[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer Nadelmaschine, die zur Nadelbearbeitung
eines Faservlieses eine Nadeleinheit mit einer Vielzahl von Nadeln aufweist, wobei
die Nadeleinheit eine Hubbewegung über dem Faservlies ausführt, sodass die Nadeln
oszillierend in das Faservlies einfahren und aus diesem wieder herausfahren, und wobei
die Nadelmaschine wenigstens eine Abzugswalze aufweist, die in Bezug auf eine Transportbewegung
des Faservlieses der Nadeleinheit nachgelagert ist und eine Abzugskraft in das Faservlies
einleitet, wofür eine Antriebseinheit zum rotierenden Antrieb der Abzugswalze vorgesehen
ist und die mittels einer Steuereinheit angesteuert wird. Die Erfindung bezieht sich
weiterhin auf eine Nadelmaschine zur Ausführung des Verfahrens und auf eine Steuereinheit
für eine solche Nadelmaschine.
[0002] Die
WO02/068747 A1 beschreibt ein Vernadelungsverfahren für Platten oder Hülsen aus Carbon- oder Keramikfasern,
bei der das zu verarbeitende Werkstück beim Eintauchen der Nadeln in der Vorschubgeschwindigkeit
auf Null reduziert und dann wieder beschleunigt wird. Eine kontinuierliche Produktion
einer Textilbahn mit davor und dahinter angeordneten Produktionsanlagen ist damit
nicht möglich.
[0003] Die
DE 696 03 706 T2 beschreibt ein gattungsbildendes Verfahren zur Steuerung einer Nadelmaschine, und
es wird vorgeschlagen, die Abzugsgeschwindigkeit der Transportbewegung des Faservlieses
über zwei Abzugswalzen so vorzusehen, dass diese mit der periodischen Hubbewegung
der Nadeleinheit über dem Faservlies synchronisiert ist. Tauchen die Nadeln in einer
Eintauchperiode in das Faservlies ein, so wird die Drehzahl der Abzugswalzen reduziert
und fährt die Nadeleinheit mit den Nadeln aus dem Faservlies wieder heraus, so wird
die Drehzahl der Abzugswalzen erhöht. Die Änderung der Drehzahl der Abzugswalzen soll
dabei synchron zur Hubposition der Nadeleinheit erfolgen. Das Minimum der Drehzahl
der Abzugswalzen kann dabei der Position der Nadeleinheit im unteren Totpunkt vor-
oder nacheilen. Die Änderung der Drehzahl erfolgt durch die meist über einen Kurbeltrieb
vorgegebene Hubbewegung der Nadeleinheit gemäß einer Sinusfunktion, wobei angegeben
ist, dass die Änderung der Drehzahl mit einer Modulation eine variable Amplitude bis
hin zu einem Erhalt einer Winkelbeschleunigung mit dem Wert Null aufweisen kann.
[0004] Mit dieser Modulation der Drehzahl der Abzugswalzen soll ermöglicht werden, eine
Verlangsamung der Transportbewegung im Faservlies während der Eintauchperiode der
Nadeln in das Faservlies zu erreichen, wobei die Verlangsamung sich nicht auf einen
bloßen Stillstand des Faservlieses beschränken soll. Im Ergebnis soll die erreichbare
mittlere Transportgeschwindigkeit des Faservlieses durch die Nadelmaschine erhöht
werden können.
[0005] Nachteilhafterweise können sich im Faservlies erhebliche Spannungen aufbauen, wenn
die Transportgeschwindigkeit des Faservlieses durch die zugeordnete Drehzahl der Abzugswalzen
nicht hinreichend reduziert wird, insbesondere wenn eine Sollwertvorgabe bezüglich
der Abzugsgeschwindigkeit vorgesehen ist. Sobald die Nadeln in das Faservlies eintauchen,
muss, eine begrenzte Nachgiebigkeit des Faservlieses vorausgesetzt, die Drehzahl über
der gesamten Eintauchperiode nahezu den Wert Null aufweisen. Aufgrund von Elastizitäten,
Dehnungswerten und einem möglichen Schlupf im Abzugsverhalten des Faservlieses kann
jedoch bei einer richtigen Parametrierung der Abzugsgeschwindigkeit eine Überhöhung
von auftretenden Spannungen im Faservlies vermieden werden, um eine Beschädigung der
Nadeleinheit und insbesondere um ein Brechen der Nadeln zu vermeiden. Untersuchungen
haben gezeigt, dass bei einer unmittelbaren Synchronisation der Geschwindigkeit der
Transportbewegung des Faservlies mit der Hubbewegung der Nadeleinheit weiterhin erhebliche
Spannungen im Material auftreten können und eine Anhebung der mittleren Transportgeschwindigkeit
kann nur unter Berücksichtigung weiterer Optimierungen im Betrieb der Nadelmaschine
um ein lediglich begrenztes Maß erreicht werden.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist die Weiterbildung eines Verfahrens zur Steuerung einer
Nadelmaschine, die Bereitstellung einer Nadelmaschine und einer Steuereinheit hierzu,
wobei das Verfahren möglichst geringe mechanische Spannungen im Faservlies hervorrufen
soll und wobei unter möglichst geringer mechanischer Belastung der Nadelmaschine die
Transportgeschwindigkeit des Faservlieses erhöht und oder auf einem vorgegebenen mittleren
Wert gehalten werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Verfahren zur Steuerung einer Nadelmaschine
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1, ausgehend von einer Nadelmaschine gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 8 und ausgehend von einer Steuereinheit gemäß Anspruch
9 mit den jeweils kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren sieht dabei wenigstens die folgenden Schritte vor:
Bestimmung eines Grenzdrehmomentes zum Antrieb der Abzugswalze und das Ansteuern der
Antriebseinheit durch die Steuereinheit mit einem Antriebsdrehmoment zum Antrieb der
Abzugswalze, das das Grenzdrehmoment nicht überschreitet, sodass eine Drehmomentbegrenzung
gebildet wird.
[0009] Kern der Erfindung ist zunächst die Bestimmung eines Grenzdrehmomentes, welches zum
Antrieb der wenigstens einen Abzugswalze bestimmt und vorgegeben wird. Dadurch wird
erreicht, dass die mechanischen Spannungen im Faservlies einen Grenzwert nicht übersteigen,
da die Begrenzung des Drehmomentes zum Antrieb der Abzugswalzen in einer Begrenzung
einer Abzugskraft im Faservlies führt. Der Kern der Erfindung betrifft in Verbindung
mit der Bestimmung des Grenzdrehmomentes weiterhin ein Ansteuern der Antriebseinheit
durch die Steuereinheit mit einem Antriebsdrehmoment zum Antrieb der wenigstens einen
Abzugswalze, welches das Grenzdrehmoment nicht überschreitet. Somit wird eine Drehmomentbegrenzung
gebildet, und das Drehmoment kann sich beispielsweise zwischen dem theoretischen Wert
Null und dem Grenzdrehmoment bewegen. Durch die Drehmomentbegrenzung wird effektiv
vermieden, dass Nadeln der Nadeleinheit durch eine zu große Abzugskraft des Faservlieses
brechen können, wobei vorteilhafterweise die gesamte Nadelmaschine geringeren mechanischen
Belastungen ausgesetzt ist.
[0010] Durch die Bestimmung eines Grenzdrehmomentes wird die Drehzahl der wenigstens einen
Abzugswalze nicht zwingend auf einem konstanten Wert gehalten, da beispielsweise bei
einer nur geringen oder bei einem Fehlen einer Rückhaltekraft durch das Eingreifen
der Nadeln in das Faservlies die Drehzahl der Abzugswalze erhöht werden kann, und
erst bei Eingriff der Nadeleinheit in das Faservlies können Rückhaltekräfte auftreten,
die das Antriebsdrehmoment bis an das Grenzdrehmoment zum Antrieb der wenigstens einen
Abzugswalze steigen lassen. Erst dann kann die Drehzahl der Abzugswalze reduziert
werden, wobei die Reduktion gegebenenfalls auch auf den Wert Null erfolgen kann. Erst
wenn die Nadeleinheit das Faservlies wieder freigibt, kann die Abzugswalze frei beschleunigen,
sodass wenigstens über der Eintauchperiode, während der die Nadeln in das Faservlies
eingefahren sind, das Grenzdrehmoment eingreift. Die Abzugswalzen können durch die
Drehmomentbegrenzung über der Eintauchperiode eine Drehzahl aufweisen, die eine Spannung
in das Faservlies einleitet, die wenigstens über der Eintauchperiode grundsätzlich
knapp unter oder genau auf dem korrespondierenden Grenzdrehmoment auf einem konstanten
Wert gehalten werden kann.
[0011] Gemäß einem weiteren wichtigen Aspekt des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Steuerung
der Nadelmaschine wird ein Hubsensor bereitgestellt, wobei durch den Hubsensor eine
Eintauchperiode erkannt wird, über der die Nadeln in das Faservlies einfahren und
durch den Hubsensor wird eine Freilaufperiode erkannt, während der die Nadeln aus
dem Faservlies herausgefahren sind, wobei ein Sensorsignal an die Steuereinheit ausgegeben
wird und wobei die Steuereinheit das Antriebsdrehmoment zum Antrieb der Abzugswalze
in Abhängigkeit des Steuersignals steuert. Mit besonderem Vorteil wird dabei das Ansteuern
der Antriebseinheit mit der Drehmomentbegrenzung auf die Eintauchperiode begrenzt.
Der Hubsensor liefert das Sensorsignal an die Steuereinheit, womit der Steuereinheit
die Information vorliegt, ob die Nadeln in das Faservlies eingreifen oder nicht. Der
Sensor kann beispielsweise auch ersetzt werden durch einen Drehwertgeber, der mit
einem Antriebsmotor in der Hubmechanik zusammenwirkt und über den die Hubposition
der Nadeleinheit hinreichen genau erkannt werden kann. Der vorliegend beschriebene
Sensor kann folglich an jeder geeigneten Position angeordnet werden, um die Hubposition
direkt oder indirekt zu ermitteln, und beispielswiese kann das Sensorsignal auch aus
einem elektronischen Steuersignal zur Steuerung des Hubantriebes abgeleitet werden,
sodass diese im weitesten Sinne der vorliegenden Erfindung ebenfalls den Hubsensor
bilden kann.
[0012] Um eine Überhöhung einer Zugkraft im Faservlies zu vermeiden, und um damit eine Beschädigung
der Nadeln zu vermeiden, kann die Drehmomentbegrenzung zum Ansteuern der Antriebseinheit
auf die Eintauchperiode begrenzt sein. Über der Freilaufperiode muss das Drehmoment
der Antriebseinheit nicht zwingend begrenzt sein, da die Nadeln nicht in das Faservlies
eingreifen und damit auch keine Rückhaltekraft im Faservlies verursachen können. Mit
besonderem Vorteil kann dadurch das Ansteuern der Antriebseinheit in der Freilaufperiode
mit einer vorbestimmten Drehzahl für die Abzugswalze erfolgen, wie nachfolgend näher
erläutert.
[0013] Die Vorbestimmung der Drehzahl der Abzugswalze in der Freilaufperiode kann mit besonderem
Vorteil in Abhängigkeit eines in der Eintauchperiode ermittelten Drehzahlprofils der
Abzugswalze vorgenommen werden. Weist beispielsweise das Drehzahlprofil in der Eintauchperiode
ein insgesamt geringes Drehzahlniveau auf, beispielsweise weil die Rückhaltekraft
durch die Nadeln im Faservlies hoch ausfällt und damit die Drehmomentbegrenzung frühzeitig
eingreift, so kann in der Freilaufperiode die Drehzahl der Abzugswalze so vorbestimmt
werden, dass die sehr geringe Drehzahl der Abzugswalze in der Eintauchperiode aufgeholt
wird. Hinkt also der Transport des Faservlieses dem fortschreitenden Nadelprozess
hinterher, kann das Nacheilen des Faservlieses in seiner Transportbewegung aufgeholt
werden durch eine Überhöhung der Drehzahl über der Freilaufperiode, also wenn keine
Nadeln in das Faservlies eingreifen.
[0014] Gemäß einem weiteren wichtigen Aspekt der Erfindung kann eine mittlere Transportgeschwindigkeit
des Faservlieses in der Transportbewegung vorgegeben werden, und die Vorbestimmung
der Drehzahl für die Abzugswalze über der Freilaufperiode kann zusätzlich dadurch
vorgenommen werden, dass die vorgegebene mittlere Transportgeschwindigkeit des Faservlieses
wenigstens über einem und vorzugsweise über mehrere Hubzyklen bestehend aus der Eintauchperiode
und der Freilaufperiode eingehalten wird. Die mittlere Transportgeschwindigkeit ist
insbesondere wichtig, wenn die Nadelmaschine im Verbund mehrerer Bearbeitungsmaschinen
zur Vor- und Nachbearbeitung des Faservlieses betrieben wird. Die Nadelmaschine ist
in der Regel einer Kreuzlegestation nachgelagert und einer Abnahmestation vorgelagert,
und kann damit Bestandteil einer Vliesanlage sein. Durch den Verbund der Nadelmaschine
zwischen vor- und nachgelagerten Stationen ergibt sich aus der Gesamt-Materialflussgeschwindigkeit
des Vliesmaterials eine vorgegebene mittlere Transportgeschwindigkeit, die für einen
störungsfreien Betrieb eingehalten werden muss, um die vor- und nachgelagerten Prozesse
nicht negativ zu beeinflussen.
[0015] Die mittlere Transportgeschwindigkeit kann sich allerdings auch über der Bearbeitungsdauer
ändern, sodass das Verfahren als wenigstens eine weitere Führungsgröße die mittlere
Transportgeschwindigkeit über das Steuermodul aufnimmt. Dabei kann die Vorbestimmung
der Drehzahl für die Abzugswalze über der Freilaufperiode zusätzlich dadurch vorgenommen
werden, dass die vorgegebene mittlere Transportgeschwindigkeit des Faservlieses wenigstens
über einen und vorzugsweise über mehrere Hubzyklen eingehalten wird. Liegt also die
effektive Geschwindigkeit des Faservlieses oberhalb der Transportgeschwindigkeit,
so wird über der Freilaufperiode eine geringe mittlere Drehzahl gefahren, ist die
effektive Transportgeschwindigkeit des Faservlieses geringer als die erforderliche
mittlere Transportgeschwindigkeit, so kann das Drehzahlprofil der Abzugswalze über
der Freilaufperiode erhöht werden.
[0016] Das Verfahren kann durch den Aufbau eines Regelkreises über die Steuereinheit betrieben
werden, und die Steuereinheit kann ein Antriebsmodul und ein Steuermodul zur Bildung
des Regelkreises umfassen, wobei der Regelkreis betrieben werden kann mit: einer Führungsgröße,
gebildet durch die vorgegebene mittlere Transportgeschwindigkeit, einer Regelgröße,
gebildet durch ein Regelsignal, das an das Antriebsmodul ausgegeben wird und einer
Störgröße, abgeleitet aus dem Drehzahlprofil der Abzugswalzen über der Eintauchperiode.
Dabei kann durch die Steuereinheit eine Regelabweichung ermittelt und das Regelsignal
so ausgegeben werden, dass eine Änderung der Drehzahl der Abzugswalzen in der Eintauchperiode
eine diese Änderung kompensierende Anpassung der Drehzahl der Abzugswalzen in der
Freilaufperiode bewirkt.
[0017] Mit weiterem Vorteil kann die Antriebseinheit wenigstens einen Motor und einen Drehwertgeber
aufweisen, wobei der Drehwertgeber die Drehzahl des Motors erfasst und ein Rückkoppelsignal
an die Steuereinheit und insbesondere an das Steuermodul ausgibt.
[0018] Die Erfindung richtet sich weiterhin auf eine Nadelmaschine zur Nadelbearbeitung
eines Faservlies mit einer Nadeleinheit aufweisend eine Vielzahl von Nadeln, wobei
die Nadeleinheit zur Ausführung einer Hubbewegung über dem Faservlies ausgebildet
ist, sodass die Nadeln oszillierend in das Faservlies einfahrbar und aus diesem wieder
ausfahrbar sind, und mit wenigstens einer Abzugswalze, die in Bezug auf eine Transportbewegung
des Faservlieses der Nadeleinheit nachgelagert angeordnet ist und zur Einleitung einer
Abzugskraft in das Faservlies dient, wofür eine Antriebseinheit zum rotierenden Antrieb
der Abzugswalze vorgesehen ist und die mittels einer Steuereinheit ansteuerbar ist,
wobei die Nadelmaschine ausgebildet ist zur Ausführung des vorgeschriebenen Verfahrens.
[0019] Die Erfindung richtet sich weiterhin auf eine Steuereinheit für eine Nadelmaschine
wie vorstehend beschrieben, um das erfindungsgemäße Verfahren auszuführen. Dabei kann
die Steuereinheit wenigstens Folgendes umfassen: ein Antriebsmodul und ein Steuermodul
zur Bildung eines Regelkreises, wobei der Regelkreis betreibbar ist durch eine Führungsgröße,
gebildet durch die vorgegebene mittlere Transportgeschwindigkeit, eine Regelgröße,
gebildet durch ein Regelsignal, das an das Antriebsmodul ausgegeben wird und eine
Störgröße, abgeleitet aus dem Drehzahlprofil der Abzugswalzen über der Eintauchperiode,
sodass durch die Steuereinheit eine Regelabweichung ermittelbar und das Regelsignal
so ausgebbar ist, dass eine Änderung der Drehzahl der Abzugswalzen in der Eintauchperiode
eine diese Änderung kompensierende Anpassung der Drehzahl der Abzugswalzen in der
Freilaufperiode bewirkbar ist.
[0020] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren
näher dargestellt. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer Nadelmaschine zur Ausführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens,
- Fig. 2
- ein erstes Diagramm, das einen Geschwindigkeitsverlauf des Faservlieses über der Zeit
zeigt, wobei die Geschwindigkeit in der Freilaufperiode einen ersten Kompensationsverlauf
aufweist und
- Fig. 3
- ein zweites Diagramm, das den Geschwindigkeitsverlauf des Faservlieses über der Zeit
zeigt, wobei die Geschwindigkeit in der Freilaufperiode einen zweiten Kompensationsverlauf
aufweist.
[0021] Figur 1 zeigt in einer schematischen Ansicht eine Nadelmaschine 1 zur Ausführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens. Die Nadelmaschine 1 dient zur Verfestigung eines
Faservlieses 100, das durch die Nadelmaschine 1 mit einer Transportbewegung x, dargestellt
durch einen Pfeil, hindurchbewegt wird. Die Bewegung im Faservlies 100 wird erzeugt
durch zwei gegenüberliegende Abzugswalzen 12, wobei beispielhaft eine Abzugswalze
12 durch einen Motor 19 angetrieben ist. Den Abzugswalzen 12 vorgelagert befindet
sich eine Nadeleinheit 10 mit einer Vielzahl von Nadeln 11, und die Nadeleinheit 10
kann mit einer Hubmechanik 22 in einer mit Bezug auf die Erstreckungsebene des Faservlieses
100 vertikalen Richtung auf und ab bewegt werden. Die Auf- und Abbewegung erfolgt
über aufeinanderfolgende Hubzyklen, welche unterteilt werden in eine Eintauchperiode
te, in der die Nadeln 11 in das Faservlies 100 eintauchen, gekennzeichnet durch eine
Einstichtiefe se, und in eine Freilaufperiode te, in der sich die Nadeln 11 außer
Eingriff mit dem Faservlies 100 befinden, siehe Vergrößerung eines entsprechenden
Sensorsignals 16, das von einem Hubsensor 15 zur Erfassung der Hubbewegung ausgegeben
wird. Unterhalb der Nadeleinheit 10 ist eine Stichplatte 21 gezeigt, über die das
Faservlies 100 hinwegbewegt wird und die das Hindurchtreten ermöglicht.
[0022] Zur Ansteuerung der Abzugswalzen 12 dient eine Antriebseinheit 13, die über eine
Steuereinheit 14 angesteuert wird. Die Steuereinheit 14 umfasst ein Antriebsmodul
17 und ein Steuermodul 18, wobei das Antriebsmodul 17 vorrangig der Steuerung der
Drehzahl und insbesondere eines Drehmomentes des Motors 19 dient, wofür der Motor
19 mit einem Drehwertgeber 20 gekoppelt ist. Der Drehwertgeber 20 übermittelt dabei
ein Rückkopplungssignal Rk an das Antriebsmodul 17. Das Rückkopplungssignal Rk kann
von dem Antriebsmodul 17 an das Steuermodul 18 weitergeführt werden, wobei das Steuermodul
18 an das Antriebsmodul 17 ein entsprechend bestimmtes Regelsignal R ausgibt.
[0023] Der Hubsensor 15 zur Erkennung der Hublage der Nadeleinheit 10 gibt das Sensorsignal
16 an das Steuermodul 18 aus, und das Sensorsignal 16 stellt an das Steuermodul 18
die Information bereit, ob sich die Nadeleinheit 10 in der Eintauchperiode te oder
in der Freilaufperiode tf befindet.
[0024] Als Führungsgröße zur Steuerung der Nadelmaschine 1 dient eine mittlere Transportgeschwindigkeit
vt_m, die als Signal an das Steuermodul 18 ausgegeben wird. Die mittlere Transportgeschwindigkeit
vt_m ergibt sich durch eine Integration der Nadelmaschine 1 im Verbund einer Vliesanlage,
und die mittlere Transportgeschwindigkeit vt_m muss für einen störungsfreien Betrieb
der Vliesanlage möglichst genau eingehalten werden. Abhängig von der Größe der Transportgeschwindigkeit
vt_m gibt das Steuermodul 18 unter Berücksichtigung des Sensorsignals 16 aus dem Hubsensor
15 eine Regelgröße an das Antriebsmodul 17 aus, die gebildet ist durch ein Regelsignal
R. Die Differenz zwischen einem Geschwindigkeitswert des Rückkopplungssignals Rk und
des Regelsignals R ergibt eine Störgröße, die damit abgeleitet ist aus dem Drehzahlprofil
der Abzugswalzen 12 über der Eintauchperiode te.
[0025] Über die erfasste Drehzahl durch den Drehwertgeber 20 wird der Motor 19 und damit
die Abzugswalze 12 drehmomentgeregelt, derart, dass das Drehmoment ein vorgegebenes
Grenzdrehmoment nicht überschreitet. Damit wird eine Schädigung der Nadeln 11 vermieden,
da durch ein begrenztes Drehmoment in den Abzugswalzen 12 die Abzugskraft im Faservlies
100 begrenzt bleibt. Die Drehmomentbegrenzung wird dabei nur über der Eintauchperiode
te vorgesehen, da nur dann eine Schädigung der Nadeln 11 hervorgerufen werden kann.
Befindet sich die Nadeleinheit 10 über der Freilaufperiode tf, vorgegeben durch das
Sensorsignal 16 des Hubsensors 15 an das Steuermodul 18, so kann abhängig von der
Größe des Regelsignals R in Abweichung vom Rückkopplungssignal Rk die Drehzahl über
der Freilaufperiode tf derart angepasst werden, dass sich die mittlere Transportgeschwindigkeit
vt_m für das Faservlies 100 ergibt.
[0026] In die Ermittlung des Grenzdrehmomentes fließen u.a. die Werte Vliesgewicht, Vliesbreite,
Transportgeschwindigkeit, Geschwindigkeitsverzug zwischen Einlauf und Auslauf der
Nadelmaschine, der Antriebsleistung und dem Drehmoment des Motors ohne Material ein.
[0027] Die Figuren 2 und 3 zeigen verschiedene Kompensationsverläufe K1 und K2 eines Drehzahlverlaufes
D der Abzugswalzen 12, aus dem unmittelbar eine Transportgeschwindigkeit v(x) abgeleitet
werden kann. Der gemittelte Geschwindigkeitswert der Transportgeschwindigkeit v(x)
der Transportbewegung x über der Zeit t kann aufgeteilt werden in die Eintauchperiode
te und in die Freilaufperiode tf, wobei beide Perioden gemeinsam den Hubzyklus T der
Bewegung in der Nadeleinheit 10 repräsentieren.
[0028] Über der Eintauchperiode te kann die Geschwindigkeit des Faservlieses 100 einen konstanten
Minimalwert aufweisen, der auch den Wert Null annehmen kann. Gelangen die Nadeln 11
wieder außer Eingriff mit dem Faservlies 100 und beginnt die Freilaufperiode tf, so
kann in dieser ein Kompensationsverlauf K1 eingestellt werden, der eine Geschwindigkeit
des Faservlieses 100 durch eine korrespondierende Drehzahl in der Abzugswalze 12 so
einstellt, dass die mittlere Geschwindigkeit des Faservlieses 100 der vorgegebenen
mittleren Transportgeschwindigkeit vt_m entspricht. Der Geschwindigkeitsverlauf D
der Transportgeschwindigkeit v(x) des Faservlieses 100 gemäß Figur 2 zeigt über der
Eintauchperiode te im Vergleich zum Geschwindigkeitsverlauf D der Figur 3 einen größeren
Wert. Im Verlauf, der beispielhaft mit Figur 2 gezeigt ist, kann die Rückhaltekraft
durch die Nadeln 11 in Wirkverbindung mit dem Faservlies 100 geringer ausfallen als
im gezeigten Geschwindigkeitsverlauf D gemäß Figur 3, denn der Geschwindigkeitsverlauf
D der Transportgeschwindigkeit v(x) in Figur 3 weist über der Eintauchperiode te geringere
Werte auf. Entsprechend der gemessenen Transportgeschwindigkeit v(x) in der Eintauchperiode
te kann über den Regelkreis mit dem Steuermodul 18 das Regelsignal R unter Berücksichtigung
eines Kompensationsverlaufes K1, K2 an das Antriebsmodul 17 ausgegeben werden. Aufgrund
der geringeren Absenkung der Transportgeschwindigkeit v(x) im Geschwindigkeitsverlauf
D gemäß dem Beispiel in Figur 2 fällt der Kompensationsverlauf K1 in Figur 2 geringer
als der Kompensationsverlauf K2 im Beispiel der Figur 3. er Regelkreis regelt dabei
unter Berücksichtigung der Führungsgröße, gebildet durch die geforderte mittlere Transportgeschwindigkeit
vt_m, die Geschwindigkeit über der Freilaufperiode tf derart aus, dass unter Bildung
der Kompensationsverläufe K1 und K2 sich die mittlere Transportgeschwindigkeit vt_m
einstellt. Der höhere oder niedrigere Geschwindigkeitsverlauf D des Faservlieses 100
kann beispielsweise abhängig sein von der Vorverdichtung des Faservlieses 100, von
der Dicke der Nadeln 11 oder von der Eintauchtiefe der Nadeln 11, wobei die Transportgeschwindigkeit
v(x) über der Eintauchperiode te über eine Drehmomentbegrenzung erfolgt. Erreichen
die Abzugswalzen 12 ein Grenzdrehmoment, so senkt die Steuereinheit 14 die Geschwindigkeit
der Abzugswalze 12 derart ab, dass das Grenzdrehmoment nicht überschritten wird. Ist
die Rückkhaltekraft durch die Wechselwirkung der Nadeln 11 mit dem Faservlies 100
größer, und senkt sich die Transportgeschwindigkeit v(x) über der Eintauchperiode
te stärker ab, so kann durch den im Steuermodul 18 gebildeten Regelkreis der Kompensationsverlauf
K1 oder K2 so angepasst werden, dass sich schließlich die mittlere Transportgeschwindigkeit
vt_m einstellt.
[0029] Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene
bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche
von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen
Gebrauch macht. Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung oder den Zeichnungen
hervorgehenden Merkmale und/oder Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten
oder räumlicher Anordnungen, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten
Kombinationen erfindungswesentlich sein.
Bezugszeichen
[0030]
- 100
- Faserflies
- 1
- Nadelmaschine
- 10
- Nadeleinheit
- 11
- Nadeln
- 12
- Abzugswalze
- 13
- Antriebseinheit
- 14
- Steuereinheit
- 15
- Hubsensor
- 16
- Sensorsignal
- 17
- Antriebsmodul
- 18
- Steuermodul
- 19
- Motor
- 20
- Drehwertgeber
- 21
- Stichplatte
- 22
- Hubmechanik
- T
- Hubzyklus
- te
- Eintauchperiode
- tf
- Freilaufperiode
- vt_m
- mittlere Transportgeschwindigkeit
- R
- Regelsignal
- Rk
- Rückkopplungssignal
- X
- Transportbewegung
- K1
- Kompensationsverlauf
- K2
- Kompensationsverlauf
- se
- Einstichtiefe
- v(x)
- Transportgeschwindigkeit
- t
- Zeit
- D
- Geschwindigkeitsverlauf
1. Verfahren zur Steuerung einer Nadelmaschine (1), die zur Nadelbearbeitung eines Faservlieses
(100) eine Nadeleinheit (10) mit einer Vielzahl von Nadeln (11) aufweist, wobei die
Nadeleinheit (10) eine Hubbewegung über dem Faservlies (100) ausführt, sodass die
Nadeln (11) oszillierend in das Faservlies (100) einfahren und aus diesem wieder herausfahren,
und wobei die Nadelmaschine (1) wenigstens eine Abzugswalze (12) aufweist, die in
Bezug auf eine Transportbewegung (x) des Faservlieses (100) der Nadeleinheit (10)
nachgelagert ist und eine Abzugskraft in das Faservlies (100) einleitet, wofür eine
Antriebseinheit (13) zum rotierenden Antrieb der Abzugswalze (12) vorgesehen ist und
die mittels einer Steuereinheit (14) angesteuert wird, wobei das Verfahren wenigstens
die folgenden Schritte aufweist:
• Bestimmung eines Grenzdrehmomentes zum Antrieb der Abzugswalze (12);
• Ansteuern der Antriebseinheit (13) durch die Steuereinheit (14) mit einem Antriebsdrehmoment
zum Antrieb der Abzugswalze (12), das das Grenzdrehmoment nicht überschreitet, sodass
eine Drehmomentbegrenzung gebildet wird,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Hubsensor (15) bereitgestellt wird, wobei durch den Hubsensor (15) eine Eintauchperiode
(te) erkannt wird, während der die Nadeln (11) in das Faservlies (100) eingefahren
sind und eine Freilaufperiode (tf) erkannt wird, während der die Nadeln (11) aus dem
Faservlies (100) herausgefahren sind, wobei ein Sensorsignal (16) an die Steuereinheit
(14) ausgegeben wird und wobei die Steuereinheit (14) das Antriebsdrehmoment zum Antrieb
der Abzugswalze (12) in Abhängigkeit des Sensorsignals (16) steuert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ansteuern der Antriebseinheit (13) mit der Drehmomentbegrenzung auf die Eintauchperiode
(te) begrenzt wird und dass das Ansteuern der Antriebseinheit (13) in der Freilaufperiode
(tf) mit einer vorbestimmten Drehzahl für die Abzugswalze (12) erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorbestimmung der Drehzahl der Abzugswalze (12) in der Freilaufperiode (tf) in
Abhängigkeit eines in der Eintauchperiode (te) ermittelten Drehzahlprofils der Abzugswalze
(12) vorgenommen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine mittlere Transportgeschwindigkeit (vt_m) des Faservlies (100) in der Transportbewegung
(x) vorgegeben wird, wobei die Vorbestimmung der Drehzahl für die Abzugswalze (12)
über der Freilaufperiode (tf) zusätzlich dadurch vorgenommen wird, dass die vorgegebene
mittlere Transportgeschwindigkeit (vt_m) des Faservlies (100) wenigstens über einen
und vorzugsweise über mehrere Hubzyklen (T) aus einer Eintauchperiode (te) und einer
Freilaufperiode (tf) eingehalten wird.
5. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (14) ein Antriebsmodul (17) und ein Steuermodul (18) zur Bildung
eines Regelkreises umfasst, wobei der Regelkreis betrieben wird durch:
• eine Führungsgröße, gebildet durch die vorgegebene mittlere Transportgeschwindigkeit
(vt_m),
• eine Regelgröße, gebildet durch ein Regelsignal (R), das an das Antriebsmodul (17)
ausgegeben wird und eine
• Störgröße, abgeleitet aus dem Drehzahlprofil der Abzugswalzen (12) über der Eintauchperiode
(te),
sodass durch die Steuereinheit (14) eine Regelabweichung ermittelt und das Regelsignal
(R) so ausgegeben wird, dass eine Änderung der Drehzahl der Abzugswalzen (12) in der
Eintauchperiode (te) eine diese Änderung kompensierende Anpassung der Drehzahl der
Abzugswalzen (12) in der Freilaufperiode (tf) bewirkt.
6. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (13) wenigstens einen Motor (19) und einen Drehwertgeber (20)
aufweist, wobei der Drehwertgeber (20) die Drehzahl des Motors (19) erfasst und ein
Rückkopplungssignal (Rk) an die Steuereinheit (14) und insbesondere an das Steuermodul
(18) ausgibt.
7. Nadelmaschine (1) zur Nadelbearbeitung eines Faservlieses (100) mit einer Nadeleinheit
(10) aufweisend eine Vielzahl von Nadeln (11), wobei die Nadeleinheit (10) zur Ausführung
einer Hubbewegung über dem Faservlies (100) ausgebildet ist, sodass die Nadeln (11)
oszillierend in das Faservlies (100) einfahrbar und aus diesem wieder herausfahrbar
sind, und mit wenigstens einer Abzugswalze (12), die in Bezug auf eine Transportbewegung
des Faservlieses (100) der Nadeleinheit (10) nachgelagert angeordnet ist und zur Einleitung
einer Abzugskraft in das Faservlies (100) dient, wofür eine Antriebseinheit (13) zum
rotierenden Antrieb der Abzugswalze (12) vorgesehen ist und die mittels einer Steuereinheit
(14) ansteuerbar ist, und wobei die Nadelmaschine (1) ausgebildet ist zur Ausführung
eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
8. Steuereinheit (14) für eine Nadelmaschine (1) gemäß Anspruch 7 zur Ausführung eines
Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, umfassend:
• ein Antriebsmodul (17) und ein Steuermodul (18) zur Bildung eines Regelkreises,
wobei der Regelkreis betreibbar ist durch:
- eine Führungsgröße, gebildet durch die vorgegebene mittlere Transportgeschwindigkeit
(vt_m),
- eine Regelgröße, gebildet durch ein Regelsignal (R), das an das Antriebsmodul (17)
ausgegeben wird und eine
- Störgröße, abgeleitet aus dem Drehzahlprofil der Abzugswalzen (12) über der Eintauchperiode
(te),
sodass durch die Steuereinheit (14) eine Regelabweichung ermittelbar und das Regelsignal
(R) so ausgebbar ist, dass eine Änderung der Drehzahl der Abzugswalzen (12) in der
Eintauchperiode (te) eine diese Änderung kompensierende Anpassung der Drehzahl der
Abzugswalzen (12) in der Freilaufperiode (tf) bewirkbar ist.
1. Method of controlling a needling machine (1) which has, for needling a fibre web (100),
a needle unit (10) having a plurality of needles (11), wherein the needle unit (10)
executing a reciprocating stroke movement above the fibre web (100) so that the needles
(11), in the course of oscillating, travel into the fibre web (100) and travel out
again therefrom, and the needling machine (1) having at least one take-off roll (12)
which, in relation to a transport movement (x) of the fibre web (100), is located
downstream of the needle unit (10) and which introduces a take-off force into the
fibre web (100), for which there is provided a drive unit (13) for driving the take-off
roll (12) in rotation, and which is controlled by means of a control unit (14), the
method comprising at least the following steps:
• determining a limit torque for driving the take-off roll (12);
• controlling the drive unit (13) by means of the control unit (14) using, for driving
the take-off roll (12), a drive torque which does not exceed the limit torque, so
that torque limitation is formed.
characterised in that a stroke sensor (15) is provided, there being detected by means of the stroke sensor
(15) an insertion period (te) during which the needles (11) are inserted into the
fibre web (100), and there being detected a free-running period (tf) during which
the needles (11) have been moved out from the fibre web (100), a sensor signal (16)
being output to the control unit (14), and wherein the control unit (14) controls
the drive torque for driving the take-off roll (12) in dependence on the sensor signal
(16).
2. Method according to claim 1, characterised in that controlling the drive unit (13) using the torque limitation is limited to the insertion
period (te); and in that controlling the drive unit (13) in the free-running period (tf) is carried out using
a predetermined speed of rotation for the take-off roll (12).
3. Method according to claim 3, characterised in that predetermination of the speed of rotation of the take-off roll (12) in the free-running
period (tf) is carried out in dependence on a speed-of-rotation profile of the take-off
roll (12) determined in the insertion period (te).
4. Method according to one of the claims 2 or 3, characterised in that an average transport speed (vt_m) of the fibre web (100) in the transport movement
(x) is prespecified, wherein the predetermination of the speed of rotation for the
take-off roll (12) over the free-running period (tf) additionally is carried out so
that the prespecified average transport speed (vt_m) of the fibre web (100) is maintained
over at least one and preferably over a plurality of stroke cycles (T) comprising
an insertion period (te) and a free-running period (tf).
5. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that the control unit (14) includes a drive module (17) and a control module (18) to form
a closed-loop control circuit, the closed-loop control circuit being operated by means
of:
• command variable formed by the prespecified average transport speed (vt_m),
• closed-loop control variable formed by a closed-loop control signal (R) which is
output to the drive module (17) and a
• disturbance variable derived from the speed-of-rotation profile of the take-off
rolls (12) over the insertion period (te),
• so that, by the control unit (14), a control deviation is determined and the closed-loop
control signal (R) is so output that a change in the speed of rotation of the take-off
rolls (12) in the insertion period (te) brings about a modification of the speed of
rotation of the take-off rolls (12) in the free-running period (tf) which compensates
for that change.
6. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the drive unit (13) has at least one motor (19) and a rotary encoder (20), wherein
the rotary encoder (20) detects the speed of rotation of the motor (19) and outputs
a feedback signal (Rk) to the control unit (14) and especially to the control module
(18).
7. Needling machine (1) for needling a fibre web (100), having a needle unit (10) having
a plurality of needles (11), wherein the needle unit (10) is formed to execute a reciprocating
stroke movement above the fibre web (100) so that the needles (11), in the course
of oscillating, are arranged to travel into the fibre web (100) and travel out again
therefrom, and with at least one take-off roll (12) which, in relation to a transport
movement of the fibre web (100), is arranged in a location downstream of the needle
unit (10) and serves to introduce a take-off force into the fibre web (100), for which
there is provided a drive unit (13) for driving the take-off roll (12) in rotation
and which is controllable by means of a control unit (14), and wherein the needling
machine (1) is formed to carry out a method according to one of claims 1 to 6.
8. Control unit (14) for a needling machine (1) according to claim 8 for carrying out
a method according to one of claims 1 to 6, comprising:
• a drive module (17) and a control module (18) for formation of a closed-loop control
circuit, wherein the closed-loop control circuit is operable by by means of:
- a command variable formed by the prespecified average transport speed (vt_m),
- closed-loop control variable formed by a closed-loop control signal (R) output to
the drive module (17), and a
- disturbance variable derived from the speed-of-rotation profile of the take-off
rolls (12) over the insertion period (te),
• so that, by the control unit (14), a control deviation is determinable and the closed-loop
control signal (R) is so outputtable that a change in the speed of rotation of the
take-off rolls (12) in the insertion period (te) is arranged to bring about a modification
of the speed of rotation of the take-off rolls (12) in the free-running period (tf)
which compensates for that change.
1. Procédé de commande d'une aiguilleteuse (1) comportant une unité d'aiguilles (10)
avec une pluralité d'aiguilles (11) pour l'aiguilletage d'un voile non tissé (100),
l'unité d'aiguilles (10) exécutant une course d'élévation au-dessus du voile non tissé
(100), si bien que les aiguilles (11) pénètrent par oscillation dans le voile non
tissé (100) et ressortent de celui-ci, et l'aiguilleteuse (1) comportant au moins
un rouleau de traction (12), disposé en aval de l'unité d'aiguilles (10) dans le sens
de transport (x) du voile non tissé (100) et appliquant une force de traction sur
le voile non tissé (100), ce pourquoi une unité d'entraînement (13) est prévue pour
l'entraînement rotatif du rouleau de traction (12), laquelle est commandée au moyen
d'une unité de commande (14), ledit procédé comprenant au moins les étapes suivantes
:
- détermination d'un couple limite pour l'entraînement du rouleau de traction (12)
;
- commande de l'unité d'entraînement (13) par l'unité de commande (14) avec un couple
d'entraînement du rouleau de traction (12) ne dépassant pas le couple limite, de manière
à former une limitation de couple,
caractérisé en ce qu'un capteur de course (15) est rendu fonctionnel, une période de plongée (te) étant
détectée par le capteur de course (15), pendant laquelle les aiguilles (11) sont rentrées
dans le voile non tissé (100), et une période de course à vide (tf) étant détectée,
pendant laquelle les aiguilles (11) sont ressorties du voile non tissé (100), un signal
de capteur (16) étant transmis à l'unité de commande (14) et l'unité de commande (14)
commandant le couple d'entraînement du rouleau de traction (12) en fonction du signal
de capteur (16).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la commande de l'unité d'entraînement (13) est limitée par la limitation de couple
à la période de plongée (te), et en ce que la commande de l'unité d'entraînement (13) est effectuée lors de la période de course
à vide (tf) avec une vitesse de rotation prédéterminée pour le rouleau de traction
(12).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que la prédétermination de la vitesse de rotation du rouleau de traction (12) lors de
la période de course à vide (tf) est effectuée en fonction d'un profil de vitesse
de rotation du rouleau de traction (12) déterminé lors de la période de plongée (te).
4. Procédé selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce qu'une vitesse de transport moyenne (vt_m) du voile non tissé (100) est prescrite lors
du déplacement de transport (x), la prédétermination de la vitesse de rotation pour
le rouleau de traction (12) étant en outre effectuée pendant la période de course
à vide (tf) en ce que la vitesse de transport moyenne (vt_m) prescrite du voile non tissé (100) est maintenue
au moins pendant un, et préférentiellement pendant plusieurs cycles d'élévation (T)
composés d'une période de plongée (te) et d'une période de course à vide (tf).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'unité de commande (14) comprend un module d'entraînement (17) et un module de commande
(18) pour la formation d'une boucle de régulation, ladite boucle de régulation étant
activée par :
- une grandeur de référence, formée par la vitesse de transport moyenne (vt_m) prescrite,
- une grandeur de régulation, formée par un signal de régulation (R) transmis au module
d'entraînement (17), et une
- une grandeur perturbatrice, dérivée du profil de vitesse de rotation des rouleaux
de traction (12) pendant la période de plongée (te),
de sorte qu'un écart de régulation est déterminé par l'unité de commande (14) et que
le signal de régulation (R) est émis de telle manière qu'une variation de la vitesse
de rotation des rouleaux de traction (12) lors de la période de plongée (te) entraîne
un ajustement de la vitesse de rotation des rouleaux de traction (12) lors de la période
de course à vide (tf) pour compenser cette variation.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité d'entraînement (13) comprend au moins un moteur (19) et un transmetteur de
valeur de rotation (20), ledit transmetteur de valeur de rotation (20) détectant la
vitesse de rotation du moteur (19) et transmettant un signal de retour (Rk) à l'unité
de commande (14) et en particulier au module de commande (18).
7. Aiguilleteuse (1) pour l'aiguilletage d'un voile non tissé (100) avec une unité d'aiguilles
(10) pourvue d'une pluralité d'aiguilles (11), l'unité d'aiguilles (10) étant prévue
pour l'exécution d'une course d'élévation au-dessus du voile non tissé (100), si bien
que les aiguilles (11) peuvent pénétrer par oscillation dans le voile non tissé (100)
et ressortir de celui-ci, et comportant au moins un rouleau de traction (12), disposé
en aval de l'unité d'aiguilles (10) dans le sens de transport du voile non tissé (100)
et servant à l'application d'une force de traction sur le voile non tissé (100), ce
pourquoi une unité d'entraînement (13) est prévue pour l'entraînement rotatif du rouleau
de traction (12), laquelle peut être commandée au moyen d'une unité de commande (14),
et l'aiguilleteuse (1) étant prévue pour l'exécution d'un procédé selon l'une des
revendications 1 à 6.
8. Unité de commande (14) pour une aiguilleteuse (1) selon la revendication 7 pour l'exécution
d'un procédé selon l'une des revendications 1 à 6, comprenant :
un module d'entraînement (17) et un module de commande (18) pour la formation d'une
boucle de régulation, ladite boucle de régulation étant activable par :
- une grandeur de référence, formée par la vitesse de transport moyenne (vt_m) prescrite,
- une grandeur de régulation, formée par un signal de régulation (R) transmis au module
d'entraînement (17), et une
- une grandeur perturbatrice, dérivée du profil de vitesse de rotation des rouleaux
de traction (12) pendant la période de plongée (te),
de sorte qu'un écart de régulation peut être déterminé par l'unité de commande (14)
et que le signal de régulation (R) peut être émis de telle manière qu'une variation
de la vitesse de rotation des rouleaux de traction (12) lors de la période de plongée
(te) peut entraîner un ajustement de la vitesse de rotation des rouleaux de traction
(12) lors de la période de course à vide (tf) pour compenser cette variation.