Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur variablen Einstellung der Steuerzeiten
von Gaswechselventilen einer Brennkraftmaschine mit einer hydraulischen Phasenstelleinrichtung,
einer Nockenwelle und einem Druckspeicher, wobei die Phasenstelleinrichtung in Antriebsverbindung
mit einer Kurbelwelle bringbar ist und drehfest mit der Nockenwelle verbunden ist,
wobei eine Phasenlage der Nockenwelle relativ zur Kurbelwelle mittels der Phasenstelleinrichtung
variabel einstellbar ist und wobei das Innere der Nockenwelle einen Hohlraum aufweist.
Hintergrund der Erfindung
[0002] In modernen Brennkraftmaschinen werden Vorrichtungen zur variablen Einstellung der
Steuerzeiten von Gaswechselventilen eingesetzt, um die Phasenrelation zwischen Kurbelwelle
und Nockenwelle in einem definierten Winkelbereich, zwischen einer maximalen Früh-
und einer maximalen Spätposition, variabel gestalten zu können. Die Vorrichtung besteht
üblicherweise aus einer Nockenwelle und einer hydraulischen Phasenstelleinrichtung,
mittels derer durch Druckmittelzufuhr, bzw. -abfuhr eine Phasenrelation zwischen der
Kurbelwelle und der Nockenwelle gezielt verändert werden kann. Zu diesem Zweck ist
die Phasenstelleinrichtung in einen Antriebsstrang integriert, über welchen Drehmoment
von der Kurbelwelle auf die Nockenwelle übertragen wird. Dieser Antriebsstrang kann
beispielsweise als Riemen-, Ketten- oder Zahnradtrieb realisiert sein.
[0003] Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus der
DE 195 29 277 A1 bekannt. Die Vorrichtung umfasst eine Phasenstelleinrichtung und eine Nockenwelle.
Die Phasenstelleinrichtung weist ein Abtriebselement auf, welches drehbar zu einem
Antriebselement angeordnet ist. Das Antriebselement steht in Antriebsverbindung mit
der Kurbelwelle. Das Abtriebselement und das Antriebselement begrenzen einen Druckraum,
der mittels eines axial verschiebbaren Kolbens in zwei gegeneinander wirkende Druckkammern
unterteilt wird. Durch Druckmittelzufuhr zu bzw. Druckmittelabfuhr von den Druckkammern
wird der Kolben innerhalb des Druckraums verschoben. Der Kolben weist eine Schrägverzahnung
auf, die mit einer Schrägverzahnung der Nockenwelle kämmt. Durch die eine Axialverschiebung
des Kolbens kann somit eine gezielte Verdrehung der Nockenwelle zur Kurbelwelle bewirkt
werden.
Die Vorrichtung weist weiterhin einen Druckspeicher auf, der in einem Kurbelgehäuse
oder einem Zylinderkopf der Brennkraftmaschine angeordnet ist. Während des normalen
Betriebs der Brennkraftmaschine wird der Druckspeicher von einer Druckmittelpumpe
der Brennkraftmaschine mit Druckmittel, in der Regel dem Motoröl, befüllt. Sinkt der
von der Druckmittelpumpe gelieferte Systemdruck unter einen Wert, der für den funktionssicheren
Betrieb der Vorrichtung benötigt wird, so entleert sich der Druckspeicher in den Druckmittelkreislauf
der Brennkraftmaschine. Somit können kurzfristige Mindestdruckunterschreitungen innerhalb
des Druckmittelsystems abgefangen werden bzw. der Volumenstrom erhöht werden.
Nachteilig an dieser Ausführungsform ist der hohe Bauraumbedarf des Druckspeichers
innerhalb des Kurbelgehäuses bzw. des Zylinderkopfes.
[0004] Die
DE 102 28 354 A1 1 zeigt eine Nockenwelle mit einer Nockenwellen-Verstelleinrichtung. Innerhalb der
Nockenwelle ist ein Druckspeicher und eine Druckerzeugungseinrichtung angeordnet.
Die Druckerzeugungseinrichtung kann mit einer Stickstofftablette betrieben werden.
Das im Druckspeicher unter Vorspannung stehende Druckmittel (Öl) kann der Nockenwellen-Verstelleinrichtung
zugeführt werden.
[0005] Die
US 2003/0188705 A1 zeigt einen Hydraulikkreis mit einem Druckspeicher 114, einer Pumpe 102, einem Proportionalventil
68, diversen Hydraulikmittelleitungen und einer Nockenwelle 73, an der stirnseitig
ein Nockenwellenversteller 83 befestigt ist.
Aufgabe der Erfindung
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung zur variablen Einstellung
der Steuerzeiten von Gaswechselventilen einer Brennkraftmaschine zu schaffen, wobei
der Bauraumbedarf der Vorrichtung verringert werden soll.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Druckspeicher in dem Hohlraum
angeordnet ist und mit der Phasenstelleinrichtung kommuniziert.
[0008] Die Vorrichtung weist zumindest eine hydraulische Phasenstelleinrichtung eine Nockenwelle
und einen Druckspeicher auf. Die Phasenstelleinrichtung umfasst zumindest ein Antriebselement
und ein Abtriebselement. Das Antriebselement steht im montierten Zustand der Vorrichtung
über einen Zugmitteltrieb, beispielsweise einem Riemen- oder Kettentrieb oder einen
Zahnradtrieb, mit der Kurbelwelle in Antriebsverbindung. Das Abtriebselement ist in
einem Winkelbereich schwenkbar relativ zu dem Antriebselement angeordnet und drehfest
an der Nockenwelle befestigt.
Innerhalb der Vorrichtung ist zumindest eine Druckkammer vorgesehen, durch deren Druckbeaufschlagung
das Abtriebselement relativ zum Antriebselement und damit die Nockenwelle relativ
zur Kurbelwelle verschwenkt werden kann. Vorteilhafterweise sind ein oder mehrere
Paare gegeneinander wirkender Druckkammern vorgesehen.
Die Nockenwelle weist einen Hohlraum auf. Diese kann beispielsweise als Hohlwelle
ausgebildet sein. Ebenso denkbar sind Ausführungsformen in denen die Nockenwelle aus
einem Rohr besteht, auf dessen äußerer Mantelfläche Nocken kraft-, form- oder stoffschlüssig
befestigt sind. Ebenso denkbar sind aber auch massiv ausgeführte Nockenwellen, in
denen ein Hohlraum, beispielsweise in Form einer Sacklochbohrung, vorgesehen ist.
In dem Hohlraum der Nockenwelle ist der Druckspeicher angeordnet. Der Druckspeicher
kann beispielsweise form-, kraft- oder stoffschlüssig, ortsfest mit der Nockenwelle
verbunden sein.
Dem Inneren der Nockenwelle kann beispielsweise über ein Nockenwellenlager Druckmittel
zugeführt werden. Das Druckmittel gelangt einerseits zu der hydraulischen Phasenstelleinrichtung,
andererseits zu dem Druckspeicher, der während des normalen Betriebs der Brennkraftmaschine
mit Druckmittel befüllt wird. Zu Beginn einer Phasenverstellung wird dem Druckmittelsystem
der Brennkraftmaschine einen gewisse Menge Druckmittel entnommen. Als Folge davon
sinkt der Systemdruck auf ein geringeres Niveau. Der vor der Verstellung vorhandene
Systemdruck steht nicht in vollem Umfang zur Phasenverstellung zur Verfügung. Somit
sinkt die Verstellgeschwindigkeit der Phasenverstellung und damit die Performance
der gesamten Brennkraftmaschine. Dieser Druckabfall wird bei befülltem Druckspeicher
durch diesen abgefangen, die Verstellgeschwindigkeit wird auf einem hohem Niveau gehalten.
Durch die Anordnung des Druckspeichers innerhalb der Nockenwelle, eines ansonsten
ungenutzten Bauraums, wird der Bauraumbedarf der Brennkraftmaschine signifikant reduziert.
[0009] Der Druckspeicher weist einen längsverschiebbaren Kolben auf. Des Weiteren kann der
Druckspeicher ein Federelement aufweisen, das den Kolben gegen die Kraft des Druckmittels
mit einer Kraft beaufschlagt. Alternativ können beispielsweise Gaspolster als Kraftspeicher
vorgesehen sein. Der Druckspeicher kann beispielsweise als Kolbenspeicher, insbesondere
als Kolbenfederspeicher, ausgebildet sein. Dies stellt eine sehr robuste Lösung dar.
[0010] In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Druckspeicher ein Gehäuse
aufweist, das in dem Hohlraum angeordnet ist und in dem der Kolben längsverschiebbar
geführt ist. Somit muss eine Wandung des Hohlraums der Nockenwelle nicht aufwändig
nachbearbeitet werden. Die Lauffläche des Kolbens wird durch eine Innenmantelfläche
das Gehäuse dargestellt. Das Gehäuse kann beispielsweise als zylindrisches oder topfförmiges
Blechteil realisiert sein, welches beispielsweise durch einen spanlosen Formgebungsprozess,
beispielsweise durch ein Tiefziehverfahren, hergestellt werden kann. Dadurch werden
das Gewicht und die Herstellungskosten des Gehäuses gering gehalten. Durch das Tiefziehverfahren
wird die Lauffläche des Kolbens automatisch mit der nötigen Genauigkeit hergestellt.
Aufwändige Nachbearbeitungsschritte sind nicht nötig
[0011] Des Weiteren kann vorgesehen sein, den Druckspeicher mittels einer kraftschlüssigen
Verbindung zwischen dem Gehäuse und einer Wandung des Hohlraums in diesem ortsfest
angeordnet ist. Alternativ können auch stoff- oder formschlüssige Verbindungen, wie
Klebe-, Löt- oder Schweißverbindungen vorgesehen sein.
[0012] In einer Konkretisierung kann vorgesehen sein, dass das Gehäuse einen Führungsabschnitt
und der Kolben eine Außenmantelfläche aufweist, die einer Innenmantelfläche des Führungsabschnitts
angepasst ist. Der Kolben ist auf einer Führungsfläche des Führungsabschnitts axial
beweglich geführt. Dabei entspricht die Länge des Führungsabschnitts dem Hub des Kolbens
innerhalb des Druckspeichers. Der Führungsabschnitt kann sich beispielsweise über
die gesamte Länge des Kolbens erstrecken. In dieser Ausführungsform kann vorgesehen
sein, dass die kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Gehäuse und der Wandung des
Hohlraums entlang der gesamten Länge des Führungsabschnitts ausgebildet ist, wodurch
die Verbindung eine hohe Stabilität erhält. Zu diesem Zweck ist dessen Außenmantelfläche
der Wandung des Hohlraums anzupassen. Alternativ kann vorgesehen sein, dass das Gehäuse
an beiden axialen Enden des Führungsabschnitts einen durchmesservergrößerten Bereich
aufweist, deren Außenmantelflächen der Wandung des Hohlraums angepasst sind. Somit
liegt eine kraftschlüssige Verbindung nur zwischen den durchmesservergrößerten Bereichen
und der Wandung des Hohlraums vor. Dadurch wird eine Deformation der Führungsfläche
während der Montage des Druckspeichers in dem Hohlraum vermieden, was zu einem Verklemmen
des Kolbens in dem Gehäuse führen könnte.
[0013] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass das Gehäuse zumindest in einer Verschieberichtung
des Kolbens, vorteilhafterweise in beiden, zumindest einen Anschlag zur Wegbegrenzung
des Kolbens aufweist. Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Nockenwelle rohrförmig
ausgebildet ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0014] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und
aus den Zeichnungen in denen Ausführungsbeispiele der Erfindung vereinfacht dargestellt
sind. Es zeigen:
- Figur 1
- nur sehr schematisch eine Brennkraftmaschine,
- Figur 2
- einen Längsschnitt durch eine erste erfindungsgemäße Ausführungsform einer Vorrichtung
zur Veränderung der Steuerzeiten von Gaswechselventilen einer Brennkraftmaschine,
- Figur 3
- einen Querschnitt durch die Phasenstelleinrichtung aus Figur 2 entlang der Linie III-III,
wobei die Zentralschraube nicht dargestellt ist,
- Figuren 4,5
- die Einzelheit X aus Figur 2,
- Figur 6
- eine Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform einer Vorrichtung
analog zu Figur 4.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
[0015] In Figur 1 ist eine Brennkraftmaschine 1 skizziert, wobei ein auf einer Kurbelwelle
2 sitzender Kolben 3 in einem Zylinder 4 angedeutet ist. Die Kurbelwelle 2 steht in
der dargestellten Ausführungsform über je einen Zugmitteltrieb 5 mit einer Einlassnockenwelle
6 bzw. Auslassnockenwelle 7 in Verbindung, wobei eine erste und eine zweite Vorrichtung
11 für eine Relativdrehung zwischen Kurbelwelle 2 und den Nockenwellen 6, 7 sorgen
können. Nocken 8 der Nockenwellen 6, 7 betätigen ein oder mehrere Einlassgaswechselventile
9 bzw. ein oder mehrere Auslassgaswechselventile 10. Ebenso kann vorgesehen sein nur
eine der Nockenwellen 6, 7 mit einer Vorrichtung 11 auszustatten, oder nur eine Nockenwelle
6, 7 vorzusehen, welche mit einer Vorrichtung 11 versehen ist.
[0016] Die Figuren 2 und 3 zeigen eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
11 im Längs- bzw. im Querschnitt. Die Vorrichtung 11 weist eine Phasenstelleinrichtung
12, eine Nockenwelle 6, 7 und einen Druckspeicher 15 auf.
Die Phasenstelleinrichtung 12 umfasst ein Antriebselement 14, ein Abtriebselement
16 und zwei Seitendeckel 17, 18, die an den axialen Seitenflächen des Antriebselements
14 angeordnet sind. Das Abtriebselement 16 ist in Form eines Flügelrades ausgeführt
und weist ein im Wesentlichen zylindrisch ausgeführtes Nabenelement 19 auf, von dessen
äußerer zylindrischer Mantelfläche sich in der dargestellten Ausführungsform fünf
Flügel 20 in radialer Richtung nach außen erstrecken.
Ausgehend von einer äußeren Umfangswand 21 des Antriebselements 14 erstrecken sich
fünf Vorsprünge 22 radial nach innen. In der dargestellten Ausführungsform sind die
Vorsprünge 22 und die Flügel 20 einteilig mit der Umfangswand 21 bzw. dem Nabenelement
19 ausgebildet. Das Antriebselement 14 ist mittels radial innen liegender Umfangswände
der Vorsprünge 22 relativ zu dem Abtriebselement 16 drehbar zu diesem angeordnet.
[0017] An einer äußeren Mantelfläche des Antriebselements 14 ist ein Kettenrad 23 ausgebildet,
über das mittels eines nicht dargestellten Kettentriebs Drehmoment von der Kurbelwelle
2 auf das Antriebselement 14 übertragen werden kann. Das Abtriebselement 16 ist drehfest
mit der Nockenwelle 6,7 verbunden. Zu diesem Zweck durchgreift in der dargestellten
Ausführungsform eine Zentralschraube 13 eine Zentralöffnung 16a des Abtriebselements
16 und greift in einen Gewindeabschnitt 25 der Nockenwelle 6, 7 ein. Dabei liegt ein
Absatz der Zentralschraube 13 an der der Nockenwelle 6, 7 abgewandten Seitenfläche
des Abtriebselements 16 an.
[0018] Je einer der Seitendeckel 17, 18 ist an einer der axialen Seitenflächen des Antriebselements
14 angeordnet und drehfest an diesem fixiert. Zu diesem Zweck ist in jedem Vorsprung
22 eine Axialöffnung 26 vorgesehen. Des Weiteren sind in den Seitendeckeln 17, 18
jeweils fünf Öffnungen vorgesehen, die derart angeordnet sind, dass diese mit den
Axialöffnungen 26 fluchten. Jeweils eine Schraube 27 durchgreift eine Öffnung des
zweiten Seitendeckels 18, eine Axialöffnung 26 und eine Öffnung des ersten Seitendeckels
17. Dabei greift ein Gewindeabschnitt der Schraube 27 in einen Gewindeabschnitt ein,
der in der Öffnung des ersten Seitendeckels 17 ausgebildet ist.
[0019] Innerhalb der Vorrichtung 11 ist zwischen jeweils zwei in Umfangsrichtung benachbarten
Vorsprüngen 22 ein Druckraum 28 ausgebildet. Jeder der Druckräume 28 wird in Umfangsrichtung
von gegenüberliegenden, im Wesentlichen radial verlaufenden Begrenzungswänden 29 benachbarter
Vorsprünge 22, in axialer Richtung von den Seitendeckeln 17, 18, radial nach innen
von dem Nabenelement 19 und radial nach außen von der Umfangswand 21 begrenzt. In
jeden der Druckräume 28 ragt ein Flügel 20, wobei die Flügel 20 derart ausgebildet
sind, dass diese sowohl an den Seitendeckeln 17, 18, als auch an der Umfangswand 21
anliegen. Jeder Flügel 20 teilt somit den jeweiligen Druckraum 28 in zwei gegeneinander
wirkende Druckkammern 30, 31.
[0020] Das Abtriebselement 16 ist in einem definierten Winkelbreich drehbar zu dem Antriebselement
14 angeordnet. Der Winkelbereich wird in einer Drehrichtung des Abtriebselements 16
dadurch begrenzt, dass die Flügel 20 an je einer korrespondierenden Begrenzungswand
29 (Frühanschlag 32) der Druckräume 28 zum Anliegen kommen. Analog wird der Winkelbereich
in der anderen Drehrichtung dadurch begrenzt, dass die Flügel 20 an den anderen Begrenzungswänden
29 der Druckräume 28, die als Spätanschlag 33 dienen, zum Anliegen kommen.
Durch Druckbeaufschlagung einer Gruppe von Druckkammern 30, 31 und Druckentlastung
der anderen Gruppe kann die Phasenlage des Antriebselements 14 zum Abtriebselement
16 (und damit die Phasenlage der Nockenwelle 6, 7 zur Kurbelwelle 2) variiert werden.
Durch Druckbeaufschlagung beider Gruppen von Druckkammern 30, 31 kann die Phasenlage
konstant gehalten werden.
[0021] Die Nockenwelle 6, 7 weist im Bereich eines Nockenwellenlagers 39 mehrere Öffnungen
35 auf, über die von einer Druckmittelpumpe 48 gefördertes Druckmittel in deren Inneres
gelangt. Innerhalb der Nockenwelle 6, 7 ist ein Druckmittelpfad 36 ausgebildet, der
einerseits mit den Öffnungen 35 und andererseits mit dem Steuerventil 34 kommuniziert.
Zur Versorgung der Phasenstelleinrichtung 12 mit Druckmittel ist im Inneren der Zentralschraube
13 ein Steuerventil 34 angeordnet. Mittels des Steuerventils 34 kann Druckmittel wahlweise
zu den ersten oder zweiten Druckkammern 30, 31 geleitet und von den jeweils anderen
Druckkammern 30, 31 abgeführt werden.
[0022] Im Inneren der Zentralschraube 13 ist ein Druckmittelkanal 37 vorgesehen, der einerseits
mit dem Druckmittelpfad 36 und andererseits mit einem Hohlraum 38 der hohl ausgebildeten
Nockenwelle 6, 7 kommuniziert. Der Druckmittelkanal 37 ist als axiale Bohrung ausgebildet,
die den Gewindeabschnitt der Zentralschraube 13 durchgreift.
In dem Hohlraum 38 ist der Druckspeicher 15 angeordnet. In den Figuren 4 und 5 ist
der Druckspeicher im befüllten (Figur 4) bzw. im entleerten Zustand (Figur 5) dargestellt.
Der Druckspeicher 15 umfasst ein Gehäuse 40, einen Kolben 41 und einen Kraftspeicher,
in der dargestellten Ausführungsform ein Federelement 42. Das Gehäuse 40 ist innerhalb
des Hohlraums 38 angeordnet und fest mit einer Wandung 43 des Hohlraums 38 verbunden.
In der dargestellten Ausführungsform ist die äußere Mantelfläche des Gehäuses 40 der
Wandung 43 angepasst und kraftschlüssig mit dieser verbunden. Denkbar sind auch Ausführungsformen,
in denen das Gehäuse 40 stoff- oder formschlüssig mit der Wandung 43 verbunden ist.
Zusätzlich kann das Gehäuse 40 mittels eines Sicherungsrings 24 fixiert werden.
Im Inneren des Gehäuses 40 ist der Kolben 41 axial verschiebbar angeordnet, wobei
dieser in der dargestellten Ausführungsform topfförmig ausgebildet ist.
[0023] Das gesamte Gehäuse 40 dient als Führungsabschnitt 44, wobei eine Innenmantelfläche
des Führungsabschnitts 44 als Führungsfläche 45 für einen zylindrischen Abschnitt
des Kolbens 41 ausgebildet ist. Dabei kann der zylindrische Abschnitt des Kolbens
41 ganz oder bereichsweise an der Führungsfläche 45 anliegen. Die Außenmantelfläche
des Kolbens 41 ist der Führungsfläche 45 derart angepasst, dass dieser das Gehäuse
40 druckmitteldicht in zwei Bereiche axial vor und hinter dem Boden des Kolbens 41
trennt. Der Kolben 41 wird mittels des Federelements 42, welches im Bereich des zylindrischen
Abschnitts angeordnet ist mit einer Kraft beaufschlagt. Das Federelement 42 stützt
sich einerseits an einem Anschlag 46, der an dem der Phasenstelleinrichtung 12 abgewandten
Ende des Gehäuses 40 ausgebildet ist, und andererseits an dem Boden des Kolbens 41
ab. Somit beaufschlagt das Federelement 42 den Kolben 41 mit einer Kraft in Richtung
des Druckmittelkanals 37. Dabei wird der Verschiebeweg des Kolbens 41 in Richtung
auf den Druckmittelkanal 37 zu durch einen Anschlag 46 begrenzt, der an dem der Phasenstelleinrichtung
12 zugewandten Ende ausgebildet ist.
In der dargestellten Ausführungsform sind das Gehäuse 40 und der Kolben 41 als Blechteile
ausgebildet, die beispielsweise durch ein spanloses Herstellungsverfahren, beispielsweise
einem Tiefziehverfahren, hergestellt sind. Dies hat den Vorteil, dass die Führungsfläche
45 und der zylindrische Abschnitt des Kolbens 41 durch diesen Formgebungsprozess so
präzise herstellbar sind, dass diese nicht nachbearbeitet werden müssen. Durch den
Einsatz des Gehäuses 40 entfallen auch kostenintensive Nachbearbeitungsschritte der
Wandung 43 des Hohlraums 38.
[0024] In Figur 6 ist eine zweite Ausführungsform eines Druckspeichers 15 dargestellt. Dieser
weist gegenüber der ersten Ausführungsform den Unterschied auf, dass der Führungsabschnitt
44 sich nicht über die gesamte axiale Länge des Gehäuses 41 erstreckt und nicht an
der Wandung 43 des Hohlraums 38 anliegt. An den Führungsabschnitt 44 schließt sich
in axialer Richtung je ein durchmesservergrößerter Bereich 47 an. Dabei sind die Außenmantelflächen
der durchmesservergrößerten Bereiche 47 der Wandung 43 angepasst. Somit liegt die
kraftschlüssige Verbindung zwischen Gehäuse 40 und Wandung 43 nur im Bereich der durchmesservergrößerten
Bereiche 47 vor. Dadurch wird eine Deformation der Führungsfläche 45 während des Einpressvorgangs
des Gehäuses 40 in den Hohlraum 38 vermieden.
[0025] Während des Betriebs der Brennkraftmaschine 1 wird von der Druckmittelpumpe 48 Druckmittel
über die Öffnungen 35, den Druckmittelpfad 36 und das Steuerventil 34 zu der Phasenstelleinrichtung
12 geleitet. Des Weiteren wird Druckmittel über die Öffnungen 35, den Druckmittelpfad
36, den Druckmittelkanal 37 und eine Gehäuseöffnung 50 in das Gehäuse 40 geleitet.
Das Druckmittel beaufschlagt den Kolben 41 mit einer Kraft, wodurch dieser gegen die
Kraft des Federelements 42 axial verschoben wird. Der Druckspeicher 15 wird befüllt
(Figur 4). Sinkt der von der Druckmittelpumpe 48 gelieferte Systemdruck, so sinkt
die Kraft des Druckmittels auf den Kolben 41, wodurch dieser durch das Federelement
42 in Richtung des Druckmittelkanals 37 verschoben wird und somit dem System Druckmittel
zuführt. Auf Grund eines Rückschlagventils 49 wird das Druckmittel daran gehindert
in das Druckmittelsystem zurückzufließen und steht somit vollständig der Phasenstelleinrichtung
12 zur Verfügung, wodurch deren Ansprechempfindlichkeit und deren Verstellgeschwindigkeit
auf einem hohen Niveau gehalten werden.
Bezugszeichen
[0026]
- 1
- Brennkraftmaschine
- 2
- Kurbelwelle
- 3
- Kolben
- 4
- Zylinder
- 5
- Zugmitteltrieb
- 6
- Einlassnockenwelle
- 7
- Auslassnockenwelle
- 8
- Nocken
- 9
- Einlassgaswechselventil
- 10
- Auslassgaswechselventil
- 11
- Vorrichtung
- 12
- Phasenstelleinrichtung
- 13
- Zentralschraube
- 14
- Antriebselement
- 15
- Druckspeicher
- 16
- Abtriebselement
- 16a
- Zentralöffnung
- 17
- Seitendeckel
- 18
- Seitendeckel
- 19
- Nabenelement
- 20
- Flügel
- 21
- Umfangswand
- 22
- Vorsprung
- 23
- Kettenrad
- 24
- Sicherungsring
- 25
- Gewindeabschnitt
- 26
- Axialöffnung
- 27
- Schraube
- 28
- Druckraum
- 29
- Begrenzungswand
- 30
- erste Druckkammer
- 31
- zweite Druckkammer
- 32
- Frühanschlag
- 33
- Spätanschlag
- 34
- Steuerventil
- 35
- Öffnungen
- 36
- Druckmittelpfad
- 37
- Druckmittelkanal
- 38
- Hohlraum
- 39
- Nockenwellenlager
- 40
- Gehäuse
- 41
- Kolben
- 42
- Federelement
- 43
- Wandung
- 44
- Führungsabschnitt
- 45
- Führungsfläche
- 46
- Anschlag
- 47
- Bereich
- 48
- Druckmittelpumpe
- 49
- Rückschlagventil
- 50
- Gehäuseöffnung
1. Vorrichtung (11) zur variablen Einstellung der Steuerzeiten von Gaswechselventilen
(9, 10) einer Brennkraftmaschine (1) mit
- einer hydraulischen Phasenstelleinrichtung (12), einer Nockenwelle (6, 7) und einem
Druckspeicher (15),
- wobei die Phasenstelleinrichtung (12) in Antriebsverbindung mit einer Kurbelwelle
(2) bringbar ist und drehfest mit der Nockenwelle (6, 7) verbunden ist,
- wobei eine Phasenlage der Nockenwelle (6, 7) relativ zur Kurbelwelle (2) mittels
der Phasenstelleinrichtung (12) variabel einstellbar ist und
- wobei das Innere der Nockenwelle (6, 7) einen Hohlraum (38) aufweist,
- wobei der Druckspeicher (15) in dem Hohlraum (38) angeordnet ist und mit der Phasenstelleinrichtung
(12) kommuniziert,
- wobei der Druckspeicher (15) einen längsverschiebbaren Kolben (41) aufweist
- dadurch gekennzeichnet, dass der Druckspeicher (15) ein Gehäuse (40) aufweist, das in dem Hohlraum (38) angeordnet
ist und in dem der Kolben (41) längsverschiebbar geführt ist.
2. Vorrichtung (11) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckspeicher (13) ein Federelement (42) aufweist, das den Kolben (41) gegen
die Kraft des Druckmittels mit einer Kraft beaufschlagt.
3. Vorrichtung (11) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (40) zumindest in einer Verschieberichtung des Kolbens (41) zumindest
einen Anschlag (46) zur Wegbegrenzung des Kolbens (41) aufweist.
4. Vorrichtung (11) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Druckspeicher (15) mittels einer kraftschlüssigen Verbindung zwischen dem Gehäuse
(40) und einer Wandung (43) des Hohlraums (38) in diesem ortsfest angeordnet ist.
5. Vorrichtung (11) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (40) einen Führungsabschnitt (44) und der Kolben (41) eine Außenmantelfläche
aufweist, die einer Innenmantelfläche des Führungsabschnitts (44) angepasst ist.
6. Vorrichtung (11) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Führungsabschnitt (44) über die gesamte Länge des Kolbens (41) erstreckt.
7. Vorrichtung (11) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (40) an beiden axialen Enden des Führungsabschnitts (44) einen durchmesservergrößerten
Bereich (47) aufweist, deren Außenmantelflächen der Wandung des Hohlraums (38) angepasst
sind.
1. Device (11) for variably adjusting the control times of gas exchange valves (9, 10)
of an internal combustion engine (1) having
- a hydraulic phase setting device (12), a camshaft (6, 7) and a pressure accumulator
(15),
- it being possible for the phase setting device (12) to be brought into a drive connection
with a crankshaft (2), and said phase setting device (12) being connected fixedly
to the camshaft (6, 7) so as to rotate with it,
- a phase relation of the camshaft (6, 7) relative to the crankshaft (2) being variably
adjustable by means of the phase setting device (12), and
- the interior of the camshaft (6, 7) having a cavity (38),
- the pressure accumulator (15) being arranged in the cavity (38) and communicating
with the phase setting device (12),
- the pressure accumulator (15) having a longitudinally displaceable piston (41),
characterized in that the pressure accumulator (15) has a housing (40) which is arranged in the cavity
(38) and in which the piston (41) is guided such that it can be displaced longitudinally.
2. Device (11) according to Claim 1, characterized in that the pressure accumulator (13) has a spring element (42) which loads the piston (41)
with a force counter to the force of the pressure medium.
3. Device (11) according to Claim 1, characterized in that, at least in one displacement direction of the piston (41), the housing (40) has
at least one stop (46) for limiting the travel of the piston (41).
4. The device (11) according to Claim 1, characterized in that the pressure accumulator (15) is arranged in a stationary manner in the cavity (38)
between the housing (40) and a wall (43) of said cavity (38) by means of a nonpositive
connection.
5. Device (11) according to Claim 1, characterized in that the housing (40) has a guide section (44) and the piston (41) has an outer circumferential
face which is adapted to an inner circumferential face of the guide section (44).
6. Device (11) according to Claim 5, characterized in that the guide section (44) extends over the entire length of the piston (41).
7. Device (11) according to Claim 5, characterized in that, at both axial ends of the guide section (44), the housing (40) has a region (47)
of increased diameter, the outer circumferential faces of which are adapted to the
wall of the cavity (38).
1. Ensemble (11) servant à établir de manière variable les instants de commutation de
soupapes (9, 10) de remplacement des gaz d'un moteur (1) à combustion interne, l'ensemble
présentant
un dispositif hydraulique (12) de réglage de phase, un arbre (6, 7) à cames et un
réservoir sous pression (15),
le dispositif hydraulique (12) de réglage de phase pouvant être amené à être relié
à entraînement à un arbre (2) de vilebrequin et étant relié à rotation solidaire à
l'arbre (6, 7) à cames,
la position de la phase de l'arbre (6, 7) à cames par rapport à l'arbre (2) de vilebrequin
pouvant être établie de manière variable au moyen du dispositif hydraulique (12) de
réglage de phase,
l'intérieur de l'arbre (6, 7) à cames présentant une cavité (38),
le réservoir sous pression (15) étant disposé dans la cavité (38) et communiquant
avec le dispositif hydraulique (12) de réglage de phase,
le réservoir sous pression (15) présentant un piston (41) coulissant longitudinalement,
caractérisé en ce que
le réservoir sous pression (15) présente un boîtier (40) disposé dans la cavité (38)
et dans lequel le piston (41) est guidé à coulissement longitudinal.
2. Ensemble (11) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le réservoir sous pression (13) présente un élément élastique (42) qui applique sur
le piston (41) une force opposée à la force du moyen de poussée.
3. Ensemble (11) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le boîtier (40) présente au moins dans une direction de coulissement du piston (41)
au moins une butée (46) qui limite la course du piston (41).
4. Ensemble (11) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le réservoir sous pression (15) est immobilisé dans la cavité (38) au moyen d'une
liaison en correspondance mécanique entre le boîtier (40) et une paroi (43) de cette
cavité.
5. Ensemble (11) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le boîtier (40) présente une partie de guidage (44) et le piston (41) une surface
d'enveloppe extérieure adaptée à la surface d'enveloppe intérieure de la partie de
guidage (44).
6. Ensemble (11) selon la revendication 5, caractérisé en ce que la partie de guidage (44) s'étend sur toute la longueur du piston (41).
7. Ensemble (11) selon la revendication 5, caractérisé en ce que le boîtier (40) présente aux deux extrémités axiales de la partie de guidage (44)
une partie (47) de plus grand diamètre dont les surface extérieures sont adaptées
à la paroi de la cavité (38).