[0005] Die Aufgabe der Erfindung wird bei der eingangs genannten aufrollbaren Abdeckvorrichtung
durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1 gelöst. Zwei Ausführungsbeispiele
des Gegenstandes der Erfindung werden anhand der Zeichnungen näher beschrieben, dabei
zeigen:
Fig. 1 eine aufrollbare Abdeckvorrichtung über einem Schwimmbecken in schaubildlicher
Darstellung;
Fig. 2 einen zusammengesetzten Träger;
Fig. 3 den zusammengesetzten Träger mit einer beweglichen nicht elastisch rückstellenden
Verbindung im Schnitt I-I;
Fig. 4 den zusammengesetzten Träger mit einer beweglichen nicht elastisch rückstellenden
Verbindungen unter Belastung im Schnitt I-I;
Fig. 5 eine teilweise zusammengerollte aufrollbare Abdeckvorrichtung;
Fig. 6 einen zusammengesetzten Träger mit einer beweglichen elastisch rückstellenden
Verbindung im Schnitt I-I;
Fig. 7 den zusammengesetzten Träger mit einer beweglichen elastisch rückstellenden
Verbindung unter Belastung im Schnitt I-I;
Fig. 8 einen zusammengesetzten Träger aus zwei Stücken mit einer beweglichen elastisch
rückstellenden Verbindung im Schnitt I-I;
Fig. 9 den zusammengesetzten Träger aus zwei Stücken mit einer beweglichen elastisch
rückstellenden Verbindung unter Belastung im Schnitt I-I;
Fig. 10 ein Stück;
Fig. 11 ein U-Profil;
Fig. 12 eine bewegliche elastisch rückstellende Verbindung in perspektivischer Darstellung;
Fig. 13 eine bewegliche elastisch rückstellende Verbindung unter Belastung in perspektivische
Darstellung;
Fig. 14 eine bewegliche elastisch rückstellende Verbindung im Schnitt II-II; und
Fig. 15 eine bewegliche elastisch rückstellende Verbindung unter Belastung im Schnitt
II-II.
[0009] Ausführung der aufrollbaren Abdeckvorrichtung mit einer beweglichen Verbindung 9,
die nicht elastisch rückstellend ist:
Bei einer beweglichen nicht elastisch rückstellenden Verbindung 15 zwischen dem mittleren
Stück 6 und den beiden seitlichen Stücken 5 liegt das mittlere Stück 6 an einer Wasseroberfläche
des Schwimmbeckens auf, siehe dazu Fig. 3. Eine einfache Ausführung einer beweglichen
nicht elastisch rückstellenden Verbindung 15 ist auch schon ein plastisches Band,
welches mit einem Ende an ein inneres Ende des seitlichen Stückes 8 und mit dem anderen
Ende an das Ende des mittleren Stückes 10 gebunden ist. Eine andere einfache Ausführung
einer beweglichen nicht elastisch rückstellenden Verbindung 15 ist ein auf die Schwimmbadfolie
1 angebrachter Saum, in welchem beide seitlichen Stücke 5 und das mittlere Stück 6
eingesteckt sind. Eine bewegliche nicht elastisch rückstellende Verbindung 15 kann
auch ein Gelenk sein. Beide seitlichen Stücke 5 sind am äußeren Ende 7 leicht gekrümmt.
Die seitlichen Stücke 5 liegen mit dem äußeren Ende 7 an der Beckenumrandung 11 an
und sind mit dem inneren Ende 8 mittels einer beweglichen nicht elastisch rückstellenden
Verbindung 15 mit den mittleren Stücken 6 verbunden. Würden die seitlichen Stücke
5 am äußeren Ende 7 nicht gekrümmt sein, so würden die seitlichen Stücke 5 statt an
der Beckenumrandung 11 auf dem Beckenrand 12 aufliegen. Das hätte zur Folge, dass
der Längsrand 13 der aufrollbaren Abdeckvorrichtung, statt auf die Beckenumrandung
11 anzuliegen, in die Luft ragt.
Die Belastung der aufrollbaren Abdeckvorrichtung entlang des mittleren Stückes 6 übernimmt
die Schwimmbadfolie 1 durch den Auftrieb und durch die Dehnung in der Schwimmbadfolie
1, siehe dazu Fig. 4. Die Dehnung in der Schwimmbadfolie 1 in Längsrichtung der zusammengesetzten
Träger 2 übernehmen die zusammengesetzten Träger 2 und die Dehnung quer zur Längsrichtung
der zusammengesetzten Träger 2 übernehmen die Spanner 4. Die Belastung der aufrollbaren
Abdeckvorrichtung entlang des mittleren Stückes 6 hat keine dauerhafte Wirkung auf
das mittlere Stück 6, da dieses meist aus leichten elastischen Kunststoffmaterialien,
welche sehr große Beugungen ohne plastische Deformation erlauben, besteht. Die Belastung
der aufrollbaren Abdeckvorrichtung entlang der seitlichen Stücke 5 übernehmen die
seitlichen Stücke 5. Die seitlichen Stücke 5 sind meistens leichte, bis Im lange Aluminium-Rohre,
welche ohne sich plastisch zu deformieren Belastungen bis ca. 100kg aushalten können.
Die Aluminium-Rohre tragen zum Gewicht der aufrollbaren Abdeckvorrichtung wenig bei.
Das mittlere Stück 6 ist 2-3 mal länger als das seitliche Stück 5. Ist das mittlere
Stück 6 aus leichtem Kunststoffmaterialien gebildet, ist der zusammengesetzte Träger
2 wesentlich leichter als der nichtzusammengesetzte Träger aus Aluminium. Dadurch
wird die Handhabung der aufrollbaren Abdeckvorrichtung erleichtert.
In die Schwimmbadfolie 1 können auch Einweg-Ventile 14 eingebaut sein. Diese lassen
das Regenwasser von der Oberfläche der Schwimmbadfolie 1 in das Schwimmbecken durch.
Die Schwimmbadfolie 1 hat eine ähnliche spezifische Dichte wie das Wasser und das
mittlere Stück 6 hat üblicherweise eine Rohr-Form und ist an beiden Enden geschlossen,
was ihm relativ viel Auftrieb verleiht. Die gespannte aufrollbare Abdeckvorrichtung
hat dadurch genug Auftrieb, damit das meiste Regenwasser durch die Einweg-Ventile
14 ins Becken abfließt. Die Einweg-Ventile 14 befinden sich in der Mitte der zwei
zusammengesetzten Träger 2. Die Einweg-Ventile 14 werden bei der Belastung der Schwimmbadfolie
1 gesperrt und verhindern, dass bei Belastung das Schwimmbecken-Wassers an die Oberfläche
der Schwimmbadfolie 1 strömt. Man kann die Einweg-Ventile 14 auch sperren damit sich
das Regenwasser nicht mit dem Schwimmbecken-Wasser mischt. In dem Fall wird das Regenwasser
mittels einer Pumpe entfernt.
Beim Aufrollen der aufrollbarer Abdeckvorrichtung streckt sich der zusammengesetzte
Träger 2 beim anstoßen auf den schon zusammengerollten Bund 17 aus, weil das mittlere
Stück 6, die beiden seitlichen Stücke 5 und die Schwimmbadfolie 1 in einer geraden
Linie angebracht sind, siehe dazu Fig. 5. Der ausgestreckte zusammengesetzte Träger
2 dehnt die Schwimmbadfolie 1 entlang des zusammengesetzten Trägers 2. Würde die Schwimmbadfolie
1 nicht entlang des zusammengesetzten Trägers 2 ausgestreckt sein, so würde sich beim
Zusammenrollen die aufrollbare Abdeckvorrichtung nicht in einen Bund sondern in einer
formlosen Form zusammenrollen. Erfindungsgemäße Asuführung der aufrollbaren Abdeckvorrichtung
mit einer beweglichen Verbindung 9, die elastisch rückstellend ist:
Bei einer beweglichen elastisch rückstellenden Verbindung 16 zwischen dem mittleren
Stück 6 und den beiden seitlichen Stücken 5 liegt das mittlere Stück 6 nicht auf der
Wasseroberfläche auf, siehe dazu Fig. 6. Der zusammengesetzte Träger 2 ist ausgestreckt
wie ein nicht zusammengesetzter Träger. Die seitlichen Stücke 5 müssen bei dieser
Ausführungsvariante am äußeren Ende 7 nicht gekrümmt sein, da diese an der Beckenumrandung
11 horizontal anliegen. Bei einer Belastung der aufrollbaren Abdeckvorrichtung entlang
der seitlichen Stücke 5 beugen sich zuerst die beiden beweglichen elastisch rückstellenden
Verbindungen 16, siehe dazu Fig. 7. Das seitliche Stück 5 stößt mit seinem inneren
Ende 8 an die Wasseroberfläche. Die seitlichen Stücke 5 sind üblicherweise kürzer
als Im, aus Aluminium-Rohren und können die erwarteten Belastungen von ca. 100kg ohne
plastische Deformation aushalten. Bei einer Belastung der aufrollbaren Aufrollvorrichtung
entlang des mittleren Stückes 6 werden sich zuerst die beiden beweglichen elastisch
rückstellenden Verbindungen 16 beugen. Das mittlere Stück 6 liegt dabei an der Wasseroberfläche
auf und die meiste Belastung übernimmt die Schwimmbadfolie 1 in Form des Auftriebes
und der Dehnung in der Schwimmbadfolie 1. Der zusammengesetzte Träger 2 streckt sich
nach beenden der Belastung wegen der beweglichen elastisch rückstellenden Verbindungen
16 aus und nimmt wieder seine ursprüngliche Form an. Da das mittlere Stück 6 kürzer
ist als der zusammengesetzte Träger 2 und da die meiste Belastung die Schwimmbadfolie
1 übernimmt, kann das mittlere Stück 6 aus einem im Durchmesser kleineren Aluminium-Rohr
sein als der nicht zusammengesetzte Träger. Dadurch ist der zusammengesetzte Träger
2 leichter, was eine einfache Handhabung der aufrollbaren Abdeckvorrichtung ermöglicht.
Bei einer kostengünstigeren Ausführung des zusammengesetzten Trägers 2, wo der zusammengesetzte
Träger 2 nur aus den beiden seitlichen Stücken 5, die mittels einer beweglichen elastisch
rückstellenden Verbindung 16 verbunden sind, besteht, liegen die beiden seitlichen
Stücke 5 nicht auf der Wasseroberfläche auf, siehe dazu Fig. 8. Der zusammengesetzte
Träger 2 bestehend aus beiden seitlichen Stücken 5 ist ausgestreckt gleich wie ein
nicht zusammengesetzter Träger.
Bei einer Belastung der aufrollbaren Abdeckvorrichtung entlang der seitlichen Stücke
5 beugt sich die bewegliche elastisch rückstellende Verbindungen 16. Die beiden seitlichen
Stücke 5 stoßen mit dem inneren Ende 8 an die Wasseroberfläche. Ein Nachsetzen der
seitlichen Stücke 5 verhindert die an die seitlichen Stücke 5 angebrachte Schwimmbadfolie
1 durch ihren Auftrieb, siehe dazu Fig. 9. Die Länge eines seitlichen Stückes 5 beträgt
nur die Hälfte der Länge des Trägers in einem Stück und dadurch ist das seitliche
Stück 5 wesentlich belastbarer als der Träger aus einem Stück, wenn beide aus gleichem
Material bestehen und im Querschnitt die gleiche Form aufweisen. Da das seitliche
Stück 5 die maximale erlaubte Belastung des Trägers in einem Stück bei einem kleineren
Durchmesser aushält, ist das seitliche Stück 5 wegen eines geringeren Materialeinsatzes
auch leichter und dadurch ist eine einfachere Handhabung der aufrollbaren Abdeckvorrichtung
ermöglicht. Der zusammengesetzter Träger 2 streckt sich nach beenden der Belastung
wegen der beweglich elastisch rückstellenden Verbindung 16 aus und nimmt wieder seine
ursprüngliche Form an.
Eine einfache, beweglich elastisch rückstellende Verbindung 16 ist auch schon ein
flexibles Band oder ein flexibles Rohr, das mit einem Ende an/in das innere Ende des
seitlichen Stückes 8 und mit dem anderen Ende an/in das Ende des mittleren Stückes
10 oder an/in das innere Ende des seitlichen Stückes 8 gebunden ist.
Eine bewegliche, elastisch rückstellende Verbindung 16, bei welcher man die Beugekraft
des zusammengesetzten Trägers 2 verstellen kann, besteht aus einem U-Profil 19, zwei
Achsen 20, zwei Stiften 22 mit einem Gewinde, zwei Unterlegscheiben 24 und zwei Muttern
23, siehe dazu Fig. 12 und Fig. 14. Beide Achsen 20 sind jeweils an einem Ende des
U-Profils 19 quer zu deren Längsachse an dem U-Profil 19 durch die Löcher 26 fixiert,
siehe dazu Fig. 11 und Fig. 12. An beiden Achsen 20 sind mittels der Löcher 25 Stücke
18 befestigt, Fig. 10. Das Stück 18 kann sowohl ein seitliches Stück 5, als auch ein
mittleres Stück 6 sein. Das U-Profil 19 hat in der Mitte zwei Öffnungen 27, in welche
beide Stifte 22 eingelassen sind. Auch die Stücke 18 haben Öffnungen 29, durch welche
die Stifte 22 durchgehen. Zwischen der Öffnung 29 und der Feder 21, welche auf dem
Stift 22 aufgesteckt ist, befindet sich eine Unterlegscheibe 24, welche einen Verschub
der Feder 21 durch die Öffnung 29 verhindert. Am Ende des Stiftes 22 ist eine Mutter
23 angeschraubt, welche das Stück 18 mittels Feder 21 in die Richtung des U-Profil
19 drückt, Fig. 14. Bei einer Belastung des Stückes 18 dreht sich das Stück 18 um
die Achse 20 und drückt die Feder 21 zusammen, Fig. 13 und Fig. 15. Der Winkel zwischen
den beiden Stücken 18 ändert sich. Nach dem Beenden der Belastung streckt sich die
Feder 21 wieder in die Ausgangsposition und der Winkel zwischen beiden Stücken 18
ist wieder gleich wie vor der Belastung. Im Stück 18 gegenüber der Öffnung 29 befindet
sich auch eine Öffnung 30, welche ein leichteres zuschrauben der Mutter 23 ermöglicht,
Fig. 10.
In der Schwimmbadfolie 1 sind beim Einsatz von der beweglichen elastisch rückstellenden
Verbindung 16 Abwässerungslöcher notwendig. Diese Abwässerungslöcher sind gleich wie
bei einer aufrollbaren Abdeckvorrichtung mit nicht zusammengesetzten Trägern.
Der zusammengesetzte Träger 2 ist beim Zusammenrollen der aufrollbaren Abdeckvorrichtung
ausgestreckt, da auf ihn während dieses Vorganges keine Belastung wirkt. Das Aufrollen
ist gleich wie bei der aufrollbaren Abdeckvorrichtungen mit nicht zusammengesetzten
Trägern.