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(11) |
EP 2 145 707 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.05.2018 Patentblatt 2018/19 |
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Anmeldetag: 03.04.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Flachstab oder Flachprofilstab aus Metall
Flat bar or flat bar profile made of metal
Tige plate ou tige de profilé plat en métal
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
19.07.2008 DE 102008033822
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.01.2010 Patentblatt 2010/03 |
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Patentinhaber: GEDIA Gebrüder Dingerkus GmbH |
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57439 Attendorn (DE) |
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Erfinder: |
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- Frey, Patrick
57368 Lennestadt (DE)
- Schäfer, Hans-Reiner
57548 Kirchen/Freusburg (DE)
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Vertreter: Köchling, Conrad-Joachim |
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Patentanwälte Köchling, Döring PartG mbB
Fleyer Strasse 135 58097 Hagen 58097 Hagen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 049 313 JP-A- S60 180 634
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JP-A- S59 220 215
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Flachstab oder Flachprofilstab aus Metall, der um eine
Biegeachse, deren Radius vorzugsweise größer als 1000 mm ist, quer zu seiner Längserstreckung
bombiert ist, wobei die Biegeachse parallel zu einer Breitseite des Flachstabes oder
parallel zu einer Breitseite eines Schenkels des Flachprofilstabes verläuft. Ein Flachprofilstab
gemäß den oben beschriebenen Merkmalen ist z.B. in der
JP-A-360180634 offenbart. Insbesondere in der Automobiltechnik ist es bekannt, Flachstäbe oder Flachprofilstäbe,
die beispielsweise L-förmigen Querschnitt aufweisen, aus Stahlblech oder aus Aluminiumblech
zu formen. Die gewünschte Form des Flachstabes oder Flachprofilstabes wird zunächst
durch einen Stanzvorgang, Formungsvorgang, Lochungsvorgang und Biegevorgang erzeugt.
Der in dieser Art und Weise fertig gestellte Flachstab oder Flachprofilstab wird dann
bombiert. Die Bombierungsachse liegt dabei mit großem Abstand von dem Flachstab oder
Flachprofilstab, wobei der Abstand beispielsweise 2 Meter oder mehr betragen kann.
Die Bombierung ist erforderlich, um dem Flachstab oder Flachprofilstab die vom Hersteller
gewünschte Form zu geben.
[0002] In der Praxis tritt beim Bombieren, bedingt durch die Elastizität des Werkstoffes,
der Effekt auf, dass der Flachstab oder Flachprofilstab aufspringt, also zurückfedert.
Hieraus ergeben sich erhebliche Nachteile, weil durch das Aufspringverhalten eine
maßliche Differenz von mehreren Millimetern an den Enden des beispielsweise einen
1 Meter langen Flachstabes oder Flachprofilstabes auftritt. Diese maßliche Ungenauigkeit
muss durch mehrere Korrekturschleifvorgänge beseitigt werden. Es ist unter Umständen
auch möglich, die Bombierung in der Weise durchzuführen, dass eine Verformung über
Sollmaß erfolgt, so dass beim Aufspringen des entsprechenden Flachstabes oder Flachprofilstabes
sich das Sollmaß einstellt. Dieser Vorgang ist aber schwer beherrschbar, weil maßgebliche
Parameter die Materialqualität, der Profilquerschnitt und die entsprechenden Verstellmöglichkeiten
des Werkzeuges sind.
[0003] Selbst wenn eine entsprechende Einrichtung des Werkzeuges zum Erfolg führt, ist jeweils
beim Zuführen eines neuen Werkstückes, beispielsweise wenn das Ausgangsmaterial durch
Wechseln des Coils sich geringfügig anders verhält, eine komplett neue Einstellung
des Werkzeuges erforderlich. Dies ist zeitintensiv und damit kostenintensiv. Auch
das bisher übliche Korrekturschleifen ist äußerst zeitaufwendig und damit kostenträchtig,
so dass im Ergebnis das Gesamtprodukt verteuert wird.
[0004] Aus der
JP S60 180 634 A ist ein Flachprofilstab bekannt, der quer zu seiner Längserstreckung bombiert ist.
Hierbei ist in einem Schenkel des Profilstabes eine Anordnung von wellenartigen Verformungen
vorgesehen. Diese wellenartigen Verformungen treten auf der Außenfläche und der Innenfläche
des Profilstabes in Erscheinung, sodass keine glatte Fläche beispielsweise als Sichtseite
des Bauteiles zur Verfügung steht.
[0005] In ähnlicher Weise gilt dies für die
JP S59 220 215 A. Auch dort ist ein Schlagprofilstab mit rinnenförmigen Ausformungen versehen, die
quer zu seiner Längserstreckung verlaufen und sowohl auf der Außenseite als auch auf
der Innenseite des Flachprofilstabes sichtbar sind.
[0006] Aus der
EP 0 049 313 A2 ist ein Profilstab bekannt, der ziehharmonikaartige Verformungen aufweist, die von
beiden Seiten des Flachprofilstabes sichtbar sind.
[0007] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen Flachstab oder Flachprofilstab gattungsgemäßer Art zu schaffen, der beim Bombieren
formhaltig ist bzw. nach dem Bombieren seine gewünschte Form maßhaltig beibehält,
ohne dass es einer Nachbearbeitung des Flachstabes oder Flachprofilstabes bedarf und
ohne dass aufwendige Werkzeugjustagen erforderlich sind, wobei mindestens eine Fläche
des Flachstabes oder Flachprofilstabes eine glatte Fläche aufweist, die frei von sichtbaren
Verformungskonturen ist.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, dass parallel zur Biegeachse Prägezonen
einseitig in eine Breitseite des Flachstabes und/oder die Breitseiten der Schenkel
des Flachprofilstabes eingeprägt sind.
[0009] Durch die Einarbeitung von einseitigen Prägezonen in das entsprechende Bauteil werden
offenbar die beim Bombieren auftretenden Spannungen des Materials aufgehoben, so dass
sich nach dem Bombieren und Verprägen ein äußerst maßhaltiges Formteil ergibt, welches
bestimmungsgemäß eingesetzt werden kann. Dadurch, dass nur eine einseitige Verprägung
erfolgt, kann beispielsweise die Sichtseite des Bauteiles frei von Prägezonen sein
und eine glatte Fläche aufweisen. Auch kann dies dann erforderlich und hilfreich sein,
wenn beispielsweise auf die nicht mit Prägezonen versehene Seite des Bauteiles Dichtungen
aufgebracht werden oder das Bauteil mit der von Prägezonen freien Seite an ein anderes
Bauteil angeklebt oder in sonstiger Form an diesem befestigt werden soll. Bei einem
Flachstab ist die Anordnung der Prägezonen lediglich auf einer Breitseite des Flachstabes
vorgesehen. Bei einem Flachprofilstab sind die Prägezonen vorzugsweise in allen Schenkeln
des Flachprofilstabes vorgesehen, allerdings jeweils nur auf der Seite, die eine Anordnung
von Prägezonen bei der bestimmungsgemäßen Benutzung des Bauteiles ermöglicht.
[0010] Eine mögliche Anordnung wird darin gesehen, dass die Prägezonen in der gestreckten
Außenhaut des Flachstabes oder Flachprofilstabes ausgeformt sind.
[0011] Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Prägezonen in der gestauchten Innenhaut
des Flachstabes oder Flachprofilstabes ausgeformt sind.
[0012] Bei der Bombierung des entsprechenden Flachstabes oder Flachprofilstabes bilden sich
jeweils auf der relativen Außenhaut des Stabes, die der Biegungsmittelachse abgewandt
ist, gestreckte Materialzonen bzw. auf der Innenhaut des Materialstabes gestauchte
Zonen. Die Prägezonen können alternativ in einer der beiden Zonen eingebracht werden.
[0013] Unter Umständen kann bevorzugt vorgesehen sein, dass der Flachstab flachrechteckigen
Querschnitt aufweist.
[0014] Auch ist bevorzugt vorgesehen, dass der Flachprofilstab im Querschnitt etwa L-förmig
ist.
[0015] Der Begriff L-förmig umfasst dabei nicht nur solche Profile, bei denen die Schenkel
rechtwinklig zueinander verlaufen, sondern auch Profilformen, bei denen die Schenkel
stumpfwinklig oder spitzwinklig angeschlossen sind.
[0016] Besonders bevorzugt ist zudem vorgesehen, dass die Tiefe der Prägezone maximal 20
% der Materialstärke des Stabes ist.
Sofern die Prägezone maximal 20 % der Materialstärke des Stabes beträgt, so ist die
entsprechende Ausdünnung des Ausgangsbleches, welches zur Herstellung des entsprechenden
Stabes verwendet wird, auch zulässig.
[0017] Des Weiteren ist bevorzugt vorgesehen, dass die Breite der Prägezone maximal das
Dreifache der Materialstärke des Stabmaterials beträgt.
[0018] Insbesondere ist bevorzugt vorgesehen, dass die Breite der Prägezone maximal 2 mm
beträgt.
[0019] Des Weiteren ist insbesondere bevorzugt vorgesehen, dass die Tiefe der Prägezone
maximal 0,15 mm beträgt.
[0020] Vorzugsweise beträgt die Tiefe der Prägezone maximal 10 % der Querschnittsstärke
des Ausgangsmaterials. Eine entsprechende Bemessung der Breite und der Tiefe der Prägezone
führt dazu, dass Sollmaße, die vom Hersteller bezüglich des entsprechendes Bauteiles
angegeben sind, trotz der Anordnung der Prägezonen beibehalten sind, da die Breite
und die Tiefe der Prägezone innerhalb der maßlichen Toleranzen für die Fertigung des
Bauteiles liegen.
[0021] Bevorzugt ist zudem vorgesehen, dass die Materialstärke des Stabmaterials maximal
2 mm beträgt.
[0022] Bei einer besonderen Ausbildung ist es vorteilhaft, wenn die Prägezone mit Abstand
von der Randkante des Flachstabes oder Profilstabes endet.
[0023] Hierdurch ist es möglich, die Randkante durchgehend, also ohne Prägekonturen auszubilden,
so dass beispielsweise die Anordnung von Dichtungen oder dergleichen ohne Versatz
in der Anlagefläche möglich ist.
[0024] Eine bevorzugte Ausbildung wird darin gesehen, dass die Prägezone eine durchgehende
Materialeinsenkung ist.
[0025] Alternativ kann die Prägezone auch in der Weise ausgestaltet sein, dass die Prägezone
durch in einer Reihe nebeneinander angeordnete Prägepunkte gebildet ist.
[0026] Hierbei können beispielsweise runde oder polygone Stempel vorgesehen sein, mittels
derer die Prägepunkte erzeugt werden, die dann in einer Linie nebeneinander angeordnet
sind und die entsprechende Prägezone bilden.
[0027] Darüber hinaus ist bevorzugt vorgesehen, dass mehrere Prägezonen parallel zueinander
über die Länge des Stabes verteilt ausgeformt sind, wobei sie symmetrisch zur Stablängsmitte
ausgerichtet sind.
[0028] Auch durch diese Anordnung wird die Maßhaltigkeit des bombierten Flachstabes oder
Flachprofilstabes vorteilhaft gefördert.
[0029] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Verprägungen werden Nacharbeitungsvorgänge,
wie Korrekturschleifen oder dergleichen vermieden. Die entsprechenden Verprägungen
lassen sich mit geringem Aufwand in dem entsprechenden Formwerkzeug einbringen. Die
Abmessungen der Verprägungen sind so gering, dass sie innerhalb der normalen Bauteiltoleranzen
liegen, so dass keine Zeichnungsänderungen oder Zulassungsänderungen erforderlich
sind. Durch die einseitige Einbringung der Verprägungen im Bauteil ist die gegenüberliegende
Fläche als Sichtoberfläche oder auch als Dichtungsfläche geeignet, da sie verprägungsfrei
durchgehend ebenflächig ausgebildet ist.
[0030] Als Ausgangsmaterial für entsprechende Flachstäbe und Flachprofilstäbe kommt üblicherweise
Feinblech mit einer Querschnittsabmessung von ca. 0,5 bis 2 mm zum Einsatz.
[0031] Während beim Bombieren von Flachstäben oder Flachprofilstäben bisher ein Aufspringverhalten
zu registrieren ist, welches beispielsweise bei einem Flachstab oder Flachprofilstab
von 1 Meter Länge bis zu 6 mm an den Enden betragen kann, ist aufgrund der erfindungsgemäßen
Gestaltung eine Maßhaltigkeit im Bereich von weniger als einem 10tel mm erreicht,
ohne dass es einer Nachbearbeitung bedürfte.
[0032] Hinsichtlich der Maßhaltigkeit der Produkte ist es üblich, dass beispielsweise bei
einer Materialstärke von 1,5 mm des Ausgangsmaterials Toleranzen von ± 1/10 mm möglich
sind. Diese Maßtoleranzen können bei der Anordnung der Prägezonen ausgenutzt werden,
um trotz der Ausbildung der Prägezonen innerhalb der Materialtoleranzen zu liegen.
Die symmetrische Anordnung der Prägezonen zur Längsmitte des Flachstabes oder Flachprofilstabes
ist für das Gesamtverhalten förderlich. Die Anzahl und Verteilung der Prägezonen über
die Länge des Flachstabes oder Flachprofilstabes kann empirisch ermittelt werden,
je nach Anwendungsfall.
[0033] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung eines Flachstabes oder
Flachprofilstabes aus Metallblech nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei der Flachstab
oder Profilstab um eine Biegeachse, deren Radius vorzugsweise größer als 1000 mm ist,
quer zu seiner Längserstreckung bombiert wird, wobei die Biegeachse parallel zu einer
Breitseite des Flachstabes oder parallel zu einer Breitseite eines Schenkels des Profilstabes
verläuft. Erfindungsgemäß ist dabei vorgesehen, das parallel zur Biegeachse verlaufende
Prägezonen einseitig in eine Breitseite des Flachstabes und/oder die Breitseiten der
Schenkel des Flachprofilstabes eingeprägt werden.
[0034] Bevorzugte Weiterbildungen des Verfahrens sind in den Ansprüchen 16 bis 18 angegeben.
[0035] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung kurz erläutert.
[0036] Es zeigt:
- Figur 1
- einen erfindungsgemäßen Flachprofilstab in Ansicht;
- Figur 2a bis c
- den Flachprofilstab in einer Ansicht;
- Figur 3
- desgleichen im Schnitt III-III der Figur 2b gesehen;
- Figur 4
- den Flachprofilstab im Schnitt IV-IV der Figur 2c gesehen;
- Figur 5a bis c
- den Flachprofilstab in Seitenansicht in einer um 90° gegenüber der Figur 2a bis 2c
um die Längsachse gedrehten Lage.
[0037] Aus den Zeichnungsfiguren ist ein Flachprofilstab aus Metallblech, beispielsweise
Stahl oder Aluminium ersichtlich. Dieser Flachprofilstab 1 ist quer zu seiner Längserstreckung
bombiert, wobei die Biegeachse parallel zu einer Breitseite 2 des einen Schenkels
des Flachprofilstabes 1 verläuft. Der Radius der Biegeachse zur Bombierung beträgt
deutlich mehr als 1 Meter, beispielsweise 5 Meter.
[0038] Um die Maßhaltigkeit des Flachprofilstabes 1 nach dem Bombieren zu gewährleisten,
ist eine Anordnung von Prägezonen 3,4 einseitig in dem Material des Flachprofilstabes
vorgesehen. Dabei liegen die Prägezonen 3,4 jeweils in der Breitseite des entsprechenden
Schenkels des Flachprofilstabes 1 und sie verlaufen praktisch über die gesamte Breite
des Schenkels.
[0039] Im Ausführungsbeispiel sind die Prägezonen 3,4 in der gestreckten Außenhaut des entsprechenden
Profilabschnittes ausgeformt.
[0040] Wie insbesondere aus Figur 3 ersichtlich, weist der Flachprofilstab 1 ein im Querschnitt
etwa L-förmiges Profil auf, wobei der Winkel zwischen den Schenkeln nicht 90° ist,
sondern ein stumpfer Winkel. Anstelle eines solchen Profilstabes können auch andere
Querschnittsformen zum Einsatz kommen, z.B. ein Z-Profil.
[0041] Die Prägezone 3 bzw. 4 ist in Figur 4 besonders deutlich dargestellt. Ihre Tiefe
beträgt bei einem Ausgangsmaterial des Profilstabes von 1,5 mm, maximal etwa 0,15
mm, also etwa 10 % der Materialstärke des Ausgangsmaterials. Die Breite der Prägezone
3 bzw. 4 beträgt vorzugsweise im Ausführungsbeispiel etwa 2 mm. Wie insbesondere hinsichtlich
der Prägezone 3 ersichtlich, ist diese mit Abstand von der Randkante 5 des entsprechenden
Schenkels des Profilstabes 1 endend angeordnet, so dass zwischen der Randkante 5 und
dem Ende der Verprägung 3 noch eine ebene Zone verbleibt, die beispielsweise zur Anordnung
von Dichtungen oder zur spaltfreien Verbindung mit anderen Teilen genutzt werden kann.
Das andere Ende der Prägezone 3,4 liegt an der Abwinklung des Profilstabes 1.
[0042] Im Ausführungsbeispiel ist die Prägezone durch eine durchgehende Materialeinsenkung
gebildet, wie insbesondere aus Figur 4 verdeutlich ist. Wie sich aus den Ansichten
gemäß Figur 2 und Figur 5 ergibt, sind mehrere Prägezonen 3,4 parallel zueinander
und über die Länge des jeweiligen Stabes verteilt ausgeformt, wobei sie symmetrisch
zur Stablängsmitte ausgerichtet sind. Die Stablängsmitte ist bei 6 angedeutet. Durch
die Prägezonen 3,4 wird die Form des Flachprofilstabes gesichert, die sich nach der
Bombierung einstellt. Die Prägezonen können dabei während des Bombierungsvorganges
eingebracht werden oder aber auch nachträglich eingebracht werden, wenn der entsprechende
Flachprofilstab 1 in der durch Bombierung erzeugten Solllage gehalten ist.
[0043] Durch die Erfindung wird mit einfachen Mitteln ein äußerst maßhaltiges Teil zur Verfügung
gestellt.
1. Flachstab oder Flachprofilstab (1) aus Metallblech, der um eine Biegeachse, deren
Radius vorzugsweise größer als 1000 mm ist, quer zu seiner Längserstreckung bombiert
ist, wobei die Biegeachse parallel zu einer Breitseite des Flachstabes oder parallel
zu einer Breitseite eines Schenkels des Flachprofilstabes (1) verläuft,
dadurch gekennzeichnet, dass parallel zur Biegeachse verlaufende Prägezonen (3,4) einseitig in eine Breitseite
des Flachstabes und/oder die Breitseiten der Schenkel des Flachprofilstabes (1) eingeprägt
sind.
2. Flachstab oder Flachprofilstab nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Prägezonen (3,4) in der gestreckten Außenhaut des Flachstabes oder Flachprofilstabes
(1) ausgeformt sind.
3. Flachstab oder Flachprofilstab nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Prägezonen (3,4) in der gestauchten Innenhaut des Flachstabes oder Flachprofilstabes
(1) ausgeformt sind.
4. Flachstab nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Flachstab flachrechteckigen Querschnitt aufweist.
5. Flachprofilstab nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Flachprofilstab (1) im Querschnitt etwa L-förmig ist.
6. Flachstab oder Flachprofilstab nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Prägezone (3,4) maximal 20 % der Materialstärke des Stabes ist.
7. Flachstab oder Flachprofilstab nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Prägezone (3,4) maximal das Dreifache der Materialstärke des Stabmaterials
beträgt.
8. Flachstab oder Flachprofilstab nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Prägezone (3,4) maximal 2 mm beträgt.
9. Flachstab oder Flachprofilstab nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Prägezone (3,4) maximal 0,15 mm beträgt.
10. Flachstab oder Flachprofilstab nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Materialstärke des Stabmaterials maximal 2 mm beträgt.
11. Flachstab oder Flachprofilstab nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Prägezone (3,4) mit Abstand von der Randkante (5) des Flachstabes oder Profilstabes
(1) endet.
12. Flachstab oder Flachprofilstab nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Prägezone (3,4) eine durchgehende Materialeinsenkung ist.
13. Flachstab oder Flachprofilstab nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Prägezone (3,4) durch in einer Reihe nebeneinander angeordnete Prägepunkte gebildet
ist.
14. Flachstab oder Flachprofilstab nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Prägezonen (3,4) parallel zueinander über die Länge des Stabes verteilt ausgeformt
sind, wobei sie symmetrisch zur Stablängsmitte (6) ausgerichtet sind.
15. Verfahren zur Herstellung eines Flachstabes oder Flachprofilstabes (1) aus Metallblech
nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei der Flachstab oder Profilstab um eine Biegeachse,
deren Radius vorzugsweise größer als 1000 mm ist, quer zu seiner Längserstreckung
bombiert wird, wobei die Biegeachse parallel zu einer Breitseite des Flachstabes oder
parallel zu einer Breitseite eines Schenkels des Flachprofilstabes (1) verläuft,
dadurch gekennzeichnet, dass parallel zur Biegeachse verlaufende Prägezonen (3,4) einseitig in eine Breitseite
des Flachstabes und/oder die Breitseiten der Schenkel des Flachprofilstabes (1) eingeprägt
werden.
16. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die Prägezonen (3,4) während oder nach der Bombierung eingebracht werden.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, dass die Prägezonen (3,4) in der gestreckten Außenhaut des Flachstabes oder Flachprofilstabes
(1) ausgeformt werden.
18. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, dass die Prägezonen (3,4) in der gestauchten Innenhaus des Flachstabes oder Flachprofilstabes
(1) ausgeformt werden.
1. A flat bar or flat bar profile (1) made of sheet-metal that is cambered about a bending
axis the radius of which preferably is larger than 1000 mm, transversely to its longitudinal
extension, the bending axis extending in parallel to a broad side of the flat bar
or in parallel to a broad side of a leg of the flat bar profile (1),
characterized by that embossment zones (3, 4) extending in parallel to the bending axis are embossed
on one side on a broad side of the flat bar and/or the broad sides of the legs of
the flat bar profile (1).
2. The flat bar or flat bar profile according to claim 1,
characterized by that the embossment zones (3, 4) are formed in the extended external surface of the
flat bar or flat bar profile (1).
3. The flat bar or flat bar profile according to claim 1,
characterized by that the embossment zones (3, 4) are formed in the swaged internal surface of the
flat bar or flat bar profile (1).
4. The flat bar according to one of claims 1 to 3,
characterized by that the flat bar has a flat rectangular cross-section.
5. The flat bar profile according to one of claims 1 to 3,
characterized by that the flat bar profile (1) has an approximately L-shaped cross-section.
6. The flat bar or flat bar profile according to one of claims 1 to 5,
characterized by that the depth of the embossment zone (3, 4) is maximum 20 % of the material thickness
of the bar.
7. The flat bar or flat bar profile according to one of claims 1 to 6,
characterized by that the width of the embossment zone (3, 4) is maximum three times the material
thickness of the bar material.
8. The flat bar or flat bar profile according to claim 7,
characterized by that the width of the embossment zone (3, 4) is maximum 2 mm.
9. The flat bar or flat bar profile according to claim 6,
characterized by that the depth of the embossment zone (3, 4) is maximum 0.15 mm.
10. The flat bar or flat bar profile according to one of claims 1 to 9,
characterized by that the material thickness of the bar material is maximum 2 mm.
11. The flat bar or flat bar profile according to one of claims 1 to 10,
characterized by that the embossment zone (3, 4) ends in a distance to the border edge (5) of the
flat bar or bar profile (1).
12. The flat bar or flat bar profile according to one of claims 1 to 11,
characterized by that the embossment zone (3, 4) is a continuous material recess.
13. The flat bar or flat bar profile according to one of claims 1 to 11,
characterized by that the embossment zone (3, 4) is formed by embossing points arranged side by side
in a line.
14. The flat bar or flat bar profile according to one of claims 1 to 13,
characterized by that a plurality of embossment zones (3, 4) are formed in parallel to each other
and distributed over the length of the bar, and are symmetrically oriented with respect
to the longitudinal center (6) of the bar.
15. A method for producing a flat bar or flat bar profile (1) made of sheet-metal according
to one of claims 1 to 14, the flat bar or bar profile being cambered about a bending
axis the radius of which radius preferably is larger than 1000 mm, transversely to
its longitudinal extension, the bending axis extending in parallel to a broad side
of the flat bar or in parallel to a broad side of a leg of the flat bar profile (1),
characterized by that embossment zones (3, 4) extending in parallel to the bending axis are embossed
on one side on a broad side of the flat bar and/or the broad sides of the legs of
the flat bar profile (1).
16. The method according to claim 15,
characterized by that the embossment zones (3, 4) are prepared during or after the cambering process.
17. The method according to claim 15 or 16,
characterized by that the embossment zones (3, 4) are formed in the extended external surface of the
flat bar or flat bar profile (1).
18. The method according to claim 15 or 16,
characterized by that the embossment zones (3, 4) are formed in the swaged internal surface of the
flat bar or flat bar profile (1).
1. Tige plate ou tige de profilé plat (1) en tôle de métal qui est bombée autour d'un
axe de pliage le rayon de celui-ci de préférence étant supérieur à 1000 mm, transversalement
à son étendue longitudinale, l'axe de pliage s'étendant en parallèle à un côté large
de la tige plate ou en parallèle à un côté large d'un bras de la tige de profilé plat
(1),
caractérisée en ce que des zones d'estampage (3, 4) s'étendant en parallèle à l'axe de pliage sont estampées
d'un côté sur un côté large de la tige plate et/ou les côtés larges des bras de la
tige de profilé plat (1).
2. Tige plate ou tige de profilé plat selon la revendication 1,
caractérisée en ce que les zones d'estampage (3, 4) sont formées dans la surface extérieure allongée de
la tige plate ou tige de profilé plat (1).
3. Tige plate ou tige de profilé plat selon la revendication 1,
caractérisée en ce que les zones d'estampage (3, 4) sont formées dans la surface intérieure compressée de
la tige plate ou tige de profilé plat (1).
4. Tige plate selon une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que la tige plate a une section en coupe rectangulaire plate.
5. Tige de profilé plat selon une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que la tige de profilé plat (1) a une section en coupe environ en forme de L.
6. Tige plate ou tige de profilé plat selon une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que la profondeur de la zone d'estampage (3, 4) est de 20 % au maximum de l'épaisseur
du matériau de la tige.
7. Tige plate ou tige de profilé plat selon une des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que la largeur de la zone d'estampage (3, 4) est de trois fois au maximum de l'épaisseur
du matériau de la tige.
8. Tige plate ou tige de profilé plat selon la revendication 7,
caractérisée en ce que la largeur de la zone d'estampage (3, 4) est de 2 mm au maximum.
9. Tige plate ou tige de profilé plat selon la revendication 6,
caractérisée en ce que la profondeur de la zone d'estampage (3, 4) est de 0,15 mm au maximum.
10. Tige plate ou tige de profilé plat selon une des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce que l'épaisseur du matériau de la tige est de 2 mm au maximum.
11. Tige plate ou tige de profilé plat selon une des revendications 1 à 10,
caractérisée en ce que la zone d'estampage (3, 4) se termine à une distance du bord (5) de la tige plate
ou tige de profilé (1).
12. Tige plate ou tige de profilé plat selon une des revendications 1 à 11,
caractérisée en ce que la zone d'estampage (3, 4) est une dépression continue du matériau.
13. Tige plate ou tige de profilé plat selon une des revendications 1 à 11,
caractérisée en ce que la zone d'estampage (3, 4) est formée par des points d'estampage arrangés l'un à
côté de l'autre en ligne.
14. Tige plate ou tige de profilé plat selon une des revendications 1 à 13,
caractérisée en ce qu'une pluralité de zones d'estampage (3, 4) sont formées en parallèle l'une à l'autre
et distribuées sur la longueur de la tige, et sont orientées symétriquement par rapport
au centre longitudinal (6) de la tige.
15. Procédé de fabrication d'une tige plate ou tige de profilé plat (1) en tôle de métal
selon une des revendications 1 à 14, la tige plate ou tige de profilé étant bombée
autour d'un axe de pliage le rayon de celui-ci de préférence étant supérieur à 1000
mm, transversalement à son étendue longitudinale, l'axe de pliage s'étendant en parallèle
à un côté large de la tige plate ou en parallèle à un côté large d'un bras de la tige
de profilé plat (1),
caractérisée en ce que des zones d'estampage (3, 4) s'étendant en parallèle à l'axe de pliage sont estampées
d'un côté sur un côté large de la tige plate et/ou les côtés larges des bras de la
tige de profilé plat (1).
16. Procédé selon la revendication 15,
caractérisée en ce que les zones d'estampage (3, 4) sont introduites pendant ou après le bombage.
17. Procédé selon la revendication 15 ou 16,
caractérisée en ce que les zones d'estampage (3, 4) sont formées dans la surface extérieure allongée de
la tige plate ou tige de profilé plat (1).
18. Procédé selon la revendication 15 ou 16,
caractérisée en ce que les zones d'estampage (3, 4) sont formées dans la surface intérieure compressée de
la tige plate ou tige de profilé plat (1).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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