[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gargerät mit einem verschließbaren Garraum,
in dem zwischen einer Garraumwand und einer Prallwand eine Gebläsekammer gebildet
ist, in der ein Gebläserad angeordnet ist und Luft durch mindestens eine Ansaugöffnung
der Prallwand in die Gebläsekammer saugt und durch zumindest eine Ausblasöffnung der
Prallwand aus der Gebläsekammer ausbläst.
[0002] Derartige Gargeräte sind beispielsweise aus der
DE 2557867 A1 bekannt, wobei die Ausblasöffnung in den beiden Seitenbereichen der Prallwand jeweils
durch zwei langgestreckte vertikale Ausblasschlitze gebildet ist. Um eine Vergleichmäßigung
der Luftströmung und der Wärmeverteilung im Garraum zu erzielen, ist das Gebläse von
Luftleitblechen umgeben, die die im Wesentlichen radial vom Gebläse wegströmende Luft
horizontal auf die Ausblasschlitze zuleiten. Diese langgestreckten Ausblasschlitze
erzeugen durch ihre in Längsrichtung gleichbleibende Geometrie eine gleichbleibende
Luftströmung.
[0003] Moderne Gargeräte, mit hohen Anforderungen an die Wärmeverteilung, erfordern eine
individuelle, auf die Gegebenheiten des Garraums angepasste Luftströmung.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Gargerät bereitzustellen, das mit
einfachen Mitteln eine gezielte Luftströmung ermöglicht, um eine gleichmäßige Wärmeverteilung
im Garraum zu erreichen.
[0005] Die Erfindung geht aus von einem Gargerät, insbesondere Backofen, mit einem verschließbaren
Garraum, in dem zwischen einer Garraumwand und einer Prallwand eine Gebläsekammer
gebildet ist, in der ein Gebläserad angeordnet ist und Luft durch mindestens eine
Ansaugöffnung der Prallwand in die Gebläsekammer saugt und durch zumindest eine Ausblasöffnung
der Prallwand aus der Gebläsekammer ausbläst. Unter einem Garraum soll insbesondere
der durch drei Seitenwände sowie Boden und Decke begrenzte Raum verstanden werden,
der frontseitig mit einer Tür verschließbar ist. Dabei teilt sich der Garraum in zwei
Bereiche auf. Der dem Nutzer zugewandte Bereich, in dem Gargutträger, wie z.B. Backbleche
oder Roste, einschiebbar sind, dient als Behandlungsraum für das Gargut. Vorzugsweise
im hinteren Bereich des Garraums befindet sich die, durch eine Prallwand abgegrenzte
Gebläsekammer, welche dazu eingerichtet ist, durch eine zentrale Ansaugöffnung in
der Prallwand Luft aus dem Behandlungsraum mittels eines Gebläserads anzusaugen und
durch zumindest eine Ausblasöffnung in der Prallwand erneut in den Behandlungsraum
einzublasen.
[0006] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass zumindest eine Ausblasöffnung
eine Länge (L) und eine Tiefe (T) aufweist und die Tiefe (T) über den Verlauf der
Länge (L) ein variierendes Maß aufweist. Unter einer Ausblasöffnung soll insbesondere
ein Durchlass in der Gebläsekammer verstanden werden, welche geeignet ist, zumindest
eine Teilmenge des angesaugten Luftstroms in den Behandlungsraum zu leiten. Eine derartige
Ausblasöffnung kann durch eine Aussparung oder Ausstanzung aus dem Blech der Prallwand
gebildet sein, wobei diese Ausblasöffnung vorzugsweise im Randbereich der Prallwand
angeordnet ist und wahlweise zum Rand einen oder keinen verbleibenden Steg aufweist.
Unter der Länge (L) soll insbesondere die Erstreckung der Ausblasöffnung verstanden
werden. Unter der Tiefe (T) soll insbesondere die Breite der Ausblasöffnung, vorzugsweise
rechtwinklig gesehen zur Länge (L) verstanden werden. Unter dem variierenden Maß der
Tiefe (T) soll insbesondere verstanden werden, dass die Geometrie der Ausblasöffnung
über den Verlauf der Länge (L) sich derart verändert, dass sich der Querschnitt der
Ausblasöffnung über den Verlauf der Länge (L) verändert. Bedarf eine Stelle im Garraum
mehr Luftvolumen, so wird an der zugehörigen Stelle an der Ausblasöffnung mehr Luftdurchsatz
mittels höherem Querschnitt, durch ein größeres Maß der Tiefe (T) erzielt. Ist eine
Verringerung des Luftdurchsatzes an einer Stelle im Garraum gewünscht, wird an der
zugehörigen Stelle der Ausblasöffnung der Luftdurchsatz mittels geringerem Querschnitt,
durch ein kleineres Maß der Tiefe (T) erzielt. Befindet sich beispielsweise an der
Seitenwand ein Gegenstand, z.B. eine den Garraum beleuchtende Garraumlampe, welche
in die Luftströmung ragt und somit einen Widerstand für die Luftströmung bildet, so
wird der Querschnitt der Ausblasöffnung derart angepasst, z.B. durch ein größeres
Maß der Tiefe (T), dass der Widerstand ausgeglichen wird. Eine erfindungsgemäße Ausblasöffnung
kann somit regelmäßige (gerade) Kanten oder unregelmäßige (z.B. stufen- oder wellenförmige)
Kanten aufweisen. Durch diese individuelle Anpassung des Querschnitts der Ausblasöffnung
lässt sich die Luftströmung individuelle auf die Gegebenheiten des Garraums anpassen,
wodurch eine ideale Wärmeverteilung erzielt wird. Zudem kann auf zusätzliche Luftleitbleche
verzichtet werden.
[0007] Vorzugsweise ist die zumindest eine Ausblasöffnung zu jeder, in Erstreckungsrichtung
der Prallwand gesehen, senkrechten- oder parallelen Linie, insbesondere Symmetrielinie
asymmetrisch. Unter einer asymmetrischen Ausblasöffnung sollen insbesondere Querschnitte
verstanden werden, welche eine eckige, stufenförmige oder wellenförmige Kontur aufweisen.
Eine asymmetrische Geometrie der Ausblasöffnung kann durch ihren in Längsrichtung
ungleichmäßigen Querschnitt eine besonders gute Luftströmung erzeugen.
[0008] Vorzugsweise weist die zumindest eine Ausblasöffnung eine dreieckige Geometrie auf.
Unter einer dreieckigen Geometrie soll insbesondere eine geometrische Figur verstanden
werden, welche drei Ecken aufweist. Die Scheitel der Dreiecke können als Eckpunkte
ausgeführt sein oder als geometrische bzw. theoretische Eckpunkte dienen, wobei die
körperliche Ausbildung der Ausblasöffnung am Scheitelpunkt nicht eckig ist. In diesem
Fall bezieht sich die dreieckige Geometrie auf die wesentliche Kontur des Polygonzugs.
Durch eine dreieckige Geometrie ist eine gleichmäßige Anpassung der Luftströmung über
den Querschnitt möglich, da der Querschnitt stetig bzw. linear zu- oder abnimmt. Dabei
ist das Luftvolumen an Stellen mit einem kleinen Maß der Tiefe (T) geringer und an
Stellen mit einem großen Maß der Tiefe (T) höher.
[0009] Vorzugsweise weist die Ausblasöffnung im Wesentlichen die Geometrie eines rechtwinkligen
Dreiecks auf. Unter einem rechtwinkligen Dreieck soll insbesondere ein Dreieck verstanden
werden, das einen 90°-Winkel, also einen rechten Winkel aufweist. Die dem rechten
Winkel gegenüberliegende Seite ist die längste Seite des Dreiecks und wird Hypotenuse
genannt. Eine Ausbildung sieht vor, dass die Hypotenuse den Rand der Prallwand bzw.
des Luftleitabschnitts bildet oder im Wesentlichen parallel zu diesem angeordnet ist,
so dass ein Rand verbleibt. Alternativ ist die Hypotenuse der Ansaugöffnung der Prallwand
zugewandt.
[0010] Gemäß einer Variante weist die Ausblasöffnung im Wesentlichen die Geometrie eines
gleichschenkligen oder gleichseitigen Dreiecks auf. Unter einem gleichschenkligen
Dreieck soll insbesondere ein Dreieck verstanden werden, bei dem mindestens zwei Seiten
gleich lang sind. Diese Seiten werden als Schenkel bezeichnet, die dritte Seite heißt
Basis des gleichschenkligen Dreiecks. Eine Ausbildung sieht vor, dass die Basis den
Rand der Prallwand bzw. des Luftleitabschnitts bildet oder im Wesentlichen parallel
zu diesem angeordnet ist, so dass ein Rand verbleibt. Alternativ ist die Basis der
Ansaugöffnung der Prallwand zugewandt. Unter einem gleichseitigen Dreieck soll insbesondere
ein Dreieck verstanden werden, bei dem alle drei Seiten gleich lang sind.
[0011] Gemäß einer weiteren Variante weist die Ausblasöffnung eine zusammengesetzte geometrische
Form, umfassend eine rechteckige Basisfläche und eine Anschlussfläche auf, wobei das
Maß der Tiefe (T) über den Verlauf der Länge (L) ein variierenden Maß aufweist. Unter
einer rechteckigen Basisfläche soll insbesondere ein rechteckiger Querschnitt verstanden
werden, der für einen höheren Luftdurchsatz der Ausblasöffnung sorgt. Im Bereich einer
Ecke oder Spitze, z.B. bei einem Dreieck, an dem der Luftdurchsatz aufgrund des geringen
Maßes der Tiefe (T) gegen Null strebt, ist die Basisfläche von besonderem Vorteil,
da mit dieser ein Mindestluftdurchsatz sichergestellt ist.
[0012] Vorzugsweise weist die Geometrie der Ausblasöffnung eine 3 oder 4+n eckige Grundfläche
auf. Unter einer Ausblasöffnung mit einer 3-eckigen Grundfläche sollen insbesondere
alle voran beschriebenen dreieckigen Geometrien verstanden werden. Unter einer Ausblasöffnung
mit einer 4+n eckigen Grundfläche sollen alle Geometrie verstanden werden, welche
mehr als vier, z.B. 5, 6, 7 ..., Ecken aufweisen. Somit lassen sich vorteilhafter
Weise alle Ausblasöffnungen mit vieleckigen, polygonalen Querschnitten mit 3 oder
4+n eckigen Querschnitten abbilden.
[0013] Vorzugsweise weisen die Ecken der Ausblasöffnung einen Radius oder eine Phase auf.
Unter einem Radius soll insbesondere ein Teil einer Kreisumfangsfläche verstanden
werden, welcher einem Winkel die Spitze nimmt. Dies ist besonders von Vorteil, um
scharfkantige Ecken und somit Verletzungen zu vermeiden oder eine ausreichend gute
Emaillierung sicher zu stellen und eine homogenere Strömung an den Ecken zu gewährleisten.
Alternativ kann die Ecke der Ausblasöffnung auch über eine Abschrägung in Form einer
Fase entschärft werden. Es wird darauf hingewiesen, dass der Radius oder die Fase
an der oder den Ecken keinen Einfluss auf die geometrische Form der erfindungsgemäßen
Ausblasöffnung haben.
[0014] Vorzugsweise beträgt die Länge (L) zwischen 1 cm und 50 cm, vorzugsweise zwischen
2 cm und 30 cm, insbesondere 2,5 cm, 21,5 cm oder 24 cm.
[0015] Bitte vorzugsweise beträgt die maximale Tiefe (T) zwischen 0,1 cm und 5 cm, vorzugsweise
zwischen 0,2 cm und 3 cm, insbesondere 1 cm.
[0016] Vorzugsweise weist die Prallwand zwischen 1 und 8, vorzugsweise 2 bis 6 und insbesondere
4 Ausblasöffnungen auf.
[0017] Vorzugsweise sind gegenüberliegende Ausblasöffnungen spiegelsymmetrisch angeordnet
oder verdreht, insbesondere Punktsymetrisch zueinander angeordnet. Durch diese symmetrisch
angeordneten Ausblasöffnungen entsteht eine besonders gute Verteilung der Warmluft
über alle Einschubebenen des Gargeräts, was eine besonders gute Bräunungsverteilung
erzielt.
[0018] Vorzugsweise weist die Prallwand einen im Wesentlichen rechtwinklig angeordneten
Luftleitabschnitt auf, der einen rahmenartigen Rand der Prallwand bildet und wobei
auf dem Luftleitabschnitt die zumindest eine Ausblasöffnung angeordnet ist. Unter
einem Luftleitabschnitt soll insbesondere ein die Prallwand ergänzender Abschnitt
verstanden werden, der die Prallwand vorzugsweise rahmenförmig umgibt. Dieser Luftleitabschnitt
formt aus dem im Wesentlichen flachen Gebilde der Prallwand ein wannenförmiges Gebilde,
wobei die Öffnung dieser Gebläsekammer dem Gebläserad zugewandt ist. Vorteilhaft an
dieser Ausgestaltung ist, dass die auf den Luftleitabschnitten angeordneten Ausblasöffnungen
den Luftstrom zunächst im Wesentlichen parallel zur Rückwand des Garraums aus der
Gebläsekammer blasen, und die Seitenwände als einen den Luftstrom reflektierende Diffusor
nutzen, um eine größtmögliche Verteilung der Wärme durch Verwirbelung zu erzeugen.
[0019] Vorzugsweise ist das Luftleitelement einstückig aus der Prallwand gebildet, wodurch
eine besonders einfache Herstellung der Prallwand mit Luftleitabschnitten, insbesondere
durch ein Tiefziehverfahren möglich ist. Gemäß einer Alternative sind die Luftleitelemente
mit Ausblasöffnungen aus einem eigenständigen Bauteil und bilden zusammen mit der
Prallwand eine gemeinsame Gebläsekammer.
[0020] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Figuren und der Figurenbeschreibung.
Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalsdefinitionen sowie
die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine
gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen
Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar,
ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind auch Ausführungsbeispiele von
der Erfindung als umfasst und offenbart anzusehen, die in den schematischen Figuren
nicht explizit gezeigt und erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen
aus den erläuterten Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine schematische perspektivische Darstellung eines Garraums eines erfindungsgemäßen
Gargeräts;
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine die Gebläsekammer bildende Prallwand;
Fig. 3 vier perspektivische Ansichten auf eine die Gebläsekammer bildende Prallwand;
und
Fig. 4 - 8 Draufsichten auf mögliche Ausgestaltungen der Geometrien der Ausblasöffnungen.
[0021] Gleiche oder funktionsgleiche Elemente werden in den Figuren mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0022] In Fig. 1 ist in einer perspektivischen Darstellung ein Garraum 1 eines erfindungsgemäßen
Gargeräts zum Zubereiten von Lebensmitteln gezeigt, welches im Ausführungsbeispiel
ein Backofen ist. Der Garraum 1 ist durch die Seitenwände 2, 3 des Backrohrs begrenzt.
Frontseitig weist der Garraum 1 eine Beschickungsöffnung auf, die durch eine nicht
dargestellte Tür verschließbar ist. An den Seitenwänden 2, 3 befinden sich Seitengitter
4, die das Zubehör 5, wie z. B. Roste, Backbleche oder ähnliches Zubehör auf unterschiedlichen
Einschubhöhen aufnehmen. Der Garraum 1 weist eine Decke 6 auf, an der ein Oberhitze
Heizkörper 7 angeordnet ist. Zudem weist der Garraum 1 einen Boden 8 auf, unter dem
ein Unterhitze Heizkörper 9 angeordnet ist. An der Rückwand 10 des Garraums 1 ist
eine Gebläsekammer 11 angeordnet, in der ein Gebläserad 12 die durch die Ober- bzw.
Unterhitze Heizkörper 7, 9 aufgewärmte Luft durch mindestens eine, in Fig. 1 ausgesparte,
Ansaugöffnung 13 der Prallwand 14 in die Gebläsekammer 11 saugt und durch zumindest
eine Ausblasöffnung 15 der Prallwand 14 aus der Gebläsekammer 11 ausbläst.
[0023] Fig. 2 zeigt die Draufsicht auf eine Prallwand 14 des erfindungsgemäßen Gargeräts
1 in Einbaulage. Die Prallwand 14 weist einen die Prallwand 14 rahmenförmig umgebenden
Luftleitabschnitt 16 auf, der rechtwinklig von der Ebene der Prallwand 14 absteht.
Somit bildet die Prallwand 14 zusammen mit dem Luftleitabschnitt 16 ein wannenförmiges
Gebilde, an dessen Rändern die Ausblasöffnungen 15 angeordnet sind. Im Ausführungsbeispiel
nach Figur 2 sieht man die Ausblasöffnungen 15 am oberen, waagerecht verlaufenden
Luftleitabschnitt 16. Die Ausblasöffnung 15 weist eine 3-eckige Geometrie auf. Diese
Geometrie definiert den Querschnitt und somit den Luftdurchlass der Ausblasöffnung
15. Die Ausblasöffnung 15 weist eine Länge (L) und eine Tiefe (T) auf. Über die Länge
(L) variiert das Maß der Tiefe (T) in der Art, dass im Ausführungsbeispiel bei einer
3-eckigen Geometrie der Ausblasöffnung 15 das Maß T1 größer ist als das Maß T2. Bei
dem gezeigten Dreieck handelt es sich um ein rechtwinkliges Dreieck, dessen Ankathete
am freien Ende bis Luftleitabschnitts 16 angeordnet ist und Länge (L) definiert. Die
Gegenkathete stellt das maximale Maß der Tiefe (T) dar. Durch Radien R an den Spitzen
des Dreiecks werden scharfkantige Ecken vermieden.
[0024] Fig. 3 zeigt die gleiche Prallwand 14 in jeweils vier unterschiedlichen perspektivischen
Ansichten, um die Form und die Anordnung der Ausblasöffnungen 15 zu verdeutlichen.
Im Ausführungsbeispiel befinden sich an der Prallwand 14 in Summe vier Ausblasöffnungen
15, wobei jeweils eine an den beiden senkrechten Flanken des Luftleitabschnitts 16
sowie je eine an den oberen und unteren, waagerecht verlaufenden Bereichen des Luftleitabschnitts
16 angeordnet ist. Die genaue Anordnung der Ausblasöffnungen 14 richtet sich nach
den Gegebenheiten des Garraums 1, wobei das Ziel ist, innerhalb des Garraums 1 eine
bestmögliche, gleichmäßige Wärmeverteilung für ein optimales Garergebnis zu erzielen.
Befindet sich beispielsweise an der Seitenwand 2, 3 ein Gegenstand, z.B. eine den
Garraum 1 beleuchtende Garraumlampe, welche einen Widerstand für die Luftströmung
darstellt, so wird der Querschnitt der Ausblasöffnung 15 derart angepasst, z.B. durch
ein größeres Maß der Tiefe (T), dass der Widerstand ausgeglichen wird. Die Ausblasöffnungen
15 am Luftleitabschnitt 16 sind spiegelsymmetrisch zu den waagrecht und senkrecht
verlaufenden Mittelpunktsachsen der Ansaugöffnung 13 angeordnet.
[0025] Fig. 4 zeigt in einem Ausführungsbeispiel die Draufsicht auf eine Ausblasöffnung
15, welche die Geometrie eines rechtwinkligen Dreiecks aufweist. Die Länge (L) und
die Tiefe (T) definieren die Abmaße des Dreiecks.
[0026] Fig. 5 zeigt in einem Ausführungsbeispiel die Draufsicht auf eine Ausblasöffnung
15, welche die Geometrie einer stufenförmigen Aussparung aufweist. Die Länge (L) und
die Tiefe (T) definieren die Abmaße der Aussparung.
[0027] Fig. 6 zeigt in einem Ausführungsbeispiel die Draufsicht auf eine Ausblasöffnung
15, welche eine zusammengesetzte geometrische Form aufweist. Diese wird gebildet durch
eine rechteckige Basisfläche 17 und eine 3-eckige Anschlussfläche. Die Länge (L) und
die Tiefe (T) definieren die Abmaße der Aussparung.
[0028] Fig. 7 zeigt in einem Ausführungsbeispiel die Draufsicht auf eine Ausblasöffnung
15, welche die Geometrie einer Freiform aufweist, bei der die Kante nicht linear ist.
Demnach sind die Kanten der Ausblasöffnung 15 nicht auf gerade Kanten beschränkt.
Die Länge (L) und die Tiefe (T) definieren die Abmaße der Aussparung.
[0029] Fig. 8 zeigt in einem Ausführungsbeispiel die Draufsicht auf eine Ausblasöffnung
15, mit einer weiteren Geometrie einer Freiform mit einer nicht linearen Kante. Die
Länge (L) und die Tiefe (T) definieren die Abmaße der Aussparung.
[0030] Für den Fachmann ist erkennbar, dass die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt ist, sondern dass eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen ebenfalls
davon umfasst sind.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0031]
- 1
- Garraum
- 2
- erste Seitenwand
- 3
- zweite Seitenwand
- 4
- Seitengitter
- 5
- Zubehör
- 6
- Decke
- 7
- Unterhitze Heizkörper
- 8
- Boden
- 9
- Oberhitze Heizkörper
- 10
- Rückwand
- 11
- Gebläsekammer
- 12
- Gebläserad
- 13
- Ansaugöffnung
- 14
- Prallwand
- 15
- Ausblasöffnung
- 16
- Luftleitabschnitt
- 17
- Basisfläche
- R
- Radius
- L
- Länge der Ausblasöffnung
- T
- Tiefe der Ausblasöffnung
1. Gargerät, insbesondere Backofen, mit einem verschließbaren Garraum (1), in dem zwischen
einer Garraumwand (2, 3) und einer Prallwand eine Gebläsekammer (11) gebildet ist,
in der ein Gebläserad (12) angeordnet ist und Luft durch mindestens eine Ansaugöffnung
(13) der Prallwand (14) in die Gebläsekammer (11) saugt und durch zumindest eine Ausblasöffnung
(15) der Prallwand (14) aus der Gebläsekammer (11) ausbläst, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Ausblasöffnung (15) eine Länge (L) und eine Tiefe (T) aufweist
und die Tiefe (T) über den Verlauf der Länge (L) ein variierendes Maß aufweist.
2. Gargerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Ausblasöffnung (15) asymmetrisch zu jeder, in Erstreckungsrichtung
der Prallwand gesehen, senkrechten- oder parallelen Linie ist.
3. Gargerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Ausblasöffnung (15) eine dreieckige Geometrie aufweist.
4. Gargerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausblasöffnung (15) im Wesentlichen die Geometrie eines rechtwinkligen Dreiecks
aufweist.
5. Gargerät nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausblasöffnung (15) im Wesentlichen die Geometrie eines gleichschenkligen oder
gleichseitigen Dreiecks aufweist.
6. Gargerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausblasöffnung (15) eine zusammengesetzte geometrische Form aufweist, umfassend
eine rechteckige Basisfläche (17) und eine Anschlussfläche, die eine Tiefe (T) mit
über den Verlauf der Länge (L) ein variierendem Maß aufweist.
7. Gargerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Geometrie der Ausblasöffnung (15) eine 3 oder 4+n eckige Grundfläche aufweist.
8. Gargerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Ecke der Ausblasöffnung (15) einen Radius (R) oder eine Fase aufweist.
9. Gargerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (L) zwischen 1cm und 50 cm, vorzugsweise zwischen 2 cm und 30 cm, insbesondere
2,5 cm, 21,5 cm oder 24 cm beträgt.
10. Gargerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Tiefe (T) zwischen 0,1cm und 5 cm, vorzugsweise zwischen 0,2 cm und
3 cm, insbesondere 1 cm beträgt.
11. Gargerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Prallwand (14) zwischen 1 und 8, vorzugsweise 2 bis 6 und insbesondere 4 Ausblasöffnungen
(15) aufweist.
12. Gargerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass gegenüberliegende Ausblasöffnungen (15) spiegelsymmetrisch oder verdreht, insbesondere
Punktsymmetrisch zueinander angeordnet sind.
13. Gargerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Prallwand (14) einen im Wesentlichen rechtwinklig angeordneten Luftleitabschnitt
(16) aufweist, der einen rahmenartigen Rand der Prallwand bildet und wobei auf dem
Luftleitabschnitt (16) die zumindest eine Ausblasöffnung (15) angeordnet ist.
14. Gargerät nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftleitabschnitt (16) einstückig aus der Prallwand (14) gebildet ist oder aus
einem separaten Bauteil gebildet ist.