[0001] Die Erfindung betrifft ein optisch variables Sicherheitselement zur Absicherung von
Wertgegenständen, mit einem Träger mit einem reflektiven Flächenbereich, dessen Ausdehnung
eine x-y-Ebene und eine darauf senkrecht stehende z-Achse definiert. Die Erfindung
betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Sicherheitselements sowie
einen entsprechend ausgestatteten Datenträger.
[0002] Datenträger, wie etwa Wert- oder Ausweisdokumente, oder andere Wertgegenstände, wie
etwa Markenartikel, werden zur Absicherung oft mit Sicherheitselementen versehen,
die eine Überprüfung der Echtheit der Datenträger gestatten und die zugleich als Schutz
vor unerlaubter Reproduktion dienen.
[0003] Eine besondere Rolle bei der Echtheitsabsicherung spielen Sicherheitselemente mit
betrachtungswinkelabhängigen Effekten, da diese selbst mit modernsten Kopiergeräten
nicht reproduziert werden können. Die Sicherheitselemente werden dabei mit optisch
variablen Elementen ausgestattet, die dem Betrachter unter unterschiedlichen Betrachtungswinkeln
einen unterschiedlichen Bildeindruck vermitteln und beispielsweise je nach Betrachtungswinkel
einen anderen Farb- oder Helligkeitseindruck und/oder ein anderes graphisches Motiv
zeigen.
[0004] Eine gerade im Bereich von Sicherheitselementen weit verbreitete Technik, die einer
praktisch ebenen Folie ein dreidimensionales Erscheinungsbild verleiht, sind diverse
Formen der Holographie. Für die Anwendung bei Sicherheitsmerkmalen, insbesondere auf
Banknoten, haben diese Techniken jedoch einige Nachteile. Zum einen hängt die Qualität
der dreidimensionalen Darstellung eines Hologramms stark von den Beleuchtungsverhältnissen
ab. Insbesondere bei diffuser Beleuchtung sind die Darstellungen von Hologrammen oft
nur schwer zu erkennen. Darüber hinaus haben Hologramme den Nachteil, dass sie inzwischen
im Alltag an vielen Stellen präsent sind und daher ihre besondere Stellung als Echtheitskennzeichen
schwindet.
[0005] Dokument
DE 10 2010 049 831 A1 offenbart ein optisch variables Flächenmuster, das in zumindest drei Teilbereiche
mit jeweils mehreren Pixelabschnitten aufgeteilt ist, wobei ein erster und ein zweiter
der Teilbereiche bei Kippung um eine erste Achse und somit betrachtungswinkelabhängig
zwei verschiedene Ansichten eines ersten Motivs so darbieten, dass bei einem Betrachter
ein dreidimensionaler Bildeindruck entsteht.
[0006] Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein optisch variables Sicherheitselement
der eingangs genannten Art anzugeben, das die Nachteile des Stands der Technik vermeidet,
und insbesondere, eine Sicherheitselement zu schaffen, das trotz flacher Ausgestaltung
ein visuell attraktives dreidimensionales Erscheinungsbild mit hohem Aufmerksamkeits-
und Wiedererkennungswert aufweist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Gemäß der Erfindung ist bei einem gattungsgemäßen Sicherheitselement vorgesehen,
dass
- der reflektive Flächenbereich eine Vielzahl von reflektiven Pixeln enthält, die jeweils
eine oder mehrere, gleich orientierte reflektive Facetten aufweisen, wobei eine Orientierung
jeder Facette relativ zur x-y-Ebene durch die Angabe ihres normalisierten Normalenvektors
bestimmt ist,
- die reflektiven Facetten so orientiert sind, dass der reflektive Flächenbereich für
einen Betrachter als gegenüber seiner tatsächlichen Raumform vor- und/oder zurückspringende
Fläche wahrnehmbar ist, und
- zumindest ein Teil der Facetten mit einem diffraktiven Gittermuster aus einer Vielzahl
von Gitterlinien versehen ist, dessen Gittervektor parallel zum Kreuzprodukt des Einheitsvektors
in z-Richtung mit dem Normalenvektor der jeweiligen Facette liegt.
[0009] Durch diese Maßnahmen kann das Sicherheitselement trotz außerordentlich flacher Gestaltung
mit einer maximalen Höhendifferenz von beispielsweise nur 10 µm einen deutlichen dreidimensionalen
Eindruck der dargestellten Motive erzeugen. Darüber hinaus kann durch die besondere
Abstimmung der Orientierung der Facetten und der auf den Facetten ausgebildeten diffraktiven
Gittermuster die Dispersion des Lichts bei geschliffenen transparenten Materialien,
wie Glas oder Diamant, überzeugend nachgebildet werden, wie weiter unten im Detail
erläutert.
[0010] Der Gittervektor eines Gittermusters ist dabei wie üblich ein Vektor, der senkrecht
auf den Gitterlinien steht und dessen Betrag die Gitterperiode angibt.
[0011] Die reflektiven Pixel enthalten vorzugsweise jeweils zwei oder mehr gleich orientierte
Facetten, es ist jedoch auch möglich, dass ein Teil der Pixel oder alle Pixel jeweils
nur eine Facette enthalten. Zumindest ein Teil der Pixel und/oder der Facetten ist
vorteilhaft mit einem Umriss in Form eines Motivs, insbesondere in Form von Zeichen
oder Symbolen ausgebildet. Die besonderen Umrisse können als zusätzliches Echtheitsmerkmal
verwendet werden, das nur unter Vergrößerung sichtbar wird. Weiter kann in einen Teil
der Pixel oder Facetten zusätzlich ein Mikrotext eingeschrieben sein. Der Mikrotext
kann dabei sowohl auf die Facetten geschrieben sein oder auch anstelle einiger der
Facetten auf dem Träger vorliegen.
[0012] In einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist von den parallel zur x-y-Ebene
liegenden Facetten zumindest ein Teil mit einem diffraktiven Gittermuster aus einer
Vielzahl von Gitterlinien versehen, dessen Gittervektor im Wesentlichen parallel zu
den Gittervektoren der Gittermuster angrenzender Facetten liegt. Diese Forderung trägt
der Tatsache Rechnung, dass die oben genannte Bedingung an den Gittervektor bei parallel
zur x-y-Ebene liegenden Facetten nicht angewandt werden kann, da das Kreuzprodukt
des Einheitsvektors in z-Richtung mit dem Normalenvektor dann verschwindet. Um einen
gleichmäßigen Dispersionseindruck zu erhalten, werden die parallel zur x-y-Ebene liegenden
Facetten daher vorteilhaft mit einem Gittermuster versehen, dessen Gittervektor im
Wesentlichen parallel zu den Gittervektoren der Gittermuster angrenzender Facetten
liegt. Beispielsweise kann der Gittervektor einer solchen Facette als Mittelwert der
Gittervektoren der angrenzenden Facetten mit einem gültigen Gittervektor gewählt werden.
[0013] Die reflektiven Facetten sind mit Vorteil so orientiert, dass der reflektive Flächenbereich
für einen Betrachter als gewölbte, insbesondere kontinuierlich gewölbte Fläche wahrnehmbar
ist. Mit besonderem Vorteil ist der reflektive Flächenbereich als eine in zwei Raumrichtungen
gewölbte, insbesondere kontinuierlich gewölbte Fläche wahrnehmbar.
[0014] Die Gittermuster der reflektiven Facetten erzeugen mit Vorteil in der ersten und
gegebenenfalls den höheren Beugungsordnungen farbige Reflexionen, die für einen Betrachter
als Dispersion eines transparenten Materials, wie Glas oder Diamant wahrnehmbar ist.
[0015] Die Neigung der reflektiven Facetten gegen die x-y-Ebene weist vorzugsweise keine
dominante Vorzugsrichtung auf, so dass es also keine auf der x-y-Ebene senkrecht stehende
Ebene gibt, in der mehr als 80% der Normalenvektoren der reflektiven Facette liegen.
[0016] In einer bevorzugten Ausgestaltung weisen die Gitterlinien von allen der mit einem
diffraktiven Gittermuster versehenen Facetten einen Gittervektor parallel zum Kreuzprodukt
des Einheitsvektors in z-Richtung mit dem Normalenvektor der jeweiligen Facette auf.
Die diffraktiven Gittermuster weisen mit Vorteil eine Gitterperiode zwischen 0,3 µm
und 4 µm, vorzugsweise zwischen 0,6 µm und 3 µm auf.
[0017] In einer vorteilhaften Erfindungsvariante weisen alle Gittermuster des Flächenbereichs
dieselbe Gitterperiode auf. Alternativ kann auch die Gitterperiode einzelner Facetten
abweichend gewählt werden, wodurch die Stärke der imitierten Dispersion variiert werden
kann.
[0018] Die Facetten sind bevorzugt im Wesentlichen als ebene Flächenelemente ausgebildet.
Die Formulierung "im Wesentlichen" trägt dabei der Tatsache Rechnung, dass sich in
der Praxis herstellungsbedingt keine perfekt ebenen Flächenelemente erzeugen lassen.
Alternativ können die Facetten auch als gekrümmte, insbesondere konkave, konvexe oder
gewellte Flächenelemente ausgebildet sein. Allgemein lässt sich eine Facette durch
die Angabe der Facettenfläche h(x,y) beschreiben, wobei eine ebene Facette eine Facettenfläche
der Form

mit Konstanten c
x, c
y, und co und einem zusammenhängenden Bereich B der x-y-Ebene aufweist.
[0019] In einer zweckmäßigen Ausgestaltung sind die reflektiven Facetten in einem periodischen
Raster angeordnet und bilden insbesondere ein Sägezahngitter. Alternativ sind die
reflektiven Facetten aperiodisch angeordnet, wobei eine aperiodische Anordnung der
Facetten derzeit bevorzugt ist, da dadurch unerwünschte Beugungseffekte, die von einer
regelmäßige Anordnungen der Facetten herrühren, vermieden werden können.
[0020] Eine weitere Möglichkeit, unerwünschte Beugungseffekte zu unterdrücken, besteht darin,
die Facetten in ihrer Höhe über dem Flächenbereich aperiodisch gegeneinander zu versetzen.
Bei einer aperiodischen Versetzung der Facetten gibt es keinen einfachen, regelmäßigen
Zusammenhang zwischen den Höhen benachbarter Facetten, so dass eine konstruktive Interferenz
des an benachbarten Facetten reflektierten Lichts und damit das Entstehen eines überlagerten
Beugungsmusters zuverlässig verhindert werden. Einzelheiten einer solchen aperiodischen
Versetzung können der Druckschrift
WO 2012/055506 A1 entnommen werden, deren Offenbarungsgehalt insoweit in die vorliegende Anmeldung
aufgenommen wird.
[0021] Die Facetten weisen mit Vorteil in der Richtung des Gittervektors des Gittermusters
eine Abmessung von 10 µm oder mehr, bevorzugt von 20 µm oder mehr, besonders bevorzugt
von 30 µm oder mehr, auf. In der auf dem Gittervektor senkrecht stehenden Richtung
weisen die Facetten mit Vorteil eine Abmessung zwischen 5 µm und 30 µm, bevorzugt
zwischen 7,5 µm und 15 µm auf, und die Höhe der Facetten liegt vorteilhaft zwischen
0 und 10 µm, vorzugsweise zwischen 0 und 5 µm.
[0022] Die reflektiven Facetten weisen in vorteilhaften Gestaltungen eine metallische Beschichtung,
eine hochbrechende Beschichtung, oder eine Beschichtung mit einer farbkippenden Schicht
auf.
[0023] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist ein Teil der Facetten ohne
diffraktives Gittermuster ausgebildet. Durch den Anteil der gitterfreien Facetten
kann der Grad der imitierten Dispersion eingestellt werden.
[0024] Der beschriebene reflektive Flächenbereich kann mit anderen Sicherheitsmerkmalen
kombiniert werden, beispielsweise mit Hologrammen, insbesondere Echtfarbenhologrammen,
mit Subwellenlängengittern oder anderen Subwellenlängenstrukturen, mit Mikrospiegelanordnungen
ohne diffraktive Gitter, oder auch mit Sicherheitsmerkmalen, die auf speziellen Materialeigenschaften,
wie elektrischer Leitfähigkeit, magnetischen Eigenschaften, Lumineszenz, Fluoreszenz
oder dergleichen basieren. Die anderen Sicherheitsmerkmale können beispielsweise in
Lücken des reflektiven Flächenbereichs vorgesehen und mit diesem verschachtelt sein.
[0025] Schließlich sei bemerkt, dass die angegebene Bedingung, dass der Gittervektor parallel
zum Kreuzprodukt des Einheitsvektors in z-Richtung mit dem Normalenvektor der jeweiligen
Facette liegt, für reale Strukturen natürlich nicht mathematisch exakt erfüllt sein
muss oder kann, sondern dass es sich für den Fachmann versteht, dass kleine, beispielsweise
fabrikationstechnische unvermeidliche Abweichungen von den mathematisch exakten Bedingungen
die beschriebenen Effekte und die Funktionsweise der Sicherheitselemente nicht beeinträchtigen.
[0026] Die Erfindung enthält auch einen Datenträger mit einem Sicherheitselement der beschriebenen
Art. Bei dem Datenträger kann es sich insbesondere um ein Wertdokument, wie eine Banknote,
insbesondere eine Papierbanknote, eine Polymerbanknote oder eine Folienverbundbanknote,
um eine Aktie, eine Anleihe, eine Urkunde, einen Gutschein, einen Scheck, eine hochwertige
Eintrittskarte, aber auch um eine Ausweiskarte, wie etwa eine Kreditkarte, eine Bankkarte,
eine Barzahlungskarte, eine Berechtigungskarte, einen Personalausweis oder eine Passpersonalisierungsseite
handeln.
[0027] Die Erfindung enthält weiter ein Verfahren zur Herstellung eines optisch variablen
Sicherheitselements der oben beschriebenen Art, bei dem
- ein Träger bereitgestellt und mit einem reflektiven Flächenbereich versehen wird,
dessen Ausdehnung eine x-y-Ebene und eine darauf senkrecht stehende z-Achse definiert,
- wobei der reflektive Flächenbereich mit einer Vielzahl von reflektiven Pixeln ausgebildet
wird, die jeweils eine oder mehrere, gleich orientierte reflektive Facetten aufweisen,
wobei eine Orientierung jeder Facette relativ zur x-y-Ebene durch die Angabe ihres
normalisierten Normalenvektors bestimmt ist,
- die reflektiven Facetten so orientiert werden, dass der reflektive Flächenbereich
für einen Betrachter als gegenüber seiner tatsächlichen Raumform vor- und/oder zurückspringende
Fläche wahrnehmbar ist, und
- zumindest ein Teil der Facetten mit einem diffraktiven Gittermuster aus einer Vielzahl
von Gitterlinien versehen wird, dessen Gittervektor parallel zum Kreuzprodukt des
Einheitsvektors in z-Richtung mit dem Normalenvektor der jeweiligen Facette liegt.
[0028] Zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements können die reflektiven
Facetten zusammen mit den diffraktiven Gittermustern beispielsweise mittels Graustufenlithographie
in einen Fotolack geschrieben, anschließend entwickelt, galvanisch abgeformt, in einen
UV-Lack geprägt und verspiegelt werden. Die Verspiegelung kann beispielsweise durch
eine aufgebrachte, beispielsweise aufgedampfte Metallschicht verwirklicht werden.
Typischerweise wird dabei eine Aluminiumschicht mit einer Stärke von beispielsweise
50 nm aufgebracht. Natürlich können auch andere Metalle, wie etwa Silber, Kupfer,
Chrom, Eisen, Nickel oder Legierungen davon verwendet werden. Auch können alternativ
zu Metallen Halbleiter wie etwa Silizium, hochbrechende Beschichtungen, beispielsweise
aus ZnS, Al
2O
3 oder TiO
2, oder auch farbkippende Schichten aufgebracht werden. Das Aufbringen, insbesondere
Bedampfen kann vollflächig erfolgen, es ist jedoch auch möglich, eine nur bereichsweise
bzw. rasterförmige Beschichtung durchzuführen, so dass das Sicherheitselement teilweise
transparent bzw. transluzent ist.
[0029] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.
[0030] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Banknote mit einem erfindungsgemäßen optisch variablen
Sicherheitselement in Form eines aufgeklebten Transferelements,
- Fig. 2
- illustriert das Zustandekommen des dreidimensionalen Erscheinungsbilds des Sicherheitselements
der Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Detailausschnitt des reflektiven Flächenbereichs mit drei Pixeln entlang einer
Höhenlinie der in Fig. 2 gezeigten gewölbten Fläche,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht einer einzelnen Facette mit ihrem Gittermuster,
- Fig. 5
- einen Ausschnitt eines reflektiven Flächenbereichs eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements,
bei dem jedes Pixel aus nur einer Facette besteht und bei dem die Pixel bzw. Facetten
aperiodisch in der x-y-Ebene angeordnet sind,
- Fig. 6
- den reflektiven Flächenbereich eines Sicherheitselements nach einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung im Querschnitt, und
- Fig. 7
- in (a) bis (c) die Spiegelreflexe und die beim Kippen auftretende Dispersionswirkung
anhand der Darstellung der Wertzahl "50" der Fig. 1, wobei (a) eine Aufsicht ohne
Darstellung der Dispersionswirkung, und (b) und (c) einerseits die Bewegung der farblosen
und lichtstarken Reflexionen in 0-ter Beugungsordnung und andererseits das Auftreten
farbiger Reflexionen beim Kippen des Sicherheitselements zeigen.
[0031] Die Erfindung wird nun am Beispiel von Sicherheitselementen für Banknoten erläutert.
Figur 1 zeigt dazu eine schematische Darstellung einer Banknote 10 mit einem erfindungsgemäßen
optisch variablen Sicherheitselement 12 in Form eines aufgeklebten Transferelements.
Es versteht sich allerdings, dass die Erfindung nicht auf Transferelemente und Banknoten
beschränkt ist, sondern bei allen Arten von Sicherheitselementen eingesetzt werden
kann, beispielsweise bei Etiketten auf Waren und Verpackungen oder bei der Absicherung
von Dokumenten, Ausweisen, Pässen, Kreditkarten, Gesundheitskarten und dergleichen.
Bei Banknoten und ähnlichen Dokumenten kommen neben Transferelementen beispielsweise
auch Sicherheitsfäden oder Sicherheitsstreifen in Betracht.
[0032] Das in Fig. 1 gezeigte Sicherheitselement 12 ist selbst außerordentlich flach mit
maximalen Höhendifferenzen von etwa 10 µm ausgebildet, vermittelt dem Betrachter aber
dennoch einen deutlichen dreidimensionalen Eindruck der dargestellten Motive, beispielsweise
des Brillanten 14 und der aus der Ebene der Banknote 10 scheinbar gewölbt herausragenden
Wertzahl 16. Zusätzlich zeigen die beiden Motive 14, 16 beim Hin- und Herkippen des
Sicherheitselements 12 farbige Reflexe, wie sie bei der Dispersion des Lichts bei
geschliffenen transparenten Materialien, wie Glas oder Diamant auftreten. Das Sicherheitselement
12 weist daher eine hohe Wertigkeit und auch einen hohen Aufmerksamkeits- und Wiedererkennungswert
auf.
[0033] Das optisch variable Sicherheitselement 12 enthält einen reflektiven Flächenbereich
20, dessen Ausdehnung eine x-y-Ebene definiert, die hier mit der Oberfläche der Banknote
10 zusammenfällt. Die z-Achse steht senkrecht auf der x-y-Ebene, so dass das durch
die drei Achsen gebildete Koordinatensystem ein Rechtssystem bildet.
[0034] Der Aufbau erfindungsgemäßer Sicherheitselemente und das Zustandekommen der dreidimensionalen
Darstellung mit imitierter Dispersion wird nun mit Bezug auf die Figuren 2 bis 4 näher
erläutert. Zunächst illustriert Fig. 2 das Zustandekommen des dreidimensionalen Erscheinungsbilds
des Sicherheitselements 12, wobei das Bezugszeichen 40 die vom Betrachter bei der
Betrachtung des Sicherheitselements 12 wahrgenommene, in zwei Raumrichtungen gewölbte
Fläche darstellt. Figur 3 zeigt einen Detailausschnitt des reflektiven Flächenbereichs
20 mit drei Pixeln 30 entlang einer Höhenlinie 44 der gewölbten Fläche 40 und Fig.
4 zeigt eine perspektivische Ansicht einer einzelnen Facette 32 mit ihrem Gittermuster
34.
[0035] Zurückkommend zunächst auf die Darstellung der Fig. 2 ist im Träger 38 des Sicherheitselements
12 nicht die vom Betrachter wahrgenommene gewölbte Fläche 40 selbst ausgebildet, sondern
eine Vielzahl reflektierender Pixel 30, die jeweils drei reflektierende Facetten 32
mit gleicher Orientierung enthalten, und die durch die Orientierung der Facetten 32
das Reflexionsverhalten der gewölbten Fläche 40 imitiert.
[0036] Dabei ist die Orientierung jeder Facette 32 durch die Neigung der Facette gegen die
x-y-Ebene und einen Azimutwinkel oder auch durch die Angabe ihres normalisierten Normalenvektors
n = (
nx, ny, nz) mit |
n| = 1 und positiver z-Komponente bestimmt. Der Azimutwinkel einer Facette ist dabei
der Winkel zwischen der Projektion des Normalenvektors
n in die x-y-Ebene und einer vorbestimmten Referenzrichtung R (Fig. 3). Um das Reflexionsverhalten
der gewölbten Fläche 40 nachzubilden, sind die Facetten 32 jeweils so orientiert,
dass ihr Normalenvektor
n gerade dem über die Ausdehnung eines Pixels 30 gemittelten lokalen Normalenvektor
N der gewölbten Fläche 40 entspricht.
[0037] Im Ausführungsbeispiel sind die Pixel 30 mit quadratischem Umriss ausgebildet, sie
können im Allgemeinen aber auch andere Umrissformen, insbesondere eine Motivform,
wie etwa Zeichen oder Symbole aufweisen. Die Kantenlänge der Pixel 30 liegt unterhalb
von 300 µm und liegt insbesondere im Bereich von 20 µm bis 100 µm. Länge und Breite
der Facetten 32 liegen oberhalb vom 5 µm, um Farbaufspaltungen durch die Facettenanordnung
selbst zu vermeiden. Die Höhe der Facetten liegt nur zwischen 0 und 10 µm, vorzugsweise
zwischen 0 und 5 µm, so dass der gesamte reflektive Flächenbereich 20 Höhenunterschiede
von maximal 10 µm aufweist, welche mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar sind.
[0038] Da die geometrische Reflexionsbedingung "Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel" für
die Reflexion von gerichtetem Licht 42 nur von der lokalen Orientierung des Normalenvektors
der reflektierenden Fläche 40, 20 abhängt und die Pixel 30 zudem sehr klein sind und
damit selbst nicht in Erscheinung treten, zeigt der reflektierende Flächenbereich
20 im Wesentlichen dieselben Reflexionseigenschaften wie die zu imitierende dreidimensionale
Fläche 40 und erzeugt daher beim Betrachter trotz seiner geringen Höhendifferenzen
den ausgeprägt dreidimensionalen Eindruck der imitierten Fläche 40.
[0039] Die reflektiven Facetten 32 sind insgesamt so orientiert, dass der reflektive Flächenbereich
20 für einen Betrachter als gegenüber seiner tatsächlichen Raumform vor- und/oder
zurückspringende Fläche 40 wahrnehmbar ist. Die tatsächlichen Raumform des reflektiven
Flächenbereichs 20 ist durch die Abfolge der geneigten Facetten, im Ausführungsbeispiel
etwa durch die regelmäßige sägezahnartige Anordnung der Facetten 32 gegeben. Wegen
der Allgemeinheit der beschriebenen Konstruktion lassen sich mit dem reflektiven Flächenbereich
20 praktisch beliebige dreidimensional wahrnehmbare Motive erzeugen, wie etwa Portraits,
Darstellungen von Gegenständen, Tieren oder Pflanzen, oder räumliche Darstellungen
alphanumerischer Zeichen, beispielsweise die hervorgewölbte Wertzahl "50" der Fig.
1.
[0040] Um über die Imitation der Dreidimensionalität der Fläche 40 hinaus auch die bei geschliffenen
transparenten Materialien auftretende Dispersion des Lichts imitieren zu können, sind
die reflektiven Facetten 32 des Flächenbereichs 20 zusätzlich mit diffraktiven Gittermustern
34 versehen, die jeweils aus einer Vielzahl paralleler Gitterlinien 36 bestehen. Die
Orientierung der Gitterlinien 36 ist im Rahmen der Erfindung dabei gerade so gewählt,
dass der Gittervektor g des Gittermusters 34, der definitionsgemäß senkrecht auf den
Gitterlinien 36 steht und dessen Betrag die Gitterperiode angibt, parallel zum Kreuzprodukt
des Einheitsvektors
ez in z-Richtung mit dem Normalenvektor n der jeweiligen Facette liegt.
[0041] Mit
ez = (0,0,1) und
n = (
nx, ny, nz) ist also g || (
ez x
n) und der Gittervektor jeder Facette kann allgemein als
g =
(gx, gy, 0) mit der Gitterperiode |
g | geschrieben werden. In Fig. 4 ist der Zusammenhang zwischen dem Normalenvektor
n, dem Einheitsvektor
ez und dem Gittervektor
g des Gittermusters 34 für eine Facette 32 grafisch veranschaulicht. Ebenfalls eingezeichnet
ist die Neigung γ der Facette gegen die x-y-Ebene.
[0042] Der Detailausschnitt der Fig. 3 zeigt in Aufsicht drei Pixel 30 mit jeweils drei
Facetten 32, die entlang einer Höhenlinie 44 der gewölbten Fläche 40 der Fig. 2 liegen
und die sich daher im Wesentlichen nicht in der Neigung γ der Facetten gegen die x-y-Ebene,
sondern nur im Azimutwinkel A der Facetten unterscheiden. In Fig. 3 ist dazu für die
Pixel 30 jeweils die Projektion des Normalenvektors n in die x-y-Ebene, die Referenzrichtung
R und der Azimutwinkel A eingezeichnet. Figur 3 zeigt ebenfalls den resultierenden
Gittervektor g und die zugehörigen Gitterlinien 36 des Gittermusters 34. Der Übersichtlichkeit
halber sind die Gitterlinien 36 nur in einer der drei Facetten 32 jedes der Pixel
30 eingezeichnet. Da die Facetten 32 eines Pixels 30 alle gleich orientiert sind,
weisen die anderen Facetten des Pixels 30 denselben Normalenvektor n und damit auch
denselben Gittervektor g und somit auch dasselbe Gittermuster 34 auf. Wie in Fig.
3 dargestellt, liegen die Begrenzungslinien des Umrisses der Facetten 32 mit Vorteil
soweit möglich senkrecht zu den Gitterlinien 36. Dadurch kann erreicht werden, dass
bei jeder Orientierung der Facetten eine möglichst große Anzahl an Gitterlinien 36
für die Beugung und damit für ein brillantes Erscheinungsbild zur Verfügung steht.
Zudem lassen sich, insbesondere bei Mikrospiegeln mit gleicher Spiegelsteigung, größere
Facettenhöhen weitgehend vermeiden.
[0043] Wird zur näheren Erläuterung zunächst nur eine reflektive Facette 32 ohne diffraktives
Gittermuster 34 betrachtet, so wirkt die gitterfreie Facette 32 als achromatisch reflektierender
Mikrospiegel, der einfallendes Licht ohne Farbaufspaltung nach den Gesetzen der geometrischen
Optik reflektiert. Ist aus einer Betrachtungsrichtung, die in der von dem Normalenvektor
und der z-Achse aufgespannten Ebene liegt, für die Facette 32 die Reflexionsbedingung
"Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel" erfüllt, erscheint die Facette farblos hell,
ansonsten dunkel. Da die Reflexionsbedingung nur für einen Kippwinkel exakt erfüllt
ist, ergibt sich beim Kippen der reflektiven Facette senkrecht zu der genannten Ebene
eine abrupte, diskrete Helligkeitsänderung.
[0044] Nimmt man nun das diffraktive Gittermuster 34 hinzu, so dass zusätzlich die Beugung
des einfallenden Lichts an dem Gittermuster berücksichtigt werden muss, so tritt anstelle
der Richtung des geometrisch gerichtet reflektierten Lichtstrahls die Richtung der
0-ten Beugungsordnung des Gittermuster. In der Richtung der 0-ten Beugungsordnung
ist die Reflexionsbedingung "Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel" erfüllt, die Facette
erscheint hell und farblos, wenn auch typischerweise mit etwas geringerer Helligkeit
als im oben beschriebenen gitterfreien Fall, da ein Teil des Lichts in andere Raumrichtungen
gebeugt wird.
[0045] Bei den Gittermustern 34 liegt die Ausbreitungsrichtung des gebeugten Lichts in einer
Ebene, die durch den Gittervektor g und die Richtung der 0-ten Beugungsordnung aufgespannt
wird. Innerhalb dieser Ebene wird die Richtung des gebeugten Lichts durch die Gittergleichung

angegeben, in der m die Beugungsordnung, |
g | den Betrag des Gittervektors und damit die Gitterperiode, und λ die Wellenlänge
bedeuten. Die Winkel α bzw. β sind die Winkel des einfallenden bzw. reflektierenden
Lichts, projiziert in die von dem Gittervektor g und dem Normalenvektor n aufgespannte
Ebene. Der Winkel α wird dabei stets positiv genommen, der Winkel β positiv, wenn
er, wie bei den erfindungsgemäßen Gestaltungen üblich, bezüglich der Gitternormalen
auf derselben Seite wie α liegt, ansonsten negativ.
[0046] Für die oben genannte Betrachtungsrichtung in der Ebene des Normalenvektors und der
z-Achse ändern sich die Winkel α und β der Gittergleichung beim Kippen der reflektive
Facette um eine Achse senkrecht zu der genannten Ebene nicht. Bei einer Verkippung
um eine andere Achse ändern sich dagegen mit der Verkippung auch die Winkel α und
β in der Gittergleichung graduell. Bei einer solchen Verkippung tritt also eine graduelle
Farb- und/oder Intensitätsänderung auf, durch die sich insbesondere der Farbeindruck
der Facette 32 kontinuierlich verändert.
[0047] Kehrt man nun zu einem reflektiven Flächenbereich 20 zurück, der aus einer Vielzahl
von Facetten 32 mit unterschiedlichen Neigungswinkeln γ und Azimutwinkeln A besteht,
so weist die Gesamtheit der Facetten keine ausgezeichnete Kippachse auf. Vielmehr
wird bei jeder Verkippung um eine beliebige Achse ein Teil der Facetten 32 eine diskrete
Intensitätsänderung zeigen, während ein anderer Teil eine graduelle Farb- und/oder
Intensitätsänderung zeigt. Die farblosen und lichtstarken Reflexionen in 0-ter Beugungsordnung
tragen dabei besonders zu dem Eindruck einer dreidimensionalen gewölbten Fläche 40
bei, da sie die Spiegelung durch die gewölbte Fläche 40 nachstellen.
[0048] Die farbigen Reflexionen der ersten und höheren Beugungsordnungen suggerieren dem
Betrachter zusätzlich das Auftreten von Dispersion, welche ihm von geschliffenen transparenten
Objekten her vertraut ist. Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass die farbigen Reflexionen
benachbarter Pixel 30 nicht unabhängig voneinander sind, da auch die Orientierungen
der Facetten 32 benachbarte Pixel nicht unabhängig voneinander sind, sondern vielmehr
gerade so gewählt sind, dass die Pixel 30 in ihrer Gesamtheit gerade das Reflexionsverhalten
der dreidimensionalen Fläche 40 reproduzieren. Mit der räumlichen Orientierung sind
daher auch die farbigen Reflexionen benachbarter Pixel 30 korreliert und führen zu
makroskopisch erkennbaren farbigen Reflexionen, die, wie die Erfinder überraschend
gefunden haben, das Auftreten von Dispersion in transparenten Materialien imitieren.
[0049] Die oben genannte Bedingung, nach der der Gittervektor g des Gittermusters parallel
zum Kreuzprodukt des Einheitsvektors in z-Richtung
ez mit dem Normalenvektor n der jeweiligen Facette liegen soll, kann auf parallel zur
x-y-Ebene liegenden Facetten nicht angewandt werden, da das Kreuzprodukt dort gleich
Null ist. Wie oben beschrieben werden die parallel zur x-y-Ebene liegenden Facetten
daher vorteilhaft mit einem Gittermuster versehen, dessen Gittervektor im Wesentlichen
parallel zu den Gittervektoren der Gittermuster angrenzender Facetten liegt.
[0050] Weiter legt die oben genannte Bedingung an den Gittervektor g nur dessen Richtung,
nicht aber seinen Betrag fest. Vielmehr kann durch die Wahl der Gitterperiode unabhängig
von den bisherigen Überlegungen der Grad der imitierten Dispersion eingestellt werden.
Kleinere Gitterperioden führen dabei zu einer stärker ausgeprägten räumlichen Auffächerung
des Lichtes nach Spektralfarben und damit zu farbigen Reflexionen von geringerer Intensität.
Nach der Festlegung der Richtung des Gittervektors wird die Gitterperiode also gemäß
der Stärke des gewünschten dispersiven Erscheinungsbilds der gewölbten Fläche 40 gewählt.
[0051] Eine weitere Möglichkeit, den Grad der imitierten Dispersion einzustellen, besteht
darin, einen bestimmten Teil der Facetten ohne Gittermuster auszubilden und durch
den Anteil gitterfreier Facetten den Grad der imitierten Dispersion zu reduzieren.
[0052] Die reflektiven Pixel 30 bzw. die reflektiven Facetten 32 können, wie in Fig. 3 gezeigt,
in einem regelmäßigen Raster angeordnet sein und beispielsweise ein regelmäßiges Blazegitter
bilden. Die erfindungsgemäßen Flächenbereiche sind allerdings nicht auf regelmäßige
Pixel- oder Facettenanordnungen beschränkt, vielmehr werden sogar bevorzugt aperiodische
Pixel- oder Facettenanordnungen verwendet, da dadurch unerwünschte Beugungseffekte,
wie sie durch regelmäßige Anordnungen entstehen können, vermieden werden.
[0053] Figur 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem der einfacheren Darstellung halber
jedes Pixel 30 aus nur einer Facette 32 besteht und bei dem die Pixel bzw. Facetten
aperiodisch in der x-y-Ebene angeordnet sind. Um trotz der Höhendifferenzen benachbarter
Facetten und dem damit einhergehenden Phasensprung einen Flächenbereich mit klaren
Beugungsfarben zu erhalten, beträgt die Abmessung der Facetten in der Richtung des
Gittervektors g des enthaltenden Gittermusters 34 mindestens 10 µm, bevorzugt mindestens
20 µm, besonders bevorzugt mindestens 30 µm. In der auf dem Gittervektor g senkrecht
stehenden Richtung beträgt die Abmessung der Facetten jeweils zwischen 5 µm und 30
µm, bevorzugt zwischen 7,5 µm und 15 µm. Die Höhe der Facetten liegt zwischen 0 und
10 µm, vorzugsweise zwischen 0 und 5 µm. Wie bei Fig. 3 liegen die Begrenzungslinien
des Umrisses der Facetten 32 bzw. der Pixel 30 mit Vorteil soweit möglich senkrecht
zu den Gitterlinien 36. Dadurch steht unabhängig von der Orientierung der Facetten
bzw. Pixel eine maximale Anzahl an Gitterlinien 36 für die Beugung und damit für ein
brillantes Erscheinungsbild zur Verfügung. Auch können größere Facettenhöhen weitgehend
vermieden werden.
[0054] Eine weitere Möglichkeit, unerwünschte Beugungseffekte durch die Aufteilung des Flächenbereichs
in Facetten zu unterdrücken, besteht darin, die Facetten in ihrer Höhe über dem Flächenbereich
aperiodisch gegeneinander zu versetzten. Beispielsweise zeigt Fig. 6 den reflektiven
Flächenbereich 50 eines Sicherheitselements 12 im Querschnitt, bei dem die im Ausschnitt
gezeigten Facetten 52 zwar alle gleiche Neigung aufweisen, jedoch in aperiodischer,
insbesondere in unregelmäßige Weise um einen Höhenversatz zwischen Null und mindestens
einer halben Wellenlänge aus ihrer regelmäßigen Ausgangslage versetzt sind. Dadurch
werden die Gangunterschiede zwischen unterschiedlichen Facetten 52-j, 52-k in unregelmäßiger
Weise um einen Wert zwischen Null und mindestens einer ganzen Wellenlänge verändert.
Die von den unterschiedlichen Facetten 52-j, 52-k reflektierten Lichtstrahlen 54-j
und 54-k stehen dann in einer zufälligen Phasenbeziehung, so dass das Raster der Facetten
52 trotz einer periodischen Anordnung gleich ausgerichteter Facetten 52 nicht als
beugende Struktur wirkt und daher keine störenden sekundären Beugungseffekte auftreten.
[0055] Figur 7 illustriert schematisch die Spiegelreflexe und die beim Kippen auftretende
Dispersionswirkung anhand der Darstellung der Wertzahl 16 der Fig. 1. Mit Bezug auf
Fig. 7(a) erscheint die Wertzahl 16 mit gewölbten und aus der x-y-Ebene des Flächenbereichs
20 deutlich herausragenden Ziffern 60. Die in der Figur weiß erscheinenden inneren
Ziffernbereiche stellen dabei helle Spiegelreflexe 62 dar, die dem Betrachter die
Illusion einer sich ihm entgegenwölbenden Fläche vermitteln. Diese Illusion wird durch
die scheinbare Bewegung der Spiegelreflexe 62 beim Kippen um eine der Kippachsen 70,
72 noch verstärkt. Wie in Fig. 7(b) dargestellt, wandern die Spiegelreflexe 62 beim
Kippen um die in der Figur waagrechte Kippachse 70 nach oben bzw. beim Kippen in Gegenrichtung
nach unten und verhalten sich damit genauso wie die Spiegelreflexe an der imitierten
dreidimensionalen Fläche. In gleicher Weise wandern die Spiegelreflexe 62 beim Kippen
um die in der Figur senkrechte Kippachse 72 nach rechts bzw. beim Kippen in Gegenrichtung
nach links, wie in Fig. 7(c) gezeigt, und verhalten sich damit wie die Spiegelreflexe
an der imitierten dreidimensionalen Fläche.
[0056] Zusätzlich zu dieser Bewegung der Spiegelreflexe 62, die von den farblosen und lichtstarken
Reflexionen in 0-ter Beugungsordnung hervorgerufen wird, erzeugen die Gittermuster
34 der Facetten 32 in erster und den höheren Beugungsordnungen farbige Reflexionen
64. Wie in Figuren 7(b) und 7(c) illustriert, sind die farbigen Reflexionen 64 wegen
der besonderen Orientierung der Gittermuster 34 beim Kippen um die waagrechte Kippachse
70 in den senkrechten Bereichen 66 der Spiegelreflexe 62 ausgeprägter und sind beim
Kippen um die senkrechte Kippachse 72 in den waagrechten Bereichen 68 der Spiegelreflexe
62 ausgeprägter. Solche farbigen Reflexionen 64 treten üblicherweise bei geschliffenen
transparenten Gegenständen auf und suggerieren dem Betrachter daher das Vorliegen
entsprechender Objekte. Durch die ansprechende und eindrucksvolle visuelle Wirkung
steigen der Aufmerksamkeits- und Wiedererkennungswert und damit auch die Fälschungssicherheit
des Sicherheitselements 12.
Bezugszeichenliste
[0057]
- 10
- Banknote
- 12
- Sicherheitselement
- 14
- Brillantmotiv
- 16
- Wertzahl
- 20
- reflektiver Flächenbereich
- 30
- Pixel
- 32
- reflektive Facetten
- 34
- diffraktives Gittermuster
- 36
- Gitterlinien
- 38
- Träger
- 40
- gewölbte Fläche
- 42
- Reflexion von gerichtetem Licht
- 44
- Höhenlinie
- 50
- reflektiver Flächenbereich
- 52, 52-j, 52-k
- Facetten
- 54-j, 54-k
- reflektierte Lichtstrahlen
- 50
- reflektiver Flächenbereich
- 52,54
- Teilbereiche
- 60
- Ziffern
- 62
- Spiegelreflexe
- 64
- farbige Reflexionen
- 66
- senkrechte Bereiche
- 68
- waagrechte Bereiche
- 70,72
- Kippachsen
1. Optisch variables Sicherheitselement (12) zur Absicherung von Wertgegenständen (10),
wobei das Sicherheitselement einen Träger mit einem reflektiven Flächenbereich (20)
aufweist, dessen Ausdehnung eine x-y-Ebene und eine darauf senkrecht stehende z-Achse
definiert,
wobei
- der reflektive Flächenbereich eine Vielzahl von reflektiven Pixeln (30) enthält,
die jeweils eine oder mehrere, gleich orientierte reflektive Facetten (32) aufweisen,
wobei eine Orientierung jeder Facette relativ zur x-y-Ebene durch die Angabe ihres
normalisierten Normalenvektors bestimmt ist,
- die reflektiven Facetten so orientiert sind, dass der reflektive Flächenbereich
für einen Betrachter als gegenüber seiner tatsächlichen Raumform vor- und/oder zurückspringende
Fläche (40) wahrnehmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass
- zumindest ein Teil der Facetten mit einem diffraktiven Gittermuster (34) aus einer
Vielzahl von Gitterlinien (36) versehen ist, dessen Gittervektor parallel zum Kreuzprodukt
des Einheitsvektors in z-Richtung mit dem Normalenvektor der jeweiligen Facette liegt.
2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von den parallel zur x-y-Ebene liegenden Facetten zumindest ein Teil mit einem diffraktiven
Gittermuster aus einer Vielzahl von Gitterlinien versehen ist, dessen Gittervektor
im Wesentlichen parallel zu den Gittervektoren der Gittermuster angrenzender Facetten
liegt.
3. Sicherheitselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die reflektiven Facetten so orientiert sind, dass der reflektive Flächenbereich für
einen Betrachter als gewölbte, insbesondere kontinuierlich gewölbte Fläche wahrnehmbar
ist, vorzugsweise als eine in zwei Raumrichtungen gewölbte, insbesondere kontinuierlich
gewölbte Fläche wahrnehmbar ist.
4. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gittermuster der reflektiven Facetten in der ersten und gegebenenfalls höheren
Beugungsordnungen farbige Reflexionen erzeugen, die für einen Betrachter als Dispersion
eines transparenten Materials, wie Glas oder Diamant, wahrnehmbar ist.
5. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung der reflektiven Facetten gegen die x-y-Ebene keine dominante Vorzugsrichtung
aufweist, insbesondere dass es keine auf der x-y-Ebene senkrecht stehende Ebene gibt,
in der mehr als 80% der Normalenvektoren der reflektiven Facette liegen.
6. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die diffraktiven Gittermuster eine Gitterperiode zwischen 0,3 µm und 4 µm, vorzugsweise
zwischen 0,6 µm und 3 µm aufweisen.
7. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass alle Gittermuster des Flächenbereichs dieselbe Gitterperiode aufweisen.
8. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Facetten im Wesentlichen als ebene Flächenelemente ausgebildet sind.
9. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die reflektiven Facetten in einem periodischen Raster angeordnet sind und insbesondere
ein Sägezahngitter bilden.
10. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die reflektiven Facetten aperiodisch angeordnet sind.
11. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Facetten in ihrer Höhe über dem Flächenbereich aperiodisch gegeneinander versetzt
sind.
12. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die mit einem Gittermuster versehenen Facetten in der Richtung des Gittervektors
des Gittermusters eine Abmessung von 10 µm oder mehr, bevorzugt von 20 µm oder mehr,
besonders bevorzugt von 30 µm oder mehr, aufweisen, und/oder dass die Facetten in
der auf dem Gittervektor senkrecht stehenden Richtung eine Abmessung zwischen 5 µm
und 30 µm, bevorzugt zwischen 7,5 µm und 15 µm aufweisen, und/oder dass die Höhe der
Facetten zwischen 0 und 10 µm, vorzugsweise zwischen 0 und 5 µm liegt.
13. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die reflektiven Facetten eine metallische oder halbleitende Beschichtung, eine hochbrechende
Beschichtung oder eine Beschichtung mit einer farbkippenden Schicht aufweisen.
14. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der Facetten ohne diffraktives Gittermuster ausgebildet ist.
15. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der reflektiven Facetten mit einem Umriss ausgebildet ist, der
in der Richtung des Gittervektors des Gittermusters zumindest eine Begrenzungslinie
aufweist, die senkrecht zu den Gitterlinien des Gittermusters liegt.
16. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Pixel mit einem Umriss in Form eines Motivs, insbesondere
in Form von Zeichen oder Symbolen ausgebildet ist.
17. Datenträger mit einem Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis
16.
18. Verfahren zum Herstellen eines optisch variablen Sicherheitselements nach einem der
Ansprüche 1 bis 16, bei dem
- ein Träger bereitgestellt und mit einem reflektiven Flächenbereich versehen wird,
dessen Ausdehnung eine x-y-Ebene und eine darauf senkrecht stehende z-Achse definiert,
- wobei der reflektive Flächenbereich mit einer Vielzahl von reflektiven Pixeln ausgebildet
wird, die jeweils eine oder mehrere, gleich orientierte reflektive Facetten aufweisen,
wobei eine Orientierung jeder Facette relativ zur x-y-Ebene durch die Angabe ihres
normalisierten Normalenvektors bestimmt ist,
- die reflektiven Facetten so orientiert werden, dass der reflektive Flächenbereich
für einen Betrachter als gegenüber seiner tatsächlichen Raumform vor- und/oder zurückspringende
Fläche wahrnehmbar ist, und
- zumindest ein Teil der Facetten mit einem diffraktiven Gittermuster aus einer Vielzahl
von Gitterlinien versehen wird, dessen Gittervektor parallel zum Kreuzprodukt des
Einheitsvektors in z-Richtung mit dem Normalenvektor der jeweiligen Facette liegt.
1. An optically variable security element (12) for securing valuable articles (10), the
security element comprising a carrier having a reflective surface region (20) whose
dimension defines an x-y plane and a z-axis perpendicular thereto,
wherein
- the reflective surface region includes a plurality of reflective pixels (30) that
each comprise one or more, identically oriented reflective facets (32), an orientation
of each facet relative to the x-y plane being determined by the specification of its
normalized normal vector,
- the reflective facets are oriented in such a way that the reflective surface region
is perceptible for a viewer as a protruding and/or receding surface (40) with respect
to its actual spatial form, characterized in that
- at least a portion of the facets is provided with a diffractive grating pattern
(34) composed of a plurality of grating lines (36) whose grating vector lies parallel
to the cross product of the unit vector in the z-direction with the normal vector
of the respective facet.
2. The security element according to claim 1, characterized in that, of the facets that lie parallel to the x-y plane, at least a portion is provided
with a diffractive grating pattern composed of a plurality of grating lines whose
grating vector lies substantially parallel to the grating vectors of the grating patterns
of adjoining facets.
3. The security element according to claim 1 or 2, characterized in that the reflective facets are oriented in such a way that the reflective surface region
is perceptible for a viewer as a surface that is vaulted, especially continuously
vaulted, preferably is perceptible as a surface that is vaulted, especially continuously
vaulted, in two directions in space.
4. The security element according to at least one of claims 1 to 3, characterized in that the grating patterns of the reflective facets produce, in the first and, if applicable,
higher diffraction orders, colored reflections that are perceptible for a viewer as
a dispersion of a transparent material, such as glass or diamond.
5. The security element according to at least one of claims 1 to 4, characterized in that the incline of the reflective facets against the x-y plane has no dominant preferred
direction, especially in that there is no plane perpendicular to the x-y plane in which more than 80% of the normal
vectors of the reflective facets lie.
6. The security element according to at least one of claims 1 to 5, characterized in that the diffractive grating patterns have a grating period between 0.3 µm and 4 µm, preferably
between 0.6 µm and 3 µm.
7. The security element according to at least one of claims 1 to 6, characterized in that all grating patterns in the surface region have the same grating period.
8. The security element according to at least one of claims 1 to 7, characterized in that the facets are developed substantially as planar surface elements.
9. The security element according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that the reflective facets are arranged in a periodic grid and especially form a sawtooth
grating.
10. The security element according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that the reflective facets are arranged aperiodically.
11. The security element according to at least one of claims 1 to 10, characterized in that the facets are offset from each other aperiodically in their height above the surface
region.
12. The security element according to at least one of claims 1 to 11, characterized in that the facets provided with a grating pattern have, in the direction of the grating
vector of the grating pattern, a dimension of 10 µm or more, preferably of 20 µm or
more, particularly preferably of 30 µm or more, and/or in that the facets in the direction perpendicular to the grating vector have a dimension
between 5 µm and 30 µm, preferably between 7.5 µm and 15 µm and/or in that the height of the facets is between 0 and 10 µm, preferably between 0 and 5 µm.
13. The security element according to at least one of claims 1 to 12, characterized in that the reflective facets comprise a metallic or semiconducting coating, a high-index
coating or a coating having a color-shifting layer.
14. The security element according to at least one of claims 1 to 13, characterized in that a portion of the facets is developed without a diffractive grating pattern.
15. The security element according to at least one of claims 1 to 14, characterized in that at least a portion of the reflective facets is developed having a contour that, in
the direction of the grating vector of the grating pattern, comprises at least one
boundary line that lies perpendicular to the grating lines of the grating pattern.
16. The security element according to at least one of claims 1 to 15, characterized in that at least one portion of the pixels is developed having a contour in the form of a
motif, especially in the form of characters or symbols.
17. A data carrier having a security element according to at least one of claims 1 to
16.
18. A method for manufacturing an optically variable security element according to one
of claims 1 to 16, in which
- a carrier is provided and is provided with a reflective surface region whose dimension
defines an x-y plane and a z-axis perpendicular thereto,
- the reflective surface region being developed having a plurality of reflective pixels
that each comprise one or more, identically oriented reflective facets, an orientation
of each facet relative to the x-y plane being determined by the specification of its
normalized normal vector,
- the reflective facets are oriented in such a way that the reflective surface region
is perceptible for a viewer as a protruding and/or receding surface with respect to
its actual spatial form, and
- at least a portion of the facets is provided with a diffractive grating pattern
composed of a plurality of grating lines whose grating vector lies parallel to the
cross product of the unit vector in the z-direction with the normal vector of the
respective facet.
1. Élément de sécurité (12) optique variable, destiné à sécuriser des objets de valeur
(10), l'élément de sécurité comportant un support doté d'une zone superficielle (20)
réfléchissante, dont l'extension définit un plan en X-Y et un axe Z debout à la verticale
sur celui-ci,
- la zone superficielle réfléchissante contenant une pluralité de pixels réfléchissants
(30) qui comportent chacun une ou plusieurs facettes réfléchissantes (32) d'orientation
identique, une orientation de chaque facette par rapport au plan X-Y étant déterminée
par l'indication de son vecteur normal normalisé,
- les facettes réfléchissantes étant orientées de telle sorte que la zone superficielle
réfléchissante soit perceptible pour un observateur comme une surface (40) en saillie
ou en retrait par rapport à sa forme tridimensionnelle réelle, caractérisé en ce
- qu'au moins une partie des facettes est munie d'un motif diffractif en grille (34) constitué
d'une pluralité de lignes de grille (36) dont le vecteur de grille se situe à la parallèle
du produit vectoriel du vecteur unitaire dans la direction Z avec le vecteur normal
de la facette en question.
2. Élément de sécurité selon la revendication 1, caractérisé en ce que parmi les facettes situées à la parallèle du plan X-Y, au moins une partie est munie
d'un motif diffractif en grille constitué d'une pluralité de lignes de grille dont
le vecteur de grille se situe sensiblement à la parallèle des vecteurs de grille des
facettes adjacentes au motif en grille.
3. Élément de sécurité selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les facettes réfléchissantes sont orientées de telle sorte que la zone superficielle
réfléchissante soit perceptible pour un observateur comme une surface bombée, notamment
bombée en continu, de préférence comme une surface bombée dans deux directions spatiales,
notamment bombée en continu.
4. Élément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les motifs en grille des facettes réfléchissantes génèrent des réflexions colorées
dans le premier ordre de diffraction et le cas échéant, le plus élevé, qui est perceptible
pour un observateur comme une dispersion d'une matière transparente, telle que du
verre ou du diamant.
5. Élément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'inclinaison des facettes réfléchissantes contre le plan X-Y ne présente aucune
direction préférentielle dominante, notamment qu'il n'existe aucun plan debout à la
verticale sur le plan X-Y dans lequel se situent plus de 80% des vecteurs normaux
des facettes réfléchissantes.
6. Élément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les motifs diffractifs en grille présentent une période de grille comprise entre
0,3 µm et 4 µm, de préférence entre 0,6 µm et 3 µm.
7. Élément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que tous les motifs en grille de la zone superficielle présentent la même période de
grille.
8. Élément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les facettes sont sensiblement réalisées sous la forme d'éléments superficiels plans.
9. Élément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les facettes réfléchissantes sont placées dans une trame périodique et notamment
dans une grille en dents de scie.
10. Élément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les facettes réfléchissantes sont placées de manière apériodique.
11. Élément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que dans leur hauteur au-dessus de la zone superficielle, les facettes sont décalées
les unes par rapport aux autres, de manière apériodique.
12. Élément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que les facettes munies d'un motif en grille présentent dans la direction du vecteur
de grille du motif en grille une dimension de 10 µm ou plus, de préférence de 20 µm
ou plus, de manière particulièrement préférentielle, de 30 µm ou plus, et/ ou en ce que dans la direction debout à la verticale sur le vecteur de grille, les facettes présentent
une dimension comprise entre 5 µm et 30 µm, de préférence comprise entre 7,5 µm et
15 µm et/ ou en ce que la hauteur des facettes se situe entre 0 et 10 µm, de préférence entre 0 et 5 µm.
13. Élément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les facettes réfléchissantes comportent un revêtement métallique ou semi-conducteur,
un revêtement à indice de réfraction élevé ou un revêtement doté d'une couche à effet
de changement de couleur par basculement.
14. Élément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce qu'une partie des facettes est conçue sans motif diffractif en grille.
15. Élément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce qu'au moins une partie des facettes réfléchissantes est conçue avec un contour, qui dans
la direction du vecteur de grille du motif en grille comporte au moins une ligne de
délimitation qui se situe à la perpendiculaire des lignes de grille du motif en grille.
16. Élément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 15, caractérisé en ce qu'au moins une partie des pixels est conçue avec un contour ayant la forme d'un motif,
notamment la forme de caractères ou de symboles.
17. Support de données, doté d'un élément de sécurité selon au moins l'une quelconque
des revendications 1 à 16.
18. Procédé, destiné à fabriquer un élément de sécurité optique variable selon l'une quelconque
des revendications 1 à 16,
- lors duquel on met à disposition un support et on le munit d'une zone superficielle
réfléchissante, dont l'extension définit un plan X-Y et un axe Z, debout à la verticale
sur celui-ci,
- lors duquel on réalise la zone superficielle avec une pluralité de pixels réfléchissants
qui comportent chacun une ou plusieurs facettes réfléchissantes d'orientation identique,
l'orientation de chaque facette par rapport au plan X-Y étant déterminée par l'indication
de son vecteur normal normalisé,
- on oriente les facettes réfléchissantes de telle sorte que la zone superficielle
réfléchissante soit perceptible pour un observateur comme une surface (40) en saillie
ou en retrait par rapport à sa forme tridimensionnelle réelle,
- on munit au moins une partie des facettes d'un motif diffractif en grille constitué
d'une pluralité de lignes de grille dont le vecteur de grille se situe à la parallèle
du produit vectoriel du vecteur unitaire dans la direction Z avec le vecteur normal
de la facette en question.