TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft eine Festpharmazeutikazuführeinrichtung für eine Blisterstreifenmaschine.
[0002] Mittels der Blisterstreifenmaschine werden Festpharmazeutika - insbesondere Tabletten,
Kapseln, Pillen oder Dragees - in Blisterverpackungen verpackt. Dafür werden die Festpharmazeutika
zunächst mittels einer Bereitstellungsvorrichtung einer Abgabevorrichtung zugeführt.
Die Abgabevorrichtung dient zum Abgeben der Festpharmazeutika in Höfe einer in einer
Förderrichtung angetriebenen Folienbahn. Die Blisterverpackung wird dann durch eine
Deckelfolie verschlossen. Die fertige Einheit aus der Blisterverpackung und den darin
verpackten Erzeugnisse wird als Blisterstreifen oder Blister bezeichnet.
STAND DER TECHNIK
[0003] Eine Festpharmazeutikazuführeinrichtung für eine Blisterstreifenmaschine ist aus
den europäischen Patentanmeldungen
EP 2 110 322 A1 und
EP 2 110 326 A1 bekannt. Die Festpharmazeutikazuführeinrichtung weist eine Bereitstellungsvorrichtung
und eine Abgabevorrichtung zum Abgeben der Festpharmazeutika in Höfe einer in einer
Förderrichtung angetriebenen Folienbahn auf. Die Abgabevorrichtung ist als Mehrreihenabgabevorrichtung
ausgebildet und weist eine Sortierplatte und eine darunter angeordnete Absperrschiebereinheit
auf. Die Sortierplatte ist mittels eines ersten Aufnahmeelements und die Absperrschiebereinheit
mittels eines zweiten Aufnahmeelements an einer Grundeinheit befestigt. Die elektronische
Regeleinheit des Antriebs der Mehrreihenabgabevorrichtung ist in einem staubdicht
abgeschlossenen Bereich eines Schaltschranks in der Grundeinheit angeordnet.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Festpharmazeutikazuführeinrichtung
für eine Blisterstreifenmaschine bereitzustellen, die für die Herstellung unterschiedlicher
Blisterstreifen einfacher und schneller umrüstbar ist.
LÖSUNG
[0006] Die Aufgabe der Erfindung wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen der unabhängigen
Patentansprüche gelöst.
[0007] Weitere bevorzugte erfindungsgemäße Ausgestaltungen sind den abhängigen Patentansprüchen
zu entnehmen.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0008] Die Erfindung betrifft eine Festpharmazeutikazuführeinrichtung für eine Blisterstreifenmaschine
mit einer Universalaufnahmevorrichtung mit einem ersten Aufnahmeelement und einem
zweiten Aufnahmeelement. Die Universalaufnahmevorrichtung ist so ausgebildet und angeordnet,
dass an dem ersten Aufnahmeelement und/oder dem zweiten Aufnahmeelement als Abgabevorrichtung
zum Abgeben der Festpharmazeutika in Höfe einer Folienbahn alternativ ein Schwerkraftabgabekanal,
ein Schwerkraftkanal mit einer darunter angeordneten Abgabewalze oder eine Mehrreihenabgabevorrichtung
befestigbar ist.
[0009] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Blisterstreifenmaschine mit einem Fördermittel
zum kontinuierlichen oder getakteten Fördern einer Folienbahn in einer horizontalen
Förderrichtung und einer derartigen Festpharmazeutikazuführeinrichtung.
[0010] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Festpharmazeutikazuführeinrichtung für eine
Blisterstreifenmaschine mit einer Universalaufnahmevorrichtung mit einem staubgeschützten
Gehäuse, einem ersten Aufnahmeelement, einem zweiten Aufnahmeelement und einer Aufnahmebohrung
für eine Antriebswelle einer Abgabevorrichtung.
Definitionen
[0011] Festpharmazeutika: Unter Festpharmazeutika werden in dieser Anmeldung feste pharmazeutische Erzeugnisse
verstanden, also solche Erzeugnisse, die nicht flüssig, pastös oder gasförmig, sondern
fest sind. Es handelt sich dabei insbesondere um Tabletten, Kapseln, Pillen oder Dragees,
die sich dazu eignen, jeweils in einem nach oben offenen Hof einer Blisterverpackung
abgelegt zu werden. Nicht darunter zu verstehen sind also Pulver und Granulate. Bei
den pharmazeutischen Erzeugnissen handelt es sich um Arzneimittel, Medizinprodukte
oder Nahrungsergänzungsmittel.
[0012] Festpharmazeutikazuführeinrichtung: Unter einer Festpharmazeutikazuführeinrichtung wird in dieser Anmeldung eine maschinelle
Einrichtung verstanden, die zum Zuführen der Festpharmazeutika zu dem Teil einer Blisterstreifenmaschine
dient, in dem die Festpharmazeutika in den Höfen einer Blisterverpackung abgelegt
werden.
[0013] Bereitstellungsvorrichtung: Unter einer Bereitstellungsvorrichtung wird in dieser Anmeldung eine Vorrichtung
als Teil der Festpharmazeutikazuführeinrichtung verstanden, mit der nicht das letztendliche
Ablegen der Festpharmazeutika in den Höfen einer Blisterverpackung, sondern ein stromaufwärts
ablaufender vorbereitender Bereitstellungsschritt erfolgt. Die Bereitstellungsvorrichtung
stellt dabei die Festpharmazeutika der Abgabevorrichtung bereit.
[0014] Abgabevorrichtung: Unter einer Abgabevorrichtung wird in dieser Anmeldung eine Vorrichtung als Teil
der Festpharmazeutikazuführeinrichtung verstanden, die zum Abgeben der Festpharmazeutika
in die Höfe einer Blisterverpackung dient. Unter diesem Abgeben der Festpharmazeutika
ist das tatsächliche Ablegen der Festpharmazeutika in den Höfen der Blisterverpackung
zu verstehen. Dieses Abgeben stellt also den letzten Verfahrensschritt der Festpharmazeutikazuführeinrichtung
dar. Derartige Abgabevorrichtungen werden im technischen Fachgebiet der Erfindung
häufig als Formatteil oder Feeder bezeichnet.
Weitere Beschreibung
[0015] Die neue Festpharmazeutikazuführeinrichtung weist eine neue Universalaufnahmevorrichtung
auf, an der einfach und schnell verschiedene Typen von Abgabevorrichtungen alternativ
angebaut werden können. Die Universalaufnahmevorrichtung ist dabei mit ihren mindestens
zwei Aufnahmeelementen so ausgebildet, dass mindestens drei verschiedene typische
Bauarten von Abgabevorrichtungen wechselweise an ihr befestigt werden können. Somit
lässt sich die Festpharmazeutikazuführeinrichtung in kostengünstiger Weise für eine
Befüllung unterschiedlicher Blisterverpackungen umrüsten, indem eine Abgabevorrichtung
eines ersten Typs von den Aufnahmeelementen gelöst und von der Universalaufnahmevorrichtung
entfernt und anschließend eine Abgabevorrichtung eines anderen zweiten Typs an den
Aufnahmeelementen befestigt wird. Unter einem "alternativen" Befestigen ist also zu
verstehen, dass immer nur eine der Abgabevorrichtungen an der Universalaufnahmevorrichtung
befestigt ist. Mit der neuen Universalaufnahmevorrichtung können dabei auf einer minimalen
Maschinenlänge die verfügbaren Technologien durch Umrüstung aufgebaut werden.
[0016] Bei der ersten Bauart der Abgabevorrichtung handelt es sich um einen Schwerkraftabgabekanal.
Dieser ist eine konstruktiv sehr einfache Abgabevorrichtung, mit der nur eine Reihe
von Höfen in der Folienbahn gleichzeitig befüllt wird. In dem Schwerkraftabgabekanal
sind dafür getrennte Kanäle für die Festpharmazeutika vorhanden, wobei die Anzahl
der Kanäle der Anzahl der Höfe in der Reihe der Folienbahn entspricht. Der Abstand
zwischen den Kanälen entspricht dem Abstand der Höfe in der Reihe der Folienbahn.
Die Festpharmazeutika fallen aufgrund der Schwerkraft in die Höfe der Folienbahn.
Solche Schwerkraftabgabekanäle werden insbesondere für vergleichsweise einfach zu
befüllende Blisterverpackungen benutzt. Dabei handelt es sich insbesondere um Blisterverpackungen
mit einer Folienbahn aus Kunststoff, z. B. PVC.
[0017] Bei der zweiten Bauart der Abgabevorrichtung handelt es sich um einen Schwerkraftkanal
mit darunter angeordneter Abgabewalze. Der Schwerkraftkanal selbst weist einen vergleichbaren
Aufbau wie der oberhalb beschriebene Schwerkraftkanal auf, ist aber kürzer und endet
somit nicht unmittelbar oberhalb der Folienbahn, sondern oberhalb einer Abgabewalze.
Die Abgabewalze ist also in vertikaler Richtung zwischen dem unteren Ende des Schwerkraftkanals
und der Folienbahn angeordnet. Die Abgabewalze weist in ihrer äußeren Oberfläche Vertiefungen
auf, in denen die Festpharmazeutika zwischengelagert werden. Die Abstände zwischen
den Vertiefungen in Richtung der Drehachse der Abgabewalze entsprechen häufig den
Abständen der Höfe in der Reihe der Folienbahn. Der Abstand kann aber auch größer
oder kleiner gewählt sein. In diesem Fall wird die Drehzahl der Walze entsprechend
relativ zur Folienbahn angepasst. Die Festpharmazeutika werden in die zu diesem Zeitpunkt
nach oben weisende Reihe der Vertiefungen in der Abgabewalze abgelegt. Die Abgabewalze
wird mittels einer mit einem Motor verbundenen Antriebswelle synchron zur Folienbahn
gedreht, so dass die nächste Reihe von Vertiefungen nach oben weist und in dieser
wiederum Festpharmazeutika abgelegt werden. Dementsprechend werden die Festpharmazeutika,
die sich in der nach unten weisenden Reihe von Vertiefungen in der Abgabewalze befinden,
in den Höfen der Folienbahn abgelegt. Um ein Herausfallen der Festpharmazeutika aus
den Vertiefungen zu verhindern, werden diese z. B. mit Unterdruck beaufschlagt oder
mittels eines Gegenstücks, über das die Festpharmazeutika gleiten, am Herausfallen
gehindert. Solche Schwerkraftkanäle mit darunter angeordneter Abgabewalze werden für
etwa durchschnittlich schwierig zu befüllende Blisterverpackungen benutzt. Dabei handelt
es sich insbesondere um Blisterverpackungen mit einer Folienbahn, die aus Aluminiumfolie
besteht, da in solchen Fällen für vergleichsweise kleine Erzeugnisse vergleichsweise
große Höfe benötigt werden. Diese zweite Bauart der Abgabevorrichtung kommt weiterhin
für schwierige Formen der Festpharmazeutika, besondere geometrische Anordnungen der
Festpharmazeutika in der Folienbahn oder besondere Geometrien des Blisters (z. B.
mit Sicken) zur Anwendung.
[0018] Bei der dritten Bauart der Abgabevorrichtung handelt es sich um eine Mehrreihenabgabevorrichtung.
Im einschlägigen Fachgebiet werden diese auch als "dedicated feeder" oder "Einzelablass"
bezeichnet. Diese Bezeichnungen sind aber etwas irreführend. Kennzeichnend für solche
Vorrichtungen ist es nämlich, dass diese nicht nur eine Reihe von Höfen der Folienbahn
gleichzeitig, sondern mehrere Reihen von Höfen der Folienbahn gleichzeitig mit Festpharmazeutika
befüllen. Die Mehrreihenabgabevorrichtung weist eine Sortiereinheit und eine darunter
angeordnete Freigabeeinheit auf. Die Einheiten sind durch Röhrchen miteinander verbunden,
durch die die Festpharmazeutika von der Sortiereinheit in die Freigabeeinheit gelangen.
Die Sortiereinheit weist einen eigenen Antrieb auf, durch den sie relativ zu der Freigabeeinheit
bewegbar ist, um die Festpharmazeutika im Rahmen des Sortiervorgangs den Röhrchen
zuzuführen. Es sind weitere Antriebe vorhanden, mittels derer die Sortiereinheit gemeinsam
mit der Freigabeeinheit für eine Ausrichtung relativ zu der Folienbahn bewegbar ist.
Diese Antriebe werden weiter unterhalb beschrieben. Es sind weiterhin Betätigungsstifte
vorhanden, mittels denen die in den Röhrchen befindlichen Festpharmazeutika je nach
Stellung der Betätigungsstifte in den Röhrchen festgehalten oder freigegeben werden
können. Auch dies wird weiter unterhalb genauer beschrieben. Solche Mehrreihenabgabevorrichtungen
werden eingesetzt, wenn die Blisterstreifenmaschine besonders effizient arbeiten soll.
Sie stellen den höchsten Durchsatz pro Zeiteinheit bereit. Dafür ist ihr Aufbau aber
vergleichsweise komplex, wodurch die Kosten für eine solche Mehrreihenabgabevorrichtung
vergleichsweise hoch sind.
[0019] Die Universalaufnahmevorrichtung kann eine Bohrung aufweisen, durch die eine Antriebswelle
der Abgabewalze hindurchführbar ist. Da die Antriebswelle der Abgabewalze drehend
angetrieben ist, ist die Universalaufnahmevorrichtung so ausgebildet, dass sie diese
drehende Bewegung ermöglicht. Dafür ist ggf. eine Hohlwelle für die Antriebswelle
in der Universalaufnahmevorrichtung angeordnet. Um zu verhindern, dass der bei der
Verarbeitung von Festpharmazeutika entstehende Staub in das Innere der Universalaufnahmevorrichtung
gelangt, kann im Bereich der Bohrung eine Dichtung vorgesehen sein. Weiterhin ist
es bevorzugt, die Bohrung mittels einer Abdeckung zu verschließen, wenn eine andere
Abgabevorrichtung als die Abgabewalze benutzt wird.
[0020] Die Universalaufnahmevorrichtung kann ein Gehäuse aufweisen. Die Abgabevorrichtungen
können jeweils einen Antrieb mit einem Motor, mechanischen Antriebskomponenten und
eine elektronische Regeleinheit aufweisen, wobei die mechanischen Antriebskomponenten
in dem Gehäuse angeordnet sind. Beim Wechsel der Abgabevorrichtung verbleiben diese
Teile in der Festpharmazeutikazuführeinrichtung. Durch die Anordnung der mechanischen
Antriebskomponenten in dem Gehäuse sind diese staubgeschützt. Dadurch wird die Lebensdauer
des Antriebs der jeweiligen Abgabevorrichtung wesentlich erhöht. Zudem ist eine Anordnung
weiterer Komponenten für eine Befestigung einer Abgabevorrichtung außerhalb des Gehäuses
nicht erforderlich. Dadurch ist dieser Bereich der Zuführeinrichtung besonders einfach
aufgebaut und kann gut gereinigt werden.
[0021] Die Motoren der Antriebe können unterhalb einer Ebene angeordnet sein, in der sich
die Folienbahn befindet. Sie sind insbesondere unterhalb der Bodenplatte des Maschinengestells
der Festpharmazeutikazuführeinrichtung angeordnet. Hierdurch sind auch die Motoren
nicht in einem Bereich angeordnet, der dem durch die Verarbeitung der Festpharmazeutika
entstehenden Staub ausgesetzt sind. Dies hat den weiteren Vorteil, dass der Abgabebereich
nicht durch die Motoren aufgeheizt wird. Durch eine solche Aufheizung besteht im Stand
der Technik nämlich das Problem, dass sich die Folienbahn und ggf. andere Komponenten
der Zuführeinrichtung ausdehnen und die Festpharmazeutika somit nicht mehr ordnungsgemäß
in die Höfe der Folienbahn gelangen.
[0022] Die Abgabevorrichtungen und die Folienbahn sind also in einem Bereich der Zuführeinrichtung
angeordnet, der als Abgabebereich bezeichnet wird. In diesem Abgabebereich besteht
das Problem des Entstehens von Staub aufgrund von Abrieb der Festpharmazeutika. Um
diesen negativen Einfluss des Staubs zu begrenzen, können die elektronischen Regeleinheiten
außerhalb des Abgabebereichs angeordnet sein.
[0023] Die elektronischen Regeleinheiten können insbesondere in einem Schaltschrank angeordnet
sein, der an der Festpharmazeutikazuführeinrichtung oder beabstandet dazu angeordnet
ist. Beispielsweise kann der Schaltschrank benachbart zu den Motoren unterhalten der
Ebene der Folienbahn angeordnet sein.
[0024] Die Folienbahn wird auf einem Fördermittel in einer horizontalen Förderrichtung kontinuierlich
oder getaktet gefördert.
[0025] Die Universalaufnahmevorrichtung kann zwei Paare von übereinander angeordneten Betätigungsstiften
aufweisen, mittels derer die Mehrreihenabgabevorrichtung betätigt wird. Die unteren
Betätigungsstifte sind mittels eines ersten Antriebs in horizontaler Richtung senkrecht
zur Förderrichtung und die oberen Betätigungsstifte mittels eines separaten zweiten
Antriebs in horizontaler Richtung senkrecht zur Förderrichtung unabhängig voneinander
verfahrbar ausgebildet. Die Betätigungsstifte sind der Mehrreihenabgabevorrichtung
zugeordnet. Die Betätigungsstifte weisen jeweils eine Rückhaltestellung und eine Freigabestellung
für die Festpharmazeutika in der Mehrreihenabgabevorrichtung auf. Die unteren Betätigungsstifte
dienen dem letztendlichen Freigeben der untersten Matrixebene der Festpharmazeutika
in der Freigabeeinheit im Sinne der Abgabe in die Höfe der Folienbahn. Die oberen
Betätigungsstifte dienen dem anschließenden Wiederbefüllen der untersten Matrixebene.
[0026] Das erste Aufnahmeelement und das zweite Aufnahmeelement können mittels eines Antriebs
gemeinsam in horizontaler Richtung in der Förderrichtung und entgegengesetzt zur Förderrichtung
verfahrbar ausgebildet und angeordnet sein. Diese Bewegung ist allen drei Bauarten
von Abgabevorrichtungen zugeordnet und dient dazu, die Abgabevorrichtung in dieser
Richtung relativ zu den Höfen in unterschiedlichen Reihen zu positionieren. Es könnte
sich aber auch um separate Antriebe handeln.
[0027] Das erste Aufnahmeelement und das zweite Aufnahmeelement können mittels eines Antriebs
gemeinsam in horizontaler Richtung senkrecht zur Förderrichtung verfahrbar ausgebildet
und angeordnet sein. Auch diese Bewegung ist allen drei Bauarten von Abgabevorrichtungen
zugeordnet. Sie dient dazu, die Abgabevorrichtung in dieser Richtung relativ zu den
Höfen in einer Reihe zu positionieren. Es könnte sich aber auch um separate Antriebe
handeln.
[0028] Bei dem ersten Aufnahmeelement kann es sich um das untere Aufnahmeelement und bei
dem zweiten Aufnahmeelement um das obere Aufnahmeelement handeln. Das obere zweite
Aufnahmeelement kann mittels eines Antriebs relativ zu dem unteren ersten Aufnahmeelement
in vertikaler Richtung verfahrbar ausgebildet und angeordnet sein. Diese Bewegung
ist der Mehrreihenabgabevorrichtung zugeordnet. Sie dient zum Bewegen der Sortiereinheit
der Mehrreihenabgabevorrichtung derart, dass die Festpharmazeutika in die Röhrchen
gelangen.
[0029] Stromaufwärts der Abgabevorrichtung kann eine Bereitstellungsvorrichtung angeordnet
sein, mittels der die Festpharmazeutika der Abgabevorrichtung bereitgestellt werden.
Die Bereitstellungsvorrichtung kann z. B. als linear transportierender Vibrationsförderer
oder als Wendelförderer ausgebildet sein.
[0030] Alle oberhalb beschriebenen Antriebe können als separate Antriebe ausgebildet sein
und einen eigenen Motor aufweisen.
[0031] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen. Die in der Beschreibung genannten Vorteile von
Merkmalen und von Kombinationen mehrerer Merkmale sind lediglich beispielhaft und
können alternativ oder kumulativ zur Wirkung kommen, ohne dass die Vorteile zwingend
von erfindungsgemäßen Ausführungsformen erzielt werden müssen. Ohne dass hierdurch
der Gegenstand der beigefügten Patentansprüche verändert wird, gilt hinsichtlich des
Offenbarungsgehalts der ursprünglichen Anmeldungsunterlagen und des Patents Folgendes:
weitere Merkmale sind den Zeichnungen - insbesondere den dargestellten Geometrien
und den relativen Abmessungen mehrerer Bauteile zueinander sowie deren relativer Anordnung
und Wirkverbindung - zu entnehmen. Die Kombination von Merkmalen unterschiedlicher
Ausführungsformen der Erfindung oder von Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche
ist ebenfalls abweichend von den gewählten Rückbeziehungen der Patentansprüche möglich
und wird hiermit angeregt. Dies betrifft auch solche Merkmale, die in separaten Zeichnungen
dargestellt sind oder bei deren Beschreibung genannt werden. Diese Merkmale können
auch mit Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche kombiniert werden. Ebenso können
in den Patentansprüchen aufgeführte Merkmale für weitere Ausführungsformen der Erfindung
entfallen.
[0032] Die in den Patentansprüchen und der Beschreibung genannten Merkmale sind bezüglich
ihrer Anzahl so zu verstehen, dass genau diese Anzahl oder eine größere Anzahl als
die genannte Anzahl vorhanden ist, ohne dass es einer expliziten Verwendung des Adverbs
"mindestens" bedarf. Wenn also beispielsweise von einem ersten Aufnahmeelement die
Rede ist, ist dies so zu verstehen, dass genau ein erstes Aufnahmeelement, zwei erste
Aufnahmeelemente oder mehr erste Aufnahmeelemente vorhanden sind. Diese Merkmale können
durch andere Merkmale ergänzt werden oder die einzigen Merkmale sein, aus denen das
jeweilige Erzeugnis besteht.
[0033] Die in den Patentansprüchen enthaltenen Bezugszeichen stellen keine Beschränkung
des Umfangs der durch die Patentansprüche geschützten Gegenstände dar. Sie dienen
lediglich dem Zweck, die Patentansprüche leichter verständlich zu machen.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0034] Im Folgenden wird die Erfindung anhand in den Figuren dargestellter bevorzugter Ausführungsbeispiele
weiter erläutert und beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt eine perspektivische Ansicht einer beispielhaften Ausführungsform der neuen
Festpharmazeutikazuführeinrichtung ohne Abgabevorrichtung.
- Fig. 2
- zeigt eine Seitenansicht der Festpharmazeutikazuführeinrichtung gemäß Fig. 1.
- Fig. 3
- zeigt eine Rückansicht der Festpharmazeutikazuführeinrichtung gemäß Fig. 1.
- Fig. 4
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Festpharmazeutikazuführeinrichtung gemäß Fig.
1 mit einer montierten Abgabevorrichtung, die als Schwerkraftabgabekanal ausgebildet
ist.
- Fig. 5
- zeigt eine Seitenansicht der Festpharmazeutikazuführeinrichtung gemäß Fig. 4.
- Fig. 6
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Festpharmazeutikazuführeinrichtung gemäß Fig.
1 mit einer montierten Abgabevorrichtung, die als Schwerkraftkanal mit darunter angeordneter
Abgabewalze ausgebildet ist.
- Fig. 7
- zeigt eine Seitenansicht der Festpharmazeutikazuführeinrichtung gemäß Fig. 6.
- Fig. 8
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Festpharmazeutikazuführeinrichtung gemäß Fig.
1 mit einer montierten Abgabevorrichtung, die als Mehrreihenabgabevorrichtung ausgebildet
ist.
- Fig. 9
- zeigt eine Seitenansicht der Festpharmazeutikazuführeinrichtung gemäß Fig. 8.
FIGURENBESCHREIBUNG
[0035] Fig. 1-3 zeigen verschiedene Ansichten einer beispielhaften Ausführungsform einer
neuen Festpharmazeutikazuführeinrichtung 1, die Teil einer Blisterstreifenmaschine
2 ist.
[0036] Die Blisterstreifenmaschine 2 weist ein angetriebenes Fördermittel 3 auf, mit dem
eine Folienbahn 4 in einer Förderrichtung 5 kontinuierlich oder getaktet gefördert
wird. Die Folienbahn 4 weist nach oben offene Höfe 6 auf, die in einer Vielzahl paralleler
Reihen angeordnet sind, die sich entlang der Breite der Folienbahn 4 und somit senkrecht
zur Förderrichtung 5 erstrecken. In jeder Reihe ist eine Mehrzahl von Höfen 6 angeordnet.
Im vorliegenden Beispiel sind dies sieben Höfe 6. Die Anzahl der Höfe 6 könnte aber
auch geringer oder größer sein. In die Höfe 6 werden (nicht dargestellte) Festpharmazeutika
- insbesondere Tabletten, Kapseln, Pillen oder Dragees - eingebracht. Anschließend
wird die Blisterverpackung durch eine Deckelfolie verschlossen. Dadurch wird in für
sich genommen bekannter Weise eine fertige Einheit aus der Blisterverpackung und den
darin verpackten Erzeugnissen hergestellt, die auch als Blisterstreifen oder Blister
bezeichnet wird. Diese technischen Aspekte sind dem Fachmann bekannt, so dass weitere
diesbezügliche Erläuterungen nicht erforderlich sind.
[0037] Die Festpharmazeutikazuführeinrichtung 1 weist ein Maschinengestell 7 mit einer horizontalen
Bodenplatte 8, einer vertikalen Seitenwand 9, einer vertikalen Rückwand 10 und einer
vertikalen
[0038] Vorderwand 11 auf. In horizontaler Richtung zwischen dem Fördermittel 3 und der Rückwand
10 ist eine Universalaufnahmevorrichtung 12 angeordnet. Ein Teil der Universalaufnahmevorrichtung
12 ist oberhalb der Bodenplatte 8 und ein anderer Teil unterhalb der Bodenplatte 8
angeordnet (siehe Fig. 2). Die Universalaufnahmevorrichtung 12 weist ein Gehäuse 13
auf, das so staubgeschützt ausgebildet ist, dass kein oder nur wenig bei der Verarbeitung
der Festpharmazeutika entstehender Staub in das Innere des Gehäuses 13 gelangen kann.
Das Gehäuse 13 weist eine quaderförmige Gestalt und vergleichsweise kompakte Abmessungen
auf, so dass es nur einen kleinen Teil der Fläche und des Volumens des Abgabebereichs
14 einnimmt.
[0039] Die Universalaufnahmevorrichtung 12 weist ein erstes Aufnahmeelement 15 und ein zweites
Aufnahmeelement 16 auf, die zum Befestigen einer Abgabevorrichtung 17 (siehe Fig.
4, 6 und 8) dienen. Um die Details der Universalaufnahmevorrichtung 12 und der Aufnahmeelemente
15, 16 besser erkennen zu können, ist an der in Fig. 1-3 gezeigten Universalaufnahmevorrichtung
12 keine Abgabevorrichtung 17 montiert. Die Aufnahmeelemente 15, 16 sind jeweils als
plattenförmige Elemente ausgebildet, die an ihrer Oberkante eine Hinterschneidung
bilden, in die für eine Befestigung einer Abgabevorrichtung 17 ein korrespondierendes
Element der Abgabevorrichtung 17 eingreift.
[0040] Die Aufnahmeelemente 15, 16 dienen zum alternativen Befestigen von mindestens drei
verschiedenen Bauarten von Abgabevorrichtungen 17. Bei der ersten Bauart der Abgabevorrichtung
in 17 handelt es sich um einen Schwerkraftabgabekanal 21 (siehe Fig. 4, 5), bei der
zweiten um einen Schwerkraftkanal 22a mit einer darunter angeordneter Abgabewalze
22b (Fig. 6, 7) und der dritten um eine Mehrreihenabgabevorrichtung 23 (Fig. 8, 9).
Unter einem "alternativen" Befestigen ist zu verstehen, dass immer nur eine der Abgabevorrichtungen
17 an dem Aufnahmeelement 15 und/oder dem Aufnahmeelement 16 befestigt ist, von diesem
gelöst und von der Universalaufnahmevorrichtung 12 entfernt und durch eine andere
Bauart einer Abgabevorrichtung 17 ersetzt werden kann.
[0041] In dem unteren ersten Aufnahmeelement 15 ist eine halbkreisförmige Öffnung vorhanden,
die einen Zugang zu einer dahinter vorgesehenen Bohrung 18 ermöglicht. Durch diese
Bohrung 18 ist eine Antriebswelle 19 der als Schwerkraftkanal 22a mit darunter angeordneter
Abgabewalze 22b (siehe Fig. 6, 7) ausgebildeten Abgabevorrichtung 17 hindurchführbar.
[0042] Das erste Aufnahmeelement 15 und das zweite Aufnahmeelement 16 sind auf einem gemeinsamen
Aufnahmejustierelement 20 angeordnet.
[0043] Die Universalaufnahmevorrichtung 12 weist weiterhin zwei Paare von übereinander angeordneten
Betätigungsstiften 24 auf. Die Paare sind beabstandet zur Längsmittelebene der Universalaufnahmevorrichtung
12 angeordnet. Dadurch wird die mittige Anordnung der Bohrung 18 ermöglicht.
[0044] Die Festpharmazeutikazuführeinrichtung 1 weist eine Mehrzahl von Antrieben 25 auf.
Jeder der Antriebe 25 weist einen Motor 26, mechanische Antriebskomponenten 27 (nicht
dargestellt) und eine elektronische Regeleinheit (nicht dargestellt) auf. In Fig.
3 sind die sieben Motoren 26 der hier dargestellten sieben Antriebe 25 erkennbar.
Die Anzahl der Antriebe 25 und Motoren 26 könnte aber auch größer oder kleiner sein.
[0045] Wie in Fig. 4-9 erkennbar ist, weist die Festpharmazeutikazuführeinrichtung 1 neben
verschiedenen Bauarten von Abgabevorrichtungen 17 eine stromaufwärts angeordnete Bereitstellungsvorrichtung
28 auf, mittels der Festpharmazeutika der Abgabevorrichtung 17 bereitgestellt werden.
Im vorliegenden dargestellten Beispiel handelt es sich bei der Bereitstellungsvorrichtung
28 um einen Wendelförderer 29 mit vorgeschaltetem Linearförderer 33. Da der Aufbau
und die Funktion eines Wendelförderers 29 und eines Linearförderers 33 dem Fachmann
für sich genommen bekannt sind, wird auf weitere Erläuterungen verzichtet. Es könnte
aber auch eine andere geeignete Bereitstellungsvorrichtung 28 eingesetzt werden.
[0046] Die Funktionalität der verschiedenen Antriebe 25 zum Einstellen und Betreiben der
verschiedenen Bauarten der Abgabevorrichtungen 17 wird nun unter Hinzuziehung der
entsprechenden Zeichnungen erläutert.
[0047] In Fig. 4, 5 ist als Abgabevorrichtung 27 ein Schwerkraftabgabekanal 21 an dem oberen
Aufnahmeelement 16 befestigt. Der Schwerkraftabgabekanal 21 erhält die Festpharmazeutika
von der Bereitstellungsvorrichtung 28, von wo aus sie in den oberen Bereich des Schwerkraftabgabekanals
21 gelangen. In dem Schwerkraftabgabekanal 21 sind getrennte Kanäle für die Festpharmazeutika
vorhanden, wobei die Anzahl der Kanäle der Anzahl der Höfe 6 in der Reihe der Folienbahn
4 entspricht. Von den Kanälen gelangen die Festpharmazeutika dann der Schwerkraft
folgend direkt in die Höfe 6.
[0048] Die Position des Schwerkraftabgabekanals 21 relativ zu den Höfen 6 ist in zwei Richtungen
einstellbar. Ein erster Antrieb 25 ist so ausgebildet und angeordnet, dass er das
Aufnahmejustierelement 20 und somit die beiden Aufnahmeelemente 15, 16 gemeinsam in
horizontaler Richtung senkrecht zur Förderrichtung 5 verfährt ("hinein und heraus").
Ein zweiter Antrieb 25 ist so ausgebildet und angeordnet, dass er die beiden Aufnahmeelemente
15, 16 gemeinsam in horizontaler Richtung in der Förderrichtung 5 und entgegengesetzt
zur Förderrichtung 5 verfährt ("vor und zurück").
[0049] In Fig. 6, 7 ist als Abgabevorrichtung 17 ein Schwerkraftkanal 22a mit einer darunter
angeordneten Abgabewalze 22b angebaut. Der Schwerkraftkanal 22a weist abgesehen von
seiner Länge den gleichen Aufbau wie der Schwerkraftabgabekanal 21 auf, so dass auf
die oberhalb angegebenen diesbezüglichen Ausführungen verwiesen wird. Er dient aber
nicht zum Abgeben der Festpharmazeutika in die Höfe 6 der Folienbahn 4, sondern zum
Überführen der Festpharmazeutika in Vertiefungen 30 der Abgabewalze 22b. Die Abgabewalze
22b dient dann zum Abgeben der Festpharmazeutika in die Höfe 6 der Folienbahn 4. Hierfür
ist ihr ein dritter Antrieb 25 zugewiesen. Dieser Antrieb 25 weist die Antriebswelle
19 auf, die sich durch die Bohrung 18 erstreckt und über die die Abgabewalze 22b getaktet
rotierend angetrieben wird. Die Position dieser Abgabevorrichtung 17 ist ebenfalls
mittels des ersten Antriebs 25 und des zweiten Antriebs 25 in zwei senkrecht zueinander
verlaufenden Richtungen einstellbar. Ein vierter Antrieb 25 ermöglicht die Positionierung
des ersten Aufnahmeelements 15 inklusive der daran befestigten Abgabewalze 22b in
vertikaler Richtung und somit die Einstellung des Abstands der Abgabewalze 22b zu
den Höfen 6.
[0050] In Fig. 8, 9 ist als Abgabevorrichtung 17 eine Mehrreihenabgabevorrichtung 23 an
den Aufnahmeelementen 15, 16 befestigt. Die Mehrreihenabgabevorrichtung 23 weist eine
Sortiereinheit 31 und eine darunter angeordnete Freigabeeinheit 32 auf. Die Einheiten
31, 32 sind durch Röhrchen (nicht dargestellt) miteinander verbunden, durch die die
Festpharmazeutika von der Sortiereinheit 31 in die Freigabeeinheit 32 gelangen. Der
Aufbau und die Funktionalität einer derartigen Mehrreihenabgabevorrichtung 23 ist
dem Fachmann für sich genommen bekannt, so dass auf weitere diesbezügliche Ausführungen
verzichtet wird. Die Position dieser Abgabevorrichtung 17 ist ebenfalls mittels des
ersten Antriebs 25 und des zweiten Antriebs 25 in zwei senkrecht zueinander verlaufenden
horizontalen Richtungen einstellbar. Mittels eines vierten Antriebs ist sie in vertikaler
Richtung einstellbar.
[0051] Ein fünfter Antrieb 25 ist so ausgebildet und angeordnet, dass das obere zweite Aufnahmeelement
16 relativ zu dem unteren ersten Aufnahmeelement 15 in vertikaler Richtung verfahrbar
ist ("hoch und runter"). Dies dient zur Erzeugung einer Bewegung der Sortiereinheiten
31 relativ zu der Freigabeeinheit 32, um die Festpharmazeutika im Rahmen des Sortiervorgangs
den Röhrchen zuzuführen. Der fünfte Antrieb 25 kann auch zur Einstellung des Schwerkraftabgabekanals
21 in dieser Richtung relativ zu den Höfen 6 genutzt werden. Der fünfte Antrieb 25
kann auch zur Einstellung des Schwerkraftkanals 22a relativ zur Abgabewalze 22b genutzt
werden. Der Kanal 21, 22a ist dann nur an dem oberen zweiten Aufnahmeelement 16 befestigt.
[0052] Ein sechster Antrieb 25 ist so ausgebildet und angeordnet, dass er die unteren Betätigungsstifte
24 in horizontaler Richtung senkrecht zur Förderrichtung 5 verfährt ("hinein und heraus").
Ein siebter Antrieb 25 ist so ausgebildet und angeordnet, dass er die oberen Betätigungsstifte
24 in horizontaler Richtung senkrecht zur Förderrichtung 5 unabhängig von dem sechsten
Antrieb 25 verfährt ("hinein und heraus"). Die Betätigungsstifte 24 weisen jeweils
eine Rückhaltestellung und eine Freigabestellung für die Festpharmazeutika in der
Mehrreihenabgabevorrichtung 23 auf. Die unteren Betätigungsstifte 24 dienen dem letztendlichen
Freigeben der untersten Matrixebene der Festpharmazeutika in der Freigabeeinheit 32
im Sinne der Abgabe in die Höfe 6 der Folienbahn 4. Die oberen Betätigungsstifte 24
dienen dem anschließenden Wiederbefüllen der untersten Matrixebene mit Festpharmazeutika.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0053]
- 1
- Festpharmazeutikazuführeinrichtung
- 2
- Blisterstreifenmaschine
- 3
- Fördermittel
- 4
- Folienbahn
- 5
- Förderrichtung
- 6
- Hof
- 7
- Maschinengestell
- 8
- Bodenplatte
- 9
- Seitenwand
- 10
- Rückwand
- 11
- Vorderwand
- 12
- Universalaufnahmevorrichtung
- 13
- Gehäuse
- 14
- Abgabebereich
- 15
- Erstes Aufnahmeelement
- 16
- Zweites Aufnahmeelement
- 17
- Abgabevorrichtung
- 18
- Bohrung
- 19
- Antriebswelle
- 20
- Aufnahmejustierelement
- 21
- Schwerkraftabgabekanal
- 22a
- Schwerkraftkanal
- 22b
- Abgabewalze
- 23
- Mehrreihenabgabevorrichtung
- 24
- Betätigungsstift
- 25
- Antrieb
- 26
- Motor
- 27
- Mechanische Antriebskomponente
- 28
- Bereitstellungsvorrichtung
- 29
- Wendelförderer
- 30
- Vertiefung
- 31
- Sortiereinheit
- 32
- Freigabeeinheit
- 33
- Linearförderer
1. Festpharmazeutikazuführeinrichtung (1) für eine Blisterstreifenmaschine (2), mit
einer Universalaufnahmevorrichtung (12) mit einem ersten Aufnahmeelement (15) und
einem zweiten Aufnahmeelement (16), wobei die Universalaufnahmevorrichtung (12) so
ausgebildet und angeordnet ist, dass an dem ersten Aufnahmeelement (15) und/oder dem
zweiten Aufnahmeelement (16) als Abgabevorrichtung (17) zum Abgeben der Festpharmazeutika
in Höfe (6) einer Folienbahn (4) alternativ ein Schwerkraftabgabekanal (21), ein Schwerkraftkanal
(22a) mit einer darunter angeordneten Abgabewalze (22b) oder eine Mehrreihenabgabevorrichtung
(23) befestigbar ist.
2. Festpharmazeutikazuführeinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Universalaufnahmevorrichtung (12) eine Bohrung (18) aufweist, durch die eine
Antriebswelle (19) der Abgabewalze (22b) hindurchführbar ist.
3. Festpharmazeutikazuführeinrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Universalaufnahmevorrichtung (12) ein Gehäuse (13) aufweist, und
die Abgabevorrichtungen (17) einen Antrieb (25) mit einem Motor (26), mechanischen
Antriebskomponenten (27) und einer elektronischen Regeleinheit aufweisen, wobei die
mechanischen Antriebskomponenten (27) in dem Gehäuse (13) angeordnet sind.
4. Festpharmazeutikazuführeinrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Motoren (26) der Antriebe (25) unterhalb einer Ebene angeordnet sind, in der
sich die Folienbahn (4) befindet.
5. Festpharmazeutikazuführeinrichtung (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Abgabevorrichtungen (27) und die Folienbahn (4) in einem Abgabebereich (14) angeordnet
sind, und
die elektronischen Regeleinheiten außerhalb des Abgabebereichs (14) angeordnet sind.
6. Festpharmazeutikazuführeinrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronischen Regeleinheiten in einem Schaltschrank angeordnet sind, der an
der Festpharmazeutikazuführeinrichtung (1) oder beabstandet dazu angeordnet ist.
7. Festpharmazeutikazuführeinrichtung (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Universalaufnahmevorrichtung (12) zwei Paare von übereinander angeordneten Betätigungsstiften
(24) aufweist, mittels derer die Mehrreihenabgabevorrichtung (23) betätigt wird.
8. Festpharmazeutikazuführeinrichtung (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Folienbahn (4) auf einem Fördermittel (3) in einer horizontalen Förderrichtung
(5) kontinuierlich oder getaktet gefördert wird.
9. Festpharmazeutikazuführeinrichtung (1) nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die unteren Betätigungsstifte (24) mittels eines ersten Antriebs (25) in horizontaler
Richtung senkrecht zur Förderrichtung (5) und die oberen Betätigungsstifte (24) mittels
eines separaten zweiten Antriebs (25) in horizontaler Richtung senkrecht zur Förderrichtung
(5) unabhängig voneinander verfahrbar ausgebildet und angeordnet sind.
10. Festpharmazeutikazuführeinrichtung (1) nach Anspruch 7 und 8 oder nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Aufnahmeelement (15) und das zweite Aufnahmeelement (16) mittels eines
Antriebs (25) gemeinsam in horizontaler Richtung in der Förderrichtung (5) und entgegengesetzt
zur Förderrichtung (5) verfahrbar ausgebildet und angeordnet sind.
11. Festpharmazeutikazuführeinrichtung (1) nach Anspruch 7 und 8 oder nach Anspruch 9
oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Aufnahmeelement (15) und das zweite Aufnahmeelement (16) mittels eines
Antriebs (25) gemeinsam in horizontaler Richtung senkrecht zur Förderrichtung (5)
verfahrbar ausgebildet und angeordnet sind.
12. Festpharmazeutikazuführeinrichtung (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem ersten Aufnahmeelement (15) um das untere Aufnahmeelement (15) und
bei dem zweiten Aufnahmeelement (16) um das obere Aufnahmeelement (16) handelt, wobei
das obere zweite Aufnahmeelement (16) mittels eines Antriebs (25) relativ zu dem unteren
ersten Aufnahmeelement (15) in vertikaler Richtung verfahrbar ausgebildet und angeordnet
ist.
13. Festpharmazeutikazuführeinrichtung (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass stromaufwärts der Abgabevorrichtung (17) eine Bereitstellungsvorrichtung (28) angeordnet
ist, mittels der die Festpharmazeutika der Abgabevorrichtung (17) bereitgestellt werden.
14. Festpharmazeutikazuführeinrichtung (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebe (25) jeweils einen eigenen Motor (26) aufweisen.
15. Blisterstreifenmaschine (2), mit
einem Fördermittel (3) zum kontinuierlichen oder getakteten Fördern einer Folienbahn
(4) in einer horizontalen Förderrichtung (5), gekennzeichnet durch
eine Festpharmazeutikazuführeinrichtung (1) nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche.