(19)
(11) EP 3 078 038 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
05.09.2018  Patentblatt  2018/36

(21) Anmeldenummer: 14795801.1

(22) Anmeldetag:  29.10.2014
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01F 17/04(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2014/073255
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2015/082138 (11.06.2015 Gazette  2015/23)

(54)

ÜBERTRAGERBAUELEMENT MIT EINSTELLUNG EINER INDUKTIVITÄT

TRANSDUCER COMPONENT WITH INDUCTIVITY ADJUSTMENT

COMPOSANT TRANSFORMATEUR AVEC RÉGLAGE D'UNE INDUCTIVITÉ


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 04.12.2013 DE 102013113481

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
12.10.2016  Patentblatt  2016/41

(73) Patentinhaber: Epcos AG
81671 München (DE)

(72) Erfinder:
  • FREY, Jürgen
    89522 Heidenheim (DE)
  • HAUBNER, Matthias
    81667 München (DE)
  • FEIST, Günther
    73333 Gingen / Fils (DE)

(74) Vertreter: Epping - Hermann - Fischer 
Patentanwaltsgesellschaft mbH Schloßschmidstraße 5
80639 München
80639 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
GB-A- 751 037
US-A- 3 243 745
GB-A- 1 035 378
US-A1- 2005 104 703
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Übertragerbauelement mit Einstellung einer Induktivität des Übertragerbauelements während der Fertigung des Bauelements. Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Herstellen eines Übertragerbauelements mit Einstellung einer Induktivität des Übertragers während des Herstellprozesses.

    [0002] Zur Vermeidung einer Kernsättigung und zum Festlegen eines bestimmten Induktivitätswertes bei induktiven Bauelementen werden beispielsweise massive Eisen- oder Ferritkerne von Trafos und Drosseln mit einem Luftspalt versehen. Der Luftspalt stellt eine spaltförmige Unterbrechung des Magnetkerns dar und bestimmt die effektive Permeabilität µE des Magnetkreises sowie die Induktivität des fertig montierten induktiven Bauteils. Um die gewünschte Induktivität beziehungsweise Permeabilität zu erreichen, muss der Luftspalt eine vordefinierte Breite in möglichst engen Grenzen aufweisen.

    [0003] Ein Luftspalt kann nach dem Verpressen und Sintern nachträglich in den Kern eingeschliffen werden. Es zeigt sich jedoch, dass bei induktiven Bauelementen, bei denen der Luftspalt nach dem Verpressen und Sintern des Kerns in den Kern eingeschliffen wird, unterschiedliche Induktivitäts- beziehungsweise Permeabilitätswerte auftreten. Die unterschiedlichen Induktivitäts- und Permeabilitätswerte sind im Wesentlichen durch Schwankungen von Prozessparametern während des Herstellprozesses sowie durch geringfügig unterschiedliche Materialparameter des verwendeten Eisen- beziehungsweise Ferritmaterials des Kerns bedingt. Nachteilig ist insbesondere, dass das Einschleifen eines Spaltes in das Kernmaterial ein komplexer Vorgang ist, der mit erhöhten Kosten verbunden ist.

    [0004] Die Druckschrift GB 751 037 A betrifft ein induktives Bauteil, bei dem sich eine Induktivität durch Variation der Breite eines Luftspalts einstellen lässt. Die Druckschrift US 2005/104703 A1 betrifft einen Transformatorkern mit einem Spalt zwischen Mittelschenkeln zweier Kernteile, wobei ein Induktivitätswert des Transformators in Abhängigkeit von der Spaltbreite einstellbar ist. Die Druckschrift GB 1035378 A betrifft eine magnetische Kernanordnung, bei der zwischen den beiden Mittelschenkeln eine Schraubvorrichtung vorgesehen ist, mittels der sich die charakteristischen Eigenschaften der magnetischen Kernanordnung einstellen lassen. Die Druckschrift US 3,243,745 A betrifft ein anpassbares induktives Bauelement, bei dem eine Spaltbreite zwischen Mittelschenkeln zweier Kernteile variabel einstellbar ist, indem ein Zapfen aus magnetischem Material mittels einer Schraube unterschiedlich weit in den Spalt bewegt werden kann.

    [0005] Das Anliegen der vorliegenden Erfindung ist es, ein Übertragerbauelement mit Einstellung einer Induktivität des Übertragerbauelements anzugeben, bei dem sich die Induktivität am Ende des Herstellprozesses auf einfache und zuverlässige Weise einstellen lässt. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Herstellen eines Übertragerbauelements mit Einstellung der Induktivität des Übertragerbauelements anzugeben, durch das es ermöglicht wird, die Induktivität des Übertragerbauelements am Ende des Herstellungsprozesses sicher und zuverlässig einzustellen.

    [0006] Ein Übertragerbauelement mit Einstellung der Induktivität wird im Patentanspruch 1 angegeben. Gemäß einer Ausführungs form umfasst das Übertragerbauelement ein erstes Kernteil mit einem Mittelschenkel und ein zweites Kernteil mit einem Mittelschenkel. Das erste Kernteil und das zweite Kernteil weisen jeweils eine Auflagefläche mit einer jeweiligen Steigung auf. Die Auflagefläche des ersten Kernteils liegt an der Auflagefläche des zweiten Kernteils auf. Eine Stirnseite des Mittelschenkel des ersten Kernteils und eine Stirnseite des Mittelschenkel des zweiten Kernteils stehen sich gegenüber. Eine Breite eines Spalts zwischen der Stirnseite des Mittelschenkels des ersten Kernteils und der Stirnseite des Mittelschenkels des zweiten Kernteils ist von einer Position, an der die Auflagefläche des ersten Kernteils an der Auflagefläche des zweiten Kernteils anliegt, abhängig.

    [0007] Eine Ausführungsform eines Verfahrens zum Herstellen eines Übertragerbauelements mit Einstellung der Induktivität ist im Patentanspruch 12 angegeben. Gemäß einer Ausführungsform umfasst das Verfahren zum Herstellen eines Übertragerbauelements mit Einstellung der Induktivität das Bereitstellen eines ersten Kernteils mit einem Mittelschenkel und eines zweiten Kernteils mit einem Mittelschenkel, wobei das erste Kernteil und das zweite Kernteil jeweils eine Auflagefläche aufweisen. Die jeweilige Auflagefläche des ersten und zweiten Kernteils weist eine Steigung auf. Das zweite Kernteil wird auf dem ersten Kernteil derart angeordnet, dass die Auflagefläche des ersten Kernteils an der Auflagefläche des zweiten Kernteils aufliegt und sich eine Stirnseite des Mittelschenkels des ersten Kernteils und eine Stirnseite des Mittelschenkels des zweiten Kernteils gegenüber stehen. Das erste und zweite Kernteil werden relativ zueinander derart bewegt, dass die Auflagefläche des zweiten Kernteils auf der Auflagefläche des ersten Kernteils gleitet und sich eine Position, an der die Auflagefläche des zweiten Kernteils auf der Auflagefläche des ersten Kernteils aufliegt, verschiebt und sich eine Breite eines Spalts zwischen der Stirnseite des Mittelschenkels des ersten Kernteils und der Stirnseite des Mittelschenkels des zweiten Kernteils verändert. Während des Bewegens des ersten und zweiten Kernteils relativ zueinander, wird eine Induktivität des Übertragerbauelements ermittelt. Das Bewegen des ersten und zweiten Kernteils relativ zueinander wird beendet, wenn die während des Bewegens ermittelte Induktivität einen Sollwert annimmt.

    [0008] Gemäß einer möglichen Ausführungsform des Übertragerbauelements können die beiden Kernteile, zwischen denen ein Luftspalt erzeugt werden soll, an den jeweiligen Auflageflächen der beiden Kernteile mit jeweils mindestens einer spiralförmigen oder bogenförmig geformten, schiefen Ebene versehen werden. Durch die schiefe Ebene der jeweiligen Auflagefläche der beiden Kernteile kann durch Verdrehen des ersten und zweiten Kernteils gegeneinander an einer dritten Berührfläche, insbesondere zwischen einer Stirnfläche der Stirnseite des Mittelschenkels des ersten Kernteils und einer Stirnfläche der Stirnseite des Mittelschenkels des zweiten Kernteils, ein Luftspalt mit veränderlicher Breite erzeugt werden, da durch die Verdrehung der beiden Kernteile eine Kernhälfte von der anderen Kernhälfte abgehoben wird.

    [0009] Somit kann bei dem angegebenen Übertragerbauelement beziehungsweise während des Herstellungsverfahrens der Luftspalt und damit die Permeabilität beziehungsweise Induktivität des Übertragers stufenlos eingestellt werden. Dadurch können mit identischen Rohkernen beliebige Induktivitätswerte bei der Endmontage des Übertragerbauelements hergestellt werden. Eine Lagerhaltung von verschiedenen vordefinierten Kernrohlingen ist nicht notwendig.

    [0010] Grundsätzlich ist die Induktivität beziehungsweise Permeabilität eines Übertragerbauelements von Schwankungen der Prozessparameter während des Herstellprozesses, beispielsweise von der Art des Sinterns, von den Materialparametern der für den Kern verwendeten Materialien sowie von geometrischen Parametern, beispielsweise der Form des Kerns, abhängig. Zu den geometrischen Parametern gehört auch die Breite des Luftspalts zwischen den beiden Kernhälften. Die Breite des Luftspalts hat wesentlichen Einfluss auf die Permeabilität beziehungsweise Induktivität des fertigen Bauelements. Da die Breite des Luftspalts bei der Endmontage des magnetischen Bauteils durch die Kerne selbst eingestellt werden kann, können Dimensions- und Prozessschwankungen sowie Schwankungen der Materialparameter der verwendeten Materialien sowie eines Drahtwickels des Übertragers bis hin zu Schwankungen der Windungszahlen der Drähte der Drahtwicklung des Übertragers ausgeglichen werden.

    [0011] Der sogenannte Luftspalt muss nicht zwangsläufig Luft enthalten. Der Begriff "Luftspalt" bezeichnet, wie eingangs erläutert, jegliche Kernunterbrechung, durch die der magnetische Fluss unterbrochen wird. Im Unterschied zu Verfahren zur Erzeugung eines Luftspalts in einem magnetischen Kreis, bei dem der Luftspalt eingestellt wird, indem zusätzliches nicht magnetisches Material, wie zum Beispiel Papier oder Plastik, als Abstandshalter mit der Solldicke des Luftspalts in den Spalt zwischen den Kernschenkeln eingelegt wird, ist es bei dem angegebenen Übertragerbauelement beziehungsweise dem Herstellungsverfahren nicht notwendig, zusätzliche Materialien, die möglicherweise mit Toleranzen in der Dicke der Materialien behaftet sind, zu verwenden, so dass der Herstellaufwand und die dafür aufzuwendenden Kosten gering ausfallen.

    [0012] Im Unterschied zu einem Verfahren, bei dem der Luftspalt eingestellt wird, indem mindestens einer der Schenkel, beispielsweise bei E-Kernen der mittlere Schenkel, meist durch ein aufwändiges und separates Schleifen der Schenkelhälften gekürzt wird, entfällt bei dem erfindungsgemäßen Verfahren das kostenintensive Schleifen der Kerne. Die Kerne müssen nicht bereits vor der Endmontage des Bauteils durch Herunterschleifen von Material auf einem Schenkel bearbeitet werden.

    [0013] Im Vergleich zu Übertragerbauelementen und den zugehörigen Herstellungsverfahren, bei denen zur genauen Justage der Induktivität, insbesondere zur nachträglichen Einstellung des Luftspalts, zusätzlich eine magnetisch leitfähige Abgleichschraube als teilweise Überbrückung des Luftspalts in den Spalt zwischen die Mittelschenkel zweier Kernhälften eingeschraubt wird, ist bei dem erfindungsgemäßen Übertragerbauelement beziehungsweise dem Herstellungsverfahren die Verwendung zusätzlicher Materialien, beispielsweise die Verwendung von Abstandshaltern oder einer Abgleichschraube, im Luftspalt nicht erforderlich. Somit wird das Übertragerbauelement durch die zusätzlichen Materialien nicht unnötig vergrößert und der Montageaufwand sowie die mit der Montage verbundenen Kosten sind gering.

    [0014] Darüber hinaus ist das Übertragerbauelement nicht von einer Reduzierung der Kernsättigung betroffen, die bei Verwendung einer Abgleichschraube durch das dafür notwendige Mittelloch im Mittelschenkel auftritt. Gegenüber einer UV-Kleber-Methode, bei der ein Kleber mit UV-Aushärtung nach definierter Messung der Induktivität aushärtet, kann mit dem angegebenen Übertragerbauelement beziehungsweise dem Herstellungsverfahren eine größere Breite des Luftspalts realisiert werden. Eventuell kann die Verwendung eines UV-Klebers zwischen den Auflageflächen des ersten und zweiten Kernteils gegenüber einer UV-Kleber-Methode vollständig entfallen und nur eine Standard-Kern-Kernklebung erforderlich sein, wenn sich die Stellung der beiden Kernteile bis zur Aushärtung des Klebers nicht verändern kann.

    [0015] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Figuren, die Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung zeigen, näher erläutert. Es zeigen:
    Figur 1
    eine Ausführungsform eines ersten Kernteils eines Übertragerbauelements mit stufenloser Einstellung der Induktivität,
    Figur 2
    eine Ausführungsform eines zweiten Kernteils eines Übertragerbauelements mit stufenloser Einstellung der Induktivität,
    Figur 3
    eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines Übertragerbauelements mit stufenloser Einstellung der Induktivität,
    Figur 4A
    eine Ansicht einer Ausführungsform eines Übertragerbauelements mit stufenloser Einstellung der Induktivität von einer Seite,
    Figur 4B
    eine Ansicht einer Ausführungsform eines Übertragerbauelements mit stufenloser Einstellung der Induktivität von einer anderen Seite,
    Figur 5A
    einen inneren Querschnitt einer Ausführungsform eines Übertragerbauelements mit stufenloser Einstellung der Induktivität mit einer ersten eingestellten Spaltbreite,
    Figur 5B
    einen inneren Querschnitt einer Ausführungsform eines Übertragerbauelements mit stufenloser Einstellung der Induktivität mit einer zweiten eingestellten Spaltbreite.


    [0016] Figur 1 zeigt eine Ausführungsform eines ersten Kernteils 10 eines Übertragerbauelements mit stufenloser Einstellung der Induktivität. Das erste Kernteil 10 weist einen Mittelschenkel 11 auf. Der Mittelschenkel 11 kann als ein zylinderförmiger Stabkern des Übertragers ausgebildet sein. Des Weiteren umfasst das erste Kernteil 10 eine Auflagefläche 130 mit einer Steigung. Die Auflagefläche ist dazu ausgebildet, auf einer Auflagefläche eines weiteren Kernteils des Übertragerbauelements aufzuliegen. Der Mittelschenkel 11 des ersten Kernteils 10 weist an einer Stirnseite 110 eine Stirnfläche 111 auf. Die Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 10 ist gegenüber der Stirnfläche 111 des Mittelschenkels 11 des ersten Kernteils 10 als eine schiefe Ebene mit der erwähnten Steigung ausgebildet. Die Steigung der Auflagefläche 130 gegenüber der Stirnfläche 111 kann beispielsweise zwischen 0,1° und 5°, vorzugsweise 2°, betragen.

    [0017] Das erste Kernteil 10 weist des Weiteren eine Fläche 12, aus der eine erhabene Struktur 13 herausragt, auf. Die Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 10 ist als eine Oberfläche der erhabenen Struktur 13 ausgebildet. Gemäß einer möglichen Ausführungsform kann die erhabene Struktur 13 mindestens einen ersten Vorsprung 131 und einen zweiten Vorsprung 132 aufweisen. Der erste und zweite Vorsprung 131, 132 können auf zwei gegenüberliegenden Seiten des Mittelschenkels 11 aus der Fläche 12 des ersten Kernteils 10 hervorragen.

    [0018] Ein erster Teil der Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 10 ist als eine Oberfläche 1310 des ersten Vorsprungs 131 ausgebildet. Ein zweiter Teil der Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 10 ist als eine Oberfläche 1320 des zweiten Vorsprungs 132 ausgebildet. Die Oberfläche 1310 des ersten Vorsprungs 131, die den ersten Teil der Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 10 bildet, und die Oberfläche 1320 des zweiten Vorsprungs 132, die den zweiten Teil der Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 10 bildet, sind jeweils in Form eines Segments eines Kreisrings geformt.

    [0019] Das erste Kernteil 10 kann des Weiteren eine kreisringförmig geformte Fläche 14, aus der der Mittelschenkel 11 des ersten Kernteils 10 hervorragt, aufweisen. Die kreisringförmig geformte Fläche 14 kann beispielsweise als eine Vertiefung in der Fläche 12 des ersten Kernteils 10 ausgebildet sein. Der Mittelschenkel 11 kann im Zentrum der kreisförmigen Fläche 14 angeordnet sein. Der Mittelschenkel 111 ragt aus der Fläche 14 weiter hervor als die Vorsprünge 131, 132 aus der Fläche 12 hervorragen. Die Vorsprünge 131, 132 haben somit eine geringere Höhe als der Mittelschenkel 111.

    [0020] Figur 2 zeigt eine Ausführungsform eines zweiten Kernteils 20 des Übertragerbauelements mit stufenloser Einstellung der Induktivität. Das zweite Kernteil 20 umfasst einen Mittelschenkel 21. Darüber hinaus weist das zweite Kernteil 20 eine Auflagefläche 230 mit einer Steigung auf. Die Auflagefläche 230 ist dazu ausgebildet, auf der Auflagefläche 130 aufzuliegen, wenn das Kernteil 20 auf dem Kernteil 10 angeordnet wird. Der Mittelschenkel 21 des zweiten Kernteils 20 weist an einer Stirnseite 210 eine Stirnfläche 211 auf. Die Auflagefläche 230 des zweiten Kernteils 20 ist gegenüber der Stirnfläche 211 des Mittelschenkels 21 als eine schiefe Ebene mit der erwähnten Steigung ausgebildet. Die Auflagefläche 230 des zweiten Kernteils 20 kann gegenüber der Stirnfläche 211 beispielsweise eine Steigung zwischen 0,1° und 5°, vorzugsweise 2°, haben.

    [0021] Gemäß einer möglichen Ausführungsform kann das zweite Kernteil 20 ein Bodenteil 22 und mindestens eine Seitenwand 23, die auf einer Fläche 220 des Bodenteils angeordnet ist, aufweisen. Der Mittelschenkel 21 des zweiten Kernteils 20 ist auf der Fläche 220 des Bodenteils 22 angeordnet und ist zumindest teilweise von der mindestens einen Seitenwand 23 umgeben. Die Auflagefläche 230 ist an einer dem Bodenteil 22 gegenüberliegenden Seite der mindestens einen Seitenwand 23 angeordnet. Die Auflagefläche 230 kann als eine bogenförmig oder kreisringförmig geformte Oberfläche der mindestens einen Seitenwand 23 ausgebildet sein. Die Auflagefläche 230 kann beispielsweise mindestens zwei bogenförmig oder halbkreisförmig ansteigend geformte Oberflächen der mindestens einen Seitenwand 23 aufweisen.

    [0022] Bei der in Figur 2 gezeigten Ausführungsform ist das Kernteil 20 als eine Kappe und somit als ein nach einer Seite offener Hohlkörper ausgebildet. Ein Hohlraum des Hohlkörpers ist von dem Bodenteil 22 und der mindestens einen Seitenwand 23 begrenzt. Im Inneren des Hohlraums ragt der Mittelschenkel 21 von dem Bodenteil 22 empor. Der Mittelschenkel 21 hat eine geringere Höhe als die mindestens eine Seitenwand 23.

    [0023] Gemäß einer möglichen Ausführungsform weist die Auflagefläche 230 des zweiten Kernteils 20 eine erste schiefe Ebene 231, die gegenüber einer Ebene der Stirnfläche 211 des Mittelschenkels 21 geneigt ist, und eine zweite schiefe Ebene 232, die ebenfalls gegenüber der Stirnfläche 211 des Mittelschenkels 21 eine Neigung hat, auf. Die Auflagefläche 230 weist einen ersten Absatz 233 und einen zweiten Absatz 234 auf. Die erste schiefe Ebene 231 der Auflagefläche 230 steigt kreisringförmig von dem ersten Absatz 233 zu dem zweiten Absatz 234 an. Die erste schiefe Ebene 231 der Auflagefläche 230 kann als ein erstes Segment eines Kreisrings geformt sein und von dem ersten Absatz 233 zu dem zweiten Absatz 234 ansteigen. Die zweite schiefe Ebene 232 steigt kreisringförmig von dem zweiten Absatz 234 zu dem ersten Absatz 233 an. Die zweite schiefe Ebene 232 kann als ein zweites Segment des Kreisrings geformt sein und von dem zweiten Absatz zu dem ersten Absatz ansteigen.

    [0024] Zur Montage des Übertragerbauelements wird das als Kappe geformte zweite Kernteil 20 auf das Kernteil 10 aufgesetzt. Figur 3 zeigt in perspektivischer Ansicht das Übertragerbauelement 1 nach dem Anordnen des Kernteils beziehungsweise der Kappe 20 auf dem Kernteil 10. Figur 4A zeigt eine Ansicht des Übertragerbauelements 1 der Figur 3 von einer ersten Seite. Figur 4B zeigt das Übertragerbauelement 1 der Figur 3 von einer zweiten Seite.

    [0025] Nach dem Zusammensetzen des ersten und zweiten Kernteils 10, 20 liegt die Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 10 auf der Auflagefläche 230 des zweiten Kernteils 20 auf. Dabei stehen sich die Stirnseite 110 des Mittelschenkels 11 des ersten Kernteils 10 und die Stirnseite 210 des Mittelschenkels 21 des zweiten Kernteils 20 gegenüber. Insbesondere stehen sich die Stirnfläche 111 des Mittelschenkels 11 des ersten Kernteils 10 und die Stirnfläche 211 des Mittelschenkels 21 des zweiten Kernteils 20 gegenüber. In Abhängigkeit von einer Position, an der die Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 10 an der Auflagefläche 230 des zweiten Kernteils 20 anliegt, entsteht zwischen der Stirnseite 110 des Mittelschenkels 111 und der Stirnseite 210 des Mittelschenkels 21 ein Spalt 30 mit einer bestimmten Breite.

    [0026] Die Figuren 5A und 5B zeigen jeweils einen inneren Querschnitt des Übertragerbauelements 1 mit dem ersten Kernteil 10 und dem zweiten Kernteil 20, wobei das zweite Kernteil 20 auf dem ersten Kernteil 10 angeordnet ist, sodass sich die Stirnseite 110 des Mittelschenkels 111 und die Stirnseite 210 des Mittelschenkels 21 gegenüberstehen. Auf dem Mittelschenkel 11 des ersten Kernteils 10 und dem Mittelschenkel 21 des zweiten Kernteils 20 ist ein Spulenkörper 50 mit einer Drahtwicklung 60 angeordnet. Die beiden Kernhälften 10 und 20 können durch eine in den Figuren 1 und 2 gezeigte Klebstoffschicht 40, die auf der Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 10 und/oder auf der Auflagefläche 230 des zweiten Kernteils 20 aufgebracht ist, aneinander fixiert sein.

    [0027] Die Induktivität beziehungsweise Permeabilität des Übertragerbauelements 1 ist neben den Prozessparametern des Herstellprozesses von den Materialparametern der verwendeten Materialien, insbesondere der Materialien der Kernhälften 10, 20, dem Material des für die Drahtwicklung 60 verwendeten Drahtes, der Windungszahlen, und der geometrischen Parameter, insbesondere der Breite des Luftspalts zwischen der Stirnseite 110 des Mittelschenkels 11 und der Stirnseite 210 des Mittelschenkels 21, abhängig. Mit dem Übertragerbauelement 1 lässt sich die Induktivität beziehungsweise Permeabilität des Bauelements am Ende des Herstellungsprozesses stufenlos einstellen.

    [0028] Dazu wird beispielsweise zunächst der mit der Drahtwicklung 60 bewickelte Spulenkörper 50 auf dem ersten Kernteil 10 angeordnet. Der Spulenkörper 50 kann beispielsweise ein Hohlrohr 51 aufweisen, in dem der Mittelschenkel 11 des ersten Kernteils 10 angeordnet wird. Nach dem Anordnen des Spulenkörpers 50 mit der Drahtwicklung 60 auf dem Mittelschenkel 11 wird die Drahtwicklung an äußeren Kontaktanschlüssen des Kernteils 10 kontaktiert.

    [0029] Die Klebstoffbeschichtung 40 wird auf mindestens eine der Auflageflächen 130, 230 des ersten und zweiten Kernteils 10, 20 aufgebracht. Nachfolgend wird das zweite Kernteil 20 auf dem ersten Kernteil 10 derart angeordnet, so dass die Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 10 auf der Auflagefläche 230 des zweiten Kernteils 20 aufliegt. Des Weiteren stehen sich nach dem Anordnen des zweiten Kernteils 20 auf dem ersten Kernteil 10 die Stirnseite 110 des Mittelschenkels 11 des ersten Kernteils 10 und die Stirnseite 210 des Mittelschenkels 21 des zweiten Kernteils 20 gegenüber. Dabei ist eine Breite des Spalts 30 zwischen der Stirnseite 110 des Mittelschenkels 11 des ersten Kernteils 10 und der Stirnseite 210 des Mittelschenkels 21 des zweiten Kernteils 20 von einer Position, an der die Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 10 an der Auflagefläche 230 des zweiten Kernteils 20 anliegt, abhängig.

    [0030] Nach dem Aufsetzen des zweiten Kernteils 20 auf dem ersten Kernteil 10 werden das erste und zweite Kernteil 10, 20 relativ zueinander derart bewegt, dass die Auflagefläche 230 des zweiten Kernteils 20 auf der Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 20 gleitet. Dabei verschiebt sich eine Position, an der die Auflagefläche 230 des zweiten Kernteils 20 auf der Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 10 aufliegt. Da die Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 10 gegenüber der Stirnfläche 111 des Mittelschenkels 11 und die Auflagefläche 230 des zweiten Kernteils 20 gegenüber der Stirnfläche 211 des Mittelschenkels 21 des zweiten Kernteils 20 eine Schräge aufweist, verändert sich durch das Bewegen des ersten und zweiten Kernteils 10, 20 gegeneinander die Breite des Spalts 30 zwischen der Stirnseite 110 des Mittelschenkels 11 und der Stirnseite 210 des Mittelschenkels 21.

    [0031] Da die Drahtwicklung 60 an Kontaktanschlüssen des Kernteils 10 kontaktiert ist, lässt sich eine Induktivität des Übertragerbauelements 1 während des Bewegens des ersten und zweiten Kernteils 10, 20 ermitteln, indem die externen Kontaktanschlüsse des Übertragerbauelements an ein geeignetes Messgerät zum Messen der Induktivität angeschlossen werden. Das erste und zweite Kernteil 10, 20 können während des Messens der Induktivität des Übertragerbauelements gegeneinander solange bewegt werden, bis die während des Bewegens ermittelte Induktivität des Übertragerbauelements einen Sollwert annimmt.

    [0032] Bei der in Figur 5A gezeigten Ausführungsform liegt die Auflagefläche 230 des zweiten Kernteils 20 auf der Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 10 derart auf, dass eine Spaltbreite des Luftspalts 30 nahezu 0 mm beträgt. Bei der in Figur 5B gezeigten Ausführungsform ist das zweite Kernteil 20 gegenüber der in Figur 5A gezeigten Position derart gegen das erste Kernteil 10 verschoben, dass sich die Breite des Luftspalts 30 zwischen der Stirnseite 110 des Mittelschenkels 11 und der Stirnseite 210 des Mittelschenkels 21 vergrößert hat. Dadurch hat sich im Vergleich zur Stellung der beiden Kernteile 10, 20 in Figur 5A die Induktivität und die Permeabilität des induktiven Übertragerbauelements verändert.

    [0033] Wenn die gemessene Induktivität beim Bewegen des zweiten Kernteils 20 auf dem ersten Kernteil 10 den gewünschten Sollwert annimmt, wird das Bewegen des ersten und zweiten Kernteils 10, 20 relativ zueinander beendet. Die Klebstoffbeschichtung 40, die auf die Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 10 und/oder auf die Auflagefläche 230 des zweiten Kernteils 20 aufgebracht ist, wird in dieser Position ausgehärtet, sodass die beiden Kernhälften in dieser Stellung, an der die Induktivität des Übertragerbauelements dem Sollwert entspricht, miteinander fixiert sind.

    [0034] Gemäß einer möglichen Ausführungsform des Herstellungsverfahrens wird das erste Kernteil 10 mit der Fläche 12, aus der die erhabene Struktur 13 herausragt, bereitgestellt, wobei die Auflagefläche 130 als eine Oberfläche der erhabenen Struktur 13 ausgebildet ist und wobei die erhabene Struktur 13 mindestens einen ersten und einen zweiten Vorsprung 131, 132, die auf zwei gegenüberliegenden Seiten des Mittelschenkels 11 des ersten Kernteils 10 aus der Fläche 12 des ersten Kernteils 10 hervorragen, aufweist. Ein erster Teil der Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 10 ist als eine Oberfläche 1310 des ersten Vorsprungs 131 ausgebildet. Ein zweiter Teil der Auflagefläche 130 ist als eine Oberfläche 1320 des zweiten Vorsprungs 132 ausgebildet. Das erste Kernteil 10 wird während des Herstellungsverfahrens derart bereitgestellt, dass die den ersten Teil der Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 10 bildende Oberfläche 1310 des ersten Vorsprungs 131 und die den zweiten Teil der Auflagefläche 130 des ersten Kernteils 10 bildende Oberfläche 1320 des zweiten Vorsprungs 132 jeweils in Form eines Kreisringsegments geformt sind.

    [0035] Das zweite Kernteil 20 wird mit dem Bodenteil 22 und der mindestens einen Seitenwand 23, die auf der Fläche 220 des Bodenteils 22 angeordnet ist, bereitgestellt. Der Mittelschenkel 21 des zweiten Kernteils 20 ist auf der Fläche 220 des Bodenteils 22 des zweiten Kernteils 20 angeordnet und ist zumindest teilweise von der mindestens einen Seitenwand 23 umgeben. Des Weiteren wird das zweite Kernteil 20 derart bereitgestellt, dass die Auflagefläche 230 des zweiten Kernteils 20 an einer dem Bodenteil 22 gegenüberliegenden Seite der mindestens einen Seitenwand 23 angeordnet ist. Die Auflagefläche 230 kann mindestens zwei bogenförmig oder kreisringförmig geformte ansteigende Oberflächen der mindestens einen Seitenwand 23 aufweisen.

    [0036] Bei dieser Ausführungsform erfolgt das Bewegen des ersten und zweiten Kernteils 10, 20 relativ zueinander durch ein gegeneinander Verdrehen des ersten und zweiten Kernteils 10, 20. Die Breite des Spalts 30 zwischen der Stirnseite 110 des Mittelschenkels 11 des ersten Kernteils 10 und der Stirnseite 210 des Mittelschenkels 21 des zweiten Kernteils 20 wird infolge der Drehbewegung solange verändert, bis die während des Drehens gemessene Induktivität des Übertragerbauelements den gewünschten Sollwert annimmt. Wenn die gemessene Induktivität beispielsweise zu niedrig ist, werden die beiden Kernteile 10, 20 derart gegeneinander bewegt, dass die Breite des Spalts 30 verkleinert wird, bis der gemessene Induktivitätswert dem Sollwert entspricht. Wenn umgekehrt die gemessene Induktivität gegenüber dem Sollwert der Induktivität zu hoch ist, werden das erste und zweite Kernteil 10, 20 gegeneinander derart bewegt, dass sich die Breite des Luftspalts zwischen dem Mittelschenkel 11 und dem Mittelschenkel 21 vergrößert. Wenn der Sollwert erreicht wird, wird die Drehbewegung beendet und der zunächst noch flüssige Kleber 40 zwischen der Auflagefläche 130 und der Auflagefläche 230 ausgehärtet.

    [0037] Mit dem angegebenen Übertragerbauelement 1 beziehungsweise dem angegebenen Herstellungsverfahren lässt sich ohne vorheriges Luftspaltschleifen der Kernhälften 10, 20 und ohne die Verwendung von zusätzlichen Materialien ein angestrebter Induktivitäts- beziehungsweise Permeabilitätswert des Übertragerbauelements auf einfache Weise zuverlässig einstellen. Dadurch können die beim Fertigen einer Vielzahl von Übertragerbauelementen üblicherweise auftretenden Schwankungen des Induktivitäts- beziehungsweise Permeabilitätswerts, die durch Schwankungen der Prozessparameter des Herstellprozesses oder durch Schwankungen der Materialparameter der Kernteile 10, 20 bedingt sind, ausgeglichen werden, sodass die hergestellten Übertragerbauelemente mit nahezu den gleichen Induktivitätsbeziehungsweise Permeabilitätswert aufweisen.

    Bezugszeichenliste



    [0038] 
    1
    Übertragerbauelement
    10
    erstes Kernteil
    11
    Mittelschenkel
    12
    Fläche des ersten Kernteils
    13
    erhabene Struktur
    20
    zweites Kernteil
    21
    Mittelschenkel des zweiten Kernteils
    22
    Bodenteil
    23
    Seitenwand
    30
    Spalt
    40
    Klebstoffbeschichtung
    50
    Spulenkörper
    60
    Drahtwicklung
    110
    Stirnseite des Mittelschenkels
    130
    Auflagefläche des ersten Kernteils
    210
    Stirnseite des Mittelschenkels
    230
    Auflagefläche des zweiten Kernteils



    Ansprüche

    1. Übertragerbauelement mit Einstellung einer Induktivität, umfassend:

    - ein erstes Kernteil (10) mit einem Mittelschenkel (11),

    - ein zweites Kernteil (20) mit einem Mittelschenkel (21),

    - wobei das erste Kernteil (10) und das zweite Kernteil (20) jeweils eine Auflagefläche (130, 230) mit einer jeweiligen Steigung aufweisen,

    - wobei die Auflagefläche (130) des ersten Kernteils (10) an der Auflagefläche (230) des zweiten Kernteils (20) aufliegt,

    - wobei sich eine Stirnseite (110) des Mittelschenkel (11) des ersten Kernteils (10) und eine Stirnseite (210) des Mittelschenkel (21) des zweiten Kernteils (20) gegenüber stehen,

    - wobei eine Breite eines Spalts (30) zwischen der Stirnseite (110) des Mittelschenkels (11) des ersten Kernteils (10) und der Stirnseite (210) des Mittelschenkels (21) des zweiten Kernteils (20) von einer Position, an der die Auflagefläche (130) des ersten Kernteils (10) an der Auflagefläche (230) des zweiten Kernteils (20) anliegt, abhängig ist.


     
    2. Übertragerbauelement nach Anspruch 1,
    wobei die jeweilige Steigung der Auflagefläche (130, 230) des ersten und zweiten Kernteils (10, 20) jeweils zwischen 0,1° und 5° beträgt.
     
    3. Übertragerbauelement nach einem der Ansprüche 1 oder 2,

    - wobei der Mittelschenkel (11) des ersten Kernteils (10) und der Mittelschenkel (21) des zweiten Kernteils (20) an ihrer jeweiligen Stirnseite (110, 210) jeweils eine Stirnfläche (111, 211) aufweisen,

    - wobei sich die Stirnfläche (111) des Mittelschenkels (11) des ersten Kernteils (10) und die Stirnfläche (211) des Mittelschenkels (21) des zweiten Kernteils (20) gegenüber stehen,

    - wobei die Auflagefläche (130) des ersten Kernteils (10) gegenüber der Stirnfläche (111) des Mittelschenkels (11) des ersten Kernteils (10) als eine schiefe Ebene mit der Steigung ausgebildet ist,

    - wobei die Auflagefläche (230) des zweiten Kernteils (20) gegenüber der Stirnfläche (211) des Mittelschenkels (21) des zweiten Kernteils (20) als eine schiefe Ebene mit der Steigung ausgebildet ist.


     
    4. Übertragerbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

    - wobei das erste Kernteil (10) eine Fläche (12), aus der eine erhabene Struktur (13) herausragt, aufweist,

    - wobei die Auflagefläche (130) des ersten Kernteils (10) als eine Oberfläche der erhabenen Struktur (13) ausgebildet ist.


     
    5. Übertragerbauelement nach Anspruch 4,

    - wobei die erhabene Struktur (13) mindestens einen ersten und einen zweiten Vorsprung (131, 132), die aus der Fläche (12) des ersten Kernteils (10) hervorragen, aufweist,

    - wobei ein erster Teil der Auflagefläche (130) des ersten Kernteils (10) als eine Oberfläche (1310) des ersten Vorsprungs (131) und ein zweiter Teil der Auflagefläche (130) des ersten Kernteils (10) als eine Oberfläche (1320) des zweiten Vorsprungs (132) ausgebildet ist,

    - wobei die den ersten Teil der Auflagefläche (130) des ersten Kernteils (10) bildende Oberfläche (1310) des ersten Vorsprungs (131) und die den zweiten Teil der Auflagefläche (130) des ersten Kernteils (10) bildende Oberfläche (1320) des zweiten Vorsprungs (132) jeweils in Form eines Kreisringsegments geformt sind.


     
    6. Übertragerbauelement nach einem der Ansprüche 4 oder 5,

    - wobei das erste Kernteil (10) eine kreisringförmig geformte Fläche (14), aus der der Mittelschenkel (11) des ersten Kernteils (10) hervorragt, aufweist,

    - wobei die kreisringförmig geformte Fläche (14) als eine Vertiefung in der Fläche (12) des ersten Kernteils (10) ausgebildet ist.


     
    7. Übertragerbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

    - wobei das zweite Kernteil (20) ein Bodenteil (22) und mindestens eine Seitenwand (23), die auf einer Fläche (220) des Bodenteils angeordnet ist, aufweist,

    - wobei der Mittelschenkel (21) des zweiten Kernteils (20) auf der Fläche (220) des Bodenteils (22) des zweiten Kernteils (20) angeordnet ist und zumindest teilweise von der Seitenwand (23) umgeben ist,

    - wobei die Auflagefläche (230) des zweiten Kernteils (20) an einer dem Bodenteil (22) gegenüberliegenden Seite der mindestens einen Seitenwand (23) angeordnet ist,

    - wobei die Auflagefläche (230) mindestens zwei Oberflächen der mindestens einen Seitenwand (23), die jeweils als Segmente eines Kreisrings geformt sind, aufweist.


     
    8. Übertragerbauelement nach Anspruch 7,
    wobei das zweite Kernteil (20) als ein nach einer Seite offener Hohlkörper mit einem Hohlraum, der von dem Bodenteil (22) und der mindestens einen Seitenwand (23) begrenzt ist, ausgebildet ist.
     
    9. Übertragerbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

    - wobei die Auflagefläche (230) des zweiten Kernteils (20) eine erste und zweite in Bezug auf eine Ebene der Stirnfläche (211) des Mittelschenkels (21) des zweiten Kernteils (20) schiefe Ebene (231, 232) aufweist,

    - wobei die Auflagefläche (230) des zweiten Kernteils (20) einen ersten und zweiten Absatz (233, 234) aufweist,

    - wobei die erste schiefe Ebene (231) der Auflagefläche (230) des zweiten Kernteils (20) als ein erstes Segment eines Kreisrings geformt ist und von dem ersten Absatz (233) zu dem zweiten Absatz (234) ansteigt,

    - wobei die zweite schiefe Ebene (232) der Auflagefläche (230) des zweiten Kernteils (20) als ein zweites Segment des Kreisrings geformt ist und von dem zweiten Absatz (234) zu dem ersten Absatz (233) ansteigt.


     
    10. Übertragerbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei zwischen der Auflagefläche (130) des ersten Kernteils (10) und der Auflagefläche (230) des zweiten Kernteils (20) eine Klebstoffschicht (40) angeordnet ist.
     
    11. Übertragerbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, umfassend:

    - einen Spulenkörper (50) mit einer Drahtwicklung (60),

    - wobei der Spulenkörper (50) auf dem Mittelschenkel (11) des ersten Kernteils (10) und dem Mittelschenkel (21) des zweiten Kernteils (20) angeordnet ist.


     
    12. Verfahren zum Herstellen eines Übertragerbauelements mit Einstellung einer Induktivität, umfassend:

    - Bereitstellen eines ersten Kernteils (10) des Übertragerbauelements (1) mit einem Mittelschenkel (11) und eines zweiten Kernteils (20) des Übertragerbauelements (1) mit einem Mittelschenkel (21), wobei das erste Kernteil (10) und das zweite Kernteil (20) jeweils eine Auflagefläche (130, 230) aufweisen, wobei die jeweilige Auflagefläche (130, 230) des ersten und zweiten Kernteils (10, 20) eine Steigung aufweist,

    - Anordnen des zweiten Kernteils (20) auf dem ersten Kernteil (10) derart, dass die Auflagefläche (130) des ersten Kernteils (10) an der Auflagefläche (230) des zweiten Kernteils (20) aufliegt und sich eine Stirnseite (110) des Mittelschenkels (11) des ersten Kernteils (10) und eine Stirnseite (210) des Mittelschenkels (21) des zweiten Kernteils (20) gegenüber stehen,

    - Bewegen des ersten und zweiten Kernteils (20) relativ zueinander derart, dass die Auflagefläche (230) des zweiten Kernteils (20) auf der Auflagefläche (130) des ersten Kernteils (10) gleitet und sich eine Position, an der die Auflagefläche (230) des zweiten Kernteils (20) auf der Auflagefläche (130) des ersten Kernteils (10) aufliegt, verschiebt und sich eine Breite eines Spalts (30) zwischen der Stirnseite (110) des Mittelschenkels (11) des ersten Kernteils (10) und der Stirnseite (210) des Mittelschenkels (21) des zweiten Kernteils (20) verändert,

    - Ermitteln einer Induktivität des Übertragerbauelements (1) während des Bewegens des ersten und zweiten Kernteils (10, 20) relativ zueinander,

    - Beenden des Bewegens des ersten und zweiten Kernteils (10, 20) relativ zueinander, wenn die während des Bewegens ermittelte Induktivität einen Sollwert annimmt.


     
    13. Verfahren nach Anspruch 12,

    - Bereitstellen des ersten Kernteils (10) mit einer Fläche (12), aus der eine erhabene Struktur (13) herausragt, wobei die Auflagefläche (130) als eine Oberfläche der erhabenen Struktur (13) ausgebildet ist, wobei die erhabene Struktur (13) mindestens einen ersten und einen zweiten Vorsprung (131, 132), die aus der Fläche (12) des ersten Kernteils (10) hervorragen, aufweist, wobei ein erster Teil der Auflagefläche (130) des ersten Kernteils (10) als eine Oberfläche (1310) des ersten Vorsprungs (131) und ein zweiter Teil der Auflagefläche (130) des ersten Kernteils (10) als eine Oberfläche (1320) des zweiten Vorsprungs (132) ausgebildet ist, wobei die den ersten Teil der Auflagefläche (130) des ersten Kernteils (10) bildende Oberfläche (1310) des ersten Vorsprungs (131) und die den zweiten Teil der Auflagefläche (130) des ersten Kernteils (10) bildende Oberfläche (1320) des zweiten Vorsprungs (132) jeweils in Form eines Kreisringsegments geformt sind,

    - Bereitstellen des zweiten Kernteils (20) mit einem Bodenteil (22) und mindestens einer Seitenwand (23), die auf einer Fläche (220) des Bodenteils (22) angeordnet ist, wobei der Mittelschenkel (21) des zweiten Kernteils (20) auf der Fläche (220) des Bodenteils (22) des zweiten Kernteils (20) angeordnet ist und zumindest teilweise von der mindestens einen Seitenwand (23) umgeben ist, wobei die Auflagefläche (230) des zweiten Kernteils (20) an einer dem Bodenteil (22) gegenüberliegenden Seite der mindestens einen Seitenwand (23) angeordnet ist, wobei die Auflagefläche (230) des zweiten Kernteils (20) mindestens zwei kreisringförmig geformte ansteigende Oberflächen der mindestens einen Seitenwand (23) umfasst,

    - Drehen des ersten und zweiten Kernteils (10, 20) relativ zueinander, wobei die Breite des Spalts (30) zwischen der Stirnseite (110) des Mittelschenkels (11) des ersten Kernteils (10) und der Stirnseite (210) des Mittelschenkels (21) des zweiten Kernteils (20) verändert wird, bis die während des Drehens ermittelte Induktivität den Sollwert annimmt.


     
    14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13, umfassend:

    - Bereitstellen eines Spulenkörpers (50) mit einem Hohlrohr (51),

    - Bewickeln des Spulenkörpers (50) mit einer Drahtwicklung (60),

    - Anordnen des bewickelten Spulenkörpers (50) an dem ersten Kernteil (10) derart, dass der Mittelschenkel (11) des ersten Kernteils (10) in dem Hohlrohr (51) des Spulenkörpers (50) angeordnet ist,

    - Anordnen des zweiten Kernteils (20) auf dem ersten Kernteil (10) derart, dass der Mittelschenkel (21) des zweiten Kernteils (20) auf dem Hohlrohr (51) des Spulenkörpers (50) angeordnet ist.


     
    15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, umfassend:

    - Aufbringen einer Klebstoffbeschichtung (40) auf mindestens eine der Auflageflächen (130, 230) des ersten und zweiten Kernteils (10, 20) vor dem Anordnen des zweiten Kernteils (20) auf dem ersten Kernteil (10),

    - Aushärten der Klebstoffbeschichtung (40) zwischen der jeweiligen Auflagefläche (130, 230) des ersten und zweiten Kernteils (10, 20), an einer Position der ersten und zweiten Kernteile (10, 20), an der die ermittelte Induktivität den Sollwert annimmt.


     


    Claims

    1. A transformer component with setting of an inductance, comprising:

    - a first core part (10) with a middle limb (11),

    - a second core part (20) with a middle limb (21),

    - the first core part (10) and the second core part (20) respectively having a bearing area (130, 230) with a respective slope,

    - the bearing area (130) of the first core part (10) bearing against the bearing area (230) of the second core part (20),

    - an end side (110) of the middle limb (11) of the first core part (10) and an end side (210) of the middle limb (21) of the second core part (20) being opposite one another,

    - a width of a gap (30) between the end side (110) of the middle limb (11) of the first core part (10) and the end side (210) of the middle limb (21) of the second core part (20) being dependent on a position in which the bearing area (130) of the first core part (10) bears against the bearing area (230) of the second core part (20).


     
    2. The transformer component according to Claim 1, the respective slope of the bearing area (130, 230) of the first and second core parts (10, 20) being respectively between 0.1° and 5°.
     
    3. The transformer component according to either of Claims 1 and 2,

    - the middle limb (11) of the first core part (10) and the middle limb (21) of the second core part (20) respectively having an end face (111, 211) on their respective end side (110, 210),

    - the end face (111) of the middle limb (11) of the first core part (10) and the end face (211) of the middle limb (21) of the second core part (20) being opposite one another,

    - the bearing area (130) of the first core part (10) being formed as an inclined plane with the slope with respect to the end face (111) of the middle limb (11) of the first core part (10),

    - the bearing area (230) of the second core part (20) being formed as an inclined plane with the slope with respect to the end face (211) of the middle limb (21) of the second core part (20).


     
    4. The transformer component according to one of Claims 1 to 3,

    - the first core part (10) having an area (12) from which a raised structure (13) protrudes,

    - the bearing area (130) of the first core part (10) being formed as a surface of the raised structure (13).


     
    5. The transformer component according to Claim 4,

    - the raised structure (13) having at least a first and a second projection (131, 132), which protrude from the area (12) of the first core part (10),

    - a first part of the bearing area (130) of the first core part (10) being formed as a surface (1310) of the first projection (131) and a second part of the bearing area (130) of the first core part (10) being formed as a surface (1320) of the second projection (132),

    - the surface (1310) of the first projection (131) that forms the first part of the bearing area (130) of the first core part (10) and the surface (1320) of the second projection (132) that forms the second part of the bearing area (130) of the first core part (10) being respectively shaped in the form of a segment of a circular ring.


     
    6. The transformer component according to either of Claims 4 and 5,

    - the first core part (10) having an area (14) shaped in the form of a circular ring, from which the middle limb (11) of the first core part (10) protrudes,

    - the area (14) shaped in the form of a circular ring being formed as a depression in the area (12) of the first core part (10).


     
    7. The transformer component according to one of Claims 1 to 6,

    - the second core part (20) having a bottom part (22) and at least one side wall (23), which is arranged on an area (220) of the bottom part,

    - the middle limb (21) of the second core part (20) being arranged on the area (220) of the bottom part (22) of the second core part (20) and being at least partially surrounded by the side wall (23),

    - the bearing area (230) of the second core part (20) being arranged on a side of the at least one side wall (23) that is opposite from the bottom part (22),

    - the bearing area (230) having at least two surfaces of the at least one side wall (23) that are respectively shaped as segments of a circular ring.


     
    8. The transformer component according to Claim 7, the second core part (20) being formed as a hollow body that is open to one side, with a cavity which is bounded by the bottom part (22) and the at least one side wall (23).
     
    9. The transformer component according to one of Claims 1 to 8,

    - the bearing area (230) of the second core part (20) having a first and a second plane (231, 232) which is inclined with respect to a plane of the end face (211) of the middle limb (21) of the second core part (20),

    - the bearing area (230) of the second core part (20) having a first and a second offset (233, 234),

    - the first inclined plane (231) of the bearing area (230) of the second core part (20) being shaped as a first segment of a circular ring and rising up from the first offset (233) to the second offset (234),

    - the second inclined plane (232) of the bearing area (230) of the second core part (20) being shaped as a second segment of the circular ring and rising up from the second offset (234) to the first offset (233).


     
    10. The transformer component according to one of Claims 1 to 9,
    an adhesive layer (40) being arranged between the bearing area (130) of the first core part (10) and the bearing area (230) of the second core part (20).
     
    11. The transformer component according to one of Claims 1 to 10, comprising:

    - a coil former (50) with a wire winding (60),

    - the coil former (50) being arranged on the middle limb (11) of the first core part (10) and the middle limb (21) of the second core part (20).


     
    12. A method for producing a transformer component with setting of an inductance, comprising:

    - providing a first core part (10) of the transformer component (1), with a middle limb (11), and a second core part (20) of the transformer component (1), with a middle limb (21), the first core part (10) and the second core part (20) respectively having a bearing area (130, 230), the respective bearing area (130, 230) of the first and second core parts (10, 20) having a slope,

    - arranging the second core part (20) on the first core part (10) in such a way that the bearing area (130) of the first core part (10) bears against the bearing area (230) of the second core part (20) and an end side (110) of the middle limb (11) of the first core part (10) and an end side (220) of the middle limb (21) of the second core part (20) are opposite one another,

    - moving the first and second core parts (20) in relation to one another in such a way that the bearing area (230) of the second core part (20) slides on the bearing area (130) of the first core part (10) and a position in which the bearing area (230) of the second core part (20) bears against the bearing area (130) of the first core part (10) is displaced and a width of a gap (30) between the end side (110) of the middle limb (11) of the first core part (10) and the end side (210) of the middle limb (21) of the second core part (20) changes,

    - determining an inductance of the transformer component (1) during the movement of the first and second core parts (10, 20) in relation to one another,

    - ending the moving of the first and second core parts (10, 20) in relation to one another when the inductance determined during the movement assumes a setpoint value.


     
    13. The method according to Claim 12,

    - providing the first core part (10), with an area (12), from which a raised structure (13) protrudes, the bearing area (130) being formed as a surface of the raised structure (13), the raised structure (13) having at least a first and a second projection (131 132), which protrude from the area (12) of the first core part (10), a first part of the bearing area (130) of the first core part (10) being formed as a surface (1310) of the first projection (131) and a second part of the bearing area (130) of the first core part (10) being formed as a surface (1320) of the second projection (132), the surface (1310) of the first projection (131) that forms the first part of the bearing area (130) of the first core part (10) and the surface (1320) of the second projection (132) that forms the second part of the bearing area (130) of the first core part (10) being respectively shaped in the form of a segment of a circular ring,

    - providing the second core part (20), with a bottom part (22) and at least one side wall (23), which is arranged on an area (220) of the bottom part (22), the middle limb (21) of the second core part (20) being arranged on the area (220) of the bottom part (22) of the second core part (20) and being at least partially surrounded by the at least one side wall (23), the bearing area (230) of the second core part (20) being arranged on a side of the at least one side wall (23) that is opposite from the bottom part (22), the bearing area (230) of the second core part (20) comprising at least two rising surfaces of the at least one side wall (23) that are shaped in the form of a circular ring,

    - turning the first and second core parts (10, 20) in relation to one another, the width of the gap (30) between the end side (110) of the middle limb (11) of the first core part (10) and the end side (210) of the middle limb (21) of the second core part (20) being changed until the inductance determined during the turning assumes the setpoint value.


     
    14. The method according to either of Claims 12 and 13, comprising:

    - providing a coil former (50), with a hollow tube (51),

    - winding the coil former (50) with a wire winding (60),

    - arranging the wound coil former (50) on the first core part (10) in such a way that the middle limb (11) of the first core part (10) is arranged in the hollow tube (51) of the coil former (50),

    - arranging the second core part (20) on the first core part (10) in such a way that the middle limb (21) of the second core part (20) is arranged on the hollow tube (51) of the coil former (50).


     
    15. The method according to one of Claims 12 to 14, comprising:

    - applying an adhesive coating (40) to at least one of the bearing areas (130, 230) of the first and second core parts (10, 20) before arranging the second core part (20) on the first core part (10),

    - curing the adhesive coating (40) between the respective bearing areas (130, 230) of the first and second core parts (10, 20) in a position of the first and second core parts (10, 20) in which the determined inductance assumes the setpoint value.


     


    Revendications

    1. Composant transducteur avec réglage d'une inductance, comprenant :

    - un premier élément d'âme (10) avec une branche centrale (11),

    - un deuxième élément d'âme (20) avec une branche centrale (21),

    - le premier élément d'âme (10) et le deuxième élément d'âme (20) comportant chacun une surface d'appui (130, 230) avec une inclinaison respective,

    - la surface d'appui (130) du premier élément d'âme (10) s'appuyant sur la surface d'appui (230) du deuxième élément d'âme (20),

    - une face frontale (110) de la branche centrale (11) du premier élément d'âme (10) et une face frontale (210) de la branche centrale (21) du deuxième élément d'âme (20) se trouvant en vis-à-vis,

    - une largeur d'une fente (30) entre la face frontale (110) de la branche centrale (11) du premier élément d'âme (10) et la face frontale (210) de la branche centrale (21) du deuxième élément d'âme (20) dépendant d'une position dans laquelle la surface d'appui (130) du premier élément d'âme (10) s'appuie sur la surface d'appui (230) du deuxième élément d'âme (20) .


     
    2. Composant transducteur selon la revendication 1, l'inclinaison respective de la surface d'appui (130, 230) du premier et deuxième éléments d'âme (10, 20) se situant respectivement entre 0,1° et 5°.
     
    3. Composant transducteur selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,

    - la branche centrale (11) du premier élément d'âme (10) et la branche centrale (21) du deuxième élément d'âme (20) présentant sur leur face frontale (110, 210) respective, respectivement une surface frontale (111, 211),

    - la surface frontale (111) de la branche centrale (11) du premier élément d'âme (10) et la surface frontale (211) de la branche centrale (21) du deuxième élément d'âme (20) se trouvant en vis-à-vis,

    - la surface d'appui (130) du premier élément d'âme (10) au vis-à-vis de la surface frontale (111) de la branche centrale (11) du premier élément d'âme (10) étant conçue comme un plan oblique portant l'inclinaison,

    - la surface d'appui (230) du deuxième élément d'âme (20) au vis-à-vis de la surface frontale (211) de la branche centrale (21) du deuxième élément d'âme (20) étant conçue comme un plan oblique portant l'inclinaison,


     
    4. Composant transducteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,

    - le premier élément d'âme (10) comportant une surface (12) hors de laquelle saillit structure surélevée (13),

    - la surface d'appui (130) du premier élément d'âme (10) étant conçue sous la forme d'une surface de la structure surélevée (13).


     
    5. Composant transducteur selon la revendication 4,

    - la structure surélevée (13) comportant au moins une première et une deuxième saillies (131, 132), qui saillissent hors de la surface (12) du premier élément d'âme (10),

    - une première partie de la surface d'appui (130) du premier élément d'âme (10) étant conçue en tant qu'une surface (1310) de la première saillie (131) et une deuxième partie de la surface d'appui (130) du premier élément d'âme (10) étant conçue en tant qu'une surface (1320) de la deuxième saillie (132),

    - la surface (1310) de la première saillie (131) qui forme la première partie de la surface d'appui (130) du premier élément d'âme (10) et la surface (1320) de la deuxième saillie (132) qui forme la deuxième partie de la surface d'appui (130) du premier élément d'âme (10) étant façonnées respectivement sous la forme d'un segment d'anneau circulaire.


     
    6. Composant transducteur selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5,

    - le premier élément d'âme (10) comportant une surface (14) façonnée en forme d'anneau circulaire, hors de laquelle saillit la branche centrale (11) du premier élément d'âme (10),

    - la surface (14) façonnée en forme d'anneau circulaire étant conçue sous la forme d'un creux dans la surface (12) du premier élément d'âme (10).


     
    7. Composant transducteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,

    - le deuxième élément d'âme (20) comportant un élément de fond inférieur (22) et au moins une paroi latérale (23), qui est placée sur une surface (220) de l'élément de fond inférieur,

    - la branche centrale (21) du deuxième élément d'âme (20) étant placée sur la surface (220) de l'élément de fond inférieur (22) du deuxième élément d'âme (20) et étant entourée au moins en partie par la paroi latérale (23),

    - la surface d'appui (230) du deuxième élément d'âme (20) étant placée sur un côté opposé à l'élément de fond inférieur (22) de l'au moins une paroi latérale (23),

    - la surface d'appui (230) comportant au moins deux surfaces de l'au moins une paroi latérale (23), qui sont façonnées chacune sous la forme de segments d'un anneau circulaire.


     
    8. Composant transducteur selon la revendication 7, le deuxième élément d'âme (20) étant conçu sous la forme d'un corps creux ouvert sur un côté, avec une cavité, qui est délimitée par l'élément de fond inférieur (22) et par l'au moins une paroi latérale (23).
     
    9. Composant transducteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,

    - la surface d'appui (230) du deuxième élément d'âme (20) comportant un premier et un deuxième plans obliques (231, 232) par rapport à un plan de la surface frontale (211) de la branche centrale (21) du deuxième élément d'âme (20),

    - la surface d'appui (230) du deuxième élément d'âme (20) comportant un premier et un deuxième talons (233, 234),

    - le premier plan oblique (231) de la surface d'appui (230) du deuxième élément d'âme (20) étant façonné sous la forme d'un premier segment d'un anneau circulaire et croissant du premier talon (233) vers le deuxième talon (234),

    - le deuxième plan oblique (232) de la surface d'appui (230) du deuxième élément d'âme (20) étant façonné sous la forme d'un deuxième segment de l'anneau circulaire et croissant du deuxième talon (234) vers le premier talon (233) .


     
    10. Composant transducteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, entre la surface d'appui (130) du premier élément d'âme (10) et la surface d'appui (230) du deuxième élément d'âme (20) étant placée une couche d'agent adhésif (40).
     
    11. Composant transducteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, comprenant :

    - un corps de bobine (50) avec un enroulement de fil (60),

    - le corps de bobine (50) étant placé sur la branche centrale (11) du premier élément d'âme (10) et sur la branche centrale (21) du deuxième élément d'âme (20).


     
    12. Procédé, destiné à fabriquer un composant transducteur avec réglage d'une inductance, comprenant :

    - la mise à disposition d'un premier élément d'âme (10) du composant transducteur (1) avec une branche centrale (11) et d'un deuxième élément d'âme (20) du composant transducteur (1) avec une branche centrale (21), le premier élément d'âme (10) et le deuxième élément d'âme (20) comportant respectivement une surface d'appui (130, 230), la surface d'appui (130, 230) respective du premier et deuxième éléments d'âme (10, 20) comportant une inclinaison,

    - du placement du deuxième élément d'âme (20) sur le premier élément d'âme (10) de telle sorte que la surface d'appui (130) du premier élément d'âme (10) s'appuie sur la surface d'appui (230) du deuxième élément d'âme (20) et qu'une face frontale (110) de la branche centrale (11) du premier élément d'âme (10) et une face frontale (210) de la branche centrale (21) du deuxième élément d'âme (20) se trouvent en vis-à-vis,

    - du déplacement du premier et deuxième éléments d'âme (20) l'un par rapport à l'autre, de telle sorte que la surface d'appui (230) du deuxième élément d'âme (20) coulisse sur la surface d'appui (130) du premier élément d'âme (10) et se déplace dans une position dans laquelle la surface d'appui (230) du deuxième élément d'âme (20) s'appuie sur la surface d'appui (130) du premier élément d'âme (10) et qu'une largeur d'une fente (30) entre la face frontale (110) de la branche centrale (11) du premier élément d'âme (10) et la face frontale (210) de la branche centrale (21) du deuxième élément d'âme (20) change,

    - de la détermination d'une inductance du composant transducteur (1) pendant le déplacement du premier et deuxième éléments d'âme (10, 20) l'un par rapport à l'autre,

    - de l'arrêt du déplacement du premier et deuxième éléments d'âme (10, 20) l'un par rapport à l'autre, lorsque l'inductance déterminée pendant le déplacement adopte une valeur de consigne.


     
    13. Procédé selon la revendication 12, comprenant :

    - la mise à disposition du premier élément d'âme (10) avec une surface (12), hors de laquelle saillit une structure surélevée (13), la surface d'appui (130) étant conçue sous la forme d'une surface de la structure surélevée (13), la structure surélevée (13) comportant au moins une première et une deuxième saillies (131, 132), qui saillissent hors de la surface (12) du premier élément d'âme (10), une première partie de la surface d'appui (130) du premier élément d'âme (10) étant conçue sous la forme d'une surface (1310) de la première saillie (131) et une deuxième partie de la surface d'appui (130) du premier élément d'âme (10) étant conçue sous la forme d'une surface (1320) de la deuxième saillie (132), la surface (1310) de la première saillie (131) qui forme la première partie de la surface d'appui (130) du premier élément d'âme (10) et la surface (1320) de la deuxième saillie (132) qui forme la deuxième partie de la surface d'appui (130) du premier élément d'âme (10) étant façonnées respectivement sous la forme d'un segment d'anneau circulaire,

    - la mise à disposition du deuxième élément d'âme (20) avec un élément de fond inférieur (22) et au moins une paroi latérale (23), qui est placée sur une surface (220) de l'élément de fond inférieur (22), la branche centrale (21) du deuxième élément d'âme (20) étant placée sur la surface (220) de l'élément de fond inférieur (22) du deuxième élément d'âme (20) et étant entourée au moins partiellement par l'au moins une paroi latérale (23), la surface d'appui (230) du deuxième élément d'âme (20) étant placée sur un côté de l'au moins une paroi latérale (23) qui se trouve au vis-à-vis de l'élément de fond inférieur (22), la surface d'appui (230) du deuxième élément d'âme (20) comprenant au moins deux surfaces croissantes, façonnées en forme d'anneau circulaire de l'au moins une paroi latérale (23),

    - la rotation du premier et deuxième éléments d'âme (10, 20) l'un par rapport à l'autre, sachant que l'on change la largeur de la fente (30) entre la face frontale (110) de la branche centrale (11) du premier élément d'âme (10) et la face frontale (210) de la branche centrale (21) du deuxième élément d'âme (20), jusqu'à ce que l'inductance déterminée pendant la rotation adopte la valeur de consigne.


     
    14. Procédé selon l'une quelconque des revendication 12 ou 13, comprenant :

    - la mise à disposition d'un corps de bobine (50) avec un tube creux (51),

    - le bobinage du corps de bobine (50) avec un enroulement de fil (60),

    - le placement du corps de bobine (50) bobiné sur le premier élément d'âme (10), de sorte que la branche centrale (11) du premier élément d'âme (10) soit placée dans le tube creux (51) du corps de bobine (50),

    - le placement du deuxième élément d'âme (20) sur le premier élément d'âme (10), de sorte que la branche centrale (21) du deuxième élément d'âme (20) soit placée sur le tube creux (51) du corps de bobine (50).


     
    15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 12 à 14, comprenant :

    - l'application d'un revêtement d'agent adhésif (40) sur au moins l'une des surfaces d'appui (130, 230) du premier et deuxième éléments d'âme (10, 20), avant le placement du deuxième élément d'âme (20) sur le premier élément d'âme (10),

    - le durcissement du revêtement d'agent adhésif (40) entre la surface d'appui (130, 230) respective du premier et deuxième éléments d'âme (10, 20), dans une position du premier et deuxième éléments d'âme (10, 20), dans laquelle l'inductance déterminée adopte la valeur de consigne.


     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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