[0001] Die Erfindung betrifft eine Papier- oder Kartonverpackung aus mineralölbelastetem,
recyceltem Papier mit einer Barriereschicht, welche herstellbar ist durch Auftragen
einer wässrigen Polymerdispersion enthaltend ein Copolymer, welches herstellbar ist
durch Emulsionspolymerisation aus C1- bis C4-Alkyl(meth)acrylaten, Säuremonomeren
und optional Acrylnitril und weiteren Monomeren, wobei die Glasübergangstemperatur
des Copolymers im Bereich von +10 bis +45 °C liegt. Die Barriereschicht kann sich
auf einer der Verpackungsoberflächen befinden oder eine von mehreren Schichten einer
mehrschichtigen Verpackungsbeschichtung bilden.
[0002] Kartonverpackungen werden in der Regel aus recyceltem Papier hergestellt. Im Falle
von bedrucktem Papier, insbesondere von Zeitungspapier, kann das recycelte Papier
Mineralölrückstände aus den für den Zeitungsdruck üblicherweise verwendeten Druckfarben
enthalten. Bereits bei Zimmertemperatur verdunsten flüchtige Anteile dieser Rückstände
und schlagen sich im Fall von Lebensmittelverpackungen auf den in der Schachtel verpackten
Lebensmitteln wie z.B. Nudeln, Gries, Reis oder Cornflakes nieder. Auch die meisten
der heute verwendeten Innenbeutel aus Polymerfolien bieten dabei keinen ausreichenden
Schutz. In Studien des Kantonalen Labors Zürich wurden Mineralölrückstände in erheblicher
Höhe in Lebensmitteln nachgewiesen, die in Verpackungen aus recyceltem Papier verpackt
waren. Bei den flüchtigen Mineralölbestandteilen handelt es sich überwiegend um gesundheitlich
bedenkliche paraffin- und naphtenartige Kohlenwasserstoffe und um aromatische Kohlenwasserstoffe,
insbesondere solche mit 15-25 C-Atomen.
[0003] Es besteht daher ein Bedarf, das Risiko einer Kontamination von Lebensmitteln mit
Mineralölrückständen zu verringern. Eine Möglichkeit wäre, auf Recycling von Zeitungspapier
bei der Herstellung von Kartonagen für die Verpackung von Lebensmitteln zu verzichten.
Dies ist aus ökologischen Gründen nicht wünschenswert und wegen nicht ausreichend
zur Verfügung stehenden Mengen an Frischzellulose nicht praktikabel. Eine andere Lösung
wäre, auf Mineralöle in den Druckfarben für Zeitungsdruck zu verzichten. Dies stößt
aber auf technologische Hindernisse, vor allem bezüglich der Abwischbeständigkeit
des Drucks auf der Papieroberfläche. Im Verpackungsbereich sind Barrierebeschichtungen
gegen Fette und Öle bekannt. In der
WO 2006/053849 werden beispielsweise Beschichtungen auf Basis von wasserbasierten Polymerzusammensetzungen
für Papier und Karton beschrieben. Die Polymere zeigen zwar gute Barriereeigenschaften
gegen flüssige fettige Substanzen. Es hat sich aber gezeigt, dass hierdurch nicht
notwendigerweise auch eine gute Barrierewirkung gegenüber gasförmig durchtretenden
Stoffen gegeben ist, da es sich um unterschiedliche Transportmechanismen für die durchtretenden
Stoffe handelt. Bei flüssigen Fetten und Ölen erfolgt der Transport über die Fasern,
wobei Kapillarkräfte und Oberflächenbenetzung eine Rolle spielen. Bei Problemen mit
gasförmig übertretenden Stoffen spielen Kapillarwirkung und Benetzung keine Rolle
sondern Sorption, Diffusion und Porosität. Außerdem unterscheiden sich Fette und Öle
von Kohlenwasserstoffen, d.h. von Mineralölbestandteilen in ihrer Polarität und dadurch
in ihrem Diffusionsverhalten durch Barriereschichten.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Verpackungen zur Verfügung zu stellen,
welche trotz Verwendung von mineralölbelastetem, recycelten Papier das Risiko einer
Kontamination des Verpackungsguts mit flüchtigen Mineralölbestandteilen verringern.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Verpackung aus Papier oder Karton,
wobei die Verpackung zumindest zum Teil aus mineralölbelastetem, recyceltem Papier
hergestellt ist und wobei die Verpackung mindestens eine Barriereschicht aufweist,
welche herstellbar ist durch Auftragen einer wässrigen Polymerdispersion enthaltend
mindestens ein Copolymer, welches herstellbar ist durch Emulsionspolymerisation aus
- (a) einem oder mehreren Hauptmonomeren, welche ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend
aus C1- bis C4-Alkyl(meth)acrylaten,
- (b) 0,1 bis 5 Gew.% eines oder mehreren Säuremonomeren, z.B. ausgewählt aus Acrylsäure
und Methacrylsäure,
- (c) 0-20 Gew.% Acrylnitril und
- (d) 0 bis 10 Gew.% weiteren, von den Monomeren (a) bis (c) verschiedenen Monomeren,
wobei die Glasübergangstemperatur des Copolymers im Bereich von +10 bis +45 °C liegt,
wobei das Copolymer zu mindestens 70 Gew.% aus den Hauptmonomeren (a) aufgebaut ist,
und wobei sich die Barriereschicht auf mindestens einer der Verpackungsoberflächen
befinden kann oder die Barriereschicht mindestens eine von mehreren Schichten einer
mehrschichtigen Verpackungsbeschichtung bilden kann. Die Verpackungen eignen sich
insbesondere für Lebensmittel.
[0006] Mineralölbelastet bedeutet, dass das Papier durch übliche Analysemethoden nachweisbare
Mengen an flüchtigen Kohlenwasserstoffen enthält, insbesondere flüchtige Paraffine,
flüchtige Naphtene und/oder flüchtige aromatische Kohlenwasserstoffe mit bis zu 25
C-Atomen. Flüchtige Kohlenwasserstoffe sind solche mit bis zu 25 C-Atomen, z.B. von
5 bis 22 C-Atomen. In einer Ausführungsform der Erfindung stammt die Mineralölbelastung
aus Druckfarben und umfasst dass flüchtige Paraffine, flüchtige Naphtene und/oder
flüchtige aromatische Kohlenwasserstoffe.
[0007] Im Folgenden wird die Bezeichnung "(Meth)acryl..." und ähnliche Bezeichnungen als
abkürzende Schreibweise verwendet für "Acryl... oder Methacryl...".
[0008] Bei den erfindungsgemäß zu verwendenden Polymerdispersionen handelt es sich um Dispersionen
von Polymeren in wässrigem Medium. Hierbei kann es sich z.B. um vollständig entsalztes
Wasser handeln oder auch um Mischungen aus Wasser und einem damit mischbaren Lösemittel
wie Methanol, Ethanol oder Tetrahydrofuran. Vorzugsweise werden keine organischen
Lösungsmittel eingesetzt. Die Feststoffgehalte der Dispersionen betragen vorzugsweise
von 15 bis 75 Gew.-%, bevorzugt von 40 bis 60 Gew.-%, insbesondere größer 50 Gew.%.
Der Feststoffgehalt kann z.B. durch entsprechende Einstellung der bei der Emulsionspolymerisation
eingesetzten Wassermenge und/oder der Monomermengen erfolgen. Die mittlere Teilchengröße
der in der wässrigen Dispersion dispergierten Polymerteilchen ist vorzugsweise kleiner
400 nm, insbesondere kleiner 300 nm. Besonders bevorzugt liegt die mittlere Teilchengröße
zwischen 70 und 250 nm oder zwischen 80 und 150 nm. Unter mittlerer Teilchengröße
wird hier der d
50-Wert der Teilchengrößenverteilung verstanden, d.h. 50 Gew.-% der Gesamtmasse aller
Teilchen haben einen kleineren Teilchendurchmesser als der d
50-Wert. Die Teilchengrößenverteilung kann in bekannter Weise mit der analytischen Ultrazentrifuge
(
W. Mächtle, Makromolekulare Chemie 185 (1984), Seite 1025 - 1039) bestimmt werden. Der pH-Wert der Polymerdispersion wird vorzugsweise auf pH größer
4 insbesondere auf einen pH-Wert zwischen 5 und 9 eingestellt.
[0009] Die erfindungsgemäß zu verwendenden Copolymere sind durch Emulsionspolymerisation
von radikalisch polymerisierbaren Monomeren herstellbare Emulsionspolymerisate. Das
Copolymer wird gebildet aus einem oder mehreren Hauptmonomeren (a), welche ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus C1- bis C4-Alkyl(meth)acrylaten. Die Hauptmonomeren
(a) werden vorzugsweise zu mindestens 70 Gew.-%, bevorzugt zu mindestens 75 Gew.-%,
z.B. von 79,5 bis 99,5 Gew.%, bezogen auf die Summe aller Monomere eingesetzt. Besonders
bevorzugte Hauptmonomere (a) sind ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Methylacrylat,
Methylmethacrylat, Ethylacrylat und n-Butylacrylat.
[0010] Das Copolymer wird gebildet aus einem oder mehreren Säuremonomeren (b). Säuremonomere
sind ethylenisch ungesättigte, radikalisch polymerisierbare Monomere, welche mindestens
eine Säuregruppe aufweisen, z.B. Monomere mit Carbonsäure, Sulfonsäure oder Phosphonsäuregruppen.
Bevorzugt sind Carbonsäuregruppen. Genannt seien z. B. Acrylsäure, Methacrylsäure,
Itaconsäure, Maleinsäure oder Fumarsäure. Vorzugsweise sind die Säuremonomere (b)
ausgewählt aus Acrylsäure und Methacrylsäure. Die Säuremonomere (b) werden zu 0,1
bis 5 Gew.%, bevorzugt zu 0,5 bis 5 Gew.%, bezogen auf die Summe aller Monomere eingesetzt.
[0011] Das Copolymer kann optional als weiterem Monomer (c) zu 0 bis 20 Gew.%, bezogen auf
die Summe aller Monomere, aus Acrylnitril gebildet sein. In einer Ausführungsform
der Erfindung wird das Copolymer zu 1-20 Gew.%, vorzugsweise 2-20 Gew.% aus Acrylnitril
gebildet.
[0012] Das Copolymer kann optional aus weiteren, von den Monomeren (a) bis (c) verschiedenen
Monomeren (d) gebildet sein. Die Menge an weiteren Monomeren (d) beträgt dabei 0 bis
10 Gew.% oder 0 bis 5 Gew.%, bezogen auf die Summe aller Monomere. In einer Ausführungsform
werden 0,1 bis 10 Gew.% oder 0,1 bis 5 Gew.% weitere Monomere (d) eingesetzt. In einer
anderen Ausführungsform werden keinen weiteren, von den Monomeren (a) bis (c) verschiedenen
Monomeren eingesetzt.
[0013] Die weiteren Monomere (d) können ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus C
5-C
20-Alkyl(meth)acrylaten, Vinylestern von bis zu 20 C-Atome enthaltenden Carbonsäuren,
Vinylaromaten mit bis zu 20 C-Atomen, von Acrylnitril verschiedenen ethylenisch ungesättigten
Nitrilen, Vinylhalogeniden, Vinylethern von 1 bis 10 C-Atome enthaltenden Alkoholen,
aliphatischen Kohlenwasserstoffen mit 2 bis 8 C-Atomen und ein oder zwei Doppelbindungen
oder Mischungen dieser Monomeren. Zu nennen sind z.B. (Meth)acrylsäurealkylester mit
einem C
5-C
10-Alkylrest, wie 2-Ethylhexylacrylat. Insbesondere sind auch Mischungen der (Meth)acrylsäurealkylester
geeignet. Vinylester von Carbonsäuren mit 1 bis 20 C-Atomen sind z. B. Vinyllaurat,
Vinylstearat, Vinylpropionat, Versaticsäurevinylester und Vinylacetat. Als vinylaromatische
Verbindungen kommen Vinyltoluol, a- und p-Methylstyrol, alpha-Butylstyrol, 4-n-Butylstyrol,
4-n-Decylstyrol und vorzugsweise Styrol in Betracht. Beispiel für Nitrile ist Methacrylnitril.
Die Vinylhalogenide sind mit Chlor, Fluor oder Brom substituierte ethylenisch ungesättigte
Verbindungen, bevorzugt Vinylchlorid und Vinylidenchlorid. Als Vinylether zu nennen
sind z. B. Vinylmethylether oder Vinylisobutylether. Bevorzugt wird Vinylether von
1 bis 4 C-Atome enthaltenden Alkoholen. Als Kohlenwasserstoffe mit 4 bis 8 C-Atomen
und zwei olefinischen Doppelbindungen seien Butadien, Isopren und Chloropren genannt.
Als weitere Monomere (d) bevorzugt sind die C
5- bis C
10-Alkylacrylate und -methacrylate und Vinylaromaten, insbesondere Styrol und deren
Mischungen. Ganz besonders bevorzugt sind n-Hexylacrylat, Octylacrylat und 2-Ethylhexylacrylat,
2-Propylheptylacrylat, Styrol sowie Mischungen dieser Monomere. Weitere Monomere (d)
sind z. B. auch Hydroxylgruppen enthaltende Monomere, insbesondere C
1-C
10-Hydroxyalkyl(meth)acrylate sowie (Meth)acrylamid. Als weitere Monomere (d) seien
darüber hinaus Phenyloxyethylglykolmono-(meth-)acrylat, Glycidylacrylat, Glycidylmethacrylat,
Amino-(meth-) acrylate wie 2-Aminoethyl-(meth)acrylat genannt. Als weitere Monomere
(d) seien auch vernetzende Monomere genannt.
[0014] In einer Ausführungsform der Erfindung ist das Copolymer herstellbar aus
- (a) 79,5 bis 99,5 Gew.% eines oder mehreren Hauptmonomeren, welche ausgewählt sind
aus der Gruppe bestehend aus C1- bis C4-Alkyl(meth)acrylaten,
- (b) 0,5 bis 5 Gew.% eines oder mehreren Säuremonomeren ausgewählt aus Acrylsäure und
Methacrylsäure,
- (c) 0-20 Gew.% Acrylnitril und
keinen weiteren, von den Monomeren (a) bis (c) verschiedenen Monomeren.
[0015] Art und Mengen der Monomere des Copolymers sind so angepasst, dass die Glasübergangstemperatur
des Emulsionspolymerisats im Bereich von +10 bis +45 °C, vorzugsweise von +15 bis
+40 °C liegt. Die Glasübergangstemperatur lässt sich bestimmen durch Differential
Scanning Calorimetrie (ASTM D 3418-08, sogenannte "midpoint temperature").
[0016] Die Herstellung der Copolymere kann durch Emulsionspolymerisation erfolgen, es handelt
sich dann um ein Emulsionspolymerisat. Bei der Emulsionspolymerisation werden in der
Regel ionische und/oder nicht-ionische Emulgatoren und/oder Schutzkolloide bzw. Stabilisatoren
als grenzflächenaktive Verbindungen verwendet, um die Dispergierung der Monomeren
in dem wässrigen Medium zu unterstützen. Schutzkolloide sind polymere Verbindungen,
die bei Solvatation große Mengen Wasser binden und in der Lage sind, Dispersionen
von wasserunlöslichen Polymeren zu stabilisieren. Im Gegensatz zu Emulgatoren erniedrigen
sie in der Regel die Grenzflächenspannung zwischen Polymerpartikeln und Wasser nicht.
Eine ausführliche Beschreibung geeigneter Schutzkolloide findet man in
Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, Band XIV/1, Makromolekulare Stoffe,
Georg-Thieme-Verlag, Stuttgart, 1961, Seiten 411 bis 420. Als Schutzkolloide in Betracht kommen z. B. amphiphile Polymere, also Polymere mit
hydrophoben und hydrophilen Gruppen. Es kann sich um natürliche Polymere, wie Stärke
oder um synthetische Polymere handeln. Als Emulgatoren kommen sowohl anionische als
auch nichtionische grenzflächenaktive Stoffe in Betracht, deren zahlenmittleres Molekulargewicht
üblicherweise unterhalb von 2000 g/mol oder vorzugsweise unterhalb von 1500 g/mol
liegt, während das zahlenmittlere Molekulargewicht der Schutzkolloide oberhalb von
2000 g/mol liegt, beispielsweise von 2000 bis 100000 g/mol , insbesondere von 5000
bis 50000 g/mol. Vorzugsweise werden anionische und nichtionische Emulgatoren als
grenz-flächenaktive Substanzen verwendet. Geeignete Emulgatoren sind beispielsweise
ethoxylierte C
8- bis C
36-Fettalkohole mit einem Ethoxylierungsgrad von 3 bis 50, ethoxylierte Mono-, Di- und
Tri- C
4- bis C
12-Alkylphenole mit einem Ethoxylierungsgrad von 3 bis 50, Alkalimetallsalze von Dialkylestern
der Sulfobernsteinsäure, Alkalimetall- und Ammoniumsalze von C
8- bis C
12-Alkylsulfaten, Alkalimetall- und Ammoniumsalze von C
12- bis C
18-Alkylsulfonsäuren und Alkalimetall- und Ammoniumsalze von C
9- bis C
18-Alkylarylsulfonsäuren. Falls Emulgatoren und/oder Schutzkolloide als Hilfsmittel
zum Dispergieren der Monomeren mit verwendet werden, betragen die davon verwendeten
Mengen beispielsweise 0,1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die Monomeren. Handelsnamen von
Emulgatoren sind z. B. Dowfax®2 A1, Emulan® NP 50, Dextrol® OC 50, Emulgator 825,
Emulgator 825 S, Emulan® OG, Texapon® NSO, Nekanil® 904 S, Lumiten® I-RA, Lumiten
E 3065, Lumiten® ISC, Disponil ® NLS, Disponil LDBS 20, Disponil FES 77, Lutensol
AT 18, Steinapol VSL, Emulphor NPS 25. Die grenzflächenaktive Substanz wird üblicherweise
in Mengen von 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die zu polymerisierenden Monomeren verwendet.
[0017] Die Emulsionspolymerisation erfolgt in der Regel bei 30 bis 130, vorzugsweise 50
bis 90 °C.
Das Polymerisationsmedium kann sowohl nur aus Wasser, als auch aus Mischungen aus
Wasser und damit mischbaren Flüssigkeiten wie Methanol bestehen. Vorzugsweise wird
nur Wasser verwendet. Die Emulsionspolymerisation kann sowohl als Batchprozess als
auch in Form eines Zulaufverfahrens, einschließlich Stufen- oder Gradientenfahrweise,
durchgeführt werden. Bevorzugt ist das Zulaufverfahren, bei dem man einen Teil des
Polymerisationsansatzes vorlegt, auf die Polymerisationstemperatur erhitzt, anpolymerisiert
und anschließend den Rest des Polymerisationsansatzes, üblicherweise über mehrere
räumlich getrennte Zuläufe, von denen einer oder mehrere die Monomeren in reiner oder
in emulgierter Form enthalten, kontinuierlich oder auch stufenweise zuführt.
[0018] Bei der Emulsionspolymerisation können die üblichen und bekannten Hilfsstoffe, wie
z.B. wasserlösliche Initiatoren und Regler eingesetzt werden. Wasserlösliche Initiatoren
für die Emulsionspolymerisation sind z.B. Ammonium- und Alkalimetallsalze der Peroxidischwefelsäure,
z. B. Natriumperoxodisulfat, Wasserstoffperoxid oder organische Peroxide, z. B. tert-Butylhydroperoxid.
Geeignet sind auch sogenannte Reduktions-Oxidations (Red-Ox)-Initiator Systeme. Die
Red-Ox-Initiator-Systeme bestehen aus mindestens einem meist anorganischen Reduktionsmittel
und einem anorganischen oder organischen Oxidationsmittel. Bei der Oxidationskomponente
handelt es sich z. B. um die bereits vorstehend genannten Initiatoren für die Emulsionspolymerisation.
Bei der Reduktionskomponenten handelt es sich z. B. um Alkalimetallsalze der schwefligen
Säure, wie z. B. Natriumsulfit, Natriumhydrogensulfit, Alkalisalze der dischwefligen
Säure wie Natriumdisulfit, Bisulfitadditionsverbindungen aliphatischer Aldehyde und
Ketone, wie Acetonbisulfit oder Reduktionsmittel wie Hydroxymethansulfinsäure und
deren Salze, oder Ascorbinsäure. Die Red-Ox-Initiator-Systeme können unter Mitverwendung
löslicher Metallverbindungen, deren metallische Komponente in mehreren Wertigkeitsstufen
auftreten kann, verwendet werden. Übliche Red-Ox-Initiator-Systeme sind z. B. Ascorbinsäure/Eisen(II)sulfat/Natriumperoxidisulfat,
tert-Butylhydroperoxid/Natriumdisulfit, tert-Butylhydroperoxid/Na-Hydroxymethansulfinsäure
oder tert-Butylhydroperoxid/Ascorbinsäure. Die einzelnen Komponenten, z. B. die Reduktionskomponente,
können auch Mischungen sein z. B. eine Mischung aus dem Natriumsalz der Hydroxymethansulfinsäure
und Natriumdisulfit. Die genannten Verbindungen werden meist in Form wässriger Lösungen
eingesetzt, wobei die untere Konzentration durch die in der Dispersion vertretbare
Wassermenge und die obere Konzentration durch die Löslichkeit der betreffenden Verbindung
in Wasser bestimmt ist. Im Allgemeinen beträgt die Konzentration 0,1 bis 30 Gew.-%,
bevorzugt 0,5 bis 20 Gew.-%, besonders bevorzugt 1,0 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die
Lösung. Die Menge der Initiatoren beträgt im Allgemeinen 0,1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt
0,5 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die zu polymerisierenden Monomeren. Es können auch mehrere,
verschiedene Initiatoren bei der Emulsionspolymerisation Verwendung finden. Zur Entfernung
der Restmonomeren wird üblicherweise auch nach dem Ende der eigentlichen Emulsionspolymerisation
Initiator zugesetzt.
[0019] Bei der Polymerisation können Regler eingesetzt werden, z. B. in Mengen von 0 bis
0,8 Gew.-Teile, bezogen auf 100 Gew.-Teile der zu polymerisierenden Monomeren, wodurch
die Molmasse verringert wird. Geeignet sind z. B. Verbindungen mit einer Thiolgruppe
wie tert.-Butylmercaptan, Mercaptoethylpropionat, 2-Ethylhexylthioglykolat, Thioglycolsäureethylester,
Mercaptoethanol, Mercaptopropyltrimethoxysilan, n-Dodecylmercaptan, oder tert.-Dodecylmercaptan.
Weiterhin können Regler ohne Thiolgruppe verwendet werden, wie z.B. Terpinolen. In
einer bevorzugten Ausführungsform ist das Emulsionspolymerisat hergestellt unter Verwendung
von 0,05 bis 0,5 Gew.%, bezogen auf die Monomermenge, an mindestens einem Molekulargewichtsregler.
[0020] Die für die Beschichtung der Verpackungen eingesetzte Polymerdispersion kann für
die erfindungsgemäße Verwendung allein aus dem in Wasser dispergierten Emulsionspolymerisat
bestehen. Sie kann aber auch noch weitere Zusatzstoffe enthalten, z.B. Füllstoffe,
Antiblockmittel, Farbstoffe, Verlaufsmittel oder Verdicker.
[0021] In einer Ausführungsform der Erfindung wird das mindestens eine Copolymer in Kombination
mit bis zu 1 Gew.-Teil an plättchenförmigen Pigmenten, bezogen auf 1 Gew.-Teil Copolymer
eingesetzt. Beispiele für plättchenförmige Pigmente sind Talkum, Ton oder Mica (Glimmer).
Bevorzugt ist Talkum. Bevorzugte Formfaktoren (Verhältnis Länge zu Dicke) sind größer
10.
[0022] Die Polymerdispersion bildet nach Beschichtung des Substrats eine Barriereschicht.
Eine Barriereschicht liegt insbesondere dann vor, wenn ein Copolymer verwendet wird,
welches bewirkt, dass eine Beschichtung mit dem Copolymer eine Durchlässigkeit für
gasförmiges n-Hexan von weniger als 50 g/m
2 d, vorzugsweise weniger als 10 g/m
2 d, besonders bevorzugt weniger als 5 g/m
2 d oder weniger als 1 g/m
2 d bei 23°C und einem Auftraggewicht von 20-25 g/m
2 auf Papier hat (siehe Messmethode in den unten beschriebenen Beispielen).
[0023] Der Gehalt des mindestens einen Copolymers in der zur Beschichtung eingesetzten Dispersion
beträgt vorzugsweise mindestens 1 Gew.-%, insbesondere mindestens 5 Gew.-% und bis
zu 60 oder bis zu 75 Gew.%. Vorzugsweise liegt der Gehalt des mindestens einen Copolymers
in der wässrigen Dispersion bei 15 bis 75 Gew.-%, oder 40 bis 60 Gew.-%. Bevorzugte
wässrige Dispersionen der Copolymere haben bei pH-Werten von 4 und einer Temperatur
von 20°C eine Viskosität von 10 bis 150 000 mPas, oder 200 bis 5000 mPas (gemessen
mit einem Brookfield-Viskosimeter bei 20°C, 20 UpM, Spindel 4). Die mittlere Teilchengröße
der in der wässrigen Dispersion dispergierten Copolymerpartikel beträgt beispielsweise
von 0,02 bis 100 µm, vorzugsweise 0,05 bis 10 µm. Sie kann z. B. mit Hilfe der optischen
Mikroskopie, der Lichtstreuung oder der Gefrierbruchelektronenmikroskopie bestimmt
werden.
[0024] Erfindungsgemäß werden die Trägersubstrate mit einer wässrigen Dispersion mindestens
eines der oben beschriebenen Copolymere beschichtet. Geeignete Substrate sind insbesondere
Papier und Karton. Die zur Beschichtung eingesetzten Dispersionen können weitere Zusatz-
oder Hilfsstoffe enthalten, z.B. Verdicker zur Einstellung der Rheologie, Benetzungshilfsmittel
oder Bindemittel.
[0025] Die Anwendung kann beispielsweise auf Beschichtungsmaschinen in der Weise vorgenommen
werden, dass man auf Papier oder Karton die Beschichtungszusammensetzung aufträgt.
Sofern bahnförmige Materialien verwendet werden, wird die Polymerdispersion üblicherweise
aus einer Wanne über eine Auftragswalze aufgetragen und mit Hilfe einer Luftbürste
egalisiert. Andere Möglichkeiten, die Beschichtung aufzubringen, gelingen z.B. mit
Hilfe des Reverse Gravure-Verfahrens, mit Sprühverfahren oder mit einem Rollrakel
oder mit anderen, dem Fachmann bekannten Beschichtungsverfahren. Das Trägersubstrat
ist dabei auf mindestens einer Seite beschichtet, d.h. es kann einseitig oder beidseitig
beschichtet sein. Bevorzugte Auftrageverfahren für Papier und Karton sind Vorhangbeschichtung,
Luftrakel, Stabstreichen oder Rakelstreichen. Bevorzugte Auftrageverfahren für Folienbeschichtung
sind Rakel, Drahtrakel, Luftbürste, Gegenlaufwalzenauftragsverfahren, Gegenlaufgravurstreichen,
Gießkopf oder Düse.
[0026] Die auf die flächigen Materialien aufgetragenen Mengen betragen vorzugsweise 1 bis
10 g (Polymer, fest) pro m
2, vorzugsweise 2 bis 7 g/m
2 bei Folien, bzw. vorzugsweise 5 bis 30 g/m
2 bei Papier oder Karton. Nach dem Aufbringen der Beschichtungszusammensetzungen auf
die Trägersubstrate wird das Lösungsmittel bzw. Wasser verdampft. Hierfür kann man
beispielsweise bei kontinuierlichem Arbeiten das Material durch einen Trocknerkanal
führen, der mit einer Infrarot-Bestrahlungsvorrichtung ausgestattet sein kann. Danach
wird das beschichtete und getrocknete Material über eine Abkühlwalze geführt und schließlich
aufgewickelt. Die Dicke der getrockneten Beschichtung beträgt vorzugsweise mindestens
1 µm, insbesondere 1 bis 50 µm, besonders bevorzugt 2 bis 30 µm oder 5 bis 30 µm.
[0027] Die Barriereschicht kann sich auf mindestens einer der Verpackungsoberflächen befinden.
Sie kann auch mindestens eine von mehreren Schichten einer mehrschichtigen Verpackungsbeschichtung
bilden. Die Barrierebeschichtung kann direkt auf eine Oberfläche des Trägermaterials
aufgebracht werden, zwischen dem Träger und der Barrierebeschichtung können sich jedoch
auch noch andere Schichten befinden, z. B. Primerschichten, weitere Barriereschichten
oder farbige oder schwarz-weiße Druckfarbenschichten. Die Barriereschicht befindet
sich vorzugsweise auf der inneren, dem Verpackungsgut zugewandten Seite der Verpackung.
[0028] Der Innenbeutel ist vorzugsweise aus einer Polymerfolie hergestellt. Das Material
des Innenbeutels ist vorzugsweise ausgewählt aus Polyolefinen, vorzugsweise Polyethylen
oder orientiertem Polypropylen, wobei das Polyethylen sowohl nach dem Hochdruck- als
auch nach dem Niederdruckpolymerisationsverfahren von Ethylen hergestellt worden sein
kann. Um die Haftung auf einer Folie noch zu verbessern, kann die Trägerfolie zuvor
einer Corona-Behandlung unterworfen werden. Andere geeignete Trägerfolien sind beispielsweise
Folien aus Polyester, wie Polyethylenterephthalat, Folien aus Polyamid, Polystyrol
und Polyvinylchlorid. In einer Ausführungsform handelt es sich bei dem Trägermaterial
um biologisch abbaubare Folien, z.B. aus biologisch abbaubaren aliphatisch-aromatischen
Copolyestern und/oder Polymilchsäure, beispielsweise Ecoflex® - oder Ecovio®-Folien.
Geeignete Copolyester sind z.B. gebildet aus Alkandiolen, insbesondere C2- bis C8-Alkandiolen
wie z.B. 1,4-Butandiol, aus aliphatischen Dicarbonsäuren, insbesondere C2- bis C8-Dicarbonsäuren
wie z.B. Adipinsäure und aus aromatischen Dicarbonsäuren wie z.B. Terephthalsäure.
[0029] Die Dicke der Trägerfolien liegt im Allgemeinen in dem Bereich von 10 bis 200 µm.
[0030] Um spezielle Oberflächen- oder Beschichtungseigenschaften der Folien und Verpackungsmittel
zu erhalten, beispielsweise eine gute Bedruckbarkeit, noch besseres Barriere- oder
Blockverhalten, gute Wasserbeständigkeit, kann es vorteilhaft sein, die beschichteten
Substrate mit Deckschichten zu überschichten, die diese gewünschten Eigenschaften
zusätzlich verleihen oder die Barrierebeschichtung einer Coronabehandlung zu unterwerfen.
Die erfindungsgemäß vorbeschichteten Substrate zeigen eine gute Überbeschichtbarkeit.
Es kann erneut nach einem oben angeführten Verfahren überbeschichtet oder in einem
kontinuierlichen Prozess ohne zwischenzeitliches Auf- und Abwickeln z.B. der Folie
oder des Papiers gleichzeitig mehrfach beschichtet werden, z.B. unter Verwendung eines
Vorhangbeschichters. Die erfindungsgemäße Barriereschicht befindet sich dadurch im
Inneren des Systems, die Oberflächeneigenschaften werden dann von der Deckschicht
bestimmt. Die Deckschicht hat eine gute Haftung zur Barriereschicht.
[0031] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Herstellung einer Verpackung,
wobei eine Zusammensetzung in Form einer oben beschriebenen wässrigen Polymerdispersion
zur Verfügung gestellt und auf ein Verpackungssubstrat aufgebracht und getrocknet
wird, wobei die wässrige Polymerdispersion mindestens eines der oben beschriebenen
Copolymere enthält.
[0032] Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung einer wässrigen Polymerdispersion
enthaltend mindestens eines der oben beschriebenen Copolymere zur Herstellung einer
Barriereschicht gegen flüchtige Mineralölbestandteile, insbesondere zur Herstellung
von Verpackungen, insbesondere von Verpackungen für Lebensmittel.
[0033] Die erfindungsgemäß beschichteten Substrate zeigen eine hervorragende Barrierewirkung
gegen flüchtige Mineralölbestandteile. Die beschichteten Substrate können als solche
als Verpackungsmittel verwendet werden. Die Beschichtungen haben sehr gute mechanische
Eigenschaften, und zeigen z.B. gutes Blockverhalten.
Beispiele
[0034] Sofern sich aus dem Zusammenhang nichts anderes ergibt, bedeuten die Angaben in Prozent
immer Gewichtsprozent. Die Angabe eines Gehalts bezieht sich auf den Gehalt in wässriger
Lösung oder Dispersion.
[0035] Es wurden die folgenden Einsatzstoffe verwendet:
- DINP
- Diisononylphtalat
- MMA
- Methylmethacrylat
- MA
- Methylacrylat
- AS
- Acrylsäure
- S
- Styrol
- nBA
- n-Butylacrylat
- AN
- Acrylnitril
- Bu
- Butadien
Test auf Fettbarriere
[0036] Zur Untersuchung der Fettbarriere wurde ein 10x10 cm großes Löschpapierblatt mit
dem jeweiligen Polymer beschichtet und mit einem Testfett bzw. Testöl (z.B. 2 ml Ölsäure)
in Kontakt gebracht. Gewertet wird die Fläche des durchgefetteten Feldes nach bis
zu 16 Stunden bei 60°C. Je nach Qualität wird nach x Stunden der Durchschlag bewertet.
Barrieretest gegen gasförmige Mineralölbestandteile (Testmethode 1)
In einem Versuchsaufbau wurden übereinander gepackt:
- 1. Donor: Papier von 30g/m2 beladen mit 1 % Gravex 913 (Shell, Mineralöl für Druckfarben)
- 2. Spacer-Papier zum Ausschluss eines benetzenden Kontaktes, 30g/m2
- 3. Das zu testende Barrierematerial
- 4. Akzeptor: handelsübliche PE-Folie 20µm, LLDPE mit Dichte 0.915 g/cm3
Dieses Paket (Grundmaße 10x10cm) wurde allseitig mit Aluminiumfolie umhüllt.
[0037] Das Versuchssystem wurde bei 60 °C gelagert und durch periodisches Abschneiden eines
Streifens der Akzeptorfolie, Extraktion mit n-Hexan 2 h/25°C und Messung des Gehaltes
an Mineralölbestandteilen mit Kohlenstoffzahl 15-25 durch on-line HPLC-GC untersucht.
Es wurde die Durchbruchszeit für den Durchbruch der Mineralölbestandteile durch das
Barrierematerial bestimmt. Die Durchbruchszeit ist die Zeit, nach der erstmals in
dem Extrakt Mineralölbestandteile oberhalb der Nachweisgrenze detektiert werden.
Barrieretest gegen gasförmige Mineralölbestandteile (Testmethode 2)
[0038] In ein Gefäß mit einem Schwamm werden 9 ml Hexan gegeben und mit einem Deckel verschlossen,
welcher eine Öffnung und einen Dichtungsring (Inndurchmesser 63 mm) aufweist. Die
Öffnung ist fest mit dem zu testenden Barrierematerial verschlossen, wobei das Barrierematerial
nicht mit dem mit Hexan getränktem Schwamm in Berührung kommt. Es wird die Gewichtsabnahme
des Gefäßes gemessen. Die Gewichtsabnahme ist ein Maß für das über die Gasphase durch
das Barrierematerial austretende Hexan und somit ein Maß für die Güte der Barrierewirkung
gegen gasförmige Mineralölbestandteile. Die Gewichtsabnahme in Gramm wird umgerechnet
auf 1 m
2 Papierfläche und dann als g/m
2 d angegeben (pro Tag).
Beispiel 1:
[0039] Vergleichstest Fettbarriere / Barriere gegen gasförmige Mineralölbestandteile
[0040] Für die in Tabelle 1 aufgeführten Polymere wurden die Barrierewirkung gegen Fette
und Öle, d.h. gegen Fettsäuren und Fettsäureester (Fettbarriere) und die Barriere
gegen gasförmige Mineralölbestandteile, d.h. gegen flüchtige Kohlenwasserstoffe (im
Folgenden Mineralölbarriere) nach Test 1 untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle
1 zusammengefasst.
Tabelle 1: Barrierewirkungen bestimmter Polymere
| Polymer |
Testfett/-öl |
Fettbarriere |
Mineralölbarriere |
| aromatisch/aliphatisches, amorphes Polyester-Polyurethan |
DINP |
+ keine Penetration |
- Durchbruch < 4d |
| aliphatisches, teilkristallines Polyester-Polyurethan |
DINP |
+ keine Penetration |
- Durchbruch < 4d |
| MMA/MA/AS Copolymer Tg ca. 50°C |
DINP Ölsäure |
- Fläche teilweise durchgefettet |
+ keine Penetration |
| aromatisch/aliphatisches, teilkristallines Polyester-Polyurethan |
DINP |
+ keine Penetration |
- Durchbruch < 4d |
| Polyethylenfolie |
DINP Ölsäure |
+ keine Penetration |
- Durchbruch < 1d |
| S/nBA/AN/AS Copolymer, Tg 5°C |
Ölsäure |
+ keine Penetration |
- Durchbruch < 4d |
| S/Butadien/AS Copolymer, Tg 20°C |
Ölsäure |
- vollständig durchgefettet |
- keine Hexanbarriere (Test 2) |
[0041] Die Ergebnisse zeigen, dass von Beschichtungen mit Fettbarrierewirkung nicht auf
eine Wirksamkeit als Barriere gegen gasförmige Mineralölbestandteile geschlossen werden
kann. Das getestete MMA/MA/AS Copolymer weist zwar eine Mineralölbarriere auf, wenn
es z.B. auf Polyethylen beschichtet ist. Es wurde aber gefunden, dass dieses Polymer
vermutlich aufgrund der hohen Glasübergangstemperatur auf Papier nicht gut genug filmbildend
ist und die Beschichtung Fehlstellen aufweist, durch die das Testöl penetrieren kann.
Beispiel 2: Herstellung von Polymerdispersionen
[0042] In einen Reaktor nach Spülen mit Stickstoff 450,0 g entmineralisiertes Wasser und
3,0 g Emulgator (Disponil® LDBS 20, 20%ig in Wasser) vorlegen. Die Mischung in der
Vorlage wird auf 70-90°C aufgeheizt. Anschließend werden 21,43 g Natriumperoxodisulfat
(7%ig) zugegeben und 50 Minuten gerührt. Innerhalb von 2 Stunden den Emulsionszulauf
bestehend aus 240,0 g Wasser, 26,67 g Emulgator (Dowfax 2A1, 45%ig in Wasser) und
600,0 g Monomermischung gemäß Tabelle 2 in den Reaktor dosieren. Nach Ende des Emulsionszulaufs
45 min nachpolymerisieren. Dann wird der Reaktor auf Raumtemperatur gekühlt.
Feststoffgehalt: ca. 45%
Tabelle 2: Copolymerzusammensetzungen, Mengenangaben in Gew.%
| Beispiel |
Monomere |
Tg [°C] |
d50 [nm] 1) |
| B 1 |
74%EA/10%MMA/15%AN/1%AS |
10 |
104 |
| B 2 |
65%EA/19%MMA/15%AN/1%AS |
19 |
107 |
| B 3 |
80%MA/19%MMA/1%AS |
36 |
97 |
| B 4 |
90%MA/9%AN/1%AS |
29 |
132 |
| B 5 |
55%EA/44%MMA/1%AS |
30 |
110 |
| B 6 |
65%MA/19%MMA/15%AN/1%AS |
47 |
|
| B 7 |
65%MA/19%MMA/15%AN/1%AS |
47 |
|
| B 8 |
54%EA/44%MMA/2%AS |
33 (berechnet) |
119 |
| B 9 |
52%EA/44%MMA/4%AS |
36 (berechnet) |
120 |
| 1) Gewichtsmittlere Teilchengröße d50 |
Beispiel 3: Vergleichstest Barriere gegen gasförmige Mineralölbestandteile
[0043] Verschiedene Barrierematerialien wurden mit Testmethode 2 auf die Güte der Barrierewirkung
gegen gasförmige Mineralölbestandteile getestet. Die Ergebnisse sind Tabelle 3 zusammengefasst.
Tabelle 3: Barrierewirkungen bestimmter Polymere
| Beispiel |
Tg [°C] |
Hexan Permeation [g m2 d] |
| B 1 |
10 |
0,2-0,3 |
| B 2 |
19 |
0,6 |
| B 3 |
36 |
0,5 |
| B 4 |
29 |
2 |
| B 5 |
30 |
0,3 |
| B 6 |
47 |
100-150 |
| B 7 |
47 |
120-160 |
| B 8 |
33 (berechnet) |
1,8 |
| B 9 |
36 (berechnet) |
2,1 |
| 55 MA/44 MMA / 1 AS Copolymer |
50 |
200-270 |
| 14 S /69 nBA/14 AN/3 AS Copolymer |
5 |
268 |
| 30 Bu/65 S/5 AS |
20 |
> 300 |
[0044] Die Ergebnisse zeigen, dass die erfindungsgemäßen Beispiele B1 bis B5, B8 und B9
sehr gute Barriereeigenschaften gegen gasförmige Mineralölbestandteile aufweisen.
1. Verpackung aus Papier oder Karton, wobei die Verpackung zumindest zum Teil aus mineralölbelastetem,
recyceltem Papier hergestellt ist und wobei die Verpackung mindestens eine Barriereschicht
aufweist, welche herstellbar ist durch Auftragen einer wässrigen Polymerdispersion
enthaltend mindestens ein Copolymer, welches herstellbar ist durch Emulsionspolymerisation
aus
(a) einem oder mehreren Hauptmonomeren, welche ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend
aus C1- bis C4-Alkyl(meth)acrylaten,
(b) 0,1 bis 5 Gew.% eines oder mehreren Säuremonomeren,
(c) 0-20 Gew.% Acrylnitril und
(d) 0 bis 10 Gew.% weiteren, von den Monomeren (a) bis (c) verschiedenen Monomeren,
wobei die Glasübergangstemperatur des Copolymers im Bereich von +10 bis +45 °C liegt,
wobei das Copolymer zu mindestens 70 Gew.% aus den Hauptmonomeren (a) aufgebaut ist,
und
wobei sich die Barriereschicht auf mindestens einer der Verpackungsoberflächen befinden
kann oder die Barriereschicht mindestens eine von mehreren Schichten einer mehrschichtigen
Verpackungsbeschichtung bilden kann.
2. Verpackung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die eingesetzte Menge an Säuremonomer (b) 0,5 bis 5 Gew.% bezogen auf die Summe aller
Monomere beträgt.
3. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptmonomeren (a) ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Methylacrylat,
Methylmethacrylat, Ethylacrylat und n-Butylacrylat.
4. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Copolymer herstellbar ist aus
(a) 79,5 bis 99,5 Gew.% einem oder mehreren Hauptmonomeren, welche ausgewählt sind
aus der Gruppe bestehend aus C1- bis C4-Alkyl(meth)acrylaten,
(b) 0,5 bis 5 Gew.% einem oder mehreren Säuremonomeren ausgewählt aus Acrylsäure und
Methacrylsäure,
(c) 0-20 Gew.% Acrylnitril und
keinen weiteren, von den Monomeren (a) bis (c) verschiedenen Monomeren.
5. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasübergangstemperatur des Copolymers im Bereich von +15 bis +40 °C liegt.
6. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Copolymer zu 1-20 Gew.% aus Acrylnitril herstellbar ist.
7. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Monomere (d) ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus C5- bis C20-Alkyl(meth)acrylaten,
Vinylestern von bis zu 20 C-Atome enthaltenden Carbonsäuren, Vinylaromaten mit bis
zu 20 C-Atomen, von Acrylnitril verschiedenen ethylenisch ungesättigten Nitrilen,
Vinylhalogeniden, Vinylethern von 1 bis 10 C-Atome enthaltenden Alkoholen, aliphatischen
Kohlenwasserstoffen mit 2 bis 8 C-Atomen und ein oder zwei Doppelbindungen und Mischungen
dieser Monomeren.
8. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Copolymer in Kombination mit bis zu 1 Gew.-Teil an plättchenförmigen Pigmenten
auf 1 Gew.-Teil Copolymer eingesetzt wird.
9. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung mit dem Copolymer eine Durchlässigkeit für gasförmiges n-Hexan von
weniger als 50 g/m2 d bei 23°C und einem Auftraggewicht von 20 bis 25 g/m2 auf Papier hat.
10. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Copolymer in der wässrigen Polymerdispersion in einer Menge von 15 bis 75 Gew.-%,
bevorzugt von 40 bis 60 Gew.-% enthalten ist.
11. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mineralölbelastung aus Druckfarben stammt und flüchtige Paraffine, flüchtige
Naphtene und/oder flüchtige aromatische Kohlenwasserstoffe umfasst.
12. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Barriereschicht eine Dicke von 2 bis 30 µm aufweist.
13. Verfahren zur Herstellung einer Verpackung gemäß Anspruch 1, wobei eine Zusammensetzung
in Form einer wässrigen Polymerdispersion zur Verfügung gestellt und auf ein Verpackungssubstrat
aufgebracht und getrocknet wird, wobei die wässrige Polymerdispersion mindestens ein
Copolymer mit den auf die Polymerdispersion bezogenen Merkmalen gemäß mindestens einem
der Ansprüche 1 bis 10 enthält.
14. Verwendung einer wässrigen Polymerdispersion enthaltend mindestens ein Copolymer mit
den auf die Polymerdispersion bezogenen Merkmalen gemäß mindestens einem der Ansprüche
1 bis 10 zur Herstellung einer Barriereschicht gegen flüchtige Mineralölbestandteile.
1. Paper or cardboard packaging produced at least partly from mineral oil contaminated,
recycled paper, wherein the packaging includes at least one barrier layer obtainable
by applying an aqueous polymeric dispersion comprising at least one copolymer obtainable
by emulsion polymerization of
(a)one or more principal monomers selected from the group consisting of C1-C4 alkyl (meth)acrylates,
(b) 0.1 to 5 wt% of one or more acid monomers,
(c) 0-20 wt% of acrylonitrile and
(d) 0 to 10 wt% of further monomers other than the monomers (a) to (c),
wherein the glass transition temperature of the copolymer is in the range from +10
to +45°C,
wherein the copolymer is constructed of the principal monomers (a) to an extent of
at least 70 wt% ,and wherein the barrier layer may be situated on one or more of the
surfaces of the packaging, or the barrier layer may form at least one of multiple
layers of a multilayered packaging coating.
2. The packaging according to the preceding claim wherein the amount of acid monomer
(b) used is from 0.5 to 5 wt%, based on the sum total of all monomers.
3. The packaging according to either preceding claim wherein the principal monomers (a)
are selected from the group consisting of methyl acrylate, methyl methacrylate, ethyl
acrylate and n-butyl acrylate.
4. The packaging according to any preceding claim wherein the copolymer is obtainable
from
(a)79.5 to 99.5 wt% of one or more principal monomers selected from the group consisting
of C1-C4 alkyl (meth)acrylates,
(b) 0.5 to 5 wt% of one or more acid monomers selected from acrylic acid and methacrylic
acid,
(c) 0-20 wt% of acrylonitrile, and
no further monomers other than the monomers (a) to (c) .
5. The packaging according to any preceding claim wherein the glass transition temperature
of the copolymer is in the range from +15 to +40°C.
6. The packaging according to any preceding claim wherein the copolymer is 1-20 wt% obtainable
from acrylonitrile.
7. The packaging according to any preceding claim wherein the further monomers (d) are
selected from the group consisting of C5-C20 alkyl (meth)acrylates, vinyl esters of carboxylic acid comprising up to 20 carbon
atoms, vinylaromatics having up to 20 carbon atoms, ethylenically unsaturated nitriles
other than acrylonitrile, vinyl halides, vinyl ethers of alcohols comprising 1 to
10 carbon atoms, aliphatic hydrocarbons having 2 to 8 carbon atoms and one or two
double bonds and mixtures thereof.
8. The packaging according to any preceding claim wherein the copolymer is used in combination
with up to 1 part by weight of platelet-shaped pigments per 1 part by weight of copolymer.
9. The packaging according to any preceding claim wherein the coating with the copolymer
has a permeability to gaseous n-hexane of less than 50 g/m2 d at 23°C and a coat weight of 20 to 25 g/m2 on paper.
10. The packaging according to any preceding claim wherein the copolymer is comprised
in the aqueous polymer dispersion in an amount of 15 to 75 wt% and preferably of 40
to 60 wt%.
11. The packaging according to any preceding claim wherein the mineral oil contamination
comes from printing inks and comprises volatile paraffins, volatile naphthenes and/or
volatile aromatic hydrocarbons.
12. The packaging according to any preceding claim wherein the barrier layer is from 2
to 30 µm in thickness.
13. A process for producing packaging according to claim 1, which process comprises a
composition in the form of an aqueous polymeric dispersion being provided and applied
to a packaging substrate and dried, wherein the aqueous polymeric dispersion comprises
at least one copolymer having the polymeric dispersion features according to one or
more of claims 1 to 10.
14. The use of an aqueous polymeric dispersion comprising at least one copolymer having
the polymeric dispersion features according to one or more of claims 1 to 10 for producing
a barrier layer against volatile mineral oil constituents.
1. Emballage en papier ou en carton, l'emballage étant au moins en partie fabriqué à
partir de papier recyclé chargé avec des huiles minérales et l'emballage comprenant
au moins une couche de barrière, qui peut être fabriquée par application d'une dispersion
aqueuse de polymère contenant au moins un copolymère, qui peut être fabriqué par polymérisation
en émulsion de
(a) un ou plusieurs monomères principaux, qui sont choisis dans le groupe constitué
par les (méth)acrylates d'alkyle en C1 à C4,
(b) 0,1 à 5 % en poids d'un ou de plusieurs monomères acides,
(c) 0 à 20 % en poids d'acrylonitrile et
(d) 0 à 10 % en poids d'autres monomères différents des monomères (a) à (c),
la température de transition vitreuse du copolymère se situant dans la plage allant
de +10 à +45 °C, le copolymère étant formé par au moins 70 % en poids des monomères
principaux (a), et
la couche de barrière pouvant se trouver sur au moins une des surfaces de l'emballage
ou la couche de barrière pouvant former au moins une de plusieurs couches d'un revêtement
d'emballage multicouche.
2. Emballage selon la revendication précédente, caractérisé en ce que la quantité utilisée de monomère acide (b) est de 0,5 à 5 % en poids, par rapport
à la somme de tous les monomères.
3. Emballage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les monomères principaux (a) sont choisis dans le groupe constitué par l'acrylate
de méthyle, le méthacrylate de méthyle, l'acrylate d'éthyle et l'acrylate de n-butyle.
4. Emballage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le copolymère peut être fabriqué à partir de
(a) 79,5 à 99,5 % en poids d'un ou de plusieurs monomères principaux, qui sont choisis
dans le groupe constitué par les (méth)acrylates d'alkyle en C1 à C4,
(b) 0,5 à 5 % en poids d'un ou de plusieurs monomères acides choisis parmi l'acide
acrylique et l'acide méthacrylique,
(c) 0 à 20 % en poids d'acrylonitrile et
aucun autre monomère différent des monomères (a) à (c).
5. Emballage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la température de transition vitreuse du copolymère se situe dans la plage allant
de +15 à +40 °C.
6. Emballage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le copolymère peut être fabriqué à partir de 1 à 20 % en poids d'acrylonitrile.
7. Emballage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les autres monomères (d) sont choisis dans le groupe constitué par les (méth)acrylates
d'alkyle en C5 à C20, les esters de vinyle d'acides carboxyliques contenant jusqu'à
20 atomes C, les composés aromatiques de vinyle contenant jusqu'à 20 atomes C, les
nitriles éthyléniquement insaturés différents de l'acrylonitrile, les halogénures
de vinyle, les éthers de vinyle d'alcools contenant 1 à 10 atomes C, les hydrocarbures
aliphatiques contenant 2 à 8 atomes C et une ou deux doubles liaisons, et les mélanges
de ces monomères.
8. Emballage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le copolymère est utilisé en combinaison avec jusqu'à 1 partie en poids de pigments
plaquettaires pour 1 partie en poids de copolymère.
9. Emballage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le revêtement avec le copolymère a une perméabilité pour le n-hexane gazeux de moins
de 50 g/m2 j à 23 °C et un poids de revêtement de 20 à 25 g/m2 sur le papier.
10. Emballage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le copolymère est contenu dans la dispersion aqueuse de polymère en une quantité
de 15 à 75 % en poids, de préférence de 40 à 60 % en poids.
11. Emballage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le chargement en huiles minérales provient d'encres d'impression et comprend des
paraffines volatiles, des naphtènes volatils et/ou des hydrocarbures aromatiques volatils.
12. Emballage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de barrière présente une épaisseur de 2 à 30 µm.
13. Procédé de fabrication d'un emballage selon la revendication 1, selon lequel une composition
sous la forme d'une dispersion aqueuse de polymère est mise à disposition, et appliquée
sur un substrat d'emballage et séchée, la dispersion aqueuse de polymère contenant
au moins un copolymère ayant les caractéristiques relatives à la dispersion de polymère
selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 10.
14. Utilisation d'une dispersion aqueuse de polymère contenant au moins un copolymère
ayant les caractéristiques relatives à la dispersion de polymère selon au moins l'une
quelconque des revendications 1 à 10 pour la fabrication d'une couche de barrière
contre les constituants volatils d'huiles minérales.