[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bodenbearbeitungswalze für eine Bodenbearbeitungsmaschine,
umfassend einen in Richtung einer Walzendrehachse langgestreckten, einen Walzeninnenraum
umgebenden Walzenmantel mit einer im Wesentlichen kreisrunden Außenumfangsfläche,
wobei an der Außenumfangsfläche des Walzenmantels eine Bodenbrecherformation vorgesehen
ist.
[0002] Derartige Bodenbearbeitungswalzen werden an Bodenbearbeitungsmaschinen, die im Allgemeinen
nach Art so genannter Bodenverdichter aufgebaut sind, eingesetzt, um einen festen
Untergrund, wie z. B. einen Betonuntergrund, zu zerbrechen.
[0003] Eine aus der
WO 2013/107545 A1 bekannte Bodenbearbeitungswalze umfasst am Außenumfang eines mit im Wesentlichen
kreisrunder Außenumfangsfläche ausgebildeten Walzenmantels eine Vielzahl von Wechselhaltern,
die an der Außenumfangsfläche des Walzenmantels festgelegt sind und an welchen ein
Walzenwerkzeug, wie z. B. ein Meißel, angebracht werden kann. Die Wechselhalter sind
in einer Vielzahl von in Richtung einer Walzendrehachse nebeneinander angeordneten
Ringen mit im Wesentlichen gleichem Umfangsabstand zueinander angeordnet, wobei die
in einander benachbarten Ringen angeordneten Wechselhalter und dementsprechend auch
die daran festzulegenden Walzenwerkzeuge in Umfangsrichtung zueinander versetzt angeordnet
sind.
[0004] Eine aus der
DE 10 2014 201 240 A1 bekannte Bodenbearbeitungswalze weist an der Außenumfangsfläche des Walzenmantels
eine Mehrzahl von in Richtung der Walzendrehachse mit gleichem Abstand zueinander
angeordneten Schneidringen mit im Wesentlichen V- bzw. klingenförmigem Querschnitt
auf.
[0005] Die
US 4,523,873 offenbart eine Bodenbearbeitungswalze mit einer an der Außenumfangsfläche eines Walzenmantels
vorgesehenen Bodenbrecherformation. Diese bekannte Bodenbrecherformation umfasst eine
Mehrzahl von in Richtung der Walzendrehachse aufeinander folgenden in zickzackartiger
Konfiguration ausgestalteten Leisten, welche sich primär zum Zerbrechen von Gestein,
weniger zum Aufbrechen von durchgängigen Betonplatten eignen.
[0006] Die
EP 2 142 706 B1 offenbart eine Bodenbearbeitungswalze mit näherungsweise quadratischer, also nicht
mit im Wesentlichen kreisförmiger Außenumfangskontur. An mehreren Umfangspositionen
verteilt sind Brechelemente vorgesehen, welche aufgrund der nicht kreisrunden Außenumfangskontur
bei einer Rotationsbewegung dieser Bodenbearbeitungswalze periodisch auf den Untergrund
auftreffen und diesen dabei zerbrechen können.
[0007] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Bodenbearbeitungswalze für eine
Bodenbearbeitungsmaschine bereitzustellen, welche eine verbesserte Eignung zum Zerbrechen
von festem Untergrund, insbesondere Betonuntergrund, aufweist.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Bodenbearbeitungswalze für eine
Bodenbearbeitungsmaschine, umfassend einen in Richtung einer Walzendrehachse langgestreckten,
einen Walzeninnenraum umgebenden Walzenmantel mit einer im Wesentlichen kreisrunden
Außenumfangskontur, wobei an einer Außenumfangsfläche des Walzenmantels eine Bodenbrecherformation
vorgesehen ist.
[0009] Diese Bodenbearbeitungswalze ist dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenbrecherformation
eine Mehrzahl von im Wesentlichen in Richtung der Walzendrehachse sich entlang des
Walzenmantels erstreckenden Schlagleisten und eine Mehrzahl von im Wesentlichen in
Umfangsrichtung um die Walzendrehachse sich entlang des Walzenmantels erstreckenden
Brechleisten umfasst.
[0010] Durch das Bereitstellen der ein gitterartiges Muster erzeugenden Schlagleisten und
Brechleisten wird einerseits gewährleistet, dass im Bodenbearbeitungsbetrieb, also
beispielsweise beim Zerbrechen einer rückzubauenden Betonfläche, entsprechend dem
gitterartigen Muster Segmente aus dem zu zerbrechenden Untergrund herausgebrochen
werden, die nachfolgend durch weitere Maschinen, wie zum Beispiel Bagger oder Radlader,
leicht entfernt werden können. Andererseits gewährleisten insbesondere die im Wesentlichen
in Umfangsrichtung sich erstreckenden Brechleisten, dass die eine im wesentlichen
gleichmäßige Abrollbewegung durchführende Bodenbearbeitungswalze auf dem zu zerbrechenden
Untergrund definiert geführt ist und nicht zum seitlichen Abdriften neigt, insbesondere
wenn der Untergrund quer zur Fortbewegungsrichtung einer mit einer derartigen Bodenbearbeitungswalze
ausgestatteten Bodenbearbeitungsmaschine geneigt ist.
[0011] Um einen gleichmäßigen Bearbeitungsbetrieb sicherstellen zu können, wird vorgeschlagen,
dass die Schlagleisten in Umfangsrichtung um die Walzendrehachse mit im Wesentlichen
gleichem Umfangsabstand zueinander angeordnet sind. Beispielsweise kann der Umfangsabstand
im Bereich von 40 cm bis 60 cm, vorzugsweise bei etwa 50 cm liegen.
[0012] Eine sehr robuste Struktur der Schlagleisten kann beispielsweise dadurch bereitgestellt
werden, dass diese einen im Wesentlichen rechteckigen, vorzugsweise quadratischen
Querschnitt aufweisen, wobei vorzugsweise eine Querschnittsabmessung der Schlagleisten
im Bereich von 40 mm x 40 mm liegt.
[0013] Um ein vollständiges Aufbrechen des zu bearbeitenden Untergrunds, wie zum Beispiel
einer Betonplatte, gewährleisten zu können, wird vorgeschlagen, dass die Schlagleisten
sich in Richtung der Walzendrehachse im Wesentlichen unterbrechungsfrei entlang des
Walzenmantels erstrecken.
[0014] Eine gleichmäßige Bearbeitung des aufzubrechenden Untergrunds kann ferner dadurch
unterstützt werden, dass wenigstens die in einem Zwischenraum zwischen in Umfangsrichtung
einander benachbarten Schlagleisten angeordneten Brechleisten, vorzugsweise die in
allen Zwischenräumen zwischen in Umfangsrichtung einander benachbarten Schlagleisten
angeordneten Brechleisten, entlang der Walzendrehachse mit im Wesentlichen gleichem
Axialabstand zueinander angeordnet sind.
[0015] Gemäß einem besonders vorteilhaften Aspekt kann bei der erfindungsgemäß aufgebauten
Bodenbearbeitungswalze vorgesehen sein, dass die Brechleisten in in Umfangsrichtung
um die Walzendrehachse einander benachbarten Zwischenräumen zwischen jeweils zwei
in Umfangsrichtung einander benachbarten Schlagleisten in Richtung der Walzendrehachse
zueinander versetzt sind. Die in axialer Richtung zueinander versetzten Brechleisten
gewährleisten eine definierte seitliche Führung für die Bodenbearbeitungswalze, ohne
jedoch einen Schienenführungseffekt einzuführen, wodurch die Lenkbarkeit einer mit
einer derartigen Bodenbearbeitungswalze ausgestatteten Bodenbearbeitungsmaschine erhalten
bleibt. Insbesondere kann dafür vorgesehen sein, dass die Brechleisten von einem der
beiden in Umfangsrichtung einander benachbarten Zwischenräume bezüglich der Brechleisten
des anderen der beiden in Umfangsrichtung einander benachbarten Zwischenräume in Richtung
der Walzendrehachse im Wesentlichen mittig angeordnet sind.
[0016] Eine definierte Seitenführung für die Bodenbearbeitungswalze bei erhaltener Lenkbarkeit
und gleichmäßigem Bodenbearbeitungsverhalten kann gemäß einem weiteren vorteilhaften
Aspekt dadurch unterstützt werden, dass die Brechleisten in jedem zweiten der in Umfangsrichtung
aufeinander folgenden Zwischenräume zwischen jeweils zwei in Umfangsrichtung einander
benachbarten Schlagleisten in Richtung der Walzendrehachse im Wesentlichen keinen
Versatz zueinander aufweisen.
[0017] Ein verbesserter Beitrag der Brechleisten zum Aufbrechen eines zu bearbeitenden Untergrunds
bei im Wesentlichen nicht beeinträchtigter Abrollbewegung einer derartigen Bodenbearbeitungswalze
kann dadurch erreicht werden, dass ein Außenumfangsbereich von wenigstens einem Teil
der, vorzugsweise aller Brechleisten im Wesentlichen auf einer die Walzendrehachse
konzentrisch umgebenden Kreisbahn liegt, oder/und dass in einem Außenumfangsbereich
von wenigstens einem Teil der, vorzugsweise aller Brechleisten wenigstens eine Einsenkung
gebildet ist.
[0018] Um zu gewährleisten, dass die Schlagleisten, welche aufgrund ihrer Erstreckungslänge
im Wesentlichen entlang des gesamten Walzenmantels in Richtung der Walzendrehachse
eine vergleichsweise große Auflagefläche für die Bodenbearbeitungswalze auf dem zu
zerbrechenden Untergrund bereitstellen, wirksam zum Zerkleinern des Untergrunds beitragen
können, wird vorgeschlagen, dass eine maximale radiale Vorsprungshöhe wenigstens eines
Teils der, vorzugsweise aller Schlagleisten über die Außenumfangsfläche des Walzenmantels
größer ist, als eine maximale radiale Vorsprungshöhe wenigstens eines Teils der, vorzugsweise
aller Brechleisten über die Außenumfangsfläche des Walzenmantels.
[0019] Um die Wirksamkeit einer erfindungsgemäß aufgebauten Bodenbearbeitungswalze beim
Zerbrechen von festem Untergrund, wie beispielsweise einer Betonplatte, weiter zu
verbessern, wird vorgeschlagen, dass im Walzeninnenraum eine Vibrationsanordnung zur
Erzeugung einer einer Drehbewegung um die Walzendrehachse überlagerbaren Vibration
der Bodenbearbeitungswalze angeordnet ist. Eine derartige Vibration ist eine periodische
Auf- und Ab-Bewegung bzw. -Beschleunigung der Bodenbearbeitungswalze, also eine Bewegung
bzw. Beschleunigung im Wesentlichen in vertikaler Richtung. Die Bodenbearbeitungswalze
schlägt somit periodisch auf den zu zerkleinernden Untergrund.
[0020] Die Erfindung betrifft ferner eine Bodenbearbeitungsmaschine, umfassend wenigstens
eine an einem Maschinenrahmen um eine Walzendrehachse drehbar getragene erfindungsgemäß
aufgebaute Bodenbearbeitungswalze.
[0021] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Figuren
detailliert beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Bodenbearbeitungsmaschine in Seitenansicht;
- Fig. 2
- eine bei der Bodenbearbeitungsmaschine der Fig. 1 einsetzbare Bodenbearbeitungswalze
in perspektivischer Ansicht;
- Fig. 3
- die Bodenbearbeitungswalze der Fig. 2 in Radialansicht;
- Fig. 4
- die Bodenbearbeitungswalze der Fig. 2 in Axialansicht;
- Fig. 5
- einen Umfangsabschnitt eines Walzenmantels der Bodenbearbeitungswalze der Fig. 2;
- Fig. 6
- einen Ausschnitt eines mit der Bodenbearbeitungswalze der Fig. 2 bearbeiteten Untergrunds.
[0022] Die Fig. 1 zeigt in Seitenansicht eine Bodenbearbeitungsmaschine 10. Die Bodenbearbeitungsmaschine
10 umfasst einen Hinterwagen 12, an welchem ein in der Fig. 1 nicht dargestelltes
Antriebsaggregat und durch dieses angetriebene Antriebsräder 14 vorgesehen sind. In
einer Führerkabine 16 kann eine die Bodenbearbeitungsmaschine 10 bedienende Bedienperson
Platz nehmen.
[0023] Ein allgemein mit 18 bezeichneter Vorderwagen der Bodenbearbeitungsmaschine 10 umfasst
einen am Hinterwagen 12 zum Lenken der Bodenbearbeitungsmaschine 10 schwenkbar getragenen
Maschinenrahmen 20, an welchem eine Bodenbearbeitungswalze 22 um eine zur Zeichenebene
der Fig. 1 senkrechte Walzendrehachse drehbar getragen ist.
[0024] Im Bodenbearbeitungsbetrieb bewegt die Bodenbearbeitungsmaschine 10 sich in Vorwärtsrichtung
oder in Rückwärtsrichtung, also in Fig. 1 entweder nach links oder nach rechts, um
einen zu bearbeitenden Untergrund 24, beispielsweise eine rückzubauende Betonplatte,
zu bearbeiten bzw. zu zerkleinern. Hierfür ist an der Bodenbearbeitungswalze 22 eine
nachfolgend mit Bezug auf die Fig. 2 bis 5 detailliert beschriebene Bodenbrecherformation
vorgesehen. Ferner kann in der Bodenbearbeitungswalze 22 eine allgemein mit 26 bezeichnete
Vibrationsanordnung mit wenigstens einer um eine Unwuchtdrehachse zur Drehung antreibbaren
Unwuchtmasse 28 vorgesehen sein, um der Drehbewegung der Bodenbearbeitungswalze 22
um ihre Walzendrehachse eine Vibration, also eine Bewegung bzw. Beschleunigung im
Wesentlicher in Vertikaler Richtung zu überlagern. Es sei hier darauf hingewiesen,
dass die Vibrationsanordnung 26 in Fig. 1 nur schematisch dargestellt ist und selbstverständlich
im Walzeninnenraum der Bodenbearbeitungswalze 22 an geeigneter Position mit den dafür
vorgesehenen Systemkomponenten anzuordnen ist.
[0025] Die in den Fig. 2 bis 5 detaillierter dargestellte Bodenbearbeitungswalze 22 ist
im Bodenbearbeitungsbetrieb um eine Walzendrehachse D drehbar. Die Bodenbearbeitungswalze
22 umfasst einen kreiszylindrisch gestalteten Walzenmantel 30 mit einer Außenumfangsfläche
32. Der Walzenmantel 30 umgibt einen Walzeninnenraum 34, in welchem eine oder mehrere
Walzenscheiben 36 angeordnet sein können, um über diese die Bodenbearbeitungswalze
22 am Maschinenrahmen 18 drehbar zu lagern.
[0026] An der Außenumfangsfläche 32 des Walzenmantels 30 ist die bereits angesprochene Bodenbrecherformation
38 vorgesehen. Diese umfasst eine Mehrzahl von zur Walzendrehachse D parallel sich
erstreckenden Schlagleisten 40, die an der Außenumfangsfläche 32 beispielsweise durch
Verschweißung festgelegt sind. Die in Umfangsrichtung um die Walzendrehachse D aufeinander
folgend angeordneten Schlagleisten 40 weisen vorzugsweise einen im Wesentlichen gleichmäßigen
Umfangsabstand U auf, der im Bereich von 40 cm bis 60 cm, vorzugsweise bei etwa 50
cm, liegen kann. Es sei hier darauf hingewiesen, dass der Umfangsabstand U der lichte
Abstand zwischen zwei in Umfangsrichtung einander benachbarten Schlagleisten 40 und
somit im Wesentlichen die Umfangserstreckung eines zwischen zwei in Umfangsrichtung
benachbarten Schlagleisten 40 gebildeten Zwischenraums 42 sein kann.
[0027] Die in Richtung der Walzendrehachse D vorzugsweise unterbrechungsfrei durchlaufenden,
beispielsweise einteilig ausgebildeten Schlagleisten 40 können ein im Wesentlichen
rechteckiges, vorzugsweise quadratisches Querschnittsprofil mit einer Querschnittsfläche
von etwa 40 mm x 40 mm aufweisen. Auch das in den Figuren erkennbare rechteckige Querschnittsprofil
mit größerer Erstreckung in radialer Richtung als in Umfangsrichtung ist möglich.
[0028] In den zwischen jeweils zwei in Umfangsrichtung einander benachbarten Schlagleisten
40 gebildeten Zwischenräumen 42 sind jeweils mehrere Brechleisten 44 angeordnet. Die
in einem jeweiligen Zwischenraum 42 angeordneten Brechleisten 44 erstrecken sich entlang
des Außenumfangs bzw. der Außenumfangsfläche 32 des Walzenmantels 30 in Umfangsrichtung,
also im Wesentlichen senkrecht zu den Schlagleisten 42. Eine Umfangserstreckungslänge
der Brechleisten 44 entspricht vorzugsweise der Umfangserstreckung eines diese jeweils
aufnehmenden Zwischenraums 42. Die Brechleisten 44 grenzen somit mit ihren Umfangsenden,
vorzugsweise im Wesentlichen ohne einen Abstand zu den einen jeweiligen Zwischenraum
42 begrenzenden Schlagleisten 44 zu belassen, an die Schlagleisten 40 an.
[0029] In Fig. 3 ist zu erkennen, dass in einander unmittelbar benachbarten Zwischenräumen
42 angeordnete Brechleisten 44 in Richtung der Walzendrehachse D zueinander versetzt
liegen. Vorzugsweise ist der Versatz derart, dass die in einem der Zwischenräume 42
angeordneten Brechleisten 44 in Richtung der Walzendrehachse D im Wesentlichen mittig
bezüglich der im anderen der Zwischenräume 42 angeordneten Brechleisten 44 liegen,
so dass sich auch das in Fig. 3 erkennbare Muster ergibt, bei welchem die in jedem
zweiten der Zwischenräume 42 angeordneten Brechleisten 44 einander in Umfangsrichtung
im Wesentlichen fortsetzen, also keinen Axialversatz zueinander aufweisen.
[0030] Der lichte Abstand A zwischen in einem jeweiligen Zwischenraum angeordneten Brechleisten
44 liegt im Bereich von etwa 70 cm, so dass sich bei dem in den Fig. 2 bis 5 dargestellten
Ausgestaltungsbeispiel eine Anordnung ergeben kann, bei welcher in jedem zweiten Zwischenraum
42 drei Brechleisten 44 angeordnet sind, von welchen eine im axial zentralen Bereich
des Walzenmantels 30 liegt, während die beiden anderen nahe an dem jeweiligen axialen
Endbereich des Walzenmantels 30 angeordnet sind, während in den anderen Zwischenräumen
42 jeweils zwei Brechleisten 44 angeordnet sind, die, wie bereits angesprochen, bezüglich
der in den beiden unmittelbar benachbarten Zwischenräumen 42 angeordneten Brechleisten
44 einen axialen Versatz aufweisen, der näherungsweise der Hälfte des axialen Abstands
A zwischen jeweiligen Brechleisten 44 entspricht.
[0031] Wie die die Fig. 4 und 5 deutlich zeigen, weisen die Schlagleisten 40 eine größere
maximale radiale Erstreckung ausgehend von der Außenumfangsfläche 32 des Walzenmantels
30 auf, als die in Umfangsrichtung sich erstreckenden Brechleisten 44. Dabei weisen
die Brechleisten 44 eine im Wesentlichen einer Kreislinie konzentrisch um die Walzendrehachse
D entsprechende Außenumfangskontur auf. In dieser Außenumfangskontur sind in den Brechleisten
44 vorzugsweise zwei mit Umfangsabstand zueinander angeordnete Einsenkungen 46 vorgesehen,
vorzugsweise jeweils nahe den Umfangsendbereichen einer jeweiligen Brechleiste 44.
[0032] Mit der in den Fig. 2 bis 5 dargestellten gitterartigen Struktur aus Schlagleisten
40 und Brechleisten 44 wird eine Bodenbrecherformation 38 bereitgestellt, welche insbesondere
geeignet ist zum Zerbrechen von Betonböden. Dabei kommt die Bodenbearbeitungswalze
22 periodisch mit den in Umfangsrichtung daran aufeinander folgend vorgesehenen Schlagleisten
40 mit dem zu zerbrechenden Untergrund in Kontakt. In Phasen, in welchen keine der
Schlagleisten 40 in Kontakt mit dem Untergrund ist, liegen die Brechleisten 44 in
einem jeweils zwischen zwei Schlagleisten 40 gebildeten Zwischenraum 42 auf dem Untergrund
auf, insbesondere mit ihren in Umfangsrichtung zwischen zwei Einsenkungen 46 positionierten
Umfangsmittenbereichen 48. Insbesondere dann, wenn durch eine im Walzeninnenraum 34
vorgesehene Vibrationsanordnung 26 eine der Drehbewegung der Bodenbearbeitungswalze
22 überlagerte Vibration erzeugt wird, wird in denjenigen Bereichen, in welchen die
Bodenbrecherformation 38 in Kontakt mit dem zu zerkleinernden Untergrund ist, dieser
effektiv zerbrochen, so dass das in Fig. 6 erkennbare Muster von Rissen 50 in dem
Untergrund 24 erzeugt wird. Dieses Muster entspricht im Wesentlichen dem gitterartigen
Muster, welches durch die Schlagleisten 40 und die Brechleisten 44 an der Außenumfangsfläche
32 des Walzenmantels 33 bereitgestellt ist, so dass eine Vielzahl von durch derartige
Risse voneinander getrennten Segmenten 52 erzeugt wird, welche durch eine weitere
Bodenbearbeitungsmaschine, wie z. B. einen Bagger oder einen Radlager, voneinander
separiert und abtransportiert werden können.
[0033] Insbesondere durch die in jeweiligen Zwischenräumen 42 zwischen in Umfangsrichtung
benachbarten Schlagleisten 40 vorgesehenen Brechleisten 44 wird nicht nur eine Zerkleinerungsfunktionalität
bereitgestellt, sondern diese Brechleisten 44 leisten auch einen wesentlichen Beitrag
zur Führung der Bodenbearbeitungswalze 22 und somit der Bodenbearbeitungsmaschine
10 in der Richtung der Voranbewegung. Die im Wesentlichen permanent mit dem zu bearbeitenden
Untergrund 24 in Kontakt stehenden Brechleisten 44 verhindern ein seitliches Abdriften.
Da die Brechleisten 44 benachbarter Zwischenräume in Richtung der Walzendrehachse
D zueinander versetzt liegen, wird jedoch das Auftreten eines Schienenführungseffekts,
welcher das Lenken der Bodenbearbeitungsmaschine 10 insbesondere durch Verschwenken
des Vorderwagens 18 bezüglich des Hinterwagens 12 erschweren würde, vermieden.
[0034] Es sei abschließend darauf hingewiesen, dass die am Außenumfang des Walzenmantels
30 vorgesehenen Schlagleisten 40 und Brechleisten 44 selbstverständlich auch mit anderem
Muster angeordnet werden könnten. So ist das Anordnen der Schlagleisten 40 mit im
Wesentlichen gleichem Umfangsabstand zueinander besonders vorteilhaft. Es könnte jedoch
auch ein in Umfangsrichtung variierender Abstand vorgesehen sein. Auch müssen nicht
notwendigerweise die in den Zwischenräumen 42 angeordneten Brechleisten jeweils mit
gleichem Axialabstand vorgesehen sein. So könnten beispielsweise alternierend in einem
Zwischenraum 42 die Brechleisten mit kleinerem Axialabstand angeordnet sein, als in
den beidseits davon vorgesehenen Zwischenräumen 42. Auch könnte innerhalb eines jeweiligen
Zwischenraums eine Variation des axialen Abstands der Brechleisten vorgesehen sein,
wobei zum Erhalt der in Fig. 6 erkennbaren, im Wesentlichen gleichgroßen Segmente
52 des zerkleinerten Untergrunds 24 das in den Fig. 2 bis 5 dargestellte im Wesentlichen
gleichmäßige, gitterstrukturartige Muster besonders vorteilhaft ist.
1. Bodenbearbeitungswalze für eine Bodenbearbeitungsmaschine, umfassend einen in Richtung
einer Walzendrehachse (D) langgestreckten, einen Walzeninnenraum (34) umgebenden Walzenmantel
(30) mit einer im Wesentlichen kreisrunden Außenumfangskontur, wobei an einer Außenumfangsfläche
(32) des Walzenmantels (30) eine Bodenbrecherformation (38) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenbrecherformation (38) eine Mehrzahl von im Wesentlichen in Richtung der
Walzendrehachse (D) sich entlang des Walzenmantels (30) erstreckenden Schlagleisten
(40) und eine Mehrzahl von im Wesentlichen in Umfangsrichtung um die Walzendrehachse
(D) sich entlang des Walzenmantels (30) erstreckenden Brechleisten (44) umfasst.
2. Bodenbearbeitungswalze nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schlagleisten (40) in Umfangsrichtung um die Walzendrehachse (D) mit im Wesentlichen
gleichem Umfangsabstand (U) zueinander angeordnet sind.
3. Bodenbearbeitungswalze nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Umfangsabstand (U) im Bereich von 40 cm bis 60 cm, vorzugsweise bei etwa 50 cm
liegt.
4. Bodenbearbeitungswalze nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das die Schlagleisten (40) einen im Wesentlichen rechteckigen, vorzugsweise quadratischen
Querschnitt aufweisen, wobei vorzugsweise eine Querschnittsabmessung der Schlagleisten
(40) im Bereich von 40 mm x 40 mm liegt.
5. Bodenbearbeitungswalze einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schlagleisten (40) sich in Richtung der Walzendrehachse (D) im Wesentlichen unterbrechungsfrei
entlang des Walzenmantels (30) erstrecken.
6. Bodenbearbeitungswalze nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die in einem Zwischenraum (42) zwischen in Umfangsrichtung einander benachbarten
Schlagleisten (40) angeordneten Brechleisten (44), vorzugsweise die in allen Zwischenräumen
(42) zwischen in Umfangsrichtung einander benachbarten Schlagleisten (40) angeordneten
Brechleisten (44), entlang der Walzendrehachse (D) mit im Wesentlichen gleichem Axialabstand
(A) zueinander angeordnet sind.
7. Bodenbearbeitungswalze nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Brechleisten (44) in in Umfangsrichtung um die Walzendrehachse (D) einander benachbarten
Zwischenräumen (42) zwischen jeweils zwei in Umfangsrichtung einander benachbarten
Schlagleisten (40) in Richtung der Walzendrehachse (D) zueinander versetzt sind.
8. Bodenbearbeitungswalze nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Brechleisten (44) von einem der beiden in Umfangsrichtung einander benachbarten
Zwischenräume (42) bezüglich der Brechleisten (44) des anderen der beiden in Umfangsrichtung
einander benachbarten Zwischenräume (42) in Richtung der Walzendrehachse (D) im Wesentlichen
mittig angeordnet sind.
9. Bodenbearbeitungswalze nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Brechleisten (44) in jedem zweiten der in Umfangsrichtung aufeinander folgenden
Zwischenräume (42) zwischen jeweils zwei in Umfangsrichtung einander benachbarten
Schlagleisten (40) in Richtung der Walzendrehachse (D) im Wesentlichen keinen Versatz
zueinander aufweisen.
10. Bodenbearbeitungswalze nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Außenumfangsbereich von wenigstens einem Teil der, vorzugsweise aller Brechleisten
(44) im Wesentlichen auf einer die Walzendrehachse (D) konzentrisch umgebenden Kreisbahn
liegt, oder/und dass in einem Außenumfangsbereich von wenigstens einem Teil der, vorzugsweise
aller Brechleisten (44) wenigstens eine Einsenkung (46) gebildet ist.
11. Bodenbearbeitungswalze nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass eine maximale radiale Vorsprungshöhe wenigstens eines Teils der, vorzugsweise aller
Schlagleisten (40) über die Außenumfangsfläche (32) des Walzenmantels (30) größer
ist, als eine maximale radiale Vorsprungshöhe wenigstens eines Teils der, vorzugsweise
aller Brechleisten (44) über die Außenumfangsfläche (32) des Walzenmantels (30).
12. Bodenbearbeitungswalze nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass im Walzeninnenraum (34) eine Vibrationsanordnung (26) zur Erzeugung einer einer Drehbewegung
um die Walzendrehachse (D) überlagerbaren Vibration der Bodenbearbeitungswalze (22)
angeordnet ist.
13. Bodenbearbeitungsmaschine, umfassend wenigstens eine an einem Maschinenrahmen (20)
um eine Walzendrehachse (D) drehbar getragene Bodenbearbeitungswalze (22) nach einem
der vorangehenden Ansprüche.