[0001] Die Erfindung betrifft ein vereinfachtes Inbetriebnahme- und Bedienkonzept zum Ansteuern
zumindest eines in verschiedene Aktorstellungen bringbaren Aktors einer Gebäudeinstallation.
[0002] Leuchten- bzw. Lichtquellenanordnungen sind in vielen Fällen Teil einer vernetzten
Gebäudeinstallation. Angeschlossen sind diese Aktoren an einen Gebäudeinstallationsbus
und werden über diesen unter Verwendung eines Lichtsteuerprogramms, wie beispielsweise
DMX, DALI oder LEDTRIX angesteuert. Ansteuern lassen sich auf diese Weise einzelne
Leuchten oder auch Lichtwände bzw. Lichtdecken, die eine Vielzahl einzelner Lichtquellen,
typischerweise RGB-LEDs, aufweisen. Auf diese Weise lassen sich auch großformatige
Displays realisieren.
[0003] Die Inbetriebnahme eines solchen Systems, mit dem Leuchten und/oder Lichtwände und/oder
Lichtdecken angesteuert werden sollen, ist aufwendig und kann nur von hierfür besonders
geschultem Personal vorgenommen werden. Über eine Einrichtungs- und Inbetriebnahmesoftware
ist es erforderlich, sämtliche anzusteuernden Leuchten oder auch einzelne Lichtquellen
in Bezug auf ihre Ansteuerung, beispielsweise ihre Einbindung in eine Lichtszene zu
programmieren. Dieses schließt eine entsprechende Adressierung ein. Eine solche Einrichtung
eröffnet die Möglichkeit, beispielsweise ganz individuell beispielsweise Lichtszenen
zu programmieren. Eine solche nutzerseitig erstellte oder für einen Nutzer individuell
programmierte Lichtszene wird dann auf einen Betätigungssensor als Teil der Installation
gelegt, so dass über diesen die Lichtszene gestartet und beendet werden kann. Auf
diese Weise können auch mehrere Lichtszenen bereitgestellt werden, die sodann unterschiedlichen
Betätigungssensoren, die durchaus in einem Bedienpanel zusammengefasst sein können,
zugeordnet werden. Auch wenn mit diesem Konzept eine Vielzahl unterschiedlicher Lichtszenen
oder Beleuchtungsszenarien erstellt, gespeichert und anschließend ausgelöst werden
können, ist der hierfür erforderliche Programmieraufwand und die Kenntnis des Systems
sowie der Lichtquellen erforderlich, um zufriedenstellende Ergebnisse zu erhalten.
[0004] Seitens eines unerfahrenen Nutzers kann eine solche Installation weder vorgenommen
noch geändert werden.
[0005] Hier setzt die Erfindung an, und zwar mit der Aufgabe, ein vereinfachtes Inbetriebnahme-
und Bedienkonzept für die Ansteuerung derartiger Aktoren in einer Gebäudeinstallation
vorzuschlagen, bei der vor allem die Inbetriebnahme ohne Weiteres nutzerseitig vorgenommen
werden kann und bei der grundsätzlich auch die dafür erforderliche Hardware zumindest
in Teilen nutzerseitig ausgewählt und zusammengestellt werden kann.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch ein Inbetriebnahme- und Bedienkonzept
der eingangs genannten Art,
- bei dem in dem Steuergerät in Abhängigkeit von der Art des oder der anzusteuernden
Aktoren mehrere vorgegebene Bedienprofile gespeichert sind, wobei sich die Bedienprofile
bezüglich der in einem Bedienprofil zusammengefassten Einzelfunktionen unterscheiden
und wobei die einem Bedienprofil zugeordneten Einzelfunktionen aus einer die möglichen
Aktoransteuerungen enthaltenen Funktionsdatenbank entnommen oder aus mehreren dieser
Funktionen zusammengesetzt sind,
- bei dem jede Einzelfunktion in einem Bedienprofil zu dessen Auslösung einem manuell
betätigbaren Betätigungssensor zugeordnet wird, und
- bei dem nach Anmelden des Bedienteils an dem Steuergerät über eine Auswahlroutine
einer bedienteilseitigen Applikation zunächst aus den für die aktuelle Anwendung zur
Verfügung stehenden Bedienprofilen eines ausgewählt wird und bei dem anschließend
die bedienteilseitigen Betätigungssensoren mit der jeweiligen, für diesen Betätigungssensor
zugeordneten Einzelfunktion belegt werden, so dass dann die Einzelfunktionen des Bedienprofils
durch Betätigen des der jeweiligen Einzelfunktion zugeordneten Betätigungssensors
ausgelöst werden kann.
[0007] Bei diesem Konzept wird das Steuergerät, welches für die Ansteuerung der Aktoren
erforderlich ist, bereits mit mehreren vorgegebenen Bedienprofilen als Templates bereitgestellt.
Bei diesen Bedienprofilen handelt es sich um Profile, in denen bestimmte Einzelfunktionen
in Bezug auf eine Ansteuerung des oder der Aktoren zusammengefasst sind. Die Bedienprofile
unterscheiden sich in Bezug auf die jeweils zusammengefassten Einzelfunktionen, wobei
sich diese hinsichtlich ihrer Zusammenstellung und auch in ihrer Anzahl in den einzelnen
Bedienprofilen voneinander unterscheiden können. Insofern steht dem Nutzer sofort
eine gewisse Funktionalität zur Verfügung. Einrichtungsmaßnahmen durch geschultes
Personal werden sodann nicht benötigt.
[0008] Die Einzelfunktionen in einem solchen Bedienprofil sind zudem jeweils einem Betätigungssensor,
beispielsweise einem Taster, zugeordnet. Die Betätigungssensoren befinden sich allerdings
nicht im oder am Steuergerät, sondern sind auf ein bezüglich des Steuergerätes externes
Bedienteil ausgelagert. Dieses Konzept ermöglicht eine Verwendung unterschiedlichster
Bedienteile zum Betätigen der Einzelfunktionen ein und desselben Bedienprofils, da
die Betätigungssensorzuordnung bereits steuergeräteseitig vorgenommen ist. Sind beispielsweise
in einem Bedienprofil acht Einzelfunktionen zusammengefasst, wobei jede Einzelfunktion
einem Betätigungssensorzugeordnet ist, werden bedienteilseitig acht Betätigungssensoren
entsprechend der vorgegebenen Belegung in dem Bedienprofil mit den Einzelfunktionen
belegt. Die Ausbildung der Betätigungssensoren ist ebenso wie deren Anzahl abhängig
der Auslegung des Bedienteils bzw. seinen Möglichkeiten. In vielen Fällen wird es
sich bei dem Bedienteil um ein solches mit einem berührungssensitiven Display handeln,
sei es ein ortsfestes Bedienpanel oder ein mobiles Bedienteil, wie beispielsweise
ein Smartphone, ein Tablet-PC oder dergleichen. Genutzt wird bei letzteren grafische
Unterstützung und die grafischen Möglichkeiten derartiger Bedienteile, um auf dem
berührungssensitiven Display die Betätigungssensoren nach Art von Tastern darzustellen.
Hierbei kann es sich naturgemäß auch um Wisch-Sensoren handeln, die auf dem Display
gezeigt sind. Damit ist die Schnittstelle zwischen einem solchen Bedienteil und dem
Steuergerät nicht nur einfach gehalten, sondern vorkonfiguriert. Ebenfalls ist weder
eine Adressierung eines solchen Bedienteils noch eine Adressierung der anzusprechenden
Aktoren erforderlich.
[0009] In aller Regel werden mit einer ersten Inbetriebnahme eines Bedienteils mehrere Bedienprofile
zur Auswahl angeboten. Die Anzahl ist typischerweise klein und liegt beispielsweise
bei drei Bedienprofilen. Eine größere Auswahl ist durchaus möglich. Die Anzahl der
auszubildenden Profile soll für einen Benutzer jedoch nicht unübersichtlich sein.
Es ist ausreichend, wenn einem Nutzer einige wenige Grundbedienprofile zur Auswahl
angeboten werden. Diese unterscheiden sich hinsichtlich der in jedem Profil zusammengefassten
Einzelfunktionen. So kann beispielsweise vorgesehen sein, mit einem ersten Bedienprofil
nur wenige Einzelfunktionen zur Verfügung zu stellen, wie beispielsweise das Ein-
und Ausschalten einer Beleuchtungseinrichtung als beispielhaften Aktor sowie ein Dimmen
desselben. In einem zweiten Bedienprofil können neben den vorgenannten Einzelfunktionen
beispielsweise zwei zusätzliche Einzelfunktionen implementiert sein, wie etwa zwei
Lichtszenen. In einem dritten Bedienprofil können weitere Einzelfunktionen implementiert
sein, wie beispielsweise eine Beeinflussung der Lichtfarbe durch Beeinflussung entsprechender
Kanäle, wenn es sich bei der Beleuchtung um eine Tunablewhite-Lichtquelle oder um
angesteuerte RGB-Lichtquellen handelt.
[0010] Die Einzelfunktionen sind ausgewählt aus einer steuergeräteseitig zur Verfügung stehenden
Funktionsdatenbank. Die Einzelfunktionen können sich aus ein oder mehreren Funktionen
der Funktionsdatenbank zusammensetzen. Diese ansonsten nur von geschultem Personal
vornehmbare Maßnahme ist somit bei diesem Konzept zumindest im Umfange der in einem
Bedienprofil zusammengefassten Einzelfunktionen vorgegeben. Dieses schließt nicht
aus, dass über einen entsprechenden Zugriff weitere Einzelfunktionen definiert und
in ein vorhandenes Bedienprofil implementiert werden können oder dass andere Bedienprofile
in herkömmlicher Weise erstellte werden.
[0011] Das vorbeschriebene Inbetriebnahme- und Bedienkonzept ist vorstehend anhand einer
Beleuchtungseinrichtung als beispielhaftem Aktor beschrieben. Dieses lässt sich auch
auf Aktoren anderer Gebäudeinstallationen übertragen, wie beispielsweise eine Jalousieansteuerung.
Sinnvoll ist eine solche Ansteuerung bei solchen Gebäudeinstallationen, bei denen
die Aktoren, also beispielsweise die Beleuchtung oder eine Jalousie in unterschiedliche
Ansteuerstellungen gebracht werden kann.
[0012] Hat ein Nutzer sein Bedienprofil ausgewählt, stehen die in diesem Bedienprofil zusammengefassten
Einzelfunktionalitäten, ohne eine weitere Einrichtung vornehmen zu müssen, sofort
zur Bedienung bereit.
[0013] Steuergeräteseitig werden nur solche Bedienprofile einem Nutzer bei einer Inbetriebnahme
vorgeschlagen, die auch tatsächlich von dem Steuergerät angesteuert werden können
und tatsächlich als Gebäudeinstallation vorhanden sind. Insofern erfolgt bereits steuergeräteseitig
eine Auswahl der bei einer Inbetriebnahme angebotenen Bedienprofile in Abhängigkeit
von den ansteuerbaren Aktoren. In einem Ausführungsbeispiel wird dieses dadurch ermöglicht,
dass das Steuergerät mehrere freie Steckplätze aufweist. Die freien Steckplätze werden
mit aktorspezifischen Hardwaremodulen bestückt, wobei jedes Hardwaremodul ausgelegt
ist, eine bestimmte Aktorik anzusteuern, beispielsweise eine Beleuchtungseinrichtung
über einen bestimmten Feldbus. Die Steckplätze sind im Bezug auf die darin einzusteckenden
Hardwaremodule kodiert. In Abhängigkeit davon, welcher Steckplatz mit einem Hardwaremodul
bestückt ist, wird steuergeräteseitig erkannt, welche Aktorik angesteuert werden soll.
Handelt es sich bei der anzusteuernden Gebäudeinstallation beispielsweise um eine
Beleuchtungseinrichtung, kann in Abhängigkeit von der Bestückung des Steckplatzes
und der damit steuergeräteseitig bekanntgegebenen Aktorik, welche Art der Leuchten
oder Lichtquellen anzusteuern sind, diese Vorauswahl getroffen werden. Ist an das
Steuergerät beispielsweise eine Tunablewhite-Beleuchtungseinrichtung angeschlossen,
werden als Bedienprofile nur solche vorgeschlagen, die einen Bezug zu einer Tunablewhite-Beleuchtungseinrichtung
haben. Dementsprechend werden keine Bedienprofile angeboten, die als Einzelfunktion
eine Beeinflussung von RGB-Kanälen beinhalten. Entsprechendes gilt für eine RGB-Beleuchtungseinrichtung
und auch für eine RGBW-Beleuchtungseinrichtung.
[0014] Bei diesem Inbetriebnahme- und Bedienkonzept ist in einer bevorzugten Ausgestaltung
vorgesehen, dass nach einer ersten Inbetriebnahme, zu der die Auswahl des gewünschten
Bedienprofils zählt, bei nachfolgenden Aufrufen der Bedienapplikation am Bedienteil
die Bedienprofilauswahl übersprungen und direkt eine Bedienung des oder der Betätigungssensoren
möglich ist. Typischerweise wird man die Bedienung des Bedienteils so auslegen, dass
auch ein Rückgriff auf die dann zunächst übersprungene Bedienprofilauswahl möglich
ist. Schließlich kann es nutzerseitig gewünscht sein, ein Bedienprofil gegen ein anderes
ändern zu wollen.
[0015] Es ist durchaus möglich, dass von mehreren Bedienteilen aus Einfluss auf das Steuergerät
genommen werden kann und dass in unterschiedlichen Bedienteilen unterschiedliche Bedienprofile
ausgewählt worden sind.
[0016] Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beigefügte Figur beschrieben.
Figur 1 zeigt ein schematisiertes Diagramm nach Art eines vereinfachten Flussdiagramms zur
Darstellung des erfindungsgemäßen Inbetriebnahme- und Bedienkonzeptes. Das nachfolgende
Beispiel ist anhand einer Beleuchtungseinrichtung beschrieben. Bei dem Steuergerät
handelt es sich um einen Sequencer. Der Sequencer ist mit einer Grundfunktionalität
ausgestattet und verfügt über mehrere freie Steckplätze, in die in Abhängigkeit von
der anzusteuernden Aktorik ein Hardwaremodul einzustecken ist. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel ist das Steuergerät prinzipiell ausgelegt, eine Ansteuerung einer
Tunablewhite-Beleuchtungseinrichtung, einer RGB-Beleuchtungseinrichtung und/oder einer
RGBW-Beleuchtungseinrichtung vorzunehmen. Im vorliegenden Fall ist in einem dieser
freien Steckplätze ein Feldbusmodul zum Ansteuerung einer RGB-Beleuchtungseinrichtung
eingesteckt. Aus diesem Grunde ist in der Spalte "Steuergerät" in Figur 1 diese Aktorik
hervorgehoben gezeigt.
[0017] In dem Steuergerät sind für jede der möglich anzusteuernden Aktoren mehrere Bedienprofile
hinterlegt. In diesem Ausführungsbeispiel sind unter der RGB-Ansteuerung drei Bedienprofile
abgelegt, und zwar ein Standard-Bedienprofil, ein Universal-Bedienprofil und ein Eco-Bedienprofil.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist die weitere anzusteuernde Aktorik
dieselben Bedienprofile auf. Jedes Bedienprofil ist mit einer unterschiedlichen Anzahl
an Einzelfunktionen bestückt. Beispielhaft ist in der Figur das Bedienprofil "Universal"
dargestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel umfasst das Bedienprofil "Universal" die
Funktionen ein/aus, symbolisiert durch E/A, eine Dimmfunktion D und zwei vorgegebene
Lichtszenen LZ1, LZ2. Jedes dieser Einzelfunktionen ist in dem Bedienprofil "Universal"
einem Betätigungssensor, in der Figur beispielhaft als virtuelle Taster gezeigt, zugeordnet.
So liegt die Einzelfunktion E/A auf dem Bediensensor B1, die Dimmfunktion auf dem
Bediensensor B2, die Lichtszene LZ1 auf dem Bediensensor B3 und die Lichtszene LZ2
auf dem Bediensensor B4. Diese Tasterbelegung wird bei Auswahl dieses Bedienprofils
auf das Bedienteil bzw. dessen Betätigungssensoren übertragen. Jede Einzelfunktion
ist aus einer Funktionsdatenbank entnommen bzw. aus einzelnen Funktionen der Funktionsdatenbank
zusammengesetzt. Die Funktionsdatenbank enthält die Gesamtzahl der Einflussmöglichkeiten
auf die anzusteuernde Aktorik. Auf diese Funktionsdatenbank greift man bei herkömmlichen
Verfahren unmittelbar zurück, um Lichtszenen zu erstellen oder andere Funktionalitäten
zu definieren. Bei dem beschriebenen Konzept ist dieses auch möglich, jedoch werden
einem Benutzer bei der beispielhaften Auswahl des Bedienprofils "universal" die vorgegebenen
vier Einzelfunktionen zur Verfügung gestellt, die unmittelbar nutzerseitig nutzbar
sind.
[0018] Eine Ansteuerung des Steuergerätes wird bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
mit einem mobile Bedienteil, typischerweise einem Smartphone oder einem Tablett-PC
vorgenommen. Zu diesem Zweck verfügt das Bedienteil über eine entsprechende Anwenderroutine
(Applikation). Nach dem Anmelden des Bedienteils an dem Steuergerät, für welches Anmelden
auf herkömmliche Anmeldeverfahren zugegriffen werden kann, werden in dem Display des
Bedienteils die drei möglichen Bedienprofile "Standard" "Universal" und "Eco" angezeigt.
Dass sich diese Bedienprofile auf eine Ansteuerung von RGB-Lichtquellen beziehen,
ist, wie dieses vorbeschrieben ist, bereits steuergerätseitig vorgeben. Es ist durchaus
möglich, bedienteilseitig die anzusteuernde Aktorik, hier: RGB-Lichtquellen, am Display
des Bedienteils kenntlich zu machen. Eine Vorauswahl ist bei diesem Ausführungsbeispiel
nicht erforderlich, da in dem Steuergerät nur derjenige Steckplatz mit einem Hardwaremodul
bestückt ist, über das sich die RGB-Lichtquellen ansteuern lassen.
[0019] Sind in dem Steuergerät mehrere Steckplätze mit entsprechenden Hardwaremodulen bestückt,
wird mit dem Start der Applikation vor dem in der Figur dargestellten Anzeige zur
Auswahl eines Bedienprofils diejenige Aktorik angezeigt, die über das Steuergerät
bedient werden kann. Wenn über das Steuergerät beispielsweise neben einer RGB-Beleuchtungseinrichtung
ebenfalls eine Tunablewhite-Beleuchtungseinrichtung (TW-Beleuchtungseinrichtung) angesteuert
werden kann, würde eine Auswahl zwischen diesen beiden Beleuchtungseinrichtungen am
Display des Bedienteils angezeigt werden. Nach Auswahl der anzusteuernden Aktorik
würden dann die zu der ausgewählten Aktorik im Steuergerät hinterlegten Bedienprofile
anzeigt werden.
[0020] Bei der in der Figur gezeigten Ausgestaltung wählt der Benutzer das Bedienprofil
"Universal" aus. Vom Steuergerät erhält das Bedienteil sodann die vorgegebene Betätigungssensorbelegung.
Daher erscheint nach erfolgter Auswahl des Bedienprofils, hier: des Bedienprofils
"Universal", auf dem Display des Bedienteils eine Anzeige mit vier als Taster dargestellten
Betätigungssensoren mit der steuergeräteseitig hinterlegten Belegung. Typischerweise
sind die auf dem Display des Bedienteils angezeigten Betätigungssensoren hinsichtlich
ihrer damit zu betätigenden Funktion gekennzeichnet, wobei in der Figur hierfür Buchstabenkürzel
verwendet worden sind. Die auf die Betätigungssensoren gelegten Einzelfunktionen können
nunmehr nutzerseitig bedient werden.
[0021] Typischerweise wird die bedienteilseitige Anwenderroutine nach einer solchen Inbetriebnahme
und einer möglichen ersten Aktoransteuerung beendet. Bei einem erneuten Aufruf dieser
Applikation wird der Schritt der Bedienerprofilauswahl übersprungen, sodass unverzüglich
die Bediensensorenanzeige erscheint.
[0022] Um ein ausgewähltes Bedienprofil zu wechseln, beispielsweise um von dem Bedienprofil
"Universal" auf das Bedienprofil "Standard" zu wechseln, da dieses eine größere Anzahl
an Einzelfunktionen umfasst, ist bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel vorgesehen,
dass zum Zurückspringen in den Auswahlmodus die Bediensensoren E/A und LZ2 gleichzeitig
für etwa zwei Sekunden gedrückt werden müssen. Damit springt die Anwendung in das
Auswahlmenü. Die bereits vorbeschrittenen Schritte schließen sich an.
1. Vereinfachtes Inbetriebnahme- und Bedienkonzept zum Ansteuern zumindest eines in verschiedene
Aktorstellungen bringbaren Aktors einer Gebäudeinstallation unter Verwendung eines
Steuergerätes, durch das die Aktoren angesteuert werden können, und eines Bedienteils
zum Bedienen des Steuergerätes,
dadurch gekennzeichnet,
- dass in dem Steuergerät in Abhängigkeit von der Art des oder der anzusteuernden Aktoren
mehrere vorgegebene Bedienprofile gespeichert sind, wobei sich die Bedienprofile bezüglich
der in einem Bedienprofil zusammengefassten Einzelfunktionen unterscheiden und wobei
die einem Bedienprofil zugeordneten Einzelfunktionen aus einer die möglichen Aktoransteuerungen
enthaltenen Funktionsdatenbank entnommen oder aus mehreren dieser Funktionen zusammengesetzt
sind,
- dass jede Einzelfunktion in einem Bedienprofil zu dessen Auslösung einem manuell betätigbaren
Betätigungssensor zugeordnet wird, und
- dass nach Anmelden des Bedienteils an dem Steuergerät über eine Auswahlroutine einer bedienteilseitigen
Applikation zunächst aus den für die aktuelle Anwendung zur Verfügung stehenden Bedienprofilen
eines ausgewählt wird und dass anschließend die bedienteilseitigen Betätigungssensoren
mit der jeweiligen, für diesen Betätigungssensor zugeordneten Einzelfunktion belegt
werden, so dass dann die Einzelfunktionen des Bedienprofils durch Betätigen des der
jeweiligen Einzelfunktion zugeordneten Betätigungssensors ausgelöst werden kann.
2. Inbetriebnahme- und Bedienkonzept nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein ausgewähltes Bedienprofil als Voreinstellung bedienteilseitig gespeichert wird,
damit bei den auf eine erste Bedienprofilauswahl folgenden Anwendungen der bedienteilseitigen
Bedienapplikation unverzüglich eine Bedienung des oder der Betätigungssensoren möglich
ist.
3. Inbetriebnahme- und Bedienkonzept nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienteil ein berührungssensitives Display aufweist und die Betätigungssensoren
nach Auswahl des Bedienprofils grafisch angezeigt werden.
4. Inbetriebnahme- und Bedienkonzept nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienteil mehrere physische Taster als Betätigungssensoren aufweist.
5. Inbetriebnahme- und Bedienkonzept nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienteil als Wandsensor ausgeführt ist und leitungsgebunden an das Steuergerät
angeschlossen ist.
6. Inbetriebnahme- und Bedienkonzept nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienteil über eine Funkkommunikation mit dem Steuergerät verbunden ist, wenn
mit dem Bedienteil auf das Steuergerät eingewirkt werden soll.
7. Inbetriebnahme- und Bedienkonzept nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Steuergerät als Aktoren Lichtquellen oder Lichtquellenmodule angesteuert
werden, insbesondere solche einer Lichtdecke oder einer Lichtwand.
8. Inbetriebnahme- und Bedienkonzept nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorauswahl der zu einem Bedienprofil zusammengefassten Einzelfunktionen abhängig
von der Ansteuerhardwarebestückung des Steuergerätes ist.
9. Inbetriebnahme- und Bedienkonzept nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergerät neben einer Hauptleiterplatte mehrere Steckplätze zum Anschluss unterschiedlicher
Module aufweist und dass die Steckplätze zum Anschließen jeweils eines weiteren Modules
in Zusammenwirkung mit dem an einem bestimmten Steckplatz anzuordnenden Modul kodiert
sind, damit an dem jeweiligen Steckplatz nur ein vordefiniertes Modul eingesetzt werden
kann.
10. Installations- und Bedienkonzept nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem auf einen solchen Steckplatz aufzusteckenden Modul um ein Feldbusmodul
in Form einer steckbaren Leiterkarte handelt.