| (19) |
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(11) |
EP 2 307 837 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.09.2018 Patentblatt 2018/36 |
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Anmeldetag: 20.07.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/005239 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/009848 (28.01.2010 Gazette 2010/04) |
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VERFAHREN ZUM HERSTELLEN EINES MEHRSCHICHTENVERBUNDES AUF EINER CIP-FÄHIGEN BESCHICHTUNGSANLAGE
METHOD FOR PRODUCING A MULTILAYER COMPOUND ON A CIP-CAPABLE COATING INSTALLATION
PROCÉDÉ DE FABRICATION D'UN COMPOSITE MULTICOUCHE DANS UN DISPOSITIF DE REVÊTEMENT
À NETTOYAGE PAR RECIRCULATION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
24.07.2008 DE 102008034453
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.04.2011 Patentblatt 2011/15 |
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Patentinhaber: LTS LOHMANN Therapie-Systeme AG |
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56626 Andernach (DE) |
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Erfinder: |
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- BRATHUHN, Rudi
56566 Neuwied (DE)
- SCHWARZ, Peter
53639 Königswinter (DE)
- SCHÄFER, Wolfgang
60311 Frankfurt (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 775 882 DE-U1-202004 020 631 DE-U1-202007 017 655
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WO-A2-03/061635 DE-U1-202007 016 425 US-A- 5 849 099
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Herstellverfahren für einen Mehrschichtenverbund,
bei dem zuerst eine oder mehrere Schichten auf einem Trägermaterial durch Beschichten
mit einer flüssigen Komponente aufgebracht werden, danach der beschichtete Mehrschichtenverbund
getrocknet wird und danach der getrocknete Mehrschichtenverbund aufgerollt wird. Der
letzte Arbeitsschritt im Verfahren ist das Reinigen der Anlage, das erfindungsgemäß
mittels eines CIP-Systems durchgeführt wird, d.h. eines in die Anlage integrierten
Systems, das ein "Cleaning-In-Place" ermöglicht.
Ein derartiges Verfahren ist aus der
DE 20 2007 016 425 U1 bekannt. Außerdem weist die Vorrichtung aus
DE 20 2007 016 425 U1 zum Behandeln einer Substratbahn auf:
ein Gehäuse, das mindestens einen Behandlungsabschnitt für die Substratbahn, einen
Zufluss und einen Abfluss für ein Medium umfasst,
wobei im Behandlungsabschnitt mindestens eine Leitwalze zum Transport der Substratbahn
angeordnet ist,
wobei zur Beaufschlagung der Substratbahn mit Medium mindestens eine Düsenvorrichtung
vorgesehen ist, durch welche das Medium in den Behandlungsabschnitt geleitet werden
kann. Dabei ist mindestens eine Leitwalze mit mindestens einer Reinigungsdüse ausgerüstet,
durch welche zu Reinigungszwecken flüssige und/oder gasförmige Reinigungssubstanzen
in den Behandlungsabschnitt geleitet werden können,
wobei der Innenraum jeder Behandlungsabschnitt/ jede Trockenzone zur kontrollierten
Reinigung mit Sprühdüsen zum Versprühen einer Reinigungsflüssigkeit ausgestaltet ist,
und wobei der Innenraum des Trockenofens totraumfrei ausgeführt ist,
wobei alle für die Ablagerung von eventuellen Verunreinigungen in Frage kommenden
Ecken und Nischen entweder durch entsprechende technische Konstruktionen ausgeschlossen
werden oder durch geeignete Abdeckelemente vor dem Eindringen von Verunreinigungen
abgeschirmt sind,
wobei alle Transportwalzen, mit denen der beschichtete Mehrschichtverbund durch den
Trockenofen und die einzelnen Behandlungsabschnitte / Trockenzonen hindurch bewegt
wird, als Hohlwellen ausgestaltet und mit Sprühdüsen ausgerüstet sind,
und wobei die Reinigungsflüssigkeit in dem nach unten konisch zulaufend ausgestalteten
unteren Gehäuseteil des Trockenofens zusammenfließt und dort über einen Ablauf abgelassen
wird.
Neben den bekannten Applikationsformen von Arzneimitteln wie Tabletten, Kapseln, Dragees,
Tropfen, Spritzen oder rektalen Applikationsformen gibt es auch die Darreichungsform
mittels transdermaler Systeme oder Wafer. Transdermale Systeme und Wafer werden aus
bahnförmigen Materialien hergestellt, wobei die Herstellung der bahnförmigen Materialien
mehrere aufeinander folgende Schritte wie Beschichten, Trocknen und Aufwickeln auf
rollen umfasst. Sie sind beispielsweise in der
WO 03/61635 beschreiben. An den eigentlichen Vorgang der Herstellung schließt sich im Betrieb
üblicherweise noch als letzter Arbeitsschritt die Reinigung der Anlage an. Die Anlage
soll nämlich für die Herstellung einer anderen, neuen Rezeptur möglichst schnell wieder
einsatzbereit sein, um unwirtschaftliche Stillstände zu vermeiden. Ferner soll der
Reinigungsprozess sicher validierbar sein.
Bei dem Schritt des Beschichtens werden eine oder mehrere flüssige Komponenten mittels
einer Beschichtungsanlage auf ein Trägermaterial aufgebracht. Der danach fertig beschichtete
Mehrschichtenverbund enthält aber noch einen relativ hohen Anteil an Flüssigkeit,
die normalerweise im nächstfolgenden Herstellschritt durch Hitze entfernt wird.
Der fertig beschichtete Mehrschichtenverbund wird daher zum Trocknen einem Trockenofen
zugeführt, der vorzugsweise in kontinuierlicher Fahrweise betrieben wird. Der Trockenofen
kann eine oder mehrere Trockenzonen umfassen. Die einzelnen Trockenzonen unterscheiden
sich dabei durch ihre jeweils unterschiedlichen Temperaturen und Luftmengen. Daneben
soll jede Trockenzone ihre eigene Luftregelung besitzen, in die üblicherweise auch
noch Filter- und Heizelemente integriert sind. Durch die Einwirkung der Wärme im Trockenofen
auf den beschichteten Mehrschichtverbund gelangt die Feuchtigkeit aus dem beschichteten
Mehrschichtverbund in den Luftstrom. Um die Feuchtigkeit im Luftkreislauf stabil zu
halten, muss trockene Frischluft zugeführt werden, mit der die verbrauchte feuchte
Luft ersetzt wird. Schwankungen der Feuchtigkeit in der Frischluftzufuhr wirken sich
unmittelbar aus auf die Effizienz der Trocknung und mittelbar auf die Qualitätseigenschaften
des fertigen Produkts, das nicht zu feucht, aber auch nicht zu trocken sein soll.
[0002] Der aus dem Trockenofen austretende getrocknete Mehrschichtenverbund wird sofort
auf Rollen aufgewickelt.
[0003] Während der fertig getrocknete und aufgerollte Mehrschichtverbund wahlweise zwischengelagert
oder abtransportiert wird, steht im Betrieb die vollständige Reinigung der Anlage
an, die möglichst rasch, aber zugleich auch so gründlich durchgeführt werde soll,
dass eine "Crosscontamination", d.h. eine Übertragung von Spuren von Inhaltsstoffen
des im vorherigen Produktionsdurchlauf in der Anlage produzierten Materials auf das
in der Anlage im nachfolgenden Produktionsdurchlauf produzierte Material, mit Sicherheit
ausgeschlossen wird. Diese besonders gründliche Reinigungsmethode wird in der Fachsprache
auch als GMP-gerecht bezeichnet (siehe dazu Wikipedia, freie Enzyklopädie im Internet).
In Kombination damit soll die besonders unwirtschaftliche Stillstandszeit der Anlage
auf eine möglichst kurze Zeitdauer verkürzt werden.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, ein einfaches, gleichzeitig aber
auch garantiert sicheres Reinigungsverfahren für den Trockenofen in der Beschichtungsanlage
anzugeben, das unter wirtschaftlichen Bedingungen großtechnisch durchgeführt werden
kann. Gleichzeitig soll damit die Trocknung des beschichteten Mehrschichtverbundes
optimal auf die Anforderungen transdermaler Applikationssysteme oder Wafer einzustellen
sein, dazu gehört, dass der Trockenofen mehrere Trockenzonen mit kontrollierter Luftführung
besitzt, wobei in den einzelnen Trockenzonen eine präzise und individuelle Regelung
der Luftfeuchtigkeit jederzeit gewährleistet sein muss.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren der eingangs genannten Gattung, dessen
Kennzeichenmerkmale darin zu sehen sind, dass während der Trocknung des beschichteten
Mehrschichtenverbundes im Trockenofen mit mindestens zwei Trockenzonen der Luftkreislauf
jeder Trockenzone vollständig auf Frischluftzufuhr eingestellt wird und jede individuelle
Trockenzone über eine unabhängig von allen anderen Trockenzonen regulierbare Konditionierung
des zugeführten Frischluftstromes verfügt, wobei die durch eine Luftzufuhr eintretende
Luft über ein kombiniertes Heiz-Düsen-System auf den zu trocknenden Mehrschichtenverbund
appliziert wird.
[0006] Als Trägermaterial für den Mehrschichtenverbund eignen sich bahnförmige Materialien
wie Papierbahnen oder Textilbahnen in Form von Geweben oder Vliesen aus natürlichen
oder künstlichen Fasern, es können aber auch Folien aus Kunststoff eingesetzt werden,
die ggf. mit Löchern versehen sein können.
[0007] Als flüssige Komponente für die Beschichtung des Trägermaterials kommen für das erfindungsgemäße
Verfahren im wesentlichen organische Rohstoffe in Mischung mit Wasser und/oder organischen
Lösemitteln in Frage. Auch Mischungen organischer Rohstoffe, die wasserlöslich oder
in Wasser suspendierbar sind, eignen sich bestens. Beispiele solcher organischer Rohstoffe
sind Polymere wie Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon, Cellulosederivate, Polyvinylacetat,
Polyethylenglykol, Alginate, Xanthate, Gelatine und andere mehr oder weniger wasserlösliche
Polymere, die der Fachmann kennt. Falls gewünscht, können die flüssigen Komponenten
noch weitere Füllstoffe enthalten wie Mannitol, Lactose, Kalziumphosphate, Glucose
oder Sorbinsäurederivate. Ferner eigenen sich Zusätze von aktiven Substanzen wie Arzneimittel,
Aromastoffe, Menthol, Glutamat und andere Zusatzstoffe, teilweise auch flüchtiger
Art.
[0008] Das Beschichten des Trägermaterials mit einer oder mit mehreren flüssigen Komponenten
erfolgt erfindungsgemäß nach üblichen Auftragstechniken. Die flüssigen Komponenten
können auf das Trägermaterial z. B. aufgegossen, mit Hilfe von Walzen oder mit anderen,
dem Fachmann einschlägig bekannten Verfahren aufgetragen werden.
[0009] Für das Reinigen der Beschichtungsanlage werden alle mit dem Trägermaterial und/oder
mit der oder den flüssigen Komponenten in Berührung kommenden Anlagenteile mit einer
CIP (= Cleaning-In-Place)-Technik gründlich gereinigt. Ferner besteht Reinigungsbedarf
für die restlichen Anlagenteile insbesondere dann, wenn sich das Beschichtungsgut
während des Beschichtungsvorganges auch nur im geringsten Maße vom Trägermaterial
gelöst hat und/oder Inhaltsstoffe des Beschichtungsgutes beim Beschichtungsvorgang
verdampfen und sich in der Beschichtungsanlage niederschlagen.
[0010] Der Trockenofen, der für das erfindungsgemäße Verfahren eingesetzt wird, besitzt
vorzugsweise mindestens zwei, besonders bevorzugt bis zu vierzehn Trockenzonen, in
denen der Luftkreislauf vollständig auf Frischluftzufuhr eingestellt ist. Die Zuluftdüsen
sind dabei so ausgestaltet, dass sie in jeder Trockenzone eine gleichmäßige Belüftung
der gesamten Oberfläche des in der jeweiligen Trockenzone befindlichen beschichteten
Mehrschichtverbundes mit dem konditionierten Frischluftstrom ermöglichen. Dabei verfügt
jede individuelle Trockenzone in dem Trockenofen über eine unabhängig von allen anderen
Trockenzonen regulierbare Konditionierung des zugeführten Frischluftstromes. So ist
gewährleistet, dass in jeder Trockenzone die optimalen Trockenbedingungen über die
Luftmenge, die Lufttemperatur und die Luftfeuchtigkeit genau eingestellt werden können.
[0011] Der Trockenofen, der für das erfindungsgemäße Verfahren eingesetzt wird, ist vorzugsweise
so konstruiert, dass sein gesamter Innenraum kontrolliert reinigbar und leicht zugänglich
ist. Das bedeutet insbesondere, dass alle Bauteile des Trockenofens, die mit dem darin
produzierten Produkt in Berührung kommen können, zum Zweck der Reinigung nicht ausgebaut
werden müssen, sondern mit Hilfe des in den Trockenofen integrierten Systems in CIP-Technik
gereinigt werden können. Das äußere Gehäuse des Trockenofens ist dabei so ausgestaltet,
dass der obere Teil des Trockenofens nach oben abgehoben werden kann, um so die einfache
Zugänglichkeit für den oberen und unteren Teil des Trockenofens zu gewährleisten.
Das dient dazu, den Reinigungserfolg der CIP-Technik zu kontrollieren. Alle Einbauteile
im Innern des Trockenofens sind so ausgestaltet, dass eine Demontage zu Reinigungszwecken
nicht notwendig ist. Darüber hinaus ist der Innenraum des Trockenofens totraumfrei
ausgeführt. Das bedeutet, dass alle für die Ablagerung von eventuellen Verunreinigungen
in Frage kommenden Ecken und Nischen durch entsprechende technische Konstruktion nicht
auftreten oder, wenn doch, dann durch geeignete Abdeckelemente vor dem Eindringen
von Verunreinigungen abgeschirmt sind.
[0012] Alle Transportwalzen, mit denen der beschichtete Mehrschichtverbund durch den Trockenofen
und die verschiedenen Trockenzonen hindurch bewegt wird, sind vorzugsweise als Hohlwellen
ausgestaltet und mit Sprühdüsen ausgerüstet. Wenn sie an eine Hochdruckpumpe angeschlossen
sind, ermöglicht das eine sehr schnelle Reinigung dieser Transportwalzen von innen
heraus sowie gleichzeitig auch die Reinigung ihrer unmittelbaren Umgebung innerhalb
des Trockenofens, ohne dass dazu ein Ausbau dieser Teile des Trockenofens notwendig
wird. Die Sprühdüsen sind erfindungsgemäß so angeordnet, dass alle Bereiche des Innenraums
des Trockenofens mittels der CIP-Technik erreicht werden und so kontrolliert reinigbar
sind. Die Transportwalzen drehen sich vorzugsweise während des Reinigungsprozesses
langsam, was die Reinigungswirkung im gesamten Innenraum des Trockenofens optimiert.
Die für die Reinigung benötigte Reinigungsflüssigkeit sammelt sich in dem nach unten
konisch ausgebildeten Boden des Trockenofens und kann dort entweder der Hochdruckpumpe
wieder zugeführt oder einfach abgelassen oder mit Hilfe einer Pumpe entfernt werden.
Somit kann ein Reinigungsverfahren eindeutig charakterisiert und validiert werden.
[0013] Der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Mehrschichtenverbund eignet
sich insbesondere zur Verwendung als transdermales System zur Applikation von Arzneimitteln
oder Kosmetika oder für die Applikation in Körperhöhlen.
[0014] Die Erfindung soll beispielhaft für den Fachmann durch die beigefügten Zeichnungen
gemäß Figur 1 und Figur 2 noch deutlicher erläutert werden.
Figur 1 zeigt schematisch, wie ein Mehrschichtenverbund erfindungsgemäß in einem Mehrstufenverfahren
hergestellt wird.
Figur 2 zeigt in schematischer Darstellung einen senkrechten Schnitt durch ein Segment eines
für das erfindungsgemäße Verfahren geeigneten Trockenofens in seitlicher Ansicht.
[0015] Mit Hilfe von Bezugszeichen ist in
Figur 1 die Abwicklung 1 des Trägermaterials 2 dargestellt. Das abgewickelte Trägermaterial
2 wird in der nachgeschalteten Beschichtungsstation 3 mit einer oder mit mehreren
flüssigen Komponenten beschichtet. Danach wird das beschichtete Trägermaterial 4 dem
Trockenofen 5 zugeführt, der in der Ausführungsform nach Figur 1 mehrere Trockenzonen
T1, T2, T3, Tx-1 und Tx umfasst. Am oberen Teil des Trockenofens 5 ist die Luftzufuhr
6 dargestellt, während die Abluft 7 im unteren Teil des Trockenofens 5 gesammelt und
seitlich abgeführt wird. Der an der Trockenstation Tx den Trockenofen 5 verlassende,
getrocknete Mehrschichtverbund 8 wird über eine Ablenkrolle 9 der Aufrollstation 10
zugeleitet und dort aufgerollt.
[0016] In
Figur 2 haben gleiche Bezugszeichen die gleiche Bedeutung wie in Figur 1. Dargestellt ist
ein einzelnes Ofensegment Tn eines für das erfindungsgemäße Verfahren geeigneten Trockenofens
5. Das Ofensegment Tn besitzt ein oberes Gehäuseteil 11, das in Pfeilrichtung nach
oben und nach unten beweglich ist, und ein unteres Gehäuseteil 12, das nach unten
konisch zulaufend ausgebildet ist und über einen Ablauf 15 verfügt. Genau zwischen
dem oberen Gehäuseteil 11 und dem unteren Gehäuseteil 12 bewegt sich der in dem Ofensegment
Tn zu trocknende Mehrschichtenverbund 14 in Pfeilrichtung von links nach rechts. Im
oberen Teil des Ofensegmentes Tn ist die Luftzufuhr 6 zu erkennen, während die Abluft
7 nach unten seitlich austritt. Die durch die Luftzufuhr 6 eintretende Luft wird über
ein kombiniertes Heiz-Düsen-System 16 auf den zu trockenenden Mehrschichtenverbund
14 appliziert, welcher mit Hilfe von Leitrollen 17, die mit nicht dargestellten Sprühdüsen
ausgerüstet sind, durch das Trockensegment Tn in Pfeilrichtung von links nach rechts
bewegt wird.
1. Herstellverfahren für einen Mehrschichtenverbund (14), bei dem zuerst eine oder mehrere
Schichten auf einem Trägermaterial durch Beschichten mit einer flüssigen Komponente
aufgebracht werden, danach der beschichtete Mehrschichtenverbund (14) getrocknet wird
und danach der getrocknete Mehrschichtenverbund (14) aufgerollt wird,
wobei als letzter Schritt die Anlage gereinigt wird,
wobei während der Trocknung des beschichteten Mehrschichtenverbundes (14) im Trockenofen
(5) mit mindestens zwei Trockenzonen (T1, T2) der Luftkreislauf jeder Trockenzone
(T1, T2) vollständig auf Frischluftzufuhr eingestellt wird und jede individuelle Trockenzone
über eine unabhängig von allen anderen Trockenzonen regulierbare Konditionierung des
zugeführten Frischluftstromes verfügt,
wobei die durch eine Luftzufuhr (6) eintretende Luft über ein kombiniertes Heiz-Düsen-System
(16) auf den zu trocknenden Mehrschichtenverbund (14) appliziert wird,
und wobei der Innenraum jeder Trockenzone (T1, T2) zur kontrollierten Reinigung mit
Sprühdüsen zum Versprühen einer Reinigungsflüssigkeit ausgestaltet ist, und wobei
der Innenraum des Trockenofens (5) totraumfrei ausgeführt ist,
wobei alle für die Ablagerung von eventuellen Verunreinigungen in Frage kommenden
Ecken und Nischen entweder durch entsprechende technische Konstruktionen ausgeschlossen
werden oder durch geeignete Abdeckelemente vor dem Eindringen von Verunreinigungen
abgeschirmt sind,
wobei alle Transportwalzen (17), mit denen der beschichtete Mehrschichtverbund (14)
durch den Trockenofen (5) und die einzelnen Trockenzonen (T1 bis Tx) hindurch bewegt
wird, als Hohlwellen ausgestaltet und mit Sprühdüsen ausgerüstet sind,
wobei die als Hohlwellen ausgestalteten und mit Sprühdüsen ausgerüsteten Transportwalzen
(17) an eine Hochdruckpumpe angeschlossen sind, die Reinigungsflüssigkeit durch die
Transportwalzen hindurch in die Sprühdüsen pumpt, die in die Transportwalzen integriert
sind und wobei die Reinigungsflüssigkeit in dem nach unten konisch zulaufend ausgestalteten
unteren Gehäuseteil (12) des Trockenofens (5) zusammenfließt und dort über einen Ablauf
(15) abgelassen oder mit Hilfe einer Pumpe wieder zurück zur Hochdruckpumpe befördert
oder entfernt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Trägermaterial (2) bahnförmige Materialien wie Papierbahnen oder Textilbahnen
in Form von Geweben oder Vliesen aus natürlichen oder künstlichen Fasern, es können
aber auch Folien aus Kunststoff eingesetzt werden, die ggf. noch mit Löchern versehen
sein können, eingesetzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass als flüssige Komponente für die Beschichtung des Trägermaterials (2) im wesentlichen
organische Rohstoffe in Mischung mit Wasser eingesetzt werden, insbesondere Mischungen
organischer Rohstoffe, die wasserlöslich oder in Wasser suspendierbar sind, wie Polyvinylalkohol,
Polyvinylpyrrolidon, Cellulosederivate, Polyvinylacetat, Polyethylenglykol, Alginate,
Xanthate, Gelatine und andere wasserlösliche Polymere.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die flüssige Komponente für die Beschichtung des Trägermaterials (2) zusätzlich noch
weitere Füllstoffe enthält wie Mannitol, Lactose, Kalziumphosphate, Glukose oder Sorbinsäurederivate
und dass sie zusätzlich noch Zusätze an aktiven Substanzen wie Wirkstoffe, Aromastoffe,
Menthol, Glutamat und andere Zusatzstoffe, teilweise auch flüchtiger Art, enthält.
5. Verfahren nach einem oder nach mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Beschichten des Trägermaterials (2) mit einer oder mit mehreren flüssigen Komponenten
nach üblichen Auftragstechniken erfolgt, bei denen die flüssigen Komponenten auf das
Trägermaterial aufgegossen oder mit Hilfe von Walzen aufgezogen werden.
6. Verfahren nach einem oder nach mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Trockenofen (5) für das Verfahren so konstruiert ist, dass sein gesamter Innenraum
zur kontrollierten Reinigung geeignet ist und mit Hilfe des in den Trockenofen (5)
integrierten Systems in CIP-Technik gereinigt werden kann.
7. Verfahren nach einem oder nach mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das äußere Gehäuse des Trockenofens (5) so ausgestaltet ist, dass der obere Teil
(11) des Trockenofens (5) nach oben abgehoben werden kann und dass alle Einbauteile
im Inneren des Trockenofens (5) so ausgestaltet sind, dass eine Demontage zu Reinigungszwecken
nicht notwendig ist.
8. Verfahren nach einem oder nach mehreren der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Transportwalzen (17) sich während des Reinigungsprozesses drehen.
1. A production process for a multilayer composite (14), in which one or more layers
are firstly applied to a substrate by coating using a liquid component, the coated
multilayer composite (14) is dried thereafter and the dried multilayer composite (14)
is thereafter rolled up, wherein the installation is cleaned as a final step, wherein
the air circulation of each drying zone (T1, T2) is set entirely to fresh air supply
during the drying of the coated multilayer composite (14) in the drying oven (5) having
at least two drying zones (T1, T2) and each individual drying zone has a conditioning
of the supplied fresh air flow that can be controlled independently of all other drying
zones, wherein the air entering through an air supply (6) is applied to the multilayer
composite (14) to be dried via a combined heating-nozzle system (16) and wherein the
interior of each drying zone (T1, T2) is embodied with spray nozzles for spraying
a cleaning fluid for controlled cleaning purposes, and wherein the interior of the
drying oven (5) does not have dead space, wherein all corners and nooks that are susceptible
to the deposition of possible contaminants are either excluded by appropriate technical
designs or screened from contaminants penetrating therein by suitable cover elements,
wherein all transport rollers (17), by means of which the coated multilayer composite
(14) is moved through the drying oven (5) and the individual drying zones (T1 to Tx),
are embodied as hollow shafts and equipped with spray nozzles, wherein the transport
rollers (17) embodied as hollow shafts and equipped with spray nozzles are connected
to a high-pressure pump, which pumps the cleaning fluid through the transport rollers
and into the spray nozzles integrated into the transport rollers, and wherein the
cleaning fluid flows together in the lower housing part (12) of the drying oven (5),
which lower housing part has a design that tapers in a conical fashion toward the
bottom, from where said cleaning fluid is drained via an outflow (15) or returned
to the high-pressure pump with the aid of a pump or removed.
2. The process as claimed in claim 1, wherein web-shaped materials such as paper webs
or textile webs in the form of fabrics or nonwovens from natural or artificial fibers
are utilized as a substrate (2), but plastics films may also be utilized, which can
optionally be provided with holes as well.
3. The process as claimed in claim 1 or 2, wherein, as the liquid component for the coating
of the substrate (2), use is substantially made of organic raw materials in a mixture
with water, more particularly mixtures of organic raw materials, which are water-soluble
or can be suspended in water, such as polyvinyl alcohol, polyvinyl pyrrolidone, cellulose
derivatives, polyvinyl acetate, polyethylene glycol, alginates, xanthates, gelatins
and other water-soluble polymers.
4. The process as claimed in claim 3, wherein the liquid component for coating the substrate
(2) additionally contains further fillers such as mannitol, lactose, calcium phosphates,
glucose or sorbic-acid derivatives, and wherein it additionally contains additives
of active substances such as active ingredients, flavorings, menthol, glutamate and
other additives, partly also of a volatile type.
5. The process as claimed in one or more of claims 1 to 4, wherein the substrate (2)
is coated with one or more liquid components according to conventional application
techniques, in which the liquid components are poured onto the substrate or applied
with the aid of rollers.
6. The process as claimed in one or more of claims 1 to 5, wherein the drying oven (5)
for the process is constructed such that its entire interior is suitable for controlled
cleaning and can be cleaned using the CIP technique with the aid of the system integrated
into the drying oven (5).
7. The process as claimed in one or more of claims 1 to 6, wherein the outer housing
of the drying oven (5) is embodied such that the upper part (11) of the drying oven
(5) can be lifted upward and wherein all fixtures inside the drying oven (5) are embodied
such that cleaning does not require disassembly.
8. The process as claimed in one or more of claims 1 to 7, wherein the transport rollers
(17) rotate during the cleaning process.
1. Procédé de fabrication d'un composite multicouche (14), selon lequel une ou plusieurs
couches sont tout d'abord appliquées sur un matériau support par revêtement avec un
composant liquide, puis le composite multicouche revêtu (14) est séché, puis le composite
multicouche séché (14) est enroulé, l'unité étant nettoyée en tant que dernière étape,
pendant le séchage du composite multicouche revêtu (14) dans le four de séchage comprenant
au moins deux zones de séchage (T1, T2), le circuit d'air de chaque zone de séchage
(T1, T2) étant entièrement réglé sur l'apport d'air frais, et chaque zone de séchage
individuelle disposant d'un conditionnement du courant d'air frais introduit qui peut
être régulé indépendamment de toutes les autres zones de séchage, l'air entrant par
une entrée d'air (6) étant appliqué sur le composite multicouche à sécher (14) par
un système combiné de buses chauffantes, et l'espace intérieur de chaque zone de séchage
(T1, T2) étant configuré pour le nettoyage contrôlé avec des buses de pulvérisation
pour la pulvérisation d'un liquide de nettoyage,
et l'espace intérieur du four de séchage (5) étant configuré sans espace mort, tous
les coins et les niches envisagés pour le dépôt d'éventuelles impuretés étant exclus
par des constructions techniques appropriées ou protégés par des éléments de recouvrement
appropriés contre la pénétration d'impuretés,
tous les cylindres de transport (17) avec lesquels le composite multicouche revêtu
(14) est déplacé dans le four de séchage (5) et les zones de séchage individuelles
(T1 à Tx) étant configurés sous la forme d'arbres creux et équipés de buses de pulvérisation,
les cylindres de transport (17) configurés sous la forme d'arbres creux et équipés
de buses de pulvérisation étant raccordés à une pompe haute pression, qui pompe un
liquide de nettoyage au travers des cylindres de transport dans les buses de pulvérisation
qui sont intégrées dans les cylindres de transport,
et le liquide de nettoyage s'écoulant dans la partie de boîtier inférieure (12) du
four de séchage (5) configurée sous forme conique vers le bas, et en sortant par une
sortie (15) ou étant de nouveau transporté à l'aide d'une pompe dans la pompe haute
pression ou éliminé.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que des matériaux en forme de bande tels que des bandes de papier ou des bandes textiles
sous la forme de tissus ou de non-tissés en fibres naturelles ou artificielles sont
utilisés en tant que matériau support (2), des feuilles en plastique pouvant toutefois
également être utilisées, qui peuvent éventuellement également être munies de trous.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'en tant que composant liquide pour le revêtement du matériau support (2), des matières
premières essentiellement organiques en mélange avec de l'eau sont utilisées, notamment
des mélanges de matières premières organiques qui sont solubles dans l'eau ou peuvent
être suspendues dans l'eau, telles que l'alcool polyvinylique, la polyvinylpyrrolidone,
les dérivés de cellulose, le polyacétate de vinyle, le polyéthylène glycol, les alginates,
les xanthates, la gélatine et les autres polymères solubles dans l'eau.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que le composant liquide pour le revêtement du matériau support (2) contient en outre
d'autres charges, telles que du mannitol, du lactose, du phosphate de calcium, du
glucose ou des dérivés de l'acide sorbique, et en ce qu'il contient en outre des additifs substances actives, tels que des agents actifs,
des aromatisants, du menthol, du glutamate et d'autres additifs, en partie également
de type volatils.
5. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le revêtement du matériau support (2) avec un ou plusieurs composants liquides a
lieu par des techniques d'application usuelles, selon lesquelles les composants liquides
sont versés sur le matériau support ou appliqués à l'aide de cylindres.
6. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le four de séchage (5) pour le procédé est construit de telle sorte que l'ensemble
de son espace intérieur est approprié pour le nettoyage contrôlé et peut être nettoyé
à l'aide du système intégré dans le four de séchage (5) par la technique NEP.
7. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le boîtier extérieur du four de séchage (5) est configuré de telle sorte que la partie
supérieure (11) du four de séchage (5) peut être soulevée vers le haut et en ce que tous les éléments à l'intérieur du four de séchage (5) sont configurés de telle sorte
qu'un démontage n'est pas nécessaire à des fins de nettoyage.
8. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les cylindres de transport (17) tournent pendant le procédé de nettoyage.


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