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EP 3 107 816 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.05.2018 Patentblatt 2018/19 |
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Anmeldetag: 19.02.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/IB2015/000419 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2015/125018 (27.08.2015 Gazette 2015/34) |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
20.02.2014 DE 102014002411
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.12.2016 Patentblatt 2016/52 |
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Patentinhaber: |
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- Mondi AG
1030 Wien (AT)
- N ET B KNAUF & CIE S.C.S.
4480 Engis (BE)
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Erfinder: |
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- HARDEMANN, Peter
B-8954 Heuvelland (BE)
- RENCUROSI, Fabio
B-5377 Bonsin/Somme Leuze (BE)
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Vertreter: Lins, Edgar |
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Gramm, Lins & Partner
Patent- und Rechtsanwälte PartGmbB
Theodor-Heuss-Strasse 1 38122 Braunschweig 38122 Braunschweig (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2011/051739 US-A1- 2007 181 459
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US-A- 5 967 664
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Sack mit einer aus wenigstens zwei jeweils mittels einer
Längsklebenaht zu einem Schlauch geschlossenen Lagen gebildeten Mantelwandung mit
zwei Stirnenden und mit den Sack an den Stirnenden verschließenden gefalteten Böden
und mit einer Einfüllöffnung zur Befüllung mit einem Füllgut, wobei die Mantelwandung
wenigstens eine Papierlage aufweist und die wenigstens eine Papierlage die Belastbarkeit
mit Füllgewicht und die mechanische Stabilität des Sacks zumindest überwiegend bestimmt,
wobei die Mantelwandung auf ihrer Außenseite eine Lage aus einer Kunststofffolie aufweist,
die die wenigstens eine Papierlage vor Feuchte schützend umgibt und in einem Bereich
überlappender Enden Klebestellen aufweist, zwischen denen Entlüftungswege bestehen.
[0002] Die Erfindung betrifft somit einen Papiersack, bei dem die wenigstens eine Papierlage,
die regelmäßig aus Kraftpapier besteht, die Statik des Sacks festlegt. Die Mantelwandung
kann dabei aus einer Papierlage, vorzugsweise aber auch aus zwei oder mehreren Papierlagen
bestehen. Es ist ferner bekannt, zwischen den Papierlagen eine Kunststofffolienlage
anzuordnen, um insbesondere eine Dampfsperre für das Füllgut auszubilden. Dadurch
kann beispielsweise das Austreten von Gerüchen aus dem Sack verhindert werden.
[0003] Das Befüllen des Sacks über die Einfüllöffnung mit Füllgut bringt regelmäßig auch
einen Eintrag von Luft in das Sackinnere mit sich. Es sind daher verschiedene Maßnahmen
ergriffen worden, die Entlüftung des Sacks bei oder nach der Befüllung zu möglichen,
beispielsweise durch Füllröhren oder Ventilkonstruktionen, die eine Luftabführung
bereits während des Befüllens erlauben. Während die Papierlagen den Luftaustritt,
wenn auch langsam, ermöglichen, sind Kunststofflagen regelmäßig luftdicht. Für eine
Entlüftung über die Mantelwandung müssen daher in den Kunststofflagen zumindest in
lokalen Bereichen Perforationen oder siebähnliche Einsätze vorgesehen werden. Für
Papiersäcke besteht das Problem, dass sich die Papierlagen mit Feuchte oder Nässe
der Umgebung vollsaugen. Sie können daher an Stabilität verlieren und aufgrund der
Anfälligkeit von feuchtem Papier für Verschmutzungen auch unansehnlich werden.
[0004] Als Alternative sind daher Kunststoffsäcke bekannt. Diese bestehen aus wenigstens
einer Kunststofflage mit einer für die angestrebte Stabilität und Festigkeit ausreichenden
Lagenstärke von beispielsweise 100 µm. Es ist bekannt, einen derartigen Foliensack
mit Schlitzen zu versehen, um eine Entlüftung zu ermöglichen. Um dabei den Austritt
von Füllgut zu vermeiden, ist es bekannt, den Foliensack auf der Innenseite mit einer
gekreppten Filterpapierlage auszukleiden, die das Füllgut im Sackinnenraum im Bereich
der Schlitze zurückhält. Ein derartiger Foliensack ist aufwendig in seiner Herstellung
und weist Nachteile bei der Verarbeitung im Herstellungsprozess des Sacks auf.
[0005] Durch
US 2007/0181459 A1 ist ein mehrlagiger Sack bekannt, der aus einer Papierlage und einer vor Feuchtigkeit
schützenden Kunststofffolie als Außenlage besteht. Zur Bildung des Schlauchs mittels
einer Längsklebenaht überlappen die Enden der Kunststofffolie und sind in diesem Bereich
zur Ermöglichung der Entlüftung mit einem dichten Muster von Perforationslöchern versehen.
Die Verklebung im überlappenden Bereich kann dabei stellenweise unterbrochen sein.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Papiersack so
auszubilden, dass seine Nachteile bei Feuchteeinwirkung vermieden werden, oh-ne hierfür
auf einen Foliensack, dessen Statik durch Kunststofffolien bestimmt wird, zurückgreifen
zu müssen.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß ein Sack der eingangs erwähnten Art
dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie eine Stärke von 60 µm oder weniger
aufweist, und auch in dem Bereich überlappender Enden frei von Perforationen ist.
[0008] Der erfindungsgemäße Papiersack weist somit auf seiner Außenseite eine dünne Kunststofffolie
auf, die die die Statik des Sacks bestimmenden Papierlagen vor Feuchteeinffüssen schützt.
Die Kunststofffolie weist einen Bereich überlappender Enden auf, in dem sie mit sich
selbst über eine Längsklebenaht zu einem Schlauch geschlossen verklebt ist. Die entsprechenden
Klebestellen sind jedoch mit Ausnehmungen versehen, sodass sich zwischen ihnen Entlüftungswege
ergeben. Der Papiersack ist somit zwar durch eine umgebende Kunststofffolie gegen
Feuchteeinflüsse geschützt, insbesondere Feuchteeinflüsse durch Wasserdampf, erlaubt
dennoch eine Entlüftung, wie sie durch die Papierlagen gegeben ist.
[0009] Die den Papiersack umgebende Kunststofffolie ist ohne Perforationen ausgebildet,
insbesondere auch in dem Bereich der überlappendenden Enden der Kunststofffolien,
in dem sich die Klebestellen befinden.
[0010] Die Verklebung der überlappenden Enden der Kunststofffolie miteinander kann mit einem
geeigneten Klebstoffauftrag erfolgen, ist aber auch in anderer Form, beispielsweise
durch lokale Verschweißungen der beiden Enden miteinander möglich.
[0011] Die Kunststofffolie auf der Außenseite der Mantelwandung weist vorzugsweise eine
Stärke zwischen 10 und 50 µm auf. Vorzugsweise ist die Kunststofffolie nur punktuell
mit der darunter befindlichen Papierlage verklebt und daher leicht von der Papierlage
entfernbar. Hierdurch wird der Vorteil erzielt, dass die Kunststofffolie von den Papierlagen
trennbar ist. Dies ist für die Recyclebarkeit des Sackes nach seinem Gebrauch vorteilhaft.
Die leichte Entfernbarkeit kann aber auch dazu verwendet werden, die ggf. beim Transport
verschmutzte Kunststofffolie zu entfernen, um den Sack mit einer äußeren ansehnlichen
Papierlage präsentieren zu können, beispielsweise für einen Abverkauf in einem Baumarkt
oder ähnliches. In diesem Fall ist es zweckmäßig, wenn die unter der Kunststofffolie
befindliche Papierlage bedruckt ist. Die Kunststofffolie kann in diesem Fall vorzugsweise
transparent ausgebildet sein, sodass die Bedruckung auf der Papierlage durch die Kunststofffolie
hindurch sichtbar ist. Die Kunststofffolie kann aus üblichen Folienkunststoffen gebildet
sein. Bevorzugt ist die Verwendung von Polyethylen.
[0012] In einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist die Kunststofffolie selbst bedruckt,
vorzugsweise auf der zur darunterliegenden Papierlage zeigenden Innenseite der transparent
ausgebildeten Kunststofffolie. Hierdurch entsteht eine brillante Bedruckung, die gut
lesbar und für Verkaufszwecke präsentierbar ist.
[0013] In allen Fällen, in denen eine transparente Kunststofffolie verwendet wird, ist es
zweckmäßig, zumindest die darunterliegende Papierlage mit gebleichtem Papier auszubilden.
Dadurch werden störende Reflektionen vermieden, wie sie bei einem durch ungebleichtes
Kraftpapier entstehenden dunklen Hintergrund auftreten würden.
[0014] Die nur punktuelle Befestigung der Kunststofffolie an der darunter befindlichen Papierlage
hat ferner Vorteile für die Entlüftung des Sacks, da der Strömungsquerschnitt zum
Transport der Luft zu den Entlüftungswegen zwischen den Klebestellen der Kunststofffolie
vergrößert wird.
[0015] Zum Entfernen der Kunststofffolie von der darunterliegenden Papierlage kann die Kunststofffolie
mit einer Abreißhilfe versehen sein, die durch eine Schwächungslinie, eine überstehende
Materiallasche o. ä. gebildet sein kann.
[0016] Durch die Erfindung ist es nicht ausgeschlossen, dass die Kunststofffolie auch vollflächig
mit der darunter befindlichen Papierlage verbunden ist.
[0017] Zur Sicherstellung der Schutzfunktion der Kunststofffolie vor Feuchteeinwirkungen
ist es zweckmäßig, wenn die Kunststofffolie in die Faltung der Böden einbezogen ist.
[0018] Der erfindungsgemäße Papiersack wird vorzugsweise mit einer oder mit zwei Kraftpapierlagen
gebildet, obwohl es nicht ausgeschlossen ist, dass insbesondere für erhebliche mechanische
Belastungen auch wenigstens eine zusätzliche Papierlage verwendet wird. Die Papierlagen
haben vorzugsweise bei einem Aufbau mit mehreren Papierlagen ein Flächengewicht von
70 oder 80 g/m
2, während bei einer verwendeten Papierlage ein höheres Flächengewicht, beispielsweise
von 120 g/m
2 sinnvoll sein kann. Die Papiersorten weisen bevorzugt einen TEA-Wert (Tensile Energy
Absorption) gemäß ISO 1924-3 in Maschinenrichtung von wenigstens 100 J/m
2 für normale Kraftpapiersorten, von wenigstens 180 J/m
2 für "semi extensible" Kraftpapiersorten und von wenigstens 240 für "extensible" Kraftpapiersorten
auf. Diese Kraftpapiersorten werden üblicherweise für Papiersäcke verwendet, um deren
Statik und Festigkeit zu bestimmen. Die zusätzlich vorgesehene Kunststofffolie hat
demgegenüber keine die Statik beeinflussende Funktion, sondern dient vornehmlich dem
Schutz der Papierlagen vor Feuchteeinwirkungen.
[0019] Die Bildung eines erfindungsgemäßen Papiersacks aus einer schlauchförmigen Mantelwandung
mit gefalteten Böden, insbesondere Kreuzböden oder Klotz- oder Blockböden, erfolgt
in herkömmlicher Weise und wird daher hier nicht näher beschrieben.
[0020] Die Erfindung bietet besondere Vorteile, wenn der Sack zwei gefaltete Böden aufweist,
von denen einer mit einer Ventilöffnung versehen ist, in die ein flachliegendes, für
den Einfüllvorgang rohrförmig zur Ausbildung eines Einfüllkanals aufbiegbares Ventil
eingelegt ist. Das Ventil bildet dabei ein bezüglich der Ventilöffnung zum Sackinnern
zeigendes erstes Ende und ein zur Mantelwandung zeigendes zweites Ende auf. Die vor
Feuchteeinwirkung schützende Ausbildung des Sacks durch die den Papiersack umgebende
Kunststofffolie wird wirkungsvoll dadurch ergänzt, dass das Ventil eine das erste
Ende bildende Papierlage aufweist, die am zweiten Ende von einer umgefalteten, einen
ersten Folienabschnitt und einen damit über eine Faltlinie verbundenen zweiten Folienabschnitt
aufweisende Folienlage übergriffen ist. Damit ist das zum Sackäußeren zeigende zweite
Ende der Papierlage durch die Kunststofffolie übergriffen und somit ebenfalls vor
Feuchteeinwirkung geschützt. Dennoch wird am ersten Ende des Ventils von der unter
dem Druck des Füllguts gut abdichtenden Wirkung der Papierlagen eines Ventils Gebrauch
gemacht. Die zur Abdichtung bevorzugte Papierlage ist somit zum Sackäußeren hin durch
die Folienlage abgedeckt und somit vor Feuchteeinwirkung geschützt. Um die abdichtende
Wirkung der Papierlage für den Ventilsack gut ausnutzen zu können, ist vorgesehen,
dass sich die Folienabschnitte jeweils nur über einen Teil der Länge der Papierlage
erstrecken. Dabei ist es ferner zweckmäßig, wenn die Folienlage breiter als die Papierlage
ist, also die Papierlage in Breitenrichtung, die senkrecht zur Längsrichtung der Ventilöffnung
steht, beidseitig überragt.
[0021] Die Ventilausbildung wird in an sich bekannter Weise noch dadurch verbessert, dass
in die Faltung des Bodens im Bereich des Ventils ein mit Abstand von dem zweiten Ende
des Ventils endendes Verstärkungsblatt aus Papier eingesetzt ist. Das Verstärkungsblatt
erleichtert das Aufbiegen der durch die flachliegenden Wandungslagen des Sacks geschlossenen
Bodenöffnung zu einer rohrförmigen Ventilöffnung.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Folienlage eine Stärke von 30 bis
50 µm, vorzugsweise 40 µm auf. Die Papierlage ist vorzugsweise mit einem Flächengewicht
zwischen 50 und 100 g/m
2, vorzugsweise 80 g/m
2, ausgebildet. Im Einzelfall ist es aber auch denkbar, die Folienlage in der angegebenen
Stärke mit einer Papierlage mit einem anderen Flächengewicht oder eine Papierlage
mit dem angegebenen Flächengewicht mit einer Folienlage einer anderen Stärke zu kombinieren.
[0023] Die Erfindung soll im Folgenden anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert werden. Es zeigen:
- Figur 1
- eine lediglich schematische Darstellung der Ausbildung einer Längsklebenaht in einem
überlappenden Bereich der Kunststofffolie;
- Figur 2
- ein durch Bodeneckeinschläge teilweise gefalteter Kreuzboden mit offenen Bodenklappen
und der Positionierung eines Verstärkungsblatts für die Ventilöffnung;
- Figur 3
- den Kreuzboden in der Darstellung der Figur 2 mit der Positionierung eines Ventils
aus einer Papierlage und einer die Papierlage an einem Ende übergreifenden Folienlage;
- Figur 4
- eine perspektivische Darstellung des Bodens gemäß Figur 2 und 3 in explodierter Darstellung
mit dem Verstärkungsblatt und dem einzusetzenden Ventil, gebildet aus der Papierlage
und der Folienlage;
- Figur 5
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Sacks mit zu Darstellungszwecken leicht
geöffneter Ventilöffnung mit dem Verstärkungsblatt und dem eingesetzten Ventil.
[0024] In Figur 1 ist lediglich schematisch die Ausbildung der Längsklebenaht in einem überlappenden
Bereich der Kunststofffolie dargestellt. Die Klebestellen K, die sich hier streifenförmig
zu einer Längsklebenaht aneinander reihen, sind durch kleine Zwischenräume Z voneinander
getrennt, durch die Luft aus dem Sackinneren nach außen austreten kann, wie dies anhand
der Pfeile P in der Zeichnung verdeutlicht ist. Die in der Zeichnung dargestellten
Wölkchen verdeutlichen Luft oder Gas aus dem Sackinneren vor dem Durchtritt durch
die Zwischenräume Z nach außen.
[0025] Selbstverständlich sind auch andere Klebstellenmuster, die sich beispielsweise nicht
linear, sondern in dem Überlappungsstreifen flächig erstrecken, für die Ausübung der
Erfindung geeignet.
[0026] In Figuren 2 bis 4 ist der Aufbau eines gefalteten Bodens eines erfindungsgemäßen
Sacks in einer bevorzugten Ausführungsform dargestellt. Der Boden ist als Kreuzboden
ausgeführt und entsteht dadurch, dass die Sackwandung als offener, flachliegender
Schlauch mit zwei Faltlinien 1 hergestellt worden ist. Von den Faltlinien 1 ausgehend
sind dreieckförmige Taschen 2 nach innen eingeschlagen und so ausgeschnitten, dass
sich Bodenklappen 3 ergeben, die über Falzlinien 4 schwenkbar mit den großen Seitenwänden
des Sacks verbunden sind. Die Bodenklappen 3 werden senkrecht zu den Taschen 2 eingeklappt,
woraus sich die Ausbildung als Kreuzboden ergibt.
[0027] Figuren 2 und 3 zeigen einen Faltzustand des Bodens, in dem die Bodenklappen 3 noch
nicht eingeklappt sind. Gemäß Figur 2 wird ein Verstärkungsblatt 5 aus Papier auf
eine der Taschen, die eine Ventilöffnung für ein eingelegtes Ventil bilden soll, aufgeklebt,
wobei sich das Verstärkungsblatt 5 seitlich über die Falzlinien 4 etwas in den Bereich
der Bodenklappen 3 erstreckt und auch dort verklebt wird. Das Verstärkungsblatt 5
ist vorzugsweise zum Bodeneckeinschlag 6 hin mit einem umgeschlagenen Ende 7 versehen,
sodass das entsprechende Ende des Verstärkungsblatts 5 in zweilagiger Form verstärkt
ausgebildet ist. Beim späteren Umklappen der Bodenklappen zur Bildung des Kreuzbodens
wird der jeweilige sich auf den Bodenklappen 3 befindliche Randstreifen des Verstärkungsblatts
7 mit umgeklappt. Das Verstärkungsblatt 7 besteht vorzugsweise aus einer Papierlage
mit einem Flächengewicht zwischen 20 und 40 g/m
2, vorzugsweise 30 g/m
2.
[0028] Auf die gemäß Figur 2 erstellte Anordnung wird nun gemäß Figur 3 eine Materialkombination
zur Ausbildung eines Ventils aufgebracht. Die Materialkombination besteht aus einer
Folienlage 8 und einer Papierlage 9. Die Folienlage 8 ist um eine Faltlinie 10 umgeschlagen
und weist somit einen oberen ersten Folienabschnitt 11 und einen unteren zweiten Folienabschnitt
12 auf. Die auf diese Weise in Form eines liegenden V ausgebildete Folienlage 8 nimmt
die Papierlage 9 auf, indem der erste Folienabschnitt 11 die Oberseite der Papierlage
9 und der zweite Folienabschnitt 12 die Unterseite der Papierlage 9 übergreift. Die
Papierlage 9 weist ebenfalls aus Verstärkungsgründen ein umgeschlagenes vorderes Ende
13 auf, das bis zum vorderen Ende der Folienlage 8 eingeschoben wird. Die Papierlage
9 ist in Längsrichtung des Ventils länger als die Folienlage 8 ausgebildet, sodass
zum Sackinneren hin die Papierlage 9 aus der Folienlage 8 herausragt. Die Folienlage
8 ist senkrecht zur Längsrichtung des Ventils breiter als die Papierlage 9 ausgebildet.
Sowohl die Folienlage 8 als auch die Papierlage 9 erstrecken sich seitlich über die
Falzlinien 4 der Bodenklappen 3 und werden somit mit den Bodenklappen 3 bei der Bildung
des gefalteten Bodens um die Falzlinien 4 eingeklappt.
[0029] Es bildet sich somit eine Ventilanordnung, die in Längsrichtung des Ventils, also
in Figur 3 nach außen gerichtet, ein erstes Ende 13 und ein gegenüberliegendes, zum
Sackinnern gerichtetes zweites Ende 14 aufweist.
[0030] Das erste Ende 13 steht dabei über die Vorderkante des Verstärkungsblatts 5 hervor
und deckt im nicht geöffneten Zustand der Ventilöffnung das Verstärkungsblatt 5 vollständig
ab, wodurch dieses gegen Feuchteeinwirkung geschützt ist. Das zweite Ende 14 wird
durch die Papierlage 9 und das Verstärkungsblatt 5 gebildet, sodass eine Abdichtung
Papier auf Papier erfolgt. Die Folienlage 8 erstreckt sich nur über einen Teil der
Papierlage 9, sodass ein wesentlicher Teil der Länge des Ventils im Bereich des zweiten
Endes 14 nur aus Papier besteht. Die Länge der Folienlage 8 beträgt vorzugsweise zwischen
1/2 und 3/4 der Länge der Papierlage 9.
[0031] Figur 5 zeigt eine Seitenansicht eines gefüllten Sacks, der durch die Füllung seine
Kastenform eingenommen hat. Erkennbar sind daher die typischen Faltlinien, die von
der mittleren Faltlinie 1 bis zu den Ecken des Bodens ausgehen. Dargestellt ist hier
schematisch das Verstärkungsblatt 15, das aus Folienlage 8 und Papierlage 9 gebildete
Ventil mit seinen nach oben umgeklappten Randstreifen und die darüber befindlichen
Bodenklappen 3, die den Bodenverschluss bilden und ggf. mit einem (nicht dargestellten)
Bodendeckblatt abgedeckt sind. Zur Erkennbarkeit der Lagen des Verstärkungsblatts
5, des Ventils 8, 9 sowie der umgeklappten Randstreifen ist die Ventilöffnung etwas
geöffnet dargestellt. Der Verschluss des Ventils erfolgt in üblicherweise dadurch,
dass der Sack auf den mit dem Ventil ausgebildeten Boden gestellt wird, sodass das
in den Sack eingefüllte Füllgut das Ventil verschließt, indem die Papierlage 9 gegen
das Verstärkungsblatt 5 gedrückt wird.
1. Sack mit einer aus wenigstens zwei jeweils mittels einer Längsklebenaht zu einem Schlauch
geschlossenen Lagen gebildeten Mantelwandung mit zwei Stirnenden und mit dem Sack
an den Stirnenden verschließenden gefalteten Böden und mit einer Einfüllöffnung zur
Befüllung mit einem Füllgut, wobei die Mantel-wandung wenigstens eine Papierlage aufweist
und die wenigstens eine Papierlage die Belastbarkeit mit Füllgewicht und die mechanische
Stabilität des Sacks zumindest überwiegend bestimmt, wobei die Mantelwandung auf ihrer
Außenseite eine Lage aus einer Kunststofffolie aufweist, die die wenigstens eine Papierlage
vor Feuchte schützend umgibt und in einem Bereich überlappender Enden Klebestellen
(K) aufweist, zwischen denen Entlüftungswege (Z) bestehen, wobei die Kunststofffolie
eine Stärke von 60 µm oder weniger aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie in dem Bereich überlappender Enden frei von Perforationen ist.
2. Sack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie eine Stärke zwischen 10 und 50 µm aufweist.
3. Sack nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie nur punktuell mit der darunter befindlichen Papierlage verklebt
und daher leicht von der Papierlage entfernbar ist.
4. Sack nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie transparent ausgebildet ist.
5. Sack nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie aus Polyethylen besteht.
6. Sack nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die unter der Kunststofffolie befindliche Papierlage aus gebleichtem Papier besteht.
7. Sack nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie auf ihrer zur darunter liegenden Papierlage zeigenden Innenseite
bedruckt ist.
8. Sack nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie mit einer die Entfernung von der Mantel-wandung erleichternden
Abreißhilfe versehen ist.
9. Sack nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie in die Faltung der Böden einbezogen ist.
10. Sack nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass er zwei gefaltete Böden aufweist, von denen einer mit einer Ventilöffnung versehen
ist, in die ein flachliegendes, für den Einfüllvorgang rohrförmig zur Ausbildung eines
Einfüllkanals aufbiegbares Ventil eingelegt ist, das ein bezüglich der Ventilöffnung
zum Sackinnern zeigendes ersten Ende (13) und ein zur Mantelwandung zeigendes zweites
Ende (14) aufweist,
dass das Ventil eine das erste Ende (13) bildende Papierlage (9) aufweist, die am
zweiten Ende (14) von einer umgefalteten, einen ersten Folienabschnitt (11) und einen
damit über eine Faltlinie (10) verbundenen zweiten Folienabschnitt (12) aufweisenden
Folienlage (8) übergriffen ist.
11. Sack nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Folienabschnitte (11, 12) jeweils nur über einen Teil der Länge der Papierlage
(9) erstrecken.
12. Sack nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienlage (8) breiter als die Papierlage (9) ist.
13. Sack nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass in die Faltung des Bodens im Bereich des Ventils ein mit Abstand von dem zweiten
Ende (14) des Ventil endendes Verstärkungsblatt (5) aus Papier eingesetzt ist.
14. Sack nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienlage (8) eine Stärke von 30 bis 50 µm und die Papierlage (9) ein Flächengewicht
zwischen 50 und 100 g/m2 aufweisen.
1. A bag with a jacket wall composed of at least two layers closed in each case by means
of a longitudinal adhesive seam to form a tube and having two front ends, and with
folded bottoms closing the bag at the front ends, and with a filling opening for introducing
a filling material, wherein the jacket wall has at least one paper layer and the at
least one paper layer at least largely determines the load-bearing capability with
filled weight and the mechanical stability of the bag, wherein the jacket wall has,
on its outside, a layer of a plastic film which surrounds the at least one paper layer
and protects it from moisture and, in an area of overlapping ends, has adhesion points
(K) between which air removal paths (Z) are formed wherein the plastic film has a
thickness of 60 µm or less, characterized in that the plastic film is free of perforations in the area of overlapping ends.
2. The bag as claimed in claim 1, characterized in that the plastic film has a thickness of between 10 and 50 µm.
3. The bag as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the plastic film is affixed to the underlying paper layer only at points and is therefore
easily removable from the paper layer.
4. The bag as claimed in one of claims 1 through 3, characterized in that the plastic film is transparent.
5. The bag as claimed in one of claims 1 through 4, characterized in that the plastic film is made of polyethylene.
6. The bag as claimed in one of claims 1 through 5, characterized in that the paper layer located under the plastic film is made of bleached paper.
7. The bag as claimed in one of claims 4 through 6, characterized in that the plastic film is printed on its inside facing toward the underlying paper layer.
8. The bag as claimed in one of claims 3 through 7, characterized in that the plastic film is provided with a tear-open aid facilitating the removal from the
jacket wall.
9. The bag as claimed in one of claims 1 through 8, characterized in that the plastic film is incorporated into the folding of the bottoms.
10. The bag as claimed in one of claims 1 through 9, characterized in that it has two folded bottoms, of which one is provided with a valve opening into which
a flat valve is inserted which can be bent open in the shape of a tube to form a filling
channel for the filling procedure and which has a first end (13) facing toward the
bag interior with respect to the valve opening and a second end (14) facing toward
the jacket wall, in that the valve has a paper layer (9) which forms the first end (13) and which at the second
end (14) is overlapped by a folded film layer (8) having a first film portion (11)
and a second film portion (12) connected to the latter via a fold line (10).
11. The bag as claimed in claim 10, characterized in that the film portions (11, 12) each extend over only part of the length of the paper
layer (9).
12. The bag as claimed in claim 10 or 11, characterized in that the film layer (8) is wider than the paper layer (9).
13. The bag as claimed in one of claims 10 through 12, characterized in that a reinforcement sheet (5) made of paper, and ending at a distance from the second
end (14) of the valve, is inserted into the folding of the bottom in the area of the
valve.
14. The bag as claimed in one of claims 10 through 13, characterized in that the film layer (8) has a thickness of 30 to 50 µm and the paper layer (9) has a grammage
of between 50 and 100 g/m2.
1. Sac comportant une paroi enveloppe formée par au moins deux couches fermées au moyen
d'un cordon de colle longitudinal respectif pour donner un tuyau, comportant deux
extrémités frontales et des fonds pliés refermant le sac aux extrémités frontales,
et présentant une ouverture de remplissage pour le remplir avec des matériaux de remplissage,
dans lequel
la paroi enveloppe comprend au moins une couche de papier et ladite au moins une couche
de papier définit au moins majoritairement la capacité de charge avec le poids de
remplissage et la solidité mécanique du sac,
la paroi enveloppe présente sur son côté extérieur une couche de film en matière plastique
qui entoure ladite au moins une couche de papier en la protégeant contre l'humidité
et qui comprend des emplacements à coller (K) dans la zone des extrémités chevauchantes,
entre lesquels il existe des trajets de purge (Z),
le film en matière plastique présente une épaisseur de 60 µm ou moins,
caractérisé en ce que
le film en matière plastique est dépourvu de perforations dans la zone des extrémités
chevauchantes.
2. Sac selon la revendication 1, caractérisé en ce que le film en matière plastique présente une épaisseur comprise entre 10 et 50 µm.
3. Sac selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le film en matière plastique n'est collé que ponctuellement sur la couche de papier
située au-dessous et il est donc facilement détachable de la couche de papier.
4. Sac selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le film en matière plastique est réalisé transparent.
5. Sac selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le film en matière plastique est constitué en polyéthylène.
6. Sac selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la couche de papier située au-dessous du film en matière plastique est constituée
en papier blanchi.
7. Sac selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que le film en matière plastique est pourvu d'une impression sur son côté intérieur dirigé
vers la couche de papier située au-dessous.
8. Sac selon l'une des revendications 3 à 7, caractérisé en ce que le film en matière plastique est pourvu d'un moyen d'aide au déchirage qui facilite
l'enlèvement de la paroi enveloppe.
9. Sac selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le film en matière plastique est intégré dans le pliage des fonds.
10. Sac selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'il présente deux fonds pliés dont l'un est pourvu d'une ouverture à clapet dans laquelle
est posé un clapet situé à plat et susceptible d'être ouvert en le pliant en forme
de tube pour former un canal de remplissage pour l'opération de remplissage, qui comprend
une première extrémité (13) dirigée vers l'intérieur du sac par rapport à l'ouverture
à clapet et une seconde extrémité (14) dirigée vers la paroi enveloppe,
et en ce que le clapet comprend une couche de papier (9) qui forme la première extrémité (13)
et qui, à la seconde extrémité (14), est coiffée par une couche de film (8) rabattue
comprenant une première portion de film (11) et une seconde portion de film (12) reliée
à cette dernière par une ligne de pliage (10).
11. Sac selon la revendication 10,
caractérisé en ce que les portions de film (11, 12) ne s'étendent chacune que sur une partie de la longueur
de la couche de papier (9).
12. Sac selon la revendication 10 ou 11,
caractérisé en ce que la couche de film (8) est plus large que la couche de papier (9).
13. Sac selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce qu'une feuille de renforcement (5) en papier est insérée dans le pliage du fond dans
la zone du clapet, qui se termine à distance de la seconde extrémité (14) du clapet.
14. Sac selon l'une des revendications 10 à 13, caractérisé en ce que la couche de film (8) présente une épaisseur de 30 à 50 µm et la couche de papier
(9) présente un grammage compris entre 50 et 100 g/m2.
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