[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Mopphalter und eine Lösevorrichtung, wobei
beide aufeinander abgestimmt sind, sowie ein System aus beiden und bezieht sich insbesondere
auf den Bereich der professionellen, gewerblichen Reinigung.
[0002] Eine professionelle Reinigungsfachkraft setzt während ihrer Reinigungsarbeit eine
Vielzahl von Moppbezügen ein. Diese werden üblicherweise auf einem während der Reinigung
mitgeführten Reinigungssystemwagen in speziellen Behältnissen vorrätig gehalten und
auch an diesem in Behältnissen für die Aufnahme von benutzten Reinigungstextilien
abgelegt. Der Reinigungssystemwagen ist der zentrale Ort für alle Arbeitsabläufe,
er ist daher modular bestückt mit diversen Behältnissen für Reinigungsflüssigkeiten,
mit Abfall- und Wäschesäcken, mit Reinigungsgeräten, mit Befeuchtungseinrichtungen
und/oder Flachpressen oder mit koppelbaren Satellitenwagen.
[0003] Ein üblicher Arbeitsablauf erfordert das möglichst berührungslose Bestücken des Moppbezughalters
mit einem frischen Moppbezug aus einem Vorratsbehältnis, das Anfeuchten des Moppbezuges
mit einer bestimmten Reinigungsflüssigkeitsmenge, sofern der Moppbezug nicht schon
in einem Feuchtlagerbehälter angefeuchtet vorrätig gehalten wurde, das Wischen eines
Bodens, ggf. das auch mehrfache Ausspülen und Auspressen des Moppbezuges für einen
nächsten Reinigungsgang und schließlich das Abwerfen des schmutzigen Moppbezuges vom
Moppbezughalter in einen Aufnahmebehälter, womit ein Arbeitsgang endet und der nächste
in gleicher Weise folgen kann.
[0004] Ein Moppbezug weist auf seiner Halteseite üblicherweise zwei Einschubtaschen auf,
die zur Aufnahme einer Wischerplatte eines Moppbezughalters dienen, die den Moppbezug
für den Einsatz am Moppbezughalter spannt und hält. Letztere bestehen aus einem Stiel,
der gelenkig an einer Wischerplatte befestigt ist, die zwei verriegelbar klappbare
Flügel aufweist. Die abgeklappten Flügel erleichtern das Ein- und Ausfädeln in die
Einschubtaschen des Moppbezuges. Die Verriegelung der Klappflügel ist üblicherweise
mittels eines Fußtasters als Verriegelungsvorrichtung auf der zum Stiel weisenden
Seite der Wischerplatte des Moppbezughalters lösbar, kann jedoch auch von Hand gelöst
werden. Bekannt sind auch Verriegelungsmechanismen, die aus einem, um einen Flügel
umlaufenden, zusammendrückbaren Arretierdraht bestehen, der in seitliche Umgriffe
des abzuklappenden Flügels eingreift und diesen kraft- und formschlüssig an dem zweiten
Flügel arretiert, der das Gelenk für den Stiel trägt und an dem auch der Draht angelenkt
ist. Die Arretierung der Klappflügel muss gelöst werden, wozu Lösehilfen eingesetzt
werden. Diese befinden sich üblicherweise oberhalb eines Sammelbehälters für gebrauchte
Moppbezüge, so dass der benutzte Moppbezug von den mittels der Lösehilfe abgeklappten
Flügeln rutschen und in den Behälter fallen kann. Diese Lösehilfen sind daher in einem
eher oberen Bereich der Reinigungssystemwagen an diesen befestigt.
[0005] Aus der
EP 1 849 393 A2 ist eine mechanische Lösehilfe für einen Fußtaster eines Moppbezughalters bekannt,
der sich auf der zum Stiel weisenden Seite der Wischerplatte befindet. Diese besteht
aus einem mehrfach gebogenen Draht mit festgelegten Enden, so dass sich ein Schlitzteil
mit parallel verlaufenden Drahtabschnitten und ein vertikal hiervon beabstandetes,
rechts und links dazu erstreckendes, in etwa rechteckiges Betätigungsteil ergibt.
Der Stiel des Moppbezughalters wird in den Schlitzteil eingeführt, wodurch die Wischerplatte
mit aufgespanntem und zu lösenden Moppbezug unterhalb des rechteckigen Betätigungsteiles
angeordnet wird, dieses also auch über dem nach oben weisenden Fußtaster angeordnet
ist. Bei einer Aufwärtsbewegung des Stiels drückt das Betätigungsteil auf den Fußtaster,
löst diesen und gibt so die beiden Flügel der Wischerplatte frei, die daraufhin nach
unten verschwenken und den Moppbezug freigeben. Dieser fällt dann in den unter der
Lösehilfe befindlichen Sammelbehälter. Berührungen des verschmutzten Moppbezuges durch
die Hand der Reinigungsfachkraft werden weitestgehend vermieden.
[0006] Aus der
DE 20 2013 104 736 U1 ist eine eine Lösehilfe für einseitig zu benutztende Mopptücher bekannt, bei der
die Entriegelung einer Wischerplatte mit seitlich umlaufenden Verriegelungsdraht mechanisch
ohne bewegliche Teile durch zwei zueinander beabstandete, horizontal orientierte Anschläge
erfolgt, wobei einer der Anschläge ein in etwa u-förmigen Abschnitt aufweist, dessen
Schenkel von dem Anschlag weggerichtet sind und dessen Schenkelweite sich in Richtung
des Anschlages verengend ausgebildet ist. Durch die sich in Richtung auf den Anschlag
hin verengende Schenkelweite legen sich die Schenkel des Abschnittes schnell an den
umlaufenden Draht des Verriegelungsmechanismus an, bilden damit eine Zwangsführung,
und drücken ihn bei der weiteren Bewegung nach oben solange zusammen, bis er aus dem
Eingriff mit den Umgriffen des Klappflügels heraustritt und den Klappflügel freigibt.
[0007] Aus der
WO 2015/049009 A1 ist eine Wischerplatte bekannt, bei der eine Verriegelung der beiden Flügel in einem
Bereich angeordet ist, der vor dem Gelenk liegt. Die Betätigung erfolgt mittels Verschwenken
des Stiels, so dass eine dort angeordnete Nase auf ein Winkelelement wirkend ist,
welches zu einer vorderen Kante der Wischerplatte weist.
[0008] Aus der
US 2 967 320 A ist eine Verriegelungsvorrichtung bekannt, bei der die Bedienung durch Zusammendrücken
zweier gegen eine Federkraft aufeinander zu beweglicher Sperrglieder erfolgt, die
seitlich neben einem Gelenk angeordnet sind.
[0009] Nachteilig an diesen und anderen mechanischen Lösehilfen ist zum einen, dass eine
Reinigungsfachkraft den Moppbezughalter von der Höhe der Lösehilfe senkrecht nach
oben bewegen muss und somit das Griffende des Moppbezughalters leicht auf Höhen von
2.5 m bis 3 m bringt. In diesen Höhen befinden sich jedoch hängende Gegenstände wie
Lampen, medizinische Geräte aber auch Deckenabhängungen oder dergleichen, die durch
das Griffende beschädigt werden können. Durch die eher stoß- oder ruckartige und durchaus
kraftvolle Bewegung des Stiels zum Lösen der Verriegelung können die genannten Gegenstände
auch so beschädigt werden, dass Teile hiervon herabfallen und die Reinigungsfachkraft
selber gefährden. Nachteilig ist zum anderen, dass sie von Hand oder per Stielbewegung
entriegeln und ggf. den verunreinigten Moppbezug von Hand aufnehmen muß.
[0010] Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, diesen Nachteil zu vermeiden und eine
entsprechende Lösevorrichtung und einen entsprechenden Moppbezughalter anzugeben,
die aufeinander bezogen konstruiert sind.
[0011] Die Aufgabe bezüglich der Lösevorrichtung wird gelöst durch eine Lösevorrichtung
für lösbar arretierbare Wischerplatten eines Moppbezughalters, aufweisend einen Rahmen
mit einem, eine erste Ebene definierenden Durchgriffsbereich für einen Moppbezughalter,
einem an dem Rahmen angeordneten Anschlag für die Wischerplatten, und ist dadurch
gekennzeichnet, dass sie einen am Rahmen angeordneten Drehpunktauflagebereich aufweist,
wobei Anschlag und Drehpunktauflagebereich in einer, die erste Ebene schneidenden,
zweiten Ebene liegend sind.
[0012] Die erfindungsgemäße Lösevorrichtung weist einen Rahmen auf, der als offener oder
geschlossener Rahmen, als Drahtgitterrahmen, als Rahmen aus flächigen Elementen oder
anderweitig ausgebildet sein kann. Dem Rahmen zugeordnet sind ein Anschlag und ein
Drehpunktauflagebereich sowie ein Durchgriffsbereich. Letzter dient dazu, eine Moppbezughalter
in die Vorrichtung einführen zu können, um dessen arretierte Flügel dort zu lösen.
Der Durchgriffsbereich kann als eine umfänglich offene oder geschlossene Öffnung mit
kurzer oder langer axialer Ausdehnung ausgebildet sein, mithin also von einer ringförmigen
Struktur bis zu einer umfänglich offenen oder geschlossenen kanalförmigen, auch gewunden
kanalförmigen, Struktur ausgebildet sein. Dieser Durchgriffsbereich definiert eine
erste Ebene, die im Benutzungsfall der Vorrichtung parallel zum Erdboden oder gewinkelt
dazu angeordnet ist. An dem Rahmen sind zwei besondere Funktionsbereiche angeordnet,
nämlich ein Anschlag und ein Drehpunktauflagebereich, wobei beide in einer zweiten
Ebene liegen, die die erste schneidend ist. Zu dem aus dem Stand der Technik bekannten
Anschlag tritt nun erfindungsgemäß ein Drehpunktauflagebereich hinzu, der nicht wie
der Anschlag auf den Verriegelungsmechanismus der Wischerplattenflügel einwirkt sondern
einen Bereich darstellt, in oder an dem ein Stiel auflegbar ist, um so einen Dreh-
und einen Wirkbereich zu verwirklichen. Damit die eingangs geschilderte negative lineare
Bewegung des Stiels nach oben unterbleiben kann, liegen beide erfindungsgemäßen Bereiche
in einer zweiten Ebene, die die erste Ebene schneidet, sind also mit jeweils unterschiedlichem
Abstand zu dieser ersten Ebene angeordnet. Hierdurch wird eine nicht rein vertikale
Stellung des Stiels während des Lösevorganges erreicht, so dass dieser eine Bewegung
mit einer horizontalen Komponente ausführt, insbesondere um einen Drehpunkt nach Art
eines Hebels verschwenkbar ist. Der Drehpunkt kann erfindungsgemäß ein punktförmiger,
ein linienförmiger oder ein flächiger Bereich sein, unter Punkt wird daher kein mathematischer
Punkt verstanden. Der Drehpunktbereich kann erfindungsgemäß außerhalb des Durchtrittsbereichs
angeordnet sein, gleiches gilt für den Anschlag. Die durch Wahl der Lage von Anschlag
und Drehpunktbereich zueinander festgelegte, für einen eingeführten Moppbezughalter
erzeugte Schrägstellung reicht erfindungsgemäß von annähernd senkrecht zu einem Fußboden
zu nach oben gewinkelt, über parallel zu einem Fußboden bis hin zu 45° in Richtung
auf den Fußboden nach unten gewinkelt, so dass in diesem Fall die Wischerplatte oberhalb
des mit seinem freien Ende in Richtung auf den Fußboden weisenden Stiels befindlich
ist. Bevorzugt ist aus Platz- und Handhabungsgründen ein zwischen 5° und 45° nach
oben zeigender Winkel des Stiels in Betriebsposition. Das Lösen der Verriegelung erfolgt
daher erfindungsgemäß nicht mehr durch eine lineare Bewegung des Moppbezughalters
nach oben gegen einen Anschlag sondern durch ein Verschwenken um einen Drehpunkt gegen
einen Anschlag. Hierdurch wird mit großem Vorteil der für die Entriegelung erforderliche
Bewegungsraum deutlich reduziert, die geschilderten Höhen werden nicht erreicht, die
Gefahren werden vermieden.
[0013] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Rahmen gebildet ist durch
einen ringförmigen Draht, der vorzugsweise als gerundete Rechteckform ausgebildet
ist, wobei der Rahmen eine Einführöffnung des Durchgriffsbereichs bildend und begrenzend
ist. Der Draht besteht dabei bevorzugt aus Edelstahl oder einem hochlegierten, nicht
rostenden Stahl, er kann jedoch auch aus Kunststoff gefertigt sein. Der Draht weist
nicht zwingend eine runde Querschnittsfläche auf, diese kann oval, ellipsoid oder
polygon sein. Die gerundete Rechteckform wird bevorzugt, da diese in ihrer Form derjenigen
der Wischerplatten entspricht und aufgrund der Rundungen eine leichte und vollständige
Reinigbarkeit der Vorrichtung ermöglicht wird. Aus diesem Grund sind auch gerundete
Querschnitte des Drahtes bevorzugt. Bevorzugt bildet der Rahmen eine Einführöffnung
des Durchgriffsbereichs und begrenzt diese. Durch diese Einführöffnung führt ein Benutzer
im Benutzungsfall einen Mopphalter ein, die Einführöffnung begrenzt und führt damit
dessen Bewegungen. Der erfindungsgemäße Durchgriffsbereich muss keine solche umfangsgeschlossene
Einführöffnung aufweisen, er könnte wie bereits geschildert auch mit einem geöffneten
Umfang ausgebildet sein, beispielsweise als Halboval, als Viertelkreis oder auch eine
horizontal geneigte V-förmige Verbindung zwischen Anschlag und Drehpunktbereich darstellen.
[0014] Ragt der Anschlag in den Durchgriffsbereich hinein und sind bevorzugt Anschlag und
Drehpunktauflagebereich in Betriebsposition unterhalb der Einführöffnung angeordnet,
so wird mit Vorteil eine sichere Führung eines eingeführten Moppbezughalters erreicht,
gleichzeitig wird somit Vorteil ermöglicht, dass ein von einer gelösten Wischerplatte
rutschender Moppbezug bereits in Richtung auf einen sich in Betriebsposition unterhalb
der Vorrichtung befindenden Sammelbehälter bewegt ist und daher sicher in dieses gelangen
kann. Erfindungsgemäß wäre auch, beispielsweise den Drehpunktauflagebereich oberhalb
und den Anschlag unterhalb der Einführöffnung anzuordnen. Erfindungsgemäß wäre auch
eine Anordnung, bei der beide oberhalb der Einführöffnung angeordnet sind. In diesem
Fall würde sich ein Moppbezughalter komplett oberhalb der Vorrichtung befinden. Hierbei
kann der Anschlag weiter als der Drehpunktbereich von der Einführöffnung vertikal
beabstandet sein oder umgekehrt. In beiden Fällen schneidet deren gemeinsame Ebene
die erste Ebene. Unter Hineinragen wird also allgemein verstanden, dass der Anschlag
innerhalb eines Bereiches liegt, der von der Öffnungsfläche der Einführöffnung überstrichen
wird, wenn diese gedanklich vertikal nach oben oder unten bewegt wird.
[0015] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Anschlag eine zur ersten
Ebene parallel verlaufende Anschlagkante aufweist.
[0016] Eine solche parallel verlaufende Anschlagkante hat den Vorteil, dass ein Benutzer
seinen Moppbezughalter nicht exakt positionieren muss. Selbst bei ungenauer Positionierung
zum Anschlag ist die Anschlagkante noch immer so lang, dass sie den Verriegelungsmechanismus
des eingeführten Moppbezughalters kontaktieren und lösen kann.
[0017] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Drehpunktauflagebereich in
den Draht eingeformt und der Anschlag an den Draht angeformt sind und/oder wobei sie
jeweils in einem Mittenbereich zweier gegenüberliegender Seiten des ringförmigen Drahtes
angeordnet sind. Unter eingeformt wird dabei verstanden, dass der Drehpunkt durch
den Draht selber bzw. dessen Verlauf gebildet wird, dieser also eine entsprechende
Krümmung nach unten oder nach oben aufweist. Unter angeformt versteht die Erfindung,
dass der Anschlag nicht unmittelbar aus dem Draht des Rahmens selber gebogen sondern
vielmehr durch ein vorzugsweise stoffschlüssig mit dem Draht verbundenen Körper besteht.
Hierbei sind die Materialien von Körper und Draht identisch, der Körper ist vorzugsweise
ein gleichdimensionierter Draht. Durch die Anordnung von Anschlag und Drehpunktbereich
jeweils in einem Mittenbereich zweier gegenüberliegender Seiten des ringförmigen Drahtes
steht einem Benutzer die gesamte Breite der Einführöffnung zur Verfügung.
[0018] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass an dem ringförmigen Draht ein
erster Kontaktbereich und ein zweiter Kontaktbereich angeformt sind, wobei der Anschlag
zwischen dem ersten und dem zweiten Kontaktbereich angeordnet ist. Hierdurch können
mit Vorteil mit der erfindungsgemäßen Lösevorrichtung auch bekannte, nicht gesondert
auf die Lösevorrichtung abgestimmte, Moppbezughalter verwendet werden, da diese oftmals
auf einer Flügelseite angeordnete Arretiervorrichtung aufweisen, die dann durch ersten
oder zweiten Kontaktbereich lösend kontaktierbar sind.
[0019] Hierzu ist auch vorgesehen, dass erster und zweiter Kontaktbereich einen anderen
vertikalen und horizontalen Abstand zum Drehpunktbereich aufweisen als der Anschlag.
Insbesondere sind sie weiter beabstandet zu der Öffnungsfläche, da so ein Benutzer
eine tiefere Anschlagfläche nutzen und den Stiel nicht so hoch über die Lösevorrichtung
anheben muss.
[0020] Weist die Vorrichtung einen zweiten ringförmigen Draht auf, der in einer Ebene beabstandet
parallel zum ersten ringförmigen Draht angeordnet und mit diesem verbunden ausgebildet
ist, wobei der zweite ringförmige Draht einen anderen, insbesondere größeren Durchmesser
als der erste aufweist. Hierdurch kann die Vorrichtung auf am Reinigungswagen vorhandene
und horizontal verlaufende Distanz- oder Auflagebügel aufgelegt und damit an diesem
gehaltert werden, ohne dass die Funktionalität beeinträchtigt wäre. Unter größerem
Durchmesser wird erfindungsgemäß auch verstanden, dass der zweite ringförmige Draht
eine größere Öffnungsfläche einschließt als der erste. Zusätzliche Befestigungsmittel
wie Schrauben, Eingriffe und Eingriffsmittel, Clips und dergleichen werden vermieden.
Dies reduziert den konstruktiven Aufwand, verringert die Oberflächen und damit die
Verschmutzungsanfälligkeit und erhöht die Reinigungsfähigkeit der Vorrichtung. Gleichzeitig
wird so ein unbeabsichtigtes Lösen von einem Reinigungswagen vermieden, ein Benutzer
muss die erfindungsgemäße Vorrichtung vielmehr bewusst nach oben von diesem abheben.
[0021] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass sie Anformungen zur lösbaren
Befestigung eines Aufnahmebehälters für benutzte Moppbezüge aufweist. Hierdurch werden
Fehlabwürfe benutzter Moppbezüge neben den Sammelbehälter praktisch ausgeschlossen,
der Aufnahmebehälter ist wechselbar, ohne die Lösevorrichtung bewegen zu müssen.
[0022] Die Aufgabe bezüglich des Moppbezughalters wird gelöst durch einen Moppbezughalter,
aufweisend eine Stielaufnahme, eine Wischerplatte, eine Gelenkverbindung, angeordnet
zwischen Stielaufnahme und Wischerplatte, wobei die Wischerplatte zwei verriegelbar
klappbare Flügel aufweist, wobei eine auf die Flügel wirkende Verriegelungsvorrichtung
vorgesehen ist, wobei die Flügel zueinander gleichdimensioniert ausgebildet sind und
die Verriegelungsvorrichtung zwischen beiden Flügeln im Bereich der Gelenkverbindung
an einer vorderen Kante der Wischerplatte angeordnet und so ausgebildet ist, dass
sie von dieser Kante her vollständig betätigbar ist. Durch Verlegung der einzigen
und vollständigen Betätigungsmöglichkeit der Verriegelungsvorrichtung in die Mitte
zwischen die beiden Flügel in Wischrichtung gesehen vor die Gelenkverbindung ist diese
durch den von dieser Seite her einwirkenden Anschlag der ebenfalls erfindungsgemäßen
Lösevorrichtung besonders einfach zugänglich und betätigbar. Gleichzeitig können beide
Flügel so gleichdimensionert sein, was konstruktiv einfacher ist als die aus dem Stand
der Technik bekannten, asymmetrischen langen und kurzen Flügel. Die Verriegelungsvorrichtung
kann hierzu alle denkbaren Betätigungseinrichtungen aufweisen, die über Druck von
dieser Seite her vollständig betätigbar sind. Hierzu zählen Druckknöpfe, Taster, Raster,
Schwenkhebel und ähnliches mehr. Erfindungsgemäß ist eine Schwenkachse in etwa parallel
zu der vorderen Kante der Wischerplatte verlaufend, so dass die Schwenkbewegung eines
Betätigungshebels in etwa bogenförmig zwischen dieser Kante und dem Stiel erfolgend
ist. Entscheidend ist, dass eine Betätigung der Betätigungseinrichtung vollständig
von der Vorderseite der Wischerplatte her erfolgend ist, also im Benutzungsfall von
derjenigen Seite, die auf der vom Benutzer abgewandten Seite des Stiels liegend ist.
Dies stellt zwar eine Benachteiligung einer per Hand oder Fuß erfolgenden Betätigung
des Betätigungshebels dar, da ein Benutzer um den Stiel herum greifen müßte, jedoch
ist dies erfindungsgemäß gerade gewollt, um eine solche nachteilige händische Betätigung
zu verhindern und eine mechanische Betätigung zu erleichtern.
[0023] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Verriegelungsvorrichtung
auf beide Flügel einwirkend ist und einen schwenkbaren Betätigungshebel aufweist,
insbesondere einen von der Gelenkverbindung weg schwenkbaren Betätigungshebel. Ein
solcher Betätigungshebel hat den Vorteil, dass er im Notfall auch von einem Benutzer
von Hand oder mit dem Fuß leicht betätigbar ist, was bei Rast- oder Tastknöpfen schwieriger
ist. Die Schwenkrichtung weg vom Gelenk ist besonders vorteilhaft im Hinblick auf
die erfindungsgemäße Lösevorrichtung, in der der eingesetzte Moppbezughalter eine
Drehbewegung um den Drehpunktbereich ausführt, so dass sich der Betätigungshebel an
den Anschlag anlegt, der diesen dann betätigt. Damit bildet der Stiel den Kraftarm
und der Bereich des Moppbezughalters zwischen Auflagepunkt am Drehpunktbereich und
dem Betätigungshebel den Lastarm. Wie bereits geschildert, kann durch geeignete Wahl
des horizontalen Abstandes von Anschlag und Drehpunktbereich zueinander die von einem
Benutzer aufzubringende Hebelkraft vorgewählt werden, also eher gering gehalten werden,
da der Kraftarm wesentlich länger als der Lastarm sein wird. Durch geeignete Wahl
des vertikalen Abstandes wird die Orientierung des Stiels im Raum festgelegt, also
dessen Schräglage zum Boden.
[0024] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Betätigungshebel auf mindestens
ein Formschlusselement wirkend ist, wobei das mindestens eine Formschlusselement flügelseitige
Gegenelemente arretierend ist. Dies stellt eine konstruktiv einfache und wirkungsvolle
Kraftübertragung dar, wobei die in Eingriff bzw. aus dem Eingriff zu bringenden Formschlusselemente
bevorzugt eine flächige Ausgestaltung aufweisen, um die Kontaktfläche möglichst groß
zu gestalten. Als Formschlusselemente und Gegenelemente kommen erfindungsgemäß Anschlag/Anschlag,
Übergriff/Umgriff, Eingriff/Eingriffsöffnung, Durchgriff/Durchgriffsöffnung, Kugelkopf/Kugelpfanne
und anderes mehr in Betracht.
[0025] Bevorzugt ist, das Formschlusselement und das flügelseitiges Gegenelement aufeinander
zuweisende Anschlagflächen aufweisen, was mit Vorteil zwei Schwenkbewegungen erlaubt
und konstruktiv besonders einfach ist.
[0026] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Gegenelement Abstützflächen
aufweist, wobei die Abstützflächen sich auf einem Mittelteil der Wischerplatte abstützend
sind und wobei das Mittelteil die Gelenkverbindung und den Betätigungshebel tragend
ist. Diese konstruktiv einfache Ausgestaltung der Wischerplatte stellt mit dem Mittelteil
eine stabile und starre Trägerplattform zur Verfügung, die das Gelenk, den Verriegelungsmechanismus
mit Betätigungshebel tragen und gleichzeitig ein Widerlager für die Flügel bilden
kann, die sich im arretierten Zustand an ihr abstützen.
[0027] In Weiterbildung des Moppbezughalters ist vorgesehen, dass an einem Flügel wenigstens
ein Vorsprung angeordnet ist, wobei dieser Vorsprung von einer, durch den Flügel definierten
Ebene in einem Winkel ungleich 90° weg weisend ist. Die erfindungsgemäße Wischerplatte
ist flächig ausgebildet, so dass sie im Benutzungsfall eine hohe Flächenpressung auf
einen aufgespannten Moppbezug ausübt, indem sie dort flächig anliegt. Der wenigstens
eine Vorsprung pro Flügel, der bevorzugt nicht senkrecht von der Wischerplatte sondern
unter einem Winkel ungleich 90° weg ragend ist, führt im Benutzungsfall bei einer
pressenden Bewegung des erfindungsgemäßen Mopphalters in Richtung auf einen aufgezogenen
Moppbezug neben der Flächenpressung durch die Fläche von Flügeln und Mittelteil der
Wischerplatte auch zu einem dazu gewinkelten Druck über die Vorsprünge, der mit Vorteil
ein Verschieben des Moppbezuges unter die Wischerplatte während einer Wischbewegung
und damit eine relative Lageveränderung von Moppbezug zu Moppbezughalter verhindert.
Erfindungsgemäß reicht ein einziger, entsprechend gewinkelt angeordneter Vorsprung
aus, insbesondere, wenn er in einem Randbereich entlang einer in Wischrichtung gesehen,
vorderen Kante des Flügels sich erstreckend ist. Bevorzugt werden jedoch zwei derartige
Vorsprünge, um den erfindungsgemäßen Moppbezughalter in jeder Wischrichtung einsetzen
zu können.
[0028] Mit großem Vorteil ist wenigstens ein weiterer Vorsprung vorgesehen, der in etwa
orthogonal zum ersten Vorsprung verlaufend ist. Dieser zweite Vorsprung ist bevorzugt
durch einen Abschnitt des Gegenelements gebildet. Hierdurch werden die zuvor beschriebenen
Vorteile des wenigstens einen Vorsprunges eines Flügels bezüglich des Festhalten des
Moppbezuges noch weiter verbessert, indem der Moppbezug nun sowohl in seiner Längsrichtung
als auch quer dazu bei Einsatzbedingungen gehalten wird. Ein Verrutschen ist somit
so gut wie ausgeschlossen.
[0029] Schließlich betrifft die Erfindung auch ein System aufweisend wenigstens eine Lösevorrichtung
und wenigstens einen Moppbezughalter jeweils wie zuvor beschrieben.
[0030] Die Erfindung wird nun anhand der folgenden Figuren erläutert, wobei
- Fig. 1:
- die Vorrichtung mit eingeführter Wischerplatte,
- Fig. 2:
- die Vorrichtung angeordnet an einem Reingungssystemwagen,
- Fig. 3:
- eine Ansicht des erfindungsgemäßen Moppbezughalters mit arretierten Flügeln,
- Fig. 4:
- diesen mit sich lösenden Flügeln und
- Fig. 5:
- diesen mit vollständig gelösten Flügeln.
[0031] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Lösevorrichtung 1 mit eingesetzter Wischerplatte 2, die
zu einem nicht vollständig dargestellten Moppbezughalter 3 gehört. Die Lösevorrichtung
1 weist einen Rahmen 4 auf, der einen Durchgriffsbereich 5 zu einer Seite hin begrenzt.
Der Rahmen 4 ist hier als Drahtrahmen aus einem Edelstahldraht gefertigt, wobei sämtliche
Ecken gerundet ausgebildet sind. Der Rahmen 4 definiert eine erste Ebene und schließt
in sich eine Einführöffnung 9 ein. An dem Rahmen 4 angeordnet ist ein Anschlag 6 für
die Wischerplatte 2, die hier in Eingriff mit diesem Anschlag 6 dargestellt ist. Der
Anschlag 6 ragt in den Durchgriffsbereich 5 hinein, mit anderen Worten befindet er
sich innerhalb desjenigen Bereichs, dem eine gedanklich nach unten verschobene Einführöffnung
9 überstreichen würde. Der Anschlag 6 weist eine Anschlagkante 13 auf und ist hier
als am Rahmen 4 angeformter Drahtbügel ausgebildet. Die Anformung besteht dabei vorzugsweise
aus einer Schweißung. Dieser Anschlag 6 mit Anschlagkante 13 ist in einem Mittenbereich
10 einer ersten Seite 11 des Rahmens 4 angeordnet. Die Einführöffnung 9 weist einen
in etwa rechteckigen Querschnitt auf und ist somit an die rechteckige Form der Wischerplatte
2 angepasst. Auf der gegenüberliegenden Seite 11 ist, ebenfalls in einem Mittenbereich
10, ein Drehpunktauflagebereich 7 angeordnet, der in diesem Fall in den Rahmen 4 eingeformt
ist, nämlich als eine nach unten weisende Wölbung. Gut zu erkennen ist das erfindungsgemäße
Prinzip, wonach das Lösen der später noch näher erläuterten Verriegelungsvorrichtung
22 nicht durch eine lineare Bewegung des Moppbezughalters erfolgt, sondern vielmehr
durch dessen Schwenk- oder Drehbewegung um diesen Drehpunktauflagebereich 7. Hierdurch
wird eine lineare nach oben gerichtete Bewegung des Mopphalters vermieden, wie sie
aus dem Stand der Technik bekannt ist. Vielmehr ragt der Stiel des Moppbezughalters
3 nun schräg nach oben. Bei dieser Ausführungsform sind Anschlag 6 und Drehpunktauflagebereich
7 unterhalb der Ebene und damit auch unterhalb der Einführöffnung 9 angeordnet. Dies
ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Insbesondere könnte der Drehpunktauflagebereich
7 auch als nach oben gerichtete, in etwa umgekehrt W-förmig verlaufende, Anformung
ausgebildet sein. Der Erfindung kommt es vor allen Dingen darauf an, dass Anschlag
6 und Drehpunktauflagebereich 7 in einer gemeinsamen zweiten Ebene liegen, die die
erste Ebene schneidet und somit nicht parallel zu dieser ausgebildet ist. Ob einer
oder beide der genannten Kontaktpunkte zu dem Moppbezughalter oberhalb oder unterhalb
oder einer oberhalb und der andere unterhalb der ersten Ebene liegen, ist zunächst
nicht von Belang.
Fig. 1 zeigt weiterhin, dass ein zweiter Ringförmiger Draht 17 vorgesehen ist, der eine
größere Einführöffnung 9' aufweist, als die des ersten ringförmigen Drahts. Beide
sind zueinander parallel orientiert und mittels mehrerer Verbindungsabschnitte 30
miteinander verbunden. Diese stellen den Übergang von dem kleineren zu dem größeren
ringförmigen Draht her. Figur 1 zeigt weiterhin einen ersten Kontaktbereich 14 und
einen zweiten Kontaktbereich 15, die ebenfalls in den Durchgriffsbereich 5 hineinragen,
jedoch weniger stark als der Anschlag 6. Diese dienen dazu, anders gestaltete, insbesondere
die aus dem Stand der Technik bekannten, Moppbezughalter mit dieser Vorrichtung ebenfalls
lösen zu können. Wie bereits beschrieben, befindet sich der Betätigungshebel 23 der
Verriegelungsvorrichtung 22 bereits in Eingriff mit dem Anschlag 6 bzw. dessen Anschlagkante
13. Diese Anschlagkante 13 ist deutlich länger als der Betätigungshebel 23 selber
ausgebildet, um einem Benutzer auch bei ungenau eingeführtem Moppbezughalter stets
ein sicheres Entriegeln der Verriegelungsvorrichtung 22 zu ermöglichen.
[0032] Fig. 2 zeigt die im Benutzungsfall an einem Reinigungssystemwagen 31 angeordnete Lösevorrichtung
1. Zu erkennen ist, dass sich unterhalb der Lösevorrichtung 1 ein Aufnahmebehälter
32 für herabfallende Moppbezüge befindet. Anstelle des dargestellten festen Behälters
kann an der Lösevorrichtung 1 auch ein flexibler Behälter wie beispielsweise ein Wäschesack
angehängt sein. Zu erkennen ist, dass die Verbindungsabschnitte 30 auf einem Holm
des Reinigungssystemwagens 31 aufliegen, was durch die konische Form der Vorrichtung
ermöglicht wird. Anformungen 16 dienen zum einen zum Befestigen eines solchen lösbaren
Aufnahmebehälters als auch dazu, die Vorrichtung auf dem Holm weiter abzustützen bzw.
an diesen anzuliegen. Die erfindungsgemäße Lösevorrichtung 1 kann von einem Benutzer
nur nach oben von dem Reinigungssystemwagen 31 entnommen werden, was deren unbeabsichtigtes
Entfernen oder Verrutschen verhindert. Gleichzeitig sind keinerlei Befestigungsmittel
erforderlich, um die erfindungsgemäße Lösevorrichtung 1 an dem Systemwagen 31 zu befestigen.
[0033] Fig. 3 zeigt eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Moppbezughalters mit arretierten Flügeln.
Dargestellt ist nicht ein vollständiger Moppbezughalter 3, lediglich dessen Wischerplatte
2 mit zwei gleich dimensionierten klappbaren Flügeln 21, einer Gelenkverbindung 19
einem Betätigungshebel 23 sowie einer Stielaufnahme 33, in der ein nicht dargestellter
Stiel aufgenommen wird, sind dargestellt. Zu erkennen ist, dass die Verriegelungsvorrichtung
22 zwischen beiden Flügeln 21 vor der Gelenkverbindung 19, mithin an einer vorderen
Kante 24, angeordnet und dort betätigbar ist. Der Erfindung kommt es insbesondere
auf die Betätigbarkeit der Verriegelungsvorrichtung 22 an, diese kann prinzipiell
auch an anderer Stelle angeordnet sein, solange sie nur von dieser Seite des Moppbezughalters
an dieser Stelle betätigbar ist. Wie zu den anderen Figuren noch näher erläutert werden
wird, hat das Mittelteil 29 eine konstruktiv wichtige Stellung innerhalb des erfindungsgemäßen
Moppbezughalters 3.
Fig. 3 zeigt die beiden klappbaren Flügel 21 in arretierter Stellung. Diese sind mit je
zwei Drehachsen 34 an dem Mittelteil 29 drehbar gelagert. Das Mittelteil 29 bietet
zunächst mit der Halterung 35 eine wischerplattenseitige Halterung für die Gelenkverbindung
19, die Verriegelungsvorrichtung 22 ist ebenfalls an dieser Halterung 35 angeordnet
und drehbar mit dieser verbunden. Gleiches gilt für den Betätigungshebel 23. Die Flügel
21 weisen auf ihrer zur Mittelteil 29 weisenden Seite eine im Querschnitt etwa V-förmige
Aufwölbung 36 auf.
[0034] Fig. 4 zeigt den Zustand des erfindungsgemäßen Moppbezughalters 3 während des Lösevorgangs.
Zu erkennen ist, dass der Betätigungshebel 23 nach unten, in Richtung auf die Flügel
21 verschwenkt wurde. Der Betätigungshebel 23 ist zusammen mit der Gelenkverbindung
19 um eine Drehachse 37 an der Halterung 35 drehbar gelagert und endet in zwei Formschlusselementen
25. Diese sind hier durch eine Drehbewegung um die Drehachse 37 außer Eingriff gebracht
worden, mit den in Figur 5 besser zu erkennenden Gegenelementen 26 der klappbaren
Flügel 21. Diese sind bereits ein wenig aus der durch das Mittelteil 29 definierten
Ebene heraus verschwenkt, die Aufwölbungen 36 sind angehoben. Auf dem linken Flügel
21 ist die Abstützfläche 28 der Aufwölbung 36 zu erkennen, auch die des rechten Flügels
21.
[0035] Fig. 5 zeigt die vollständig gelöste Wischerplatte 2 mit abgeklappten Flügeln 21. Zu erkennen
ist, dass die Aufwölbungen 36 an ihren freien Enden jeweils zwei Abstützflächen 28
tragen, die im verriegelten Zustand auf der Mittelplatte 29 abstützend sind. Zu erkennen
ist weiter eine Ausnehmung 38 in der Aufwölbung 36, die ein Gegenelement 26 zur Verfügung
stellt, nämlich eine Anschlagfläche 27. Auf diese Anschlagfläche 27 wirkt von oben
das Formschlusselement 25 der Verriegelungsvorrichtung 22 ein, wie insbesondere
Fig. 3, rechter Flügel, zu entnehmen ist.
Fig. 5 zeigt auch die Vorsprünge 41 und 42, die beide unter die Ebene 40 des Flügels 21
ragend endend sind und von denen zumindest der erste bevorzugt in einem Winkel ungleich
90° weg weisend ist. Der zweite Vorsprung 42 ist in etwa orthogonal zum ersten Vorsprung
41 verlaufend und gebildet durch einen Abschnitt in der Gegenfläche, des Verriegelungsmechanismus
des Flügels 21. Es ist dies derjenige Abschnitt des rechts dargestellten Flügels im
Bereich von dessen Gegenelement 26 der etwa in der Mitte derjenigen Schmalseite des
Flügels 21 befindlich ist, die in Richtung des Mittelteils 29 zeigt und die unter
dem Haltesteg für die Gelenkverbindung 19 in Richtung der zentralen Öffnung des Mittelteils
29 weist. Die Vorsprünge 41 sind hier als Sicken dargestellt, können erfindungsgemäß
aber auch einfach freigestellte Umbiegungen sein. Vorsprung 42 ist in jedem Fall eine
solche Umbiegung.
[0036] Die erfindungsgemäße Lösevorrichtung 1 und der erfindungsgemäße Moppbezughalter 3
bilden zusammen ein hocheffizientes und betriebssicheres System, welches darüber hinaus
auch noch besonders benutzerfreundlich ist.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0037]
- 1
- Lösevorrichtung
- 2
- Wischerplatte
- 3
- Moppbezughalter
- 4
- Rahmen
- 5
- Durchgriffsbereich
- 6
- Anschlag
- 7
- Drehpunktauflagebereich
- 8
- Draht
- 9
- Einführöffnung
- 10
- Mittenbereich
- 11
- Gegenüberliegende Seiten
- 12
- Drahtbügelabschnitt
- 13
- Anschlagkante
- 14
- Erster Kontaktbereich
- 15
- Zweiter Kontaktbereich
- 16
- Anformungen
- 17
- zweiter ringförmiger Draht
- 18
- Durchmesser
- 19
- Gelenkverbindung
- 20
-
- 21
- klappbarer Flügel
- 22
- Verriegelungsvorrichtung
- 23
- Betätigungshebel
- 24
- Kante
- 25
- Formschlußelement
- 26
- Gegenelement
- 27
- Anschlagfläche
- 28
- Abstützfläche
- 29
- Mittelteil
- 30
- Verbindungsabschnitt
- 31
- Reinigungssystemwagen
- 32
- Aufnahmebehälter
- 33
- Stielaufnahme
- 34
- Drehachse
- 35
- Halterung
- 36
- Aufwölbung
- 37
- Drehachse
- 38
- Ausnehmung
- 39
- Mopphalteabschnitt
- 40
- Ebene
- 41
- Vorsprung
- 42
- Vorsprung
1. Lösevorrichtung (1) für lösbar arretierbare Wischerplatten (2) eines Moppbezughalters
(3), aufweisend einen Rahmen (4) mit einem, eine erste Ebene definierenden Durchgriffsbereich
(5) für den Moppbezughalter (3), einem an dem Rahmen (4) angeordneten Anschlag (6)
für die Wischerplatten (2), dadurch gekennzeichnet, dass sie einen am Rahmen (4) angeordneten Drehpunktauflagebereich (7) aufweist, wobei
Anschlag (6) und Drehpunktauflagebereich (7) in einer, die erste Ebene schneidenden,
zweiten Ebene liegend sind.
2. Lösevorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (4) gebildet ist durch einen ringförmigen Draht (8), der vorzugsweise
als gerundete Rechteckform ausgebildet ist, wobei der Rahmen (4) eine Einführöffnung
(9) des Durchgriffsbereichs (5) bildend und begrenzend ist.
3. Lösevorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Anschlag (6) in den Durchgriffsbereich hineinragend ist, bevorzugt, dasss dabei der
Anschlag (6) und der Drehpunktauflagebereich (7) in Betriebsposition unterhalb der
Einführöffnung (9) angeordnet sind.
4. Lösevorrichtung (1) gemäß Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (6) eine zur ersten Ebene parallel verlaufende Anschlagkante (13) aufweist.
5. Lösevorrichtung (1) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehpunktauflagebereich (7) in den Draht (8) eingeformt und der Anschlag (6)
an den Draht (8) angeformt sind, und/oder wobei sie jeweils in einem Mittenbereich
(10) zweier gegenüberliegender Seiten (11) des ringförmigen Drahtes (8) angeordnet
sind.
6. Lösevorrichtung (1) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem ringförmigen Draht (7) ein erster Kontaktbereich (14) und ein zweiter Kontaktbereich
(15) angeformt sind, wobei der Anschlag (6) zwischen dem ersten Kontaktbereich (14)
und dem zweiten Kontaktbereich (15) angeordnet ist.
7. Lösevorrichtung (1) gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass erster und zweiter Kontaktbereich (14, 15) einen anderen vertikalen und horizontalen
Abstand zum Drehpunkt (7) aufweisen als der Anschlag (6).
8. Lösevorrichtung (1) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen zweiten ringförmigen Draht (17) aufweist, der in einer Ebene beabstandet
parallel zum ersten ringförmigen Draht (8) angeordnet und mit diesem verbunden ausgebildet
ist, wobei der zweite ringförmige Draht (17) einen anderen, insbesondere größeren,
Durchmesser (18) als der erste aufweist.
9. Lösevorrichtung (1) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie Anformungen (16) zur lösbaren Befestigung eines Aufnahmebehälters für benutzte
Moppbezüge aufweist.
10. Moppbezughalter (3), aufweisend eine Stielaufnahme (33), eine Wischerplatte (2), eine
Gelenkverbindung (19), angeordnet zwischen Stielaufnahme (33) und Wischerplatte (2),
wobei die Wischerplatte (2) zwei verriegelbar klappbare Flügel (21) aufweist, wobei
eine auf die Flügel (21) wirkende Verriegelungsvorrichtung (22) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Flügel (21) zueinander gleichdimensioniert ausgebildet sind und die Verriegelungsvorrichtung
(22) zwischen beiden Flügeln (21) im Bereich der Gelenkverbindung (19) an einer vorderen
Kante (24) der Wischerplatte (2) angeordnet und so ausgebildet ist, dass sie von dieser
Kante (24) her vollständig betätigbar ist.
11. Moppbezughalter (3) gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung (22) auf beide Flügel (21) einwirkend ist und einen
schwenkbaren Betätigungshebel (23) aufweist, insbesondere einen von der Gelenkverbindung
(19) weg schwenkbaren Betätigungshebel (23).
12. Moppbezughalter (3) gemäß Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungshebel (23) auf mindestens ein Formschlußelement (25) wirkend ist,
wobei das mindestens eine Formschlußelement (25) flügelseitige Gegenelemente (26)
arretierend ist.
13. Moppbezughalter (3) gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Formschlußelement (25) und flügelseitiges Gegenelement (26) aufeinander zuweisende
Anschlagflächen (27) aufweisen.
14. Moppbezughalter (3) gemäß einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenelement (26) Abstützflächen (28) aufweist, wobei die Abstützflächen (28)
sich auf einem Mittelteil (29) der Wischerplatte (2) abstützend sind und wobei das
Mittelteil (29) die Gelenkverbindung (19) und den Betätigungshebel (23) tragend ist.
15. Moppbezughalter (3), gemäß einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Flügel (21) wenigstens ein Vorsprung (41) angeordnet ist, wobei dieser Vorsprung
(41) von einer, durch den Flügel (21) definierten Ebene (40) in einem Winkel ungleich
90° weg weisend ist.
16. Moppbezughalter (3) gemäß einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer Vorsprung (42) vorgesehen ist, der in etwa orthogonal zum ersten Vorsprung
(41) verlaufend ist.
17. System aufweisend wenigstens eine Lösevorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis
9 und wenigstens einen Moppbezughalter (3) gemäß einem der Ansprüche 10 bis 16.