[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Sortieren von Münzen, deren Durchmesser
und Dicke innerhalb vorgegebener Größenbereiche liegt, enthaltend einen Vorratsbehälter
für unsortierte Münzen, enthaltend wenigstens eine Münzfördereinheit mit zwei parallelen,
gemeinsam angetriebenen, endlos umlaufenden Zugmitteln, wobei ein die Münzen nach
oben aus dem Vorratsbehälter förderndes und in eine Förderrichtung ansteigend orientiertes
Obertrum der Zugmittel einen Teil der Wandung des Vorratsbehälters bildet, mit einem
in die Förderrichtung erstreckten Gleitsteg zum Stützen der Münzen beim Fördern, wobei
der Gleitsteg im Bereich des Obertrums zwischen den Zugmitteln angeordnet ist, und
mit Münzaufnahmen für die geförderten Münzen, wobei die Münzaufnahmen einander paarweise
zugeordnete, an dem Zugmittel vorgesehene Mitnehmerstifte aufweisen, die über den
Gleitsteg um ein die vorgegebene größte Münzendicke übersteigendes Maß hervorstehen,
enthaltend eine Münzvereinzeleinheit zum Vereinzeln der aus dem Vorratsbehälter geförderten
Münzen in den Münzaufnahmen mit einer Abschereinrichtung für in den Münzaufnahmen
axial übereinander liegende Münzen, wobei der Gleitsteg als Abschereinrichtung eine
Anlauframpe aufweist, deren Höhe kleiner ist als der Überstand der Mitnehmerstifte
über den Gleitsteg und größer ist als die Differenz aus dem Überstand der Mitnehmerstifte
und der kleinsten vorgegebenen Münzdicke, und mit einer Rückwurfeinrichtung für in
den Münzaufnahmen radial übereinander liegende Münzen, wobei die Rückwurfeinrichtung
ein Signalgeber zur Erfassung einer Erstreckung der Münzen in Förderrichtung und einen
dem Signalgeber nachgeordneten Rückwerfer zum Zurückverbringen der Münzen aus der
Münzaufnahme in den Vorratsbehälter aufweist, enthaltend eine in Förderrichtung gesehen
nach der Münzvereinzelungseinheit angeordnete Münzerkennungseinheit zum Identifizieren
unterschiedlicher Münzsorten anhand von wenigstens einem charakteristischen Merkmal
der vereinzelten Münzen und enthaltend eine mit der Münzerkennungseinheit zusammenwirkende
und in Förderrichtung gesehen nach der Münzerkennungseinheit angeordnete Austrageinheit
für die vereinzelten Münzen.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Sortieren von in einem Vorratsbehälter
unsortiert bereitgestellten Münzen, wobei die Münzen mittels einer Münzfördereinheit
aus dem Vorratsbehälter herausgefördert werden, wobei die Münzen mittels einer Münzvereinzelungseinheit
derart vereinzelt werden, dass in die Münzen beim Fördern aufnehmenden Münzaufnahmen
der Münzfördereinheit jeweils nur eine Münze vorgehalten wird, und wobei ein charakteristisches
Merkmal der Münzen in einer Münzerkennungseinheit erfasst wird zur Identifizierung
unterschiedlicher Münzsorten.
[0003] Eine gattungsgemäße Vorrichtung ist aus der
EP 1 450 314 B1 bekannt. Die Vorrichtung dient zum Vereinzeln von Münzen und wird insbesondere in
Münzrücknahmeautomaten verwendet. Beispielsweise können Geschäftsleute nach Ladenschluss
Münzen unsortiert an einem Selbstbedienungsrücknahmeautomaten in einen trichterförmigen
Vorratsbehälter einfüllen. Die eingezahlten Münzen werden bei der Rücknahme vereinzelt,
ihrem Wert nach identifiziert und gezählt. Der Gesamtbetrag der Münzen kann nachfolgend
beispielsweise einem Geschäftskonto des Nutzers gutgeschrieben werden. Die eingezahlten
Münzen werden nach dem Zählen unsortiert in einem einzigen Sammelbehälter bevorratet,
wobei in dem Sammelbehälter Münzen unterschiedlicher Nutzer gemeinsam bevorratet werden.
Fremdwährungsmünzen und nicht akzeptierte Zahlungsmittel wie beispielsweise Knöpfe
werden aussortiert und an den Nutzer zurückgegeben. Der Sammelbehälter wird beispielsweise
täglich geleert. Die in dem Sammelbehälter gesammelten Münzen werden nach der Leerung
erneut vereinzelt und sortiert. Das kann beispielsweise manuell in der Bankfiliale
oder automatisiert in einer Zentralbank erfolgen. Obwohl sich die mit der Vorrichtung
zum Vereinzeln von Münzen ausgestatteten Rücknahmeautomaten grundsätzlich bewährt
haben, besteht der Wunsch, die Rückführung der an dem Rücknahmeautomat entgegengenommenen
Münzen in den Geldkreislauf zu vereinfachen.
[0004] Aus dem Dokument
EP 1 450 314 A2 ist eine Vorrichtung zum Vereinzeln von Münzen bekannt, deren Durchmesser und Dicke
innerhalb vorgegebener Größenbereiche liegt. Die Vorrichtung umfasst einen Vorratsbehälter
für unsortierte Münzen,und eine Münzfördereinheit. Die Vorrichtung hat ferner eine
Münzvereinzeleinheit zum Vereinzeln der aus dem Vorratsbehälter geförderten Münzen.
[0005] Das Dokument
GB 2 254 419 A offenbart eine Vorrichtung zum Sortieren von Spielchips, bei der die Vereinzelung
über eine rotierende Scheibe erfolgt. Über Sensoren werden einzelne Chips klassifiziert.
Anschließend erfolgt über eine Auswerfvorrichtung das entsprechende sortenreine Sortieren
dieser Chips.
[0006] Die Dokumente
US 4,635,661 A,
US 4,881,918 A,
EP 1 657 685 A1 und
EP 1 927 955 A1 offenbaren jeweils Vorrichtungen zum Vereinzeln von Münzen, bei denen die Münzen
über Auswerfelemente auf verschiedene Sammelbehälter verteilt werden, nachdem zuvor
die Denomination der einzelnen Münzen ermittelt wurde.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung und ein Verfahren
zum Sortieren von Münzen derart anzugeben, dass der Aufwand für ein Wiederinverkehrbringen
von einmal ihrem Wert nach erfassten Münzen reduziert wird. Die Erfindung wird beschrieben
durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1 und 8. Der besondere Vorteil der Erfindung
besteht darin, dass infolge der sortenreinen Bevorratung der eingezahlten Münzen ein
erneutes Vereinzeln und Identifizieren derselben entbehrlich ist. Die Sortierung findet
direkt im Anschluss an die Identifikation der Münzen im Rücknahmeautomaten selbst
statt. Ein manuelles Sortieren der Münzen bzw. eine neuerliche automatisierte Vereinzelung
und Sortierung beispielsweise in einer Zentralbank - und damit letztlich der Transport
der Münzen zur Zentralbank - sind entbehrlich.
[0008] Indem die Münzen sortenrein in entsprechenden Sammelbehältern bevorratet werden,
kann überdies ein Münzrecyclingautomat bereitgestellt werden. Dieser Recyclingautomat
kann zuvor eingezahlte, sortierte und münzsortenrein bevorratete Münzen nachfolgend
an andere Nutzer herausgeben. Hierdurch reduziert sich zum einen die Menge an Münzen,
die dem Automaten entnommen und in die Bankfiliale oder die zentrale Sammelstelle
geschafft werden müssen. Zum anderen kann der Recyclingautomat wesentlich länger wartungsfrei
betrieben werden, da infolge der Auszahlung von Münzgeld der Vorrat an Münzen weniger
schnell anwächst als in reinen Rücknahmeautomaten und eine Überfüllung der Sammelbehälter
vermieden werden kann.
[0009] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung arbeitet eine Steuereinheit
derart mit einer die Zugmittel betätigenden Antriebseinheit bzw. einer Erfassungseinheit
zur Erfassung einer Fördergeschwindigkeit der Münzen, mit der Münzerkennungseinheit
und mit dem wenigstens einen Auswerfer zusammen, das einen Zeitpunkt zur Betätigung
des Auswerfers unter Berücksichtigung der Fördergeschwindigkeit der Münzen und eines
Abstands des Auswerfers von der Münzerkennungseinheit oder eines anderen Referenzpunktes
der Vorrichtung bestimmbar ist. Vorteilhaft kann der Zeitpunkt zur Betätigung des
Auswerfers besonders exakt bestimmt werden, wenn die tatsächliche Fördergeschwindigkeit
der Münzen ins Verhältnis zum Abstand des Auswerfers zur Münzerkennungseinheit gesetzt
wird. Als weiterer Parameter für die Bestimmung des Betätigungszeitpunkts dient der
Durchmesser der zu sortierenden Münze. Hierdurch wird berücksichtigt, dass Münzen
mit einem großen Durchmesser nach dem Verlassen der Münzerkennungseinheit früher in
einen Wirkbereich des Auswerfers gelangen als Münzen mit einem kleinen Durchmesser.
[0010] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist zwischen dem wenigstens einen Auswerfer
und den Sammelbehältern eine Führungseinheit angeordnet. Mittels der Führungseinheit
sind die aus den Münzaufnahmen ausgeworfenen Münzen den Sammelbehältern zuführbar.
Vorteilhaft steigert die Führungseinheit die Sortiergenauigkeit, da Fehlsortierungen
durch das Vorsehen der Führungseinheit vermieden werden können. Die Führungseinheit
kann beispielsweise wenigstens eine Führungsrinne für die ausgeworfenen Münzen, eine
als Münzrutsche dienende Schrägfläche oder ein an den Durchmesser der Münzen angepasstes
Führungsrohr aufweisen. Insbesondere können die Münzen in der Führungseinheit unter
Nutzung der Gewichtskraft passiv in Richtung der Sammelbehälter geführt werden. Gemäß
der Erfindung ist eine Mehrzahl von in Förderrichtung hintereinander angeordneten
Auswerfern vorgesehen. Die Anzahl der Auswerfer entspricht hierbei der Anzahl von
Münzsorten bzw. der Anzahl von Sammelbehältern. Vorteilhaft kann die Sortierung der
Münzen mit einer hohen Genauigkeit erfolgen, wenn je Münzsorte genau ein Auswerfer
vorgesehen ist. Der Auswerfer kann dann als ein quasi analoger Auswerfer ausgebildet
werden, der lediglich zwischen den Betriebszuständen "Auswerfen" und "nicht Auswerfen"
unterscheidet. Unterschiedliche Betriebszustände zum Auswerfen unterschiedlicher Münzsorten
mittels eines einzigen Auswerfers können vermieden werden und die Gefahr einer Fehlsortierung
von Münzen reduziert sich. Weiter sind in Förderrichtung alternierend hintereinander
eine Mehrzahl von Auswerfern und eine Mehrzahl von Detektoren angeordnet, wobei mittels
der Detektoren das ordnungsgemäße Auswerfen der Münzen überprüfbar ist. Vorteilhaft
kann durch das Vorsehen von Detektoren, welche den Auswerfern jeweils nachgeordnet
sind, die einwandfreie Funktion der Auswerfer überprüft und eine Fehlsortierung unmittelbar
detektiert werden. Die gilt insbesondere, wenn für jede Münzsorte ein separater Auswerfer
vorgesehen ist. Beispielsweise können Detektoren unmittelbar vor den jeweiligen Auswerfern
angeordnet sein. Vorteilhaft kann der Zeitpunkt zur Betätigung des Auswerfers durch
die vorgelagerten Detektoren exakt und mitunter unabhängig von der Fördergeschwindigkeit
bestimmt werden. Weiter weist die Austrageinheit eine Mehrzahl von in Förderrichtung
hintereinander angeordneten Austragmodulen auf. Jedes Austragmodul besitzt einen Auswerfer
und einen dem Auswerfer nachgeordneten Detektor und ist genau einem Sammelbehälter
zugeordnet. Vorteilhaft kann die Vorrichtung durch die Modulbauweise in einfacher
Weise an Münzsätze in unterschiedlichen Ländern angepasst werden. Beispielsweise kann
durch das Entfernen von zwei Modulen eine Vorrichtung zum Sortieren von Münzen, welche
ursprünglich für den Euroraum vorgesehen ist und demzufolge acht Austragmodule für
die 1 Cent-Münze, die 2 Cent-Münze, die 5 Cent-Münze, die 10 Cent-Münze, die 20 Cent-Münze,
die 50 Cent-Münze, die 1 €-Münze und die 2 €-Münze aufweist, an einen Währungsraum
mit lediglich sechs unterschiedlichen Münzsorten angepasst werden. Der Aufwand für
die konstruktiven Anpassungen an der Vorrichtung ist begrenzt mit der Folge, dass
die Vorrichtung besonders wirtschaftliche hergestellt werden kann.
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung wird als charakteristisches Merkmal der Münzen
von der Münzerkennungseinheit ein Durchmesser der Münzen erfasst. Vorteilhaft ist
die Erfassung des Durchmessers in besonders einfacher Weise beispielsweise mittels
einer optischen Sensoreinheit möglich. Das Risiko einer Fehlerfassung ist gering.
Vergleichsdaten zur Bestimmung der Münzsorten anhand des Durchmessers können beispielsweise
in der Steuereinheit hinterlegt werden.
[0012] Nach einer Weiterbildung der Erfindung wird als charakteristisches Merkmal der Münzen
eine stoffliche Zusammensetzung der Münzen erfasst. Vorteilhaft kann durch das Erfassen
der stofflichen Zusammensetzung der Münzen eine Echtheitsprüfung der Münzen durchgeführt
werden. Die stoffliche Zusammensetzung der Münzen kann beispielsweise mittels einer
elektromagnetischen Legierungsbestimmung ermittelt werden. Demzufolge ist es möglich,
die Wertermittlung der Münzen, bei welcher eine zumindest rudimentäre Echtheitsprüfung
gefordert ist, sowie die Sortierfunktion in einer einzigen Vorrichtung zu integrieren.
Hierdurch können der konstruktive Aufwand sowie der Bauraumbedarf reduziert werden.
[0013] Vorteilhaft können die Münzen mittels einer einzigen Münzfördereinheit einer Münzvereinzelungseinheit,
einer Münzerkennungseinheit und einer Einheit zum sortenreinen Sortieren der Münzen
zugeführt werden. Die Münzen werden anschließend in individuellen Sammelbehältern
sortenrein bevorratet. Zum einen können die Münzen nach dem Sortieren erneut ausgezahlt
werden zur Realisierung eines Münzrecyclingautomaten. Zum anderen reduziert sich der
Aufwand für die Nachbehandlung der Münzen nach ihrer Rücknahme, da ein erneutes Vereinzeln
der Münzen vor der anschließenden Sortierung derselben entfällt.
[0014] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.
[0015] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert.
[0016] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Prinzipdarstellung einer Vorrichtung zum Sortieren von Münzen in einer Draufsicht
und
- Figur 2
- eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Figur 1.
[0017] Als wesentliche Funktionseinheiten weist eine Vorrichtung zum Sortieren von Münzen
1 eine als ein Schrägförderer für die Münzen 1 ausgebildete Münzfördereinheit 2, eine
Münzvereinzelungseinheit 3 zum Vereinzeln der auf der Münzfördereinheit 2 geförderten
Münzen 1, eine Münzerkennungseinheit 4 zum Identifizieren unterschiedlicher Münzsorten,
eine Austrageinheit 5 zum münzsortenreinen Ausschleusen der Münzen 1 sowie eine Führungseinheit
6 auf. Eine derartige Vorrichtung wird beispielsweise in Münzrücknahmeautomaten verwendet,
um von Nutzern unsortiert eingezahlte Münzen 1 zu vereinzeln, zu identifizieren und
zu sortieren. Der Rücknahmeautomat kann hierbei beispielsweise als ein Selbstbedienungsautomat
ausgebildet sein und in einem Foyer einer Bankfiliale bereitgestellt werden. Geschäftsleute
können diesen Selbstbedienungsautomaten nutzen, um ihre Tageseinnahmen nach Geschäftsschluss
einzuzahlen und ihrem Geschäftskonto gutschreiben zu lassen.
[0018] Die Münzfördereinheit 2 dient dazu, unsortiert in einem nicht dargestellten Vorratsbehälter
vorgesehene Münzen 1 nach oben aus dem Vorratsbehälter zu fördern. Die Münzfördereinheit
2 weist zu diesem Zweck zwei parallel orientierte, gemeinsam angetriebene, endlos
umlaufende Zugmittel 7 auf. Ein die Münzen 1 nach oben aus dem Vorratsbehälter förderndes
und in eine Förderrichtung 8 ansteigend orientiertes Obertrum 9 der Zugmittel 7 definiert
hierbei einen Teil einer Wandung des Vorratsbehälters.
[0019] Auf der Münzfördereinheit 2 sind die Münzen 1 in einer Mehrzahl von in Förderrichtung
8 hintereinander angeordneten Münzaufnahmen 10 vorgesehen. Die Münzaufnahmen 10 weisen
jeweils zwei einander paarweise zugeordnete, an den Zugmitteln 7 vorgesehene und von
diesen abragende Mitnehmerstifte 11 auf. An den Mitnehmerstiften 11 liegen die Münzen
1 beim Fördern radial an. Zudem stützen sich die Münzen 1 beim Fördern mit einer Flachseite
derselben an einem in die Förderrichtung 8 erstreckenden Gleitsteg 12 ab. Der Gleitsteg
12 ist im Bereich des Obertrums 9 zwischen den Zugmitteln 7 angeordnet. Die Mitnehmerstifte
11 stehen gegenüber dem Gleitsteg 12 um ein die vorgegebene größte Münzdicke übersteigendes
Maß hervor.
[0020] Nicht auszuschließen ist, dass die Münzfördereinheit 2 in einer einzigen Münzaufnahme
10 mehr als eine Münze 1 aus dem Vorratsbehälter herausfördert. Aus diesem Grund ist
die Münzvereinzelungseinheit 3 der Münzfördereinheit 2 in einem unteren Bereich derselben
zugeordnet. Die Münzvereinzelungseinheit 3 weist zum Vereinzeln der aus dem Vorratsbehälter
geförderten Münzen 1 in den Münzaufnahmen 10 eine Abschereinrichtung 13 sowie eine
Rückwurfeinrichtung 14 auf.
[0021] Die Abschereinrichtung 13 dient der Vereinzelung von in den Münzaufnahmen 10 axial
übereinander liegenden Münzen 1. Die Abschereinrichtung 13 wird durch eine dem Gleitsteg
12 zugeordnete Anlauframpe 15 gebildet. Die Anlauframpe 15 ist erhaben gegenüber dem
Gleitsteg 12 ausgebildet, wobei eine Höhe der in die Förderrichtung 8 ansteigenden
Anlauframpe 15 kleiner ist als der Überstand der Mitnehmerstifte 11 über den Gleitsteg
12 und größer ist als die Differenz aus dem Überstand der Mitnehmerstift alle und
der kleinsten vorgegebenen Münzdicke. Hierdurch bedingt wird bei der Förderung der
Münzen 1 über die Anlauframpe 15 eine unmittelbar an dem Gleitsteg 12 anliegende Münze
1 auch im Bereich der Anlauframpe 15 von Mitnehmerstiften 11 sicher in der Münzaufnahme
10 gehalten und in Förderrichtung 8 gefördert. Liegt jedoch eine zweite Münze 1 in
der gleichen Münzaufnahme 10 axial auf der ersten Münze 1, kann sich diese im Bereich
der Anlauframpe 15 radial nicht mehr an den Mitnehmerstiften 11 abstützen mit der
Folge, dass sie entgegen der Förderrichtung 8 zurück in den Vorratsbehälter gelangt.
[0022] Die Rückwurfeinrichtung 14 ist in Förderrichtung 8 gesehen nach der Abschereinrichtung
13 angeordnet. Die Rückwurfeinrichtung 14 weist als wesentliche Bestandteile einen
Signalgeber 16 sowie eine dem Signalgeber 16 nachgeordneten Rückwerfer 17 auf. Der
Signalgeber 16 dient dazu, die Erstreckung der in der Münzaufnahme 10 geförderten
Münzen 1 in Förderrichtung 8 zu erfassen. Ist die Erstreckung der Münzen 1 in Förderrichtung
8 größer als der maximale Münzdurchmesser, so kann darauf geschlossen werden, dass
in einer einzigen Münzaufnahme 10 zwei oder mehr Münzen 1 in Förderrichtung 8 gesehen
hintereinander angeordnet sind. In diesem Fall werden die zuviel geförderten Münzen
1 mittels des Rückwerfers 17 aus den Münzaufnahmen 10 in den Vorratsbehälter zurückverbracht.
[0023] Die in Förderrichtung 8 gesehen nach der Münzvereinzelungseinheit 3 angeordnete Münzerkennungseinheit
4 dient dazu, unterschiedliche Münzsorten anhand von wenigstens einem charakteristischen
Merkmal der Münzen 1 zu identifizieren. Vorliegend wird der Durchmesser der Münzen
1 mittels einer optischen Sensoreinheit 18 erfasst.
[0024] Die in Förderrichtung 8 gesehen nach der Münzerkennungseinheit 4 angeordnete Austrageinheit
5 weist eine Mehrzahl von in Förderrichtung 8 hintereinander liegendes und in dem
Gleitsteg 12 angeordneten Auswerfern 19 und Detektoren 20 auf. Auswerfer 19 und Detektoren
20 sind in Förderrichtung 8 alternierend hintereinander angeordnet, wobei in Förderrichtung
8 gesehen nach jedem Auswerfer 19 ein Detektor 20 angeordnet ist. Die Auswerfer 19
dienen dazu, in den Münzaufnahmen 10 geförderte Münzen 1 aus den Münzaufnahmen 10
auszuwerfen und der Führungseinheit 6 zuzuführen. Die Detektoren 20 sind vorgesehen,
um das ordnungsgemäße Auswerfen der Münzen 1 zu prüfen. Dabei ist die Austragseinheit
5 als eine modulare Austrageinheit 5 gebildet mit einer Mehrzahl von in Förderrichtung
8 hintereinander angeordneten Austragmodulen 21. Jedes Austragmodul 21 weist einen
Auswerfer 19 und einen dem Auswerfer 19 nachgeordneten Detektor 20 auf. Insgesamt
sind in Förderrichtung 8 gesehen sieben Austragmodule 21 hintereinander angeordnet.
Jedes Austragmodul 21 dient dazu, genau eine Münzsorte aus den Münzaufnahmen 10 der
Münzfördereinheit 2 auszuwerfen. Zu diesem Zweck ist jedem Austragmodul 21 genau eine
als Führungsmittel für die ausgeworfenen Münzen 1 dienende Führungsrinne 22 der Führungseinheit
6 zugeordnet, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit auf die Darstellung aller sieben
Führungsrinnen 22 verzichtet und Aufbau und Funktion der Führungseinheit 6 durch vier
Führungsrinnen 22 prinzipiell dargestellt sind.
[0025] Entlang der Führungsrinnen 22 der Führungseinheit 6 gleiten die Münzen 1 sortenrein
in jeweils einen nicht dargestellten Sammelbehälter. Insofern sind jedem Austragmodul
21 genau eine Führungsrinne 22 und ein Sammelbehälter zugeordnet. In den Sammelbehältern
können die Münzen 1 münzsortenrein, jedoch unsortiert oder münzsortenrein und in geometrischer
Ordnung, beispielsweise als Münzstapel, bereitgestellt werden. Die Sammelbehälter
können zu diesem Zweck beispielsweise rohrförmig ausgebildet sein, wobei ein Innendurchmesser
des Sammelbehälters auf den Durchmesser der jeweils zu bevorratenden Münzsorte abgestimmt.
[0026] Die Führungseinheit 6 kann statt der dargestellten Führungsrinnen 22, an denen die
Münzen 1 mit einer Flachseite derselben anliegen, Führungsmittel mit einem V-förmig
oder beliebig anders gekrümmten Querschnitt aufweisen zur Bildung einer Muldenführung.
Statt des nach oben offenen U-förmigen Querschnitts der Führungsrinne 22 kann die
Führungseinheit 6 Führungsmittel mit einem geschlossenen Querschnittsprofil, insbesondere
kreisförmige Führungsmittel aufweisen.
[0027] Die aus dem Vorratsbehälter herausgeförderten, mittels der Münzvereinzelungseinheit
3 vereinzelten und von der Münzerkennungseinheit 4 identifizierten Münzen 1 gelangen
nach dem Verlassen der Münzerkennungseinheit 4 in den Wirkbereich der Austrageinheit
5. Sie werden von der Münzfördereinheit 2 so lange in die Förderrichtung 8 gefördert,
bis sie in den Wirkbereich des für die jeweilige Münzsorte vorbestimmten Auswerfers
19 gelangen. Gelangt die Münze 1 in den Wirkbereich des ihr zugeordneten Auswerfers
19, wird sie durch diesen aus der Münzaufnahme 10 ausgeworfen und über die Führungsrinne
22, welche den Auswerfer 19 zugeordnet ist, dem zur Bevorratung der jeweiligen Münzsorte
vorgesehenen Sammelbehälter zugeführt. Der korrekte Auswurf der Münze 1 kann über
die dem Auswerfer 19 unmittelbar nachgeordneten Detektor 20 überprüft werden.
[0028] Sollten in Ausnahmefällen Münzen 1 gefördert werden, die mittels der Münzerkennungseinheit
4 nicht identifiziert werden können, werden die Münzen 1 über alle Austragmodule 21
hinaus gefördert und gelangen über ein oberes Abwurfende 23 der Münzfördereinheit
2 in einen weiteren Sammelbehälter. Aus dem weiteren Sammelbehälter können die Münzen
beispielsweise an den Nutzer zurückgegeben werden.
[0029] Um den Zeitpunkt zur Ansteuerung der Auswerfer 19 exakt zu bestimmen, werden die
Auswerfer 19 von einer nicht dargestellten Steuereinheit angesteuert. Die Steuereinheit
wirkt zum einen mit der Münzerkennungseinheit 4 zusammen. Hierdurch wird festgelegt,
welche Auswerfer 19 für den Auswurf von der Münzerkennungseinheit 4 identifizierte
Münzsorte anzusteuern ist. Ferner kann die Steuereinheit mit einer nicht dargestellten
Erfassungseinheit zur Erfassung einer Fördergeschwindigkeit der Münzen 1 zusammenwirken.
Indem die Fördergeschwindigkeit der Münzen 1 bekannt ist, kann der Zeitpunkt zur Betätigung
des Auswerfers 19 unter Berücksichtigung sowohl der Fördergeschwindigkeit als auch
des Abstandes des Auswerfers 19 von der Münzerkennungseinheit 4 oder eines anderen
- bevorzugt ortsfesten - Referenzpunkts der Vorrichtung bestimmt werden. Überdies
kann der Münzdurchmesser der jeweils auszuwerfenden Münzsorte Berücksichtigung finden
bei der Bestimmung des Auswurfzeitpunkts. Die Fördergeschwindigkeit kann beispielsweise
mittels geeigneter Sensoren erfasst oder durch ein Zusammenwirken der Steuereinheit
mit einer nicht dargestellten Antriebseinheit für die Zugmittel 7 ermittelt werden.
[0030] Nach einem alternativen, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung kann
der Zeitpunkt für die Betätigung des Auswerfers durch einen dem Auswerfer 19 jeweils
vorgelagerten Detektor 20 bestimmt werden. Der Detektor 20, welcher sich bevorzugt
in unmittelbarer Nähe zu den ihm zugeordneten Auswerfer 19 im Bereich des Gleitstegs
12 befindet, kann den unmittelbar bevorstehenden Eintritt der Münze 1 in den Wirkbereich
des Auswerfers 19 signalisieren und mit einer vorbestimmten oder in einem weiteren
Parameter bestimmbaren Zeitverzögerung den Auswerfer 19 triggern.
[0031] In diesem Ausführungsbeispiel kann der einem nicht letzten Auswerfer 19 nachgelagerte
Detektor 20 zwei Funktionen übernehmen. Der nachgelagerte Detektor 20 kann zum einen
als Trigger für den in Förderrichtung 8 nächsten Auswerfer 19 fungieren. Er kann zudem
dazu dienen, den korrekten Auswurf einer Münze 1 mittels des ihm vorgelagerten Auswerfers
19 zu verifizieren.
[0032] Gleiche Bauteile und Bauteilfunktionen der verschiedenen Ausführungsbeispiele sind
mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
[0033] Mit Hilfe der Austrageinheit 5 können zeitgleich mehr als eine Münze 1 ausgeworfen
werden. Dies ist der Fall, wenn Münzen 1 in unterschiedlichen Münzaufnahmen 10 im
Wesentlichen gleichzeitig in den Wirkbereich unterschiedlicher Auswerfer 19 gelangen.
Um eine Fehlsortierung von Münzen 1 zuverlässig zu verhindern, ist es erforderlich,
dass beim Vorsehen einer Mehrzahl von Auswerfern 19 die Auswerfer 19 jeweils individuell
von der Steuereinheit ansteuerbar sind.
[0034] Nach dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird auf eine Echtheitsprüfung
der Münzen 1 mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung verzichtet. Eine entsprechende
Echtheitsprüfung kann zusammen mit einer wertmäßigen Erfassung der eingezahlten Münzen
1 mittels einer separaten Vorrichtung erfolgen. Beispielsweise kann ein aus dem Stand
der Technik bekannter Münzvereinzeler vor der erfindungsgemäßen Vorrichtung angeordnet
sein. Jedoch werden dann - statt die vereinzelten, wertmäßig bestimmten und auf Echtheit
geprüften Münzen nach der Vereinzelung in einem Sammelbehälter zu Bevorraten bis zur
Entnahme derselben aus dem Rücknahmeautomaten - die Münzen den Vorratsbehälter der
erfindungsgemäßen Vorrichtung zugeführt und anschließend sortenrein sortiert. Ebenfalls
ist es möglich, beispielsweise im Bereich der Erkennungseinheit 4 eine Sensorik zur
Prüfung der Echtheit der Münzen 1 - beispielsweise mittels einer elektromagnetischen
Legierungsbestimmung - in die erfindungsgemäße Vorrichtung zu integrieren und somit
auf das Vorsehen von zwei separaten Vorrichtungen zu verzichten.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Münzen
- 2
- Münzfördereinheit
- 3
- Münzvereinzelungseinheit
- 4
- Münzerkennungseinheit
- 5
- Austrageinheit
- 6
- Führungseinheit
- 7
- Zugmittel
- 8
- Förderrichtung
- 9
- Obertrum
- 10
- Münzaufnahmen
- 11
- Mitnehmerstifte
- 12
- Gleitsteg
- 13
- Abschereinrichtung
- 14
- Rückwurfeinrichtung
- 15
- Anlauframpe
- 16
- Signalgeber
- 17
- Rückwerfer
- 18
- optische Sensoreinheit
- 19
- Auswerfer
- 20
- Detektor
- 21
- Austragmodul
- 22
- Führungsrinne
- 23
- Abwurfende
1. Vorrichtung zum Sortieren von Münzen, deren Durchmesser und Dicke innerhalb vorgegebener
Größenbereiche liegt,
- enthaltend einen Vorratsbehälter für unsortierte Münzen (1),
- enthaltend wenigstens eine Münzfördereinheit (2) mit zwei parallelen, gemeinsam
angetriebenen, endlos umlaufenden Zugmitteln (7), wobei ein die Münzen nach oben aus
dem Vorratsbehälter förderndes und in eine Förderrichtung (8) ansteigend orientiertes
Obertrum (9) der Zugmittel (7) einen Teil der Wandung des Vorratsbehälters bildet,
mit einem in die Förderrichtung (8) erstreckten Gleitsteg (12) zum Stützen der Münzen
(1) beim Fördern, wobei der Gleitsteg (12) im Bereich des Obertrums (9) zwischen den
Zugmitteln (7) angeordnet ist, und mit Münzaufnahmen (10) für die geförderten Münzen
(1), wobei die Münzaufnahmen (10) einander paarweise zugeordnete, an dem Zugmittel
(7) vorgesehene Mitnehmerstifte (11) aufweisen, die über den Gleitsteg (12) um ein
die vorgegebene größte Münzendicke übersteigendes Maß hervorstehen,
- enthaltend eine Münzvereinzelungseinheit (3) zum Vereinzeln der aus dem Vorratsbehälter
geförderten Münzen (1) in den Münzaufnahmen (10) mit einer Abschereinrichtung (13)
für in den Münzaufnahmen (10) axial übereinander liegende Münzen (1), wobei der Gleitsteg
(12) als Abschereinrichtung (13) eine Anlauframpe (15) aufweist, deren Höhe kleiner
ist als der Überstand der Mitnehmerstifte über den Gleitsteg und größer ist als die
Differenz aus dem Überstand der Mitnehmerstifte (11) und der kleinsten vorgegebenen
Münzdicke, und mit einer Rückwurfeinrichtung (14) für in den Münzaufnahmen (10) radial
übereinander liegende Münzen (1), wobei die Rückwurfeinrichtung (14) ein Signalgeber
(16) zur Erfassung einer Erstreckung der Münzen (1) in Förderrichtung (8) und einen
dem Signalgeber (16) nachgeordneten Rückwerfer (17) zum Zurückverbringen der Münzen
(1) aus der Münzaufnahme (10) in den Vorratsbehälter aufweist,
- enthaltend eine in Förderrichtung (8) gesehen nach der Münzvereinzelungseinheit
(3) angeordnete Münzerkennungseinheit (4) zum Identifizieren unterschiedlicher Münzsorten
anhand von wenigstens einem charakteristischen Merkmal der vereinzelten Münzen (1)
und
- enthaltend eine mit der Münzerkennungseinheit (4) zusammenwirkende und in Förderrichtung
(8) gesehen nach der Münzerkennungseinheit (4) angeordnete Austrageinheit (5) für
die vereinzelten Münzen (1),
dadurch gekennzeichnet, dass die Austrageinheit (5) als eine Austrageinheit (5) zum münzsortenreinen Austragen
von Münzen (1) ausgebildet ist, die Austrageinheit (5) eine Mehrzahl von in Förderrichtung
(8) hintereinander angeordneten Austragmodulen (21) aufweist, wobei jedes Austragmodul
(21) einen Auswerfer (19) und ein dem Auswerfer (19) nachgeordneten Detektor (20)
aufweist und wobei jedem Austragmodul (21) genau ein Sammelbehälter zugeordnet ist,
wobei die Auswerfer (19) von einer Steuereinheit derart angesteuert werden, dass die
von der Münzerkennungseinheit (4) identifizierten Münzen (1) entsprechend des identifizierten
charakteristischen Merkmals unterschiedlichen Sammelbehältern zugeführt werden, und
dass die Steuereinheit mit einer Erfassungseinheit zur Erfassung einer Fördergeschwindigkeit
der Münzen (1), mit der Münzerkennungseinheit (4) und mit dem wenigstens einen Auswerfer
(19) derart zusammenarbeitet, dass sie einen Zeitpunkt für die Betätigung des Auswerfers
(19) unter Berücksichtigung des Münzdurchmessers bestimmt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit den Zeitpunkt für die Betätigung des Auswerfers (19) zusätzlich
unter Berücksichtigung der Fördergeschwindigkeit der Münzen (1) und/oder unter Berücksichtigung
eines Abstandes des Auswerfers (19) von der Münzerkennungseinheit (4) bestimmt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Auswerfer (19) und den Sammelbehältern eine Führungseinheit (6) angeordnet
ist, mittels derer die aus den Münzaufnahmen (10) ausgeworfenen Münzen (1) den Sammelbehältern
zuführbar sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von in Förderrichtung (8) hintereinander angeordneten Auswerfern (19)
vorgesehen ist, wobei die Anzahl von Auswerfern (19) der Anzahl von Münzsorten entspricht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in Förderrichtung (8) alternierend hintereinander eine Mehrzahl von Auswerfern (19)
und eine Mehrzahl von Detektoren (20) angeordnet sind, wobei mittels der Detektoren
(20) das ordnungsgemäße Auswerfen der Münzen (1) überprüfbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als charakteristisches Merkmal der Münzen (1) von der Münzerkennungseinheit (4) der
Durchmesser der Münzen (1) erfasst wird.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als charakteristisches Merkmal der Münzen (1) eine stoffliche Zusammensetzung der
Münzen (1) erfasst wird.
8. Verfahren zum Sortieren von in einem Vorratsbehälter unsortiert bereitgestellten Münzen,
a. wobei die Münzen (1) mittels einer Münzfördereinheit (2) aus dem Vorratsbehälter
herausgefördert werden,
b. wobei die Münzen mittels einer Münzvereinzelungseinheit (3) derart vereinzelt werden,
dass in die Münzen (1) beim Fördern aufnehmenden Münzaufnahmen (10) der Münzfördereinheit
(2) jeweils nur eine Münze (1) vorgehalten wird, und
c. wobei ein charakteristisches Merkmal der Münzen (1) in einer Münzerkennungseinheit
(4) erfasst wird zur Identifizierung unterschiedlicher Münzsorten,
dadurch gekennzeichnet, dass die Münzen (1) mit Hilfe einer Austrageeinheit (5) münzsortenrein sortiert werden,
wobei die Austrageinheit (5) eine Mehrzahl von in Förderrichtung (8) hintereinander
angeordneten Austragmodulen (21) aufweist, wobei jedes Austragmodul (21) einen Auswerfer
(19) und ein dem Auswerfer (19) nachgeordneten Detektor (20) aufweist und wobei jedem
Austragmodul (21) genau ein Sammelbehälter zugeordnet ist, und wobei die Auswerfer
(19) mit Hilfe einer Steuereinheit derart angesteuert werden, dass die Münzen (1)
in Abhängigkeit von der Münzsorte aus den Münzaufnahmen (10) ausgeworfen und unterschiedlichen
Sammelbehältern zugeführt werden, und
dass die Münzen (1) mittels wenigstens eines Auswerfers (19) aus den Münzaufnahmen
(10) ausgeworfen werden, wobei zur Ansteuerung des mindestens einen Auswerfers (19)
der Zeitpunkt zum Betätigen des jeweiligen Auswerfers durch eine Steuereinheit unter
Berücksichtigung des Münzdurchmessers erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ansteuerung des mindestens einen Auswerfers ein Abstand des Auswerfers (19) von
der Münzerkennungseinheit (4) sowie eine Fördergeschwindigkeit der Münzen (1) auf
der Münzfördereinheit (2) miteinander verknüpft werden.
1. Apparatus for sorting coins, the diameter and thickness of which lie within predefined
size ranges,
- comprising a storage container for unsorted coins (1),
- comprising at least one coin conveying unit (2) with two parallel, jointly driven,
endlessly encircling traction mechanisms (7), wherein an upper strand (9), which conveys
the coins upward out of the storage container and which is oriented so as to rise
in a conveying direction (8), of the traction mechanism (7) forms a part of the wall
of the storage container, with a slide web (12) which extends in the conveying direction
(8) and which serves for supporting the coins (1) as they are being conveyed, wherein
the slide web (12) is arranged between the traction mechanisms (7) in the region of
the upper strand (9), and with coin receptacles (10) for the conveyed coins (1), wherein
the coin receptacles (10) have driver pins (11) which are arranged in pairs with one
another and which are provided on the traction mechanism (7) and which protrude beyond
the slide web (12) to an extent which exceeds the predefined greatest coin thickness,
- comprising a coin separating unit (3) for separating the coins (1) conveyed out
of the storage container into the coin receptacles (10), with a shearing-off device
(13) for coins (1) lying axially one above the other in the coin receptacles (10),
wherein the slide web (12) has, as a shearing-off device (13), an abutment ramp (15)
whose height is smaller than the projecting length of the driver pins above the slide
web and is greater than the difference between the projecting length of the driver
pins (11) and the smallest predefined coin thickness, and with a throwback device
(14) for coins (1) lying radially one above the other in the coin receptacles (10),
wherein the throwback device (14) has a signal transducer (16) for detecting an extent
of the coins (1) in the conveying direction (8) and has a throwback means (17) which
is arranged downstream of the signal transducer (16) and which serves for returning
the coins (1) from the coin receptacle (10) into the storage container,
- comprising a coin identification unit (4) which is arranged downstream of the coin
separating unit (3) as viewed in the conveying direction (8) and which serves for
identifying different coin types on the basis of at least one characteristic feature
of the separated coins (1), and
- comprising a discharge unit (5), which interacts with the coin identification unit
(4) and which is arranged downstream of the coin identification unit (8) as viewed
in the conveying direction (8), for the separated coins (1),
characterized in that the discharge unit (5) is formed as a discharge unit (5) for discharging coins (1)
in a manner sorted by coin type, the discharge unit (5) has a multiplicity of discharge
modules (21) arranged one behind the other in the conveying direction (8), wherein
each discharge module (21) has a throwout means (19) and a detector (20) arranged
downstream of the throwout means (19), and wherein each discharge module (21) is assigned
exactly one collecting container, wherein the throwout means (19) are actuated by
a control unit such that the coins (1) identified by the coin identification unit
(4) are supplied to different collecting containers in accordance with the identified
characteristic feature, and
in that the control unit interacts with a detection unit for detecting a conveying speed
of the coins (1) with the coin identification unit (4) and with the at least one throwout
means (19), such that said control unit determines a time for the actuation of the
throwout means (19) taking into consideration the coin diameter.
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the control unit determines the time for the actuation of the throwout means (19)
additionally taking into consideration the conveying speed of the coins (1) and/or
taking into consideration a distance of the throwout means (19) from the coin identification
unit (4).
3. Apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that, between the throwout means (19) and the collecting containers, there is arranged
a guide unit (6) by means of which the coins (1) thrown out from the coin receptacles
(10) can be supplied to the collecting containers.
4. Apparatus according to one of Claims 1 to 3, characterized in that a multiplicity of throwout means (19) arranged one behind the other in the conveying
direction (8) is provided, wherein the number of throwout means (19) corresponds to
the number of coin types.
5. Apparatus according to one of Claims 1 to 4, characterized in that a multiplicity of throwout means (19) and a multiplicity of detectors (20) are arranged
one behind the other in alternating fashion in the conveying direction (8), wherein
the correct throwout of the coins (1) can be checked by means of the detectors (20).
6. Apparatus according to one of Claims 1 to 5, characterized in that, as a characteristic feature of the coins (1), the diameter of the coins (1) is detected
by the coin identification unit (4).
7. Apparatus according to one of Claims 1 to 6, characterized in that, as a characteristic feature of the coins (1), a material composition of the coins
(1) is detected.
8. Method for sorting coins provided in unsorted form in a storage container,
a. wherein the coins (1) are conveyed out of the storage container by means of a coin
conveying unit (2),
b. wherein the coins are separated by means of a coin separating unit (3) such that
in each case only one coin (1) is held in the coin receptacles (10), which receive
the coins (1) as they are being conveyed, of the coin conveying unit (2), and
c. wherein a characteristic feature of the coins (1) is detected in a coin identification
unit (4) in order to identify different coin types,
characterized in that the coins (1) are sorted by coin type with the aid of a discharge unit (5), wherein
the discharge unit (5) has a multiplicity of discharge modules (21) arranged one behind
the other in the conveying direction (8), wherein each discharge module (21) has a
throwout means (19) and a detector (20) arranged downstream of the throwout means
(19), and wherein each discharge module (21) is assigned exactly one collecting container,
and wherein the throwout means (19) are actuated by means of a control unit such that
the coins (1) are thrown out of the coin receptacles (10), and supplied to different
collecting containers, in a manner dependent on the coin type, and
in that the coins (1) are thrown out of the coin receptacles (10) by at least one throwout
means (19), wherein, for the actuation of the at least one throwout means (19), the
time for the actuation of the respective throwout means is performed by means of a
control unit taking into consideration the coin diameter.
9. Method according to Claim 8, characterized in that, for the actuation of the at least one throwout means, a distance of the throwout
means (19) from the coin identification unit (4) and a conveying speed of the coins
(1) on the coin conveying unit (2) are linked to one another.
1. Dispositif de tri de pièces de monnaie, dont le diamètre et l'épaisseur se situent
à l'intérieur de plages de grandeur prédéterminées,
- contenant un récipient de stockage pour des pièces de monnaie non triées (1)
- contenant au moins une unité de transport de pièces de monnaie (2), avec deux moyens
de traction circulant sans fin, parallèles, entraînés en commun (7), dans lequel un
brin supérieur (9) des moyens de traction (7) transportant les pièces de monnaie vers
le haut hors du récipient de stockage et orienté vers le haut dans une direction de
transport (8) forme une partie de la paroi du récipient de stockage, avec une nervure
de glissement (12) s'étendant dans la direction de transport (8) pour le soutien des
pièces de monnaie lors du transport, dans lequel la nervure de glissement (12) est
disposée dans la région du brin supérieur (9) entre les moyens de traction (7), et
avec des logements de pièces de monnaie (10) pour les pièces de monnaie transportées
(1), dans lequel les logements de pièces de monnaie (10) présentent des tiges d'entraînement
(11) associées par paires l'une à l'autre et prévues sur le moyen de traction (7),
qui font saillie au-dessus de la nervure de glissement (12) d'une mesure dépassant
la plus grande épaisseur de pièce de monnaie prédéterminée,
- contenant une unité de séparation de pièces de monnaie (3) pour la séparation des
pièces de monnaie (1) transportées hors du récipient de stockage dans les logements
de pièces de monnaie (10) avec un dispositif de raclage (13) pour des pièces de monnaie
(1) superposées axialement dans les logements de pièces de monnaie (10), dans lequel
la nervure de glissement (12) présente comme dispositif de raclage (13) une rampe
d'accès (15), dont la hauteur est inférieure au dépassement des tiges d'entraînement
de pièces de monnaie et est plus grande que la différence entre le dépassement des
tiges d'entraînement de pièces de monnaie (11) et la plus petite épaisseur de pièce
de monnaie prédéterminée, et avec un dispositif de rejet (14) pour des pièces de monnaie
(1) situées radialement l'une au-dessus de l'autre dans les logements de pièces de
monnaie (10), dans lequel le dispositif de rejet (14) présente un émetteur de signaux
(16) pour détecter une extension des pièces de monnaie (1) dans la direction de transport
(8) et un éjecteur disposé après l'émetteur de signaux (16) pour le renvoi des pièces
de monnaie (1) hors du logement de pièces de monnaie (10) dans le récipient de stockage,
- contenant une unité d'identification des pièces de monnaie (4) disposée après l'unité
de séparation de pièces de monnaie (3) en considérant la direction de transport (8)
pour identifier les différentes sortes de pièces de monnaie à l'aide d'au moins une
particularité caractéristique des pièces de monnaie séparées (1),
- contenant une unité d'extraction (5) pour les pièces de monnaie séparées (1) coopérant
avec l'unité d'identification des pièces de monnaie (4) et disposée après l'unité
d'identification des pièces de monnaie (4)à en considérant la direction de transport
(8),
caractérisé en ce que l'unité d'extraction (5) est réalisée comme une unité d'extraction (5) pour l'extraction
de pièces de monnaie (1) purement selon la sorte de pièce de monnaie, l'unité d'extraction
(5) présente une multiplicité de modules d'extraction (21) disposés l'un derrière
l'autre dans la direction de transport (8), dans lequel chaque module d'extraction
(1) présente un éjecteur (19) et un détecteur (20) disposé en aval de l'éjecteur (19)
et dans lequel exactement un récipient de collecte est associé à chaque module d'extraction
(21), dans lequel les éjecteurs (19) sont commandés par une unité de commande, de
telle manière que les pièces de monnaie (1) identifiées par l'unité d'identification
des pièces de monnaie (4) soient envoyées à différents récipients de collecte conformément
à la particularité caractéristique identifiée, et
en ce que l'unité de commande coopère avec une unité de détection pour détecter une vitesse
de transport des pièces de monnaie (1), avec l'unité d'identification des pièces de
monnaie (4) et avec ledit au moins un éjecteur (19), de telle manière qu'elle détermine
un instant pour l'actionnement de l'éjecteur (19) en tenant compte du diamètre des
pièces de monnaie.
2. Dispositif selon la revendication 1 caractérisé en ce que l'unité de commande détermine l'instant pour l'actionnement de l'éjecteur (19) en
tenant compte en outre de la vitesse de transport des pièces de monnaie (1) et/ou
en tenant compte d'une distance de l'éjecteur (19) par rapport à l'unité d'identification
des pièces de monnaie (4).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une unité de guidage (6) est disposée entre l'éjecteur (19) et les récipients de collecte,
au moyen de laquelle les pièces de monnaie (1) éjectées hors des logements de pièces
de monnaie (10) peuvent être envoyées aux récipients de collecte.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il est prévu une multiplicité d'éjecteurs (19) disposés l'un derrière l'autre dans
la direction de transport (8), dans lequel le nombre d'éjecteurs (19) correspond au
nombre de sortes de pièces de monnaie.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'une multiplicité d'éjecteurs (19) et une multiplicité de détecteurs (20) sont disposés
en alternance l'un derrière l'autre, dans lequel l'éjection régulière des pièces de
monnaie (1) peut être contrôlée au moyen des détecteurs (20) .
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le diamètre des pièces de monnaie est utilisé comme particularité caractéristique
des pièces de monnaie (1) par l'unité d'identification de pièces de monnaie (4).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'une composition matérielle des pièces de monnaie (1) est détectée comme particularité
caractéristique des pièces de monnaie (1).
8. Procédé de tri de pièces de monnaie non triées préparées dans un récipient de stockage,
a. dans lequel on transporte les pièces de monnaie (1) hors du récipient de stockage
au moyen d'un dispositif de transport de pièces de monnaie (2),
b. dans lequel on sépare les pièces de monnaie au moyen d'un dispositif de séparation
de pièces de monnaie (3), de telle manière que seule une pièce de monnaie (1) soit
retenue dans les logements de pièces de monnaie (10) de l'unité de transport de pièces
de monnaie (2) contenant des pièces de monnaie lors du transport, et
c. dans lequel on détecte une particularité caractéristique des pièces de monnaie
(1) dans une unité d'identification de pièces de monnaie (4) pour identifier différentes
sortes de pièces de monnaie,
caractérisé en ce que l'on trie les pièces de monnaie (1) purement selon leur sorte à l'aide d'une unité
d'extraction (5), dans lequel l'unité d'extraction (5) présente une multiplicité de
modules d'extraction (21) disposés l'un derrière l'autre dans la direction de transport
(8), dans lequel chaque module d'extraction (21) présente un éjecteur (19) et un détecteur
(20) disposé en aval de l'éjecteur (16) et dans lequel exactement un récipient de
collecte est associé à chaque éjecteur (21), dans lequel on commande les éjecteurs
(19) à l'aide d'une unité de commande, de telle manière que les pièces de monnaie
(1) soient éjectées hors des logements de pièces de monnaie (10) en fonction de la
sorte de pièce de monnaie et envoyées à différents récipients de collecte, et
en ce que l'on éjecte les pièces de monnaie (1) hors des logements de pièces de monnaie (10)
au moyen d'au moins un éjecteur (19), dans lequel pour commander ledit au moins un
éjecteur (19) l'instant pour actionner l'éjecteur respectif est déterminé par une
unité de commande en tenant compte du diamètre des pièces de monnaie.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que pour la commande dudit au moins un éjecteur on relie l'une à l'autre une distance
de l'éjecteur (19) par rapport à l'unité d'identification des pièces de monnaie (4)
ainsi qu'une vitesse de transport des pièces de monnaie (1) sur l'unité de transport
des pièces de monnaie (2).