindung dient. Das erste Längsförderband 16 definiert
eine erste obere Sortierebene.
[0064] Parallel dazu und darunter erstreckt sich ein zweites Längsförderband 17, welches
eine zweite Fördereinrichtung im Sinne der Erfindung bildet. Das zweite Längsförderband
definiert eine zweite darunterliegende Sortierebene.
[0065] Die Transport-und Sortiereinheit in der in Figur 6 dargestellten Variante der Leergutentnahmeeinheit
umfasst eine Sortierweiche 18, die als Sortierpaddel bzw. Verschlussklappe ausgebildet
ist und in den Förderweg des ersten Längsförderbandes 16 so eingeschwenkt ist, so
dass ein aufgegebenes Gebinde aus dem Förderstrom abgezweigt würde. Im eingeschwenkten
Zustand gibt das Sortierpaddel den Förderweg des Längsförderbandes 16 frei, in diesem
Zustand kann ein im ersten Gebindeeinzug 14 aufgegebenes Gebinde von dem Gebindeeinzug
14 direkt der ersten Ausgabe 5 zugeführt werden.
[0066] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine fünfte Ausgabe 19 des Gehäuses
2 vorgesehen, die aber bei der Abbildung gemäß Figur 6 zunächst funktionslos ist.
[0067] Wenn die Transport- und Sortiereinrichtung auf der obersten Sortierebene eine weitere
Sortierweiche aufwiese, könnte damit wahlweise ein Gebinde der fünften Ausgabe 19
zugeführt werden. Die fünfte Ausgabe 19 ist an der Rückseite des Gehäuses 2 vorgesehen,
um, wie später noch erläutert werden wird, eine Über-Eck-Aufstellung mehrerer Leergutannahmeeinheiten
1 bewerkstelligen zu können.
[0068] Von der oberen Sortierebene, das heißt, von dem ersten Längsförderband 16, gelangt
ein Gebinde nach Kompaktierung in der Kompaktierstation 10 auf die untere Sortierebene
bzw. auf das zweite Längsförderband. Die Kompaktierstation 10 umfasst eine Übergabe
auf das zweite Längsförderband 17 in Form eines Querförderbandes 20, welches nur andeutungsweise
(da verkleidet) in den Figuren 8 und 9 erkennbar ist.
[0069] Das zweite Längsförderband 17 ist reversierbar, von diesem kann ein in der Kompaktierstation
10 kompaktiertes Gebinde wahlweise der zweiten oder dritten Ausgabe 6, 7 aufgegeben
werden. Ebenso kann ein bereits kompaktiertes Gebinde mittels des zweiten Längsförderbandes
17 unmittelbar der vierten Ausgabe 8 aufgegeben werden. Aufgrund dieser Konfiguration
der Transport- und Sortiereinrichtung lassen sich für ein einziges Gebinde, bezogen
auf eine Leergutannahmeeinheit, insgesamt fünf Sortierwege realisieren.
[0070] Ein erster Sortierweg erstreckt sich von dem ersten Gebindeeinzug 14 unmittelbar
an die erste Ausgabe. Ein zweiter Sortierweg erstreckt sich von dem ersten Gebindeeinzug
14 an die fünfte Ausgabe 19. Ein dritter Sortierweg erstreckt sich von dem ersten
Gebindeeinzug 14 über eine Zuführung 21 in die Kompaktierstation und über das Querförderband
20, welches eine Übergabe auf das zweite Längsförderband 17 bildet, an die vierte
Ausgabe 8. Ein vierter Sortierweg erstreckt sich über den ersten Gebindeeinzug 14,
die Zuführung 21, das Querförderband 20 an die zweite Ausgabe 6.
[0071] Ein fünfter Sortierweg erstreckt sich von dem ersten Gebindeeinzug 14 über die Zuführung
21 auf das Querförderband 20 und an die dritte Ausgabe 7.
[0072] Dadurch ergeben sich verschiedene Redundanzfälle bei Ausfall der einen oder anderen
Kompaktierstation 10, wie dies beispielsweise in den Figuren 10 und 11 dargestellt
ist.
[0073] In Figur 1 sind zwei Leergutannahmeeinheiten 1 nebeneinander aufgestellt, das heißt
stirnseitig aneinander angeschlossen, so dass die erste Ausgabe 5 und die vierte Ausgabe
8 der in Figur 11 links dargestellten Leergutannahmeeinheit 1 an den ersten Gebindeeinzug
14 und den Gebindeeinzug 15 der daneben angeordneten Leergutannahmeeinheit 1 angeschlossen
sind. Unter den Leergutannahmeeinheiten 1 sind jeweils Sammelbehälter 22a, b, c, d
angeordnet, wobei beispielsweise die Sammelbehälter 22a, b, c als Sammelbehälter für
klare PET-Gebinde vorgesehen sein können, wohingegen beispielsweise der Sammelbehälter
22d als Sammelbehälter für bunte PET-Gebinde vorgesehen sein kann. Die Pfeile in der
Figur veranschaulichen den Servicefall für die in der Zeichnung links dargestellte
Leergutannahmeeinheit 1. Dabei übernimmt die rechts aufgestellte Leergutannahmeeinheit
1 die vollständige Kompaktierung der PET-Gebinde, wobei die bunten PET-Gebinde in
den Sammelbehälter 22d abgeworfen werden, beispielsweise über die dritte Ausgabe 7,
und die klaren PET-Gebinde über das zweite Längsförderband 17 zurück an die links
aufgestellte Leergutannahmeeinheit 1 gefördert werden, wobei diese dort wahlweise
über die zweite oder die dritte Ausgabe 6 oder 7 in den betreffenden Sammelbehälter
22a oder 22b abgeworfen werden können.
[0074] Figur 12 veranschaulicht den Servicefall für die in der Figur rechts aufgestellte
Leergutannahmeeinheit 1. In diesem Fall wird die Kompaktierung vollständig von der
links dargestellten Leergutannahmeeinheit 1 übernommen, die kompaktierten Gebinde
werden vollständig in der daneben aufgestellten Leergutannahmeeinheit 1 sortiert.
[0075] Wenn Glasgebinde oder Blechdosen aufgegeben werden, können diese durch beide Leergutannahmeeinheiten
1 ohne Verdichtung hindurchgeführt werden. Die fünfte Ausgabe 19 ermöglicht es außerdem,
zwischen Glasgebinden und Blechdosen eine Nachsortierung und Ausschleusung an verschiedenen
Stellen der Leergutannahmeeinheit zu bewirken.
[0076] Figur 13 zeigt ein Beispiel einer Leergutannahmestation, die einen Leergutannahmeautomaten
23 und insgesamt drei über Eck aufgestellte Leergutannahmeeinheiten umfasst. Jede
der Leergutannahmeeinheiten 1 ist wie vorstehend beschrieben ausgebildet, wobei ausgehend
von dem Leergutannahmeautomaten 23 zunächst zwei Leergutannahmeeinheiten 1 stirnseitig
aneinander angeschlossen sind und eine weitere Leergutannahmeeinheit 1 quer dazu aufgestellt
ist. Der Leergutannahmeautomat 23 umfasst in bekannter Art und Weise Mittel zur Gebinde-
und Pfand-Logo-Erkennung sowie wenigstens eine Steuereinrichtung, die Steuer- und
Sortierbefehle an die nachgeschalteten Leergutannahmeeinrichtungen 1 weitergibt. Wie
andeutungsweise dargestellt ist, werden beispielsweise von der Leergutannahmestation
23 auch Kästen angenommen, die über ein Rollenband 24 ausgeschleust werden.
[0077] Mit 25 ist ein Aufnahmebehälter bezeichnet, der vollständig durchgeschleuste Gebinde,
beispielsweise Glas- oder Blechdosen, die nicht erkennbar sind, aufnimmt.
[0078] Im Folgenden wird die Kompaktierstation 10 beschrieben, und zwar im Wesentlichen
unter Bezugnahme auf die Figuren 3 und 7bis 10.
[0079] Figur 3 zeigt den vollständig ausgeschwenkten Zustand des zweiten Gehäuseteils 2b,
bei welchem der Blick auf den Verschlussdeckel 12 des zweiten Gehäuseteils 2b freigegeben
ist. Der Verschlussdeckel 12 umfasst eine erste Durchführung 26 und eine zweite Durchführung
27, von der in Figur 3 nur die erste Durchführung 26 erkennbar ist. Die erste Durchführung
26 ist mit einer elektrisch betätigbaren Verschlussklappe 28 versehen, die die Sortierweiche
18 bildet. Durch die zweite Durchführung 27 erstreckt sich das Querförderband 20 auf
das zweite Längsförderband 17.
[0080] Der Verschlussdeckel 12 verschließt im Wesentlichen den von dem zweiten Gehäuseteil
2b gebildeten Aufnahmebehälter flüssigkeitsdicht.
[0081] Die Kompaktierstation ist an dem Verschlussdeckel 12, der gleichzeitig auch als Montageplatte
dient, angeordnet und wird mit Aufschwenken des Verschlussdeckels 12, wie dies in
Figur 7 andeutungsweise dargestellt ist, freigelegt.
[0082] Die Kompaktierstation 10 umfasst eine Kompaktiereinheit 29 sowie eine Nachverdichtungseinrichtung
30. Die Kompaktiereinheit 29 umfasst ein erstes und ein zweites Traktionsmodul 29a,
29b, die jeweils ein Plattenband mit einem Antrieb bilden. Die Plattenbänder bilden
zusammen einen sich verjüngenden Verdichtungskanal, der einen Einzug und einen Auswurf
für ein zu kompaktierendes Gebinde formt. Die gleichsinnig wirkenden Plattenbänder/Zugvorrichtungen
umfassen ein zu kompaktierendes Gebinde, treiben dieses durch den sich verjüngenden
Verdichtungskanal und verdichten das Gebinde quer zur Transportrichtung von einem
Ausgangsquerschnitt auf einen Zielquerschnitt. Das aus dem Auswurf ausgebrachte, in
Umfangsrichtung verdichtete Gebinde wird der Nachverdichtungseinrichtung 30 zugeführt,
die das Gebinde dann in Längsrichtung staucht und auf das Querförderband 20 übergibt.
[0083] Jedes der Traditionsmodule 29a, 29b ist lösbar auf den Verschlussdeckel aufgesteckt
und separat zu Wartungszwecken außer Betrieb nehmbar.
[0084] Die Kompaktierstation 10 umfasst weiterhin eine Reinigungsvorrichtung mit einem Reinigungsmittelbehälter
30, der mit einem Reinigungsfluid befüllbar ist. Mittels eines Pumpzylinders 31 kann
das Reinigungsfluid innerhalb des Reinigungsmittelbehälters unter Druck gesetzt werden
mit der Folge, dass das Reinigungsfluid über Steigleitungen 32 und nicht dargestellte
Schläuche zu nicht dargestellten Sprühdüsen verbracht wird, mit welchen die Kompaktiereinheit
29 benetzbar ist. Das Reinigungsfluid mit etwa gelösten Verunreinigungen sammelt sich
am Boden des zweiten Gehäuseteils 2b, der, wie zuvor erwähnt, auch als Auffangbehälter
dient. Sich dort ansammelnde Flüssigkeit kann über einen Ablaufanschluss 33 (siehe
beispielsweise Figur 4) abgelassen werden.
Bezugszeichen
[0085]
- 1.
- Leergutannahmeeinheit
- 2.
- Gehäuse
- 2a.
- Erster Gehäuseteil
- 2b.
- Zweiter Gehäuseteil
- 3.
- Beine
- 4. 5.
- Erste Ausgabe
- 6.
- Zweite Ausgabe
- 7.
- Dritte Ausgabe
- 8.
- Vierte Ausgabe
- 9.
- Entriegelungsköpfe
- 10.
- Kompaktierstation
- 11.
- Gasdruckfedern
- 12.
- Verschlussdeckel
- 13a.
- Erste Kontaktelemente
- 13b.
- Zweite Kontaktelemente
- 14.
- Erster Gebindeeinzug
- 15.
- Zweiter Gebindeeinzug
- 16.
- Erstes Längsförderband
- 17.
- Zweites Längsförderband
- 18.
- Sortierweiche
- 19.
- Fünfte Ausgabe
- 20.
- Querförderband
- 21.
- Zuführung
- 22a.
- Sammelbehälter
- 22b.
- Sammelbehälter
- 22c.
- Sammelbehälter
- 22d.
- Sammelbehälter
- 23.
- Leergutannahmeautomat
- 24.
- Rollenband
- 25.
- Aufnahmebehälter
- 26.
- Erste Durchführung
- 27.
- Zweite Durchführung
- 28.
- Verschlussklappe
- 29.
- Kompaktiereinheit
- 29a.
- Erstes Traktionsmodul
- 29b.
- Zweites Traktionsmodul
- 30.
- Nachverdichtungseinrichtung
- 31.
- Pumpzylinder
- 32.
- Steigleitungen
- 33.
- Ablaufanschluss
- 34.
- Reinigungsmittelbehälter
1. Leergutannahmeeinrichtung umfassend wenigstens eine Leergutannahmeeinheit (1)mit wenigstens
einer Kompaktierstation (10) und wenigstens einer Transport- und Sortiereinheit, mit
wenigstens einem Gebindeeinzug, mit wenigstens einer ersten und einer zweiten Fördereinrichtung
für Gebinde, wobei die erste Fördereinrichtung den Gebindeeinzug bildet, mit wenigstens
einer ersten Sortierweiche (18), mit wenigstens einer Zuführung (21) von der ersten
Fördereinrichtung an die Kompaktierstation (10), wobei ein Gebinde wahlweise der Kompaktierstation
(10) zuführbar ist oder mittels der ersten Förderereinrichtung unmittelbar an eine
erste Ausgabe(5) förderbar ist, und mit einer Übergabe von der Kompaktierstation (10)
auf die zweite Fördereinrichtung, wobei mittels der zweiten Fördereinrichtung wahlweise
wenigstens eine zweite (6) oder dritte Ausgabe (7)für das Gebinde beschickbar ist.
2. Leergutannahmeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Fördereinrichtungen als Endlosfördermittel, vorzugsweise als
Förderbänder ausgebildet sind.
3. Leergutannahmeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die erste Fördereinrichtung in einer ersten Sortierebene von einer Ausgabeöffnung
an die erste Ausgabe (5) erstreckt und dass sich die zweite Fördereinrichtung parallel
dazu in einer zweiten Sortierebene erstreckt.
4. Leergutannahmeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Fördereinrichtung so ausgebildet ist, dass deren Transportrichtung
reversierbar ist.
5. Leergutannahmeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Übergabe von der Kompaktierstation (10) in Richtung auf die zweite Fördereinrichtung
eine Querfördereinrichtung, vorzugsweise in Form eines Endlosfördermittels, vorgesehen
ist.
6. Leergutannahmeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompaktierstation (10) und die Transport-und Sortiereinheit in einem gemeinsamen
Gehäuse (2) angeordnet sind und dass die Kompaktierstation (10) und die Transport-und
Sortiereinheit jeweils als unabhängig voneinander ansteuerbare Funktionseinheiten
ausgebildet sind.
7. Leergutannahmeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompaktierstation (10) in einem ausschwenkbaren Gehäuseteil angeordnet ist, der
einen geschlossenen Aufnahmebehälter für die Kompaktierstation (10) bildet.
8. Leergutannahmeeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der ausschwenkbare Gehäuseteil über Kontaktelemente an eine Spannungsversorgung der
Leergutannahmeeinheit (1) angeschlossen ist, die so angeordnet sind, dass die Spannungsversorgung
der Kompaktierstation (10) getrennt wird, wenn der ausschwenkbare Gehäuseteil geöffnet
wird.
9. Leergutannahmeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompaktierstation (10) wenigstens eine Kompaktiereinheit (29) und wenigstens
eine Nachverdichtungseinrichtung (30) umfasst.
10. Leergutannahmeeinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebehälter (25) des ausschwenkbaren Gehäuseteils einen im eingeschwenkten
Zustand innenliegenden Verschlussdeckel (12) aufweist, der mit wenigstens einer ersten
Durchführung (26) für den Einzug des Gebindes und wenigstens einer zweiten Durchführung
(27) für eine Übergabe des Gebindes versehen ist.
11. Leergutannahmeeinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchführung für den Einzug des Gebindes mit einer elektrisch betätigbaren Verschlussklappe
(28) versehen ist, die als Sortierweiche (18) ausgebildet ist.
12. Leergutannahmeeinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompaktierstation (10) Mittel zur Nassreinigung der Kompaktiereinheit (29) und/oder
der Nachverdichtungseinrichtung (30) umfasst.
13. Leergutannahmeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Transport-und Sortiereinheit wenigstens eine vierte Ausgabe (8) aufweist.
14. Leergutannahmeeinrichtung nach Anspruch 13 umfassend wenigstens eine zweite Leergutannahmeeinheit,
die unmittelbar an die erste Leergutannahmeeinheit angeschlossen ist, wobei die erste
Ausgabe (5) der ersten Leergutannahmeeinheit so ausgebildet ist, dass sie ein Gebinde
an einen Gebindeeinzug der zweiten Leergutannahmeeinheit und die vierte Ausgabe (8)
ein Gebinde an einen zweiten Gebindeeinzug der zweiten Leergutannahmeeinheit übergeben
kann.
15. Leergutannahmestation mit einer Leergutannahmeeinrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 14, umfassend einen Leergutannahmeautomaten (23) mit Mitteln zur Gebinde-und
Pfand-Logo-Erkennung sowie mit wenigstens einer Steuereinrichtung, die Steuerbefehle
an die nachgeschaltete Leergutannahmeeinrichtung weitergibt.