[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einbaubohlenbaugruppe zum Einsatz an einem Straßenfertiger
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Des Weiteren bezieht sich die Erfindung auf
ein Verfahren zum Betrieb einer solchen Einbaubohlenbaugruppe.
[0002] Einbaubohlenbaugruppen für Straßenfertiger sind aus der Praxis bekannt. Sie werden
dazu verwendet, Asphaltmischgut zu glätten und zu verdichten. Dazu werden sie von
einer Zugmaschine eines Straßenfertigers gezogen. Bei modernen Straßenfertigern wird
die Einbaubohlenbaugruppe zumeist schwimmend gezogen; das bedeutet, dass die Einbaubohle
auf dem zu glättenden und zu verdichtenden Mischgut aufliegt und der Auftrieb und
folglich die Dicke des eingebauten Straßenbelags im Wesentlichen durch den Anstellwinkel
der Bohle und die Zuggeschwindigkeit eingestellt werden.
[0003] Es ist bekannt, dass an Einbaubohlen eine oder mehrere Verdichtungseinrichtungen
vorgesehen sind. Einbaubohlenbaugruppen der Anmelderin, z. B. die in der
EP 2 514 872 A1,
EP 2 514 871 A1 und
EP 2 366 931 A1 offenbarten, weisen in unterschiedlichen Kombinationen beispielsweise Tamperleisten,
Vibrationseinheiten und/oder Pressleisten auf.
[0004] Des Weiteren sind Einbaubohlenbaugruppen bekannt, die mehrere Bohlensegmente aufweisen.
Dabei kann es sich beispielsweise, wie in der
EP 2 514 871 A1, um Ausziehsegmente von Ausziehbohlen handeln, durch deren Ausfahren die Arbeitsbreite
der Einbaubohlenbaugruppe vergrößert werden kann. Ebenso sind starre Anbauteile bekannt.
[0005] Zu Beginn einer Einbaufahrt wird eine Einbaubohlenbaugruppe meist zunächst an einem
Startpunkt abgelegt. Dabei kann es sich um ein Hilfsmittel wie z. B. einen Holzbalken
handeln, auf dem die Einbaubohlenbaugruppe abgelegt wird, bevor die Einbaufahrt beginnt.
Ebenso kann es sich um eine gerade gefräste Kante einer bereits bestehenden Asphaltdeckenschicht
handeln, an der die neu einzubauende Asphaltschicht ansetzen soll.
[0006] Es kann vorkommen, dass mehrere Verdichtungsaggregate in Fahrtrichtung des Straßenfertigers
hintereinander angeordnet sind und folglich den Übergang zwischen dem Hilfsmittel
bzw. der gerade gefrästen Kante und dem frisch verlegten Asphaltmischgut nacheinander
passieren. Ursache hierfür kann beispielsweise sein, dass an ein und demselben Bohlensegment
mehrere Verdichtungseinrichtungen hintereinander angeordnet sind, oder aber dass Bohlensegmente
mit jeweils einer oder mehreren Verdichtungseinrichtungen hintereinander angeordnet
sind. Konventionelle Straßenfertiger aktivieren sämtliche Verdichtungseinrichtungen
gleichzeitig. Im Falle, dass sämtliche Verdichtungseinrichtungen zu dem Zeitpunkt
aktiviert werden, an dem die erste Verdichtungseinrichtung den Übergang passiert,
führt dies dazu, dass die Verdichtungseinrichtungen, die den Übergang noch nicht passiert
haben, auf dem Hilfsmittel oder dem bereits erhärteten vorhergehenden Asphaltbelag
aufschlagen und dadurch der vorhandene Asphaltbelag oder aber die Verdichtungseinrichtungen
beschädigt werden. In Fällen, in denen sämtliche Verdichtungseinrichtungen erst dann
aktiviert werden, wenn sämtliche Verdichtungseinrichtungen den Übergang passiert haben,
bleiben Anfangsabschnitte des neu verlegten Belages durch die vorherigen Verdichtungseinrichtungen
unbearbeitet. Dies kann zu nach Erkenntnis des Erfinders Inhomogenitäten und folglich
Qualitätsschwankungen beziehungsweise -einbußen im fertigen Belag führen.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, bestehende Einbaubohlenbaugruppen durch konstruktiv
möglichst einfache Maßnahmen dahingehend zu verbessern, dass eine kontinuierliche
Qualität des Asphaltbelags gewährleistet ist, und die Gefahr der Beschädigung oder
gar Zerstörung von Maschinenkomponenten oder aber bereits verlegtem Asphalt zu minimieren.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Einbaubohlenbaugruppe mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
10.
[0009] Die erfindungsgemäße Einbaubohlenbaugruppe zum Einsatz an einem Straßenfertiger umfasst
eine Steuereinheit, eine erste Verdichtungseinrichtung und eine zweite Verdichtungseinrichtung,
die in einer ersten Richtung hinter der ersten Verdichtungseinrichtung angeordnet
ist. Die erfindungsgemäße Einbaubohlenbaugruppe zeichnet sich dadurch aus, dass die
Steuereinheit dazu konfiguriert ist, die zweite Verdichtungseinrichtung relativ zu
der ersten Verdichtungseinrichtung um eine Zeitspanne, die ungleich Null ist, verzögert
zu aktivieren und/oder zu deaktivieren. Sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten
Verdichtungseinrichtung kann es sich dabei z. B. um eine oder mehrere Tamperleisten,
Vibrationseinheiten und/oder Pressleisten handeln. Bei der ersten Richtung kann es
sich insbesondere um die Fahrtrichtung des Straßenfertigers handeln. Die erste und
die zweite Verdichtungseinrichtung können dabei an ein und demselben Bohlensegment
vorgesehen sein. Ebenso ist es denkbar, dass die erste Verdichtungseinrichtung an
einem ersten Bohlensegment, z. B. einer Grundbohle, und die zweite Verdichtungseinrichtung
an einem zweiten Bohlensegment, z. B. einer Ausziehbohle oder einem Anbau- und/oder
Verbreiterungsteil vorgesehen ist.
[0010] Es ist vorstellbar, dass die Einbaubohlenbaugruppe ein erstes Bohlensegment und ein
zweites Bohlensegment aufweist, wobei das zweite Bohlensegment in der ersten Richtung
hinter dem ersten Bohlensegment angeordnet ist, wobei das erste Bohlensegment die
erste Verdichtungseinrichtung aufweist und das zweite Bohlensegment die zweite Verdichtungseinrichtung
aufweist. Das erste und zweite Bohlensegment, bei dem jedes Bohlensegment mindestens
eine
[0011] Verdichtungseinrichtung haben kann, können auch auf einer Flucht liegen wie dies
bei einer Starren Bohle der Fall ist.
[0012] Es sind jedoch auch Ausführungen denkbar, in denen zwei oder mehrere Bohlensegmente
in Fahrtrichtung nebeneinander angeordnet sind. Dabei können die Bohlensegmente miteinander
fluchtend angeordnet sein. In einer solchen Ausführung können die Bohlensegmente gleichzeitig
den Einbauanfang bzw. das Einbauende passieren. In Fällen, in denen die auf diese
Weise angeordneten Bohlensegmente mit den gleichen Verdichtungseinrichtungen versehen
sind, können diese ebenfalls miteinander fluchtend angeordnet sein. Dann ist es vorteilhaft,
wenn eine Verdichtungseinrichtung des ersten Bohlensegments gleichzeitig mit der/den
zu dieser Verdichtungseinrichtung fluchtend an dem zweiten und/oder weiteren Bohlensegment/en
angeordneten Verdichtungseinrichtung/en aktiviert wird. Bei zwei Bohlensegmenten können
z. B. nacheinander hintereinanderliegende Verdichtungseinrichtungspaare aktiviert
werden. Die Bohlensegmente können in einer bzw. ein und derselben starren (d.h. nicht
ausziehbaren) Grundbohle vorgesehen sein, auf eine starre Grundbohle und an diese
angebrachte starre oder ausziehbare Anbauteile verteilt sein oder auf eine ausziehbare
Grundbohle und daran angebrachte Anbauteile verteilt sein.
[0013] Es kann eine Sensoreinheit vorgesehen sein, die für die Erkennung eines Einbauanfangs
und/oder eines Einbauendes konfiguriert ist. Dies ermöglicht eine weitere Automatisierung
des Aktivierungs- bzw. Deaktivierungsprozesses der Verdichtungseinrichtungen. Die
Sensoreinheit kann mehrere Sensoren umfassen, die jeweils für die Erkennung eines
Einbauanfangs und/oder eines Einbauendes konfiguriert sind, und die einer Position
einer Verdichtungseinrichtung zugeordnet sind. Eine Verdichtungseinrichtung kann dann
bei Erkennung des Einbauanfangs durch den ihr zugeordneten Sensor aktiviert und bei
Erkennung des Einbauendes deaktiviert werden.
[0014] Zur Vereinfachung des Aufbaus der Sensoreinheit kann auch nur ein Sensor vorgesehen
sein, der den Einbauanfang bzw. das Einbauende erkennt. Die Aktivierung bzw. Deaktivierung
der einzelnen Verdichtungseinrichtungen kann dann nach Ablauf einer Zeitspanne erfolgen,
die berechnet wird, wie im Folgenden beschrieben.
[0015] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Sensoreinheit einen Temperatursensor, ein
Pyrometer, einen Infrarotsensor, einen Ultraschallsensor und/oder einen Wegsensor
umfasst. Der Einbauanfang bzw. das Einbauende kann so z. B. anhand einer Temperaturdifferenz
erkannt werden. Denkbar ist z. B. die Erkennung anhand von Temperaturdifferenzen zwischen
bereits verlegtem und noch zu verlegendem Straßenbelag, zwischen zwei oder mehreren
bereits verlegten Belagabschnitten oder -schichten oder zwischen bereits verlegtem
Straßenbelag und dem diesen tragenden Untergrund.
[0016] Die Erfindung kann auch einen Straßenfertiger betreffen. Ein solcher erfindungsgemäßer
Straßenfertiger weist eine Einbaubohlenbaugruppe der vorstehend beschriebenen Art
und eine Zugmaschine auf, die zum Schleppen der Einbaubohlenbaugruppe konfiguriert
ist.
[0017] Es ist vorteilhaft, wenn die erste Richtung einer Fahrtrichtung des Straßenfertigers
entspricht.
[0018] Es ist darüber hinaus denkbar, dass die Steuereinheit dazu konfiguriert ist, die
Zeitspanne, basierend auf einer Fahrgeschwindigkeit des Straßenfertigers zu berechnen.
[0019] Es ist weiterhin denkbar, dass ein in Fahrtrichtung des Straßenfertigers definierter
Abstand zwischen der ersten und der zweiten Verdichtungseinrichtung vorgesehen ist,
und dass die Zeitspanne einer Zeit entspricht, die der Straßenfertiger benötigt, um
eine Strecke, deren Länge dem Abstand entspricht, mit einer Fahrgeschwindigkeit zurückzulegen.
[0020] Die Steuereinheit kann beispielsweise an der Zugmaschine vorgesehen sein. Hierbei
kann es sich um eine zentrale Steuereinheit des Straßenfertigers handeln, die für
die Steuerung von mehreren Funktionen eingerichtet ist und zusätzlich zu diesen Funktionen
auch die erfindungsgemäße Aktivierung und/oder Deaktivierung der Verdichtungseinrichtungen
übernehmen kann. Es ist außerdem denkbar, dass es sich bei der Steuereinheit um eine
separate Steuereinheit zur Steuerung der erfindungsgemäßen Funktionen handelt. Diese
kann beispielsweise an der Zugmaschine, aber auch an der Einbaubohlenbaugruppe vorgesehen
sein.
[0021] Die Erfindung bezieht sich außerdem auf ein Verfahren zum Betrieb einer Einbaubohlenbaugruppe
zum Einsatz an einem Straßenfertiger. Ein solches Verfahren umfasst die folgenden
Schritte: Aktivieren und/oder Deaktivieren einer ersten Verdichtungseinrichtung der
Einbaubohlenbaugruppe, Aktivieren und/oder Deaktivieren einer zweiten Verdichtungseinrichtung
der Einbaubohlenbaugruppe, die in Fahrtrichtung des Straßenfertigers hinter der ersten
Verdichtungseinrichtung angeordnet ist, nach Verstreichen einer vorbestimmbaren Zeitspanne,
die ungleich Null ist. Wie weiter oben bereits beschrieben, kann es sich sowohl bei
der ersten als auch bei der zweiten Verdichtungseinrichtung um Tamperleisten, Vibrationseinheiten
und/oder Pressleisten handeln. Ein Bohlensegment kann beliebige Kombinationen aus
solchen Verdichtungseinrichtungen umfassen, z.B. nur eine oder mehrere Vibrationseinheit/en,
Tamper und Vibrationseinheit/en, Tamper und 1 oder 2 Pressleisten oder Tamper, Vibrationseinheit/en
und 1 oder 2 Pressleisten.
[0022] Es ist vorteilhaft, wenn die Zeitspanne basierend auf einer Fahrgeschwindigkeit des
Straßenfertigers berechnet wird. Diese kann z. B. durch eine Sensoreinheit erfasst
oder bestimmt werden.
[0023] Außerdem ist denkbar, dass die Zeitspanne basierend auf einem in Fahrtrichtung des
Straßenfertigers definierten Abstand zwischen den Verdichtungseinrichtungen berechnet
wird.
[0024] Ein Einbauanfang und/oder Einbauende kann ebenfalls durch eine Sensoreinheit erkannt
werden. Wie bereits erwähnt, kann dadurch eine weitere Automatisierung des Aktivierungs-
bzw. Deaktivierungsprozesses der Verdichtungseinrichtungen ermöglicht werden. Die
Sensoreinheit kann mehrere Sensoren umfassen, die jeweils für die Erkennung eines
Einbauanfangs und/oder eines Einbauendes konfiguriert sind, und die einer Position
einer Verdichtungseinrichtung zugeordnet sind. Eine Verdichtungseinheit kann dann
bei Erkennung des Einbauanfangs durch den ihr zugeordneten Sensor aktiviert und bei
Erkennung des Einbauendes deaktiviert werden.
[0025] Zur Vereinfachung des Aufbaus der Sensoreinheit kann auch nur ein Sensor vorgesehen
sein, der den Einbauanfang bzw. das Einbauende erkennt. Die Aktivierung bzw. Deaktivierung
der einzelnen Verdichtungseinrichtungen kann dann nach einer Zeitspanne erfolgen,
die berechnet wird, wie vorstehend beschrieben. Die Sensoreinheit kann einen Temperatursensor,
ein Pyrometer, einen Infrarotsensor, einen Ultraschallsensor oder einen Wegsensor
umfassen.
[0026] Es ist darüber hinaus vorteilhaft, wenn ein Einbauanfang und/oder ein Einbauende
anhand einer Temperaturdifferenz erkannt wird. Denkbar ist z. B. die Erkennung anhand
von Temperaturdifferenzen zwischen bereits verlegtem und noch zu verlegendem Belag,
zwischen zwei oder mehreren bereits verlegten Belagabschnitten oder -schichten oder
zwischen bereits verlegtem Straßenbelag und dem diesen tragenden Untergrund.
[0027] In einer weiteren Variante kann die erste Verdichtungseinrichtung an einem ersten
Bohlensegment der Einbaubohlenbaugruppe vorgesehen sein und die zweite Verdichtungseinrichtung
an einem zweiten Bohlensegment der Einbaubohlenbaugruppe vorgesehen sein, das in Fahrtrichtung
des Straßenfertigers hinter dem ersten Bohlensegment angeordnet ist.
[0028] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einbaubohlenbaugruppe sowie ein Verfahren der
vorstehend beschriebenen Art. Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele anhand von
Zeichnungen näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt einen Straßenfertiger mit einer Einbaubohlenbaugruppe gemäß der Erfindung.
- Fig. 2
- zeigt eine schematische seitliche Schnittansicht einer Einbaubohlenbaugruppe mit zwei
Bohlensegmenten, die jeweils mehrere Verdichtungseinrichtungen aufweisen.
- Fig. 3a und 3b
- zeigen schematisch die Verbindungen zwischen einer Steuereinheit und Verdichtungseinrichtungen
von zwei Bohlensegmenten, gemäß zwei unterschiedlichen Ausführungsformen.
- Fig. 4
- ist eine schematische Darstellung zweier Bohlensegmente in Draufsicht von oben zur
Erläuterung von Abständen.
- Fig. 5
- ist eine schematische Darstellung zweier Bohlensegmente in einer Draufsicht von oben.
[0029] Fig. 1 zeigt einen Straßenfertiger 1, der eine Einbaubohlenbaugruppe 2 und eine Zugmaschine
3 aufweist. Die Zugmaschine kann beispielsweise durch Zugarme 4 mit der Einbaubohlenbaugruppe
2 verbunden sein. Dadurch kann die Einbaubohlenbaugruppe 2 durch die Zugmaschine 3
schwimmend gezogen werden und dadurch eine zu verlegende Asphaltschicht glätten und
verdichten. In Fig. 1 ist zudem eine Fahrtrichtung F dargestellt, in der sich der
Straßenfertiger 1 fortbewegt.
[0030] In Fig. 2 ist zu erkennen, dass die Einbaubohlenbaugruppe 2 ein erstes Bohlensegment
5 und ein zweites Bohlensegment 6 umfasst. Das zweite Bohlensegment 6 ist in der Fahrtrichtung
F hinter dem ersten Bohlensegment 5 angeordnet, d. h. das erste Bohlensegment 5 erreicht
einen zu bearbeitenden Einbauabschnitt immer vor dem zweiten Bohlensegment 6. Bei
der Einbaubohlenbaugruppe 2 kann es sich beispielsweise um eine Ausziehbohle handeln.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das erste Bohlensegment 5 nicht ausziehbar
und das zweite Bohlensegment 6 ausfahrbar. Es ist jedoch auch denkbar, dass das erste
Bohlensegment ausfahrbar ist und das zweite Bohlensegment 6 nicht ausfahrbar ist.
In einer weiteren Variante können beide Bohlensegmente 5, 6 ausfahrbar sein. Dem Fachmann
ist geläufig, dass ausfahrbare Bohlensegmente 5, 6 in einer seitlichen Richtung im
Wesentlichen senkrecht zur Fahrtrichtung des Straßenfertigers 1 ausfahrbar sind. Bezogen
auf die Fig. 2 würde dies einem Ausfahren senkrecht zur Zeichenebene entsprechen.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist sowohl das erste Bohlensegment 5 als auch
das zweite Bohlensegment 6 mehrere Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c
auf. Das erste Bohlensegment 5 weist einen ersten Tamper 5a, eine erste Vibrationseinheit
5b sowie einen ersten Pressleistensatz 5c auf. Das zweite Bohlensegment 6 weist einen
zweiten Tamper 6a, eine zweite Vibrationseinheit 6b sowie einen zweiten Pressleistensatz
6c auf. Sowohl der erste Pressleistensatz 5c als auch der zweite Pressleistensatz
6c können eine oder mehrere Pressleisten aufweisen. Es ist ebenso denkbar, dass die
beiden Bohlensegmente 5 und 6 jeweils nur eine oder mehrere solcher Verdichtungseinrichtungen
5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c aufweisen. Auch unterschiedliche Konfigurationen der einzelnen
Bohlensegmente 5, 6 sind denkbar.
[0031] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel können alle genannten Verdichtungseinrichtungen
5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c außer dem Pressleistensatz 6c als erste Verdichtungseinrichtung
im Sinne der Erfindung angesehen werden. Analog dazu können sämtliche der genannten
Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c bis auf den Tamper 5a als zweite
Verdichtungseinrichtung im Sinne der Erfindung angesehen werden. Gemäß der Erfindung
passieren die Bohlensegmente 5, 6 sowie die Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c,
6a, 6b, 6c nacheinander einen Einbauanfang 7. Dieser kann beispielsweise durch eine
Kante 8 definiert sein, die an einer bereits verlegten Asphaltschicht 9 vorgesehen
ist. In Fällen, in denen noch keine bereits verlegte Einbauschicht 9 vorhanden ist,
kann beispielsweise ein Hilfsmittel, wie z. B. ein Holzbalken, zum Auflegen der Einbaubohlenbaugruppe
2 verwendet werden. Der Einbauanfang 7 ist in Fig. 2 in unterschiedlichen Positionen
7a, 7b, 7c, 7d relativ zur Einbaubohlenbaugruppe 2 dargestellt.
[0032] Vor Beginn der Einbaufahrt wird die Zugmaschine 3 und folglich die Einbaubohlenbaugruppe
2 so positioniert, dass eine in Fahrtrichtung F am weitesten vorne liegende Verdichtungseinrichtung
5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c, im vorliegenden Ausführungsbeispiel der Tamper 5a, am Einbauanfang
7 angeordnet ist. In Fig. 2 entspricht dies der Positionierung 7a. Dabei kann die
Einbaubohlenbaugruppe 2 im Wesentlichen auf der bereits verlegten Asphaltschicht 9
beziehungsweise dem Hilfsmittel aufliegen.
[0033] Gemäß der vorliegenden Erfindung kann ein Bediener des Straßenfertigers 1 nun mit
Beginn der Einbaufahrt die Aktivierung der Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a,
6b, 6c z. B. durch Knopfdruck initialisieren. Daraufhin wird zunächst der Tamper 5a
aktiviert. Dies kann z. B. unmittelbar nach dem Initialisieren erfolgen oder dann,
wenn die Zugmaschine 3 sich in Bewegung setzt. Nach Verstreichen einer vorbestimmbaren
Zeitspanne T wird ohne weiteres Zutun des Bedieners die Vibrationseinheit 5b aktiviert.
In Fig. 2 kann dies der Positionierung 7b entsprechen. Analog dazu werden nacheinander
die weiteren Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c aktiviert. Die Zeitspanne
T ist dabei so gewählt, dass die jeweilige Verdichtungseinrichtung 5a, 5b, 5c, 6a,
6b, 6c beim Überschreiten des Einbauanfangs 7 aktiviert wird.
[0034] Sind die Bohlensegmente 5, 6 nebeneinander und fluchtend angeordnet, können auch
die jeweiligen Verdichtungseinrichtungen miteinander fluchtend angeordnet sein (siehe
Fig. 5). Die miteinander fluchtenden Verdichtungseinrichtungen können dann jeweils
gleichzeitig aktiviert werden. d. h. zunächst werden die Verdichtungseinrichtungen
5a und 6a gleichzeitig aktiviert, danach die Verdichtungseinrichtungen 5b und 6b und
schließlich die Verdichtungseinrichtungen 5c und 6c. Fluchtende Verdichtungseinrichtungen
können z. B. in den folgenden Konfigurationen vorgesehen sein: Es ist denkbar, dass
beide Bohlensegmente 5, 6 in ein und derselben Grundbohle vorgesehen sind. Es ist
darüber hinaus vorstellbar, dass eines der Bohlensegmente 5, 6 an einer starren Grundbohle
vorgesehen ist und das andere an einem an dieser Grundbohle angebrachten starren oder
ausziehbaren Verbreiterungs- und/oder Anbauteil. Außerdem kann eines der Bohlensegmente
5, 6 an eine ausziehbaren Grundbohle vorgesehen sein und das andere an einem daran
angebrachten Verbreiterungs- und/oder Anbauteil.
[0035] In einer weiteren Variante ist es denkbar, dass beispielsweise zur Vereinfachung
eines Steuerkreislaufs die Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c eines
jeweiligen Bohlensegments 5, 6 nur zusammen aktiviert werden können. In diesem Fall
werden beim Beginn der Einbaufahrt die Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c des ersten
Bohlensegments 5 aktiviert. Dies kann z.B. dann erfolgen, wenn die Positionierung
7c gemäß Fig. 2 vorliegt. Nach Verstreichen einer Zeitspanne T1 werden die Verdichtungseinrichtungen
6a, 6b, 6c des zweiten Bohlensegments 6 aktiviert. Die Zeitspanne T1 ist in diesem
Fall so gewählt, dass die Verdichtungseinrichtungen 6a, 6b, 6c des zweiten Bohlensegments
6 beim Passieren des Einbauanfangs 7 aktiviert werden, z.B. wenn Positionierung 7d
gemäß Fig. 2 vorliegt.
[0036] Auf diese Weise können zwischen den Aktivierungszeitpunkten von beliebig vielen verschiedenen
in der Fahrtrichtung F hintereinander angeordneten Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b,
5c, 6a, 6b, 6c geeignete Zeitspannen T vorgesehen sein. Dadurch kann gewährleistet
werden, dass die einzelnen Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c jeweils
beim Passieren des Einbauanfangs 7 aktiviert werden. Ein analoges Vorgehen kann für
die Deaktivierung bei einem Einbauende vorgesehen sein.
[0037] Die Zeitspanne T zwischen den Aktivierungszeitpunkten zweier Verdichtungseinrichtungen
5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c kann dabei, basierend auf einer Fahrgeschwindigkeit des Straßenfertigers
1 in der Fahrtrichtung F und/oder auf einem Abstand D (siehe Fig. 4) zwischen den
jeweiligen Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c berechnet werden. Bei
Ausführungsformen, bei denen die Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c
nach Bohlensegmenten 5, 6 gruppiert aktiviert werden, kann der Abstand D auch zwischen
den Bohlensegmenten 5,6 definiert sein.
[0038] In den Fig. 3a und 3b ist die Verbindung zwischen unterschiedlichen Komponenten des
Straßenfertigers 1 und insbesondere der Einbaubohlenbaugruppe 2 schematisch dargestellt.
Zu sehen ist eine Steuereinheit 10. Diese kann am Straßenfertiger 1 oder an der Einbaubohlenbaugruppe
2 vorgesehen sein. Sie ist über erste Steuerleitungen 11 mit Eingabevorrichtungen
12 verbunden. Bei den Eingabeeinrichtungen 12 kann es sich z. B. um eine Sensoreinheit
12a oder um eine Bedienvorrichtung 12b handeln.
[0039] Die Sensoreinheit 12a kann beispielsweise dazu eingerichtet sein, die Fahrgeschwindigkeit
des Straßenfertigers 1 zu erfassen oder anhand von anderen, durch sie erfassbaren
Parametern zu bestimmen. Es ist auch denkbar, dass die Sensoreinheit 12a zur Erkennung
des Einbauanfangs 7 und/oder eines Einbauendes konfiguriert ist, z. B. durch Erkennung
der Kante 8. Dies könnte z. B. durch am Straßenfertiger ohnehin vorhandene Höhensensoren,
wie sie z. B. zur Nivellierung verwendet werden, erfolgen. Die Sensoreinheit 12a kann
außerdem dazu konfiguriert sein, zu erkennen, ob und/oder wann die Zugmaschine 3 bzw.
der Straßenfertiger 1 sich in Bewegung setzt. Auch mehrere Sensoreinheiten 12a, die
für unterschiedliche Zwecke eingerichtet sind, sind vorstellbar.
[0040] Die Sensoreinheit 12a oder die Sensoreinheiten 12a können auch z. B. einen oder mehrere
Temperatursensoren, Pyrometer, Infrarotsensoren, Ultraschallsensoren und/oder Wegsensoren
umfassen. Der Einbauanfang 7 bzw. das Einbauende kann dann beispielsweise durch einen
Infrarotsensor oder ein Pyrometer anhand einer Temperaturdifferenz zwischen bereits
verlegtem und noch zu verlegendem Belag erkannt werden. Die Sensoreinheit 12a kann
einen oder mehrere Sensoren 16 aufweisen.
[0041] Z. B. können Sensoren 16a, 16b und 16c vorgesehen und dazu konfiguriert sein, den
Einbauanfang 7 bzw. das Einbauende zu erkennen. Jeder der Sensoren 16a, 16b und 16c
kann der Position einer oder mehrerer der Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a,
6b, 6c zugeordnet sein. Erkennt einer der Sensoren 16a, 16b, 16c den Einbauanfang
7, kann/können die ihm zugeordnete/n Verdichtungseinrichtung/en 5a, 5b, 5c, 6a, 6b,
6c aktiviert werden. Bei Erkennung des Einbauendes kann/können die ihm zugeordnete/n
Verdichtungseinrichtung/en 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c entsprechend deaktiviert werden.
[0042] Die Bedienvorrichtung 12b kann dazu eingerichtet sein, Benutzerangaben von einem
Bediener des Straßenfertigers 1 bzw. der Einbaubohlenbaugruppe 2 anzunehmen. Ähnlich
der Steuereinheit 10 kann sie sowohl an der Zugmaschine 3 als auch an der Einbaubohlenbaugruppe
2 vorgesehen sein. Es ist auch vorstellbar, dass die Bedienvorrichtung 12b und die
Steuereinheit 10 in ein und demselben Gehäuse angeordnet sind. Eine Anordnung in unterschiedlichen
Gehäusen ist jedoch auch denkbar.
[0043] Bei der Steuereinheit 10 kann es sich um eine speziell zur Steuerung der Verdichtungseinrichtungen
5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c vorgesehene Steuereinrichtung 10 handeln. Es ist jedoch auch
möglich, dass die Steuereinrichtung 10 auch zur Steuerung von weiteren Funktionen
des Straßenfertigers 1 vorgesehen ist.
[0044] Durch unterbrochene Linien sind das erste Bohlensegment 5 und das zweite Bohlensegment
6 angedeutet. Das Bohlensegment 5 umfasst eine Tamperantriebseinheit 13a, eine Vibrationsantriebseinheit
13b und eine Pressleistenantriebseinheit 13c. Die Tamperantriebseinheit 13a kann beispielsweise
eine Exzenterwelle umfassen, die beispielsweise durch einen Hydraulikmotor oder aber
einen Elektromotor angetrieben werden kann. Die Vibrationsantriebseinheit 13b kann
beispielsweise eine Unwuchtwelle umfassen, die z. B. von einem Hydraulikmotor oder
aber einem Elektromotor angetrieben werden kann. Die Pressleistenantriebseinheit 13c
kann beispielsweise einen impulshydraulischen Antrieb umfassen. Auch ein Antrieb mittels
elektrischer Aktoren ist denkbar. Die Steuereinheit 10 ist über zweite Steuerleitungen
14 mit den Antriebseinheiten 13 des ersten Bohlensegments 5 verbunden. Das zweite
Bohlensegment 6 weist im vorliegenden Ausführungsbeispiel analog dem ersten Bohlensegment
5 eine Tamperantriebseinheit 15a, eine Vibrationsantriebseinheit 15b sowie eine Pressleistenantriebseinheit
15c auf. Diese können analog den Antriebseinheiten 13 des ersten Bohlensegments 5
konfiguriert und mit der Steuereinheit 10 verbunden sein.
[0045] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind zwei Bohlensegmente 5, 6 vorgesehen, die
jeweils drei unterschiedliche Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c und
die zugehörigen Antriebseinheiten 13, 15 aufweisen. Es sind jedoch Einbaubohlenbaugruppen
2 mit beliebig vielen Bohlensegmenten vorstellbar, z. B. nur ein Bohlensegment oder
aber mehr als zwei Bohlensegmente. Ebenso können ein einzelnes Bohlensegment oder
mehrere Bohlensegmente jeweils beliebige unterschiedliche Kombinationen von Verdichtungseinrichtungen
5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c aufweisen.
[0046] Bei der Steuereinheit 10 kann es sich um eine elektrische Steuereinheit, eine hydraulische
Steuereinheit oder eine elektrohydraulische Steuereinheit handeln. Dementsprechend
können die Steuerleitungen 11, 14 konfiguriert sein, d. h. es kann sich um elektrische
wie auch hydraulische Steuerleitungen handeln. Insbesondere können die Steuerleitungen
11 elektrische Leitungen sein. Die Steuerleitungen 14 können abhängig von der Art
der mit ihr verbundenen Antriebseinheit konfiguriert sein. Eine Steuerleitung 14,
die mit einer hydraulischen Antriebseinheit 13, 15 verbunden ist, kann also eine hydraulische
Steuerleitung 14 sein.
[0047] Die Steuerleitungen 14 können wie in Fig. 3a dargestellt, verzweigte Steuerleitungen
sein. Diese können an einem zentralen Anschlusspunkt, beispielsweise einem Ausgang
der Steuereinheit 10 verbunden sein und sich dann entsprechend zu den Antriebseinheiten
13, 15 verzweigen. Gemäß Fig. 3b kann jedoch auch für jede Antriebseinheit 13, 15
eine separate Steuerleitung 14 vorgesehen sein. Außerdem ist es denkbar, dass für
eine erste Gruppe von Antriebseinheiten eine verzweigte Steuerleitung 14 vorgesehen
ist, die mehrere Antriebseinheiten aus eben dieser Gruppe mit einem Anschluss der
Steuereinheit 10 verbindet, und eine zweite Gruppe von Antriebseinheiten jeweils durch
eine separate Steuerleitung 14 mit der Steuereinheit 10 verbunden ist.
[0048] Die Zeitspannen T, T1 können basierend auf einem Abstand D zwischen den jeweiligen
Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c bzw. Bohlensegmenten 5, 6 bestimmt
werden. Der Abstand D kann in der Fahrtrichtung F definiert sein. Er kann paarweise
zwischen einzelnen Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c bzw. Bohlensegmenten
5, 6 definiert sein oder jeweils in Bezug auf die am weitesten vorne liegende Verdichtungseinrichtung
5a bzw. in Bezug auf das am weitesten vorne liegende Bohlensegment 5. Er kann darüber
hinaus jeweils zwischen vorderen Enden der jeweiligen Verdichtungsrichtungen 5a, 5b,
5c, 6a, 6b, 6c bzw. Bohlensegmenten 5, 6 definiert sein, wie in Fig. 4 rechts dargestellt,
oder zwischen hinteren Enden der Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c
bzw. Bohlensegmenten 5, 6, wie in Fig. 4 links dargestellt. Analoges gilt für Abstände
D zwischen Bohlensegmenten 5, 6.
1. Einbaubohlenbaugruppe (2) zum Einsatz an einem Straßenfertiger (1), wobei die Einbaubohlengruppe
(2) umfasst:
eine Steuereinheit (10),
eine erste Verdichtungseinrichtung (5a, 5b, 5c, 6a, 6b) und
eine zweite Verdichtungseinrichtung (5b, 5c, 6a, 6b, 6c), die in einer ersten Richtung
(F) hinter der ersten Verdichtungseinrichtung (5a, 5b, 5c, 6a, 6b) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10) dazu konfiguriert ist, die zweite Verdichtungseinrichtung
(5b, 5c, 6a, 6b, 6c) gegenüber der ersten Verdichtungseinrichtung (5a, 5b, 5c, 6a,
6b) um eine Zeitspanne (T, T1), die ungleich Null ist, verzögert zu aktivieren und/oder
zu deaktivieren.
2. Einbaubohlenbaugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbaubohlenbaugruppe (2) ein erstes Bohlensegment (5) und ein zweites Bohlensegment
(6) aufweist, wobei das zweite Bohlensegment (6) in der ersten Richtung (F) hinter
dem ersten Bohlensegment (5) angeordnet ist, wobei das erste Bohlensegment (5) die
erste Verdichtungseinrichtung (5a, 5b, 5c) aufweist und das zweite Bohlensegment (6)
die zweite Verdichtungseinrichtung (6a, 6b, 6c) aufweist.
3. Einbaubohlenbaugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sensoreinheit (12a) vorgesehen ist, die für die Erkennung eines Einbauanfangs
(7) und/oder eines Einbauendes konfiguriert ist.
4. Einbaubohlenbaugruppe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (12a) einen Temperatursensor, ein Pyrometer, einen Infrarotsensor,
einen Ultraschallsensor und/oder einen Wegsensor umfasst.
5. Straßenfertiger (1), gekennzeichnet durch eine Einbaubohlenbaugruppe (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche und eine Zugmaschine
(3), die zum Schleppen der Einbaubohlenbaugruppe (2) konfiguriert ist.
6. Straßenfertiger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Richtung (F) einer Fahrtrichtung (F) des Straßenfertigers (1) entspricht.
7. Straßenfertiger nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10) dazu konfiguriert ist, die Zeitspanne (T, T1) basierend auf
einer Fahrgeschwindigkeit des Straßenfertigers (1) zu berechnen.
8. Straßenfertiger nach einem der Ansprüche 5-7, dadurch gekennzeichnet, dass ein in Fahrtrichtung (F) des Straßenfertigers (1) definierter Abstand (D) zwischen
der ersten und der zweiten Verdichtungseinrichtung (5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c) vorgesehen
ist, und dass die Zeitspanne (T, T1) einer Zeit entspricht, die der Straßenfertiger
(1) benötigt, um eine Strecke, deren Länge dem Abstand (D) entspricht, mit einer Fahrgeschwindigkeit
zurückzulegen.
9. Straßenfertiger nach einem der Ansprüche 5-8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10) an der Zugmaschine (3) vorgesehen ist.
10. Verfahren zum Betrieb einer Einbaubohlenbaugruppe (2) zum Einsatz an einem Straßenfertiger
(1), umfassend:
Aktivieren und/oder Deaktivieren einer ersten Verdichtungseinrichtung (5a, 5b, 5c,
6a, 6b) der Einbaubohlenbaugruppe (2),
gekennzeichnet durch Aktivieren und/oder Deaktivieren einer zweiten Verdichtungseinrichtung (5b, 5c, 6a,
6b, 6c) der Einbaubohlenbaugruppe (2), die in Fahrtrichtung (F) des Straßenfertigers
(1) hinter der ersten Verdichtungseinrichtung (5a, 5b, 5c, 6a, 6b) angeordnet ist,
nach Verstreichen einer vorbestimmbaren Zeitspanne (T, T1), die ungleich Null ist.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitspanne basierend auf einer Fahrgeschwindigkeit des Straßenfertigers (1) berechnet
wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitspanne (T, T1) basierend auf einem in Fahrtrichtung (F) des Straßenfertigers
(1) definierten Abstand (D) zwischen den Verdichtungseinrichtungen (5a, 5b, 5c, 6a,
6b, 6c) berechnet wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10-12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Einbauanfang (7) und/oder Einbauende durch eine Sensoreinheit (12a) erkannt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10-13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Einbauanfang (7) und/oder ein Einbauende anhand einer Temperaturdifferenz erkannt
wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 - 14, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Verdichtungseinrichtung (5a, 5b, 5c) an einem ersten Bohlensegment (5)
der Einbaubohlenbaugruppe (2) vorgesehen ist, und dass die zweite Verdichtungseinrichtung
(6a, 6b, 6c) an einem zweiten Bohlensegment (6) der Einbaubohlenbaugruppe (2) vorgesehen
ist, das in Fahrtrichtung des Straßenfertigers (1) hinter dem ersten Bohlensegment
(5) angeordnet ist,
1. Screed assembly (2) for use at a road finisher (1), wherein the screed assembly (2)
comprises:
a control unit (10),
a first compacting device (5a, 5b, 5c, 6a, 6b), and
a second compacting device (5b, 5c, 6a, 6b, 6c), which is arranged in a first direction
(F) behind the first compacting device (5a, 5b, 5c, 6a, 6b), characterized in that the control unit (10) is configured to activate and/or deactivate the second compacting
device (5b, 5c, 6a, 6b, 6c) in a delayed manner relative to the first compacting device
(5a, 5b, 5c, 6a, 6b) by a time period (T, T1), which is unequal to zero.
2. Screed assembly according to claim 1, characterized in that the screed assembly (2) comprises a first screed segment (5) and a second screed
segment (6), wherein the second screed segment (6) is arranged in the first direction
(F) behind the first screed segment (5), and wherein the first screed segment (5)
comprises the first compacting device (5a, 5b, 6c) and the second screed segment (6)
comprises the second compacting device (6a, 6b, 6c).
3. Screed assembly according to one of the preceding claims, characterized in that a sensor unit (12a) is provided, which is configured to detect an installation start
(7) and/or an installation end.
4. Screed assembly according to claim 3, characterized in that the sensor unit (12a) comprises a temperature sensor, a pyrometer, an infrared sensor,
an ultrasonic sensor and/or a path sensor.
5. Road finisher (1) characterized by a screed assembly (2) according to one of the preceding claims and a tractor (3),
which is configured to tow the screed assembly (2).
6. Road finisher according to claim 5, characterized in that the first direction (F) corresponds to a direction of travel (F) of the road finisher
(1).
7. Road finisher according to claim 5 or 6, characterized in that the control unit (10) is configured to calculate the time period (T, T1) based on
a driving speed of the road finisher (1).
8. Road finisher according to one of the claims 5-7, characterized in that a distance (D) defined in the direction of travel (F) of the road finisher (1) is
provided between the first and the second compacting device (5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c),
and that the time period (T, T1) corresponds to a time required by the road finisher
(1) to cover a distance, the length of which corresponds to said distance (D), with
a driving speed.
9. Road finisher according to one of the claims 5-8, characterized in that the control unit (10) is provided at the tractor (3).
10. Method for operating a screed assembly (2) for use at a road finisher (1), comprising:
activating and/or deactivating a first compacting device (5a, 5b, 5c, 6a, 6b) of the
screed assembly (2),
characterized by activating and/or deactivating a second compacting device (5b, 5c, 6a, 6b, 6c) of
the screed assembly (2), which is arranged in the direction of travel (F) of the road
finisher (1) behind the first compacting device (5a, 5b, 5c, 6a, 6b), after expiration
of a predeterminable time period (T, T1), which is unequal to zero.
11. Method according to claim 10, characterized in that the time period is calculated based on a driving speed of the road finisher (1).
12. Method according to claim 10 or 11, characterized in that the time period (T, T1) is calculated based on a distance (D) defined in the direction
of travel (F) of the road finisher (1) between the compacting devices (5a, 5b, 5c,
6a, 6b, 6c).
13. Method according to one of the claims 10-12, characterized in that an installation start (7) and/or an installation end are detected by a sensor unit
(12a).
14. Method according to one of the claims 10-13, characterized in that an installation start (7) and/or an installation end are detected by means of a temperature
difference.
15. Method according to one of the claims 10-14, characterized in that the first compacting device (5a, 5b, 5c) is provided at a first screed segment (5)
of the screed assembly (2) and that the second compacting device (6a, 6b, 6c) is provided
at a second screed segment (6) of the screed assembly (2), which is arranged in the
direction of travel of the road finisher (1) behind the first screed segment (5).
1. Ensemble de table de pose de revêtement (2) destiné à être utilisé dans un finisseur
de route (1), l'ensemble de table de pose de revêtement (2) comprenant :
une unité de commande (10),
un premier dispositif de compactage (5a, 5b, 5c, 6a, 6b), et
un deuxième dispositif de compactage (5b, 5c, 6a, 6b, 6c), qui, dans une première
direction (F), est agencé derrière le premier dispositif de compactage (5a, 5b, 5c,
6a, 6b),
caractérisé en ce que l'unité de commande (10) est configurée pour activer et/ou désactiver le deuxième
dispositif de compactage (5b, 5c, 6a, 6b, 6c) de manière retardée d'un intervalle
de temps (T, T1), qui est différent de zéro, par rapport au premier dispositif de
compactage (5a, 5b, 5c, 6a, 6b).
2. Ensemble de table de pose de revêtement selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'ensemble de table de pose de revêtement (2) comprend un premier segment de table
(5) et un deuxième segment de table (6), le deuxième segment de table (6) étant, dans
la première direction (F), agencé derrière le premier segment de table (5), le premier
segment de table (5) comprenant le premier dispositif de compactage (5a, 5b, 5c),
et le deuxième segment de table (6) le deuxième dispositif de compactage (6a, 6b,
6c).
3. Ensemble de table de pose de revêtement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il est prévu une unité de capteur (12a), qui est configurée pour la reconnaissance
d'un début de pose de revêtement (7) et/ou d'une fin de pose de revêtement.
4. Ensemble de table de pose de revêtement selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'unité de capteur (12a) comprend un capteur de température, un pyromètre, un capteur
à infrarouge, un capteur à ultrasons et/ou un capteur de déplacement.
5. Finisseur de route (1) caractérisé par un ensemble de table de pose de revêtement (2) selon l'une des revendications précédentes,
et un engin de traction (3), qui est configuré pour tracter l'ensemble de table de
pose de revêtement (2).
6. Finisseur de route selon la revendication 5, caractérisé en ce que ladite première direction (F) correspond à une direction de marche (F) du finisseur
de route (1).
7. Finisseur de route selon la revendication 5 ou la revendication 6, caractérisé en ce que l'unité de commande (10) est configurée pour calculer l'intervalle de temps (T, T1)
en se basant sur une vitesse de marche du finisseur de route (1).
8. Finisseur de route selon l'une des revendications 5-7, caractérisé en ce qu'il est prévu une distance (D), définie dans la direction de marche (F) du finisseur
de route (1), entre le premier et le deuxième dispositif de compactage (5a, 5b, 5c,
6a, 6b, 6c), et en ce que l'intervalle de temps (T, T1) correspond à un temps nécessaire au finisseur de route
(1) pour parcourir, à la vitesse de marche, un trajet dont la longueur correspond
à la distance (D).
9. Finisseur de route selon l'une des revendications 5-8, caractérisé en ce que l'unité de commande (10) est prévue sur l'engin de traction (3).
10. Procédé pour assurer le fonctionnement d'un ensemble de table de pose de revêtement
(2) destiné à être utilisé dans un finisseur de route (1), le procédé comprenant :
l'activation et/ou la désactivation d'un premier dispositif de compactage (5a, 5b,
5c, 6a, 6b) de l'ensemble de table de pose de revêtement (2),
caractérisé par l'activation et/ou la désactivation d'un deuxième dispositif de compactage (5b, 5c,
6a, 6b, 6c) de l'ensemble de table de pose de revêtement (2), qui, dans la direction
de marche (F) du finisseur de route (1), est agencé derrière le premier dispositif
de compactage (5a, 5b, 5c, 6a, 6b), après écoulement d'un intervalle de temps (T,
T1) pouvant être prédéterminé et qui est différent de zéro.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'intervalle de temps est calculé en se basant sur une vitesse de marche du finisseur
de route (1).
12. Procédé selon la revendication 10 ou la revendication 11, caractérisé en ce que l'intervalle de temps (T, T1) est calculé en se basant sur une distance (D) entre
les dispositifs de compactage (5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c), définie dans la direction
de marche (F) du finisseur de route (1).
13. Procédé selon l'une des revendications 10-12, caractérisé en ce qu'un début de pose de revêtement (7) et/ou une fin de pose de revêtement est détecté
par une unité de capteur (12a).
14. Procédé selon l'une des revendications 10-13, caractérisé en ce qu'un début de pose de revêtement (7) et/ou une fin de pose de revêtement est détecté
au regard d'une différence de température.
15. Procédé selon l'une des revendications 10-14, caractérisé en ce que le premier dispositif de compactage (5a, 5b, 5c) est prévu sur un premier segment
de table (5) de l'ensemble de table de pose de revêtement (2), et en ce que le deuxième dispositif de compactage (6a, 6b, 6c) est prévu sur un deuxième segment
de table (6) de l'ensemble de table de pose de revêtement (2), qui, dans la direction
de marche du finisseur de route (1), est prévu derrière le premier segment de table
(5).