GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft ein Papier zur Verpackung von Lebensmitteln. Insbesondere
betrifft sie ein Papier, das trotz geringen Flächengewichts durch Kombination spezieller
Papiereigenschaften mit einer Beschichtung aus Nanopartikeln eines Biopolymers einen
ausreichenden Widerstand gegen das Durchdringen von Fetten und Ölen aufweist und trotzdem
gut recyclingfähig und toxikologisch unbedenldich ist.
HINTERGRUND UND STAND DER TECHNIK
[0002] An Verpackungspapier für Lebensmittel werden viele verschiedene und zum Teil einander
widersprechende Anforderungen gestellt. Eine erste Funktion des Verpackungspapiers
besteht darin, dass es das verpackte Lebensmittel vor Umwelteinflüssen schützt. Dies
erfordert zumindest eine gewisse mechanische Festigkeit und eine chemische Beständigkeit
gegenüber typischen Umwelteinflüssen. Eine zweite Funktion besteht darin, dass das
Verpackungspapier auch die Umwelt vor Einflüssen durch das verpackte Lebensmittel
schützen soll, mit denen es möglicherweise in Kontakt kommt. Dies erfordert bei Lebensmitteln
vor allem einen ausreichenden Widerstand gegen das Durchdringen von Fetten, Ölen und
Wasser durch das Verpackungspapier. Zusätzlich soll das Verpackungspapier für Lebensmittel
einen definierten Widerstand gegen das Durchdringen von Wasserdampf besitzen, um zu
verhindern, dass das Lebensmittel zu schnell austrocknet.
[0003] Da Verpackungspapier für Lebensmittel sehr oft nur einmal verwendet wird, ist es
aus ökologischen Gründen sinnvoll, wenn das Verpackungspapier möglichst einfach wiederverwertet
werden kann oder, falls es nicht ordnungsgemäß entsorgt wird, zumindest biologisch
abgebaut werden kann.
[0004] Aus demselben Grund ist es auch wünschenswert, dass das Verpackungspapier für Lebensmittel
ein möglichst geringes Flächengewicht aufweist, sodass wenig Rohstoffe zur Herstellung
eingesetzt werden müssen und die Menge an Abfall, die durch die Entsorgung des Verpackungspapiers
entsteht, vergleichsweise gering ist.
[0005] Typischerweise widersprechen sich die Anforderungen eines hohen bzw. definierten
Widerstands gegen das Durchdringen von Fetten und Ölen, sowie die gute Wiederverwertbarkeit
oder biologische Abbaubarkeit in Kombination mit einem geringen Flächengewicht des
Verpackungspapiers.
[0006] Ein aus dem Stand der Technik bekanntes Verfahren für die Herstellung von Verpackungspapieren,
die einen sehr guten Widerstand gegen das Durchdringen von Fetten, Ölen und Wasser
bzw. Wasserdampf erreichen, besteht darin, ein Basispapier einseitig mit Polyethylen,
beispielsweise in einem Extrusionsverfahren, zu beschichten. Wegen dieser Beschichtung
kann ein solches Papier aber nicht oder nur mit großem Aufwand wiederverwertet werden.
Dieses Verfahren erfüllt daher die Anforderung einer Wiederverwertbarkeit oder biologischen
Abbaubarkeit nur unzureichend.
[0007] Ein anderes aus dem Stand der Technik bekanntes Verfahren für die Herstellung von
Verpackungspapieren, die einen sehr guten Widerstand gegen das Durchdringen von Fetten,
Ölen und Wasser erreichen, besteht darin, das Papier mit bestimmten fluorhaltigen
Substanzen zu beschichten. Insbesondere polyfluorierte organische Verbindungen, und
vor allem Fluortelomeralkohole, CF
3(CF
2)
n(CH2)
mOH mit n=1,2,..., insbesondere mit n=5 oder n=7, und m=0,1,2,...,10, insbesondere
mit m=0,1 oder 2, haben sich für diese Anwendung bewährt. Beim Einsatz dieser Stoffe
kann es aber zu einer Kontamination mit Perfluoroktansäure (PFOA, C
8HF
15O
2) kommen, die sich im menschlichen Organismus ansammelt und die durch die in der EU
geltende REACH-Verordnung (
Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals) als fortpflanzungsgefährdend, krebserregend und toxisch eingestuft ist. Schon allein
aus diesem Grund sind polyfluorierte organische Verbindungen als Bestandteil eines
Verpackungspapiers nicht erwünscht und insbesondere nicht als Bestandteil eines Verpackungspapiers
für Lebensmittel. Zusätzlich sind solche Papiere auch kaum wiederverwertbar.
[0008] Viele Versuche ein Verpackungspapier für Lebensmittel mit Substanzen überwiegend
biologischen Ursprungs zu beschichten, so dass neben der guten Wiederverwertbarkeit
oder biologischen Abbaubarkeit auch noch ein hoher Widerstand gegen das Durchdringen
von Fetten, Ölen und Wasser erreicht wird, waren nicht erfolgreich, weil der hohe
Widerstand gegen das Durchdringen von Fetten, Ölen und Wasser, den die Beschichtung
mit Polyethylen oder der Einsatz von polyfluorierten organischen Verbindungen bietet,
nicht annähernd erreicht werden konnte, insbesondere nicht für Verpackungspapiere
mit einem geringen Flächengewicht.
[0009] In anderen Versuchen einer Beschichtung des Verpackungspapiers mit erdölbasierten
Wachsen konnte zwar ein hoher Widerstand gegen das Durchdringen von Fetten, Ölen und
Wasser erreicht werden, aber die Anforderung einer guten Wiederverwertbarkeit oder
biologischen Abbaubarkeit ist wieder nur unzureichend erfüllt. Zudem sind diese auf
Erdölprodukten basierenden Wachse ihrerseits ökologisch nachteilig.
[0010] In
WO 2015/180699 ist ein Papier beschrieben, das Nanopartikel eines Biopolymers enthält. Durch diese
Nanopartikel wird vor allem die Trockenfestigkeit des Papiers erhöht, sodass ein höherer
Anteil an wiederverwerteten Fasern eingesetzt werden kann, was ökologische Vorteile
bringt. Außerdem erhöht sich durch die Nanopartikel der Widerstand gegen Fette und
Öle. Allerdings sind die in dieser Patentanmeldung beschriebenen Papiere vergleichsweise
schwer, über 60 g/m
2, und erhebliche Mengen an Nanopartikeln sind erforderlich, üblicherweise mindestens
6 g/m
2, um ausreichende Festigkeit zu erreichen. Außerdem ist der Einsatz von Perfluoroktansäure
weiterhin als vorteilhaft beschrieben und trotz aller dieser Maßnahmen wird kein Widerstand
gegen Fette und Öle erreicht, der einen Kit Level von 5 überschreitet.
[0011] Es besteht daher weiterhin ein großer Bedarf in der Industrie, ein Verpackungspapier
zur Verfügung zu haben, dass bei guter Festigkeit einen geringen Rohstoffeinsatz erfordert,
auf die Verwendung von organischen Fluorverbindungen vollkommen verzichtet und trotzdem
einen hohen Widerstand gegen Fette und Öle besitzt.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0012] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verpackungspapier für
Lebensmittel anzugeben, das ein geringes Flächengewicht besitzt, einen ausreichend
hohen Widerstand gegen das Durchdringen von Fetten und Ölen bietet und gut wiederverwertet
oder biologisch abgebaut werden kann.
[0013] Diese Aufgabe wird durch ein Verpackungspapier nach Anspruch 1 sowie durch ein Herstellungsverfahren
nach Anspruch 14 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0014] Das erfindungsgemäße Verpackungspapier hat ein Flächengewicht von 20 g/m
2 bis 50 g/m
2, umfasst Zellstofffasern und einen oder mehrere Füllstoffe, wobei die Menge an Füllstoffen
insgesamt zwischen 5 Gew.-% und 20 Gew.-% bezogen auf das Gewicht des Verpackungspapiers
beträgt. Ferner umfasst das Verpackungspapier ein Leimungsmittel, das in einer solchen
Menge enthalten ist, dass sich auf beiden Seiten ein relatives Wasseraufnahmevermögen,
ausgedrückt durch den Quotienten aus dem nach ISO 535:2014 bestimmten Cobb
60 Wert und dem Flächengewicht von 0,4 bis 0,7 ergibt.
[0015] Des Weiteren weist das erfindungsgemäße Verpackungspapier auf zumindest einer Seite
eine Beschichtung auf, die Nanopartikel einer Stärke umfasst, wobei das Verpackungspapier
zwischen 1 g/m
2 und 6 g/m
2 der besagten Nanopartikel enthält, und das Verpackungspapier enthält keine Verbindungen
der Struktur CF
3(CF
2)
n(CH
2)
mX, wobei n=5 oder n=7 beträgt und m=0,1 oder 2 ist und X eine Hydroxygruppe (X=OH)
oder eine Carboxygruppe (X=COOH) ist, oder allenfalls einen Anteil derartiger Verbindungen
an der Gesamtmasse des Verpackungspapiers, der 0,1 ‰ nicht übersteigt, und es besitzt
einen Widerstand gegen Fette und Öle von 6 bis 12, beschrieben durch den Kit Level
gemäß TAPPI T559 cm-12, wenn in diesem Test die zumindest eine mit den genannten Nanopartikeln
beschichtete Seite den Testflüssigkeiten ausgesetzt wird. In bevorzugten Ausführungsformen
wird dieser Widerstand gegen Fette und Öle jedoch beidseitig erreicht.
[0016] Im Stand der Technik geht man davon aus, dass das Wasseraufnahmevermögen eines Verpackungspapiers
gering sein soll, um eine ausreichende Barrierewirkung zu erreichen. Das Verpackungspapier
soll also wasserabweisend sein. Dies sorgt einerseits dafür, dass Wasser nicht rasch
durch das Verpackungspapier dringen kann und andererseits dafür, dass wasserbasierte
Beschichtungslösungen an der Oberfläche des Verpackungspapiers verbleiben.
[0017] Die Erfinder haben jedoch überraschend gefunden, dass das Wasseraufnahmevermögen
nicht möglichst klein sein soll, sondern dass es für die Gesamtfunktion des Papiers
in Kombination mit den genannten Nanopartikeln von erheblichem Vorteil ist, wenn es
in einem bestimmten, engen Wertebereich liegt. Die Erfinder haben festgestellt, dass
man in diesem engen Wertebereich ein wasserbasiertes Beschichtungsmaterial optimal
zwischen der Oberfläche und dem Volumen des Verpackungspapiers verteilen und hohe
Barrierewirkungen trotz des geringen Flächengewichts erreichen kann, sodass man weniger
Beschichtungsmaterial benötigt.
[0018] Des Weiteren haben die Erfinder festgestellt, dass es hierbei nicht auf das absolute
Wasseraufnahmevermögen ankommt, wie es beispielsweise nach ISO 535:2014 gemessen und
als Cobb
60 Wert in g/m
2 ausgedrückt wird, sondern dass es vielmehr darauf ankommt, dass das Wasseraufnahmevermögen
in Bezug auf das Flächengewicht des Verpackungspapiers geeignet gewählt ist. Zu diesem
Zweck wird das relative Wasseraufnahmevermögen als dimensionslose Verhältniszahl aus
dem Cobb
60 Wert nach ISO 535:2014 und dem Flächengewicht nach ISO 536:2012 definiert. Ist also
beispielsweise der Cobb
60 Wert 15 g/m
2 und das Flächengewicht beträgt 35 g/m
2, dann beträgt das relative Wasseraufnahmevermögen 15/35 ≈ 0,428. Die Erfindung bezieht
sich auf in Wasser suspendierte Nanopartikel einer Stärke als Beschichtungsmaterial
und die Experimente zeigen, dass weitgehend unabhängig vom Flächengewicht bei einem
relativen Wasseraufnahmevermögen zwischen 0,4 und 0,7, bevorzugt zwischen 0,4 und
0,6, eine optimale Verteilung von Nanopartikeln einer Stärke im Verpackungspapier
erreicht werden kann, sodass das fertige Verpackungspapier, wenn es die Nanopartikel
einer Stärke in einer Menge von nur 1 g/m
2 bis 6 g/m
2 enthält, bereits Kit Level nach TAPPI T559 cm-12 von mindestens 6 erreicht. Dies
stellt einen ersten bedeutenden Vorteil der Erfindung dar. Zudem kann vollkommen auf
den Einsatz der unerwünschten organischen Fluorverbindungen verzichtet werden, die
üblicherweise als Barriere gegen Fette und Öle verwendet werden, was einen weiteren
Vorteil der Erfindung vor allem in Bezug auf ökologische Aspekte darstellt.
[0019] Es ist außerdem ein wesentlicher Aspekt der Erfindung, dass das relative Wasseraufnahmevermögen
beider Seiten des Papiers in dem oben erwähnten Bereich von 0,4 bis 0,7 und bevorzugt von
0,4 bis 0,6 liegt. Dies widerspricht den Erwartungen aus dem Stand der Technik, weil
das absolute und relative Wasseraufnahmevermögen der beschichteten Seite eines Papiers
generell kleiner ist als jenes der unbeschichteten Seite, während es für die Erfindung
von Bedeutung ist, dass das Wasseraufnahmevermögen unabhängig von jeder Beschichtung
in dem angegebenen Bereich liegt.
[0020] Das erfindungsgemäße Verpackungspapier hat ein Flächengewicht zwischen 20 g/m
2 und 50 g/m
2. Generell wird man zur Einsparung von Rohstoffen das Flächengewicht möglichst gering
wählen, dann allerdings reduziert sich die Barrierewirkung gegen Fette und Öle, sodass
ein bevorzugter Bereich für das Flächengewicht zwischen 25 g/m
2 und 40 g/m
2 liegt. Das Flächengewicht eines Papiers kann nach ISO 536:2012 gemessen werden.
[0021] Das erfindungsgemäße Verpackungspapier umfasst Zellstofffasern. Grundsätzlich kommen
dafür alle aus dem Stand der Technik bekannten Zellstofffasern in Frage, mit denen
die üblicherweise vorausgesetzten technischen Eigenschaften, wie beispielsweise ausreichende
Zugfestigkeit, erreicht werden können. Im Rahmen der Erfindung hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, wenn die Zellstofffasern Sulfatzellstofffasern sind und 25 Gew.-% bis 75
Gew.-% Langfasern und 25 Gew.-% bis 75 Gew.-% Kurzfasern umfassen, wobei sich die
Prozentsätze auf die Masse der Zellstofffasern beziehen. Langfasersulfatzellstoff
kann dabei beispielsweise aus Fichte oder Kiefer gewonnen werden, während der Kurzfaserzellstoff
beispielsweise aus Birke, Buche oder Eukalyptus gewonnen werden kann. Der Einsatz
von Zellstofffasern aus anderen Pflanzen, wie Flachs, Hanf, Sisal, Abacá, Ramie, Jute,
Kenaf oder Espartogras ist ebenfalls möglich und kann zur Erzielung einer besonders
hohen Zugfestigkeit (Flachs, Hanf, Sisal, Abacá) oder eines hohen Papiervolumens (Espartogras)
sinnvoll sein.
[0022] Auch Fasern aus regenerierter Zellulose, wie Modalfasern oder Lyocellfasern, können
eingesetzt werden, verschlechtern aber die biologische Abbaubarkeit. Fasern aus thermoplastischen
Kunststoffen wie Polyethlyen oder Polypropylen können ebenfalls eingesetzt werden,
insbesondere wenn eine Heißssiegelfähigkeit erforderlich ist. Selbstverständlich verschlechtern
aber auch diese Fasern die biologische Abbaubarkeit.
[0023] Generell werden die Zellstofffasern gebleicht sein, weil das Verpackungspapier dann
weiß ist und häufig auch noch bedruckt wird. Alternativ können die Zellstofffasern
oder zumindest ein Teil davon ungebleicht sein. Das Verpackungspapier wird dann eine
hellbraune bis dunkelbraune Farbe besitzen. Die Verwendung von ungebleichten Zellstofffasern
kann von Vorteil sein, wenn ökologische Aspekte des Verpackungspapiers von besonderer
Bedeutung sind.
[0024] Wenig bevorzugt sind recyclierte Fasern, die vor allem aus Altpapier gewonnen werden,
weil solche Fasern oft durch Substanzen kontaminiert sind, die in Verpackungen für
Lebensmittel unerwünscht sind. Dazu gehören beispielsweise mineralöl-basierte gesättigte
Kohlenwasserstoffe (MOSH) und mineralöl-basierte aromatische Kohlenwasserstoffe (MOAH).
In einer bevorzugten Ausführung des Verpackungspapiers enthält es daher keine oder
nahezu keine recyclierten Fasern, insbesondere nicht solche aus Altpapier. In einer
ganz besonders bevorzugten Ausführungsform sind die oben genannten Zellstofffasern
nicht recycliert, also vollständig, oder zumindest 95 Gew.-% Frischfasern ("
virgin pulp").
[0025] Das erfindungsgemäße Verpackungspapier umfasst Füllstoffe. Der Anteil an Füllstoffen
im Verpackungspapier ist aber eher niedrig und liegt zwischen 5 Gew.-% und 20 Gew.-%
bezogen auf die Masse des fertigen Verpackungspapiers. Bei der Herstellung von Papier
im Allgemeinen, speziell aber von Verpackungspapier, ist der Fachmann bestrebt, den
Füllstoffgehalt möglichst hoch zu wählen, weil man damit eine höhere Weiße, höhere
Opazität und geringere Kosten für das Verpackungspapier erreicht. Gegenwärtig geht
der Trend in der Papierherstellung in Richtung auf zunehmend höhere Füllstoffgehalte,
die durchaus bei 40 Gew.-% oder höher liegen können. Die Erfinder haben aber festgestellt,
dass für die Zwecke der Erfindung ein vergleichsweise geringer Füllstoffgehalt von
entscheidender Bedeutung ist. Grund hierfür ist, dass ein hoher Füllstoffgehalt dem
Papier eine poröse Struktur verleiht, was die Barrierewirkung verschlechtert. Aus
diesem Grund liegt der Füllstoffgehalt in jedem Fall zwischen 5 Gew.-% und 20 Gew.-%,
bevorzugt aber zwischen 5 Gew.-% und 15 Gew.-%.
[0026] Als Füllstoffe können unterschiedliche Füllstoffe verwendet werden. Dazu gehören
beispielsweise vor allem Carbonate, wie gefälltes oder geologisch abgebautes Calciumcarbonat
oder Magnesiumcarbonat; Metalloxide, wie Titandioxid oder Magnesiumoxid; Metallhydroxide,
wie Magnesiumhydroxid oder Aluminiumhydroxid; und Silikate wie Kaolin und Talkum.
Der Einsatz von Mischungen dieser Füllstoffe ist mit der Erfindung vereinbar.
[0027] Beispielsweise kann Titandioxid als einziger Füllstoff oder in einer Mischung eingesetzt
werden, um die Opazität und Weiße zu erhöhen. Weil Titandioxid in dieser Hinsicht
besonders wirksam ist, kann bei gleicher Weiße und Opazität der gesamte Füllstoffgehalt
und damit das Flächengewicht reduziert werden, und eine für die Zwecke der Erfindung
vorteilhafte, wenig poröse Struktur geschaffen werden.
[0028] Wegen des hohen Preises von Titandioxid ist es auch möglich, einen Teil des Titandioxids
durch andere Füllstoffe, sogenannte
Extender zu ersetzen, die in Kombination mit Titandioxid dessen Wirkung verstärken. Für eine
Masseneinheit Titandioxid, die durch einen
Extender ersetzt werden soll, müssen allerdings mehrere Masseneinheiten des
Extenders verwendet werden. Als
Extender kommen beispielsweise calciniertes Kaolin, Aluminiumhydroxid (Al(OH)
3) oder gefällte amorphe Silikate in Frage.
[0029] Beispielsweise kann auch Kaolin oder Talkum als einziger Füllstoff oder in einer
Mischung eingesetzt werden, um die Glätte des Verpackungspapiers zu erhöhen und die
poröse Struktur zu beeinflussen. Dadurch kann die Bedruckbarkeit verbessert und eine
begrenzte Barrierewirkung erzielt werden.
[0030] Für die Barrierewirkung des erfindungsgemäßen Verpackungspapiers ist es wesentlich,
dass Nanopartikel einer Stärke so auf das Verpackungspapier aufgetragen werden, dass
das fertige Verpackungspapier zwischen 1 g/m
2 und 6 g/m
2 der Nanopartikel enthält. Diese Menge ist ausreichend um einen guten Widerstand gegen
Fette und Öle einen sogenannten Kit Level von 6 bis 12, gemessen nach TAPPI T559 cm-12,
zu erzielen. Bevorzugt beträgt die Menge an Nanopartikeln einer Stärke im Verpackungspapier
zwischen 1,5 g/m
2 und 5,5 g/m
2 und ganz besonders bevorzugt zwischen 1,5 g/m
2 und 5 g/m
2.
[0031] Die Herstellung von für die Erfindung geeigneten Nanopartikeln einer Stärke ist beispielhaft
in
WO 2008/022127,
WO 2010/065750 und
WO 2011/084692 beschrieben. In den genannten Patentschriften werden die Nanopartikel aber vor allem
zur Verbesserung der Bedruckbarkeit eingesetzt. Die für die Herstellung der Nanopartikel
geeigneten Stärken umfassen beispielsweise Kartoffelstärke, Maisstärke, Weizenstärke,
Reisstärke oder Tapiokastärke. Generell eignen sich bevorzugt Stärken mit hohem Gehalt
an Amylopektin, insbesondere solche mit einem Gehalt von mindestens 90 %, vorzugsweise
mindestens 95 % an Amylopektin.
[0032] Die mittlere Größe der Nanopartikel beträgt zwischen 1 nm und 500 nm, bevorzugt zwischen
10 nm und 400 nm und besonders bevorzugt zwischen 40 nm und 200 nm.
[0033] Neben den für das erfindungsgemäße Verpackungspapier wesentlichen Komponenten kann
das Verpackungspapier weitere Komponenten enthalten.
[0034] Dazu gehören Leimungsmittel, wie beispielsweise Alkylketendimere (AKD), Alkenylbernsteinanhydrid
(ASA) oder Harzleime. Diese Leimungsmittel machen das Verpackungspapier hydrophob
und sind notwendig, um das relative Wasseraufnahmevermögen des Verpackungspapiers
auf den gemäß der Erfindung erforderlichen Wert einzustellen. Die dazu nötige Menge
an Leimungsmittel wird der Fachmann anhand seiner Erfahrung festlegen können bzw.
durch Experimente bestimmen können. Das Leimungsmittel kann bei der Herstellung des
Verpackungspapiers in der Masse zugegeben oder auf die Oberfläche aufgetragen werden.
Bei einer Zugabe in der Masse ist das Leimungsmittel bereits beim Stoffauflauf in
der Suspension enthalten. Diese Art der Leimung wird in der vorliegenden Offenbarung
auch als "in der Masse geleimt" bezeichnet und ist bevorzugt. Zusätzlich oder alternativ
kann das Leimungsmittel aber auch auf die Oberfläche aufgetragen werden, beispielsweise
in einer Leimpresse einer Papiermaschine.
[0035] Wenn gewünscht ist, dass das Verpackungspapier besonders wasserbeständig ist, kann
es auch Nassfestmittel enthalten, das die Festigkeit des Verpackungspapiers im nassen
Zustand erheblich erhöht. Ein gut geeignetes Nassfestmittel ist Polyaminopolyamid-Epichlorhydrin
(PAE). Als Anhaltspunkt kann PAE in einer Menge von 2 kg pro Tonne Verpackungspapier
eingesetzt werden.
[0036] Eine weitere optionale Komponente des Verpackungspapiers kann Stärke sein, wobei
hier explizit nicht die Nanopartikel einer Stärke gemeint sind. Stärke kann dem Verpackungspapier
hinzugefügt werden um seine Trockenfestigkeit zu erhöhen. Auch hier wird der Fachmann
die nötige Menge anhand der Erfahrung wählen können und kann eine Menge von 5 kg pro
Tonne Verpackungspapier als Anhaltspunkt nehmen.
[0037] Im Fall, dass nur eine Seite des Verpackungspapiers mit den Nanopartikeln einer Stärke
beschichtet ist, kann die andere Seite mit gewöhnlicher Stärke beschichtet sein, um
zu verhindern, dass sich das Verpackungspapier bei Änderung der Feuchtigkeit wölbt,
weil sich die beiden Seiten des Verpackungspapiers bei Befeuchtung unterschiedlich
ausdehnen. Für die weitere Verarbeitung des Verpackungspapiers, insbesondere das Bedrucken,
ist es wichtig, dass sich das Verpackungspapier nicht wölbt.
[0038] Das erfindungsgemäße Verpackungspapier kann neben den Füllstoffen auch Pigmente oder
Farbstoffe enthalten. Beispielsweise können gelbe, rote, braune oder schwarze Eisenoxide
oder Kohlepartikel eingesetzt werden, um dem Papier eine andere Farbe als weiß zu
verleihen. Unter Pigmenten können auch Metallpartikel oder Kunststoffpartikel verstanden
werden, die dem Papier eine besondere Farbe oder einen besonderen Glanz verleihen.
Insbesondere ist für besonders hochwertige Verpackungspapier auch der Einsatz von
Blattgold denkbar.
[0039] Als Farbstoffe können bevorzugt solche verwendet werden, die in einer wässrigen Zusammensetzung
verarbeitet werden können, sich aber bei Kontakt mit Lebensmitteln nicht nennenswert
aus dem Verpackungspapier lösen, sodass das Lebensmittel nicht kontaminiert wird.
Auch die UV-Beständigkeit kann bei der Auswahl des Farbstoffs eine Rolle spielen.
[0040] Das erfindungsgemäße Verpackungspapier kann auch bedruckt sein. In vielen Fällen
sind Verpackungspapiere für Lebensmittel mit Marken, Logos, Firmenbezeichnungen, Inhaltsangaben
oder anderen Informationen bedruckt. Dafür können alle aus dem Stand der Technik bekannten
und für Verpackungspapiere für Lebensmittel üblichen Druckverfahren eingesetzt werden,
insbesondere Tiefdruck, Flexodruck oder Digitaldruck.
[0041] Das Verpackungspapier kann auf keiner, einer oder beiden Seiten bedruckt sein. Bei
einem Druck auf nur eine Seite ist bevorzugt eine Seite des Verpackungspapiers mit
den Nanopartikeln einer Stärke beschichtet und die andere Seite bedruckt. Die mit
Nanopartikel einer Stärke beschichtete Seite ist dann bevorzugt dem Lebensmittel zugewandt.
[0042] Weitere Komponenten des Verpackungspapiers, wie sie beispielsweise zur Herstellung
des Papiers notwendig sind, kann der Fachmann geeignet wählen. Dazu gehören beispielsweise
Retentionshilfsmittel, Vernetzungsmittel, Dispergierhilfsmittel, Entschäumer oder
Biozide. Generell müssen bei der Verwendung dieser Komponenten, wie auch aller zuvor
genannten Komponenten des Verpackungspapiers die gesetzlichen Bestimmungen berücksichtigt
werden.
[0043] In Verpackungspapieren für Lebensmittel, insbesondere solchen, die einen hohen Widerstand
gegen Fette und Öle aufweisen, werden im Stand der Technik sehr häufig Fluorverbindungen
eingesetzt. Dazu gehört eine Klasse von Verbindungen mit der allgemeinen Summenformel
CF
3(CF
2)
n(CH
2)
mX, die sogenannten Fluortelomeralkohole, wenn X eine Hydroxygruppe (X=OH) ist, oder
fluorierte oder perfluorierte Carbonsäuren, wenn X eine Carboxygruppe (X=COOH) ist.
Dabei kann n die Werte n=1,2,... annehmen und m die Werte M=0,1,2,...,10.
[0044] Von besonderer Bedeutung sind Fluortelomeralkohole mit n=5 oder n=7 und m= 0,1 oder
2 und X=OH, sowie die Perfluoroktansäure mit n=6, m=o und X=COOH.
[0045] Es ist ein wesentliches Ziel und ein bedeutender Vorteil des erfindungsgemäßen Verpackungspapiers,
dass solche Fluorverbindungen nicht im Verpackungspapier enthalten sind. Dabei bedeutet
"nicht enthalten", dass sie nicht in einer Menge enthalten sind, die bedeutend zur
Barrierewirkung gegen Fette oder Öle beiträgt. Es ist aber denkbar und noch mit der
Erfindung vereinbar, dass Spuren von solchen Fluorverbindungen enthalten sind, die
durch Kontamination, beispielsweisen durch den Kontakt mit anderen, nicht erfindungsgemäßen
Verpackungspapieren, zustande gekommen sind. Jedenfalls soll der Anteil derartiger
Fluorverbindungen an der Gesamtmasse des Verpackungspapiers 0,1 ‰ nicht übersteigen.
[0046] Eine weitere für die Erfindung wesentliche Eigenschaft des Verpackungspapiers ist
sein Wasseraufnahmevermögen. Das absolute Wasseraufnahmevermögen wird nach ISO 535:2014
bestimmt und als Cobb
60 Wert ("Cobb
60") in g/m
2 angegeben. Nach Bestimmung des Flächengewichts des Verpackungspapiers ("FLG") in
g/m
2 gemäß ISO 536:2012, kann daraus das relative Wasseraufnahmevermögen durch das Verhältnis
Cobb
60/FLG berechnet werden. Da der Cobb
60 Wert für beide Seiten des Verpackungspapiers separat bestimmt werden kann, ist auch
jeder Seite des Verpackungspapiers ein relatives Wasseraufnahmevermögen zugeordnet.
Es hat sich für die Erfindung als wesentlich herausgestellt, dass das relative Wasseraufnahmevermögen
beider Seiten ähnlich ist und zwischen 0,4 und 0,7, bevorzugt zwischen 0,4 und 0,6,
liegt. Die Erfinder gehen davon aus, dass nur in diesem Wertebereich eine optimale
Verteilung der wässrigen Beschichtungszusammensetzung und damit der Nanopartikel im
Verpackungspapier erreicht werden kann. Diese optimale Verteilung sorgt für den hohen
Widerstand gegen Fette und Öle bei vergleichsweise geringen Auftragsmengen und geringem
Flächengewicht des Verpackungspapiers.
[0047] Eine weitere wesentliche Eigenschaft des erfindungsgemäßen Verpackungspapiers ist
sein Widerstand gegen das Durchdringen von Fetten und Ölen. Diese Eigenschaft wird
nach der in TAPPI T559 cm-12 beschriebenen Methode quantifiziert. Dabei werden 12
unterschiedliche Testflüssigkeiten auf das Papier aufgebracht, die nach Ihrer Neigung
Papier zu durchdringen aufsteigend von 1 bis 12 sortiert und nummeriert sind. Die
Flüssigkeiten werden in aufsteigender Reihenfolge getestet, und die Nummer der letzten
Flüssigkeit, bei der es zu keinem Durchdringen des Papiers gekommen ist, definiert
den Widerstand gegen Fette und Öle, der dann als Kit Level bezeichnet wird. Der Kit
Level kann daher Werte von 0 bis 12 annehmen. Um einen ausreichenden Widerstand gegen
Fette und Öle bei Verpackungspapieren für übliche Lebensmittel zu erreichen, soll
der Kit Level mindestens 6 und höchstens 12 betragen, bevorzugt ist ein Kit Level
von 6 bis 10, der für den überwiegenden Großteil aller Anwendungen bereits ausreicht
und ganz besonders bevorzugt ist ein Kit Level von 6 bis 8.
[0048] Beim Test nach TAPPI T559 cm-12 soll die mit Nanopartikeln einer Stärke beschichtete
Seite des Verpackungspapiers den Testflüssigkeiten zugewandt sein. Sind beide Seiten
des Verpackungspapiers mit Nanopartikeln einer Stärke beschichtet, muss für jede der
beiden Seiten des Verpackungspapiers der Kit Level im Bereich von 6 bis 12 liegen.
Die Kit Level der beiden Seiten können sich aber unterscheiden und Kit Level in den
bevorzugten engeren Intervallen können daher in jeder beliebigen Kombination auch
nur auf einer Seite des Verpackungspapiers auftreten, während der Kit Level für die
andere Seite außerhalb des bevorzugten Intervalls liegen kann aber jedenfalls zwischen
6 und 12 liegen muss.
[0049] Der Kit Level kann primär durch die Menge der Nanopartikel einer Stärke im Verpackungspapier
beeinflusst werden, wobei eine höhere Auftragsmenge auch zu einem höheren Kit Level
führt. Weitere Maßnahmen, die der Fachmann zur Einstellung des Kit Levels im Sinne
dieser Erfindung ergreifen kann, sind die Wahl von Art und Menge eines Leimungsmittels,
die Mahlung der Zellstofffasern und papierverdichtende Maßnahmen wie Kalandrieren.
Bei allen diesen Maßnahmen sind aber die Vorgaben an das relative Wasseraufnahmevermögen
zu beachten.
[0050] Ein weiterer Aspekt der Erfindung, der optional ist, aber noch weitere Vorteile bezüglich
des Rohstoffeinsatzes und der Barrierewirkung gegen Fette und Öle bewirken kann ist
die Wahl einer bestimmten, niedrigen Luftdurchlässigkeit. Die Aufnahme der Beschichtungszusammensetzung
in die Papierstruktur wird auch von der porösen Struktur des Verpackungspapiers bestimmt.
Eine Methode um die poröse Struktur des Verpackungspapiers zu beurteilen ist die Luftdurchlässigkeit
nach Gurley, die gemäß ISO 5636-5:2013 gemessen werden kann. Dabei wird eine Druckdifferenz
zwischen den beiden Seiten des Verpackungspapiers aufgebracht und gemessen wie lange
es dauert, bis ein bestimmtes Volumen Luft, typischerweise 100 cm
3, durch eine definierte Fläche des Papiers geströmt ist. Die Luftdurchlässigkeit nach
Gurley wird dabei in Sekunden angegeben. Ein hoher Wert nach Gurley in Sekunden bedeutet
also eine geringe Luftdurchlässigkeit und umgekehrt bedeutet ein niedriger Wert in
Sekunden eine hohe Luftdurchlässigkeit. Die Luftdurchlässigkeit kann insbesondere
durch die Mahlung des Zellstoffs bei der Papierherstellung und durch die Wahl der
Art, Menge und mittleren Partikelgröße des Füllstoffs oder der Füllstoffmischung beeinflusst
werden und ist mithin ein Parameter, den der Fachmann in gewissen Bereichen einstellen
kann.
[0051] Im Sinne der Erfindung kann die Luftdurchlässigkeit nach Gurley dazu verwendet werden,
die durch die Nanopartikel einer Stärke und die Papierstruktur bewirkte Barrierewirkung
noch besser einzustellen. Bevorzugt wird die Luftdurchlässigkeit nach Gurley zwischen
1000 s und 10000 s liegen, besonders bevorzugt zwischen 2000 s und 8000 s. Dies ist
eine deutlich niedrigere Luftdurchlässigkeit als aus dem Stand der Technik bekannte
Verpackungspapiere für Lebensmittel besitzen, die üblicherweise eine Luftdurchlässigkeit
nach Gurley von 50 s bis 500 s aufweisen. Generell ist die Luftdurchlässigkeit nach
Gurley nicht nennenswert von der Richtung der Gasströmung durch das Papier abhängig,
sodass die angegebenen Grenzen unabhängig von der Strömungsrichtung gelten. Tatsächlich
haben Experimente der Erfinder ergeben, dass die Luftdurchlässigkeit nach Gurley für
die Zwecke der Erhöhung des Widerstands gegen Öle und Fette eine eigenständige Bedeutung
in dem Sinne hat, dass bei zwei in allen anderen hier betrachteten wesentlichen Parametern
identischen Papieren dasjenige, welches eine geringere Luftdurchlässigkeit nach Gurley
aufweist, einen besseren Widerstand gegen Fette und Öle bietet. Bei bevorzugten Verpackungspapieren
wird daher darauf geachtet, dass die Luftdurchlässigkeit nach Gurley mindestens 1000
s, vorzugsweise mindestens 2000 s beträgt.
[0052] Die Dicke des Verpackungspapiers beträgt zwischen 20 µm und 60 µm, bevorzugt zwischen
25 µm und 50 µm. Die Dicke kann nach ISO 534:2011 an einer einzelnen Lage gemessen
werden.
[0053] Die Zugfestigkeit des Verpackungspapiers ist generell für die Herstellung und die
Anwendung als Verpackungspapier von Bedeutung. Die Zugfestigkeit ist in Maschinenrichtung
und Querrichtung des Papiers üblicherweise verschieden. In Maschinenrichtung soll
die Zugfestigkeit zwischen 1 kN/m und 5 kN/m liegen, bevorzugt zwischen 2 kN/m und
4 kN/m. In Querrichtung ist die Zugfestigkeit im Allgemeinen geringer, was kein Problem
darstellt, weil die Belastung bei vielen Verarbeitungsprozessen vor allem in Maschinenrichtung
erfolgt. Die Zugfestigkeit in Querrichtung soll zwischen 0,5 kN/m und 4 kN/m, bevorzugt
zwischen 1 kN/m und 3 kN/m liegen.
[0054] Auch die Bruchdehnung des Verpackungspapiers ist von Bedeutung. Eine ausreichende
Bruchdehnung ist erforderlich, um Geschwindigkeitsunterschiede im Lauf des Verpackungspapiers
in Verarbeitungsmaschinen teilweise ausgleichen zu können. Auch die Bruchdehnung ist
in Maschinenrichtung und Querrichtung des Verpackungspapiers unterschiedlich und soll
in Maschinenrichtung zwischen 1% und 3% und in Querrichtung zwischen 2% und 6% liegen.
[0055] Die Zugfestigkeit und die Bruchdehnung können nach ISO 1924-2:2008 bestimmt werden.
[0056] Die Herstellung des erfindungsgemäßen Verpackungspapiers kann ganz mit Hilfe der
aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen erfolgen, beispielsweise unter Verwendung
einer Fourdrinier Papiermaschine.
[0057] Der Auftrag der Beschichtungszusammensetzung kann dann mit einer aus dem Stand der
Technik bekannten Auftragsvorrichtung erfolgen. Das kann beispielsweise die Film-
oder Leimpresse in einer Papiermaschine sein, oder auch eine separate Auftragsvorrichtung
zum Beschichten, wie ein
Blade Coater oder
Rod Coater. Der Auftrag der Beschichtungszusammensetzung kann auch durch Bedrucken des Verpackungspapiers
erfolgen.
[0058] Der Auftrag der Beschichtungszusammensetzung auf das Verpackungspaper erfolgt zumindest
auf eine Seite, bevorzugt auf die Oberseite des Verpackungspapiers. Es ist aber für
einen besonders hohen Widerstand gegen Fette und Öle möglich, beide Seiten des Verpackungspapiers
zu beschichten. Sind beide Seiten des Verpackungspapiers beschichtet kann sich die
aufgetragene Art und Menge der Nanopartikel einer Stärke zwischen den beiden Seiten
unterscheiden, in Summe muss aber die aufgetragene Menge an Nanopartikeln einer Stärke
für das erfindungsgemäße Verpackungspapier wie oben erwähnt zwischen 1 g/m
2 und 6 g/m
2 betragen.
[0059] Der Auftrag der Beschichtungszusammensetzung auf das Verpackungspapier soll dabei
vorzugsweise auf die gesamte Fläche einer Seite des Verpackungspapiers erfolgen, weil
vom Auftrag ausgenommene Flächen keinen ausreichenden Widerstand gegen Fette und Öle
aufweisen werden. Es können aber Flächen vom Auftrag ausgenommen werden, von denen
sichergestellt ist, dass sie nicht mit dem verpackten Lebensmittel in Kontakt kommen,
weil sie beispielsweise mit anderen Komponenten der Verpackung verldebt werden. In
einer besonderen Ausführungsform der Erfindung kann die Beschichtungszusammensetzung
auf das Verpackungspapier auf einer Seite in einem Muster aufgetragen werden und auf
die andere Seite in einem näherungsweise komplementären Muster, sodass jeder Punkt
des Verpackungspapiers zumindest auf einer Seite des Verpackungspapiers mit den Nanopartikeln
einer Stärke beschichtet ist. Der Begriff "näherungsweise" kann dabei bedeuten, dass
sich die beiden Muster geringfügig überlappen, sodass auf keinen Fall durch die Produktionstoleranzen
ein Teilbereich des Verpackungspapiers beidseitig ohne Beschichtung verbleibt.
[0060] Der Auftrag der Beschichtungszusammensetzung kann dabei auch so erfolgen, dass die
Menge an Nanopartikeln einer Stärke sich über die Fläche des Verpackungspapiers verändert.
Beispielsweise könnte in Bereichen des Verpackungspapiers, von denen bekannt ist,
dass sie nur wenig mit dem Lebensmittel in Kontakt kommen, weniger oder keine Beschichtungszusammensetzung
aufgetragen sein. Diese Bereiche können jede beliebige Gestalt haben, die mit dem
Auftragsverfahren vereinbar ist. Dadurch kann beispielsweise der Bedarf an Nanopartikeln
einer Stärke reduziert werden.
[0061] Die Beschichtungszusammensetzung umfasst vorzugsweise mindestens Wasser und Nanopartikel
einer Stärke. Der Anteil an Nanopartikeln einer Stärke in der Beschichtungszusammensetzung
kann variieren und wird sich nach der Menge an Nanopartikeln richten, die auf das
Papier aufgetragen werden soll sowie nach den rheologischen Anforderungen des Auftragsverfahrens.
Auch die verfügbare Kapazität bei der nachfolgenden Trocknung des Verpackungspapiers
kann bei der Wahl der Beschichtungszusammensetzung eine Rolle spielen. Die Beschichtungszusammensetzung
enthält zwischen 10 Gew.-% und 40 Gew.-% Nanopartikel einer Stärke, bevorzugt zwischen
20 Gew.-% und 35 Gew.-% jeweils bezogen auf das Gewicht der Beschichtungszusammensetzung.
[0062] Für die Anforderungen an die Nanopartikel einer Stärke, deren Größe und deren Herstellungsverfahren
gelten die zuvor gemachten Angaben.
[0063] Die Beschichtungszusammensetzung kann weitere Komponenten enthalten. Dazu gehören
beispielsweise die zuvor erwähnten Komponenten des Verpackungspapiers, wie Füllstoffe,
Pigmente, Farbstoffe und Leimungsmittel aber auch Vernetzungsmittel.
[0064] In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung kann die Beschichtungszusammensetzung
Talkum oder Kaolin oder eine Mischung daraus enthalten, wobei die Menge an Talkum
und Kaolin in Summe zwischen 30 Gew.-% und 65 Gew.-% bezogen auf das Gewicht der Nanopartikel
betragen kann. Diese Füllstoffe können wegen der Form ihrer Partikel den Widerstand
gegen Fette und Öle erhöhen.
[0065] Die Herstellung der Beschichtungszusammensetzung erfolgt vorzugsweise nach den Vorgaben
des Herstellers der Nanopartikel einer Stärke.
[0066] Nach dem Auftrag der Beschichtungszusammensetzung wird das Verpackungspapier vorzugsweise
getrocknet. Auch für das Trocknen können aus dem Stand der Technik bekannte Verfahren
eingesetzt werden, beispielsweise durch Infrarotstrahlung, Heißluft oder Kontakt mit
einem beheizten Trockenzylinder, Mikrowellen oder Kombinationen daraus.
[0067] Weitere Verarbeitungsschritte, wie Bedrucken, Schneiden, Prägen oder Falten können
je nach den Erfordernissen der Endanwendung des Verpackungspapiers durchgeführt werden.
[0068] Die folgenden Ausführungsbeispiele sollen die Vorteile des erfindungsgemäßen Verpackungspapiers
demonstrieren.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0069]
- Fig. 1
- zeigt eine Tabelle 1, in der Eigenschaften von erfindungsgemäßen Verpackungspapieren
und nicht erfindungsgemäßen Vergleichsbeispielen zusammengefasst sind.
- Fig. 2
- zeigt eine Tabelle 2, in der weitere Eigenschaften der Verpackungspapiere von Fig.
1 zusammengefasst sind.
BESCHREIBUNG VON EINIGEN ERFINDUNGSGEMÄSSEN UND NICHT ERFINDUNGSGEMÄSSEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0070] Aus Mischungen von Langfaser- und Kurzfaserzellstoff (Tabelle 1, Spalten "Langfaser"
und "Kurzfaser") und verschiedenen Füllstoffen (Tabelle 1, Spalte "Füllstoffe") wurden
mehrere Papiere, in Tabellen 1 und 2 von Fig. 1 bzw. 2 mit A-L bezeichnet, hergestellt,
wobei in Tabellen 1 und 2 gleiche Buchstaben in der Spalte "Papier" dasselbe Papier
bezeichnen. Bei den Papieren A, K und L handelt es sich um nicht erfindungsgemäße
Papiere, die als Vergleichsbeispiele dienen, während die Papiere B-J erfindungsgemäße
Verpackungspapiere sind.
[0071] Die Prozentangaben zu Langfaserzellstoff und Kurzfaserzellstoff beziehen sich auf
das Gewicht der Faserzusammensetzung, die Prozentangaben zu den Füllstoffen beziehen
sich auf das Flächengewicht des Verpackungspapiers.
[0072] Die Papiere wurden je nach Anforderungen an den Cobb
60 Wert mit Alkyl Keten Dimer (AKD) in der Masse geleimt. Auf die Papiere B-E, G, H,
K und L wurde eine wässrige Zusammensetzung mit 33 Gew.-% Nanopartikel einer Maisstärke
auf die Oberseite in der Filmpresse der Papiermaschine aufgetragen. Bei Papier A wurde
keine Beschichtung aufgetragen, bei Papier F wurde sie auf beide Seiten aufgetragen
und bei Papier J auf die Siebseite. Die Menge an Nanopartikeln der Stärke ist in Tabelle
1 Spalte "Nanopartikel" angegeben. In Tabelle 1, Spalte "Beschichtung", ist angegeben,
welche Seite oder welche Seiten des Papiers beschichtet sind, dabei bezeichnet "OS"
die Oberseite und "SS" die Siebseite des Papiers.
[0073] Bei allen einseitig beschichteten Papieren, also B-E und G-L, wurde zusätzlich normale
Stärke in geringer Menge von 0,1 g/m
2 bis 0,5 g/m
2 auf die unbeschichtete Seite aufgetragen, um einer Wölbung des Verpackungspapiers
vorzubeugen. Nach dem Auftrag der Beschichtungszusammensetzung wurden die Papiere
getrocknet, gemäß ISO 187 bei 23 °C und 50% relativer Luftfeuchtigkeit konditioniert
und danach Messungen durchgeführt.
[0074] Das Flächengewicht jedes Verpackungspapiers wurde gemäß ISO 536:2012 bestimmt und
ist in Tabelle 1 in der Spalte "Flächengewicht" angegeben. Die Flächengewicht liegen
zwischen 25,4 g/m
2 und 46,3 g/m
2.
[0075] Der Cobb
60 Wert, Tabelle 2, Spalte "Cobb
60", der Siebseite ("SS") und der Oberseite ("OS") wurde gemäß ISO 535:2014 für die
Papiere B-L gemessen und mit dem Flächengewicht von Tabelle 1 der Quotient aus Cobb
60 Wert und Flächengewicht für jede Seite des Papiers berechnet. Er ist in Tabelle 2,
Spalte "Relatives Wasseraufnahmevermögen", angegeben.
[0076] Die Luftdurchlässigkeit nach Gurley wurde gemäß ISO 5636-5:2013 bestimmt, wobei die
Luft immer von der Oberseite zur Siebseite strömte. Die Messergebnisse sind in Tabelle
2, Spalte "Luftdurchlässigkeit (Gurley)" angegeben.
[0077] Der Widerstand gegen Fette und Öle wurde gemäß TAPPI T559 cm-12 jeweils für die beschichtete
Seite oder die beschichteten Seiten für die Papiere B-L mehrfach bestimmt. Das Ergebnis
ist in Tabelle 2, Spalte "Kit Level" angegeben. Als Vergleich wurde auch eine Messung
auf den beiden Seiten des unbeschichteten Papiers A durchgeführt.
[0078] Des Weiteren wurden die Zugfestigkeit und die Bruchdehnung nach ISO 1924-2:2008 jeweils
in Maschinenrichtung und Querrichtung bestimmt. Die Ergebnisse sind nicht im Einzelnen
angegeben, lagen für die Zugfestigkeit in Maschinenrichtung aber immer zwischen 1,3
kN/m und 4,6 kN/m, während sie in Querrichtung zwischen 0,9 kN/m und 2,4 kN/m lagen.
Diese Zugfestigkeit ist für eine problemlose Weiterverarbeitung in jedem Fall ausreichend.
Die Bruchdehnung in Maschinenrichtung lag zwischen 1,3% und 2,6% und in Querrichtung
zwischen 2,9% und 5,8%. Auch diese Werte sind für eine problemlose Weiterverarbeitung
ausreichend.
[0079] Anhand des nicht erfindungsgemäßen, unbeschichteten Papiers A mit einem Kit Level
auf jeder Seite zwischen 0 und 2 erkennt man, dass eine Beschichtung des Papiers mit
den Nanopartikeln einer Stärke jedenfalls erforderlich ist, um einen nennenswerten
Widerstand gegen Fette und Öle zu erhalten.
[0080] Die erfindungsgemäßen Papiere der Ausführungsbeispiele B bis E zeigen für unterschiedliche
Flächengewichte von 25,4 g/m
2 bis 45,9 g/m
2, dass mit einem relativen Wasseraufnahmevermögen von 0,44 bis 0,63 und einer Menge
an Nanopartikeln der Stärke von 1,7 g/m
2 bis 5,1 g/m
2 eine ausreichender Widerstand gegen Öle und Fette, ausgedrückt durch den Kit Level,
von 6-8 erreicht werden kann.
[0081] Das erfindungsgemäße Papier aus Ausführungsbeispiel F zeigt ein sehr hochwertiges
Verpackungspapier mit einem Flächengewicht von 46,3 g/m
2 und Titandioxid in der Füllstoffmischung. Dadurch erhält das Papier eine hohe Opazität
und Weiße. Das Papier F ist auf beiden Seiten mit Nanopartikeln der Stärke beschichtet
und besitzt daher einen sehr hohen Widerstand gegen Öle und Fette, ausgedrückt durch
den Kit Level, von 9 bis 11.
[0082] Ein Vergleich der erfindungsgemäßen Papiere D und G zeigt, dass sich die beiden Papiere
bezüglich Ihres Flächengewichts mit 38,8 g/m
2 und 38,5 g/m
2 sehr ähnlich sind. Sie unterscheiden sich auch sonst in keinen wesentlichen Parametern
abgesehen von der Luftdurchlässigkeit, die für Papier D 6685 s nach Gurley beträgt
und für Papier G 8320 s nach Gurley. Papier D besitzt also die höhere Luftdurchlässigkeit
und einen Widerstand gegen Öle und Fette, ausgedrückt durch den Kit Level, von 6-7,
während das Papier G einen Kit Level von 7-8 erreicht. Damit zeigt sich, dass eine
niedrige Luftdurchlässigkeit und damit ein hoher Wert in Sekunden nach Gurley für
den Widerstand gegen Öle und Fette unabhängig von anderen Eigenschaften von Vorteil
sein kann.
[0083] Das erfindungsgemäße Papier aus Ausführungsbeispiel H lotet die Grenzen der Erfindung
aus und zeigt bei einem hohen relativen Wasseraufnahmevermögen von 0,62 (OS) und 0,67
(SS) sowie einer hohen Luftdurchlässigkeit von 1224 s nach Gurley nur einen Widerstand
gegen Fette und Öle, ausgedrückt durch den Kit Level, von 5-6. Damit ist dieses Verpackungspapier
für die Anwendung als Verpackungspapier für Lebensmittel gerade noch gut brauchbar.
[0084] Das erfindungsgemäße Papier aus Ausführungsbeispiel J demonstriert die Erfindung
für eine alternative Fasermischung, bestehend aus 70 Gew.-% Langfaserzellstoff und
30 Gew.-% Kurzfaserzellstoff, jeweils bezogen auf die Masse der Fasermischung, sowie
einem geringen Füllstoffgehalt von 5 Gew.-% bezogen auf die Masse des Verpackungspapiers.
Zudem ist die Beschichtung im Unterschied zu allen anderen Ausführungsbeispielen auf
der Siebseite aufgebracht. Trotz aller dieser Modifikationen erreicht das Verpackungspapier
einen Widerstand gegen Fette und Öle, ausgedrückt durch den Kit Level, von 6-7. Dies
zeigt im Verbund mit den anderen Ausführungsbeispielen, dass dem relativen Wasseraufnahmevermögen
und der Luftdurchlässigkeit separat aber auch in Kombination besondere Bedeutung zukommt,
um einen hohen Widerstand gegen Öle und Fette zu erreichen.
[0085] Bei den nicht erfindungsgemäßen Papieren K und L handelt es sich um ein sehr wenig
geleimtes Papier (K), dessen relatives Wasseraufnahmevermögen mit 0,82 bis 0,90 zu
hoch ist, um die Erfindung zu verwirklichen und um ein sehr stark geleimtes Papier
(L), dessen relatives Wasseraufnahmevermögen mit 0,20 bis 0,25 zu niedrig ist, um
die Erfindung zu verwirklichen. Beide Papiere erreichen einen Kit Level von höchstens
5, und dies trotz eines Auftrags von immerhin über 4 g/m
2 der Nanopartikel. Auch diese beiden nicht erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiele
zeigen die besondere Bedeutung des relativen Wasseraufnahmevermögens für den Widerstand
gegen Fette und Öle.
1. Verpackungspapier für Lebensmittel, mit einem Flächengewicht von 20 g/m
2 bis 50 g/m
2, umfassend Zellstofffasern und einen oder mehrere Füllstoffe, wobei die Menge an
Füllstoffen insgesamt zwischen 5 Gew.-% und 20 Gew.-% bezogen auf das Gewicht des
Verpackungspapiers beträgt, wobei das Verpackungspapier
• ein Leimungsmittel umfasst, das in einer solchen Menge enthalten ist, dass sich
auf beiden Seiten ein relatives Wasseraufnahmevermögen von 0,4 bis 0,7 ergibt, wobei
das relative Wasseraufnahmevermögen definiert ist als der Quotient aus dem nach ISO
535:2014 bestimmten Cobb60 Wert und dem Flächengewicht,
• auf zumindest einer Seite eine Beschichtung aufweist, die Nanopartikel einer Stärke
umfasst, wobei die Beschichtung zwischen 1 g/m2 und 6 g/m2 der besagten Nanopartikel enthält,
• keine Verbindungen der Struktur CF3(CF2)n(CH2)mX enthält, wobei n=5 oder n=7 beträgt und m=0, 1 oder 2 ist und X eine Hydroxygruppe
(X=OH) oder eine Carboxygruppe (X=COOH) ist, oder der Anteil derartiger Verbindungen
an der Gesamtmasse des Verpackungspapiers 0,1 ‰ nicht übersteigt, und
• einen Widerstand gegen Fette und Öle von 6 bis 12, beschrieben durch den Kit Level
gemäß TAPPI T559 cm-12, aufweist, wobei in dem Test nach TAPPI T559 cm-12 die zumindest
eine mit den genannten Nanopartikeln beschichtete Seite Testflüssigkeiten ausgesetzt
wird.
2. Verpackungspapier nach Anspruch 1, dessen Flächengewicht zwischen 25 g/m2 und 40 g/m2 beträgt.
3. Verpackungspapier nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Zellstofffasern Sulfatzellstofffasern
sind und, bezogen auf die Masse der Zellstofffasern, 25 Gew.-% bis 75 Gew.-% Langfasern
und 25 Gew.-% bis 75 Gew.-% Kurzfasern umfassen.
4. Verpackungspapier nach Anspruch 3, bei dem der Langfaserzellstoff aus einer oder mehreren
der Pflanzen Fichte, Kiefer, Flachs, Hanf, Sisal, Abacá, Ramie, Jute und Kenaf gewonnen
ist und/oder der Kurzfaserzellstoff aus einer oder mehreren der Baumarten Birke, Buche
und/oder Eukalyptus gewonnen ist.
5. Verpackungspapier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Zellstoff gebleicht
ist, oder bei dem der Zellstoff ungebleicht ist, und/oder bei dem die genannten Zellstofffasern
vollständig, zumindest aber zu 95 Gew.-% bezogen auf die Zellstoffmasse durch Frischfasern
gebildet sind.
6. Verpackungspapier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Menge an Füllstoffen
insgesamt zwischen 5 Gew.-% und 15 Gew.-% bezogen auf das Gewicht des Verpackungspapiers
beträgt.
7. Verpackungspapier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der eine oder die
mehreren Füllstoffe ausgewählt sind aus einer Gruppe bestehend aus Carbonaten, insbesondere
gefälltem oder geologisch abgebautem Calciumcarbonat oder Magnesiumcarbonat; Metalloxiden,
insbesondere Titandioxid oder Magnesiumoxid; Metallhydroxiden, insbesondere Magnesiumhydroxid
oder Aluminiumhydroxid; und Silikaten, insbesondere Kaolin und Talkum.
8. Verpackungspapier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Füllstoffe
eine Kombination aus Titandioxid und einem Extender umfassen, welcher in Kombination
mit Titandioxid dessen Wirkung verstärkt, wobei der Extender vorzugsweise durch calciniertes
Kaolin, Aluminiumhydroxid (Al(OH)3), ein gefälltes amorphes Silikat oder einer Kombination derselben gebildet wird.
9. Verpackungspapier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Menge an Nanopartikeln
einer Stärke im Verpackungspapier zwischen 1,5 g/m2 und 5,5 g/m2, vorzugsweise zwischen 1,5 g/m2 und 5 g/m2 beträgt, und/oder bei dem die Nanopartikel aus einer oder mehreren der folgenden
Stärken gewonnen sind: Kartoffelstärke, Maisstärke, Weizenstärke, Reisstärke oder
Tapiokastärke.
10. Verpackungspapier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die mittlere Größe
der Nanopartikelzwischen 1 nm und 500 nm, vorzugsweise zwischen 10 nm und 400 nm und
besonders vorzugsweise 40 nm und 200 nm beträgt, und/oder wobei das Leimungsmittel
vorzugweise durch ein Alkylketendimer (AKD), ein Alkenylbernsteinanhydrid (ASA) oder
einen Harzleim gebildet ist.
11. Verpackungspapier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches ferner eine oder
mehrere der folgenden Komponenten enthält:
• ein Nassfestmittel, welches geeignet ist, die Festigkeit des Verpackungspapiers
im nassen Zustand zu erhöhen, insbesondere Polyaminopolyamid-Epichlorhydrin,
• Stärke, welche nicht in Form von Nanopartikeln vorliegt, wobei die Stärke für den
Fall, dass nur eine Seite des Verpackungspapiers mit den Nanopartikeln einer Stärke
beschichtet ist, auf der anderen Seite des Verpackungspapiers aufgetragen ist,
• Pigmente oder Farbstoffe, insbesondere gelbe, rote, braune oder schwarze Eisenoxide
oder Kohlepartikel, oder
• Blattgold, und/oder
welches nur auf einer Seite mit den Nanopartikeln einer Stärke beschichtet ist, und
welches auf der anderen Seite bedruckt ist, wobei im Gebrauch vorzugsweise die mit
Nanopartikeln einer Stärke beschichtete Seite dem Lebensmittel zugewandt ist.
12. Verpackungspapier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das relative Wasseraufnahmevermögen
beider Seiten zwischen 0,4 und 0,6 liegt, und/oder welches einen Widerstand gegen
Fette und Öle von 6 bis 10, vorzugweise von 6 bis 8, beschrieben durch den Kit Level
gemäß TAPPI T559 cm-12 aufweist, wobei in dem Test nach TAPPI T559 cm-12 die zumindest
eine mit den genannten Nanopartikeln beschichtete Seite Testflüssigkeiten ausgesetzt
wird, und/oder dessen Luftdurchlässigkeit nach Gurley zwischen 1000 s und 10000 s,
vorzugsweise zwischen 2000 s und 8000 s beträgt.
13. Verpackungspapier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dessen Dicke zwischen 20
µm und 60 µm, vorzugsweise zwischen 25 µm und 50 µm beträgt, und/oder dessen Zugfestigkeit
in Maschinenrichtung zwischen 1 kN/m und 5 kN/m, vorzugsweise zwischen 2 kN/m und
4 kN/m beträgt, und/oder dessen Zugfestigkeit in Querrichtung zwischen 0,5 kN/m und
4 kN/m, vorzugsweise zwischen 1 kN/m und 3 kN/m beträgt, und/oder dessen Bruchdehnung
in Maschinenrichtung zwischen 1% und 3% und in Querrichtung zwischen 2% und 6% beträgt.
14. Verfahren zum Herstellen eines Verpackungspapiers nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei dem die Nanopartikel einer Stärke als Bestandteil einer Beschichtungszusammensetzung
• während der Herstellung des Verpackungspapiers in einer Papiermaschine, insbesondere
in einer Film- oder Leimpresse aufgetragen werden, oder
• in einer von der Papiermaschine getrennten Auftragsvorrichtung auf ein Vorläuferpapier
aufgetragen werden,
wobei die Beschichtungszusammensetzung zumindest Wasser und die genannten Nanopartikel
enthält, und wobei die Beschichtungszusammensetzung zwischen 10 Gew.-% und 40 Gew.-%,
vorzugsweise zwischen 20 Gew.-% und 35 Gew.-% an den genannten Nanopartikeln enthält,
jeweils bezogen auf das Gewicht der Beschichtungszusammensetzung.
15. Verfahren nach Anspruch 14, bei dem die Beschichtungszusammensetzung ferner Talkum
und/oder Kaolin enthält, deren Gesamtmasse 30-65 Gew.-% der Masse der genannten Nanopartikel
entspricht, und/oder bei dem die Beschichtungszusammensetzung auf das Verpackungspapier
auf einer Seite in einem Muster aufgetragen wird, und bei dem vorzugsweise auf der
anderen Seite die Beschichtungszusammensetzung in einem zumindest näherungsweise komplementären
Muster aufgetragen wird, sodass jeder Abschnitt des Verpackungspapiers zumindest auf
einer Seite des Verpackungspapiers mit den Nanopartikeln einer Stärke beschichtet
ist.
1. Packaging paper for food, with a basis weight from 20 g/m
2 to 50 g/m
2, comprising cellulose fibers and one or more filler materials, in which the total
amount of filler materials is between 5 % by weight and 20 % by weight with respect
to the weight of the packaging paper, wherein the packaging paper
• comprises a sizing agent, which is contained in such an amount that on both sides
a relative water absorption of 0.4 to 0.7 is achieved, wherein the relative water
absorbency is defined as the ratio of the Cobb60 value, determined in accordance with ISO 535:2014, to the basis weight,
• has a coating on at least one side, which comprises nanoparticles of a starch, wherein
the coating contains between 1 g/m2 and 6 g/m2 of said nanoparticles,
• does not contain any compounds with the structure CF3(CF2)n(CH2)mX, wherein n=5 or n=7 and m=0, 1 or 2 and X is a hydroxyl group (X=OH) or a carboxyl
group (X=COOH), or the proportion of such compounds with respect to the total mass
of the packaging paper is less than 0.1 ‰, and
• which has a resistance against grease and oil of 6 to 12, described by the Kit Level
in accordance with TAPPI T559 cm-12, wherein in the test in accordance with TAPPI
T559 cm-12, the at least one side coated with said nanoparticles is exposed to the
test liquids.
2. Packaging paper according to claim 1, in which the basis weight is between 25 g/m2 and 40 g/m2.
3. Packaging paper according to claims 1 or 2, in which the cellulose fibers are sulfate
pulp fibers and comprise 25% by weight to 75% by weight long fibers and 25% by weight
to 75% by weight short fibers, with respect to the mass of the cellulose fibers.
4. Packaging paper according to claim 3, in which the long fiber pulp is sourced from
one or more of the plants spruce, pine, flax, hemp, sisal, abaca, ramie, jute and
kenaf and/or the short fiber pulp is sourced from one or more of the tree species
birch, beech and/or eucalyptus.
5. Packaging paper according to one of the preceding claims, in which the pulp is bleached,
or in which the pulp is unbleached and/or in which said cellulose fibers are completely,
but at least to 95% by weight with respect to the pulp mass, formed by virgin fibers.
6. Packaging paper according to one of the preceding claims, in which the total amount
of filler materials is between 5% by weight and 15% by weight with respect to the
weight of the packaging paper.
7. Packaging paper according to one of the preceding claims, in which the one or more
filler materials is selected from the group consisting of carbonates, in particular
precipitated or geologically sourced calcium carbonate or magnesium carbonate; metal
oxides, in particular titanium dioxide or magnesium oxide; metal hydroxides, in particular
magnesium hydroxide or aluminum hydroxide; and silicates, in particular kaolin and
talc.
8. Packaging paper according to one of the preceding claims, in which the filler materials
comprise a combination of titanium dioxide and an extender, which in combination with
titanium dioxide enhances its effect, wherein the extender is preferably formed by
calcined kaolin, aluminum hydroxide (Al(OH)3), a precipitated, amorphous silicate or a combination thereof.
9. Packaging paper according to one of the preceding claims, in which the amount of nanoparticles
of a starch in the packaging paper is between 1.5 g/m2 and 5.5 g/m2, preferably between 1.5 g/m2 and 5 g/m2, and/or in which the nanoparticles are sourced from one or more of the following
starches: potato starch, corn starch, wheat starch, rice starch or tapioca starch.
10. Packaging paper according to one of the preceding claims, in which the mean size of
the nanoparticles is between 1 nm and 500 nm, preferably between 10 nm and 400 nm
and particularly preferably between 40 nm and 200 nm, and/or in which the sizing agent
is preferably formed by an alkyl ketene dimer (AKD), an alkenyl succinic anhydride
(ASA) or a resin size.
11. Packaging paper according to one of the preceding claims, which further contains one
or more of the following components:
• a wet strength agent, which is suitable for increasing the wet strength of the packaging
paper, in particular polyamine polyamide epichlorhydrin,
• starch, which is not present in the form of nanoparticles, wherein, in the case
in which the packaging paper is coated with the nanoparticles of a starch on only
one side, the starch is applied to the other side of the packaging paper,
• pigments or dyes, in particular yellow, red, brown or black iron oxides or carbon
particles, or
• gold foil, and/or
which is coated with the nanoparticles of a starch on only one side, and which is
printed on the other side, wherein during use, the side coated with nanoparticles
of a starch preferably faces the food.
12. Packaging paper according to one of the preceding claims, in which the relative water
absorbency of both sides is between 0.4 and 0.6, and/or which has a resistance against
grease and oil of 6 to 10, preferably of 6 to 8, described by the Kit Level in accordance
with TAPPI T559 cm-12, wherein in the test in accordance with TAPPI T559 cm-12, the
at least one side coated with said nanoparticles is exposed to the test liquids and/or
wherein the Gurley air permeability is between 1000 s and 10000 s, preferably between
2000 s and 8000 s.
13. Packaging paper according to one of the preceding claims, wherein the thickness is
between 20 µm and 60 µm, preferably between 25 µm and 50 µm, and/or wherein the tensile
strength in machine direction is between 1 kN/m and 5 kN/m, preferably between 2 kN/m
and 4 kN/m and/or wherein the tensile strength in cross direction is between 0.5 kN/m
and 4 kN/m, preferably between 1 kN/m and 3 kN/m and/or wherein the elongation at
break in machine direction is between 1% and 3% and between 2% and 6% in cross direction.
14. Process for the manufacture of a packaging paper according to one of the preceding
claims, in which the nanoparticles of a starch are applied as component of a coating
composition
• during the manufacture of the packaging paper in a paper machine, in particular
in a film press or size press, or
• onto a preliminary paper in an application device which is separate from the paper
machine,
wherein the coating composition contains at least water and said nanoparticles, and
wherein the coating composition contains between 10% by weight and 40% by weight,
preferably between 20% by weight and 35% by weight of said nanoparticles, each with
respect to the weight of the coating composition.
15. Process according to claim 14, in which the coating composition further contains talc
and/or kaolin, of which the total mass corresponds to 30% to 65% by weight of the
mass of said nanoparticles, and/or in which the coating composition is applied to
the packaging paper on one side in the form of a pattern, and in which preferably,
the coating composition is applied to the other side in an at least approximately
complementary pattern, so that every section of the packaging paper is coated with
the nanoparticles of a starch on at least one side of the packaging paper.
1. Papier d'emballage pour produits alimentaires, présentant un grammage de 20 g/m
2 à 50 g/m
2, comprenant des fibres de pâte et une ou plusieurs charges, la quantité de charges
étant en tout comprise entre 5 % en poids et 20 % en poids par rapport au poids du
papier d'emballage, le papier d'emballage
• comprenant un agent de collage, qui est contenu en une quantité telle qu'il va en
résulter sur les deux faces une capacité relative d'absorption d'eau de 0,4 à 0,7,
la capacité relative d'absorption d'eau étant définie par le quotient entre la valeur
Cobb60 définie selon ISO 535:2014 et le grammage,
• présentant sur au moins une face un couchage, qui comprend des nanoparticules d'un
amidon, le couchage contenant de 1 g/m2 à 6 g/m2 desdites nanoparticules,
• ne contenant pas de composés de structure CF3(CF2)n(CH2)mX, dans laquelle n = 5 ou n = 7, et m = 0, 1 ou 2, et X est un groupe hydroxy (X =
OH) ou un groupe carboxy (X = COOH), ou la proportion de composés de ce type, rapportée
à la masse totale du papier d'emballage, ne dépassant pas 0,1 ‰, et
• présentant une résistance aux graisses et aux huiles de 6 à 12, exprimée par le
Kit Level selon TAPPI T559 cm-12, la face revêtue desdites nanoparticules étant, dans l'essai selon TAPPI T559 cm-12, exposée à des liquides d'essai.
2. Papier d'emballage selon la revendication 1, dont le grammage est compris entre 25
g/m2 et 40 g/m2.
3. Papier d'emballage selon la revendication 1 ou 2, dans lequel les fibres de pâte sont
des fibres de pâte au sulfate, et, par rapport à la masse des fibres de pâte, comprennent
25 % en poids à 75 % en poids de fibres longues et 25 % en poids à 75 % en poids de
fibres courtes.
4. Papier d'emballage selon la revendication 3, dans lequel la pâte de fibres longues
est obtenue à partir d'une ou plusieurs des plantes épicéa, pin, lin, chanvre, sisal,
abaca, ramie, jute et kénaf, et/ou la pâte de fibres courtes est obtenue à partir
d'une ou plusieurs des espèces d'arbres bouleau, hêtre et/ou eucalyptus.
5. Papier d'emballage selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la pâte
est blanchie, ou dans lequel la pâte est non blanchie, et/ou dans lequel les fibres
de pâte mentionnées sont en totalité, mais au moins à raison de 95 % en poids par
rapport à la masse de pâte, formées de fibres fraîches.
6. Papier d'emballage selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la quantité
totale de charges est comprise entre 5 % en poids et 15 % en poids par rapport au
poids du papier d'emballage.
7. Papier d'emballage selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la ou les
charges sont choisies dans un groupe consistant en les polycarbonates, en particulier
le carbonate de calcium ou le carbonate de magnésium précipité ou géologiquement dégradé
; les oxydes métalliques, en particulier le dioxyde de titane ou l'oxyde de magnésium
; les hydroxydes métalliques, en particulier l'hydroxyde de magnésium ou l'hydroxyde
d'aluminium ; et les silicates, en particulier le kaolin et le talc.
8. Papier d'emballage selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les charges
comprennent une combinaison de dioxyde de titane et d'un extendeur, lequel, en combinaison
avec le dioxyde de titane, renforce son action, l'extendeur étant de préférence formé
de kaolin calciné, d'hydroxyde d'aluminium (Al(OH)3), d'un silicate amorphe précipité ou d'une combinaison de ceux-ci.
9. Papier d'emballage selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la quantité
de nanoparticules d'un amidon dans le papier d'emballage est comprise entre 1,5 g/m2 et 5,5 g/m2, de préférence entre 1,5 g/m2 et 5 g/m2, et/ou dans lequel les nanoparticules sont obtenues à partir d'une ou plusieurs des
amidons suivants : amidon de pomme de terre, amidon de maïs, amidon de blé, amidon
de riz ou amidon de tapioca.
10. Papier d'emballage selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la grosseur
moyenne des nanoparticules est comprise entre 1 nm et 500 nm, de préférence entre
10 nm et 400 nm et d'une manière particulièrement préférée entre 40 nm et 200 nm,
et/ou dans lequel l'agent de collage est formé d'un allcylcétène dimère (AKD), d'un
anhydride alcénylsuccinique (ASA) ou d'une colle de résine.
11. Papier d'emballage selon l'une des revendications précédentes, qui contient en outre
un ou plusieurs des composants suivants :
• un agent conférant une résistance à l'état mouillé, qui permet d'augmenter la résistance
du papier d'emballage à l'état mouillé, en particulier la polyaminopolyamide-épichlorhydrine,
• un amidon qui ne se présente pas sous forme de nanoparticules, l'amidon étant, dans
le cas dans lequel seule une face du papier d'emballage est revêtue des nanoparticules
d'un amidon, est appliqué sur l'autre face du papier d'emballage,
• des pigments ou des colorants, en particulier des oxydes de fer jaunes, rouges,
bruns ou noirs, ou des particules de charbon, ou
• de la feuille d'or, et/ou
qui n'est revêtu que sur une face des nanoparticules d'un amidon, et qui est imprimé
sur l'autre face, auquel cas, en cours d'utilisation, la face revêtue des nanoparticules
d'un amidon est en regard du produit alimentaire.
12. Papier d'emballage selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la capacité
relative d'absorption d'eau des deux faces est comprise entre 0,4 et 0,6, et/ou qui
présente une résistance aux graisses et aux huiles de 6 à 10, de préférence de 6 à
8, exprimée par le Kit Level selon TAPPI T559 cm-12, la face revêtue desdites nanoparticules, dans l'essai selon TAPPI T559 cm-12, étant exposée à des liquides d'essai, et/ou dont la perméabilité à l'air selon
Gurley est comprise entre 1000 s et 10 000 s, de préférence entre 2000 s et 8000 s.
13. Papier d'emballage selon l'une des revendications précédentes, dont l'épaisseur est
comprise entre 20 µm et 60 µm, de préférence entre 25 µm et 50 µm, et/ou dont la résistance
à la traction dans le sens machine est comprise entre 1 kN/m et 5 kN/m, de préférence
entre 2 kN/m et 4 kN/m, et/ou dont la résistance à la traction dans le sens travers
est comprise entre 0,5 kN/m et 4 kN/m, de préférence entre 1 kN/m et 3 kN/m, et/ou
dont l'allongement à la rupture dans le sens machine est compris entre 1 % et 3 %
et dans le sens travers entre 2 % et 6 %.
14. Procédé de fabrication d'un papier d'emballage selon l'une des revendications précédentes,
dans lequel les nanoparticules d'un amidon, en tant que constituant d'une composition
de couchage
• sont appliquées pendant la fabrication du papier d'emballage dans une machine à
papier, en particulier dans une presse à surfacer ou une presse encolleuse,
• sont appliquées, dans un équipement applicateur séparé de la machine à papier sur
un papier précurseur,
la composition de couchage contenant au moins de l'eau et les nanoparticules mentionnées,
et la composition de couchage contenant une quantité comprise entre 10 % en poids
et 40 % en poids, de préférence entre 20 % en poids et 35 % en poids, des nanoparticules
mentionnées, dans chaque cas par rapport au poids de la composition de couchage.
15. Procédé selon la revendication 14, dans lequel la composition de couchage contient
en outre du talc et/ou du kaolin, dont la masse totale correspond à 30 à 65 % en poids
de la masse des nanoparticules mentionnées, et/ou dans lequel la composition de couchage
est appliquée sur le papier d'emballage sur une face selon un motif, et, de préférence
sur l'autre face, la composition de couchage est appliquée selon un motif au moins
approximativement complémentaire, de telle sorte que chaque segment du papier d'emballage
soit, au moins sur une face du papier d'emballage, revêtu des nanoparticules d'un
amidon.