(19)
(11) EP 3 114 400 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
09.05.2018  Patentblatt  2018/19

(21) Anmeldenummer: 15707615.9

(22) Anmeldetag:  02.03.2015
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F21V 15/015(2006.01)
F21V 15/01(2006.01)
F21V 19/00(2006.01)
F21Y 115/10(2016.01)
F21V 17/16(2006.01)
F21V 17/06(2006.01)
F21Y 103/10(2016.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2015/054251
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2015/132177 (11.09.2015 Gazette  2015/36)

(54)

LEUCHTE BZW. BELEUCHTUNGSANORDNUNG MIT LÄNGLICHEM TRÄGERELEMENT UND LÖSBAR BEFESTIGBAREM LEUCHTMODUL

LIGHT FIXTURE OR LIGHTING ASSEMBLY COMPRISING AN ELONGATED CARRIER ELEMENT AND DETACHABLY SECURABLE LIGHTING MODULE

LUMINAIRE OU ENSEMBLE LUMINEUX COMPRENANT UN ÉLÉMENT SUPPORT ALLONGÉ ET UN MODULE LUMINEUX FIXÉ DE MANIÈRE LIBÉRABLE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 03.03.2014 DE 202014100946 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
11.01.2017  Patentblatt  2017/02

(73) Patentinhaber: Zumtobel Lighting GmbH
6850 Dornbirn (AT)

(72) Erfinder:
  • SKERGETH, Sascha
    6890 Lustenau (AT)
  • KOHLER, Michael
    6850 Dornbirn (AT)
  • KOTTEK, Thomas
    6890 Lustenau (AT)
  • OLARIU, Cristian
    6850 Dornbirn (AT)
  • PETER, Norbert
    6845 Hohenems (AT)
  • SCHUBNELL, Sebastian
    88079 Kressbronn (DE)
  • STEURER, Daniel
    6952 Hittisau (AT)

(74) Vertreter: Thun, Clemens 
Mitscherlich PartmbB Patent- und Rechtsanwälte Sonnenstraße 33
80331 München
80331 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 375 147
US-A1- 2004 184 276
US-A- 5 309 331
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leuchte oder eine Beleuchtungsanordnung, welche ein längliches Trägerelement aufweist, an dem mindestens ein Leuchtmodul lösbar befestigbar ist.

    [0002] Leuchten bzw. Beleuchtungsanordnungen der eingangs beschriebenen Art können in unterschiedlicher Weise realisiert werden. Bekannt sind insbesondere sog. Lichtbandsysteme, welche ein längliches Trägerelement oftmals in Form einer U-förmigen Tragschiene aufweisen. Innerhalb der Tragschiene verlaufen in Längsrichtung Leitungen zur Stromversorgung sowie zur Signalübertragung, wobei dann an der Tragschiene sog. Leuchteneinheiten angeordnet werden können. Je nach Ausgestaltung der Tragschiene mit den darin verlaufenden Leitungen können dabei die Leuchteneinheiten an fest vorgegebenen Positionen oder frei an jeder beliebigen Stelle über die gesamte Länge hinweg montiert werden. Mittels spezieller Kontaktierungs-und Verriegelungselemente wird dabei sowohl eine mechanische Befestigung der Leuchteneinheit an der Tragschiene erzielt als auch eine Kontaktierung der Leitungen vorgenommen.

    [0003] Beispielsweise zeigt die US 20040184276A1 ein Fahrzeugbeleuchtungssystem.

    [0004] Neben diesen Lichtbandsystemen, welche eine nahezu beliebige Länge aufweisen und sich insb. über sehr große Distanzen hinweg erstrecken können, kommen allerdings auch Einzelleuchten zum Einsatz, welche grundsätzlich auf einem vergleichbaren Prinzip beruhen. Wiederum ist ein längliches Trägerelement vorgesehen, welches als zentrales Halteelement für alle wesentlichen Komponenten der Leuchte dient. Insb. sind an diesem Trägerelement in der Regel Mittel zur Befestigung der Leuchte bspw. an der Decke eines Raums sowie ein Betriebsgerät zur Bereitstellung einer Versorgungsspannung für die Leuchtmittel angeordnet. Die Leuchtmittel selbst sind dann Bestandteil einzelner Module, die an dem Trägerelement angeordnet werden und über elektrische Verbindungsmittel mit dem Betriebsgerät verbunden werden.

    [0005] Üblicherweise kommen dabei mehrere einzelne Leuchtmodule zum Einsatz, welche für sich wahlweise ausgewechselt werden können.

    [0006] Diese vorbeschriebene Ausführungsform mit auswechselbaren Leuchtmodulen bietet sich insb. dann an, wenn als Lichtquellen LEDs zum Einsatz kommen. Grund hierfür ist, dass LEDs im Vergleich zu klassischen Lichtquellen wie Glühbirnen oder Leuchtstofflampen besser vor äußeren Einflüssen geschützt werden müssen. Ein Grund hierfür ist, dass eine versehentliche Berührung von LEDs oftmals zu sog. ESD-Schäden, also Schäden, die auf ungewollte elektrostatische Entladungen zurückzuführen sind, führen kann. Ferner sind LEDs in der Regel auf Platinen angeordnet, wobei dann die zur Stromversorgung der LEDs genutzten Leiterbahnen frei zugänglich sind. Hierbei besteht also die Gefahr, dass bei einem versehentlichen Berühren der LEDs oder der Platine auch stromführende Elemente berührt werden, was die Gefahr eines elektrischen Schlags mit sich bringt. Aus diesem Grund sind gemäß den entsprechenden Sicherheitsvorschriften LEDs in besonders geschützter Weise innerhalb von Leuchten anzuordnen, was in der Regel ein Auswechseln defekter LEDs bzw. LED-Platinen erschwert. Derartige Arbeiten können deshalb in der Regel nur durch geschulte Elektriker oder durch den Leuchtenhersteller selbst durchgeführt werden. Im Falle der oben erwähnten auswechselbaren Leuchtmodule jedoch besteht diese Problematik nicht, da dann die LEDs geschützt innerhalb des Moduls angeordnet sind und lediglich das Modul insgesamt mit dem Betriebsgerät der Leuchte verbunden werden muss. D.h., der Austausch einzelner Module ist auch durch den Endverbraucher einfach durchzuführen.

    [0007] Bei den Trägerelementen dieser Leuchten oder auch der Tragschiene eines länglichen Lichtbandsystems handelt es sich in der Regel um aus Blech oder Aluminium bestehende Profilelemente. Aus herstellungstechnischen Gründen sind diese Elemente in der Regel an ihren Stirnseiten offen und müssen dann aus optischen Gründen durch spezielle Stirnteile abgeschlossen werden. Diese werden in der Regel auf das Profilteil aufgesetzt und dort z.B. mit Hilfe einer Schraubverbindung fixiert.

    [0008] Der vorliegenden Erfindung liegt nunmehr die Aufgabenstellung zugrunde, das Anbringen der Stirnteile an derartige Trägerelemente zu erleichtern, so dass der Zusammenbau einer Leuchte oder eines Beleuchtungssystems mit einem geringeren Arbeitsaufwand verbunden ist.

    [0009] Die Aufgabe wird durch eine Leuchte oder eine Beleuchtungsanordnung, welche die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist, gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

    [0010] Die erfindungsgemäße Lösung beruht auf dem Gedanken, die Stirnteile derart auszugestalten, dass sie jeweils an einem Endbereich des Trägerelements in einfacher Weise lose angeordnet werden können, wobei sie dann anschließend durch das an dem Trägerteil angeordnete Leuchtmodul fixiert werden.

    [0011] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird also eine Leuchte oder Beleuchtungsanordnung mit einem länglichen Trägerelement vorgeschlagen, wobei die Leuchte bzw. Beleuchtungsanordnung ferner mindestens ein Leuchtmodul aufweist, das lösbar an dem Trägerelement befestigbar ist. Ferner sind Stirnteile für das Trägerelement vorgesehen, welche jeweils an einem Endbereich des Trägerelements anordenbar sind, wobei die Stirnteile durch das an dem Trägerelement befestigte Leuchtmodul fixiert werden, wobei das Trägerelement dazu ausgebildet ist, mehrere Leuchtmodule in Längsrichtung hintereinander angeordnet zu halten, wobei das erste und das letzte Leuchtmodul jeweils eines der Stirnteile fixieren.

    [0012] Durch die erfindungsgemäße Lösung kann also ein separater Arbeitsschritt des Befestigens der Stirnteile an dem Trägerelement der Leuchte bzw. Beleuchtungsanordnung eingespart werden. Stattdessen werden die Stirnteile automatisch beim Anordnen des Leuchtmoduls bzw. der Leuchtmodule an dem Trägerelement fixiert, so dass Dank der erfindungsgemäßen Lösung ferner auch spezielle Befestigungsmittel nicht mehr erforderlich sind.

    [0013] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Mittel, mit deren Hilfe die Leuchtmodule die Stirnteile fixieren, vergleichbar mit den Mitteln, mit deren Hilfe die Leuchtmodule an dem Trägerelement angeordnet werden. D.h., bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung werden die Leuchtmodule mit dem Trägerelement verrastet, wobei in gleicher Weise auch die Stirnteile dann mit dem Leuchtmodul verrastet werden. Hierzu können einerseits an dem Trägerelement entsprechende Rastausnehmungen ausgebildet sein, in welche Rastlaschen des bzw. der Leuchtmodule eingreifen. Entsprechende Rastausnehmungen sind dann auch an den Stirnteilen vorgesehen. Die Stirnteile selbst werden vorzugsweise zunächst von der jeweiligen Stirnseite her auf das Trägerelement aufgeschoben. In dieser Position können dann die Leuchtmodule an dem Trägerelement angeordnet werden und die Stirnteile in der erfindungsgemäßen Weise fixieren.

    [0014] Letztendlich wird also durch die erfindungsgemäße Lösung das Befestigen von Stirnteilen an Trägerelementen von Leuchten oder Beleuchtungsanordnungen vereinfacht.

    [0015] Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen:
    Figur 1
    eine erfindungsgemäße Leuchte in perspektivischer Ansicht von schräg oben;
    Figur 2
    eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Leuchte;
    Figur 3
    eine vergrößerte Seitenansicht des Endbereichs der Leuchte;
    Figur 4
    eine Ansicht der erfindungsgemäßen Leuchte von unten;
    Figur 5
    ein an der Leuchte auswechselbar zu befestigendes Leuchtmodul;
    Figur 6
    eine perspektivische Ansicht eines Endbereichs des Trägerelements der Leuchte;
    Figur 7
    eine Schnittdarstellung der Leuchte quer zur Längsachse, wobei das auswechselbare Leuchtmodul beabstandet zu dem Trägerelement angeordnet ist;
    Figur 8
    eine Schnittdarstellung entsprechend Figur 7, wobei nunmehr das Leuchtmodul an dem Trägerelement befestigt ist;
    Figur 9
    eine vergrößerte Darstellung der mit dem Trägerelement verrasteten Leuchtmodule;
    Figur 10
    den Endbereich des Trägerelements mit dem daran angeordneten Stirnteil und
    Figur 11
    ein einzelnes Stirnteil.


    [0016] Als bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend eine Einzelleuchte beschrieben. Wie bereits erwähnt kann das erfindungsgemäße Konzept allerdings auch bei größeren Beleuchtungsanordnungen, insbesondere bei sog. Lichtbandsystemen zum Einsatz kommen.

    [0017] Figuren 1 und 2 zeigen unterschiedliche Ansichten der allgemein mit dem Bezugszeichen 1 versehenen erfindungsgemäßen Leuchte. Die Leuchte 1 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als Pendelleuchte ausgebildet und kann in diesem Fall über wenigstens ein Aufhängeelement, im dargestellten Fall über mehrere Seile 2 an einem nicht dargestellten Trägerelement, beispielsweise an der Decke eines Raums befestigt werden. In leicht modifizierter Weise könnte die erfindungsgemäße Leuchte 1 allerdings auch als Deckenanbauleuchte genutzt werden.

    [0018] Wie in den Figuren erkennbar ist, ist die Leuchte 1 insgesamt länglich ausgeführt und erstreckt sich hierbei entlang einer Längsachse L. Die Form der Leuchte 1 wird hierbei in erster Linie durch ein Trägerelement 5 festgelegt, welches das zentrale Element der Leuchte 1 darstellt und an dem alle weiteren Komponenten angeordnet beziehungsweise befestigt sind. Ein wesentliches Merkmal dieses Trägerelements 5 ist, dass dieses an seiner Unterseite beziehungsweise seiner Lichtabstrahlseite einen später noch näher beschriebenen, im Querschnitt U-förmigen Aufnahmebereich bildet, in dem mehrere Leuchtmodule auswechselbar angeordnet werden können. Das Trägerelement 5 ist vorzugsweise durch ein Aluminiumprofil gebildet, welches an seinen beiden stirnseitigen Endbereichen durch Endkappen 15 abgeschlossen wird, die wiederum lösbar an dem Trägerelement 5 angeordnet und in der nachfolgend näher beschriebenen erfindungsgemäßen Weise befestigt sind.

    [0019] Figur 6 zeigt den Endbereich des Trägerelements 5 von der Unterseite her, wobei nunmehr der Aufnahmebereich 6 für die auswechselbaren Leuchtmodule erkennbar ist. Dieser Aufnahmebereich wird durch eine Bodenfläche 7 sowie zwei zu beiden Seiten der Bodenfläche 7 verlaufende, nach unten gerichtete U-Schenkel 8 gebildet. Gemeinsam mit den bereits erwähnten Stirnelementen beziehungsweise Abschlusskappen 15 wird hierdurch der im Querschnitt U-förmige, insgesamt gesehene längliche topfförmige Aufnahmebereich 6 gebildet. In diesem werden dann mehrere Leuchtmodule - im dargestellten Ausführungsbeispiel 14 Leuchtmodule - angeordnet, wobei eines hiervon in Figur 5 in perspektivischer Ansicht gezeigt ist.

    [0020] Das Leuchtmodul 20 ist also in etwa quaderförmig ausgebildet. Wie insbesondere den Schnittdarstellungen der Figuren 7 und 8 entnommen werden kann, besteht dabei das Leuchtmodul 20 aus einem topfartig ausgebildeten, aus zumindest teillichtdurchlässigem Material gebildeten sogenannten Linsenträger 21, der eine Bodenfläche 22, welche die Lichtabstrahlfläche des Leuchtmoduls 20 bildet, sowie vier Seitenwände 23, 24 aufweist. An den beiden kürzeren Seitenwänden 24 sind hierbei jeweils zwei Rastlaschen 25 ausgebildet, über welche ein Befestigen an dem Trägerelement 5 der Leuchte 1 erfolgt. Wie der Darstellung von Figur 6 entnommen werden kann, sind hierzu in der Bodenfläche 7 des Aufnahmebereichs 6 des Trägerelements 5 entsprechende Rastausnehmungen beziehungsweise Schlitze 9 ausgebildet, in welche die Rastlaschen 25 des Leuchtmoduls 20 eingreifen.

    [0021] Die Bodenfläche des Leuchtmoduls 20 wird durch die Rückseite einer Platine 30 mit mehreren darauf angeordneten, vorzugsweise matrixartig verteilten LEDs 31 (siehe Figur 7) gebildet. Diese LEDs 31 stellen die Lichtquellen des Leuchtmoduls 20 dar, wobei den LEDs 31 unterschiedliche optische Mittel zur Beeinflussung der Lichtabgabe zugeordnet sind.

    [0022] Wie in Figur 7 erkennbar ist, sind dabei im zentralen Bereich des Linsenträgers 21 Linsenkörper 26 ausgebildet, die jeweils einzelnen LEDs 31 zugeordnet sind. Das Licht der im Randbereich befindlichen LEDs 31a hingegen soll nicht mit Hilfe von Linsen gerichtet abgestrahlt werden, sondern eher einen diffus leuchtenden umlaufenden Rahmen hervorrufen. Dies wird durch einen speziellen Diffusorrahmen 35 erzielt, der in den Linsenträger 21 eingelegt wird und im Vergleich zu dem Linsenträger 21, der vorzugsweise aus einem klaren Material besteht, aus einem lichtstreuenden Material gebildet ist beziehungsweise lichtstreuende Partikel enthält. Anzumerken ist allerdings, dass selbstverständlich die Ausgestaltung der optischen Elemente der einzelnen Leuchtmodule auch anderweitig gestaltet werden könnte, sofern eine andere Lichtabstrahlung gewünscht ist. Die Ausgestaltung dieser optischen Elemente ist für den Kerngedanken der vorliegenden Erfindung nicht weiter relevant. Wesentlich ist, dass ein oder mehrere der Leuchtmodule 20 an dem Trägerelement 5 der Leuchte 1 befestigt werden, sodass sich von der Unterseite beziehungsweise der Lichtabstrahlseite der Leuchte 1 her ein Erscheinungsbild ergibt, wie es in Figur 4 dargestellt ist.

    [0023] Die die Rückseite des Leuchtmoduls 20 bildende LED-Platine 30 ist mit dem Linsenträger 21 verrastet. An den beiden Seitenwänden 23 sind hierfür entsprechende Rastelemente 27 ausgebildet, welche mit der Platine 30 derart zusammenwirken, dass diese in einfacher Weise von der Rückseite her auf den Linsenträger 21 aufgelegt und dann herabgedrückt werden kann. Auf diese Weise wird eine stabile Baueinheit gebildet, durch welche wiederum die einzelnen LEDs 31 effizient vor äußeren Einflüssen geschützt sind.

    [0024] Die Stromversorgung der an dem Trägerelement 5 angeordneten Leuchtmodule 20 erfolgt mit Hilfe spezieller Kontaktierungsmittel, die im dargestellten Ausführungsbeispiel Federkontakte 41 umfassen, welche mit an der Rückseite der LED-Platine 30 angeordneten Kontaktfeldern 35 zusammenwirken. Die Federkontakte 41 sind hier jeweils an einem in Figur 7 erkennbaren Kontaktblock 40 angeordnet, der durch eine entsprechende Ausnehmung 10 in der Bodenfläche 7 des Aufnahmebereichs 6 des Trägerelements 5 ragt. Das heißt, diese Federkontakte 41 sind von dem Aufnahmebereich 6 des Trägerelements 5 her derart zugänglich, dass sie beim Einsetzen des Leuchtmoduls 20 in Anlage gegen die Kontaktfelder 35 des Leuchtmoduls 20 gelangen. Hierdurch wird die elektrische Verbindung zwischen den Federkontakten 41 und dem Leuchtmodul 20 sichergestellt, so dass dieses mit den eigentlichen Mitteln zur Bereitstellung eines Betriebsstroms für die LEDs 31 verbunden wird.

    [0025] Wie der Darstellung von Figur 5 entnommen werden kann sind dabei eine Vielzahl von Kontaktfeldern 35 auf der Rückseite der LED-Platine 30 ausgebildet, wobei abhängig von der Betriebsart der Leuchte 1 nicht zwingend alle Kontaktfelder 35 genutzt werden müssen. Dies ist unter anderem davon abhängig, ob lediglich ein einfaches Ein- und Ausschalten der Module 20 vorgesehen ist oder diese eine individuelle Ansteuerbarkeit ermöglichen sollen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel kommen lediglich zwei Federkontakte 41 zum Einsatz, so dass also die Module 20 ausschließlich mit einer geeigneten Versorgungsspannung bzw. einem Versorgungsstrom versorgt werden und dementsprechend alle Module einheitlich betrieben werden. Eine Kommunikation, die darüber hinaus beispielsweise auch das Rückmelden von Fehlerinformationen oder dergleichen ermöglichen würde, ist im dargestellten Ausführungsbeispiel nicht vorgesehen, wobei für diesen Fall dann gegebenenfalls mehrere der Kontaktfelder 35 genutzt werden.

    [0026] Eine weitere Besonderheit besteht dabei darin, dass - wie in Figur 5 erkennbar - zwei Reihen von Kontaktfeldern 35 vorgesehen sind, die bezüglich einer Längsachse 1 des Leuchtmoduls 20 um 180° verdreht zueinander angeordnet sind. Grund für diese Maßnahme ist, dass hierdurch die Möglichkeit besteht, das Leuchtmodul 20 wahlweise in unterschiedlichen Orientierungen, insbesondere in zwei um 180° verdrehten Orientierungen an dem Trägerelement 5 anzuordnen. Dies kann dann von Interesse sein, wenn die optischen Elemente des Leuchtmoduls 20 derart ausgebildet sind, dass sie eine asymmetrische Lichtabgabe verstärkt in eine Richtung hin bewirken. In diesem Fall kann möglicherweise vorgesehen sein, dass beispielsweise die an den jeweiligen Endbereichen des Trägerelements 5 angeordneten Leuchtmodule 20 verdreht zueinander ausgerichtet sind, was wiederum insgesamt gesehen eine symmetrische Lichtabgabe der Leuchte 1 bewirken würde. Durch das Anordnen zweier gleichartiger, allerdings um 180° verdreht zueinander angeordneter Kontaktfelder 35 kann in einfacher Weise ein entsprechendes wahlweises Anordnen der Leuchtmodule 20 ermöglicht werden, ohne dass diese noch anderweitig modifiziert werden müssten. Alternativ zu den dargestellten Federkontakten und Kontaktflächen könnten zur elektrischen Kopplung allerdings auch andere System, insbesondere Stecker-Buchsen-Systeme verwendet werden.

    [0027] Die Figuren 7 und 8 zeigen wie bereits erwähnt eine Schnittdarstellung der Leuchte 1, wobei zunächst in Figur 7 das Leuchtmodul 20 beabstandet von dem Trägerelement 5 angeordnet und in Figur 8 an dem Trägerelement 5 befestigt ist. Der Darstellung der Figuren 7 und 8 kann darüber hinaus auch die Form des Trägerelements 5 entnommen werden, wobei erkennbar ist, dass dieses oberhalb des U-förmigen Aufnahmebereichs 6 für die Leuchtmodule 20 zwei in Längsrichtung verlaufende Seitenwände 12 aufweist, welche einen schmaleren, nach oben hin gerichteten und wiederum U-förmigen zweiten Aufnahmebereich 13 bilden, in dem das Lampenbetriebsgerät 100 sowie ggf. zusätzliche Einheiten 60 zur Realisierung einer Indirektbeleuchtung angeordnet sind, auf die im Folgenden allerdings nicht näher eingegangen werden soll.

    [0028] Ferner zeigt Figur 9 in vergrößerter Darstellung zwei benachbarte, mit dem Trägerelement 5 verrastete Leuchtmodule 20, wobei erkennbar ist, das beide Module 20 mit ihren Rastlaschen 25 gemeinsam die entsprechende Rastöffnung 9 in der Bodenfläche des Trägerelements 5 nutzen.

    [0029] Die vorliegende Erfindung betrifft insb. das Anordnen und Befestigen der Stirnteile 15 an dem endseitig jeweils offenen Trägerelement 5, was nachfolgend näher erläutert werden soll.

    [0030] Ein einzelnes Stirnteil ist hierbei isoliert in Figur 11 dargestellt, wobei es primär eine vertikale Wand 16 aufweist, die dazu vorgesehen ist, den Aufnahmebereich 6 des Trägerelements 5 stirnseitig abzuschließen. Die vertikale Wand 16 ist dementsprechend hinsichtlich ihrer Höhe und Breite auf die Dimensionen des Aufnahmeraums 6 abgestimmt und weist seitliche Abrundungen auf, durch welche ein entsprechend kontinuierlicher Übergang zu den Seitenwänden des Trägerelements 5 erzielt wird.

    [0031] Das Anordnen des Stirnteils 15 an dem Trägerelement 5 erfolgt zunächst mit Hilfe zweier Laschen 17, die an der Oberseite der vertikalen Wand 16 vorgesehen und rechtwinklig zu der Wand ausgerichtet sind. Diese Laschen 17 werden in entsprechende Ausnehmungen 11 des Trägerelements 5 eingeführt, wie der Darstellung von Figur 10 entnommen werden kann. Die Ausnehmungen 11, welche eine Führung für die Laschen 17 bilden, können auch den Schnittdarstellungen der Figuren 7 und 8 entnommen werden.

    [0032] Mit Hilfe der Laschen 17 kann also das Stirnteil 15 dann von der Stirnseite her auf das Trägerelement 5 aufgeschoben und in die in Figur 10 dargestellte Position gebracht werden. Es ist in diesem Zustand allerdings noch nicht an dem Trägerelement 5 fixiert. Hierfür wurden bislang zusätzliche Haltemittel verwendet, bspw. spezielle Schraubverbindungen oder dergleichen. Auf derartige zusätzliche Haltemittel kann gemäß der vorliegenden Erfindung verzichtet werden, was dadurch erzielt wird, dass nunmehr die Leuchtmodule 20 selbst zur Arretierung der Stirnteile 15 verwendet werden.

    [0033] Wie nämlich der Darstellung gemäß Figur 11 entnommen werden kann, sind an der den Führungslaschen 17 zugewandten Seite der Wand 16 des Stirnteils zusätzliche Rastmittel 18 vorgesehen, über welche ein Verrasten mit dem Leuchtmodul 20, genauer genommen mit den Rastlaschen 25 des Leuchtmoduls 20 erfolgt. Diese Rastmittel bestehen zum einem aus einer in der vertikalen Wand 16 ausgebildeten Ausnehmung 19a sowie einem die Ausnehmung überspannenden Bügel 19b. Diese Elemente sind derart dimensioniert, dass die bereits zuvor erwähnten Rastlaschen 25 der Leuchtmodule 20 in diese eingreifen und mit diesen verrasten können. Die jeweils an den Stirnenden des Trägerelements 15 angeordneten Leuchtmodule 20 greifen also mit ihren äußeren, d.h., dem Stirnende zugewandten Laschen 25 nicht in Ausnehmungen 9 des Trägerelements 5 ein, sondern wirken stattdessen mit den Rastmitteln 18 des jeweiligen Stirnteils 15 zusammen.

    [0034] Bei einer Montage der Leuchte 1 werden also zunächst die Stirnteile 15 wie zuvor beschrieben auf das Trägerelement 5 aufgeschoben. Anschließend werden die Leuchtmodule 20 an dem Trägerelement angeordnet und mit diesem verrastet, wobei dann durch das erste und das letzte Leuchtmodul 20 das Fixieren der Stirnteile 15 erfolgt. Es sind dann also keine weiteren Maßnahmen mehr zur zusätzlichen Halterung des Stirnteils 15 erforderlich, da dieses durch das zugehörige Leuchtmodul 20 blockiert wird und nicht mehr abgezogen werden kann.

    [0035] Letztendlich wird also durch die erfindungsgemäße Maßnahme der Zusammenbau der erfindungsgemäßen Leuchte nochmals vereinfacht und es kann auf zusätzliche Befestigungsmittel zum Arretieren der Stirnteile verzichtet werden. Dabei ist selbstverständlich die erfindungsgemäße Lösung nicht auf Leuchten des dargestellten Typs beschränkt. Grundsätzlich kann der Gedanke der Erfindung immer dann zum Einsatz kommen, wenn an einem Trägerelement einer Leuchte oder einer Beleuchtungsanordnung Stirnteile anzuordnen und zu fixieren sind, wobei gleichzeitig auch auswechselbare Leuchteneinheiten oder Leuchtenmodule an dem Trägerelement vorgesehen sind. In allen diesen Fällen kann durch eine spezielle Ausgestaltung der auswechselbaren Leuchtmodule gleichzeitig auch das Fixieren der Stirnteile erfolgen, so dass auf zusätzliche Arbeitsschritte beim Befestigen der Stirnteile verzichtet werden kann.


    Ansprüche

    1. Leuchte (1) oder Beleuchtungsanordnung mit

    • einem länglichen Trägerelement (5),

    • mindestens einem Leuchtmodul (20), welches lösbar an dem Trägerelement (5) befestigbar ist, sowie

    • Stirnteilen (15) für das Trägerelement (5), welche jeweils an einem Endbereich des Trägerelements (5) anordenbar sind,

    wobei die Stirnteile (15) durch das mindestens eine an dem Trägerelement (5) befestigte Leuchtmodul (20) fixiert werden,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Trägerelement (5) dazu ausgebildet ist, mehrere Leuchtmodule (20) in Längsrichtung hintereinander angeordnet zu halten, wobei das erste und das letzte Leuchtmodul (20) jeweils eines der Stirnteile (15) fixieren.
     
    2. Leuchte oder Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Leuchtmodul (20) mit dem Trägerelement (5) verrastbar ist, wobei die Stirnteile (19) ebenfalls mit dem Leuchtmodul (20) verrastbar sind.
     
    3. Leuchte oder Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Leuchtmodul (20) Rastlaschen (25) aufweist und an dem Trägerelement (5) sowie den Stirnteilen (15) entsprechende Rastausnehmungen bzw. Rastmittel ausgebildet sind.
     
    4. Leuchte oder Beleuchtungsanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
    dass die Stirnteile (15) auf das Trägerelement (5) aufschiebbar sind.
     
    5. Leuchte oder Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Stirnteile (15) Führungslaschen (17) zum Aufschieben auf das Trägerelement (5) aufweisen.
     
    6. Leuchte oder Beleuchtungsanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Leuchtmodul (20) in mehreren Orientierungen, insbesondere in zwei um 180° verdrehten Orientierung an dem Trägerelement (5) befestigbar ist.
     
    7. Leuchte oder Beleuchtungsanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Trägerelement (5) durch ein Profilelement gebildet ist.
     


    Claims

    1. Luminaire (1) or lighting arrangement with

    - an elongated support element (5),

    - at least one lighting module (20), which is detachably fastened to the support element (5), as well as

    - end parts (15) for the support element (5), each of which may be arranged on an end region of the support element (5),

    wherein the end parts (15) are fastened to the support element (5) by the at least one lighting module (20),
    characterized in that
    the support element (5) is designed to hold a plurality of lighting modules (20) arranged one behind the other in the longitudinal direction, wherein the first and the final lighting module (20) are each fixed to one of the end parts (15).
     
    2. Luminaire or lighting arrangement according to claim 1,
    characterized in that
    the lighting module (20) may be latched to the support element (5), wherein the end parts (19) may likewise be latched to the lighting module (20).
     
    3. Lamp or lighting arrangement according to claim 2,
    characterized in that
    the lighting module (20) comprises latching tabs (25), wherein corresponding recesses or latching means are formed on the support element (5) and the end parts (15).
     
    4. Luminaire or lighting arrangement according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the end parts (15) on the support element (5) are slidable.
     
    5. Luminaire or lighting arrangement according to claim 4
    characterized in that
    the end parts (15) comprise guide tabs (17) for sliding on the support element (5).
     
    6. Luminaire or lighting arrangement according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the lighting module (20) may be fastened in several orientations on the support element (5), in particular in two orientations twisted through 180°.
     
    7. Luminaire or lighting arrangement according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the support element (5) is formed by a profile element.
     


    Revendications

    1. Luminaire (1) ou dispositif d'éclairage avec

    • un élément de support allongé (5),

    • au moins un module d'éclairage (20), qui peut être fixé de manière amovible à l'élément de support (5), ainsi que

    • des parties frontales (15) pour l'élément de support (5), qui peuvent être disposées chacune à une zone d'extrémité de l'élément de support (5),

    les parties frontales (15) étant fixées par l'intermédiaire de l'au moins un module d'éclairage (20) fixé à l'élément de support (5),
    caractérisé en ce que
    l'élément de support (5) est conçu pour maintenir plusieurs modules d'éclairage (20) les uns derrières les autres dans la direction longitudinale, le premier et le dernier modules d'éclairage (20) fixant chacun une des parties frontales (15).
     
    2. Luminaire ou dispositif d'éclairage selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    le module d'éclairage (20) peut être encliqueté avec l'élément de support (5), les parties frontales (19) pouvant être encliquetées également avec le module d'éclairage (20).
     
    3. Luminaire ou dispositif d'éclairage selon la revendication 2,
    caractérisé en ce que
    le module d'éclairage (20) comprend des pattes d'encliquetage (25) et, au niveau de l'élément de support (5) ainsi que des parties frontales (15), sont réalisés des évidements d'encliquetage ou des moyens d'encliquetage.
     
    4. Luminaire ou dispositif d'éclairage selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    les parties frontales (15) peuvent être enfilées sur l'élément de support (5).
     
    5. Luminaire ou dispositif d'éclairage selon la revendication 4,
    caractérisé en ce que
    les parties frontales (15) comprennent des pattes de guidage (17) pour l'enfilage sur l'élément de support (5).
     
    6. Luminaire ou dispositif d'éclairage selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    le module d'éclairage (20) peut être fixé dans plusieurs orientations, plus particulièrement dans deux orientations décalées de 180°, sur l'élément de support (5).
     
    7. Luminaire ou dispositif d'éclairage selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    l'élément de support (5) est constitué d'un élément profilé.
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente