[0001] Die Erfindung betrifft einen faltbaren Kranausleger für einen Turmkran, insbesondere
für einen Untendreherkran, mit wenigstens zwei gelenkig miteinander verbundenen Auslegerteilen,
einer Auslegerabspannung sowie einem Montageseil zur Auslegermontage.
[0002] Es sind Mobilbaukrane bekannt, die einen Kranturm und einen daran angeordneten faltbaren
Kranausleger aufweisen. Der Kranausleger besteht aus wenigstens zwei Auslegersegmenten,
die für den Krantransport platzsparend zusammengefaltet werden. Für den Kranbetrieb
werden diese mit Hilfe eines Montageseils entfaltet und in die für den Kranbetrieb
notwendige Horizontallage gebracht. Der Ausleger wird durch eine zusätzliche Auslegerabspannung
während der Hubarbeit abgespannt.
[0003] In Figur 1 ist ein bekannter faltbarer Kranausleger skizziert. Der Ausleger umfasst
zwei gelenkig miteinander verbundene Auslegersegmente 1, 2, die für den Krantransport
platzsparend gefaltet werden können. Das Entfalten der Auslegerteile 1, 2 wird über
das Montageseil 4 bewerkstelligt, das zum einen endseitig an der Seilwinde 5 fixiert
ist und mit dem verbleibenden Ende an der Abspannstange 3 angeordnet ist. Wird das
Montageseil 4 von der Seilwinde 5 abgelassen, dann senken sich die Auslegerteile 1,2
aufgrund ihrer Gewichtskraft in die horizontale Auslegerposition. Nach erfolgreicher
Auslegermontage wird das Seil 4 entlastet. Für den nachfolgenden Kranbetrieb mit horizontalem
Ausleger kommt dem Montageseil 4 keine weitere Funktion zu.
[0004] Nachteilig an der gezeigten Ausführungsform ist jedoch, dass aufgrund des Faltmechanismus
des Auslegers für die Abspannung 7 eine aufwendige Konstruktion notwendig ist. Diese
ist mit einem Faltkinematikteil und einem Seilelement ausgestattet, um das seitliche
Ausklappen der Abspannung 7 zu ermöglichen.
[0005] Die
DE 299 19 790 U1 und
DE 80 13 808 U1 zeigen Turmdrehkräne, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, bei denen das Montageseil
über eine zwischen zwei Auslegerteilen angeordnete Zwischenstütze geführt und mit
einem Auslegerteil verbunden ist und dabei eine tragende Funktion übernimmt.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine kostengünstigere und einfachere
Möglichkeit der Auslegerabspannung für einen faltbaren Kranausleger aufzuzeigen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen faltbaren Kranausleger gemäß den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Der faltbare Ausleger umfasst zumindest zwei gelenkig miteinander verbundene
Auslegerteile. Das erste Auslegerteil ist gelenkig mit dem Turm, d.h. der Turmspitze
des Krans verbindbar bzw. verbunden. Das wenigstens zweite Auslegerteil ist gelenkig
mit dem ersten Auslegerteil verbunden. Für den Krantransport können die Auslegerteile
gegeneinander verklappt bzw. raumsparend zusammengefaltet werden. Im Kranbetrieb nehmen
die Auslegerteile eine horizontale bzw. nahezu horizontale Ausrichtung ein. Zur Auslegermontage
für den Kranbetrieb steht ein Montagseil zur Verfügung, mittels dem die einzelnen
Auslegerteile in die Betriebsposition verbringbar sind.
[0008] Der faltbare Ausleger kann neben den wenigstens zwei gelenkig verbundenen Auslegerteilen
ein oder mehrere weitere Auslegerteile aufweisen, die entweder starr oder ebenfalls
faltbar mit den wenigstens zwei Auslegerteilen verbunden sind. Beispielsweise können
diese an der äußeren Spitze des zweiten Auslegerteils angeordnet sein, insbesondere
gelenkig angeordnet sein. Einzelne Auslegerteile können einteilig oder auch mehrteilig
ausgeführt sein.
[0009] Die erfindungswesentliche Idee der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, das
bisher zwingend notwendige Montageseil für die Auslegermontage auch für den späteren
Kranbetrieb als Abspannung zu verwenden. Hierdurch wird der entfaltete Kranausleger
während des Kranbetriebs mit horizontalem Ausleger zumindest teilweise durch das Montageseil
abgespannt. Gewisse Teile der bisherigen Auslegerabspannung können zumindest teilweise
eingespart werden. Insbesondere lassen sich diejenigen Teile der Auslegerabspannung
einsparen, die aufgrund der erforderlichen Faltkinematik besonders aufwendig konstruiert
waren.
[0010] Zusätzlich weist der Kranausleger eine Mittelstütze auf, über diese das Montageseil
vom ersten Auslegerteil zu wenigstens einem zweiten Auslegerteil geführt ist. Dabei
ist das Montageseil über die obere Spitze der Mittelstütze geführt. Als Führungsmittel
ist eine Seilrolle vorgesehen, die an der Spitze bzw. im Bereich der Spitze der Mittelstütze
befestigt ist bzw. sind. Die Mittelstütze, welche in der Gelenkverbindung der gelenkig
miteinander verbundenen Auslegerteile schwenkbar gelagert ist, umfasst ferner einen
Teleskopmechanismus, mittels dem die Mittelstütze bzw. die an der Spitze angeordnete
Seilrolle dem abhebenden Seil während der Krandemontage nachführbar ist. Idealerweise
verbleibt das Montageseil hierbei stets in Kontakt mit der Seilrolle.
[0011] Die Erfindung ermöglicht eine vereinfachte Auslegerabspannung, wodurch anfallende
Herstellungs- und Wartungskosten verringert werden können. Dem Montageseil kommt eine
Doppelfunktion zu, eine Entlastung des Montageseils analog zum Stand der Technik ist
nicht mehr vorgesehen.
[0012] Zur Optimierung der Abspannfunktion ist es vorteilhaft, wenn das Montageseil von
der Mittelstütze bis zum äußeren Bereich des zweiten Auslegerteils bzw. bis in die
Nähe der äußeren Spitze des zweiten Auslegerteils geführt ist. Das Montageseil ist
in diesem Punkt bzw. in diesem Bereich am zweiten Auslegerteil entweder fixiert oder
ist durch eine Umlenkrolle umgelenkt.
[0013] Besonders zweckmäßig ist es, wenn der Abstand zwischen der Mittelstütze und dem Fixierungs-
bzw. Umlenkpunkt des Montageseils an der äußeren Spitze des zweiten Auslegerteils
möglichst groß gewählt wird. Hierdurch kann die notwendige Halteseilkraft im Kranbetrieb
reduziert werden. Zudem wird der Krakarm des zweiten Auslegerteils auf ein sinnvolles
Maß reduziert, d.h. es erfolgt eine Auskragung über den Halteseilpunkt hinaus. Dies
erlaubt eine Minimierung des Auslegerstahlbaugewichtes.
[0014] In der einfachsten Ausführungsform verläuft das Montageseil vom ersten Auslegerteil,
insbesondere vom Anlenkpunkt des ersten Auslegerteils am Kranturm, über die Mittelstütze
bis hin zur äußeren Spitze des zweiten Auslegerteils.
[0015] Während der Kranmontage, d.h. während des Zusammenklappens der Auslegerteile, kann
das Montageseil von der Führung bzw. Seilrolle der Mittelstütze abheben. Vorzugsweise
sind konstruktive Lösungen für die sichere Einfädelung des Montageseils während des
Entfaltens der Auslegerteile vorgesehen. Es bietet sich an, die Seilrolle mit ein
oder mehreren Seilfangarmen auszustatten, die ein Einfädeln des Montageseils während
des Entfaltens der Auslegerteile vereinfachen.
[0016] Zusätzlich oder alternativ kann die Seilrolle der Mittelstütze mit einer festen Gegenrolle
ausgestattet sein, wodurch das Montageseil stets an der Mittelstütze eingefädelt verbleibt.
Diese konstruktive Lösung hat jedoch den Nachteil, dass die Seilkraft zum vollständigen
Auslegerzusammenziehen sehr groß wird, da der resultierende Hebelarm am Montageabschluss
sehr klein wird.
[0017] Zur Aufrichtung der Mittelstütze während des Entfaltens können ein oder mehrere Montagehilfsseile
vorgesehen sein. Diese Hilfsseile sind endseitig mit der Mittelstütze und dem jeweiligen
Auslegerteil verbunden. Zudem können diese Montagehilfsseile gleichzeitig als Arretierungsmittel
der Mittelstütze dienen.
[0018] Zur Reduzierung der auf das Montageseil einwirkenden Haltekräfte kann dieses bevorzugt
mehrfach eingeschert sein. Zweckdienlich ist hierbei eine mehrfache Einscherung des
Seilverlaufs zwischen Mittelstütze und zweiten Auslegerteils. Beispielsweise sind
im Bereich des äußeren Endes des zweiten Auslegerteils sowie an der Mittelstütze ein
oder mehrere Umlenkrollen vorgesehen, die eine Mehrfacheinscherung zwischen Mittelstütze
und zweiten Auslegerteils zulassen.
[0019] Weiterhin kann es zweckmäßig sein, wenn am ersten und/oder zweiten Auslegerteil zusätzliche
Umlenkrollen für das Montageseil vorgesehen sind. Beispielsweise kann wenigstens eine
Umlenkrolle am ersten und/oder zweiten Auslegerteil in der Nähe der Mittelstütze angeordnet
sein. In diesem Fall verläuft das Montageseil zumindest teilweise parallel zum ersten
und/oder zweiten Auslegersegment und wird mittels der zusätzlichen Umlenkrolle zur
Mittelstütze hin umgelenkt. Idealerweise ist am ersten und zweiten Auslegerteil jeweils
wenigstens eine zusätzliche Umlenkrolle vorgesehen, die mit möglichst geringem Abstand
zur Mittelstütze am jeweiligen Auslegerteil montiert ist.
[0020] Idealerweise ist das Montageseil zwischen den zusätzlichen Umlenkrollen und der Mittelstütze
mehrfach eingeschert, um die angreifenden Haltekräfte während des Kranbetriebs auf
das Montageseil weiter zu optimieren bzw. zu reduzieren.
[0021] Die Betätigung des Montageseils erfolgt vorzugsweise über eine Hilfswinde. Bevorzugt
ist die Hilfswinde am ersten Auslegerteil, besonders bevorzugt im Bereich des Anlenkpunktes
zwischen ersten Auslegerteil und Kranturm angeordnet. Mit Hilfe der Seilwinde kann
das Montageseil abgelassen und somit ein Entfalten der Auslegerteile bewirkt werden.
[0022] Die Hilfswinde ist idealerweise mit einer sicherheitsgerichteten Haltebremse oder
alternativ mit einer Sperreinrichtung ausgestattet, wodurch auch während des Kranbetriebs
eine ausreichende Zugspannung für die Abspannung des Kranauslegers erreicht wird.
Die Verwendung einer Hilfswinde mit einer Haltebremse ermöglicht die Integration einer
vergleichsweise preisgünstigen Überwachungselektronik. Die Haltebremse, insbesondere
Scheibenbremse, kann sensorüberwacht sein, was gegenüber einer teuren Sperrklinkenkonstruktion
bzw. einer sonstigen mechanischen Absicherung weniger komplex und preisgünstiger ist.
[0023] Die Anordnung der Hilfswinde erfolgt nicht zwingend am ersten Auslegerteil. Alternativ
kann die Hilfswinde auch am zweiten Auslegerteil, insbesondere im Bereich des äußeren
Endes des Auslegerteils montiert sein. Als weitere Alternative bietet sich eine externe
Befestigung der Hilfswinde bzw. der Einzugseinrichtung des Montageseils an, beispielsweise
an einem beliebigen Kranbauteil, das nicht dem faltbaren Kranausleger zuzurechnen
ist. Mögliche wäre die externe Montage am Kranturm. Für die externe Montage wird das
Montageseil von der Einzugsvorrichtung in Richtung des ersten Auslegerteils geführt,
die Anordnung ein oder mehrerer Umlenkrollen ist zweckdienlich.
[0024] Der Kranausleger kann weiterhin eine sogenannte Nackenabspannung aufweisen, über
die der Ausleger in die Betriebsposition gezogen wird. Im Kranbetrieb nimmt die Nackenabspannung
Eigengewichts- und Nutzlastbelastungen des Kranauslegers auf.
[0025] Die Erfindung betrifft des Weiteren einen Kran, insbesondere einen Mobilbaukran,
mit einem faltbaren Ausleger gemäß der vorliegenden Erfindung bzw. einer vorteilhaften
Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung. Der Kran weist offensichtlich dieselben
Vorteile und Eigenschaften wie der erfindungsgemäße Kranausleger auf, weshalb an dieser
Stelle auf eine wiederholende Beschreibung verzichtet wird.
[0026] Zudem betrifft die Erfindung die Verwendung eines Auslegermontageseils für die Abspannung
eines faltbaren Kranauslegers während des Kranbetriebs. Das Auslegermontageseil ist
bei Faltauslegern für den Montage- bzw. Demontagevorgang notwendig. Während des regulären
Kranbetriebs war das Montageseil bisher ohne Funktion. Erfindungswesentlich ist nun,
dass das Auslegermontageseil während des Kranbetriebs nicht entspannt wird, sondern
zur Abspannung zumindest eines Auslegerteils verwendet wird und die angreifenden Haltekräfte
auf den Ausleger aufnimmt.
[0027] Weitere Vorteile und Eigenschaften der Erfindung sollen im Folgenden anhand mehrerer
in den Figuren dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
- Figur 1:
- einen bekannten faltbaren Kranausleger nach dem Stand der Technik,
- Figur 2:
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines Kranauslegers, das nicht Teil der Erfindung ist.
- Figur 3:
- diverse konstruktive Erweiterungen des Ausführungsbeispiels aus Figur 2.
- Figur 4:
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines Kranauslegers, das nicht Teil der Erfindung
ist. und
- Figur 5:
- ein drittes Ausführungsbeispiel eines Kranauslegers. das nicht Teil der Erfindung
ist.
[0028] Auf die Figur 1 wurde bereits im einleitenden Teil dieser Beschreibung Bezug genommen.
Wiederholende Erläuterungen zur Figur werden daher in diesem Teil der Beschreibung
als nicht notwendig erachtet.
[0029] Figur 2 zeigt eine einfache Ausführungsvariante des Kranauslegers. das nicht Teil
der Erfindung ist. Der Kranausleger umfasst zwei gelenkig miteinander verbundene Auslegerteile
10, 20. Das erste Auslegerteil 10 ist endseitig über die Anlenkpunkte 30 mit dem Kranturm
verbunden. In der Gelenkverbindung 12 der beiden Auslegerteile 10, 20 ist zudem die
Mittelstütze 40 schwenkbar gelagert.
[0030] Die Figur 2 zeigt den Kranausleger im entfalteten Zustand, d.h. während des Kranbetriebs
mit horizontaler Auslegerstellung. Für den Krantransport können beide Auslegerteile
10, 20 um die Gelenkverbindung 12 gegeneinander verklappt bzw. zusammengefaltet werden.
[0031] Für den Falt- /Entfaltvorgang ist das Montageseil 50 vorgesehen, dass endseitig im
Fixpunkt 52 an der Seilwinde 70 befestigt ist. Das Montageseil 50 wird ausgehend von
der Hilfswinde 70 über die Spitze der Mittelstütze 40 und einer daran vorgesehenen
Seilumlenkrolle 60 in Richtung des zweiten Auslegerteils 20 geführt. Das offene Ende
des Montageseils 50 ist im Bereich der Auslegerspitze des zweiten Auslegerteils 20
im Fixpunkt 51 fixiert. Durch Betätigung der Seilwinde 70 kann das Montageseil 50
eingezogen werden, wodurch beide Auslegerteile 10, 20 gegeneinander im Gelenkpunkt
12 nach oben verschwenkt werden. Umgekehrt kann die Seilwinde 70 das Montageseil 50
ablassen, um die Auslegerteile 10, 20 in ihre horizontale Lage für den Kranbetrieb
zu verbringen. Die Gelenkverbindung der Auslegerteile 10, 20 wird für den Kranbetrieb
in der horizontalen Ausrichtung fixiert. Das Montageseil 50 wird während des Kranbetriebs
mit einer Zugspannung belastet, sodass die angreifende Haltekraft auf den Ausleger
teilweise vom Montageseil 50 in Funktion einer Abspannung aufgenommen wird. Gegenüber
der Variante der Figur 1 kann durch die vorliegende Erfindung zumindest die aufwendig
konstruierte Abspannung 7 entfallen.
[0032] Die Auslegerkonstruktion der Figur 2 zeigt eine am ersten Auslegerteil 10 montierte
Seilwinde 70. Diese kann jedoch ohne Einschränkung auch am zweiten Auslegerteil 20,
insbesondere im Bereich des zweiten Seilfixpunktes 51 befestigt sein. Der zweite Seilfestpunkt
51 wäre dann umgekehrt am ersten Auslegerteil 10 vorzusehen.
[0033] Die dargestellten Auslegerteile 10, 20 können einteilig oder aus mehreren Einzelbauteilen
zusammengesetzt sein. Zudem kann der Ausleger mehr als zwei Auslegerteile umfassen.
In einer Ausführungsform, die ebenfalls nicht Teil der Erfindung ist, könnte die Mittelstütze
40 anstatt im Verbindungsgelenk 12 an dem ersten oder zweiten Auslegerteil 10, 20
gelagert sein.
[0034] Das Aufrichten der Mittelstütze 40 erfolgt über die beiden Hilfsseile 80, die zudem
zur Arretierung der Mittelstütze während des Kranbetriebs in der dargestellten vertikalen
Ausrichtung beitragen. Neben der Verwendung von Hilfseilen 80 stehen jedoch eine Reihe
von alternativen Lösungen zur Aufrichtung und Arretierung der Mittelstütze 40 zur
Verfügung, die sich ohne Weiteres mit dem erfindungsgemäßen Gedanken der vorliegenden
Erfindung vereinbaren lassen.
[0035] Da die Halteseilfixpunkte 51, 52 einen sehr großen Abstand A1, A2 (vgl. Figur 3a)
zur Mittelstütze 40 aufweisen, kann sich das Montageseil 50 während der Auslegermontage
von der Seilrolle 60 der Mittelstütze 40 abheben. Aus diesem Grund sind gezielte Maßnahmen
wünschenswert, die diesen Effekt entweder verhindern bzw. ein sicheres Wiedereinfädeln
während des Entfaltens des Auslegers gewährleisten. Die einzelnen Maßnahmen sollen
anhand der Figurendarstellungen 3b bis 3e erläutert werden.
[0036] Ein sicheres Einfädeln des Montageseils 50 auf der Seilrolle 60 kann mit Hilfe einer
Konstruktion in Form eines Seilfangarmes 100 gemäß Figur 3b erreicht werden. Der Seilfangarm
100 umfasst zwei sich schräg nach oben von der Seilrolle 60 erstreckende Wandungen
101, 102, die sich im Bereich der Seilrolle 60 schneiden und eine V-Form bilden. Das
sich durch den Entfaltvorgang der Seilrolle 60 annähernde Seil 50 kann durch den Seilfangarm
100 besser eingefangen werden und beim weiteren Ablassen der Auslegerteile 10, 20
sicher auf der Seilrolle 60 eingefädelt werden. Erfindungsgemäß ist die Mittelstütze
40 mit einem Teleskopmechanismus ausgestattet wie dies skizzenhaft in der Figur 3c
angedeutet ist. In diesem Fall kann die Seilrolle 60 beim Aufklappen der Auslegerteile
10, 20 dem Montageseil 50 nachgeführt werden, sodass dieses stets in Kontakt mit der
Seilrolle 60 verbleibt.
[0037] Als weitere Alternative, die nicht Teil der Erfindung ist, bietet sich die Ausführungsform
gemäß Figur 3d an. Hierbei wird die Mittelstütze 40 mit einer passenden Gegenrolle
61 zur Seilrolle 60 ausgestattet. Durch die Kombination der Seilrollen 60, 61 verbleibt
das Montageseil 50 sowohl während des Kranbetriebs als auch während des Transportzustandes
an der Mittelstütze 40 eingefädelt. Nachteilig bei dieser Ausführungsform ist jedoch,
dass die notwendige Seilkraft zum vollständigen Auslegerzusammenziehen ansteigt, weil
der Hebelarm L1 und L2 am Montageabschluss sehr klein wird (siehe Figur 3e). Als mögliche
Gegenmaßnahme liegt der Fixpunkt 51 des Montageseils 50 am zweiten Auslegerteil 20
nicht auf der Auslegeroberseite sondern auf der Unterseite des Auslegers.
[0038] Die Konstruktion der Figur 3c kann - wie dargestellt - ebenfalls eine Gegenrolle
61 umfassen. Der Einsatz der Gegenrolle ist jedoch optional und nicht zwingend notwendig.
[0039] Eine etwas komplexere Ausführungsform, die nicht Teil der Erfindung ist, ist der
Figur 4 zu entnehmen. Figur 4a zeigt den Kranausleger im nahezu vollständig zusammengefalteten
Zustand, während Figur 4b den Kranausleger im nahezu vollständig entfalteten Zustand
abbildet. Gegenüber dem Ausführungsbeispiel der Figur 2 ist das Montageseil 50 nicht
im Punkt 51 des zweiten Kranauslegerteils 20 fixiert, sondern ist stattdessen über
eine Umlenkrolle 53 wieder zurück zur Mittelstütze 40 geführt und spitzenseitig fest
an der Mittelstütze 40 im Punkt 59 fixiert.
[0040] Zusätzlich sind zwei weitere Umlenkrollen 54, 55 vorgesehen, wobei jeweils eine Umlenkrolle
am ersten und zweiten Auslegerteil 10, 20 mit möglichst geringem Abstand A1, A2 zur
Mittelstütze 40 befestigt ist. Die Seilführung des Montageseils 50 verläuft ausgehend
vom Fixpunkt 52 an der Seilwinde 70 in Richtung der ersten Umlenkrolle 54 und ist
von dieser zur Seilrolle 60 an der Mittelstütze geführt. Diese lenkt das Montageseil
in Richtung der zweiten Umlenkrolle 55 des zweiten Auslegerteils 20 um. Ausgehend
von der Umlenkrolle 55 verläuft das Montageseil parallel zum Ausleger 20 in Richtung
der äußeren Umlenkrolle 53, die das Montageseil 50 zurück zur Mittelstütze 40 führt.
[0041] Über die Nackenabspannung 110 kann der Kranausleger in die Betriebsposition gezogen
werden. Während des Kranbetriebs werden von der Nackenabspannung 110 Eigengewichts-
und Nutzlastbelastungen des Kranauslegers aufgenommen.
[0042] Die Nackenabspannung 110 umfasst entfaltbare Stützen 111, 112 zur Aufnahme der Abspannverseilung.
Der Abspannverseilung unterteilt sich in eine erste Abspannung 114, die von der Stütze
112 in Richtung der Umlenkrolle 54 verläuft und am ersten Kranauslegerteil 10 angeschlagen
ist. Die zweite Abspannung 115 verläuft von der Stütze 112 in Richtung der Mittelstütze
40. Optional kann der Kran mit einem weiteren Auslegersegment 130 erweitert werden,
das gelenkig am äußeren Ende des zweiten Auslegerteils 20 befestigt ist. In diesem
Fall wird eine weitere Abspannverseilung 117 benötigt, die von der Mittelstütze 40
über eine weitere Stütze 116 zum weiteren Auslegerteil 130 verlaufen würde.
[0043] Die Abstände A1, A2 zwischen den Umlenkrollen 54, 55 und der Mittelstütze 40 sind
sinnvollerweise so klein wie möglich zu wählen. In der Regel ist der Abstand abhängig
von der Mittelstützenhöhe. Sinnvollerweise werden die Abstände A1, A2 so gewählt,
dass die Auslegermittelstütze 40 bei der Montage der Seilrolle 60 in die Betriebsposition
gedrückt wird und mit ausreichender Sicherheit in dieser Betriebsposition verbleibt.
Zudem sollten die Abstände A1, A2 so festgelegt werden, dass der Hebelarm L1 und L2
in allen Montagephasen ausreichend groß bleibt, insbesondere während der Montagephase
gemäß Figur 4a.
[0044] Der Abstand A3 zwischen der Umlenkrolle 53 und der Mittelstütze 40 soll demgegenüber
möglichst groß gewählt werden, um die resultierende Halteseilkraft während des Kranbetriebs
soweit wie möglich zu reduzieren. Normalerweise ist der Hebelarm L3 größer als die
beiden Hebelarme L1, L2. Zudem wird der Krakarm des Auslegerteils 20 auf ein sinnvolles
Maß beschränkt, insbesondere erfolgt eine Auskragung über den Halteseilpunkt hinaus,
wodurch das Auslegerstahlbaugewicht minimiert wird.
[0045] Prinzipiell könnten die am Auslegerteil 20 fixierten Umlenkrollen 55, 53 auch zu
einer einzigen Umlenkrolle vereint werden. Allerdings würde diese Maßnahme zu Nachteilen
bei der Mittelstützenmontage oder zu größeren Halteseilkräften bzw. zu einem schwereren
Auslegerstahlbau führen.
[0046] Ein letztes Ausführungsbeispiel das nicht Teil der Erfindung ist. ist der Figur 5
zu entnehmen. Gegenüber der Figur 4 ist das Montageseil 50 zwischen der Mittelstütze
40 und der Umlenkrolle 53 sowie zwischen der Umlenkrollen 54 und der Mittelstütze
40 mehrfach eingeschert. Hierzu sind zusätzliche Umlenkrollen 62, 58 an der Mittelstütze
40 sowie am Auslegerteil 10 notwendig. Sinnvollerweise wird die Anzahl der Seileinscherungen
zwischen der Fixrolle 54 am Auslegerteil 10 sowie zwischen der Fixrolle 53 und der
Mittelstütze 40 so gewählt, dass das Montageseil 50 in der Kranmontage und im Kranbetrieb
ähnlich stark belastet wird. Zusätzlich könnte auch eine Mehrfacheinscherung zwischen
der Umlenkrolle 55 und der Mittelstütze 40 gewählt werden.
[0047] Das offene Seilende ist im Fixpunkt 51 an der Abspannstütze 112 der Nackenabspannung
110 befestigt. Die Befestigung an der Abspannstütze 112 bewirkt, dass diese während
der Krandemontage durch Einziehen des Montageseils 50 an den Kranausleger 10 herangezogen
wird.
[0048] In der Figur 5 ist die Mittelstütze nicht mehr im Gelenkpunkt 12 gelagert, sondern
schwenkbar am Auslegerteil 10 befestigt. In den dargestellten Ausführungsvarianten
der Figuren 2, 4 und 5 ist die Seilwinde 70 stets am ersten Auslegerteil 10 befestigt.
Prinzipiell lässt sich das verwendete Seileinzugssystem für die Faltung der Auslegerteile
10, 20 auch an jeder anderen Krankomponente, beispielsweise am Kranturm 150 montieren.
Das Seil 50 wird dann in der Regel über ein oder mehrere zusätzliche Umlenkrollen
im Bereich des Anlenkpunktes des ersten Auslegerfaltteils 10 am Kranturm zugeführt.
[0049] Das Montageseil 50 der Ausführungsbeispiele wird immer einseitig über die Seilwinde
70 gezogen, während das offene Ende fest mit einem der Kranauslegerteile verbunden
ist. Alternativ lassen sich auch beide Seilenden über ein Seileinzugssystem einziehen
bzw. ablassen.
[0050] Das in den Figuren 2 bis 4 dargestellte Ausführungsbeispiel mit zwei Auslegerfaltteilen
10, 20 muss nicht zwangsläufig an einem Kranturm beginnen. Die beiden dargestellten
Faltteile 10, 20 können auch in einem mittleren oder endseitigen Auslegerabschnitt
eines mehrteiligen Auslegerfaltsystems liegen.
1. Faltbarer Kranausleger für einen Turmkran, insbesondere Untendreherkran, mit wenigstens
zwei gelenkig miteinander verbundenen Auslegerteilen (10, 20), einer Auslegerabspannung
sowie einem Montageseil (50) zur Auslegermontage,
wobei der entfaltete Kranausleger während des Kranbetriebes mit horizontalem Ausleger
zumindest teilweise durch das Montageseil (50) abgespannt ist, wobei der Kranausleger
eine Mittelstütze (40) aufweist, über diese das Montageseil (50) vom ersten Auslegerteil
(10) zu wenigstens einem zweiten Auslegerteil (20) mittels einer an der Spitze bzw.
im Bereich der Spitze der Mittelstütze (40) angeordneten Seilrolle (60) geführt ist,
wobei die Mittelstütze (40) in der Gelenkverbindung (12) der gelenkig miteinander
verbundenen Auslegerteile (10, 20) schwenkbar gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittelstütze (40) einen Teleskopmechanismus umfasst.
2. Faltbarer Kranausleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gegenrolle (61) zur Führung des Montageseils (50) an der Mittelstütze (40) vorgesehen
ist.
3. Faltbarer Kranausleger nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilrolle (60) der Mittelstütze (40) einen Seilfangmechanismus (100) aufweist.
4. Faltbarer Kranausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Hilfseile (80) zur Aufrichtung der Mittelstütze (40) vorgesehen
sind.
5. Faltbarer Kranausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslegermontageseil (50) am oder im Bereich des äußeren Endes des wenigstens
zweiten Auslegerteils (20) fixiert oder mittels wenigstens einer Seilrolle (53) umgelenkt
ist.
6. Faltbarer Kranausleger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageseil (50) zwischen der Mittelstütze (40) und dem äußeren Ende des wenigstens
zweiten Auslegerteils (20) ein oder mehrfach eingeschert ist, wobei die Anzahl der
Einscherungen insbesondere derart gewählt ist, so dass sich eine ähnliche Seilbelastung
während der Kranmontage und dem Kranbetrieb einstellt.
7. Faltbarer Kranausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageseil (50) mittels wenigstens einer Umlenkrolle (54, 55) am ersten und/oder
zweiten Auslegerteil (10, 20) umgelenkt ist, wobei die wenigstens eine (54, 55) Umlenkrolle
vorzugsweise in der Nähe der Mittelstütze (40) am Auslegerteil (10, 20) angeordnet
ist.
8. Faltbarer Kranausleger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageseil (50) zwischen der Mittelstütze (40) und der wenigstens einen Umlenkrolle
(54, 55) mehrfach eingeschert ist, wobei die Anzahl der Einscherungen insbesondere
derart gewählt ist, so dass sich eine ähnliche Seilbelastung während der Kranmontage
und dem Kranbetrieb einstellt.
9. Faltbarer Kranausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageseil (50) über eine Hilfswinde mit sicherheitsgerichteter Haltebremse
und/oder Sperreinrichtung spannbar ist, wobei die Hilfswinde vorzugsweise am ersten
oder zweiten Auslegerteil (10, 20) oder an einem nicht dem Kranausleger zugeordneten
Kranbauteil angeordnet ist.
10. Faltbarer Kranausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Montageseilendpunkt an der Hilfswinde und/oder mit dem ersten Auslegerteil
(10) und/oder dem zweiten Auslegerteil (20) und/oder an der Mittelstütze (40) befestigt
ist.
11. Faltbarer Kranausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kranausleger eine Nackenabspannung aufweist.
12. Kran, insbesondere Mobilbaukran, mit einem faltbaren Ausleger gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche.
1. Folding crane jib for a tower crane, in particular bottom-slewing crane, with at least
two jib parts (10, 20) connected to one another in an articulated manner, a jib bracing
as well as a mounting rope (50) for jib mounting,
wherein during crane operation with horizontal jib, the unfolded crane jib is at least
partially braced by the mounting rope (50),
wherein the crane jib comprises a central support (40) over which the mounting rope
(50) is guided from the first jib part (10) to at least a second jib part (20) by
means of a rope pulley (60) arranged at the tip or in the region of the tip of the
central support (40), wherein the central support (40) is pivotably supported in the
articulation (12) of the jib parts (10, 20) connected to one another in an articulated
manner,
characterized in that
the central support (40) includes a telescopic mechanism.
2. Folding crane jib according to claim 1, characterized in that a counter pulley (61) for guiding the mounting rope (50) is provided on the central
support (40).
3. Folding crane jib according to one of claims 1 or 2, characterized in that the rope pulley (60) of the central support (40) comprises a rope catch mechanism
(100).
4. Folding crane jib according to one of claims 1 to 3, characterized in that one or multiple auxiliary ropes (80) are provided for raising the central support
(40).
5. Folding crane jib according to one of the preceding claims, characterized in that the jib mounting rope (50) is fixed or is deflected by means of at least one rope
pulley (53) at or in the region of the outer end of the at least second jib part (20).
6. Folding crane jib according to claim 5, characterized in that the mounting rope (50) is reeved one or multiple times between the central support
(40) and the outer end of the at least second jib part (20), wherein the number of
reevings is selected in particular in such a way that a similar rope stress occurs
during the crane mounting and the crane operation.
7. Folding crane jib according to one of the preceding claims, characterized in that the mounting rope (50) is deflected by means of at least one deflection pulley (54,
55) at the first and/or second jib part (10, 20), wherein the at least one deflection
pulley (54, 55) is preferably arranged near the central support (40) on the jib part
(10, 20).
8. Folding crane jib according to claim 7, characterized in that the mounting rope (50) is reeved multiple times between the central support (40)
and the at least one deflection pulley (54, 55), wherein the number of reevings is
selected in particular in a such a way that a similar rope stress occurs during the
crane mounting and the crane operation.
9. Folding crane jib according to one of the preceding claims, characterized in that the mounting rope (50) can be braced via an auxiliary winch with safety holding brake
and/or locking device, wherein the auxiliary winch is preferably arranged on the first
or second jib part (10, 20) or on a crane component not assigned to the crane jib.
10. Folding crane jib according to one of the preceding claims, characterized in that at least one mounting rope end point is fastened to the auxiliary winch and/or to
the first jib part (10) and/or the second jib part (20) and/or on the central support
(40).
11. Folding crane jib according to one of the preceding claims, characterized in that the crane jib comprises a nape bracing.
12. Crane, in particular mobile construction crane, comprising a folding jib according
to one of the preceding claims.
1. Flèche de grue repliable pour une grue à tour, notamment une grue à partie tournante
inférieure, comprenant au moins deux parties de flèche (10, 20) reliées entre elles
de manière articulée, un haubanage de flèche ainsi qu'un câble de montage (50) pour
le montage de la flèche,
la flèche de grue dépliée pendant le fonctionnement de la grue avec la flèche horizontale
étant haubanée au moins en partie au moyen du câble de montage (50), la flèche de
gue présentant un support central (40) par l'intermédiaire duquel le câble de montage
(50) est guidé de la première partie de flèche (10) vers au moins une deuxième partie
de flèche (20) au moyen d'une poulie de câble (60) disposée au sommet ou au niveau
du sommet du support central (40), le support central (40) étant logé de manière pivotante
dans la liaison articulée (12) des parties de flèche (10, 20) reliées entre elles
de manière articulée,
caractérisée en ce
que le support central (40) comprend un mécanisme télescopique.
2. Flèche de grue repliable selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une contre-poulie (61) est ménagée pour le guidage du câble de montage (50) sur le
support central (40).
3. Flèche de grue repliable selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que la poulie de câble (60) du support central (40) présente un mécanisme récepteur de
câble (100).
4. Flèche de grue repliable selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'un ou plusieurs câbles auxiliaires (80) sont ménagés pour le redressement du support
central (40).
5. Flèche de grue repliable selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le câble de montage de flèche (50) est fixé sur ou au niveau de l'extrémité extérieure
de l'au moins deuxième partie de flèche (20) ou est dévié au moyen d'au moins une
poulie de câble (53).
6. Flèche de grue repliable selon la revendication 5, caractérisée en ce que le câble de montage (50) est passé une ou plusieurs fois entre le support central
(40) et l'extrémité extérieure de l'au moins deuxième partie de flèche (20), le nombre
de passages étant notamment sélectionné de manière à ce qu'une charge de câble similaire
se règle pendant le montage de la grue et le fonctionnement de la grue.
7. Flèche de grue repliable selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le câble de montage (50) est dévié sur la première et/ou la deuxième parties de flèche
(10, 20) au moyen d'au moins une poulie de renvoi (54, 55), l'au moins une poulie
de renvoi (54, 55) étant de préférence disposée sur la partie de flèche (10, 20) à
proximité du support central (40).
8. Flèche de grue repliable selon la revendication 7, caractérisée en ce que le câble de montage (50) est passé plusieurs fois entre le support central (40) et
l'au moins une poulie de renvoi (54, 55), le nombre de passages étant notamment sélectionné
de manière à ce qu'une charge de câble similaire se règle pendant le montage de la
grue et le fonctionnement de la grue.
9. Flèche de grue repliable selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le câble de montage (50) peut être contraint par l'intermédiaire d'un treuil auxiliaire
muni de freins de retenue en version sécurisée et/ou d'un dispositif de blocage, le
treuil auxiliaire étant de préférence disposé sur la première ou la deuxième partie
de flèche (10, 20) ou sur un composant de la grue non associé à la flèche de grue.
10. Flèche de grue repliable selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un point terminal de câble de montage est fixé sur le treuil auxiliaire et/ou
avec la première partie de flèche (10) et/ou avec la deuxième partie de flèche (20)
et/ou sur le support central (40).
11. Flèche de grue repliable selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la flèche de grue présente un haubanage de nuque.
12. Grue, notamment grue de construction mobile, comprenant une flèche repliable selon
l'une quelconque des revendications précédentes.