| (19) |
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(11) |
EP 3 155 699 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.07.2018 Patentblatt 2018/28 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.06.2015 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2015/063349 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2015/193247 (23.12.2015 Gazette 2015/51) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUM KALIBRIEREN EINER BESTÜCKUNGSVORRICHTUNG
METHOD FOR CALIBRATING A MOUNTING APPARATUS
PROCÉDÉ DE CALIBRAGE D'UN DISPOSITIF DE REVÊTEMENT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
16.06.2014 EP 14172587
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.04.2017 Patentblatt 2017/16 |
| (73) |
Patentinhaber: Delphi Technologies, Inc. |
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Troy, MI 48007 (US) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- LARISCH, Markus
42327 Wuppertal (DE)
- ROSEMANN, Achim
42389 Wuppertal (DE)
- BEGO-GHINA, Rainer
44789 Bochum (DE)
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| (74) |
Vertreter: Robert, Vincent et al |
|
Delphi Automotive France SAS
Aptiv EMEA Patent Department
Bâtiment Le Raspail - Paris Nord 2
22, avenue des Nations
CS 65059 Villepinte 95972 Roissy CDG Cedex 95972 Roissy CDG Cedex (FR) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102007 027 877 US-A1- 2009 228 144
|
US-A- 5 537 204
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kalibrieren einer Bestückungsvorrichtung,
welche zum automatischen Bestücken eines Steckergehäuses mit einem an einer elektrischen
Leitung angebrachten Kontaktteil ausgebildet ist und einen Halter für das Steckergehäuse,
eine Positioniervorrichtung mit einem beweglichen Greifer zum Positionieren des Kontaktteils
in Bezug auf den Halter und zum Einführen des Kontaktteils in einer Einführrichtung
in eine Kavität des Steckergehäuses, eine Bilderfassungseinrichtung zum Aufnehmen
wenigstens eines ortsaufgelösten Bildes zumindest eines Teils des Halters sowie eine
Steuereinheit zum Ermitteln einer Position der Kavität in dem wenigstens einen ortsaufgelösten
Bild und zum Ermitteln einer zum Einführen des Kontaktteils in die Kavität erforderlichen
Bewegung des Greifers anhand der ermittelten Position der Kavität umfasst.
[0002] Das maschinelle Fertigen von elektrischen Leitungssätzen wird häufig unter Verwendung
von Robotern oder ähnlichen Positioniervorrichtungen durchgeführt, die mit Greifern
als Endeffektoren ausgestattet sind. Üblicher Weise hält ein solcher Greifer ein Kontaktteil
entweder direkt oder an der elektrischen Leitung, bewegt es zu der gewünschten Kavität
und führt es in diese ein. Unter dem Begriff "Steckergehäuse" ist grundsätzlich auch
ein Buchsengehäuse, eine Klemmleiste oder dergleichen zu verstehen. Um einen zuverlässigen
und effizienten Bestückungsprozess zu gewährleisten, ist eine genaue Kenntnis der
Positionen der entsprechenden Komponenten des Systems erforderlich.
[0003] Aus Kostengründen können weder die Steckergehäuse noch die Kontaktteile üblicher
elektrischer Leitungen mit strengen Toleranzvorgaben gefertigt werden. Demgemäß kommt
es beim Betrieb gängiger Bestückungsvorrichtungen immer wieder zu Ungenauigkeiten
hinsichtlich der Positionierung, wodurch ein zuverlässiger und effizienter Betrieb
erschwert wird. Eine Beobachtung des Halters mittels der Bilderfassungseinrichtung
kann hier nur zum Teil Abhilfe schaffen. Insbesondere können sich Positionsabweichungen
des Greifers, die sich erst im Laufe der Positionier- und Einführbewegung ergeben,
durch die Bilderfassungseinrichtung im Allgemeinen nicht berücksichtigt werden.
[0004] In der
DE 10 2007 027 877 A1 ist ein Verfahren zum Kalibrieren eines Setzkopfes für Kontaktelemente offenbart,
bei welchem eine Kalibrierplatte lateral beweglich an einem Halter montiert wird und
anschließend ein Kontaktstift in einen Durchgang der Kalibrierplatte gesteckt wird.
Nach dem Einsteckvorgang wird die Kalibrierplatte festgestellt und die Position des
Durchgangs wird mittels einer Kamera ermittelt.
[0005] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, auch bei Verwendung von toleranzbehafteten Positioniervorrichtungen,
Steckergehäusen, Haltern und/oder Kontaktteilen ein präzises, fehlerfreies und schnelles
Bestücken eines Steckergehäuses mit einem an einer elektrischen Leitung angebrachten
Kontaktteil zu ermöglichen.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch ein Verfahren zum Kalibrieren einer Bestückungsvorrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0007] Erfindungsgemäß umfasst ein solches Verfahren die Schritte, dass
- (i) ein Markierungsträger an dem Halter angebracht wird,
- (ii) mit dem beweglichen Greifer ein Markierungsmittel gegriffen wird,
- (iii) mittels des Greifers und des durch diesen gegriffenen Markierungsmittels mehrere
Markierungspunkte auf dem an dem Halter angebrachten Markierungsträger gesetzt werden,
- (iv) mittels der Bilderfassungseinrichtung die Positionen der Markierungspunkte auf
dem Markierungsträger ermittelt werden und
- (v) die ermittelten Positionen der Markierungspunkte in einer der Steuereinheit zugeordneten
Speichereinrichtung abgelegt werden.
[0008] Da die Markierungspunkte mit demselben beweglichen Greifer gesetzt werden, mit dem
auch während des Normalbetriebs der Bestückungsvorrichtung die Kontaktteile positioniert
und eingeführt werden, gibt jeder Markierungspunkt exakt diejenige Position an, die
während des Bestückungsvorgangs bei entsprechender Ansteuerung des Positionierungssystems
angefahren wird. Abweichungen der Verfahrbewegung von einem vorgegebenen Verlauf bleiben
hierbei ohne Belang. Unabhängig davon, in welchem Umfang solche Abweichungen auftreten
und auf welche Weise sie zustande kommen, gibt ein Markierungspunkt in jedem Fall
die genaue Einsteckposition an, die sich bei der entsprechenden Ansteuerung der Positioniervorrichtung
ergibt.
[0009] Während des Normalbetriebs der Bestückungsvorrichtung können die gespeicherten Positionen
der Markierungspunkte abgefragt und bei der Berechnung der zum Bestücken erforderlichen
Verfahrbewegung des Greifers berücksichtigt werden. Durch das erfindungsgemäße Kalibrierverfahren
ist es somit möglich, alle mechanischen Toleranzen und Abweichungen der Bestückungsvorrichtung
sowie der bereitgestellten Steckergehäuse und Kontaktteile im Rahmen der Maschinensteuerung
vollständig zu kompensieren. Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Kalibrierverfahrens
besteht darin, dass es mit einfachen Mitteln und speziell unter Verwendung der ohnehin
vorgesehenen Bilderfassungseinrichtung durchführbar ist.
[0010] Erfindungsgemäß wird in Schritt (iii) der Greifer jeweils mit von dem Markierungsträger
beabstandetem Markierungsmittel in einer quer zu der Einführrichtung verlaufenden
Verfahrebene gemäß vorgegebenen Verfahrkoordinaten der Positioniervorrichtung bis
zu einer Markierungsposition bewegt, wobei in Schritt (v) jeweils die Verfahrkoordinaten
gemeinsam mit der ermittelten Position des zugehörigen Markierungspunkts in der Speichereinrichtung
abgelegt werden. Die Markierungspunkte werden somit jeweils denjenigen Verfahrkoordinaten
zugeordnet, die ihrem Erstellen zugrunde liegen. In der Speichereinrichtung sind bei
dieser Ausgestaltung also nicht nur die Positionen der Markierungspunkte selbst abgelegt,
sondern auch die jeweils ursächlichen Steuerungsparameter. Nach Abschluss des Kalibrierverfahrens
kann während des Normalbetriebs der Bestückungsvorrichtung dann so vorgegangen werden,
dass bei vorgegebener Einsteckposition die passenden Verfahrkoordinaten bzw. Steuerungsparameter
herausgesucht werden. Bevorzugt wird in Schritt (iii) der Greifer jeweils in der Einführrichtung
auf den Markierungsträger zu bewegt, nachdem der Greifer die Markierungsposition erreicht
hat. Dadurch wird jeder Markierungspunkt exakt an derjenigen Stelle gesetzt, an der
ein Kontaktteil zur Einführung kommen würde, falls es anstelle des Markierungsmittels
von dem Greifer gehalten wäre. Somit sind die Positionen der Markierungspunkte direkt
und unmittelbar mit Einführpositionen von Kontaktteilen verknüpft.
[0011] Eine Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass in Schritt (iv) die Positionen
der Markierungspunkte auf dem Markierungsträger relativ zu einer an dem Halter vorgesehenen,
durch die Bilderfassungseinrichtung erkennbaren Referenzmarkierung ermittelt werden.
Durch Verwenden einer solchen Referenzmarkierung können die Positionen der Markierungspunkte
relativ zum Halter besonders präzise ermittelt werden - selbst dann, wenn die Bilderfassungseinrichtung
beim Ermitteln der Positionen der Markierungspunkte auf dem Markierungsträger in Schritt
(iv) unterschiedliche Standpunkte einnimmt.
[0012] In Schritt (v) kann auch die Position der Referenzmarkierung in der Speichereinrichtung
abgelegt werden. Die gespeicherte Position der Referenzmarkierung kann als Bezugswert
für andere Halter verwendet werden.
[0013] Eine spezielle Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass ein mit dem Halter verbundener,
vorzugsweise aus Blech gefertigter, Referenzkörper mit wenigstens einer, insbesondere
gestanzten oder gelaserten, Ausnehmung als Referenzmarkierung bereitgestellt wird.
Das Erkennen einer scharf berandeten Ausnehmung in einem Kamerabild ist bei geeigneter
Beleuchtung mit relativ hoher Genauigkeit möglich. Ein Referenzkörper in Form einer
gelaserten Blechplatte ist vergleichsweise kostengünstig herstellbar. Die Ränder der
Ausnehmung können bei Bedarf von beiden Seiten des Referenzkörpers aus erkannt werden,
also unabhängig davon, ob sich die Bilderfassungseinrichtung vor oder hinter dem Halter
befindet. Um ein besonders zuverlässiges Erkennen der Referenzmarkierung zu gewährleisten,
kann auch eine Anordnung von mehreren Ausnehmungen an dem Referenzkörper vorgesehen
sein.
[0014] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass in Schritt (iii) der Greifer
zunächst zu der Referenzmarkierung und ausgehend von dieser zu der jeweiligen Markierungsposition
bewegt wird. Die Positionierung des Markierungsmittels relativ zu der Referenzmarkierung
kann hierbei von der Bilderfassungseinrichtung überprüft werden. Die Markierungspunkte
werden auf diese Weise mit dem Koordinatensystem des Halters in Beziehung gesetzt.
[0015] In Schritt (iii) können die Markierungspunkte zeilenweise oder spaltenweise, vorzugsweise
in einem gleichmäßigen Abstand voneinander, gesetzt werden. Auf diese Weise können
Linien mit beabstandeten Markierungspunkten auf dem Markierungsträger erstellt werden,
die jeweils ähnlich wie eine Skala zur Positionsermittlung herangezogen werden können.
[0016] Insbesondere kann in Schritt (iii) durch wiederholtes zeilenweises oder spaltenweises
Setzen von Markierungspunkten ein rasterartiges Punktefeld auf dem Markierungsträger
gebildet werden, welches sich zumindest über einen das Steckergehäuse haltenden Arbeitsbereich
des Halters erstreckt. Durch ein solches rasterartiges Punktefeld kann ein ganzer
Bereich des Halters und bei Bedarf sogar der komplette Halter in die Kalibrierung
einbezogen werden.
[0017] Vorzugsweise wird in Schritt (i) ein flächiges Beschriftungsmedium, insbesondere
ein Papier- oder Folienelement, als Markierungsträger verwendet. Ein solches flächiges
Beschriftungsmedium kann in einfacher Weise an einer zum Greifer weisenden Vorderseite
des Halters angebracht werden. An dem Halter können hierzu geeignete Befestigungsmittel
wie zum Beispiel eine oder mehrere Klemmleisten vorgesehen sein.
[0018] In Schritt (ii) kann insbesondere ein Stift, eine Nadel, ein Laserkopf oder ein Thermoelement
als Markierungsmittel verwendet werden. Die Verwendung eines Stifts oder einer Nadel
ist besonders kostengünstig. Demgegenüber ermöglicht die Verwendung eines Laserkopfes
oder eines Thermoelements das Setzen von besonders feinen und/oder von strukturierten
Markierungspunkten.
[0019] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass Schritt (iii) an einer Bestückungsstation
der Bestückungsvorrichtung durchgeführt wird und Schritt (iv) an einer von der Bestückungsstation
getrennten Vermessungsstation der Bestückungsvorrichtung durchgeführt wird. Das Vorsehen
einer Vermessungsstation und einer separaten Bestückungsstation ist bei einer Bestückungsvorrichtung
in prozesstechnischer Hinsicht günstig. Insbesondere kann bei einer solchen Ausgestaltung
während des Normalbetriebs ein Kontaktteil eingeführt werden, während an der Vermessungsstation
bereits ein weiterer Halter mit Steckergehäuse vermessen wird. Bei der Kalibrierung
der Anlage können beide Stationen in vorteilhafter Weise genutzt werden.
[0020] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass in Schritt (iv) die Bilderfassungseinrichtung
mittels einer weiteren Positioniervorrichtung nacheinander zu den einzelnen Markierungspunkten
hin bewegt wird, wobei die Positionen der Markierungspunkte auf dem Markierungsträger
jeweils aus der Verfahrstellung des weiteren Positionierungssystems und der Position
des Markierungspunkts in dem aufgenommenen Bild ermittelt werden. Durch das einzelne
Anfahren der Markierungspunkte kann die Positionsermittlung eines Markierungspunkts
im Bild mit besonders hoher Auflösung erfolgen. Ebenso ist es aufgrund des einzelnen
Anfahrens der Markierungspunkte möglich, zur Kostenersparnis eine Bilderfassungseinrichtung
mit vergleichsweise geringer Auflösung zu verwenden.
[0021] Es kann vorgesehen sein, dass der Halter zum Halten mehrerer Steckergehäuse ausgebildet
ist, wobei in Schritt (iii) die Markierungspunkte derart gesetzt werden, dass jedem
gehaltenen Steckergehäuse wenigstens zwei, bevorzugt wenigstens fünf, Markierungspunkte
zugeordnet sind. Dies gewährleistet eine ausreichend genaue Berücksichtigung etwaiger
Positionsabweichungen.
[0022] Die Erfindung betrifft auch eine Bestückungsvorrichtung zum automatischen Bestücken
eines Steckergehäuses mit einem an einer elektrischen Leitung angebrachten Kontaktteil,
welche einen Halter für das Steckergehäuse, eine Positioniervorrichtung mit einem
beweglichen Greifer zum Positionieren des Kontaktteils in Bezug auf den Halter und
zum Einführen des Kontaktteils in einer Einführrichtung in eine Kavität des Steckergehäuses,
eine Bilderfassungseinrichtung zum Aufnehmen wenigstens eines ortsaufgelösten Bildes
zumindest eines Teils des Halters sowie eine Steuereinheit zum Ermitteln einer Position
der Kavität in dem wenigstens einen ortsaufgelösten Bild und zum Ermitteln einer zum
Einführen des Kontaktteils in die Kavität erforderlichen Bewegung des Greifers anhand
der ermittelten Position der Kavität umfasst.
[0023] Erfindungsgemäß ist eine Steuereinheit der Bestückungsvorrichtung dazu ausgebildet,
ein Kalibrierungsverfahren wie vorstehend beschrieben auszuführen. Eine derartige
Kalibrierfunktion ermöglicht eine zuverlässige Kompensation aller Toleranzen und Abweichungen
der gesamten Anlage.
[0024] Weiterbildungen der Erfindung sind auch in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung
sowie den beigefügten Zeichnungen angegeben.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt eine Vermessungsstation einer erfindungsgemäßen Bestückungsvorrichtung während
eines Normalbetriebs.
- Fig. 2
- zeigt eine Bestückungsstation einer erfindungsgemäßen Bestückungsvorrichtung während
eines Normalbetriebs.
- Fig. 3
- zeigt die in Fig. 2 dargestellte Bestückungsstation während eines erfindungsgemäßen
Kalibriervorgangs.
- Fig. 4
- zeigt die in Fig. 1 dargestellte Vermessungsstation während eines erfindungsgemäßen
Kalibriervorgangs.
[0026] Die in Fig. 1 dargestellte Vermessungsstation 10 bildet den Eingangsteil einer erfindungsgemäßen
Bestückungsvorrichtung und umfasst einen palettenartigen Halter 12, an welchem mehrere
Steckergehäuse 14 fixiert sind. Die Steckergehäuse 14 können beispielsweise in Aufnahmen
des Halters 12 eingerastet sein, gegebenenfalls unter Verwendung zusätzlicher Einzelhalterungen.
An den Rückseiten der Steckergehäuse 14 befinden sich jeweils mehrere Kavitäten 16,
in welche nachfolgend noch zu beschreibende Kontaktteile einführbar sind. Weiterhin
ist eine aus dünnem Blech gefertigte Referenzplatte 17, in welche mehrere Ausnehmungen
18 gelasert sind, an dem Halter 12 befestigt.
[0027] Eine Bilderfassungseinrichtung in Form einer ersten Kamera 19 mit zugehörigem Bildverarbeitungssystem
(nicht dargestellt) dient dazu, ortsaufgelöste Bilder eines Teils des Halters 12 einschließlich
der an diesem fixierten Steckergehäuse 14 aufzunehmen. Die erste Kamera 19 ist an
einem Kamera-Positionierungssystem 20 befestigt, mittels welchem sie vor den einzelnen
Steckergehäusen 14 positioniert bewegt werden kann. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist das Kamera-Positionierungssystem 20 als zweiachsiges Linearsystem ausgeführt.
Der Deutlichkeit halber sind der Halter 12 mit den fixierten Steckergehäusen 14 sowie
das Kamera-Positionierungssystem 20 in einer Vorderansicht dargestellt, während die
erste Kamera 19 selbst in einer Draufsicht dargestellt ist. Dem Halter 12, der Referenzplatte
17, dem Kamera-Positionierungssystem 20 sowie der ersten Kamera 19 sind jeweilige
Koordinatensysteme zugeordnet, welche in Fig. 1 als Pfeilanordnungen dargestellt und
mit den Bezugszeichen 61-64 bezeichnet sind.
[0028] Die in Fig. 2 dargestellte Bestückungsstation 24 ist der gleichen Bestückungsvorrichtung
zugeordnet wie die in Fig. 1 dargestellte Vermessungsstation 10 und ist dieser bevorzugt
prozesstechnisch nachgeordnet. Der in Fig. 1 dargestellte Halter 12 kann einschließlich
der fixierten Steckergehäuse 14 mittels eines nicht dargestellten Transportsystems
zu der Bestückungsstation 24 transportiert werden. An der Bestückungsstation 24 ist
eine zweite Kamera 26 einschließlich eines nicht dargestellten Bildverarbeitungssystems
vorgesehen. Die in Draufsicht dargestellte Kamera 26 ist hinter dem in Vorderansicht
dargestellten Halter 12 - also auf der den Kavitäten 16 abgewandten Seite - im Bereich
der Referenzplatte 17 angeordnet, sodass sie die Ausnehmungen 18 der Referenzplatte
17 im Blickfeld hat. Vor dem Halter 12 befinden sich zwei Greifer 28a, 28b, die zu
einem Doppelgreifer kombiniert und mittels eines Greifer-Positionierungssystems 30
beweglich sind. Das Koordinatensystem 65 der zweiten Kamera 26 und das Koordinatensystem
66 des Greifer-Positionierungssystems 30 sind in Fig. 2 ebenfalls als Pfeilanordnungen
gezeigt.
[0029] Das Greifer-Positionierungssystem 30 ist hier als Linearsystem ausgebildet, wobei
die Greifer 28a, 28b entlang jeweiliger x-, y- und z-Achsen sowohl in und entgegen
einer Einführrichtung E als auch in einer rechtwinklig hierzu verlaufenden Verfahrebene
verfahrbar sind. Anstelle des Greifer-Positionierungssystems 30 könnte auch ein Roboter
zum Bewegen der Greifer 28a, 28b vorgesehen sein. Jeder der Greifer 28a, 28b ist zum
Halten eines Kontaktteils 32a, 32b über eine daran angebrachte elektrische Leitung
34 ausgebildet. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind beide Kontaktteile 32a,
32b durch eine gemeinsame elektrische Leitung 34 miteinander verbunden.
[0030] Während des Normalbetriebs der Bestückungsvorrichtung werden zunächst entsprechend
vorgefertigte Steckergehäuse 14 in die zugehörigen Aufnahmen eines Halters 12 eingerastet,
beispielsweise manuell. Anschließend wird der Halter 12 mit den fixierten Steckergehäusen
14 zu der Vermessungsstation 10 (Fig. 1) transportiert. Die erste Kamera 19 wird dann
mittels des Kamera-Positionierungssystems 20 automatisch vor die Referenzplatte 17
gefahren. Das der Kamera 19 zugeordnete Bildverarbeitungssystem ermittelt die Position
der in der Referenzplatte 17 vorhandenen Ausnehmungen 18 und legt hierdurch die Lage
des Koordinatensystems 61 des Halters 12 fest. Anschließend wird die erste Kamera
19 nacheinander vor jedem einzelnen Steckergehäuse 14 positioniert. Das der ersten
Kamera 19 zugeordnete Bildverarbeitungssystem ermittelt jeweils die Position und die
Drehstellung des Steckergehäuses 14. Die relativen Positionen der einzelnen Kavitäten
16 in Bezug auf das zugehörige Steckergehäuse 14 werden einer Datenbank entnommen.
Anhand der Position der Kamera 19 in der Verfahrebene sowie der ermittelten Position
des Steckergehäuses 14 im Bild wird die relative Position des Steckergehäuses 14 in
Bezug auf die Referenzplatte 17 ermittelt.
[0031] Nach Abschluss dieses Vermessungsvorgangs wird der Halter 12 mit den Steckergehäusen
14 zu der Bestückungsstation 24 (Fig. 2) transportiert. Beide Greifer 28a, 28b greifen
entsprechende Kontaktteile 32a, 32b an der gemeinsamen elektrischen Leitung 34. Die
Greifer 28a, 28b werden mittels des Greifer-Positionierungssystems 30 zum Zentrum
der Referenzplatte 17 bewegt, hinter welcher sich die Kamera 26 befindet. Mittels
des der Kamera 26 zugeordneten Bildverarbeitungssystems wird die relative Position
des ersten Kontaktteils 32a in Bezug auf die Referenzplatte 17 und das Koordinatensystem
61 des Halters 12 ermittelt. Mittels einer nicht dargestellten elektronischen Steuereinheit
wird dann die zum Bestücken notwendige Bewegung des Greifers 28a berechnet. Die elektrische
Leitung 34 mit dem Kontaktteil 32a wird dann unter Berücksichtigung der ermittelten
relativen Position in Bezug auf die Referenzplatte 17 zu dem gewünschten Steckergehäuse
14 bewegt und das Kontaktteil 32a wird in der Einführrichtung E in die zugehörige
Kavität 16 eingeführt. Für das zweite Kontaktteil 32b am anderen Ende der elektrischen
Leitung 34 wird das Verfahren mit den gleichen Arbeitsschritten wiederholt. Zur prozesstechnischen
Optimierung können die Arbeitsschritte für die beiden Kontaktteile 32a, 32b ineinander
verschachtelt werden.
[0032] Um einen fehlerfreien und effizienten Ablauf des vorstehend beschriebenen Normalbetriebs
der Bestückungsvorrichtung zu gewährleisten, ist eine exakte Ausrichtung aller Koordinatensysteme
61-66 relativ zueinander von großer Bedeutung. Insbesondere müssen die Koordinatensysteme
61-66 jeweils orthogonal bzw. rechtwinklig zueinander ausgerichtet sein. In der Praxis
ist dies nur unter beträchtlichem Aufwand erfüllbar.
[0033] Zur Kompensation von Fehlausrichtungen der einzelnen Koordinatensysteme 61-66 wird
daher ein Verfahren zum Kalibrieren der Bestückungsvorrichtung durchgeführt, welches
nachfolgend unter Bezugnahme auf Fig. 3 und 4 genauer beschrieben wird. Zunächst wird
an dem Halter 12 ein Markierungsträger 38, beispielsweise in Form eines Papier- oder
Folienelements, befestigt. Zu diesem Zweck können an dem Halter 12 geeignete, nicht
dargestellte Befestigungsmittel wie eine oder mehrere Klemmleisten vorgesehen sein.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel bedeckt der Markierungsträger 38 im Wesentlichen
die gesamte Vorderfläche des Halters 12, wobei jedoch eine Aussparung 42 vorgesehen
ist, welche den Blick auf die Referenzplatte 17 freigibt.
[0034] Der Halter 12 mit dem befestigen Markierungsträger 38 wird gegebenenfalls zu der
Bestückungsstation 24 transportiert und vor der zweiten Kamera 26 platziert. Das Koordinatensystem
65 der zweiten Kamera 26 richtet sich an dem Koordinatensystem 62 der Referenzplatte
17 aus. Mittels der Greifer 28a, 28b werden anstelle von Enden der elektrischen Leitung
34 jeweilige Markierungsmittel 40a, 40b ergriffen. Die Markierungsmittel 40a, 40b
sind in Fig. 3 allgemein als Pfeile dargestellt. In der Praxis können die Markierungsmittel
40a, 40b insbesondere als Stifte, Nadeln, Laserköpfe oder Thermoelemente ausgeführt
sein.
[0035] Der erste Greifer 28a wird mit dem gegriffenen Markierungsmittel 40a zu einem Referenzpunkt
der Referenzplatte 17 bewegt. Gemäß dem Koordinatensystem 62 der Referenzplatte 17
wird der Greifer 28a zunächst in x-Richtung, das heißt entlang einer horizontalen
Linie, bewegt. In einem gleichmäßigen Abstand von beispielsweise 10 mm wird die Bewegung
angehalten und der Greifer 28a wird in der Einführrichtung E auf den Markierungsträger
38 zu bewegt, bis die Spitze des Markierungsmittels 40a diesen kontaktiert und dadurch
einen Markierungspunkt 50 setzt. Anschließend wird mit veränderter vertikaler Position
eine weitere Zeile von Markierungspunkten 50 erstellt. Das zeilenweise Setzen von
Markierungspunkten 50 wird so oft wiederholt, bis der komplette Arbeitsbereich 52
des Halters 12 von einem rasterartigen Punktefeld 54 bedeckt ist.
[0036] Nach dem Setzen aller Markierungspunkte 50 wird der Halter 12 mit dem daran befestigten
Markierungsträger 38 zu der Vermessungsstation 10 (Fig. 1) gebracht und vor der ersten
Kamera 19 positioniert. Die erste Kamera 19 bestimmt die Position der Referenzplatte
17 und legt damit das Koordinatensystem 61 dieses speziellen Halters 12 fest. Die
Positionsdaten werden in einer Speichereinrichtung der Steuereinheit abgelegt. Sie
können als Referenzwert für andere Halter 12 herangezogen werden. Die erste Kamera
19 wird dann mittels des Kamera-Positionierungssystems 20 nacheinander zu den einzelnen
Markierungspunkten 50 hin bewegt und die Positionen der Markierungspunkte 50 auf dem
Markierungsträger 38 werden jeweils aus der Verfahrstellung des Kamera-Positionierungssystems
20 und der Position des Markierungspunkts 50 in dem aufgenommenen Bild ermittelt.
Die so ermittelten Positionen der Markierungspunkte 50 werden gemeinsam mit den Verfahrkoordinaten
des Greifer-Positionierungssystems 30 in der Speichereinrichtung abgelegt, zum Beispiel
als Wertetabelle. Anschließend wird das Kalibrierverfahren mit dem zweiten Greifer
28b und dem von diesem gegriffenen Markierungsmittel 40b wiederholt, wobei wiederum
die Verfahrkoordinaten des Greifer-Positionierungssystems 30 und die entsprechenden
Positionen der Markierungspunkte 50 gemeinsam in der Speichereinrichtung abgelegt
werden.
[0037] Bei einem nachfolgenden Normalbetrieb der Bestückungsvorrichtung können aus den Positionen
der Steckergehäuse 14 auf dem Halter 12 unter Verwendung der gespeicherten Kalibrierungsdaten
die entsprechenden Verfahrkoordinaten des Greifer-Positionierungssystems 30 bestimmt
werden. Zwischenwerte können hierbei durch geeignete mathematische Verfahren, beispielsweise
durch ein Interpolationsverfahren, ermittelt werden. Eventuelle Abweichungen von einer
orthogonalen und linearen Bewegung der Greifer 28a, 28b, welche zum Beispiel zu einer
trapezförmigen, kissenförmigen oder tonnenförmigen Verzerrung des rasterartigen Punktefelds
54 führen, sind durch die Kalibrierungsdaten erfasst und können steuerungstechnisch
entsprechend kompensiert werden. Bei Bedarf kann jederzeit eine Überprüfung der Kalibrierung
der Bestückungsvorrichtung durchgeführt werden. Sowohl der Normalbetrieb als auch
die Kalibrierung werden durch die vorstehend erwähnte Steuereinheit der Bestückungsvorrichtung
koordiniert.
[0038] Die Erfindung ermöglicht eine zuverlässige und kostengünstige Kalibrierung der gesamten
Bestückungsvorrichtung.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 10
- Vermessungsstation
- 12
- Halter
- 14
- Steckergehäuse
- 16
- Kavität
- 17
- Referenzplatte
- 18
- Ausnehmung
- 19
- erste Kamera
- 20
- Kamera-Positionierungssystem
- 24
- Bestückungsstation
- 26
- zweite Kamera
- 28a, 28b
- Greifer
- 30
- Greifer-Positionierungssystem
- 32a, 32b
- Kontaktteil
- 34
- elektrische Leitung
- 38
- Markierungsträger
- 40a, 40b
- Markierungsmittel
- 42
- Aussparung
- 50
- Markierungspunkt
- 52
- Arbeitsbereich
- 54
- Punktefeld
- 61
- Koordinatensystem des Halters
- 62
- Koordinatensystem der Referenzplatte
- 63
- Koordinatensystem des Kamera-Positionierungssystems
- 64
- Koordinatensystem der ersten Kamera
- 65
- Koordinatensystem der zweiten Kamera
- 66
- Koordinatensystem des Greifer-Positionierungssystems
1. Verfahren zum Kalibrieren einer Bestückungsvorrichtung, welche zum automatischen Bestücken
eines Steckergehäuses (14) mit einem an einer elektrischen Leitung (34) angebrachten
Kontaktteil (32a, 32b) ausgebildet ist und einen Halter (12) für das Steckergehäuse
(14), eine Positioniervorrichtung (30) mit einem beweglichen Greifer (28a, 28b) zum
Positionieren des Kontaktteils (32a, 32b) in Bezug auf den Halter (12) und zum Einführen
des Kontaktteils (32a, 32b) in einer Einführrichtung (E) in eine Kavität (16) des
Steckergehäuses (14), eine Bilderfassungseinrichtung (19) zum Aufnehmen wenigstens
eines ortsaufgelösten Bildes zumindest eines Teils des Halters (12) sowie eine Steuereinheit
zum Ermitteln einer Position der Kavität (16) in dem wenigstens einen ortsaufgelösten
Bild und zum Ermitteln einer zum Einführen des Kontaktteils (32a, 32b) in die Kavität
(16) erforderlichen Bewegung des Greifers (28a, 28b) anhand der ermittelten Position
der Kavität (16) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
(i) ein Markierungsträger (38) an dem Halter (12) angebracht wird,
(ii) mit dem beweglichen Greifer (28a, 28b) ein Markierungsmittel (40a, 40b) gegriffen
wird,
(iii) mittels des Greifers (28a, 28b) und des durch diesen gegriffenen Markierungsmittels
(40a, 40b) mehrere Markierungspunkte (50) auf dem an dem Halter (12) angebrachten
Markierungsträger (38) gesetzt werden,
(iv) mittels der Bilderfassungseinrichtung (19) die Positionen der Markierungspunkte
(50) auf dem Markierungsträger (38) ermittelt werden und
(v) die ermittelten Positionen der Markierungspunkte (50) in einer der Steuereinheit
zugeordneten Speichereinrichtung abgelegt werden ,wobei
in Schritt (iii) der Greifer (28a, 28b) jeweils mit von dem Markierungsträger (38)
beabstandetem Markierungsmittel (40a, 40b) in einer quer zu der Einführrichtung (E)
verlaufenden Verfahrebene gemäß vorgegebenen Verfahrkoordinaten der Positioniervorrichtung
(30) bis zu einer Markierungsposition bewegt wird, wobei
in Schritt (v) jeweils die Verfahrkoordinaten gemeinsam mit der ermittelten Position
des zugehörigen Markierungspunkts (50) in der Speichereinrichtung abgelegt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
in Schritt (iii) der Greifer (28a, 28b) jeweils in der Einführrichtung (E) auf den
Markierungsträger (38) zu bewegt wird, nachdem der Greifer (28a, 28b) die Markierungsposition
erreicht hat.
3. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in Schritt (iv) die Positionen der Markierungspunkte (50) auf dem Markierungsträger
(38) relativ zu einer an dem Halter (12) vorgesehenen, durch die Bilderfassungseinrichtung
(19) erkennbaren Referenzmarkierung (17) ermittelt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
in Schritt (v) auch die Position der Referenzmarkierung (17) in der Speichereinrichtung
abgelegt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein mit dem Halter (12) verbundener, vorzugsweise aus Blech gefertigter, Referenzkörper
(17) mit wenigstens einer, insbesondere gestanzten oder gelaserten, Ausnehmung (18)
als Referenzmarkierung bereitgestellt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
in Schritt (iii) der Greifer (28a, 28b) zunächst zu der Referenzmarkierung (17) und
ausgehend von dieser zu der jeweiligen Markierungsposition bewegt wird.
7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in Schritt (iii) die Markierungspunkte (50) zeilenweise oder spaltenweise, vorzugsweise
in einem gleichmäßigen Abstand voneinander, gesetzt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
in Schritt (iii) durch wiederholtes zeilenweises oder spaltenweises Setzen von Markierungspunkten
(50) ein rasterartiges Punktefeld (54) auf dem Markierungsträger (38) gebildet wird,
welches sich zumindest über einen das Steckergehäuse (14) haltenden Arbeitsbereich
(52) des Halters (12) erstreckt.
9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in Schritt (i) ein flächiges Beschriftungsmedium (38), insbesondere ein Papier- oder
Folienelement, als Markierungsträger verwendet wird.
10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in Schritt (ii) ein Stift, eine Nadel, ein Laserkopf oder ein Thermoelement als Markierungsmittel
(40a, 40b) verwendet wird.
11. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
Schritt (iii) an einer Bestückungsstation (24) der Bestückungsvorrichtung durchgeführt
wird und Schritt (iv) an einer von der Bestückungsstation (24) getrennten Vermessungsstation
(10) der Bestückungsvorrichtung durchgeführt wird.
12. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in Schritt (iv) die Bilderfassungseinrichtung (19) mittels einer weiteren Positioniervorrichtung
(20) nacheinander zu den einzelnen Markierungspunkten (50) hinbewegt wird, wobei die
Positionen der Markierungspunkte (50) auf dem Markierungsträger (38) jeweils aus der
Verfahrstellung des weiteren Positionierungssystems (20) und der Position des Markierungspunkts
(50) in dem aufgenommenen Bild ermittelt werden.
13. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Halter (12) zum Halten mehrerer Steckergehäuse (14) ausgebildet ist, wobei in
Schritt (iii) die Markierungspunkte (50) derart gesetzt werden, dass jedem gehaltenen
Steckergehäuse (14) wenigstens zwei Markierungspunkte (50) zugeordnet sind.
1. Method for calibrating an assembling device which is adapted to automatically assemble
a connector housing (14) with a contact part (32a, 32b) attached to an electrical
line (34) and which includes a holder (12) for the connector housing (14), a positioning
device (30) with a movable gripper (28a, 28b) for positioning the contact part (32a,
32b) in respect to the holder (12) and for inserting the contact part (32a, 32b) into
a cavity (16) of the connector housing (14) in an insertion direction (E), an image
capturing device (19) for capturing at least one spatially resolved image of at least
a portion of the holder (12), and a control unit for determining a position of the
cavity (16) in the at least one spatially resolved image and for determining a movement
of the gripper (28a, 28b) required for inserting the contact part (32a, 32b) into
the cavity (16) based on the determined position of the cavity (16),
characterized in that
(i) a marking carrier (38) is attached to the holder (12),
(ii) a marking means (40a, 40b) is gripped by the movable gripper (28a, 28b),
(iii) a plurality of marking points (50) is set on the marking carrier (38) attached
to the holder (12) by means of the gripper (28a, 28b) and the marking means (40a,
40b) gripped thereby,
(iv) the positions of the marking points (50) on the marking carrier (38) are determined
by means of the image capturing device (19), and
(v) the determined positions of the marking points (50) are stored in a memory device
associated with the control unit,
wherein
in step (iii) the gripper (28a, 28b) is respectively moved to a marking position with
marking means (40a, 40b) spaced from the marking carrier (38) in a process plane extending
transversely to the insertion direction (E) according to predetermined process coordinates
of the positioning device (30), wherein in step (v) the process coordinates are respectively
stored together with the determined position of the associated marking point (50)
in the memory device.
2. Method according to claim 1,
characterized in that
in step (iii) the gripper (28a, 28b) is respectively moved in the insertion direction
(E) toward the marking carrier (38) after the gripper (28a, 28b) has reached the marking
position.
3. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
in step (iv) the positions of the marking points (50) on the marking carrier (38)
are determined relative to a reference mark (17) provided on the holder (12) and detectable
by the image capturing device (19).
4. Method according to claim 3,
characterized in that
in step (v) the position of the reference mark (17) also is stored in the memory device.
5. Method according to claim 3 or 4,
characterized in that
a reference body (17) connected with the holder (12), preferably made of sheet metal,
with at least one, in particular punched or lasered, recess (18) is provided as a
reference mark.
6. Method according to one of claims 3 to 5,
characterized in that
in step (iii) the gripper (28a, 28b) is first moved to the reference mark (17) and
from there to the respective marking position.
7. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
in step (iii) the marking points (50) are set in rows or columns, preferably equally
spaced.
8. Method according to claim 7,
characterized in that
in step (iii) a grid-like points field (54) is formed on the marking carrier (38)
by repeated row-wise or column-wise setting of marking points (50), which extends
at least over a working area (52) of the holder (12) holding the connector housing
(14).
9. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
in step (i) a planar labeling medium (38), in particular a paper or film element,
is used as marking carrier.
10. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
in step (ii) a pin, a needle, a laser head or a thermo-element is used as marking
means (40a, 40b).
11. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
step (iii) is carried out at an assembling station (24) of the assembling device and
step (iv) is carried out at a measuring station (10) of the assembling device separate
from the assembling station (24).
12. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
in step (iv) the image capture device (19) is moved successively to the individual
marking points (50) by means of a further positioning device (20) wherein the positions
of the marking points (50) on the marking carrier (38) are respectively determined
from the process position of the further positioning system (20) and the position
of the marking point (50) in the captured image.
13. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the holder (12) is adapted for holding a plurality of connector housings (14), wherein
in step (iii) the marking points (50) are set such that each held connector housing
(14) is associated with at least two marking points (50).
1. Procédé de calibrage d'un dispositif d'équipement qui est réalisé pour l'équipement
automatique d'un boîtier de fiche (14) avec une pièce de contact (32a, 32b) montée
sur une ligne électrique (34) et qui comprend un élément de retenue (12) pour le boîtier
de fiche (14), un dispositif de positionnement (30) pourvu d'un préhenseur mobile
(28a, 28b) pour positionner la pièce de contact (32a, 32b) par rapport à l'élément
de retenue (12) et pour introduire la pièce de contact (32a, 32b) dans une cavité
(16) du boîtier de fiche (14) dans une direction d'introduction (E), un dispositif
d'acquisition d'images (19) pour prendre au moins une image à résolution locale d'une
partie au moins de l'élément de retenue (12) ainsi qu'une unité de commande pour déterminer
une position de la cavité (16) dans ladite au moins une image à résolution locale
et pour déterminer un mouvement du préhenseur (28a, 28b), requis pour l'introduction
de la pièce de contact (32a, 32b) dans la cavité (16), en se basant sur la position
déterminée de la cavité (16),
caractérisé en ce que
(i) un support de marquage (38) est monté sur l'élément de retenue (12),
(ii) un moyen de marquage (40a, 40b) est saisi par le préhenseur mobile (28a, 28b),
(iii) à l'aide du préhenseur (28a, 28b) et du moyen de marquage (40a, 40b) saisi par
celui-ci, plusieurs points de marquage (50) sont posés sur le support de marquage
(38) monté sur l'élément de retenue (12),
(iv) à l'aide du dispositif d'acquisition d'images (19), les positions des points
de marquage (50) sur le support de marquage (38) sont déterminées, et
(v) les positions déterminées des points de marquage (50) sont mémorisées dans un
dispositif de mémorisation associé à l'unité de commande,
dans lequel
dans l'étape (iii), à l'aide de moyens de marquage (40a, 40b) espacés du support de
marquage (38), le préhenseur (28a, 28b) est déplacé dans un plan de déplacement transversal
à la direction d'introduction (E) selon des coordonnées de déplacement données du
dispositif de positionnement (30) jusqu'à une position de marquage, et
dans l'étape (v), les coordonnées respectives sont mémorisées dans le dispositif de
mémorisation, conjointement avec la position déterminée du point de marquage associé
(50).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
dans l'étape (iii), le préhenseur (28a, 28b) est déplacé dans la direction d'introduction
(E) vers le support de marquage (38), une fois que le préhenseur (28a, 28b) a atteint
la position de marquage.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
dans l'étape (iv), les positions des points de marquage (50) sur le support de marquage
(38) sont déterminées par rapport à un marquage de référence (17) prévu sur l'élément
de retenue (12) et reconnaissable par le dispositif d'acquisition d'images (19).
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
dans l'étape (v), également la position du marquage de référence (17) est mémorisée
dans le dispositif de mémorisation.
5. Procédé selon la revendication 3 ou 4,
caractérisé en ce que
un corps de référence (17) relié à l'élément de retenue (12), fabriqué de préférence
en tôle et pourvu d'au moins un évidement (18) en particulier poinçonné ou ménagé
au laser est mis à disposition à titre de marquage de référence.
6. Procédé selon l'une des revendications 3 à 5,
caractérisé en ce que
dans l'étape (iii), le préhenseur (28a, 28b) est déplacé tout d'abord jusqu'au marquage
de référence (17) et à partir de celui-ci jusqu'à la position de marquage respective.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
dans l'étape (iii), les points de marquage (50) sont posés par ligne ou par colonne,
de préférence à une distance régulière les uns des autres.
8. Procédé selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
dans l'étape (iii), par répétition de la pose par ligne ou par colonne des points
de marquage (50), un champ de points (54) en forme de trame est formé sur le support
de marquage (38) qui s'étend au moins sur une zone de travail (52) de l'élément de
retenue (12), zone qui retient le boîtier de fiche (14).
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
dans l'étape (i), un moyen d'inscription surfacique (38), en particulier un élément
de papier ou de feuille, est utilisé à titre de support de marquage.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
dans l'étape (ii), une tige, une aiguille, une tête laser ou un thermocouple est utilisé(e)
à titre de support de marquage (40a, 40b).
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'étape (iii) est mise en oeuvre sur un poste d'équipement (24) du dispositif d'équipement,
et l'étape (iv) est mise en oeuvre sur un poste de mesure (10), séparé du poste d'équipement
(24), du dispositif d'équipement.
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
dans l'étape (iv), le dispositif d'acquisition d'images (19) est déplacé successivement
jusqu'aux points de marquage individuels (50) au moyen d'un autre dispositif de positionnement
(20), les positions des points de marquage (50) sur le support de marquage (38) étant
déterminées chacune à partir de la position de déplacement de l'autre système de positionnement
(20) et de la position du point de marquage (50) dans l'image prise.
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de retenue (12) est réalisé pour retenir plusieurs boîtiers de fiche (14),
et dans l'étape (iii), les points de marquage (50) sont posés de telle sorte qu'au
moins deux points de marquage (50) sont associés à chaque boîtier de fiche (14) retenu.
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