[0001] Diese Erfindung betrifft eine Schutzkappe mit zugehörigem Behälter oder Flasche für
flüssige oder pastöse Medien, also für Verschlüsse oder Dosiersysteme bzw. Applikationssysteme
wie etwa Sprays oder Tropfer von Flaschen mit beliebigen Inhalten, unter anderem auch
pharmazeutische Präparate, welche kindergesichert aufbewahrt sein sollten. Das heisst
eine solche Schutzkappe sollte gewährleisten, dass der Behälter oder die Flasche von
Kleinkinderhand durchaus nicht öffnenbar ist. Dies soll erreicht werden, indem diese
Schutzkappe generell von Kinderhand zumindest nicht auf Anhieb von einem Verschluss
oder Dosiersystem des Behälters oder der Flasche entfernt werden kann, sodass der
Inhalt für das Kleinkind nicht zugänglich ist.
[0002] Viele pharmazeutische Arzneistoffe und Präparate, die über Applikationssysteme wie
Nasensprays oder Augentropfer dosiert und ausgebracht werden, enthalten für Kinder
potentiell gefährliche Substanzen. Selbstverständlich ist jeder Verschluss, der letztlich
öffnenbar ist, von findigen grösseren Kindern irgendwann einmal öffnenbar, vor allem
wenn sie über die hierzu nötige physische Kraft verfügen. Sofern ein Verschluss jedoch
einen gewissen physischen Kraftaufwand zum Öffnen erfordert, kann er so gestaltet
werden, dass er von Kleinkindern mit Sicherheit nicht öffnenbar ist, und von grösseren
Kindern nur sehr unwahrscheinlich oder zumindest schwierig geöffnet werden kann.
[0003] Bei solchen Applikationssystemen, zum Beispiel bei Träufelflaschen zum Ausgeben von
abzählbaren Tropfen, handelt es sich um vergleichsweise kleine Fläschchen von wenigen
Zentimetern Höhe und einem Durchmesser von ebenfalls bloss ca. 2cm, um eine Grössenordnung
anzugeben. Sie werden für allerlei flüssige oder dickflüssige Chemikalien oder Medikamente
verwendet, die in kleinen Mengen benötigt werden und deshalb durch Träufeln appliziert
werden. Augentropfen-Flüssigkeit wird typischerweise in einer solchen Träufelflasche
abgegeben. Die Flüssigkeit kann damit tröpfchenweise auf das Auge geträufelt werden.
Bei Nasensprays beinhaltet das Applikationssystem eine Pumpe, zum Erzeugen eines Sprühstrahls,
welcher zur Applikation in die Nase gerichtet wird. In ähnlicher Weise und mit noch
weiteren Verschluss-Systemen können auch andere Substanzen in solchen Flaschen abgegeben
werden, etwa giftige Chemikalien, Leime, Farben, Lacke, Lösungsmittel und Ähnliches.
[0004] Im Fall von Träufelflaschen für Augentropfen weisen diese einen konisch zulaufenden
Ausguss-Stutzen in Form eines Dosierröhrchens auf. Dieser Ausguss-Stutzen ist dichtend
in die gegenüber der Flasche leicht verjüngte Flaschenmündung gesteckt. Die Flaschenmündung
selbst ist aussen mit einem Schraubgewinde versehen. Der zugehörige Flaschenverschluss
bildet einen fingerhutartigen Deckel mit Innengewinde, der auf dieses Aussengewinde
an der Flaschenmündung aufschraubbar ist. Dieser Verschluss bietet jedoch keine Sicherheit
dafür, dass die Flasche, wenn sie unbeabsichtigt in die Hände eines Kindes oder Kleinkindes
gerät, von diesem nicht sogleich geöffnet werden kann. Saugt oder trinkt dann das
Kind womöglich aus der Flasche, so können ernste gesundheitliche Störungen die Folge
sein. Um den Zugriff von Kindern auf diese Substanzen auszuschliessen oder zumindest
wesentlich zu erschweren, soll ein System gefunden werden, welches es Kindern deutlich
erschwert, an die entsprechende Substanz zu gelangen bzw. das Applikationssystem zu
benutzen. Verschiedene kindergesicherte Schutzkappen für als Verschlüsse von zugehörigen
Behältern oder Flaschen für flüssige oder pastöse Medien sind aus dem Stand der Technik
bekannt. Dabei besteht die Lösung darin, dass die Schutzkappe nur bei gleichzeitigem
Niederdrücken und damit Lösen einer Verrastung ihres Gewindes mit dem Gewinde am Stutzen
des Behälters oder der Flasche losschraubbar ist. Das Dokument
US 3 339 770 A ist als nächstliegender Stand der Technik zu betrachten und zeigt eine Kappe gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1, die einen nach innen ragenden Vorsprung 26 an der
Kappe aufweist, welcher in eine Ausnehmung 18 am Gewindegang am Stutzen eingreift.
Wenn die Kappe niedergedrückt wird, unter Deformation ihres unteren Randbereiches,
so verschiebt sich der Vorsprung 26 nach unten aus der Ausnehmung 18 heraus und die
Kappe sie lässt sich aus dieser Position losschrauben.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, eine solche kindergesicherte Schutzkappe
für einen zugehörigen Behälter oder eine Flasche für flüssige oder pastöse Medien
weiter zu verbessern, sodass das zum Behälter oder zur Flasche gehörige Applikationssystem
von Kleinkindern nicht, und von grösseren Kindern nur sehr unwahrscheinlich zugänglich
ist und also nicht aktivierbar ist oder ein Verschluss nicht öffnenbar ist. In einer
Variante soll die Schutzkappe ausserdem über eine Erstöffnungsgarantie-Einrichtung
verfügen und sie soll so ausgeführt sein, dass sie einer ungewollten Verdunstung des
Behälterinhaltes entgegenwirkt. Sie soll in verschiedenen Varianten gestaltbar sein,
sodass sie je nach Ausgestaltung mehr oder weniger physische Kraft zum Entfernen erfordert.
[0006] Diese Aufgabe wird im Einzelnen gelöst von einer kindergesicherten Schutzkappe mit
zugehörigem Behälter oder Flasche für flüssige oder pastöse Medien, ausgerüstet mit
einem Verschluss oder einem Applikationssystem für diese Medien, wobei sich die Schutzkappe
nur bei gleichzeitigem Niederdrücken und damit Lösen einer Verrastung seines Gewindes
mit dem Gewinde am Stutzen des Behälters oder der Flasche losschraubbar ist, und die
sich dadurch auszeichnet, dass die Schutzkappe
zwei einander gegenüberliegende wulstartige Gewindegänge an ihrer Innenwand aufweist, jeder mit einem verbreiterten
Endbereich, sodass dort je eine Anschlagfläche gebildet ist, und die zugehörige Flasche
an ihrem Stutzen zwei
nutartige, einander gegenüberliegende Gewindegänge aufweist, und jeder im Endbereich einen verbreiterten Bereich aufweist,
sodass durch denselben ein Hinterschnitt gebildet ist, sodass beim Aufschrauben der
Schutzkappe die Anschlagflächen an den zwei wulstartigen Gewindegängen hinter den
Hinterschnitten an den nutartigen Gewindegängen einhaken und die Anschlagflächen nur
durch Drücken der Schutzkappe gegen den Behälter oder die Flasche hin unter elastischen
Verformung der Wandung der Schutzkappenmündung am Stutzenhals, welcher hierzu eine
nach unten konisch sich erweiterende Abgleitfläche bildet, unter die Hinterschnitte
pressbar sind, und hernach die Schutzkappe unter
gleichzeitiger Drehung losschraubbar ist.
[0007] Die zugrundeliegende Idee besteht also darin, mit Hilfe einer Schutzkappe den Verschluss
des Behälters oder sein Applikationssystem vollständig abzudecken und zu umschliessen.
In auf den Behälter aufgesetzter Position verhindert die Schutzkappe generell einen
Zugriff auf den Verschluss oder das Applikationssystem und somit auch auf den Inhalt
des Behälters. Um den Verschluss oder das Applikationssystem benutzen zu können, muss
die Schutzkappe zuerst abgenommen werden. Das Abnehmen der Schutzkappe ist durch einen
Mechanismus blockiert, der zum Zwecke einer Benutzung des Verschlusses oder Applikationssystems
zuerst deblockiert werden muss, bevor die Schutzkappe entfernt werden kann.
[0008] In den Figuren wird eine beispielsweise Ausführung dieser kindergesicherten Schutzkappe
in mehreren Darstellungen gezeigt und ihre Funktion wird anhand dieser Zeichnungen
erklärt.
[0009] Es zeigt:
- Figur 1:
- Die Schutzkappe von oben gesehen;
- Figur 2:
- Die Schutzkappe in einem Längsschnitt längs der Rotationsachse dargestellt;
- Figur 3:
- Eine Draufsicht auf eine Flasche als Behälter mit ihrem Stutzen, ohne das darauf aufzusetzende
Applikationssystem;
- Figur 4:
- Die Flasche als Behälter ohne Applikationssystem in einem Aufriss dargestellt;
- Figur 5:
- Die Flasche als Behälter mit aufgesetztem Applikationssystem in einem Aufriss dargestellt;
- Figur 6:
- Die Schutzkappe von oben gesehen, wobei die Deblockierungsbewegungen mit Pfeilen angedeutet
sind, nämlich zuerst drücken, dann drehen;
- Figur 7:
- Die Flasche als Behälter mit aufgesetztem Applikationssystem und darauf aufgesetzter
Schutzkappe in einem Aufriss dargestellt, wobei die Flasche und Schutzkappe in einem
Längsschnitt längs der Linie A-A von Figur 6 dargestellt sind;
- Figur 8:
- Die Flasche als Behälter mit aufgesetztem Applikationssystem und darauf aufgesetzter
Schutzkappe in einem Aufriss dargestellt, wobei die Flasche und die Schutzkappe in
einem Längsschnitt längs Linie B-B von Figur 6 dargestellt sind.
[0010] Zunächst sieht man in Figur 1 diese kindergesicherte Schutzkappe 1 von oben auf die
Stirnfläche gesehen. Das umlaufende Band ist ein Garantieband 2 mit einer Lasche 3
zum Wegreissen vor dem erstmaligen Entfernen der Schutzkappe 1. An ihren Seitenwänden
weist die Schutzkappe 1 Einbuchtungen 4 auf, die sich längs der Schutzkappe 1 erstrecken
und sich über etwa die Hälfte ihrer gesamten Höhe erstrecken, wobei sie das Drehen
bzw. Wegschrauben erleichtern, sobald die kindergesicherte Blockierung aufgehoben
ist. Oben auf der Stirnfläche der Schutzkappe 1 ist mit Pfeilen die Bedienung angedeutet,
nämlich zunächst das Drücken der Schutzkappe 1 gegen den Behälter hin, und anschliessend
mit dem gebogenen Pfeil im Gegenuhrzeigersinn für das anschliessende Losschrauben
der Schutzkappe 1 unter anhaltendem initialen Drücken der Schutzkappe 1 gegen den
Behälter hin.
[0011] In Figur 2 ist die Schutzkappe 1 in einem Längsschnitt längs der Rotationsachse dargestellt,
das heisst längs der diametralen Linie G-G in Figur 1. Oben auf ihrer Innenseite bildet
sie eine Hülse 5, welche konzentrisch zur Stirnfläche nach unten ragt und dazu bestimmt
ist, über den Mündungsstutzen des Applikationssystem gestülpt zu werden. Das verschliesst
einerseits den Mündungsstutzen bei aufgesetzter Schutzkappe 1 und wirkt als Verdunstungsschutz,
wodurch eine zu starke Verdunstung der in dem Applikationssystem befindlichen Flüssigkeit
verhindert wird, und andererseits verleiht diese Hülse 5 der Schutzkappe 1 Stabilität,
wenn diese mittels einer Rotation losgeschraubt wird, weil dann der Mündungsstutzen
als Achse wirkt, um die sich die Schutzkappe 1 mit ihrer Hülse 5 dreht. Auf der Innenseite
der hier sichtbaren hinteren Seitenwand der Schutzkappe 1 erkennt man die Einbuchtungen
4 in ihrer Aussenseite, die auf der hier sichtbaren inneren Seite der Schutzkappe
1 entsprechende Ausbuchtungen bilden. Im unteren Bereich der Schutzkappe 1 erkennt
man zwei als Wulste gegen innen gewölbte Gewindegänge 6 in Form einer von der Innenwand
der Schutzkappe 1 abstehenden Rille. Es gibt in diesem gezeigten Beispiel zwei solche
Gewindegänge 6, die sich um 180° gegenüber stehen und sich je um etwas mehr als 180°
um den Umfang der Schutzkappe 1 erstrecken. Das Besondere an diesen Gewindegängen
6 ist, dass sie einen auf eine Seite hin, hier nach oben verdickten Endabschnitt 7
bilden, und an ihrem hinteren Ende entsprechend je eine Anschlagfläche 8 gebildet
ist. Damit das System funktioniert, wird mindestens ein einziger derartiger Gewindegang
6 benötigt. Gemäß der Erfindung werden aber zwei einander gegenüberliegende wulstartige
Gewindegänge 6 vorgesehen, wie im gezeigten Beispiel, oder bei grösseren Durchmessern
der Schutzkappe 1 gar drei oder mehr Gewindegänge. Am unteren Rand der Schutzkappe
1 ist das Garantieband 2 über eine Dünnstelle oder einige Sollbruchstellen angeformt.
[0012] Die Figur 3 zeigt eine Draufsicht auf den Behälter, hier auf die Flasche mit ihrem
Stutzen, ohne das darauf aufzusetzende Applikationssystem. Der Flaschenkörper 9 ist
hier zylindrisch geformt und auf ihm sitzt zunächst ein im Grundriss fünfeckiger Hals
11, der nach oben in einen zylindrischen Stutzen 12 mit etwas kleinerem Durchmesser
überführt, und dieser ist schliesslich in einen abermals verjüngten Mündungsstutzen
13 übergeführt. Aussen am Stutzen 12 erkennt man zwei obere Enden 16 von nutartigen
Gewindegängen, die an dieser Stelle enden, wie anhand der nächsten Figur 4 klar wird.
Diese unterhalb der Figur 3 dargestellte Figur 4 zeigt die Flasche 9 mit ihrem Stutzen
12 ohne aufgesetztes Applikationssystem, dargestellt in einem Aufriss. Man erkennt
den zylindrischen Flaschenkörper 9, den Hals 11, den darauf sitzenden Stutzen 12 und
auf demselben den Mündungsstutzen 13, der einen nach aussen auskragenden Randbereich
14 formt. Der Hals 11 des Flaschenstutzens 12 erweitert sich nach unten konisch und
ist von oben gesehen wie in Figur 3 gezeigt fünfeckig geformt, sodass die nach unten
konisch nach aussen verlaufenden Eckflächen Abgleitflächen für den unteren Rand der
aufgeschraubten Schutzkappe bilden. Die Schutzkappe gleitet beim Herunterdrücken an
diesen konischen Eckflächen ab und passt sich dabei elastisch an die fünfeckige Form
des Behälters an. Als Besonderheit ist der Stutzen 12 mit zwei einander gegenüberliegenden
nutartigen Gewindegängen 15 mit etwas mehr als einem Umgang um 180° ausgerüstet. Diese
Gewindegänge 15 bilden mit ihren Enden je einen Bereich 17, in dem die Nute nach oben
verbreitert ist, sodass dort ein Hinterschnitt 18 gebildet ist, ab welchem die Nute
15 verbreitert ist. Wenn die Innenseite der Schutzkappe bloss einen einzelnen Gewindegang
mit Wulst aufweist, welche Ausführungsform nicht ein Teil der Erfindung ist, so gilt
dies auch für den Stutzen 12 der Flasche 9, die dann einen einzelnen, dazu passenden
nutartigen Gewindegang aufweist. Ausserdem sei erwähnt, aber nicht als Teil der Erfindung,
dass umgekehrt auch die Schutzkappe mit einem oder mehreren nutartigen Gewindegängen
ausgerüstet sein kann, und dann entsprechend der oder die wulstartigen Gewindegänge
an der Flasche bzw. an deren Stutzen 12 ausgeformt sind. Beim Aufschrauben der in
Figur 1 gezeigten Schutzkappe 1 gleiten ihre wulstartigen zwei Gewindegänge 6 mit
ihren verdickten Endbereichen 7 längs der nutartigen Gewindegänge 15 abwärts. In der
Endphase erfolgt das Aufschrauben der Schutzkappe 1 unter leichter elastischer Verformung
der Wandung ihres unteren Mündungsbereichs. Nach Loslassen wird sie daher axial nach
oben gestossen und die verdickten Bereiche 7 der wulstartigen Gewindegänge 6 haken
in die verbreiterten Bereiche 17 in den beiden nutartigen Gewindegängen 15 ein. Deren
Anschlagflächen 8 haken hinter den Hinterschnitten 18 in den verbreiterten Nuten 15
ein. Die Schutzkappe ist 1 damit kindergesichert blockiert und kann nicht ohne weiteres
losgeschraubt werden.
[0013] Die Figur 5 zeigt die Flasche 9 mit dem auf ihren Stutzen aufgesetzten Applikationssystem
19 in einem Aufriss dargestellt. Der Mündungsstutzen 13 ist hier nicht sichtbar, weil
das Applikationssystem 19 über ihn gestülpt ist. Das Applikationssystem 19 ruht auf
der vom Stutzen 12 oben gebildeten Schulter 20. Zum Applizieren von Substanz aus der
Flasche 9 bildet das Applikationssystem 19 im gezeigten Beispiel eine Pumpe. Durch
Drücken auf die ringförmige Fläche 21 kann der obere Teil des Applikationssystems
19 gegen eine Federkraft nach unten gedrückt werden, wie mit den Pfeilen angegeben,
und dabei pumpt das System eine Dosis als Sprühstrahl durch die Mündung 22 nach aussen.
[0014] Die Figur 6 zeigt die Schutzkappe 1 von oben auf ihre Stirnfläche gesehen. Dabei
ist mit dem kleinen Pfeil auf der Stirnfläche der Schutzkappe 1 die initiale Deblockierungsbewegung
angedeutet, nämlich das Drücken der Schutzkappe 1 in Richtung gegen die Flasche 9
oder den Behälter hin. Anschliessend muss die Schutzkappe unter initialem anhaltenden
Druck gegen die Flasche hin im Gegenuhrzeigersinn geschraubt werden. Die verdickten
Bereiche 7 gelangen dann vollständig ins Innere der nutartigen Gewindegänge 15 und
können in diesen weiter längs der Gewindegänge aus diesen herausgeschraubt werden.
Für das anschliessende Losschrauben muss die Schutzkappe 1 nur am Anfang und solange
unter Druck nach unten im Gegenuhrzeigersinn gedreht werden, bis die Anschlagflächen
8 an den Hinterschnitten 18 vorbeigedreht sind, in der Richtung wie mit dem runden
Pfeil oben auf der Schutzkappe 1 angedeutet. Dann braucht es keinen Druck mehr auf
die Schutzkappe 1 und sie kann ganz normal längs ihrer Gewinde losgeschraubt werden.
[0015] Die Figur 7 zeigt die Flasche mit aufgesetztem Applikationssystem 19 und darauf aufgesetzter
Schutzkappe 1 in einem Aufriss dargestellt, wobei die Flasche 9 und Schutzkappe 1
in einem Längsschnitt längs der Linie A-A der Figur 6 und längs der Rotationsachse
dargestellt sind. Wie man erkennt erstreckt sich ein Ansaugröhrchen 23, das zum Applikationssystem
19 gehört, hinunter in den Flaschenkörper 9. Das entscheidende Merkmal für die Schutzfunktion
der Schutzkappe 1 sind indessen die Gewindegänge 15 am Stutzen 12 und die Gewindegänge
6 an der Innenseite der Schutzkappe 1, sowie die Ausgestaltung bzw. die Form des Halses
11 des Stutzens 12 wie das nachfolgend klar wird. Die Schutzkappe 1 kann längs ihrer
Gewindeläufe 6, die zwei nach innen abstehende Wulste bilden, auf den Stutzen 12 geschraubt
werden, von oben gesehen durch eine Drehung der Schutzkappe 1 im Uhrzeigersinn. Die
erhöhten Gewindegänge 6 werden dabei in die nutförmigen Gewindegänge 15 geschoben,
die in der Aussenseite des Stutzens 12 ausgeformt sind. Gegen Ende des Aufschraubens
der Schutzkappe 1 schlägt deren unterer Rand 24 am Hals 11 des Stutzens 12 an und
die Wandung der untere Schutzkappenmündung wird dabei leicht deformiert, bis das Garantieband
2 an der Schulter 25 am Flaschenkörper 9 aufliegt. Das erkennt man am besten in der
vergrösserten Darstellung des unteren Randbereiches der Schutzkappe 1 anhand des Ausschnittes
C in Figur 7. Vorher aber hakte die Anschlagfläche 8 am verdickten Endabschnitt 7
des Gewindegangs 6 hinter dem Hinterschnitt 18 (Figur 4) ein und der verdickte Endabschnitt
7 kam im oberen Bereich des verbreiterten Bereichs 17 des nutförmigen Gewindeganges
15 am Stutzen 12 zu liegen, unter leichter elastischer Verformung der Wand der Schutzkappenmündung.
Durch die elastische Federkraft der Schutzkappenmündung wird die Schutzkappe 1 und
werden damit die verdickten Endabschnitte 7 an den Gewindegängen 6 (Figur 2) permanent
nach oben gepresst, sodass die dadurch entstandene Einrastung das Drehen der Schutzkappe
1 und somit ihr Losschrauben wirksam verhindert.
[0016] In Figur 8 ist die Flasche gegenüber dem Betrachter im Vergleich zur Darstellung
in Figur 7 um 65° im Gegenuhrzeigersinn gedreht in einem Schnitt dargestellt und hier
erkennt man anhand des vergrösserten Ausschnittes D und des gezeigten Schnittes längs
der Linie B-B in Figur 6 durch die Gewindegänge 6,15, wie der verdickte Bereich 7
des Gewindeganges 6 im nutartigen Gewindegang 15 an seinem Ende, an dem die Nute im
Bereich 17 (Figur 4) verbreitert ist, gegen oben verschoben ist und also am Hinterschnitt
18 im Bereich 17 in der Nute anschlägt.
[0017] Die Schutzkappe 1 liegt in aufgesetzter Position durch das Garantieband 2 abgestützt
auf der Flaschenschulter 25 auf. Auf diese Weise wird verhindert, dass die Schutzkappe
1 überhaupt gegen die Flasche 9 hin gedrückt werden kann, solange das Garantieband
2 intakt ist. Damit aber kann auch der Blockierungsmechanismus der Gewindegänge 6,15
nicht überwunden werden und ein Abschrauben der Schutzkappe 1 ist unmöglich. Das Abnehmen
der Schutzkappe 1 ist solange blockiert, bis das Garantieband 2 entfernt wird. Zum
Wegreissen des Garantiebandes 2 ist dieses an einer Stelle unterbrochen. An dieser
Unterbrechung ist eine Abziehlasche 3 angebracht, an welcher der Benutzer das Garantieband
2 ergreifen und von der Schutzkappe 1 abziehen und damit vollständig von der Schutzkappe
1 entfernen kann. Erst bei entferntem Garantieband 2 ist ein Drücken der Schutzkappe
1 gegen die Flasche bzw. den Behälter hin möglich und die Schutzkappe 1 kann hernach
von der Flasche 9 oder dem Behälter abgenommen werden.
[0018] Um die Schutzkappe 1 wegschrauben zu können, muss also zunächst das Garantieband
2 weggerissen werden. Dann kann die Schutzkappe 1 zuerst in axialer Richtung gegen
die Flasche 9 hin gedrückt werden, was unter leichter elastischer Deformation der
Wandung der Schutzkappenmündung erfolgt. Diese Wandung des Halses 11 bildet hierbei
eine Abgleitfläche und ist in unterbrochenen Abständen nach unten konisch nach aussen
erweitert und bewirkt deshalb bei einem Hinunterdrücken der Schutzkappe 1 eine elastische
Verformung des unteren Bereiches der Schutzkappe 1 entsprechend des hier von oben
gesehen fünfeckigen, nach unten konisch gegen aussen sich erweiternden Halses 11.
Es ist also eine gewisse Kraft erforderlich, um die Schutzkappe 1 nach unten gegen
die Flasche hin zu drücken und sie am unteren Rand etwas zu deformieren. Die Geometrie
der Abgleitfläche kann so ausgelegt werden, dass es für Kinder deutlich erschwert
wird, die erforderliche Kraft aufzubringen. Je nachdem, wie stark die Wandstärke ausgebildet
wird, kann die elastische Verformung mehr oder weniger viel Kraft nötig machen. Zum
Entfernen der Schutzkappe muss sie also zunächst gegen den Behälter oder die Flasche
hin gedrückt werden. Erst dann lässt sie sich unter zunächst anhaltendem Druck im
Gegenuhrzeigersinn losschrauben, und nach einer initalen Drehung um ein paar Winkelgrade
lässt sich die Schutzkappe 1 dann ohne weiteren Druck gegen die Flasche hin losschrauben.
Zum Zwecke dieses Abschraubens sind an der Aussenkontur der Schutzkappe 1 die Einbuchtungen
4 ausgeformt, sodass die übrigen Wandteile Griffrillen bilden, um eine bessere Haptik
zu gewährleisten. Das Abziehen des Garantiebandes 2 ist nicht reversibel, wodurch
sichergestellt werden kann, dass das Produkt bei intaktem Garantieband 2 unbenutzt
ist.
1. Kindergesicherte Schutzkappe (1) mit zugehörigem Behälter oder Flasche (9) für flüssige
oder pastöse Medien, ausgerüstet mit einem Verschluss oder einem Applikationssystem
für diese Medien, wobei sich die Schutzkappe nur bei gleichzeitigem Niederdrücken
und damit Lösen einer Verrastung seines Gewindes mit dem Gewinde am Stutzen des Behälters
oder der Flasche losschraubbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schutzkappe (1) zwei einander gegenüberliegende wulstartige Gewindegänge (6) an ihrer Innenwand aufweist, jeder mit einem verbreiterten
Endbereich (7), sodass dort je eine Anschlagfläche (8) gebildet ist, und die zugehörige
Behälter oder Flasche (9) an ihrem Stutzen (12) zwei nutartige, einander gegenüberliegende Gewindegänge (15) aufweist, und jeder im Endbereich einen verbreiterten Bereich (17)
aufweist, sodass durch denselben ein Hinterschnitt (18) gebildet ist, sodass beim
Aufschrauben der Schutzkappe (1) die Anschlagflächen (8) an den zwei wulstartigen
Gewindegängen (6) hinter den Hinterschnitten (18) an den nutartigen Gewindegängen
(15) einhaken und die Anschlagflächen (8) nur durch Drücken der Schutzkappe (1) gegen
den Behälter oder die Flasche (9) hin unter elastischen Verformung der Wandung der
Schutzkappenmündung am Stutzenhals (11), welcher hierzu eine nach unten konisch sich
erweiterende Abgleitfläche bildet, unter die Hinterschnitte (18) pressbar sind, und
hernach die Schutzkappe (1) unter gleichzeitiger Drehung losschraubbar ist.
2. Kindergesicherte Schutzkappe (1) mit zugehörigem Behälter oder Flasche (9) für flüssige
oder pastöse Medien zum Aufsetzen auf einen zugehörigen Flaschenstutzen (12) mit Applikationssystem
(19) in Form einer Pumpe, eines Tropfers oder eines Verschlusses nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzkappe (1) an der Unterseite ihrer Stirnfläche eine Hülse (5) ausformt,
die über eine Mündung (22) des Applikationssystems stülpbar ist, sodass ein Verdunstungsschutz
gebildet ist und die Schutzkappe (1) beim Losschrauben um diese Mündung (22) schraubbar
ist, die dabei als Achse wirkt.
3. Kindergesicherte Schutzkappe (1) mit zugehörigem Behälter oder Flasche (9) für flüssige
oder pastöse Medien zum Aufsetzen auf einen zugehörigen Flaschenstutzen (12) mit Applikationssystem
(19) in Form einer Pumpe, eines Tropfers oder eines Verschlusses nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am unteren Rand (24) der Schutzkappe (1) ein Garantieband (2) über eine oder mehrere
Dünnstellen oder über eine oder mehrere Sollbruchstellen angeformt ist, und dieses
Garantieband (2) an einer Stelle im Umfangsrichtung unterbrochen ist und eine Abziehlasche
(3) aufweist.
4. Kindergesicherte Schutzkappe (1) mit zugehörigem Behälter oder Flasche (9) für flüssige
oder pastöse Medien zum Aufsetzen auf einen zugehörigen Flaschenstutzen (12) mit Applikationssystem
(19) in Form einer Pumpe, eines Tropfers oder eines Verschlusses nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hals (11) des Flaschenstutzens (12) sich nach unten konisch erweitert, und dass
er von oben gesehen fünfeckig geformt ist, sodass seine zwischen den Ecken liegenden
Flächen elastisch nachgebende Abgleitflächen für einen unteren Rand (24) der aufgeschraubten
Schutzkappe (1) bilden.
1. Child-resistant protective cap (1) having an associated container or bottle (9) for
liquid or pasty media, equipped with a closure or an application system of these media,
wherein the protective cap is unscrewable only upon simultaneous depressing and thus
releasing of a lock of its thread with the thread on the spout of the container or
bottle, characterized in that the protective cap (1) has two mutually opposing bead-like thread (6) on its inner wall, each with a widened end region (7), so that
a stop face (8) is formed there in each case, and the associated bottle (9) has two groove-like, mutually opposing threads (15) on its spout (12), and each has a widened region (17) in the end region,
so that an undercut (18) is formed by the latter, so that upon screwing the protective
cap (1) on, the stop faces (8) on the two bead-like threads (6) catch behind the undercuts
(18) on the groove-like threads (15), and the stop faces (8) are squeezable under
the undercuts (18) only by pressing the protective cap (1) toward the container or
the bottle (9) with elastic deformation of the walling of the protective cap mouth
at the spout neck (11), which for this purpose forms a downwardly flaring slide-off
surface, and hereinafter the protective cap (1) is unscrewable upon simultaneous rotation.
2. Child-resistant protective cap (1) having an associated container or bottle (9) for
liquid or pasty media, for mounting onto an associated bottle spout (12) having an
application system (19) in the form of a pump, a dropper or a closure according to
claim 1, characterized in that the protective cap (1) forms on the underside of its end face a sleeve (5) which
is fittable over the mouth (22) of the application system so that an evaporation protection
is formed and, upon unscrewing, the protective cap (1) is screwable around said mouth
(22), which in so doing acts as an axis.
3. Child-resistant protective cap (1) having an associated container or bottle (9) for
liquid or pasty media, for mounting onto an associated bottle spout (12) having an
application system (19) in the form of a pump, a dropper or a closure according to
any of the preceding claims, characterized in that at the lower edge (24) of the protective cap (1) a tamper-evident band (2) is molded
over one or more thin places or over one or more predetermined breaking points, and
at one place in the circumferential direction said tamper-evident band (2) is interrupted
and has a pull-off flap (3).
4. Child-resistant protective cap (1) having an associated container or bottle (9) for
liquid or pasty media, for mounting onto an associated bottle spout (12) having an
application system (19) in the form of a pump, a dropper or a closure according to
any of the preceding claims, characterized in that the neck (11) of the bottle spout (12) flares downwardly, and that it is of pentagonal
shape as seen from above so that its faces lying between the corners form elastically
yielding slide-off surfaces for the lower edge (24) of the screwed-on protective cap
(1).
1. Capuchon protecteur (1) de sécurité pour les enfants avec un récipient ou une bouteille
(9) associé(e) pour milieux liquides ou pâteux, équipé d'un bouchon ou d'un système
d'application pour lesdits milieux, le capuchon protecteur ne pouvant être dévissé
du récipient ou de la bouteille que par un abaissement simultané et donc une libération
d'un verrouillage de son filet avec le filet sur l'embout du récipient ou de la bouteille,
caractérisé en ce que le capuchon protecteur (1) présente deux pas de filet (6) opposés de type bourrelet sur sa paroi intérieure, chacun avec une zone d'extrémité élargie
(7), de sorte qu'une surface de butée (8) se forme respectivement à cet endroit, et
le récipient ou la bouteille (9) associé(e) présente au niveau de son embout (12)
deux pas de filet (15) opposés de type rainure, et chacun présente dans la zone d'extrémité une zone élargie (17)
de sorte que celle-ci forme une contre-dépouille (18), de sorte que lors du vissage
du capuchon protecteur (1), les surfaces de butée (8) sur les deux pas de filet (6)
de type bourrelet s'enclenchent derrière les contre-dépouilles (18) dans les pas de
filets (15) de type rainure, et les surfaces de butée (8) ne peuvent être pressées
sous les contre-dépouilles (18) que par une pression du capuchon protecteur (1) vers
le récipient ou la bouteille (9), sous déformation élastique de la paroi de l'orifice
de capuchon protecteur sur le col d'embout (11), celui-ci formant à cet effet une
surface de glissement s'élargissant de manière conique vers le bas, en ensuite le
capuchon protecteur (1) peut être dévissé par une rotation simultanée.
2. Capuchon protecteur (1) de sécurité pour les enfants avec un récipient ou une bouteille
(9) associé(e) pour des milieux liquides ou pâteux à poser sur un embout de bouteille
(12) associé avec un système d'application (19) sous la forme d'une pompe, d'un goutte-à-goutte
ou d'un bouchon selon la revendication 1, caractérisé en ce que le capuchon protecteur (1) réalise sur la face inférieure de sa face frontale un
manchon (5) pouvant venir coiffer un orifice (22) du système d'application de façon
à ce qu'une protection anti-évaporation se forme et que le capuchon protecteur (1)
lors du dévissage puisse se visser autour de cet orifice (22) servant alors d'axe.
3. Capuchon protecteur (1) de sécurité pour les enfants avec un récipient ou une bouteille
(9) associé(e) pour des milieux liquides ou pâteux à poser sur un embout de bouteille
(12) associé avec un système d'application (19) sous la forme d'une pompe, d'un goutte-à-goutte
ou d'un bouchon selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que sur le bord inférieur (24) du capuchon protecteur (1) une bande de garantie (2) est
surmoulée sur un ou plusieurs endroits amincis ou sur un ou plusieurs endroits destinés
à la rupture et cette bande de garantie (2) est interrompue à un endroit dans la direction
circonférentielle et présente une languette de détachement (3).
4. Capuchon protecteur (1) de sécurité pour les enfants avec un récipient ou une bouteille
(9) associé(e) pour des milieux liquides ou pâteux à poser sur un embout de bouteille
(12) associé avec un système d'application (19) sous la forme d'une pompe, d'un goutte-à-goutte
ou d'un bouchon selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le col (11) de l'embout de bouteille (12) s'élargie de façon conique vers le bas,
et en ce qu'il est de forme pentagonale, vu par le haut, de sorte que ses faces situées entre
les coins forment des surfaces de glissement élastiquement flexibles pour un bord
inférieur (24) du capuchon protecteur (1) vissé.