Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Spannklemme sowie ein Schienenbefestigungssystem zum
lösbaren Befestigen einer Schiene auf einem Schienenuntergrund, vorzugsweise einer
Bahnschwelle.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Zur Befestigung einer Eisenbahnschiene auf einer Bahnschwelle (analog einem anderen
geeigneten Schienenuntergrund) werden Spannklemmen verwendet. Spannklemmen sind zumeist
gebogene Stahlfedern, die im montierten Zustand die Eisenbahnschiene auf die Schwelle
drücken. Die Spannkraft der Spannklemme ist hierbei so ausgelegt, dass verschweißte
Schienen auch bei einem Bruch in Position gehalten werden und sich möglichst keine
Lücken zwischen aneinanderstoßenden Schienen bilden.
[0003] Die Spannklemme ist Teil eines elektrisch isolierten Schienenbefestigungssystems,
das pro Schwelle oder Befestigungspunkt üblicherweise aufweist: Spannklemmen, Winkelführungsplatten,
die einen Schienenkanal bilden, Spannschrauben, mit denen die Spannklemmen verschraubt
und die in Schraubdübeln, eingegossen in der Schwelle, zu verankern sind, sowie Schienenzwischenlager
unter den beiden Schienen, die ein elastisches Einsinken der Schienen erlauben.
[0004] Zur Montage wird das Schienenbefestigungssystem auf der Schwelle vormontiert, wobei
sich die Spannklemmen zunächst in einer Vormontageposition befinden, in der sie mit
einem bestimmten Drehmoment vorverspannt sind. Für die Endmontage werden die Spannklemmen
aus der Vormontageposition heraus zur Schiene hin verschoben, so dass ein Schienenhalteabschnitt
der Spannklemme auf den Schienenfuß drückt, und mit dem Drehmoment zur Endmontage
festgezogen. Zur automatisierten Montage ist es hierbei wichtig, dass ein einfaches
Schieben der Spannklemme mittels eines Schiebers ohne vorheriges Lösen der Spannschraube
erfolgen kann.
[0005] Die Figur 1 ist eine schematische Draufsicht einer Spannklemme 100 gemäß dem Stand
der Technik. Die Spannklemme 100 weist einen mittleren Abschnitt auf, der von zwei
parallel verlaufenden inneren Armen 110 und 120 gebildet wird, die auf kontinuierliche
und gebogene Weise in Torsionsabschnitte 130 und 140 übergehen. Im weiteren Verlauf
sind die beiden Stränge auf einen gemeinsamen Verbindungsarm 150 hin gebogen, der
im montierten Zustand auf den Schienenfuß drückt, wodurch die Schiene verspannt wird.
Die Spannklemme 100 ist W-förmig gebogen.
[0006] Im Beispiel der Figur 1 sind die beiden inneren Arme 110, 120 an ihren der Schiene
zugewandten Seiten (Oberseite in der Figur 1) nicht miteinander verbunden. Eine davon
abweichende, nichtsdestotrotz W-förmig gebogene Spannklemme geht aus der
EP 2 410 090 A1 hervor. Diese weist zwei innere Arme auf, die an ihren der Schiene zugewandten Seiten
zu einer Schlaufe verbunden sind.
[0007] Durch die gebogene W-Form der Spannklemme wird eine zum Niederhalten der Schiene
erforderliche federnd elastische Haltekraft erzeugt. Ferner werden weitere Sicherheitsaspekte
verwirklicht: Während die Schiene mit den beiden hochelastischen äußeren Federarmen
niedergehalten wird, dient der mittlere Abschnitt als zusätzlicher Kippschutz, der
bei Erreichen einer bestimmten Kraft aktiviert wird und ein Kippen der Schiene sowie
ein Abheben der Schiene von der Schwelle unterbindet. Zudem passt sich die Spannklemme
durch den Federweg etwaigen im Lauf der Zeit auftretenden Verformungen des Gleisbetts
an. Dadurch benötigt ein mit Spannklemmen ausgestattetes Gleis kein regelmäßiges Nachziehen
der Spannschrauben.
[0008] Die Spannklemme 100 gemäß der Figur 1 weist zur Befestigung und Verspannung äußere
Auflagepunkte 131 und 141 im Bereich der Scheitelpunkte der Torsionsabschnitte 130
und 140 auf. Die äußeren Auflagepunkte stehen im montierten Zustand mit einer Winkelführungsplatte
(nicht dargestellt) in Kontakt und stützen sich zur Verspannung auf dieser ab. Ferner
weisen die inneren Arme 110 und 120 innere Auflagepunkte 111 und 121 für die Spannschraube
(nicht dargestellt) auf. Zwischen den inneren und äußeren Auflagepunkten 111, 121,
131, 141, d.h. zwischen den Auflagerpunkten der Spannklemme 100 und den Krafteinleitungspunkten
für die Spannschraube, liegt jeweils ein seitlicher Versatz L in Richtung entlang
der montierten Schiene vor. Aufgrund dieses seitlichen Versatzes L tritt nicht nur
ein Biegemoment im Fall der Belastung auf die Spannklemme 100 auf, sondern auch ein
Torsionsmoment an den inneren Armen 110 und 120. In anderen Worten, die inneren Arme
110 und 120 sind bei der Verspannung der Spannklemme 100 jeweils einer Verdrehung
um die eigene Achse ausgesetzt. Dies führt zu einem erhöhten Verschleiß sowohl an
der Spannklemme 100 selbst als auch an der Spannschraube.
Darstellung der Erfindung
[0009] Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Spannklemme sowie ein Schienenbefestigungssystem
zum lösbaren Befestigen einer Schiene auf einem Schienenuntergrund mit verbesserter
Zuverlässigkeit bereitzustellen.
[0010] Gelöst wird die Aufgabe mit einer Spannklemme mit den Merkmalen des Anspruchs 1,
sowie einem Schienenbefestigungssystem mit den Merkmalen des Anspruchs 12. Vorteilhafte
Weiterbildungen folgen aus den Unteransprüchen, der folgenden Darstellung der Erfindung
sowie der Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele.
[0011] Die Spannklemme gemäß der Erfindung dient zum lösbaren Befestigen einer Schiene auf
einem Schienenuntergrund. Der Schienenuntergrund ist vorzugsweise eine Bahnschwelle,
kann jedoch auch eine andere geeignete Schienenunterlage sein. Die Spannklemme ist
vorzugsweise ein Federelement zum kraftschlüssig-elastischen Halten der Schiene auf
dem Schienenuntergrund. Die Spannklemme ist, abgesehen von einer etwaigen Beschichtung
(weiter unten beschrieben), vorzugsweise einstückig gefertigt, beispielsweise aus
Stahl.
[0012] Die Spannklemme weist einen mittleren Abschnitt zum Verspannen der Spannklemme auf
einer Unterlage auf. Die Unterlage umfasst vorzugsweise eine Winkelführungsplatte,
die beispielsweise in einer dafür ausgelegten Ausnehmung des Schienenuntergrunds einbringbar
ist. Der mittlere Abschnitt der Spannklemme ist mittels einer Spannschraube verspannbar,
die zu diesem Zweck vorzugsweise mit einem Dübel, eingebracht in eine entsprechende
Öffnung der Unterlage, zusammenwirkt. Die Spannklemme weist ferner einen äußeren Abschnitt
auf, der einen Schienenhalteabschnitt hat, der im montierten Zustand der Spannklemme
eine Haltekraft auf die Schiene ausübt. Vorzugsweise weist die Schiene einen Schienenfuß
auf, der ein im Bereich des Schienenuntergrunds verbreiterter Abschnitt der Schiene
ist. In diesem Fall erfolgt die Verspannung derart, dass der Schienenhalteabschnitt
im montierten Zustand der Spannklemme auf den Schienenfuß drückt. Die Spannklemme
ist so eingerichtet, dass im montierten Zustand die Spannschraube an zumindest einem
Kraftangriffspunkt eine Spannkraft auf den mittleren Abschnitt ausübt. Die Spannkraft
ist im Wesentlichen in Schwerkraftrichtung nach unten gerichtet, auch wenn Abweichungen
durch eine beabsichtigte, normalerweise geringe Schrägstellung der Spannschraube möglich
sind. Es wird daher angenommen, dass die Spannkraft im montierten Zustand der Spannklemme
im Wesentlichen vertikal ausgerichtet ist. Durch die Ausübung der so definierten Spannkraft
wird die Spannklemme zum einen auf der Unterlage befestigt, zum anderen erfolgt eine
elastische Verformung der Spannklemme, die ein kraftschlüssig-elastisches Halten der
Schiene zur Folge hat.
[0013] Erfindungsgemäß weist der mittlere Abschnitt ferner zumindest einen Auflagepunkt
auf, der im montierten Zustand der Spannklemme mit der Unterlage in Kontakt steht.
In anderen Worten, am Auflagepunkt stützt sich die Spannklemme zur Verspannung auf
der Unterlage ab. Hierbei ist ein Auflagepunkt gemeint, der sich nicht direkt an der
Spannschraube befindet, d.h. die Position des Auflagepunkts unterscheidet sich von
der des Kraftangriffspunkts in einer Projektion senkrecht zur Spannkraft, d.h. in
einer Draufsicht auf die Spannklemme. Zwischen dem Auflagepunkt und dem Kraftangriffspunkt
ist der mittlere Abschnitt vorzugsweise "frei", d.h. stützt sich nicht auf eine Weise
auf der Unterlage ab, dass dies zu einer Verformung der Spannklemme beiträgt. Ferner
weist der Auflagepunkt relativ zum Kraftangriffspunkt durch die Spannschraube keinen
seitlichen Versatz auf. Die Bezeichnung "seitlich" bezieht sich hierbei auf eine Richtung
entlang der Erstreckung der Schiene im montierten Zustand. In anderen Worten, der
Kraftangriffspunkt und der Auflagepunkt befinden sich im Wesentlichen in einer Ebene,
die senkrecht auf der Erstreckungsrichtung der Schiene steht.
[0014] Da der Auflagepunkt relativ zum Kraftangriffspunkt der Spannschraube keinen seitlichen
Versatz aufweist, wirkt beim Spannen der Spannklemme kein oder ein deutlich verringertes
Torsionsmoment auf den mittleren Abschnitt. In anderen Worten, der mittlere Abschnitt
ist keiner Verdrehung um die eigene Achse ausgesetzt. Dies führt zu einem verbesserten
Verschleißverhalten sowohl der Spannklemme als auch der Spannschraube.
[0015] Vorzugsweise weist die Spannklemme keinen Auflagepunkt auf, der im montierten Zustand
der Spannklemme mit der Unterlage in Kontakt steht und relativ zum Kraftangriffspunkt
einen seitlichen Versatz aufweist. Auf diese Weise können innere Torsionsmomente des
mittleren Abschnitts minimiert werden.
[0016] Vorzugsweise weist der äußere Abschnitt zumindest einen Torsionsabschnitt auf, der
den mittleren Abschnitt mit dem Schienenhalteabschnitt verbindet, sich vom mittleren
Abschnitt seitlich (gemäß der obigen Definition) erstreckt und keinen Auflagepunkt
mit der Unterlage aufweist. Der Torsionsabschnitt ist zumindest ein Teil einer elastischen
Verbindung zwischen dem mittleren Abschnitt und dem Schienenhalteabschnitt, wodurch
die oben dargelegte kraftschlüssig-elastische Halterung verwirklicht werden kann.
Indem der Torsionsabschnitt keinen Auflagepunkt mit der Unterlage aufweist, können
innere Torsionsmomente des mittleren Abschnitts der Spannklemme wirksam verringert
werden.
[0017] Der Auflagepunkt sei im Folgenden auch als zweiter Auflagepunkt bezeichnet. Vorzugsweise
weist der mittlere Abschnitt zumindest einen weiteren Auflagepunkt auf, der als erster
Auflagepunkt bezeichnet sei, im montierten Zustand der Spannklemme mit der Unterlage
in Kontakt steht und sich in einer Projektion senkrecht zur Spannkraft an der Position
des Kraftangriffspunkts befindet, so dass der erste Auflagepunkt und der zweite Auflagepunkt
relativ zueinander keinen Versatz aufweisen. Der erste Auflagepunkt befindet sich
im montierten Zustand im Bereich der Spannschraube. Der erste Auflagepunkt entsteht
vorzugsweise dadurch, dass der mittlere Abschnitt der Spannklemme an dieser Stelle
durch Anziehen der Spannschraube auf die Unterlage gedrückt wird. Auf diese Weise
können bei stabiler und zuverlässiger Montierbarkeit innere Torsionsmomente des mittleren
Abschnitts der Spannklemme wirksam verringert werden.
[0018] Vorzugsweise weist der mittlere Abschnitt zwei innere Arme auf, die sich parallel
und in einer Projektion senkrecht zur Spannkraft geradlinig erstrecken, wobei die
beiden inneren Arme jeweils einen Kraftangriffspunkt (in dem oben definierten Sinne)
und zumindest einen Auflagepunkt aufweisen, der relativ zum zugehörigen Kraftangriffspunkt
keinen seitlichen Versatz aufweist. Die projizierte Erstreckungsrichtung der beiden
inneren Arme steht im montierten Zustand der Spannklemme vorzugsweise senkrecht auf
der Erstreckungsrichtung der Schiene. Die Konstruktion der Klemme lässt sich mittels
zweier innerer Arme vereinfachen, da diese gebogen werden können, vorzugsweise auf
spiegelsymmetrische Weise, um in deren weiteren Verlauf den äußeren Abschnitt auszubilden.
[0019] Vorzugsweise weisen die beiden inneren Arme jeweils einen ersten Auflagepunkt und
einen zweiten Auflagepunkt auf, die relativ zueinander keinen seitlichen Versatz aufweisen.
Im montierten Zustand der Spannklemme befinden sich die beiden ersten Auflagepunkte
an Position von Kraftangriffspunkten der Spannschraube, in einer Projektion senkrecht
zur Spannkraft. Die beiden ersten Auflagepunkte befinden sich im Bereich der Spannschraube.
Die ersten Auflagepunkte entstehen vorzugsweise dadurch, dass die beiden inneren Arme
an diesen Stellen durch Anziehen der Spannschraube auf die Unterlage gedrückt werden.
Auf diese Weise können bei stabiler und zuverlässiger Montierbarkeit innere Torsionsmomente
des mittleren Abschnitts der Spannklemme wirksam verringert werden.
[0020] Vorzugsweise sind die beiden inneren Arme im Bereich des jeweiligen (zweiten) Auflagepunkts
in einer Ebene senkrecht zur Erstreckungsrichtung der Schiene gebogen, vorzugsweise
S-förmig gebogen. Durch Biegen der beiden inneren Arme lässt sich die kraftschlüssig-elastische
Funktionalität der Spannklemme auf konstruktiv und fertigungstechnisch einfache Weise
realisieren.
[0021] Vorzugsweise weist der äußere Abschnitt zwei Torsionsabschnitte auf, die sich entsprechend
von einem zugehörigen inneren Arm seitlich erstrecken und die inneren Arme mit dem
Schienenhalteabschnitt verbinden. Der eine innere Arm und der zugehörige Torsionsabschnitt
sind in diesem Fall vorzugsweise spiegelsymmetrisch zum anderen inneren Arm und zugehörigen
Torsionsabschnitt ausgebildet, relativ zu einer Spiegelebene, die senkrecht auf der
Erstreckungsrichtung der Schiene steht. Die Torsionsabschnitte werden vorzugsweise
durch Biegen der inneren Arme (genauer gesagt, deren Verlängerung) hergestellt, wodurch
sich die kraftschlüssig-elastische Funktionalität der Spannklemme auf konstruktiv
und fertigungstechnisch einfache Weise realisieren lässt.
[0022] Vorzugsweise weisen die beiden inneren Arme schienenseitig jeweils ein inneres Ende
auf. Damit ist gemeint, dass die beiden inneren Arme an ihren der Schiene zugewandten
Seiten nicht miteinander verbunden sind, d.h. keine Schleife bilden, sondern enden.
Die beiden inneren Arme sind gemäß dieser Ausführungsform allenfalls über den äußeren
Abschnitt miteinander verbunden. Vorzugsweise weist der Schienenhalteabschnitt einen
Verbindungsarm auf, der die beiden inneren Arme miteinander in Verbindung bringt.
[0023] Ein detailliertes und bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Spannklemme, das auf
einem gebogenen Stahlstrang beruht, weist den folgenden Aufbau auf (betrachtet in
einer Draufsicht, d.h. einer Projektion senkrecht zur Spannkraft): Ausgehend vom inneren
Ende eines der beiden inneren Arme erstreckt sich der innere Arm entlang einer Richtung,
die von einer eingespannten Schiene wegführt. An den inneren Arm schließt sich ein
Torsionsabschnitt an, der seitlich nach außen gebogen einen Scheitelpunkt durchläuft
und weiter umgebogen in einen äußeren Arm übergeht, der vorzugsweise nicht exakt parallel,
jedoch ungefähr in der Richtung des inneren Arms über das innere Ende hinaus zurückführt
und an einem äußeren Umlenkpunkt in den Verbindungsarm übergeht. Der Verbindungsarm
verläuft im montierten Zustand der Spannklemme parallel zur Schiene und drückt auf
einen Schienenfuß, um die Schiene zu verspannen. Analog zur Flanke des einen inneren
Arms erstreckt sich ausgehend vom anderen inneren Ende der andere innere Arm entlang
einer Richtung, die von der eingespannten Schiene wegführt. An den anderen inneren
Arm schließt sich ein weiterer Torsionsabschnitt an, der seitlich nach außen gebogen
einen Scheitelpunkt durchläuft und weiter umgebogen in einen weiteren äußeren Arm
übergeht, der vorzugsweise nicht exakt parallel, jedoch ungefähr in der Richtung des
inneren Arms über das innere Ende hinaus zurückführt und an einem weiteren äußeren
Umlenkpunkt in den Verbindungsarm übergeht. Das Gebilde, insbesondere die beiden Umlenkpunkte
und die beiden Scheitelpunkte haben in der Projektion senkrecht zur Spannkraft vorzugsweise
die Form eines Trapezes. Vorzugsweise sind die beiden Flanken spiegelsymmetrisch.
[0024] Vorzugsweise ist die Spannklemme zumindest teilweise von einem isolierenden Material,
vorzugsweise Kunststoff, umgeben, vorzugsweise umspritzt. Dadurch, dass der Auflagepunkt
(analog mehrere Auflagepunkte) ohne Exzentrizität bzw. Versatz ausgeführt ist, wird
neben den oben dargelegten technischen Wirkungen die Bewegung des mittleren Abschnitts
der Spannklemme beim Spannen minimiert. Dies trägt dazu bei, dass eine solche Isolierung
zuverlässig und haltbar realisierbar ist. Durch die verbesserte Isolation mit deutlich
erhöhtem elektrischen Widerstand, die auf synergetische Weise durch die Anordnung
des Auflagepunkts (analog mehrere Auflagepunkte) ermöglicht wird, ist die Spannklemme
und ein damit ausgestattetes Schienenbefestigungssystem besonders gut für eingedeckte
Gleise geeignet, die vorrangig im Nahverkehr zum Einsatz kommen. Hintergrund ist die
erhöhte Streustromproblematik in diesem Bereich. Zudem ist das Schienenbefestigungssystem
(mit und ohne zusätzliche Isolation) besonders flach ausführbar, wodurch eine etwaige
darüber liegende Asphaltdecke besonders dick und tragfähig vorgesehen werden kann.
Durch die große Auflagefläche der Spannklemme auf dem Schienenfuß, die beispielsweise
durch den Verbindungsarm gewährleistet ist, kann ein Isolatorabschnitt als Teil der
oben genannten Isolierung zwischen dem Schienenfuß und der Spannklemme ohne größeren
Verschleiß realisiert werden. Es kann hierbei zwischen einer ersten Isolierung der
Spannklemme zur Spannschraube und einer zweiten Isolierung der Spannklemme zum Schienenfuß
unterschieden werden, die unterschiedlich aufgebaut sein können, insbesondere unterschiedlichen
mechanischen und/oder elektrischen Anforderungen genügen können.
[0025] Das Schienenbefestigungssystem gemäß der Erfindung ist zum lösbaren Befestigen einer
Schiene auf einem Schienenuntergrund vorgesehen. Das Schienenbefestigungssystem weist
eine Spannschraube und eine Spannklemme gemäß der obigen Beschreibung auf. Der mittlere
Abschnitt der Spannklemme ist mittels der Spannschraube so auf einer Unterlage verschraubt
und verspannt, dass der Schienenhalteabschnitt eine Haltekraft auf die Schiene ausübt,
wobei die Spannschraube an zumindest einem Kraftangriffspunkt eine Spannkraft auf
den mittleren Abschnitt ausübt, der Auflagepunkt mit der Unterlage in Kontakt steht,
die Position des Auflagepunkts sich von der des Kraftangriffspunkts in einer Projektion
senkrecht zur Spannkraft unterscheidet und der Auflagepunkt relativ zum Kraftangriffspunkt
keinen seitlichen Versatz aufweist.
[0026] Die Merkmale, technischen Wirkungen, Vorteile, sowie Ausführungsbeispiele, die in
Bezug auf die Spannklemme beschrieben wurden, gelten analog für das Schienenbefestigungssystem.
[0027] Vorzugsweise weist die Unterlage und/oder die Spannklemme Mittel zum seitlichen Verschieben
der Spannklemme auf. Beispielsweise weist die Unterlage einen Rillenabschnitt oder
eine Rillenplatte auf, die auf eine verzahnende Weise mit der Spannklemme zusammenwirkt,
um eine horizontale Regulierbarkeit der Spannklemme entlang der Schiene zu realisieren.
[0028] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele ersichtlich. Die dort beschriebenen Merkmale können
alleinstehend oder in Kombination mit einem oder mehreren der oben dargelegten Merkmale
umgesetzt werden, insofern sich die Merkmale nicht widersprechen. Die folgende Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsbeispiele erfolgt dabei unter Bezugnahme auf die begleitenden
Zeichnungen.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0029]
Die Figur 1 ist eine schematische Draufsicht einer Spannklemme gemäß dem Stand der
Technik.
Die Figur 2 ist eine perspektivische schematische Ansicht einer Spannklemme mit verbesserter
Auflagecharakteristik.
Die Figuren 3a bis 3c sind verschiedene schematische Ansichten der Spannklemme gemäß
der Figur 2, wobei die Figur 3a eine Draufsicht, die Figur 3b eine perspektivische
seitliche Ansicht (schienenseitig betrachtet) und die Figur 3c eine Seitenansicht
ist.
Die Figur 4 ist eine Draufsicht, die auf schematische Weise ein Schienenbefestigungssystem
mit eingespannter Schiene zeigt.
Die Figur 5 ist eine schematische Schnittansicht des Schienenbefestigungssystems gemäß
der Figur 4.
Die Figur 6 ist eine schematische Draufsicht, die einen Ausschnitt des Schienenbefestigungssystems
gemäß der Figur 4 zeigt.
Detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
[0030] Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele anhand der Figuren beschrieben.
Dabei sind gleiche, ähnliche oder gleichwirkende Elemente in den Figuren mit identischen
Bezugszeichen versehen, und auf eine wiederholende Beschreibung dieser Elemente wird
teilweise verzichtet, um Redundanzen zu vermeiden.
[0031] Die Figur 2 ist eine perspektivische schematische Ansicht einer Spannklemme 1, die
ein Federelement aus einem gebogenen Stahlstrang ist. Weitere Ansichten der Spannklemme
1 gemäß dieser Ausführungsform gehen aus den Figuren 3a, 3b und 3c hervor. Die Spannklemme
1 weist einen mittleren Abschnitt, gebildet aus zwei inneren Armen 10 und 20, und
einen äußeren Abschnitt auf, der aus zwei Torsionsabschnitten 30 und 40, zwei äußeren
Armen 50 und 60 sowie einem Verbindungsarm 70, der die beiden äußeren Arme 50, 60
miteinander verbindet, aufgebaut ist. Der Verbindungsarm 70 ist ein Beispiel für einen
Schienenhalteabschnitt, der im montierten Zustand der Spannklemme 1 eine Haltekraft
auf die zu befestigende Schiene ausübt.
[0032] Die verschiedenen Abschnitte der Spannklemme 1 gehen gemäß der vorliegenden Ausführungsform
auf kontinuierliche und gebogene Weise ineinander über, so dass ein einstückiges,
W-förmiges Federelement ausgebildet wird.
[0033] Der Aufbau der Spannklemme 1 in der Draufsicht der Figur 3a ist im Detail wie folgt:
Ausgehend von einem inneren Ende 11 des einen inneren Arms 10 erstreckt sich der innere
Arm 10 entlang einer Richtung, die von einer etwaigen Schiene (in der Figur 2 nicht
dargestellt) wegführt. An den inneren Arm 10 schließt sich der Torsionsabschnitt 30
an, der nach außen gebogen einen Scheitelpunkt 31 durchläuft und weiter umgebogen
in den äußeren Arm 50 übergeht, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel nicht exakt
parallel, jedoch ungefähr in der Richtung des inneren Arms 10 über das innere Ende
11 hinaus zurückführt und an einem äußeren Umlenkpunkt 51 in den Verbindungsarm 70
übergeht. Der Verbindungsarm 70 verläuft im montierten Zustand der Spannklemme 1 parallel
zur Schiene und drückt auf einen Schienenfuß, um die Schiene zu verspannen. Analog
zur Flanke des inneren Arms 10 erstreckt sich ausgehend von einem inneren Ende 21
des anderen inneren Arms 20 der innere Arm 20 entlang einer Richtung, die von einer
etwaigen Schiene (in der Figur 2 nicht dargestellt) wegführt. An den inneren Arm 20
schließt sich der Torsionsabschnitt 40 an, der nach außen gebogen einen Scheitelpunkt
41 durchläuft und weiter umgebogen in den äußeren Arm 60 übergeht, der im vorliegenden
Ausführungsbeispiel nicht exakt parallel, jedoch ungefähr in der Richtung des inneren
Arms 20 über das innere Ende 21 hinaus zurückführt und an einem äußeren Umlenkpunkt
61 in den Verbindungsarm 70 übergeht.
[0034] Das Gebilde, insbesondere die Umlenkpunkte 51, 61 und Scheitelpunkte 31, 41 haben
in der Draufsicht der Figur 3a ungefähr die Form eines Trapezes. Allerdings kann die
Form von der in den Figuren 2, 3a bis 3c dargestellten Form abweichen. So können die
beiden äußeren Arme 50 und 60 beispielsweise parallel verlaufen. Ferner kann ggf.
auf den Verbindungsarm 70 verzichtet werden, wenn der Schienenhalteabschnitt der Spannklemme
1 auf andere Weise aufgebaut ist, insbesondere wenn die beiden inneren Arme 10, 20
keine Enden 11, 21 aufweisen sondern an deren Stelle miteinander verbunden sind.
[0035] Die Spannklemme 1 ist spiegelsymmetrisch ausgebildet, relativ zu einer Spiegelebene,
die senkrecht auf der Erstreckung des Verbindungsarms 70 steht und mittig zwischen
den beiden inneren Armen 10, 20 verläuft.
[0036] Die beiden inneren Arme 10, 20 weisen jeweils eine abgeplattete Fläche 12 und 22
auf, die zur direkten oder indirekten (etwa mittels einer Unterlegscheibe) Auflage
des Kopfes einer Spannschraube zur Verspannung der Spannklemme 1 in der Endmontageposition
vorgesehen sind (vgl. Figuren 4, 5 und 6). Auf der der abgeplatteten Fläche 12, 22
gegenüberliegenden Seite des entsprechenden inneren Arms 10, 20 liegt die Spannklemme
1 in der Endmontageposition an einem ersten Auflagepunkt 13, 23 auf einer Unterlage
(weiter unten beschrieben) auf. Ferner weisen beide innere Arme 10, 20 jeweils einen
zweiten Auflagepunkt 14, 24 auf, ebenfalls an der Unterseite der Spannklemme 1 (in
Endmontageposition gesehen) und ebenfalls zur Auflage auf der Unterlage. Die beiden
Auflagepunkte 13, 14 (analog 23, 24) liegen in der Draufsicht der Figur 3a im Wesentlichen
auf einer Linie, die senkrecht auf dem Verbindungsarm 70 bzw. einer zu verspannenden
Schiene steht. In anderen Worten, die beiden Auflagepunkte 13, 14 (analog 23, 24)
weisen im Wesentlichen keinen Versatz auf. Sie liegen beide auf der geradlinigen Erstreckungsrichtung
des jeweiligen inneren Arms 10, 20. Insbesondere weisen die Torsionsabschnitte 30,
40 keine Auflagepunkte auf.
[0037] Im vormontierten, jedoch noch nicht gespannten Zustand der Spannklemme 1 sind die
Abschnitte der inneren Arme 10, 20, die sich zwischen den beiden Auflagepunkten 14,
24 befinden, vorzugsweise "frei", d.h. sie stehen nicht mit der Unterlage in Kontakt,
so dass sich die Spannklemme 1 bei der Endmontage durch Festziehen der Spannschraube
verformt und auf diese Weise spannen lässt. Da die beiden Auflagepunkte 13, 14 (analog
23, 24) keinen seitlichen Versatz aufweisen, wirkt beim Spannen der Spannklemme 1
kein oder ein deutlich verringertes Torsionsmoment auf die inneren Arme 10 und 20.
Dies führt zu einem verbesserten Verschleißverhalten sowohl der Spannklemme 1 als
auch der Spannschraube.
[0038] Die besondere Anordnung der Auflagepunkte 13, 14, 23, 24 wird vorzugsweise dadurch
erreicht, dass die inneren Arme 10, 20 jeweils in einer Ebene gebogen sind, die parallel
zur oben definierten Spiegelebene verläuft und den entsprechenden inneren Arm 10,
20 (genauer gesagt, dessen Mittellinie) enthält. Die inneren Arme 10, 20 sind diesbezüglich
vorzugsweise S-förmig gebogen, wie in der Figur 3c gezeigt.
[0039] Die Figuren 4 bis 6 zeigen die Endmontageposition der Spannklemme 1 als Teil eines
kraftschlüssig-elastischen Schienenbefestigungssystems.
[0040] Die Figur 4 ist eine schematische Draufsicht und zeigt eine Schiene 2 mit einem Schienenfuß
2a, der auf beiden Seiten jeweils mittels einer Spannklemme 1 verspannt ist. Die Schiene
2 liegt in einer Ausnehmung 3a (vgl. Figur 5) einer Schwelle 3 (oder einer anderen
geeigneten Schienenunterlage). Das Schienenbefestigungssystem weist eine Winkelführungsplatte
4 auf, die mit je einer Spannschraube 5 auf der Schwelle 3 verschraubt ist. Die kraftschlüssig-elastische
Halterung des Schienenfußes 2a erfolgt über die oben dargelegte Spannklemme 1, die
durch die Spannschraube 5 über eine Unterlegscheibe 5a mit verspannt wird. Die Winkelführungsplatte
4 weist eine Auflagefläche auf, die für die Auflagepunkte der Spannklemme 1, insbesondere
zum Abstützen der Auflagepunkte 13, 23, 14, 24 eingerichtet ist.
[0041] In einer nicht dargestellten Vormontageposition ist die Spannschrauben 5 mit einem
vorläufigen Anzugsdrehmoment, beispielsweise ca. 50 Nm, angezogen, und die Spannklemme
1 befindet sich in einer von der Schiene 2 zurückversetzten Position.
[0042] Wird die Spannklemme 1 aus der Vormontageposition zur Schiene 2 hin in die Endmontageposition
gebracht, liegt die Spannklemme 1 in einer Position vor, die aus den Figuren 4 bis
6 hervorgeht. Die Spannschraube 5 kommt über die Unterlegscheibe 5a mit den abgeplatteten
Flächen 12, 22 der beiden inneren Arme 10, 20 in Kontakt, und der Verbindungsarm 70
schiebt sich über den Schienenfuß 2a. Die beiden inneren Arme 10, 20 der Spannklemme
1 kommen mit einem geringen Abstand zum Schienenfuß 2a zu liegen (oder kommen mit
diesem in Kontakt), wodurch ein Kippschutz gegeben ist. Anschließend wird die Spannschraube
5 mit dem endgültigen Anzugsdrehmoment angezogen, so dass die Spannklemme 1 gespannt
wird und der Verbindungsarm 70 mit der gewünschten Kraft auf den Schienenfuß 2a drückt.
[0043] Aus der Schnittansicht der Figur 5 geht hervor, dass der Schaft der Spannschraube
5, nachdem dieser zwischen den beiden inneren Armen 10, 20 der Spannklemme 1 hindurchgetreten
ist, die Winkelführungsplatte 4 durchdringt und in einen Dübel 6, eingebracht in eine
entsprechende Öffnung der Schwelle 3, eingreift. Die Spannklemme 1 wird beim Festziehen
der Spannschraube 5 von oben mit einer Kraft beaufschlagt, wodurch der Schienenfuß
2a geklemmt und die Spannklemme 1 verspannt werden.
[0044] Gemäß dem Ausführungsbeispiel der Figuren 4 bis 6 ist eine gesonderte Isolierung
7 zwischen der Spannklemme 1 und der Winkelführungsplatte 4 sowie dem Schienenfuß
2a vorgesehen. Die elektrische Isolierung 7 ist beispielsweise aus Kunststoff gefertigt,
vorzugsweise wird dieser an- oder umspritzt, wodurch die Spannklemme 1 zumindest teilweise
von der Isolierung umgeben ist. Es kann hierbei zwischen einer ersten Isolierung 7a
der Spannklemme 1 zur Spannschraube 5 und einer zweiten Isolierung 7b der Spannklemme
1 zum Schienenfuß 2a unterschieden werden, die unterschiedlich aufgebaut sein können,
insbesondere unterschiedlichen mechanischen und/oder elektrischen Anforderungen genügen
können. Für die konstruktive Lösung, die Isolierung 7 betreffend, ist es wichtig,
dass eine Bewegung des mittleren Bereichs der Spannklemme 1, insbesondere der inneren
Arme 10, 20, ausgeschlossen oder zumindest stark vermindert ist. Diese Anforderung
wird durch die oben dargelegte Anordnung der Auflagepunkte 13, 14, 23, 24 ohne Exzentrizität
bzw. seitlichen Versatz erfüllt.
[0045] Durch die verbesserte Isolation mit deutlich erhöhtem elektrischen Widerstand, die
auf synergetische Weise durch die Anordnung der Auflagepunkte 13, 14, 23, 24 ermöglicht
wird, ist das Schienenbefestigungssystem besonders gut für eingedeckte Gleise geeignet,
die vorrangig im Nahverkehr zum Einsatz kommen. Hintergrund ist die erhöhte Streustromproblematik
in diesem Bereich.
[0046] Zudem ist das Schienenbefestigungssystem besonders flach ausführbar, wodurch eine
etwaige darüber liegende Asphaltdecke besonders dick und tragfähig vorgesehen werden
kann. Durch die große Auflagefläche der Spannklemme 1 auf dem Schienenfuß 2a, die
durch den Verbindungsarm 70 gewährleistet ist, kann ein Isolatorabschnitt als Teil
der oben genannten Isolierung 7 zwischen dem Schienenfuß 2a und der Spannklemme 1
ohne größeren Verschleiß realisiert werden.
[0047] Um eine horizontale Regulierbarkeit der Spannklemme 1 entlang der Schiene 2 zu realisieren,
kann die Winkelführungsplatte 4 mit einem Rillenabschnitt oder einer Rillenplatte
8 ausgestattet sein. Wie eine Verzahnung dieser Art aussehen kann, geht besonders
deutlich aus der Figur 6 hervor.
[0048] Soweit anwendbar, können alle einzelnen Merkmale, die in den Ausführungsbeispielen
dargestellt sind, miteinander kombiniert und/oder ausgetauscht werden, ohne den Bereich
der Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Spannklemme
- 2
- Schiene
- 2a
- Schienenfuß
- 3
- Schwelle
- 3a
- Ausnehmung
- 4
- Winkelführungsplatte
- 5
- Spannschraube
- 5a
- Unterlegscheibe
- 6
- Dübel
- 7
- Isolierung
- 7a
- Erste Isolierung
- 7b
- Zweite Isolierung
- 8
- Rillenplatte
- 10
- Innerer Arm
- 11
- Inneres Ende
- 12
- Abgeplattete Fläche
- 13
- Erster Auflagepunkt
- 14
- Zweiter Auflagepunkt
- 20
- Innerer Arm
- 21
- Inneres Ende
- 22
- Abgeplattete Fläche
- 23
- Erster Auflagepunkt
- 24
- Zweiter Auflagepunkt
- 30
- Torsionsabschnitt
- 31
- Scheitelpunkt
- 40
- Torsionsabschnitt
- 41
- Scheitelpunkt
- 50
- Äußerer Arm
- 51
- Umlenkpunkt
- 60
- Äußerer Arm
- 61
- Umlenkpunkt
- 70
- Verbindungsarm
- 100
- Spannklemme
- 110
- Innerer Arm
- 111
- Auflagepunkt
- 120
- Innerer Arm
- 121
- Auflagepunkt
- 130
- Torsionsabschnitt
- 131
- Auflagepunkt
- 140
- Torsionsabschnitt
- 141
- Auflagepunkt
- 150
- Verbindungsarm
1. Spannklemme (1) zum lösbaren Befestigen einer Schiene (2) auf einem Schienenuntergrund,
die einen mittleren Abschnitt zum Verspannen der Spannklemme (1) auf einer Unterlage,
die vorzugsweise eine Winkelführungsplatte (4) ist oder umfasst, mittels einer Spannschraube
(5) und einen äußeren Abschnitt aufweist, der einen Schienenhalteabschnitt (70) aufweist,
der im montierten Zustand der Spannklemme (1) eine Haltekraft auf die Schiene (2)
ausübt, wobei
die Spannklemme (1) so eingerichtet ist, dass im montierten Zustand die Spannschraube
(5) an zumindest einem Kraftangriffspunkt eine Spannkraft auf den mittleren Abschnitt
ausübt, und
der mittlere Abschnitt ferner zumindest einen Auflagepunkt (14, 24) aufweist, der
im montierten Zustand der Spannklemme (1) mit der Unterlage in Kontakt steht, dessen
Position sich von der des Kraftangriffspunkts in einer Projektion senkrecht zur Spannkraft
unterscheidet und der relativ zum Kraftangriffspunkt keinen seitlichen Versatz aufweist.
2. Spannklemme (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese keinen Auflagepunkt aufweist, der im montierten Zustand der Spannklemme (1)
mit der Unterlage in Kontakt steht und relativ zum Kraftangriffspunkt einen seitlichen
Versatz aufweist.
3. Spannklemme (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Abschnitt zumindest einen Torsionsabschnitt (30, 40) aufweist, der den
mittleren Abschnitt mit dem Schienenhalteabschnitt (70) verbindet, sich vom mittleren
Abschnitt seitlich erstreckt und keinen Auflagepunkt mit der Unterlage aufweist.
4. Spannklemme (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflagepunkt (14, 24) ein zweiter Auflagepunkt ist und der mittlere Abschnitt
ferner zumindest einen ersten Auflagepunkt (13, 23) aufweist, der im montierten Zustand
der Spannklemme (1) mit der Unterlage in Kontakt steht und sich in einer Projektion
senkrecht zur Spannkraft an der Position des Kraftangriffspunkts befindet, so dass
der erste Auflagepunkt (13, 23) und der zweite Auflagepunkt (14, 24) relativ zueinander
keinen Versatz aufweisen.
5. Spannklemme (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mittlere Abschnitt zwei innere Arme (10, 20) aufweist, die sich parallel und
in einer Projektion senkrecht zur Spannkraft geradlinig erstrecken, wobei die beiden
inneren Arme (10, 20) jeweils einen Kraftangriffspunkt und zumindest einen Auflagepunkt
(14, 24) aufweisen, der relativ zum zugehörigen Kraftangriffspunkt keinen seitlichen
Versatz aufweist.
6. Spannklemme (1) nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden inneren Arme (10, 20) jeweils einen ersten Auflagepunkt (13, 23) und einen
zweiten Auflagepunkt (14, 24) aufweisen, die relativ zueinander keinen seitlichen
Versatz aufweisen.
7. Spannklemme (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden inneren Arme (10, 20) im Bereich des jeweiligen Auflagepunkts (14, 24)
in einer Ebene senkrecht zur Erstreckungsrichtung der Schiene (2) gebogen, vorzugsweise
S-förmig gebogen, sind.
8. Spannklemme (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Abschnitt zwei Torsionsabschnitte (30, 40) aufweist, die sich entsprechend
von einem zugehörigen inneren Arm (10, 20) seitlich erstrecken und die inneren Arme
(10, 20) mit dem Schienenhalteabschnitt (70) verbinden, wobei der eine innere Arm
(10) und der zugehörige Torsionsabschnitt (30) spiegelsymmetrisch zum anderen inneren
Arm (20) und zugehörigen Torsionsabschnitt (40) ausgebildet sind, relativ zu einer
Spiegelebene, die senkrecht auf der Erstreckungsrichtung der Schiene (2) steht.
9. Spannklemme (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden inneren Arme (10, 20) schienenseitig jeweils ein inneres Ende (11, 21)
aufweisen.
10. Spannklemme (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schienenhalteabschnitt (70) einen Verbindungsarm aufweist, der die beiden inneren
Arme (10, 20) miteinander in Verbindung bringt.
11. Spannklemme (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese zumindest teilweise von einem isolierenden Material, vorzugsweise Kunststoff,
umgeben, vorzugsweise umspritzt, ist.
12. Schienenbefestigungssystem zum lösbaren Befestigen einer Schiene (2) auf einem Schienenuntergrund,
das eine Spannschraube (5) und eine Spannklemme (1) nach einem der vorigen Ansprüche
aufweist, deren mittlerer Abschnitt mittels der Spannschraube (5) so auf einer Unterlage
verschraubt und verspannt ist, dass der Schienenhalteabschnitt (70) eine Haltekraft
auf die Schiene (2) ausübt, wobei
die Spannschraube (5) an zumindest einem Kraftangriffspunkt eine Spannkraft auf den
mittleren Abschnitt ausübt, und
der Auflagepunkt (14, 24) mit der Unterlage in Kontakt steht, die Position des Auflagepunkts
(14, 24) sich von der des Kraftangriffspunkts in einer Projektion senkrecht zur Spannkraft
unterscheidet und der Auflagepunkt (14, 24) relativ zum Kraftangriffspunkt keinen
seitlichen Versatz aufweist.
13. Schienenbefestigungssystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlage und/oder die Spannklemme (1) Mittel zum seitlichen Verschieben der
Spannklemme (1) aufweist, vorzugsweise weist die Unterlage einen Rillenabschnitt oder
eine Rillenplatte (8) auf, die auf eine verzahnende Weise mit der Spannklemme (1)
zusammenwirkt.