[0001] Die Erfindung betrifft das Schutzbeschichten eines Werkstücks mit Nickel.
[0002] Bei dem Werkstück kann es sich beispielsweise um ein metallisches Werkstück handeln,
welches mit der Schutzbeschichtung vor Korrosion geschützt werden soll.
[0003] Aus der
CA 1 255 620 A1 ist ein Nickel-Schichtsystem zur Korrosionsschutzbeschichtung bekannt, bei dem auf
einer inneren Nickel-Schicht mit einem reduzierten Schwefelgehalt eine schwefelhaltige
Nickel-Schicht und auf dieser eine weitere Nickel-Schicht angeordnet ist. Auf dieses
Drei-Schicht-System ist dann ein konventioneller Chromüberzug aufgebracht.
[0004] In der
US 3,528,894 A wird ein Verfahren zum Abscheiden einer Nickel-Schicht beschrieben, die unter hoher
Zugspannung stehen und so einen anschließend darauf abgeschiedenen, konventionellen
Chromüberzug aufreißen soll. Die Nickel-Schicht hoher Zugspannung ist Teil eines Verbunds
aus drei Nickel-Schichten.
[0005] Die
DE 19 900 715 A1 beschäftigt sich mit der Reinigung und Filtration von elektrolytlösungen, insbesondere
mit Blick auf die Reststoffentsorgung.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein vorteilhaftes Verfahren
zum Schutzbeschichten eines Werkstücks anzugeben.
[0007] Erfindungsgemäß löst diese Aufgabe ein Verfahren gemäß Anspruch 1.
[0008] Bevorzugte Ausführungsformen finden sich in den abhängigen Ansprüchen und der vorliegenden
Beschreibung, wobei in der Darstellung nicht immer im Einzelnen zwischen Verfahrens-
bzw. Verwendungsaspekten und Vorrichtungsmerkmalen unterschieden wird.
[0009] Maßgeblich ist also, dass das erste Bad frei von schwefelhaltigen Zusätzen ist, was
eine schwefelfreie erste Nickel-Schicht ergibt. Demgegenüber weist die dann auf dieser
abgeschiedene zweite Nickel-Schicht Schwefel auf; der Erfinder hat zwischen der ersten
und der zweiten Nickel-Schicht eine Potenzialdifferenz von mehr als 160 mV beobachtet.
[0010] Diese dann noch mit der Deckschicht, einer Schwarzchromschicht, versehene Schutzbeschichtung
zeigt beispielsweise in Salzsprühtests eine überraschend gute Korrosionsbeständigkeit.
Entsprechend schutzbeschichtete Werkstücke können in einem Salzsprühtest sogar bis
zu 1000 Stunden ausfallfrei erreichen (zum Vergleich: die Beanspruchungsstufe 3 entspricht
96 h Salzsprühtest, die Beanspruchungsstufe 4 144 h). Wie bereits eingangs erwähnt,
handelt es sich bei dem Werkstück vorzugsweise um ein metallisches Werkstück, etwa
aus einem Leichtmetall bzw. einer Leichtmetalllegierung, beispielsweise auf Aluminium-Basis,
etwa um Aluminium, oder aus einem Eisen- bzw. Stahlwerkstoff, beispielsweise aus nicht
rostfreiem Stahl. Im Allgemeinen kann das Werkstück an sich indes beispielsweise auch
aus einem nicht leitenden Kunststoffmaterial vorgesehen sein, das mit einem Metallüberzug
versehen ist, der dann erfindungsgemäß schutzbeschichtet wird.
[0011] Sowohl die erste als auch die zweite Nickel-Schicht werden in einem Bad auf Nickelsulfat-Basis
abgeschieden, es wird also jedenfalls ein Teil der Nickel-Ionen in dem Bad von Nickelsulfat
(NiSO
4) zur Verfügung gestellt. Das erste Bad ist frei von schwefelhaltigen Zusätzen, wobei
das Sulfat außer Betracht bleibt. Das erste Bad weist also Sulfat- und Nickel-Ionen
auf, jedoch von dem Sulfat abgesehen keinen weiteren schwefelhaltigen Bestandteil
(ist also frei davon).
[0012] Demgegenüber weist das zweite Bad einen schwefelhaltigen Zusatz auf, wobei das Sulfat
wiederum außer Betracht bleibt. In anderen Worten weist das zweite Bad also Nickel-
und Sulfat-Ionen sowie zusätzlich einen schwefelhaltigen Zusatz auf, der von dem Sulfat
verschieden ist.
[0013] Der Erfinder hat festgestellt, dass die entsprechend (schwefelfrei) abgeschiedene
erste Nickel-Schicht eher unregelmäßig aufwächst, beispielsweise mit einer kolumnaren
Struktur. Es kann also beispielsweise sein, dass sich aufgrund eines unregelmäßigen
Wachstums der ersten Nickel-Schicht eine Schutzbeschichtung ergibt, die dann auch
im Gesamten eine nicht ebene Oberfläche hat. Insbesondere die erste Nickel-Schicht
kann von ihrer Charakteristik her nicht-einebnend sein. Dies kann zwar beispielsweise
in dekorativer Hinsicht nachteilig sein, allerdings zeigt ein entsprechendes Schutzschichtsystem
eben eine ausgesprochen gute Korrosionsbeständigkeil.
[0014] Das erste und das zweite Bad sind beide auf Wässer-Basis vorgesehen, es handelt sich
also jeweils um eine wässrige Lösung der nachstehend weiter im Detail genannten Ionen.
Soweit also vorliegend davon die Rede ist, dass ein Bad ausschließlich aus gewissen
Bestandteilen besteht, bezieht sich dies auf diese Bestandteile in wässriger Lösung
und wird das Wasser als Bestandteil nicht immer nochmals eigens angeführt.
[0015] Erfindungsgemäß wird das erste Bad, um eine entsprechend hochreine erste Nickel-Schicht
zu erhalten, während der galvanischen Abscheidung (während des Aufbringens der ersten
Nickel-Schicht) gefiltert, vorzugsweise mittels eines Aktivkohlefilters. So können
beispielsweise organische Verunreinigungen entfernt werden. Das erste Bad wird idealerweise
fortwährend durch den Filter gepumpt, vorzugsweise durch einen Filter mit Aktivkohle(platten).
[0016] Der Durchfluss durch den Filter wird bevorzugt so gewählt, dass das erste Bad in
einer Stunde mindestens 3-mal, in dieser Reihenfolge zunehmend bevorzugt mindestens
5-mal, 7-mal bzw. 9-mal, umgewälzt wird. Mögliche Obergrenzen können beispielsweise
bei einem höchstens 30-, 25-, 20-, 15-, 13- bzw. 11-maligen Umwälzen pro Stunde liegen.
Das "Umwälzen" meint, dass das x-fache Volumen (entsprechend dem x-maligen Umwälzen)
des ersten Bades in einer Stunde durch den Filter gepumpt wird, also eben ein entsprechender
Durchfluss eingestellt ist.
[0017] Vorzugsweise werden eine Vielzahl Chargen nacheinander in dem ersten Bad beschichtet
und wird das erste Bad währenddessen kontinuierlich gefiltert, vorzugsweise auch zwischen
den Chargen. Je Charge können dann selbstverständlich auch mehrere Werkstücke vorgesehen
sein, können also mehrere Werkstücke parallel beschichtet werden.
[0018] Ebenfalls hinsichtlich einer hochreinen ersten Nickel-Schicht ist erfindungsgemäß
eine Reinigung des ersten Bades vor der galvanischen Abscheidung vorgesehen, wobei
ein Metallteil (als Reinigungsteil) in das erste Bad eingebracht und bestromt wird.
So können beispielsweise metallische Verunreinigungen aus dem ersten Bad entfernt
werden, die beispielsweise bei der Beschichtung der vorhergehenden Charge eingebracht
worden sein können. Die Stromdichte auf dem Reinigungs-Metallteil beträgt vorzugsweise
mindestens 0,05 A/dm
2, besonders bevorzugt mindestens 0,08 A/dm
2, und mögliche Obergrenzen liegen beispielsweise bei höchstens 0,2 A/dm
2, vorzugsweise höchstens 0,15 A/dm
2, besonders bevorzugt höchstens 0,12 A/dm
2 (eine Obergrenze kann auch unabhängig von einer Untergrenze von Interesse sein, und
umgekehrt).
[0019] Diese Reinigung mit dem Reinigungs-Metallteil muss nicht vor jeder Charge erfolgen,
sondern es können vorzugsweise immer eine Vielzahl Chargen nacheinander ohne Reinigung
dazwischen beschichtet werden und eine Reinigung vor diesen Vielzahl Chargen und eine
weitere dann danach, vor einer weiteren Vielzahl Chargen erfolgen.
[0020] Vor dem Einbringen in das erste Bad wird das Werkstück in bevorzugter Ausgestaltung
chemisch vorvernickelt, besonders bevorzugt ein Werkstück auf Aluminium-Basis.
[0021] Die erste Nickel-Schicht hat vorzugsweise eine Dicke von mindestens 5 µm, in dieser
Reihenfolge zunehmend bevorzugt mindestens 6 µm, 7 µm, 8 µm, 9 µm, 10 µm, 11 µm, 12
µm bzw. 13 µm, davon unabhängige, bevorzugte Obergrenzen liegen beispielsweise bei
in dieser Reihenfolge zunehmend bevorzugt höchstens 20 µm, 19 µm, 18 µm bzw. 17 µm.
Das Vorsehen einer Untergrenze kann im Allgemeinen auch unabhängig vom Vorsehen einer
Obergrenze offenbart sein, und umgekehrt.
[0022] Die zweite Nickel-Schicht hat vorzugsweise eine Dicke von mindestens 5 µm, in dieser
Reihenfolge zunehmend bevorzugt mindestens 6 µm, 7 µm, 8 µm, 9 µm, 10 µm, 11 µm, 12
µm bzw. 13 µm; bevorzugte Obergrenzen liegen beispielsweise bei in dieser Reihenfolge
zunehmend bevorzugt höchstens 20 µm, 19 µm, 18 µm bzw. 17 µm. Auch in diesem Fall
kann das Vorsehen einer Obergrenze im Allgemeinen auch unabhängig vom Vorsehen einer
Untergrenze bevorzugt sein, und umgekehrt.
[0023] In bevorzugter Ausgestaltung liegt im Falle der ersten und/oder der zweiten Nickel-Schicht
die Stromdichte bei der galvanischen Abscheidung auf dem Werkstück bei mindestens
0,1 A/dm
2, vorzugsweise mindestens 0,3 A/dm
2, besonders mindestens 0,4 A/dm
2. Vorteilhafte Obergrenzen können beispielsweise bei in dieser Reihenfolge zunehmend
bevorzugt höchstens 2 A/dm
2, 1,8 A/dm
2, 1,6 A/dm
2, 1,4 A/dm
2, 1,2 A/dm
2, 1 A/dm
2, 0,8 A/dm
2 bzw. 0,6 A/dm
2 liegen. Das Vorsehen einer Obergrenze soll im Allgemeinen wiederum auch unabhängig
vom Vorsehen einer Untergrenze offenbart sein, und umgekehrt.
[0024] In bevorzugter Ausgestaltung ist der schwefelhaltige Zusatz in dem zweiten Bad ein
Glanzzusatz, also ein sogenannter Glanzbildner, wobei Saccharin als Glanzzusatz besonders
bevorzugt ist. Andererseits ist das erste Bad entsprechend frei von Saccharin bzw.
schwefelhaltigen Glanzzusätzen bzw. bevorzugt von Glanzzusätzen generell.
[0025] In dem zweiten Bad liegt der Glanzzusatz, vorzugsweise das Saccharin, in bevorzugter
Ausgestaltung mit einer Konzentration von mindestens 2,5 g/l, vorzugsweise mindestens
3,5 g/l, besonders bevorzugt mindestens 4 g/l, vor. Vorteilhafte Obergrenzen können
beispielsweise bei höchstens 15 g/l, in dieser Reihenfolge zunehmend bevorzugt höchstens
13 g/l, 11 g/l, 9 g/l, 7 g/l bzw. 6 g/l, liegen (das Vorsehen einer Obergrenze soll
wiederum im Allgemeinen auch unabhängig vom Vorsehen einer Untergrenze offenbart sein,
und umgekehrt).
[0026] In dem zweiten Bad liegt die Nickel-Konzentration vorzugsweise bei mindestens 40
g/l, weiter bevorzugt bei mindestens 50 g/l bzw. 60g/l, besonders bevorzugt bei mindestens
65 g/l. Vorteilhafte Obergrenzen können beispielsweise bei in dieser Reihenfolge zunehmend
bevorzugt höchstens 150 g/l, 130 g/l, 110 g/l, 90 g/l, 80 g/l bzw. 75 g/l liegen (das
Vorsehen einer Obergrenze soll im Allgemeinen wiederum auch unabhängig vom Vorsehen
einer Untergrenze offenbart sein, und umgekehrt). Diese Angaben beziehen sich auf
die Nickel-Ionen in dem Bad, die also zumindest anteilig von dem Nickelsulfat zur
Verfügung gestellt werden.
[0027] Vorzugsweise werden die Nickel-Ionen in dem zweiten Bad nicht nur durch das Nickelsulfat,
sondern zusätzlich auch von Nickelchlorid (NiCl
2) zur Verfügung gestellt, wobei die Chlorid-Konzentration (der Chlorid-Ionen) vorzugsweise
mindestens 10 g/l, weiter bevorzugt mindestens 15 g/l, besonders bevorzugt mindestens
20 g/l, betragen soll. Vorteilhafte Obergrenzen können beispielsweise bei höchstens
50 g/l, vorzugsweise höchstens 40 g/l, besonders bevorzugt höchstens 30 g/l, liegen
(das Vorsehen einer Obergrenze soll im Allgemeinen wiederum auch unabhängig vom Vorsehen
einer Untergrenze offenbart sein, und umgekehrt). Vorzugsweise wird das Nickel im
zweiten Bad ausschließlich durch Nickelsulfat und Nickelchlorid zur Verfügung gestellt.
[0028] In bevorzugter Ausgestaltung ist in dem zweiten Bad ferner Borsäure vorgesehen, und
zwar vorzugsweise mit einer Konzentration von mindestens 40 g/l, weiter bevorzugt
mindestens 50 g/l, besonders bevorzugt mindestens 55 g/l. Vorteilhafte Obergrenzen
können beispielsweise bei in dieser Reihenfolge zunehmend bevorzugt höchstens 100
g/l, 90 g/l, 80 g/l, 70 g/l bzw. 65 g/l liegen (das Vorsehen einer Obergrenze kann
im Allgemeinen wiederum auch unabhängig vom Vorsehen einer Untergrenze bevorzugt sein,
und umgekehrt).
[0029] Das zweite Bad weist also vorzugsweise Nickel-, Chlorid- und Sulfat-Ionen, Borsäure
und einen Glanzzusatz, vorzugsweise Saccharin, auf. Vorzugsweise besteht das zweite
Bad ausschließlich aus diesen Bestandteilen, von gegebenenfalls einem einer besseren
Benetzung der zu beschichtenden Oberfläche dienenden Netzmittel abgesehen (und dem
Wasser).
[0030] In dem ersten Bad beträgt die Nickel-Konzentration vorzugsweise mindestens 40 g/l,
weiter bevorzugt mindestens 45 g/l, besonders bevorzugt mindestens 50 g/l. Vorteilhafte
Obergrenzen können beispielsweise bei in dieser Reihenfolge zunehmend bevorzugt höchstens
80 g/l, 70 g/l bzw. 60 g/l liegen (das Vorsehen einer Obergrenze kann im Allgemeinen
auch unabhängig vom Vorsehen einer Untergrenze bevorzugt sein, und umgekehrt).
[0031] Die Chlorid-Konzentration im ersten Bad kann beispielsweise bei mindestens 10 g/l,
vorzugsweise mindestens 20 g/l, besonders bevorzugt mindestens 25 g/l liegen, wobei
vorteilhafte Obergrenzen (in der Reihenfolge ihrer Nennung zunehmend bevorzugt) etwa
bei 50 g/l, 40 g/l bzw. 30 g/l liegen können (und im Allgemeinen das Vorsehen einer
Obergrenze auch unabhängig vom Vorsehen einer Untergrenze von Interesse sein kann,
und umgekehrt).
[0032] In dem ersten Bad liegt die Konzentration an Borsäure bei vorzugsweise mindestens
20 g/l, weiter bevorzugt mindestens 30 g/l, besonders bevorzugt mindestens 35 g/l,
wobei vorteilhafte Obergrenzen (in der Reihenfolge ihrer Nennung zunehmend bevorzugt)
etwa bei höchstens 70 g/l, 60 g/l, 50 g/l bzw. 45 g/l liegen (und das Vorsehen einer
Obergrenze wiederum auch unabhängig vom Vorsehen einer Untergrenze von Interesse sein
kann, und umgekehrt). Von dem Wasser der wässrigen Lösung und gegebenenfalls einem
(schwefelfreien) Netzmittel abgesehen besteht das zweite Bad vorzugsweise ausschließlich
aus Nickel-, Sulfat- sowie Chlorid-Ionen und der Borsäure.
[0033] Die in bevorzugter Ausgestaltung als Deckschicht vorgesehene Schwarzchromschicht
hat vorzugsweise eine Dicke von mindestens 0,5 µm und von höchstens 1,5 µm (die Obergrenze
kann wiederum unabhängig von der Untergrenze von Interesse sein, und umgekehrt). Soweit
generell in der vorliegenden Offenbarung von Schichtdicken die Rede ist, beziehen
sich diese jeweils auf die fertige Schicht, also die Schichtdicke am Ende / nach der
Abscheidung (also nicht auf eine zwischenzeitliche Dicke während der Abscheidung).
Die Dicke wird senkrecht zur Oberfläche des Werkstücks genommen, und im Falle einer
Schicht mit über die Oberfläche des Werkstücks variierender Dicke wird ein Mittelwert
betrachtet.
[0034] Wenngleich im Allgemeinen auf die Deckschicht auch noch eine weitere Schicht aufgebracht
werden könnte, handelt es sich dabei vorzugsweise um die abschließende Schicht, also
die Schicht, die dann die Außenoberfläche des schutzbeschichteten Werkstücks bildet.
[0035] Die Erfindung betrifft auch ein entsprechend schutzbeschichtetes Werkstück, also
ein Werkstück mit einer ersten Nickel-Schicht, einer zweiten Nickel-Schicht auf der
ersten Nickel-Schicht (welche an die erste Nickel-Schicht grenzt) und einer Deckschicht
auf der zweiten Nickel-Schicht (welche an die zweite Nickel-Schicht grenzt). Die erste
Nickel-Schicht ist dabei frei von Schwefel, wohingegen die zweite Nickel-Schicht einen
Massenanteil von mindestens 0,05 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 0,07 Gew.-%, besonders
bevorzugt mindestens 0,08 Gew.-%, hat. Mögliche Obergrenzen liegen beispielsweise
bei höchstens 0,15 Gew.-%, vorzugsweise höchstens 0,12 Gew.-%, besonders bevorzugt
höchstens 0,1 Gew.-%.
[0036] Diese Angaben den Schwefelgehalt betreffend sollen ausdrücklich auch hinsichtlich
der Verfahrenskategorie offenbart sein, also dahingehend, dass eine erste Nickel-Schicht
abgeschieden wird, die frei von Schwefel ist und eine zweite Nickel-Schicht abgeschieden
wird, die einen entsprechenden Mindestgehalt an Schwefel aufweist (und vorzugsweise
auch einen vorliegend offenbarten Maximalgehalt). Andererseits betrifft die Erfindung
eben ausdrücklich auch ein Werkstück, das in einem vorliegend offenbarten Verfahren
schutzbeschichtet wurde.
[0037] Für ein entsprechendes Schichtsystem, in dem also die erste Nickel-Schicht tatsächlich
frei von Schwefel ist (also nicht bloß nur eine geringe Menge an Schwefel aufweist,
sondern tatsächlich keinen Schwefel), die darauf angeordnete zweite Nickel-Schicht
jedoch schwefelhaltig ist, hat der Erfinder eine vergleichsweise große elektrochemische
Potenzialdifferenz zwischen den beiden Nickel-Schichten beobachtet. Diese beträgt
mindestens 160 mV, vorzugsweise mindestens 170 mV, wobei mögliche Obergrenzen beispielsweise
bei höchstens 260 mV, 240 mV, 220 mV, 200 mV bzw. 190 mV liegen können. Vorzugsweise
besteht die erste Nickel-Schicht ausschließlich aus Nickel.
[0038] Diese großen Potenzialdifferenz korrespondiert mit der beobachteten guten Korrosionsbeständigkeit.
Letztere wird auch durch die bevorzugt als Abdeckschicht vorgesehene Schwarzchrom-Schicht
nicht beeinträchtigt, gegebenenfalls sogar noch ein Stück weit verbessert. Ein besonderer
Vorteil dieser Schutzbeschichtung (mit vorzugsweise elektrolytisch abgeschiedenem
Schwarzchrom als Deckschicht) besteht also darin, dass sie einerseits gut vor Korrosion
schützt und andererseits elektrisch leitend ist.
[0039] Auch vor diesem Hintergrund handelt es sich bei dem Werkstück in bevorzugter Ausgestaltung
um ein elektrisches Verbindungsteil, das schraub- und/oder steckbar ist, also beispielsweise
um einen Steckverbinder für etwa eine Strom- und/oder Datenleitung. Der Erfinder hat
festgestellt, dass die Schutzbeschichtung vergleichsweise duktil ist, was einer Rissbildung
und einem Abplatzen vorbeugen helfen kann. Nach momentanen Kenntnisstand ist dies
zumindest auch auf die hochrein abgeschiedene erste Nickel-Schicht zurückzuführen.
Bei einem Steckverbinder, der auch verschraubt wird, kann das Gewinde den mechanisch
am stärksten beanspruchten Bereich darstellen. Bei einem Test an einem solchen Steckverbinder
war die Schutzbeschichtung auch dort nach 500-maligen Schraubverbinden und Lösen noch
intakt, was auch auf die hohe Duktilität der Schutzbeschichtung zurückzuführen ist.
Eine Rissbildung / ein Abplatzen wären anderenfalls Schwachstellen, die zu einer Korrosion
führen könnten.
[0040] Auch aufgrund der schwarzen bzw. in allgemeineren Worten dunklen Oberfläche der bevorzugten
Schwarzchromschicht liegen bevorzugte Verwendungen im Militärbereich. Die Schwarzchromschicht
kann beispielsweise ungewünschte Reflexionen vermeiden helfen. "Im Militärbereich"
meint beispielsweise als Teil eines Militärfahrzeugs oder -flugzeugs.
[0041] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert,
wobei die einzelnen Merkmale auch in anderer Kombination erfindungswesentlich sein
können und in dieser Form offenbart sein sollen.
[0042] Ein aus Aluminium gefertigter Steckverbinder wird vor dem erfindungsgemäßen Schutzbeschichten
zunächst chemisch vorvernickelt und dann der galvanischen Beschichtung zugeführt.
[0043] Bei dieser wird die vorvernickelte Oberfläche des Steckverbinders in einem ersten
Schritt galvanischer Abscheidung mit einer ersten Nickel-Schicht versehen. Das dabei
verwendete erste Bad ist auf Nickelsulfat-Basis vorgesehen und besteht, von der wässrigen
Lösung abgesehen, ausschließlich aus Nickel-, Sulfat- sowie Chlorid-Ionen und Borsäure.
[0044] Um die Reinheit zu gewährleisten, wird das erste Bad kontinuierlich gefiltert, auch
während der galvanischen Abscheidung. Eine Umwälzpumpe pumpt das erste Bad durch einen
Aktivkohlefilter; die Durchflussurate durch den Filter ist so eingestellt, dass das
erste Bad pro Stunde ca. 10-mal umgewälzt wird. Ferner wird das erste Bad vor der
galvanischen Abscheidung (der ersten Schicht auf den Steckverbinder) auch mit einem
Reinigungs-Metallteil von metallischen Verunreinigungen befreit; dazu wird das Reinigungs-Metallteil
in das erste Bad eingebracht und für einige Stunden bestromt. Die Stromdichte auf
dem Reinigungs-Metallteil liegt bei ca. 0,1 A/dm
2.
[0045] Der Anteil an Nickel-Ionen im ersten Bad liegt bei rund 55 g/l, der Anteil an Chlorid-Ionen
bei rund 26 g/l und der Anteil der Borsäure bei rund 40 g/l. Die galvanische Abscheidung
der ersten Nickel-Schicht erfolgt dann bei einer Stromdichte von ca. 0,5 A/dm
2 bis die erste Nickel-Schicht eine Dicke von ca. 15 µm erreicht hat. Das Wachstum
der ersten Nickel-Schicht ist ausgeprägt kolumnar, auch weil das erste Bad keinen
schwefelhaltigen (Glanz) Zusatz aufweist.
[0046] Nach dem Aufbringen der ersten Nickel-Schicht wird der Steckverbinder aus dem ersten
Bad genommen, dann vorzugsweise mit Wasser gespült und anschließend einem zweiten
Bad zugeführt. Auch im zweiten galvanischen Schritt wird eine Nickel-Schicht aufgebracht,
allerdings ist das zweite Bad mit einem schwefelhaltigen Zusatz versehen, nämlich
mit Saccharin. Das zweite Bad besteht aus einer wässrigen Lösung von Nickel-, Sulfat-
und Chlorid-Ionen mit Borsäure und Saccharin. Der Anteil an Nickel-Ionen, der wie
im Falle des ersten Bads auch über die zugegebene Menge an Nickelsulfat und Nickelchlorid
eingestellt wird, beträgt beim zweiten Bad 70 g/l. Der Anteil der Chlorid-Ionen liegt
bei 25 g/l, jener der Borsäure bei 60 g/l, und der Saccharin-Anteil liegt bei 4,5
g/l.
[0047] Die Abscheidung der zweiten Nickel-Schicht erfolgt wiederum bei einer Stromdichte
von 0,5 A/dm
2, und zwar bis zu einer Schichtdicke von ca. 15 µm.
[0048] Anschließend wird der Steckverbinder aus dem zweiten Bad genommen und vorzugsweise
nochmals mit Wasser gespült. In einem letzten Schritt wird dann eine Schwarzchromschicht
mit einer Dicke von rund 1 µm als Deckschicht aufgebracht. Dazu wird der Steckverbinder
zunächst in einer wässrigen Lösung von 60 g/l Natriumhydrogensulfat bei einem pH-Wert
von etwa 1,8 kathodisch aktiviert, und zwar bei 3 A/dm
2 für eine Zeit von 30 s. Die Lösung enthält dabei relativ geringe Mengen an Tensiden
und Fluoriden zur Unterstützung der Reinigungs- und Aktivierungsfunktion.
[0049] Daraufhin kann eine an sich bekannte Schwarzchromschicht elektrolytisch abgeschieden
werden, und zwar aus einem Bad von etwa 450 g/l Chromsäure, etwa 7,5 g/l Chromsulfat,
in der Größenordnung von 2 - 8 g/l Natrium- oder Kaliumcarbonat oder -nitrat und etwa
1 g/l Hexafluorosilikat. Diese Schwarzchromschicht hat eine Stärke von etwa 1 µm.
[0050] Die erste Nickel-Schicht ist schwefelfrei (Schwefelanteil von 0 Gew.-%), und der
Schwefelanteil in der zweiten Nickel-Schicht beträgt rund 0,09 Gew.-%. Potenzialmessungen
an der entsprechend aufgebrachten Schutzbeschichtung zeigen eine elektrochemische
Potenzialdifferenz zwischen der ersten und der zweiten Nickel-Schicht von rund 180
mV. In einem Salzsprühtest zeigen entsprechend schutzbeschichtete Steckverbinder eine
gute Korrosionsbeständigkeit über einen Zeitraum von mindestens 1000 Stunden.
[0051] Neben der elektrischen Leitfähigkeit zeichnet die Schutzbeschichtung ihre schwarze
Oberfläche aus. Dies hilft Lichtreflexe vermeiden, weswegen der entsprechend schutzbeschichtete
Steckverbinder besonders vorteilhaft in einem Militärfahrzeug oder -flugzeug eingesetzt
werden kann. Die Schutzbeschichtung ist vergleichsweise duktil, was einer Rissbildung
bzw. einem Abplatzen vorbeugen hilft.
1. Verfahren zum Schutzbeschichten eines Werkstücks mit den folgenden Schritten in der
Reihenfolge ihrer Nennung;
- Aufbringen einer ersten Nickel-Schicht durch galvanische Abscheidung in einem ersten
Bad auf Nickelsulfat-Basis, das von dem Sulfat abgesehen frei von schwefelhaltigen
Zusätzen ist;
- Aufbringen einer zweiten Nickel-Schicht, die dann an die erste Nickel-Schicht grenzt,
wobei die zweite Nickel-Schicht durch galvanische Abscheidung in einem zweiten Bad
auf Nickelsulfat-Basis, das von dem Sulfat abgesehen einen schwefelhaltigen Zusatz
aufweist, aufgebracht wird;
- Aufbringen einer Chromschicht als Deckschicht, die dann an die zweite Nickel-Schicht
grenzt,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Chromschicht eine Schwarzchromschicht ist und das erste Bad vor der galvanischen
Abscheidung gereinigt wird, indem ein Metallteil eingebracht und bestromt wird, wobei
ferner das erste Bad während der galvanischen Abscheidung gefiltert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem das erste Bad während der galvanischen Abscheidung
mittels eines Aktivkohlefilters gefiltert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem zumindest eine von der ersten Nickel-Schicht
und der zweiten Nickel-Schicht mindestens 5 µm und höchstens 20 µm dick ist.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem die Stromdichte auf dem
Werkstück bei der galvanischen Abscheidung von zumindest einer von der ersten Nickel-Schicht
und der zweiten Nickel-Schicht mindestens 0,1 A/dm2 und höchstens 2 A/dm2 beträgt.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem der schwefelhaltige Zusatz
in dem zweiten Bad ein Glanzzusatz ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei welchem der Glanzzusatz Saccharin ist.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, bei welchem der Glanzzusatz in dem zweiten Bad mit
einer Konzentration von mindestens 2,5 g/l und von höchstens 15 g/l vorgesehen ist.
8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem das zweite Bad Nickel
mit einer Konzentration von mindestens 40 g/l und höchstens 150 g/l aufweist.
9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem das zweite Bad Chlorid
mit einer Konzentration von mindestens 10 g/l und höchstens 50 g/l aufweist.
10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem das zweite Bad Borsäure
mit einer Konzentration von mindestens 40 g/l und höchstens 100 g/l aufweist.
11. Werkstück, welches in einem Verfahren gemäß einem der vorstehenden Ansprüche schutzbeschichtet
wurde, das also schutzbeschichtet ist mit
- einer ersten Nickel-Schicht aus galvanischem Nickel, die frei von Schwefel ist;
- darauf einer zweiten Nickel-Schicht aus galvanischem Nickel, die an die erste Nickel-Schicht
grenzt, wobei die zweite Nickel-Schicht Schwefel mit einem Massenanteil von mindestens
0,05 Gew.-% aufweist;
- darauf einer Schwarzchromschicht als Deckschicht, die an die zweite Nickel-Schicht
grenzt;
wobei bei dem Werkstück die elektrochemische Potenzialdifferenz zwischen der ersten
Nickel-Schicht und der zweiten Nickel-Schicht mindestens 160 mV beträgt.
12. Werkstück nach Anspruch 11, das ein elektrisches Verbindungsteil ist, welches zumindest
eines von schraub- und steckbar ist.
13. Verwendung eines Werkstücks nach einem der Ansprüche 11 oder 12 im Militärbereich.
1. A method for protectively coating a workpiece, comprising the following steps in the
order mentioned
- applying a first nickel layer by a galvanic deposition in a first bath based on
nickel; sulfate, which contains, apart from the sulfate, no sulphurous additives;
- applying a second nickel layer which contacts said first nickel layer, wherein said
second nickel layer is applied by a galvanic deposition in a second bath based on
nickel sulfate, which contains, apart from the sulfate, a sulphurous additive;
- applying a chrome layer as a cover layer, which contacts said second nickel layer,
characterized in that
said chrome layer is a black chrome layer and that said first bath is cleaned prior
to said galvanic deposition by adding a metal part and applying a current to it, wherein
said first bath is further filtered during said galvanic deposition.
2. The method according to claim 1, wherein said first bath is filtered during said galvanic
deposition by an activated carbon filter.
3. The method according to claim 1 or 2, wherein at least one of said first nickel layer
and said second nickel layer has a thickness of at least 5 µm and not more than 20
µm.
4. The method according to one of the preceding claims, wherein a current density on
said workpiece during said galvanic deposition of at least one of said first nickel
layer and said second nickel layer is at least 0,1 A/dm2 and not more than 2 A/dm2.
5. The method according to one of the preceding claims, wherein said sulphurous additive
in said second bath is a brightener.
6. The method according to claim 5, wherein said brightener is saccharin.
7. The method according to claim 5 or 6, wherein said brightener has a concentration
of at least 2,5 g/l and not more than 15 g/l in said second bath.
8. The method according to one of the preceding claims, wherein said second bath contains
nickel in a concentration of at least 40 g/l and not more than 150 g/l.
9. The method according to one of the preceding claims, wherein said second bath contains
chloride in a concentration of at least 10 g/l and not more than 50 g/l.
10. The method according to one of the preceding claims, wherein said second bath contains
boric acid in a concentration of at least 40 g/l and not more than 100 g/l.
11. A workpiece which has been protectively coated in a method according to one of the
preceding claims, namely which is coated by
- a first nickel layer of galvanic nickel, which contains no sulphur
- a second nickel layer of galvanic nickel on said first nickel layer, which contacts
said first nickel layer, wherein sat second nickel layer contains sulphur with a mass
portion of at least 0,05 weight percent
- a black chrome layer as a cover layer on top of said second nickel layer, which
contacts said second nickel layer,
wherein, in said workpiece, an electrochemical potential difference between said first
nickel layer and said second nickel layer is at least 160 mV.
12. The workpiece according to claim 11, which is an electrical connection part being
at least one of screwable and pluggable.
13. A use of the workpiece according to one of claims 11 and 12 in the military sector.
1. Procédé de revêtement protecteur d'une pièce à usiner, comportant les étapes suivantes,
réalisées dans l'ordre de leur citation:
- application d'une première couche de nickel par dépôt galvanique dans un premier
bain à base de sulfate de nickel qui, outre ledit sulfate, est exempt d'additifs soufrés,
- application d'une deuxième couche de nickel, faisant suite à la première couche
de nickel, ladite deuxième couche de nickel étant appliquée par dépôt galvanique dans
un deuxième bain à base de sulfate de nickel qui, en sus dudit sulfate, présente un
additif soufré,
- application d'une couche de chrome comme couche extérieure, qui fait alors suite
à la deuxième couche de nickel,
caractérisé en ce que
la couche de chrome est une couche de chrome noir, et le premier bain est purifié
préalablement au dépôt galvanique par introduction d'une pièce métallique qui est
soumise à un courant électrique, le premier bain étant en outre filtré au cours du
dépôt galvanique.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel le premier bain est filtré par un filtre
au charbon actif au cours du dépôt galvanique.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, dans lequel la première couche de nickel et/ou
la deuxième couche de nickel fait au moins 5 µm et au plus 20 µm d'épaisseur.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la densité du courant
sur la pièce à usiner lors du dépôt galvanique de la première couche de nickel et/ou
de la deuxième couche de nickel est d'au moins 0,1 A/dm2 et d'au plus 2 A/dm2.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel l'additif soufré du
deuxième bain est un agent de brillantage.
6. Procédé selon la revendication 5, dans lequel l'agent de brillantage est de la saccharine.
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, dans lequel l'agent de brillantage du deuxième
bain est présent dans une concentration d'au moins 2,5 g/l et d'au plus 15 g/l.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le deuxième bain contient
du nickel dans une concentration d'au moins 40 g/l et d'au plus 150 g/l.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le deuxième bain contient
du chlorure dans une concentration d'au moins 10 g/l et d'au plus 50 g/l.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le deuxième bain contient
de l'acide borique dans une concentration d'au moins 40 g/l et d'au plus 100 g/l.
11. Pièce à usiner dotée d'un revêtement protecteur réalisé selon le procédé de l'une
des revendications précédentes, le revêtement protecteur consistant en:
- une première couche de nickel composée de nickel galvanique exempt de soufre,
- puis une deuxième couche de nickel composée de nickel galvanique, faisant suite
à la première couche de nickel, ladite deuxième couche de nickel contenant du soufre
selon une proportion en masse d'au moins 0,05 % en poids,
- puis une couche de chrome noir comme couche extérieure, faisant suite à la deuxième
couche de nickel;
la différence de potentiel électrochimique entre la première couche de nickel et la
deuxième couche de nickel de la pièce à usiner étant d'au moins 160 mV.
12. Pièce à usiner selon la revendication 11, consistant en un connecteur électrique au
moins susceptible d'être vissé ou enfiché.
13. Utilisation d'une pièce à usiner selon l'une des revendications 11 et 12 dans le domaine
militaire.