[0001] Die Erfindung geht aus von einer Übertragungsvorrichtung für ein Schienenfahrzeug
zur Übertragung von Signalen zwischen einer streckenseitigen Signalvorrichtung und
dem Schienenfahrzeug, mit einer fahrzeugseitigen Antennenvorrichtung, die zumindest
im Betrieb mit einem Schienenfahrzeugsgrundkörper mechanisch gekoppelt ist, zumindest
eine erste Antenneneinheit, welche zur Herstellung der Übertragung mit einer streckenseitigen
Signalvorrichtung gemäß einem ersten streckenseitigen Übertragungssystem vorgesehen
ist, und zumindest eine zweite Antenneneinheit umfasst, welche zur Herstellung der
Übertragung mit einer streckenseitigen Signalvorrichtung gemäß einem zweiten streckenseitigen
Übertragungssystem vorgesehen ist.
[0002] Eine derartige Übertragungsvorrichtung ist beispielsweise aus der
EP 1 769 994 A2 bekannt.
[0003] Bei Schienenfahrzeugen für den grenzüberschreitenden Betrieb besteht die Notwendigkeit,
diese Fahrzeuge mit verschiedenen Kommunikationstechniken zur Übertragung von Signalen
zwischen Fahrzeug und streckenseitigen Signalvorrichtungen gemäß länderspezifischen
Vorschriften auszurüsten.
[0004] Diese Techniken werden typischerweise von verschiedenen Herstellern bereitgestellt,
wobei die Ausrüstung der Fahrzeuge zudem strenge Einbauvorschriften der Hersteller
erfüllen muss. Eine Verletzung dieser Einbauvorschriften bewirkt eine notwendige Änderung
der Herstellerspezifikation und kann dadurch eine Zulassung der Fahrzeuge erschweren,
insbesondere verhindern.
[0005] Im ungünstigen Fall einer Inkompatibilität zwischen Einbauvorschriften verschiedener
Hersteller lässt sich der Einbau nur mit besonders hohem Aufwand realisieren.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Übertragungsvorrichtung
bereitzustellen, durch welche ein Einbauvorschriften erfüllender Einbau von zumindest
zwei Antenneneinheiten mit hoher Flexibilität und geringem Aufwand erreicht werden
kann.
[0007] Hierzu wird vorgeschlagen, dass die Übertragungsvorrichtung eine Antriebseinheit
aufweist, die dazu vorgesehen ist, zumindest zu einem Wechsel zwischen den streckenseitigen
Übertragungssystemen eine Bewegung zumindest einer der Antenneneinheiten relativ zum
Schienenfahrzeugsgrundkörper zu bewirken. Durch die vorgeschlagene Ausführung der
Übertragungsvorrichtung kann in Bezug auf die Positionierung zumindest einer der Antenneneinheiten
und den Wechselvorgang ein Freiheitsgrad geschaffen werden, durch welchen sich der
Einbau der zumindest zwei Antenneneinheiten, die vorzugweise unterschiedlichen streckenseitigen,
gemäß verschiedenen länderspezifischen und/oder streckenbetreiberspezifischen Übertragungssystemen
aufgebauten Signalvorrichtungen zugeordnet sind, besonders flexibel gestalten lässt.
[0008] Die Übertragungsvorrichtung zur Übertragung von Signalen zwischen einer streckenseitigen
Signalvorrichtung und dem Schienenfahrzeug ist vorzugsweise zumindest zum Empfangen
eines von der streckenseitigen Signalvorrichtung erzeugten Signals vorgesehen, indem
zumindest eine dieser Signalvorrichtung zugeordnete Antenneneinheit als Empfangseinheit
ausgebildet ist. Zusätzlich kann sie zur Übertragung fahrzeugsbezogener Daten an die
streckenseitige Signalvorrichtung vorgesehen sein, indem zumindest eine dieser Signalvorrichtung
zugeordnete Antenneneinheit als Sende- und Empfangseinheit ausgebildet ist. Unter
einer "Antenneneinheit" soll demnach eine Empfangseinheit, besonders vorteilhaft eine
Sende- und Empfangseinheit verstanden werden.
[0009] Unter einer "streckenseitigen Signalvorrichtung" soll insbesondere eine Vorrichtung
zur Übertragung von Signalen an ein vorbeifahrendes Fahrzeug verstanden werden, die
relativ zum Gleis unbeweglich ist und hierzu bodenfeste Elemente aufweist. Die streckenseitige
Signalvorrichtung kann insbesondere Bestandteil eines Zugbeeinflussungssystems sein,
das im Gleisbereich angeordnete Elemente aufweist, die in Abhängigkeit von permanenten
und/oder temporären Streckenmerkmalen - wie eine zugelassene Geschwindigkeit - in
die Steuerung des Schienenfahrzeugs eingreifen können, um z.B. eine automatische Bremsung
des Schienenfahrzeugs zu bewirken. Die von der Signalvorrichtung übertragenen Signale
weisen einen an die fahrzeugseitige Antennenvorrichtung zu übertragenden Informationsgehalt
auf, der zweckmäßigerweise als eine Signaleigenschaft, wie z.B. eine Amplitude, eine
Frequenz oder eine Phase eines variablen magnetischen, elektrischen und/oder elektromagnetischen
Felds codiert ist, und/oder in einem analogen oder digitalen Datenstrom übertragen
wird. Die Antennenvorrichtung steht vorteilhafterweise mit einer Steuereinheit des
Schienenfahrzeugs in Wirkverbindung, damit Steuermaßnahmen in Verbindung mit dem übertragenen
Informationsgehalt durch die Steuereinheit ggf. automatisch getroffen werden.
[0010] Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell ausgestattet, ausgeführt, ausgebildet
und/oder programmiert verstanden werden.
[0011] Die vorgeschlagene Ausgestaltung eignet sich ferner insbesondere für Ausführungen
der zumindest zwei Antenneneinheiten, für welche eine im Wesentlichen identische Betriebsposition
relativ zur Strecke und/oder zum Schienenfahrzeugsgrundkörper z.B. durch Herstellerspezifikationen
vorgeschrieben ist. So kann durch die Bewegung zumindest einer der Antenneneinheiten
eine vorgeschriebene Anordnung der in Bezug auf das jeweilige Übertragungssystem zu
verwendenden Antenneneinheit in der Betriebsposition erreicht werden.
[0012] Durch geeignete Beschaltung oder Nutzung von vorhandenen Freigabeeingängen der Übertragungssysteme
kann ferner die korrekte Stellung der anzuwendenden Antenneneinheit überwacht werden.
[0013] Die Betriebsposition ist vorzugsweise durch das Festlegen einer Position in zumindest
einer Raumrichtung definiert: in Fahrtrichtung des Schienenfahrzeugs, in horizontaler
Richtung senkrecht zur Fahrtrichtung und/oder in vertikaler Richtung senkrecht zur
Fahrtrichtung.
[0014] In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Antriebseinheit
dazu vorgesehen ist, zumindest zu einem Wechsel vom ersten Übertragungssystem zum
zweiten Übertragungssystem eine Bewegung zumindest der zweiten Antenneneinheit in
eine für den Betrieb geeignete Betriebsposition und eine Bewegung der ersten Antenneneinheit
in eine Stauposition zu bewirken. Dies eignet sich insbesondere für eine Konfiguration,
in welcher die Betriebsposition in zumindest zwei Raumrichtungen, insbesondere in
allen drei Raumrichtungen vorschriftsgemäß festgelegt ist und für beide Antenenneinheiten
im Wesentlichen identisch ist.
[0015] Eine konstruktiv einfache Ausgestaltung der Übertragungsvorrichtung kann erreicht
werden, wenn die Antennenvorrichtung relativ zum Schienenfahrzeuggrundkörper drehbar
gelagert ist. Hierbei ist die Antennenvorrichtung vorzugsweise um eine Drehachse drehbar
gelagert, die relativ zum Schienenfahrzeugsgrundkörper fest angeordnet ist.
[0016] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Antennenvorrichtung einen für die Antenneneinheiten
gemeinsamen Träger aufweist, der relativ zum Schienenfahrzeugsgrundkörper beweglich
gelagert und von der Antriebseinheit antreibbar ist. Somit kann eine kompakte Ausführung
der Antennenvorrichtung erreicht werden.
[0017] In diesem Zusammenhang kann die Ausgestaltung der Antennenvorrichtung sowie einer
mechanischen Kopplung mit der Antriebseinheit weiter vereinfacht werden, wenn der
Träger als Drehteller ausgebildet ist.
[0018] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Übertragungsvorrichtung
eine Justiervorrichtung aufweist, die dazu dient, zumindest eine Antenneneinheit in
der Höhe relativ zum Boden zu verstellen. Somit kann eine Variation der Höhe der Antenneneinheit
relativ zum Boden, beispielweise aufgrund einer Abnutzung der Schienenfahrzeugsräder,
vorteilhaft ausgeglichen werden. Vorteilhafterweise dient die Justiervorrichtung dazu,
einen für die Antenenneinheiten gemeinsamen Träger in der Höhe zu justieren.
[0019] Ein schneller und zuverlässiger Wechsel zwischen zwei Übertragungssystemen kann ferner
erreicht werden, wenn die Übertragungseinheit eine Steuereinheit aufweist, die dazu
vorgesehen ist, die Antriebseinheit automatisch in Abhängigkeit einer Anforderung
des jeweiligen Übertragungssystems zu steuern.
[0020] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Seitenansicht eines entlang einer Strecke fahrenden Schienenfahrzeugs
mit einer Übertragungsvorrichtung zur Kommunikation mit einer streckenseitigen Signalvorrichtung
und
- Figur 2:
- eine Ansicht der Übertragungsvorrichtung von oben.
[0021] Figur 1 zeigt in einer schematischen Seitenansicht ein Schienenfahrzeug 10, welches
sich auf einem Gleis 12 einer Eisenbahnstrecke in einer Fahrtrichtung 14 bewegt. Das
Schienenfahrzeug 10 weist einen als Wagenkasten ausgebildeten Schienenfahrzeugsgrundkörper
16, eine Motor- und Bremseinheit 18, die z.B. in einem Drehgestell 20 angeordnet ist,
eine Fahrzeugführerbedieneinheit 22, eine Sensoreinheit 23 zur Erfassung von Betriebsparametern,
wie einer Geschwindigkeit, und eine Steuereinheit 24 auf. Die Steuereinheit 24 steht
in Wirkverbindung mit der Motor- und Bremseinheit 18, der Fahrzeugführerbedieneinheit
22 sowie der Sensoreinheit 23 und führt Steuerfunktionen des Schienenfahrzeugs 10
aus, insbesondere in Verbindung mit vom Fahrzeugführer mittels der Fahrzeugführerbedieneinheit
22 eingegebenen Steuerbefehlen.
[0022] Das Schienenfahrzeug 10 umfasst ferner eine Übertragungsvorrichtung 26, die zur Übertragung
von Signalen zwischen einer streckenseitigen Signalvorrichtung 28 und dem Schienenfahrzeug
10 dient. Die streckenseitige Signalvorrichtung 28 weist bodenfeste, im Bereich des
Gleises 12 angeordnete Signalelemente 30 auf, die zur Übertragung von Signalen an
die fahrzeugseitige, vorbeifahrende Übertragungsvorrichtung 26 vorgesehen sind. Die
Signalelemente 30 sind im Hinblick auf die Art der Übertragungstechnik, insbesondere
die Art der Übertragungssignale gemäß einem streckenseitigen Übertragungssystem ausgebildet,
das länderspezifisch ist. Die Signalelemente 30 können insbesondere in Wirkverbindung
mit Streckensignaleinrichtungen 32 stehen, die beispielsweise zur optischen Übertragung
von Informationen an den Schienenfahrzeugführer dienen. Insbesondere sind diese Informationen
eine zugelassene Geschwindigkeit oder ein Zustand einer sich weiter in Fahrtrichtung
14 befindenden Streckensignaleinrichtung. Als Bestandteil einer Sicherungseinrichtung
des Schienenfahrzeugs 10 steht die fahrzeugseitige Übertragungsvorrichtung 26 in Wirkverbindung
mit der Steuereinheit 24. Mittels der streckenseitigen Signalvorrichtung 28 können
Informationen an die fahrzeugseitige Übertragungsvorrichtung 26 übertragen werden,
die sicherheitsbezogen sind. Im Falle einer Abweichung einer von der Streckensignaleinrichtung
32 ausgegebenen visuellen Information von einem durch die Sensoreinheit 23 erfassten
Betriebsparameter, wobei diese Abweichung auf einen möglichen Fehler des Schienenfahrzeugsführers
hindeutet, kann die Steuereinheit 24 selbstständig Maßnahmen treffen, die z.B. eine
Zwangsbremsung des Schienenfahrzeugs 10 bewirken.
[0023] Die Übertragungsvorrichtung 26 des Schienenfahrzeugs 10 ist mit einer Antennenvorrichtung
34 versehen, die mit dem Schienenfahrzeugsgrundkörper 16 mechanisch gekoppelt ist.
Diese Antennenvorrichtung 34 weist eine erste, in Figur 2 dargestellte Antenneneinheit
36.1 auf, die zur Herstellung der Übertragung mit einem streckenseitigen, am Boden
angeordneten Signalelement 30 dient. Hierbei ist die Antenneneinheit 36.1 zumindest
zum Empfangen bzw. Erfassen des vom Signalelement 30 erzeugten Signals ausgelegt.
[0024] Wie oben bereits beschrieben sind die Signalelemente 30 gemäß einem Übertragungssystem
ausgebildet, das länderspezifisch ausgebildet ist. Die Antenneneinheit 36.1 ist demnach
auf die Ausbildung der Signalvorrichtung 28 abgestimmt und speziell zur Herstellung
der Übertragung mit den Signalelementen 30 geeignet.
[0025] Figur 2 zeigt eine stark schematisierte Detailansicht der fahrzeugseitigen Übertragungsvorrichtung
26 von oben gemäß dem Pfeil II in Figur 1. Eine Schiene des Gleises 12 sowie die vorderste
Achse 37 des Schienenfahrzeugs 10 sind gestrichelt dargestellt. Die Antennenvorrichtung
34 ist - in Fahrtrichtung 14 betrachtet - vor der vordersten Achse 37 angeordnet.
[0026] Die Übertragungsvorrichtung 26 weist wie oben bereits beschrieben die Antennenvorrichtung
34 mit der Antenneneinheit 36.1 sowie zumindest zwei weiteren Antenneneinheiten 36.2
und 36.3. Die weiteren Antenneneinheiten 36.2 und 36.3 sind jeweils zur Herstellung
der Übertragung mit einer streckenseitigen Signalvorrichtung gemäß weiteren, nach
anderen nationalen Vorschriften ausgebildeten streckenseitigen Übertragungssystemen
vorgesehen.
[0027] Die Antennenvorrichtung 34 mit den Antenneneinheiten 36 ist relativ zum Schienenfahrzeuggrundkörper
16 beweglich gelagert. Um die Antenneneinheiten 36 zur Bewegung anzutreiben ist die
Übertragungsvorrichtung 26 mit einer Antriebseinheit 38 versehen, die z.B. als Elektromotor
ausgebildet ist. Zur Steuerung der Antriebseinheit 38 steht diese in Wirkverbindung
mit der Steuereinheit 24.
[0028] Abhängig von einem streckenseitigen Übertragungssystem muss die für einen Betrieb
mit diesem Übertragungssystem geeignete Antenneneinheit 36.1, 36.2 oder 36.3 in einer
Betriebsposition 40 angeordnet sein, die typischerweise durch Vorschriften, insbesondere
Einbauvorschriften des Antenneneinheitsherstellers festgelegt ist. Die Betriebsposition
40 ist für jede Antenneneinheit 36 in Bezug auf alle drei Raumrichtungen identisch.
Im betrachteten Beispiel liegt diese Betriebsposition 40 vor der vordersten Achse
37 und entspricht vorschriftsmäßig einer bestimmten Lage relativ zum Gleis 12. Ein
Wechsel zwischen zwei Übertragungssystemen wird in der gezeigten Ausführung dadurch
erreicht, dass die Antriebseinheit 38 eine Bewegung der für das aktuelle Übertragungssystem
geeigneten Antenneneinheit in die Betriebsposition 40 bewirkt, während die bis dahin
verwendete Antenneneinheit in eine von der Betriebsposition 40 abweichende Stauposition
41 bewegt wird.
[0029] Die Antennenvorrichtung 34 ist relativ zum Schienenfahrzeuggrundkörper 16 drehbar
gelagert. Hierbei ist sie um eine Drehachse 42 beweglich ausgeführt (siehe auch Figur
1). Die Antennenvorrichtung 34 weist einen beweglichen Träger 44 auf, der als gemeinsamer
Träger für die Antenneneinheiten 36.1, 36.2, 36.3 dient und mit einem Antriebselement,
beispielsweise einer Antriebsachse der Antriebseinheit 38 mechanisch gekoppelt ist.
Die Anordnung der Antenneneinheiten 36 auf dem Träger 44 erfolgt unter Beachtung des
eisenfreien Raums sowie der Abmaße der größten Gleisantenne.
[0030] Der Träger 44 ist im betrachteten Ausführungsbeispiel als Drehteller ausgebildet,
welcher eine flache, insbesondere scheibenförmige Oberfläche 46 aufweist, auf welcher
die Antenneneinheiten 36 fixiert sind. Die Drehachse 42 ist senkrecht zur Oberfläche
46 ausgerichtet.
[0031] Eine Bewegung der Antennenvorrichtung 34 kann durch einen Bedienvorgang des Schienenfahrzeugführers
oder automatisch durch die Steuereinheit 34 ausgelöst werden. Hierbei ist die Steuereinheit
34 besonders vorteilhaft dazu vorgesehen, die Antriebseinheit 38 automatisch gemäß
einer Anforderung des jeweiligen streckenseitigen Übertragungssystems zu steuern.
[0032] Um einer Abnutzung der Räder des Schienenfahrzeugs 10 Rechnung zu tragen ist die
Übertragungsvorrichtung 26 mit einer Justiervorrichtung 48 versehen, die eine Verstellung
der Antenneneinheiten 36, insbesondere der gesamten Antennenvorrichtung 34, in der
Höhe relativ zum Boden ermöglicht, wie in Figur 1 schematisch dargestellt. Diese Justiervorrichtung
48 kann rein mechanisch ausgebildet sein oder elektrisch gesteuert werden.
1. Übertragungsvorrichtung (26) für ein Schienenfahrzeug (10)
zur Übertragung von Signalen zwischen einer streckenseitigen Signalvorrichtung (28)
und dem Schienenfahrzeug (10), mit einer fahrzeugseitigen Antennenvorrichtung (34),
die zumindest im Betrieb mit einem Schienenfahrzeugsgrundkörper (16) mechanisch gekoppelt
ist, zumindest eine erste Antenneneinheit (36.1), welche zur Herstellung der Übertragung
mit einer streckenseitigen Signalvorrichtung (28) gemäß einem ersten streckenseitigen
Übertragungssystem vorgesehen ist, und zumindest eine zweite Antenneneinheit (36.2,
36.3) umfasst, welche zur Herstellung der Übertragung mit einer streckenseitigen Signalvorrichtung
gemäß einem zweiten streckenseitigen Übertragungssystem vorgesehen ist,
gekennzeichnet durch
eine Antriebseinheit (38), die dazu vorgesehen ist, zumindest zu einem Wechsel zwischen
den streckenseitigen Übertragungssystemen eine Bewegung zumindest einer der Antenneneinheiten
(36.1, 36.2, 36.3) relativ zum Schienenfahrzeugsgrundkörper (16) zu bewirken.
2. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Antriebseinheit (38) dazu vorgesehen ist, zumindest zu einem Wechsel vom ersten
Übertragungssystem zum zweiten Übertragungssystem eine Bewegung zumindest der zweiten
Antenneneinheit (36.2) in eine für den Betrieb geeignete Betriebsposition (40) und
eine Bewegung der ersten Antenneneinheit (36.1) in eine Stauposition (41) zu bewirken.
3. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Antennenvorrichtung (34) relativ zum Schienenfahrzeuggrundkörper (16) drehbar
gelagert ist.
4. Übertragungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Antennenvorrichtung (34) einen für die Antenneneinheiten (36.1, 36.2, 36.3) gemeinsamen
Träger (44) aufweist, der relativ zum Schienenfahrzeugsgrundkörper (16) beweglich
gelagert und von der Antriebseinheit (38) antreibbar ist.
5. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Träger (44) als Drehteller ausgebildet ist.
6. Übertragungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine Justiervorrichtung (48), die dazu dient, zumindest eine Antenneneinheit (36.1,
36.2, 36.3) in der Höhe relativ zum Boden zu verstellen.
7. Übertragungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine Steuereinheit (24), die dazu vorgesehen ist, die Antriebseinheit (38) automatisch
in Abhängigkeit einer Anforderung des jeweiligen Übertragungssystems zu steuern.
8. Schienenfahrzeug mit einer Übertragungsvorrichtung (26) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
1. Transmission device (26) for a rail vehicle (10) for transmitting signals between
a trackside signalling device (28) and the rail vehicle (10), having an on-board antenna
device (34) which is mechanically coupled at least in operation to a rail vehicle
body (16), comprising at least one first antenna unit (36.1) which is provided for
preparing the transmission with a trackside signalling device (28) according to a
first trackside transmission system, and at least one second antenna unit (36.2, 36.3)
which is provided for preparing the transmission with a trackside signalling device
according to a second trackside transmission system,
characterised by
a drive unit (38) which is provided for effecting a movement of at least one of the
antenna units (36.1, 36.2, 36.3) relative to the rail vehicle body (16) at least for
a switch between the trackside transmission systems.
2. Transmission device according to claim 1,
characterised in that
the drive unit (38) is provided to effect a movement of at least the second antenna
unit (36.2) into an operating position (40) suitable for operation (40) and a movement
of the first antenna unit (36.1) into a stowed position (41), at least for a switch
from the first transmission system to the second transmission system.
3. Transmission device according to claim 1 or 2,
characterised in that
the antenna device (34) is rotatably mounted relative to the rail vehicle body (16).
4. Transmission device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the antenna device (34) has a common carrier (44) for the antenna units (36.1, 36.2,
36.3), which is movably mounted relative to the rail vehicle body (16) and can be
driven by the drive unit (38).
5. Transmission device according to claim 3 and 4,
characterised in that
the carrier (44) is designed as a turntable.
6. Transmission device according to one of the preceding claims,
characterised by
an adjusting device (48) which serves to adjust at least one antenna unit (36.1, 36.2,
36.3) in height relative to the ground.
7. Transmission device according to one of the preceding claims,
characterised by
a control unit (24) which is provided to automatically control the drive unit (38)
as a function of a request from the respective transmission system.
8. Rail vehicle having a transmission device (26) according to one of the preceding claims.
1. Dispositif (26) de transmission pour un véhicule (10) ferroviaire afin de transmettre
des signaux entre un dispositif (28) de signalisation du côté de la voie et le véhicule
(10) ferroviaire, comprenant un dispositif (34) à antenne du côté du véhicule, qui
est couplé mécaniquement, au moins en fonctionnement, à un corps (16) de base du véhicule
ferroviaire, au moins une première unité (36.1) d'antenne, qui est prévue pour établir
la transmission avec un dispositif (28) de signalisation du côté de la voie, suivant
un premier système de transmission du côté de la voie, et comprend au moins une deuxième
unité (36.2, 36.3) d'antenne prévue pour établir la transmission avec un dispositif
de signalisation du côté de la voie, suivant un deuxième système de transmission du
côté de la voie,
caractérisé par
une unité (38) d'entraînement prévue pour provoquer, au moins pour un passage entre
les systèmes de transmission du côté de la voie, un déplacement d'au moins l'une des
unités (36.1, 36.2, 36.3) d'antenne par rapport au corps (16) de base du véhicule
ferroviaire.
2. Dispositif de transmission suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
une unité (38) d'entraînement est prévue pour provoquer, pour au moins un passage
du premier système de transmission au deuxième système de transmission, un déplacement
au moins de la deuxième unité (36.2) d'antenne dans une position (40) de fonctionnement
propre au fonctionnement et un déplacement de la première unité (36.1) d'antenne dans
une position (41) d'attente.
3. Dispositif de transmission suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le dispositif (34) d'antenne est monté tournant par rapport au corps (16) de base
du véhicule ferroviaire.
4. Dispositif de transmission suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif (34) d'antenne a un support (44) commun aux unités (36.1, 36.2, 36.3)
d'antenne, qui est monté mobile par rapport au corps (16) de base du véhicule ferroviaire
et qui peut être entraîné par l'unité (38) d'entraînement.
5. Dispositif de transmission suivant la revendication 3 et 4,
caractérisé en ce que
le support (44) est constitué sous la forme d'un plateau tournant.
6. Dispositif de transmission suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé par
un dispositif (48) d'ajustement, qui sert à régler au moins une unité (36.1, 36.2,
36.3) d'antenne en hauteur par rapport au sol.
7. Dispositif de transmission suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé par
une unité (24) de commande prévue pour commander l'unité (38) d'entraînement automatiquement
en fonction d'une demande du système de transmission respectif.
8. Véhicule ferroviaire ayant un dispositif de transmission d'un dispositif (26) de transmission
suivant l'une des revendications précédentes.