[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Trainingsgerät mit einem Hohlkörper aus Kunststoff,
der einen Hohlraum umgibt, wobei in dem Hohlraum mindestens ein Innenelement angeordnet
ist, das als ein Rotationskörper ausgeführt ist und auf einer inneren Oberfläche des
Hohlraums abrollen kann.
[0002] Es sind bereits Trainingsgeräte unter der Bezeichnung "Gyrotwister™" auf dem Markt,
die kreisende Bewegungen eines Nutzers erfordern, um einen besonderen Trainingseffekt
zu erzielen. Die "Gyrotwister™"-Geräte basieren dabei auf einem Kreisel, und darauf,
dass ein Benutzer gegen die Kreiselwirkung arbeiten muss, um die Drehung des Kreisels
aufrecht zu erhalten. Die Verwendung eines "Gyrotwister™"-Geräts erfordert aufgrund
der Kreiselwirkung eine sehr genaue Koordination der Bewegung des Benutzers, was zu
einem verringerten Trainingseffekt führt, da eine derartig koordinierte Bewegung sonst
nicht benötigt wird.
[0003] Es besteht also ein Bedarf nach einem vereinfachten Trainingsgerät, das es gestattet,
mit relativ geringem Aufwand auch ohne eine komplexe Mechanik ein dynamisches Trainieren
zu ermöglichen, das ohne eine hochgradig koordinierte Bewegung möglich ist.
[0004] Erfindungsgemäß wird ein Trainingsgerät mit einem Hohlkörper aus weichem bzw. weichgemachtem
PVC oder Mischungen aus weichem bzw. weichgemachtem PVC und anderen Kunststoffen bereitgestellt.
Der Hohlköper umgibt einen Hohlraum, wobei in dem Hohlraum mindestens ein Rotationskörper
angeordnet ist, der auf einer inneren Oberfläche des Hohlraums abrollen kann. Das
Trainingsgerät wird dabei entlang eines kreisförmigen oder ovalen Pfades bewegt, wobei
der Rotationskörper innerhalb des Hohlraums abrollt. Der Trainingseffekt wird erzeugt,
indem die trainierende Person die Zentripetalkraft aufbringen muss, die den Rotationskörper
auf seiner Bahn hält. Der Rotationskörper bewegt sich dabei im Wesentlichen auf einem
Weg, der einer Überlagerung des Pfades des handgefilhrten Hohlkörpers und der Bahn
des Rotationskörpers entlang der inneren Oberfläche des Hohlraums entspricht.
[0005] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Trainingsgeräts ist der Hohlkörper weiter
mit einem Fluid und/oder einer Flüssigkeit gefüllt. Dabei kann es sich bei dem Fluid
um ein Schutzgas handeln, welches eine Korrosion an dem Rotationskörper verhindern
soll. Eine vorgesehene Flüssigkeit kann als Wasser, Gel, Öl oder als ein Gleitmittel
ausgeführt sein, um eine Reibung vor allem des oder der Rotationskörper zu reduzieren.
Bei einer zusätzlichen Ausführung ist der Hohlraum einfach zusammenhängend und bevorzugt
konkav ausgeführt. Diese Ausführungsform schließt explizit torusförmige Hohlräume
und mehrfach zusammenhängende Hohlräume aus.
[0006] Eine weitere Ausführungsform des Trainingsgeräts umfasst einen Hohlkörper, der aus
Kunststoff, zB Weich-PVC besteht oder Weich-PVC umfasst. Ein Hohlkörper aus Weich-PVC
verspricht ein angenehmeres haptisches Gefühl beim Trainieren. Durch die erhöhte Reibung
kann bei dieser Ausführung mit langsameren Bewegungen trainiert werden.
[0007] Eine zusätzliche Ausführung des Trainingsgeräts umfasst einen Hohlkörper, der aus
Kunststoff, zB Hart-PVC besteht oder der Hart-PVC umfasst. Ein Hohlkörper aus Hart-PVC
gestattet ein besonders reibungsarmes Abrollen des Rotationskörpers auf der inneren
Oberfläche des Hohlraums, was das Trainieren einfacher bzw. leichter gestaltet, und
was insbesondere schnellere Bewegungen zulässt.
[0008] Bei einer weiteren Ausführungsform des Trainingsgeräts ist der Hohlkörper zweischalig
ausgeführt. In einer Version des Trainingsgeräts ist eine Innenschale aus Hart-PVC
gefertigt und von einer Außenschale aus Weich-PVC umgeben. Hier wird eine geringe
innere Reibung beim Abrollen mit einem angenehmen und sicheren Griffgefühl kombiniert.
Bei einer zusätzlichen Ausführung ist eine Innenschale aus Weich-PVC gefertigt, die
von einer Außenschale aus Hart-PVC umgeben ist. Hier kann eine höhere Reibung erreicht
werden, während eine geringere Gesamtverformung des Trainingsgeräts erreicht wird.
[0009] Eine andere Ausführung des Trainingsgeräts umfasst einen Hohlkörper und/oder einen
Hohlraum, der rotationssymmetrisch ist. Diese Ausführungen betreffen insbesondere
Hohlkörper, die einen Ellipsoid bilden, der oblat oder prälat ausgeformt ist. Ein
solcher Hohlkörper wird in der Mathematik auch als Homöoid bezeichnet. Ein ellipsoider
Hohlkörper erfordert eine ellipsenförmige Bahn, auf der das Trainingsgerät bewegt
wird, um das Abrollen zu gewährleisten.
[0010] Bein einer weiteren anderen Ausführungsform des Trainingsgeräts ist der Hohlkörper
kugelförmig, und/oder der Hohlraum ist kugelförmig ausgeführt. Diese Ausführungen
umfassen Trainingsgeräte mit einer kugelförmigen Außenfläche, die einen kugelförmigen
oder auch einen ellipsoiden Hohlraum aufweisen. Diese Ausführung ist ebenfalls auf
einen Hohlkörper gerichtet, der beispielsweise außen mit Griffmulden versehen ist,
und der einen kugelförmigen oder ellipsoiden Hohlraum aufweist.
[0011] Bei einer weiteren Ausführungsform des Trainingsgeräts weist der Hohlkörper eine
Wandstärke zwischen 2 bis 10 mm, bevorzugt zwischen 3 bis 8 mm und weiter bevorzugt
zwischen 4 und 6mm auf.
[0012] Bei einer anderen Ausführungsform des Trainingsgeräts weist der Hohlkörper einen
Durchmesser zwischen 50 und 180 mm, bevorzugt zwischen 70 und 150 mm und weiter bevorzugt
zwischen 90 und 130 mm auf. Damit lässt sich das Trainingsgerät leicht mit einer Hand
führen, und die Finger-, Unterarm- und Oberarmmuskeln können je nach Bewegungsführung
gezielt trainiert werden.
[0013] Eine zusätzliche Ausführungsform des Trainingsgeräts nutzt einen Hohlkörper, an dessen
äußerer Oberfläche mindestens eine Struktur wie eine Massagerippe und/oder eine Massagenoppe
vorgesehen ist. Die Struktur kann die Griffigkeit des Trainingsgeräts erhöhen und
so schnellere und kraftvollere Bewegungen ermöglichen. Weiterhin können Massagerippen
und Massagenoppen es gestatten, dass die Trainingsvorrichtung ebenfalls als Massagekörper
oder Massageball genutzt werden kann. Eine derartige "Dual-Use"-Eigenschaft kann dabei
als zusätzlicher Kaufanreiz dienen.
[0014] Das Trainingsgerät kann in einer weiteren Ausführungsform mit einem Hohlkörper versehen
sein, der mit einer verschließbaren Öffnung versehen ist. Die innere Oberfläche des
Hohlkörpers soll dabei bei verschlossener Öffnung im Wesentlichen glatt sein. Dies
kann beispielsweise durch einen Schraubdeckel mit glatter konkaver Innenfläche erreicht
werden, die an die Krümmung der inneren Oberfläche des Hohlkörpers angepasst ist.
Es ist ebenfalls möglich, andere verschließbare Öffnungen zu wählen. Es ist dabei
von Vorteil, wenn zumindest ein Teil des Hohlkörpers aus Hart-PVC gefertigt ist, um
einen Spalt an einer Grenze zwischen der Öffnung und einem Verschluss, mit dem die
Öffnung verschlossen werden kann, möglichst gering halten zu können.
[0015] Bei einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Trainingsvorrichtung ist der
mindestens eine Rotationskörper aus Holz, Kunststoff, Metall und weiter bevorzugt
aus Eisen oder Stahl gefertigt. In einer weiteren Ausführungsform ist der Rotationskörper
bevorzugt mit einer Schicht aus Weich- PVC überzogen. Da die Trainingswirkung der
vorliegenden Trainingsvorrichtung hauptsächlich aus der sich bewegenden bzw. der abrollenden
Masse des oder der Rotationskörper erzeugt wird, sollen für diese Elemente Werkstoffe
mit einem hohen spezifischen Gewicht eingesetzt werden. Um beim Abrollen einen höheren
Energiebedarf zu erzeugen, kann die Reibung auf Seiten der Abrollelemente dadurch
erhöht werden, dass sie mit einer Schicht aus Weich-PVC überzogen werden, die beim
Abrollen ebenfalls eine Walkarbeit in der Schicht aus Weich-PVC erzeugt.
[0016] Bei einer weiteren Ausführung des Trainingsgeräts ist der mindestens eine Rotationskörper
kugelförmig oder ellipsoid ausgeführt. Ein kugelförmiger Rotationskörper gestattet
ein einfaches Trainieren, da der Rotationsköper glatt auf der inneren Oberfläche des
Hohlkörpers abrollen kann. Bei ellipsoiden Rotationskörpern bewegt sich der Schwerpunkt
des Rotationskörpers nahezu auf einer Zykloiden, was bedeutet, dass beim Trainieren
weitere dynamische Impulse an einen trainierenden Körperteil abgegeben werden.
[0017] Bei einer weiteren Ausführungsform des Trainingsgeräts weist der mindestens eine
kugelförmige Rotationskörper einen Durchmesser zwischen 6 und 40mm, bevorzugt zwischen
8 und 30 und weiter bevorzugt zwischen 10 und 25mm auf. Diese Abmessungen betreffen
auch die großen Halbachsen von ellipsoiden Rotationskörpern.
[0018] Bei einer zusätzlichen Ausführungsform des Trainingsgerätes befinden sich in dem
Hohlraum eine Anzahl von zwischen 2 und 40 bevorzugt zwischen 3 und 30 und weiter
bevorzugt zwischen 4 und 15 Rotationskörper. Anstelle lediglich eines Rotationskörpers,
der sich alleine und frei auf der inneren Oberfläche des Hohlraums bewegt, können
weitere Rotationskörper in dem Hohlraum angeordnet werden. Bei zwei oder drei Rotationskörpern
tritt zwischen den Rotationskörpern zusätzlich Reibung auf, was wiederum den Energieaufwand
für das Abrollen der Rotationskörper weiter erhöht. Insgesamt steigt mit der Anzahl
der verwendeten Rotationskörper die verrichtete Arbeit. Je höher die Zahl der Rotationskörper,
desto höher die innere Reibung und der Energieaufwand und damit der Trainingseffekt
beim Trainieren. Die Anzahl der Rotationskörper ändert sich bevorzugt mit dem Volumen
des Hohlkörpers, und zwar vorzugsweise im Verhältnis 1 : 2,2.
[0019] Gemäß eines weiteren Aspekts der vorliegenden Erfindung wird ein Trainingsgerät bereitgestellt,
das einen weiteren Hohlkörper sowie ein Griffstück umfasst. Das Griffstück verbindet
die beiden Hohlkörper miteinander. Das Trainingsgerät ist dabei bevorzugt hantelförmig
ausgeführt. Das Trainingsgerät gestattet es, größere Hohlkörper zu verwenden. Weiterhin
gestattet das hantelförmige Trainingsgerät eine synchrone Bewegung der Rotationskörper
in den Hohlräumen, wobei die Hantelachse im Wesentlichen auf einer Zylinderschale
bewegt wird. Bei dieser Art des Trainings wird das Griffstück im Wesentlichen immer
mit der gleichen Ausrichtung bewegt. Zusätzlich gestattet das hantelförmige Trainingsgerät
eine um 180° phasenverschobene Bewegung der Rotationskörper in den Hohlräumen, bei
denen die Hantelachse auf einer Doppelkegelfläche mit gegeneinander gerichteten Spitzen
bewegt wird. Dabei führt die Hantel eine Art Taumelbewegung aus. Im Vergleich zu einem
Trainingsgerät mit nur einem Hohlkörper ermöglicht die Hantelform ein vielfältigeres
Trainingserlebnis.
[0020] Bei einer zusätzlichen Ausführungsform umfasst das Trainingsgerät weiter mindestens
einen Magneten, der an der verschließbaren Öffnung und/oder im Griffstück angeordnet
ist. Mit dem Magneten kann der Rotationskörper in dem Hohlraum festgelegt werden,
oder zumindest in seiner Bewegung eingeschränkt werden. Diese Eigenschaft kann ebenfalls
zum Transport oder zu einer Veränderung des Abrollverhaltens genutzt werden.
[0021] Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand von schematischen Zeichnungen
von ausgewählten Ausführungsformen näher erläutert.
Figur 1 zeigt eine Teil-Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Trainingsgeräts in
einer grundlegenden Ausführungsform mit einem Hohlkörper und einem Rotationskörper.
Figur 2 zeigt eine Teil-Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Trainingsgeräts in
einer weiteren Ausführungsform mit zwei Rotationskörpern und Oberflächenstrukturen.
Figur 3 stellt den Hohlkörper von Figur 1 dar, der mit einem ellipsoiden Rotationskörper
versehen ist.
Figur 4 zeigt einen Hohlkörper mit einem zweischaligen Aufbau mit vier Rotationskörpern.
Figur 5 zeigt einen Hohlkörper entsprechend Figur 4, der mit einer verschließbaren
Öffnung versehen ist.
Figur 6 zeigt einen Hohlkörper entsprechend Figur 5, bei dem zwei Rotationskörper
durch einen Magneten an der verschließbaren Öffnung festgelegt sind.
Figur 7 zeigt den Hohlkörper von Fig. 5, der mit 12 kugelförmige Rotationskörpern
und einer Flüssigkeit gefüllt ist.
Figur 8 stellt eine Teilschnittansicht eines hantelförmigen Trainingsgeräts dar, deren
Hohlkörper an ein Griffstück angeklebt sind, und die mit jeweils 4 Rotationskörpern
gefüllt sind.
Figur 9 stellt eine Teilschnittansicht eines hantelförmigen Trainingsgeräts dar, deren
Hohlkörper lösbar an einem Griffstück befestigt sind und die mit jeweils 4 Rotationskörpern
und einem Fluid gefüllt sind.
Figur 10 stellt eine Teilschnittansicht eines Hohlkörpers dar, der als ein Ellipsoid
ausgeführt ist, und in dem sich ein einzelner Rotationskörper befindet.
[0022] Im Folgenden werden sowohl in den Zeichnungen wie auch in der Beschreibung gleiche
oder ähnliche Bezugszeichen verwendet, um auf gleiche oder ähnliche Elemente oder
Komponenten Bezug zu nehmen. Alle Figuren sind als Schnitt- oder Teilschnittansichten
ausgeführt.
[0023] Figur 1 zeigt eine Teil-Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Trainingsgeräts 2
in einer grundlegenden Ausführungsform mit einem Hohlkörper 4 und einem Rotationskörper
8. Das Trainingsgerät 2 soll in einer kreisenden Bewegung mit der Hand geführt werden,
woraufhin sich der Rotationskörper 8 in dem Hohlraum 6 des Hohlkörpers 4 bewegt und
auf der inneren Oberfläche 10 des Hohlraums 8 abrollt. Durch die Bewegung des Trainingsgeräts
2 bewegt sich der Rotationskörper im System des Hohlkörpers im Wesentlichen auf einer
Kreisbahn. Die daraus resultierenden Zentripetalkräfte führen dabei zu einem Trainingseffekt
an den Händen bzw Armmuskeln einer trainierenden Person. Der Hohlkörper kann aus Kunststoff,
zB Weich- oder Hart-PVC gefertigt sein. Ein Hohlkörper aus Hart-PVC erfordert eine
geringere Walkarbeit beim Abrollen, was schnellere Bewegungen ermöglicht. Eine derartige
Ausführung ist vor allem zum Trainieren schneller Bewegungen geeignet. Der dargestellte
Rotationskörper 8 ist als eine Kugel ausgeführt, die mit einer Schicht aus Weich-PVC
36 überzogen ist. Durch die PVC-Schicht 36 kann auch der Rotationskörper 8 beim Abrollen
eine Walkarbeit verrichten und so die innere Reibung beim Trainieren weiter erhöhen,
was einen höheren Trainingseffekt insbesondere bei langsameren Bewegungen zur Folge
hat.
[0024] Es ist vorgesehen, dass in dem Hohlkörper 4 auf seiner Außenfläche eine kreisförmige
Vertiefung von 2-3 mm Tiefe gebildet ist, die einen kreuzförmigen Schnitt aufweist,
durch den die Rotationskörper 8 in den Hohlkörper 4 eingebracht werden können. Nach
Einbringung wird der Schlitz verklebt und mit einer entsprechenden Platte verschlossen,
die ebenfalls verklebt wird und bündig mit der Oberfläche des Hohlkörpers abschließt.
[0025] Figur 2 zeigt eine Teil-Schnittansicht eines anderen erfindungsgemäßen Trainingsgeräts
2 mit zwei Rotationskörpern 8 und Oberflächenstrukturen 18, 20. Das Trainingsgerät
kann wie das Trainingsgerät von Figur 1 einen Hohlkörper aus Hart- oder Weich-PCV
umfassen, der beispielsweise in Halbschalenbauweise hergestellt sein kann. In dem
Hohlkörper 4 sind zwei Rotationskörper 8 aus Metall, wie Eisen oder Stahl angeordnet.
Die beiden Rotationskörper drehen sich beim Abrollen in die gleiche Richtung und reiben
beim Abrollen an ihrem Berührungspunkt aneinander und erzeugen auf diese Weise Reibung,
was den Energieverbrauch beim Abrollen auf der inneren Oberfläche 10 und damit den
Trainingseffekt erhöht. Bei zwei Rotationskörpern tritt nur ein solcher Berührungspunkt
auf und die zusätzliche Reibung entsteht nur an einer Stelle. Der Hohlkörper ist außen
mit Strukturen versehen, die als Massagenoppen 20 und Massagerippen 18 ausgeführt
sind. Mit den Massagestrukturen 18, 20 kann das Trainingsgerät ebenfalls als Massagekörper
bzw. Massageball genutzt werden. Es wird hier explizit betont, dass verschieden große
und verschieden angeordnete Massagenoppen und Massagerippen bei allen Ausführungsformen
der Figuren 1 bis 10 eingesetzt werden können. Es wurde lediglich aufgrund der Prägnanz
darauf verzichtet, dieses in allen Ausführungen redundant zu wiederholen.
[0026] Figur 3 stellt den Hohlkörper von Figur 1 dar, der mit einem ellipsoiden Rotationskörper
8 versehen ist. Anstelle einer Kugel wird hier ein Ellipsoid als Rotationskörper 8
verwendet. Beim Abrollen auf der inneren Oberfläche des Hohlkörpers 4 folgt der Schwerpunkt
des ellipsoiden Rotationskörpers in etwa einer Zykloide (Abrollkurve) über der inneren
Oberfläche 10 des Hohlraums 6. Alle anderen Parameter können wie bei den Figuren 1
und 2 beschrieben abgeändert sein. Der Rotationskörper kann prälat oder oblat gegenüber
einer Kugel verformt sein. Der Rotationskörper erzeugt beim abrollen leichte Vibrationen,
die einen erhöhten Trainingseffekt versprechen.
[0027] Figur 4 zeigt einen Hohlkörper 4 mit einem zweischaligen Aufbau mit vier Rotationskörpern
8. Es sind nur drei Rotationskörper 8 dargestellt, da der vierte in der Schnittansicht
vor der Schnittebene liegt. Der Hohlkörper 4 weist einen zweischaligen Aufbau auf.
Eine Außenschale 4A umgibt dabei eine Innenschale 4B. Es ist möglich, eine dieser
Schalen aus Weich-PCV herzustellen, und eine andere aus Hart-PCV zu fertigen. Die
zu erwartenden Effekte von Hart- bzw. Weich-PVC sind bereits in Bezug auf Figur 1
diskutiert worden. Es ist je nach Ausführung bevorzugt einen höheren Abrollwiderstand
mit einer festen Außenschale zu kombinieren oder einen geringeren Abrollwiderstand
mit einer elastischeren und eventuell mit Massagenoppen versehenen äußeren Oberfläche
zu kombinieren.
[0028] Die vier dargestellten Rotationskörper 8 berühren sich an mindestens 4 Berührpunkten,
an denen aufgrund der gleichsinnigen Bewegung beim Abrollen auch Reibung erzeugt wird.
Im Vergleich zu der Ausführung von Figur 2 kann der Anteil der Reibung, der an den
Berührungspunkten der Rotationskörper 8 untereinander erzeugt wird, erhöht oder gesenkt
sein.
[0029] Figur 5 zeigt einen Hohlkörper entsprechend Figur 4, der mit einer verschließbaren
Öffnung versehen ist. Der Hohlkörper ist hier wie bei der Figur 4 zweischalig ausgeführt.
Hier ist die Außenschale 4A aus Weich-PCV hergestellt, während die Innenschale 4B
und ein Ansatzstück aus Hart-PVC hergestellt sind. Das Ansatzstück ist als Rohrstück
mit einer Querbohrung ausgeführt, wobei sich der Innenraum des Rohrstücks bis in den
Hohlraum 6 des Trainingsgeräts 2 erstreckt und die verschließbare Öffnung 28 bildet.
In dem Rohr bzw. dem Ansatzstück ist ein Stopfen oder ein Verschluss 30 eingesetzt,
dessen innere Fläche an die Krümmung und die Oberfläche des Hohlraums 6 angepasst
ist, um ein möglichst glattes Abrollen der Rotationskörper 8 auch im Bereich der verschließbaren
Öffnung 28 zu ermöglichen. Der Verschluss 30 ist mit einer Dichtung 34 versehen, die
die Position des Verschlusses zentriert und den Hohlraum 6 abdichtet. Der Verschluss
30 ist ebenfalls mit einer Querbohrung versehen. Durch die Querbohrung des Verschlusses
30 und die Querbohrung des Ansatzstücks ist ein Arretierungsstift 32 eingesteckt,
der verhindert, dass der Verschluss 30 aus dem Ansatzstück herausgezogen werden kann.
Die dargestellte Verschlussart wurde gewählt, da sie sich einfach umsetzten lässt,
und ein einfaches Öffnen gestattet. Da das Trainingsgerät beim Trainieren fest in
der Hand gehalten wird, stört weder das Ansatzstück noch der Verschluss den Griff
und die Bewegung eines Benutzers. Durch die verschließbare Öffnung kann einfach die
Anzahl, Art und Größe sowie das Gewicht der Rotationskörper 8 in dem Trainingsgerät
verändert werden. Die dargestellte Bauform gestattet zudem eine vereinfachte Herstellung
des Hohlkörpers 4.
[0030] In Figur 6 wurde der Hohlkörper von Figur 5 zusätzlich mit einem Magneten 22 versehen,
dessen beiden Pole mit "N" und "S" gekennzeichnet sind. Der Magnet ist als starker
Permanentmagnet wie beispielsweise ein Neodym-Magnet ausgeführt, um die beiden als
Stahlkugeln ausgeführten Rotationskörper 8 sicher im Bereich der Öffnung festlegen
zu können. Der Magnet ist ebenfalls mit einer Querbohrung versehen und wird ebenfalls
durch den Arretierungsstift 32 in einer Ausnehmung an dem Verschluss gehalten. Die
Magnetkräfte sollten zumindest groß genug sein, um verhindern zu können, dass sich
die Rotationskörper 8 frei in dem Hohlraum 6 bewegen.
[0031] Figur 7 zeigt eine weitere Ausführung des bereits aus den Figuren 5 und 6 bekannten
Hohlkörpers, wobei hier mehrere kleinere Rotationskörper 8 anstelle der großen Eisenkugeln
der Figuren 1 bis 6 zum Einsatz kommen. Weiterhin ist der Hohlraum 6 zusätzlich mit
einem Fluid 24 gefüllt, das als Flüssigkeit 26 ausgeführt ist. Die Flüssigkeit 26
umfasst hier Wasser oder wasserartiges Fluid. Die Flüssigkeit soll eine innere Reibung
des Trainingsgeräts reduzieren und die Geschwindigkeit der Rotationskörper erhöhen.
Es ist ebenfalls möglich, das Trainingsgerät 2 ohne eine Flüssigkeitsfüllung 26 zu
verwenden. Durch die große Zahl an Berührungspunkten zwischen den relativ kleinen
Rotationskörpern 8 kann eine innere Reibung reduziert werden. Es ist ebenfalls möglich
größere Rotationskörper 8 zusammen mit einer Fluidfüllung einzusetzen.
[0032] Figur 8 stellt eine Teilschnittansicht eines hantelförmigen Trainingsgeräts dar,
dessen Hohlkörper 4, 14 an ein Griffstück 16 angeklebt sind. Die Hohlkörper 4, 14
sind mit jeweils 4 Rotationskörpern gefüllt, und entsprechen damit im Wesentlichen
dem in Figur 1 dargestellten Hohlkörper, der mit den Rotationskörpern 8 von Figur
4 gefüllt ist. Anstelle nur einer Art, das Trainingsgerät zu greifen, kann die Hantel
mit den zwei Hohlkörpern sowohl an einem der Hohlköper 4, 14 als auch an dem Griffstück
16 gegriffen werden. Es können kreisende oder taumelnde Bewegungen mit dem hantelförmigen
Trainingsgerät ausgeführt werden.
[0033] Figur 9 stellt eine Schnittansicht eines weiteren hantelförmigen Trainingsgeräts
dar, dessen Hohlkörper denen entsprechen, die in Figuren 5, 6 und 7 dargestellt sind.
Das Griffstück 16 ist hier als Stab ausgeführt, der auf beiden Seiten in einer Form
des Verschlusses 30 der Figuren 5 bis 7 endet. Das Griffstück kann dazu verwendet
werden, zwei Hohlköper zu verbinden, und sie zu verschließen. Diese Ausführungsform
gestattet es zudem durch die Öffnungen die Füllung der Hohlköper einzeln zu verändern.
Durch die Dichtung ist es ebenfalls möglich, eine Fluidfüllung in die Hohlkörper einzubringen,
ohne dass eine Gefahr einer Leckage besteht. Das Trainingsgerät von Figur 9 kann wie
das Trainingsgerät von Figur 8 eingesetzt werden, und ermöglicht zusätzlich, dass
die Gewichte an einen Trainingsbedarf angepasst werden können.
[0034] Figur 10 stellt eine Teilschnittansicht eines Hohlkörpers dar, der als ein Ellipsoid
ausgeführt ist, und in dem sich ein einzelner Rotationskörper befindet. Der Hohlkörper
entspricht mit Ausnahme der Form demjenigen, der in Figur 1 dargestellt ist.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 2
- Trainingsgerät
- 4
- Hohlkörper
- 4A
- Innenschale
- 4B
- Außenschale
- 6
- Hohlraum
- 8
- Rotationskörper
- 10
- Innere Oberfläche des Hohlraums
- 14
- weiterer, zweiter Hohlkörper
- 16
- Griffstück
- 18
- Massagerippen
- 20
- Massagenoppen
- 22
- Manget
- 24
- Fluid
- 26
- Flüssigkeit
- 28
- verschließbare Öffnung
- 30
- Verschluss
- 32
- Arretierungsstift
- 34
- Dichtung
- 36
- Schicht aus Weich-PVC
1. Trainingsgerät (2) mit einem Hohlkörper (4) aus weichem bzw. weichgemachtem PVC oder
Mischungen aus weichem bzw. weichgemachtem PVC und anderen Kunststoffen, der einen
Hohlraum (6) umgibt, wobei in dem Hohlraum (6) mindestens ein Rotationskörper (8)
angeordnet ist, der auf einer inneren Oberfläche (10) des Hohlraums (6) abrollen kann.
2. Trainingsgerät (2) nach Anspruch 1, wobei der Hohlkörper (4) weiter mit einem Fluid
(24) und/oder einer Flüssigkeit (26), die als Gleitmittel dient, zumindest teilweise
gefüllt ist, und/oder wobei der Hohlraum einfach zusammenhängend ist.
3. Trainingsgerät (2) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Hohlkörper (4) aus Weich-PVC
besteht oder Weich-PVC umfasst.
4. Trainingsgerät (2, 12) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Hohlkörper
(4) zweischalig ausgeführt ist, wobei eine Innenschale (4A) aus Weich-PVC von einer
Außenschale (4B) aus Weich-PVC umgeben ist oder wobei eine Innenschale (4A) aus Weich-PVC
von einer Außenschale (4B) aus Weich-PVC umgeben ist.
5. Trainingsgerät (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Hohlkörper (4)
und/oder der Hohlraum (6) rotationssymmetrisch ist, wobei der Hohlkörper (4) kugelförmig
ist und/oder der Hohlraum kugelförmig ist.
6. Trainingsgerät (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Hohlkörper (4)
eine Wandstärke zwischen 2 bis 10 mm, bevorzugt zwischen 3 bis 8 mm und weiter bevorzugt
zwischen 4 und 6 mm besitzt.
7. Trainingsgerät (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Hohlkörper (4)
an einer äußeren Oberfläche mit mindestens einer Struktur wie einer Massagerippe (18)
und/oder einer Massagenoppe (20) versehen ist.
8. Trainingsgerät (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Hohlkörper (4)
mit einer verschließbaren Öffnung (22) versehen ist, wobei die innere Oberfläche (10)
bei verschlossener Öffnung im Wesentlichen glatt ist.
9. Trainingsgerät (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der mindestens eine
Rotationskörper (8) aus Holz, Kunststoff, Metall, bevorzugt Eisen oder Stahl gefertigt
ist.
10. Trainingsgerät (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der mindestens eine
Rotationskörper (8) kugelförmig ist.
11. Trainingsgerät (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der mindestens eine
kugelförmige Rotationskörper (8) einen Durchmesser zwischen 6 und 40mm, bevorzugt
zwischen 8 und 30 und weiter bevorzugt zwischen 10 und 25mm aufweist.
12. Trainingsgerät (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei sich in dem Hohlraum
eine Anzahl von zwischen 2 und 40, bevorzugt zwischen 3 und 30 und weiter bevorzugt
zwischen 4 und 15 Rotationskörper (8) befinden.
13. Trainingsgerät (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, weiter umfassend einen weiteren
Hohlkörper (14) sowie ein Griffstück (16), welches die beiden Hohlkörper (4) miteinander
verbindet, wobei das Trainingsgerät (2) bevorzugt hantelförmig ist.
14. Trainingsgerät (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei des Trainingsgerät
(2, 12) weiter mit mindestens einem Magneten (22) versehen ist, der an der verschließbaren
Öffnung und/oder im Griffstück (16) angeordnet ist, und mit dem der Rotationskörper
(8) in dem Hohlraum (6) festgelegt werden kann.
15. Trainingsgerät (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Hohlkörper einen
Durchmesser zwischen 50 und 180 mm, bevorzugt zwischen 70 und 150 mm und weiter bevorzugt
zwischen 90 und 130 mm aufweist.