[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leuchte oder eine Beleuchtungsanordnung,
welche ein längliches Trägerelement aufweist, an dem mindestens ein Leuchtmodul lösbar
befestigbar ist.
[0002] Leuchten bzw. Beleuchtungsanordnungen der eingangs beschriebenen Art können in unterschiedlicher
Weise realisiert werden. Bekannt sind insbesondere sog. Lichtbandsysteme, welche ein
längliches Trägerelement oftmals in Form einer U-förmigen Tragschiene aufweisen. Innerhalb
der Tragschiene verlaufen in Längsrichtung Leitungen zur Stromversorgung sowie zur
Signalübertragung, wobei dann an der Tragschiene sog. Leuchteneinheiten angeordnet
werden können. Je nach Ausgestaltung der Tragschiene mit den darin verlaufenden Leitungen
können dabei die Leuchteneinheiten an fest vorgegebenen Positionen oder frei an jeder
beliebigen Stelle über die gesamte Länge hinweg montiert werden. Mittels spezieller
Kontaktierungs-und Verriegelungselemente wird dabei sowohl eine mechanische Befestigung
der Leuchteneinheit an der Tragschiene erzielt als auch eine Kontaktierung der Leitungen
vorgenommen.
[0003] Beispielsweise zeigt die
US 20040184276A1 ein Fahrzeugbeleuchtungssystem.
[0004] Neben diesen Lichtbandsystemen, welche eine nahezu beliebige Länge aufweisen und
sich insb. über sehr große Distanzen hinweg erstrecken können, kommen allerdings auch
Einzelleuchten zum Einsatz, welche grundsätzlich auf einem vergleichbaren Prinzip
beruhen. Wiederum ist ein längliches Trägerelement vorgesehen, welches als zentrales
Halteelement für alle wesentlichen Komponenten der Leuchte dient. Insb. sind an diesem
Trägerelement in der Regel Mittel zur Befestigung der Leuchte bspw. an der Decke eines
Raums sowie ein Betriebsgerät zur Bereitstellung einer Versorgungsspannung für die
Leuchtmittel angeordnet. Die Leuchtmittel selbst sind dann Bestandteil einzelner Module,
die an dem Trägerelement angeordnet werden und über elektrische Verbindungsmittel
mit dem Betriebsgerät verbunden werden.
[0005] Üblicherweise kommen dabei mehrere einzelne Leuchtmodule zum Einsatz, welche für
sich wahlweise ausgewechselt werden können.
[0006] Diese vorbeschriebene Ausführungsform mit auswechselbaren Leuchtmodulen bietet sich
insb. dann an, wenn als Lichtquellen LEDs zum Einsatz kommen. Grund hierfür ist, dass
LEDs im Vergleich zu klassischen Lichtquellen wie Glühbirnen oder Leuchtstofflampen
besser vor äußeren Einflüssen geschützt werden müssen. Ein Grund hierfür ist, dass
eine versehentliche Berührung von LEDs oftmals zu sog. ESD-Schäden, also Schäden,
die auf ungewollte elektrostatische Entladungen zurückzuführen sind, führen kann.
Ferner sind LEDs in der Regel auf Platinen angeordnet, wobei dann die zur Stromversorgung
der LEDs genutzten Leiterbahnen frei zugänglich sind. Hierbei besteht also die Gefahr,
dass bei einem versehentlichen Berühren der LEDs oder der Platine auch stromführende
Elemente berührt werden, was die Gefahr eines elektrischen Schlags mit sich bringt.
Aus diesem Grund sind gemäß den entsprechenden Sicherheitsvorschriften LEDs in besonders
geschützter Weise innerhalb von Leuchten anzuordnen, was in der Regel ein Auswechseln
defekter LEDs bzw. LED-Platinen erschwert. Derartige Arbeiten können deshalb in der
Regel nur durch geschulte Elektriker oder durch den Leuchtenhersteller selbst durchgeführt
werden. Im Falle der oben erwähnten auswechselbaren Leuchtmodule jedoch besteht diese
Problematik nicht, da dann die LEDs geschützt innerhalb des Moduls angeordnet sind
und lediglich das Modul insgesamt mit dem Betriebsgerät der Leuchte verbunden werden
muss. D.h., der Austausch einzelner Module ist auch durch den Endverbraucher einfach
durchzuführen.
[0007] Bei den Trägerelementen dieser Leuchten oder auch der Tragschiene eines länglichen
Lichtbandsystems handelt es sich in der Regel um aus Blech oder Aluminium bestehende
Profilelemente. Aus herstellungstechnischen Gründen sind diese Elemente in der Regel
an ihren Stirnseiten offen und müssen dann aus optischen Gründen durch spezielle Stirnteile
abgeschlossen werden. Diese werden in der Regel auf das Profilteil aufgesetzt und
dort z.B. mit Hilfe einer Schraubverbindung fixiert.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt nunmehr die Aufgabenstellung zugrunde, das Anbringen
der Stirnteile an derartige Trägerelemente zu erleichtern, so dass der Zusammenbau
einer Leuchte oder eines Beleuchtungssystems mit einem geringeren Arbeitsaufwand verbunden
ist.
[0009] Die Aufgabe wird durch eine Leuchte oder eine Beleuchtungsanordnung, welche die Merkmale
des Anspruchs 1 aufweist, gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind
Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0010] Die erfindungsgemäße Lösung beruht auf dem Gedanken, die Stirnteile derart auszugestalten,
dass sie jeweils an einem Endbereich des Trägerelements in einfacher Weise lose angeordnet
werden können, wobei sie dann anschließend durch das an dem Trägerteil angeordnete
Leuchtmodul fixiert werden.
[0011] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird also eine Leuchte oder Beleuchtungsanordnung
mit einem länglichen Trägerelement vorgeschlagen, wobei die Leuchte bzw. Beleuchtungsanordnung
ferner mindestens ein Leuchtmodul aufweist, das lösbar an dem Trägerelement befestigbar
ist. Ferner sind Stirnteile für das Trägerelement vorgesehen, welche jeweils an einem
Endbereich des Trägerelements anordenbar sind, wobei die Stirnteile durch das an dem
Trägerelement befestigte Leuchtmodul fixiert werden, wobei das Trägerelement dazu
ausgebildet ist, mehrere Leuchtmodule in Längsrichtung hintereinander angeordnet zu
halten, wobei das erste und das letzte Leuchtmodul jeweils eines der Stirnteile fixieren.
[0012] Durch die erfindungsgemäße Lösung kann also ein separater Arbeitsschritt des Befestigens
der Stirnteile an dem Trägerelement der Leuchte bzw. Beleuchtungsanordnung eingespart
werden. Stattdessen werden die Stirnteile automatisch beim Anordnen des Leuchtmoduls
bzw. der Leuchtmodule an dem Trägerelement fixiert, so dass Dank der erfindungsgemäßen
Lösung ferner auch spezielle Befestigungsmittel nicht mehr erforderlich sind.
[0013] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Mittel, mit deren Hilfe
die Leuchtmodule die Stirnteile fixieren, vergleichbar mit den Mitteln, mit deren
Hilfe die Leuchtmodule an dem Trägerelement angeordnet werden. D.h., bei einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung werden die Leuchtmodule mit dem Trägerelement verrastet,
wobei in gleicher Weise auch die Stirnteile dann mit dem Leuchtmodul verrastet werden.
Hierzu können einerseits an dem Trägerelement entsprechende Rastausnehmungen ausgebildet
sein, in welche Rastlaschen des bzw. der Leuchtmodule eingreifen. Entsprechende Rastausnehmungen
sind dann auch an den Stirnteilen vorgesehen. Die Stirnteile selbst werden vorzugsweise
zunächst von der jeweiligen Stirnseite her auf das Trägerelement aufgeschoben. In
dieser Position können dann die Leuchtmodule an dem Trägerelement angeordnet werden
und die Stirnteile in der erfindungsgemäßen Weise fixieren.
[0014] Letztendlich wird also durch die erfindungsgemäße Lösung das Befestigen von Stirnteilen
an Trägerelementen von Leuchten oder Beleuchtungsanordnungen vereinfacht.
[0015] Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert
werden. Es zeigen:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Leuchte in perspektivischer Ansicht von schräg oben;
- Figur 2
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Leuchte;
- Figur 3
- eine vergrößerte Seitenansicht des Endbereichs der Leuchte;
- Figur 4
- eine Ansicht der erfindungsgemäßen Leuchte von unten;
- Figur 5
- ein an der Leuchte auswechselbar zu befestigendes Leuchtmodul;
- Figur 6
- eine perspektivische Ansicht eines Endbereichs des Trägerelements der Leuchte;
- Figur 7
- eine Schnittdarstellung der Leuchte quer zur Längsachse, wobei das auswechselbare
Leuchtmodul beabstandet zu dem Trägerelement angeordnet ist;
- Figur 8
- eine Schnittdarstellung entsprechend Figur 7, wobei nunmehr das Leuchtmodul an dem
Trägerelement befestigt ist;
- Figur 9
- eine vergrößerte Darstellung der mit dem Trägerelement verrasteten Leuchtmodule;
- Figur 10
- den Endbereich des Trägerelements mit dem daran angeordneten Stirnteil und
- Figur 11
- ein einzelnes Stirnteil.
[0016] Als bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend eine
Einzelleuchte beschrieben. Wie bereits erwähnt kann das erfindungsgemäße Konzept allerdings
auch bei größeren Beleuchtungsanordnungen, insbesondere bei sog. Lichtbandsystemen
zum Einsatz kommen.
[0017] Figuren 1 und 2 zeigen unterschiedliche Ansichten der allgemein mit dem Bezugszeichen
1 versehenen erfindungsgemäßen Leuchte. Die Leuchte 1 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
als Pendelleuchte ausgebildet und kann in diesem Fall über wenigstens ein Aufhängeelement,
im dargestellten Fall über mehrere Seile 2 an einem nicht dargestellten Trägerelement,
beispielsweise an der Decke eines Raums befestigt werden. In leicht modifizierter
Weise könnte die erfindungsgemäße Leuchte 1 allerdings auch als Deckenanbauleuchte
genutzt werden.
[0018] Wie in den Figuren erkennbar ist, ist die Leuchte 1 insgesamt länglich ausgeführt
und erstreckt sich hierbei entlang einer Längsachse L. Die Form der Leuchte 1 wird
hierbei in erster Linie durch ein Trägerelement 5 festgelegt, welches das zentrale
Element der Leuchte 1 darstellt und an dem alle weiteren Komponenten angeordnet beziehungsweise
befestigt sind. Ein wesentliches Merkmal dieses Trägerelements 5 ist, dass dieses
an seiner Unterseite beziehungsweise seiner Lichtabstrahlseite einen später noch näher
beschriebenen, im Querschnitt U-förmigen Aufnahmebereich bildet, in dem mehrere Leuchtmodule
auswechselbar angeordnet werden können. Das Trägerelement 5 ist vorzugsweise durch
ein Aluminiumprofil gebildet, welches an seinen beiden stirnseitigen Endbereichen
durch Endkappen 15 abgeschlossen wird, die wiederum lösbar an dem Trägerelement 5
angeordnet und in der nachfolgend näher beschriebenen erfindungsgemäßen Weise befestigt
sind.
[0019] Figur 6 zeigt den Endbereich des Trägerelements 5 von der Unterseite her, wobei nunmehr
der Aufnahmebereich 6 für die auswechselbaren Leuchtmodule erkennbar ist. Dieser Aufnahmebereich
wird durch eine Bodenfläche 7 sowie zwei zu beiden Seiten der Bodenfläche 7 verlaufende,
nach unten gerichtete U-Schenkel 8 gebildet. Gemeinsam mit den bereits erwähnten Stirnelementen
beziehungsweise Abschlusskappen 15 wird hierdurch der im Querschnitt U-förmige, insgesamt
gesehene längliche topfförmige Aufnahmebereich 6 gebildet. In diesem werden dann mehrere
Leuchtmodule - im dargestellten Ausführungsbeispiel 14 Leuchtmodule - angeordnet,
wobei eines hiervon in Figur 5 in perspektivischer Ansicht gezeigt ist.
[0020] Das Leuchtmodul 20 ist also in etwa quaderförmig ausgebildet. Wie insbesondere den
Schnittdarstellungen der Figuren 7 und 8 entnommen werden kann, besteht dabei das
Leuchtmodul 20 aus einem topfartig ausgebildeten, aus zumindest teillichtdurchlässigem
Material gebildeten sogenannten Linsenträger 21, der eine Bodenfläche 22, welche die
Lichtabstrahlfläche des Leuchtmoduls 20 bildet, sowie vier Seitenwände 23, 24 aufweist.
An den beiden kürzeren Seitenwänden 24 sind hierbei jeweils zwei Rastlaschen 25 ausgebildet,
über welche ein Befestigen an dem Trägerelement 5 der Leuchte 1 erfolgt. Wie der Darstellung
von Figur 6 entnommen werden kann, sind hierzu in der Bodenfläche 7 des Aufnahmebereichs
6 des Trägerelements 5 entsprechende Rastausnehmungen beziehungsweise Schlitze 9 ausgebildet,
in welche die Rastlaschen 25 des Leuchtmoduls 20 eingreifen.
[0021] Die Bodenfläche des Leuchtmoduls 20 wird durch die Rückseite einer Platine 30 mit
mehreren darauf angeordneten, vorzugsweise matrixartig verteilten LEDs 31 (siehe Figur
7) gebildet. Diese LEDs 31 stellen die Lichtquellen des Leuchtmoduls 20 dar, wobei
den LEDs 31 unterschiedliche optische Mittel zur Beeinflussung der Lichtabgabe zugeordnet
sind.
[0022] Wie in Figur 7 erkennbar ist, sind dabei im zentralen Bereich des Linsenträgers 21
Linsenkörper 26 ausgebildet, die jeweils einzelnen LEDs 31 zugeordnet sind. Das Licht
der im Randbereich befindlichen LEDs 31a hingegen soll nicht mit Hilfe von Linsen
gerichtet abgestrahlt werden, sondern eher einen diffus leuchtenden umlaufenden Rahmen
hervorrufen. Dies wird durch einen speziellen Diffusorrahmen 35 erzielt, der in den
Linsenträger 21 eingelegt wird und im Vergleich zu dem Linsenträger 21, der vorzugsweise
aus einem klaren Material besteht, aus einem lichtstreuenden Material gebildet ist
beziehungsweise lichtstreuende Partikel enthält. Anzumerken ist allerdings, dass selbstverständlich
die Ausgestaltung der optischen Elemente der einzelnen Leuchtmodule auch anderweitig
gestaltet werden könnte, sofern eine andere Lichtabstrahlung gewünscht ist. Die Ausgestaltung
dieser optischen Elemente ist für den Kerngedanken der vorliegenden Erfindung nicht
weiter relevant. Wesentlich ist, dass ein oder mehrere der Leuchtmodule 20 an dem
Trägerelement 5 der Leuchte 1 befestigt werden, sodass sich von der Unterseite beziehungsweise
der Lichtabstrahlseite der Leuchte 1 her ein Erscheinungsbild ergibt, wie es in Figur
4 dargestellt ist.
[0023] Die die Rückseite des Leuchtmoduls 20 bildende LED-Platine 30 ist mit dem Linsenträger
21 verrastet. An den beiden Seitenwänden 23 sind hierfür entsprechende Rastelemente
27 ausgebildet, welche mit der Platine 30 derart zusammenwirken, dass diese in einfacher
Weise von der Rückseite her auf den Linsenträger 21 aufgelegt und dann herabgedrückt
werden kann. Auf diese Weise wird eine stabile Baueinheit gebildet, durch welche wiederum
die einzelnen LEDs 31 effizient vor äußeren Einflüssen geschützt sind.
[0024] Die Stromversorgung der an dem Trägerelement 5 angeordneten Leuchtmodule 20 erfolgt
mit Hilfe spezieller Kontaktierungsmittel, die im dargestellten Ausführungsbeispiel
Federkontakte 41 umfassen, welche mit an der Rückseite der LED-Platine 30 angeordneten
Kontaktfeldern 35 zusammenwirken. Die Federkontakte 41 sind hier jeweils an einem
in Figur 7 erkennbaren Kontaktblock 40 angeordnet, der durch eine entsprechende Ausnehmung
10 in der Bodenfläche 7 des Aufnahmebereichs 6 des Trägerelements 5 ragt. Das heißt,
diese Federkontakte 41 sind von dem Aufnahmebereich 6 des Trägerelements 5 her derart
zugänglich, dass sie beim Einsetzen des Leuchtmoduls 20 in Anlage gegen die Kontaktfelder
35 des Leuchtmoduls 20 gelangen. Hierdurch wird die elektrische Verbindung zwischen
den Federkontakten 41 und dem Leuchtmodul 20 sichergestellt, so dass dieses mit den
eigentlichen Mitteln zur Bereitstellung eines Betriebsstroms für die LEDs 31 verbunden
wird.
[0025] Wie der Darstellung von Figur 5 entnommen werden kann sind dabei eine Vielzahl von
Kontaktfeldern 35 auf der Rückseite der LED-Platine 30 ausgebildet, wobei abhängig
von der Betriebsart der Leuchte 1 nicht zwingend alle Kontaktfelder 35 genutzt werden
müssen. Dies ist unter anderem davon abhängig, ob lediglich ein einfaches Ein- und
Ausschalten der Module 20 vorgesehen ist oder diese eine individuelle Ansteuerbarkeit
ermöglichen sollen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel kommen lediglich zwei Federkontakte
41 zum Einsatz, so dass also die Module 20 ausschließlich mit einer geeigneten Versorgungsspannung
bzw. einem Versorgungsstrom versorgt werden und dementsprechend alle Module einheitlich
betrieben werden. Eine Kommunikation, die darüber hinaus beispielsweise auch das Rückmelden
von Fehlerinformationen oder dergleichen ermöglichen würde, ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
nicht vorgesehen, wobei für diesen Fall dann gegebenenfalls mehrere der Kontaktfelder
35 genutzt werden.
[0026] Eine weitere Besonderheit besteht dabei darin, dass - wie in Figur 5 erkennbar -
zwei Reihen von Kontaktfeldern 35 vorgesehen sind, die bezüglich einer Längsachse
1 des Leuchtmoduls 20 um 180° verdreht zueinander angeordnet sind. Grund für diese
Maßnahme ist, dass hierdurch die Möglichkeit besteht, das Leuchtmodul 20 wahlweise
in unterschiedlichen Orientierungen, insbesondere in zwei um 180° verdrehten Orientierungen
an dem Trägerelement 5 anzuordnen. Dies kann dann von Interesse sein, wenn die optischen
Elemente des Leuchtmoduls 20 derart ausgebildet sind, dass sie eine asymmetrische
Lichtabgabe verstärkt in eine Richtung hin bewirken. In diesem Fall kann möglicherweise
vorgesehen sein, dass beispielsweise die an den jeweiligen Endbereichen des Trägerelements
5 angeordneten Leuchtmodule 20 verdreht zueinander ausgerichtet sind, was wiederum
insgesamt gesehen eine symmetrische Lichtabgabe der Leuchte 1 bewirken würde. Durch
das Anordnen zweier gleichartiger, allerdings um 180° verdreht zueinander angeordneter
Kontaktfelder 35 kann in einfacher Weise ein entsprechendes wahlweises Anordnen der
Leuchtmodule 20 ermöglicht werden, ohne dass diese noch anderweitig modifiziert werden
müssten. Alternativ zu den dargestellten Federkontakten und Kontaktflächen könnten
zur elektrischen Kopplung allerdings auch andere System, insbesondere Stecker-Buchsen-Systeme
verwendet werden.
[0027] Die Figuren 7 und 8 zeigen wie bereits erwähnt eine Schnittdarstellung der Leuchte
1, wobei zunächst in Figur 7 das Leuchtmodul 20 beabstandet von dem Trägerelement
5 angeordnet und in Figur 8 an dem Trägerelement 5 befestigt ist. Der Darstellung
der Figuren 7 und 8 kann darüber hinaus auch die Form des Trägerelements 5 entnommen
werden, wobei erkennbar ist, dass dieses oberhalb des U-förmigen Aufnahmebereichs
6 für die Leuchtmodule 20 zwei in Längsrichtung verlaufende Seitenwände 12 aufweist,
welche einen schmaleren, nach oben hin gerichteten und wiederum U-förmigen zweiten
Aufnahmebereich 13 bilden, in dem das Lampenbetriebsgerät 100 sowie ggf. zusätzliche
Einheiten 60 zur Realisierung einer Indirektbeleuchtung angeordnet sind, auf die im
Folgenden allerdings nicht näher eingegangen werden soll.
[0028] Ferner zeigt Figur 9 in vergrößerter Darstellung zwei benachbarte, mit dem Trägerelement
5 verrastete Leuchtmodule 20, wobei erkennbar ist, das beide Module 20 mit ihren Rastlaschen
25 gemeinsam die entsprechende Rastöffnung 9 in der Bodenfläche des Trägerelements
5 nutzen.
[0029] Die vorliegende Erfindung betrifft insb. das Anordnen und Befestigen der Stirnteile
15 an dem endseitig jeweils offenen Trägerelement 5, was nachfolgend näher erläutert
werden soll.
[0030] Ein einzelnes Stirnteil ist hierbei isoliert in Figur 11 dargestellt, wobei es primär
eine vertikale Wand 16 aufweist, die dazu vorgesehen ist, den Aufnahmebereich 6 des
Trägerelements 5 stirnseitig abzuschließen. Die vertikale Wand 16 ist dementsprechend
hinsichtlich ihrer Höhe und Breite auf die Dimensionen des Aufnahmeraums 6 abgestimmt
und weist seitliche Abrundungen auf, durch welche ein entsprechend kontinuierlicher
Übergang zu den Seitenwänden des Trägerelements 5 erzielt wird.
[0031] Das Anordnen des Stirnteils 15 an dem Trägerelement 5 erfolgt zunächst mit Hilfe
zweier Laschen 17, die an der Oberseite der vertikalen Wand 16 vorgesehen und rechtwinklig
zu der Wand ausgerichtet sind. Diese Laschen 17 werden in entsprechende Ausnehmungen
11 des Trägerelements 5 eingeführt, wie der Darstellung von Figur 10 entnommen werden
kann. Die Ausnehmungen 11, welche eine Führung für die Laschen 17 bilden, können auch
den Schnittdarstellungen der Figuren 7 und 8 entnommen werden.
[0032] Mit Hilfe der Laschen 17 kann also das Stirnteil 15 dann von der Stirnseite her auf
das Trägerelement 5 aufgeschoben und in die in Figur 10 dargestellte Position gebracht
werden. Es ist in diesem Zustand allerdings noch nicht an dem Trägerelement 5 fixiert.
Hierfür wurden bislang zusätzliche Haltemittel verwendet, bspw. spezielle Schraubverbindungen
oder dergleichen. Auf derartige zusätzliche Haltemittel kann gemäß der vorliegenden
Erfindung verzichtet werden, was dadurch erzielt wird, dass nunmehr die Leuchtmodule
20 selbst zur Arretierung der Stirnteile 15 verwendet werden.
[0033] Wie nämlich der Darstellung gemäß Figur 11 entnommen werden kann, sind an der den
Führungslaschen 17 zugewandten Seite der Wand 16 des Stirnteils zusätzliche Rastmittel
18 vorgesehen, über welche ein Verrasten mit dem Leuchtmodul 20, genauer genommen
mit den Rastlaschen 25 des Leuchtmoduls 20 erfolgt. Diese Rastmittel bestehen zum
einem aus einer in der vertikalen Wand 16 ausgebildeten Ausnehmung 19a sowie einem
die Ausnehmung überspannenden Bügel 19b. Diese Elemente sind derart dimensioniert,
dass die bereits zuvor erwähnten Rastlaschen 25 der Leuchtmodule 20 in diese eingreifen
und mit diesen verrasten können. Die jeweils an den Stirnenden des Trägerelements
15 angeordneten Leuchtmodule 20 greifen also mit ihren äußeren, d.h., dem Stirnende
zugewandten Laschen 25 nicht in Ausnehmungen 9 des Trägerelements 5 ein, sondern wirken
stattdessen mit den Rastmitteln 18 des jeweiligen Stirnteils 15 zusammen.
[0034] Bei einer Montage der Leuchte 1 werden also zunächst die Stirnteile 15 wie zuvor
beschrieben auf das Trägerelement 5 aufgeschoben. Anschließend werden die Leuchtmodule
20 an dem Trägerelement angeordnet und mit diesem verrastet, wobei dann durch das
erste und das letzte Leuchtmodul 20 das Fixieren der Stirnteile 15 erfolgt. Es sind
dann also keine weiteren Maßnahmen mehr zur zusätzlichen Halterung des Stirnteils
15 erforderlich, da dieses durch das zugehörige Leuchtmodul 20 blockiert wird und
nicht mehr abgezogen werden kann.
[0035] Letztendlich wird also durch die erfindungsgemäße Maßnahme der Zusammenbau der erfindungsgemäßen
Leuchte nochmals vereinfacht und es kann auf zusätzliche Befestigungsmittel zum Arretieren
der Stirnteile verzichtet werden. Dabei ist selbstverständlich die erfindungsgemäße
Lösung nicht auf Leuchten des dargestellten Typs beschränkt. Grundsätzlich kann der
Gedanke der Erfindung immer dann zum Einsatz kommen, wenn an einem Trägerelement einer
Leuchte oder einer Beleuchtungsanordnung Stirnteile anzuordnen und zu fixieren sind,
wobei gleichzeitig auch auswechselbare Leuchteneinheiten oder Leuchtenmodule an dem
Trägerelement vorgesehen sind. In allen diesen Fällen kann durch eine spezielle Ausgestaltung
der auswechselbaren Leuchtmodule gleichzeitig auch das Fixieren der Stirnteile erfolgen,
so dass auf zusätzliche Arbeitsschritte beim Befestigen der Stirnteile verzichtet
werden kann.
1. Leuchte (1) oder Beleuchtungsanordnung mit
• einem länglichen Trägerelement (5),
• mindestens einem Leuchtmodul (20), welches lösbar an dem Trägerelement (5) befestigbar
ist, sowie
• Stirnteilen (15) für das Trägerelement (5), welche jeweils an einem Endbereich des
Trägerelements (5) anordenbar sind,
wobei die Stirnteile (15) durch das mindestens eine an dem Trägerelement (5) befestigte
Leuchtmodul (20) fixiert werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trägerelement (5) dazu ausgebildet ist, mehrere Leuchtmodule (20) in Längsrichtung
hintereinander angeordnet zu halten, wobei das erste und das letzte Leuchtmodul (20)
jeweils eines der Stirnteile (15) fixieren.
2. Leuchte oder Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Leuchtmodul (20) mit dem Trägerelement (5) verrastbar ist, wobei die Stirnteile
(19) ebenfalls mit dem Leuchtmodul (20) verrastbar sind.
3. Leuchte oder Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Leuchtmodul (20) Rastlaschen (25) aufweist und an dem Trägerelement (5) sowie
den Stirnteilen (15) entsprechende Rastausnehmungen bzw. Rastmittel ausgebildet sind.
4. Leuchte oder Beleuchtungsanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Stirnteile (15) auf das Trägerelement (5) aufschiebbar sind.
5. Leuchte oder Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stirnteile (15) Führungslaschen (17) zum Aufschieben auf das Trägerelement (5)
aufweisen.
6. Leuchte oder Beleuchtungsanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Leuchtmodul (20) in mehreren Orientierungen, insbesondere in zwei um 180° verdrehten
Orientierung an dem Trägerelement (5) befestigbar ist.
7. Leuchte oder Beleuchtungsanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trägerelement (5) durch ein Profilelement gebildet ist.
1. Luminaire (1) or lighting arrangement with
- an elongated support element (5),
- at least one lighting module (20), which is detachably fastened to the support element
(5), as well as
- end parts (15) for the support element (5), each of which may be arranged on an
end region of the support element (5),
wherein the end parts (15) are fastened to the support element (5) by the at least
one lighting module (20),
characterized in that
the support element (5) is designed to hold a plurality of lighting modules (20) arranged
one behind the other in the longitudinal direction, wherein the first and the final
lighting module (20) are each fixed to one of the end parts (15).
2. Luminaire or lighting arrangement according to claim 1,
characterized in that
the lighting module (20) may be latched to the support element (5), wherein the end
parts (19) may likewise be latched to the lighting module (20).
3. Lamp or lighting arrangement according to claim 2,
characterized in that
the lighting module (20) comprises latching tabs (25), wherein corresponding recesses
or latching means are formed on the support element (5) and the end parts (15).
4. Luminaire or lighting arrangement according to one of the preceding claims,
characterized in that
the end parts (15) on the support element (5) are slidable.
5. Luminaire or lighting arrangement according to claim 4
characterized in that
the end parts (15) comprise guide tabs (17) for sliding on the support element (5).
6. Luminaire or lighting arrangement according to one of the preceding claims,
characterized in that
the lighting module (20) may be fastened in several orientations on the support element
(5), in particular in two orientations twisted through 180°.
7. Luminaire or lighting arrangement according to one of the preceding claims,
characterized in that
the support element (5) is formed by a profile element.
1. Luminaire (1) ou dispositif d'éclairage avec
• un élément de support allongé (5),
• au moins un module d'éclairage (20), qui peut être fixé de manière amovible à l'élément
de support (5), ainsi que
• des parties frontales (15) pour l'élément de support (5), qui peuvent être disposées
chacune à une zone d'extrémité de l'élément de support (5),
les parties frontales (15) étant fixées par l'intermédiaire de l'au moins un module
d'éclairage (20) fixé à l'élément de support (5),
caractérisé en ce que
l'élément de support (5) est conçu pour maintenir plusieurs modules d'éclairage (20)
les uns derrières les autres dans la direction longitudinale, le premier et le dernier
modules d'éclairage (20) fixant chacun une des parties frontales (15).
2. Luminaire ou dispositif d'éclairage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le module d'éclairage (20) peut être encliqueté avec l'élément de support (5), les
parties frontales (19) pouvant être encliquetées également avec le module d'éclairage
(20).
3. Luminaire ou dispositif d'éclairage selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
le module d'éclairage (20) comprend des pattes d'encliquetage (25) et, au niveau de
l'élément de support (5) ainsi que des parties frontales (15), sont réalisés des évidements
d'encliquetage ou des moyens d'encliquetage.
4. Luminaire ou dispositif d'éclairage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les parties frontales (15) peuvent être enfilées sur l'élément de support (5).
5. Luminaire ou dispositif d'éclairage selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
les parties frontales (15) comprennent des pattes de guidage (17) pour l'enfilage
sur l'élément de support (5).
6. Luminaire ou dispositif d'éclairage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le module d'éclairage (20) peut être fixé dans plusieurs orientations, plus particulièrement
dans deux orientations décalées de 180°, sur l'élément de support (5).
7. Luminaire ou dispositif d'éclairage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de support (5) est constitué d'un élément profilé.