[0001] Die Erfindung betrifft eine Spritzpistole mit Zubehör.
[0002] Spritzpistolen für Farben, Lacke, Kleber oder andere fließfähige Materialien sind
seit langem gebräuchlich. Die Vorratsbehälter für das zu verspritzende Material stehen
während des Betriebes üblicherweise unter Druck. An Vorratsbehältern für das zu verspritzende
Material sind unter anderem sogenannte Fließbecher, die nach dem Schwerkraftprinzip
arbeiten, und Hängebecher, die nach dem Saugprinzip arbeiten, bekannt. In den letzten
Jahren haben sich in der Praxis bei den schwerkraftgespeisten Fließbechern sehr gut
sogenannte "upside-down-Becher" durchgesetzt, die für den einmaligen Gebrauch konzipiert
sind. Ein solcher Becher ist beispielsweise aus dem Europäischen Patent
EP 1 718 415 B1 bekannt. Er besteht aus einem Behälter aus Kunststoff und einen darauf aufsetzbaren
Deckel zum Verschließen des Bechers. An der Deckeloberseite sind Anschlussmittel zum
Aufsetzen und Befestigen des Bechers auf eine Spritzpistole oder einem auf der Spritzpistole
befestigten oder befestigbaren Adapter vorgesehen. Um einen störungsfreien Fluss der
Farbe zu ermöglichen, ist ein Druckausgleich zwischen dem Inneren des Bechers und
der Umgebung erforderlich. Hierfür kann vorzugsweise im Becherboden eine vorzugsweise
wiederverschließbare Belüftungsöffnung bzw. ein entsprechendes Ventil vorgesehen sein.
[0003] Bei sogenannten Hängebecherpistolen werden als Vorratsbehälter bislang Druckbecher
aus relativ hochwertigen metallischen Werkstoffen verwendet. Diese Vorratsbehälter
sind üblicherweise zylindrisch ausgebildet und mit einem Schraubdeckel versehen, der
an einem nach unten ragenden Anschlussstutzen der Spritzpistole über einen Schraubanschluss
verbunden ist. Der Anschlussstutzen fungiert als Einlass für das zu verspritzenden
Material, das anschließend durch den Spritzpistolenkörper zu einem Auslass geführt
wird, Eine wiederverschließbare Belüftungsöffnung bzw. ein entsprechendes Ventil kann
im Deckel vorhanden sein. Zusätzlich kann ein Arretierungsbügel über den Deckel gespannt
sein. Solche Vorratsbehälter sind nicht zum Einmalgebrauch bestimmt. Es wäre jedoch
wünschenswert, die aus dem Europäischen Patent
EP 1 718 415 B1 bekannten Becher oder andere zum Einmalgebrauch geeigneten Becher auch für Hängebecherpistolen
verwenden zu können. Das im Becherboden vorgesehene Ventil ist nämlich nicht dafür
geeignet, dem zu verspritzenden Material die benötigte Luft zuzuführen; bei Hängebechern
würde nämlich bei geöffnetem Ventil das Material nach unten aus dem Becher herauslaufen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Spritzpistole, insbesondere eine Hängebecherpistole
mit einem Vorratsbehälter bzw. einen Vorratsbehälter an sich sowie Zubehör mit möglichst
einfacher Gestaltung zu schaffen, wobei aber ein zuverlässiger Betrieb der Spritzpistole
gewährleistet sein muss.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Spritzpistole mit den in Anspruch 1 aufgeführten Merkmalen
gelöst. Dadurch, dass im Bereich des Einlasses eine Luftzufuhr in den Vorratsbehälter
vorgesehen ist, kann der Vorratsbehälter problemlos auch bei Hängebecherpistolen eingesetzt
werden.
[0006] Weitere vorteilhafte Einzelheiten und Ausgestaltungen der Erfindung sind aus den
Unteransprüchen und den nachfolgend anhand von Zeichnungen beschriebenen Ausführungsbeispielen
ersichtlich.
[0007] In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 Einen Schnitt durch eine Spritzpistole mit Hängebecher,
Fig. 2 einen Ausschnitt aus Fig.1,
Fig. 3 eine Einzelheit aus Fig. 1,
Fig. 4 bis 9 eine weitere Einzelheit in verschiedenen Ansichten,
Fig. 10 eine erste Prinzipskizze,
Fig. 11 und 12 eine nicht erfindungsgemäße Prinzipskizze im Schnitt und in Ansicht
von oben,
Fig. 13 bis 14 eine nicht erfindungsgemäße Prinzipskizze im Schnitt und in Ansicht
von oben,
Fig. 15 ein Zubehörteil zur nicht erfindungsgemäßen Prinzipskizze der Figuren 13 und
14 und
Fig. 16 eine nicht erfindungsgemäße Prinzipskizze im Schnitt.
[0008] Die Spritzpistole nach Fig. 1 und 2 und ist eine druckluftbetriebene Farbspritzpistole
und besitzt einen Pistolenkörper 1 mit einem Griffbereich 2 und einen Kopf 3. Diese
beiden Teilbereiche 2 und 3 verlaufen wie üblich in einem Winkel von etwa 100 Grad
zueinander. Der Griffbereich 2 weist an seinem unteren Ende einen Druckluftanschluss
20 auf. Durch den Griffbereich 2 und durch den Kopf 3 erstrecken sich vom Druckluftanschluss
20 aus mehrere Luftkanäle 21, die am vorderen Ende 8 des Kopfes 3 der Spritzpistole
enden. Die Menge und der Druck der diese Luftkanäle 21 durchströmenden Luft kann in
üblicher Weise mittels eines Luftmikrometers 22 reguliert werden. Das vordere Ende
8 des Kopfes 3 ist mit einer Luftdüse 23 ausgestattet werden, die hervorstehende Hörner
24 mit Öffnungen 25 aufweist. Ein Luftdüsenring 26 hält die Luftdüse 23 auf dem Kopf
3 des Pistolenkörpers 1.
[0009] Das zu verspritzende Material wird durch das vordere Ende 8 des Kopfes 3 der Spritzpistole
geführt, in dem mittig eine Durchtrittsöffnung 9 für eine Farbnadel 10 vorgesehen
ist. Das vordere Ende 8 des Kopfes 3 wird bei Nichtbetrieb der Spritzpistole durch
einen Mechanismus verschlossen. Der Mechanismus ist mittels eines Abzugsbügels 11
betätigbar; die Materialmenge kann über eine Einrichtung reguliert werden, die eine
Regulierungsschraube 12 aufweist.
[0010] Der Mechanismus für den Abzugsbügel 11 und die Farbnadel 10 sind über Federn 13,
14 kraftschlüssig betätigbar.
[0011] Die bislang beschriebenen Bauteile bestehen im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus
Qualitätsgründen aus hochwertigen Metallen.
[0012] An der Unterseite des vorderen Endes 8 des Kopfes 3 der Spritzpistole befindet sich
der Einlassbereich 100 für das zu verspritzenden Material. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist hier ein nach unten ragender, hohler Anschlussstutzen 15 für einen Vorratsbehälter
30 für das zu verspritzende Material einstückig angeformt. Der Anschlussstutzen 15
ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel innen mit einem Schraubgewinde versehen, in
das ein an sich bekanntes separates Anschlussstück 16 aus einem dichtenden Kunststoffmaterial
eingeschraubt ist. Auf ein solches Anschlussstück 16 kann unter Umständen, zum Beispiel
wenn die Spritzpistole aus mehr oder weniger elastischem Kunststoffmaterial hergestellt
wird, verzichtet werden. An dem Anschlussstück 16 ist ein Ansaugschlauch 17 als Förderelement
für das zu verspritzende Material lösbar befestigt. Er könnte aber auch unlösbar mit
dem Anschlussstück 16, dem Anschlussstutzen 15 oder einem anderen Bauteil verbunden
sein.
[0013] Der Ansaugschlauch 17 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einem durchsichtigen,
biegsamen Kunststoff hergestellt. Andererseits könnte aber auch ein mehr oder weniger
steifes, durchsichtiges, durchscheinendes oder undurchsichtiges Ansaugrohr aus Kunststoff,
Metall oder sonstigem Material verwendet werden. An seinem unteren, freien Ende ist
der Ansaugschlauch 17 mit einem Sieb 18 ausgestattet. Das Sieb 18 ist hier beutelförmig
und besteht aus bereichsweise durch Rippen verstärktem Kunststoffmaterial. An seinem
freien Ende ist eine Lochplatte 19 vorgesehen, in die der Ansaugschlauch 17 passend
eingreift. Eine unlösbare, ggf. einstückige Verbindung zwischen dem Sieb 18 und dem
Ansaugschlauch 17 oder dergleichen kann ebenfalls vorgesehen werden. Der Ansaugschlauch
17 taucht weit in das nicht dargestellte zu verspritzende Material im Vorratsbehälter
30 ein.
[0014] Selbstverständlich könnte auch ein anders geformtes Sieb an oder in dem Ansaugschlauch
17 vorgesehen werden. Falls gewünscht, kann ein Sieb auch an einer anderen Stelle
des Materialflusses oder überhaupt kein Sieb vorhanden sein.
[0015] Der in den Fig. 1 und 3 gezeigte Vorratsbehälter 30 besitzt einem kegelstumpfförmigen
Farbbecher 31 sowie einen ähnlich geformten, oben auf den Farbbecher 31 aufgesetzten
Deckel 32. Der Farbbecher 31 hat einen Volumeninhalt von etwa 300, 600 oder 900 ml,
ist dünnwandig, aufgrund der geringen Wandstärke und des gewählten Materials geringfügig
elastisch verformbar, durchsichtig und an seiner Seitenwand 33 mit Mischskalen versehen
(nicht dargestellt). Der Deckel 32 ist hier etwa halb so hoch wie der Farbbecher 31.
Sowohl der Farbbecher 31, als auch der Deckel 32 ist aus Kunststoff hergestellt; in
der Regel spritzgegossen. Der Deckel 32 kann, muss aber nicht durchsichtig oder durchscheinend
sein. Aus fertigungstechnischen Gründen und zur mechanischen Stabilisierung kann der
Deckel an seiner Innenseite 34 einige Hinterschneidungen, Spalten und Absätze 35 aufweisen.
[0016] Der in der Praxis sehr bewährte Farbbecher 31 weist einen kreisscheibenförmigen Boden
36 auf, an den ein Stützrand 37 vorzugsweise einstückig angeformt ist, mittels welchem
der Farbbecher 31 selbstständig auf einer Unterlage stehen kann. Im Boden 36 des Farbbechers
31 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Belüftungsmechanismus 38 mit einer
Belüftungsöffnung vorgesehen, die mittels eines Ventils verschlossen werden kann.
Das Ventil des Belüftungsmechanismus 38 muss selbstverständlich beim Befüllen des
Farbbechers 31, beim Mischen des zu verspritzenden Materials und während des Gebrauchs
des Farbbechers 31 an einer Hängebecherpistole stets geschlossen sein, damit kein
unerwünschter Materialaustritt stattfindet. Zum dichten Verschließen kann eines von
mehreren Kappenelementen 70 helfen, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel über ein
Filmscharnier 71 einstückig am Becherdeckel 32 angespritzt sind, das manuell durchgerissen
werden kann.
[0017] Es könnte aber auch jeder andere, beliebig geformte Becher oder Behälter aus irgendeinem
Kunststoff oder irgendeinem Metall als Unterteil für den Vorratsbehälter 30 verwendet
werden, wenn man auf die zuvor erwähnten positiven Eigenschaften des beschriebenen
Farbbechers 31 verzichten möchte.
[0018] Im Bereich der oberen Becheröffnung 38 ist der Farbbecher 31 gemäß dieses Ausführungsbeispiels
mit mehreren Außengewindesegmenten 39 ausgestattet, die eine lösbare, flüssigkeits-
und luftdichte Schraubverbindung zwischen Farbbecher 31 und Deckel 32 ermöglichen.
[0019] Der Deckel 32 besitzt zur Verbindung mit dem Becher 31 einen ringförmigen Rand 40,
an dessen Innenseite mehrere Gewindesegmente 41 vorgesehen sind, in welche die Außengewindesegmente
39 des Bechers 31 passend eingreifen können.
[0020] Der Becher 31 kann bei abgenommenem Deckel 32 durch die Öffnung 37 mit einer Flüssigkeit,
insbesondere einem Lack oder Lackkomponenten, befüllt werden. Anschließend wird der
Decke! 32 auf den oberen Rand 38 des Farbbechers 31 aufgedreht und dadurch über die
Gewindesegmente 39, 41 und den Dichtrand des Deckels 32, der sich dann am oberen Becherrand
38 abstützt, eine flüssigkeitsdichte Verbindung zwischen Becher 31 und Deckel 32 und
damit letztendlich der Vorratsbehälter 30 hergestellt.
[0021] Der Deckel 32 besitzt oben einen rohrförmigen Fortsatz 42. Wenn der Vorratsbehälter
30 bei einer sogenannten Fließbecherpistole verwendet werden soll, kann der rohrförmigen
Fortsatz 42 direkt oder über einen Adapter in die oben angeordnete Anschlussöffnung
der Spritzpistole auf- bzw. eingesetzt werden, nachdem diese auf den Kopf gestellt
wurde. Zum Spritzen wird die Spritzpistole umgedreht. Das Ventil des Belüftungsmechanismus
38 wird dann geöffnet. Die zu verspritzende Flüssigkeit fließt dann über den rohrförmigen
Fortsatz 42 des Deckels 32 gleichmäßig in üblicherweise mit Druckluft betriebene Spritzpistole
hinein, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel mit Druckluft betrieben wird. Der
Vorratsbehälter 30 besitzt somit im Deckel 32 einen Auslass für das zu verspritzende
Material, nämlich den rohrförmigen Fortsatz 42, für die Farbe bzw. den Lack. Der Fortsatz
42 kann nach dem Abnehmen des Vorratsbehälters 30 von der Spritzpistole mit einem
zweiten Kappenelement 70 verschlossen werden.; der komplette Vorratsbehälter 30 kann
danach problemlos entsorgt oder unter Umständen, wenn noch brauchbare Materialreste
vorhanden sind, einfach und sicher aufbewahrt werden.
[0022] Das zuvor beschriebene Verfahren ist unter der Bezeichnung "upside-down-Verfahren"
bekannt geworden; der beschriebene Vorratsbehälter 30 wird unter der Bezeichnung "RPS-Becher"
in diversen Größen von der Anmelderin dieses Schutzrechts vertrieben.
[0023] Diesen sehr vorteilhaften Vorratsbehälter 30 kann man aufgrund der Erfindung nun
auch problemlos bei Hängebecherpistolen verwenden. Grund dafür ist, dass im Bereich
des Einlasses 100 für das zu verspritzende Material in die Spritzpistole eine Luftzufuhr
in den Vorratsbehälter 30 vorgesehen ist.
[0024] Der Vorratsbehälter 30 wird hier mit dem Boden 36 nach unten weisend verwendet, der
rohrförmige Fortsatz 42 des Deckels 32 liegt dann im Bereich des Einlasses 100 der
Spritzpistole.
[0025] Bei dem aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlichen besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel
erfolgt die Luftzufuhr im Bereich des Einlasses über ein separates Bauteil 50, das
als eine Art Dübel ausgebildet ist.
[0026] Der aus den Fig. 4 bis 10 besonders gut ersichtliche Dübel 50 ist aus einem Kunststoff
mit federelastischen Eigenschaften gefertigt und im Wesentlichen hohlzylindrisch ausgebildet.
Er hat einen Außendurchmesser 51, der passend zum Innendurchmesser 43 des rohrförmigen
Fortsatzes 42 des Deckels 32 gestaltet ist. Am oberen Ende 52 des Dübels 50 sind mehrere,
vorzugsweise vier Längsstege 53 vorgesehen, die vorzugsweise gleichmäßig über den
Umfang des Dübels 50 verteilt sind. Zwischen den Längsstegen 53 befinden sich somit
rillenartig vertiefte Materialaussparungen 54. Durch die Aussparungen 54 kann während
des Gebrauchs der Spritzpistole Luft in den Vorratsbehälter 30 strömen, wodurch stets
ein störungsfreier Materialfluss gewährleistet ist.
[0027] Das Ganze funktioniert selbstverständlich auch, wenn mehr oder weniger als vier Aussparungen
54 vorgesehen werden; im Grunde reicht eine einzige Aussparung 54.
[0028] Die Aussparung 54 kann auch als durchgehendes Loch gestaltet werden.
[0029] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Dübel 50, von seinem unteren Ende 55
aus betrachtet, geschlitzt. Vier Schlitze 56 erstrecken sich etwa über die halbe Länge
des Dübels 50. Die zwischen den Schlitzen 56 liegenden Lappen 57 sind an ihrem freien
Ende mit einer Rastnase 58 versehen, die nach außen ragen und passend unter einen
Absatz 35 im Fortsatz 42 des Becherdeckels 32 greifen. Mittels den Innenseiten der
Lappen 42 fixiert er ein Förderelement für das zu verspritzende Material, nämlich
den Ansaugschlauch 17.
[0030] Das Ganze funktioniert selbstverständlich auch, wenn mehr oder weniger als vier,
kürzere oder längere Schlitze 56 und Lappen 57 oder andere Ausgestaltungen mit Haltefunktion
vorgesehen werden.
[0031] Am oberen Ende 52 ist der Dübel 50 mit einem Ringwulst 59 ausgestattet. Wenn der
Vorratsbehälter 30 an die Spritzpistole angeschlossen ist, dichtet der Ringwulst 59
den Zusammenbau am Pistolenanschluss ab.
[0032] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Vorratsbehälter 30 nicht direkt, sondern
über einen handelsüblichen Adapter 60 mit der Spritzpistole verbunden.
[0033] Der Adapter 60 ist im Wesentlichen hohlzylindrisch mit einem Innengewinde 61 ausgebildet
und auf die Außenseite des rohrförmigen Fortsatzes 42 aufgeschraubt, der hierzu mit
einem Außengewinde 44 versehen ist. Mit Hilfe des oder irgendeines anderen Adapters
60 können die Bauteile 15, 42, 60, die unterschiedliche Durchmesser aufweisen, problemlos
und sicher miteinander verbunden werden. Selbstverständlich sind Adapter bei anderen
maßlichen Gegebenheiten entbehrlich.
[0034] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind der Dübel 50, der Adapter 60 und der Vorratsbehälter
30 ganz besonders vorteilhaft maßlich derart aufeinander abgestimmt, dass ein jederzeit
einwandfreier Halt und Zusammenwirken des einen Bauteils mit dem jeweils anderen Bauteil
bzw. allen Bauteilen gewährleistet ist. Insbesondere ist hier der Dübel 50 an seinem
oberen Ende 52 relativ kurz gestaltet, so dass er im montierten Zustand allenfalls
geringfügig über den rohrförmigen Fortsatz 42 am Becherdeckel 32 übersteht. Der Ringwulst
59 ist abgefast rund gestaltet. Dadurch wird ermöglicht, dass der Vorratsbehälter
30 nach Gebrauch sicher mit einem Kappenelement 50 verschlossen werden kann.
[0035] Bei der in den Fig. 11 und 12 angedeuteten nicht erfindungsgemäßen Ausführungsvariante
ist im Deckel 32 des im Übrigen nicht dargestellten Vorratsbehälters 30 seitlich neben
einem rohrförmigen Fortsatz 42, der die gleiche Funktion wie in den vorher beschriebenen
Ausführungsbeispielen erfüllt, ein Röhrchen 62 vorgesehen, dessen Hohlraum die Funktion
einer Materialaussparung für die Luftzufuhr in den Vorratsbehälter erfüllt, und zwar
im Einlassbereich 100 des nicht dargestellten Gesamtzusammenbaus aus Spritzpistole
und Vorratsbehälter. Das Röhrchen 62 ist in der vorliegenden nicht erfindungsgemäßen
Variante einstückig mit dem Becherdeckel 32 gespritzt. Bei einer anderen denkbaren
Variante könnte seitlich neben einem rohrförmigen Fortsatz 42 z.B. lediglich ein Loch
vorgesehen werden, in das z.B. ein Röhrchen eingesteckt werden könnte. Das Loch und/oder
das Röhrchen könnten bei Bedarf mit einem Stopfen, einer Kappe oder dergleichen verschlossen
werden. In dieser nicht erfindungsgemäßen Variante ist der Durchmesser des Röhrchens
62 etwa halb so groß wie der Durchmesser des Fortsatzes 42 und das Röhrchen 62 ist
so lang wie der Fortsatz 42.. Selbstverständlich sind auch weniger große Röhrchen
62 möglich.
[0036] Eine andere nicht erfindungsgemäße Variante ist in den Fig. 13 bis 15 angedeutet.
Hier erstreckt sich um den gesamten Umfang des rohrförmigen Fortsatzes 42 des Deckels
32 im Übrigen auch hier nicht dargestellten Vorratsbehälters 30 ein Durchbruch 64,
der die Funktion einer Materialaussparung für die Luftzufuhr in den Vorratsbehälter
erfüllt. Der Durchbruch 64 verläuft nahe des unteren Endes 45 des Fortsatzes 42; dessen
ständige Verbindung mit den übrigen Abschnitten des Deckels 32 wird mittels einer
Vielzahl von Stegen 65 gewährleistet, die sich durch den Durchbruch 64 erstrecken.
Der Durchbruch 64 erfüllt hier dem Grunde nach die Funktion einer Materialaussparung
für die Luftzufuhr in den Vorratsbehälter, und zwar im Einlassbereich 100 des nicht
dargestellten Gesamtzusammenbaus aus Spritzpistole und Vorratsbehälter. In der vorliegenden
nicht erfindungsgemäßen Variante ist der Durchbruch 64 in Radialrichtung etwa so groß
wie das Innere des Fortsatzes 42. Ganz oder teilweise verschließbar ist der Durchbruch
64 mittels eines Verschlussringes 66, der auf seiner Unterseite mit einer Vielzahl
von Nuten 67 versehen ist, die in der Anzahl und Ausgestaltung auf die Stege 65 im
Deckel 32 abgestimmt ist. Zwischen den Nuten 67 besitzt der Verschlussring eine Vielzahl
von Nasen 68, die auf die Zwischenräume 69 abgestimmt sind, die vom Durchbruch 64
im Deckel 32 gebildet werden. Es ist vorgesehen, dass der Verschlussring 66 in der
vorliegenden nicht erfindungsgemäßen Variante vor der Montage des Vorratsbehälters
auf den Fortsatz 42 aufgeschoben wird und ständig dort verbleibt. Nach einer Bewegung
entlang der Längsachse des Fortsatzes 42 kann der Verschlussring 66 mit seinen Nasen
68 in die Zwischenräume 69 des Durchbruchs 64 eingreifen und mit einer entgegen gesetzten
Bewegung aus dem Durchbruch 64 entfernt werden. Dadurch wird eine einfache und sichere
Luftzufuhr in den Vorratsbehälter ermöglicht, auch wenn dieser an einer Hängebecherpistole
verwendet wird.
[0037] Selbstverständlich muss sich der Durchbruch 64 zum Erfüllen der Luftzufuhrfunktion
nicht um den gesamten Umfang des Fortsatzes 42 erstrecken und kann in Radialrichtung
mehr oder weniger groß als zuvor beschrieben sein.
[0038] Ebenso muss der Verschluss des Durchbruchs 64 oder eines andersartigen Durchbruches
nicht über den beschriebenen Verschlussring 66 erfolgen; es sind auch andere nicht
erfindungsgemäßen Varianten für den Verschluss denkbar, z. B. Einzelzapfen oder aber
abziehbare Aufkleber oder dergleichen.
[0039] Ebenso kann eine Labyrinthdichtung oder dergleichen den bedarfsweisen Verschluss
des Durchbruchs 64, eines anderen Durchbruches oder bei der nicht erfindungsgemäßen
Variante nach den Fig. 11 und 12 den bedarfsweisen Verschluss des Röhrchens 62 ermöglichen.
[0040] In Fig. 16 ist ein abgewandeltes Beispiel von Fig. 2 dargestellt; gleiche Bauteile
sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Bei dieser nicht erfindungsgemäßen Variante
ist kein Dübel oder dergleichen vorhanden und die Luftzufuhr erfolgt auch nicht über
den Deckel 32 des Vorratsbehälters 30. Die Luftzufuhr wird hier über eine durchgehende
Bohrung 63 in dem zur Spritzpistole gehörenden Anschlussstück 16 bewerkstelligt, das
hier die Funktion einer Materialaussparung für die Luftzufuhr in den Vorratsbehälter
erfüllt, und zwar im Einlassbereich 100 des nicht dargestellten Gesamtzusammenbaus
aus Spritzpistole und Vorratsbehälter. Die Bohrung 63 besitzt einen ziemlich kleinen
Durchmesser, verglichen mit dem Anschlussstück 16. Sie könnte bei Bedarf beispielsweise
mit einem Stopfen oder dergleichen verschlossen werden. Eine Labyrinthdichtung oder
dergleichen könnte ebenfalls vorgesehen werden.
[0041] In einer anderen nicht erfindungsgemäßen Variante könnte zur Luftzufuhr in den Vorratsbehälter
eine Bohrung 63 oder dergleichen im Anschlussstutzen 15 der Spritzpistole oder an
einer anderen Stelle der Spritzpistole vorgesehen sein. Die Bohrung 63 könnte über
einen Schlauch oder dergleichen mit dem Vorratsbehälter verbunden bzw. verbindbar
sein. Der Schlauch könnte gesteckt, geschraubt oder in eines der beiden Bauteile lösbar
oder unlösbar eingeklebt oder eingeschweißt sein.
1. Vorratsbehälter (30) für flüssiges Material, insbesondere zur Verwendung an einer
Spritzpistole, mit einem Farbbecher (31), der vorzugsweise wenigstens eine durchsichtige
oder durchscheinende, vorzugsweise mit wenigstens einer Mischskala versehene Seitenwand
(33) und einen Boden (36) aufweist, der vorzugsweise einen Belüftungsmechanismus (38)
sowie vorzugsweise einen Stützrand (37) aufweist, einem auf den Farbbecher (31) aufsetzbaren
Verschlussdeckel (32), an dem vorzugsweise über wenigstens ein Filmscharnier (71)
wenigstens ein Kappenelement (70) lösbar angebracht ist, und der einen vorzugsweise
rohrförmigen Fortsatz (42) zum direkten oder indirekten Anschluss an den Spritzpistolenkörper
(1) aufweist, wobei im Bereich des Fortsatzes (42) eine Luftzufuhr in den Vorratsbehälter
(30) vorgesehen ist,
wozu im Fortsatz (42) ein Dübel (50) oder dergleichen vorgesehen ist, der wenigstens
eine Materialaussparung (54) aufweist,
wobei der Fortsatz (42) rohrförmig und der Dübel (50) im Wesentlichen hohlzylindrisch
ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Dübel (50) mit einem Außendurchmesser (51) ausgebildet ist, der derart passend
zum Innendurchmesser (43) des rohrförmigen Fortsatzes (42) gestaltet ist, dass der
Dübel (50) wenigstens bereichsweise nahezu über seine gesamte Länge an der Innenwand
des Fortsatzes (42) anliegen kann, und dass die wenigstens eine Materialaussparung
(54) als Vertiefung oder Loch im Dübel (50) ausgestaltet ist.
2. Vorratsbehälter (30) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dübel (50) geschlitzt ist und wenigstens ein Rastelement (58) aufweist.
3. Vorratsbehälter (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dübel (50) mit wenigstens einem Dichtwulst (59) ausgestattet ist.
4. Vorratsbehälter (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dübel (50) vorzugsweise eine Haltefunktion für wenigstens ein weiteres Bauteil
(16, 17, 42, 60) hat.
5. Vorratsbehälter (30) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Dübel (50) direkt oder indirekt ein Förderelement (17) für das zu verspritzende
Material festhalten kann.
6. Vorratsbehälter (30) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderelement (17) mit einem Sieb (18) ausgestattet ist.
7. Vorratsbehälter (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (42) über einen Adapter (60) an die Spritzpistole anschließbar ist.
8. Vorratsbehälter (30) nach den Ansprüchen 4 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Dübel (50) mit dem Adapter (60) zusammenwirkt.
9. Vorratsbehälter (30) nach Anspruch 5 oder 8, wenn abhängig vom Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Dübel (50) mit einem Anschlussstück (16) für das Förderelement (17) zusammenwirkt.
1. Storage container (30) for liquid material, in particular for use on a spray gun,
having a paint cup (31) which has preferably at least one transparent or translucent
side wall (33), provided preferably with at least one mixing scale, and a base (36)
which has preferably a ventilating mechanism (38) and preferably a supporting edge
(37), having a closure lid (32) which is able to be placed on the paint cup (31) and
on which at least one cap element (70) is releasably attached preferably via at least
one film hinge (71), and which has a preferably tubular extension (42) for direct
or indirect attachment to the spray gun body (1), wherein an air feed into the storage
container (30) is provided in the region of the extension (42),
to which end, a plug (50) or the like is provided in the extension (42), said plug
(50) or the like having at least one material cutout (54),
wherein the extension (42) is configured in a tubular manner and the plug (50) is
configured in a substantially hollow-cylindrical manner, characterized in that the plug (50) is configured with an outside diameter (51) which is designed to match
the inside diameter (43) of the tubular extension (42) such that the plug (50) can
bear against the inner wall of the extension (42) at least regionally, virtually along
its entire length, and in that the at least one material cutout (54) is configured as a recess or hole in the plug
(50).
2. Storage container (30) according to Claim 1, characterized in that the plug (50) is slotted and has at least one catch element (58).
3. Storage container (30) according to one of the preceding claims, characterized in that the plug (50) is equipped with at least one sealing bead (59).
4. Storage container (30) according to one of the preceding claims, characterized in that the plug (50) has preferably a holding function for at least one further component
(16, 17, 42, 60).
5. Storage container (30) according to Claim 4, characterized in that the plug (50) can directly or indirectly retain a delivery element (17) for the material
to be sprayed.
6. Storage container (30) according to Claim 5, characterized in that the delivery element (17) is equipped with a screen (18).
7. Storage container (30) according to one of the preceding claims, characterized in that the extension (42) is attachable to the spray gun via an adapter (60).
8. Storage container (30) according to Claims 4 and 7, characterized in that the plug (50) cooperates with the adapter (60).
9. Storage container (30) according to Claim 5 or 8, when dependent on Claim 5, characterized in that the plug (50) cooperates with an attachment piece (16) for the delivery element (17).
1. Réservoir (30) pour un matériau fluide, en particulier pour l'utilisation avec un
pistolet de pulvérisation, comprenant un godet à peinture (31) qui présente de préférence
au moins une paroi latérale (33) transparente ou translucide, pourvue de préférence
d'au moins une échelle de mélange, et d'un fond (36) qui présente de préférence un
mécanisme de ventilation (38) et de préférence un bord de support (37), un couvercle
de fermeture (32) pouvant être posé sur le godet à peinture (31), sur lequel est monté
de manière amovible au moins un élément de capuchon (70) de préférence par le biais
d'au moins une charnière à film (71), et qui présente une saillie de préférence de
forme tubulaire (42) pour le raccordement direct ou indirect au corps du pistolet
de pulvérisation (1), une alimentation en air étant prévue dans le réservoir (30)
dans la région de la saillie (42),
une cheville (50) ou similaire étant prévue dans la saillie (42), laquelle présente
au moins un évidement de matériau (54),
la saillie (42) étant réalisée sous forme tubulaire et la cheville (50) étant réalisée
essentiellement sous forme cylindrique creuse, caractérisé en ce que la cheville (50) est réalisée avec un diamètre extérieur (51) qui est configuré de
manière adaptée au diamètre intérieur (43) de la saillie de forme tubulaire (42) de
telle sorte que la cheville (50) peut s'appliquer au moins en partie pratiquement
sur toute sa longueur contre la paroi intérieure de la saillie (42), et
en ce que l'au moins un évidement de matériau (54) est réalisé sous forme de renfoncement ou
de trou dans la cheville (50).
2. Réservoir (30) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la cheville (50) est fendue et présente au moins un élément d'encliquetage (58).
3. Réservoir (30) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la cheville (50) est configurée avec au moins un bourrelet d'étanchéité (59).
4. Réservoir (30) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la cheville (50) présente de préférence une fonction de retenue pour au moins un
composant supplémentaire (16, 17, 42, 60).
5. Réservoir (30) selon la revendication 4, caractérisé en ce que la cheville (50) peut fixer directement ou indirectement un élément de refoulement
(17) pour le matériau à pulvériser.
6. Réservoir (30) selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'élément de refoulement (17) est muni d'un filtre (18).
7. Réservoir (30) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la saillie (42) peut être raccordée au pistolet de pulvérisation par le biais d'un
adaptateur (60).
8. Réservoir (30) selon les revendications 4 et 7, caractérisé en ce que la cheville (50) coopère avec l'adaptateur (60).
9. Réservoir (30) selon la revendication 5 ou 8 lorsqu'elle dépend de la revendication
5, caractérisé en ce que la cheville (50) coopère avec une pièce de raccordement (16) pour l'élément de refoulement
(17).