[0001] Die Erfindung betrifft eine Düsenanordnung zur Applikation von Beschichtungsmaterial
in Hohlräume von Gegenständen, insbesondere von Fahrzeugkarosserien, gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Eine Düsenanordnung ist beispielsweise aus der
US 6 554 212 B2 bekannt und wird insbesondere dazu verwendet, in Fahrzeugkarosserien vorhandene Hohlräume
mit einem Korrosionsschutzwachs auszukleiden. Das Düsenelement ist hierzu in der Regel
als langgestreckte Düsenlanze ausgebildet, deren freies Ende mehrere Abgabeöffnungen
aufweist. Die Düsenlanze wird mittels eines Armes eines mehrachsigen Applikationsroboters
geführt und zur Applikation in einen zu behandelnden Hohlraum der Fahrzeugkarosserie
hineingeschoben, so dass der Bereich der Düsenlanze mit den Abgabeöffnungen sich im
Inneren des Hohlraums befindet. Gegebenenfall kann die Applikation auch von Hand erfolgen.
[0003] Eine Düsenanordnung mit den Merkmalen, die im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegeben
sind, ist aus der
FR 1 280 937 A bekannt.
[0004] Eine Fahrzeugkarosserie weist bis zu 120 Hohlräume auf, welche sich in ihrer Geometrie
stark unterscheiden können. Es muss jedoch sichergestellt werden, dass alle unterschiedlichen
Hohlräume vollständig und zuverlässig mit Wachs ausgekleidet werden, um für einen
zufriedenstellenden Korrosionsschutz zu sorgen. Hierzu werden für verschiedene Hohlraumtypen
jeweils unterschiedliche Düsenelemente eingesetzt. Diese sind in Form, Anzahl und
Anordnung der jeweils zugehörigen Abgabeöffnungen an jeweils einen bestimmten Hohlraumtyp
einer bestimmten Fahrzeugkarosserie angepasst, so dass Wachs in dazu passenden Abgabewinkeln
und -stellen in die Hohlräume eingespritzt werden kann. Dabei könne in ihrer Geometrie
unterschiedliche Hohlräume einem Hohlraumtypen zugeordnet werden. Abhängig von der
zu behandelnden Fahrzeugkarosserie können für die Hohlraumkonservierung bis zu 80
verschiedene Düsenelemente notwendig sein.
[0005] Um zumindest einige verschiedene Hohlraumtypen mit ein und derselben Düsenanordnung
behandeln zu können, ist die Düsenanordnung der
US 6 554 212 B2 beispielsweise als Wechselkopf konzipiert und umfasst mehrere verschiedene Düsenelemente,
welche je nach Bedarf mit einem Klappmechanismus in eine Applikationsstellung gebracht
und dadurch mit der Materialquelle verbunden werden.
[0006] In einer der jeweils aktiven Düsenlanze vorgelagerten Mischkammer wird in an und
für sich bekannter Weise ein strömungsfähiges Druckluft/Wachs-Gemisch erzeugt, welches
zu den Abgabeöffnungen der aktiven Düsenlanze gefördert wird und dort über alle Abgabeöffnungen
gleichzeitig in den Hohlraum appliziert wird.
[0007] Der mechanische Aufbau eines solchen Wechselkopfes mit Klappmechanismus ist jedoch
sehr aufwändig und auch verhältnismäßig anfällig. So darf das Umklappen der Düsenelemente
nicht zu schnell erfolgen, da sich ein Düsenelement durch den Impuls beim Anschlag,
wenn es also seine Applikationsstellung einnimmt, verbiegen kann. Zudem erfordert
der Umklappvorgang verhältnismäßig viel Zeit; ein Wechsel von einem ersten Düsenelement
zu einem zweiten Düsenelement dauert in der Regel 3 bis 4 Sekunden. Dies schränkt
die Zahl der behandelten Fahrzeugkarosserien pro Zeiteinheit ein, begrenzt also die
Taktzahl der Behandlungsanlage.
[0008] Darüber hinaus muss stets überprüft werden, ob das zu verwendende Düsenelement in
seiner Applikationsstellung und die übrigen Düsenelemente in ihrer jeweiligen Ruhestellung
korrekt arretiert sind. Ist dies nicht der Fall, kann es zu unerwünschten Kollisionen
der Düsenelemente mit der Fahrzeugkarosserie kommen.
[0009] Ferner ist der Bauraum, der für den Klappmechanismus benötigt wird, sehr groß gegenüber
den Abmessungen der Düsenelemente. Dies schränkt die Erreichbarkeit von Hohlräumen
insbesondere im Innenraum der Fahrzeugkarosserie ein.
[0010] Im Laufe des Betriebs verschmutzen die Düsenelemente durch außen haftendes Wachs
und müssen nach einer gewissen Betriebsdauer gereinigt werden. Hierzu muss der Wechselkopf
in der Regel vom Roboterarm abgenommen und an einem anderen Ort separat gereinigt
wird. Damit ein kontinuierlicher Betrieb auch während der Reinigung des Wechselkopfs
aufrechterhalten werden kann, muss ein baugleicher Wechselkopf vorhanden sein, der
im Austausch gegen den zu reinigenden Wechselkopf verwendet wird. Dies wiederum schlägt
sich in den Gesamtbetriebskosten nieder.
[0011] Dadurch, dass eine Leiteinrichtung vorgesehen ist, mittels welcher der Strömungsweg
des Beschichtungsmaterials von der Materialquelle derart einstellbar ist, dass der
Strömungsweg wahlweise zu der ersten Abgabeöffnung und/oder zu der wenigstens einen
weiteren Abgabeöffnung führt, kann im Gegensatz zu bekannten Düsenanordnungen das
Beschichtungsmaterial wahlweise und damit gezielt über eine oder mehrere bestimmte
Abgabeöffnungen im Düsenelement appliziert werden. Ein und dasselbe Düsenelement kann
somit mehrere Abgabeöffnungen aufweisen, von denen nur ein Teil für einen ersten Hohlraumtyp
und ein anderer Teil für einen zweiten Hohlraumtyp genutzt wird, usw..
Ein und dieselbe Abgabeöffnung kann dabei für mehrere unterschiedliche Hohlräume genutzt
werden, gegebenenfalls in Kombination mit jeweils anderen weiteren Abgabeöffnungen
und Abgabedrücken.
[0012] Bei der einfachsten Variante sind beispielsweise zwei Abgabeöffnungen in ein und
demselben Düsenelement vorhanden. Beschichtungsmaterial kann über die erste Abgabeöffnung
in einen Hohlraum eines ersten Typs abgegeben werden, indem die Leiteinrichtung das
Beschichtungsmaterial entsprechend zu der ersten Abgabeöffnung leitet. Wenn ein Hohlraum
eines zweiten Typs mit Beschichtungsmaterial versehen werden soll, wird das Beschichtungsmaterial
über die Leiteinrichtung dann zur zweiten Abgabeöffnung geleitet. Je nach Art des
Hohlraum muss die Applikation an verschiedenen Stellen des Hohlraums erfolgen.
[0013] Hierdurch kann ein und dasselbe Düsenelement für unterschiedliche Hohlraumtypen eingesetzt
werden, ohne dass ein Austausch des Düsenelements erforderlich ist. Die Taktzeiten
werden dadurch erhöht, was sich in einer größeren Effizienz des Beschichtungsvorganges
und damit in geringeren Betriebskosten widerspiegelt.
[0014] Es ist günstig, dass die Leiteinrichtung ein Leitkörper ist, welcher im Inneren des
Düsenelements angeordnet ist und wenigstens einen Strömungskanal vorgibt und abhängig
von seiner Lage oder Stellung unterschiedliche Strömungswege für das Beschichtungsmaterial
festlegt. Ein solcher Leitkörper ist als einstückiges kompaktes Bauteil mechanisch
wenig anfällig.
[0015] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Düsenanordnung der eingangs genannten Art zu schaffen,
welche den oben erläuterten Gedanken Rechnung trägt.
[0016] Diese Aufgabe wir dadurch gelöst, dass
d) der wenigstens eine Strömungskanal durch eine Strömungsnut im Leitkörper vorgegeben
ist.
[0017] Vorteilhaft ist der Leitkörper um eine Drehachse verdrehbar gelagert. Eine Verdrehung
zur Änderung des Strömungsweges ist technisch verhältnismäßig einfach umzusetzen.
[0018] Beispielsweise kann der Leitkörper hierzu mit einer Drehwelle gekoppelt sein, welche
wenigstens bereichsweise im Inneren des Düsenelements verläuft. Insgesamt ist so ein
kompaktes Düsenelement gebildet, dessen lichte Außenkontur nicht durch den Strömungsweg
einstellende Komponenten beeinflusst wird.
[0019] Es kann günstig sein, wenn die Drehwelle wenigstens bereichsweise flexibel ist.
[0020] Es ist ferner von Vorteil, wenn das Düsenelement einen Beschickungsraum vorgibt,
dem Beschichtungsmaterial zuführbar ist und welcher mit der Leiteinrichtung kommuniziert.
So kann der Innenraum des Düsenelements genutzt und auf außen liegende Leitungen entlang
des Düsenelements verzichtet werden
[0021] Wenn das Düsenelement eine langgestreckte Düsenlanze ist, kann diese tief in Hohlräume
eingeführt und so eine effiziente Applikation von Beschichtungsmaterial bewirkt werden.
Vorzugsweise sind die Abgabeöffnungen am freien Ende, also der Spitze, der Düsenlanze
vorgesehen.
[0022] Es hat sich als günstig erwiesen, wenn die Düsenlanze geradlinig ist.
Alternativ kann die Düsenlanze gekrümmt sein. Diese Form kann für bestimmte Hohlraumtypen
von Vorteil sein. Insbesondere bei einer gekrümmten Düsenlanze kommt die oben angesprochene
flexible Drehwelle zum Tragen, wenn eine Drehwelle verwendet wird.
[0023] Die Vielseitigkeit der Düsenanordnung wird erhöht, wenn die Abgabeöffnungen derart
ausgebildet sind, das Beschichtungsmaterial in unterschiedlichen Hauptrichtungen von
dem Düsenelement abgebbar ist.
[0024] In der Praxis konnten gute Beschichtungsergebnisse mit wenigstens einer Abgabeöffnung
mit einem kreisrunden Querschnitt erzielt werden.
[0025] Darüber ist es von Vorteil, wenn wenigstens eine Abgabeöffnung einen elliptischen,
rechteckigen, quadratischen, dreieckigen, fünfeckigen, sechseckigen Querschnitt oder
einen Querschnitt mit mehr als sechs Ecken hat.
[0026] Auch kann wenigstens eine der Abgabeöffnungen schlitzförmig oder als Langloch ausgebildet
sein.
[0027] Eine Anpassung des Düsenelements an eine zu behandelnde Fahrzeugkarosserie kann weiter
dadurch erfolgen, dass wenigstens zwei Abgabeöffnungen mit unterschiedlichen Querschnitten
zu einer Kombinationsabgabeöffnung vereint sind. Eine solche Kombinationsabgabeöffnung
kann beispielsweise die Form eines Schlüssellochs haben. In diesem Fall ist eine erste
Abgabeöffnung mit kreisrundem Querschnitt mit einer zweiten Abgabeöffnung mit dreieckigem
Querschnitt vereint.
[0028] Ferner kann eine individuelle Abstimmung der Düsenanordnung an bestimmte Hohlraumtypen
dadurch erfolgen, dass die Abgabeöffnungen unterschiedlichen Querschnitt haben.
[0029] Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher
erläutert. In diesen zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf einen Kopfabschnitt eines ersten Ausführungsbeispiels einer Düsenanordnung
mit einer geradlinigen Düsenlanze;
- Figur 2
- einen Schnitt der Düsenanordnung von Figur 1 entlang der dortigen Schnittlinie II-II,
wobei ein Leitkörper in einer ersten Stellung gezeigt ist;
- Figur 3
- den Kopfabschnitt mit Leitkörper und einer diesen tragenden Drehwelle im Schnitt von
Figur 2 in vergrößertem Maßstab;
- Figur 4
- einen der Figur 2 entsprechenden Schnitt der Düsenanordnung, wobei der Leitkörper
in einer zweiten Stellung gezeigt ist;
- Figur 5
- einen Schnitt der Düsenanordnung entlang der Schnittlinie V-V von Figur 4;
- Figur 6
- einen Längsschnitt eines Reinigungsbehälters zur Reinigung der Düsenlanze mit einer
Lamellenabdeckung, wobei auch die Düsenanordnung nach den Figuren 1 bis 5 gezeigt
ist;
- Figur 7
- eine Ansicht von oben auf den Reinigungsbehälter von Figur 6, wobei Lamellen eine
Eintauchöffnung freigeben;
- Figur 8
- eine der Figur 7 entsprechende Ansicht des Reinigungsbehälters, wobei die Lamellen
eine Abstreifstellung einnehmen;
- Figur 9
- einen den Figuren 2 und 4 entsprechenden Schnitt eines zweiten Ausführungsbeispiels
einer Düsenanordnung mit einer gekrümmten Düsenlanze.
[0030] Zunächst wird auf die Figuren 1 und 2 Bezug genommen. Dort ist mit 10 insgesamt eine
Düsenanordnung bezeichnet, mittels welcher ein Korrosionsschutzwachs in Hohlräume
von Fahrzeugkarosserien appliziert werden kann.
[0031] Die Düsenanordnung 10 umfasst einen Lagerblock 12 mit zwei sich gegenüberliegenden
und zueinander parallelen Außenflächen 12a, 12b. Senkrecht zu diesen verläuft eine
gestufte Durchgangsbohrung 14 durch den Lagerblock 12 hindurch. Ausgehend von der
Außenfläche 12a in Richtung auf die Außenfläche 12b umfasst die Durchgangsbohrung
14 drei Abschnitte 14a, 14b, 14c mit jeweils kreisrundem Querschnitt, jedoch unterschiedlichen
Durchmessern. Der Abschnitt 14a weist hierbei den größten Durchmesser, der mittlere
Abschnitt 14b den kleinsten Durchmesser und der Abschnitt 14c einen dazwischen liegenden
Durchmesser auf.
[0032] Die Düsenanordnung 10 umfasst ferner eine zylindrische Düsenlanze 16. Diese weist
an einem in axialer Richtung offenen Befestigungsende 18 einen in Umfangsrichtung
umlaufenden Befestigungsflansch 20 auf. Der Befestigungsflansch 20 ist in den Abschnitt
14a der Durchgangsbohrung 14 im Lagerblock 12 eingesetzt, welcher einen zum Befestigungsflansch
20 komplementären Durchmesser und eine dazu passende Tiefe hat. Die Düsenlanze 16
ist mittels Schrauben 21 an dem Lagerblock 12 lösbar befestigt. Die Düsenlanze 16
ist insgesamt koaxial zur Durchgangsbohrung 14 im Lagerblock 12 angeordnet.
[0033] Die Düsenlanze 16 umfasst einen Rumpfabschnitt 22, der sich von dem Befestigungsflansch
20 am Befestigungsende 18 bis zu einem Kopfabschnitt 24 an dem vom Befestigungsende
18 abliegenden Abgabeende 26 der Düsenlanze 16 erstreckt.
[0034] Der Rumpfabschnitt 22 der Düsenlanze 16 ist durch eine kreiszylindrische Gehäusewand
28 gebildet. An diese schließt sich am Abgabeende 26 der Düsenlanze 16 ein ebenfalls
kreiszylindrischer Wandabschnitt 30 des Kopfabschnitts 24 an, der seinerseits in eine
halbkugelförmige Stirnwand 32 des Kopfabschnitts 24 übergeht. Insgesamt ist die Düsenlanze
16 einstückig ausgebildet. In Abwandlung kann der Kopfabschnitt 24 jedoch auch lösbar
mit dem Rumpfabschnitt 22 der Düsenlanze 16 verbunden sein, beispielsweise durch eine
Gewindeverbindung.
[0035] Die Stirnwand 32 des Kopfabschnitts 24 der Düsenlanze 16 weist beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel zwei Abgabeöffnungen 34 und 36 mit kreisrundem Querschnitt auf.
Die beiden Abgabeöffnungen 34 und 36 sind somit in ein und derselben Düsenlanze 16
vorgesehen. Die Längsachse der ersten Abgabeöffnung 34 verläuft in einem Winkel von
45° zur Längsachse der Düsenlanze 16, wogegen die Längsachse der zweiten Abgabeöffnung
36 im 90°-Winkel zu der Längsachse der Düsenlanze 16 steht.
[0036] Nahe dem Befestigungsflansch 20 durchdringt eine Zuführleitung 38 die Gehäusewand
28, welche an ihrem von der Düsenlanze 16 abliegenden Ende einen Anschluss 40 aufweist.
Über diesen kann die Zuführleitung 38 mit einer hier nicht eigens gezeigten Materialquelle
in Form einer Mischkammer verbunden werden, in welcher in an und für sich bekannter
Weise ein Druckluft/Wachs-Gemisch erzeugt werden kann, welches dann über die Zuführleitung
38 in das Innere der Düsenlanze 16 gefördert wird.
[0037] Die Düsenanordnung 10 umfasst eine Drehwelle 42 mit kreisrundem Querschnitt, welche
sich durch die Durchgangsbohrung 14 im Lagerblock 12 hindurch und im Inneren der Düsenlanze
16 erstreckt. Die Drehwelle 42 ist im Lagerblock 12 mittels eines Drehlagers 44 drehbar
gelagert, welches in dem Abschnitt 14c der Durchgangsbohrung 14 angeordnet ist. Ein
Antriebsende 46 der Drehwelle 42 ist auf der Seite der Außenfläche 12b des Lagerblocks
12 von außen zugänglich und kann dort mit einer hier nicht eigens gezeigten Antrieb/Getriebeeinheit
verbunden werden.
[0038] Die Drehwelle 42 verjüngt sich an ihrem dem Antriebsende 46 gegenüberliegenden Ende
zu einem Koppelende 48, an welchem sie einen Leitkörper 50 trägt.
[0039] Der Leitkörper 50 ist in Figur 3 im Detail zu erkennen und weist einen halbkugelförmigen
Stirnabschnitt 52 mit einer halbkugelförmigen Stirnfläche 52a auf, welche komplementär
zu der Innenfläche der halbkugelförmigen Stirnwand 32 des Kopfabschnitts 24 ist. Der
Leitkörper 50 ist so im Kopfabschnitt 24 der Düsenlanze 16 angeordnet, dass sein Stirnabschnitt
52 an der Innenfläche der halbkugelförmigen Stirnwand 32 des Kopfabschnitts 24 anliegt.
In Richtung auf den Lagerblock 12 geht der halbkugelförmige Stirnabschnitt 52 des
Leitkörpers 50 in einen zylindrischen Abschnitt 54 über, dessen lichte Außenkontur
komplementär zur Innenmantelfläche des kreiszylindrischen Wandabschnitts 30 des Kopfabschnitts
24 ist und welcher in einer zu dessen Längsachse senkrechten Grundfläche 56 endet.
[0040] In diese Grundfläche 56 ist eine Aufnahme 58 eingearbeitet, welche komplementär zur
freien Spitze 60 am Koppelende 48 der Drehwelle 42 ist, welche in die Vertiefung 58
hinein ragt. Am Koppelende 48 der Drehwelle 42 ist außerdem ein umlaufender Kragen
62 vorgesehen, an welchen der Leitkörper 50 anliegt und welcher die Eindringtiefe
der freien Spitze 60 der Drehwelle 42 in die Vertiefung 58 des Leitkörpers 50 begrenzt.
[0041] Der Kragen 62 ist nicht rotationssymmetrisch zur Längsachse der Drehwelle 42 ausgebildet
und umfasst einen Tragabschnitt 64 (vgl. auch Figur 5) mit einer Durchgangsbohrung
66. Durch diese ist eine Gewindeschraube 68 geführt, die in eine komplementäre Gewindebohrung
70 im Leitkörper 50 eingreift, wodurch dieser mit der Drehwelle 42 gekoppelt ist.
Wenn die Drehwelle 42 um ihre Längsachse verdreht wird, folgt der Leitkörper 50 dieser
Drehbewegung.
[0042] Zwischen der Grundfläche 56 und der halbkugelförmigen Außenfläche 52a des Leitkörpers
50 erstreckt sich eine Strömungsnut 72, deren gekrümmter Nutgrund 74 in Richtung auf
die halbkugelförmige Außenfläche 52a des Leitkörpers 50 zu schräg nach radial außen
verläuft. Die Nutwände 76 und 78 sind gegenüber einer Mittelebene der Strömungsnut
72, die in Figur 5 als gestrichelte Linie angedeutet ist, in Richtung nach radial
außen geneigt. Die Strömungsnut 72 gibt einen Strömungskanal durch den Leitkörper
50 hindurch vor.
[0043] Zwischen der Innenmantelfläche des Rumpfabschnitts 22 der Düsenlanze 16 und der Drehwelle
42 verbleibt ein Beschickungsraum in Form eines Ringraumes 80, welcher mit der Zuführleitung
38 kommuniziert und welcher mit einem Druckluft/Wachs-Gemisch beschickt werden kann.
Der mittlere Abschnitt 14c der Durchgangsbohrung 14 im Lagerblock 12 ist gegen diesen
Ringraum 80 mittels einer Dichtung 82 fluiddicht abgedichtet.
[0044] Die oben beschriebene Düsenanordnung 10 funktioniert nun wie folgt:
Zum Gebrauch wird die Düsenanordnung 10 an einem Applikationsroboter befestigt, wie
er an und für sich bekannt ist. In der Regel werden sechsachsige Applikationsroboter
verwendet. Der Anschluss 40 der Zuführleitung 38 wird mit der erwähnten Mischkammer
verbunden, in welcher ein Druckluft/ WachsGemisch erzeugt werden kann. Das Antriebsende
46 der Drehwelle 42 wird mit der Motor/Getriebeeinheit verbunden, so dass die Drehwelle
42 in beide Drehrichtungen um ihre Längsachse verdreht werden kann. Auf Grund der
Bewegungsfreiheitsgrade des Applikationsroboters kann die Düsenanordnung 10 zudem
als ganzes um ihre Längsachse verdreht werden.
[0045] Die Düsenlanze 16 wird nun in den Hohlraum einer Fahrzeugkarosserie eingeführt, in
welchen ein Korrosionsschutzwachs eingebracht werden soll.
[0046] Über die beiden Abgabeöffnungen 34 und 36 im Kopfabschnitt 24 der Düsenlanze 16 kann
das Druckluft/Wachs-Gemisch mit einer Hauptrichtung abgegeben werden, welche der Richtung
der Längsachse der jeweiligen Abgabeöffnung 34 und 36 entspricht. In der Regel wird
sich ein Abgabekegel um die jeweilige Längsachse bilden.
[0047] Wenn es auf Grund der Geometrie des Hohlraumes erforderlich ist, dass die Düsenlanze
16 das Druckluft/Wachs-Gemisch in eine Hauptrichtung senkrecht zu ihrer Längsachse
abgibt, wird die Drehwelle 42 mittels der Motor/Getriebeeinheit solange verdreht,
bis die Strömungsnut 72 im Leitkörper 50 eine Stellung einnimmt, in welcher die zweite
Abgabeöffnung 36 über die Strömungsnut 72 mit dem Ringraum 80 in der Düsenlanze 16
kommuniziert. Die entsprechende Stellung der Drehwelle 42 und des Leitkörpers 50 ist
in den Figuren 2 und 3 zu erkennen.
[0048] Nun wird in der Mischkammer das Druckluft/Wachs-Gemisch erzeugt, welches über die
Zuführleitung 40 in den Ringraum 80 der Düsenlanze 16 und in die Strömungsnut 72 im
Leitkörper 50 strömt und von dort durch die zweite Abgabeöffnung 36 des Kopfabschnitts
24 der Düsenlanze 16 nach außen abgegeben wird.
[0049] Wenn es wegen der Geometrie des Hohlraumes dagegen günstiger ist, wenn die Düsenlanze
16 das Druckluft/Wachs-Gemisch in einer Hauptrichtung nach vorne abgibt, die in einem
45°-Winkel zu ihrer Längsachse steht, wird die Drehwelle 42 mittels der Motor/Getriebeeinheit
solange verdreht, bis die Strömungsnut 72 im Leitkörper 50 eine Stellung einnimmt,
in welcher die erste Abgabeöffnung 34 über die Strömungsnut 72 mit dem Ringraum 80
in der Düsenlanze 16 kommuniziert. Die entsprechende Stellung der Drehwelle 42 und
des Leitkörpers 50 ist in den Figuren 4 und 5 gezeigt.
[0050] Mittels des Leitkörpers 50 kann somit der Strömungsweg des Druckluft/Wachs-Gemisches
und damit des eigentlichen Beschichtungsmaterials in Form des Wachses aus der Mischkammer
derart eingestellt werden, dass er wahlweise zu der ersten Abgabeöffnung 34 oder zu
der zweiten Abgabeöffnung 36 führt.
[0051] Indem der Roboterarm die Düsenanordnung 10 als Ganzes um ihre Längsachse verdreht,
wird das Druckluft/Wachs-Gemisch in Umfangsrichtung um die Düsenlanze 16 herum in
dem jeweiligen Hohlraum verteilt.
[0052] Soweit es die örtlichen Gegebenheiten zulassen, kann eine gegebenenfalls erforderliche
Änderung der Abgaberichtung für das Druckluft/Wachs-Gemisch bezogen auf den Hohlraum
in der Fahrzeugkarosserie durch eine Veränderung der Lage der Düsenlanze 16 erreicht
werden, indem der Roboterarm entsprechend angesteuert wird.
[0053] Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel sind im Kopfabschnitt 24 der Düsenlanze 16
zwei Abgabeöffnungen 34 und 36 vorgesehen, die in einer vordefinierten und unveränderlichen
Relativlage zueinander angeordnet sind. Bei einer Abwandlung können in ein und derselben
Düsenlanze 16 auch noch weitere solche Abgabeöffnungen vorgesehen sein, welche je
nach Stellung des Leitkörpers 50 mit dessen Strömungsnut 72 kommunizieren können.
Auch können die Längsachsen der Abgabeöffnungen andere Winkel als 90° oder 45° mit
der Längsachse der Düsenlanze 16 einschließen, so dass die Hauptrichtung, mit der
das Druckluft/Wachs-Gemisch über eine bestimmte Abgabeöffnung abgegeben wird, verändert
werden kann.
[0054] Die Düsenlanze 16 und insbesondere deren Kopfabschnitt 24 kann durch eine entsprechende
Anzahl von Abgabeöffnungen und deren Anordnung im Hinblick auf mehrere verschiedene
Hohlräume einer bestimmten zu behandelnden Fahrzeugkarosserie maßgeschneidert werden.
[0055] Die Düsenlanze 16 kann so für die Applikation von verschiedenen Hohlräumen einer
Fahrzeugkarosserie genutzt werden, die sich in ihrer Geometrie unterscheiden. Ein
Austausch einer Applikationsdüse, wie es bislang erforderlich war, wenn nach einem
ersten Hohlraum ein davon verschiedener Hohlraum mit Wachs versehen werden sollte,
kann somit entfallen.
[0056] In Abwandlung umfasst der Leitkörper 50 nicht nur die eine Strömungsnut 72, sondern
darüber hinaus wenigstens eine weitere Strömungsnut. Bei einer entsprechenden Anordnung
von zwei Strömungsnuten im Leitkörper 50 kann so beispielsweise erreicht werden, dass
das Druckluft/Wachs-Gemisch abhängig von der Stellung des Leitkörpers 50 gleichzeitig
über die Abgabeöffnungen 34 und 36 der Düsenlanze 16 abgegeben werden kann, wahlweise
jedoch auch nur über die erste Abgabeöffnung 34 oder nur über die zweite Abgabeöffnung
36.
[0057] Anstelle von oder zusätzlich zu einer oder mehreren Strömungsnuten können auch ausgehend
von seiner Grundfläche 56 ein oder mehrere Durchgänge im Leitkörper 50 vorgesehen
sein, welche so verlaufen, dass sie je nach Stellung des Leitkörpers 50 in eine zugehörige
Abgabeöffnung der Düsenlanze 16 münden.
[0058] Wie bereits oben erwähnt, können anstelle der im Querschnitt kreisrunden Abgabeöffnungen
34 und 36 auch Abgabeöffnungen mit davon verschiedenen Querschnitten vorgesehen sein.
Beispielsweise können im Kopfabschnitt 24 der Düsenlanze 16 ein oder mehrere Abgabeschlitze
oder Abgabelanglöcher vorgesehen sein, durch welche das Druckluft/Wachs-Gemisch fächerförmig
abgegeben werden kann. Insgesamt kann die Düsenlanze 16 eine beliebige Anzahl von
Abgabeöffnungen aufweisen, deren Querschnitt ebenfalls beliebig ausgebildet sein kann.
So können auch unterschiedliche Geometrien miteinander zu einem Querschnitt kombiniert
werden, wie z.B. einem Querschnitt in Form eines Schlüssellochs, und Abgabeöffnungen
können in verschiedenen Abständen voneinander angeordnet sein. Auf diese Weise kann
eine individuelle Anpassung an eine zu behandelnde Fahrzeugkarosserie bzw. an deren
Hohlräume erfolgen.
[0059] Beim oben beschriebenen Ausführungsbeispiel ist der Kopfabschnitt 24 der Düsenlanze
16 im Wesentlichen halbkugelförmig. Auch andere zur Längsachse rotationssymmetrische
Geometrien sind jedoch möglich. So kann der Kopfabschnitt der Düsenlanze 16 beispielsweise
kegelförmig oder kegelstumpfförmig sein.
[0060] Nach einer gewissen Betriebsdauer haften an der Außenfläche der Düsenlanze 16 Wachsreste,
welche die einwandfreie Funktion der Düsenanordnung 10 beeinträchtigen können. Um
die Düsenlanze 16 zu reinigen, kann diese beispielsweise in eine Reinigungsflüssigkeit
in einem Behälter 84 eingetaucht werden, wie es in den Figuren 6 bis 8 gezeigt ist.
In Figur 6 ist der Übersichtlichkeit halber von der Düsenanordnung 10 lediglich noch
die dort durchscheinend gezeigte Düsenlanze 16 mit einem Bezugszeichen versehen.
[0061] Der Behälter 84 ist zudem mit Sprühdüsen 86 versehen, die über Leitungen 88 mit einer
hier nicht eigens gezeigten Quelle für Reinigungsmittel verbunden sind und mittels
derer Reinigungsmittel auf die Düsenlanze 16 aufgebracht werden kann.
[0062] An der Außenseite der Düsenlanze 16 haftende Wachsreste können alternativ oder ergänzend
auch mechanisch von der Düsenlanze 16 abgestreift werden. Hierzu umfasst der Behälter
84 eine Lamellenabdeckung 90 mit Lamellen 92 nach Art einer Irisblende, von denen
in den Figuren 6 bis 8 nur eine mit einem Bezugszeichen versehen ist. Die Lammellenabdeckung
90 wird mittels eines Pneumatikzylinders 94 angesteuert (vgl. Figuren 7 und 8).
[0063] Zur Reinigung der Düsenlanze 16 wird diese durch eine zwischen den zurückgezogenen
Lamellen verbleibende Eintauchöffnung 96 geschoben, wobei die Lamellen 92 soweit zurückgezogen
sind, dass sie nicht in Kontakt mit der Düsenlanze 16 kommen (vgl. Figur 7). Dann
werden die Lamellen 92 in eine Abstreifstellung auf die Düsenlanze 16 zu bewegt, bis
sie diese berühren und zwischen den Lamellen 92 eine Abstreiföffnung 98 verbleibt
(vgl. Figur 8). Hierauf wird die Düsenlanze 16 wieder zurückbewegt, wobei die Lamellen
92 an der Außenfläche der Düsenlanze 16 haftendes Wachs mechanisch abstreifen.
[0064] Der Behälter 84 weist in seinem Boden eine Ablauföffnung 100 auf, über die Reinigungsmittel
und Wachsreste ablaufen können. Wenn Reinigungsmittel bis zu einem bestimmten Pegel
im Behälter 84 vorliegen soll, ist die Ablauföffnung 100 verschlossen, beispielsweise
mittels eines Stopfens.
[0065] Die Reinigung kann am Applikationssort erfolgen, ohne dass die Düsenlanze 16 ausgetauscht
werden muss. Dies wird insbesondere durch die insgesamt schlanke und raumsparende
Ausbildung der Düsenanordnung 10 möglich.
[0066] In Figur 9 ist als weiteres Ausführungsbeispiel eine Düsenanordnung 110 gezeigt.
Komponenten, welche denjenigen der Düsenanordnung 10 nach den Figuren 1 bis 5 entsprechen,
tragen in Figur 9 dieselben Bezugszeichen zuzüglich 100. Im Unterschied zur geradlinigen
Düsenlanze 16 der Düsenanordnung 10 weist die Düsenlanze 116 der Düsenanordnung 110
eine Krümmung auf. Hierdurch kann die Düsenlanze gegebenenfalls noch besser an einen
zu behandelnden Hohlraum einer Fahrzeugkarosserie angepasst sein.
[0067] Die Düsenlanze 116 ist aus drei Einzelteilen 116a, 116b und 116c zusammengefügt,
wobei das Teil 116c den Kopfabschnitt 124 der Düsenlanze 116 bildet. Beispielsweise
können die Teile 116a, 116b und 116c miteinander verschweißt sein. Der Befestigungsflansch
120 der Düsenlanze 116 ist dicker ausgebildet als der Befestigungsflansch 20 der Düsenlanze
16 und ragt nur bereichsweise in den Abschnitt 114a der Durchgangsbohrung 114 im Lagerblock
112.
[0068] Von dem Rumpfabschnitt 122 der Düsenlanze 116 geht keine Zuführleitung ab. Vielmehr
weist der Rumpfabschnitt 122 der Düsenlanze 116 den von außen zugänglichen Anschluss
140 zur Verbindung mit der nicht eigens gezeigten Mischkammer auf.
[0069] Die Drehwelle 142 umfasst drei miteinander verbundene Abschnitte 142a, 142b und 142c.
Der Abschnitt 142a bildet das Antriebsende 146 der Drehwelle 142, welches durch den
Lagerblock 112 hindurch nach außen ragt. Der mittlere Abschnitt 142b der Drehwelle
142, welcher im Inneren der gekrümmten Düsenlanze 116 verläuft, ist flexibel ausgebildet
und hat einen Durchmesser, welcher etwa dem Durchmesser des Koppelendes 48 der Drehwelle
42 entspricht. Dadurch kann der mittlere Abschnitt 142b der Drehwelle 142 der Krümmung
der Düsenlanze 116 folgen, ohne deren Innenmantelfläche zu berühren. Der dritte Abschnitt
142c der Drehwelle 142 schließlich bildet deren Koppelende 148.
[0070] Im Übrigen gilt das oben zur in den Figuren 1 bis 5 gezeigten Düsenanordnung 10 Gesagte
für die Düsenanordnung 110 sinngemäß entsprechend. Dies gilt auch für den im Zusammenhang
mit den Figuren 6 bis 8 erläuterten Reinigungsvorgang.
1. Düsenanordnung zur Applikation von Beschichtungsmaterial in Hohlräume von Gegenständen,
insbesondere von Fahrzeugkarosserien, mit
a) einem Düsenelement (16; 116), welches mit einer Materialquelle verbindbar ist und
eine erste Abgabeöffnung (34, 134) und wenigstens eine weitere Abgabeöffnung (36;
136) umfasst, über die Beschichtungsmaterial abgebbar ist,
b) einer Leiteinrichtung (50; 150), mittels welcher der Strömungsweg des Beschichtungsmaterials
von der Materialquelle derart einstellbar ist, dass der Strömungsweg wahlweise zu
der ersten Abgabeöffnung (34; 134) und/oder zu der wenigstens einen weiteren Abgabeöffnung
(36; 136) führt;
wobei
c) die Leiteinrichtung (50; 150) ein Leitkörper (50; 150) ist, welcher im Inneren
des Düsenelements (16; 116) angeordnet ist und wenigstens einen Strömungskanal (72;
172) vorgibt und abhängig von seiner Lage oder Stellung unterschiedliche Strömungswege
für das Beschichtungsmaterial vorgibt,
dadurch gekennzeichnet, dass
d) der wenigstens eine Strömungskanal (72; 172) durch eine Strömungsnut im Leitkörper
(50; 150) vorgegeben ist.
2. Düsenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitkörper (50; 150) um eine Drehachse verdrehbar gelagert ist.
3. Düsenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitkörper (50; 150) mit einer Drehwelle (42; 142) gekoppelt ist, welche wenigstens
bereichsweise im Inneren des Düsenelements (16) verläuft.
4. Düsenanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehwelle (142) wenigstens bereichsweise flexibel ist.
5. Düsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Düsenelement (16; 116) einen Beschickungsraum (80; 180) vorgibt, dem Beschichtungsmaterial
zuführbar ist und welcher mit der Leiteinrichtung (50; 150) kommuniziert.
6. Düsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Düsenelement (16; 116) eine langgestreckte Düsenlanze (16; 116) ist.
7. Düsenanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenlanze (16) geradlinig ist.
8. Düsenanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenlanze (116) gekrümmt ist.
9. Düsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabeöffnungen (34, 36; 134, 136) derart ausgebildet sind, das Beschichtungsmaterial
in unterschiedlichen Hauptrichtungen von dem Düsenelement (16; 116) abgebbar ist.
10. Düsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Abgabeöffnung (34, 36; 134, 136) einen kreisrunden Querschnitt hat.
11. Düsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Abgabeöffnung einen elliptischen, rechteckigen, quadratischen, dreieckigen,
fünfeckigen, sechseckigen Querschnitt oder einen Querschnitt mit mehr als sechs Ecken
hat.
12. Düsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Abgabeöffnungen schlitzförmig oder als Langloch ausgebildet ist.
13. Düsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Abgabeöffnungen mit unterschiedlichen Querschnitten zu einer Kombinationsabgabeöffnung
vereint sind.
14. Düsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabeöffnungen unterschiedlichen Querschnitt haben.
1. A nozzle arrangement for applying coating material into cavities of objects, in particular
of vehicle bodies, having
a) a nozzle element (16; 116) which may be connected to a material source and which
comprises a first dispensing opening (34, 134) and at least one further dispensing
opening (36; 136) through which coating material may be dispensed,
b) a directing device (50; 150), by means of which the flow path of the coating material
from the material source is adjustable such that the flow path leads optionally to
the first dispensing opening (34; 134) and/or to the at least one further dispensing
opening (36; 136);
wherein
c) the directing device (50; 150) is a directing body (50; 150) which is arranged
in the interior of the nozzle element (16; 116) and defines at least one flow channel
(72; 172) and, depending on its position or location, establishes different flow paths
for the coating material,
characterized in that
d) the at least one flow channel (72; 172) is defined by a flow groove in the directing
body (50; 150).
2. A nozzle arrangement according to claim 1, characterised in that the directing body (50; 150) is borne to be rotatable about an axis of rotation.
3. A nozzle arrangement according to claim 2, characterised in that the directing body (50; 150) is coupled to a rotary shaft (42; 142) which extends
at least in certain regions in the interior of the nozzle element (16).
4. A nozzle arrangement according to claim 3, characterised in that the rotary shaft (142) is flexible at least in certain regions.
5. A nozzle arrangement according to one of claims 1 to 4, characterised in that the nozzle element (16; 116) defines a charging space (80; 180) to which coating
material may be fed and which communicates with the directing device (50; 150).
6. A nozzle arrangement according to one of claims 1 to 5, characterised in that the nozzle element (16; 116) is an elongate nozzle lance (16; 116).
7. A nozzle arrangement according to claim 6, characterised in that the nozzle lance (16) is rectilinear.
8. A nozzle arrangement according to claim 6, characterised in that the nozzle lance (116) is curved.
9. A nozzle arrangement according to one of claims 1 to 8, characterised in that the dispensing openings (34, 36; 134, 136) are constructed such that the coating
material may be dispensed from the nozzle element (16; 116) in different main directions.
10. A nozzle arrangement according to one of claims 1 to 9, characterised in that at least one dispensing opening (34, 36; 134, 136) has a circular cross section.
11. A nozzle arrangement according to one of claims 1 to 10, characterised in that at least one dispensing opening has an elliptical, rectangular, square, triangular,
five-sided or hexagonal cross section or a cross section having more than six sides.
12. A nozzle arrangement according to one of claims 1 to 11, characterised in that at least one of the dispensing openings is slot-shaped or takes the form of an elongate
hole.
13. A nozzle arrangement according to one of claims 1 to 12, characterised in that at least two dispensing openings having different cross sections are joined into
a combined dispensing opening.
14. A nozzle arrangement according to one of claims 1 to 13, characterised in that the dispensing openings have different cross sections.
1. Ensemble de pulvérisation conçu pour déposer du matériau de revêtement dans des cavités
d'objets, notamment de carrosseries de véhicules, comprenant
a) un élément (16 ; 116) formant buse, qui peut être raccordé à une source de matériau
et inclut un premier orifice de décharge (34 ; 134) et au moins un orifice supplémentaire
de décharge (36 ; 136), par l'intermédiaire desquels du matériau de revêtement peut
être délivré,
b) un dispositif directeur (50 ; 150) au moyen duquel le trajet d'écoulement du matériau
de revêtement, à partir de la source de matériau, peut être réglé de façon telle que
ledit trajet d'écoulement mène, sélectivement, au premier orifice de décharge (34
; 134) et/ou à l'orifice supplémentaire de décharge (36 ; 136) à présence minimale
;
sachant que
c) ledit dispositif directeur (50 ; 150) est un corps directeur (50 ; 150) logé dans
l'espace interne de l'élément (16 ; 116) formant buse, prédéfinissant au moins un
canal d'écoulement (72 ; 172) et préétablissant, en fonction de son implantation ou
de sa position, différents trajets d'écoulement affectés au matériau de revêtement,
caractérisé par le fait que
d) le canal d'écoulement (72 ; 172), à présence minimale, est prédéfini par une rainure
d'écoulement pratiquée dans le corps directeur (50 ; 150).
2. Ensemble de pulvérisation selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le corps directeur (50 ; 150) est monté tournant autour d'un axe de rotation.
3. Ensemble de pulvérisation selon la revendication 2, caractérisé par le fait que le corps directeur (50 ; 150) est couplé à un arbre rotatif (42 ; 142) s'étendant,
au moins par zones, dans l'espace interne de l'élément (16) formant buse.
4. Ensemble de pulvérisation selon la revendication 3, caractérisé par le fait que l'arbre rotatif (142) est doué de flexibilité, au moins par zones.
5. Ensemble de pulvérisation selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que l'élément (16 ; 116) formant buse prédéfinit une chambre d'alimentation (80 ; 180)
à laquelle du matériau de revêtement peut être délivré, et qui communique avec le
dispositif directeur (50 ; 150).
6. Ensemble de pulvérisation selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que l'élément (16 ; 116) formant buse est une lance pulvérisatrice longiligne (16 ; 116).
7. Ensemble de pulvérisation selon la revendication 6, caractérisé par le fait que la lance pulvérisatrice (16) est rectiligne.
8. Ensemble de pulvérisation selon la revendication 6, caractérisé par le fait que la lance pulvérisatrice (116) est arquée.
9. Ensemble de pulvérisation selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait que les orifices de décharge (34, 36 ; 134, 136) sont réalisés de telle sorte que du
matériau de revêtement puisse être délivré, par l'élément (16 ; 116) formant buse,
dans différentes directions principales.
10. Ensemble de pulvérisation selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait qu'au moins un orifice de décharge (34, 36 ; 134, 136) présente une section transversale
circulaire.
11. Ensemble de pulvérisation selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé par le fait qu'au moins un orifice de décharge présente une section transversale elliptique, rectangulaire,
carrée, triangulaire, pentagonale, hexagonale, ou bien une section transversale comptant
plus de six coins.
12. Ensemble de pulvérisation selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé par le fait qu'au moins l'un des orifices de décharge est réalisé en forme de fente, ou en tant que
trou oblong.
13. Ensemble de pulvérisation selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé par le fait qu'au moins deux orifices de décharge, de sections transversales différentes, sont regroupés
en un orifice de décharge combiné.
14. Ensemble de pulvérisation selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé par le fait que les orifices de décharge présentent des sections transversales différentes.