[0001] Aus der
EP 2 988 080 A1 ist ein Behälter zum Transport von gekühlten und/oder tiefgekühlten Produkten mit
zwei voneinander getrennten Kühlkammern zur Aufnahme von gekühlten oder tiefgekühlten
Produkten bekannt, wobei die Kühlkammern von einem gemeinsamen Deckel verschlossen
werden können. In dem Deckel sind zwei Kühlmittelkammern zur Aufnahme von Trockeneis
angeordnet, die über Fluidleitungen zum einen miteinander, zum andere jeweils mit
einer Kühlkammer verbunden sind. Durch geeignete Befüllung oder Nicht-Befüllung der
Kühlmittelkammern mit Trockeneis und/oder dem wahlweise Verschließen einzelner Fluidleitungen
ist es möglich, über einen längeren Zeitraum unterschiedliche Kühltemperaturen in
den beiden Kühlkammern zu erreichen. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn gleichzeitig
gekühlte und tiefgekühlte Produkte in den Behälter aufgenommen werden sollen.
[0002] Wenn in dem Behälter bzw. den beiden Kühlkammern eine einheitliche Temperatur gewünscht
ist - insbesondere wenn ausschließlich gekühlte Produkte, nicht jedoch tiefgekühlte
Produkte aufgenommen werden sollen - schlägt das Dokument
EP 2 988 080 A1 vor, die Trennwand zwischen den beiden Kühlkammern herauszunehmen, sodass eine einzelne
durchgehende Kühlkammer mit einer einheitlichen Temperatur gebildet wird.
[0003] Auch wenn eine Ausgestaltung des Behälters mit herausnehmbarer Trennwand in vielen
Fällen unproblematisch ist, kann eine herausnehmbare Trennwand in besonderen Einsatzszenarien
nachteilig sein. Wird der Behälter bspw. durch einen ersten Verwender ausschließlich
mit zu kühlenden Produkten befüllt, weshalb der erste Verwender die Trennwand herausnimmt,
und anschließend an einen zweiten Verwender übersandt, kann dieser den Behälter nicht
ohne Weiteres - insbesondere ohne dass ihm der erste Verwender die zuvor herausgenommene
Trennwand zukommen lässt oder der zweite Verwender eine geeignete Trennwand vorliegen
hat - für eine gleichzeitige Verwendung für gekühlte und tiefgekühlte Produkte verwenden.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Behälter zu schaffen, bei dem die
Nachteile aus dem Stand der Technik nicht mehr oder nur noch im verminderten Maße
auftreten.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Behälter gemäß dem Hauptanspruch sowie eine
Verwendung des Behälters gemäß dem nebengeordneten Anspruch 10. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Demnach betrifft die Erfindung einen Behälter zum Transport von gekühlten und/oder
tiefgekühlten Produkten mit wenigstens zwei voneinander getrennten Kühlkammern zur
Aufnahme von gekühlten oder tiefgekühlten Produkten, wobei die Zugriffsöffnungen der
einzelnen Kühlkammern in einer gemeinsamen Ebene angeordnet und durch einen gemeinsamen
Deckel wahlweise verschließbar sind, wobei der Deckel wenigstens eine Kühlmittelkammer
zur Aufnahme von Kühlmittel und ausgehend von jeder der wenigstens einen Kühlmittelkammer
jeweils wenigstens eine Fluidleitung zu der beim Verschließen den Kühlkammern zugewandten
Seite des Deckels aufweist, und der Deckel zum Verschließen in wenigstens zwei verschiedenen
Positionen auf dem Behälter anordenbar ist, wobei die in der ersten Position in einer
ersten einzelnen Kühlkammer endenden Fluidleitungen in der zweiten Position nicht
sämtlich in der ersten oder einer zweiten einzelnen Kühlkammer enden.
[0007] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Verwendung des erfindungsgemäßen Behälters,
bei welcher der Deckel in der zweiten Position auf dem Behälter angeordnet ist.
[0008] Bei dem erfindungsgemäßen Behälter lässt sich also die Zuordnung der Fluidleitungen
zwischen der wenigstens einen Kühlmittelkammer und den wenigstens zwei Kühlkammern
durch wahlweises Anordnen des Deckels auf dem Behälter in einer der wenigstens zwei
unterschiedlichen Positionen verändern. Dabei ist wesentlich, dass nicht sämtliche
Fluidleitungen, die in der ersten Position alle in einer bestimmten einzelnen Kühlkammer
enden, in der zweiten Position wieder alle in einer (der gleichen oder einer anderen)
bestimmten einzelnen Kühlkammer enden. Bei einem Behälter mit zwei Kühlkammern können
so bspw. nicht sämtliche in der ersten Position in der ersten Kammer endenden Fluidleitungen
in der zweiten Position sämtlich in der ersten oder der zweiten Kammer enden; vielmehr
soll ein Teil der genannten Fluidleitungen in der ersten, ein anderer Teil in der
zweiten Kammer enden. Dabei ist unerheblich, ob die betroffenen Fluidleitungen von
einer einzigen oder mehrerer unterschiedlicher Kühlmittelkammern ausgehen.
[0009] Indem sich erfindungsgemäß die Zuordnung der Fluidleitungen zu den einzelnen Kühlkammern
beim Verschließen des Behälters mit dem Deckel durch die Wahl der Position, mit der
der Deckel auf dem Behälter angeordnet wird, verändern lässt, wird eine gegenüber
dem Stand der Technik erweiterte Flexibilität hinsichtlich der Temperatur in den einzelnen
Kühlkammern und insbesondere der Temperaturdifferenz zwischen den einzelnen Kühlkammern
erreicht. Bei geeigneter Anordnung der Fluidleitungen können bspw. alle von einer
Kühlmittelkammer ausgehenden Fluidleitungen in der ersten Position des Deckels in
einer einzelnen ersten Kühlkammer enden, während die Fluidleitungen in einer zweiten
Position jeweils zur Hälfte in der ersten Kühlkammer und einer zweiten Kühlkammer
enden. In der ersten Position ist es dann bspw. möglich, in der ersten Kühlkammer
durch in der Kühlmittelkammer enthaltenes Kühlmittel eine zum Tiefkühlen ausreichend
geringe Temperatur (bspw. von -24°C bis - 20°C) zu erreichen (die zweite Kühlkammer
kann bei Bedarf in diesem Fall über eine evtl. vorhandene zweite Kühlmittelkammer
gekühlt werden), während in der zweiten Position über das in der Kühlmittelkammer
enthaltene Kühlmittel beide Kühlkammern auf eine zum Kühlen ausreichende Temperatur
(bspw. 5°C bis 7°C) abgekühlt werden können (eine evtl. vorhandene zweite Kühlmittelkammer
kann dabei kühlmittelfrei bleiben). Im letzten Fall ist die aufgrund der hälftigen
Aufteilung der Fluidleitungen davon auszugehen, dass sich in beiden Kühlkammern dieselbe
Temperatur einstellt. Eine herausnehmbare Trennwand, wie sie im Stand der Technik
vorgesehen ist, ist dafür nicht erforderlich. Vielmehr ist bevorzugt, wenn die Konfiguration
der Kühlkammern unveränderlich ist, also insbesondere keine wahlweise herausnehmbaren
Konfigurationselemente, wie bspw. Trennwände, vorgesehen sind.
[0010] Es ist bevorzugt, wenn ausgehend von wenigstens einer Kühlmittelkammer wenigstens
zwei Fluidleitungen vorgesehen sind und sämtliche von der wenigstens einen Kühlmittelkammer
ausgehenden Fluidleitungen in der ersten Position des Deckels beim Verschließen in
derselben Kühlmittelkammer enden und in der zweiten Position des Deckels beim Verschließen
die von einer Kühlmittelkammer ausgehenden Fluidleitungen), vorzugsweise jeweils zu
gleichen Teilen, in wenigstens zwei unterschiedlichen Kühlkammern enden. Wie bereits
dargelegt, ist es weiter bevorzugt, wenn die Anzahl der in der zweiten Position in
den unterschiedlichen Kühlkammern endenden Fluidleitungen jeweils gleich ist.
[0011] Zwei der wenigstens zwei Positionen des Deckels sind vorzugsweise um einen Winkel
kleiner 180° winkelverschiedene Positionen. Der Winkel wird dabei um eine Achse senkrecht
zur gemeinsamen Ebene der Zugriffsöffnungen gebildet. Weiter vorzugsweise ist der
Winkel zwischen den beiden Positionen dabei ein ganzzahliges Vielfaches eines ganzzahligen
Teils von 180° (
i × 180°/
j mit 
). Weiter vorzugsweise beträgt der Winkel zwischen den beiden Positionen 90°.
[0012] Die Außenkontur des Deckels ist vorzugsweise um wenigstens eine Ebene senkrecht zur
gemeinsamen Ebene der Zugriffsöffnungen flächensymmetrisch. Durch eine entsprechende
Symmetrie - die sich auf den Deckel im auf dem Behälter angeordneten Zustand bezieht
- kann einfach sichergestellt werden, dass der Deckel in zumindest zwei winkelverschiedenen
Positionen auf dem Behälter befestigbar ist. Die Winkellage der Symmetrieebene verändert
sich zwischen den beiden Positionen dabei entsprechend dem Winkel zwischen den winkelverschiedenen
Positionen. Der innere Aufbau des Deckels - insbesondere die Ausgestaltung der Kühlmittelkammern
und der Fluidleitungen - ist um die Symmetrieebene für die Außenkontur hingegen im
Regelfall nicht symmetrisch.
[0013] Es ist besonders bevorzugt, wenn der Deckel die Form eines regelmäßigen Vielecks,
vorzugsweise eines Quadrats, oder eines Kreises aufweist. Eine entsprechende Form
erfüllt die zuvor beschrieben Anforderungen an die Flächensymmetrie und ist in der
Herstellung einfach.
[0014] Es ist bevorzugt, wenn der Deckel zwei oder mehr Kühlmittelkammern, vorzugsweise
eine Anzahl an Kühlmittelkammern entsprechend der Anzahl der Kühlkammern, aufweist,
wobei vorzugsweise wenigstens unmittelbar benachbarte Kühlmittelkammern miteinander
fluidverbunden sind. Indem eine der Anzahl der Kühlkammern entsprechende Anzahl an
Kühlmittelkammern vorgesehen ist, ist es möglich, dass zumindest einer Position des
Deckels jeder Kühlkammer eine Kühlmittelkammer derart unmittelbar zugeordnet ist,
dass alle von einer Kühlmittelkammer ausgehenden Fluidleitungen jeweils in einer bestimmten
Kühlkammer enden. Durch individuelle Befüllung der Kühlmittelkammern mit Kühlmittel
lässt sich die Temperatur in der jeweils zugehörigen Kühlkammer individuell einstellen.
Sollen in einer ersten Kühlkammer tiefgefrorene Produkte, in einer zweiten Kühlkammer
lediglich gekühlte Produkte aufgenommen werden, kann auch die der zweiten Kühlkammer
zugeordnete Kühlmittelkammer kühlmittelfrei bleiben. Die zweite Kühlkammer wird dann
aufgrund der Fluidverbindung zwischen den Kühlmittelkammern über das Kühlmittel in
der, der ersten Kühlkammer zugeordneten Kühlkammer indirekt "mitgekühlt".
[0015] Es ist bevorzugt, wenn Mittel zum wahlweisen Verschließen wenigstens einer der Fluidleitungen
und/oder einer der Fluidverbindungen zwischen zwei Kühlmittelkammern vorgesehen sind.
Insbesondere wenn mehr als eine Fluidleitung zwischen einer Kühlmittelkammer und einer
Kühlkammer bzw. mehr als eine Fluidverbindung zwischen zwei Kühlmittelkammern vorgesehen
sind, kann durch das wahlweise Verschließen wenigstens eines Teils der Fluidleitungen
bzw. Fluidverbindungen der Wärmeaustausch zwischen den einzelnen Kammern beeinflusst
werden. Die Mittel zum wahlweisen Verschließen können als Stopfen ausgebildet sein.
Es ist aber auch möglich, dass als Mittel zum wahlweisen Verschließen der Fluidleitungen
oder Fluidverbindungen auch Absperrschieber in wenigstens einem Teil der Fluidleitungen
oder Fluidverbindungen vorgesehen sind.
[0016] Der Behälter und/oder der Deckel sind vorzugsweise aus thermisch isolierendem Material,
vorzugsweise aus Schaumpolystyrol. Dadurch kann der Wärmeaustausch mit der Umgebung
des Behälters sowie dessen Kammern untereinander - ausgenommen der ausdrücklich gewollte
Wärmeaustausch über die Fluidleitungen und Fluidverbindungen - reduziert werden.
[0017] Es ist bevorzugt, wenn die Kühlmittelkammern zur Aufnahme von festem und sublimierbarem
Kühlmittel, insbesondere Trockeneis, ausgebildet sind. Trockeneis sublimiert bei -78,48°C.
Es bietet daher ausreichende Kühleigenschaften und hinterlässt kein flüssiges Schmelzprodukt,
welches aufgefangen oder von den zu kühlenden oder tiefzukühlenden Produkten getrennt
gehalten werden müsste.
[0018] Zur Erläuterung der erfindungsgemäßen Verwendung des erfindungsgemäßen Behälters
wird auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen.
[0019] Die Erfindung wird nun anhand einer vorteilhaften Ausführungsform unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen beispielhaft beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1a,b:
- schematische Darstellungen eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Behälters
mit zwei unterschiedlichen Positionen des Deckels.
[0020] In Figur 1 ist schematisch ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Behälters
1 zum Transport von gekühlten und/oder tiefgekühlten Produkten dargestellt.
[0021] Der Behälter 1 umfasst zwei voneinander durch eine feste und insbesondere nicht herausnehmbare
Trennwand 2 getrennte Kühlkammern 3.1, 3.2 zur Aufnahme von gekühlten und/oder tiefgekühlten
Produkten. Die Produkte können dabei über Zugriffsöffnungen 4.1, 4.2 in die Kühlkammern
3.1, 3.2 eingebracht oder aus diesen entnommen werden. Die Zugriffsöffnungen 4.1,
4.2 sind dabei in einer gemeinsamen Ebene an der Oberseite des Behälters 1 angeordnet.
[0022] Der Behälter 1 bzw. die beiden Kühlkammern 3.1, 3.2 lassen sich durch den gemeinsamen
Deckel 10 wahlweise verschließen. Dazu wird der Deckel 10 in einer geeigneten Position
auf dem Behälter 1 angeordnet. Die Außenkontur des Deckels 10 entspricht dabei einem
Quadrat. Sowohl Deckel 10 als auch Behälter 1 sind aus Schaumpolystyrol.
[0023] Der Deckel 10 umfasst zwei Kühlmittelkammern 11.1, 11.2 zur wahlweisen Aufnahme von
Trockeneis als Kühlmittel (nicht dargestellt). Die Zugänglichkeit der Kühlmittelkammern
11.1, 11.2 zum Einfüllen des Kühlmittels wird durch die abnehmbare Abdeckung 12 des
Deckels 10 sichergestellt.
[0024] Die beiden Kühlmittelkammern 11.1, 11.2 sind durch eine Fluidverbindung 13 untereinander
verbunden. Außerdem gehen von jeder Kühlmittelkammer 11.1, 11.2 Fluidleitungen 14.1.1,
14.1.2, 14.2.1, 14.2.2 aus, die zu der dem Behälter 1 zugewandten Seite des Deckels
10 führen, sodass sie in einer der Kühlkammern 3.1, 3.2 enden, wenn der Deckel 10
auf dem Behälter angeordnet ist. Letzteres wird durch die Strichpunktlinien in Figur
1a, b verdeutlicht.
[0025] Der Deckel 10 lässt sich in zwei um 90° um eine Achse senkrecht zur Ebene der Zugriffsöffnungen
4.1, 4.2 winkelverschiedenen Positionen auf dem Behälter 1 anordnen. Der Winkel zwischen
den beiden Positionen beträgt dabei 90°. In Figur 1a ist die erste Position des Deckels
10 dargestellt, in Figur 1b die zweite.
[0026] In der ersten Position enden sämtliche Fluidleitungen 14.1.1, 14.1.2 der einen Kühlmittelkammer
11.1 in der einen Kühlkammer 3.1; sämtliche Fluidleitungen 14.2.1, 14.2.2 der anderen
Kühlmittelkammer 11.2 enden in der anderen Kühlkammer 3.1. Bei der ersten Position
des Deckels 10 ist es so bspw. möglich, durch Füllen der einen Kühlmittelkammer 11.1
mit Trockeneis eine zum Tiefkühle ausreichend niedrige Temperatur (bspw. von -24°C
bis -20°C) in der ersten Kühlkammer 3.1 zu erreichen. Ist die andere Kühlmittelkammer
11.2 ebenfalls mit Trockeneis gefüllt, stellt sich auch in der anderen Kühlkammer
3.2 eine zum Tiefkühlen geeignete Temperatur ein. Bleibt die andere Kühlmittelkammer
11.2 entgegen leer (also kühlmittelfrei), erfolgt die Kühlung der anderen Kühlkammer
3.2 lediglich indirekt über die eine Kühlmittelkammer 11.1 durch die Fluidverbindung
13, die andere Kühlmittelkammer 11.2 und die Fluidleitungen 14.2.1, 14.2.2, sodass
sich in der anderen Kühlkammer 3.2 eine zwar zum Kühlen, nicht jedoch zum Tiefkühlen
geeignete Temperatur einstellt.
[0027] In der in Figur 1a dargestellten ersten Position des Deckels 10 ist es also möglich,
entweder beide Kühlkammer 3.1, 3.2 auf eine zum Tiefkühlen geeignete Temperatur zu
kühlen oder eine der beiden Kühlkammern 3.1 auf eine zum Tiefkühlen geeignete Temperatur,
die andere Kühlkammer 3.2 jedoch lediglich auf eine zum Kühlen geeignete Temperatur
abzukühlen. Ein Abkühlen beider Kühlkammern 3.1, 3.2 auf eine zum Kühlen, jedoch nicht
zum Tiefkühlen geeignete Temperatur ist in der ersten Position gemäß Figur 1a - u.a.
aufgrund der nicht herausnehmbaren Trennwand 2 - jedenfalls nicht mit vertretbarem
Aufwand möglich.
[0028] Allerdings lässt sich Entsprechendes ohne weiteres in der in Figur 1b dargestellten
zweiten Position des Deckels 10 erreichen. In dieser, um 90° gegenüber der ersten
Position gedrehten zweiten Position des Deckels 10, endet die eine Hälfte der Fluidleitungen
14.1.1 der einen Kühlmittelkammer 11.1 in der einen Kühlkammer 3.1, während die andere
Hälfte der Fluidleitungen 14.1.2 derselben Kühlmittelkammer 11.1 in der anderen Kühlkammer
3.2 endet. Analog gilt dies auch für die Fluidleitungen 14.2.1, 14.2.2 der anderen
Kühlmittelkammer 11.2. Wird nun lediglich eine der beiden Kühlmittelkammern 11.1,
11.2 mit Trockeneis befüllt, während die andere Kühlmittelkammer 11.2, 11.1 kühlmittelfrei
bleibt, werden die beiden Kühlkammern 3.1, 3.2 beide auf eine zum Kühlen von Produkten
geeignete Temperatur abgekühlt.
1. Behälter (1) zum Transport von gekühlten und/oder tiefgekühlten Produkten mit wenigstens
zwei voneinander getrennten Kühlkammern (3.1, 3.2) zur Aufnahme von gekühlten oder
tiefgekühlten Produkten, wobei die Zugriffsöffnungen (4.1, 4.2) der einzelnen Kühlkammern
(3.1, 3.2) in einer gemeinsamen Ebene angeordnet und durch einen gemeinsamen Deckel
(10) wahlweise verschließbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Deckel (10) wenigstens eine Kühlmittelkammer (11.1, 11.2) zur Aufnahme von Kühlmittel
und ausgehend von jeder der wenigstens einen Kühlmittelkammer (11.1, 11.2) jeweils
wenigstens eine Fluidleitung (14.1.1, 14.1.2, 14.2.1, 14.2.2) zu der beim Verschließen
den Kühlkammern (3.1, 3.2) zugewandten Seite des Deckels (10) aufweist, und der Deckel
(10) zum Verschließen in wenigstens zwei verschiedenen Positionen auf dem Behälter
(1) anordenbar ist, wobei die in der ersten Position in einer ersten einzelnen Kühlkammer
(3.1, 3.2) endenden Fluidleitungen (14.1.1, 14.1.2, 14.2.1, 14.2.2) in der zweiten
Position nicht sämtlich in der ersten oder einer zweiten einzelnen Kühlkammer (3.1,
3.2) enden.
2. Behälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
ausgehend von wenigstens einer Kühlmittelkammer (11.1, 11.2) wenigstens zwei Fluidleitungen
(14.1.1, 14.1.2, 14.2.1, 14.2.2) vorgesehen sind und sämtliche von einer Kühlmittelkammer
(11.1, 11.2) ausgehenden Fluidleitungen (14.1.1, 14.1.2, 14.2.1, 14.2.2) in der ersten
Position des Deckels (10) beim Verschließen in derselben Kühlkammer (3.1, 3.2) enden
und in der zweiten Position des Deckels (10) beim Verschließen die von einer Kühlmittelkammer
(11.1, 11.2) ausgehenden Fluidleitungen (14.1.1, 14.1.2, 14.2.1, 14.2.2), vorzugsweise
jeweils zu gleichen Teilen, in wenigstens zwei unterschiedlichen Kühlkammern (3.1,
3.2) enden.
3. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwei der wenigstens zwei Positionen des Deckels (10) um einen Winkel kleiner 180°
winkelverschiedene Positionen sind.
4. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Außenkontur des Deckels (10) um wenigstens eine Ebene senkrecht zur gemeinsamen
Ebene der Zugriffsöffnungen (4.1, 4.2) flächensymmetrisch ist.
5. Behälter nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Außenkontur des Deckels (10) die Form eines regelmäßigen Vielecks, vorzugsweise
eines Quadrats, oder eines Kreises aufweist.
6. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Deckel (10) zwei oder mehr Kühlmittelkammern (11.1, 11.2), vorzugsweise eine Anzahl
an Kühlmittelkammern (11.1, 11.2) entsprechend der Anzahl der Kühlkammern (3.1, 3.2),
aufweist, wobei vorzugsweise wenigstens unmittelbar benachbarte Kühlmittelkammern
(11.1, 11.2) miteinander fluidverbunden (13) sind.
7. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
Mittel zum wahlweisen Verschließen wenigstens einer der Fluidleitungen (14.1.1, 14.1.2,
14.2.1, 14.2.2) und/oder einer der Fluidverbindungen (13) zwischen zwei Kühlmittelkammern
(11.1, 11.2) vorgesehen sind.
8. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Behälter (1) und/oder der Deckel (10) aus thermisch isolierendem Material, vorzugsweise
aus Schaumpolystyrol, sind.
9. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kühlmittelkammern (11.1, 11.2) zur Aufnahme von festem und sublimierbarem Kühlmittel,
insbesondere Trockeneis, ausgebildet sind.
10. Verwendung eines Behälters nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Deckel (10) in der zweiten Position auf dem Behälter (1) angeordnet ist.
11. Verwendung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
lediglich ein Teil der Kühlmittelkammern (11.1, 11.2) mit Kühlmittel befüllt ist.