(19)
(11) EP 3 214 222 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
09.05.2018  Patentblatt  2018/19

(21) Anmeldenummer: 16158293.7

(22) Anmeldetag:  02.03.2016
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E01C 19/48(2006.01)

(54)

EINBAUBOHLENBAUGRUPPE UND VERFAHREN ZUM BETRIEB DEREN

SCREEDS ASSEMBLY AND METHOD OF OPERATING SAME

MODULE DE MADRIERS ET PROCÉDÉ DE FONCTIONNEMENT DE CELUI-CI


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
06.09.2017  Patentblatt  2017/36

(73) Patentinhaber: Joseph Vögele AG
67067 Ludwigshafen (DE)

(72) Erfinder:
  • REUFELS, Harald
    53560 Vettelschoß (DE)

(74) Vertreter: Grünecker Patent- und Rechtsanwälte PartG mbB 
Leopoldstraße 4
80802 München
80802 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 366 831
EP-A1- 2 514 872
EP-A1- 2 514 871
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einbaubohlenbaugruppe zum Einsatz an einem Straßenfertiger nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Des Weiteren bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Betrieb einer solchen Einbaubohlenbaugruppe.

    [0002] Einbaubohlenbaugruppen für Straßenfertiger sind aus der Praxis bekannt. Sie werden dazu verwendet, Asphaltmischgut zu glätten und zu verdichten. Dazu werden sie von einer Zugmaschine eines Straßenfertigers gezogen. Bei modernen Straßenfertigern wird die Einbaubohlenbaugruppe zumeist schwimmend gezogen; das bedeutet, dass die Einbaubohle auf dem zu glättenden und zu verdichtenden Mischgut aufliegt und der Auftrieb und folglich die Dicke des eingebauten Straßenbelags im Wesentlichen durch den Anstellwinkel der Bohle und die Zuggeschwindigkeit eingestellt werden.

    [0003] Es ist bekannt, dass an Einbaubohlen eine oder mehrere Verdichtungseinrichtungen vorgesehen sind. Einbaubohlenbaugruppen der Anmelderin, z. B. die in der EP 2 514 872 A1, EP 2 514 871 A1 und EP 2 366 931 A1 offenbarten, weisen in unterschiedlichen Kombinationen beispielsweise Tamperleisten, Vibrationseinheiten und/oder Pressleisten auf.

    [0004] Des Weiteren sind Einbaubohlenbaugruppen bekannt, die mehrere Bohlensegmente aufweisen. Dabei kann es sich beispielsweise, wie in der EP 2 514 871 A1, um Ausziehsegmente von Ausziehbohlen handeln, durch deren Ausfahren die Arbeitsbreite der Einbaubohlenbaugruppe vergrößert werden kann. Ebenso sind starre Anbauteile bekannt.

    [0005] Zu Beginn einer Einbaufahrt wird eine Einbaubohlenbaugruppe meist zunächst an einem Startpunkt abgelegt. Dabei kann es sich um ein Hilfsmittel wie z. B. einen Holzbalken handeln, auf dem die Einbaubohlenbaugruppe abgelegt wird, bevor die Einbaufahrt beginnt. Ebenso kann es sich um eine gerade gefräste Kante einer bereits bestehenden Asphaltdeckenschicht handeln, an der die neu einzubauende Asphaltschicht ansetzen soll.

    [0006] Es kann vorkommen, dass mehrere Verdichtungsaggregate in Fahrtrichtung des Straßenfertigers hintereinander angeordnet sind und folglich den Übergang zwischen dem Hilfsmittel bzw. der gerade gefrästen Kante und dem frisch verlegten Asphaltmischgut nacheinander passieren. Ursache hierfür kann beispielsweise sein, dass an ein und demselben Bohlensegment mehrere Verdichtungseinrichtungen hintereinander angeordnet sind, oder aber dass Bohlensegmente mit jeweils einer oder mehreren Verdichtungseinrichtungen hintereinander angeordnet sind. Konventionelle Straßenfertiger aktivieren sämtliche Verdichtungseinrichtungen gleichzeitig. Im Falle, dass sämtliche Verdichtungseinrichtungen zu dem Zeitpunkt aktiviert werden, an dem die erste Verdichtungseinrichtung den Übergang passiert, führt dies dazu, dass die Verdichtungseinrichtungen, die den Übergang noch nicht passiert haben, auf dem Hilfsmittel oder dem bereits erhärteten vorhergehenden Asphaltbelag aufschlagen und dadurch der vorhandene Asphaltbelag oder aber die Verdichtungseinrichtungen beschädigt werden. In Fällen, in denen sämtliche Verdichtungseinrichtungen erst dann aktiviert werden, wenn sämtliche Verdichtungseinrichtungen den Übergang passiert haben, bleiben Anfangsabschnitte des neu verlegten Belages durch die vorherigen Verdichtungseinrichtungen unbearbeitet. Dies kann zu nach Erkenntnis des Erfinders Inhomogenitäten und folglich Qualitätsschwankungen beziehungsweise -einbußen im fertigen Belag führen.

    [0007] Aufgabe der Erfindung ist es, bestehende Einbaubohlenbaugruppen durch konstruktiv möglichst einfache Maßnahmen dahingehend zu verbessern, dass eine kontinuierliche Qualität des Asphaltbelags gewährleistet ist, und die Gefahr der Beschädigung oder gar Zerstörung von Maschinenkomponenten oder aber bereits verlegtem Asphalt zu minimieren.

    [0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Einbaubohlenbaugruppe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 10.

    [0009] Die erfindungsgemäße Einbaubohlenbaugruppe zum Einsatz an einem Straßenfertiger umfasst eine Steuereinheit, eine erste Verdichtungseinrichtung und eine zweite Verdichtungseinrichtung, die in einer ersten Richtung hinter der ersten Verdichtungseinrichtung angeordnet ist. Die erfindungsgemäße Einbaubohlenbaugruppe zeichnet sich dadurch aus, dass die Steuereinheit dazu konfiguriert ist, die zweite Verdichtungseinrichtung relativ zu der ersten Verdichtungseinrichtung um eine Zeitspanne, die ungleich Null ist, verzögert zu aktivieren und/oder zu deaktivieren. Sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Verdichtungseinrichtung kann es sich dabei z. B. um eine oder mehrere Tamperleisten, Vibrationseinheiten und/oder Pressleisten handeln. Bei der ersten Richtung kann es sich insbesondere um die Fahrtrichtung des Straßenfertigers handeln. Die erste und die zweite Verdichtungseinrichtung können dabei an ein und demselben Bohlensegment vorgesehen sein. Ebenso ist es denkbar, dass die erste Verdichtungseinrichtung an einem ersten Bohlensegment, z. B. einer Grundbohle, und die zweite Verdichtungseinrichtung an einem zweiten Bohlensegment, z. B. einer Ausziehbohle oder einem Anbau- und/oder Verbreiterungsteil vorgesehen ist.

    [0010] Es ist vorstellbar, dass die Einbaubohlenbaugruppe ein erstes Bohlensegment und ein zweites Bohlensegment aufweist, wobei das zweite Bohlensegment in der ersten Richtung hinter dem ersten Bohlensegment angeordnet ist, wobei das erste Bohlensegment die erste Verdichtungseinrichtung aufweist und das zweite Bohlensegment die zweite Verdichtungseinrichtung aufweist. Das erste und zweite Bohlensegment, bei dem jedes Bohlensegment mindestens eine

    [0011] Verdichtungseinrichtung haben kann, können auch auf einer Flucht liegen wie dies bei einer Starren Bohle der Fall ist.

    [0012] Es sind jedoch auch Ausführungen denkbar, in denen zwei oder mehrere Bohlensegmente in Fahrtrichtung nebeneinander angeordnet sind. Dabei können die Bohlensegmente miteinander fluchtend angeordnet sein. In einer solchen Ausführung können die Bohlensegmente gleichzeitig den Einbauanfang bzw. das Einbauende passieren. In Fällen, in denen die auf diese Weise angeordneten Bohlensegmente mit den gleichen Verdichtungseinrichtungen versehen sind, können diese ebenfalls miteinander fluchtend angeordnet sein. Dann ist es vorteilhaft, wenn eine Verdichtungseinrichtung des ersten Bohlensegments gleichzeitig mit der/den zu dieser Verdichtungseinrichtung fluchtend an dem zweiten und/oder weiteren Bohlensegment/en angeordneten Verdichtungseinrichtung/en aktiviert wird. Bei zwei Bohlensegmenten können z. B. nacheinander hintereinanderliegende Verdichtungseinrichtungspaare aktiviert werden. Die Bohlensegmente können in einer bzw. ein und derselben starren (d.h. nicht ausziehbaren) Grundbohle vorgesehen sein, auf eine starre Grundbohle und an diese angebrachte starre oder ausziehbare Anbauteile verteilt sein oder auf eine ausziehbare Grundbohle und daran angebrachte Anbauteile verteilt sein.

    [0013] Es kann eine Sensoreinheit vorgesehen sein, die für die Erkennung eines Einbauanfangs und/oder eines Einbauendes konfiguriert ist. Dies ermöglicht eine weitere Automatisierung des Aktivierungs- bzw. Deaktivierungsprozesses der Verdichtungseinrichtungen. Die Sensoreinheit kann mehrere Sensoren umfassen, die jeweils für die Erkennung eines Einbauanfangs und/oder eines Einbauendes konfiguriert sind, und die einer Position einer Verdichtungseinrichtung zugeordnet sind. Eine Verdichtungseinrichtung kann dann bei Erkennung des Einbauanfangs durch den ihr zugeordneten Sensor aktiviert und bei Erkennung des Einbauendes deaktiviert werden.

    [0014] Zur Vereinfachung des Aufbaus der Sensoreinheit kann auch nur ein Sensor vorgesehen sein, der den Einbauanfang bzw. das Einbauende erkennt. Die Aktivierung bzw. Deaktivierung der einzelnen Verdichtungseinrichtungen kann dann nach Ablauf einer Zeitspanne erfolgen, die berechnet wird, wie im Folgenden beschrieben.

    [0015] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Sensoreinheit einen Temperatursensor, ein Pyrometer, einen Infrarotsensor, einen Ultraschallsensor und/oder einen Wegsensor umfasst. Der Einbauanfang bzw. das Einbauende kann so z. B. anhand einer Temperaturdifferenz erkannt werden. Denkbar ist z. B. die Erkennung anhand von Temperaturdifferenzen zwischen bereits verlegtem und noch zu verlegendem Straßenbelag, zwischen zwei oder mehreren bereits verlegten Belagabschnitten oder -schichten oder zwischen bereits verlegtem Straßenbelag und dem diesen tragenden Untergrund.

    [0016] Die Erfindung kann auch einen Straßenfertiger betreffen. Ein solcher erfindungsgemäßer Straßenfertiger weist eine Einbaubohlenbaugruppe der vorstehend beschriebenen Art und eine Zugmaschine auf, die zum Schleppen der Einbaubohlenbaugruppe konfiguriert ist.

    [0017] Es ist vorteilhaft, wenn die erste Richtung einer Fahrtrichtung des Straßenfertigers entspricht.

    [0018] Es ist darüber hinaus denkbar, dass die Steuereinheit dazu konfiguriert ist, die Zeitspanne, basierend auf einer Fahrgeschwindigkeit des Straßenfertigers zu berechnen.

    [0019] Es ist weiterhin denkbar, dass ein in Fahrtrichtung des Straßenfertigers definierter Abstand zwischen der ersten und der zweiten Verdichtungseinrichtung vorgesehen ist, und dass die Zeitspanne einer Zeit entspricht, die der Straßenfertiger benötigt, um eine Strecke, deren Länge dem Abstand entspricht, mit einer Fahrgeschwindigkeit zurückzulegen.

    [0020] Die Steuereinheit kann beispielsweise an der Zugmaschine vorgesehen sein. Hierbei kann es sich um eine zentrale Steuereinheit des Straßenfertigers handeln, die für die Steuerung von mehreren Funktionen eingerichtet ist und zusätzlich zu diesen Funktionen auch die erfindungsgemäße Aktivierung und/oder Deaktivierung der Verdichtungseinrichtungen übernehmen kann. Es ist außerdem denkbar, dass es sich bei der Steuereinheit um eine separate Steuereinheit zur Steuerung der erfindungsgemäßen Funktionen handelt. Diese kann beispielsweise an der Zugmaschine, aber auch an der Einbaubohlenbaugruppe vorgesehen sein.

    [0021] Die Erfindung bezieht sich außerdem auf ein Verfahren zum Betrieb einer Einbaubohlenbaugruppe zum Einsatz an einem Straßenfertiger. Ein solches Verfahren umfasst die folgenden Schritte: Aktivieren und/oder Deaktivieren einer ersten Verdichtungseinrichtung der Einbaubohlenbaugruppe, Aktivieren und/oder Deaktivieren einer zweiten Verdichtungseinrichtung der Einbaubohlenbaugruppe, die in Fahrtrichtung des Straßenfertigers hinter der ersten Verdichtungseinrichtung angeordnet ist, nach Verstreichen einer vorbestimmbaren Zeitspanne, die ungleich Null ist. Wie weiter oben bereits beschrieben, kann es sich sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Verdichtungseinrichtung um Tamperleisten, Vibrationseinheiten und/oder Pressleisten handeln. Ein Bohlensegment kann beliebige Kombinationen aus solchen Verdichtungseinrichtungen umfassen, z.B. nur eine oder mehrere Vibrationseinheit/en, Tamper und Vibrationseinheit/en, Tamper und 1 oder 2 Pressleisten oder Tamper, Vibrationseinheit/en und 1 oder 2 Pressleisten.

    [0022] Es ist vorteilhaft, wenn die Zeitspanne basierend auf einer Fahrgeschwindigkeit des Straßenfertigers berechnet wird. Diese kann z. B. durch eine Sensoreinheit erfasst oder bestimmt werden.

    [0023] Außerdem ist denkbar, dass die Zeitspanne basierend auf einem in Fahrtrichtung des Straßenfertigers definierten Abstand zwischen den Verdichtungseinrichtungen berechnet wird.

    [0024] Ein Einbauanfang und/oder Einbauende kann ebenfalls durch eine Sensoreinheit erkannt werden. Wie bereits erwähnt, kann dadurch eine weitere Automatisierung des Aktivierungs- bzw. Deaktivierungsprozesses der Verdichtungseinrichtungen ermöglicht werden. Die Sensoreinheit kann mehrere Sensoren umfassen, die jeweils für die Erkennung eines Einbauanfangs und/oder eines Einbauendes konfiguriert sind, und die einer Position einer Verdichtungseinrichtung zugeordnet sind. Eine Verdichtungseinheit kann dann bei Erkennung des Einbauanfangs durch den ihr zugeordneten Sensor aktiviert und bei Erkennung des Einbauendes deaktiviert werden.

    [0025] Zur Vereinfachung des Aufbaus der Sensoreinheit kann auch nur ein Sensor vorgesehen sein, der den Einbauanfang bzw. das Einbauende erkennt. Die Aktivierung bzw. Deaktivierung der einzelnen Verdichtungseinrichtungen kann dann nach einer Zeitspanne erfolgen, die berechnet wird, wie vorstehend beschrieben. Die Sensoreinheit kann einen Temperatursensor, ein Pyrometer, einen Infrarotsensor, einen Ultraschallsensor oder einen Wegsensor umfassen.

    [0026] Es ist darüber hinaus vorteilhaft, wenn ein Einbauanfang und/oder ein Einbauende anhand einer Temperaturdifferenz erkannt wird. Denkbar ist z. B. die Erkennung anhand von Temperaturdifferenzen zwischen bereits verlegtem und noch zu verlegendem Belag, zwischen zwei oder mehreren bereits verlegten Belagabschnitten oder -schichten oder zwischen bereits verlegtem Straßenbelag und dem diesen tragenden Untergrund.

    [0027] In einer weiteren Variante kann die erste Verdichtungseinrichtung an einem ersten Bohlensegment der Einbaubohlenbaugruppe vorgesehen sein und die zweite Verdichtungseinrichtung an einem zweiten Bohlensegment der Einbaubohlenbaugruppe vorgesehen sein, das in Fahrtrichtung des Straßenfertigers hinter dem ersten Bohlensegment angeordnet ist.

    [0028] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einbaubohlenbaugruppe sowie ein Verfahren der vorstehend beschriebenen Art. Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele anhand von Zeichnungen näher erläutert.
    Fig. 1
    zeigt einen Straßenfertiger mit einer Einbaubohlenbaugruppe gemäß der Erfindung.
    Fig. 2
    zeigt eine schematische seitliche Schnittansicht einer Einbaubohlenbaugruppe mit zwei Bohlensegmenten, die jeweils mehrere Verdichtungseinrichtungen aufweisen.
    Fig. 3a und 3b
    zeigen schematisch die Verbindungen zwischen einer Steuereinheit und Verdichtungseinrichtungen von zwei Bohlensegmenten, gemäß zwei unterschiedlichen Ausführungsformen.
    Fig. 4
    ist eine schematische Darstellung zweier Bohlensegmente in Draufsicht von oben zur Erläuterung von Abständen.
    Fig. 5
    ist eine schematische Darstellung zweier Bohlensegmente in einer Draufsicht von oben.


    [0029] Fig. 1 zeigt einen Straßenfertiger 1, der eine Einbaubohlenbaugruppe 2 und eine Zugmaschine 3 aufweist. Die Zugmaschine kann beispielsweise durch Zugarme 4 mit der Einbaubohlenbaugruppe 2 verbunden sein. Dadurch kann die Einbaubohlenbaugruppe 2 durch die Zugmaschine 3 schwimmend gezogen werden und dadurch eine zu verlegende Asphaltschicht glätten und verdichten. In Fig. 1 ist zudem eine Fahrtrichtung F dargestellt, in der sich der Straßenfertiger 1 fortbewegt.

    [0030] In Fig. 2 ist zu erkennen, dass die Einbaubohlenbaugruppe 2 ein erstes Bohlensegment 5 und ein zweites Bohlensegment 6 umfasst. Das zweite Bohlensegment 6 ist in der Fahrtrichtung F hinter dem ersten Bohlensegment 5 angeordnet, d. h. das erste Bohlensegment 5 erreicht einen zu bearbeitenden Einbauabschnitt immer vor dem zweiten Bohlensegment 6. Bei der Einbaubohlenbaugruppe 2 kann es sich beispielsweise um eine Ausziehbohle handeln. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das erste Bohlensegment 5 nicht ausziehbar und das zweite Bohlensegment 6 ausfahrbar. Es ist jedoch auch denkbar, dass das erste Bohlensegment ausfahrbar ist und das zweite Bohlensegment 6 nicht ausfahrbar ist. In einer weiteren Variante können beide Bohlensegmente 5, 6 ausfahrbar sein. Dem Fachmann ist geläufig, dass ausfahrbare Bohlensegmente 5, 6 in einer seitlichen Richtung im Wesentlichen senkrecht zur Fahrtrichtung des Straßenfertigers 1 ausfahrbar sind. Bezogen auf die Fig. 2 würde dies einem Ausfahren senkrecht zur Zeichenebene entsprechen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist sowohl das erste Bohlensegment 5 als auch das zweite Bohlensegment 6 mehrere Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c auf. Das erste Bohlensegment 5 weist einen ersten Tamper 5a, eine erste Vibrationseinheit 5b sowie einen ersten Pressleistensatz 5c auf. Das zweite Bohlensegment 6 weist einen zweiten Tamper 6a, eine zweite Vibrationseinheit 6b sowie einen zweiten Pressleistensatz 6c auf. Sowohl der erste Pressleistensatz 5c als auch der zweite Pressleistensatz 6c können eine oder mehrere Pressleisten aufweisen. Es ist ebenso denkbar, dass die beiden Bohlensegmente 5 und 6 jeweils nur eine oder mehrere solcher Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c aufweisen. Auch unterschiedliche Konfigurationen der einzelnen Bohlensegmente 5, 6 sind denkbar.

    [0031] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel können alle genannten Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c außer dem Pressleistensatz 6c als erste Verdichtungseinrichtung im Sinne der Erfindung angesehen werden. Analog dazu können sämtliche der genannten Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c bis auf den Tamper 5a als zweite Verdichtungseinrichtung im Sinne der Erfindung angesehen werden. Gemäß der Erfindung passieren die Bohlensegmente 5, 6 sowie die Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c nacheinander einen Einbauanfang 7. Dieser kann beispielsweise durch eine Kante 8 definiert sein, die an einer bereits verlegten Asphaltschicht 9 vorgesehen ist. In Fällen, in denen noch keine bereits verlegte Einbauschicht 9 vorhanden ist, kann beispielsweise ein Hilfsmittel, wie z. B. ein Holzbalken, zum Auflegen der Einbaubohlenbaugruppe 2 verwendet werden. Der Einbauanfang 7 ist in Fig. 2 in unterschiedlichen Positionen 7a, 7b, 7c, 7d relativ zur Einbaubohlenbaugruppe 2 dargestellt.

    [0032] Vor Beginn der Einbaufahrt wird die Zugmaschine 3 und folglich die Einbaubohlenbaugruppe 2 so positioniert, dass eine in Fahrtrichtung F am weitesten vorne liegende Verdichtungseinrichtung 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c, im vorliegenden Ausführungsbeispiel der Tamper 5a, am Einbauanfang 7 angeordnet ist. In Fig. 2 entspricht dies der Positionierung 7a. Dabei kann die Einbaubohlenbaugruppe 2 im Wesentlichen auf der bereits verlegten Asphaltschicht 9 beziehungsweise dem Hilfsmittel aufliegen.

    [0033] Gemäß der vorliegenden Erfindung kann ein Bediener des Straßenfertigers 1 nun mit Beginn der Einbaufahrt die Aktivierung der Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c z. B. durch Knopfdruck initialisieren. Daraufhin wird zunächst der Tamper 5a aktiviert. Dies kann z. B. unmittelbar nach dem Initialisieren erfolgen oder dann, wenn die Zugmaschine 3 sich in Bewegung setzt. Nach Verstreichen einer vorbestimmbaren Zeitspanne T wird ohne weiteres Zutun des Bedieners die Vibrationseinheit 5b aktiviert. In Fig. 2 kann dies der Positionierung 7b entsprechen. Analog dazu werden nacheinander die weiteren Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c aktiviert. Die Zeitspanne T ist dabei so gewählt, dass die jeweilige Verdichtungseinrichtung 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c beim Überschreiten des Einbauanfangs 7 aktiviert wird.

    [0034] Sind die Bohlensegmente 5, 6 nebeneinander und fluchtend angeordnet, können auch die jeweiligen Verdichtungseinrichtungen miteinander fluchtend angeordnet sein (siehe Fig. 5). Die miteinander fluchtenden Verdichtungseinrichtungen können dann jeweils gleichzeitig aktiviert werden. d. h. zunächst werden die Verdichtungseinrichtungen 5a und 6a gleichzeitig aktiviert, danach die Verdichtungseinrichtungen 5b und 6b und schließlich die Verdichtungseinrichtungen 5c und 6c. Fluchtende Verdichtungseinrichtungen können z. B. in den folgenden Konfigurationen vorgesehen sein: Es ist denkbar, dass beide Bohlensegmente 5, 6 in ein und derselben Grundbohle vorgesehen sind. Es ist darüber hinaus vorstellbar, dass eines der Bohlensegmente 5, 6 an einer starren Grundbohle vorgesehen ist und das andere an einem an dieser Grundbohle angebrachten starren oder ausziehbaren Verbreiterungs- und/oder Anbauteil. Außerdem kann eines der Bohlensegmente 5, 6 an eine ausziehbaren Grundbohle vorgesehen sein und das andere an einem daran angebrachten Verbreiterungs- und/oder Anbauteil.

    [0035] In einer weiteren Variante ist es denkbar, dass beispielsweise zur Vereinfachung eines Steuerkreislaufs die Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c eines jeweiligen Bohlensegments 5, 6 nur zusammen aktiviert werden können. In diesem Fall werden beim Beginn der Einbaufahrt die Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c des ersten Bohlensegments 5 aktiviert. Dies kann z.B. dann erfolgen, wenn die Positionierung 7c gemäß Fig. 2 vorliegt. Nach Verstreichen einer Zeitspanne T1 werden die Verdichtungseinrichtungen 6a, 6b, 6c des zweiten Bohlensegments 6 aktiviert. Die Zeitspanne T1 ist in diesem Fall so gewählt, dass die Verdichtungseinrichtungen 6a, 6b, 6c des zweiten Bohlensegments 6 beim Passieren des Einbauanfangs 7 aktiviert werden, z.B. wenn Positionierung 7d gemäß Fig. 2 vorliegt.

    [0036] Auf diese Weise können zwischen den Aktivierungszeitpunkten von beliebig vielen verschiedenen in der Fahrtrichtung F hintereinander angeordneten Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c geeignete Zeitspannen T vorgesehen sein. Dadurch kann gewährleistet werden, dass die einzelnen Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c jeweils beim Passieren des Einbauanfangs 7 aktiviert werden. Ein analoges Vorgehen kann für die Deaktivierung bei einem Einbauende vorgesehen sein.

    [0037] Die Zeitspanne T zwischen den Aktivierungszeitpunkten zweier Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c kann dabei, basierend auf einer Fahrgeschwindigkeit des Straßenfertigers 1 in der Fahrtrichtung F und/oder auf einem Abstand D (siehe Fig. 4) zwischen den jeweiligen Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c berechnet werden. Bei Ausführungsformen, bei denen die Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c nach Bohlensegmenten 5, 6 gruppiert aktiviert werden, kann der Abstand D auch zwischen den Bohlensegmenten 5,6 definiert sein.

    [0038] In den Fig. 3a und 3b ist die Verbindung zwischen unterschiedlichen Komponenten des Straßenfertigers 1 und insbesondere der Einbaubohlenbaugruppe 2 schematisch dargestellt. Zu sehen ist eine Steuereinheit 10. Diese kann am Straßenfertiger 1 oder an der Einbaubohlenbaugruppe 2 vorgesehen sein. Sie ist über erste Steuerleitungen 11 mit Eingabevorrichtungen 12 verbunden. Bei den Eingabeeinrichtungen 12 kann es sich z. B. um eine Sensoreinheit 12a oder um eine Bedienvorrichtung 12b handeln.

    [0039] Die Sensoreinheit 12a kann beispielsweise dazu eingerichtet sein, die Fahrgeschwindigkeit des Straßenfertigers 1 zu erfassen oder anhand von anderen, durch sie erfassbaren Parametern zu bestimmen. Es ist auch denkbar, dass die Sensoreinheit 12a zur Erkennung des Einbauanfangs 7 und/oder eines Einbauendes konfiguriert ist, z. B. durch Erkennung der Kante 8. Dies könnte z. B. durch am Straßenfertiger ohnehin vorhandene Höhensensoren, wie sie z. B. zur Nivellierung verwendet werden, erfolgen. Die Sensoreinheit 12a kann außerdem dazu konfiguriert sein, zu erkennen, ob und/oder wann die Zugmaschine 3 bzw. der Straßenfertiger 1 sich in Bewegung setzt. Auch mehrere Sensoreinheiten 12a, die für unterschiedliche Zwecke eingerichtet sind, sind vorstellbar.

    [0040] Die Sensoreinheit 12a oder die Sensoreinheiten 12a können auch z. B. einen oder mehrere Temperatursensoren, Pyrometer, Infrarotsensoren, Ultraschallsensoren und/oder Wegsensoren umfassen. Der Einbauanfang 7 bzw. das Einbauende kann dann beispielsweise durch einen Infrarotsensor oder ein Pyrometer anhand einer Temperaturdifferenz zwischen bereits verlegtem und noch zu verlegendem Belag erkannt werden. Die Sensoreinheit 12a kann einen oder mehrere Sensoren 16 aufweisen.

    [0041] Z. B. können Sensoren 16a, 16b und 16c vorgesehen und dazu konfiguriert sein, den Einbauanfang 7 bzw. das Einbauende zu erkennen. Jeder der Sensoren 16a, 16b und 16c kann der Position einer oder mehrerer der Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c zugeordnet sein. Erkennt einer der Sensoren 16a, 16b, 16c den Einbauanfang 7, kann/können die ihm zugeordnete/n Verdichtungseinrichtung/en 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c aktiviert werden. Bei Erkennung des Einbauendes kann/können die ihm zugeordnete/n Verdichtungseinrichtung/en 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c entsprechend deaktiviert werden.

    [0042] Die Bedienvorrichtung 12b kann dazu eingerichtet sein, Benutzerangaben von einem Bediener des Straßenfertigers 1 bzw. der Einbaubohlenbaugruppe 2 anzunehmen. Ähnlich der Steuereinheit 10 kann sie sowohl an der Zugmaschine 3 als auch an der Einbaubohlenbaugruppe 2 vorgesehen sein. Es ist auch vorstellbar, dass die Bedienvorrichtung 12b und die Steuereinheit 10 in ein und demselben Gehäuse angeordnet sind. Eine Anordnung in unterschiedlichen Gehäusen ist jedoch auch denkbar.

    [0043] Bei der Steuereinheit 10 kann es sich um eine speziell zur Steuerung der Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c vorgesehene Steuereinrichtung 10 handeln. Es ist jedoch auch möglich, dass die Steuereinrichtung 10 auch zur Steuerung von weiteren Funktionen des Straßenfertigers 1 vorgesehen ist.

    [0044] Durch unterbrochene Linien sind das erste Bohlensegment 5 und das zweite Bohlensegment 6 angedeutet. Das Bohlensegment 5 umfasst eine Tamperantriebseinheit 13a, eine Vibrationsantriebseinheit 13b und eine Pressleistenantriebseinheit 13c. Die Tamperantriebseinheit 13a kann beispielsweise eine Exzenterwelle umfassen, die beispielsweise durch einen Hydraulikmotor oder aber einen Elektromotor angetrieben werden kann. Die Vibrationsantriebseinheit 13b kann beispielsweise eine Unwuchtwelle umfassen, die z. B. von einem Hydraulikmotor oder aber einem Elektromotor angetrieben werden kann. Die Pressleistenantriebseinheit 13c kann beispielsweise einen impulshydraulischen Antrieb umfassen. Auch ein Antrieb mittels elektrischer Aktoren ist denkbar. Die Steuereinheit 10 ist über zweite Steuerleitungen 14 mit den Antriebseinheiten 13 des ersten Bohlensegments 5 verbunden. Das zweite Bohlensegment 6 weist im vorliegenden Ausführungsbeispiel analog dem ersten Bohlensegment 5 eine Tamperantriebseinheit 15a, eine Vibrationsantriebseinheit 15b sowie eine Pressleistenantriebseinheit 15c auf. Diese können analog den Antriebseinheiten 13 des ersten Bohlensegments 5 konfiguriert und mit der Steuereinheit 10 verbunden sein.

    [0045] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind zwei Bohlensegmente 5, 6 vorgesehen, die jeweils drei unterschiedliche Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c und die zugehörigen Antriebseinheiten 13, 15 aufweisen. Es sind jedoch Einbaubohlenbaugruppen 2 mit beliebig vielen Bohlensegmenten vorstellbar, z. B. nur ein Bohlensegment oder aber mehr als zwei Bohlensegmente. Ebenso können ein einzelnes Bohlensegment oder mehrere Bohlensegmente jeweils beliebige unterschiedliche Kombinationen von Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c aufweisen.

    [0046] Bei der Steuereinheit 10 kann es sich um eine elektrische Steuereinheit, eine hydraulische Steuereinheit oder eine elektrohydraulische Steuereinheit handeln. Dementsprechend können die Steuerleitungen 11, 14 konfiguriert sein, d. h. es kann sich um elektrische wie auch hydraulische Steuerleitungen handeln. Insbesondere können die Steuerleitungen 11 elektrische Leitungen sein. Die Steuerleitungen 14 können abhängig von der Art der mit ihr verbundenen Antriebseinheit konfiguriert sein. Eine Steuerleitung 14, die mit einer hydraulischen Antriebseinheit 13, 15 verbunden ist, kann also eine hydraulische Steuerleitung 14 sein.

    [0047] Die Steuerleitungen 14 können wie in Fig. 3a dargestellt, verzweigte Steuerleitungen sein. Diese können an einem zentralen Anschlusspunkt, beispielsweise einem Ausgang der Steuereinheit 10 verbunden sein und sich dann entsprechend zu den Antriebseinheiten 13, 15 verzweigen. Gemäß Fig. 3b kann jedoch auch für jede Antriebseinheit 13, 15 eine separate Steuerleitung 14 vorgesehen sein. Außerdem ist es denkbar, dass für eine erste Gruppe von Antriebseinheiten eine verzweigte Steuerleitung 14 vorgesehen ist, die mehrere Antriebseinheiten aus eben dieser Gruppe mit einem Anschluss der Steuereinheit 10 verbindet, und eine zweite Gruppe von Antriebseinheiten jeweils durch eine separate Steuerleitung 14 mit der Steuereinheit 10 verbunden ist.

    [0048] Die Zeitspannen T, T1 können basierend auf einem Abstand D zwischen den jeweiligen Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c bzw. Bohlensegmenten 5, 6 bestimmt werden. Der Abstand D kann in der Fahrtrichtung F definiert sein. Er kann paarweise zwischen einzelnen Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c bzw. Bohlensegmenten 5, 6 definiert sein oder jeweils in Bezug auf die am weitesten vorne liegende Verdichtungseinrichtung 5a bzw. in Bezug auf das am weitesten vorne liegende Bohlensegment 5. Er kann darüber hinaus jeweils zwischen vorderen Enden der jeweiligen Verdichtungsrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c bzw. Bohlensegmenten 5, 6 definiert sein, wie in Fig. 4 rechts dargestellt, oder zwischen hinteren Enden der Verdichtungseinrichtungen 5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c bzw. Bohlensegmenten 5, 6, wie in Fig. 4 links dargestellt. Analoges gilt für Abstände D zwischen Bohlensegmenten 5, 6.


    Ansprüche

    1. Einbaubohlenbaugruppe (2) zum Einsatz an einem Straßenfertiger (1), wobei die Einbaubohlengruppe (2) umfasst:

    eine Steuereinheit (10),

    eine erste Verdichtungseinrichtung (5a, 5b, 5c, 6a, 6b) und

    eine zweite Verdichtungseinrichtung (5b, 5c, 6a, 6b, 6c), die in einer ersten Richtung (F) hinter der ersten Verdichtungseinrichtung (5a, 5b, 5c, 6a, 6b) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10) dazu konfiguriert ist, die zweite Verdichtungseinrichtung (5b, 5c, 6a, 6b, 6c) gegenüber der ersten Verdichtungseinrichtung (5a, 5b, 5c, 6a, 6b) um eine Zeitspanne (T, T1), die ungleich Null ist, verzögert zu aktivieren und/oder zu deaktivieren.


     
    2. Einbaubohlenbaugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbaubohlenbaugruppe (2) ein erstes Bohlensegment (5) und ein zweites Bohlensegment (6) aufweist, wobei das zweite Bohlensegment (6) in der ersten Richtung (F) hinter dem ersten Bohlensegment (5) angeordnet ist, wobei das erste Bohlensegment (5) die erste Verdichtungseinrichtung (5a, 5b, 5c) aufweist und das zweite Bohlensegment (6) die zweite Verdichtungseinrichtung (6a, 6b, 6c) aufweist.
     
    3. Einbaubohlenbaugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sensoreinheit (12a) vorgesehen ist, die für die Erkennung eines Einbauanfangs (7) und/oder eines Einbauendes konfiguriert ist.
     
    4. Einbaubohlenbaugruppe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (12a) einen Temperatursensor, ein Pyrometer, einen Infrarotsensor, einen Ultraschallsensor und/oder einen Wegsensor umfasst.
     
    5. Straßenfertiger (1), gekennzeichnet durch eine Einbaubohlenbaugruppe (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche und eine Zugmaschine (3), die zum Schleppen der Einbaubohlenbaugruppe (2) konfiguriert ist.
     
    6. Straßenfertiger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Richtung (F) einer Fahrtrichtung (F) des Straßenfertigers (1) entspricht.
     
    7. Straßenfertiger nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10) dazu konfiguriert ist, die Zeitspanne (T, T1) basierend auf einer Fahrgeschwindigkeit des Straßenfertigers (1) zu berechnen.
     
    8. Straßenfertiger nach einem der Ansprüche 5-7, dadurch gekennzeichnet, dass ein in Fahrtrichtung (F) des Straßenfertigers (1) definierter Abstand (D) zwischen der ersten und der zweiten Verdichtungseinrichtung (5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c) vorgesehen ist, und dass die Zeitspanne (T, T1) einer Zeit entspricht, die der Straßenfertiger (1) benötigt, um eine Strecke, deren Länge dem Abstand (D) entspricht, mit einer Fahrgeschwindigkeit zurückzulegen.
     
    9. Straßenfertiger nach einem der Ansprüche 5-8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (10) an der Zugmaschine (3) vorgesehen ist.
     
    10. Verfahren zum Betrieb einer Einbaubohlenbaugruppe (2) zum Einsatz an einem Straßenfertiger (1), umfassend:

    Aktivieren und/oder Deaktivieren einer ersten Verdichtungseinrichtung (5a, 5b, 5c, 6a, 6b) der Einbaubohlenbaugruppe (2),

    gekennzeichnet durch Aktivieren und/oder Deaktivieren einer zweiten Verdichtungseinrichtung (5b, 5c, 6a, 6b, 6c) der Einbaubohlenbaugruppe (2), die in Fahrtrichtung (F) des Straßenfertigers (1) hinter der ersten Verdichtungseinrichtung (5a, 5b, 5c, 6a, 6b) angeordnet ist, nach Verstreichen einer vorbestimmbaren Zeitspanne (T, T1), die ungleich Null ist.


     
    11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitspanne basierend auf einer Fahrgeschwindigkeit des Straßenfertigers (1) berechnet wird.
     
    12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitspanne (T, T1) basierend auf einem in Fahrtrichtung (F) des Straßenfertigers (1) definierten Abstand (D) zwischen den Verdichtungseinrichtungen (5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c) berechnet wird.
     
    13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10-12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Einbauanfang (7) und/oder Einbauende durch eine Sensoreinheit (12a) erkannt wird.
     
    14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10-13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Einbauanfang (7) und/oder ein Einbauende anhand einer Temperaturdifferenz erkannt wird.
     
    15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 - 14, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Verdichtungseinrichtung (5a, 5b, 5c) an einem ersten Bohlensegment (5) der Einbaubohlenbaugruppe (2) vorgesehen ist, und dass die zweite Verdichtungseinrichtung (6a, 6b, 6c) an einem zweiten Bohlensegment (6) der Einbaubohlenbaugruppe (2) vorgesehen ist, das in Fahrtrichtung des Straßenfertigers (1) hinter dem ersten Bohlensegment (5) angeordnet ist,
     


    Claims

    1. Screed assembly (2) for use at a road finisher (1), wherein the screed assembly (2) comprises:

    a control unit (10),

    a first compacting device (5a, 5b, 5c, 6a, 6b), and

    a second compacting device (5b, 5c, 6a, 6b, 6c), which is arranged in a first direction (F) behind the first compacting device (5a, 5b, 5c, 6a, 6b), characterized in that the control unit (10) is configured to activate and/or deactivate the second compacting device (5b, 5c, 6a, 6b, 6c) in a delayed manner relative to the first compacting device (5a, 5b, 5c, 6a, 6b) by a time period (T, T1), which is unequal to zero.


     
    2. Screed assembly according to claim 1, characterized in that the screed assembly (2) comprises a first screed segment (5) and a second screed segment (6), wherein the second screed segment (6) is arranged in the first direction (F) behind the first screed segment (5), and wherein the first screed segment (5) comprises the first compacting device (5a, 5b, 6c) and the second screed segment (6) comprises the second compacting device (6a, 6b, 6c).
     
    3. Screed assembly according to one of the preceding claims, characterized in that a sensor unit (12a) is provided, which is configured to detect an installation start (7) and/or an installation end.
     
    4. Screed assembly according to claim 3, characterized in that the sensor unit (12a) comprises a temperature sensor, a pyrometer, an infrared sensor, an ultrasonic sensor and/or a path sensor.
     
    5. Road finisher (1) characterized by a screed assembly (2) according to one of the preceding claims and a tractor (3), which is configured to tow the screed assembly (2).
     
    6. Road finisher according to claim 5, characterized in that the first direction (F) corresponds to a direction of travel (F) of the road finisher (1).
     
    7. Road finisher according to claim 5 or 6, characterized in that the control unit (10) is configured to calculate the time period (T, T1) based on a driving speed of the road finisher (1).
     
    8. Road finisher according to one of the claims 5-7, characterized in that a distance (D) defined in the direction of travel (F) of the road finisher (1) is provided between the first and the second compacting device (5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c), and that the time period (T, T1) corresponds to a time required by the road finisher (1) to cover a distance, the length of which corresponds to said distance (D), with a driving speed.
     
    9. Road finisher according to one of the claims 5-8, characterized in that the control unit (10) is provided at the tractor (3).
     
    10. Method for operating a screed assembly (2) for use at a road finisher (1), comprising:

    activating and/or deactivating a first compacting device (5a, 5b, 5c, 6a, 6b) of the screed assembly (2),

    characterized by activating and/or deactivating a second compacting device (5b, 5c, 6a, 6b, 6c) of the screed assembly (2), which is arranged in the direction of travel (F) of the road finisher (1) behind the first compacting device (5a, 5b, 5c, 6a, 6b), after expiration of a predeterminable time period (T, T1), which is unequal to zero.


     
    11. Method according to claim 10, characterized in that the time period is calculated based on a driving speed of the road finisher (1).
     
    12. Method according to claim 10 or 11, characterized in that the time period (T, T1) is calculated based on a distance (D) defined in the direction of travel (F) of the road finisher (1) between the compacting devices (5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c).
     
    13. Method according to one of the claims 10-12, characterized in that an installation start (7) and/or an installation end are detected by a sensor unit (12a).
     
    14. Method according to one of the claims 10-13, characterized in that an installation start (7) and/or an installation end are detected by means of a temperature difference.
     
    15. Method according to one of the claims 10-14, characterized in that the first compacting device (5a, 5b, 5c) is provided at a first screed segment (5) of the screed assembly (2) and that the second compacting device (6a, 6b, 6c) is provided at a second screed segment (6) of the screed assembly (2), which is arranged in the direction of travel of the road finisher (1) behind the first screed segment (5).
     


    Revendications

    1. Ensemble de table de pose de revêtement (2) destiné à être utilisé dans un finisseur de route (1), l'ensemble de table de pose de revêtement (2) comprenant :

    une unité de commande (10),

    un premier dispositif de compactage (5a, 5b, 5c, 6a, 6b), et

    un deuxième dispositif de compactage (5b, 5c, 6a, 6b, 6c), qui, dans une première direction (F), est agencé derrière le premier dispositif de compactage (5a, 5b, 5c, 6a, 6b),

    caractérisé en ce que l'unité de commande (10) est configurée pour activer et/ou désactiver le deuxième dispositif de compactage (5b, 5c, 6a, 6b, 6c) de manière retardée d'un intervalle de temps (T, T1), qui est différent de zéro, par rapport au premier dispositif de compactage (5a, 5b, 5c, 6a, 6b).


     
    2. Ensemble de table de pose de revêtement selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'ensemble de table de pose de revêtement (2) comprend un premier segment de table (5) et un deuxième segment de table (6), le deuxième segment de table (6) étant, dans la première direction (F), agencé derrière le premier segment de table (5), le premier segment de table (5) comprenant le premier dispositif de compactage (5a, 5b, 5c), et le deuxième segment de table (6) le deuxième dispositif de compactage (6a, 6b, 6c).
     
    3. Ensemble de table de pose de revêtement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu une unité de capteur (12a), qui est configurée pour la reconnaissance d'un début de pose de revêtement (7) et/ou d'une fin de pose de revêtement.
     
    4. Ensemble de table de pose de revêtement selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'unité de capteur (12a) comprend un capteur de température, un pyromètre, un capteur à infrarouge, un capteur à ultrasons et/ou un capteur de déplacement.
     
    5. Finisseur de route (1) caractérisé par un ensemble de table de pose de revêtement (2) selon l'une des revendications précédentes, et un engin de traction (3), qui est configuré pour tracter l'ensemble de table de pose de revêtement (2).
     
    6. Finisseur de route selon la revendication 5, caractérisé en ce que ladite première direction (F) correspond à une direction de marche (F) du finisseur de route (1).
     
    7. Finisseur de route selon la revendication 5 ou la revendication 6, caractérisé en ce que l'unité de commande (10) est configurée pour calculer l'intervalle de temps (T, T1) en se basant sur une vitesse de marche du finisseur de route (1).
     
    8. Finisseur de route selon l'une des revendications 5-7, caractérisé en ce qu'il est prévu une distance (D), définie dans la direction de marche (F) du finisseur de route (1), entre le premier et le deuxième dispositif de compactage (5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c), et en ce que l'intervalle de temps (T, T1) correspond à un temps nécessaire au finisseur de route (1) pour parcourir, à la vitesse de marche, un trajet dont la longueur correspond à la distance (D).
     
    9. Finisseur de route selon l'une des revendications 5-8, caractérisé en ce que l'unité de commande (10) est prévue sur l'engin de traction (3).
     
    10. Procédé pour assurer le fonctionnement d'un ensemble de table de pose de revêtement (2) destiné à être utilisé dans un finisseur de route (1), le procédé comprenant :

    l'activation et/ou la désactivation d'un premier dispositif de compactage (5a, 5b, 5c, 6a, 6b) de l'ensemble de table de pose de revêtement (2),

    caractérisé par l'activation et/ou la désactivation d'un deuxième dispositif de compactage (5b, 5c, 6a, 6b, 6c) de l'ensemble de table de pose de revêtement (2), qui, dans la direction de marche (F) du finisseur de route (1), est agencé derrière le premier dispositif de compactage (5a, 5b, 5c, 6a, 6b), après écoulement d'un intervalle de temps (T, T1) pouvant être prédéterminé et qui est différent de zéro.


     
    11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'intervalle de temps est calculé en se basant sur une vitesse de marche du finisseur de route (1).
     
    12. Procédé selon la revendication 10 ou la revendication 11, caractérisé en ce que l'intervalle de temps (T, T1) est calculé en se basant sur une distance (D) entre les dispositifs de compactage (5a, 5b, 5c, 6a, 6b, 6c), définie dans la direction de marche (F) du finisseur de route (1).
     
    13. Procédé selon l'une des revendications 10-12, caractérisé en ce qu'un début de pose de revêtement (7) et/ou une fin de pose de revêtement est détecté par une unité de capteur (12a).
     
    14. Procédé selon l'une des revendications 10-13, caractérisé en ce qu'un début de pose de revêtement (7) et/ou une fin de pose de revêtement est détecté au regard d'une différence de température.
     
    15. Procédé selon l'une des revendications 10-14, caractérisé en ce que le premier dispositif de compactage (5a, 5b, 5c) est prévu sur un premier segment de table (5) de l'ensemble de table de pose de revêtement (2), et en ce que le deuxième dispositif de compactage (6a, 6b, 6c) est prévu sur un deuxième segment de table (6) de l'ensemble de table de pose de revêtement (2), qui, dans la direction de marche du finisseur de route (1), est prévu derrière le premier segment de table (5).
     




    Zeichnung























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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