(19)
(11) EP 3 095 902 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
09.05.2018  Patentblatt  2018/19

(21) Anmeldenummer: 16164461.2

(22) Anmeldetag:  08.04.2016
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D04B 15/88(2006.01)

(54)

STOFFAUFWICKELVORRICHTUNG

FABRIC WINDING DEVICE

DISPOSITIF D'ENROULEMENT DE MATIERE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 20.05.2015 DE 102015107958

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
23.11.2016  Patentblatt  2016/47

(73) Patentinhaber: SIPRA Patententwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH
72461 Albstadt (DE)

(72) Erfinder:
  • Schaut, Bernhard
    72459 Albstadt (DE)
  • Brünner, Axel
    72461 Albstadt-Onstmettingen (DE)

(74) Vertreter: Kohler Schmid Möbus Patentanwälte 
Partnerschaftsgesellschaft mbB Kaiserstrasse 85
72764 Reutlingen
72764 Reutlingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-B1- 1 808 518
DE-T2- 60 019 899
DE-A1- 10 014 569
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Stoffaufwickelvorrichtung für entdoublierte und für schlauchförmige Strickwarenbahnen mit einer vertikalen Drehachse, die koaxial zur Rotationsache einer Rundstrickmaschine anordenbar ist.

    [0002] Solche Stoffaufwickelvorrichtungen, mit denen sich die von einer Rundstrickmaschine produzierten schlauchförmigen Strickwarenbahnen entweder direkt oder in einem entdoublierten Zustand, das heißt nach dem Aufschneiden und Ausbreiten der Schlauchware, zu einer flachen Warenbahn aufwickeln lassen, sind beispielsweise aus der EP 1 808 518 B1 bereits bekannt. Soll von einem Warenbahntyp auf den anderen Warenbahntyp gewechselt werden, so ist dies nach einem entsprechenden Umbau der Stoffaufwickelvorrichtung möglich.

    [0003] Da die Stoffaufwickelvorrichtung mit im zylindrischen Gehäuse einer Rundstrickmaschine untergebracht ist, sind die maximal möglichen Durchmesser der aufgewickelten Strickwarenballen aus Platzgründen begrenzt. Dies ist insbesondere beim Wickeln schlauchförmiger Strickwarenbahnen von Nachteil, da die doppelt liegenden Strickwarenbahnen bereits nach ungefähr der halben Bahnlänge den gleichen Ballendurchmesser ergeben wie beim Wickeln entdoublierter Strickwarenbahnen.

    [0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stoffaufwickelvorrichtung für Rundstrickmaschinen derart auszubilden, dass beim Wickeln schlauchförmiger Strickwarenbahnen größere maximale Wickeldurchmesser möglich sind als mit bekannten Stoffaufwickelvorrichtungen.

    [0005] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Stoffaufwickelvorrichtung der eingangs genannten Art, die dadurch gekennzeichnet ist, dass schlauchförmige Strickwarenbahnen in einer weiter von der vertikalen Drehachse entfernten horizontalen Position auf einen Wickelstab aufwickelbar sind als entdoublierte Strickwarenbahnen.

    [0006] Bei den bekannten Stoffaufwickelvorrichtungen werden die Wickelstäbe für entdoublierte und für schlauchförmige Strickwarenbahnen an derselben Stelle in der Vorrichtung angeordnet bzw. ein gemeinsamer Wickelstab für beide Arten von Strickwarenbahnen verwendet. Die aus schlauchförmigen Strickwarenbahnen gebildeten Strickwarenballen sind kürzer als diejenigen aus entdoublierten Strickwarenbahnen. Insofern können für diese Strickwarenbahnen kürzere Wickelstäbe verwendet und weiter außerhalb im zylindrischen Gehäuse der Strickmaschine gewickelt werden als die entdoublierten Warenbahnen. In der Peripherie des Gehäuses ist auch mehr Platz in vertikaler Richtung vorhanden als dicht an der zentralen Drehachse. Diese Platzverhältnisse werden bei der erfindungsgemäßen Stoffwickelvorrichtung ausgenutzt. Durch das Verlagern des Wickelstabs für schlauchförmige Strickwarenbahnen weiter nach außen können deutlich größere Ballendurchmesser für diese doppellagigen Warenbahnen erzielt werden als mit Stoffaufwickelvorrichtungen nach dem Stand der Technik.

    [0007] Eine weitere Optimierung der Ausnutzung des vorhandenen Platzes im Gehäuse einer Strickmaschine kann dadurch erfolgen, dass schlauchförmige Strickwarenbahnen auch in einer anderen, vorzugsweise tieferen vertikalen Position auf einen Wickelstab aufwickelbar sind als entdoublierte Strickwarenbahnen.

    [0008] Bei einer ersten, bevorzugten Ausgestaltung der Stoffaufwickelvorrichtung sind zwei gesonderte Wickelstäbe für entdoublierte Strickwarenbahnen und für schlauchförmige Strickwarenbahnen vorgesehen, die wahlweise in die Stoffaufwickelvorrichtung einsetzbar sind. Der Wickelstab für schlauchförmige Strickwarenbahnen kann kürzer gewählt werden als derjenige für entdoublierte Strickwarenbahnen, wodurch er relativ weit nach außen verlegt werden kann, sofern dort die Platzverhältnisse günstiger sind als im Bereich der vertikalen Drehachse.

    [0009] Weitere Vorteile ergeben sich, wenn die Stoffaufwickelvorrichtung Wangen mit Lagernuten für die Enden des Wickelstabs für entdoublierte Strickwarenbahnen aufweist, zwischen denen nach Ausbau des Wickelstabs für entdoublierte Strickwarenbahnen Wangen mit unterschiedlich verlaufenden Lagernuten für den Wickelstab für schlauchförmige Strickwarenbahnen einbaubar sind. Durch eine entsprechende Gestaltung der Lagernuten können für die beiden Wickelstäbe optimale Positionen im Strickmaschinengehäuse festgelegt werden.

    [0010] Dabei können die Lagernuten einen horizontalen Abschnitt aufweisen, der sich bis zum vorderen Ende der Wangen erstreckt, sodass die Wickelstäbe mit der aufgewickelten Strickwarenbahn nach vorn aus der Vorrichtung entnehmbar sind.

    [0011] Die Wangen für den Wickelstab für schlauchförmige Strickwarenbahnen können vorzugsweise in ihrem gegenseitigen Abstand verstellbar anordenbar sein. Es lassen sich dann unterschiedlich lange Wickelstäbe für Schlauchgestricke unterschiedlichen Durchmessers in den Wangen lagern.

    [0012] Bei einer alternativen Ausgestaltung der Stoffaufwickelvorrichtung kann ein gemeinsamer Wickelstab für entdoublierte Strickwarenbahnen und für schlauchförmige Strickwarenbahnen vorgesehen sein, dessen Enden zum Wickeln entdoublierter Strickwarenbahnen in anderen Lagernuten als zum Wickeln schlauchförmiger Strickwarenbahnen (21) lagerbar sind.

    [0013] Aufgrund der notwendigen Länge des Wickelstabs kann bei dieser Variante der Wickelstab jedoch weniger weit nach außen bewegt werden als bei der Verwendung kürzerer Wickelstäbe für schlauchförmige Strickwarenbahnen.

    [0014] Weiter ist es vorteilhaft, wenn der oder die Wickelstäbe von einer Welle antreibbar sind, die am äußeren Umfang des aufgewickelten Strickwarenballens angreift und diese durch Reibkraft zusammen mit dem innen liegenden Wickelstab in Drehung versetzt. Diese Welle drückt gleichzeitig die Strickware gegen die zuvor gewickelte Lage und sorgt somit dafür, dass sich beim Wickeln keine Falten bilden können.

    [0015] Wenn die Enden des Wickelstabs jeweils schwimmend in Lagernuten gelagert sind, ist es weiter von Vorteil, wenn die Lagernuten einen linear oder gekrümmt schräg nach oben verlaufenden Abschnitt aufweisen, in dem die Enden der Wickelstäbe mit zunehmender Dicke des aufgewickelten Strickwarenballens nach oben bewegbar sind, wobei die Welle an einem unteren Umfangsabschnitt des Strickwarenballens angreift. Die Reibung zwischen dem Wickelstab mit dem Warenballen und der Welle wird dann noch durch die Schwerkraft des Ballens unterstützt.

    [0016] Der schräg nach oben verlaufende Abschnitt der Lagernuten kann auch mehrere lineare Sektionen mit unterschiedlichen Winkeln zur Horizontalen aufweisen. Außerdem kann der schräg nach oben verlaufende Abschnitt vorzugsweise in den horizontal verlaufenden Abschnitt übergehen und die Vorrichtung bei Erreichen des horizontalen Abschnitts durch die Wickelstabenden automatisch abschalten. Anschließend kann der Warenballen durch Herausziehen der Wickelstabenden aus den horizontalen Abschnitten der Lagernuten einfach aus der Vorrichtung entnommen werden.

    [0017] Die Stoffaufwickelvorrichtung kann dazu Wangen aufweisen, an denen Lagerböcke mit unterschiedlich verlaufenden Lagernuten für die Enden des Wickelstabs zum Wickeln schlauchförmiger oder entdoublierter Strickwarenbahnen wahlweise anordenbar sind.

    [0018] Dabei kann die erfindungsgemäße Position des Wickelstabs für schlauchförmige Strickwarenbahnen dadurch erzielt werden, dass der schräg nach oben verlaufende Abschnitt der Lagernuten der Wangen für den Wickelstab für schlauchförmige Strickwarenbahnen in einem flacheren Winkel verläuft und/oder länger ist als der schräg verlaufende Abschnitt der Lagernuten der Wangen für den Wickelstab für entdoublierte Strickwarenbahnen. Die Endposition des Wickelstabs liegt damit weiter von der Drehachse entfernt und/oder tiefer als die Endposition des Wickelstabs für entdoublierte Strickwarenbahnen.

    [0019] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels einer Stoffaufwickelvorrichtung näher beschrieben.

    [0020] Es zeigen:
    Fig. 1
    eine perspektivische Ansicht einer Stoffaufwickelvorrichtung für entdoublierte Strickwarenbahnen;
    Fig. 2
    eine vergrößerte Seitenansicht der Stoffaufwickelvorrichtung aus Fig. 1;
    Fig. 3
    eine perspektivische Ansicht der Stoffaufwickelvorrichtung aus Fig. 1 nach dem Umbau zum Wickeln schlauchförmiger Strickwarenbahnen;
    Fig. 4
    eine Seitenansicht der Stoffaufwickelvorrichtung aus Fig. 3;
    Fig. 5
    einen Schnitt durch die Stoffaufwickelvorrichtung aus Fig. 4 mit eingezeichneten Strickwarenballen entdoublierter Strickwarenbahnen und schlauchförmiger Strickwarenbahnen;
    Fig. 6a, b
    perspektivische Ansichten einer Seitenwange einer zweiten Stoffaufwickelvorrichtung.


    [0021] In die in Fig. 1 gezeigte Stoffaufwickelvorrichtung 10 ist ein Wickelstab 11 für eine entdoublierte Strickwarenbahn 12 eingesetzt. Die Enden des Wickelstabs 11 sind in Lagernuten 1 in Seitenwangen 13 der Vorrichtung 10 gelagert. Wie insbesondere die Seitenansicht aus Fig. 2 zeigt, weisen die Lagernuten 1 einen schräg nach oben verlaufenden Abschnitt 1.1 und einen horizontal verlaufenden Abschnitt 1.2 auf. Besitzt der Strickwarenballen 14 aus der entdoublierten Strickwarenbahn 12 seinen in Fig. 2 dargestellten maximal möglichen Durchmesser, so befinden sich die Enden des Wickelstabs 11 in den horizontalen Lagernutenabschnitten 1.2, Diese Nutenabschnitte 1.2 sind nach vorn offen, sodass der Wickelstab 11 zusammen mit dem Strickwarenballen 14 in Pfeilrichtung 15 aus der Vorrichtung 10 entnommen werden kann.

    [0022] Der maximal mögliche Durchmesser des Strickwarenballens 14 wird begrenzt durch eine Stoffumlenkwalze 16, die oberhalb des horizontalen Abschnitts 1.2 der Lagernuten 1 angeordnet ist. Der Wickelstab 11 besitzt in dieser Position einen Abstand A zu einer vertikalen Drehachse D, die koaxial zur Rotationsachse einer hier nicht weiter dargestellten Rundstrickmaschine ausgerichtet ist. Eine Vergrößerung des Abstandes A ist aufgrund der Anordnung der Vorrichtung 10 im zylindrischen Gehäuse der Rundstrickmaschine und der großen notwendigen Länge des Wickelstabs 11 für entdoublierte Strickwarenbahnen 12 nicht möglich. Der Wickelstab 11 muss relativ dicht an der Drehachse D positioniert werden.

    [0023] Der Antrieb des Wickelstabs 11 erfolgt durch eine Welle 3, die außen am Strickwarenballen 14 angreift und durch Reibung in Rotation versetzt. Die Welle 3 greift dabei in einem unteren Abschnitt des Strickwarenballens 14 an, sodass dessen Gewichtskraft die Reibung noch erhöht. Die Enden des noch leeren Wickelstabs 11 werden am unteren Ende der schräg verlaufenden Abschnitte 1.1 der Lagernuten 1 eingesetzt. Im Verlauf des Wickelvorgangs wandern die Wickelstabenden mit zunehmendem Durchmesser des Strickwarenballens 14 in den Abschnitten 1.1 nach oben, bis sie die horizontalen Abschnitte 1.2 erreichen, wie in Fig. 2 gezeigt ist.

    [0024] Fig. 3 zeigt die Stoffaufwickelvorrichtung 10 als Vorrichtung 10' nach dem Umbau zum Wickeln schlauchförmiger Strickwarenbahnen 22. Zum Wickeln dieser Bahnen 22 wird ein kürzerer Wickelstab 21 eingebaut. Seine Enden werden in Seitenwangen 23 wieder in Lagernuten 2 gelagert. Die Seitenwangen 23 werden dabei zwischen die Seitenwangen 13 derart eingebaut, dass der in den Lagernuten 2 gelagerte Wickelstab 21 ebenfalls durch die Welle 3 angetrieben werden kann.

    [0025] Wie Fig. 4 verdeutlicht, weisen auch die Lagernuten 2 einen schräg nach oben verlaufenden Abschnitt 2.1 und einen horizontalen Abschnitt 2.2 auf. Der schräge Abschnitt 2.1 weist dabei einen flacheren Verlauf auf als der Abschnitt 1.1 der Lagernuten für den Wickelstab 11. Dadurch hat der Wickelstab 21 in der in Fig. 4 gezeigten Position nach Erreichen des maximal möglichen Durchmessers des Strickwarenballens 24 einen größeren Abstand B zur Drehachse D der Vorrichtung 10' als der Abstand A des Wickelstabs 11. Auch nach dem Umbau auf das Wickeln von schlauchförmigen Strickwarenbahnen 22 begrenzt die Umlenkwalze 16 den maximal möglichen Durchmesser der Strickwarenballens 24. Da der Wickelstab 21 in dieser Position jedoch einen größeren Abstand zur Drehachse D aufweist als der Wickelstab 11, sind beim Wickeln schlauchförmiger Strickwarenbahnen 22 größere Strickwarenballendurchmesser möglich als beim Wickeln entdoublierter Strickwarenbahnen 12. Der kürzere Wickelstab 21 kann weiter entfernt von der Drehachse D angeordnet werden, ohne mit dem Gehäuse der Strickmaschine zu kollidieren.

    [0026] Die unterschiedliche Größe der maximal möglichen Strickwarenballendurchmesser ist in Fig. 5 verdeutlicht. Aus Fig. 5 ist auch ersichtlich, dass die Position des Wickelstabs 21 nicht nur weiter nach außen verlagert ist, sondern auch etwas tiefer im Vergleich zur Position des Wickelstabs 11 für entdoublierte Strickwarenbahnen 12. Dadurch kann der vorhandene Einbauraum optimal ausgenutzt werden.

    [0027] Die Figuren 6a und 6b zeigen jeweils eine Seitenwange 30 einer ansonsten nicht weiter dargestellten Stoffaufwickelvorrichtung, in die ein gemeinsamer Wickelstab (nicht gezeigt) für entdoublierte Strickwarenbahnen und für schlauchförmige Strickwarenbahnen einsetzbar ist. Die Anpassung auf die unterschiedlichen Strickwarenbahnen erfolgt hier dadurch, dass auf die Seitenwangen gemäß Fig. 6a ein erster Lagerbock 31 mit einer Führungsnut 32 für entdoublierte Strickwarenbahnen aufsetzbar ist. Dieser Lagerbock 31 wird durch einen anderen Lagerbock 33, der in Fig. 6b gezeigt ist, ersetzt, wenn schlauchförmige Strickwarenbahnen gewickelt werden sollen. Der Lagerbock 33 weist eine flacher verlaufende Lagernut 34 auf als der Lagerbock 31. Zudem erstreckt sich die Lagernut 34 weiter nach vorne in Pfeilrichtung 35, damit der Wickelstab zum Wickeln schlauchförmiger Strickwarenbahnen radial weiter außen im Gehäuse der Rundstrickmaschine angeordnet werden kann. Die Seitenwange 30 wird dazu durch ein Ansatzteil 36 in Pfeilrichtung 35 verlängert.


    Ansprüche

    1. Stoffaufwickelvorrichtung für entdoublierte und für schlauchförmige Strickwarenbahnen (12, 22) mit einer vertikalen Drehachse (D), die koaxial zur Rotationsachse einer Rundstrickmaschine anordenbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass schlauchförmige Strickwarenbahnen (22) in einer weiter von der vertikalen Drehachse (D) entfernten horizontalen Position auf einen Wickelstab (21) aufwickelbar sind als entdoublierte Strickwarenbahnen (12).
     
    2. Stoffaufwickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass schlauchförmige Strickwarenbahnen (22) in einer anderen vertikalen Position auf einen Wickelstab (21) aufwickelbar sind als entdoublierte Strickwarenbahnen (12).
     
    3. Stoffaufwickelvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei gesonderte Wickelstäbe (11, 21) für entdoublierte Strickwarenbahnen (12) und für schlauchförmige Strickwarenbahnen (22) vorgesehen sind, die wahlweise in die Stoffaufwickelvorrichtung (10, 10') einsetzbar sind.
     
    4. Stoffaufwickelvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickelstab (21) für schlauchförmige Strickwarenbahnen (22) kürzer ist als der Wickelstab (11) für entdoublierte Strickwarenbahnen (12).
     
    5. Stoffaufwickelvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie Wangen (13) mit Lagernuten (1) für die Enden des Wickelstabs (11) für entdoublierte Strickwarenbahnen (12) aufweist, zwischen denen nach Ausbau des Wickelstabs (11) für entdoublierte Strickwarenbahnen (12) Wangen (23) mit unterschiedlich verlaufenden Lagernuten (2) für den Wickelstab (21) für schlauchförmige Strickwarenbahnen (22) einbaubar sind.
     
    6. Stoffaufwickelvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagernuten (1, 2) einen horizontalen Abschnitt (1.2, 2.2) aufweisen, der sich bis zum vorderen Ende der Wangen (13, 23) erstreckt, sodass die Wickelstäbe (11, 21) mit der aufgewickelten Strickwarenbahn (12, 22) nach vorn aus der Vorrichtung (10, 10') entnehmbar sind.
     
    7. Stoffaufwickelvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wangen (23) für den Wickelstab (21) für schlauchförmige Strickwarenbahnen (22) in ihrem gegenseitigen Abstand verstellbar anordenbar sind.
     
    8. Stoffaufwickelvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein gemeinsamer Wickelstab (11, 21) für entdoublierte Strickwarenbahnen (12) und für schlauchförmige Strickwarenbahnen (22) vorgesehen ist, dessen Enden zum Wickeln entdoublierter Strickwarenbahnen (12) in anderen Lagernuten als zum Wickeln schlauchförmiger Strickwarenbahnen (21) lagerbar sind.
     
    9. Stoffaufwickelvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie Wangen (13') aufweist, an denen Lagerböcke mit unterschiedlich verlaufenden Lagernuten für die Enden des Wickelstabs zum Wickeln schlauchförmiger oder entdoublierter Strickwarenbahnen wahlweise anordenbar sind.
     
    10. Stoffaufwickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Wickelstäbe (11, 21) von einer Welle (3) antreibbar sind, die am äußeren Umfang des aufgewickelten Strickwarenballens (14, 24) angreift und diese durch Reibkraft zusammen mit dem innen liegenden Wickelstab (11, 21) in Drehung versetzt.
     
    11. Stoffaufwickelvorrichtung nach Anspruch 5, 6, 8 oder 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagernuten (1, 2) einen linear oder gekrümmt schräg nach oben verlaufenden Abschnitt (1.1, 2.1) aufweisen, in dem die Enden der Wickelstäbe (11, 21) mit zunehmender Dicke des aufgewickelten Strickwarenballens (14, 24) nach oben bewegbar sind, wobei die Welle (3) an einem unteren Umfangsabschnitt des Strickwarenballens (14, 24) angreift.
     
    12. Stoffaufwickelvorrichtung nach Anspruch 6 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass der schräg nach oben verlaufende Abschnitt (1.1, 2.1) der Lagernuten (1, 2) in den horizontal verlaufenden Abschnitt (1.2, 2.2) übergeht und die Vorrichtung (10, 10') bei Erreichen des horizontalen Abschnitts (1.2, 2.2) durch die Wickelstabenden automatisch abschaltet.
     
    13. Stoffaufwickelvorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der schräg nach oben verlaufende Abschnitt (2.1) der Lagernuten (1, 2) der Wangen (23) für den Wickelstab (21) für schlauchförmige Strickwarenbahnen (22) in einem flacheren Winkel verläuft und/oder länger ist als der schräg verlaufende Abschnitt (1.1) der Lagernuten (1) der Wangen (13) für den Wickelstab (11) für entdoublierte Strickwarenbahnen (12).
     


    Claims

    1. Fabric wind-up device for opened out knitted fabric webs (12) and for tubular knitted fabric webs (22) with a vertical rotational axis (D), which can be arranged coaxially to the rotational axis of a circular knitting machine, characterised in that tubular knitted fabric webs (22) can be wound up onto a winding rod (21) in a horizontal position further away from the vertical rotational axis (D) than opened out knitted fabric webs (12).
     
    2. Fabric wind-up device according to claim 1, characterised in that tubular knitted fabric webs (22) can be wound up onto a winding rod (21) in a different vertical position from opened out knitted fabric webs (12).
     
    3. Fabric wind-up device according to claim 1 or 2, characterised in that two separate winding rods (11, 21) are provided for opened out knitted fabric webs (12) and for tubular knitted fabric webs (22), which can be inserted selectively into the fabric wind-up device (10, 10').
     
    4. Fabric wind-up device according to claim 3, characterised in that the winding rod (21) for tubular knitted fabric webs (22) is shorter than the winding rod (11) for opened out knitted fabric webs (12).
     
    5. Fabric wind-up device according to claim 3 or 4, characterised in that it has cheeks (13) with bearing grooves (1) for the ends of the winding rod (11) for opened out knitted fabric webs (12), between which cheeks (23) with differently directed bearing grooves (2) can be installed for the winding rod (21) for tubular knitted fabric webs (22) after the winding rod (11) for opened out knitted fabric webs (12) is removed.
     
    6. Fabric wind-up device according to claim 5, characterised in that the bearing grooves (1, 2) have a horizontal section (1.2, 2.2), which extends as far as the front end of the cheeks (13, 23), so that the winding rods (11, 21) can be removed from the device (10. 10') to the front with the wound knitted fabric web (12, 22).
     
    7. Fabric wind-up device according to claim 5 or 6, characterised in that the cheeks (23) for the winding rod (21) for tubular knitted fabric webs (22) can be adjustably spaced from one another.
     
    8. Fabric wind-up device according to claim 1 or 2, characterised in that a common winding rod (11, 21) is provided for opened out knitted fabric webs (12) and for tubular knitted fabric webs (22), the ends of which rod can be disposed in different bearing grooves for winding opened out knitted fabric webs (12) from those for winding tubular knitted fabric webs (21).
     
    9. Fabric wind-up device according to claim 8, characterised in that it has cheeks (13'), on which bearing blocks can be selectively arranged with differently directed bearing grooves for the ends of the winding rod for winding tubular or opened out knitted fabric webs.
     
    10. Fabric wind-up device according to one of the preceding claims, characterised in that the winding rod or rods (11, 21) is/are capable of being driven by a shaft (3), which engages on the outer periphery of the wound knitted fabric bale (14, 24) and sets this together with the winding rod (11, 21) located on the inside in rotation by frictional force.
     
    11. Fabric wind-up device according to claim 5, 6, 8 or 9 10, characterised in that the bearing grooves (1, 2) have a section (1.1, 1.2) sloping upwards on a linear or curved course, in which the ends of the winding rods (11, 21) are movable upwards with increasing thickness of the wound knitted fabric bale (14, 24), wherein the shaft (3) engages on a lower peripheral section of the knitted fabric bale (14, 24).
     
    12. Fabric wind-up device according to claim 6 and 11, characterised in that the upward sloping section (1.1, 2.1) of the bearing grooves (1, 2) merges into the horizontally running section (1.2, 2.2) and automatically switches off the device (10, 10') on reaching the horizontal section (1.2, 2.2) through the winding rod ends.
     
    13. Fabric wind-up device according to claim 11 or 12, characterised in that the upward sloping section (2.1) of the bearing grooves (1, 2) of the cheeks (23) for the winding rod (21) for tubular knitted fabric webs (22) runs at a flatter angle and/or is longer than the sloping section (1.1) of the bearing grooves (1) of the cheeks (13) for the winding rod (11) for opened out knitted fabric webs (12).
     


    Revendications

    1. Dispositif d'enroulement de matière dévolu à des nappes de tricot refendues (12) et tubulaires (22), muni d'un axe vertical de rotation (D) pouvant être agencé coaxialement à l'axe de rotation d'un métier à tricoter circulaire, caractérisé par le fait que des nappes de tricot tubulaires (22) peuvent être enroulées sur une barre enrouleuse (21) en un emplacement horizontal davantage éloigné, de l'axe vertical de rotation (D), que celui de nappes de tricot refendues (12).
     
    2. Dispositif d'enroulement de matière, selon la revendication 1, caractérisé par le fait que des nappes de tricot tubulaires (22) peuvent être enroulées, sur une barre enrouleuse (21), en un emplacement vertical autre que celui de nappes de tricot refendues (12).
     
    3. Dispositif d'enroulement de matière, selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par la présence de deux barres enrouleuses distinctes (11, 21) destinées à des nappes de tricot refendues (12) et à des nappes de tricot tubulaires (22), qui peuvent être utilisées sélectivement dans ledit dispositif (10, 10') d'enroulement de matière.
     
    4. Dispositif d'enroulement de matière, selon la revendication 3, caractérisé par le fait que la barre enrouleuse (21), destinée à des nappes de tricot tubulaires (22), est plus courte que la barre enrouleuse (11) destinée à des nappes de tricot refendues (12).
     
    5. Dispositif d'enroulement de matière, selon la revendication 3 ou 4, caractérisé par le fait qu'il comporte des joues (13) qui sont munies de rainures de montage (1) dédiées aux extrémités de la barre enrouleuse (11) destinée à des nappes de tricot refendues (12), et entre lesquelles peuvent être intégrées, après dépose de ladite barre enrouleuse (11) destinée à des nappes de tricot refendues (12), des joues (23) pourvues de rainures de montage (2) qui s'étendent différemment et sont dédiées à la barre enrouleuse (21) destinée à des nappes de tricot tubulaires (22).
     
    6. Dispositif d'enroulement de matière, selon la revendication 5, caractérisé par le fait que les rainures de montage (1, 2) présentent une région horizontale (1.2, 2.2) s'étendant jusqu'à l'extrémité antérieure des joues (13, 23), de telle sorte que les barres enrouleuses (11, 21) puissent être extraites dudit dispositif (10, 10') vers l'avant, avec la nappe de tricot (12, 22) enroulée.
     
    7. Dispositif d'enroulement de matière, selon la revendication 5 ou 6, caractérisé par le fait que les joues (23), affectées à la barre enrouleuse (21) destinée à des nappes de tricot tubulaires (22), peuvent être agencées avec faculté de réglage de leur espacement mutuel.
     
    8. Dispositif d'enroulement de matière, selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par la présence d'une barre enrouleuse (11, 21) commune, destinée à des nappes de tricot refendues (12) et à des nappes de tricot tubulaires (22), et dont les extrémités peuvent être placées, pour l'enroulement de nappes de tricot refendues (12), dans des rainures de montage autres que pour l'enroulement de nappes de tricot tubulaires (22).
     
    9. Dispositif d'enroulement de matière, selon la revendication 8, caractérisé par le fait qu'il comporte des joues (13') dans les paliers de support desquelles peuvent être sélectivement ménagées des rainures de montage qui s'étendent différemment, et sont dédiées aux extrémités de la barre enrouleuse conçue pour enrouler des nappes de tricot tubulaires ou refendues.
     
    10. Dispositif d'enroulement de matière, selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la, ou les barre(s) enrouleuse(s) (11, 21), peu(ven)t être entraînée(s) par un arbre (3) qui vient en prise avec le pourtour extérieur de la balle de tricot (14, 24) enroulée, et imprime une rotation à cette dernière sous l'action d'une force de frottement, conjointement à la barre enrouleuse (11, 21) située à l'intérieur.
     
    11. Dispositif d'enroulement de matière, selon les revendications 5, 6, 8 ou 9 et 10, caractérisé par le fait que les rainures de montage (1, 2) présentent une région (1.1, 2.1) s'étendant à l'oblique vers le haut, avec tracé rectiligne ou courbe, dans laquelle les extrémités des barres enrouleuses (11, 21) peuvent être mues vers le haut au fur et à mesure de l'accroissement d'épaisseur de la balle de tricot (14, 24) enroulée, l'arbre (3) venant en prise avec une zone inférieure du pourtour de ladite balle de tricot (14, 24).
     
    12. Dispositif d'enroulement de matière, selon les revendications 6 et 11, caractérisé par le fait que la région (1.1, 2.1) des rainures de montage (1, 2), s'étendant à l'oblique vers le haut, fusionne dans la région (1.2, 2.2) à étendue horizontale, et met automatiquement ledit dispositif (10, 10') hors fonction lorsque les extrémités des barres enrouleuses atteignent ladite région horizontale (1.2, 2.2).
     
    13. Dispositif d'enroulement de matière, selon la revendication 11 ou 12, caractérisé par le fait que la région (2.1), s'étendant à l'oblique vers le haut dans les rainures de montage (2) des joues (23) affectées à la barre enrouleuse (21) destinée à des nappes de tricot tubulaires (22), décrit un angle plus aplati, et/ou est plus longue que la région (1.1) s'étendant à l'oblique dans les rainures de montage (1) des joues (13) affectées de la barre enrouleuse (11) destinée à des nappes de tricot refendues (12).
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente