[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lufteinlasseinrichtung für einen Schuh, wobei
die Lufteinlasseinrichtung (1) zur Befestigung an oder teilweise in einem Schaft des
Schuhs geeignet ist und einen Lufteinlass (2a) und eine Einrichtung umfasst, die dazu
ausgebildet ist, Wasser, das durch den Lufteinlass (2a) eindringt, auszulassen.
[0002] Eine solche Lufteinlasseinrichtung ist beispielsweise aus der
WO 2014/170053 A1 bekannt.
[0003] Ein Schuh besteht aus zwei Hauptteilen, nämlich dem oberen Teil, der Schaft genannt
wird, und dem unteren Teil, dem Boden. Der Schaft kann einen Innenschaft (Futter),
Zwischenschaft (Zwischenfutter) und Außenschaft (Oberleder) umfassen. Der Schaft umfasst
vorne das Vorderblatt gegebenenfalls mit Lasche, hinten die Ferse und seitliche Quartiere,
die an der Fersennaht angrenzen. Ein mit einer Brandsohle verbundener Schaft wird
montierter Schaft genannt. Der Boden kann eine einteilige oder mehrteilige Laufsohle
umfassen. Ferner kann der Boden als Flachsohle oder Absatzsohle ausgebildet sein.
[0004] Heutzutage sind Schuhe bekannt, die in der Sohle mit Vorrichtungen ausgestattet sind,
welche die Luftzirkulation im Schuh begünstigen sollen, wodurch die innere Feuchtigkeit
im Schuh verringert werden soll, um den Fußkomfort des Nutzers des Schuhs zu verbessern.
So wird in der
WO 2012/126489 eine Sohlenkonstruktion mit einer Luftpumpeinrichtung beschrieben, die eine gute
Luftventilation ermöglicht.
[0005] Zur Luftzirkulation im Schuh muss Luft in diesen eingelassen und aus diesem herausgelassen
werden. Während der Luftauslass durch das Schuhinnere (am Fuß des Nutzers vorbei)
erfolgen kann, erfordert der geregelte Lufteinlass eine Lufteinlasseinrichtung, die
für Luft durchlässig sein muss. Damit besteht aber die Gefahr, dass nicht nur erwünschterweise
Luft in den Schuh geführt wird, sondern unerwünschterweise auch Nässe (Wasser) und
Schmutz in den Schuh eindringen kann. Im Stand der Technik bekannte Versuche, das
Eindringen von Nässe durch das Vorsehen von Membranen zu vermeiden, scheitern daran,
dass die vorgesehenen Membrane nicht hinreichend luftdurchlässig sind und somit einen
hinreichend effektiven Lufteinlass verhindern.
[0006] Es liegt somit der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Lufteinlasseinrichtung
für einen Schuh mit aktiver Luftzirkulation, bereitzustellen, die die Zufuhr einer
zur Luftzirkulation erforderlichen Luft ermöglicht, ohne dass Wasser/Nässe von außen
über die Lufteinlasseinrichtung in den Schuh eindringen könnte.
[0007] Bei einer Lufteinlasseinrichtung der eingangs genannten Art wird die oben genannte
Aufgabe dadurch gelöst, dass eine Lufteinlassöffnung eines Luftführungskanals eines
Einlegers mit dem Lufteinlass verbunden ist, wobei eine Luftführung in Form einer
siphonartigen Verbindung, die einen teilweise u-förmigen Strömungsweg für die in den
Lufteinlass der Lufteinlasseinrichtung eintretende Luft aufweist, gebildet wird, indem
die Lufteinlassöffnung des Einlegers etwas oberhalb des oberen Bereichs des Lufteinlasses
angeordnet ist, so dass der u-förmige Strömungsweg einen äußeren Schenkel an der Außenseite
des Einlegers und einen inneren Schenkel an der Innenseite des Einlegers umfasst,
und
dass die Einrichtung, die dazu ausgebildet ist, Wasser, das durch den Lufteinlass
eindringt, auszulassen, einen in Fluidverbindung mit dem Lufteinlass stehenden Auslass
an der Außenseite des Einlegers unterhalb des äußeren Schenkels des u-förmigen Strömungswegs
aufweist.
[0008] Die Lufteinlasseinrichtung ist zur Befestigung an oder teilweise in einem Schaft
des Schuhs geeignet. Beispielsweise kann die Lufteinlasseinrichtung dazu geeignet
sein, an oder teilweise in einem Fersenbereich des Schafts oder einem Quartier oder
einer Lasche desselben und insbesondere zumindest teilweise oberhalb einer Sohle des
Schuhs befestigt zu werden. Die Lufteinlasseinrichtung umfasst einen Lufteinlass,
durch den Luft gezielt zur Ventilation des Inneren des Schuhs angesaugt werden kann,
und eine Einrichtung, die dazu ausgebildet ist, Wasser, das etwa in flüssiger Form
oder auch in Form von Wasserdampf durch den Lufteinlass eindringt, auszulassen, so
dass es nicht unerwünschterweise in das Innere des Schuhs eindringen kann. Somit wird
eine Ventilation des Inneren des Schuhs ermöglicht, ohne dass durch den Ventilationsprozess
Wasser/Nässe in das Innere des Schuhs geleitet wird. Hierbei umfasst die Einrichtung,
die dazu ausgebildet ist, Wasser, das durch den Lufteinlass eindringt, auszulassen,
einen Auslass (einen Ablauf, eine Auslassöffnung) als Bestandteil der Lufteinlasseinrichtung.
Der Auslass ist dabei so angeordnet, dass, wenn die Lufteinlasseinrichtung am Schuh
befestigt ist, er näher an der Sohle des Schuhs positioniert ist als der Lufteinlass;
der Auslass liegt bei der am Schuh montierten Lufteinlasseinrichtung dann also niedriger
als der Lufteinlass.
[0009] Die Lufteinlasseinrichtung weist eine Luftführung in Fluidverbindung mit dem Lufteinlass
auf. Luft tritt durch den Lufteinlass in die Lufteinlasseinrichtung ein und wird über
die Luftführung weitergeleitet. Die Luftführung erlaubt eine kontrollierte Strömung
der Luft, beispielsweise in Richtung einer Luftpumpeinrichtung, die Luft über die
Lufteinlasseinrichtung von außerhalb des Schuhs ansaugt.
[0010] Die Lufteinlasseinrichtung umfasst einen Einleger, der eine Lufteinlassöffnung in
Fluidverbindung mit dem Lufteinlass und einen Luftführungskanal in Fluidverbindung
mit der Lufteinlassöffnung umfasst. Der Einleger ist ein Element der Lufteinlasseinrichtung,
das von einem Teil der Lufteinlasseinrichtung nach außen hin bedeckt ist. Hier und
im Weiteren bezeichnet "außen" einen Bereich der Lufteinlasseinrichtung, der bei Befestigung
derselben an einem Schaft eines Schuhs weiter von diesem Schaft entfernt ist als ein
"innerer" Bereich der Lufteinlasseinrichtung. Entsprechend ist ein "oberer" Bereich
bei Befestigung der Lufteinlasseinrichtung an einem Schuh von einer Sohle desselben
weiter entfernt als ein "unterer" Bereich. Luft und Wasser können also zunächst durch
den Lufteinlass eindringen und treffen danach auf den Einleger. Während Luft durch
den Luftführungskanal und die Luftführung Richtung einer Luftpumpeinrichtung des Schuhs,
an dem die Lufteinlasseinrichtung angebracht ist, strömen kann, wird Wasser über den
Wasserablauf und den Auslass ausgelassen. Während über die Luftführung oben Luft eingesaugt
wird, läuft Wasser nach unten ab. Hierbei kann das Wasser, je nach Ausbildung des
Luftführungskanals des Einlegers, einen bestimmten Weg entlang des Luftführungskanals
des Einlegers zurücklegen, bis es über den Wasserablauf nach außen hin abläuft. Die
Lufteinlassöffnung befindet sich in einem geringeren Abstand von dem Lufteinlass als
der Wasserablauf und ist oberhalb des Lufteinlasses positioniert. Somit gelangt Luft
leicht von dem Lufteinlass zu der Lufteinlassöffnung des Einlegers, während Wasser
direkt wieder über den darunter liegenden Wasserablauf des Einlegers ablaufen kann.
[0011] Um Schmutz abzuweisen, kann die Lufteinlasseinrichtung weiterhin ein Gitter- oder
Netzelement aufweisen, das so angeordnet ist, dass Luft durch das Gitter- oder Netzelement
zu der Luftführung und dem Luftführungskanal des Einlegers gelangt. Das Gitter- oder
Netzelement kann zwischen dem Einleger und einem äußeren, den Einleger teilweise bedeckenden
Teil der Lufteinlasseinrichtung positioniert sein. Das Gitter- oder Netzelement kann
wie die übrige Lufteinlasseinrichtung aus Kunststoff gefertigt sein. Alternativ kann
es aus einem Vliesstoff oder aus Metall gefertigt sein.
[0012] Die Luftführung ist in Form einer "Siphonverbindung" (siphonartigen Fluidverbindung)
mit dem Lufteinlass verbunden. Eine solche "Siphonverbindung" weist einen teilweise
u-förmigen Strömungsweg für die in die Lufteinlasseinrichtung eintretende Luft auf.
[0013] Weiterhin kann die Lufteinlasseinrichtung gemäß einem der oben beschriebenen Beispiele
ein Ventil aufweisen, das dazu ausgebildet ist, Luft von der Luftführung oder dem
Luftführungskanal kommend durchzulassen (nämlich in Richtung einer Luftpumpeinrichtung,
die einem Schuh vorgesehen ist, an dem die Lufteinlasseinrichtung zu befestigen ist).
[0014] Weiterhin wird ein Schuh mit einer Sohle und einem Schaft und einer Lufteinlasseinrichtung
gemäß einem der vorhergehend beschriebenen Beispiele bereitgestellt. Bei diesem Schuh
ist die Lufteinlasseinrichtung derart an oder teilweise in dem Schaft befestigt, dass
sich der Lufteinlass in größerem Abstand von der Sohle als der Wasserablauf und/oder
der Auslass befindet, er also oberhalb von dem Wasserablauf und/oder der Auslass positioniert
ist. Beispielsweise kann die Lufteinlasseinrichtung an einen Fersenbereich des Schafts
angeschweißt, angeklebt oder angesteppt sein. Insbesondere kann der Schuh eine Luftpumpeinrichtung,
beispielsweise in Form eines Hohlraums oder einer Lunge, umfassen, die dazu dient,
Frischluft über die Lufteinlasseinrichtung anzusaugen und über entsprechende Luftführungen
in das Innere des Schuhs zur Ventilation desselben zu liefern.
[0015] Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der ausführlichen
aber nicht einschränkenden Beschreibung von Ausführungsformen, die mithilfe der beigefügten
Zeichnungen dargestellt sind.
Figuren 1a bis 1c zeigen eine Ausführungsform einer Lufteinlasseinrichtung für einen
Schuh, die im Fersenbereich desselben vorgesehen ist,
Figur 1d veranschaulicht die Funktionsweise der Lufteinlasseinrichtung, die in den
Figuren 1b bis 1c gezeigt ist,
Figuren 2a bis 2c zeigen eine Ausführungsform einer Lufteinlasseinrichtung für einen
Schuh, die teilweise zwischen Oberleder und Futter oder auf dem Oberleder desselben
vorgesehen ist,
Figur 2d veranschaulicht die Funktionsweise der Lufteinlasseinrichtung, die in den
Figuren 2a bis 2c gezeigt ist,
Figuren 3a bis 3c zeigen eine Ausführungsform einer Lufteinlasseinrichtung für einen
Schuh, die in Schwingenform ausgebildet ist,
Figur 3d veranschaulicht die Funktionsweise der Lufteinlasseinrichtung, die in den
Figuren 3a bis 3c gezeigt ist.
[0016] In der vorliegenden Erfindung wird eine Lufteinlasseinrichtung (ein "AirIntake")
bereitgestellt, mit deren Hilfe das Eindringen von Wasser und auch Schmutz in den
Schuh vermindert werden kann. Die Lufteinlasseinrichtung kann einer, beispielsweise
in der Sohle positionierten, Luftpumpeinrichtung dem Ansaugen von Frischluft dienen.
Prinzipiell kann die Lufteinlasseinrichtung an jedem geeigneten Platz zumindest teilweise
oberhalb der Sohle des Schuhs vorgesehen sein. Beispielsweise kann sie im seitlichen
oder hinteren oberen Kragen des Schafts des Schuhs, im Fersenbereich des Schafts,
in einem seitlichen Bereich des Schafts oder auf einer Lasche des Schuhs bereitgestellt
werden. Die Lufteinlasseinrichtung weist als eines ihrer Elemente eine Einrichtung
auf, die dazu ausgebildet ist, Wasser, das durch einen Lufteinlass der Lufteinlasseirichtung
eindringt, wieder auszulassen. Dieses Wasser wird also nicht von einer im Schuh vorgesehenen
Luftpumpeinrichtung eingesaugt und in das Innere des Schuhs abgegeben. Ausführungsformen
der Lufteinlasseinrichtung werden im Folgenden mit Bezug auf die Figuren 1a bis 3d
beschrieben, wobei gleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen gekennzeichnet sind.
[0017] In den Figuren 1a bis 1c wird ein Beispiel für eine erfindungsgemäße Lufteinlasseinrichtung
1 gezeigt. Auf der linken Seite der Figur 1a wird die Lufteinlasseinrichtung 1 als
seitliche Schnittansicht und in der Mitte der Figur 1a aus Sicht der Ferse eines Schuhs,
an dem die Lufteinlasseinrichtung 1 befestigt wird, gezeigt. Eine Außenansicht der
fertig assemblierten Lufteinlasseinrichtung 16 ist rechts oben in Figur 1a gezeigt.
Die Lufteinlasseinrichtung 1 umfasst einen Lufteinlass 2a, über den Luft angesaugt
werden kann. Das Ansaugen der Luft kann über eine Luftpumpeinrichtung erfolgen, die
in Form eines Hohlraums oder einer Lunge (einer separaten Kunststoffpumpeinrichtung)
ausgebildet sein kann, wie es im Stand der Technik wohl bekannt ist. Weiterhin umfasst
die Lufteinlasseinrichtung 1 einen Auslass 2b, über den Wasser, das gegebenenfalls
über den Lufteinlass 2a eindringt, nach außerhalb des Schuhs ausgelassen werden kann.
Die über den Lufteinlass 2a angesaugte Luft wird in einer Luftführung 3 der Lufteinlasseinrichtung
1 geführt.
[0018] Weiterhin ist ein Einleger 4 in der Lufteinlasseinrichtung 1 vorgesehen. Dieser Einleger
4 weist, wie es in Figur 1a rechts unten gezeigt ist, eine Lufteinlassöffnung 5 und
einen verzweigten Luftführungskanal 6 auf. Frischluft wird also über die Lufteinlassöffnung
5, den Luftführungskanal 6 und die Luftführung 3 angesaugt. Unerwünschterweise durch
den Lufteinlass 2a eintretendes Wasser wird direkt wieder über einen Wasserablauf
7 des Einlegers 4 und den Auslass 2b ausgelassen. Zwischen dem Einleger und dem Lufteinlass
2a und dem Auslass 2b ist in der gezeigten Ausführungsform ein Gitter- oder Netzelement
8 vorgesehen, das Schmutz abweisen kann. Innerhalb der Luftführung 3 ist optional
ein Einwegeventil 9 vorgesehen, an das eine schlauchartige Luftführung 10 angeschlossen
ist. Das Einwegeventil 9 erlaubt lediglich eine Luftströmung von der Luftführung 3
zu der schlauchartigen Luftführung 10. Die Lufteinlasseinrichtung 1 kann auch ohne
Ventil ausgebildet sein.
[0019] Die genannten Elemente sind zur weiteren Veranschaulichung auch in Figur 1b gezeigt.
Figur 1b zeigt zwei Hälften der geschnittenen Lufteinlasseinrichtung 1, wobei der
Schnitt entlang der schraffierten Fläche erfolgt ist. Figur 1c zeigt auf der linken
Seite eine Innenansicht der fertig assemblierten Lufteinlasseinrichtung 1 mit einer
Klebefläche 11 und auf der rechten Seite einen Schuh mit der Lufteinlasseinrichtung
1, die über die Klebefläche 11 an den Schaft des Schuh geklebt ist. Alternativ kann
die Lufteinlasseinrichtung 1 an den Schaft angeschweißt oder angesteppt werden. Wie
es in Figur 1c gezeigt, kann die Lufteinlasseinrichtung 1 teilweise mit der Sohle
14 des Schuhs verbunden sein. In der Sohle 14 des Schuhs ist eine Luftpumpeinrichtung
(in Figur 1c nicht gezeigt) vorgesehen, die mit der schlauchartigen Luftführung 10
verbunden ist, und die über den Lufteinlass 2a, die Luftführung 3 sowie die Lufteinlassöffnung
5 und den Luftführungskanal 6 des Einlegers 4 Frischluft von außerhalb des Schuhs
ansaugt. Die angesaugte Luft wird dann von der Luftpumpeinrichtung über entsprechende
Luftführungen in der Sohle und Öffnungen einer Brandsohle in den Innenraum des Schuhs
zur Ventilation desselben geliefert, wie es im Stand der Technik bekannt ist.
[0020] Die Lufteinlasseinrichtung 1 dieser Ausführungsform ermöglicht, wie es bisher im
Stand der Technik nicht möglich war, den Einlass großer Mengen an Frischluft, ohne
dass Wasser/Nässe über die Lufteinlasseinrichtung 1 in den Schuh eindringen würde.
Ausgehend von Figur 1b zeigt Figur 1d die möglichen Luft- und Wasserströmungen der
Lufteinlasseinrichtung 1. Die kleinen Pfeile veranschaulichen hierbei die Luftströmung
und die großen Pfeile die Wasserströmung. Luft strömt durch die Lufteinlassöffnung
5 des Einlegers 4, den Luftführungskanal 6 des Einlegers und das Ventil 9 in die schlauchartige
Luftführung 10 und von dieser in die Luftpumpeinrichtung. Ein großes Luftvolumen entsprechend
dem Pumpvolumen der Luftpumpeinrichtung kann so durch die Lufteinlasseinrichtung 1
eingesaugt werden. Möglicherweise durch den Lufteinlass 2a eintretendes Wasser hingegen
wird direkt wieder durch den Wasserablauf 7 und den Auslass 2b ausgelassen. Wie ersichtlich
sollte die Lufteinlassöffnung 5 des Einlegers 4 etwas oberhalb des oberen Bereichs
des Lufteinlasses 2a angeordnet sein, wodurch ein "Siphoneffekt" erzielt wird, der
ein Abscheiden des Wassers zuverlässig unterstützt.
[0021] Die in den Figuren 1a bis 1d gezeigte Lufteinlasseinrichtung 1 weist keine Innenabdeckung
der Luftführung 3 auf. Schuhseitig wird die Luftführung 3 durch das Oberleder des
Schafts des Schuhs, an dem die Lufteinlasseinrichtung 1 angebracht wird, geschlossen.
Alternativ kann die Luftführung 3 durch ein entsprechendes Innenteil der Lufteinlasseinrichtung
1 geschlossen werden. In diesem Fall kann die Lufteinlasseinrichtung 1 teilweise unter
dem Oberleder (zwischen Oberleder und Futter) eines Schafts eines Schuhs oder vollständig
auf dem Oberleder angeordnet sein. Eine solche Ausführungsform mit Innenabdeckung
ist in den Figuren 2a bis 2d veranschaulicht. Figur 2a zeigt verschiedene perspektivische
Ansichten der Lufteinlasseinrichtung 1, und Figur 2b zeigt zwei Hälften der geschnittenen
Lufteinlasseinrichtung 1 (Schnitt an schraffierten Flächen) dieser Ausführungsform.
[0022] Die Lufteinlasseinrichtung 1 weist, wie es in Figur 2a gezeigt ist, einen Lufteinlass
2a und einen Auslass 2b auf. Luft wird aus dem Lufteinlass 2a, eine Lufteinlassöffnung
5 eines Einlegers 4, und einen Luftführungskanal 6 des Einlegers 4 geführt. Wasser,
das möglicherweise über den Lufteinlass 2a eindringt, wird direkt wieder über einen
Wasserablauf des Einlegers 4 und den Auslass 2b abgeschieden. Am unteren Ende des
Luftführungskanals 6 (dem dem Lufteinlass 2a und einer Lufteinlassöffnung 5 des Einlegers
4 entgegengesetzten Ende des Luftführungskanals 6) kann ein Ventil (in den Figuren
2a bis 2d nicht gezeigt) vorgesehen sein. Wie in der in den Figuren 1a bis 1d gezeigten
Ausführungsform kann ein Gitter- oder Netzelement 8 vorgesehen sein. Seitlich umfänglich
kann eine Klebefläche 11 vorgesehen sein.
[0023] Wie es in Figur 2c gezeigt ist, kann die Lufteinlasseinrichtung 1 dieser Ausführungsform
teilweise unterhalb oder oberhalb eines Oberleders 15 eines Schafts eines Schuhs mit
einer Naht 15 ein- oder angenäht und zusätzlich mithilfe der Klebefläche 11 klebend
befestigt werden. Ein unterhalb der Oberleders 15 vorgesehen Luftführung 3a ist in
der unteren rechten Darstellung der Figur 2c gezeigt. Insbesondere kann der Luftführungskanal
6 zwischen dem Oberleder und dem Futter des Schafts angeordnet werden. Wie in der
zuvor beschriebenen Ausführungsform ist in der Sohle des Schuhs eine Luftpumpeinrichtung
(in Figur 2c nicht gezeigt) vorgesehen, die über den Lufteinlass 2a, die Lufteinlassöffnung
5 und den Luftführungskanal 6 des Einlegers 4 Frischluft von außerhalb des Schuhs
ansaugt.
[0024] Ausgehend von Figur 2b zeigt Figur 2d die möglichen Luft- und Wasserströmungen der
Lufteinlasseinrichtung 1. Die kleinen Pfeile veranschaulichen wiederum die Luftströmung
und die großen Pfeile die Wasserströmung. Luft strömt durch die Lufteinlassöffnung
des Einlegers 4 und den Luftführungskanal 6. Möglicherweise durch den Lufteinlass
2a eintretendes Wasser hingegen wird direkt wieder durch den Wasserablauf 7 und den
Auslass 2b ausgelassen. Wie ersichtlich ist die Lufteinlassöffnung 5 des Einlegers
4 etwas oberhalb des oberen Bereichs des Lufteinlasses 2a angeordnet, um einen "Siphoneffekt"
bereitstellen zu können.
[0025] Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in den Figuren 3a bis
3d veranschaulicht. Die Lufteinlasseinrichtung 1 dieser Ausführungsform kann aus einem
flexiblen Kunststoffmaterial hergestellt sein, während diejenige der zuvor beschriebenen
Ausführungsformen im Wesentlichen aus thermoplastischem Kunststoff oder Gummi in unterschiedlichen
Härten hergestellt sein kann. Die Lufteinlasseinrichtung 1 dieser Ausführungsform
wird an einem Fersenteil eines Schafts eines Schuhs befestigt und kann sich über die
Quartiere erstrecken, wie es in Figur 3c gezeigt ist. Figur 3a zeigt die Lufteinlasseinrichtung
1 von außen (obere Darstellung) und innen, d.h. aus Sicht des Fersenteiles (mittlere
Darstellung). Figur 2b zeigt zwei Hälften der geschnittenen Lufteinlasseinrichtung
1 (Schnitt an schraffierten Flächen) dieser Ausführungsform.
[0026] In einem zentralen Bereich weist die Lufteinlasseinrichtung 1 Einlassöffnungen 2
in Fluidverbindung mit einem Luftführungskanal 6 eines Einlegers 4 auf. Luft kann
über eine Lufteinlassöffnung 5 des Einlegers 4 in den Luftführungskanal 6 strömen.
Der Einleger weist einen Wasserablauf 7 auf, über den Wasser, das gegebenenfalls über
die Einlassöffnungen 2 eintritt, direkt wieder ablaufen kann. Wie es in der unteren
Darstellungen von Figur 3a und in Figur 3b gezeigt ist, weist der Luftführungskanal
6 des Einlegers 4 einen im Wesentlichen horizontalen Bereich auf. Wie in Figur 3b
gezeigt, geht der Luftführungskanal 6 des Einlegers 4 in einen Abschnitt der Luftführung
3 der Lufteinlasseinrichtung 1 über. Die Lufteinlassöffnung 5 des Einlegers 4 befindet
sich oberhalb der Höhe der oberen Bereiche der Einlassöffnungen 2.
[0027] Wie in Figur 3c gezeigt weist die Lufteinlasseinrichtung 1 an der Innenfläche eine
Klebefläche 11 auf. Weiter weist sie einen Nahtkanal 12 auf. Somit kann sie, wie es
in Figur 3c gezeigt ist, an den Schaft eines Schuhs geklebt und mithilfe einer Naht
13 angesteppt werden. Wiederum ist in der Sohle 14 des Schuhs eine Luftpumpeinrichtung
(in Figur 3c nicht gezeigt) vorgesehen, die über die Einlassöffnungen 2 sowie die
Lufteinlassöffnung 5 und den Luftführungskanal 6 des Einlegers 4 Frischluft von außerhalb
des Schuhs ansaugt.
[0028] Wie in den zuvor beschriebenen Ausführungsformen kann auch bei der Lufteinlasseinrichtung
1 dieser Ausführungsform verhindert werden, dass Wasser/Nässe durch die Einlassöffnungen
2 in den Schuh dringt. Figur 3d veranschaulicht Luft- und Wasserströmungen. Wiederum
kennzeichnen die kleinen Pfeile die Luftströmung und die großen Pfeile die Wasserströmung.
Luft und Wasser treten durch die Einlassöffnungen 2 ein und strömen entlang eines
Bereichs des Luftführungskanals 6 des Einlegers 4. Wasser wird jedoch durch den Wasserablauf
7 des Einlegers 4 sofort wieder abgeschieden und erreicht somit nicht den inneren
Abschnitt der Luftführung 3. Somit kann Wasser nicht im Rahmen des Prozesses des Ansaugens
von Frischluft in das Innere des Schuhs eindringen.
[0029] In sämtliche Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die Lufteinlasseinrichtung
im Rahmen einer beliebigen geeigneten Schuhfertigungstechnologie vorgesehen werden.
Beispielsweise kann sie im Rahmen der Fertigung eines Schuhs mit einer einteiligen
Sohle, die direkt mit einem Schaft mit Brandsohle verbunden ist/wird vorgesehen werden.
Die Sohlenkonstruktion kann hierbei einen Vollkörper ohne innere Hohlräume umfassen,
wobei an der Seite, die zur Brandsohle hin gerichtet ist, eine oder mehrere Aussparungen
vorgesehen sind. Diese Aussparungen, die durch Wahl einer entsprechenden Spritzform
mit der Sohle direkt spritzgegossen sein können, können der Aufnahme/Ausbildung einer
Luftpumpeinrichtung, der Aufnahme mindestens eines Ventils und der Aufnahme/Ausbildung
einer Luftführung dienen, über die Luft von der Luftpumpeinrichtung geführt wird.
Die so geführte Luft, die von der Luftpumpeinrichtung über die Lufteinlasseinrichtung
angesaugt wird, kann über Öffnungen der beispielsweise im Gelenk- und/oder Ballenbereich
des Schuhs perforierten Brandsohle ins Schuhinnere gelangen und so die gewünschte
Ventilation bereitstellen. Das genannte Ventil und die genannte Luftführung können
direkt zwischen der Brandsohle und der einteiligen Sohle in einer oder mehreren Aussparungen
derselben positioniert sein. Ein fertig montierter Schaft mit Brandsohle und der Lufteinlasseinrichtung
kann beispielsweise in eine Besohlungsmaschine gestellt und durch Spritzgießen mit
einer einteiligen Sohle verbunden/besohlt werden. Alternativ kann die einteilige Sohle
zunächst spritzgegossen und danach durch Kleben mit dem fertig montierten Schaft direkt
verbunden werden.
1. Lufteinlasseinrichtung (1) für einen Schuh, wobei die Lufteinlasseinrichtung (1) zur
Befestigung an oder teilweise in einem Schaft des Schuhs geeignet ist und einen Lufteinlass
(2a) und eine Einrichtung umfasst, die dazu ausgebildet ist, Wasser, das durch den
Lufteinlass (2a) eindringt, auszulassen,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Lufteinlassöffnung (5) eines Luftführungskanals (6) eines Einlegers (4) mit
dem Lufteinlass (2a) verbunden ist, wobei eine Luftführung (3) in Form einer siphonartigen
Verbindung, die einen teilweise u-förmigen Strömungsweg für die in den Lufteinlass
(2a) der Lufteinlasseinrichtung (1) eintretende Luft aufweist, gebildet wird, indem
die Lufteinlassöffnung (5) des Einlegers (4) etwas oberhalb des oberen Bereichs des
Lufteinlasses (2a) angeordnet ist, so dass der u-förmige Strömungsweg einen äußeren
Schenkel an der Außenseite des Einlegers (4) und einen inneren Schenkel an der Innenseite
des Einlegers (4) umfasst, und
dass die Einrichtung, die dazu ausgebildet ist, Wasser, das durch den Lufteinlass (2a)
eindringt, auszulassen, einen in Fluidverbindung mit dem Lufteinlass (2a) stehenden
Auslass (2b) an der Außenseite des Einlegers (4) unterhalb des äußeren Schenkels des
u-förmigen Strömungswegs aufweist.
2. Lufteinlasseinrichtung nach Anspruch 1, die weiterhin ein Gitter- oder Netzelement
(8) aufweist, das so angeordnet ist, dass die Luft durch das Gitter- oder Netzelement
(8) zu der Lufteinlassöffnung (5) des Luftführungskanals (6) des Einlegers (4) gelangt.
3. Lufteinlasseinrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Luftführung (3) ein Einwegeventil (9) vorgesehen ist, an das sich eine
schlauchartige Luftführung (10) anschließt, wobei das Einwegeventil (9) so ausgebildet
ist, dass Luft von der Luftführung (3) kommend durchgelassen wird.
4. Schuh mit einer Sohle und einem Schaft und einer Lufteinlasseinrichtung gemäß einem
der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Lufteinlasseinrichtung an oder teilweise in
dem Schaft befestigt ist.
5. Schuh gemäß Anspruch 4, wobei die Lufteinlasseinrichtung an einen Fersenbereich des
Schafts angeschweißt, angeklebt oder angesteppt ist.
6. Schuh gemäß einem der Ansprüche 4 oder 5, der weiterhin eine Luftpumpeinrichtung umfasst,
die Frischluft über die Lufteinlasseinrichtung ansaugt und über Luftführungen in das
Innere des Schuhs pumpt.
1. Air inlet system (1) for a shoe, wherein the air inlet system (1) is suited to be
fastened to or partially in an upper of the shoe and comprises an air inlet (2a) and
a system that is designed to discharge water that penetrates through the air inlet
(2a),
characterized in
that an air inlet opening (5) of an air duct (6) of an insert (4) is connected to the
air inlet (2a), wherein an air passage (3) is formed in the form of a siphon-like
connection having a partially U-shaped flow path for the air entering the air inlet
(2a) of the air inlet system (1) by arranging the air inlet opening (5) of the insert
(4) slightly above the upper region of the air inlet (2a) so that the U-shaped flow
path comprises an outer leg on the outside of the insert (4) and an inner leg on the
inside of the insert (4), and
that the system, which is designed to discharge water that penetrates through the air
inlet (2a), has an outlet (2b) that is in fluid connection with the air inlet (2a)
and that is located on the outside of the insert (4) below the outer leg of the U-shaped
flow path.
2. The air inlet system according to claim 1, further having a grid or mesh element (8)
arranged such that the air reaches the air inlet opening (5) of the air duct (6) of
the insert (4) through the grid or mesh element (8).
3. The air inlet system according to any one of claims 1 or 2, characterized in that within the air passage (3) there is provided a one-way valve (9) to which a hose-like
air passage (10) connects, wherein the one-way valve (9) is designed such, that air
coming from the air passage (3) can pass through.
4. A shoe having a sole and an upper and an air inlet system according to any one of
the preceding claims, wherein the air inlet system is fastened on or partially in
the upper.
5. The shoe according to claim 4, wherein the air inlet system is welded, glued or stitched
to a heel region of the upper.
6. The shoe according to any one of claims 4 or 5, further comprising an air pump system
that sucks in fresh air through the air inlet system and pumps it through air passages
into the interior of the shoe.
1. Dispositif d'entrée d'air (1) pour une chaussure, le dispositif d'entrée d'air (1)
étant adapté pour fixation sur ou en partie dans une tige de la chaussure et comprenant
une entrée d'air (2a) et un dispositif qui est constitué à cet effet pour évacuer
l'eau qui pénètre par l'entrée d'air (2a)
caractérisé en ce
qu'une ouverture d'entrée d'air (5) d'un conduit de guidage d'air (6) d'une première
(4) est reliée avec l'entrée d'air (2a), un guidage d'air (3) étant constitué sous
la forme d'une liaison de type siphon qui comporte une trajectoire d'écoulement en
partie en forme de U pour l'air entrant dans l'entrée d'air (2a) du dispositif d'entrée
d'air (1) dans laquelle l'ouverture d'entrée d'air (5) de la première (4) est disposée
à peu près au-dessus de la zone supérieure de l'entrée d'air (2a) de telle manière
que la trajectoire d'écoulement en forme de U comprend une branche extérieure sur
le côté extérieur de la première (4) et une branche intérieure sur le côté intérieur
de la première (4) et
en ce que le dispositif, qui est constitué à cet effet pour évacuer l'eau pénétrant
par l'entrée d'air (2a), comporte une sortie (2b) en liaison fluide avec l'entrée
d'air (2a) sur le côté extérieur de la première (4) en dessous de la branche extérieure
de la trajectoire d'écoulement en forme de U.
2. Dispositif d'entrée d'air selon la revendication 1, qui comporte en plus un élément
en treillis, ou réticulé (8) qui est disposé de telle manière que l'air parvient par
l'élément en treillis ou réticulé (8) à l'ouverture d'entrée d'air (5) du conduit
de guidage d'air (6) de la première (4).
3. Dispositif d'entrée d'air selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'à l'intérieur du guidage d'air (3) une soupape à une voie (9) est prévue à laquelle
se raccorde un guidage d'air (10) de type tuyau flexible, la soupape à une voie (9)
étant constituée de telle manière que l'air passe à travers en venant du guidage d'air
(3).
4. Chaussure avec une semelle et une tige et un dispositif d'entrée d'air selon l'une
quelconque des revendications précédentes, le dispositif d'entrée d'air étant fixé
sur ou en partie dans la tige.
5. Chaussure selon la revendication 4, le dispositif d'entrée d'air étant soudé, collé
ou piqué sur une zone de talon de la tige.
6. Chaussure selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5, qui comprend en outre
un dispositif de pompage d'air, qui aspire de l'air frais par le dispositif d'entrée
d'air et pompe à l'intérieur de la chaussure par le biais des guidages d'air.