(19)
(11) EP 2 105 214 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
12.09.2018  Patentblatt  2018/37

(21) Anmeldenummer: 08103166.8

(22) Anmeldetag:  28.03.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B06B 1/16(2006.01)

(54)

Schwingungserzeuger

Vibration creator

Dispositif de production de vibrations


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT DE FR GB NL

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.09.2009  Patentblatt  2009/40

(73) Patentinhaber: ABI Anlagentechnik-Baumaschinen-Industriebedarf Maschinenfabrik und Vertriebsgesellschaft mbH
63843 Niedernberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Heichel, Christian
    63843, Niedernberg (DE)
  • Dr. Kleibl, Albrecht
    64850 Schaafheim (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Dörner & Kötter PartG mbB 
Körnerstrasse 27
58095 Hagen
58095 Hagen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 3 901 156
DE-B- 1 458 580
DE-U1-202007 003 532
DE-A1- 19 639 789
DE-U1-202006 004 706
FR-A- 1 093 952
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Schwingungserzeuger, umfassend wenigstens zwei Wellengruppen, auf denen mindestens zwei Unwuchtgruppen angeordnet sind und die derart mit wenigstens einem Antrieb verbunden sind, dass sie mit unterschiedlicher Drehzahl angetrieben werden, wobei Mittel vorgesehen sind, die Phasenlage wenigstens zweier Unwuchtgruppen zueinander zu verändern, wodurch ein gerichteter Vorschub erzielt ist.

    [0002] Im Bauwesen werden Schwingungserzeuger verwendet, um Objekte, wie beispielsweise Profile, in den Boden einzubringen oder aus dem Boden zu ziehen oder auch um Bodenmaterial zu verdichten. Der Boden wird durch Vibration angeregt und erreicht so einen "pseudoflüssigen Zustand". Durch statische Auflast kann das Rammgut dann in den Baugrund gedrückt werden. Die Vibration ist gekennzeichnet durch eine lineare Bewegung und wird durch paarweise gegenläufig rotierende Unwuchten generiert.

    [0003] Die Schwingungserzeuger sind linear wirkende Schwingungserreger, deren Fliehkraft durch rotierende Unwuchten generiert wird. Die Größe der Unwucht wird auch als statisches Moment benannt. Der Verlauf der Geschwindigkeit des linearen Schwingungserregers entspricht einer periodisch wiederkehrenden Funktion, insbesondere einer Sinusfunktion. Auf Grund des sinusförmigen Verlaufs der mittels der rotierenden Unwuchtmassen erzeugten Kraftwirkung wird eine zeitlich versetzt abwechselnd in und entgegen der Vortriebsrichtung wirkender Antrieb erzeugt. Durch Kopplung mit unterschiedlicher Drehzahl rotierender Unwuchten lässt sich dabei eine gerichtete Kraftwirkung in Vortriebsrichtung bewirken. Ein derartiger Schwingungserzeuger ist beispielsweise au der DE 196 39 789 A1 bekannt. Alternativ ist in der DE 2007 003 532 U1 offenbart, bei konstanter Drehzahl der Unwuchten einen erhöhten Vortrieb durch eine Veränderung der Phasenlage der Unwuchten zu erzielen.

    [0004] Je nach Aufgabenstellung sind jedoch unterschiedliche Orientierungen der erzeugten Kraftwirkung wünschenswert. So erfordert ein Rammvorgang eine gerichtete Kraftwirkung in Vortriebsrichtung, wohingegen ein Ziehvorgang eine Kraftwirkung in die entgegengesetzte Richtung erfordert. Nachteilig an den vorbekannten Systemen ist, dass ein Schwingungserzeuger zum Einbringen von Rammgut mit in Vortriebsrichtung gerichteter Kraftwirkung für Ziehvorgänge nicht beziehungsweise nur mittels Überlagerung erheblicher statischer Kräfte einsetzbar ist.

    [0005] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Schwingungserzeuger zu schaffen, der je nach Aufgabenstellung eine gerichtete Kraftwirkung sowohl in Ramm- als auch in Ziehrichtung ermöglicht. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 gelöst.

    [0006] Mit der Erfindung ist ein Schwingungserzeuger geschaffen, der je nach Aufgabenstellung eine gerichtete Kraftwirkung in Vortriebs- oder in Ziehrichtung ermöglicht.

    [0007] Hierdurch ist eine Anpassung des Schwingungserzeugers an unterschiedliche Prozessanforderungen wie beispielsweise Rammen und Ziehen ermöglicht.

    [0008] In Ausgestaltung der Erfindung umfassen die Mittel zur Verstellung der Wirkrichtung einen Schwenkmotor, über den die Phasenverschiebung wenigstens zweier Unwuchtgruppen zueinander veränderbar ist. Hierdurch ist eine Umstellung der Wirkrichtung ohne erforderliche Umbaumaßnahmen ermöglicht.

    [0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die wenigstens zwei Unwuchtgruppen über Zahnräder mit dem Schwenkmotor verbunden, wobei wenigstens eine Unwuchtgruppe mit dem Stator und wenigstens eine Unwuchtgruppe mit dem Rotor des Schwenkmotors verbunden sind. Hierdurch ist eine direkte Verstellung der Unwuchtgruppen über den Schwenkmotor ermöglicht.

    [0010] Vorteilhaft ist der Schwenkmotor ein Drehflügelschwenkmotor. Alternativ kann der Schwenkmotor auch ein Schwenkmotor mit Steilgewinde sein.

    [0011] In Weiterbildung der Erfindung sind zwei Wellengruppen angeordnet, wobei die Wellengruppen derart mit dem wenigstens einen Antrieb verbunden sind, dass die Drehzahl der ersten Wellengruppe die Hälfte der Drehzahl der zweiten Wellengruppe beträgt und wobei das Verhältnis der statischen Momente der mit den Unwuchtgruppen versehenen Wellengruppen zwischen sechs zu eins und zehn zu eins beträgt. Durch die Kopplung wenigstens zweier Wellengruppen mit einem Drehzahlverhältnis von 2 : 1 und einem Verhältnis des statischen Moments von zwischen 6 : 1 und 10 : 1 wird durch Überlagerung der durch die rotierenden Unwuchten erzeugten sinusförmigen Kraftkennlinien eine gerichtete Kennlinie in Vortriebsrichtung erzeugt. In Vortriebsrichtung ergibt sich eine wesentlich größere Maximalkraft im Vergleich zur entgegengesetzten Richtung. Da beim Rammprozess der Boden der großen Beschleunigung in Rammrichtung nicht folgen kann, reißt das Rammgut bei jedem Vortriebsimpuls vom mitschwingenden Boden ab. Auf Grund dieser periodischen Entkopplung von Boden und Rammgut wird dem Baugrund weniger Energie zugeführt. Hierdurch wird weiterhin auch die Vibrationsbelastung der Umgebung deutlich reduziert.

    [0012] Bevorzugt ist das statische Moment der ersten Wellengruppe acht Mal so groß wie das statische Moment der zweiten Wellengruppe. Hierdurch ist eine ausgeprägte Kraftspitze in Vortriebsrichtung bewirkt.

    [0013] In anderer Ausgestaltung der Erfindung sind drei Wellengruppen angeordnet, auf denen mindestens drei Unwuchtgruppen angeordnet sind, wobei die Wellengruppen derart mit dem wenigstens einen Antrieb verbunden sind, dass die Drehzahl der ersten Wellengruppe die Hälfte der Drehzahl der zweiten Wellengruppe und ein Drittel der Drehzahl der dritten Wellengruppe beträgt und wobei das Verhältnis der statischen Momente der mit den Unwuchtgruppen versehenen Wellengruppen zueinander im Wesentlichen 100 : 16,64 : 3,68 beträgt. Hierdurch wird die maximal wirkende Kraft durch eine weiter ausgeprägte Kraftspitze in Vortriebsrichtung erhöht. Dadurch ist eine weitere Steigerung der Energieeffizienz, verbunden mit einer Beschleunigung des Rammprozesses, bewirkt.

    [0014] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind vier Wellengruppen angeordnet, auf denen mindestens vier Unwuchtgruppen angeordnet sind, wobei die Wellengruppen derart mit dem wenigstens einen Antrieb verbunden sind, dass das Verhältnis der Drehzahlen der Wellengruppen zueinander im Wesentlichen 1 : 2 : 3 : 4 beträgt und wobei das Verhältnis der statischen Momente der mit den Unwuchtgruppen versehenen Wellengruppen zueinander im Wesentlichen 100 : 18,72 : 5,6 : 1,38 beträgt. Hierdurch ist eine weitere Ausprägung des Kraftverlaufs in Vortriebsrichtung erzielt.

    [0015] Andere Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen angegeben. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden nachfolgend im Einzelnen beschrieben. Es zeigen:
    Figur 1
    die schematische Darstellung eines Getriebes eines Schwingungserzeugers für gerichtetes Vibrieren mit zwei Wellengruppen;
    Figur 2
    das Vibrationsgetriebe aus Figur 1 mit zusätzlichem Schwenkmotor zur Richtungsumschaltung;
    Figur 3
    die schematische Darstellung eines gerichtet wirkenden Getriebes mit zwei Wellengruppen, jeweils bestehend aus drei Wellen;
    Figur 4
    die schematische Darstellung verschiedener Varianten gerichtet wirkender Vibratorgetriebe mit:
    1. a) sechswelliger, kurzer Bauform;
    2. b) siebenwelliger, einfacher Bauform;
    3. c) siebenwelliger, kurzer Bauform;
    Figur 5
    die schematische Darstellung gerichtet wirkender, richtungsumschaltbarer Vibratorgetriebe mit
    1. a) sechswelliger, einfacher Bauform;
    2. b) sechswelliger, kurzer Bauform;
    Figur 6
    die Darstellung des Vibratorgetriebes aus Figur 6 in kompakter Ausführung und
    Figur 7
    die schematische Darstellung eines richtungsumschaltbaren Vibratorgetriebes mit acht Wellen.


    [0016] Die als Ausführungsbeispiel gewählten Schwingungserzeuger sind als Vibratorgetriebe ausgeführt. Solche Vibratoren bestehen im Wesentlichen aus einem Gehäuse, in dem mit Zahnrädern versehene Wellen drehbar gelagert sind. Die Zahnräder sind jeweils mit Unwuchtmassen versehen. Derartige Vibratorgetriebe mit drehbar gelagerten Unwuchtmassen sind dem Fachmann beispielsweise aus der DE 20 2007 006 283 U1 bekannt. Die nachfolgende Erläuterung der Ausführungsbeispiele beschränkt sich im Wesentlichen auf die Anordnung von Wellen und Unwuchtmassen.

    [0017] In der Anordnung gemäß Figur 1 sind zwei Wellengruppen 1, 2 angeordnet. Die Wellen 11, 12 der Wellengruppe 1 sind mit Zahnrädern 112, 122 versehen, an denen Unwuchtmassen 111, 121 angeordnet sind. Die Unwuchtmassen 111, 121 sind hier gleichartig ausgeführt. Die Wellen 21, 22 der Wellengruppe 2 sind gleichsam mit Zahnrädern 212, 222 versehen, an denen gleichartige Unwuchtmassen 211, 221 angeordnet sind. Die Zahnräder 112, 122, 212, 222 sind derart ausgeführt, dass bei Rotation die Drehzahl der Wellen 21, 22 der Wellengruppe 2 doppelt so groß ist, wie die Drehzahl der Wellen 11, 12. Die Unwuchtmassen 111, 121, 211, 221 sind derart angeordnet, dass das statische Moment der Wellengruppe 1 acht Mal so groß ist wie das statische Moment der Wellengruppe 2.

    [0018] Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 ist zusätzlich ein Schwenkmotor 5 angeordnet, dessen Stator ein Zahnrad 51 und dessen Rotor ein Zahnrad 52 aufweist. Die Wellengruppen 1, 2 sind derart über den Schwenkmotor 5 miteinander verbunden, dass das Zahnrad 112 der Welle 11 mit dem Zahnrad 55 des Schwenkmotors 5 im Eingriff steht; die Zahnräder 212, 222 der Wellengruppe 2 stehen mit dem Zahnrad 51 des Schwenkmotors 5 im Eingriff. Durch relative Verschwenkung des Rotors gegenüber dem Stator ist nun die Einstellung einer Phasenverschiebung der Schwingungen der Wellengruppe 2 relativ zu den Schwingungen der Wellengruppe 1 ermöglicht, wodurch eine Richtungsveränderung einstellbar ist. Im vorliegenden Beispiel handelt es sich bei dem Schwenkmotor 5 um einen Drehflügelschwenkmotor mit einem Flügel.

    [0019] In der Anordnung gemäß Figur 3 sind die Wellengruppen 1, 2 aus jeweils drei Wellen 11, 12, 13, 21, 22, 23 gebildet, welche jeweils mit Unwuchtmassen 111, 121, 131, 211, 221, 231 versehen sind. Die Zahnräder 112, 122, 132, 212, 222, 232 der Wellen 11, 12, 13, 21, 22, 23 sind wiederum derart gewählt, dass bei Rotation die Wellen der Wellengruppe 2 die doppelte Drehzahl aufweisen, die Wellen der Wellengruppe 1. Durch Versatz der Wellen 21, 22, 23 der Wellengruppe 2 ist eine kompaktere Bauweise erzielbar (vgl. Figur 4 a)). Die Anzahl an Wellen der Wellengruppen 1, 2 kann auch unterschiedlich gewählt sein. Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4 b) ist eine zusätzliche Welle 24 mit entsprechender Unwuchtmasse 241 hinzugefügt. Durch versetzte Anordnung der Wellen 21, 22, 23, 24 der Wellengruppe 2 ist wiederum eine kompakte Bauweise erzielbar (vgl. Figur 4 c)).

    [0020] Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5 ist zwischen den Wellen 11, 12, 13 der Wellengruppe 1 und den Wellen 21, 22, 23 der Wellengruppe 2 ein Schwenkmotor 5 angeordnet. Dabei sind die Zahnräder 112, 122, 132 der Wellengruppe 1 mit dem Zahnrad 51 des Stators des Schwenkmotors 5 im Eingriff und die Zahnräder 212, 222, 223 der Wellengruppe 2 sind mit dem Zahnrad 52 des Rotors des Schwenkmotors 5 im Eingriff. Durch relative Verdrehung von Stator und Rotor des Schwenkmotors 5 ist so wiederum eine Umschaltung der Wirkrichtung ermöglicht. Durch versetzte Anordnung der Wellen der Wellengruppe 2 ist wiederum eine kompaktere Bauhöhe erzielbar (vgl. Figur 5 b)).

    [0021] In Figur 6 ist ein veränderter Aufbau der vorgenannten Anordnung gemäß Figur 5 gezeigt, der eine deutliche Verkürzung der Baulänge zulässt, bei dem jedoch an Stelle von sechs Wellen acht Wellen erforderlich sind, was sich aber in einer geringeren Belastung der Wellenlager niederschlägt und Vorteile hinsichtlich der erzielbaren Fliehkraft, der Eignung für hohe Drehzahlen sowie einer geringeren Empfindlichkeit gegenüber großen Winkelbeschleunigungen mit sich bringt.

    [0022] Zur Erzielung einer möglichst ausgeglichenen Kennlinienform kann eine zusätzliche Drehzahlstufe, deren Unwuchten mit dreifacher Drehzahl rotieren, eingesetzt werden. Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 7 ist eine solche Anordnung basierend auf der Getriebekonzeption gemäß Figur 5 dargestellt. Diese fällt geringfügig breiter aus, da das untere große Zahnrad 132, das die beiden nebeneinander angeordneten Wellen 31, 32 antreibt, gegenüber der Getriebemitte verschoben ist. Bei der Verstellung der Wirkrichtung bleibt die Winkelstellung der langsamen Unwuchten 111, 121, 131 und schnellen Unwuchten 311, 321 zueinander unverändert. Durch den Schwenkmotor 5 ist die Verstellung der Unwuchten 211, 221, 231 mittlerer Geschwindigkeit gegenüber den Anderen ermöglicht.

    [0023] Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 7 beträgt das Verhältnis der Drehzahlen der Wellengruppen 1, 2, 3 zueinander etwa 1 : 2 : 3; das statische Moment der Wellengruppen 1, 2, 3 zueinander beträgt im Wesentlichen 100 : 16,64 : 3,68.

    [0024] Mit Hilfe vorgenannten und beanspruchten Verhältnisse der Drehzahlen beziehungsweise der statischen Momente zueinander ist eine sehr effektive Kraftwirkung in Vorschubrichtung erzielbar. Diese Wirkung lässt sich auch bei geringer Abänderung der Verhältniszahlen im Bereich bis zu zehn Prozent erzielen, jedoch unter Effizienzeinbuße. Derartige Modifikationen der Verhältnisse der Drehzahlen beziehungsweise der statischen Momente zueinander sind von den Patentansprüchen, in denen die Verhältniszahlen mit dem Zusatz "im Wesentlichen" angegeben sind, ebenfalls umfasst.


    Ansprüche

    1. Schwingungserzeuger, umfassend wenigstens zwei Wellengruppen, auf denen mindestens zwei Unwuchtgruppen angeordnet sind und die derart mit wenigstens einem Antrieb verbunden sind, dass sie mit unterschiedlicher Drehzahl zueinander in Rotation versetzt werden, wodurch ein gerichteter Vorschub erzielt ist, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Verstellung der Wirkrichtung des Schwingungserzeugers vorgesehen sind, wobei die Mittel zur Verstellung der Wirkrichtung einen Schwenkmotor (5) umfassen, über den die Phasenschiebung wenigstens zweier Unwuchtgruppen (101, 201) zueinander veränderbar ist.
     
    2. Schwingungserzeuger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Unwuchtgruppen (101, 201) über Zahnräder (232, 112) mit dem Schwenkmotor (5) verbunden sind, wobei wenigstens eine Unwuchtgruppe (201) mit dem Stator und wenigstens eine Unwuchtgruppe (101) mit dem Rotor des Schwenkmotors (5) verbunden ist.
     
    3. Schwingungserzeuger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkmotor (5) ein Drehflügelschwenkmotor oder ein Schwenkmotor mit Steilgewinde ist.
     
    4. Schwingungserzeuger nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Wellengruppen (1, 2) angeordnet sind, wobei die Wellengruppen (1, 2) derart mit dem wenigstens einem Antrieb verbunden sind, dass die Drehzahl der Wellengruppe (1) die Hälfte der Drehzahl der Wellengruppe (2) beträgt und dass das Verhältnis der statischen Momente der mit den Unwuchtgruppen (101, 201) versehenen Wellengruppen (1, 2) zwischen sechs zu eins und zehn zu eins beträgt.
     
    5. Schwingungserzeuger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das statische Moment der Wellengruppe (1) acht Mal so groß ist wie das statische Moment der Wellengruppe (2).
     
    6. Schwingungserzeuger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass drei Wellengruppen (1, 2, 3) angeordnet sind, auf denen mindestens drei Unwuchtgruppen (101, 201, 301) angeordnet sind, wobei die Wellengruppen (1, 2, 3) derart mit dem wenigstens einem Antrieb verbunden sind, dass die Drehzahl der Wellengruppe (1) die Hälfte der Drehzahl der Wellengruppe (2) und ein Drittel der Drehzahl der Wellengruppe (3) beträgt und dass das Verhältnis der statischen Momente der mit den Unwuchtgruppen (101, 201, 301) versehenen Wellengruppen (1, 2, 3) zueinander im Wesentlichen 100 : 16,64 : 3,68 beträgt.
     
    7. Schwingungserzeuger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass vier Wellengruppen (1, 2, 3, 4) angeordnet sind, auf denen mindestens vier Unwuchtgruppen (101, 201, 301, 401) angeordnet sind, wobei die Wellengruppen (1, 2, 3, 4) derart mit dem wenigstens einem Antrieb verbunden sind, dass das Verhältnis der Drehzahlen der Wellengruppen (1, 2, 3, 4) zueinander im Wesentlichen 1 : 2 : 3 : 4 beträgt und dass das Verhältnis der statischen Momente der mit den Unwuchtgruppen (101, 201, 301, 401) versehenen Wellengruppen (1, 2, 3, 4) zueinander im Wesentlichen 100 : 18,72 : 5,6 : 1,38 beträgt.
     


    Claims

    1. Vibration generator comprising at least two shaft groups, on which at least two imbalance groups are arranged and which are connected to at least one drive in such a manner that they are set in rotation relative to one another at different speeds, whereby a directed advance is achieved, characterised in that means for adjustment of the effective direction of the vibration generator are provided, wherein the means for adjustment of the effective direction comprise a swivel motor (5), via which the phase shift of at least two imbalance groups (101, 201) relative to one another is changeable.
     
    2. Vibration generator according to claim 1, characterised in that the at least two imbalance groups (101, 201) are connected to the swivel motor (5) via gear wheels (232, 112), wherein at least one imbalance group (201) is connected to the stator and at least one imbalance group (101) is connected to the rotor of the swivel motor (5).
     
    3. Vibration generator according to claim 1 or 2, characterised in that the swivel motor (5) is a rotary vane swivel motor or a swivel motor with a coarse thread.
     
    4. Vibration generator according to one of the previous claims, characterised in that two shaft groups (1, 2) are arranged, wherein the shaft groups (1, 2) are connected to the at least one drive in such a manner that the speed of rotation of the shaft group (1) amounts to half the speed of rotation of the shaft group (2) and that the ratio of the static moments of the shaft groups (1, 2) provided with the imbalance groups (101, 201) amounts to between six to one and ten to one.
     
    5. Vibration generator according to claim 4, characterised in that the static moment of the shaft group (1) is eight times as great as the static moment of the shaft group (2).
     
    6. Vibration generator according to one of claims 1 to 3, characterised in that three shaft groups (1, 2, 3) are arranged, on which at least three imbalance groups (101, 201, 301) are arranged, wherein the shaft groups (1, 2, 3) are connected to the at least one drive in such a manner that the speed of rotation of the shaft group (1) amounts to half the speed of rotation of the shaft group (2) and a third of the speed of rotation of the shaft group (3) and that the ratio of the static moments of the shaft groups (1, 2, 3) provided with the imbalance groups (101, 201, 301) relative to one another amounts to substantially 100 : 16.64 : 3.68.
     
    7. Vibration generator according to one of claims 1 to 3, characterised in that four shaft groups (1, 2, 3, 4) are arranged, on which at least four imbalance groups (101, 201, 301, 401) are arranged, wherein the shaft groups (1, 2, 3, 4) are connected to the at least one drive in such a manner that the ratio of the speeds of rotation of the shaft groups (1, 2, 3, 4) relative to one another amounts to substantially 1 : 2 : 3 : 4 and that the ratio of the static moments of the shaft groups (1, 2, 3, 4) provided with the imbalance groups (101, 201, 301, 401) relative to one another substantially amounts to 100 : 18.72 : 1.38.
     


    Revendications

    1. Dispositif de production de vibrations comprenant au moins deux groupes d'arbres sur lesquels sont agencés au moins deux groupes de masselottes et qui sont reliés avec au moins un entraînement les faisant entrer en rotation à des vitesses mutuellement différentes de sorte à obtenir une avance dans une direction précise, caractérisé en ce que sont prévus des moyens destinés à déplacer la direction active du dispositif de production de vibrations, sachant que les moyens destinés à déplacer la direction active comprennent un moteur pivotant (5) permettant de décaler mutuellement les phases d'au moins deux groupes de masselottes (101, 201).
     
    2. Dispositif de production de vibrations selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins deux groupes de masselottes (101, 201) sont reliés au moteur pivotant (5) via des engrenages (232,112), sachant qu'au moins un groupe de masselottes (201) est relié au stator et qu'au moins un groupe de masselottes (101) est relié au rotor du moteur pivotant (5).
     
    3. Dispositif de production de vibrations selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le moteur pivotant (5) est un moteur pivotant à palettes rotatives ou un moteur pivotant à pas rapide.
     
    4. Dispositif de production de vibrations selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sont agencés deux groupes d'arbres (1, 2), sachant que les groupes d'arbres (1, 2) sont reliés avec au moins un entraînement de sorte que la vitesse du groupe d'arbres (1) représente la moitié de la vitesse du groupe d'arbres (2) et que le rapport des moments statiques des groupes d'arbres (1, 2) équipés des groupes de masselottes (101, 201) est compris entre 6 : 1 et 10 : 1.
     
    5. Dispositif de production de vibrations selon la revendication 4, caractérisé en ce que le moment statique du groupe d'arbres (1) est huit fois plus important que le moment statique du groupe d'arbres (2).
     
    6. Dispositif de production de vibrations selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que sont agencés trois groupes d'arbres (1, 2, 3) sur lesquels sont agencés au moins trois groupes de masselottes (101, 201, 301), sachant que les groupes d'arbres (1, 2, 3) sont reliés avec au moins un entraînement de sorte que la vitesse du groupe d'arbres (1) représente la moitié de la vitesse du groupe d'arbres (2) et un tiers de la vitesse du groupe d'arbres (3), et que le rapport mutuel entre les moments statiques des groupes d'arbres (1, 2, 3) équipés des groupes de masselottes (101, 201, 301) s'élève essentiellement à 100 : 16,64 : 3,68.
     
    7. Dispositif de production de vibrations selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que sont agencés quatre groupes d'arbres (1, 2, 3, 4) sur lesquels sont agencés au moins quatre groupes de masselottes (101, 201, 301, 401), sachant que les groupes d'arbres (1, 2, 3, 4) sont reliés avec au moins un entraînement de sorte que le rapport mutuel des vitesses des groupes d'arbres entre eux s'élève essentiellement à 1 : 2 : 3 : 4 et que le rapport mutuel entre les moments statiques des groupes d'arbres (1, 2, 3, 4) équipés des groupes de masselottes (101, 201, 301, 401) s'élève essentiellement à 100 : 8,72 : 5,6 : 1,38.
     




    Zeichnung



































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente