TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft eine automatische Drehfalttür für Schienenfahrzeuge umfassend
mindestens ein Paar, vorzugsweise zwei Paare von aneinander angelenkten Türflügeln,
wobei jedes Paar von Türflügeln ein Verriegelungsgestänge aufweist. Die Erfindung
betrifft auch ein Schienenfahrzeug mit einer Anzahl solcher Türen sowie einen Nachrüstsatz
zum Nachrüsten für Drehfalttüren von Schienenfahrzeugen.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
[0002] Auf dem Gebiet der Erfindung sind z.B. aus der
CH 516 068 halbautomatische Drehfalttüren bekannt, die sich mittels Druckluftantrieb automatisch
schließen lassen und über ein elektromagnetisch blockierbares Türschloss verfügen.
Zum Öffnen einer solchen Drehfalttür muss, wenn die Blockierung des Schlosses vom
Zugführer oder Schaffner bzw., in Notfällen, durch Betätigung eines entsprechenden
Notschalters aufgehoben wurde, das Schloss durch Betätigen einer Türklinke in eine
Freigabeposition gebracht werden, in welcher die Drehfalttür dann geöffnet werden
kann, wobei die beiden aneinander angelenkten Flügel aufeinander zu schwenken.
[0003] Drehfalttüren dieses Typs haben sich in der Praxis durchaus bewährt und wurden daher
in großer Stückzahl bei Schienenfahrzeugen, insbesondere Personenwaggons verbaut.
[0004] Zur Weiterbildung der genannten halbautomatischen Drehfalttüren schlägt die
AT 377 322 B einen pneumatischen oder hydraulischen Entriegelungsantrieb vor, dessen Nachrüstung
jedoch bei bestimmten Einbausituationen schwierig ist, denn Drehfalttüren der hier
in Frage stehenden Art werden seit mehreren Jahrzehnten bei unterschiedlichsten Waggontypen
verbaut, bei denen oft der für Antriebe zur Verfügung stehende Platz sehr begrenzt
ist. Zudem sind die Sicherheitsanforderungen insbesondere hinsichtlich des Einklemmschutzes
beim Öffnen und Schließen der Türen gestiegen. Diese Sicherheitsanforderungen lassen
sich mit pneumatischen oder hydraulischen Antrieben entweder gar nicht oder nur mit
großem Aufwand realisieren, da solche Antriebe in der Regel nur gesteuert, aber nicht
geregelt werden können. Da Zugbetreiber aber aus Kostengründen Altfahrzeuge weiter
betreiben, aber andererseits den Fahrgästen mehr Komfort und Sicherheit bieten wollen,
besteht ein erheblicher Bedarf für Nach- bzw. Umrüstsätze, die es ermöglichen, Drehfalttüren
unterschiedlichster Art, und zwar insbesondere auch Türen mit begrenztem Platzangebot
im Türbereich, entsprechend nach- bzw. umzurüsten.
[0005] Daneben sind auf anderen Gebieten z.B. Schwenk-Schiebetüren bekannt, deren Nachrüstung
bei mit Drehfalttüren der eingangs genannten Art ausgestatteten Schienenfahrzeugen
jedoch äußerst aufwendig ist.
[0006] Die
JP H11 173 003 A offenbart, dass über eine Stromüberwachung bei einer Schiebetür ein Einklemmen detektiert
werden kann. Da Schiebetüren jedoch keine gesonderte Verriegelung besitzen, ist ein
solcher Einklemmschutz nicht ohne weiteres auf Drehfalttüren übertragbar.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Drehfalttür anzugeben, die nicht nur
automatisch geschlossen und geöffnet werden kann, sondern die es auch ermöglicht,
gesteigerte Sicherheitsanforderungen zu erfüllen und insbesondere ein Einklemmen von
Passagieren beim Öffnen oder Schließen der Tür zuverlässig zu verhindern. Dabei sollen
die zum Öffnen und Schließen verwendeten Mittel so gestaltet sein, dass sie auch bei
existierenden Drehfalttüren nachgerüstet werden können, ohne dass dazu große bauliche
Veränderungen an dem mit einer entsprechenden Drehfalttür ausgerüsteten Schienenfahrzeug
vorgenommen werden müssen.
[0008] Die Aufgabe wird gelöst von einer Drehfalttür mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Der nebengeordnete Anspruch 10 betrifft einen Nachrüstsatz für Drehfalttüren von Schienenfahrzeugen.
Der nebengeordnete Anspruch 12 betrifft ein mit einer Anzahl entsprechender Drehfalttüren
ausgestattetes Schienenfahrzeug. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Die Erfindung hat den großen Vorteil, dass sich auch verhältnismäßig alte, z.B. 25
oder 30 Jahre alte Drehfalttüren problemlos erfindungsgemäß ausstatten lassen, so
dass sie dann nicht nur automatisch geschlossen und geöffnet werden können, sondern
auch über Sicherheitsvorrichtungen zum Schutz der Passagiere verfügen. Natürlich können
neue Drehfalttüren direkt entsprechend ausgestaltet werden.
[0010] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
rein beispielhaften und nicht-beschränkenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
in Verbindung mit der Zeichnung.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0011]
- Fig. 1
- zeigt schematisch den prinzipiellen Aufbau einer Drehfalttür.
- Fig. 2
- zeigt Details eines zweiten Antriebs zum Bewegen eines nicht dargestellten Verriegelungsgestänges.
- Fig. 3
- zeigt stark schematisiert den prinzipiellen Aufbau eines erfindungsgemäßen ersten
Antriebs zum Bewegen eines Paars von Türflügeln einer Drehfalttür.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0012] In der Fig. 1 ist eine in ihrer Gesamtheit mit 10 bezeichnete Drehfalttür nebst einigen
fahrzeugseitigen Anbauteilen gezeigt. Dabei besteht die Drehfalttür bei diesem Ausführungsbeispiel
aus zwei Paaren aneinander angelenkter Türflügel, nämlich einem aus den Türflügeln
12 und 14 bestehenden ersten Paar und einem aus den Türflügeln 16 und 18 bestehenden
zweiten Paar, und stellt damit ein typisches Beispiel für erfindungsgemäße Drehfalttüren
dar. Die Erfindung lässt sich jedoch auch in Form von Drehfalttüren mit nur einem
Paar von Türflügeln realisieren.
[0013] Beim Öffnen der Drehfalttür schwenken die von der Türmitte gesehenen äußeren Türflügel
14 und 18 um jeweils eine relativ zu einem hier nicht weiter gezeigten Schienenfahrzeug
feststehende, durch jeweils eine strichpunktierte Linie angedeutete Schwenkachse 20
bzw. 22 zum Fahrzeuginneren, während die daran angelenkten Türflügeln 12 und 16 sich
jeweils um eine ungefähr in ihrer jeweiligen Mitte befindliche, durch jeweils eine
strichpunktierte Linie angedeutete Drehachse 21 bzw. 23 drehen und eine Dreh- Schwenkbewegung
derart ausführen, dass der von der jeweiligen Drehachse 21 bzw. 23 aus gesehenen zur
freien Kante des jeweiligen Türflügels 12 bzw. 16 gelegene Flügelabschnitt, im Beispiel
also jeweils der Abschnitt, der einen Türgriff 24 bzw. 26 enthält, zur Fahrzeugaußenseite
schwenkt, während der andere Abschnitt zusammen mit dem Türflügel 14 bzw. 18, an dem
er angelenkt ist, zum Fahrzeuginneren schwenkt, wobei sich die Achsen 21 und 23 transversal
zur jeweiligen Türaußenseite bewegen.
[0014] Die Drehfalttür 10 verfügt pro Paar von Türflügeln über einen ersten und einen zweiten
elektrischen Antrieb, wobei der erste Antrieb zum Öffnen und Schließen, d.h. Bewegen
der Türflügel in die geöffnete und geschlossene Position dient, während der zweite
Antrieb dazu ausgebildet ist, nach Erhalt eines Öffnungsbefehls, der zentral oder
über einen in Türnähe oder auch an der Tür selbst angeordneten Bedientaster gegeben
werden kann, ein hier nicht weiter gezeigtes, an sich bekanntes Verriegelungsgestänge
in eine Entriegeltposition zu bewegen, in welcher das jeweilige Paar von Türflügeln
geöffnet werden kann.
[0015] Dabei ist selbstverständlich vorgesehen, dass ein Öffnungsbefehl nur dann ausgeführt
wird, wenn zuvor eine entsprechende Türfreigabe z.B. vom Zugführer gegeben wurde,
wobei eine solche Türfreigabe seitenselektiv erfolgen kann, d.h. es können nur die
Türen auf der rechten oder nur die Türen auf der linken Fahrzeugseite freigegeben
werden und bei bestimmten Fällen auch alle Türen. Bei der Realisierung der entsprechenden
Befehlskette kann so vorgegangen werden, dass an einem an der Tür selbst oder in Türnähe
angeordneten Bedientaster ein Türöffnungsanforderungssignal bereits vor Freigabe der
Tür also z.B. bei Einfahrt in einen Bahnhof gegeben werden kann, so dass die Tür dann
automatisch öffnet, wenn der Zugführer die Tür freigibt. Im Regelfall wird die Befehlskette
jedoch im Bahnbetrieb aus Sicherheitsgründen so gestaltet, dass an einem an der Tür
selbst oder in Türnähe vorgesehenen Bedientaster kein Türöffnungsanforderungssignal,
sondern nur ein Türöffnungsbefehl gegeben werden kann, und zwar erst nachdem eine
Türfreigabe z.B. durch den Zugführer erfolgt ist, wobei für Notfälle Mittel zur Umschaltung
auf Handbetrieb vorgesehen sind, wobei im Handbetrieb das jeweilige Verriegelungsgestänge
mittels einer Türklinke 24 bzw. 26 von Hand in die Entriegeltposition gebracht und
die Tür geöffnet werden kann. Diese Mittel zur Umschaltung auf Handbetrieb schalten
den zweiten Antrieb (bzw. bei zwei Türflügelpaaren die zweiten Antriebe) spannungsfrei,
da, wie nachfolgend noch beschrieben werden wird, der zweite Antrieb über eine große
Selbsthemmung verfügt, die ein versehentliches manuelles Öffnen der Tür verhindert.
[0016] In der Fig. 2 sind Details eines in seiner Gesamtheit mit 30 bezeichneten zweiten
Antriebs zum Bewegen eines hier nicht weiter dargestellten, an sich bekannten Verriegelungsgestänges
gezeigt, wobei der Antrieb einen elektromotorischen Entriegelungsmotor 32 mit angeflanschtem
Getriebe, eine Magnetkupplung 34 und eine Zahnscheibe 36 umfasst. Dabei ist der Entriegelungsmotor
32 über die Magnetkupplung 34 und, bei diesem Ausführungsbeispiel, über ein nicht
gezeigtes Ritzel mit der Zahnscheibe 36 koppelbar. Die Zahnscheibe 36 ist um eine
durch die strichpunktierte Linie 38 angedeutete Drehachse, um die auch der Türgriff
des entsprechenden Türflügelpaars drehbar ist, partiell drehbar, wobei sie bei einer
solchen Bewegung das hier nicht weiter gezeigte Verriegelungsgestänge von einer Verriegelt-
in eine Entriegeltposition bewegt.
[0017] Die Entriegelung des Paars von Türflügeln erfolgt im Automatikbetrieb durch den Entriegelungsmotor
32, der nur in einer Drehrichtung zum Entriegeln angesteuert wird.
Das Abschalten des Entriegelungsmotors erfolgt, wenn sich das Verriegelungsgestänge
in der Entriegeltposition befindet. Zur Feststellung dieser Position verfügt die Zahnscheibe
36 über einen hier nicht dargestellten Positionsschalter. Ist die Entriegeltposition
erreicht, wird die Magnetkupplung stromlos gestellt, wodurch der Motor von der Zahnscheibe
entkoppelt wird. Die Tür kann nun mittels des ersten Antriebs in die geöffnete und
später wieder in die geschlossene Stellung bewegt werden. Bei der bevorzugten Ausführungsform
springt das Verriegelungsgestänge in der geschlossenen Stellung dann in an sich bekannter
Weise automatisch in die Verriegeltposition, wobei sich die Zahnscheibe samt Türklinke
wieder in die Ausgangsposition zurückdreht. Ist die Tür geschlossen, wird die Magnetkupplung
34 wieder eingeschaltet und der Entriegelungsmotor 32 kurzgeschlossen. Aufgrund der
großen Selbsthemmung dieser Anordnung ist dann ein Drehen der Türklinke nicht mehr
möglich, wobei, wie oben bereits erwähnt, in Notfällen der zweite Antrieb spannungsfrei
geschaltet wird, damit die Selbsthemmung aufgehoben werden kann.
[0018] Die Drehfalttür verfügt vorteilhaft über Mittel zur Außerbetriebssetzung, so daß
manuell in bestimmten Situationen die Tür gegen automatisches Öffnen blockiert werden
kann. Eine manuelle Notöffnung kann dabei vorteilhaft weiterhin ermöglicht sein. Wird
eine bestehende Drehfalttür erfindungsgemäß nachgerüstet, so kann so vorgegangen werden,
dass eine vorhandene äußere, an sich bekannte sogenannte Vierkantbetätigung weiter
verwendet werden kann, die nunmehr auf einen entsprechenden Schalter wirkt, der dann
ein Signal erzeugt, das einer entsprechenden Türsteuereinheit, die die Tür steuert
und die im Regelfall mit einer zentralen Steuereinheit beim Fahrzeugführer in Verbindung
steht, gemeldet wird. Vorteilhaft kann ein automatisches Anzeigemittel vorgesehen
sein, das einem Fahrgast das Außerbetriebsein der Tür signalisiert.
[0019] Die Türsteuereinheit kann so ausgebildet werden, dass sie bei Erkennung von Hindernissen
beim Öffnen oder Schließen eines Türflügelpaares den ersten Antrieb reversiert. Vorteilhaft
ist die Türsteuereinheit mit einem Datenspeicher gekoppelt, in dem Daten zur Türsteuerung
hinterlegt sind, die z.B. ein Geschwindigkeitsprofil des zeitlichen Verlaufs der Türgeschwindigkeit
beim Öffnen und Schließen und/oder eine maximale Kraft, bei deren Auftreten der erste
Antrieb reversiert wird, umfassen.
[0020] Bei der bereits erwähnten vorteilhaften Nachrüstung bestehender halbautomatischer,
i.d.R. pneumatisch schließender Drehfalttüren auf erfindungsgemäße vollautomatische
Drehfalttüren kann vorteilhaft so vorgegangen werden, dass der bislang vorgesehene
innere Türdrücker nebst Blockiermagnet völlig wegfällt und zur manuellen Bedienung
der Tür der ehemals äußere Türgriff nach innen gesetzt wird. Zur äußeren manuellen
Betätigung bleibt ein bereits vorhandener äußerer Vierkantbetätiger erhalten. Die
normale Betätigung von außen erfolgt über im Bereich der Tür angeordnete Bedientaster.
[0021] In der Fig. 3 sind, stark schematisiert, wesentliche Teile des zur Bewegung eines
Paares von Türflügeln vorgesehenen, in seiner Gesamtheit mit 40 bezeichneten ersten
Antriebs gezeigt, wobei der Antrieb bei diesem Ausführungsbeispiel einen Elektromotor
42, ein Getriebe 44, eine Abtriebswelle 46 und eine Kupplung 48 umfasst. Während,
wie oben beschrieben, der zweite Antrieb nur in einer Richtung, nämlich zum Entriegeln
des Verriegelungsgestänges angetrieben wird, ist der erste Antrieb vorteilhaft in
zwei Richtungen steuerbar, so dass er Türen nicht nur öffnen, sondern auch schließen
kann. Bei Nachrüstung vorhandener halbautomatischer Drehflügeltüren, die üblicherweise
pneumatisch geschlossen werden, kann dann die störanfällige Pneumatik vorteilhaft
komplett entfallen.
[0022] Der Elektromotor 42 wird über eine Halterung 50 in einem hier nicht weiter gezeigten
Türflügel, z.B. dem in Fig. 1 gezeigten Türflügel 18, befestigt, und zwar erfindungsgemäß
so, dass der Verlauf der Drehachse der Abtriebswelle 46 dem Verlauf der Schwenkachse
des jeweiligen Türflügels, bei Befestigung in dem Türflügel 18 also dessen Schwenkachse
22 entspricht.
[0023] Das dem Elektromotor 42 abgewandte Ende der Abtriebswelle 46 ist in der Kupplung
48, die vorzugsweise als Axial-Rutschkupplung ausgebildet ist, befestigt, die über
hier nicht weiter gezeigte Befestigungsmittel drehfest mit dem Schienenfahrzeug verbunden
ist. Die Kupplung 48 dient als Überlastungsschutz und schützt das Getriebe 44 und
den Motor 42 vor Beschädigungen, und zwar sowohl beim Schließen als auch beim Öffnen
der Türen. Es hat sich nämlich gezeigt, dass Passagiere, die nach Beginn eines Schließvorgangs
noch Einsteigen wollen, oft mit großer Kraft an den Türen reißen, um diese noch zu
öffnen, und dass Reisende, manchmal versehentlich, manchmal absichtlich, eine öffnende
Tür blockieren, wobei dann die Rutschkupplung die Abtriebswelle freigibt, um Beschädigungen
zu verhindern.
[0024] Die Abmessungen der Kupplung 48 werden vorteilhaft so gewählt, dass sie den Abmessungen
eines üblichen Gegenlagers für den Drehzapfen eines Standardtürdrehgelenks entsprechen,
so dass eine Nachrüstung von Drehfalttüren unterschiedlicher Ausgestaltungen möglich
ist. Bei Aktivierung des Elektromotors 42 bleibt die Abtriebswelle relativ zum Schienenfahrzeug
gesehen in Ruhe (sofern nicht eine Überlastung auftritt und die Kupplung die Welle
freigibt) und der Motor dreht sich mitsamt des Türflügels, um je nach Drehrichtung
die Tür entweder zu öffnen oder zu schließen. Beim Öffnen wird also - mit Bezug auf
Fig.1 - der Flügel 18 zum Fahrzeuginneren geschwenkt, wodurch der am Flügel 18 angelenkte
Flügel 22 in Fig. 1 nach rechts gezogen wird und dabei die oben beschriebene Dreh-Schwenkbewegung
ausführt.
[0025] Alternativ ist es auch möglich, den Motor am Fahrzeug und die Welle an dem Türflügel
zu befestigen, jedoch benötigt diese Ausgestaltung mehr Platz außerhalb der Tür, was
bei Nach- und Umrüstungen problematisch sein kann. Da die Fahrzeugtüren i.d.R. über
ausreichende Hohlräume verfügen, erlaubt es die bevorzugte Anordnung (Motor im Türflügel,
Welle am Fahrzeug) vorteilhaft, auch ältere Fahrzeuge, bei denen der zur Verfügung
stehende Einbauraum begrenzt ist, ohne größeren Umbauaufwand nachzurüsten und einen
vollautomatischen Türbetrieb zu ermöglichen.
[0026] Sind, wie in Fig. 1 gezeigt, zwei Paare von Türflügeln einer Drehfalttür vorgesehen,
so werden diese im Regelbetrieb immer synchron gesteuert. Bei abgeschalteten Motoren
sind die Türflügel manuell von Hand bewegbar. Zur Erfassung der Türposition, d.h.
des Drehwinkels der türrahmenseitigen Türflügel, in Fig. 1 also der Türflügel 14 und
18, können die jeweiligen Antriebsmotoren 40 über einen integrierten Impulsgeber verfügen.
Es kann vorgesehen sein, dass die Geschlossenposition jedes Türflügelpaars mit jeweils
einem Endschalter, vorzugsweise in Form eines induktiven Näherungsschalters, überwacht
wird. Sind solche Endschalter vorgesehen, so können vorteilhaft Schalter mit jeweils
zwei Arbeitskontakten verwendet werden, wobei ein Kontakt von der Türsteuereinheit
zur Türsteuerung eingelesen wird, während der andere Kontakt in Reihe mit dem Kontakt
des anderen Türflügels geschaltet wird, so dass eine Geschlossenmeldung für eine über
das gesamte Schienenfahrzeug geführte Türschleife erzeugt werden kann.
[0027] Während z.B. aus der
DE 26 02 390 ein Mechanismus bekannt ist, der es ermöglicht, mit einem gewissen Kraftaufwand eine
Drehfalttür manuell ein Stück zu öffnen, um beim Schließen der Türen eingeklemmte
Personen oder Gegenstände zu befreien, ermöglicht es die erfindungsgemäße Ausgestaltung
einer Drehfalttür vorteilhaft, in besonders einfacher Weise Mittel vorzusehen, um
ein solches Einklemmen komplett zu verhindern, und zwar sowohl beim Schließen als
auch beim Öffnen eines Türflügelpaars. Dazu kann der erste Antrieb insbesondere mit
einer Weg-Zeit-Überwachung und/oder einer vorzugsweise lernfähigen Motorstrom-Überwachung
versehen werden, was die Erkennung von Hindernissen sowohl beim Öffnen als auch beim
Schließen eines von dem ersten Antrieb bewegten Türflügelpaars erlaubt. Alternativ
oder zusätzlich kann der erste Antrieb auch mit einer Laufzeitüberwachung versehen
sein, was insbesondere das Erkennen von Hindernissen beim Schließen eines Türflügelpaars
ermöglicht. Die Tür kann so gesteuert werden, dass dann, wenn beim Öffnen ein Hindernis
erkannt wird, die Tür für einen gewissen Zeitraum, z.B. zwei Sekunden, stoppt und
danach ihren Öffnungsvorgang fortsetzt. Dazu wird eine Reversierauswertung aktiv geschaltet,
sobald die Tür einen Öffnungsvorgang einleitet. Diese Reversierauswertung wir dann
passiv geschaltet, sobald sich die Tür in der geöffneten Position befindet oder wenn
ein übergeordneter Schließbefehl gegeben wird.
[0028] Ferner kann die Tür so gesteuert werden, dass dann, wenn beim Schließen ein Hindernis
erkannt wird, der erste Antrieb reversiert wird und die Tür öffnet, wobei eine Wartezeit
von einem gewissen Zeitraum, z.B. einer Sekunde, gestartet wird, sobald die Tür die
geöffnete Position erreicht hat. Nach Ablauf der Wartezeit schließt die Tür wieder.
Dabei wird eine Reversierauswertung aktiv geschaltet, sobald die Tür einen Schließvorgang
einleitet. Diese Reversierauswertung wird dann passiv geschaltet, wenn die Tür z.B.
aufgrund der Anforderung durch einen Passagier bei (noch) bestehender Türfreigabe
einen Öffnungsvorgang einleitet oder nach einem gewissen Zeitraum, z.B. zwei Sekunden
nach Löschung einer zentral gegebenen Türfreigabe und nachdem die Tür die Geschlossenposition
erreicht hat.
[0029] Im Rahmen des Erfindungsgedankens sind zahlreiche Abwandlungen und Weiterbildungen
möglich, die sich z.B. auf die Ausgestaltung des ersten und/oder des zweiten Antriebs
beziehen. Auch ist es möglich, die Drehfalttür z.B. mit einer Diagnoseeinrichtung
auszustatten, die wenigstens einen Vordergrundspeicher und wenigstens einen Hintergrundspeicher
umfasst und es erlaubt, Fehlermeldungen in chronologischer Reihenfolge in dem Vordergrundspeicher
und/oder in dem Hintergrundspeicher abzuspeichern und bei Bedarf auszulesen.
[0030] Die Erfindung hat den großen Vorteil, in einfacher Weise bei bestehenden halbautomatischen
Drehfalttüren nachgerüstet werden zu können, so dass sich dann eine vollautomatisierte
Drehfalttür ergibt, die sich nicht nur automatisch schließen, sondern auch automatisch
öffnen lässt und bei der in besonders einfacher Weise ein Einklemmschutz nicht nur
beim Schließen, sondern auch beim Öffnen realisiert werden kann. Dabei können die
wichtigen Antriebe in die Tür integriert werden, so dass auch bei beengten Raumverhältnissen
eine Nachrüstung möglich ist. Erfindungsgemäße Drehfalttüren erlauben es auch, kundenseitige
Anforderungen an Öffnungsmöglichkeiten zu realisieren, die sich über die Zeit ändern
können. Beispielsweise wurde früher kundenseitig regelmäßig gefordert, dass die Türen
von außen immer geöffnet werden können sollten, ggf. mit einem gewissen gesteigerten
Kraftaufwand. Heute wird dagegen häufig gefordert, dass die Türen nur dann von außen
geöffnet werden können, wenn z.B. Zugführer eine entsprechende Türfreigabe erteilt
hat. Allenfalls eine Notentriegelung von außen soll durch autorisiertes Personal jederzeit
möglich sein. Diese und weitere Kundenwünsche an die Öffnungsmöglichkeiten lassen
sich dank der Erfindung leicht durch entsprechende Einstellung der Türsteuerung realisieren.
1. Automatische Drehfalttür (10) für Schienenfahrzeuge umfassend mindestens ein Paar,
vorzugsweise zwei Paare von aneinander angelenkten Türflügeln (12, 14; 16, 18), von
denen jeweils einer um eine relativ zu einem mit der Drehfalttür ausgestatteten Fahrzeug
feststehende Schwenkachse schwenkbar ist, wobei jedes Paar von Türflügeln ein Verriegelungsgestänge
aufweist, wobei
- jedem Paar von Türflügeln (12, 14; 16, 18) ein erster (40) und ein zweiter (30)
elektrischer Antrieb zugeordnet sind,
- wobei der zweite Antrieb (30) dazu ausgebildet ist, nach Erhalt eines Öffnungsbefehls
das Verriegelungsgestänge in eine Entriegeltposition zu bewegen, in welcher das jeweilige
Paar von Türflügeln geöffnet werden kann, und
- wobei der erste Antrieb (40) dazu ausgebildet, das jeweilige Paar von Türflügeln
dann, wenn das Verriegelungsgestänge von dem zweiten Antrieb in die Entriegeltposition
gebracht wurde, in eine geöffnete Position und nach Erhalt eines Schließbefehls in
eine geschlossene Position zu bewegen, und
dadurch gekennzeichnet, dass
- Mittel zur Erkennung von Hindernissen beim Öffnen und Schließen jedes Türflügelpaares
vorgesehen sind,
- der erste Antrieb (40) einen Elektromotor (42) mit angeflanschtem Getriebe (44)
und eine Abtriebswelle (46) umfasst, wobei der Verlauf der Drehachse der Abtriebswelle
dem Verlauf der Schwenkachse entspricht,
- das dem Elektromotor (42) abgewandte Ende der Abtriebswelle (46) in einer Kupplung
(48), vorzugsweise einer Axial-Rutschkupplung befestigt ist, und
- der Elektromotor (42) an einem Türflügel befestigt ist und die Kupplung (48) an
einem mit der Drehfalttür (10) ausgestatteten Fahrzeug befestigt ist.
2. Drehfalttür (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Erkennung von Hindernissen beim Öffnen und Schließen jedes Türflügelpaares
zumindest eines der folgenden umfassen:
- eine Weg-Zeit-Überwachung des ersten Antriebs,
- eine vorzugsweise lernfähige Motorstrom-Überwachung des ersten Antriebs und
- eine Laufzeitüberwachung des ersten Antriebs.
3. Drehfalttür (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Türsteuereinheit vorgesehen ist, welche bei Erkennung von Hindernissen beim
Öffnen oder Schließen eines Türflügelpaares den ersten Antrieb reversiert.
4. Drehfalttür (10) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Türsteuereinheit mit einem Datenspeicher gekoppelt ist, in dem Daten zur Türsteuerung
hinterlegt sind, die zumindest eines der folgenden umfassen:
- ein Geschwindigkeitsprofil des zeitlichen Verlaufs der Türgeschwindigkeit beim Öffnen
und Schließen und
- eine maximale Kraft, bei deren Auftreten der erste Antrieb reversiert wird.
5. Drehfalttür (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Antrieb einen integrierten Impulsgeber zwecks Erfassung der Türposition
beim Öffnen und Schließen aufweist.
6. Drehfalttür (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Antrieb (30) einen elektromotorischen Entriegelungsmotor (32) mit angeflanschtem
Getriebe, eine Magnetkupplung (34) und eine Zahnscheibe (36) umfasst, wobei der Entriegelungsmotor
(32) über die Magnetkupplung (34) mit der Zahnscheibe (36) koppelbar ist.
7. Drehfalttür (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Türklinke (24) durch Einschalten der Magnetkupplung (34) und Kurzschließen des
Entriegelungsmotors (32) blockierbar ist.
8. Drehfalttür (10) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Zahnscheibe (36) ein Positionsschalter zur Feststellung einer Entriegeltposition
vorgesehen ist.
9. Drehfalttür (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Umschaltung auf Handbetrieb vorgesehen sind, in welchem das Verriegelungsgestänge
mittels einer Türklinke (24) von Hand in die Entriegeltposition gebracht und die Tür
geöffnet werden kann.
10. Nachrüstsatz für Drehfalttüren (10) von Schienenfahrzeugen, wobei eine solche Drehfalttür
(10) zwei aneinander angelenkte Türflügel (12, 14; 16, 18), von denen einer im bestimmungsgemäßen
Montagezustand um eine relativ zu einem Schienenfahrzeug feststehende Schwenkachse
schwenkbar ist, und ein Verriegelungsgestänge aufweist, umfassend
- einen ersten (40) und einen zweiten (30) elektrischen Antrieb,
- wobei der erste Antrieb (40) einen Elektromotor (42), ein Getriebe (44), eine Abtriebswelle
(46) und Mittel zur Anordnung des Antriebs an der Drehfalttür derart umfasst, dass
der Verlauf der Drehachse der Abtriebswelle dem Verlauf der Schwenkachse eines Türflügels
entspricht, und
- wobei der zweite Antrieb (30) einen elektromotorischen Entriegelungsmotor (32) mit
angeflanschtem Getriebe, eine Magnetkupplung (34), eine Zahnscheibe (36) und Mittel
zur Kopplung der Zahnscheibe mit dem Verriegelungsgestänge umfasst,
- Mittel zur Erkennung von Hindernissen beim Öffnen und Schließen jedes Türflügelpaares,
die mit dem ersten Antrieb koppelbar sind, und
- eine Kupplung (48), vorzugsweise eine Axial-Rutschkupplung, in der das dem Elektromotor
(42) abgewandte Ende der Abtriebswelle (46) befestigbar ist.
11. Nachrüstsatz nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass er Mittel zur Befestigung der Kupplung an einem Fahrzeug und Mittel zur Befestigung
des Elektromotors an einem Türflügel umfasst.
12. Schienenfahrzeug, insbesondere Personenwaggon, mit einer Anzahl von Drehfalttüren
(10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
1. Automatic folding hinged door (10) for rail vehicles comprising at least one pair,
preferably two pairs of door panels (12, 14, 16, 18) which are hinged to one another,
of which one in each case is pivotable about a fixed pivot axis relative to a vehicle
equipped with the folding hinged door, wherein each pair of door panels has a locking
rod, wherein
- each pair of door panels (12, 14, 16, 18) is assigned a first (40) and a second
(30) electric drive,
- wherein the second drive (30) is configured, after receiving an opening command,
to move the locking rod into an unlocking position in which the respective pair of
door panels can be opened and
- wherein the first drive (40) is configured to move the respective pair of door panels
into an open position when the locking rod is brought into the unlocked position by
the second drive and into a closed position after receiving a closing command and
characterized in that
- means for identifying obstacles during the opening and closing of each pair of door
panels are provided,
- the first drive (40) comprises an electric motor (42) with flanged transmission
(44) and an output shaft (46), wherein the course of the pivot axis of the output
shaft corresponds to the course of the pivot axis,
- the end of the output shaft (46) facing away from the electric motor (42) is fastened
in a coupling (48), preferably an axial slip coupling and
- the electric motor (42) is fastened to a door panel and the coupling (48) is fastened
to a vehicle equipped with the folding hinged door (10).
2. The folding hinged door (10) according to claim 1,
characterized in that the means for identifying obstacles during the opening and closing of each pair of
door panels comprises at least one of the following:
- a distance-time monitoring of the first drive,
- a preferably learnable motor current monitoring of the first drive and
- a run time monitoring of the first drive.
3. The folding hinged door (10) according to one of claims 1 or 2, characterized in that a first door control unit is provided which upon identifying obstacles during the
opening and closing of a pair of door panels, reverses the first drive.
4. The folding hinged door (10) according to claim 3,
characterized in that the door control unit is coupled to a data store in which data for controlling the
door are stored, which comprise at least one of the following:
- a speed profile of the time behaviour of the door speed during opening and closing
and
- a maximum force subject to the occurrence of which the first drive is reversed.
5. The folding hinged door (10) according to one of claims 1 to 4, characterized in that the first drive has an integrated pulse generator for detecting the door position
during opening and closing.
6. The folding hinged door (10) according to one of claims 1 to 5, characterized in that the second drive (30) comprises an electric-motor unlocking motor (32) with flanged
transmission, a magnetic coupling (34) and a tooth washer (36), wherein the unlocking
motor (32) can be coupled via the magnetic coupling (34) to the tooth washer (36).
7. The folding hinged door (10) according to claim 6, characterized in that the door latch (24) can be blocked by switching on the magnetic coupling (34) and
short-circuiting the unlocking motor (32).
8. The folding hinged door (10) according to claim 6 or 7, characterized in that a position switch for determining an unlocked position is provided on the tooth washer
(36).
9. The folding hinged door (10) according to one of claims 1 to 8, characterized in that means for switching to manual operation are provided in which the locking rod can
be brought into the unlocked position by hand by means of a door latch (24) and the
door can be opened.
10. Retrofit kit for folding hinged doors (10) of rail vehicles, wherein such a folding
hinged door (10) comprises two door panels (12, 14, 16, 18) which are hinged to one
another, of which one in each case is pivotable about a fixed pivot axis relative
to a rail vehicle in the prescribed mounting state, and has a locking rod, comprising
- a first (40) and a second (30) electric drive,
- wherein the first drive (40) comprises an electric motor (42), a transmission (44),
an output shaft (46) and means for arranging the drive on the folding hinged door
in such a manner that the course of the pivot axis of the output shaft corresponds
to the course of the pivot axis, and
- wherein the second drive (30) comprises an electric-motor unlocking motor (32) with
flanged transmission, a magnetic coupling (34), a tooth washer (36) and means for
coupling the tooth washer to the locking rod,
- means of identifying obstacles during the opening and closing of each pair of door
panels which can be coupled to the first drive and
- a coupling (48), preferably an axial slip coupling in which the end of the output
shaft (46) facing away from the electric motor (42) can be fastened.
11. The retrofit kit according to claim 10, characterized in that it comprises means for fastening the coupling to a vehicle and means for fastening
the electric motor to a door panel.
12. Rail vehicle, in particular passenger carriage, having a number of folding hinged
doors (10) according to one of claims 1 to 9.
1. Porte automatique à vantaux pliants et tournants (10) pour véhicules sur rails, comprenant
au moins une paire, de préférence deux paires de vantaux de porte (12, 14; 16, 18)
articulés l'un sur l'autre dont respectivement un peut pivoter autour d'un axe de
pivotement qui est fixe par rapport à un véhicule équipé de ladite porte à vantaux
pliants et tournants, chaque paire de vantaux de porte comprenant une tringlerie de
verrouillage, dans laquelle
- un premier (40) et un deuxième (30) mécanismes d'entraînement électriques sont associés
à chaque paire de vantaux de porte (12, 14; 16, 18),
- dans laquelle le deuxième mécanisme d'entraînement (30) est adapté pour déplacer,
après avoir reçu une commande d'ouverture, la tringlerie de verrouillage dans une
position déverrouillée dans laquelle la paire respective de vantaux de porte peut
être ouverte, et
- dans laquelle le premier mécanisme d'entraînement (40) est adapté pour déplacer
la paire respective de vantaux de porte dans une position ouverte lorsque la tringlerie
de verrouillage a été déplacée dans la position déverrouillée par le deuxième mécanisme
d'entraînement, et pour la déplacer dans une position fermée après avoir reçu une
commande de fermeture, et
caractérisée en ce que
- des moyens de détection d'obstacles lors de l'ouverture et de la fermeture de chaque
paire de vantaux de porte sont prévus,
- le premier mécanisme d'entraînement (40) comprend un moteur électrique (42) ayant
un engrenage (44) bridé et un arbre de sortie (46), le tracé de l'axe de rotation
de l'arbre de sortie correspondant au tracé de l'axe de pivotement,
- l'extrémité de l'arbre de sortie (46), qui montre dans la direction opposée au moteur
électrique (42) est fixée dans un accouplement (48), de préférence un accouplement
à glissement axial, et
- le moteur électrique (42) est fixé sur un vantail de porte et l'accouplement (48)
est fixé sur un véhicule équipé de la porte à vantaux pliants et tournants (10).
2. Porte à vantaux pliants et tournants (10) selon la revendication 1,
caractérisée en ce que les moyens de détection d'obstacles lors de l'ouverture et de la fermeture de chaque
paire de vantaux de porte comprennent l'un au moins de ce qui suit:
- une surveillance distance-temps du premier mécanisme d'entraînement,
- une surveillance du courant de moteur, de préférence adaptative, du premier mécanisme
d'entraînement, et
- une surveillance de la durée de marche du premier mécanisme d'entraînement.
3. Porte à vantaux pliants et tournants (10) selon l'une quelconque des revendications
1 ou 2, caractérisée en ce qu'une unité de commande de porte est prévue qui renverse la marche du premier mécanisme
d'entraînement lorsque des obstacles sont détectés lors de l'ouverture ou de la fermeture
d'une paire de vantaux de porte.
4. Porte à vantaux pliants et tournants (10) selon la revendication 3,
caractérisée en ce que ladite unité de commande de porte est couplée à une mémoire de données dans laquelle
sont stockées des données de commande de porte qui comprennent l'un au moins de ce
qui suit:
- un profil de vitesse de la variation temporelle de la vitesse de porte lors de l'ouverture
et de la fermeture, et
- une force maximale lors de l'apparition de laquelle la marche du premier mécanisme
d'entraînement est renversée.
5. Porte à vantaux pliants et tournants (10) selon l'une quelconque des revendications
1 à 4, caractérisée en ce que le premier mécanisme d'entraînement présente un générateur d'impulsions intégré destiné
à détecter la position de la porte lors de l'ouverture et de la fermeture.
6. Porte à vantaux pliants et tournants (10) selon l'une quelconque des revendications
1 à 5, caractérisée en ce que le deuxième mécanisme d'entraînement (30) comprend un moteur de déverrouillage (32)
électromoteur ayant un engrenage bridé, un accouplement à aimant (34) et un disque
denté (36), le moteur de déverrouillage (32) pouvant être couplé via ledit accouplement
à aimant (34) au disque denté (36).
7. Porte à vantaux pliants et tournants (10) selon la revendication 6, caractérisée en ce que la poignée de porte (24) peut être bloquée en enclenchant l'accouplement à aimant
(34) et en court-circuitant le moteur de déverrouillage (32).
8. Porte à vantaux pliants et tournants (10) selon la revendication 6 ou 7, caractérisée en ce qu'un interrupteur de fin de course pour identifier une position déverrouillée est prévu
sur le disque denté (36).
9. Porte à vantaux pliants et tournants (10) selon l'une quelconque des revendications
1 à 8, caractérisée en ce que l'on prévoit des moyens de commutation pour passer au fonctionnement manuel dans
lequel on peut faire passer à la main, au moyen d'une poignée de porte, la tringlerie
de verrouillage dans la position déverrouillée et la porte peut être ouverte.
10. Kit de rattrapage pour des portes à vantaux pliants et tournants (10) de véhicules
sur rails, dans lequel une telle porte à vantaux pliants et tournants (10) comprend
deux vantaux de porte (12, 14; 16, 18) articulés l'un sur l'autre dont l'un, en état
de montage conforme à la destination, peut pivoter autour d'un axe de pivotement qui
est fixe par rapport à un véhicule sur rails, ainsi qu'une tringlerie de verrouillage,
comprenant
- un premier (40) et un deuxième (30) mécanismes d'entraînement électriques,
- dans lequel le premier mécanisme d'entraînement (40) comprend un moteur électrique
(42), un engrenage (44), un arbre de sortie (46) et des moyens d'agencement du mécanisme
d'entraînement sur la porte à vantaux pliants et tournants, de telle sorte que le
tracé de l'axe de rotation de l'arbre de sortie correspond au tracé de l'axe de pivotement
d'un vantail de porte, et
- dans lequel le deuxième mécanisme d'entraînement (30) comprend un moteur de déverrouillage
(32) électromoteur ayant un engrenage bridé, un accouplement à aimant (34), un disque
denté (36) et des moyens servant à coupler le disque denté à la tringlerie de verrouillage,
et
- des moyens de détection d'obstacles lors de l'ouverture et de la fermeture de chaque
paire de vantaux de porte, qui peuvent être couplés au premier mécanisme d'entraînement,
et
- un accouplement (48), de préférence un accouplement à glissement axial dans lequel
peut être fixée l'extrémité de l'arbre de sortie (46), qui montre dans la direction
opposée au moteur électrique (42).
11. Kit de rattrapage selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'il comprend des moyens de fixation de l'accouplement sur un véhicule et des moyens
de fixation du moteur électrique sur un vantail de porte.
12. Véhicule sur rails, en particulier wagon pour personnes, comprenant un nombre de portes
à vantaux pliants et tournants (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à
9.