| (19) |
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(11) |
EP 1 884 635 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.09.2018 Patentblatt 2018/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.08.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Antriebsvorrichtung für ein landwirtschaftliches oder industrielles Nutzfahrzeug und
Verfahren zum Betreiben einer Antriebsvorrichtung
Power transmission device for agricultural or industrial vehicles and method for operating
such a power transmission device
Dispositif d'entraînement pour un véhicule utilitaire industriel ou agricole et procédé
de fonctionnement d'un dispositif d'entraînement
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
04.08.2006 DE 102006036589
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.02.2008 Patentblatt 2008/06 |
| (73) |
Patentinhaber: Deere & Company |
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Moline, IL 61265 (US) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Sobotzik Dr., Joachim
67245, Lambsheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Magin, Ludwig Bernhard et al |
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John Deere GmbH & Co. KG
Global Intellectual Property Services
John-Deere-Strasse 70 68163 Mannheim 68163 Mannheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 241 358 JP-A- 11 241 368 JP-A- 2000 203 274 US-A- 5 415 134
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DE-A1- 3 043 477 JP-A- 63 186 910 JP-A- 2001 020 740 US-A1- 2005 284 423
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung für ein landwirtschaftliches oder
industrielles Nutzfahrzeug. Die Antriebsvorrichtung umfasst einen Verbrennungsmotor,
einen Kühler eines Kühlkreislaufs, einen Generator und einen Lüfter. Mit dem Lüfter
ist Luft durch den Kühler bewegbar. Der Lüfter ist benachbart zum Kühler angeordnet.
Der Lüfter, der Verbrennungsmotor und der Kühler sind in einem Motorraum angeordnet.
Dementsprechend könnte der Lüfter zwischen dem Kühler und dem Verbrennungsmotor oder
auf der dem Verbrennungsmotor abgewandten Seite des Kühlers angeordnet sein. Im letztgenannten
Fall könnte der Lüfter über eine Welle angetrieben werden, die an einer Stelle durch
den Kühler hindurchgeführt ist. Der Generator ist vom Verbrennungsmotor mechanisch
antreibbar. Der Generator ist von einer anderen als der dem Kühler zugewandten Seite
des Verbrennungsmotors mechanisch antreibbar. Mit dem Generator ist elektrische Energie
bzw. elektrische Leistung erzeugbar. Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung
ein Verfahren zum Betreiben einer Antriebsvorrichtung.
[0002] Antriebsvorrichtungen der eingangs genannten Art sind aus dem Stand der Technik,
insbesondere aus dem Bereich der Personenkraftfahrzeuge bekannt. Weiterhin sind diese
Antriebsvorrichtungen bei landwirtschaftlichen oder industriellen Nutzfahrzeugen üblich,
wo allerdings bei geringen Fahrgeschwindigkeiten hohe mechanische Leistungen aufgebracht
werden müssen, beispielsweise bei der Feldarbeit mit einem Traktor oder bei Erdarbeiten
mit Baumaschinen. Dementsprechend ist es erforderlich, dass mit Hilfe des Lüfters
stets eine ausreichende Luftmenge durch den Kühler bewegt wird. Daher ist die Leistung
des Lüfterantriebs entsprechend zu hoch dimensionieren, damit auch bei geringen Fahrgeschwindigkeiten
der Motor ausreichend gekühlt wird.
[0003] Die
JP 11 241368 A und die
JP 2000 203274 A zeigen jeweils ein Kühlsystem einer Baumaschine. Es sind zwei Lüfter vorgesehen,
wobei einer der Lüfter von einem Elektromotor angetrieben wird und der Elektromotor
von einem Generator elektrisch versorgt wird.
[0004] Die
US 5 415 134 A zeigt ein Motorkühlsystem, bei dem der Kühlventilator von einem Gleichstrommotor
unabhängig von der Drehung des Verbrennungsmotors betrieben werden kann. Der Gleichstrommotor
kann auch als Gleichstromgenerator betrieben werden.
[0005] Die
JP 63 186910 A zeigt ein Stromaggregat mit einem Motor, der ein Kühlsystem umfasst. Der Motor treibt
einen Wechselstromgenerator an. Der Generator liefert über einen Gleichrichter Gleichstrom
an einen Gleichstrommotor, der einen Kühllüfter antreibt.
[0006] US2005/0284423 zeigt ein Motorkühlsystem, bei dem der Kühlventilator abhängig von der Leistung eines
weiteren Verbrauchers betrieben wird.
[0007] DE3043477 und
EP1241358 zeigen Motorkühlsysteme mit Anpassung der Drehzahl der elektrischen Maschine in Abhängigkeit
des Leistungsbedarfs weiterer elektrischer Verbraucher.
[0008] Üblicherweise werden Kühlerlüfter, das heißt Lüfter für Kühler bzw. für Luft-Kühlmittel-Wärmetauscher,
über einen Riemenantrieb von der Kurbelwelle des Verbrennungsmotors angetrieben. Dementsprechend
weist üblicherweise ein Verbrennungsmotor an einer dem Kühler zugewandten Seite einen
Riemenabtrieb auf. Der Antrieb des Lüfters erfolgt über einen Riemen oder vergleichbare
Mittel rein mechanisch, wobei der Kühler auf Grund der unmittelbaren Riemenkopplung
stets eine Drehzahl aufweist, welche von der Drehzahl des Verbrennungsmotors abhängig
ist. Eine Anpassung der Lüfterdrehzahl derart, dass der Lüfter mit einer Drehzahl
betreibbar ist, welche den momentanen Anforderungen an die Kühlleistung des Kühlers
angepasst ist, ist in diesem Fall nicht ohne weiteres möglich. Denkbar ist, dass ein
Riemenverstellgetriebe zum Einsatz kommt, mit welchen die Übersetzung zwischen der
Riemenscheibe des Verbrennungsmotors und der Riemenscheibe des Lüfters variierbar
ist, wodurch eine Anpassung der Kühlerdrehzahl möglich ist. Eine solche Lösung ist
allerdings mit erhöhten Kosten verbunden, nimmt einen erheblichen Bauraum in Anspruch
und ist darüber hinaus reparaturanfällig, nicht zuletzt auf Grund der höheren Anzahl
von Bauteilen.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Antriebsvorrichtung
und ein Verfahren zum Betreiben einer Antriebsvorrichtung der eingangs genannten Art
anzugeben und weiterzubilden, durch welches die vorgenannten Probleme überwunden werden.
Insbesondere soll der Lüfter mit einer Drehzahl betreibbar sein, welche den momentanen
Anforderungen an die Kühlleistung des Kühlers bzw. des Kühlsystems des Verbrennungsmotors
angepasst ist und somit unabhängig von der Drehzahl des Verbrennungsmotors einstellbar
ist.
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Lehre des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen
hervor.
[0011] Erfindungsgemäß ist eine Antriebsvorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein elektrischer Verbraucher eines an das Fahrzeug ankoppelbaren Arbeitsgeräts
von dem Generator elektrisch versorgbar ist und eine von einer Steuereinrichtung angesteuerte
Leistungselektronikeinheit vorgesehen ist, wobei mit der Leistungselektronikeinheit
die Drehrichtung und/oder die Drehzahl und/oder das Drehmoment der elektrischen Maschine
in Abhängigkeit des Leistungsbedarfs des zumindest einen elektrischen Verbrauchers
des ankoppelbaren Arbeitsgeräts ansteuerbar ist.
[0012] Erfindungsgemäß ist zunächst erkannt worden, dass Kühlerlüfter in Fahrzeugen zur
Erzeugung des zur Wärmeabfuhr aus dem Kühler bzw. Kühlerpaket notwendigen Luftmassenstroms
dienen. Die Auslegung der Systeme erfolgt auf den sogenannten Worst-Case, also den
Betrieb des Fahrzeugs unter hoher Last bei geringen Geschwindigkeiten und Umgebungstemperaturen.
Wie bereits bemerkt, werden üblicherweise die Kühlerlüfter über einen Riemenantrieb
von der Kurbelwelle des Fahrzeugs mechanisch angetrieben. Zur Reduktion der Antriebsleistung
wird häufig eine so genannte Visco-Kupplung, also eine Element zur temperaturabhängigen
Drehzahlstellung verwendet. Die Drehzahlstellung kann ausschließlich in Richtung "Reduktion"
erfolgen, d.h. die Drehzahl des Lüfters ist unmittelbar abhängig von der Drehzahl
des Verbrennungsmotors oder geringer bzw. Null, falls die Visco-Kupplung ausgerückt
ist. Dies basiert auf dem Funktionsprinzip der Erzeugung von viskosem Schlupf. Eine
weitere Möglichkeit besteht im Einsatz von elektromagnetisch betätigbaren Kupplungen.
[0013] Allen bisher eingesetzten Verfahren im Bereich der mechanischen Antriebe gemeinsam
ist die alleinige Möglichkeit zur Reduktion der Drehzahl gegenüber derselben die sich
durch das Übersetzungsverhältnis des Riementriebs ergeben würde. Hydrostatische Antriebe
können die Lüfterdrehzahl sowohl reduzieren, als auch steigern. Ihre Regelbarkeit,
das Einsatzverhalten bei niedrigen Temperaturen, der geringe Drehzahlstellbereich
und unbefriedigende Wirkungsgrade bei höheren Drehzahlen stellen hier die Nachteile
dar.
[0014] Im Automobilbereich werden elektrische Lüfterantriebe eingesetzt. Diese gibt es sowohl
in Zwei-Punkt-Reglerausführung (an/aus), als auch als drehzahlgeregelte Antriebe bei
Fahrzeugen mit hohem Kühlleistungsbedarf. Elektrische Lüfterantriebe stellen daher
auch für Nutzfahrzeuge eine interessante Alternative dar. Die bei diesen Fahrzeugen
erforderlichen Lüfterantriebsleistungen betragen ca. 5-10% der Verbrennungsmotor-Nennleistung
und haben erhebliche Anforderungen an Bauräume und Kosten zur Folge. Insbesondere
die Ausführung als Direktantrieb (d.h. der Lüftermotor treibt den Lüfter ohne zwischengeschaltetes
Getriebe an) erfordert Bauräume, die in konventionellen Motorräumen nicht vorhanden
bzw. vorgesehen sind.
[0015] Zur Realisierung eines elektrischen Lüfterantriebs in Nutzfahrzeugen ist es erforderlich,
die elektrische Maschine an einer möglichst günstigen Position zu platzieren. Das
Volumen einer elektrischen Maschine bestimmt sich aus dem von dieser Maschine aufzubringenden
mechanischen Drehmoment. Die Leistung erhält die Maschine über die Drehzahl. Von der
Leistungsdichte ausgehend erscheint also eine elektrische Maschine mit möglichst hoher
Drehzahl günstig zu sein. Konventionell zum Antrieb des Lüfters über einen Riementrieb
mechanisch von der Kurbelwelle ausgestaltete Motorräume lassen die Positionierung
eines direktantreibenden Elektromotors nicht zu. Eine konstruktive Veränderung des
Verbrennungsmotors allein aus diesem Grund kommt nicht in Frage.
[0016] Üblicherweise wird die herkömmliche Lichtmaschine (d.h. der herkömmliche elektrische
Generator) ebenfalls über einen Riementrieb von der Riemenscheibe des Verbrennungsmotorabtriebs
angetrieben und wird somit in einem Bereich im Motorraum angeordnet, welcher an oder
benachbart zu der dem Kühler zugewandten Seite des Verbrennungsmotors vorgesehen ist.
Grund hierfür ist, dass auch der Riemen die für die Lichtmaschine an diesem Bereich
angeordnet sein muss, wobei üblicherweise bei herkömmlichen Fahrzeugen mit ein und
demselben Riemen der Lüfter und die Lichtmaschine angetrieben werden. In erfindungsgemäßer
Weise wird daher der Generator zur Erzeugung des elektrischen Stroms von einer anderen
als der dem Kühler zugewandten Seite des Verbrennungsmotors mechanisch angetrieben.
Dies könnte beispielsweise in Form eines Kurbelwellengenerators erfolgen, wie er in
der
DE 10 2004 052 023 beschrieben ist. Dort ist der Generator an der dem Verbrennungsmotor nachgeschalteten
Getriebe zugewandten Seite des Verbrennungsmotors angeordnet. Der Rotor des Generators
wird von der Kurbelwelle des Verbrennungsmotors angetrieben, mit welchem auch das
Getriebe und der Fahrantrieb angetrieben wird. Der dort beschriebene Kurbelwellengenerator
umfasst eine Asynchronmaschine, welche Drehstrom einer Frequenz erzeugt, die abhängig
von der momentan vorliegenden Drehzahl des Verbrennungsmotors ist. Dieser Drehstrom
wird mittels eines AC/DC-Wandlers in Gleichstrom umgewandelt und einem Gleichstrom-Zwischenkreis
zugeführt. Falls eine elektrische Maschine mit Wechsel- oder Drehstrom zu betreiben
ist, wäre zwischen dem Gleichstrom-Zwischenkreis und der elektrischen Maschine ein
DC/AC-Wandler vorzusehen, mit welchem der Gleichstrom in Wechsel- bzw. Drehstrom vorgebbarer
Frequenz umgewandelt werden kann.
[0017] Mit zumindest einem Teil des von dem Generator erzeugten Stroms kann dann die elektrische
Maschine angetrieben werden, welche wiederum den Lüfter mechanisch antreibt. Insoweit
wird die elektrische Maschine an einem Bereich im Motorraum angeordnet, welcher an
oder räumlich benachbart zu der dem Kühler zugewandten Seite des Verbrennungsmotors
vorgesehen ist. Im Konkreten könnte dies an der Stelle sein, wo üblicherweise die
konventionelle Lichtmaschine des Fahrzeugs angebaut ist. Nähere Ausführungen hierzu
folgen weiter unten.
[0018] Die elektrische Maschine könnte eine Ausgangswelle aufweisen, über welche der Lüfter
mechanisch antreibbar ist. Üblicherweise ist der Rotor der elektrischen Maschine starr
mit der Ausgangswelle verbunden. Es wäre jedoch auch denkbar, den Rotor der elektrischen
Maschine über ein Zwischengetriebe bzw. eine Getriebezwischenstufe mit der Ausgangswelle
zu verbinden. Dies wäre dann vorteilhaft, wenn die elektrische Maschine mit einer
sehr hohen Drehzahl betrieben wird, die Ausgangsdrehzahl, mit welcher der Lüfter angetrieben
wird, jedoch geringer als die Ausgangsdrehzahl der elektrischen Maschine sein soll.
[0019] In einer ganz besonders bevorzugen Ausführungsform ist die elektrische Maschine derart
im Motorraum angeordnet, dass die Ausgangswelle der elektrischen Maschine in einem
Bereich des Motorraums angeordnet ist, welcher einen mechanischen Abtrieb des Verbrennungsmotors
aufweist. Ein solcher mechanischer Antrieb könnte beispielsweise ein freies Kurbelwellenende
des Verbrennungsmotors sein, welcher eine Riemenscheibe aufweisen könnte. Mit der
Riemenscheibe werden üblicherweise der Kühlerlüfter, eine Kühlmittelpumpe, eine Motor-
bzw. Getriebeölpumpe, eine Lichtmaschine zum Erzeugen elektrischer Energie und/oder
ein Druckluftkompressor angetrieben. Da üblicherweise die mechanische Antriebswelle
des Lüfters in einem Bereich der Riemenscheibe des Verbrennungsmotors angeordnet ist,
der Lüfter jedoch nicht von dem Riemen unmittelbar vom Verbrennungsmotor angetrieben
wird, wird zweckmäßigerweise die elektrische Maschine und deren Ausgangswelle ebenfalls
in diesen Bereich angeordnet, so dass der Lüfter mechanisch von der elektrischen Maschine
angetrieben werden kann. Durch eine derartige Konfiguration kann das erfindungsgemäße
Konzept bei der Beibehaltung der sonst üblichen und bewährten Konfiguration im Motorraum
realisiert werden. Dementsprechend ist es nicht erforderlich, den Verbrennungsmotor
hinsichtlich eines zusätzlichen oder modifizierten mechanischen Abtriebs zu verändern.
Weiterhin kann der Anbauort des Kühlers und des Lüfters sowie der übrigen Hilfsaggregate
unverändert bleiben.
[0020] Daher könnte in einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung die elektrische
Maschine an einem Bauort am Verbrennungsmotor angeordnet sein, wo üblicherweise eine
herkömmliche Lichtmaschine vorgesehen ist. Da mit der elektrischen Maschine der Lüfter
mechanisch antreibbar ist und somit die dort üblicherweise vorgesehene mechanisch
anzutreibende Lichtmaschine als mechanischer Verbraucher nicht betrieben wird, kann
dieser - frei gewordene - Bauraum bei der eingangs genannten Antriebsvorrichtung für
die elektrische Maschine genutzt werden. Dies ist ebenfalls deshalb vorteilhaft, weil
- wie schon erwähnt - die grundsätzliche Anordnung der übrigen Komponenten im Motorraum
nicht verändert werden muss.
[0021] Bevorzugt sind mit der elektrischen Maschine weitere Verbraucher mechanisch antreibbar,
beispielsweise ein Druckluftkompressor. Auch hier kommen vor allem Verbraucher in
Frage, welche ebenfalls in Abhängigkeit des momentanen bzw. aktuell vorliegenden Leistungsbedarfs
des Fahrzeugs zu betreiben sind.
[0022] Damit eine effiziente und eine dem aktuell vorliegenden Lastzustand des Fahrzeugs
entsprechende Ansteuerung bzw. Regelung der elektrischen Maschine und/oder des Generators
möglich ist, ist eine von einer Steuereinrichtung angesteuerte Leistungselektronikeinheit
vorgesehen, welche Leistungselektronik-Komponenten aufweist und mit welcher die Drehrichtung,
Drehzahl und/oder das Drehmoment der elektrischen Maschine ansteuerbar ist.
[0023] Im Folgenden werden Ansteuer- bzw. Regelstrategien beschrieben, mit welchen die Komponenten
des Fahrzeugs und insbesondere der Lüfter angesteuert bzw. geregelt werden können.
[0024] So ist es beispielsweise denkbar, dass die Drehzahl und/oder das Drehmoment der elektrischen
Maschine in Abhängigkeit der Kühlmitteltemperatur des Kühlkreislaufs, gegebenenfalls
eines weiteren Kühlkreislaufs, steuerbar ist. Ist die Kühlmitteltemperatur höher,
wird die Drehzahl des Lüfters entsprechend erhöht. Dies ermöglicht eine bedarfsgerechte
und an dem aktuell vorliegenden Lastzustand des Kühlsystems des Fahrzeugs angepasste
Ansteuerung bzw. Regelung.
[0025] Zusätzlich oder alternativ könnte die Drehzahl und/oder das Drehmoment der elektrischen
Maschine in Abhängigkeit der Öltemperatur des Verbrennungsmotors, des Antriebsstrangs
und/oder einer Fahrzeughydraulik steuerbar sein. Dies ermöglicht eine bedarfsgerechte
und an dem aktuell vorliegenden Lastzustand des Verbrennungsmotors und/oder des Antriebsstrangs
bzw. der Komponenten der Fahrzeughydraulik angepasste Ansteuerung bzw. Regelung.
[0026] Weiterhin ist denkbar, dass die Drehzahl und/oder das Drehmoment der elektrischen
Maschine in Abhängigkeit des Leistungsbedarfs weiterer elektrischer Verbraucher des
Fahrzeugs, beispielsweise einer Klimaanlage, steuerbar ist. Hierbei kann auch eine
entsprechende Ansteuerung des Generators einbezogen werden. Im Konkreten könnte die
dem Lüfter zur Verfügung gestellte elektrische Leistung reduziert werden, falls ein
weiterer elektrischer Verbraucher zu versorgen ist und die Kühlmitteltemperatur des
Kühlkreislaufs dies zulässt.
[0027] Ein landwirtschaftliches Nutzfahrzeug kann beispielsweise ein Traktor sein. Ein Beispiel
für ein Arbeitsgerät ist eine Drill- oder Sämaschine.
[0028] Weiterhin könnte die Drehzahl und/oder das Drehmoment der elektrischen Maschine in
Abhängigkeit des Bedarfs eines Druckluftkompressors ansteuerbar sein. Auch eine Ansteuerung
der Drehzahl und/oder des Drehmoments der elektrischen Maschine in Abhängigkeit der
Temperatur des Kühlmittels eines Sekundärkühlkreislaufs ist denkbar. Dies ist insbesondere
dann von Interesse, wenn mit dem Lüfter Luft durch einen Kühler des Sekundärkühlkreislaufs
bewegt wird. In vergleichbarer Weise könnte daher die Drehzahl und/oder das Drehmoment
der elektrischen Maschine in Abhängigkeit der Temperatur eines Ladeluftkühlers und/oder
der Kühlmitteltemperatur eines Kühlkreislaufs, mit welchem der Ladeluftkühler kühlbar
ist, ansteuerbar sein.
[0029] Bei der Steuerung bzw. Regelung könnte auch die Betriebstemperatur der Leistungselektronik
bzw. der Leistungselektronikeinheit berücksichtigt werden, so dass die Drehzahl und/oder
das Drehmoment der elektrischen Maschine in Abhängigkeit der Temperatur der Leistungselektronik
ansteuerbar ist.
[0030] In einer bevorzugten Ausführungsform ist mindestens ein Temperatursensor vorgesehen,
welcher derart angeordnet ist, dass damit die Temperatur einer Komponente oder eines
Kühlmittels oder eines Öls detektierbar ist. Der Temperatursensor erzeugt ein Signal,
welches einer Steuereinrichtung übermittelbar ist.
[0031] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Lüfter über ein flexibles
Mittel von der elektrischen Maschine antreibbar. So könnte der Lüfter eine Riemenscheibe
aufweisen und derart räumlich im Motorraum des Fahrzeugs angeordnet bzw. befestigt
sein, dass die Riemenscheibe des Lüfters derart angeordnet ist, dass sie auch - zum
Beispiel mittels eines Riemens - über eine Riemenscheibe der Kurbelwelle des Verbrennungsmotors
mittels eines Riemens - quasi herkömmlich - antreibbar wäre. Mit anderen Worten könnte
der Lüfter unverändert und an dem üblicherweise vorgesehenen herkömmlichen Anbauort
angebaut sein. Der Lüfter wird allerdings nicht von einem Riemen über die Riemenscheibe
des Verbrennungsmotors angetrieben, sondern beispielsweise über einen Riemen, der
von einer Riemenscheibe der elektrischen Maschine angetrieben wird. Dementsprechend
ist mit dem erfindungsgemäßen Konzept lediglich der Riemenantrieb des Verbrennungsmotors
für beispielsweise die Wasser- und/oder Ölpumpe dahingehend zu modifizieren, dass
mit diesem Riementrieb nun nicht mehr der Lüfter angetrieben wird. Anstelle der Lichtmaschine
kann die elektrische Maschine montiert werden und es ist ein Riementrieb zum Antrieb
des Lüfters vorzusehen, vorausgesetzt, der zum Betreiben der elektrischen Maschine
vorgesehene Generator ist an einem anderen Anbauort montiert. Hierdurch kann in ganz
besonders vorteilhafter Weise eine modularisierte Bauweise der Komponenten im Motorraum
realisiert werden, die insbesondere bei der Serienproduktion herkömmlicher Fahrzeuge
und Fahrzeuge mit erfindungsgemäß angetriebenem Lüfter wirtschaftlich darstellbar
ist, denn dies ist mit einer geringen Anzahl unterschiedlicher Teile möglich.
[0032] Das flexible Mittel könnte einen Riemen, einen Keilriemen, Keilrippen, einen Zahnriemen
oder eine Kette aufweisen.
[0033] In einer weiteren Ausführungsform könnte vorgesehen sein, dass zwischen der elektrischen
Maschine und dem Lüfter ein Zwischengetriebe angeordnet ist. Mit einem solchen Zwischengetriebe,
mit welchem das Übersetzungsverhältnis der von der elektrischen Maschine erzeugten
Drehzahl zu der an den Lüfter abgegebenen Drehzahl entsprechend eingestellt und/oder
verändert werden kann, kann die elektrische Maschine bei einer höheren Drehzahl und
der Lüfter bei einer geringeren Drehzahl betreiben werden. Da die Kosten einer direktantreibenden,
also auf Lüfterdrehzahl laufenden elektrischen Maschine (mit entsprechend geringerer
Drehzahl) höher sind, als die einer Maschine gleicher Leistung auf höherem Drehzahlniveau,
kann durch die Kombination einer elektrischen Maschine auf hohen Drehzahlniveau in
Verbindung mit einem Zwischen- bzw. Übersetzungsgetriebe eine Kostenreduzierung erzielt
werden. Das Übersetzungsverhältnis könnte hierbei - wie allerdings auch bei einem
reinen Riemenantrieb des Lüfters von der elektrischen Maschine mit vorgegeben Übersetzungsverhältnis
- in ähnlichen Bereichen wie bei der Lichtmaschine liegen, d.h. etwa 1:3 bis 1:4.
Die sich damit ergebenden relativ hohen Drehzahlen führen in vorteilhafter Weise zu
einer kompakten Maschinenbauform und entsprechend gegenüber einem Direktantrieb reduzierten
Kosten für den Elektromotor. Da die Drehzahlen und die Größe der innerhalb der Maschine
rotierenden Teile in etwa denen einer Lichtmaschine entsprechen, wird kein Nachteil
in Bezug auf die Lebensdauer erwartet.
[0034] Wie bereits angedeutet, könnte der Generator einen Wechselstromgenerator, insbesondere
eine Asynchronmaschine, aufweisen. Ein Gleichspannungswandler könnte vorgesehen sein,
mit welchem die von dem Generator erzeugte Wechselspannung in Gleichspannung umwandelbar
ist. Die umgewandelte Gleichspannung könnte einem Gleichstromzwischenkreis zugeführt
werden.
[0035] Es könnte ein - vorzugsweise der Leistungselektronikeinheit zugeordneter - Umrichter
vorgesehen sein, mit welchem die Gleichspannung (z.B. des Gleichstromzwischenkreises)
in Wechselspannung derart gewandelt wird, dass die elektrische Maschine mit einer
variabel vorgebbaren Drehzahl betreibbar ist. Diese Drehzahl kann dann derart gewählt
werden, dass die erwartete, durch den Lüfter erzeugte Luftbewegung durch den Kühler
eine vorgebbare, aktuell erforderliche Kühlleistung erbringt. Letztendlich kann die
Drehzahl der elektrischen Maschine gemäß mindestens einer der oben genannten Ansteuerstrategien
kommandiert werden.
[0036] In verfahrensmäßiger Hinsicht wird die eingangs genannte Aufgabe durch die Merkmale
des Patentanspruchs 20 gelöst. Demgemäß dient das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben
einer Antriebsvorrichtung für ein landwirtschaftliches oder industrielles Nutzfahrzeug.
Die Antriebsvorrichtung weist einen Verbrennungsmotor, einen Kühler eines Kühlkreislaufs,
einen Generator und einen Lüfter auf. Mit dem Lüfter wird Luft durch den Kühler bewegt.
Der Lüfter ist benachbart zum Kühler angeordnet. Der Lüfter, der Verbrennungsmotor
und der Kühler sind in einem Motorraum angeordnet. Der Generator wird vom Verbrennungsmotor
mechanisch angetrieben. Der Generator wird von einer anderen als der dem Kühler zugewandten
Seite des Verbrennungsmotors mechanisch angetrieben. Mit dem Generator wird elektrische
Energie erzeugt. Erfindungsgemäß ist eine elektrische Maschine vorgesehen, welche
mit der von dem Generator erzeugten elektrischen Energie angetrieben wird und mit
welcher der Lüfter mechanisch angetrieben wird.
[0037] Ganz besonders bevorzugt ist das Verfahren zum Betreiben einer Antriebsvorrichtung
nach einem der Ansprüche 1 bis 20 vorgesehen. Im Konkreten könnten das Verfahren die
entsprechenden Ansteuer- bzw. Regelschritte aufweisen, wie sie mit den Ansprüchen
8 bis 13 nebst zugehörigem Beschreibungsteil beschrieben sind. Insoweit umfasst das
erfindungsgemäße Verfahren und/oder dessen bevorzugte Ausführungsformen Verfahrensschritte
zum Betreiben der Komponenten der Ansprüche 1 bis 20, wobei die Verfahrensschritte
sich einem Fachmann in Kenntnis des Offenbarungsgehalts des die Antriebsvorrichtung
betreffenden Teils der vorliegenden Anmeldung erschließt. Daher wird zur Vermeidung
von Wiederholungen auf den vorangegangenen Teil der Beschreibung sowie auf die entsprechenden
Ansprüche verwiesen.
[0038] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Patentanspruch
1 nachgeordneten Patentansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung
des bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen.
In Verbindung mit der Erläuterung des bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung
anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen in der einzigen
- Fig.
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung.
[0039] Die einzige Figur zeigt eine erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung 10 für ein landwirtschaftliches
Nutzfahrzeug, nämlich einen Traktor (nicht gezeigt). Die Antriebsvorrichtung 10 umfasst
einen Verbrennungsmotor 12, einen Kühler 14 eines Kühlkreislaufs 16, einen Generator
18 und einen Lüfter 20. Der Verbrennungsmotor 12, der Kühler 14 und der Generator
18 sind in einem gestrichelt umrandet angedeuteten Motorraum 15 des Traktors angeordnet.
Der Kühlkreislauf 16 befördert Kühlmittel des Kühlkreislaufs des Verbrennungsmotors
12 durch den Kühler 14. Dementsprechend sind in der schematischen Darstellung mit
dem Kühlkreislauf 16 lediglich die Verbindungsleitungen gekennzeichnet.
[0040] Mit dem Lüfter 20 wird Luft durch den Kühler 14 bewegt, was mit den Pfeilen 22 angedeutet
ist. Da der Lüfter 20 zwischen dem Kühler 14 und dem Verbrennungsmotor 12 angeordnet
ist, saugt der Lüfter 20 Luft von der dem Kühler 14 abgewandten Seite des Verbrennungsmotors
12 an.
[0041] Der Generator 18 wird von der Kurbelwelle 24 des Verbrennungsmotors 12 mechanisch
angetrieben. Der Generator 18 ist an der dem Kühler 14 abgewandten Seite des Verbrennungsmotors
12 angeordnet. Im Konkreten ist der Generator 18 in Form eines Kurbelwellengenerators
ausgebildet. Mit dem Generator 18 wird elektrische Energie erzeugt.
[0042] Erfindungsgemäß ist eine elektrische Maschine 26 vorgesehen, welche mit der von dem
Generator 18 erzeugten elektrischen Energie antreibbar ist. Die elektrische Maschine
26 wiederum treibt den Lüfter 20 mechanisch an. Die elektrische Maschine 26 weist
eine Ausgangswelle 28 auf, über welche der Lüfter 20 mechanisch antreibbar ist.
[0043] Die elektrische Maschine 26 ist derart im Motorraum 15 angeordnet, dass die Ausgangswelle
28 der elektrischen Maschine 26 in einem Bereich des Motorraums 15 angeordnet ist,
welcher einen mechanischen Abtrieb 30 des Verbrennungsmotors 12 aufweist. Der mechanische
Abtrieb 30 ist ein freies Kurbelwellenende des Verbrennungsmotors 12, welcher eine
Riemenscheibe 32 aufweist.
[0044] Die elektrische Maschine 26 ist an einem Bauort am Verbrennungsmotor 12 angeordnet,
wo üblicherweise eine herkömmliche Lichtmaschine vorgesehen ist.
[0045] Mit der elektrischen Maschine 26 werden neben dem Lüfter 20 auch noch weitere Verbraucher
mechanisch angetrieben, wobei in dem in der Fig. gezeigten Ausführungsbeispiel lediglich
ein Druckluftkompressor 34 eingezeichnet ist.
[0046] Weiterhin ist eine Leistungselektronikeinheit 36 vorgesehen. Der Leistungselektronikeinheit
36 wird der von dem Generator 18 erzeugte elektrische Strom über die Stromleitung
40 zugeführt wird. Die Leistungselektronikeinheit 36 wird von einer Steuereinrichtung
38 angesteuert. Die Steuereinrichtung 38 wiederum steuert die Leistungselektronikeinheit
36 derart an, das die Drehrichtung und/oder die Drehzahl und/oder das Drehmoment der
elektrischen Maschine 26 ansteuerbar ist. Der zum Betreiben der elektrischen Maschine
26 erforderliche elektrische Strom wird über die Stromleitung 42 geleitet.
[0047] Es ist ein Temperatursensor 44 vorgesehen, mit welchem die Temperatur des Kühlmittels
des Kühlkreislaufs 16 detektierbar ist. Der Temperatursensor erzeugt elektrische Signale,
die abhängig von der detektierten Temperatur sind und die der Steuereinrichtung 38
über die Leitung 46 zugeführt werden. Es ist eine Ansteuerstrategie derart vorgesehen,
dass die Drehzahl der elektrischen Maschine 26 in Abhängigkeit der Kühlmitteltemperatur
des Kühlkreislaufs 16 steuerbar ist.
[0048] Lediglich schematisch ist der Ölkühler 48 eingezeichnet, durch welchen einerseits
Motoröl des Verbrennungsmotors 12 geleitet wird. Andererseits wird durch den Ölkühler
48 Kühlmittel (in diesem Fall ein Wasser-Glyzerin-Gemisch) geleitet, so dass der Ölkühler
48 in Form eines Öl-Wasser-Wärmetauschers ausgebildet ist. Weiterhin ist ein Ladeluftkühler
50 des Verbrennungsmotors 12 vorgesehen. Sowohl der Ölkühler 48 als auch der Ladeluftkühler
50 werden mit Kühlmittel des weiteren Kühlkreislaufs 52 gekühlt. Der weitere bzw.
sekundäre Kühlkreislauf 52, hier sind lediglich dessen Verbindungsleitungen mit dem
Bezugszeichen 52 gekennzeichnet, weist einen Luft-Kühlmittel-Wärmetauscher 54 auf,
welcher auf der dem Lüfter 20 abgewandten Seite des Kühlers 14 angeordnet ist. In
einer weiteren Steuer- bzw. Regelstrategie wird die Drehzahl der elektrischen Maschine
in Abhängigkeit der Öltemperatur des Verbrennungsmotors 12 angesteuert. Die Öltemperatur
ist mit einem Temperatursensor 56 detektierbar, der ebenfalls ein elektrisches Signal
erzeugt, das abhängig von der detektierten Temperatur ist und was über die Leitung
58 der Steuereinrichtung 38 zugeführt wird.
[0049] Die Steuer- bzw. Regelstrategie der Steuereinrichtung 38 berücksichtigt bei der Ansteuerung
der Drehzahl der elektrischen Maschine auch den momentanen Leistungsbedarf des Druckluftkompressors
34.
[0050] Die Leistungselektronikeinheit 36 weist einen Temperatursensor 62 auf, der ebenfalls
ein elektrisches Signal erzeugt, das abhängig von der detektierten Temperatur ist
und der Steuereinrichtung 38 übermittelt. Die Drehzahl bzw. das Drehmoment der elektrischen
Maschine wird auch in Abhängigkeit der Temperatur der Leistungselektronik 36 angesteuert,
und zwar derart, dass ein Überhitzen der Leistungselektronik 36 ausgeschlossen wird.
[0051] Der Lüfter 20 und der Druckluftkompressor 34 werden über ein flexibles Mittel 64
von der elektrischen Maschine 26 angetrieben. Das flexible Mittel 64 ist in Form eines
Keilriemens ausgebildet. Der Lüfter 20 weist eine Riemenscheibe 66 auf. Die Riemenscheibe
32 des mechanischen Abtriebs 30 des Verbrennungsmotors 12 treibt über einen Riemen
68 die Ölpumpe 70 an. Die Riemenscheibe 66 und somit der Lüfter 20 ist derart angeordnet,
dass sie auch über die Riemenscheibe 68 des Verbrennungsmotors 12 mittels eines in
der Figur nicht gezeigten Riemens antreibbar wäre.
[0052] Der Generator 18 ist in Form eines Welchselstromgenerators ausgebildet. Die Leistungselektronikeinheit
36 weist einen Gleichspannungswandler auf (nicht separat eingezeichnet), mit welchem
die von dem Generator 18 erzeugte Wechselspannung in Gleichspannung umwandelbar ist.
[0053] Ein der Leistungselektronikeinheit 36 zugeordneter Umrichter (nicht separat eingezeichnet)
ist vorgesehen, mit welchem die Gleichspannung in Wechselspannung derart wandelbar
ist, dass die elektrische Maschine 26 mit einer variablen vorgebbaren Drehzahl betreibbar
ist.
[0054] Mit dem Bezugszeichen 60 ist schematisch das vom Verbrennungsmotor 12 angetriebene
Getriebe bzw. der Fahrantrieb des Nutzfahrzeugs gekennzeichnet. Ein Teil dieser Komponenten,
insbesondere das Getriebeöl des Getriebes 60, könnte ebenfalls an einen Kühlkreislauf,
beispielsweise an den weiteren Kühlkreislauf 52, angeschlossen und von diesen gekühlt
werden (in der Fig. nicht gezeigt).
[0055] Lediglich schematisch und mit dem Bezugszeichen 72 eingezeichnet ist ein elektrischer
Verbraucher eines an den Traktor adaptierbaren Arbeitsgeräts dargestellt. Dieser elektrische
Verbraucher 72 wird ebenfalls von der Leistungselektronikeinheit 36 über die Leitung
74 mit elektrischem Strom versorgt, falls das entsprechende Arbeitsgerät an den Traktor
adaptiert ist. Hierzu ist eine Steckverbindung 76 zwischen Fahrzeug und Arbeitsgerät
vorgesehen.
[0056] Abschließend sei ganz besonders darauf hingewiesen, dass die voranstehend erörterten
Ausführungsbeispiele lediglich zur Beschreibung der beanspruchten Lehre dienen, diese
jedoch nicht auf die Ausführungsbeispiele einschränken.
1. Antriebsvorrichtung für ein landwirtschaftliches oder industrielles Nutzfahrzeug,
mit einem Verbrennungsmotor (12), einem Kühler (14) eines Kühlkreislaufs (16), einem
Generator (18) und einem Lüfter (20), wobei mit dem Lüfter (20) Luft durch den Kühler
(14) bewegbar ist, wobei der Lüfter (20) benachbart zum Kühler (14) angeordnet ist,
wobei der Lüfter (20), der Verbrennungsmotor (12) und der Kühler (14) in einem Motorraum
(15) angeordnet sind, wobei der Generator (18) vom Verbrennungsmotor (12) mechanisch
antreibbar ist, wobei der Generator (18) von einer anderen als der dem Kühler (14)
zugewandten Seite des Verbrennungsmotors (12) mechanisch antreibbar ist, wobei mit
dem Generator (18) elektrische Energie erzeugbar ist, wobei eine elektrische Maschine
(26) vorgesehen ist, welche mit der von dem Generator (18) erzeugten elektrischen
Energie antreibbar ist und mit welcher der Lüfter (20) mechanisch antreibbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl und/oder das Drehmoment der elektrischen Maschine (26) in Abhängigkeit
des Leistungsbedarfs weiterer elektrischer Verbraucher des Fahrzeugs steuerbar ist,
wobei die dem Lüfter (20) seitens des Generators (18) zur Verfügung gestellte elektrische
Leistung für den Fall reduziert wird, dass ein weiterer elektrischer Verbraucher zu
versorgen ist, sofern die Kühlmitteltemperatur des Kühlkreislaufs (16) dies zulässt.
2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Maschine (26) eine Ausgangswelle (28) aufweist, über welche der Lüfter
(20) mechanisch antreibbar ist.
3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Maschine (26) derart im Motorraum (15) angeordnet ist, dass die Ausgangswelle
(28) der elektrischen Maschine (26) in einem Bereich des Motorraums (15) angeordnet
ist, welcher einen mechanischen Abtrieb (30) des Verbrennungsmotors (12) aufweist.
4. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der mechanischen Abtrieb (30) ein freies Kurbelwellenende des Verbrennungsmotors
(12) ist, welcher vorzugsweise eine Riemenscheibe (32) aufweist.
5. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Maschine (26) an einem Bauort am Verbrennungsmotor (12) angeordnet
ist, wo üblicherweise eine herkömmliche Lichtmaschine vorgesehen ist.
6. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mit der elektrischen Maschine (26) weitere Verbraucher mechanisch antreibbar sind,
beispielsweise einen Druckluftkompressor (34).
7. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine von einer eine Steuereinrichtung (38) angesteuerte Leistungselektronikeinheit
(36) vorgesehen ist, mit welcher die Drehrichtung und/oder die Drehzahl und/oder das
Drehmoment der elektrischen Maschine (26) ansteuerbar ist.
8. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl und/oder das Drehmoment der elektrischen Maschine (26) in Abhängigkeit
der Kühlmitteltemperatur des Kühlkreislaufs (16), gegebenenfalls eines weiteren Kühlkreislaufs
(52), steuerbar ist.
9. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl und/oder das Drehmoment der elektrischen Maschine (26) in Abhängigkeit
der Öltemperatur des Verbrennungsmotors (12), des Antriebsstrangs und/oder einer Fahrzeughydraulik
steuerbar ist.
10. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl und/oder das Drehmoment der elektrischen Maschine (26) in Abhängigkeit
des Leistungsbedarfs eines elektrischen Verbrauchers eines an das Fahrzeug ankoppelbaren
Arbeitsgeräts steuerbar ist, beispielsweise an eine Drill- oder Sämaschine.
11. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl und/oder das Drehmoment der elektrischen Maschine (26) in Abhängigkeit
des Bedarfs eines Druckluftkompressors (34) ansteuerbar ist.
12. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl und/oder das Drehmoment der elektrischen Maschine in Abhängigkeit der
Temperatur des Kühlmittels eines Sekundärkühlkreislaufs (52) ansteuerbar ist.
13. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl und/oder das Drehmoment der elektrischen Maschine (26) in Abhängigkeit
der Temperatur eines Ladeluftkühlers (50) und/oder der Kühlmitteltemperatur eines
Kühlkreislaufs (52), mit welchem der Ladeluftkühler (50) kühlbar ist, ansteuerbar
ist.
14. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl und/oder das Drehmoment der elektrischen Maschine (26) in Abhängigkeit
der Temperatur der Leistungselektronik (36) ansteuerbar ist.
15. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Temperatursensor (44, 56, 62) vorgesehen ist, welcher derart angeordnet
ist, dass damit die Temperatur einer Komponente oder eines Kühlmittels oder eines
Öls detektierbar ist und dass der Temperatursensor (44, 56, 62) ein Signal erzeugt,
welches einer Steuereinrichtung (38) übermittelbar ist.
16. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Lüfter (20) über ein flexibles Mittel (64) von der elektrischen Maschine (26)
antreibbar ist, dass der Lüfter (20) eine Riemenscheibe (66) aufweist, dass die Riemenscheibe
(66) derart angeordnet ist, dass sie auch über eine Riemenscheibe (32) der Kurbelwelle
oder eines Abtriebs (30) des Verbrennungsmotors (12) mittels eines Riemens antreibbar
ist.
17. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Mittel (64) einen Riemen, einen Keilriemen, Keilrippen, einen Zahnriemen
oder eine Kette aufweist.
18. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen elektrische Maschine (26) und Lüfter (20) ein Zwischengetriebe angeordnet
ist.
19. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Generator (18) einen Wechselstromgenerator aufweist und dass ein Gleichspannungswandler
vorgesehen ist, mit welchem die von dem Generator (18) erzeugte Wechselspannung in
Gleichspannung umwandelbar ist.
20. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass ein - vorzugsweise der Leistungselektronikeinheit (36) zugeordneter - Umrichter vorgesehen
ist, mit welchem die Gleichspannung in Wechselspannung derart wandelbar ist, dass
die elektrische Maschine (26) mit einer variablen vorgebbaren Drehzahl betreibbar
ist.
1. Drive device for an agricultural or industrial utility vehicle, having an internal
combustion engine (12), having a cooler (14) of a cooling circuit (16), having a generator
(18) and having a fan (20), wherein air can be moved through the cooler (14) by means
of the fan (20), wherein the fan (20) is arranged adjacent to the cooler (14), wherein
the fan (20), the internal combustion engine (12) and the cooler (14) are arranged
in an engine bay (15), wherein the generator (18) can be mechanically driven by the
internal combustion engine (12), wherein the generator (18) can be mechanically driven
by a side of the internal combustion engine (12) other than the side that faces towards
the cooler (14), wherein electrical energy can be generated by means of the generator
(18), wherein an electric machine (26) is provided which can be driven by means of
the electrical energy generated by the generator (18) and by means of which the fan
(20) can be mechanically driven, characterized in that the rotational speed and/or the torque of the electric machine (26) can be controlled
in a manner dependent on the power demand of further electrical consumers of the vehicle,
wherein the electrical power provided to the fan (20) by the generator (18) is reduced
in a situation in which a supply is to be provided to a further electrical consumer,
if the coolant temperature of the cooling circuit (16) permits this.
2. Drive device according to Claim 1, characterized in that the electric machine (26) has an output shaft (28) via which the fan (20) can be
mechanically driven.
3. Drive device according to Claim 2, characterized in that the electric machine (26) is arranged in the engine bay (15) such that the output
shaft (28) of the electric machine (26) is arranged in a region of the engine bay
(15) which has a mechanical drive output (30) of the internal combustion engine (12).
4. Drive device according to Claim 3, characterized in that the mechanical drive output (30) is a free crankshaft end, which preferably has a
belt pulley (32), of the internal combustion engine (12).
5. Drive device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the electric machine (26) is arranged at a structural location on the internal combustion
engine (12) where a conventional alternator is normally provided.
6. Drive device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that further consumers, for example a compressed-air compressor (34), can be mechanically
driven by means of the electric machine (26) .
7. Drive device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that a power electronics unit (36) is provided which is controlled by a a control device
(38) and by means of which the direction of rotation and/or the rotational speed and/or
the torque of the electric machine (26) can be controlled.
8. Drive device according to Claim 7, characterized in that the rotational speed and/or the torque of the electric machine (26) can be controlled
in a manner dependent on the coolant temperature of the cooling circuit (16), possibly
of a further cooling circuit (52) .
9. Drive device according to Claim 7, characterized in that the rotational speed and/or the torque of the electric machine (26) can be controlled
in a manner dependent on the oil temperature of the internal combustion engine (12),
of the drivetrain and/or of a vehicle hydraulic system.
10. Drive device according to Claim 7, characterized in that the rotational speed and/or the torque of the electric machine (26) can be controlled
in a manner dependent on the power demand of an electrical consumer of an implement,
for example to a seeding or sowing machine, which can be coupled to the vehicle.
11. Drive device according to Claim 7, characterized in that the rotational speed and/or the torque of the electric machine (26) can be controlled
in a manner dependent on the demand of a compressed-air compressor (34) .
12. Drive device according to Claim 7, characterized in that the rotational speed and/or the torque of the electric machine can be controlled
in a manner dependent on the temperature of the coolant of a secondary cooling circuit
(52).
13. Drive device according to Claim 7, characterized in that the rotational speed and/or the torque of the electric machine (26) can be controlled
in a manner dependent on the temperature of a charge-air cooler (50) and/or on the
coolant temperature of a cooling circuit (52) by means of which the charge-air cooler
(50) can be cooled.
14. Drive device according to Claim 7, characterized in that the rotational speed and/or the torque of the electric machine (26) can be controlled
in a manner dependent on the temperature of the power electronics (36).
15. Drive device according to one of Claims 1 to 14, characterized in that at least one temperature sensor (44, 56, 62) is provided which is arranged such that,
by means thereof, the temperature of a component or of a coolant or of an oil can
be detected, and in that the temperature sensor (44, 56, 62) generates a signal which can be transmitted to
a control device (38).
16. Drive device according to one of Claims 1 to 15, characterized in that the fan (20) can be driven by the electric machine (26) via a flexible means (64),
in that the fan (20) has a belt pulley (66), and in that the belt pulley (66) is arranged such that it can also be driven by means of a belt
via a belt pulley (32) of the crankshaft or of a drive output (30) of the internal
combustion engine (12).
17. Drive device according to Claim 16, characterized in that the flexible means (64) has a belt, a V-belt, a poly-V-belt, a toothed belt or a
chain.
18. Drive device according to one of Claims 1 to 17, characterized in that an intermediate gearing is arranged between electric machine (26) and fan (20) .
19. Drive device according to one of Claims 1 to 18, characterized in that the generator (18) has an alternating-current generator, and in that a direct-current voltage converter is provided by means of which the alternating-current
voltage generated by the generator (18) can be converted into direct-current voltage.
20. Drive device according to one of Claims 1 to 18, characterized in that a converter - which is preferably assigned to the power electronics unit (36) - is
provided by means of which the direct-current voltage can be converted into alternating-current
voltage such that the electric machine (26) can be operated with a variable predefinable
rotational speed.
1. Ensemble d'entraînement pour engin mobile agricole ou industriel, présentant un moteur
(12) à combustion interne, un refroidisseur (14) d'un circuit de refroidissement (16),
un générateur (18) et un ventilateur (20), de l'air pouvant être déplacé à travers
le refroidisseur (14) par le ventilateur (20), le ventilateur (20) étant disposé au
voisinage du refroidisseur (14), le ventilateur (20), le moteur (12) à combustion
interne et le refroidisseur (14) étant disposés dans un espace (15) prévu pour le
moteur, le générateur (18) pouvant être entraîné mécaniquement par le moteur (12)
à combustion interne, le générateur (18) pouvant être entraîné mécaniquement d'un
côté du moteur (12) à combustion interne autre que celui orienté vers le refroidisseur
(14), de l'énergie électrique pouvant être produite par le générateur (18), une machine
électrique (26) étant prévue, pouvant être entraînée par l'énergie électrique produite
par le générateur (18) et pouvant entraîner mécaniquement le ventilateur (20),
caractérisé en ce que
la vitesse de rotation et/ou le couple de rotation de la machine électrique (26) peuvent
être commandés en fonction des besoins en énergie d'autres consommateurs électriques
du véhicule et
en ce que l'énergie électrique mise à disposition du ventilateur (20) par le générateur (18)
est réduite au cas où un autre consommateur électrique doit être alimenté pour autant
que la température du fluide de refroidissement du circuit de refroidissement (16)
le permette.
2. Ensemble d'entraînement selon la revendication 1, caractérisé en ce que la machine électrique (26) présente un arbre de sortie (28) par lequel le ventilateur
(20) peut être entraîné mécaniquement.
3. Ensemble d'entraînement selon la revendication 2, caractérisé en ce que la machine électrique (26) est disposée dans l'espace (15) prévu pour le moteur,
en ce que l'arbre de sortie (28) de la machine électrique (26) est disposé dans une partie
de l'espace (15) prévu pour le moteur qui présente une sortie d'entraînement mécanique
(30) du moteur (12) à combustion interne.
4. Ensemble d'entraînement selon la revendication 3, caractérisé en ce que la sortie d'entraînement mécanique (30) est une extrémité libre de l'arbre de vilebrequin
du moteur (12) à combustion interne qui présente de préférence une poulie (32) pour
courroie.
5. Ensemble d'entraînement selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la machine électrique (26) est disposée en un emplacement du moteur (12) à combustion
interne où habituellement une machine légère habituelle est prévue.
6. Ensemble d'entraînement selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que d'autres consommateurs, par exemple un compresseur (34) d'air, peuvent être entraînés
mécaniquement par la machine électrique (26) .
7. Ensemble d'entraînement selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'une unité électronique de puissance (36) commandée par un un dispositif de commande
(38) et par laquelle le sens de rotation, la vitesse de rotation et/ou le couple de
rotation de la machine électrique (26) peuvent être commandés est prévue.
8. Ensemble d'entraînement selon la revendication 7, caractérisé en ce que la vitesse de rotation et/ou le couple de rotation de la machine électrique (26)
peuvent être commandés en fonction de la température du fluide de refroidissement
du circuit de refroidissement (16) et éventuellement d'un autre circuit de refroidissement
(52) .
9. Ensemble d'entraînement selon la revendication 7, caractérisé en ce que la vitesse de rotation et/ou le couple de rotation de la machine électrique (26)
peuvent être commandés en fonction de la température d'huile du moteur (12) à combustion
interne, du train d'entraînement et/ou d'une hydraulique du véhicule.
10. Ensemble d'entraînement selon la revendication 7, caractérisé en ce que la vitesse de rotation et/ou le couple de rotation de la machine électrique (26)
peuvent être commandés en fonction des besoins en énergie d'un consommateur électrique
d'un appareil de travail qui peut être accouplé au véhicule, par exemple à une machine
de forage ou de semis.
11. Ensemble d'entraînement selon la revendication 7, caractérisé en ce que la vitesse de rotation et/ou le couple de rotation de la machine électrique (26)
peuvent être commandés en fonction des besoins d'un compresseur (34) d'air.
12. Ensemble d'entraînement selon la revendication 7, caractérisé en ce que la vitesse de rotation et/ou le couple de rotation de la machine électrique (26)
peuvent être commandés en fonction de la température du fluide de refroidissement
d'un circuit secondaire de refroidissement (52).
13. Ensemble d'entraînement selon la revendication 7, caractérisé en ce que la vitesse de rotation et/ou le couple de rotation de la machine électrique (26)
peuvent être commandés en fonction de la température d'un refroidisseur (50) d'air
de suralimentation et/ou de la température du fluide de refroidissement d'un circuit
de refroidissement (52) par lequel le refroidisseur (50) d'air de suralimentation
peut être refroidi.
14. Ensemble d'entraînement selon la revendication 7, caractérisé en ce que la vitesse de rotation et/ou le couple de rotation de la machine électrique (26)
peuvent être commandés en fonction de la température de l'électronique de puissance
(36).
15. Ensemble d'entraînement selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce qu'au moins un capteur de température (44, 56, 62) est prévu et est disposé de manière
à pouvoir détecter avec son aide la température d'un composant, d'un fluide de refroidissement
ou d'une huile, et en ce que le capteur (44, 56, 62) de température forme un signal qui peut être transmis à un
dispositif de commande (38).
16. Ensemble d'entraînement selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que le ventilateur (20) peut être entraîné par la machine électrique (26) par l'intermédiaire
d'un moyen flexible (64), en ce que le ventilateur (20) présente une poulie (66) de courroie, en ce que la poulie (66) de courroie est disposée en ce qu'elle puisse également être entraînée au moyen d'une courroie par l'intermédiaire d'une
poulie (32) de courroie de l'arbre de vilebrequin ou d'une sortie d'entraînement (30)
du moteur (12) à combustion interne.
17. Ensemble d'entraînement selon la revendication 16, caractérisé en ce que le moyen flexible (64) présente une courroie, une courroie trapézoïdale, des nervures
trapézoïdales, une courroie crantée ou une chaîne.
18. Ensemble d'entraînement selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisé en ce qu'une transmission intermédiaire est disposée entre la machine électrique (26) et le
ventilateur (20).
19. Ensemble d'entraînement selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que le générateur (18) présente un générateur de courant alternatif et en ce qu'un redresseur est prévu pour convertir en une tension continue la tension alternative
produite par le générateur (18).
20. Ensemble d'entraînement selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce qu'un onduleur, de préférence associé à l'unité (36) d'électronique de puissance, est
prévu pour convertir la tension continue en une tension alternative de telle sorte
que la machine électrique (26) puisse être utilisée à une vitesse de rotation variable
sélectionnée.

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