[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einbringen von mehreren voneinander
beabstandeten Rillen in Druckbogen oder Bahnen eines Bedruckstoffes gemäss dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Bei der Buchherstellung wird später als Umschlag Verwendung findendes Umschlagmaterial
in Form von Druckbogen oder Bahnen gerillt, bevor es mit einem Buchblock verklebt
wird. Jede nachfolgende Anführung des Begriffs Druckbogen schliesst ausserdem auch
das Umschlagmaterial Bahnen ein. Mit der Rillung wird bezweckt, das Umschlagmaterial
entlang einer zukünftigen Biegekante des Umschlags biegeweich zu gestalten oder vorzuformen.
Im Wesentlichen betrifft dies die Kanten zwischen dem Buchrücken und den flächigen
Seiten des Druckproduktes, die Biegekante einer an den Buchrücken anschliessenden
Seitenbeleimung zum Öffnen des Umschlages und die Biegekanten von Umschlägen mit eingeschlagenen
Klappen.
[0003] Eine andere Methode definierte Biegekanten zu erzeugen ist das Prägen. Anstelle von
zusammenwirkenden, rotierenden Scheiben werden hier als Matrize und Patrize bezeichnete
Prägeschienen verwendet, mit denen die Biegekanten in den Umschlag geprägt werden.
Dieses Verfahren erzeugt genauere Biegekanten, findet aber wegen des erhöhten Aufwands
in der Regel nur bei der Herstellung von höherwertigen Produkten Anwendung.
[0004] Die mit solchen Vorrichtungen erzeugten Rillen sind auf einer Seite des Umschlags
konkav und auf der gegenüberliegenden Seite konvex ausgebildet. Auf welcher Seite
des Umschlags welche Rillenform zu erzeugen ist, ergibt sich aus der Funktion der
betreffenden Rille am Umschlag des fertiggestellten Buchs, nämlich als Rückenkante
oder als Biegekante zum Öffnen und Schliessen des Umschlags.
[0005] Es ist bekannt, in einen aus einem Druckbogen gebildeten Umschlag mehrere Rillen
in einem einzigen Arbeitsgang einzubringen oder alternativ für jede Rille einen separaten
Arbeitsgang durchzuführen. Bei manchen Druckweiterverarbeitungsvorrichtungen, wie
beispielsweise bei Klebebindern und Sammelheftern, erfolgt das Rillen als eine integrierte
Operation im Bindeprozess. Einige Lösungen nach dem Stand der Technik weisen auf zwei
parallelen Wellen angeordnete, gegeneinander gerichtete, paarweise zusammenwirkende
Rillwerkzeuge auf, zwischen denen Druckbogen durchgefördert und gleichzeitig gerillt
werden. Ein Rillwerkzeug eines solchen Werkzeugpaares weist am Umfang eine konkave
Form, auch "Matritze" genannt, und das andere Rillwerkzeug desselben Werkzeugpaares
eine zur konkaven Form passende konvexe Form, auch "Patritze" genannt, auf, die geometrisch
derart gestaltet sind, dass beim Rillen die gewünschte Rillenform am Druckbogen gebildet
wird. Wenigstens ein Rillwerkzeug eines zusammenwirkenden Werkzeugpaares ist angetrieben.
Die Wellen der Rillwerkzeuge sind in ihren Endbereichen in die Wellenpaare verbindenden
Lagerstellen gelagert. Solche Vorrichtungen können zum Erzeugen mehreren Rillen auch
mehrere Werkzeugpaare von Rillwerkzeugen aufweisen.
[0006] Um die Rillwerkzeuge einem bestimmten Buch- und/oder Umschlagformat anzupassen, müssen
diese entsprechend verstellbar sein. Eine erste, in der Regel innere Klammerbacke
einer dem Fördern eines Buchblocks durch einen Klebebinder dienenden Transportklammer
definiert eine quer zur Förderrichtung festlegbare Fixkante. Dagegen ist eine zweite,
der ersten gegenüberliegende Klammerbacke der Transportklammer in einer quer zur Förderrichtung
variablen Position verstellbar ausgebildet, um sich der jeweiligen Buchblockdicke
anzupassen. Dem entsprechend ist auch bei einer Rillvorrichtung mit zwei Werkzeugpaaren
von Rillwerkzeugen das eine Werkzeugpaar auf die festlegbare Position eingestellt,
während das andere Werkzeugpaar entsprechend der Buchblockdicke verstellbar ist. Dazu
sind die Wellen des verstellbaren Werkzeugpaares in der Regel an ihren beiden Enden
in gemeinsamen Lagereinheiten gelagert, sodass sich die Lage der Rillen auf dem Druckbogen
mit einer gemeinsamen Stelleinrichtung auf die Buchblockdicke einstellen lässt. Zum
Erzeugen zusätzlicher Rillen werden entweder weitere Werkzeugpaare von Rillwerkzeugen
auf den Wellen angeordnet oder die Matrizen und Patrizen entsprechender Rillwerkzeuge
sind an ein und demselben Werkzeugpaar angeordnet. Dabei gibt es Rillwerkzeuge, bei
denen der Abstand zwischen den Rillen manuell verstellt werden kann.
[0007] Um einen Druckbogen durch die Rillvorrichtung zu transportieren können auf den Wellen
der Rillwerkzeuge zusätzlich elastisch beschichtete Förderrollen angeordnet sein.
Der Druckbogentransport kann aber auch mit Förderrollen oder -walzen erfolgen, die
auf separaten Transportwellen angeordnet sind.
[0008] In der Regel ist die als Rückenkante dienende Rille mit einer konvexen, nach aussen
gerichteten Wölbung und die als Biegekante dienende Rille mit einer konkaven, nach
innen gerichteten Wölbung ausgeführt. Aussen und innen bezieht sich hier auf die vom
innenliegenden Buchblock aus gesehene Richtung. Die konvexe Wölbung der als Rückenkante
dienenden Rille führt bei gewissen Umschlägen zu Problemen. Dies ist insbesondere
bei Umschlägen, bei denen die Papierlaufrichtung falsch gewählt ist, oder die aus
Papier mit sehr kurzen Fasern bestehen, oder bei UV-lackierten Umschlägen der Fall.
Bei diesen Umschlägen neigt das Papier durch die Belastung des Anpressvorgangs dazu,
auf der nach aussen gerichteten Wölbung der Rille aufzuplatzen, wodurch die Druckfarbe
aufgerissen wird und Papierrisse sichtbar werden können. Für solche Umschläge ist
es vorteilhaft, wenn die als Rückenkante dienende Rille nach innen gewölbt ist. Bei
den bisher bekannten Rillvorrichtungen ist eine Änderung der Wölbung der Rillen nur
durch ein manuelles Wechseln der Rillwerkzeuge möglich.
[0009] Für den Ein- und Ausbau von Rillwerkzeugen müssen die Wellen ausgebaut, bzw. umgebaut
werden, was zeitintensiv ist und somit die Umstellzeit wesentlich verlängert. Ebenso
ist für die Behebung eines Papierstaus die Zugänglichkeit zwischen den Rillwerkzeugen
und Förderrollen sehr eingeschränkt und der dazu benötigte Zeitbedarf relativ hoch.
[0010] Die
DE202009008741 U1 beschreibt eine Rillvorrichtung, bei der die Rillwerkzeuge in voneinander trennbaren
Teilen eines Gestells gelagert sind, wodurch sich der Aufwand für das Austauschen
von Rillwerkzeugen und das Entfernen von aufgestauten Umschlägen wesentlich reduziert.
Dabei muss das obere Teil des Gestells aber mit sämtlichen darin gelagerten Achsen
hochgeklappt werden, wozu ein grosser Kraftaufwand nötig ist.
[0011] Die
WO0198088 A1 offenbart eine Rillvorrichtung, bei welcher der Abstand zwischen den als Rückenkante
dienenden Rillen automatisch anhand der in der Transportklammer des Klebebinders gemessenen
Buchblockdicke eingestellt wird. Der Abstand von der als Rückenkante dienenden Rille
zur als Biegekante dienenden Rille hingegen ist unabhängig von der Buchblockdicke
und muss nur selten verändert werden, so dass eine automatische Verstellung dieser
Distanz hier nicht vorgesehen ist. Bei Bedarf kann dieser Abstand mittels manuell
einstellbarer Rillwerkzeuge oder durch den kompletten Austausch der Rillwerkzeuge
verändert werden. Eine Änderung der Wölbung der Rillen ist auch hier nur durch ein
manuelles Wechseln der Rillwerkzeuge möglich.
[0012] Aus der
EP2050702 A2 ist eine Vorrichtung zum rotativen Rillen von flächigen Druckerzeugnissen, d.h. zum
Ausbilden von jeweils zwei zusammengehörigen Rillen in einem Umschlagbogen, bekannt.
Die Rillvorrichtung besteht im Wesentlichen aus zwei Rilleinheiten, mit jeweils zwei
Paaren zusammenwirkender Rillwerkzeuge. Als Rillwerkzeuge sind jeweils ein Rillmesser
sowie eine Rillmatrize ausgebildet und auf gegenläufig angetriebenen, parallel übereinander
liegenden Wellen angeordnet. Durch axiales sowie gegeneinander erfolgendes Verschieben
der Wellen der beiden Rilleinheiten und damit der jeweiligen Paare von Rillwerkzeugen
kann der Abstand der beiden Rillenpaare eines Umschlagbogens an die Blockdicke eines
zugehörigen Buchblocks angepasst werden.
[0013] Aufgabe der Erfindung ist es, gattungsgemässe Verfahren zum Einbringen von mehreren
Rillen in Druckbogen oder in Bahnen eines Bedruckstoffes bereitzustellen, die eine
einfache und schnelle Umstellung der jeweiligen Rillenformen ermöglichen.
[0014] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe durch ein Verfahren gelöst, bei der zumindest
eines der Werkzeugpaare einer Rillvorrichtung gemeinsam mit seinen Wellen und in einem
ineinander eingreifenden Zustand seiner Rillwerkzeuge aus seiner Arbeitsposition in
Richtung des anderen Werkzeugpaares und über dessen aktuelle Position hinaus bis zu
einer einem nachfolgenden Arbeitsauftrag entsprechenden, neuen Arbeitsposition verschoben
wird.
[0015] Zum zusätzlichen Anpassen des Abstands der Rillenpaare an einen weiteren unterschiedlichen
Arbeitsauftrag wird ein erstes Werkzeugpaar in einer ersten Arbeitsposition festgelegt
und ein zweites Werkzeugpaar in eine von der ersten Arbeitsposition sowie von dem
weiteren Arbeitsauftrag abhängigen zweiten Arbeitsposition verschoben. Das erste oder
das zweite Werkzeugpaar kann dadurch in einer sogenannten Fixkantenstellung und das
andere Werkzeugpaar in einer buchdickenabhängigen Stellung positioniert werden. Diese
Weiterbildung des Verfahrens bietet den Vorteil, dass bei nacheinander folgenden Arbeitsaufträgen,
die lediglich geringe Veränderungen des Abstands der Rillenpaare erfordern, eine Umstellung
der Werkzeugpaare noch schneller erfolgen kann.
[0016] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann eine gemeinsame Halterung eines
ersten Werkzeugpaares gemeinsam mit den Wellen und den Rillwerkzeugen und/oder eine
gemeinsame Halterung eines zweiten Werkzeugpaares gemeinsam mit den Wellen und den
Rillwerkzeugen verschoben werden. Diese Weiterbildung ermöglicht es mehrere Wellen
gemeinsam zu verschieben, was durch eine einfache Vorrichtung realisiert werden kann
und wobei die Positionierung der Rillwerkzeuge ohne relative Abweichungen zueinander
erfolgt.
[0017] Wenn darüber hinaus die Halterungen der Wellen über Stellantriebe verschoben werden,
kann dies vorteilhaft zu einer Erleichterung der Bedienbarkeit führen. Wenn zusätzlich
eine Steuerung vorgesehen ist, welche zur Verstellung der Werkzeugpaare Steuersignale
an die Stellantriebe sendet, führt dies zu einem höheren Automatisierungsgrad und
erfordert demzufolge weniger manuelle Eingriffe eines Bedieners.
[0018] Dadurch dass ein Arbeitsauftrag eine Rillung je eines Umschlags mit den beiden voneinander
beabstandeten Rillenpaaren für die Herstellung je eines Buchblocks vorgesehen ist,
kann die Rillvorrichtung den Anforderungen vorteilhaft für die Verarbeitung jedes
herzustellenden Buchblocks entsprechend angepasst werden.
[0019] Nachstehend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Figuren, auf die hinsichtlich
aller erfindungswesentlichen und in der Beschreibung nicht näher herausgestellten
Einzelheiten ausdrücklich Bezug genommen wird, erläutert. Alle für das unmittelbare
Verständnis der Erfindung nicht wesentlichen Elemente sind weggelassen worden. Gleiche
Elemente sind in den einzelnen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen. In
der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine Ansicht einer Rillvorrichtung, mit in einer ersten Arbeitsposition befindlichen
Rillwerkzeugen,
- Fig. 1a
- einen vergrösserten Ausschnitt der Rillvorrichtung gemäss Fig. 1, im Bereich der Rillwerkzeuge,
- Fig. 1b
- einen Buchblock mit einem mit der Rillvorrichtung gemäss Fig. 1 hergestellten Umschlag,
- Fig. 2
- eine Ansicht der Rillvorrichtung gemäss Fig. 1, jedoch mit in einer zweiten Arbeitsposition
befindlichen Rillwerkzeugen,
- Fig. 2a
- einen vergrösserten Ausschnitt der Rillvorrichtung gemäss Fig. 2, im Bereich der Rillwerkzeuge,
- Fig. 2b
- einen Buchblock mit einem mit der Rillvorrichtung gemäss Fig. 2 hergestellten Umschlag,
und
- Fig. 3
- eine Ansicht der Lagerung der Wellen mit den Rillwerkzeugen in der Rillvorrichtung
gemäss Fig. 1.
[0020] In Fig. 1 ist eine Rillvorrichtung 1 vereinfacht dargestellt. Als Basis für die Rillvorrichtung
1 dient ein Gestell 11, auf dem zwei im Wesentlichen parallel zueinander angeordnete
Halterungen 7, 8 verschiebbar angeordnet sind. Die Halterungen 7, 8 dienen an ihren
beiden Stirnseiten als Aufnahmeort für parallel zueinander verlaufende Wellen 20,
21, 30, 31, wobei auf jeder der Wellen 20, 21, 30, 31 je ein Rillwerkzeug 3, 4; 5,
6 angeordnet ist. Die vorderen Rillwerkzeuge 3, 4 bilden zusammen ein erstes, vorderes
Werkzeugpaar 41 und die hinteren Rillwerkzeuge 5, 6 bilden zusammen ein zweites, hinteres
Werkzeugpaar 42. Dabei sind die Rillwerkzeuge 3, 4 des ersten Werkzeugpaares 41 in
einem axialen Abstand 29 zu den Rillwerkzeugen 5, 6 des zweiten Werkzeugpaares 42
angeordnet. Die Wellen 20, 21, 30, 31 weisen an einem ihrer Enden je ein Antriebsrad
15 auf.
[0021] Die Bezeichnungen "vordere" und "hintere" Werkzeugpaare 41, 42 beziehen sich auf
die Darstellung gemäss Fig. 1 und Fig. 2, wobei in Fig. 1 eine mit dem Pfeil A bezeichnete
Ansicht der Rillvorrichtung 1 in Fig. 1a und eine in Fig. 2 mit dem Pfeil B bezeichnete
Ansicht der Rillvorrichtung 1 in Fig. 2a als Detailansicht vergrössert dargestellt
ist. In Fig. 1a und 2a verdecken die vorderen Rillwerkzeuge 3, 4 mit den dazugehörigen
Wellen 20, 21 jeweils die hinteren Rillwerkzeuge 5, 6 mit den dazugehörigen Wellen
30, 31 teilweise.
[0022] Die Halterungen 7, 8 sind gegenüber dem Gestell 11 über je einen am Gestell 11 angeordneten
Stellantrieb 9, 10 seitlich verschiebbar angeordnet. Dadurch können die in den Halterungen
7, 8 aufgenommenen Wellen 20, 21; 30, 31 und damit die Rillwerkzeuge 3, 4; 5, 6 in
Axialrichtung der Wellen 20, 21; 30, 31 und somit quer zu einer Förderrichtung F von
mit der Rillvorrichtung 1 zu rillenden Druckbogen 2 verschoben werden. Eine Steuerung
75 ist, wie in Fig. 1 und 2 dargestellt, mit den Stellantrieben 9, 10 verbunden. Die
Halterungen 7, 8 sind in dem Gestell 11 so angeordnet, dass sie jeweils mit dem Gestell
11 verbundene Führungen 13, 14 aufweisen, wobei jede Halterung 7, 8 in einer Führung
13, 14 quer zur Förderrichtung F gegenüber dem Gestell 11 verschiebbar angeordnet
ist.
[0023] Die Wellen 20, 21; 30, 31 sind, wie in Fig. 3 dargestellt, jeweils mittels Wälz-
oder Gleitlagern 22, 23 drehbar in Halblagerschalen 25, 27 der Halterungen 7, 8 gelagert.
Zum Verriegeln der Wellen 20, 21; 30, 31 ist in den Halterungen 7, 8, oberhalb der
Halblagerschalen 25, 27, jeweils ein Verschlussmechanismus 24 mit je einem Niederhalter
26 und einem in diesem federvorgespannten, geführten Stift 28 angeordnet.
[0024] Wie in den Fig. 1 dargestellt, steht ein einen in axialer Richtung verlängerten Zahnkranz
16 aufweisendes Antriebsrad 12 der Rillvorrichtung 1 mit den jeweils an einem Ende
der Wellen 20, 21; 30, 31 angeordneten Antriebsrädern 15 im Eingriff. Durch die Ausbildung
des Antriebsrades 12 mit dem Zahnkranz 16 ist auch bei einem lateralen Verschieben
der Antriebsräder 15 ein Kraftschluss sichergestellt. Zum Antrieb der Rillvorrichtung
1 ist das Antriebsrad 12 mit dem Hauptantrieb einer mit der Rillvorrichtung zusammenwirkenden,
nicht dargestellten Druckweiterverarbeitungsvorrichtung, beispielsweise mit einem
Klebebinder oder einem Sammelhefter, oder mit einem separaten Antrieb verbunden.
[0025] Die Rillwerkzeuge 3, 4; 5, 6 weisen jeweils eine Erhebung 17 und eine davon beabstandete
Vertiefung 18 rings um ihren zylindrischen Grundkörper auf. Die Erhebungen 17 und
die Vertiefungen 18 sind auf den gegenüberliegenden Rillwerkzeugen 3, 4; 5, 6 eines
Werkzeugpaares 41, 42 spiegelsymmetrisch zu einer gedachten Mittelebene 70 der Werkzeugpaare
41, 42 und komplementär angeordnet, d.h. jede Erhebung 17 passt in je eine Vertiefung
18 des gegenüberliegenden Rillwerkzeugs 3, 4; 5, 6.
[0026] In Fig. 1 sind die Rillwerkzeuge 3, 4; 5, 6 der Rillvorrichtung 1 in einer ersten
Bearbeitungsposition 51 dargestellt, die für die Herstellung eines in Fig. 1b gezeigten
Umschlags 101 erforderlich ist. Bei diesem Umschlag 101 sind zwei erste, von einem
Buchblock 100 aus gesehen, nach aussen gerichtete (konvexe), im fertiggestellten Buch
als Rückenkanten dienende Rillen dargestellt. Zudem sind zwei zweite, vom Buchblock
100 aus gesehen, nach innen gerichtete (konkave), im fertiggestellten Buch als Biegekanten
zum Öffnen des Umschlags 101 dienende Rillen ausgebildet, welche vom Buchblock 100
etwas weiter entfernt als die beiden ersten Rillen angeordnet sind
[0027] In Fig.3 ist die Befestigung der Rillwerkzeuge 3, 4; 5, 6 bzw. der Wellen 20, 21;
30, 31 an den Halterungen 7, 8 aus einer anderen Perspektive dargestellt. Die Beschreibung
erfolgt hier nur für eine Stirnseite der Halterung 8, gilt aber analog sowohl für
deren gegenüberliegende Stirnseite als auch für die Halterung 7. Die Rillwerkzeuge
5, 6 sind fest auf ihren Wellen 30, 31 angeordnet, welche ihrerseits mittels der Wälz-
oder Gleitlager 22, 23 drehbar in den Halblagerschalen 25, 27 der Halterung 8 befestigt
sind. Jeweils ein Verschlussmechanismus 24 ist über dem oberen Wälz- oder Gleitlager
23 angeordnet. Dabei ist oberhalb des unteren Wälz- oder Gleitlagers 22 ein Niederhalter
26 mit einem Stift 28 ist angeordnet.
[0028] Zum Einbringen von mehreren voneinander beabstandeten Rillenpaaren 61, 62 in Druckbogen
2 oder in Bahnen eines Bedruckstoffes werden die Druckbogen 2 oder Bahnen der Rillvorrichtung
1 zunächst in einer Förderrichtung F, in einem seriellen Strom zugeführt, wie in den
Fig. 1 und 2 angedeutet. Die Förderung der Druckbogen 2 oder Bahnen in der Rillvorrichtung
1 erfolgt durch die Rillwerkzeuge 2, 3; 4, 5 und/oder durch zusätzlich auf den Wellen
20, 21; 30, 31 angeordnete Förderrollen und/oder durch auf eigenen Wellen angeordnete
Förderrollen oder Förderwalzen durch Reibschluss (aus Übersichtsgründen in den Zeichnungen
nicht dargestellt). Dabei sind wenigstens die unteren Rillwerkzeuge 3, 5 oder die
oberen Rillwerkzeuge 4, 6 und/oder Förderrollen und/oder Förderwalzen angetrieben.
[0029] Mit den Stellantrieben 9, 10 werden die Halterungen 7, 8 und damit die Rillwerkzeuge
3, 4; 5, 6 quer zur Förderrichtung F der Druckbogen 2 oder Bahnen des Bedruckstoffes
verschoben, um entweder eine Anpassung der Rillenpaare 61, 62, insbesondere der als
Rückenkanten dienenden Rillen, an die Dicke des Buchblocks 100 oder einen kompletten
Wechsel der Produktion für die Herstellung von Umschlägen 101 gemäss Fig. 1b oder
2b durchzuführen. Für die Herstellung eines Umschlags 101 gemäss Fig. 1b wird das
rotierend angetriebene erste Werkzeugpaar 41 der Rillwerkzeuge 3, 4 durch Verstellen
der Halterung 7 über den Antrieb 9 bezüglich der Förderrichtung F gemeinsam mit seinen
Wellen 20, 21 nach rechts verschoben. Dieser Vorgang erfolgt paarweise, jeweils in
einem ineinander eingreifenden Zustand der Rillwerkzeuge 3, 4 des ersten Werkzeugpaares
41, wobei dessen Wellen 20, 21 durch Verstellen der Halterung 7 entlang ihrer jeweiligen
Achse, kraftschlüssig entlang des Antriebsrads 16 verschoben werden.
[0030] Gleichzeitig wird das ebenfalls rotierend angetriebene zweiten Werkzeugpaar 42 der
Rillwerkzeuge 5, 6 durch Verstellen der Halterung 8 über den Antrieb 10 bezüglich
der Förderrichtung F nach links verschoben. Dieser Vorgang erfolgt gleichfalls paarweise,
jeweils in einem ineinander eingreifenden Zustand der Rillwerkzeuge 4, 5 des zweiten
Werkzeugpaares 42, wobei dessen Wellen 30, 31 durch Verstellen der Halterung 8 entlang
ihrer Achse und kraftschlüssig entlang des Antriebsrads 16 verschoben werden. Dabei
wird zumindest eines der Werkzeugpaare 41, 42 gemeinsam mit seinen Wellen 20, 21;
30, 31 und in einem ineinander eingreifenden Zustand seiner Rillwerkzeuge 3, 4; 5,
6 aus seiner Arbeitsposition 55, 56 in Richtung des anderen Werkzeugpaares 42, 41
und über dessen aktuelle Position hinaus bis zu einer einem nachfolgenden Arbeitsauftrag
entsprechenden, neuen Arbeitsposition 57, 58 verschoben.
[0031] Der Antrieb der Rillvorrichtung 1 erfolgt durch das Antriebsrad 12, das mit dem Hauptantrieb
des Klebebinders über ein Getriebe oder über eine elektrische Welle , oder mit einem
separaten Antrieb verbunden ist. Die Kraftübertragung vom Antriebsrad 12 erfolgt über
ein aus dessen verlängertem Zahnkranz 16 und den mit diesem formschlüssig verbundenen
Antriebsrädern 15 der Wellen 20, 21; 30, 31 gebildeten Zahnradgetriebe 19, das eine
permanente Kraftübertragung gewährleistet.
[0032] Die Stellantriebe 9, 10 werden in einer ersten Bearbeitungsposition 51, die einer
Normalstellung entspricht, gemäss Fig. 1 derart verschoben, dass die Rillwerkzeuge
3, 4 auf die Fixkantenposition und die Rillwerkzeuge 5, 6 je nach gewünschter Buchblockdicke
in eine variable Position ausgerichtet werden. In dieser ersten Bearbeitungsposition
51 entstehen beim Bearbeiten der Druckbogen 2 eines Bedruckstoffes mit der Rillvorrichtung
1 Umschläge mit Rillen 61, 62 gemäss Fig. 1b. Die Steuerung 75 sendet zur Verstellung
der Werkzeugpaare Steuersignale an die Stellantriebe 9, 10.
[0033] Die Stellantriebe 9, 10 werden in einer zweiten Arbeitsposition 52 gemäss Fig. 2
derart verschoben, dass die Rillwerkzeuge 5, 6 auf die Fixkantenposition und die Rillwerkzeuge
3, 4 je nach gewünschter Buchblockdicke in eine variable Position ausgerichtet werden.
In dieser zweiten Arbeitsposition 52 entstehen beim Bearbeiten der Druckbogen 2 eines
Bedruckstoffes mit der Rillvorrichtung 1 Umschläge mit Rillen 61, 62 gemäss Fig. 2b.
[0034] Eine Demontage der Rillwerkzeuge 5, 6 kann bei Betrachtung von Fig. 3 nachvollzogen
werden. Dafür wird ein Verschlussmechanismus 24 gelöst, so dass das Wälz- oder Gleitlager
23 der oberen Welle 31 nur noch auf der Halblagerschale 27 der Halterung 8 aufliegt
und somit die komplette Welle 31 aus der Halterung 8 herausgenommen werden kann. Liegt
das Wälz- oder Gleitlager 23 nicht mehr auf der Halblagerschale 27 auf, ist der Niederhalter
26, dessen federvorgespannter Stift 28 das Wälz- oder Gleitlager 22 der unteren Welle
30 in der Halblagerschale 25 fixiert, frei nach oben verschiebbar. Somit kann auch
die untere Welle 30 aus der Halterung 8 entnommen werden. Um eine Verstellung des
von der Dicke des Druckbogens 2 abhängigen Abstands der Rillwerkzeuge 5, 6 zueinander
vorzunehmen, wird die Halblagerschale 25 der unteren Welle 30 vertikal verstellt.
[0035] Der Niederhalter ist Bestandteil der Funktion des Verschlussmechanismus. Mit dem
Verschlussmechanismus wird die obere Welle in die oberen Halblagerschalen der Halterung
gedrückt. Das Lager drückt dabei gleichzeitig auf den Niederhalter welcher über den
gefederten Stift die untere Welle in die unteren Halblagerschalen der Halterung drückt.
[0036] Die Fig. 2, 2a, 2b entsprechen im Wesentlichen den Fig. 1, 1a, 1b. Jedoch sind in
Fig. 2 die Rillwerkzeuge 3, 4; 5, 6 der Rillvorrichtung 1 in einer zweiten Arbeitsposition
52 dargestellt, die für die Herstellung eines in Fig. 2b gezeigten Umschlags 101 erforderlich
ist. Bei diesem Umschlag sind zwei erste, vom Buchblock 100 aus gesehen, nach innen
gerichtete (konkave), im fertiggestellten Buch als Rückenkanten dienende Rillen 61
dargestellt. Zudem sind zwei zweite, vom Buchblock 100 aus gesehen, jedoch nach aussen
gerichtete (konvexe), im fertiggestellten Buch als Biegekanten zum Öffnen des Umschlags
101 dienende Rillen 62 ausgebildet, wobei letztere vom Buchblock 100 etwas weiter
entfernt als die beiden ersten Rillen 61 angeordnet sind.
1. Verfahren zum Einbringen von zwei voneinander beabstandeten Rillenpaaren (61, 62)
in Druckbogen (2) oder in Bahnen eines Bedruckstoffes, welche in einer Förderrichtung
(F) einer Rillvorrichtung (1) durch die Rillvorrichtung (1) transportiert und in welche
die Rillenpaare (61, 62) mit paarweise zusammenwirkenden, jeweils auf einer Welle
(20, 21; 30, 31) angeordneten, mindestens durch eine Welle (20, 21; 30, 31) rotierend
angetriebenen Rillwerkzeugen (3, 4; 5, 6) eingebracht werden, wobei die Rillwerkzeuge
(3, 4; 5, 6) zwei entsprechend eines Arbeitsauftrags jeweils in einer voneinander
beabstandeten Arbeitsposition (55, 56) angeordnete Werkzeugpaare (41, 42) bilden,
wobei jedes Rillwerkzeug (3, 4; 5, 6) eine Erhebung (17) und eine Vertiefung (18)
aufweist, wobei die Erhebungen (17) und Vertiefungen (18) der Rillwerkzeuge (3, 4;
5, 6) eines Werkzeugpaares (41, 42) komplementär zueinander ausgebildet sind, und
wobei die Erhebungen (17) und Vertiefungen (18) der Werkzeugpaare (41, 42) spiegelsymmetrisch
zu einer gedachten Mittelebene (70) der Werkzeugpaare (41, 42) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest eines der Werkzeugpaare (41, 42) gemeinsam mit seinen Wellen (20, 21; 30,
31) und in einem ineinander eingreifenden Zustand seiner Rillwerkzeuge (3, 4; 5, 6)
aus seiner Arbeitsposition (55, 56) in Richtung des anderen Werkzeugpaares (42, 41)
und über dessen aktuelle Position hinaus bis zu einer einem nachfolgenden Arbeitsauftrag
entsprechenden, neuen Arbeitsposition (57, 58) verschoben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum zusätzlichen Anpassen des Abstands der Rillenpaare (61, 62) an einen weiteren
unterschiedlichen Arbeitsauftrag ein erstes Werkzeugpaar (41, 42) in einer ersten
Arbeitsposition (55) festgelegt und ein zweites Werkzeugpaar (41, 42) in eine von
seiner ersten Arbeitsposition (56) sowie von dem weiteren Arbeitsauftrag abhängigen
zweiten Arbeitsposition (58) verschoben wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine gemeinsame Halterung (7) eines ersten Werkzeugpaares (41) gemeinsam mit den
Wellen (20, 21) und den Rillwerkzeugen (3, 4) und/oder eine gemeinsame Halterung (8)
eines zweiten Werkzeugpaares (42) gemeinsam mit den Wellen (30, 31) und den Rillwerkzeugen
(5, 6) verschoben wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungen (7, 8) der Wellen (20, 21; 30, 31) über Stellantriebe (9, 10) verschoben
werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerung (75) vorgesehen ist, welche zur Verstellung der Werkzeugpaare (41,
42) Steuersignale an die Stellantriebe (9, 10) sendet.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Arbeitsauftrag eine Rillung eines Umschlags (101) mit den beiden voneinander
beabstandeten Rillenpaaren (61, 62) für die Herstellung eines Buchblocks (100) beinhaltet.
1. Method of introducing two pairs of creases (61, 62) disposed at a distance from one
another into printed sheets (2) or into webs of a printing material transported by
a creasing device (1) in a conveying direction (F) of the creasing device (1) and
into which the pairs of creases (61, 62) are introduced by means of creasing tools
(3, 4; 5, 6) cooperating in pairs, each arranged on a shaft (20, 21; 30, 31) and driven
in rotation at least by one shaft (20, 21; 30, 31), wherein the creasing tools (3,
4; 5, 6) form two tool pairs (41, 42) each arranged in a working position (55, 56)
disposed at a distance from one another in accordance with a work order, wherein each
creasing tool (3, 4; 5, 6) has a protuberance (17) and a depression (18), wherein
the protuberances (17) and depressions (18) of the creasing tools (3, 4; 5, 6) of
one tool pair (41, 42) are designed to be complementary to one another and wherein
the protuberances (17) and depressions (18) of the tool pairs (41, 42) are arranged
in mirror symmetry relative to an imaginary centre plane (70) of the tool pairs (41,
42),
characterised in that
at least one of the tool pairs (41, 42), together with its shafts (20, 21; 30, 31)
and with its creasing tools (3, 4; 5, 6) in a meshing state, is moved from its working
position (55, 56) in the direction of the other tool pair (42, 41) and beyond the
current position thereof to a new working position (57, 58) corresponding to a subsequent
work order.
2. Method according to claim 1, characterised in that, in order to further adapt the spacing of the pairs of creases (61, 62) to another
different work order, a first tool pair (41, 42) is fixed in a first working position
(55) and a second tool pair (41, 42) is moved into a second working position (58)
dependent on its first working position (56) and on the further work order.
3. Method according to either of claims 1 or 2, characterised in that a joint holder (7) of a first tool pair (41) is moved together with the shafts (20,
21) and the creasing tools (3, 4) and/or a joint holder (8) of a second tool pair
(42) is moved together with the shafts (30, 31) and the creasing tools (5, 6).
4. Method according to claim 3, characterised in that the holders (7, 8) of the shafts (20, 21; 30, 31) are moved via actuators (9, 10).
5. Method according to claim 4, characterised by a controller (75) that sends control signals to the actuators (9, 10) in order to
adjust the tool pairs (41, 42).
6. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that a work order includes creasing a cover (101) with the two pairs of creases (61, 62)
disposed at a distance from one another for the production of a book block (100).
1. Procédé pour pratiquer deux paires de rainures (61, 62) mutuellement distantes dans
des feuilles imprimées (2) ou dans des bandes d'un matériau imprimé, qui sont transportées
à travers un dispositif de rainage (1) dans une direction de transport (F) du dispositif
de rainage (1) et dans lesquelles les paires de rainures (61, 62) sont pratiquées
par des outils à rainer (3, 4 ; 5, 6) coopérant par paires, respectivement disposés
sur un arbre (20, 21 ; 30, 31) et entraînés en rotation au moins par un arbre (20,
21 ; 30, 31), sachant que les outils à rainer (3, 4 ; 5, 6) forment deux paires d'outils
(41, 42) respectivement disposés dans une position de travail mutuellement distante
(55, 56) correspondant à une requête de travail, sachant que chaque outil à rainer
(3, 4 ; 5, 6) présente un bossage (17) et un renfoncement (18), sachant que les bossages
(17) et les renfoncements (18) des outils à rainer (3, 4 ; 5, 6) d'une paire d'outils
(41, 42) sont réalisés mutuellement complémentaires, et sachant que les bossages (17)
et les renfoncements (18) des paires d'outils (41, 42) sont disposés symétriquement
par rapport à un plan médian imaginaire (70) des paires d'outils (41, 42),
caractérisé en ce qu'au moins une des paires d'outils (41, 42) est, conjointement avec ses arbres (20,
21 ; 30, 31) et dans un état d'engagement mutuel de ses outils à rainer (3, 4 ; 5,
6), déplacée de sa position de travail (55, 56) en direction de l'autre paire d'outils
(42, 41) et, au-delà de la position actuelle de celle-ci, jusqu'à une nouvelle position
de travail (57, 58) correspondante à une requête de travail suivante.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'en vue d'une adaptation supplémentaire de la distance entre les paires de rainures
(61, 62) à une autre requête de travail, différente, une première paire d'outils (41,
42) est immobilisée dans une première position de travail (55) et une deuxième paire
d'outils (41, 42) est déplacée dans une deuxième position dépendant de sa première
position de travail (56) ainsi que de l'autre requête de travail.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un support commun (7) d'une première paire d'outils (41) est déplacé conjointement
avec les arbres (20, 21) et les outils à rainer (3, 4), et/ou un support commun (8)
d'une deuxième paire d'outils (42) est déplacé conjointement avec les arbres (30,
31) et les outils à rainer (5, 6).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que les supports (7, 8) des arbres (20, 21 ; 30, 31) sont déplacés au moyen d'actionneurs
(9, 10).
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'il est prévu une commande (75) qui envoie des signaux de commande aux actionneurs
(9, 10) afin de déplacer les paires d'outils (41, 42).
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'une requête de travail comprend un rainage d'une couverture (101) avec les deux paires
de rainures (61, 62) mutuellement distantes, en vue de réaliser un corps d'ouvrage
(100).