[0001] Die vorliegende Erfindung ist gerichtet auf ein Verfahren zum Herstellen eines mehrlagigen
Wertdokumentsubstrats, welches besonders fälschungssicher ausgestaltet ist. Ferner
ist die vorliegende Erfindung gerichtet auf eine Vorrichtung zur Herstellung des mehrlagigen
Wertdokumentsubstrats sowie auf das Wertdokumentsubstrat an sich. Weiterhin wird ein
Computerprogrammprodukt mit Steuerbefehlen vorgeschlagen, welche das vorgeschlagene
Verfahren implementieren.
[0002] EP 2 660 067 A1 zeigt ein Wertdokument mit einem flächigen Substrat, mindestens einem Sicherheitselement
an einer Oberfläche des flächigen Substrats und mit Schutzschichten.
[0003] Gemäß herkömmlichen Verfahren ist eine Vielzahl an Möglichkeiten bekannt, Wertdokumente,
beispielsweise Banknoten, derart auszugestalten, dass sie besonders fälschungssicher
sind und zudem besonders robust ausgestaltet sind. So ist bereits eine Vielzahl von
Sicherheitsmerkmalen für Banknoten bekannt, wie beispielsweise ein Hologramm oder
ein Wasserzeichen. Hierbei ist es notwendig, nicht nur das Sicherheitselement an sich
besonders vorteilhaft auszugestalten, sondern vielmehr auch Möglichkeiten zu schaffen,
Sicherheitselemente in die Trägersubstanz einzubringen. Hierzu ist es beispielsweise
bekannt, eine Lackschicht derart vorzusehen, dass auf einem Wertdokument sowohl transparente
als auch opake Bereiche entstehen. Gemäß dem Stand der Technik ist es jedoch nachteilig,
dass der Lack nach einem Herstellen einer Banknote in einem separaten Arbeitsschritt
aufgetragen werden muss. Zudem ist der Fachmann stets bemüht, zu bekannten Verfahren
auch Alternativen zu schaffen, um hierdurch eine möglichst einmalige Bauart von Wertdokumenten
bereitzustellen. Somit kann eine Echtheitsprüfung einer Banknote auch darauf abstellen,
ob die Bauart bzw. die Anordnung der einzelnen Komponenten derart erfolgt ist, wie
es auch ein berechtigter Hersteller vorsehen würde.
[0004] Generell ist es eine Anforderung an Wertdokumente, dass diese aufgrund der hohen
mechanischen Beanspruchung besonders robust ausgestaltet sind. So werden Wertdokumente
typischerweise nicht nur von menschlichen Benutzern verwendet, sondern vielmehr sollen
auch Maschinen entsprechende Eigenschaften von Banknoten erkennen können. Auch deshalb
ist es wünschenswert, eine besonders robuste und insbesondere abriebfeste Banknote
bereitzustellen, da auch entsprechende Sicherheitsmerkmale im Laufe der Zeit beschädigt
werden könnten. Hierbei ist darauf zu achten, dass das Bereitstellen der Banknote
mit geringem technischem Aufwand erfolgt und somit auch eine Produktion in großer
Stückzahl kostengünstig möglich ist.
[0005] Es ist somit eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren bereitzustellen,
welches es ermöglicht, ein Wertdokumentsubstrat herzustellen, welches in besonders
vorteilhafter Weise optische Sicherheitsmerkmale aufnehmen kann und dennoch sehr robust
ausgestaltet ist. Die Bereitstellung eines solchen Wertdokumentsubstrats soll mit
geringem technischem Aufwand möglich sein. Es ist ferner eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine entsprechende Vorrichtung zur Herstellung des Wertdokumentsubstrats
sowie das Wertdokumentsubstrat an sich vorzuschlagen. Weiterhin ist es eine Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, ein Computerprogrammprodukt mit Steuerbefehlen bereitzustellen,
welche das vorgeschlagene Verfahren implementiert bzw. die vorgeschlagene Vorrichtung
betreibt.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst mittels eines Verfahrens zur Herstellung eines Wertdokumentsubstrats
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind
in den Unteransprüchen angegeben.
[0007] Demgemäß wird ein Verfahren zum Herstellen eines mehrlagigen Wertdokumentsubstrats
vorgeschlagen, aufweisend ein Bereitstellen einer ersten und mindestens einer zweiten
Schicht, wobei die erste Schicht mindestens ein optisches Element aufweist und ein
Herstellen des Wertdokumentsubstrats mittels Verbindens der bereitgestellten Schichten
erfolgt, wobei die mindestens eine zweite Schicht eine variierende Transparenz aufweist.
[0008] Eine variierende Transparenz bzw. eine variierte Transparenz kann in einem weiteren
optionalen Verfahrensschritt eingestellt werden bzw. kann gleichzeitig mit dem Bereitstellen
der zweiten Schicht derart erfolgen, dass diese Schicht bereits eine variierende bzw.
variierte Transparenz aufweist.
[0009] Bei dem mehrlagigen Wertdokumentsubstrat handelt es sich beispielsweise um eine Banknote,
welche aus mehreren Lagen bzw. Schichten gebildet wird. So können die einzelnen Schichten
auch als Folien bezeichnet werden, die derart verbunden werden, dass sich ein Wertdokument
ausformen lässt. Ein solches Wertdokument umfasst typischerweise weitere Komponenten,
wie sie bereits bekannt sind. Generell ist die vorliegende Erfindung nicht auf eine
Banknote an sich beschränkt, sondern vielmehr kann ein Wertdokumentsubstrat beispielsweise
auch bei gängigen Sicherheitsdokumenten, wie z. B. Reisepässen, Ausweisdokumenten,
Führerscheinen oder Chipkarten Einsatz finden.
[0010] Hierzu werden eine erste und eine zweite Schicht bereitgestellt, welche generell
als ein flächig ausgestaltetes Material vorliegen. Bei der ersten Schicht handelt
es sich hierbei um eine Trägerschicht, welche ein optisches Element aufweist. Ein
optisches Element kann als ein Sicherheitsmerkmal vorliegen, welches mit dem bloßen
Auge oder Maschinen unterstützt bzw. vollautomatisch verifiziert werden kann. Die
mindestens eine zweite Schicht kann derart ausgestaltet werden, dass diese eine Schutzfunktion
bezüglich der ersten Schicht bereitstellt. Das Wertdokument kann eine beliebige Anzahl
von Schichten umfassen, wobei die erste Schicht das optische Element bereitstellt
und unter dieser Schicht bzw. über dieser Schicht beliebige weitere Schichten anzuordnen
sind.
[0011] Hierbei ist darauf zu achten, dass das optische Element nicht verdeckt wird bzw.
stets sichtbar bleibt. So können auch unterschiedliche weitere Schichten oberhalb
und unterhalb des optischen Elements vorgesehen werden, die zumindest teilweise transparent
bzw. semitransparent ausgestaltet sind. Es ist auch möglich, das optische Element
teilweise zu überdecken, so dass wiederum nur ein weiterer Teil des optischen Elements
sichtbar bleibt. Somit ist es auch möglich, die zweite Schicht derart auszugestalten,
dass diese mit dem optischen Element interagiert und die beiden Elemente, also das
optische Element und die zweite Schicht, in ihrem Zusammenwirken ein Sicherheitsmerkmal
bereitstellen.
[0012] So ist es möglich, die Transparenz der mindestens einen zweiten Schicht derart auszugestalten,
dass diese besonders vorteilhaft variiert. Ein Variieren bezieht sich hierbei auf
die konkrete Ausgestaltung der Transparenz bzw. der Anordnung von transparenter und
nicht-transparenter Bereichen. Eine variierende Transparenz bezeichnet hierbei die
Möglichkeit, dass die mindestens eine zweite Schicht transparent, semitransparent
und opak bezüglich einzelner Bereiche ausgestaltet werden kann. Somit können beispielsweise
drei Bereiche in der mindestens einen zweiten Schicht vorgesehen sein, wobei ein erster
Bereich transparent ist, ein zweiter Bereich semitrarisparent und ein dritter Bereich
opak ist. Hierbei ist es möglich, die einzelnen Transparenzgrade derart innerhalb
der zweiten Schicht zu ändern, dass die variierende Transparenz ein Muster bereitstellt.
So kann mittels der mindestens einen zweiten Schicht jegliches Muster derart über
das optische Element gelegt werden, dass sich die beiden Merkmale zu einem Sicherheitsmerkmal
ergänzen. Beispielsweise kann die mindestens eine zweite Schicht abwechselnd opake
und transparente streifen aufweisen, derart, dass also das darunterliegende optische
Element durch die transparenten Streifen sichtbar ist und von den opaken Streifen
verdeckt wird. Hierbei ist es besonders vorteilhaft, die Transparenz derart zu variieren,
dass opake Bereiche registerhaltig ausgestaltet werden.
[0013] Unter registerhaltig versteht man lediglich gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung
den deckungsgleichen Abdruck der Zeilen eines Satzspiegels auf der Vorderseite und
der Rückseite. Hierbei ist es vorteilhaft, dass bei einer registerhaltigen Anordnung
der transparenten bzw. opaken Bereiche die Bereiche der einen Seite deckungsgleich
mit den Bereichen der anderen Seite des Wertdokumentsubstrats angeordnet sind. Somit
werden also optische Interferenzen vermieden, da die transparenten und opaken Bereiche
auf der Vorderseite und der Rückseite des Wertdokumentsubstrats gleich bzw. gespiegelt
angeordnet sind.
[0014] Hierbei ist es auch möglich, dass sich die Registerhaltigkeit auf lediglich eine
Seite des Wertdokumentsubstrats bezieht. Somit werden also Spalten, die Text aufweisen
und nebeneinander angeordnet sind, derart ausgerichtet, dass sich die Zeilen stets
auf gleicher Höhe befinden.
[0015] Ferner ist es möglich, eine Registerhaltigkeit derart auszugestalten, dass Merkmale
des optischen Elements nicht von der zweiten Schicht überdeckt werden. So kann das
optische Element in seinen Umrissen in der mindestens einen zweiten Schicht derart
vorliegen, dass transparente Bereiche der mindestens einen zweiten Schicht deckungsgleich
auf dem optischen Element zu liegen kommen. Mittels dieser Ausgestaltungen bzw. einer
Kombination hieraus ist es also möglich, ein erweitertes Sicherheitsmerkmal derart
zu schaffen, dass nicht nur das optische Element an sich als Sicherheitsmerkmal dienen
kann, sondern vielmehr das optische Element auch in dem Zusammenwirken mit der zweiten
Schicht ein Sicherheitsmerkmal bereitstellt.
[0016] Das Herstellen des Wertdokumentsubstrats an sich erfolgt mittels Verbindens der bereitgestellten
Schichten, also der ersten Schicht und der mindestens einen zweiten Schicht. Hierbei
erkennt der Fachmann, dass typischerweise weitere, nicht angeführte Arbeitsschritte
notwendig sind. So müssen typischerweise weitere Elemente in das Wertdokumentsubstrat
eingebracht werden. Das Verbinden kann derart erfolgen, dass in dem gleichen Arbeitsschritt
mit dem Verbinden auch das Erzeugen einer variierenden Transparenz erfolgt. Dies ist
beispielsweise dadurch möglich, dass bei dem Verbinden ein Wärmeeintrag erfolgt. Hierbei
ist es möglich, die zweite Schicht aus einem Material herzustellen, welches entsprechend
unter Hitzeeinwirkung in seiner Transparenz variierbar ist.
[0017] Die variierende Transparenz kann somit in einem gesonderten Verfahrensschritt hergestellt
werden oder es werden bereits Schichten verwendet, die bereits entsprechend variiert
sind. Somit wird also auch ein Verfahrensschritt des Einbringens einer variierenden
Transparenz in mindestens eine der zweiten Schichten vorgeschlagen. Bei der variierenden
Transparenz kann es sich beispielsweise um transparente und opake Bereiche handeln,
die in ihrem Zusammenwirken ein Muster ergeben. Hierbei ist es auch möglich, die Transparenz
gradiell zu variieren, derart, dass ein fließender Übergang von einem transparenten
Bereich zu einem opaken Bereich erfolgt.
[0018] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die mindestens zweite Schicht
derart ausgeformt, dass im Wesentlichen transparente und im Wesentlichen opake Bereiche
vorliegen. Dies hat den Vorteil, dass mittels der variierenden Transparenz beliebige
Muster geschaffen werden können, die aus transparenten und opaken Bereichen entstehen.
Im Wesentlichen transparent bzw. im Wesentlichen opak stellt darauf ab, dass die Bereiche
nicht komplett durchsichtig bzw. undurchsichtig ausgestaltet werden müssen. So erkennt
der Fachmann beispielsweise, dass auch eine gewisse Mattierung der mindestens einen
zweiten Schicht bereits eine im Wesentlichen opake Fläche schaffen kann.
[0019] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung werden die bereitgestellten
Schichten derart verbunden, dass die zweite Schicht das optische Element der ersten
Schicht überdeckt. Dies hat den Vorteil, dass die mindestens eine zweite Schicht als
eine Schutzschicht fungieren kann und die mindestens eine zweite Schicht das optische
Element ganz oder teilweise überdecken kann. Somit ist es möglich, weitere Elemente
mit den vorgeschlagenen Merkmalen zu kombinieren. So kann beispielsweise die zweite
Schicht das optische Element nicht vollständig überdecken, so dass eine weitere Schicht
über dem optischen Element angeordnet werden kann.
[0020] In einem Aspekt kann die zweite Schicht als außenliegende Schicht derart angeordnet,
dass eine zwischen der ersten Schicht und zweiten Schicht wenigstens eine Ebene bzw.
weitere Schicht mit Druckelementen angeordnet ist. Insbesondere bei der Herstellung
eines Wertdokuments kann nach dem Bereitstellen der ersten Schicht diese einen oder
mehreren Druckprozessen zugeführt werden, wobei erst nach diesem Druckprozess oder
diesen Druckprozessen die zweite Schicht aufgebracht wird. Auf der zweiten Schicht
können weitere Bearbeitungsschritte, wie z. B. weitere Druckprozesse und/ oder Kaschier-/Laminiervorgänge
folgen. Insbesondere ist mit diesem Aufbau ein Schutz der unter der zweiten Schicht
sowie eine Kombination von Sicherheitsmerkmalen möglich. Darüber hinaus können weitere
Aspekte, wie z.B. unterschiedliche Transparenz der zweiten Schicht in Kombination
mit den Druckschichten und/ oder der ersten Schicht für einen Betrachter oder einer
Prüfsensorik zur Echtheitsbewertung des Wertdokuments besondere optische Effekte zur
sicheren Bewertung auf Echtheit bewirken.
[0021] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung werden die bereitgestellten
Schichten derart verbunden, dass ein im Wesentlichen transparenter Bereich der zweiten
Schicht das optische Element der ersten Schicht überdeckt. Dies hat den Vorteil, dass
mittels des vorgeschlagenen Verfahrens ein Sichtfenster geschaffen wird, durch das
das optische Element zu erkennen ist.
[0022] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung erfolgt das Verbinden der
Schichten in Abhängigkeit einer Anordnung des optischen Elements der ersten Schicht
und der variierenden Transparenz der mindestens einen zweiten Schicht. Dies hat den
Vorteil, dass das optische Element und die unterschiedlichen Bereiche der zweiten
Schicht derart vorteilhaft relativ zueinander angeordnet werden können, dass sich
beispielsweise ein Sichtfenster für das optische Element oder ein bestimmtes Muster
ergibt. So ist darauf zu achten, dass die unterschiedlich transparenten Bereiche derart
bezüglich dem optischen Element angeordnet werden, dass sich das optische Element
auslesen lässt und sich ggf. ein weiteres Sicherheitsmerkmal einstellt. Bilden beispielsweise
die transparenten und opaken Bereiche ein Muster, welches mit dem optischen Element
interagieren soll, so ist dieses Muster auch eben derart vorteilhaft bezüglich dem
optischen Element anzubringen, dass der gewünschte optische Effekt eintritt.
[0023] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung erfolgt das Verbinden der
Schichten derart, dass das optische Element der ersten Schicht registerhaltig bezüglich
mindestens einem im Wesentlichen transparenten Bereich der mindestens einen zweiten
Schicht angeordnet wird. Dies hat den Vorteil, dass sich Bereiche der mindestens einen
zweiten Schicht mit dem Sicherheitsmerkmal ergänzen. Somit werden also die transparenten
bzw. opaken Bereiche derart über dem optischen Element angeordnet, dass diese in ihrer
Zusammenschau ein einziges Sicherheitsmerkmal ergeben.
[0024] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung stellt das optische Merkmal
ein Sicherheitsmerkmal, einen Metalleffekt, einen mikrooptischen Effekt, ein Hologramm,
einen Mikrospiegel, Linsen, einen Colourshift-Effekt, einen Interferenzeffekt, einen
Druck, einen Offsetdruck, einen Untergrunddruck, einen Stichdruck, eine Zifferung,
eine beliebige Aussparung, eine Perforation, einen Laserschnitt, ein Fenster und/oder
ein Sichtfenster bereit. Dies hat den Vorteil, dass unterschiedliche Sicherheitsmerkmale
gemäß der vorliegenden Erfindung Anwendung finden können und insbesondere, dass die
variierende Transparenz der zweiten Schicht mit einer Vielzahl von Sicherheitsmerkmalen
interagieren kann. Beispielsweise handelt es sich bei einem Colourshift-Element um
ein Sicherheitselement, bei dem die optische Oberfläche in zwei Bereiche aufgeteilt
ist. Der Colourshift-Bereich wechselt bei Kippbewegung deutlich die Farbe, während
der Colourfix-Bereich seine Farbe beibehält. In einem eingestellten Betrachtungswinkel
sind der Colourshift-Bereich und der Colourfix-Bereich in der Farbe gleich, in einem
anderen eingestellten Betrachtungswinkel unterscheiden sich die beiden Bereiche.
[0025] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung bildet die mindestens eine
zweite Schicht eine Schutzschicht des Wertdokumentsubstrats aus. Dies hat den Vorteil,
dass die mindestens eine zweite Schicht derart ausgestaltet werden kann, dass diese
bezüglich des bereitgestellten Wertdokumentsubstrats außen liegt und zudem derart
robust ausgestaltet werden kann, dass das optische Element besonders gegen Abrieb
und Abnutzung geschützt ist.
[0026] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung erfolgt das Verbinden unter
Verwendung eines Kaschierklebstoffs, eines Haftklebstoffs, eines thermoplastischen
Klebstoffs, einer thermoplastischen Polymerschicht, einer thermoplastischen Schicht,
einer nachvernetzbaren Schicht oder eines Verbindens von thermoplastischen Schichten
an sich. Dies hat den Vorteil, dass bekannte Verfahren des Verbindens erfindungsgemäß
weiterhin verwendet werden können und vorteilhafte Materialien eingesetzt werden können.
So können die bereitgestellten Schichten an sich bereits thermoplastisch ausgestaltet
sein und werden somit unter Hitzeeinwirkung untrennbar miteinander verbunden. Eine
nachvernetzbare Schicht kann beispielsweise ein Heißsiegellack sein, der z. B. mittels
infraroter oder ultravioletter Strahlung aktiviert wird.
[0027] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die erste Schicht beidseitig
von jeweils mindestens einer zweiten Schicht überdeckt. Dies hat den Vorteil, dass
bezüglich der ersten Schicht oben und unten beliebig viele weitere Schichten angeordnet
werden können und somit auch das Wertdokumentsubstrat besonders geschützt ist. Hierbei
ist es möglich, die opaken bzw. transparenten Bereiche jeweils registerhaltig anzuordnen.
[0028] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung erfolgt das Variieren der
Transparenz unter Verwendung einer mattierenden Schicht, einem Eintrüben, einer Laserbestrahlung,
einer UV-Bestrahlung, eines Extrudierens, eines thermoplastischen Prägens, eines Schleifens
und/ oder einer mechanischen Oberflächenbehandlung. Dies hat den Vorteil, dass auf
einfache Art und Weise und mit geringem technischem Aufwand unterschiedliche Bereiche
in der mindestens einen zweiten Schicht geschaffen werden. Insbesondere ist es hierbei
möglich, die Transparenz der zweiten Schicht genau einstellen zu können. So können
beispielsweise mittels eines Lasers besonders feine Bereiche geschaffen werden.
[0029] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst ein Variieren der
Transparenz ein Ausgestalten von im Wesentlichen transparenten Bereichen mittels Heißsiegelns,
Heißprägens und/ oder Druckbeaufschlagens. Dies hat den Vorteil, dass die variierte
Transparenz bereits während eines Verbindens der einzelnen Schichten ausgeführt werden
kann.
[0030] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die variierende Transparenz
scharfkantig oder verlaufend ausgestaltet. Dies hat den Vorteil, dass in der mindestens
einen zweiten Schicht die Transparenz graduell oder abrupt derart variiert werden
kann, dass sich die einzelnen Bereiche scharf abgrenzen oder eben ineinander überlaufen.
[0031] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird auf mindestens einer
äußeren Seite des Wertdokumentsubstrats ein Lack angebracht. Dies hat den Vorteil,
dass eine weitere Schutzschicht geschaffen werden kann, die beispielsweise mit den
transparenten und opaken Bereichen der mindestens einen zweiten Schicht zusammenwirkt.
[0032] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung stellen das optische Merkmal
und die mindestens eine zweite Schicht in ihrem Zusammenwirken ein Sicherheitsmerkmal
bereit. Dies hat den Vorteil, dass gerade bei einer registerhaltigen Anordnung das
optische Element mit den transparenten bzw. opaken Bereichen derart zusammenwirken
kann, dass in einer Zusammenschau ein neues Muster entsteht, das wiederum als Sicherheitsmerkmal
agieren kann.
[0033] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird mindestens eine Schicht
aus einer Auswahl aus einer Gruppe von Materialien geformt. Die Gruppe umfasst mehrere
Materialien, die teilweise miteinander kombiniert werden können, z. B. biologisch
abbaubare Polymere, Polysacchariden, Cellulose, thermoplastische Stärke, Polymilchsäure,
Polylactid PLA, Polyhydroxyfettsäuren PHF, Polyhydroxybutyrat PHB, Polyhydroxyvalerat
PHV, Polymere, Polyethylen PE, Polyethylenterephthalat PET, Polybutylenterephthalat
PBT, Polyethylennaphthalat PEN, Polypropylen PP, biaxial orientiertes Polypropylen,
BOPP, Vliesstoff aus Polyethylen hoher Dichte und Polyamid. Dies hat den Vorteil,
dass die erfindungsgemäßen Merkmale mit diesen Materialien herbeigeführt werden können
und beispielsweise die einzelnen Materialien auch vermischt werden können. Die mindestens
eine Schicht kann auch eine Folie, ein Papier, einen Filzstoff, einem Vliesstoff und/
oder einer Kombination davon sein. Das optische Element, insbesondere Sicherheitsmerkmal,
kann auf, mittels beispielsweise Laminieren, Kaschieren und/ oder aufkleben, oder
in der ersten Schicht angeordnet sein. Beispielsweise kann es sich bei dem optischen
Element um ein mikrooptischen Sicherheitsmerkmal, Sicherheitsfaden und/ oder Aufdruck
handeln. Auch kann das optische Element in einer Schicht über der ersten Schicht jedoch
zwischen erster und zweiter Schicht angeordnet sein. Es wird eine innenliegende Sicherheit
ausgebildet. Auch kann die zweite Schicht mit einem weiteren optischen Element ausgestaltet
sein, wobei das weitere optische Element im, vorzugsweise unter der zweiten Schicht
angeordnet ist, sodass das weitere optische Element zwischen der ersten und zweiten
Schicht angeordnet ist.
[0034] Die erste und/ oder zweite Schicht können bereits vorab, d.h. unabhängig von anderen
Herstellungsschritten, insbesondere parallel dazu, mit optischen Elementen bereitgestellt
werden.
[0035] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird mindestens eine Schicht
mittels Koextrudierens bereitgestellt. Dies hat den Vorteil, dass mehrere Materialien
bei einem Koextrudieren verbunden werden können und auch mehrere Schichten in einem
Arbeitsschritt bereitgestellt werden können.
[0036] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird mindestens eine Schicht
als ein Cellulose-Papier mit einem Anteil X künstlicher Polymermaterialien in einem
Bereich zwischen 0 und 100 % Gewichtsanteil bereitgestellt. Dies hat den Vorteil,
dass in besonders vorteilhafter Weise Polymermaterial mit Cellulose vermischt werden
kann, um ein robustes Wertdokumentsubstrat bereitzustellen.
[0037] Erfindungsgemäß ist unabhängig vom Verfahren (Registerkaschierung, Registerdruck,
Registersiegeln) ein Toleranzbereich von beispielsweise md/cd +/-1,5 mm angegeben,
soweit es um scharfkantige Übergänge geht. Ein "Fading"/Verlauf sollte theoretisch
diese +/-1,5 mm und zusätzlich die Toleranz des innenliegenden Merkmals berücksichtigen:
Typische Maximaltoleranzen für Sicherheitsmerkmale:
- Wasserzeichen (z.B. für innenliegend water mask): +/- 3,0 mm
- Innenliegender Banknotendruck (z.B. Stich, Untergrund, Siebdruck): cd/md +/-1,5 mm
- LEAD/Patch: cd/md +/-1,5 mm
- Sicherheitsfaden: Wobbelbereich +/- 6,0 mm (auf Fadenmitte); reg. Faden: md +/-1,5
mm
- LaserCut/ColorCut: cd/md +/-1,5 mm
[0038] Somit werden also Toleranzbereiche geschaffen, die es ermöglichen, die erfindungsgemäßen
Merkmale derart zu spezifizieren, dass diese auch als Sicherheitsmerkmal dienen können.
Ein Unterschreiten bzw. Überschreiten der vorgegebenen Toleranzwerte sorgt somit dafür,
dass ein unberechtigtes Nacharbeiten der vorgeschlagenen Merkmale erkannt werden kann.
Somit werden also Sicherheitsmerkmale geschaffen, die teils mit bloßem Auge oder aber
auch maschinenunterstützt verifiziert werden können. Bei einem Sicherheitsmerkmal
handelt es sich ganz allgemein um ein Merkmal, welches es ermöglicht, ein autorisiertes
Verfahren bzw. Produkt von einer Fälschung zu unterscheiden. Hierbei eignen sich insbesondere
die vorgeschlagenen Toleranzwerte.
[0039] Die Aufgabe wird auch gelöst durch eine Vorrichtung zur Herstellung des mehrlagigen
Wertdokumentsubstrats, aufweisend eine Einheit eingerichtet zum Bereitstellen einer
ersten und mindestens einer zweiten Schicht, wobei die erste Schicht mindestens ein
optisches Element aufweist sowie eine Verbindungseinheit eingerichtet zum Herstellen
des Wertdokumentsubstrats mittels Verbindens der bereitgestellten Schichten, wobei
die mindestens eine zweite Schicht eine variierende Transparenz aufweist.
[0040] Die Aufgabe wird ferner gelöst durch ein mehrlagiges Wertdokumentsubstrat, aufweisend
eine erste Schicht und mindestens eine mit der ersten Schicht verbundene zweite Schicht,
wobei die erste Schicht mindestens ein optisches Element aufweist, wobei die mindestens
zweite Schicht eine variierende Transparenz aufweist.
[0041] Ferner wird die Aufgabe gelöst durch ein Computerprogrammprodukt mit Steuerbefehlen,
welche das vorgeschlagene Verfahren implementieren bzw. die vorgeschlagene Vorrichtung
betreiben.
[0042] Erfindungsgemäß ist es besonders vorteilhaft, dass die Verfahrensschritte geeignet
sind, strukturelle Merkmale eines Wertdokumentsubstrats zu schaffen. Somit können
die vorgeschlagenen Verfahrensschritte auch als strukturelle Merkmale des Wertdokumentsubstrats
nachgebildet werden. Ferner eignet sich das vorgeschlagene Verfahren zum Betreiben
der vorgeschlagenen Vorrichtung und die Vorrichtung ist somit geeignet, das vorgeschlagene
Verfahren auszuführen.
[0043] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden anhand der beigefügten Figuren näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig.1:
- ein mehrlagiges Wertdokumentsubstrat in einer Seitenansicht gemäß einem Aspekt der
vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2:
- mehrlagige Wertdokumentsubstrate in einer Seitenansicht gemäß einem weiteren Aspekt
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 3:
- mehrlagige Wertdokumentsubstrate in einer Seitenansicht gemäß einem weiteren Aspekt
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 4:
- ein mehrlagiges Wertdokumentsubstrat in einer Seitenansicht gemäß einem weiteren Aspekt
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 5:
- ein mehrlagiges Wertdokumentsubstrat in einer Aufsicht gemäß einem weiteren Aspekt
der vorliegenden Erfindung; und
- Fig. 6:
- ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Herstellen eines mehrlagigen Wertdokumentsubstrats
gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung.
[0044] Fig. 1 zeigt die unterschiedlichen Schichten 1, 2, 3, wobei unterschiedliche optische
Elemente vorgesehen sind. Wie in der vorliegenden Fig.1 gezeigt ist, sind die transparenten
Bereiche oberhalb bzw. unterhalb der optischen Elemente registerhaltig mit diesen
optischen Elementen ausgerichtet. Somit wird also ein Sichtfenster geschaffen, welches
es ermöglicht, das optische Element durch die Schutzschichten hindurch zu erkennen.
Das optische Element liegt als ein Lead, Patch, Effektdruck und Fensterfaden (FeFa)
vor.
[0045] Fig. 2 zeigt unterschiedliche Schichtenmodelle, wobei in der ersten, also der obersten
Abbildung, ein Mattieren über der Schutzschicht gezeigt ist. Somit kann also beispielsweise
anhand von Klarlack oder Mattlack ein Variieren der Transparenz der mindestens einen
zweiten Schicht 2, 3 geschaffen werden. Wie in der zweiten Abbildung gemäß Fig. 2
gezeigt ist, kann auch eine thermische Transparentisierung mittels Wärmeeintrag unter
Druck erzeugt werden. Die dritte Abbildung zeigt eine thermische Verformung. Hierbei
erfolgt eine Oberflächentransparentisierung über Wärmeeintrag und Druck. Gemäß Abbildung
4 der Fig. 2 erfolgt eine Transparentisierung über eine Beschichtung. Die Mattierung
kann z. B. über eine thermoplastische Folienverprägung erfolgen. Ferner kann ein Klarlack
mit ähnlichem Brechungsindex wie die sonstigen verwendeten Materialien der Schichten
2, 3 Verwendung finden. In der fünften Abbildung gemäß Fig. 2 erfolgt eine Transparentisierung
über die Beschichtung, und ferner erfolgt eine doppelte Mattierung. Dies erfolgt mittels
der Oberflächenstruktur und dem Mattlack. Gemäß der sechsten Abbildung gemäß Fig.
2 erfolgt eine Mattierung mittels Laser oder Prägung. Ferner wird ein UV-Lack verwendet.
[0046] Fig. 3 zeigt einen Folienaufbau für eine Heißlaminierung. Hierbei sind die einzelnen
Schichten dargestellt, welche stapelförmig aufeinandergelegt und zusammenlaminiert
werden. In der unteren Abbildung ist die zusammenlaminierte Schichtenabfolge gezeigt.
Ferner ist das bereitgestellte Wertdokumentsubstrat derart bezüglich der Transparenz
variiert, dass ein transparenter Bereich entsteht, ein matter bzw. opaker Bereich
entsteht sowie verlaufende Flächen. Die verlaufenden Flächen bilden einen verlaufend
semitransparenten Flächenbereich, beispielswiese wie dargestellt durch eine Beschichtung,
deren Dicke variiert.
[0047] Fig. 4 zeigt den Schichtenaufbau nach einer Kaschierapplikation. Hierzu ist insbesondere
auf der linken Seite das optische Element eingetragen, welches von einem transparenten
Bereich überdeckt ist.
[0048] Fig. 5 zeigt das Foliendesign in einer Aufsicht. Insbesondere zeigt Fig. 5 unterschiedliche
Bereiche mit jeweils unterschiedlicher Transparenz. Dies wird vorliegend als variierende
bzw. variierte Transparenz bezeichnet. Wie in Fig. 4 gezeigt, ist links ein transparenter
Bereich eingetragen und auf der rechten Seite ist ein verlaufender Bereich eingetragen.
Durch die transparenten Bereiche sind darunterliegende optische Merkmale erkennbar.
[0049] Folie/Papier-Verbundbanknoten sind Stand der Technik. In mehreren Anmeldungen und
Patentschriften werden insbesondere ein innenliegender Druck (z.B. Untergrund, Offset,
Stahldruck, Fluo, OVMI) aber auch innenliegende Sicherheit (LEAD, Hologramm, Patch,
Sicherheitsfaden, Fenster, Laserfeature) erwähnt. Auch der Erhalt der Taktilität von
Stahldruckverprägungen nach Kaschierung oder Verprägungen im Nachgang sind vorbeschrieben.
[0050] Die vorliegende Erfindung bezieht sich insbesondere auf Produkte, bei welchen die
fertig bedruckte Banknote eine Schutzkaschierung, bzw. Schutzlaminierung statt einer
Schutzlackierung erhält.
[0051] Bei der Beschreibung solcher Produktaufbauten bleibt bisher eine vorteilhafte Ausstattung
der Schutzfolie unberücksichtigt. Während man bei einer Schutzlackierung in Abhängigkeit
vom zu überdruckenden Design mit matten oder glänzenden, transparenten, semitransparenten
oder opaken Lacksystem in einer Flächenebene arbeiten kann ist dies bei der Erzeugung
und Applikation von Schutzfolien nicht ohne weiteres möglich. Typische Druck- oder
Folienelemente, welche üblicherweise eine hohe Transparenz der überkaschierten/-laminierten
Schutzfolie erfordern würden, sind z.B. OVMI, OVI, Iriodin, LEAD, Patch oder Fensterfäden
und ggf. Laserfeature und Fenster.
[0052] Fig. 6 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Herstellen eines mehrlagigen
Wertdokumentsubstrats, aufweisend ein Bereitstellen 100 einer ersten und mindestens
einer zweiten Schicht, wobei die erste Schicht mindestens ein optisches Element aufweist
sowie ein Herstellen 101 des Wertdokumentsubstrats mittels Verbindens 102 der bereitgestellten
Schichten, wobei die mindestens eine zweite Schicht eine variierende Transparenz aufweist.
Hierbei kann das Variieren der Transparenz auch als eigener Verfahrensschritt vorgesehen
werden.
1. Verfahren zum Herstellen eines mehrlagigen Wertdokumentsubstrats, aufweisend:
- Bereitstellen (100) einer ersten (1) und mindestens einer zweiten Schicht (2, 3),
wobei die erste Schicht (1) mindestens ein optisches Element aufweist; und
- Herstellen (101) des Wertdokumentsubstrats mittels Verbindens (102) der bereitgestellten
Schichten (1, 2, 3), dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine zweite Schicht (2, 3) eine variierende Transparenz aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine zweite Schicht (2, 3) derart ausgeformt wird, dass diese im Wesentlichen
transparente und im Wesentlichen opake Bereiche aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die bereitgestellten (100) Schichten (1, 2,3) derart verbunden (102) werden, dass
die zweite Schicht (2, 3) das optische Element der ersten Schicht (1) mindestens teilweise
überdeckt und/ oder vorzugsweise ein im Wesentlichen transparenter Bereich der zweiten
Schicht (2, 3) das optische Element der ersten Schicht (1) überdeckt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbinden (102) der Schichten (1, 2, 3) in Abhängigkeit einer Anordnung des optischen
Elements der ersten Schicht (1) und der variierenden Transparenz der mindestens einen
zweiten Schicht (2, 3) erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbinden (102) der Schichten (1, 2, 3) derart erfolgt, dass das optische Element
der ersten Schicht (1) registerhaltig bezüglich mindestens einem im Wesentlichen transparenten
Bereich der mindestens einen zweiten Schicht (2, 3) angeordnet wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das optische Merkmal ein Sicherheitsmerkmal, einen Metalleffekt, einen mikrooptischen
Effekt, ein Hologramm, einen Mikrospiegel, Linsen, einen Colourshift-Effekt, einen
Interferenzeffekt, einen Druck, einen Offsetdruck, einen Untergrunddruck, einen Stichdruck,
eine Zifferung, eine beliebige Aussparung, eine Perforation, einen Laserschnitt, ein
Fenster und/ oder ein Sichtfenster bereitstellt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine zweite Schicht (2, 3) eine Schutzschicht des Wertdokumentsubstrats
ausbildet.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbinden (102) unter Verwendung eines Kaschierklebstoffs, eines Haftklebstoffs,
eines thermoplastischen Klebstoffs, einer thermoplastischen Polymerschicht, einer
thermoplastischen Schicht, einer nachvernetzbaren Schicht oder eines Verbindens von
thermoplastischen Schichten (1, 2, 3) an sich erfolgt.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schicht (1) beidseitig von jeweils mindestens einer zweiten Schicht (2,
3) überdeckt wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Variieren der Transparenz unter Verwendung einer mattierenden Schicht, einem
Eintrüben, einer Laserbestrahlung, einer UV-Bestrahlung, eines Extrudierens, eines
thermoplastischen Prägens, eines Schleifens und/ oder einer mechanischen Oberflächenbehandlung
erzeugt wird, und/ oder das Variieren der Transparenz ein Ausgestalten von im Wesentlichen
transparenten Bereichen mittels Heißsiegelns, Heißprägens und/ oder Druckbeaufschlagens,
umfasst, und/ oder die variierende Transparenz scharfkantig oder verlaufend ausgestaltet
wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf mindestens einer äußeren Seite des Wertdokumentsubstrats ein Lack angebracht
wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das optische Merkmal und die mindestens eine zweite Schicht (2, 3) in ihrem Zusammenwirken
ein Sicherheitsmerkmal bereitstellen.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Schicht (1, 2, 3) aus einer Auswahl aus einer Gruppe von Materialien
geformt wird, die Gruppe aufweisend: biologisch abbaubare Polymere, Polysacchariden,
Cellulose, thermoplastische Stärke, Polymilchsäure, Polylactid PLA, Polyhydroxyfettsäuren
PHF, Polyhydroxybutyrat PHB, Polyhydroxyvalerat PHV, Polymere, Polyethylen PE, Polyethylenterephthalat
PET, Polybutylenterephthalat PBT, Polyethylennaphthalat PEN, Polypropylen PP, biaxial
orientiertes Polypropylen BOPP, Vliesstoff aus Polyethylen hoher Dichte, Papier, einen
Filzstoff, einem Vliesstoff und Polyamid.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Schicht (1, 2, 3) mittels Coextrudierens bereitgestellt wird.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Schicht (1, 2, 3) als ein Cellulose-Papier mit einem Anteil x künstlicher
Polymermaterialien im Bereich von 0 < x < 100 Gew.-% bereitgestellt wird.
16. Vorrichtung zur Herstellung eines mehrlagigen Wertdokumentsubstrats, aufweisend:
- eine Bereitstellungseinheit eingerichtet zum Bereitstellen (100) einer ersten und
mindestens einer zweiten Schicht (2, 3), wobei die erste Schicht (1) mindestens ein
optisches Element aufweist; und
- eine Verbindungseinheit eingerichtet zum Herstellen (101) des Wertdokumentsubstrats
mittels Verbindens (102) der bereitgestellten Schichten (1, 2, 3), dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine zweite Schicht (2, 3) eine variierende Transparenz aufweist.
17. Mehrlagiges Wertdokumentsubstrat, aufweisend eine erste Schicht (1) und mindestens
eine mit der ersten Schicht (1) verbundene zweite Schicht (2, 3), wobei die erste
Schicht (1) mindestens ein optisches Element aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine zweite Schicht (2, 3) eine variierende Transparenz aufweist.
18. Computerprogrammprodukt mit Steuerbefehlen, welche das Verfahren gemäß einem der Ansprüche
1 bis 15 implementieren.