[0001] Die Erfindung betrifft eine bidirektionale Einzugsvorrichtung zum beidseitigen Einziehen
einer Schiebetür in eine Mitteltürstellung gemäß Oberbegriff von Anspruch 1, sowie
eine Schiebetüranordnung mit einer solchen bidirektionalen Einzugsvorrichtung.
[0002] Eine derartige bidirektionale Einzugsvorrichtung ist beispielsweise durch
DE 20 2010 007 230 U1 bekannt geworden. Die
DE 10 2011 001 749 A1 offenbart die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Unidirektionale Einzugsvorrichtungen
zum Einziehen eines verschiebbaren Möbelteils, wie z.B. einer Schublade oder einer
Schiebetür, in ihre geschlossene Endstellung sind allgemein bekannt. Solche bekannten
unidirektionalen Einzugsvorrichtungen weisen einen verschiebbar geführten Mitnehmer
zum lösbaren Koppeln mit dem Möbelteil auf. Das Möbelteil ist in seiner geschlossenen
Endstellung im Eingriff mit dem eingezogenen Mitnehmer und nimmt bei seiner Öffnungsbewegung
den Mitnehmer aus einer eingezogenen Endstellung gegen die Wirkung einer Einzugsfeder
in eine verkippte Verriegelungsendstellung mit, in der das Möbelteil in Öffnungsrichtung
vom Mitnehmer entkoppelt ist. Bei seiner Schließbewegung löst das Möbelteil den Mitnehmer
aus der Verriegelungsendstellung und wird von diesem, angetrieben von der Einzugsfeder,
bis in die geschlossene Endstellung eingezogen.
[0003] Die aus der
DE 20 2010 007 230 U1 bekannte bidirektionalen Einzugsvorrichtung dient zum beidseitigen Einziehen einer
mittleren Schiebetür in ihre Mitteltürstellung. Jede der beiden unidirektionalen Einzugseinrichtungen
weist ein separates Führungsgehäuse auf, in dem ein Mitnehmer und ein Lineardämpfer
angeordnet sind.
[0004] Es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine solche bidirektionale Einzugsvorrichtung
zum beidseitigen Einziehen einer Schiebetür in die Mitteltürstellung weiter zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Im
Vergleich zu den bekannten separaten Führungsgehäusen der unidirektionalen Einzugsvorrichtungen
wird erfindungsgemäß eine baulich kleinere Einheit ermöglicht. Außerdem bietet der
befestigbare Lineardämpfer die Möglichkeit, aus mehreren Lineardämpfern mit jeweils
unterschiedlichen Dämpfungscharakteristiken den jeweils optimalen Lineardämpfer auszuwählen
und einzubauen. Erfindungsgemäß sind am gleichen Gehäuse für jede der beiden unidirektionalen
Einzugseinrichtungen wahlweise ein einziger Lineardämpfer oder mehrere parallele Lineardämpfer
befestigbar, um so je nach Gewichtsklasse der Schiebetür die entsprechende Dämpfungscharakteristik
zu erzeugen. Der Mitnehmer ist zweiteilig gebildet, nämlich aus einem in der Führung
des Gehäuses linear geführten Führungselement und einem in der Führung des Gehäuses
linear und verkippbar geführten Kippelement, das am Führungselement schwenkbar gelagert
ist. Diese zweiteilige Ausbildung des Mitnehmers hat den Vorteil, dass die Dämpfungskräfte
des bzw. der Lineardämpfer keinen Einfluss auf die Kippbewegung des Mitnehmers haben.
In einer vorteilhaften Weiterbildung dieser Ausführungsform weist das Führungselement
einen Lagerzapfen und das Kippelement eine auf dem Lagerzapfen drehbar gelagerte Lageraufnahme
auf, oder umgekehrt.
[0006] In den Rahmen der Erfindung fällt auch eine Schiebetüranordnung mit einer Schiebetür
und mit einer wie oben beschriebenen bidirektionalen Einzugsvorrichtung, wobei die
Schiebetür in ihrer Mitteltürstellung in beide Richtungen mit dem Schlitten bewegungsgekoppelt
ist.
[0007] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung, den Ansprüchen
und der Zeichnung. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter aufgeführten
Merkmale je für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen Verwendung finden.
Die gezeigte und beschriebene Ausführungsform ist nicht als abschließende Aufzählung
zu verstehen, sondern hat vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung der
Erfindung.
[0008] Es zeigen:
- Fign. 1a-1c
- eine bekannte bidirektionale Einzugsvorrichtung in einer Mittelstellung (Fig. 1a),
in der eine Schiebetür in ihre Mitteltürstellung eingezogen ist, in einer Zwischenstellung
(Fig. 1b), in der die in Öffnungsrichtung aus der Mitteltürstellung verschobene Schiebetür
in Öffnungsrichtung noch mit der Einzugsvorrichtung bewegungsgekoppelt ist, und in
einer Endstellung (Fig. 1c), in der die in Öffnungsrichtung aus der Mitteltürstellung
verschobene Schiebetür in Öffnungsrichtung nicht mehr mit der Einzugsvorrichtung bewegungsgekoppelt
ist;
- Fig. 2
- die erfindungsgemäße bidirektionale Einzugsvorrichtung in einer Mittelstellung analog
zu Fig. 1a, mit abgenommener oberer Gehäusehälfte; und
- Fign. 3a, 3b
- jeweils Detailansichten eines in Fig. 2 gezeigten Führungselements (Fig. 3a) und eines
am Führungselement verkippbar gelagerten Kippelements (Fig. 3b).
[0009] Die in Fign. 1a bis 1c gezeigte bekannte bidirektionale Einzugsvorrichtung 1 dient
zum beidseitigen Einziehen einer in Richtung des Doppelpfeils 2 verschiebbar gelagerten
mittleren Schiebetür (Mitteltür) 3 in eine geschlossene Mitteltürstellung. Die Einzugsvorrichtung
1 ist dazu beispielsweise an einer oberen oder unteren Führungsschiene (nicht gezeigt)
der Schiebetür 3 oder auf dem Oberboden oder im Schranksockel eines Schiebetürenschrankes
befestigt.
[0010] Die Einzugsvorrichtung 1 umfasst zwei in entgegengesetzte Richtungen wirksame unidirektionale
Einzugseinrichtungen 4, die im gezeigten Ausführungsbeispiel identisch ausgebildet
und spiegelbildlich zueinander in ein Gehäuse 5 eingebaut sind, sowie einen Kopplungsschlitten
6, der in seitlichen Führungen (z.B. Führungsnuten) 7 des Gehäuses 5 in Richtung des
Doppelpfeils 2 verschiebbar geführt ist. Der Kopplungsschlitten 6 ist zwischen der
Schiebetür 3 und den Einzugseinrichtungen 4 angeordnet und dient, wie unten noch im
Detail beschrieben, zum Koppeln der Schiebetür 3 mit den Einzugseinrichtungen 4.
[0011] Jede Einzugseinrichtung 4 weist ein Führungsgehäuse
8 mit einer Führungsbahn
9 auf, in der ein schlittenförmiger Mitnehmer
10 zwischen einer eingezogenen und einer ausgezogenen Endstellung verschiebbar geführt
ist. In Fig. 1c ist der Mitnehmer 10 der rechten Einzugseinrichtung 4 in seiner eingezogenen
Endstellung und der Mitnehmer 10 der linken Einzugseinrichtung 4 in seiner ausgezogenen
Endstellung gezeigt. Der Mitnehmer 10 weist auf seiner dem Kopplungsschlitten 6 zugewandten
Seite eine Aussparung
11 (Fig. 1c) auf und ist durch eine Einzugsfeder
12 in seine eingezogene Endposition beaufschlagt. Die Einzugsbewegung des Mitnehmers
10 wird durch einen als Lineardämpfer
13 ausgeführten Fluiddämpfer gedämpft, dessen linear verschiebbarer Kolben vom Mitnehmer
10 in Auszugsrichtung mitgenommen wird. Dazu kann beispielsweise eine Kolbenstange
des Kolbens am Mitnehmer 10 befestigt sein. Ausgehend von der eingezogenen Endstellung
weist die Führungsbahn 9 zunächst einen geraden Führungsabschnitt
9a auf, der dann am Ende der Führungsbahn 9 in einen quer verlaufenden Führungsabschnitt
9b übergeht, welcher die ausgezogene Endstellung des Mitnehmers 10 definiert.
[0012] Der Kopplungsschlitten 6 weist einen mittleren Schlittenarm
14 und zwei äußere Schlittenarme
15 auf, welche am mittleren Schlittenarm 14 jeweils über Achsen
16 angelenkt, also kippbeweglich verbunden sind. Über diese Achsen 16, die seitlich
über den Kopplungsschlitten 6 überstehen, ist der mittlere Schlittenarm 14 in den
seitlichen Führungen 7 des Gehäuses 5 geführt. Die freien Enden der äußeren Schlittenarme
15 sind über Führungszapfen
17 ebenfalls in den seitlichen Führungen 7 geführt. Die äußeren Schlittenarme 15 weisen
jeweils an ihrer dem Mitnehmer 10 zugewandten Seite einen Vorsprung
18 und an ihrer der Schiebetür 3 zugewandten Seite ein vorstehendes Kopplungselement
19 auf, das wie gezeigt beispielsweise durch einen schräg vorstehenden Arm gebildet
sein kann.
[0013] An einen geraden mittleren Führungsabschnitt
20 der Führung 7 schließen sich jeweils über einen schrägen Führungsabschnitt
21 (Fig. 1c) zwei gerade äußere Führungsabschnitte
22 an, die aufgrund der schrägen Führungsabschnitte 21 gegenüber dem mittleren Führungsabschnitt
20 in Richtung fort von der Schiebertür 3 um ein Maß
A zurückversetzt sind und die wie gezeigt beispielsweise parallel zum mittleren Führungsabschnitt
20 verlaufen können. Der mittlere Führungsabschnitt 20 ist mehr als doppelt so lang
wie der Abstand der beiden Achsen 16, und die äußeren Führungsabschnitte 22 sind mindestens
so lang wie der Abstand zwischen der Achse 16 und dem Führungszapfen 17.
[0014] Die Schiebetür 3 weist an ihrer dem Kopplungsschlitten 6 zugewandten Seite zwei Mitnehmervorsprünge
23 auf, deren Außenabstand dem Abstand der beiden Kopplungselemente 19 entspricht. Die
Mitnehmervorsprünge 23 können beispielsweise durch einen Bolzen oder ein abgewinkeltes
Blech gebildet sein.
[0015] In
Fig. 1a ist die Einzugsvorrichtung 1 in ihrer Grundstellung gezeigt, in der die Schiebetür
3 in ihre geschlossene Mitteltürstellung eingezogen ist. In dieser Grundstellung befinden
sich die beiden Mitnehmer 10 der Einzugseinrichtungen 4 in ihren eingefahrenen Endstellungen,
und der Kopplungsschlitten 6 greift mit seinen beiden Vorsprüngen 18 in die Aussparungen
11 der beiden Mitnehmer 10 ein. Die Mitnehmervorsprünge 23 der Schiebetür 3 sind zwischen
den beiden Kopplungselementen 19 festgelegt, wodurch der Kopplungsschlitten 6 in beide
Richtungen mit der Schiebetür 3 bewegungsgekoppelt ist. Die beiden Achsen 16 befinden
sich im mittleren Führungsabschnitt 20 und die Führungszapfen 17 jeweils in den äußeren
Führungsabschnitten 22, wobei die äußere Schlittenarme 15 mit ihren Vorsprüngen 18
in die Aussparungen 11 der Mitnehmer 10 eingreifen.
[0016] Wenn die Schiebetür 3 aus ihrer in Fig. 1a gezeigten geschlossenen Mitteltürstellung
in die in
Fig. 1b gezeigte Zwischenstellung nach links (Öffnungsrichtung
24) geschoben wird, wird der Kopplungsschlitten 6 über sein am linken Mitnehmervorsprung
23 der Schiebetür 3 anliegendes linkes Kopplungselement 19 nach links mitgenommen.
Dabei wird der Führungszapfen 17 des rechten Schlittenarms 15 über den schrägen Führungsabschnitt
21 in den mittleren Führungsabschnitt 20 überführt, wodurch der rechte Schlittenarm
15 entgegen dem Uhrzeigersinn um die Achse 16 verkippt und sein Vorsprung 18 nun nicht
mehr in die Aussparung 11 des rechten Mitnehmers 10 eingreift. Außerdem wird der Mitnehmer
10 der linken Einzugseinrichtung 4 über den in seine Aussparung 11 eingreifenden Vorsprung
18 des linken Schlittenarms 15 vom Kopplungsschlitten 6 nach links gegen die Wirkung
der Einzugsfeder 12 mitgenommen, die dadurch gespannt wird.
[0017] Wenn die Schiebetür 3 und damit der Kopplungsschlitten 6 noch weiter nach links geschoben
werden, wird der Mitnehmer 10 der linken Einzugseinrichtung 4 gegen die Wirkung der
Einzugsfeder 12 weiter nach links geschoben, bis er schließlich am Ende des geraden
Führungsabschnitts 9a über den quer verlaufenden Führungsabschnitt 9b in eine Verriegelungsendstellung
verkippt. In dieser Verriegelungsendstellung ist die Aussparung 11 des Mitnehmers
10 zur Öffnungsrichtung 24 hin offen, so dass der linke Schlittenarm 15 in Öffnungsrichtung
24 vom Mitnehmer 10 entkoppelt ist.
[0018] Die in
Fig. 1c gezeigte linke Endstellung des Kopplungsschlittens 6 ist erreicht, sobald seine linke
Achse 16 über den schrägen Führungsabschnitt 21 in den linken Führungsabschnitt 22
überführt ist. Dadurch wird das linke Kopplungselement 19 um das Maß A in Richtung
fort von der Schiebetür 3 querverschoben und liegt nicht mehr am linken Mitnehmervorsprung
23 an, so dass der Kopplungsschlitten 6 von der Schiebetür 3 nicht mehr weiter nach
links mitgenommen wird. Die vom Kopplungsschlitten 6 entkoppelte Schiebetür 3 kann
nun weiter nach links aufgeschoben werden.
[0019] Wird die Schiebetür 3 ausgehend von Fig. 1c in Schließrichtung
25 zurück in ihre Mitteltürstellung geschoben, trifft die Schiebetür 3 zunächst mit
ihrem rechten Mitnehmervorsprung 23 auf das rechte Kopplungselement 19 des Kopplungsschlittens
6, der dadurch in Schließrichtung 25 mitgenommen wird. Die linke Achse 16 wird über
den schrägen Führungsabschnitt 21 wieder in den mittleren Führungsabschnitt 20 überführt,
wodurch das linke Kopplungselement 19 um das Maß A in Richtung hin zu der Schiebetür
3 querverschoben wird und den linken Mitnehmervorsprung 23 in Schließrichtung 25 hintergreift.
Dann läuft der Kopplungsschlitten 6 mit seinem linken Vorsprung 18 in die seitlich
offene Aussparung 11 des verriegelten linken Mitnehmers 10 ein und beginnt den Mitnehmer
10 aus seiner Verriegelungsendstellung heraus zu drehen, wodurch gleichzeitig der
Vorsprung 18 in der Aussparung 11 festgelegt wird. Sobald der Mitnehmer 10 den geraden
Führungsabschnitt 9a erreicht hat, zieht die gespannte Einzugsfeder 12 den Mitnehmer
10 - vom Lineardämpfer 13 gedämpft - in Schließrichtung 25 ein, wodurch über den Kopplungsschlitten
6 auch die Schiebetür 3 in ihre Mitteltürstellung eingezogen wird. Am Ende der Einzugsbewegung
wird der rechte Führungszapfen 17 über den schrägen Führungsabschnitt 21 wieder in
den rechten Führungsabschnitt 22 überführt, wodurch der rechte Schlittenarm 15 im
Uhrzeigersinn um die Achse 16 verkippt und mit seinem Vorsprung 18 in die Aussparung
11 des rechten Mitnehmers 10 eingreift. Diese Grundstellung der Einzugsvorrichtung
1 mit der in ihre Mitteltürstellung eingezogenen Schiebetür 3 ist in Fig. 1a gezeigt.
[0020] Fig. 2 zeigt die erfindungsgemäße bidirektionale Einzugsvorrichtung
101, die funktionsgleich zu der bidirektionalen Einzugsvorrichtung 1 der Fig. 1 ist. Daher
sind in Fig. 2 für funktionsgleiche Teile die gleichen Bezugsziffern wie in Fig. 1
verwendet.
[0021] Im Unterschied zu der bidirektionalen Einzugsvorrichtung 1, bei welcher der Mitnehmer
10 und der Lineardämpfer 13 jeder unidirektionalen Einzugseinrichtung 4 in einem separaten
Führungsgehäuse 8 angeordnet sind, weist die bidirektionale Einzugsvorrichtung 101
keine separaten Führungsgehäuse auf, sondern der Mitnehmer 10 und der Lineardämpfer
13 jeder unidirektionalen Einzugseinrichtung 4 sind voneinander unabhängig am Gehäuse
5 befestigt. Das Gehäuse 5 weist zwei Gehäusehälften auf, von denen in Fig. 2 die
obere abgenommen ist und daher nur die untere zu sehen ist. Die beiden Gehäusehälften
weisen neben den Führungen 7 für den Kopplungsschlitten 6 auch die Führungen 9 für
die Mitnehmer 10 sowie auch muldenförmige Aufnahmen (nicht gezeigt) auf, in die der
Lineardämpfer 13 eingelegt und dadurch im Gehäuse 5 befestigt ist. In den beidseitigen
Führungen 7, 9 der Gehäusehälften sind die Kopplungsschlitten 6 jeweils mittels ihrer
beidseitig vorstehenden zwei Führungszapfen 16, 17 und die Mitnehmer 10 jeweils mittels
ihrer beidseitig vorstehenden zwei Führungszapfen
101, 102 verschiebbar und kippbar geführt. Die beiden Mitnehmer 10 sind durch die Einzugsfeder
12 miteinander verbunden und dadurch jeweils in ihre eingezogene Endposition beaufschlagt.
[0022] Je nach Gewichtsklasse der Schiebetür 3, können am gleichen Gehäuse 5 für jede der
beiden unidirektionalen Einzugseinrichtungen 4 wahlweise ein oder mehrere, z.B. wie
vorliegend zwei, parallele Lineardämpfer 13 befestigt werden.
[0023] Wie in
Fign. 3a, 3b gezeigt, ist der Mitnehmer 10 zweiteilig aus einem Führungselement
103 und einem daran schwenkbar gelagerten Kippelement
104 gebildet. Das Führungselement 103 weist den beidseitig vorstehenden länglichen Führungszapfen
101 auf, mit dem es in dem geraden Führungsabschnitt 9a der Führungsbahn 9 linear
verschiebbar geführt ist. Das Kippelement 104 weist den beidseitig vorstehenden runden
Führungszapfen 102 auf, mit dem es in dem geraden Führungsabschnitt 9a der Führungsbahn
9 linear verschiebbar und dann in dem quer verlaufenden Führungsabschnitt 9b bis in
die Verriegelungsendstellung verkippbar geführt ist. Außerdem weist das Führungselement
103 einen Lagerzapfen
105 und das Kippelement 104 eine auf dem Lagerzapfen 105 drehbar gelagerte Lageraufnahme
106 auf.
[0024] Wie in Fign. 3a, 3b weiter gezeigt, sind die Lineardämpfer 13 als Kolbendämpfer mit
Kolbenstange
107 ausgebildet, die jeweils in eine Sackbohrung
108 des Führungselements 103 eingesteckt sind und somit beide am Führungselement 103
angreifen. Die zweiteilige Ausbildung des Mitnehmers 10 hat den Vorteil, dass die
auf das Führungselement 103 wirkenden Dämpfungskräfte des bzw. der Lineardämpfer 13
keinen Einfluss auf die Kippbewegung des Kippelements 104 haben.
1. Bidirektionale Einzugsvorrichtung (101) zum beidseitigen Einziehen einer Schiebetür
(3) in eine Mitteltürstellung, umfassend:
ein Gehäuse (5) zwei gegensinnig wirkende unidirektionale Einzugseinrichtungen (4)
mit jeweils einem in einer Führung (9) verschiebbar geführten Mitnehmer (10), der
aus einer eingezogenen Endstellung gegen die Wirkung einer Einzugsfeder (12) in eine
Verriegelungsendstellung verschiebbar ist, und mit mindestens einem Lineardämpfer
(13) zum Dämpfen der Einzugsbewegung des Mitnehmers (10), sowie einen in einer Führung
(7) des Gehäuses (5) längs- und kippbeweglich geführten Kopplungsschlitten (6), der
zwei beabstandete Kopplungselemente (19) aufweist und in einer Schlittenmittelstellung
im Eingriff mit den beiden eingezogenen Mitnehmer (10) ist,
wobei der Kopplungsschlitten (6) bei einer Bewegung aus der Schlittenmittelstellung
in die eine oder andere Richtung jeweils den einen Mitnehmer (10) in Bewegungsrichtung
(24) mitnimmt und zugleich durch eine Kippbewegung vom anderen Mitnehmer (10) entkoppelt
wird und schließlich in einer Schlittenendstellung der Kopplungsschlitten (6) von
dem mitgenommenen verriegelten Mitnehmer (10) in der Bewegungsrichtung (24) entkoppelt
ist und das in Bewegungsrichtung (24) vordere Kopplungselement (19) gegenüber dem
hinteren Kopplungselement (19) zurückversetzt ist, und wobei der Kopplungsschlitten
(6) bei einer Bewegung aus der Schlittenendstellung zurück in die Schlittenmittelstellung
den Mitnehmer (10) aus der Verriegelungsendstellung löst und von diesem bis in die
Schlittenmittelstellung eingezogen wird, wobei das Gehäuse (5) auch die Führungen
(9) für die Mitnehmer (10) aufweist, der Mitnehmer (10) zweiteilig aus einem in der
Führung (9) des Gehäuses (5) linear geführten Führungselement (103) und einem in der
Führung (9) des Gehäuses (5) linear und verkippbar geführten Kippelement (104), welches
am Führungselement (103) schwenkbar gelagert ist, gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (103) mehrere Sackbohrungen (108) aufweist, und dass am Gehäuse
(5) für jede der beiden unidirektionalen Einzugseinrichtungen (4) wahlweise ein einziger
Lineardämpfer (13) oder mehrere parallele Lineardämpfer (13) befestigt sind, die jeweils
mit einer Kolbenstange (107) in die Sackbohrungen (108) des Führungselements (103)
eingesteckt und dadurch unabhängig von den Mitnehmern (10) am Gehäuse (5) befestigt
sind.
2. Bidirektionale Einzugsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (103) einen Lagerzapfen (105) und das Kippelement (104) eine
auf dem Lagerzapfen (105) drehbar gelagerte Lageraufnahme (106) aufweist, oder umgekehrt.
3. Bidirektionale Einzugsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Mitnehmer (10) durch eine gemeinsame,Einzugsfeder (12) miteinander verbunden
sind.
4. Bidirektionale Einzugsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (5) zwei Gehäusehälften aufweist, zwischen denen die Kopplungsschlitten
(6) und die Mitnehmer (10) geführt und die Lineardämpfer (13) angeordnet sind.
5. Bidirektionale Einzugsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jede der beiden Gehäusehälften Führungen (7, 9) für die Kopplungsschlitten (6) und
die Mitnehmer (10) aufweist.
6. Schiebetüranordnung mit einer Schiebetür (3) und mit einer bidirektionalen Einzugsvorrichtung
(101) nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum beidseitigen Einziehen der Schiebetür
(3) in eine Mitteltürstellung, wobei die Schiebetür (3) in ihrer Mitteltürstellung
in beide Richtungen mit dem Kopplungsschlitten (6) bewegungsgekoppelt ist.
7. Schiebetüranordnung nach Anspruch 7, wobei die Einzugsvorrichtung (101) ortsfest angeordnet
ist und die Schiebetür (3) in ihrer Mitteltürstellung beidseitig zwischen den beiden
Kopplungselementen (19) festgelegt ist, oder umgekehrt.
1. Bidirectional retraction device (101) for two-sided retraction of a sliding door (3)
into a middle door position, comprising:
a housing (5),
two unidirectional retraction devices (4) that act in opposite directions with one
carrier (10) each which is displaceably guided in a guide (9) and can be displaced
from a retracted end position against the action of a retraction spring (12) into
a locked end position, and with at least one linear damper (13) for damping the retraction
movement of the carrier (10), and
a coupling carriage (6) which is guided in a guide (7) of the housing (5) such that
it can be moved in a longitudinal direction and can be tilted, and has two spaced-apart
coupling elements (19) and is in engagement with the two retracted carriers (10) in
a carriage middle position,
wherein the coupling carriage (6) carries along one of the carriers (10) in the direction
of movement (24) during a movement from the carriage middle position into one or the
other direction and at the same time is decoupled from the other carrier (10) by a
tilting movement and, finally in a carriage end position, the coupling carriage (6)
is decoupled from the carried along locked carrier (10) in the direction of movement
(24) and the front coupling element (19), seen in the direction of movement (24),
is recessed with respect to the rear coupling element (19) and
wherein the coupling carriage (6) releases the carrier (10) from the locked end position
during movement from the carriage end position back into the carriage middle position
and is retracted by it into the carriage middle position,
wherein the housing (5) also comprises the guides (9) for the carriers (10), the carrier
(10) is formed in two parts of a guiding element (103) which is linearly guided in
the guide (9) of the housing (5) and a tilting element (104) which is linearly and
tiltably guided in the guide (9) of the housing (5) and is pivotably mounted on the
guiding element (103),
characterized in that the guiding element (103) comprises a plurality of blind bores (108), and that either
one single linear damper (13) or a plurality of parallel linear dampers (13) is/are
mounted on the housing (5) for each of the two unidirectional retraction devices (4),
which are each inserted with a piston rod (107) into the blind bores (108) of the
guiding element (103) and are thereby mounted to the housing (5) independently of
the carriers (10).
2. Bidirectional retraction device according to claim 1, characterized in that the guiding element (103) comprises a bearing pin (105) and the tilting element (104)
comprises a bearing receptacle (106) which is rotatably mounted on the bearing pin
(105), or vice versa.
3. Bidirectional retraction device according to any one of the preceding claims, characterized in that the two carriers (10) are connected to each other by one common retraction spring
(12).
4. Bidirectional retraction device according to any one of the preceding claims, characterized in that the housing (5) comprises two housing halves between which the coupling carriages
(6) and the carriers (10) are guided and the linear dampers (13) are arranged.
5. Bidirectional retraction device according to claim 4, characterized in that each of the two housing halves comprises guides (7, 9) for the coupling carriages
(6) and the carriers (10).
6. Sliding door arrangement comprising a sliding door (3) and a bidirectional retraction
device (101) according to any one of the preceding claims for two-sided retraction
of the sliding door (3) into a middle door position, wherein the sliding door (3)
is motionally coupled in both directions with the coupling carriage (6) in its middle
door position.
7. Sliding door arrangement according to claim 6, wherein the retraction device (101)
is stationarily arranged and the sliding door (3) is fixed in its middle door position
on both sides between the two coupling elements (19), or vice versa.
1. Dispositif d'escamotage bidirectionnel (101) dévolu à la rétraction bilatérale d'une
porte coulissante (3) vers une position médiane de ladite porte, comprenant :
un boîtier (5) ; deux systèmes d'escamotage unidirectionnel (4) qui agissent dans
des sens opposés et comportent, respectivement, un organe d'entraînement (10) guidé
dans un guide (9) avec faculté de coulissement et pouvant coulisser d'une position
extrême rétractée à une position extrême de verrouillage, en opposition à l'action
d'un ressort de rétraction (12), et au moins un amortisseur linéaire (13) pour amortir
le mouvement de rétraction dudit organe d'entraînement (10) ; ainsi qu'un chariot
d'accouplement (6) qui est guidé dans un guide (7) dudit boîtier (5), avec faculté
de mouvements longitudinal et basculant, est muni de deux éléments d'accouplement
espacés (19) et est en prise, dans une position médiane dudit chariot, avec les deux
organes d'entraînement (10) rétractés,
sachant que, lors d'un mouvement dans l'une ou l'autre direction à partir de la position
médiane du chariot, ledit chariot d'accouplement (6) entraîne respectivement l'un
desdits organes d'entraînement (10) dans une direction de mouvement (24), en étant
simultanément dissocié d'avec l'autre organe d'entraînement (10) suite à un mouvement
basculant et que, pour finir, dans une position extrême dudit chariot, ledit chariot
d'accouplement (6) est dissocié, dans ladite direction de mouvement (24), d'avec l'organe
d'entraînement (10) entraîné et verrouillé; sachant que l'élément d'accouplement (19)
situé à l'avant, dans ladite direction de mouvement (24), occupe une position en retrait
par rapport à l'élément d'accouplement (19) situé à l'arrière ; sachant que, lors
d'un mouvement rétrograde de la position extrême du chariot à la position médiane
dudit chariot, ledit chariot d'accouplement (6) fait quitter la position extrême de
verrouillage audit organe d'entraînement (10) et est rétracté, par ce dernier, jusqu'à
ladite position médiane dudit chariot ; sachant que ledit boîtier (5) est également
pourvu des guides (9) affectés aux organes d'entraînement (10) ; et sachant que l'organe
d'entraînement (10) est formé de deux parties incluant un élément de guidage (103),
guidé linéairement dans le guide (9) du boîtier (5), et un élément basculant (104)
qui est guidé dans ledit guide (9) dudit boîtier (5), linéairement et de manière basculante,
et est monté pivotant sur ledit élément de guidage (103),
caractérisé par le fait que l'élément de guidage (103) présente plusieurs perçages borgnes (108) ; et
que, de manière sélective, un unique amortisseur linéaire (13) ou plusieurs amortisseurs
linéaires parallèles (13), fixé(s) au boîtier (5) et dédié(s) à chacun des deux systèmes
d'escamotage unidirectionnel (4), est (sont) respectivement emboîté(s), par une tige
(107) de piston, dans lesdits perçages borgnes (108) dudit élément de guidage (103)
en étant, de la sorte, fixé(s) audit boîtier (5) indépendamment des organes d'entraînement
(10).
2. Dispositif d'escamotage bidirectionnel selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'élément de guidage (103) est doté d'un tourillon (105) et l'élément basculant (104)
est muni d'un logement de palier (106) monté à rotation sur ledit tourillon (105),
ou inversement.
3. Dispositif d'escamotage bidirectionnel selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que les deux organes d'entraînement (10) sont reliés l'un à l'autre par l'intermédiaire
d'un ressort de rétraction (12) commun.
4. Dispositif d'escamotage bidirectionnel selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que le boîtier (5) se compose de deux moitiés entre lesquelles les chariots d'accouplement
(6) et les organes d'entraînement (10) sont guidés, et les amortisseurs linéaires
(13) sont disposés.
5. Dispositif d'escamotage bidirectionnel selon la revendication 4, caractérisé par le fait que chacune des deux moitiés du boîtier présente des guides (7, 9) dédiés aux chariots
d'accouplement (6) et aux organes d'entraînement (10).
6. Ensemble à porte coulissante, comprenant une porte coulissante (3) et un dispositif
d'escamotage bidirectionnel (101) conforme à l'une des revendications précédentes,
dévolu à la rétraction bilatérale de la porte coulissante (3) vers une position médiane
de ladite porte, sachant que, dans sa position médiane, ladite porte coulissante (3)
est en liaison motrice avec le chariot d'accouplement (6), dans les deux directions.
7. Ensemble à porte coulissante, selon la revendication 6, sachant que le dispositif
d'escamotage (101) occupe une position fixe et que, dans sa position médiane, ladite
porte coulissante (3) est bloquée à demeure de part et d'autre entre les deux éléments
d'accouplement (19), ou inversement.