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(11) |
EP 2 934 945 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.09.2018 Patentblatt 2018/36 |
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Anmeldetag: 26.11.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/074679 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/095254 (26.06.2014 Gazette 2014/26) |
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| (54) |
BELEUCHTUNGSVORRICHTUNG FÜR EIN KRAFTFAHRZEUG
LIGHTING DEVICE FOR A MOTOR VEHICLE
DISPOSITIF D'ÉCLAIRAGE POUR UN VÉHICULE AUTOMOBILE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
18.12.2012 DE 102012223610
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.10.2015 Patentblatt 2015/44 |
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Patentinhaber: Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft |
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80809 München (DE) |
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Erfinder: |
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- ERDL, Helmut
83126 Flintsbach (DE)
- HANAFI, Abdelmalek
80686 München (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102010 028 949 US-A1- 2009 046 474
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DE-A1-102011 013 211 US-A1- 2011 249 460
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungsvorrichtung für ein Kraftfahrzeug gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Beleuchtungsvorrichtungen für Kraftfahrzeuge mit einem
Scanner bekannt, mit dem über die Ablenkung eines Lichtbündels über einen reflektierenden
Scanspiegel eine vorgegebene Lichtverteilung im Fernfeld des Fahrzeugs generiert wird.
[0003] Bei Beleuchtungsvorrichtungen mit Scanner erweist es sich als nachteilhaft, dass
die Ablenkfrequenz des Scanspiegels zur Erzeugung von Strukturen in der Lichtverteilung
mit hoher Auflösung bzw. mit großen Gradienten sehr hoch sein muss. Dies führt insbesondere
bei hohen Fahrzeuggeschwindigkeiten zu störenden Scaneffekten, wie z.B. dem Stroboskop-Effekt.
Zur Erzeugung von Hell-Dunkel-Grenzen erfordern scannende Beleuchtungsvorrichtungen
eine sehr hohe optische Auflösung, um die notwendigen Gradienten in der Lichtverteilung
erzeugen zu können.
[0004] Zur Generierung von Hell-Dunkel-Grenzen ist es ferner bekannt, physische Blenden
in den Strahlengang des Lichtbündels einzuführen. Diese weisen jedoch den Nachteil
auf, dass sie im Allgemeinen zu Abschattungseffekten in der generierten Lichtverteilung
führen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Beleuchtungsvorrichtung für ein Kraftfahrzeug
zu schaffen, mit der eine Lichtverteilung von hoher Qualität erzeugt werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Beleuchtungsvorrichtung gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0008] Die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung ist für ein Kraftfahrzeug, wie z.B.
einen PKW oder einen LKW, vorgesehen. Sie umfasst eine Lichtquelle aus einer Anzahl
von Halbleiterdioden sowie eine Scaneinrichtung, auf welche Licht der Lichtquelle
fällt und welche im Betrieb der Beleuchtungsvorrichtung eine zeitlich variierende
Ablenkung des einfallenden Lichts der Lichtquelle und hierdurch eine vorgegebene Lichtverteilung
in einem Abstand von der Beleuchtungsvorrichtung erzeugt. Die vorgegebene Lichtverteilung
wird dabei insbesondere im Fernfeld der Beleuchtungsvorrichtung generiert. Unter Fernfeld
ist die Lichtverteilung in einem Abstand von der Beleuchtungsvorrichtung zu verstehen,
der wesentlich größer als die Abmessungen der Beleuchtungsvorrichtung ist und insbesondere
im Bereich von 25 m vor der Beleuchtungsvorrichtung liegt.
[0009] Die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die
darin verbaute Scaneinrichtung zumindest zwei getrennt ansteuerbare Scanner umfasst,
auf welche jeweils ein separates, aus dem Licht der Lichtquelle erzeugtes Lichtbündel
fällt, dessen Ablenkung durch den jeweiligen Scanner zeitlich variiert wird. Unter
einem Lichtbündel ist dabei ein im Winkel bzw. im Raum begrenztes Bündel aus Lichtstrahlen
zu verstehen, wobei die Lichtstrahlen im Bündel im Wesentlichen parallel bzw. auch
auseinander oder zusammenlaufen können. Die Scaneinrichtung umfasst somit zumindest
zwei separate Scanner mit zugeordneten Ablenkelementen, welche insbesondere als reflektierende
Scanspiegel ausgestaltet sind. Durch die getrennte Ansteuerung der Scanner können
die Ablenkelemente unabhängig voneinander eine zeitliche Variation der Ablenkung des
entsprechenden Lichtbündels bewirken. Durch die Verwendung von mehr als einem Scanner
kann dabei die Ablenkfrequenz der einzelnen Scanner bei unveränderter Auflösung bzw.
unverändertem Gradienten der Lichtverteilung herabgesetzt werden, wodurch störende
Scaneffekte, die insbesondere bei hohen Fahrzeuggeschwindigkeiten auftreten, vermieden
werden.
[0010] In der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung ist im Strahlengang der Lichtbündel
nach Ablenkung durch die Scaneinrichtung eine Blende angeordnet, mit der die Lichtverteilung
begrenzt wird. In einer bevorzugten Ausführungsform wird mit der Blende eine Hell-Dunkel-Grenze
in der vorgegebenen Lichtverteilung generiert. Vorzugsweise erstreckt sich die Blende
im Wesentlichen parallel zu einer, durch den Strahlengang der Lichtbündel vorgegebenen
optischen Achse.
[0011] In der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung bewirkt die Blende eine Unterteilung
einer Bildebene in zwei Bereiche, wobei in zumindest einer Betriebsart der Beleuchtungsvorrichtung
ein Teil der Scaneinrichtung ausschließlich zur Ablenkung von Lichtbündeln in einem
Bereich auf einer Seite der Blende und insbesondere unterhalb der Blende vorgesehen
ist und der andere Teil der Scanner der Scaneinrichtung ausschließlich zur Ablenkung
von Lichtbündeln in einem Bereich auf der anderen Seite der Blende und insbesondere
oberhalb der Blende vorgesehen ist. Auf diese Weise können Abschattungseffekte, welche
bei der Verwendung einer S caneinrichtung mit einem einzelnen Scanner auftreten können,
vermieden werden. Diese Abschattungseffekte werden nochmals näher in der detaillierten
Beschreibung erläutert. Die oben genannte Bildebene, welche in zwei Bereiche unterteilt
wird, ist in einer bevorzugten Variante eine Zwischenbildebene, welche durch eine
Austrittsoptik in die vorgegebene Lichtverteilung in einem Abstand von der Beleuchtungsvorrichtung
abgebildet wird.
[0012] Gegebenenfalls besteht ferner die Möglichkeit, dass zusätzlich zu der oben beschriebenen
Blende, welche im Strahlengang der Lichtbündel nach Ablenkung durch die Scaneinrichtung
angeordnet ist, eine oder mehrere weitere Blenden an anderen Positionen im Strahlengang,
z.B. vor der Scaneinrichtung, vorgesehen sind.
[0013] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
umfassen einer oder mehrere der Scanner und insbesondere alle Scanner der Scaneinrichtung
jeweils eine zweidimensionale Scaneinheit, mit der das entsprechende Lichtbündel in
zwei Richtungen und insbesondere in eine horizontale und eine vertikale Richtung abgelenkt
werden können. Die horizontale und vertikale Richtung beziehen sich dabei auf die
Beleuchtungsvorrichtung im eingebauten Zustand im Fahrzeug, d.h. die vertikale Richtung
erstreckt sich von der Fahrbahn senkrecht nach oben und die horizontale Richtung parallel
zur Fahrbahn. Die zweidimensionale Scaneinheit kann dabei als ein 2D-Scanner mit einem
einzelnen, in zwei Richtungen verschwenkbaren Ablenkelement bzw. Scanspiegel ausgestaltet
sein. Gegebenenfalls kann die zweidimensionale Scaneinheit auch durch zwei Ablenkelemente
bzw. Scanspiegel gebildet werden, die gemeinsam angesteuert werden. In einer besonders
bevorzugten Ausführungsform sind die Scanner der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
zumindest teilweise Vektor-Scaneinheiten, bei denen die Scangeschwindigkeit und die
Scanrichtung variiert werden kann.
[0014] In einer weiteren Ausgestaltung umfasst die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung
zumindest eine Eintrittsoptik für das Licht der Lichtquelle, wobei im Betrieb der
Beleuchtungsvorrichtung über die zumindest eine Eintrittsoptik die separaten Lichtbündel
erzeugt werden. Vorzugsweise ist eine gemeinsame Eintrittsoptik zur Erzeugung aller
separater Lichtbündel vorgesehen. Hierdurch wird der Aufbau der Beleuchtungsvorrichtung
weniger komplex. Die Eintrittsoptik kann z.B. ein Linsenarray umfassen, wobei mit
jeder Linse des Arrays ein separates Lichtbündel generiert wird. Vorzugsweise ist
dem Linsenarray dabei eine Kollimatorlinse zur Bündelung des von der Lichtquelle stammenden
Lichts vorgeschaltet.
[0015] In einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Beleuchtungsvorrichtung
derart ausgestaltet, dass die separaten Lichtbündel Lichtspots unterschiedlicher Größe
in der vorgegebenen Lichtverteilung generieren. Auf diese Weise können durch die Beleuchtungsvorrichtung
sehr flexibel unterschiedliche Lichtverteilungen mit in Teilbereichen unterschiedlicher
Auflösung erzeugt werden, so dass durch die scannende Beleuchtungseinrichtung die
Funktion eines adaptiven optischen Elements in der Form einer Linse mit variabler
Brechkraft übernommen werden kann.
[0016] In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung ist
für die durch die zumindest zwei Scanner abgelenkten Lichtbündel zumindest eine Austrittsoptik
vorgesehen, über welche als Abbildung die vorgegebene Lichtverteilung im Abstand von
der Beleuchtungsvorrichtung generiert wird. Vorzugsweise ist eine gemeinsame Austrittsoptik
für alle abgelenkten Lichtbündel vorgesehen, wodurch der Aufbau der Beleuchtungsvorrichtung
vereinfacht wird.
[0017] In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung generieren
einer oder mehrere der Scanner der Scaneinrichtung jeweils einen separaten Bereich
der vorgegebenen Lichtverteilung. Alternativ oder zusätzlich ist es jedoch auch möglich,
dass zumindest zwei Scanner überlappende Bereiche der vorgegebe nen Lichtverteilung
erzeugen.
[0018] Zusätzlich zu der oben beschriebenen Blende ist in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
zumindest ein Scanner ausschließlich zur Generierung der Lichtverteilung an der Hell-Dunkel-Grenze
in zumindest einer Betriebsart der Beleuchtungsvorrichtung (z.B. bei der Generierung
einer Abblendlichtcharakteristik) vorgesehen. Dieser Scanner kann dabei mit einer
höheren Ablenkfrequenz als die anderen Scanner betrieben werden bzw. einen kleineren
Lichtspot als die anderen Scanner in der Lichtverteilung erzeugen, um hierdurch hohe
Auflösungen im Bereich der Hell-Dunkel-Grenze zu erreichen. Dies hat den Vorteil,
dass man einen Gradientenverlauf in einer Lichtverteilung variabel, d.h. unabhängig
von starren physikalischen Blenden, gestalten kann.
[0019] In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung sind
die zumindest zwei Scanner der Scaneinrichtung auf einer gemeinsamen Baueinheit vorgesehen,
wobei die gemeinsame Baueinheit insbesondere eine gemeinsame Kühleinheit und/oder
eine gemeinsame Elektronikeinheit für die Scanner und/oder eine gemeinsame mechanische
Einstelleinrichtung für einen Träger aufweist, auf dem die Scanner montiert sind.
Hierdurch wird ein einfacher Aufbau der Scaneinrichtung erreicht. Aufgrund der Verwendung
von mehreren Scannern ist ferner eine größere Spreizung der lokalen Temperaturlast
auf der Kühleinheit gewährleistet, was den Bauraum und das Gewicht der in der Kühleinheit
verwendeten Kühlelemente erheblich reduziert.
[0020] In einer weiteren Variante ist zumindest ein Scanner und insbesondere jeder der Scanner
der Scaneinrichtung als ein MEMS-Element ausgestaltet, das durch seinen mikromechanischen
Scanneraufbau eine besonders kompakte und robuste Ausführungsform mit hohen Ablenkgeschwindigkeiten
erlaubt. Insbesondere eignen sich diese Elemente für eine arrayförmige Anordnung auf
einem gemeinsamen Bauelement und können durch die Verteilung der Lichtströme auf mehrere
Einheiten auch für Hochleistungsanwendungen im Kraftfahrzeugbereich eingesetzt werden.
[0021] In einer weiteren Variante umfasst die Anzahl der Halbleiterdioden eine oder mehrere
und insbesondere ausschließlich Laserdioden. Hierdurch kann eine Lichtverteilung mit
sehr hoher lokaler Lichtstärke erzeugt werden. Die Laserdioden weisen vorzugsweise
eine jeweilige Maximalleistung von mindestens 1 W und insbesondere zwischen 1,5 und
5 W auf. Vorzugsweise wird die Anzahl der Halbleiterdioden zur Generierung der vorgegebenen
Lichtverteilung mit konstanter und insbesondere maximaler Leistung betrieben, wodurch
die Beleuchtungsvorrichtung besonders wirtschaftlich eingesetzt wird.
[0022] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Lichtquelle eine monochromatische
Lichtquelle, wobei ein Konvertierungselement zur Wandlung des Lichts der Lichtquelle
in Weißlicht vorgesehen ist. Solche Konvertierungselemente sind an sich aus dem Stand
der Technik bekannt. Beispielsweise kann bei blauen/violetten Laserdioden mit einer
Emissionswellenlänge von 450 nm/405 nm ein Phosphorkonvertierungselement aus Nitrid-Phosphor
oder Oxidnitrid-Phosphor oder Cerium-dotiertem YAG-Phosphor zur Generierung von Weißlicht
verwendet werden.
[0023] Das Konvertierungselement, welches insbesondere als Schicht ausgestaltet ist, kann
je nach Ausgestaltung der Erfindung an unterschiedlichen Positionen angeordnet sein.
In einer Variante ist das Konvertierungselement an einer Position angeordnet, an der
das Lichtbündel die Scaneinrichtung bereits passiert hat, z.B. in der oben genannten
Zwischenbildebene. Das Konvertierungselement kann jedoch auch an der Lichtquelle oder
zwischen Lichtquelle und Scaneinrichtung angeordnet sein. Im letzteren Fall ist das
Konvertierungselement an einer Position im Strahlengang des Lichtbündels angeordnet,
bevor das Lichtbündel auf die Scaneinrichtung fällt.
[0024] Je nach Anwendungsfall kann die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung verschiedene
Funktionalitäten übernehmen. In einer Ausführungsform umfasst die Beleuchtungsvorrichtung
einen Scheinwerfer. Ein Scheinwerfer zeichnet sich dadurch aus, dass er aktiv die
Umgebung des Fahrzeugs ausleuchtet. Gegebenenfalls kann die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung
auch eine Signalleuchte umfassen, welche sich dadurch auszeichnet, dass sie lediglich
zur Signalgebung für andere Verkehrsteilnehmer dient. Ebenso kann die erfindungsgemäße
Beleuchtungsvorrichtung eine Kombination aus Scheinwerfer und Signalleuchte sein.
[0025] In einer bevorzugten Variante ist die Beleuchtungsvorrichtung als Scheinwerfer derart
ausgestaltet, dass im Betrieb als vorgegebene Lichtverteilung eine Abblendlichtchara
kteristik und/oder eine Fernlichtcharakteristik generiert werden kann. Eine Abblendlichtcharakteristik
zeichnet sich durch eine scharfe Hell-Dunkel-Grenze aus, welche vorzugsweise unter
Verwendung der oben beschriebenen Blende erzeugt wird. Der im Bereich der Hell-Dunkel-Grenze
verwendete Scanner weist vorzugsweise eine hohe bzw. eine höhere örtliche Auflösung
als andere Scanner der Scaneinrichtung auf. Dies kann dadurch erreicht werden, dass
mit diesem Scanner ein Lichtspot mit kleinerer Größe als die Lichtspots der anderen
Scanner erzeugt wird.
[0026] Neben der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung betrifft die Erfindung ferner
ein Kraftfahrzeug, welches eine oder mehrere der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtungen
umfasst.
[0027] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten Figuren
detailliert beschrieben.
[0028] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer bekannten Beleuchtungsvorrichtung mit einem einzelnen
Scanner;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer Abwandlung der Beleuchtungsvorrichtung der Fig.
1 mit einer alternativen Blendenlage;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
mit mehreren Scannern; und
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer nicht erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung.
[0029] In Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer bekannten Beleuchtungsvorrichtung für ein
Kraftfahrzeug wiedergegeben. Bei der Beleuchtungsvorrichtung handelt es sich um einen
in einem Kraftfahrzeug (nicht gezeigt) verbauten Scheinwerfer. Die Beleuchtungsvorrichtung
umfasst eine Lichtquelle 1, mit der Weißlicht erzeugt wird, z.B. in der Form eines
Arrays aus mehreren Halbleiterdioden. Gegebenenfalls können als Lichtquelle auch monochromatische
Halbleiterdioden bzw. Laserdioden verwendet werden, wobei in diesem Fall zusätzlich
an einer geeigneten Stelle im Strahlengang des Lichts ein Konvertierungselement, z.B.
in der Form einer Phosphorschicht, zur Wandlung des monochromatischen Lichts in Weißlicht
vorgesehen ist. Als Position für das Konvertierungselement eignet sich insbesondere
die weiter unten beschriebene Zwischenbildebene Z.
[0030] Das Licht der Lichtquelle 1 wird über eine Kollimatorlinse 4 zu einem Lichtbündel
L kollimiert. Der Strahlengang des Lichtbündels der Fig. 1 und auch der Lichtbündel
der Fig. 2 bis Fig. 4 wird dabei durch drei Linien angedeutet. Das Lichtbündel L fällt
auf eine Scaneinrichtung 2, die in an sich bekannter Weise einen einzelnen 2D-Scanner
3 umfasst. Der Scanbereich des Scanners 3 in vertikaler Richtung in der Zwischenbildebene
Z ist dabei durch den Doppelpfeil P angedeutet. Der Scanner wird geeignet über eine
Ansteuereinheit (nicht gezeigt) angesteuert und lenkt das Lichtbündel zeitlich variierend
über einen Scanspiegel in horizontaler Richtung (d.h. senkrecht zur Blattebene) und
in vertikaler Richtung (d.h. in der Blattebene) ab. Dieses abgelenkte Lichtbündel
passiert eine Blende 6, welche in Fig. 1 senkrecht zu der optischen Achse O der Beleuchtungsvorrichtung
angeordnet ist. Mit dieser Blende wird der Verlauf einer Hell-Dunkel-Grenze festgelegt,
die für eine Abblendlichtcharakteristik des Scheinwerfers erforderlich ist. Dabei
verläuft die Hell-Dunkel-Grenze vom entfernten Ende des Fahrbahnrands zunächst horizontal
und erstreckt sich dann in der Nähe des Fahrbahnrands schräg nach oben. Die Beleuchtungsvorrichtung
umfasst ferner eine Austrittsoptik in der Form einer Linse 7, mit der eine Abbildung
der Zwischenbildebene Z in eine Lichtverteilung LV im Fernfeld der Beleuchtungsvorrichtung
auf der Straße generiert wird. Im Blendenbereich kann mit dieser Anordnung kein Licht
erzeugt werden, so dass in diesem Fall der Scanner nur eine variable Lichtverteilung
unterhalb der Hell/Dunkel-Grenze generieren kann.
[0031] In Fig. 2 ist im Wesentlichen die gleiche Beleuchtungsvorrichtung wie in Fig. 1 dargestellt,
nur mit dem Unterschied, dass die Blende 6 nunmehr horizontal (d.h. entlang der optischen
Achse O) angeordnet ist und der Scanbereich eine größere vertikale Ausdehnung aufweist.
Eine horizontale Blendenanordnung ermöglicht es, mit dem Scanner sowohl verschiedene
Abblendlichtverteilungen als auch verschiedene Fernlichtverteilungen bzw. beliebige
Kombinationen daraus zu generieren. Zur Generierung einer Abblendlichtcharakteristik
scannt der Scanner im Wesentlichen nur in dem Scanbereich oberhalb der Blende 6, wodurch
im Fernfeld über die optische Abbildung durch die Linse 7 eine Lichtverteilung unterhalb
des Verlaufs der Blende generiert wird. Beim Anschalten des Fernlichts wird im Wesentlichen
im gesamten Scanbereich P gescannt, so dass in einem wesentlich größeren vertikalen
Bereich eine Lichtverteilung generiert wird. Dabei besteht jedoch das Problem, dass
ein Schattenwurf im Bereich der Blende 6 erzeugt wird, der durch die Schattenzone
SZ in Fig. 2 verdeutlicht ist. Es treten somit in der Lichtverteilung des Fernlichtes
unerwünschte Abschattungen auf. Solche Abschattungen können mit der im Folgenden beschriebenen
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung vermieden werden.
[0032] Fig. 3 zeigt in Seitenansicht eine schematische Darstellung einer Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung. Große Teile der Beleuchtungsvorrichtung
der Fig.3 entsprechen der Fig. 1 bzw. Fig. 2, wobei für die Bezeichnung gleicher Komponenten
in beiden Figuren die gleichen Bezugszeichen verwendet wurden. In Analogie zu Fig.
2 umfasst die Beleuchtungsvorrichtung der Fig. 3 eine Lichtquelle 1 in der Form eines
Arrays von Halbleiterdioden, welche Weißlicht generieren. Wie in Fig. 1 bzw. Fig.
2 können gegebenenfalls auch monochromatische Halbleiterdioden bzw. Laserdioden verwendet
werden, wobei in diesem Fall wiederum ein entsprechendes Konvertierungselement im
Strahlengang anzuordnen ist. Das Licht der Lichtquelle 1 gelangt über eine Eintrittsoptik,
welche eine Sammellinse 4 sowie ein Linsenarray aus zwei Linsen 5 umfasst, zu einer
Scaneinrichtung 2. Der wesentliche Unterschied zwischen der Vorrichtung der Fig. 2
und der Vorrichtung der Fig. 3 besteht dabei darin, dass gemäß Fig. 3 über die Eintrittsoptik
zwei separate Lichtbündel L und L' erzeugt werden und die Scaneinrichtung 2 separat
ansteuerbare Scanner 3 und 3' mit entsprechenden Scanspiegeln umfasst, auf welche
jeweils eines der Lichtbündel L bzw. L' fällt. Die beiden Scanner sind unabhängig
voneinander betreibbar, d.h. die jeweiligen Lichtbündel können unabhängig voneinander
abgelenkt werden. Die beiden Scanner 3 und 3' sind wiederum 2D-Scanner, welche das
jeweilige Lichtbündel in horizontaler und vertikaler Richtung verschwenken können.
Vorzugsweise werden als Scanner sog. Vektorscanner verwendet, mit denen - im Gegensatz
zu Zeilenscannern - die Scangeschwindigkeit bzw. die Scanrichtung und damit die Ablenkung
des jeweiligen Lichtbündels frei variiert werden kann. Dies ermöglicht eine große
Freiheit in der Generierung von gewünschten Lichtverteilungen.
[0033] In der Ausführungsform der Fig. 3 sind die beiden separaten Scanner auf einer gemeinsamen
Baueinheit angeordnet, welche schematisch durch das Bezugszeichen 201 angedeutet ist.
Über die gemeinsame Baueinheit wird dabei ein gemeinsamer Kühler für die reflektierenden
Scanspiegel gebildet. Ebenso kann eine gemeinsame Elektronik für die Scanner verwendet
werden, wobei jedoch die Ansteuerung durch diese gemeinsame Elektronik separat für
die einzelnen Scanner erfolgt. Darüber hinaus kann gegebenenfalls eine gemeinsame
mechanische Einstelleinrichtung zur Grobjustage der Scanner verwendet werden. Diese
Einstelleinrichtung kann die Lage eines gemeinsamen Trägers verstellen, auf dem die
Scanner angeordnet sind.
[0034] In Analogie zur Ausführungsform der Fig. 2 umfasst die Beleuchtungsvorrichtung der
Fig. 3 eine Blende 6, die sich parallel zur optischen Achse (nicht aus Fig. 2 ersichtlich)
erstreckt und im Bereich der Zwischenbildebene Z angeordnet ist. Die Blende erzeugt
wiederum eine Hell-Dunkel-Grenze für eine Abblendlichtcharakteristik des Scheinwerfers.
Die Zwischenbildebene wird wiederum über eine Austrittsoptik 7 in der Form einer Linse
in die Lichtverteilung LV auf der Straße gewandelt. In der Ausführungsform der Fig.
2 liegt der Scanbereich des Scanners 3 unterhalb der Blende 6, was durch den Doppelpfeil
P1 angedeutet ist. Demgegenüber liegt der Scanbereich des Scanners 3' oberhalb der
Blende 6, was durch den Doppelpfeil P2 angedeutet ist. Zur Generierung einer Abblendlichtverteilung
wird dabei im Wesentlichen nur der Scanner 3' verwendet, der die Abblendlichtcharakteristik
mit Hilfe der Blende 6 generiert. Beim Zuschalten von Fernlicht wird ferner der Scanner
3 in Betrieb genommen, so dass auch horizontal weiter oben liegende Bereiche ausgeleuchtet
werden. Durch die separaten Scanbereiche der beiden Scanner 3 und 3' wird dabei ein
totaler Schattenwurf vermieden, der bei der Verwendung eines einzelnen Scanners in
der Vorrichtung der Fig. 2 auftritt.
[0035] In einer Abwandlung der Ausführungsform der Fig. 1 können zur Erreichung einer guten
Lichtausbeute die Scanbereiche P1 und P2 der beiden Scanner 3 bzw. 3' auch überlappen.
Zum Beispiel kann bei der Erzeugung einer Abblendlichtcharakteristik der Scanner 3'
nur in der unmittelbaren Umgebung oberhalb der Blende 6 scannen, wohingegen der Scanner
3 den restlichen Bereich oberhalb der Blende ausleuchtet. Demgegenüber arbeiten bei
der Generierung einer Fernlichtverteilung beide Scanner 3 und 3' in einem Scanbereich
sowohl oberhalb als auch unterhalb der Blende.
[0036] Fig. 4 zeigt eine Abwandlung der Ausführungsform der Fig. 3. Dabei überlappen die
Scanbereiche P1 und P2 der Scanner 3 bzw. 3'. Ferner wird durch die Verwendung von
unterschiedlichen Linsen 5 und 5' in der Eintrittsoptik die Generierung von Lichtverteilungen
mit unterschiedlicher Spotgröße erreicht. Insbesondere wird durch den Scanner 3' ein
Lichtspot SP2 in der Zwischenbildebene Z und damit auch in der Lichtverteilung LV
erzeugt, der wesentlich größer als der mit dem Scanner 3 erzeugte Lichtspot SP1 ist.
Darüber hinaus wurde in der Ausführungsform der Fig. 4 die Blende weggelassen, wobei
die Blendenposition aus Fig. 3 noch durch die Linie L" angedeutet ist. Zur Erzeugung
einer Hell-Dunkel-Grenze in der Abblendlichtverteilung wird nunmehr der Spot SP1 verwendet,
der im Bereich der früheren Position der Blende scannt. Aufgrund der kleiner Größe
des Spots SP1 kann hierdurch eine scharfe Hell-Dunkel-Grenze auch ohne Blende generiert
werden.
[0037] Neben dem Vorteil der Vermeidung einer Abschattung weisen die Beleuchtungsvorrichtung
gemäß den oben beschriebenen Ausführungsformen weitere Vorteile auf. Insbesondere
kann bei der Verwendung von mehreren Scannern die Ablenkfrequenz zur Erreichung der
gleichen räumlichen Auflösung bzw. des gleichen Helligkeitsgradienten der Lichtverteilung
herabgesetzt werden. Durch die verminderte Ablenkfrequenz werden dabei störende Scaneffekte,
wie z.B. der Stroboskop-Effekt, vermieden. Darüber hinaus wird durch Integration der
mehreren Scanner auf einer gemeinsamen Baueinheit sowie durch die Nutzung einer gemeinsamen
Eintritts- bzw. Austrittsoptik ein einfacher Aufbau der Beleuchtungseinrichtung gewährleistet.
Ferner kann die erreichbare Abtastrate durch die Verwendung von mehreren Scannern
erhöht werden. Dies kann durch Aufteilung des Beleuchtungsfelds in mehrere separate
Scanbereiche erreicht werden, wie in Fig. 3 und Fig. 4 angedeutet ist. Die Erhöhung
der Abtastrate kann gegebenenfalls jedoch auch über die Mehrfachabtastung eines gemeinsamen
Scanfelds realisiert werden.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 1
- Lichtquelle
- 2
- Scaneinrichtung
- 201
- Baueinheit
- 3,3'
- Scanner
- 4
- Sammellinse
- 5,5'
- Linsenarray
- 6
- Blende
- 7
- Austrittsoptik
- P, P1, P2
- Scanbereiche
- L, L'
- Lichtbündel
- L"
- Blendenposition
- SZ
- Schattenzone
- LV
- Lichtverteilung
- Z
- Zwischenbildebene
- O
- optische Achse
1. Beleuchtungsvorrichtung für ein Kraftfahrzeug, umfassend eine Lichtquelle (1) aus
einer Anzahl von Halbleiterdioden sowie eine S caneinrichtung (2), auf welche Licht
der Lichtquelle (1) fällt und welche im Betrieb der Beleuchtungsvorrichtung eine zeitlich
variierende Ablenkung des einfallenden Lichts der Lichtquelle (1) und hierdurch eine
vorgegebene Lichtverteilung (LV) in einem Abstand von der Beleuchtungsvorrichtung
erzeugt, wobei die Scaneinrichtung (2) zumindest zwei getrennt ansteuerbare Scanner
(3, 3') umfasst, auf welche jeweils ein separates, aus dem Licht der Lichtquelle (1)
erzeugtes Lichtbündel (L, L') fällt, dessen Ablenkung durch den jeweiligen Scanner
(3, 3') zeitlich variiert wird,
dadurch gekennzeichnet dass im Strahlengang der Lichtbündel (L, L') nach Ablenkung durch die Scaneinrichtung
(2) eine Blende (6) angeordnet ist, wobei die Blende (6) eine Unterteilung einer Bildebene
in zwei Bereiche bewirkt, wobei in zumindest einer Betriebsart der Beleuchtungsvorrichtung
ein Teil der Scanner (3) der Scaneinrichtung (2) ausschließlich zur Ablenkung von
Lichtbündeln (L) in einem Bereich auf einer Seite der Blende (6) und der andere Teil
der Scanner (3) der Scaneinrichtung (2) ausschließlich zur Ablenkung von Lichtbündeln
(L') in einem Bereich auf der anderen Seite der Blende (6) vorgesehen ist.
2. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einer oder mehrere der Scanner (3, 3') und insbesondere alle Scanner (3, 3') der
Scaneinrichtung (2) jeweils eine zweidimensionale Scaneinheit und/oder eine Vektor-Scaneinheit
umfassen.
3. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungsvorrichtung zumindest eine Eintrittsoptik (4, 5) für das Licht der
Lichtquelle (1) umfasst, wobei im Betrieb der Beleuchtungsvorrichtung über die zumindest
eine Eintrittsoptik (4, 5) die separaten Lichtbündel (L, L') erzeugt werden.
4. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine gemeinsame Eintrittsoptik (4, 5) zur Erzeugung aller separater Lichtbündel (L',
L") vorgesehen ist.
5. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittsoptik ein Linsenarray mit unterschiedlichen Linsen (5, 5') umfasst,
das derart ausgestaltet ist, dass die separaten Lichtbündel (L, L') Lichtspots unterschiedlicher
Größe in der vorgegebenen Lichtverteilung (LV) generieren.
6. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die durch die zumindest zwei Scanner (3, 3') abgelenkten Lichtbündel (L, L')
zumindest eine Austrittsoptik (7) vorgesehen ist, über welche als Abbildung die vorgegebene
Lichtverteilung (LV) generiert wird.
7. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine gemeinsame Austrittsoptik (7) für alle abgelenkten Lichtbündel (L', L") vorgesehen
ist.
8. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer oder mehrere der Scanner (3, 3') der Scaneinrichtung (2) jeweils einen separaten
Bereich der vorgegebenen Lichtverteilung (LV) generieren und/oder dass zumindest zwei
Scanner (3, 3') überlappende Bereiche der vorgegebenen Lichtverteilung (LV) generieren.
9. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Blende (6) eine Hell-Dunkel-Grenze in der vorgegebenen Lichtverteilung (LV)
generiert wird.
10. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Blende (6) im Wesentlichen parallel zu einer, durch den Strahlengang der
Lichtbündel (L, L') vorgegebenen optischen Achse (O) erstreckt.
11. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einer Betriebsart der Beleuchtungsvorrichtung zumindest ein Scanner
(3, 3') ausschließlich zur Generierung der Lichtverteilung an einer Hell-Dunkel-Grenze
vorgesehen ist.
12. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest zwei Scanner (3, 3') der Scaneinrichtung (2) auf einer gemeinsamen
Baueinheit (201) vorgesehen sind, wobei die gemeinsame Baueinheit (201) insbesondere
eine gemeinsame Kühleinheit und/oder eine gemeinsame Elektronikeinheit für die Scanner
(3, 3') und/oder eine gemeinsame mechanische Einstelleinrichtung für einen Träger
aufweist, auf dem die Scanner (3, 3') montiert sind.
13. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Scanner (3, 3') und insbesondere jeder der Scanner als ein MEMS-Element
ausgestaltet ist.
14. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Halbleiterdioden der Lichtquelle (1) eine oder mehrere Laserdioden
umfasst.
15. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (1) monochromatisches Licht erzeugt und ein Konvertierungselement
zur Wandlung des Lichts der Lichtquelle (1) in Weißlicht vorgesehen ist.
16. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungsvorrichtung (1) eine Signalleuchte und/oder einen Scheinwerfer umfasst.
17. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleucht ungsvorrichtung (1) einen Scheinwerfer umfasst und derart ausgestaltet
ist, dass im Betrieb als vorgegebene Lichtverteilung (LV) eine Abblendlichtcharakteristik
und/oder eine Fernlichtcharakteristik generiert wird.
18. Kraftfahrzeug, umfassend eine Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
1. An illumination device for a motor vehicle, comprising a light source (1) formed of
a number of semiconductor diodes, and also a scanning means (2) onto which light from
the light source (1) falls and which during operation of the illumination device produces
a deflection of the incident light from the light source (1) which varies over time
and thereby a specified light distribution (LV) at a distance from the illumination
device, wherein the scanning means (2) comprises at least two separately actuatable
scanners (3, 3') onto which in each case a separate light beam (L, L') produced from
the light of the light source (1) falls, the deflection of which beam is varied over
time by the respective scanner (3, 3'),
characterised in that a stop (6) is arranged in the optical path of the light beams (L, L') after deflection
by the scanning means (2), the stop (6) bringing about a subdivision of an image plane
into two regions, with in at least one operating mode of the illumination device one
part of the scanners (3) of the scanning means (2) being provided exclusively for
deflection of light beams (L) in a region on one side of the stop (6), and the other
part of the scanners (3) of the scanning means (2) being provided exclusively for
deflection of light beams (L') in a region on the other side of the stop (6).
2. An illumination device according to Claim 1, characterised in that one or more of the scanners (3, 3') and especially all the scanners (3, 3') of the
scanning means (2) comprise in each case a two-dimensional scanning unit and/or a
vector scanning unit.
3. An illumination device according to Claim 1 or Claim 2, characterised in that the illumination device comprises at least one entry optical means (4, 5) for the
light from the light source (1), wherein the separate light beams (L, L') are produced
during operation of the illumination device via the at least one entry optical means
(4, 5).
4. An illumination device according to Claim 3, characterised in that a common entry optical means (4, 5) is provided for producing all the separate light
beams (L', L").
5. An illumination device according to one of the preceding claims, characterised in that the entry optical means comprises a lens array with different lenses (5, 5'), which
is configured such that the separate light beams (L, L') generate light spots of different
sizes in the specified light distribution (LV).
6. An illumination device according to one of the preceding claims, characterised in that at least one exit optical means (7) is provided for the light beams (L, L') deflected
by the at least two scanners (3, 3'), by means of which optical means the specified
light distribution (LV) is generated as an image.
7. An illumination device according to Claim 6, characterised in that a common exit optical means (7) is provided for all the deflected light beams (L',
L").
8. An illumination device according to one of the preceding claims, characterised in that one or more of the scanners (3, 3') of the scanning means (2) generate(s) in each
case a separate region of the specified light distribution (LV) and/or in that at least two scanners (3, 3') generate overlapping regions of the specified light
distribution (LV).
9. An illumination device according to one of the preceding claims, characterised in that a light/dark boundary is generated in the specified light distribution (LV) with
the stop (6).
10. An illumination device according to one of the preceding claims, characterised in that the stop (6) extends substantially parallel to an optical axis (O) specified by the
optical path of the light beams (L, L').
11. An illumination device according to one of the preceding claims, characterised in that in at least one operating mode of the illumination device at least one scanner (3,
3') is provided exclusively to generate the light distribution at a light/dark boundary.
12. An illumination device according to one of the preceding claims, characterised in that the at least two scanners (3, 3') of the scanning means (2) are provided on a common
structural unit (201), the common structural unit (201) having especially a common
cooling unit and/or a common electronic unit for the scanners (3, 3') and/or a common
mechanical setting means for a support on which the scanners (3, 3') are mounted.
13. An illumination device according to one of the preceding claims, characterised in that at least one scanner (3, 3') and especially each of the scanners is configured as
a MEMS element.
14. An illumination device according to one of the preceding claims, characterised in that the number of semiconductor diodes of the light source (1) comprises one or more
laser diode(s).
15. An illumination device according to one of the preceding claims, characterised in that the light source (1) produces monochromatic light and a converting element for converting
the light from the light source (1) into white light is provided.
16. An illumination device according to one of the preceding claims, characterised in that the illumination device (1) comprises an indicator light and/or a headlight.
17. An illumination device according to one of the preceding claims, characterised in that the illumination device (1) comprises a headlight and is configured such that in
operation a dipped-headlight characteristic and/or a main-beam characteristic is generated
as specified light distribution (LV).
18. A motor vehicle, comprising an illumination device according to one of the preceding
claims.
1. Dispositif d'éclairage destiné à un véhicule comprenant une source de lumière (1)
constituée par un ensemble de diodes semi-conductrices ainsi qu'un dispositif de balayage
(2) sur lequel tombe la lumière provenant de la source de lumière (1), et qui permet
d'obtenir lors du fonctionnement du dispositif d'éclairage une déviation variable
dans le temps de la lumière incidente provenant de la source de lumière (1) et par
suite une distribution prédéfinie (LV) de la lumière à distance du dispositif d'éclairage,
le dispositif de balayage (2) comprenant au moins deux scanners (3, 3') pouvant être
commandés séparément sur lesquels tombe respectivement un faisceau de lumière (L,
L') séparé obtenu à partir de la lumière provenant de la source de lumière (1) et
dont la déviation par le scanner (3, 3') respectif varie dans le temps,
caractérisé en ce qu'
un diaphragme (6) est monté dans le chemin optique du faisceau de lumière (L, L'),
après la déviation par le dispositif de balayage (2), le diaphragme (6) subdivisant
un plan image en deux zones, dans au moins un mode de fonctionnement du dispositif
d'éclairage une partie du scanner (3) du dispositif de balayage (2) étant exclusivement
prévu pour dévier des faisceaux de lumière (L) dans une zone située d'un côté du diaphragme
(6), et l'autre partie du scanner (3) du dispositif de balayage (2) étant exclusivement
prévue pour dévier des faisceaux de lumière (L') dans une zone située de l'autre côté
du diaphragme (6).
2. Dispositif d'éclairage conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
au moins l'un des scanners (3, 3') et en particulier tous les scanners (3, 3') du
dispositif de balayage (2) comporte(nt) respectivement une unité de balayage bidimensionnelle
et/ou une unité de balayage vectorielle.
3. Dispositif d'éclairage conforme à la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'
il comporte au moins une optique d'entrée (4, 5) de la lumière provenant de la source
de lumière (1), et lors du fonctionnement du dispositif d'éclairage, les faisceaux
de lumière (L, L') séparés sont obtenus par l'intermédiaire de l'optique d'entrée
(4, 5).
4. Dispositif d'éclairage conforme à la revendication 3,
caractérisé en ce qu'
il est prévu une optique d'entrée (4, 5) commune pour permettre d'obtenir tous les
faisceaux de lumière séparés (L', L").
5. Dispositif d'éclairage conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'optique d'entrée comporte un réseau de lentilles comprenant des lentilles (5, 5')
différentes qui est réalisé de sorte que les faisceaux de lumière séparés (L, L')
génèrent des spots de lumière de différentes grandeurs dans la distribution de la
lumière (LV) prédéfinie.
6. Dispositif d'éclairage conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
pour les faisceaux de lumière (L, L') déviés par les scanners (3, 3') qui sont au
moins au nombre de deux, il est prévu au moins une optique de sortie (7) par l'intermédiaire
de laquelle la distribution de la lumière (LV) prédéfinie est générée en tant qu'image.
7. Dispositif d'éclairage conforme à la revendication 6,
caractérisé en ce qu'
il est prévu une optique de sortie commune (7) pour tous les faisceaux de lumière
(L', L") déviés.
8. Dispositif d'éclairage conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
au moins l'un des scanners (3, 3') du dispositif de balayage (2) génère respectivement
une zone séparée de la distribution de la lumière prédéfinie (LV), et/ou au moins
deux scanners (3, 3') génèrent des zones se chevauchant de la distribution de la lumière
(LV) prédéfinie.
9. Dispositif d'éclairage conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le diaphragme (6) permet de générer une limite clair-obscur dans la distribution de
la lumière (LV) prédéfinie.
10. Dispositif d'éclairage conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le diaphragme (6) s'étend essentiellement parallèlement à l'axe optique (O) prédéfini
par le chemin optique du faisceau de lumière (L, L').
11. Dispositif d'éclairage conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
dans au moins un mode de fonctionnement du dispositif d'éclairage au moins un scanner
(3, 3') est exclusivement prévu pour générer la distribution de la lumière au niveau
de la limite clair-obscur.
12. Dispositif d'éclairage conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les scanners (3, 3') qui sont au moins au nombre de deux du dispositif de balayage
(2) sont montés sur une unité commune (201), et cette unité commune (201) comporte
en particulier une unité de refroidissement commune et/ou une unité électronique commune
pour les scanners (3, 3') et/ou une installation de réglage mécanique commune d'un
support sur lequel sont montés les scanners (3, 3').
13. Dispositif d'éclairage conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
au moins un scanner (3, 3') et en particulier chacun des scanners est réalisé sous
la forme d'un élément MEMS.
14. Dispositif d'éclairage conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
les diodes semi-conductrices de la source de lumière (1) comprennent une ou plusieurs
diode(s) laser.
15. Dispositif d'éclairage conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la source de lumière (1) émet une lumière monochromatique et il est prévu un élément
de conversion permettant de transformer la lumière de la source de lumière (1) en
lumière blanche.
16. Dispositif d'éclairage conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
il est constitué par un feu de signalisation et/ou par un phare.
17. Dispositif d'éclairage conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
il est constitué par un phare réalisé de façon à générer lors du fonctionnement, en
tant que distribution de la lumière (LV) prédéfinie une caractéristique de lumière
de croisement et/ou une caractéristique de feu de route.
18. Véhicule comprenant un dispositif d'éclairage conforme à l'une des revendications
précédentes.
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