(19)
(11) EP 2 780 991 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.09.2017  Patentblatt  2017/37

(21) Anmeldenummer: 12794657.2

(22) Anmeldetag:  05.11.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01T 4/04(2006.01)
H01T 4/06(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2012/071829
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2013/072208 (23.05.2013 Gazette  2013/21)

(54)

ADAPTER ZUR MONTAGE VON ALS STECKMODULE AUSGEFÜHRTEN ÜBERSPANNUNGSSCHUTZGERÄTEN AUF EINEM VERDRAHTUNGSTRÄGER

ADAPTER FOR MOUNTING OVERVOLTAGE PROTECTION DEVICES DESIGNED AS PLUG-IN MODULES ON A CIRCUIT BOARD

ADAPTATEUR POUR LE MONTAGE SUR UN SUPPORT DE CÂBLAGE D'APPAREILS DE PROTECTION CONTRE LES SURTENSIONS EN FORME DE MODULES ENFICHABLES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 18.11.2011 DE 102011118908

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
24.09.2014  Patentblatt  2014/39

(73) Patentinhaber: Dehn + Söhne GmbH + Co. KG
92318 Neumarkt/Opf. (DE)

(72) Erfinder:
  • HIRSCHMANN, Helmut
    92348 Berg (DE)
  • ZÄUNER, Edmund
    92334 Berching/Pollanten (DE)
  • WITTMANN, Georg
    92283 Lauterhofen (DE)
  • LEIBIG, Bernd
    92237 Sulzbach-Rosenberg (DE)

(74) Vertreter: Kruspig, Volkmar 
Meissner Bolte Patentanwälte Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Widenmayerstraße 47
80538 München
80538 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 3 738 260
DE-A1-102006 030 570
DE-A1-102009 053 145
DE-A1-102004 046 394
DE-A1-102009 004 346
DE-U1-202011 002 019
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Adapter zur Montage von als Steckmodule ausgeführten Überspannungsschutzgeräten auf einem Verdrahtungsträger in einem Endgerät, wobei der Adapter einen Sockel mit Mitteln zum elektrischen Verbinden des im jeweiligen Sockel aufgenommenen austauschbaren Steckmoduls mit der Endgeräte-Applikationsschaltung umfasst.

    [0002] Aus der DE 100 01 667 C1 ist ein mehrpoliger Überspannungsableiter zum Einsatz in Niederspannungs-Stromversorgungssystemen vorbekannt. Dort ist ein einziges, im Wesentlichen U-förmiges Basisteil mit Anschlussklemmen im Grundkörper für die aktiven Leitungen und PE- oder Erdpotential vorhanden, wobei in der Abdeckhaube des Basisteils Führungsmittel zur lösbaren Aufnahme von elektrisch mit den Anschlussklemmen kontaktierbaren Steckteilen vorgesehen sind. Weiterhin sind im Grundträger jeweils gegenüberliegende Ausnehmungen und Arretierungsvorsprünge für die Anschlussklemmen ausgebildet und die Anschlussklemmen sind auf der aktiven Seite als Einzelklemmen und der PE- oder Erdpotentialseite als intern verbundene Klemmblöcke mit einem leitenden Durchgangsklemmenteil ausgeführt. Die dortigen Steckteile entsprechen in ihrer räumlichen Konfiguration einem herstellerspezifischen Standard und sind mit Rast- und Führungsmitteln an mindestens zwei gegenüberliegenden Außenseiten, im gezeigten Beispiel den Schmalseiten, ausgerüstet. Durch die Arretierungs- und Führungsmittel kann nur das jeweils passende Steckteil in die entsprechende Ausnehmung des Basisteils korrekt eingeführt werden, so dass eine Fehlbesetzung ausgeschlossen ist.

    [0003] Das vorbekannte Basisteil verfügt an seiner Unterseite über Befestigungsmittel für eine sogenannte Hutschienenmontage. Bei den Hutschienen handelt es sich um Schienen nach DIN EN 60715. Es besteht demnach die Möglichkeit, eine Vielzahl von Basisteilen auf einer Hutschiene mechanisch zu arretieren, um dann im Anschluss die notwendige Verdrahtung unter Nutzung der Einzelklemmen bzw. Durchgangsklemmen auszuführen. Ein unmittelbarer Einsatz derartiger mehrpoliger Überspannungsableiter mit Basis- und Steckteilen, ausgebildet für die Schienenmontage in Endgeräte-Applikationen, die eine solche Schienenmontage nicht vorsehen, kann nicht, zumindest nicht ohne weiteres erfolgen.

    [0004] Aus der CH 439 462 ist ein Adapter für knopfförmige Überspannungsableiter zum Einsetzen in Fassungen mit federnden Kontaktelementen vorbekannt. Die Adapter sind gemäß dieser Lösung als Fassungen zu verstehen, in die Überspannungsableiter eingesetzt werden sollen. Konkret weist der Adapter zwei den elektrisch leitenden Fassungsteilen zugewandte, U-förmig ausgebildete, gleichartige Schienen auf, zwischen denen der Ableiter durch Anheben einer zwischen den Schienen befindlichen Blattfeder einsetzbar ist. Darüber hinaus sind zwei gleiche, aus Isolierstoff bestehende Gehäusehälften vorhanden. Durch Zapfen und Durchbruch an der jeweiligen Gehäusehälfte können die beiden Hälften, um 180° versetzt, zusammengefügt werden. Der Adapter ist dann mit einem Verdrahtungsträger verbindbar.

    [0005] Bei der Vorrichtung zum Befestigen von Geräten nach DE 41 11 025 A1 sollen insbesondere Reiheneinbaugeräte in Schalttafeln fixiert werden. Hierdurch ist die Möglichkeit geschaffen, Reiheneinbaugeräte auch ohne Mittel zur Hutschienenmontage befestigen zu können. Die Vorrichtung hierfür besteht aus einer Bodenplatte, zwei Trägerelementen und einer Blende. Die in eine Frontplatte eingepassten Geräte werden mit den Trägerelementen mittels einer Rastvorrichtung verrastet. Die beiden Trägerelemente sind dann mittels endseitig angeordneter Auflage- und Rastvorrichtungen kippsicher in die Bodenplatte in Rastaufnahmen einbringbar. Durch die vorgesehenen Rastmittel kann die Vorrichtung ohne Verwendung von Schraubelementen oder dergleichen zusammengebaut werden.

    [0006] Aus der WO 99/19954 A1 ist ein Adapter für Stromsammelschienen vorbekannt. Dieser Adapter dient der Montage eines für die Hutschienenmontage vorgesehenen Installationsgeräts auf Stromsammelschienen. Der Adapter umfasst einen aus einem isolierenden Material bestehenden Grundkörper, in dem Kontaktmittel zur Stromabnahme von Stromsammelschienen angeordnet sind. Außerdem sind Befestigungsmittel zur klemmenden Fixierung an den Stromsammelschienen sowie Anschlussmittel zum Datenaustausch zwischen den montierten Installationsgeräten und weiteren Geräten vorhanden.

    [0007] Die DE 102 01 711 B4 zeigt eine Schaltermontageanordnung, welche wahlweise die Montage auf einer Hutschiene und einem Träger zur Befestigung mittels Schrauben erlaubt.

    [0008] Aus der DE 10 2009 004 346 A1, die den Oberbegriff des Anspruchs 1 offenbart, ist eine Vorrichtung zur Montage von ein- und mehrpoligen Überspannungsschutzgeräten, ausgeführt als herstellerspezifische Standard-Steckmodule, in Endgeräte, umfassend einen Sockel mit Mitteln zum elektrischen Verbinden der im jeweiligen Sockel aufgenommenen, austauschbaren Standard-Steckmodule mit der Endgeräte-Applikationsschaltung vorbekannt. Der dortige Sockel weist mindestens zwei nach oben offene, durch Seitenwände begrenzte Kammern auf, von deren Unterseite sich mindestens ein Montage- und Justagefortsatz erstreckt, welcher eine Querschnittsform hat, die zu einer Öffnung im Verdrahtungsträger des Endgeräts komplementär ist. Weiterhin sind außerhalb des vom jeweiligen Steckmodul besetzbaren Kammerbereichs Anschlussteile herausgeführt, welche eine unmittelbare oder mittelbare elektrische Verbindung zum Verdrahtungsträger gestatten. Ebenso verfügen die Kammern über Innenkontakte und mechanische Befestigungsmittel für den jeweiligen Steckmodul, die an den jeweiligen Steckmodul-Hersteller-Standard angepasst sind.

    [0009] Nachteilig bei der Lösung nach DE 10 2009 004 346 A1 ist die nicht ausreichende Berührungssicherheit aufgrund der seitlich herausgeführten elektrischen Anschlussteile. Darüber hinaus liegt ein erhöhter Montageaufwand vor im Sinne der notwendigen elektrischen Beschaltung.

    [0010] Aus dem Vorgenannten ist es daher Aufgabe der Erfindung, einen weiterentwickelten Adapter zur Montage von als Steckmodule ausgeführten Überspannungsschutzgeräten auf einem Verdrahtungsträger in einem Endgerät anzugeben, wobei der Adapter einen Sockel mit Mitteln zum elektrischen Verbinden des im jeweiligen Sockel aufgenommenen austauschbaren Steckmoduls mit der Endgeräte-Applikationsschaltung umfasst, wobei weiterhin dafür zu sorgen ist, dass auch zum Zweck des Austauschs eines jeweiligen Steckmoduls im Wartungs- oder Störungsfall eine hinreichende Berührungssicherheit vorliegt und darüber hinaus die Montage des Adapters auf dem Verdrahtungsträger in automatisierbarer Form unter Vermeidung notwendiger elektrischer Klemmarbeiten möglich wird.

    [0011] Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt durch einen Adapter gemäß der Merkmalskombination nach Patentanspruch 1, wobei die Unteransprüche mindestens zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen umfassen.

    [0012] Der Adapter gemäß der Erfindung dient der Montage von als Steckmodule ausgeführten Überspannungsschutzgeräten auf einem Verdrahtungsträger in einem Endgerät, wobei der Adapter einen Sockel mit Mitteln zum elektrischen Verbinden des im jeweiligen Sockel aufgenommenen austauschbaren Steckmoduls mit der Endgeräte-Applikationsschaltung umfasst. Der Adapter weist mindestens eine nach oben offene, durch Seitenwände begrenzte Kammer auf, von deren Unterseite sich mindestens ein Montage- und Justagefortsatz erstreckt, welcher eine Querschnittsform hat, die zu einer Öffnung im Verdrahtungsträger des Endgeräts im Wesentlichen komplementär ist.

    [0013] Weiterhin sind innerhalb des vom Steckmodul besetzbaren Kammerbereichs elektrische Anschlussteile durch die Unterseite geführt, wobei die elektrischen Anschlussteile eine unmittelbare elektrische Verbindung zum Verdrahtungsträger, z.B. durch Verlöten, gestatten und die elektrischen Anschlussteile mit Innenkontakten für den jeweiligen Steckmodul eine Baueinheit bilden.

    [0014] Bei einer Ausführungsform der Erfindung ermöglicht der Montage- und Justagefortsatz ein rastendes Befestigen des Sockels auf dem Verdrahtungsträger des Endgeräts.

    [0015] Die Ausbildung des oder der Montage- und Justagefortsätze kann so realisiert werden, dass der Sockel nur polaritäts- und anschlussgerecht auf dem Verdrahtungsträger aufsetzbar ist.

    [0016] Um den erwähnten Lötprozess auszuführen, können gemäß einer Weiterbildung der Erfindung die elektrischen Anschlussteile als Lötfahnen zum direkten Verbinden mit Leiterflächen auf dem Verdrahtungsträger ausgebildet werden.

    [0017] Bevorzugt ist das jeweilige elektrische Anschlussteil mit dem jeweiligen Innenkontakt als einstückiges Stanz-Biegeteil ausgeführt.

    [0018] Erfindungsgemäß ist weiterhin die Möglichkeit, die Adapter aneinander reihbar auszubilden.

    [0019] Bei einer Ausführungsform der Erfindung sind außerhalb des vom Steckmodul besetzbaren Kammerbereichs an gegenüberliegenden Schmalseiten jeweils Ausformungen vorhanden, welche eine in der Unterseitenebene liegende Befestigungsfläche umfassen oder in eine solche Befestigungsfläche übergehen.

    [0020] Die Befestigungsfläche kann eine Bohrung bzw. eine Öffnung besitzen, um den Adapter z.B. mittels Nieten oder Schrauben auf dem Verdrahtungsträger oder einer sonstigen Fläche zu fixieren.

    [0021] In einer Ausgestaltung der Erfindung bildet die Unterseite einen zum Verdrahtungsträger offenen Hohlraum.

    [0022] Im Hohlraum kann z.B. eine Fernmeldeschalteinrichtung angeordnet werden.

    [0023] Die Fernmeldeschalteinrichtung besitzt darüber hinaus einen Schaltkontakt, welcher die Unterseite der Kammer in Richtung Steckmodul durchdringt. Im Fehlerfall kann z.B. nach Auslösen einer im Steckmodul vorhandenen thermischen Abtrennvorrichtung ein dortiger Stift aktiviert werden, welcher mit dem Schaltkontakt in Wirkverbindung tritt, um die Fernmeldeschalteinrichtung auszulösen.

    [0024] In dem vorerwähnten Hohlraum kann mindestens eine weitere Kammer vorgesehen sein, die z.B. der Aufnahme der Fernmeldeschalteinrichtung dient. Die Kammerstruktur sichert hierbei erforderliche elektrische Trennabstände und sorgt für eine ausreichende mechanische Stabilität des Adapters.

    [0025] Mit der erfindungsgemäßen Lehre wird es möglich, an sich bekannte Steckmodule aus Reiheneinbaugeräten in Endgeräte-Applikationen mit Hilfe des Adapters bzw. Sockels zu integrieren, um erweiterten Anforderungen der jeweiligen Endgeräte-Applikationen zu genügen. Es gelingt auf diese Weise, die kostengünstige Technik der Reiheneinbaugeräte auch für spezielle Endgeräte-Applikationen, z.B. im Bereich von Wechselrichtern für den Einsatz in der Photovoltaik zu nutzen.

    [0026] Bei Notwendigkeit besteht die Möglichkeit, das jeweils gesteckte Modul von einem Sicherungsbügel zu halten, welcher an den Stirnseiten des Sockels fixierbar ist. Hierfür können z.B. schlitzartige Ausnehmungen oder Rücksprünge im Sockel realisiert werden. Auch kann bevorzugt an oder in einer Seitenwand ein Rastmittel vorhanden sein, das mit einer Gegenrastung im Steckmodul in Wechselwirkung tritt.

    [0027] Die Anschlusskontakte der Fernmeldeschalteinrichtung sind bei einer Ausführungsform der Erfindung als Lötkontaktstifte realisiert, so dass nicht nur ein Verlöten der elektrischen Anschlussteile, sondern auch ein Verlöten der diesbezüglichen Kontaktstifte der Fernmeldeschalteinrichtung mit entsprechenden Lötinseln auf dem Verdrahtungsträger erfolgen kann.

    [0028] Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels sowie unter Zuhilfenahme von Figuren näher erläutert werden.

    [0029] Hierbei zeigen:
    Fig. 1
    eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Adapters mit Blick auf die durch Seitenwände begrenzte Kammer und erkennbaren Innenkontakten für den Steckmodul;
    Fig. 2
    eine perspektivische Darstellung einer Unterseitenansicht des Adapters mit den elektrischen Anschlussteilen, welche die Unterseite durchdringen und die zum unmittelbaren Verlöten auf einem Verdrahtungsträgers (nicht gezeigt) geeignet sind, und
    Fig. 3
    eine Darstellung ähnlich derjenigen nach Fig. 1, jedoch mit bereits eingesetztem Steckmodul.


    [0030] Gemäß Ausführungsbeispiel umfasst der erfindungsgemäße Adapter einen Sockel 1, wobei der Sockel 1 mindestens eine durch Längsseitenwände 20 und Schmalseitenwände 21 begrenzte Kammer 2 aufweist.

    [0031] Weiterhin besitzt die Kammer eine Unterseite 23, von der sich mindestens ein Montage- und Justagefortsatz 4 (siehe Fig. 2) erstreckt, welcher eine Querschnittsform aufweist, die zu einer Öffnung im Verdrahtungsträger (nicht gezeigt) eines Endgeräts im Wesentlichen komplementär ist.

    [0032] Innerhalb des vom Steckmodul 3 (siehe Fig. 3) besetzbaren Kammerbereichs sind elektrische Anschlussteile 6 durch die Unterseite 23 geführt, welche eine unmittelbare elektrische Verbindung zum Verdrahtungsträger gestatten. Die elektrischen Anschlussteile 6 bilden mit Innenkontakten 5 für den jeweiligen Steckmodul 3 eine Baueinheit.

    [0033] Bevorzugt sind die Innenkontakte 5 und die elektrischen Anschlussteile 6 als einstückiges Stanz-Biegeteil realisierbar.

    [0034] Die Ausbildung des oder der Montage- und Justagefortsätze 4 kann so realisiert werden, dass der Sockel 1 nur polaritäts- und anschlussgerecht auf dem Verdrahtungsträger aufsetzbar ist.

    [0035] Die elektrischen Anschlussteile 6 sind, wie in der Fig. 2 ersichtlich, als Lötfahnen zum direkten Verbinden mit Leiterflächen aus dem Verdrahtungsträger ausführbar.

    [0036] Außerhalb des vom Steckmodul 3 besetzbaren Kammerbereichs sind an den gegenüberliegenden Schmalseiten 21 Ausformungen 7 vorhanden, welche eine in der Unterseitenebene liegende Befestigungsfläche 8 umfassen bzw. in eine solche Befestigungsfläche 8 übergehen.

    [0037] Die Befestigungsfläche 8 kann mindestens eine Bohrung 9 besitzen, um den Adapter bzw. den Sockel durch Nieten, Schrauben oder dergleichen auf einer entsprechenden Fläche zu fixieren.

    [0038] Gemäß Fig. 2 kann die Unterseite 23 einen zum Verdrahtungsträger offenen Hohlraum bilden.

    [0039] In diesem Hohlraum kann eine weitere Kammer 10 ausgeformt werden, wobei die weitere Kammer 10 eine Fernmeldeschalteinrichtung 11 aufnimmt.

    [0040] Die Fernmeldeschalteinrichtung 11 verfügt über Kontaktstifte 12, die in dieselbe Richtung wie die elektrischen Anschlussteile 6, bevorzugt ausgeführt als Lötstifte, zeigen. Damit kann auch die Fernmeldeschalteinrichtung 11 in leichter Weise durch Verlöten kontaktiert werden.

    [0041] Die Fernmeldeschalteinrichtung 11 umfasst einen Schaltkontakt 13, der die Unterseite der Kammer 2 (siehe Fig. 1) durchdringt. Der Schaltkontakt 13 kann in Wechselwirkung mit einem Betätigungsstift treten, der sich im Steckmodul 3 befindet, um im Fehlerfall, z.B. nach Auslösen einer thermischen Trenneinrichtung, eine Fernmeldeinformation auszulösen.

    [0042] Die Innenseite der Seitenwände 21 des Sockels 1 kann Führungsstege 14 besitzen, mit deren Hilfe ein exaktes Einbringen des Steckmoduls 3 möglich wird.

    [0043] Weiterhin kann der Kammerboden, d.h. die Unterseite 23, eine weitere Durchgangsöffnung zur Aufnahme eines Kodiereinsatzes 15 umfassen. Der Kodiereinsatz 15 stellt sicher, dass im jeweiligen Sockel nur ein solches Steckmodul einbringbar ist, welches einen komplementären Kodierfortsatz besitzt.

    [0044] Die Innenkontakte 5 sind in der Unterseite 23 derart eingebettet, dass maximal ein bündiger Abschluss gegeben ist. Bevorzugt befinden sich die Innenkontakte in einer Position unterhalb der Ebene des Kammerbodens, um allen elektrischen Anforderungen, insbesondere des Trennungsabstands, zu genügen.

    [0045] Wie die Fig. 3 anschaulich macht, liegt bei im Adapter bzw. Sockel 1 aufgenommenem Steckmodul kein elektrisches Anschlussteil oder Anschlussmittel frei, so dass die gewünschte hohe Berührungssicherheit beim Austausch von Steckmodulen zum Zweck des Ersatzes oder bei Wartungsarbeiten gegeben ist.


    Ansprüche

    1. Adapter zur Montage von als Steckmodule (3) ausgeführten Überspannungsschutzgeräten auf einem Verdrahtungsträger in einem Endgerät, wobei der Adapter einen Sockel (1) mit Mitteln zum elektrischen Verbinden des im jeweiligen Sockel (1) aufgenommenen, austauschbaren Steckmoduls (3) mit der Endgeräte-Applikationsschaltung umfasst und mindestens eine, nach oben offene, durch Seitenwände (20; 21) begrenzte Kammer (2) aufweist, von deren Unterseite (23) sich mindestens ein Montage- und Justagefortsatz (4) erstreckt, welcher eine Querschnittsform hat, die zu einer Öffnung im Verdrahtungsträger des Endgeräts im Wesentlichen komplementär ist, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin innerhalb des vom jeweiligen Steckmodul (3) besetzbaren Kammerbereichs elektrische Anschlussteile (6) durch die Unterseite (23) geführt sind, welche eine unmittelbare elektrische Verbindung zum Verdrahtungsträger gestatten und die elektrischen Anschlussteile (6) mit Innenkontakten (5) für den jeweiligen Steckmodul (3) eine Baueinheit bilden.
     
    2. Adapter nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    der Montage- und Justagefortsatz (4) ein rastendes Befestigen des Sockels (1) auf dem Verdrahtungsträger des Endgeräts ermöglicht.
     
    3. Adapter nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Ausbildung des oder der Montage- und Justagefortsätze (4) so realisiert ist, dass der Sockel (1) nur polaritäts- und anschlussgerecht auf dem Verdrahtungsträger aufgesetzt werden kann.
     
    4. Adapter nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die elektrischen Anschlussteile (6) als Lötfahnen zum direkten Verbinden mit Leiterflächen oder Lötinseln auf dem Verdrahtungsträger ausgebildet sind.
     
    5. Adapter nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    das jeweilige elektrische Anschlussteil (6) mit dem jeweiligen Innenkontakt (5) als einstückiges Stanz-Biegeteil ausgebildet ist.
     
    6. Adapter nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Sockel aneinander reihbar ausgebildet sind.
     
    7. Adapter nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    außerhalb des vom Steckmodul (3) besetzbaren Kammerbereichs an jeweils gegenüberliegenden Schmalseiten (21) Ausformungen (7) vorhanden sind, welche eine in der Unterseitenebene liegende Befestigungsfläche (8) umfassen oder in eine solche Befestigungsfläche (8) übergehen.
     
    8. Adapter nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Unterseite (23) einen zum Verdrahtungsträger offenen Hohlraum bildet.
     
    9. Adapter nach Anspruch 8,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    im Hohlraum eine Fernmeldeschalteinrichtung (11) einsetzbar ist.
     
    10. Adapter nach Anspruch 9,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Fernmeldeschalteinrichtung (11) einen Schaltkontakt (13) aufweist, welcher die Unterseite (23) der Kammer (2) in Richtung Steckmodul (3) durchdringt.
     
    11. Adapter nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    im Hohlraum mindestens eine weitere Kammer (10) vorgesehen ist.
     
    12. Adapter nach Anspruch 11,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Fernmeldeschalteinrichtung (11) von der weiteren Kammer (10) aufgenommen ist.
     


    Claims

    1. An adapter for mounting overvoltage protection devices designed as plug-in modules (3) on a circuit board in a terminal device, wherein the adapter comprises a base (1) with means for electrically connecting the exchangeable plug-in module (3) received in the respective base (1) to a terminal device application circuit, and at least one chamber (2) which is open to the top and delimited by side walls (20; 21), from the bottom side (23) of which chamber at least one mounting and adjusting protrusion (4) extends, which has a cross-sectional shape that is substantially complementary to an opening in the circuit board of the terminal device,
    characterized in that
    furthermore, within the chamber zone that can be occupied by the respective plug-in module (3), electrical connecting parts (6) pass through the bottom side (23) and permit a direct electrical connection to the circuit board, and the electrical connecting parts (6) constitute a structural unit with inner contacts (5) for the respective plug-in module (3).
     
    2. The adapter according to claim 1,
    characterized in that
    the mounting and adjusting protrusion (4) enables the base (1) to be fastened to the terminal device's circuit board in a locking manner.
     
    3. The adapter according to claim 1 or 2,
    characterized in that
    the configuration of the mounting and adjusting protrusion(s) (4) is realized such the base (1) can only be placed on top of the circuit board in conformity with polarity and contact.
     
    4. The adapter according to any one of the preceding claims,
    characterized in that
    the electrical connecting parts (6) are formed as soldering lugs for directly connecting to conductor surfaces or solder pads on the circuit board.
     
    5. The adapter according to any one of the preceding claims,
    characterized in that
    the respective electrical connecting part (6), together with the respective inner contact (5), is formed as an integral punched and bent part.
     
    6. The adapter according to any one of the preceding claims,
    characterized in that
    the bases are formed such that they can be lined up next to each other.
     
    7. The adapter according to any one of the preceding claims,
    characterized in that,
    outside the chamber zone that can be occupied by the plug-in module (3), formations (7) are present on respective opposite narrow sides (21), which formations comprise a fastening surface (8) located in the bottom side plane or merge into such a fastening surface (8).
     
    8. The adapter according to any one of the preceding claims,
    characterized in that
    the bottom side (23) forms a hollow space that is open toward the circuit board.
     
    9. The adapter according to claim 8,
    characterized in that
    a telecommunication switching means (11) can be placed in the hollow space.
     
    10. The adapter according to claim 10,
    characterized in that
    the telecommunication switching means (11) comprises a switching contact (13) which penetrates the chamber's (2) bottom side (23) toward the plug-in module (3).
     
    11. The adapter according to any one of the claims 8 to 10,
    characterized in that
    at least one further chamber (10) is provided in the hollow space.
     
    12. The adapter according to claim 11,
    characterized in that
    the telecommunication switching means (11) is received by the further chamber (10).
     


    Revendications

    1. Adaptateur destiné au montage d'appareils de protection anti-surtension, réalisés sous forme de modules à enfichage (3), sur un support de câblage dans un appareil terminal,
    dans lequel l'adaptateur comprend un socle (1) pourvu de moyens de connexion électrique du module à enfichage (3) interchangeable reçu dans le socle respectif (1) au circuit d'application d'appareils terminaux et comporte au moins une chambre (2) ouverte vers le haut et délimitée par des parois latérales (20 ; 21), ayant une face inférieure (23) depuis laquelle s'étend au moins un prolongement de montage et d'ajustage (4) qui présente une forme en section transversale qui est sensiblement complémentaire à une ouverture dans le support de câblage de l'appareil terminal,
    caractérisé en ce que
    des pièces de connexion électriques (6) sont en outre menées à travers la face inférieure (23) à l'intérieur de la zone de chambre susceptible d'être occupée par le module à enfichage respectif (3), qui permettent une connexion électrique directe vers le support de câblage, et en ce que les pièces de connexion électriques (6) constituent une unité structurelle avec des contacts intérieurs (5) pour le module à enfichage respectif (3).
     
    2. Adaptateur selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    le prolongement de montage et d'ajustage (4) permet une fixation par enclenchement du socle (1) sur le support de câblage de l'appareil terminal.
     
    3. Adaptateur selon la revendication 1 ou 2,
    caractérisé en ce que
    la réalisation du ou des prolongements de montage et d'ajustage (4) est telle que le socle (1) ne peut être posé que de façon conforme à la polarité et à la connexion sur le support de câblage.
     
    4. Adaptateur selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    les pièces de connexion électriques (6) sont réalisées sous forme de cosses à braser pour la connexion directe à des surfaces conductrices ou à des îlots de brasage sur le support de câblage.
     
    5. Adaptateur selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    la pièce de connexion électrique respective (6) est réalisée sous forme de pièce estampée/cintrée monobloc avec le contact intérieur respectif (5).
     
    6. Adaptateur selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    les socles sont réalisés de manière à pouvoir les disposer en rangées.
     
    7. Adaptateur selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    des conformations (7) se présentent sur des petits côtés opposés respectifs (21) à l'extérieur de la zone de chambre susceptible d'être occupée par le module à enfichage (3), lesquelles comprennent une surface de fixation (8) située dans le plan de la face inférieure ou se transforment en une telle surface de fixation (8).
     
    8. Adaptateur selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    la face inférieure (23) constitue une cavité ouverte vers le support de câblage.
     
    9. Adaptateur selon la revendication 8,
    caractérisé en ce que
    un dispositif formant circuit de télécommunication (11) est susceptible d'être mis en place dans la cavité.
     
    10. Adaptateur selon la revendication 9,
    caractérisé en ce que
    le dispositif formant circuit de télécommunication (11) présente un contact de commutation (13) qui traverse la face inférieure (23) de la chambre (2) en direction du module à enfichage (3).
     
    11. Adaptateur selon l'une des revendications 8 à 10,
    caractérisé en ce que
    au moins une autre chambre (10) est prévue dans la cavité.
     
    12. Adaptateur selon la revendication 11,
    caractérisé en ce que
    le dispositif formant circuit de télécommunication (11) est reçu par l'autre chambre (10).
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente