[0001] Die Erfindung betrifft eine Pressvorrichtung zum Verpressen von Lamellen zu einem
Lamellenteppich nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Es ist bekannt, Lamellenteppiche aus Holzlamellen zu bilden. Hierfür werden die an
einer Längsseite mit Leim versehenen Holzlamellen auf einen Presstisch gelegt und
mittels Druckstücken quer zu ihrer Längsrichtung gegen einen Anschlag gepresst. Da
die Druckstücke wegen Reibung und dgl. undefiniert ausfahren, müssen die einzelnen
Zylinder starr über eine Leiste miteinander verbunden (synchronisiert) werden. Auf
dem Presstisch werden üblicherweise zwei oder mehr Lamellenteppiche gleichzeitig gebildet.
Da die Lamellenteppiche häufig nicht die gleiche Breite haben, besteht bei einer starren
Leiste das Problem, dass die Druckstücke den einen Lamellenteppich mit ausreichender
Kraft gegen einen Anschlag drücken, den anderen, schmaleren Lamellenteppich hingegen
nicht mit ausreichender Kraft verpressen können.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Pressvorrichtung so
auszubilden, dass die Lamellenteppiche auch bei abweichender Breite zuverlässig von
den Druckstücken verpresst werden.
[0004] Diese Aufgabe wird bei der gattungsgemäßen Pressvorrichtung erfindungsgemäß mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0005] Bei der erfindungsgemäßen Pressvorrichtung sind die Antriebseinheiten mit der Synchronisierschiene
lösbar verbunden. Sollen die Lamellen des Lamellenteppiches verpresst werden, werden
die Antriebseinheiten und die Synchronisierschiene in Richtung auf die Lamellenteppiche
verschoben. Sobald die Druckstücke am jeweiligen Lamellenteppich zur Anlage kommen,
drücken sie ihn gegen einen Anschlag, wodurch die Lamellen innerhalb des Lamellenteppiches
fest gegeneinander verpresst werden. Sollte einer der Lamellenteppiche schmäler sein,
dann kommen die diesem Lamellenteppich zugeordneten Druckstücke noch nicht zur Anlage
an ihm, wenn die anderen Druckstücke bereits am breiteren Lamellenteppich anliegen
und ihn verpressen. Die Antriebseinheiten, deren Druckstücke noch nicht am schmaleren
Lamellenteppich zur Anlage gekommen sind, verschieben die Synchronisierschiene weiter.
Sobald die von diesen Antriebseinheiten ausgeübte Kraft auf die Synchronisierschiene
größer ist als die Haltekraft zwischen der Synchronisierschiene und den Antriebseinheiten,
deren Druckstücke am breiteren Lamellenteppich anliegen, werden diese Antriebseinheiten
von der Synchronisierschiene gelöst. Die gelösten Antriebseinheiten drücken den breiteren
Lamellenteppich weiterhin fest gegen den Anschlag, während die Antriebseinheiten,
deren Druckstücke noch nicht am schmaleren Lamellenteppich zur Anlage gekommen sind,
zusammen mit der Synchronisierschiene weiter bewegt werden. Sobald die entsprechenden
Druckstücke am schmaleren Lamellenteppich zur Anlage kommen, wird auch dieser durch
die Druckstücke fest gegen den Anschlag gepresst.
[0006] Auf diese Weise können unterschiedlich breite Lamellenteppiche einwandfrei mit der
Pressvorrichtung verpresst werden. Da die Antriebseinheiten für die Druckstücke lösbar
mit der Synchronisierschiene verbunden sind, werden diejenigen Antriebseinheiten,
deren Druckstücke bereits am breiteren Lamellenteppich anliegen, durch Überwinden
der Haltekraft von der Synchronisierschiene gelöst. Sie wird durch die anderen Antriebseinheiten
weiter in Richtung auf die Lamellenteppiche verschoben, bis auch die anderen Druckstücke
an den anderen schmaleren Lamellenteppichen zur Anlage kommen. Wenn auf dem Presstisch
mehrere unterschiedlich breite Lamellenteppiche liegen, dann werden diese Lamellenteppiche
in der beschriebenen Weise nacheinander durch die entsprechenden Druckstücke gegen
den Anschlag gedrückt. Dabei werden nacheinander diejenigen Antriebseinheiten, deren
Druckstücke bereits am Lamellenteppich anliegen, von der Synchronisierschiene gelöst.
Zum Verpressen der unterschiedlich breiten Lamellenteppiche auf dem Presstisch sind
somit keine unterschiedlichen Pressvorrichtungen erforderlich. Mit einer einzigen
Pressvorrichtung lassen sich die unterschiedlich breiten Lamellenteppiche einwandfrei
verpressen, so dass deren Lamellen fest zusammengefügt sind.
[0007] Vorteilhaft wird die Haltekraft zwischen den Antriebseinheiten und der Synchronisierschiene
durch eine Magnetkraft gebildet. Sie ist so eingestellt, dass die Antriebseinheiten,
deren Druckstücke bereits am Lamellenteppich anliegen, von der Synchronisierschiene
gelöst werden, die mit den anderen Antriebseinheiten, deren Druckstücke noch nicht
am Lamellenteppich anliegen, weitertransportiert werden.
[0008] Damit die Antriebseinheiten zuverlässig beim Pressvorrgang verschoben werden können,
ist jede Antriebseinheit mit wenigstens einer Führung versehen, die fest mit dem Druckstück
und lösbar mit der Synchronisierschiene verbunden ist.
[0009] Diese Führung der Antriebseinheiten ist vorteilhaft mittels der Haltekraft an die
Synchronisierschiene angekuppelt.
[0010] Bei einer besonders einfachen Ausbildung ist an der Führung wenigstens eine Ankerplatte
vorgesehen, die mit wenigstens einem an der Synchronisierschiene vorgesehenen Magneten
zusammenwirkt. Bleibt die Antriebseinheit stehen, weil das ihr zugeordnete Druckstück
am Lamellenteppich zur Anlage kommt, dann löst sich der Magnet der durch die anderen
Antriebseinheiten weiter verschobenen Synchronisierschiene von der Ankerplatte der
nunmehr feststehenden Antriebseinheit.
[0011] Die Ankerplatte kann selbstverständlich auch an der Synchronisierschiene und der
Magnet an der Führung der jeweiligen Antriebseinheit vorgesehen sein.
[0012] Vorteilhaft ist es, wenn der Magnet durch einen Elektromagneten gebildet wird. Der
Elektromagnet hat den Vorteil, dass einzelne Antriebseinheiten deaktiviert werden
können. Anstelle eines Elektromagneten kann auch ein Dauermagnet eingesetzt werden,
der ebenfalls ermöglicht, dass die Synchronisierschiene von den nicht mehr weiterbewegten
Antriebseinheiten abgekuppelt werden kann.
[0013] Die Antriebseinheiten sind außer mit der Führung auch mit jeweils wenigstens einem
Zylinder versehen, in dem eine mit dem Druckstück verbundene Kolbenstange verschiebbar
gelagert ist. Mit ihr lassen sich die Druckstücke einwandfrei beim Pressvorgang verschieben.
[0014] Vorteilhaft sind alle Antriebseinheiten an eine gemeinsame Druckquelle angeschlossen.
Dadurch ist eine sehr einfache Betätigung der Antriebseinheiten möglich.
[0015] Vorteilhaft sind die Antriebseinheiten mit Pneumaktik- oder Hydraulikzylindern versehen.
[0016] Die Antriebseinheiten und die Synchronisierschiene sind so vorgesehen, dass die Antriebseinheiten
eine Druckkraft auf die Synchronisierschiene ausüben. Dadurch wird die Synchronisierschiene
zuverlässig von den Antriebseinheiten mitgenommen.
[0017] Die Druckstücke liegen vorteilhaft mit geringem Abstand nebeneinander, so dass sie
unabhängig voneinander während des Pressvorganges einwandfrei verschoben werden können.
[0018] Der Anmeldungsgegenstand ergibt sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche,
sondern auch durch alle in den Zeichnungen und der Beschreibung offenbarten Angaben
und Merkmale. Sie werden, auch wenn sie nicht Gegenstand der Ansprüche sind, als erfindungswesentlich
beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik
neu sind.
[0019] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung
und den Zeichnungen.
[0020] Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- in Draufsicht eine erfindungsgemäße Pressvorrichtung, mit der Lamellenteppiche verpresst
werden,
- Fig. 2
- die Pressvorrichtung gemäß Fig. 1 in perspektivischer Darstellung von oben,
- Fig. 3
- in perspektivischer Darstellung von unten die Pressvorrichtung gemäß Fig. 1,
- Fig. 4 bis Fig. 6
- verschiedene Stellungen eines Druckstückes der erfindungsgemäßen Pressvorrichtung.
[0021] Die im Folgenden beschriebene Pressvorrichtung dient dazu, auf einem Presstisch 1
liegende Lamellenteppiche 2 gegen einen Anschlag 3 zu drücken. Die Lamellenteppiche
2 bestehen in bekannter Weise aus mit ihren Längsseiten aneinander liegenden und miteinander
verleimten Lamellen 4, die vorzugsweise aus Holz bestehen. Auf dem Presstisch 1 werden
nebeneinanderliegend mehrere Lamellenteppiche 2 gegen den gemeinsamen Anschlag 3 gedrückt.
Hierfür ist eine Pressvorrichtung 5 vorgesehen, die nebeneinander liegende plattenförmige
Druckstücke 6 aufweist. Sie greifen an den vom Anschlag 3 abgewandten Enden der Lammellenteppiche
2 an und drücken diese gegen den Anschlag 3.
[0022] Die Pressvorrichtung 5 hat eine eine Synchronisierschiene bildende Schiene 7, die
sich über die Länge der Pressvorrichtung 5 erstreckt. Die Schiene 7 hat im Ausführungsbeispiel
L-förmigen Querschnitt, kann aber auch jede andere Querschnittsausbildung haben. Die
Schiene 7 ist auf Führungen 8 gelagert, die über die Länge der Schiene 7 verteilt
angeordnet sind. Sie liegen parallel zueinander und können jede geeignete Querschnittsform
haben.
[0023] Die Führungen 8 sitzen jeweils auf einer Konsole 9. Wie die Zeichnungen zeigen, sind
die Konsolen 9 vorteilhaft gleich ausgebildet und haben beispielsweise Dreieckform.
[0024] An der den Druckstücken 6 zugewandten Seite der Konsolen 9 sind senkrecht zur Schiene
7 sich erstreckende Führungsplatten 10 befestigt, durch welche Zylinder 11 von Antriebseinheiten
12 ragen, mit denen die Druckstücke 6 betätigt werden. Durch die Führungsplatten 10
erstrecken sich außerdem Führungen13, die vorteilhaft Rundführungen sind. Die Führungen
13 erstrecken sich parallel zueinander sowie parallel zu den Führungen 8 für die Schiene
7. Für jedes Druckstück 6 ist eine Führung 13 vorgesehen, die mit ihrem einen Ende
an einer Ankerplatte 14 und mit ihrem anderen Ende an einer Druckplatte 15 befestigt
ist. Die Ankerplatten 14 stehen senkrecht von den Führungen 13 ab und erstrecken sich
von den Führungen 13 aus aufwärts in Richtung auf die Schiene 7. Die Druckplatten
15 untergreifen mit einer an ihrem unteren Rand quer abstehenden Leiste 15a an dem
von den Lamellenteppichen 2 abgewandten Enden die Druckstücke 6, die vorteilhaft auf
die Leisten 15a geschraubt sind. Die Druckplatten 15 erstrecken sich von den Druckstücken
6 aus aufwärts. Wie aus Fig. 1 hervorgeht, sind die aufwärts sich erstreckenden Druckplatten
15 schmaler als die Druckstücke 6. Die Druckplatten 15 können selbstverständlich auch
gleiche Breite wie die Druckstücke 6 haben.
[0025] Die Führungen 13 sind in den Führungsplatten 10 geführt, so dass die Druckstücke
6 zuverlässig beim Pressvorgang verschoben werden können.
[0026] Die Führungsplatten 10 liegen parallel zu den Druckplatten 15 und den Ankerplatten
14. Wie aus den Fig. 2 und 4 bis 6 hervorgeht, liegen die Führungen 8 für die Schiene
7 im Bereich oberhalb der Führungsplatten 10.
[0027] Die Zylinder 11 der Antriebseinheiten 12 sind an den Führungsplatten 10 befestigt.
Im Ausführungsbeispiel haben die Zylinder 11 einen nach außen ragenden Flansch 16,
mit dem sie an dem den Druckstücken 6 zugewandten Ende der Führungsplatten 10 anliegend
befestigt sind. Mit einem Vorsprung 17 ragen die Zylinder 11 in jeweils eine Durchtrittsöffnung
18 derart, dass der Vorsprung 17 mit seiner Außenseite am Rand der Durchtrittsöffnung
18 anliegt. Auf diese Weise können die Zylinder 11 in einfacher Weise positionsgenau
an den Führungsplatten 10 befestigt werden.
[0028] Selbstverständlich können die Zylinder 11 der Antriebseinheiten 12 auch in jeder
anderen geeigneten Weise an den Führungsplatten 10 befestigt werden.
[0029] In den Zylindern 11 ist jeweils eine Kolbenstange 19 verschiebbar, die aus dem Zylinder
11 ragt und mit der jeweiligen Druckplatte 15 fest verbunden ist. Innerhalb des Zylinders
11 ist die Kolbenstange 19 mit einem Kolben 20 versehen, der abgedichtet im Zylinder
11 geführt ist.
[0030] Sämtliche Antriebseinheiten 12 sind an eine gemeinsame Antriebsquelle angeschlossen.
Als Antriebsmedium kann vorteilhaft Hydraulik- oder Pneumatikmedium verwendet werden.
Mit dem Druckmedium werden daher sämtliche Antriebseinheiten 12 gleichzeitig beaufschlagt,
so dass die Druckstücke 6 synchron miteinander in Richtung auf die auf dem Presstisch
1 liegenden Lamellenteppiche 2 bewegt werden.
[0031] Die Zylinder 11 sowie die Kolbenstangen 19 liegen vorteilhaft im Bereich unterhalb
der Führungen 13.
[0032] An der den Ankerplatten 14 zugewandten Seite der Schiene 7 sind Elektromagnete 21
vorgesehen, die mit den Ankerplatten 14 zusammenwirken. Fig. 4 zeigt die Schiene 7
in der Ausgangslage, in der die Elektromagnete 21 mit den Ankerplatten 14 zusammenwirken
können. In Fig. 3 sind einige der Elektromagnete 21 bezeichnet.
[0033] Zu Beginn des Pressvorganges befinden sich die Druckstücke 26 in der zurückgezogenen
Ausgangslage, die in Fig. 2 dargestellt ist. Sämtliche Druckstücke 6 liegen auf gleicher
Höhe mit geringem Abstand nebeneinander. In dieser Position der Druckstücke sind die
Kolbenstangen 19 und die Zylinder 11 eingefahren (Fig. 4).
[0034] Sollen die auf dem Pressstich 1 abgelegten Lamellenteppiche 2 verpresst werden, werden
sämtliche Kolbenstangen 19 durch die gemeinsame Druckquelle mit Druck beaufschlagt.
Dies hat zur Folge, dass die Kolbenstangen 19 gleichmäßig ausgefahren werden. Die
Führungen 13 gewährleisten, dass die Druckstücke 6 gleichmäßig verschoben werden.
Die Elektromagnete 21 sind eingeschaltet, so dass sie mit den Ankerplatten 14 auf
den Führungen 13 zusammenwirken. Die Schiene 7, die sich über die gesamte Länge der
Pressvorrichtung 5 erstreckt, wird hierbei über die Führungen 13 und die Ankerplatten
14 mitgenommen.
[0035] Wie Fig. 1 beispielhaft zeigt, haben die mit Abstand nebeneinander liegenden Lamellenteppiche
2 nicht die gleiche Breite. Dies hat zur Folge, dass nicht alle Druckstücke 6 gleichzeitig
an den ihnen zugewandten Enden der Lamellenteppiche 2 zur Anlage kommen. Bei der beispielhaften
Anordnung, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist, kommen einige der Druckstücke 6 zunächst
am Lamellenteppich 2' zur Anlage, wobei diese Druckstücke 6 die Lamellen 4 dieses
Lamellenteppichs 2' fest gegen den Anschlag 3 drücken. Die restlichen Druckstücke
6 haben jedoch noch Abstand von den ihnen gegenüberliegenden schmaleren Lamellenteppichen
2", 2"'.
[0036] Die Antriebseinheiten 12, deren Druckstücke 6 noch nicht an den Lamellenteppichen
2" anliegen, schieben die Schiene 7 weiter in Richtung auf die Lamellenteppiche. Die
Antriebseinheiten 12, deren Druckstücke 6 am Lamellenteppich 2' anliegen, können nicht
mehr verschoben werden. Die Magnetkraft zwischen den Elektromagneten 21 der Schiene
7 und den Ankerplatten 14 der am Lamellenteppich 2' anliegenden Druckstücke 6 wird
durch die von den Kolbenstangen 19 der anderen Antriebseinheiten 12 ausgeübten Kraft
überwunden. Dies hat zur Folge, dass die Elektromagnete 21, die den am Lamellenteppich
2' anliegenden Druckstücken 6 zugeordnet sind, sich von den diesen Druckstücken 6
zugeordneten Ankerplatten 14 lösen. Die Magnetkraft der Pressvorrichtung 5 ist so
eingestellt, dass sich die Elektromagnete 21 von den Ankerplatten 14 der am Lamellenteppich
2' anliegenden Druckstücke 6 lösen können.
[0037] Die Schiene 7 wird von den restlichen Kolbenstangen 19 über die Führungen 13 weiter
mitgenommen, bis die nächsten Druckstücke 6 an den nächst schmaleren Lamellenteppichen
2" zur Anlage kommen. In dieser Lage haben die Druckstücke, die dem Lamellenteppich
2"' zugeordnet sind, noch Abstand von diesem Lamellenteppich. Die diesen Druckstücken
zugeordneten Kolbenstangen 19 werden daher weiter aus den Zylindern 11 ausgefahren.
Die Elektromagnete 21 der Schiene 7, die mit den Ankerplatten 14 der an den Lamellenteppichen
2" anliegenden Druckstücke 6 zusammenwirken, lösen sich von diesen Ankerplatten, da
die von den Kolbenstangen 19 auf die Druckstücke 6 ausgeübte Kraft größer ist als
die Magnetkraft zwischen den Elektromagneten 21 und den Ankerplatten 14. Die Kolbenstangen
19 werden dann so weit ausgefahren, bis auch am Lamellenteppich 2'" die Druckstücke
6 zur Anlage kommen.
[0038] Fig. 5 zeigt eine Position, in der sich der Elektromagnet 21 der Schiene 7 von der
zugehörigen Ankerplatte 14 gelöst hat und die Schiene 7 weiter verschoben worden ist.
[0039] Fig. 6 zeigt die Position, in der die Schiene 7 am weitesten verschoben ist. Die
Ankerstücke 14 derjenigen Antriebseinheiten 12, die die Schiene 7 in die dargestellte
Lage verschoben haben, liegen an den entsprechenden Elektromagneten 21 der Schiene
7 an.
[0040] Die jeweils an den Lamellenteppichen anliegenden Druckstücke 6 werden durch die zugehörigen
Antriebseinheiten 12 unter den erforderlichen Pressdruck gesetzt.
[0041] Wie Fig. 1 beispielhaft zeigt, können mit den Druckstücken 6 gleichzeitig unterschiedlich
breite Lamellenteppiche 2, 2', 2", 2'" gegen den Anschlag 3 gepresst werden. Über
die Schiene 7 werden von der Ausgangslage ausgehend (Fig. 4) zunächst sämtliche Kolbenstangen
19 der Druckstücke 6 aus den Zylindern 11 ausgefahren, wobei sämtliche Elektromagnete
21 der Schiene 7 mit den Ankerplatten 14 der Führungen 13 zusammenwirken. Sobald eine
oder einige der Druckstücke 6 zur Anlage am Lamellenteppich gelangen, werden die entsprechenden
Antriebseinheiten 12 in der beschriebenen Weise von der Schiene 7 abgekoppelt. Die
restlichen Antriebseinheiten 12 verschieben die Schiene 7 und die restlichen Druckstücke
6 weiter in Richtung auf die schmaleren Lamellenteppiche 2", 2"'. Kommt ein Teil der
restlichen Druckstücke 6 an den Lamellenteppichen 2" zur Anlage, haben die dem Lamellenteppich
2"'zugehörigen Druckstücke 6 noch Abstand von ihm. Die Antriebseinheiten 12 dieser
Druckstücke 6 schieben die Schiene 7 weiter, wobei die Antriebseinheiten 12 der an
den Lamellenteppichen 2" anliegenden Druckstücke 6 von der Schiene 7 abgekoppelt werden.
Schließlich gelangen die restlichen Druckstücke 6 am schmaleren Lamellenteppich 2'"
zur Anlage, so dass auch er gegen den Anschlag 3 gepresst wird. Auf diese Weise ist
sichergestellt, dass auch ungleich breite Lammellenteppiche 2 auf dem Presstisch 1
einwandfrei verpresst werden. Dabei zeichnet sich die Pressvorrichtung 5 durch einen
konstruktiv sehr einfachen Aufbau aus. Die Verwendung von Magnetkraft benötigt keine
teuren und empfindlichen Bauteile.
[0042] Es ist sogar möglich, anstelle der Elektromagnete 21 Dauermagnete einzusetzen, die
mit den Ankerplatten 14 zusammenwirken. Hierbei werden Dauermagnete verwendet, deren
Magnetkraft so gewählt wird, dass sie von den Ankerplatten 14 gelöst werden können,
sobald die entsprechenden Druckstücke 6 zur Anlage am Lamellenteppich gelangen und
die weiteren Druckstücke 6 der Pressvorrichtung 5 noch weiter in Richtung auf die
anderen Lamellenteppiche bewegt werden müssen.
[0043] Die Druckstücke 6 haben vorteilhaft eine Breite, die kleiner ist als die Länge der
Lamellen 4 bzw. die Länge der Lamellenteppiche 2. Dadurch kann der Lamellenteppich
2 durch zwei oder mehr Druckstücke 6 (Fig. 1) gegen den Anschlag 3 gepresst werden.
Der Lamellenteppich 2 kann auf diese Weise über seine Länge gleichmäßig verpresst
werden.
[0044] Da die Antriebseinheiten 12 an die gemeinsame Druckmittelquelle angeschlossen sind,
ist keine aufwändige Ansteuerung erforderlich. Das Druckmedium sorgt dafür, dass die
von der Schiene 7 abgekoppelten Antriebseinheiten 12 weiter unter Druck stehen, so
dass sie den Lamellenteppich unter den erforderlichen Pressdruck setzen können.
1. Pressvorrichtung zum Verpressen von aneinanderliegenden, miteinander verleimten Lamellen
zu einem Lamellenteppich, mit Druckstücken, die mit Antriebseinheiten verschiebbar
sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheiten (12) mit wenigstens einer Synchronisierschiene (7) derart lösbar
verbunden sind, dass die Antriebseinheiten (12) bei Überschreiten einer vorgegebenen
Haltekraft von der Synchronisierschiene (7) abgekoppelt werden.
2. Pressvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Haltekraft eine Magnetkraft ist.
3. Pressvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (12) mit wenigstens einer Führung (13) versehen ist, die fest
mit dem Druckstück (6) und lösbar mit der Synchronisierschiene (7) verbunden ist.
4. Pressvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (13) mittels der Haltekraft an die Synchronisierschiene (7) angekuppelt
ist.
5. Pressvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass an der Führung (13) wenigstens eine Ankerplatte (14) vorgesehen ist, die mit wenigstens
einem an der Synchronisierschiene (7) vorgesehenen Magneten (21) zusammenwirkt.
6. Pressvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (12) einen Zylinder (11) aufweist, in dem eine mit dem Druckstück
(6) verbundene Kolbenstange (19) verschiebbar gelagert ist.
7. Pressvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass alle Antriebseinheiten (12) an eine gemeinsame Druckquelle angeschlossen sind.
8. Pressvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheiten (12) Pneumatik- oder Hydraulikzylinder (11) aufweisen.
9. Pressvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheiten (12) eine Druckkraft auf die Synchronisierschiene (7) ausüben.
10. Pressvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Druckstücke (6) mit Abstand nebeneinander angeordnet sind.