[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schienenfahrzeugwagenkasten mit speziell
gestalteten Eingangsbereichen, ein Schienenfahrzeug, das einen solchen Wagenkasten
aufweist, und ein Verfahren zum Verändern eines Einstiegsbereichs eines Schienenfahrzeugs.
Einstiegssysteme moderner Straßenbahnen, Stadtbahnen und Vollbahnen haben häufig unterschiedlichen
Anforderungen zu entsprechen. Eine wichtige Anforderung ist die Kompatibilität mit
der Infrastruktur und speziell mit den Bahnsteigen, um die Zugänglichkeit für körperlich
eingeschränkte Personen zu gewährleisten oder den Einstiegskomfort für den Fahrtgast
zu optimieren oder um das Fahrzeug an unterschiedliche Infrastrukturen anpassen zu
können. Dazu können auch unterschiedliche Einstiegshilfen beitragen.
Weiter ist der Einstieg die aus Sicht der Fahrgäste wesentliche Schnittstelle zum
Schienenfahrzeug. Die zentralen Kenngrößen sind dabei die Einstiegshöhe, der Spalt
(horizontal/vertikal) zwischen Fahrzeug- und Bahnsteigkante sowie die Gestaltung des
Einstiegsbereichs im Fahrzeuginneren, wie ebener Boden, Rampen oder Stufen.
Aus Sicht des Betreibers des Öffentlichen Personennahverkehrs besteht die Herausforderung
einerseits in der verbreitet vorhandenen inhomogenen Infrastruktur (unterschiedliche
Bahnsteighöhen auf Alt- und Neubaustrecken bzw. sanierten Abschnitten), andererseits
in der Erfüllung gesetzlicher und praktischer Forderungen der Zugänglichkeit für Personen
mit eingeschränkter Mobilität. Diese Forderungen sind als Produkt gesellschaftlicher
Konsensfindung laufender Weiterentwicklung unterworfen und können sich während der
Lebensdauer eines Fahrzeugs mehrfach ändern. Aus Sicht des Fahrzeugherstellers besteht
die Problematik in der Abdeckung unterschiedlicher und veränderlicher Kundenbedürfnisse
mit derselben Fahrzeugplattform.
Die
WO 2007/074145 A1 offenbart ein Schienenfahrzeug, mit einem Wagenkasten, der einen Innenraum mit einem
Fussboden und wenigstens eine Einstiegstür aufweist, wobei der Innenraum einen Reisebereich
und einen Einstiegsbereich aufweist, die Einstiegstür im Einstiegsbereich angeordnet
ist, der Fußboden im Reisebereich ein erstes Niveau aufweist und im Bereich der Einstiegstür
ein zweites Niveau aufweist, das von dem ersten Niveau verschieden ist. Das zweite
Niveau ist ein erstes Standardeinstiegsniveau für einen im Wesentlichen stufenfreien
Einstieg von einem ersten Standardbahnsteigniveau ist und das erste Niveau ist ein
Zwischenniveau zwischen dem zweiten Niveau und einem dritten Niveau, wobei das dritte
Niveau ein zweites Standardeinstiegsniveau für einen im Wesentlichen stufenfreien
Einstieg von einem zweiten Standardbahnsteigniveau ist und das erste Standardbahnsteigniveau
dem zweiten Standardbahnsteigniveau unmittelbar benachbart ist. Für die Einstellung
eines Niveaus sind Rampen als gegeneinander austauschbare Module gestaltet, die lösbar
an der Bodenstruktur des Wagenkastens verankert sind. Es werden zur Umrüstung die
aktuell montierten Rampen als Austauschmodule entfernt und durch andere Rampen als
Umrüstmodule ersetzt.
[0002] Die
EP 2 602 167 A1 zeigt eine Schiebetrittanordnung mit einer Revisionsöffnung im Boden eines Schienenfahrzeugs.
Das gesamte Gehäuse der Schiebetrittanordnung kann durch die Revisionsöffnung entnommen
werden.
[0003] Die
US 5,357,869 A offenbart eine Schiebetrittanordnung, die mit einer Aussparung im Einstiegsbereich
montiert ist.
[0004] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Lösung für das oben angegebene
Problem zu finden. Insbesondere sollte ein Schienenfahrzeugwagenkasten angegeben werden,
dessen fußbodenseitiger Einstiegsbereich flexibel gestaltbar ist.
[0005] Angegeben wird von der Erfindung ein Schienenfahrzeugwagenkasten nach Anspruch 1.
[0006] Nach einer grundlegenden Idee der Erfindung wird ein Schienenfahrzeugwagenkasten
mit einem Einstiegsmodul angegeben, welches austauschbar ist. Somit kann ein erstes
Einstiegsmodul gegen ein zweites, anders geformtes Einstiegsmodul ausgetauscht werden.
Möglich ist daher die leichte Anpassung des Fahrzeugs im Einstiegsbereich. In einem
Fahrzeug sind unterschiedliche Einstiegsbereiche realisierbar. Das Einstiegsmodul
kann alternativ auch als Bodenmodul, Einstiegstrittmodul, Einstiegsbodenmodul, Einstiegsbereichsmodul
oder Einstiegsbereichs-Bodenmodul bezeichnet werden.
[0007] Der Schienenfahrzeugwagenkasten kann im Rohbauzustand, im teilweise ausgebauten Zustand
oder im vollständig ausgebauten Zustand bzw. Endzustand zum Betrieb vorliegen. Der
ausgebaute Zustand bezeichnet insbesondere einen Zustand, in dem Außen- und/oder Innenausstattungselemente
teilweise oder vollständig vorhanden sind.
[0008] Insbesondere können durch Austausch eines Einstiegsmoduls gegen ein anderes Einstiegsmodul
die Einstiegshöhe, der Spalt (horizontal und/oder vertikal) zwischen Fahrzeug- und
Bahnsteigkante sowie der Einstiegbereich im Fahrzeuginneren, insbesondere die Bodenausformung
im Einstiegsbereich, verändert werden.
[0009] Mit dem erfindungsgemäßen modularen System ist es möglich, den Einstiegsbereich eines
bestehenden Fahrzeugs im Rahmen einer Überholung mit geringem Aufwand umzugestalten,
um so auf neue Rahmenbedingungen oder veränderte technische Anforderungen zu reagieren.
[0010] Die Erfindung ist insbesondere für Niederflurschienenfahrzeuge vorteilhaft anwendbar.
Die Erfindung ist verwendbar für Einrichtungs- und Zweirichtungsfahrzeuge.
[0011] Ferner ist der Einbau von Zusatzelementen oder Einstiegssystemen mit Hilfe des Einstiegsmoduls
möglich, ohne eine Unterbaustruktur einer Fahrzeugplattform umgestalten zu müssen.
Solche Zusatzelemente oder Einstiegssysteme können Teil des Einstiegsmoduls sein.
[0012] Es ist durch die Erfindung möglich, einen Fahrzeugunterbau und einen Fahrzeugboden
außerhalb des Einstiegsbereichs standardisiert auszuführen und durch Wahl eines passenden
Einstiegsmoduls den Einstiegsbereich zu verändern, ohne sonstige Änderungen an dem
ansonsten standardisierten Wagenkasten und Wagenkastenunterbau vornehmen zu müssen.
[0013] Es können mit dem austauschbaren Einstiegsmodul Einstiegsvarianten realisiert werden,
ohne Modifikationen am Wagenkastenunterbau durchführen zu müssen. Diese Varianten
umfassen unter anderem: Variation der Einstiegs(kanten)höhe, Variation der Neigung
des Bodens im Einstiegsbereich, was eine Wahl eines nicht geneigten Bodens einschließt,
Variation einer Einstiegsrampengestaltung (Neigung, Länge, Ausformung), Anbau von
außenliegenden Elementen (z.B. Leisten starr/flexibel), Einbau von Einstiegssystemen,
Einbau von Sensoren, Einbau von Heizelementen, Variation der Fußbodengestaltung im
Einstiegsbereich.
[0014] Der Wagenkastenunterbau ist insbesondere derart ausgelegt, dass die wesentlichen
auftretenden Kräfte auch ohne das Einstiegsmodul getragen bzw. abgeleitet werden können.
Insbesondere ist die Unterbaustruktur derartig ausgelegt, dass die wesentlichen auftretenden
Kräfte auch ohne das Einstiegsmodul getragen werden können. Das Einstiegsmodul kann
Gewichtskräfte von Fahrgästen tragen und kann ansonsten eine unterstützende Funktion
ausüben. Vom Einstiegsmodul getragene Kräfte und Belastungen können an die Wagenkastenstruktur,
insbesondere einen Boden oder einen Wagenkastenunterbau, übertragen werden. Die wesentlichen
Lasten können aber von dem Boden und/oder der Unterbaustruktur alleine getragen werden.
Es können Kräfte aus Verformungen des Wagenkastens (z.B. Crash, Wagenkastenverwindungen
etc.) von dem Einstiegsmodul übertragen werden.
Durch den modularen Aufbau können die Investitionskosten für vom Standard abweichende
Lösungen reduziert werden. Die Erfindung ist für verschiedene Fahrzeugsysteme realisierbar.
Bei gleichen Schnittstellen des Einstiegsmoduls über verschiedene Fahrzeugtypen können
die Module gleich verwendet werden.
Flexibilität über die Fahrzeuglebensdauer: Auch nach Auslieferung und Inbetriebnahme
des Fahrzeugs kann die Baugruppe Einstiegsmodul getauscht werden. Eine Nachrüstbarkeit
oder Umrüstbarkeit des Fahrzeugs ist ermöglicht. Dadurch kann die Einstiegssituation
fahrzeugseitig an vorhandene oder neue Infrastrukturen, rechtliche Rahmenbedingungen
oder Zugänglichkeitsforderungen angepasst werden. Bei Änderungen an der Infrastruktur,
wie zum Beispiel Bahnsteighöhe oder -abstand, kann auch das Fahrzeug angepasst werden.
Ebenso können instandhaltungsintensive Zusatzinstallationen (Einstiegssysteme) ausgetauscht
oder sogar entfernt werden, wenn diese infolge eines abgeschlossenen Umbaus von Bahnsteigkanten
nicht mehr benötigt werden. Des Weiteren kann ein Fahrzeug für eine Nachnutzung auf
der Infrastruktur eines anderen Betreibers angepasst werden.
Eine Fußbodengestaltung ist ebenfalls über das bzw. mit dem Einstiegsmodul anpassbar.
Beispielsweise kann das Einstiegsmodul mit einer Fußbodenplatte und einem Fußbodenbelag
versehen sein. Die Fußbodenplatte und der Fußbodenbelag kann austauschbar sein, sodass
es an spezielle Bedürfnisse angepasst werden kann, beispielsweise in Material und/oder
Oberflächenstruktur.
[0015] Das Einstiegsmodul kann insbesondere formschlüssig und/oder kraftschlüssig in den
Wagenkasten eingebunden werden.
Das Einstiegsmodul kann insbesondere mit einem Wagenkastenunterbau formschlüssig und/oder
kraftschlüssig verbunden werden. Alternativ oder zusätzlich kann das Einstiegsmodul
mit einem Wagenkastenboden formschlüssig und/oder kraftschlüssig verbunden werden.
Zwischen dem Einstiegsmodul und dem Wagenkastenunterbau und/oder zwischen dem Einstiegsmodul
und dem Wagenkastenboden können standardisierte Schnittstellen vorgesehen sein.
Das Einstiegsmodul ist vorzugsweise passgenau in die Aussparung eingesetzt. Anders
ausgedrückt sind die Kontur bzw. Form der Aussparung und die Kontur des Einstiegsmoduls,
dort, wo es an der Aussparung anliegt, zueinander komplementär.
Angegeben wird von der Erfindung gemäß Anspruch 1 ein Schienenfahrzeugwagenkasten,
aufweisend
- einen Boden,
- einen Unterbau,
wobei der Boden und der Unterbau eine Aussparung in zumindest einem Einstiegsbereich
aufweisen, und
- ein Einstiegsmodul, das in die Aussparung eingesetzt ist und das aus der Aussparung
entnehmbar ist,
wobei das Einstiegsmodul eine erste Bodenhöhe an einem Einstiegsrand, der den unteren
Rand einer Türöffnung des Schienenfahrzeugwagenkasten bildet, aufweist und gegen ein
alternatives Einstiegsmodul austauschbar ist, das eine andere Bodenhöhe an einem Einstiegsrand
aufweist.
Nach Entnahme ist das Einstiegsmodul gegen ein anderes Einstiegsmodul austauschbar.
Ein Einstiegsbereich ist ein Bereich im Inneren des Wagens, der angrenzend zu einer
Türöffnung des Wagens ist. Eine Türöffnung ist in einer Seitenwand des Wagens, insbesondere
eines Wagenkastens angeordnet, wobei der Wagen bzw. Wagenkasten zumindest zwei Seitenwände
aufweist. Der Wagen bzw. Wagenkasten kann mehrere Einstiegsbereiche aufweisen. In
mehreren der Einstiegsbereiche kann jeweils eine Aussparung vorgesehen sein, in welche
jeweils ein Einstiegsmodul eingesetzt ist.
[0016] Der Boden ist insbesondere ein im Wagen, insbesondere im Wagenkasten, gebildeter
Boden. Der Boden kann Teil eines Wagens oder Wagenkastens sein. Der Boden kann fest
verbaut sein, insbesondere als konstruktiver Teil eines Wagens bzw. Wagenkastens.
Der Boden kann beispielsweise eine Anordnung aus Bodenlängs- und/oder Bodenquerträgern
aufweisen, worauf oberseitig und gegebenenfalls auch unterseitig eine Deckplatte aufgebracht
ist. Eine Deckplatte kann insbesondere Metall, Holz oder Kunststoff aufweisen oder
daraus gebildet sein. Der Boden kann einen Bodenbelag aufweisen, insbesondere aus
Metall, Holz, Kunststoff und/oder Teppich.
[0017] Der Unterbau weist insbesondere eine Anordnung aus Längs- und/oder Querträgern auf.
Der Boden des Wagenkastens kann auf einen Unterbau aufgebracht sein. Der Unterbau
weist ebenso im Einstiegsbereich eine Aussparung auf wie der Boden.
[0018] Zwischen dem Boden und dem Einstiegsmodul ist vorzugsweise zumindest eine Schnittstelle
vorgesehen, über welche das Einstiegsmodul an dem Boden befestigbar ist. Alternativ
oder zusätzlich kann zumindest eine Schnittstelle zwischen einem Unterbau und dem
Einstiegsmodul vorgesehen sein. Es wird in einer speziellen Variante ein Wagenkasten
angegeben aufweisend zumindest eine Schnittstelle zwischen dem Einstiegsmodul, oder
dem alternativen Einstiegsmodul, und dem Boden und/oder dem Unterbau, über welche
das Einstiegsmodul an dem Boden und/oder dem Unterbau befestigbar ist, wobei die Schnittstelle
standardisiert ist. Insbesondere sind die Schnittstelle an dem Einstiegsmodul und
die Schnittstelle an dem alternativen Einstiegsmodul standardisiert. Verschiedene
Einstiegsmodule weisen vorzugsweise eine Schnittstelle in standardisierter Form auf,
sodass Einstiegsmodule getauscht werden können, ohne Anpassungen an den Schnittstellen
oder an einer Befestigung des Einstiegsmoduls an dem Wagenkasten vornehmen zu müssen.
[0019] In einer Ausführungsform der Erfindung weist ein Schienenfahrzeugwagenkasten ein
Verbindungsmittel zur Herstellung einer lösbaren Verbindung zwischen dem Boden und/oder
einem Unterbau des Wagenkastens einerseits und dem Einstiegsmodul andererseits auf.
Beispielsweise ist an dem Wagenkasten, insbesondere an einem Boden und/oder einem
Unterbau, zumindest ein erstes Verbindungsmittel angeordnet und an dem Einstiegsmodul
ist zumindest ein zweites Verbindungsmittel angeordnet. Die Verbindungsmittel können
miteinander zusammen wirken. Die Verbindungsmittel können zur Herstellung einer formschlüssigen
und/oder kraftschlüssigen Verbindung eingerichtet sein. Mögliche Verbindungsmittel
sind beispielsweise, Schraubverbindungsmittel, Schienenverbindungsmittel, Steckverbindungsmittel,
aber auch Klebeverbindungsmittel.
[0020] Das Einstiegsmodul weist einen Einstiegsrand auf. Der Einstiegsrand ist die außenseitige
Begrenzung des Einstiegsmoduls. Der Einstiegsrand bildet den unteren Rand einer Türöffnung
des Wagenkastens. Der Einstiegsrand grenzt insbesondere an eine Tür im geschlossenen
Zustand. Der Einstiegsrand liegt insbesondere frei, nämlich zur Türöffnung bzw. zu
einer Tür hin. Der Einstiegsrand grenzt nicht an einen Boden des Wagenkastens. Die
Aussparung im Boden ist somit zum Einstiegsrand hin nicht begrenzt, also nicht durch
Boden begrenzt.
[0021] Vorteilhaft können, wie bereits oben erwähnt, mit der Erfindung unterschiedliche
Bodenhöhen oder Tritthöhen im Einstiegsbereich realisiert werden. Es kann das Einstiegsmodul
eine erste Bodenhöhe an einem Einstiegsrand aufweisen und gegen ein alternatives Einstiegsmodul
ausgetauscht werden, das eine andere Bodenhöhe aufweist.
[0022] Die Formgestaltung des Einstiegsmoduls ist variabel. Insbesondere ist das Einstiegsmodul
ausgewählt aus einem ebenen Einstiegsmodul, das eine ebene Trittfläche aufweist, einem
Stufeneinstiegsmodul, das eine oder mehrere Stufen aufweisen kann, oder einem Rampen-Einstiegsmodul.
Verschiedene Rampen-Einstiegsmodule können Rampen unterschiedlicher Neigung, Länge
und/oder Ausformung aufweisen.
[0023] In einer Variante der Erfindung kann das Einstiegstrittmodul ein Einstiegssystem
aufweisen. Ein Einstiegssystem ist beispielsweise ausgewählt aus einem Sensoren, einem
Spaltüberbrückungssystem, die nachfolgend noch erläutert sind, einer Beleuchtung,
oder einem Bahnsteigerkennungssystem.
[0024] In einer Ausführungsform der Erfindung kann das Einstiegsmodul zumindest einen Sensor
aufweisen. Der Sensor ist beispielsweise zur Erfassung eines Spalts zwischen dem Fahrzeug
und einer Bahnsteigkante und/oder zur Erfassung eines Hindernisses ausgebildet oder
eingerichtet. Der Sensor kann an der Außenseite des Fahrzeuges angebracht sein und
beispielsweise den Abstand zu einem Objekt erkennen, überwachen oder messen. Damit
kann beispielsweise der horizontale und/oder vertikale Spalt zu einem Bahnsteig überprüft
werden oder als Einklemmschutz verwendet werden indem ein Bereich am Fahrzeug aktiv
überwacht wird.
In noch einer Ausführungsform weist das Einstiegsmodul zumindest ein Heizelement auf.
Damit kann der Einstiegsbereich und/oder der Boden des Moduls geheizt werden.
Die Erfindung betrifft in einem weiteren Aspekt ein Schienenfahrzeug, das einen oben
beschriebenen Wagenkasten aufweist. Das Schienenfahrzeug ist vorzugsweise ein Fernverkehrsschienenfahrzeug,
ein Nahverkehrsschienenfahrzeug oder ein Schienenfahrzeug für den urbanen Bereich,
insbesondere eine S-Bahn oder Straßenbahn, vorzugsweise eine Niederflurstraßenbahn.
In einer Ausführungsform der Erfindung weist das Einstiegsmodul ein Spaltüberbrückungssystem,
auch bezeichnet als Spaltüberbrückungseinrichtung, auf. Mit einem solchen Spaltüberbrückungssystem
kann ein verbleibender Spalt zwischen dem Fahrzeug und einer Bahnsteigkante überbrückt
werden. Insbesondere kann mit einem Spaltüberbrückungssystem ein horizontaler und/oder
vertikaler Spalt am Einstieg überbrückt werden. Das Spaltüberbrückungssystem kann
ein bewegliches System sein, insbesondere verschiebbar, verschwenkbar und/oder klappbar
ausgebildet sein. Das Spaltüberbrückungssystem kann mechanische und/oder elektrisch
betrieben sein. Spezielle Beispiele sind Schiebetritte, Klapprampen, Klapptritte,
Hublifte und ähnliche Systeme. Schiebetritte für Schienenfahrzeuge sind grundsätzlich
aus dem Stand der Technik bekannt und beispielsweise in den Patentanmeldungen
EP 2 602 167 A1,
EP 1 470 959 A1 oder
WO 2010/072585 A1 beschrieben.
In einer Ausführungsform der Erfindung weist das Einstiegsmodul einen wechselbaren
Bodenaufbau und/oder wechselbaren Bodenbelag auf. Der Vorteil dieser Ausführungsform
liegt darin, dass bei einem Einstiegsmodul lediglich der Bodenaufbau und/oder der
Bodenbelag ausgetauscht werden muss, wenn dort eine Veränderung gewünscht ist, beispielsweise
wegen Verschleiß oder weil ein anderes Material zum Einsatz kommen soll. Ein Bodenaufbau
ist insbesondere ein konstruktiver Bodenaufbau, oder ein Bodenaufbau, der zum Tragen
von Lasten ausgebildet ist. Ein Bodenbelag ist insbesondere eine Schicht, welche die
Oberfläche des Bodens ausbildet. Es ist nicht der Austausch des gesamten Einstiegsmoduls
erforderlich, wenn lediglich am Bodenbelag oder Bodenaufbau eine Veränderung vorgenommen
werden soll. So kann mit wenig Aufwand der Einstiegsbereich gezielt geändert werden.
Das Einstiegsmodul kann Verbindungsmittel zur Verbindung mit einem Bodenbelag oder
Bodenaufbau, wie Bodenplatten, aufweisen. Der Bodenbelag für das Einstiegsmodul kann
als zumindest eine Bodenbelagsplatte, auch bezeichnet als Fußbodenplatte, ausgeführt
sein. Eine solche Bodenbelagsplatte kann Verbindungsmittel zur Befestigung an dem
Einstiegsmodul aufweisen. Wenn das Einstiegsmodul und die Bodenbelagsplatte jeweils
Verbindungsmittel aufweisen, die zur Befestigung der Bodenbelagsplatte an dem Einstiegsmodul
dienen, dann können diese Verbindungsmittel zur Herstellung einer formschlüssigen
und/oder kraftschlüssigen Verbindung eingerichtet sein. Beispielhafte Materialien
für einen Bodenbelag bzw. eine Bodenbelagsplatte sind Kunststoff, Metall, Holz oder
Verbundwerkstoffe.
[0025] In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Verändern eines
Einstiegsbereichs eines Schienenfahrzeugs, die folgenden Schritte umfassend:
- a) Bereitstellen eines Schienenfahrzeugs aufweisend einen Wagenkasten, aufweisend
- einen Boden
- einen Unterbau,
wobei der Boden und der Unterbau eine Aussparung in zumindest einem Einstiegsbereich
aufweisen, und
- ein Einstiegsmodul, das in die Aussparung eingesetzt ist, sodass in der Aussparung
ein Einstieg gebildet ist,
- b) Lösen einer Verbindung zwischen dem Einstiegsmodul und dem Boden und/oder Lösen
einer Verbindung zwischen dem Einstiegsmodul und dem Unterbau des Wagenkastens,
- c) Entnehmen des Einstiegsmoduls aus der Aussparung,
- d) Einsetzen eines anderen Einstiegsmoduls in die Aussparung,
- e) Herstellen einer Verbindung zwischen dem anderen Einstiegsmodul und dem Boden und/oder
dem Unterbau des Wagenkastens.
[0026] In dem Verfahren können alle Elemente verwendet werden, die bereits oben beschrieben
sind, insbesondere also ein beschriebener Schienenfahrzeugwagenkasten in allgemeiner
und jeder speziellen genannten Ausführungsform.
[0027] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schienenfahrzeugwagenkasten in einer Teilansicht,
- Fig. 2
- den Blick auf den Boden des Schienenfahrzeugwagenkastens von oben, ohne Einstiegsmodule,
- Fig. 3
- den Blick auf den Boden des Schienenfahrzeugwagenkastens mit eingesetzten Einstiegsmodulen
und
- Fig. 4
- eine Detailansicht des Bodens mit einer Aussparung und zwei alternativen Einstiegsmodulen.
[0028] Bei dem Schienenfahrzeugwagenkasten 1 in Fig. 1 sind der Wagenkastenboden 2, eine
erste Seitenwand 3 und eine zweite Seitenwand 4 dargestellt. Sowohl der Boden 2 als
auch die Seitenwände 3, 4 sind nur ausschnittweise dargestellt. Nicht dargestellt
sind die volle Wagenkastenlänge sowie eine Vorderwand, eine Rückwand und ein Dach
des Wagenkastens 1.
[0029] In der Seitenwand 4 sind der Türausschnitt 5 sowie das Fenster 6 vorgesehen. Ein
analoger Türausschnitt ist gegenüber dem Türausschnitt 5 in der anderen Seitenwand
3 vorgesehen, ist aber wegen der nur teilweisen Darstellung der Seitenwand 3 nicht
abgebildet. Dargestellt ist ein Ausschnitt des Fensters 7 in der Wagenkastenseitenwand
3.
[0030] Der Boden 2 des Wagenkastens 1 weist eine gerippte Trägerstruktur 8 auf, die anhand
Fig. 2 und 3 noch näher beschrieben ist. Oberseitig auf der Trägerstruktur ist beispielsweise
die Deckplatte 9 aufgebracht und unterseitig beispielsweise die Deckplatte 10. Eine
Abdeckplatte unter dem Fahrzeug kann aber auch weggelassen werden.
[0031] An dem Türausschnitt 5 ist wagenkasteninnenseitig ein Einstiegsbereich gebildet.
In analoger Weise ist gegenüberliegend, im Bereich hinter der nicht dargestellten
Tür der Wagenkastenseitenwand 3 ein Einstiegsbereich gebildet.
[0032] Der Einstiegsbereich hinter dem Türausschnitt 5 weist die Aussparung 11 auf, die
von drei mit dem Bezugszeichen 11 versehenen Linien umgrenzt ist. In die Aussparung
11 ist das Einstiegsmodul 12 eingesetzt, das schraffiert dargestellt ist. In analoger
Weise ist im Einstiegsbereich hinter einer gegenüberliegenden, nicht dargestellten
Tür in der Seitenwand 3 eine Aussparung 13 in dem Boden 2 gebildet, in welche das
Einstiegsmodul 14 eingesetzt ist.
[0033] In Fig. 2 ist ein Blick von oben auf die beispielhafte Trägerstruktur des Wagenkastenbodens
2 gezeigt. Der Boden weist eine Rippenstruktur 8 aus längslaufenden Rippenträgern
(in Fig. 2 von rechts nach links bzw. umgekehrt) und querlaufenden Rippenträgern (in
Fig. 2 von oben nach unten bzw. unten nach oben) auf. Die längslaufenden Rippenträger
sind mit dem Bezugszeichen 8a bezeichnet und die querlaufenden Rippenträger mit dem
Bezugszeichen 8b, wobei nicht alle Rippenträger mit einem Bezugszeichen versehen sind.
[0034] Auf die Rippenstruktur 8 ist eine Deckplatte 9 aufgebracht, die in diesem Fall transparent
dargestellt ist, um die darunter liegende Rippenstruktur 8 sichtbar zu machen.
[0035] Der Boden 2 weist vier Aussparungen 11, 13, 15, 17 auf, die hinter Türen bzw. Türausschnitten
in jeweiligen Einstiegsbereichen angeordnet sind. Die Aussparungen 11 und 13 entsprechen
den in Fig. 1 gezeigten Aussparungen mit gleichem Bezugszeichen.
[0036] In Fig. 2 ist weiterhin in schematischer Art und Weise ein Unterbau 33 unter dem
Boden 2 dargestellt. Der Unterbau 33 kann aus einer nicht näher dargestellten Trägerstruktur
gebildet sein. Der Unterbau 33 weist ebenfalls eine Aussparung 34 auf, die hier deckungsgleich
ist mit der Aussparung 13 in dem Boden 2. Das Einstiegsmodul 14 kann dicker ausgeführt
sein als hier gezeigt und sich auch noch nach unten in die Aussparung 34 des Unterbaus
33 erstrecken, was hier mit gestrichelten Linien in der Aussparung 34 angedeutet ist.
Oder das hier gezeigte Einstiegsmodul 14 kann gegen ein alternatives Einstiegsmodul
getauscht werden, das sich auch noch in die Aussparung 34 des Unterbaus 33 erstreckt.
Beispielsweise kann das alternative Einstiegsmodul ein Rampen-Einstiegsmodul sein,
wobei sich die Rampe bzw. die Schräge bis in den Bereich des Unterbaus 33 erstreckt.
[0037] Fig. 3 zeigt die gleiche Ansicht wie Fig. 2 und die Bezugszeichen haben dieselbe
Bedeutung. Fig. 3 zeigt im Vergleich zu Fig. 2 vier Einstiegsmodule 12, 14, 16, 18,
die in die Aussparungen 11, 13, 15, 17 eingesetzt sind.
[0038] In Fig. 4 ist ausschnittweise der in Fig. 1 dargestellte vordere Einstiegsbereich
mit der Aussparung 13 abgebildet. Die Aussparung 13 weist an dem hinteren Rand drei
Löcher 19 auf, in welche Zapfen 20, die am hinteren Rand des Einstiegsmoduls 14 gebildet
sind, einschiebbar sind, sodass am hinteren Rand eine formschlüssige Verbindung zwischen
Einstiegsmodul 14 und Boden 2 gebildet wird. Alternativ zu dieser gezeigten Zapfenverbindung
ist auch eine Schraubverbindung denkbar.
[0039] An den seitlichen Rändern der Aussparung 13 sind jeweils eine Nut 21 sowie Löcher
22 zur Anbringung einer Verschraubung vorgesehen. Die Löcher 22 am linken Seitenrand
der Aussparung 13 sind in der gewählten Perspektive nicht sichtbar.
[0040] Das Einstiegsmodul 14 weist am hinteren Rand die Zapfen 20 auf, die in die Löcher
19 des Bodens 2 einbringbar sind. An den Seitenrändern des Einstiegsmoduls 14 ist
jeweils eine Schiene 23 vorgesehen. Die Schienen 23 sind in die jeweiligen Nuten 21
des Bodens 2 einschiebbar.
[0041] An den Seitenrändern des Einstiegsmoduls 14 sind ferner Löcher 24 vorgesehen, die
oberhalb der Schienen 23 angeordnet sind. Die Löcher an dem rechten Rand des Einstiegsmoduls
14 sind durch die gewählte Perspektive verdeckt. Das Einstiegsmodul 14 kann von vorne
in die Aussparung 13 eingeschoben werden und die Löcher 24 in dem Einstiegsmodul 14
mit den Löchern 22 in der Aussparung 13 zur Deckung gebracht werden. Anschließend
kann durch die Löcher 22 und 24 eine Schraubverbindung hergestellt werden. Ein Zugang
zu der Schraubverbindung kann von der Unterseite des Bodens 2 vorgesehen sein.
[0042] In Fig. 4 sind zwei alternative Einstiegsmodule 14, 26 dargestellt. Das Einstiegsmodul
14 ist ein ebenes Einstiegsmodul. Nach Einsetzen in die Aussparung 13 des Bodens 2
wird eine ebene Fläche gebildet. Das alternative Einstiegsmodul 26 ist ein Rampeneinstiegsmodul.
Die Oberfläche des Einstiegsmoduls 26 ist als schiefe Ebene gestaltet, sodass eine
Einstiegsrampe gebildet wird, wenn das Modul 26 in die Aussparung 13 eingesetzt ist.
Die Verbindungsmittel 20, 23, 24 sind analog zu den bereits an dem Einstiegsmodul
14 erläuterten Verbindungsmitteln.
[0043] Der Einstiegsrand 27 des ebenen Einstiegsmoduls 14 ist höher als der Einstiegsrand
28 des Rampeneinstiegsmoduls 26, was durch die Rampenform des Moduls 26 bedingt ist.
[0044] An dem Einstiegsrand 27 des Moduls 14 ist eine gewinkelte metallische Trittleiste
29 vorgesehen. An dem Einstiegsrand 28 des Rampenmoduls 26 ist eine metallische streifenförmige
Trittleiste 30 vorgesehen. Diese Trittleisten 29, 30 können austauschbar sein.
[0045] Die oben erläuterten Elemente 19, 20, 21, 22, 23, 24 bilden Schnittstellen zwischen
dem Boden 9 und den gezeigten Einstiegsmodulen 14, 26. Es ist ersichtlich, dass die
Schnittstellen so standardisiert sind, dass das Einstiegsmodul 14 ohne weiteres gegen
das Einstiegsmodul 26 getauscht werden kann. Gleiche oder ähnliche Schnittstellen
können alternativ oder zusätzlich zwischen den Einstiegsmodulen 14, 26 und dem in
Fig. 1 gezeigten Unterbau 33 vorhanden sein.
[0046] Die Einstiegsmodule 14, 26 weisen jeweils einen Bodenbelag 31, 32 auf, der auswechselbar
ist. Verbindungsmittel zwischen einem Bodenbelag 31, 32 und einem Grundkörper des
jeweiligen Moduls 14, 26 sind nicht dargestellt.
1. Schienenfahrzeugwagenkasten (1), aufweisend
- einen Boden (2),
- einen Unterbau (33),
wobei der Boden (2) und der Unterbau (33) eine Aussparung (11, 13, 15, 17, 34) in
zumindest einem Einstiegsbereich aufweisen, und
- ein Einstiegsmodul (12, 14, 16, 18), das in die Aussparung (11, 13, 15, 17, 34)
eingesetzt ist und das aus der Aussparung (11, 13, 15, 17, 34) entnehmbar ist,
wobei das Einstiegsmodul (12, 14, 16, 18) eine erste Bodenhöhe an einem Einstiegsrand
(27), der den unteren Rand einer Türöffnung des Schienenfahrzeugwagenkastens bildet,
aufweist und gegen ein alternatives Einstiegsmodul (26) austauschbar ist, das eine
andere Bodenhöhe an einem Einstiegsrand (28) aufweist.
2. Schienenfahrzeugwagenkasten nach Anspruch 1, aufweisend zumindest eine Schnittstelle
(19, 20, 21, 22, 23, 24) zwischen dem Einstiegsmodul (12, 14, 16, 18), und dem alternativen
Einstiegsmodul (26), und dem Boden (2) und/oder dem Unterbau (33), über welche das
Einstiegsmodul oder das alternative Einstiegsmodul an dem Boden (2) und/oder dem Unterbau
(33) befestigbar ist, wobei die Schnittstelle (19, 20, 21, 22, 23, 24) an dem Einstiegsmodul
und die Schnittstelle an dem alternativen Einstiegsmodul standardisiert sind, sodass
diese Einstiegsmodule ohne Anpassungen an den Schnittstellen oder an einer Befestigung
des Einstiegsmoduls an dem Wagenkasten getauscht werden können.
3. Schienenfahrzeugwagenkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Einstiegsmodul
(14, 26) ausgewählt ist aus einem ebenen Einstiegsmodul (14), einem Stufen-Einstiegsmodul
oder einem Rampen-Einstiegsmodul (26).
4. Schienenfahrzeugwagenkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche, aufweisend ein
Verbindungsmittel (19, 20, 21, 22, 23, 24) zur Herstellung einer lösbaren Verbindung
zwischen dem Boden (2) und/oder dem Unterbau (33) des Wagenkastens (1) und dem Einstiegsmodul
(14; 26).
5. Schienenfahrzeugwagenkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Einstiegsmodul
ein Spaltüberbrückungssystem aufweist.
6. Schienenfahrzeugwagenkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Einstiegsmodul
(14; 26) einen wechselbaren Bodenbelag (31; 32) und/oder wechselbaren Bodenaufbau
aufweist.
7. Schienenfahrzeug aufweisend einen Schienenfahrzeugwagenkasten nach einem der Ansprüche
1-6.
8. Verfahren zum Verändern eines Einstiegsbereichs eines Schienenfahrzeugs, die folgenden
Schritte umfassend:
a) Bereitstellen eines Schienenfahrzeugs aufweisend einen Wagenkasten (1), aufweisend
- einen Boden (2),
- einen Unterbau (33),
wobei der Boden (2) und der Unterbau (33) eine Aussparung (11, 13, 15, 17, 34) in
zumindest einem Einstiegsbereich aufweisen, und
- ein Einstiegsmodul (12, 14, 16, 18) das in die Aussparung eingesetzt ist,
b) Lösen einer Verbindung zwischen dem Einstiegsmodul und dem Boden und/oder dem Unterbau
des Wagenkastens (1),
c) Entnehmen des Einstiegsmoduls,
d) Einsetzen eines anderen Einstiegsmoduls,
e) Herstellen einer Verbindung zwischen dem anderen Einstiegsmodul und dem Boden und/oder
dem Unterbau des Wagenkastens.
1. A rail vehicle coach body (1), comprising
- a floor (2),
- a substructure (33),
wherein the floor (2) and the substructure (33) comprise a recess (11, 13, 15, 17,
34) in at least one entry region, and
- an entry module (12, 14, 16, 18) which is inserted into the recess (11, 13, 15,
17, 34) and which is removable from the recess (11, 13, 15, 17, 34),
wherein the entry module (12, 14, 16, 18) comprises a first floor height at an entry
edge (27), which forms the lower edge of a door opening of the rail vehicle coach
body, and is replaceable by an alternative entry module (26) which comprises a different
floor height at an entry edge (28).
2. The rail vehicle coach body according to claim 1, comprising at least one interface
(19, 20, 21, 22, 23, 24) between the entry module (12, 14, 16, 18), and the alternative
entry module (26), and the floor (2) and/or the substructure (33), via which interface
the entry module or the alternative entry module is fastenable to the floor (2) and/or
to the substructure (33), wherein the interface (19, 20, 21, 22, 23, 24) at the entry
module and the interface at the alternative entry module are standardized, so that
these entry modules can be replaced without adaptations to the interfaces or to a
fastening of the entry module to the coach body.
3. The rail vehicle coach body according to one of the preceding claims, wherein the
entry module (14, 26) is selected from a flat entry module (14), a stepped entry module
or a ramp entry module (26).
4. The rail vehicle coach body according to one of the preceding claims, comprising a
connecting means (19, 20, 21, 22, 23, 24) for producing a releasable connection between
the floor (2) and/or the substructure (33) of the coach body (1) and the entry module
(14; 26) .
5. The rail vehicle coach body according to one of the preceding claims, wherein the
entry module comprises a gap-bridging system.
6. The rail vehicle coach body according to one of the preceding claims, wherein the
entry module (14; 26) comprises an exchangeable floor covering (31; 32) and/or exchangeable
floor structure.
7. A rail vehicle comprising a rail vehicle coach body according to one of claims 1-6.
8. Method for changing an entry region of a rail vehicle, comprising the following steps:
a) providing a rail vehicle having a coach body (1), having
- a floor (2),
- a substructure (33),
wherein the floor (2) and the substructure (33) comprise a recess (11, 13, 15, 17,
34) in at least one entry region, and
- an entry module (12, 14, 16, 18) which is inserted into the recess,
b) releasing a connection between the entry module and the floor and/or the substructure
of the coach body (1),
c) removing the entry module,
d) inserting another entry module,
e) producing a connection between the other entry module and the floor and/or the
substructure of the coach body.
1. Caisse de voiture de véhicule sur rails (1), présentant :
- un plancher (2),
- une sous-structure (33),
le plancher (2) et la sous-structure (33) présentant un évidement (11, 13, 15, 17,
34) dans au moins une région d'embarquement et
- un module d'embarquement (12, 14, 16, 18), qui est inséré dans l'évidement (11,
13, 15, 17, 34) et qui peut être enlevé de l'évidement (11, 13, 15, 17, 34), le module
d'embarquement (12, 14, 16, 18) présentant une première hauteur de plancher à un bord
d'embarquement (27) qui forme le bord inférieur d'une ouverture de porte de la caisse
de voiture de véhicule sur rails, et pouvant être remplacé par un autre module d'embarquement
(26) qui présente une autre hauteur de plancher à un bord d'embarquement (28).
2. Caisse de voiture de véhicule sur rails selon la revendication 1, présentant au moins
une interface (19, 20, 21, 22, 23, 24) entre le module d'embarquement (12, 14, 16,
18), et l'autre module d'embarquement (26), et le plancher (2) et/ou la sous-structure
(33), par le biais de laquelle le module d'embarquement ou l'autre module d'embarquement
peut être fixé au plancher (2) et/ou à la sous-structure (33), l'interface (19, 20,
21, 22, 23, 24) au module d'embarquement et l'interface à l'autre module d'embarquement
étant standardisées de telle sorte que ces modules d'embarquement puissent être remplacés
sans devoir effectuer des adaptations concernant les interfaces ou concernant une
fixation du module d'embarquement à la caisse de voiture.
3. Caisse de voiture de véhicule sur rails selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans laquelle le module d'embarquement (14, 26) est choisi parmi un module
d'embarquement plan (14), un module d'embarquement étagé ou un module d'embarquement
à rampe (26).
4. Caisse de voiture de véhicule sur rails selon l'une quelconque des revendications
précédentes, présentant un moyen de connexion (19, 20, 21, 22, 23, 24) pour établir
une liaison amovible entre le plancher (2) et/ou la sous-structure (33) de la caisse
de voiture (1) et le module d'embarquement (14 ; 26).
5. Caisse de voiture de véhicule sur rails selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans laquelle le module d'embarquement présente un système pour surmonter
une fente.
6. Caisse de voiture de véhicule sur rails selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans laquelle le module d'embarquement (14 ; 26) présente un revêtement
de plancher remplaçable (31 ; 32) et/ou une structure de plancher remplaçable.
7. Véhicule sur rails présentant une caisse de voiture de véhicule sur rails selon l'une
quelconque des revendications 1 à 6.
8. Procédé pour modifier une zone d'embarquement d'un véhicule sur rails, qui comprend
les étapes suivantes :
a) fourniture d'un véhicule sur rails présentant une caisse de voiture (1), présentant
- un plancher (2),
- une sous-structure (33),
le plancher (2) et la sous-structure (33) présentant un évidement (11, 13, 15, 17,
34) dans au moins une région d'embarquement et
- un module d'embarquement (12, 14, 16, 18), qui est inséré dans l'évidement,
b) desserrage d'une connexion entre le module d'embarquement et le plancher et/ou
la sous-structure de la caisse de voiture (1),
c) enlèvement du module d'embarquement,
d) insertion d'un autre module d'embarquement,
e) établissement d'une liaison entre l'autre module d'embarquement et le plancher
et/ou la sous-structure de la caisse de voiture.