[0001] Die Erfindung betrifft einen Befülladapter für einen mit Medien (z.B. Öle, Gase,
Kältemittel und dergleichen) zu befüllenden Behälter, insbesondere für eine Erstbefüllung
von Behältern mit Betriebsstoffen an Montagelinien zur Herstellung von Kraftfahrzeugen,
wobei der Befülladapter mit einem Schlauchpaket, elektrischen, pneumatischen und hydraulischen
Leitungen ausgestattet ist.
[0002] Für zahlreiche technische Anwendungen müssen Behälter mit Flüssigkeiten oder Gasen
gefüllt werden. Ein diesbezüglich typisches Anwendungsgebiet sind Kraftfahrzeuge,
für die eine Befüllung von Gehäusen, Kreisläufen, Ausgleichbehältern und dergleichen
mit Kraft-, Schmier-, Kühl- und sonstigen Betriebsstoffen notwendig ist. Hierbei müssen
die Fahrzeuge im Herstellungsprozess beispielsweise mit Bremsöl, Servoöl, Kühlflüssigkeit,
Kältemittel, Wischwasser und Kraftstoff befüllt werden. Diese Medien werden mit Befüllanlagen
über Schläuche und spezielle Adapter in die jeweiligen Kreisläufe der Fahrzeuge eingespeist.
Dabei enthalten die Schläuche zumeist mehrere Leitungen mit unterschiedlichen Funktionen
für Vakuumbeaufschlagung, Rücksaugen, Füllen, Belüften sowie auch elektrische Leitungen.
[0003] US 6 799 614 B1 beschreibt einen diesbezüglichen Befülladapter für einen mit Medien zu befüllenden
Behälter gemäß dem einleitenden Teil des Anspruchs 1. Dieser Befülladapter ist insbesondere
zur Erstbefüllung von Behältern mit Betriebsstoffen an Montagelinien beim Kraftfahrzeughersteller
konzipiert und ist hierfür mit einem Schlauchpaket sowie elektrischen, pneumatischen
und hydraulischen Leitungen ausgestattet.
[0004] Für die Durchführung der Befüllung muss ein Werker in Abhängigkeit der jeweiligen
Position der Befüllanlage den Befülladapter mit dem Schlauchpaket zum Fahrzeug bringen
und dort am Anschluss der jeweils zu befüllenden Kreisläufe anschließen. Hierfür ist
am Adapter ein Griffelement ausgestaltet, das der Werker mit einer Hand ergreifen
kann. Das Griffelement ist entweder als Umhüllung des Schlauchpakets oder als separater
und vorzugsweise am Adapterkopf angeordneter Griff ausgestaltet. Beide Varianten haben
jedoch Nachteile:
Bei der Ausführung als Schlauchumhüllung ergibt sich eine große Baulänge des gesamten
Adapters, welche infolge des Gewichts und des oftmals weit vorn liegenden Schwerpunkts
die Handhabung für den Werker beeinträchtigt. Gleichzeitig weist der Griff aufgrund
der Medienleitungen, die durch den Griff geführt werden müssen, zwangsläufig einen
großen Durchmesser auf, der überwiegend außerhalb der in Normen geforderten Abmessungen
liegt.
[0005] Bei der Ausführung mit einem Griff am Adapterkopf ist der Griffwinkel und somit die
Zugangsposition am Behälter fest definiert, so dass sich in Abhängigkeit der konkreten
Platz- und Zugangsmöglichkeiten am Behälter ebenfalls Probleme für den Werker bei
Handhabung des Adapters ergeben können.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine technische Lösung zu schaffen, mit der das Griffelement
in einer bedarfsweise veränderbaren Relativposition am Grundkörper des Befülladapters
so angeordnet werden kann, dass unter Beachtung der jeweils konkreten Platz- und Zugangsmöglichkeiten
am zu befüllenden Behälter eine weitgehend optimale Handhabung für den Werker ermöglicht
wird.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst, indem am Befülladapter im Bereich des Adapterkopfes eine
Schnittstelle zur Ankopplung eines als separate Baugruppe ausgeführten Griffelementes
ausgestaltet ist, wobei die Schnittstelle mechanische und elektrische Anschlusselemente
aufweist, die in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind und mit hierzu kongruenten
mechanischen und elektrischen Anschlusselementen des Griffelementes gekoppelt werden
können. Das Griffelement ist auf der Schnittstelle verschiebbar. Somit kann in vorteilhafter
Weise ein Gewichtsausgleich zwischen dem Adapter und dem Schlauchpaket stattfinden.
[0008] Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass in das Griffelement eine Bedieneinheit
baulich integriert ist.
[0009] Der wesentliche Vorteil der erfindungsgemäßen Ausführung eines Befülladapters besteht
darin, dass die Relativposition zwischen dem Griffelement und dem Grundkörper des
Befülladapters so verändert werden kann, dass sich unter Beachtung der jeweils konkreten
Platz- und Zugangsmöglichkeiten am zu befüllenden Behälter eine weitgehend optimale
Handhabung für den Werker ergibt. Dabei können in Abhängigkeit der jeweils konkreten
Einsatzbedingungen verschiedenartige Griffelemente - insbesondere mit unterschiedlichen
Winkelstellungen - mit dem Befülladapter gekoppelt werden. Aufgrund der genormten
Schnittstelle ist außerdem ein schneller Wechsel möglich, so dass eine Grundform der
Befülladapters problemlos für unterschiedliche Einsatzbedingungen modifiziert werden
kann. Dadurch ergeben sich neben technischen Vorteilen auch erhebliche ergonomische
Vorteile.
[0010] Weiterhin wird mit der erfindungsgemäßen Ausführung eines Befülladapters die Baulänge
reduziert, wodurch sich weitere Vorteile - beispielsweise eine Verkürzung des Abstandes
zwischen Adapterschwerpunkt und Bedieneinheit - bei der Handhabung durch den Werker
ergeben.
[0011] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- Adapterkopf mit Schnittstellen für mechanische und elektrische Ankopplung
- Fig. 2
- Griffelement mit baulich integrierter Bedieneinheit
- Fig. 3
- Adapterkopf gemäß Fig. 1 mit angekoppeltem Griffelement gemäß Fig. 2
[0012] Der in der Zeichnung dargestellte Befülladapter ist insbesondere für eine Erstbefüllung
von Behältern mit verschiedenen Betriebsstoffen an Montagelinien zur Herstellung von
Kraftfahrzeugen konzipiert. Derartige Befülladapter sind in an sich bekannter Weise
mit einem Schlauchpaket sowie elektrischen, pneumatischen und hydraulischen Leitungen
ausgestattet. Hierbei ist darauf hinzuweisen, dass in der Zeichnung kein vollständiger
Befülladapter dargestellt ist, es werden nur die für die vorliegende Erfindung wesentlichen
Bauelemente gezeigt.
[0013] Aus
Fig. 1 ist ersichtlich, dass am Befülladapter im Bereich des Adapterkopfes 1 eine Schnittstelle
2 mit mechanischen (2a) und elektrischen (2b) Anschlusselementen ausgestaltet ist.
Diese Anschlusselemente 2a und 2b sind in einer gemeinsamen Ebene angeordnet und können
mit hierzu kongruenten mechanischen und elektrischen Anschlusselementen eines separaten
Griffelementes 3 gekoppelt werden.
[0014] Fig. 2 zeigt ein diesbezügliches Griffelement 3, in das (wie hier dargestellt) vorzugsweise
eine Bedieneinheit 4 baulich integriert ist.
[0015] In
Fig. 3 ist der Adapterkopf 1 des nicht näher dargestellten Befülladapters mit dem jetzt
angekoppelten separaten Griffelement 3 dargestellt. Die mechanische und elektrische
Wirkverbindung dieser beiden Baugruppen 1 und 3 wird über die an der Schnittstelle
2 des Adapterkopfes 1 ausgestalteten und über die hierzu kongruenten Anschlusselemente
des Griffelementes 3 erreicht.
[0016] Bei der Ausführung gemäß Fig. 3 ist das Griffelement 3 in einem Winkel von 90° auf
der Außenkontur des Adapterkopfes 1 angeordnet. In Abhängigkeit der konkreten Platzverhältnisse
an der Montagestrecke, der räumlichen Anordnung der zu befüllenden Behälter im Fahrzeug
und anderer Einsatzbedingungen sind jedoch auch andere Winkel möglich, so dass stets
eine weitgehend optimale Handhabung für den Werker erzielt werden kann.
[0017] Weiterhin ist das Griffelement 3 auf der Schnittstelle 2 verschiebbar. Durch die
jeweilige Relativposition kann ein weitgehender Gewichtsausgleich zwischen dem Befülladapter
und dem Schlauchpaket realisiert werden. Dies verbessert zusätzlich die Handhabung
für den Werker.
1. Befülladapter für einen mit Medien zu befüllenden Behälter, insbesondere für eine
Erstbefüllung von Behältern mit Betriebsstoffen an Montagelinien zur Herstellung von
Kraftfahrzeugen, mit einem als separate Baugruppe ausgeführten Griffelement (3), wobei
der Befülladapter mit einem Schlauchpaket, elektrischen, pneumatischen und hydraulischen
Leitungen ausgestattet ist, wobei am Befülladapter im Bereich des Adapterkopfes (1)
eine Schnittstelle (2) zur Ankopplung des als separate Baugruppe ausgeführten Griffelementes
(3) ausgestaltet ist, wobei die Schnittstelle (2) mechanische (2a) und elektrische
(2b) Anschlusselemente aufweist, die mit hierzu kongruenten mechanischen und elektrischen
Anschlusselementen des Griffelementes (3) gekoppelt werden können, dadurch gekennzeichnet,
dass die mechanischen (2a) und elektrischen (2b) Anschlusselemente der Schnittstelle (2)
in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind und dass das Griffelement (3) auf der Schnittstelle
(2) verschiebbar ist.
2. Befülladapter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass in das Griffelement (3) eine Bedieneinheit (4) baulich integriert ist.
1. A filling adapter for a container to be filled with media, particularly for the initial
filling of containers with operating fluids on assembly lines for manufacturing motor
vehicles, having a grip element (3) designed as a separate assembly, wherein the filling
adapter is equipped with a hose pack, electric, pneumatic, and hydraulic lines, wherein
an interface (2) for coupling the grip element (3) designed as a separate assembly
thereto is provided in the region of the adapter head (1), wherein the interface (2)
comprises mechanical (2a) and electrical (2b) connecting elements which can be coupled
with matching mechanical and electrical connecting elements of the grip element (3),
characterized in that the mechanical (2a) and electrical (2b) connecting elements of the interface (2)
are arranged in a common plane and that the grip element (3) can be moved on the interface
(2).
2. The filling adapter according to claim 1, characterized in that an operating unit (4) is structurally integrated in the grip element (3).
1. Adaptateur de remplissage pour remplir un récipient de médiums, conçu en particulier
pour le premier remplissage de récipients avec des carburants, tels qu'ils sont utilisés
pour lignes de montage de l'industrie automobile, avec un élément de préhension (3)
conçu en tant que sous-ensemble séparé, ledit adaptateur de remplissage étant équipé
d'un set de flexibles, de lignes électriques et de conduites pneumatiques et hydrauliques.
De plus, l'adaptateur de remplissage est doté, au niveau de la tête d'adaptateur (1),
d'une interface (2) pour l'accouplement de l'élément de préhension (3) conçu en tant
que sous-ensemble séparé, ladite l'interface (2) étant équipée des éléments de raccordement
mécaniques (2a) et électriques (2b) qui, eux, peuvent être couplés avec des éléments
de raccordement mécaniques et électriques congruents de l'élément de préhension (3),
caractérisé en ce que les éléments de raccordement mécaniques (2a) et électriques (2b) de l'interface (2)
sont disposés dans un niveau commun et que l'élément de préhension (3) peut être déplacé
sur l'interface (2).
2. Adaptateur de remplissage suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de préhension (3) comprend, de par sa construction, une unité de commande
(4).
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