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EP 3 159 286 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.09.2018 Patentblatt 2018/37 |
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Anmeldetag: 27.07.2016 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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TRITTBRETTSICHERUNG FÜR EIN ABFALLSAMMELFAHRZEUG
FOOTBOARD SECURING FOR A REFUSE COLLECTING VEHICLE
SECURITE DE MARCHEPIED POUR UN VEHICULE DE COLLECTE DE DECHETS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
20.10.2015 DE 202015007273 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.04.2017 Patentblatt 2017/17 |
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Patentinhaber: FAUN Umwelttechnik GmbH & Co. KG |
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27711 Osterholz-Scharmbeck (DE) |
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Erfinder: |
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- Kirchhoff, Dr. Johannes F.
58636 Iserlohn (DE)
- Sandkühler, Georg
27711 Osterholz-Scharmbeck (DE)
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Vertreter: Laufhütte, Dieter |
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Lorenz Seidler Gossel
Rechtsanwälte Patentanwälte
Partnerschaft mbB
Widenmayerstraße 23 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 854 745 DE-A1-102005 056 128
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DE-A1- 3 918 971
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Trittbrettsicherung für ein Abfallsammelfahrzeug sowie
ein Abfallsammelfahrzeug mit entsprechender Trittbrettsicherung.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind heckladende Abfallsammelfahrzeuge (ASF) bekannt, bei
denen Trittbretter verwendet werden, die zum Transport der Mitarbeiter bzw. der Bedienpersonen
der Abfallsammelfahrzeuge oder Müllwerker von Mülltonne zu Mülltonne geeignet sind.
Um Risiken für die Mitarbeiter zu minimieren, werden diese Trittbretter auf unterschiedliche
Weise überwacht und es wird dafür gesorgt, dass bei belegtem bzw. belastetem Trittbrett
nicht schneller als 30 km/h rückwärts oder vorwärts gefahren werden kann. Die Maximalgeschwindigkeit
kann dabei auch weniger oder mehr als 30 km/h betragen. Aus der
DE 3918971 A1 ist dabei eine Trittbrettsicherung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt.
[0003] Problematisch an den aus dem Stand der Technik bekannten Trittbrettsicherungen ist,
wie sich in der täglichen Praxis zeigt, dass derartige Trittbrettsicherungen keinen
umfassenden Schutz des Bedienpersonals gewährleisten, da immer wieder Trittbrettüberwachungen
bzw. Trittbrettsicherungen manipuliert werden, um ein unzulässiges Mitfahren der Müllwerker
bzw. der Bedienpersonen entgegen der geltenden Vorschriften doch zu ermöglichen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Trittbrettsicherung bereitzustellen, die
das Mitfahren der Mitarbeiter bei Fahrt in Rückwärtsrichtung ermöglicht, dabei aber
Bedingungen schafft, die zu einer hohen Sicherheit der Mitarbeiter führen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Trittbrettsicherung für ein Abfallsammelfahrzeug (ASF)
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch ein Abfallsammelfahrzeug mit den Merkmalen
des Anspruchs 10 gelöst. Demnach ist eine Trittbrettsicherung mit einem Trittbrett
vorgesehen, mit einem zwischen einer Ruheposition und einer Betriebsposition verschwenkbaren
Bügel und mit an dem Bügel vorgesehenen Kontrollzonen zum Erkennen des Vorhandenseins
der Hände einer Bedienperson des ASF in den Kontrollzonen, wobei das Rückwärtsfahren
des ASF in einem Zustand, in dem der Bügel in der Betriebsposition ist und beide Kontrollzonen
die Hände der Bedienperson in den Kontrollzonen erkennen, mit geringer Geschwindigkeit
ermöglicht ist. Daraus ergibt sich, dass eine Bedienperson zwangsläufig mit beiden
Händen den Bügel der Trittbrettsicherung greifen muss und dabei in dem geschützten
Bereich des Bügels befindlich sein muss, während eine Rückwärtsfahrt des ASF erfolgt.
Der Bügel ist dabei so ausgestaltet, dass er eine auf dem Trittbrett befindliche Person
umfasst. Befindet sich die Bedienperson dagegen in einem gefährdeten, vom Trittbrett
entfernten Bereich, in dem sie beispielsweise von dem ASF bei der Rückwärtsfahrt zerdrückt
oder überfahren werden könnte, so kann sie dabei nicht mit beiden Händen die Kontrollzonen
des Bügels fassen und so eine Rückwärtsfahrt erst ermöglichen. Dadurch ist eine die
Bedienperson ggf. gefährdende Rückwärtsfahrt unmöglich gemacht. Ferner wird durch
das Ermöglichen einer lediglich geringen Geschwindigkeit bei der Rückwärtsfahrt sichergestellt,
dass der Fahrer des ASF nicht durch übermäßig hohe Rückwärtsfahrt-Geschwindigkeit
die im hinteren Bereich des ASF aufgesessenen Bedienpersonen gefährdet. Mit geringer
Geschwindigkeit kann dabei üblicherweise Schrittgeschwindigkeit bzw. jede Geschwindigkeit
von weniger als 50 km/h, insbesondere weniger als 25 km/h und besonders bevorzugt
weniger als 10 km/h oder 7 km/h gemeint sein.
[0006] Der Begriff der Ruheposition des Bügels betrifft dabei eine Position, in der die
Trittbrettsicherung nicht weitergehend von den Erkenntnissen bzw. Messungen der Kontrollzonen
beeinflusst ist und in der der Bügel keine Bedienperson umfassen kann. Die Betriebsposition
bezieht sich dagegen auf eine Position des Bügels, in der die Trittbrettsicherung
gemäß dem Anspruch 1 die Erkenntnisse bzw. Messungen der Kontrollzonen berücksichtigt
und entsprechend ggf. ein Rückwärtsfahren mit lediglich geringer Geschwindigkeit ermöglicht.
Der Bügel umfasst in der Betriebsposition die Bedienperson. Die Kontrollzonen können
dabei Abschnitten des Bügels entsprechen, welche beispielsweise Sensoren aufweisen,
die das Vorhandensein der Hände einer Bedienperson in den Kontrollzonen erfassen können.
Die Kontrollzonen können dabei jeweils der linken und der rechten Hand einer Bedienperson
zugeordnet sein.
[0007] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist denkbar, dass das Vorwärtsfahren und/oder
das Rückwärtsfahren des ASF in einem Zustand, in dem das Trittbrett belastet ist,
der Bügel in der Betriebsposition ist und wenigstens eine Kontrollzone keine Hände
der Bedienperson in der Kontrollzone erkennt, unterbunden ist. Wird nämlich das Fehlen
wenigstens einer Hand in den Kontrollzonen durch die Trittbrettsicherung erkannt,
so besteht die Gefahr, dass die Bedienperson beispielsweise von dem Trittbrett abgerutscht
ist oder nicht korrekt auf dem Trittbrett positioniert ist und möglicherweise zumindest
teilweise in einem gefährdeten Bereich des ASF befindlich ist. Um die Bedienperson
dabei vor einer für diese möglicherweise gefährlichen Verfahrbewegung des ASF zu schützen,
wird die Bewegung des ASF dabei unterbunden. Mit unterbunden kann dabei das aktive
Abbremsen des ASF über dessen Fahrbremsen gemeint sein oder auch ein ausrollen lassen
des ASF, bei dem lediglich keine weitere Antriebskraft von dem Antriebsmotor des ASF
an die Räder des ASF abgegeben wird. Die Belastung des Trittbretts bezieht sich dabei
auf den Zustand, in welchem eine Bedienperson mit ihrem gesamten Körpergewicht oder
mit einem Teil des gesamten Körpergewichts auf dem Trittbrett lastet.
[0008] In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist denkbar, dass bei in der Ruheposition
verschwenktem Bügel und gleichzeitig belastetem Trittbrett das Vorwärtsfahren des
ASF auf eine Maximalgeschwindigkeit begrenzt und das Rückwärtsfahren des ASF unterbunden
ist. Hierdurch wird eine Grundsicherung für die Bedienperson gewährleistet, welche
dann eingreift, wenn die Bedienperson zwar auf dem Trittbrett positioniert ist, jedoch
den Bügel nicht verwendet. Diese Sicherung greift insbesondere bei Fahrten zwischen
zwei zu leerenden Mülltonnen ein und gewährleistet, dass eine Bedienperson auf dem
Trittbrett stehend zwar mitgenommen werden kann, dabei aber keine zu hohen Geschwindigkeiten
des ASF auftreten können und auch ein Rückwärtsverfahren des ASF ausgeschlossen ist.
Mit Maximalgeschwindigkeit kann dabei eine Geschwindigkeit unter 50 km/h, unter 40
km/h, unter 30 km/h, unter 20 km/h und insbesondere unter 10 km/h gemeint sein.
[0009] In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist denkbar, dass im Bereich der
Kontrollzonen ein Bremshebel zum Bremsen des ASF vorgesehen ist. Mittels des Bremshebels
ist es einer Bedienperson möglich, unabhängig vom Fahrer des ASF nach Bedarf einen
Bremsvorgang einzuleiten. Dies ist insbesondere bei Rückwärtsfahrt vorteilhaft, da
die im hinteren Bereich des ASF positionierte Bedienperson einen besseren Überblick
über den rückwärtigen Raum des ASF haben kann und so bei aufkommenden Hindernissen
oder beim Annähern an eine zu leerende Mülltonne hilfreich den Bremsvorgang steuern
bzw. mitsteuern kann.
[0010] In einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel ist dabei vorgesehen, dass das
ASF bei Betätigung des Bremshebels aktiv bremst, und/oder dass das ASF ohne Betätigung
des Bremshebels und bei Vorwärtsfahrt des ASF in einem Zustand, in dem wenigstens
eine Kontrollzone eine Hand der Bedienperson in der Kontrollzone erkennt und der Bügel
in Betriebsposition ist, ohne weiteren Vortrieb ausrollt. Hierbei kann zusätzlich
als Kriterium zum aktiven Abbremsen oder zum Ausrollen die Belastung des Trittbretts
berücksichtigt werden, sodass das Abbremsen oder Ausrollen jeweils bei Belastung des
Trittbretts oder bei fehlender Belastung des Trittbretts mit Vorliegen der weiteren
erwähnten Kriterien ausgelöst wird. Ein Ausrollen lassen des ASF bei Vorwärtsfahrt
ist ferner auch dann denkbar, wenn wenigstens eine Kontrollzone keine Hand der Bedienperson
in der Kontrollzone erkennt. Durch die genannten Sicherungskriterien ist es möglich,
das ASF in Situationen, in welchen eine Bedienperson während der Fahrt des ASF auf
dieses aufsteigt, sanft ausrollen zu lassen, ohne dass dabei ein abruptes Bremsen
die Bedienperson oder den Fahrer des ASF gefährdet. Umgekehrt kann auch so beim Absteigen
der Bedienperson von dem ASF bei Vorwärtsfahrt des ASF die Weiterfahrt des ASF ohne
übermäßiges Bremsen allein durch das Aussetzen des weiteren Vortriebs verlangsamt
bzw. unterbrochen werden.
[0011] In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist denkbar, dass der Bügel in
der Betriebsposition in etwa in Hüft- bzw. Brusthöhe einer auf dem Trittbrett stehenden
Bedienperson positioniert ist. Damit kann der Bügel mit seinen Kontrollzonen gleichzeitig
das Vorhandensein der Bedienperson erkennen und dieselbige ggf. in Hüft- bzw. Brusthöhe
wirksam vor einem Herabfallen von dem ASF bewahren.
[0012] In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist denkbar, dass der Bügel zum
Halten des Gewichts der Bedienperson beim Bremsen und/oder Beschleunigen des ASF dimensioniert
ist. Der so dimensionierte Bügel stellt somit eine wirksame Sicherungsvorrichtung
des ASF für die Bedienperson dar.
[0013] In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist denkbar, dass der Bügel oberhalb
des Trittbretts am ASF vorgesehen ist, und/oder dass der Bügel durch einen Rückstellmechanismus
in der Ruheposition gehalten ist. Der Rückstellmechanismus stellt dabei sicher, dass
der Bügel während dessen Nichtbenutzung nicht mit Personen oder Gegenständen kollidiert,
sondern möglichst eng an der Kontur des übrigen ASF anliegt. Durch das Anbringen des
Bügels oberhalb des Trittbretts ist ferner ein kollisionsfreies Zusteigen auf den
Bügel ermöglicht. Der Rückstellmechanismus kann beispielsweise eine Feder umfassen.
[0014] In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist denkbar, dass die Ruheposition
des Bügels oberhalb von dessen Betriebsposition verortet ist. Die Bedienperson kann
somit beim, vor oder nach dem Zusteigen auf das Trittbrett, den Bügel von oben aus
dessen Ruheposition in die Betriebsposition bewegen, was eine besonders einfache und
schnelle Möglichkeit darstellt, den Sicherungsmechanismus des Bügels zu nutzen.
[0015] Die Erfindung richtet sich ferner auf ein Abfallsammelfahrzeug mit wenigstens einer
Trittbrettsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
[0016] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind anhand der Figuren aufgezeigt.
Dabei zeigen:
- Figur 1:
- Rückansicht eines erfindungsgemäßen Abfallsammelfahrzeugabschnitts mit entsprechender
Trittbrettsicherung;
- Figur 2:
- Ausschnitt des Abfallsammelfahrzeugs in Seitenansicht;
- Figur 3:
- perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Abfallsammelfahrzeugs (Ausschnitt)
mit Bedienperson; und
- Figur 4:
- Detailansicht des Bügels einer erfindungsgemäßen Trittbrettsicherung.
[0017] Figur 1 zeigt die Rückansicht eines Abfallsammelfahrzeugs mit einem linken und einem
rechten Trittbrett 1, wobei oberhalb des linken Trittbretts 1 ein Bügel 2 zum Umfassen
einer Bedienperson und zum Erkennen des Vorhandenseins der Hände einer Bedienperson
des Abfallsammelfahrzeugs vorgesehen ist. Der Bügel 2 befindet sich hierbei in einer
nach oben verschwenkten Ruheposition.
[0018] Figur 2 zeigt dieselbe Anordnung wie Figur 1, jedoch in einer seitlichen Perspektive.
In der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ruheposition des Bügels 2 kann die Trittbrettsicherung
so ausgelegt sein, dass sie keine Wirkung auf das übliche Fahrverhalten des Abfallsammelfahrzeugs
hat. Die Trittbrettüberwachung bzw. -sicherung kann dabei wie aus dem Stand der Technik
bekannt arbeiten, sodass das Rückwärtsfahren bei belegtem Trittbrett nicht möglich
ist und das Vorwärtsfahren mit Geschwindigkeiten von über 30 km/h oder einer anderen
Grenzgeschwindigkeit ebenfalls nicht möglich ist.
[0019] Figur 3 zeigt eine Bedienperson bzw. einen Müllwerker, der auf dem Trittbrett 1 steht
und den Bügel 2 in einer zweiten, unteren Betriebsposition gezogen hat, die sich in
etwa in Hüft- bzw. Brusthöhe des Müllwerkers befindet. Hierbei kann das Vorwärtsfahren
des ASF insgesamt unterbunden sein. Belastet ein Müllwerker das Trittbrett 1 während
gleichzeitig der Bügel 2 in der oberen Ruheposition verschwenkt ist, kann die Vorwärtsfahrt
des ASF auf eine Maximalgeschwindigkeit begrenzt sein und das Rückwärtsfahren des
ASF vollständig unterbunden sein. Der Bügel 2 kann dabei in einen Rückwärtigen Raum
des ASF geschwenkt werden. Er kann dabei insbesondere um eine horizontale, quer zur
Fahrtrichtung des ASF verlaufende Achse geschwenkt werden. Der Bügel 2 kann L-förmig
mit zwei Schenkeln ausgebildet sein, wobei ein längerer Schenkel des Bügels 2 in einer
vertikalen Ebene parallel zur Längsachse des ASF verschwenkbar ist und ein kürzerer
Schenkel im Wesentlichen rechtwinklig zu dem längeren Schenkel angeordnet ist. Der
kürzere Schenkel kann einem Endabschnitt des Bügels 2 entsprechen und quer zur Fahrtrichtung
des ASF angeordnet sein. Das Ende des Bügels 2 kann in Richtung auf die vertikale
Fahrzeuglängsebene des ASF gerichtet sein.
[0020] Figur 4 zeigt eine Detailansicht des Bügels 2 mit daran vorgesehenen Kontrollzonen
11, 11' sowie einem Bremshebel 4 zum Bremsen des ASF. In den Kontrollzonen 11, 11'
können beispielsweise Sensoren dafür sorgen, dass erkannt wird, ob die Hände des Müllwerkers
sich in den Zonen 11, 11' befinden. Ist dies der Fall, kann die Trittbrettsicherung
so ausgelegt sein, dass das Fahrzeug lediglich noch mit geringer Geschwindigkeit bzw.
Schrittgeschwindigkeit rückwärts gefahren werden kann.
[0021] Löst der Müllwerker eine der beiden Hände von der aktiven Überwachungszone bzw. von
den Kontrollzonen 11, 11', wird die Haltestellenbremse bzw. die Bremse des Fahrzeugs
ohne Zutun des Fahrers des Fahrzeugs aktiviert, das Fahrzeug hält an. Die Kontrollzonen
11, 11' können am kürzeren Schenkel des Bügels 2 vorgesehen sein. Der Bügel 2 ist
ausreichend dimensioniert, um bei einer solchen Bremsung das gesamte Gewicht des Müllwerkers
zu tragen, das Herunterfallen des Müllwerkers vom Trittbrett 1 wird so verhindert.
1. Trittbrettsicherung für ein Abfallsammelfahrzeug (ASF) mit einem Trittbrett (1), mit
einem Bügel (2) und mit an dem Bügel (2) vorgesehenen Kontrollzonen (11, 11') zum
Erkennen des Vorhandenseins der Hände einer Bedienperson des ASF in den Kontrollzonen
(11, 11'),
dadurch gekennzeichnet, dass
der Bügel (2) zwischen einer Ruheposition und einer Betriebsposition schwenkbar ist,
wobei der Bügel (2) in der Betriebsposition die Bedienperson umfasst und wobei das
Rückwärtsfahren des ASF in einem Zustand, in dem der Bügel (2) in der Betriebsposition
ist und beide Kontrollzonen (11, 11') die Hände der Bedienperson in den Kontrollzonen
(11, 11') erkennen, mit geringer Geschwindigkeit ermöglicht ist.
2. Trittbrettsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorwärtsfahren und/oder das Rückwärtsfahren des ASF in einem Zustand, in dem
das Trittbrett (1) belastet ist, der Bügel (2) in der Betriebsposition ist und wenigstens
eine Kontrollzone (11, 11') keine Hände der Bedienperson in der Kontrollzone (11,
11') erkennt, unterbunden ist.
3. Trittbrettsicherung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei in der Ruheposition verschwenktem Bügel (2) und gleichzeitig belastetem Trittbrett
(1) das Vorwärtsfahren des ASF auf eine Maximalgeschwindigkeit begrenzt und das Rückwärtsfahren
des ASF unterbunden ist.
4. Trittbrettsicherung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Kontrollzonen (11, 11') ein Bremshebel (4) zum Bremsen des ASF vorgesehen
ist.
5. Trittbrettsicherung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das ASF bei Betätigung des Bremshebels (4) aktiv bremst, und/oder dass das ASF ohne
Betätigung des Bremshebels (4) und bei Vorwärtsfahrt des ASF in einem Zustand, in
dem wenigstens eine Kontrollzone (11, 11') eine Hand der Bedienperson in der Kontrollzone
(11, 11') erkennt und der Bügel (2) in Betriebsposition ist, ohne weiteren Vortrieb
ausrollt.
6. Trittbrettsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (2) in der Betriebsposition in etwa in Hüft- bis Brusthöhe einer auf dem
Trittbrett (1) stehenden Bedienperson positioniert ist.
7. Trittbrettsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (2) zum Halten des Gewichts der Bedienperson beim Bremsen und/oder Beschleunigen
des ASF dimensioniert ist.
8. Trittbrettsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (2) oberhalb des Trittbretts (1) am ASF vorgesehen ist, und/oder dass der
Bügel (2) durch einen Rückstellmechanismus in der Ruheposition gehalten ist.
9. Trittbrettsicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ruheposition des Bügels (2) oberhalb von dessen Betriebsposition verortet ist.
10. Abfallsammelfahrzeug mit wenigstens einer Trittbrettsicherung nach einem der Ansprüche
1 bis 9.
1. Footboard safeguard for a refuse collection vehicle (ASF) with a footboard (1), with
a bar arm (2), and with control zones (11, 11') provided on the bar arm (2) for recognizing
the presence of the hands of an operator of the ASF in the control zones (11, 11'),
characterized in that
the bar arm (2) is pivotable between a resting position and an operating position,
wherein the bar arm (2) encompasses the operator in the operating position, and wherein
the rearward travel of the ASF at low speed is made possible in a state in which the
bar arm (2) is in the operating position and both control zones (11, 11') recognize
the hands of the operator in the control zones (11,11').
2. Footboard safeguard according to claim 1, characterized in that the forward travel and/or the rearward travel of the ASF is prevented in a state
in which the footboard (1) is loaded, the bar arm (2) is in the operating position,
and at least one control zone (11, 11') does not recognize any hands of the operator
within the control zone (11, 11').
3. Footboard safeguard according to claim 1 or 2, characterized in that the forward travel of the ASF is limited to a maximum speed and the rearward travel
of the ASF is prevented if the bar arm (2) is pivoted into the resting position while
the footboard (1) is loaded.
4. Footboard safeguard according to claim 1, 2 or 3, characterized in that a brake lever (4) for braking the ASF is provided in the area of the control zones
(11, 11').
5. Footboard safeguard according to claim 4, characterized in that the ASF actively brakes upon actuation of the brake lever (4), and/or in that the ASF coasts to a stop without further propulsion if the brake lever (4) is not
actuated and if the ASF travels forward in a state, in which at least one control
zone (11, 11') recognizes a hand of the operator in the control zone (11, 11') and
the bar arm (2) is in the operating position.
6. Footboard safeguard according to one of the preceding claims, characterized in that the bar arm (2), in the operating position, is positioned at roughly waist or chest
level of an operator standing on the footboard (1).
7. Footboard safeguard according to one of the preceding claims, characterized in that the bar arm (2) is dimensioned to hold the weight of the operator when braking and/or
accelerating the ASF.
8. Footboard safeguard according to one of the preceding claims, characterized in that the bar arm (2) is provided above the footboard (1) at the ASF, and/or that the bar
arm (2) is held in the resting position by a return mechanism.
9. Footboard safeguard according to one of the preceding claims, characterized in that the resting position of bar arm (2) is located above the operating position thereof.
10. Refuse collection vehicle with at least one footboard safeguard according to one of
claims 1 to 9.
1. Sécurité de marchepied pour un véhicule de collecte de déchets (ASF), comprenant un
marchepied (1), comprenant un étrier (2) et comprenant des zones de contrôle (11,
11') ménagées sur l'étrier (2), destinées à identifier la présence des mains d'une
personne de service du véhicule ASF dans les zones de contrôle (11, 11'),
caractérisée en ce que
l'étrier (2) est pivotant entre une position de repos et une position de service,
l'étrier (2), dans la position de service, contenant la personne de service, et la
marche arrière du véhicule ASF dans un état, dans lequel l'étrier (2) est en position
de service et dans lequel les deux zones de contrôle (11, 11') identifient les mains
de la personne de service dans les zones de contrôle (11, 11'), étant possible à moindre
vitesse.
2. Sécurité de marchepied selon la revendication 1, caractérisée en ce que la marche avant et/ou la marche arrière du véhicule ASF dans un état, dans lequel
le marchepied (1) est chargé, dans lequel l'étrier (2) est en position de service
et dans lequel au moins une zone de contrôle (11, 11') n'identifie pas de mains de
la personne de service dans la zone de contrôle (11, 11'), étant empêchées.
3. Sécurité de marchepied selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que, lorsque l'étrier (2) est pivoté en position de repos et que le marchepied (1) est
simultanément chargé, la marche avant du véhicule ASF est limitée à une vitesse maximale
et la marche arrière du véhicule ASF est empêchée.
4. Sécurité de marchepied selon les revendications 1,2 ou 3, caractérisée en ce qu'un levier de freinage (4) destiné à freiner le véhicule ASF est ménagé au niveau des
zones de contrôle (11, 11').
5. Sécurité de marchepied selon la revendication 4, caractérisée en ce que le véhicule ASF, lorsque le levier de freinage (4) est actionné, freine activement
et/ou en ce que le véhicule ASF, lorsque le levier de freinage (4) n'est pas actionné et que le véhicule
ASF avance dans un état, dans lequel au moins une zone de contrôle (11, 11') identifie
une main de la personne de service dans la zone de contrôle (11, 11') et dans lequel
l'étrier (2) est en position de service, continue de rouler par inertie, sans avancement
supplémentaire.
6. Sécurité de marchepied selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'étrier (2), dans la position de service, est positionné à environ de la hauteur
de hanche jusqu'à la hauteur de poitrine d'une personne de service placée debout sur
le marchepied (1).
7. Sécurité de marchepied selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'étrier (2) est dimensionné pour maintenir le poids de la personne de service lors
du freinage et/ou de l'accélération du véhicule ASF.
8. Sécurité de marchepied selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'étrier (2) est ménagé sur le véhicule ASF au-dessus du marchepied (1), et/ou en ce que l'étrier (2) est maintenu dans la position de repos au moyen d'un mécanisme de rappel.
9. Sécurité de marchepied selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la position de repos de l'étrier (2) est localisée au-dessus de la position de service
de celui-ci.
10. Véhicule de collecte de déchets comprenant au moins une sécurité de marchepied selon
l'une quelconque des revendications 1 à 9.
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