(19)
(11) EP 3 195 843 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
12.09.2018  Patentblatt  2018/37

(21) Anmeldenummer: 17154437.2

(22) Anmeldetag:  06.11.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A61H 1/00(2006.01)
A61H 7/00(2006.01)
A61H 23/02(2006.01)

(54)

STIMULATIONSGERÄT ZUM NEUROPHYSIOLOGISCHEN STIMULIEREN EINES OBJEKTES

STIMULATION DEVICE FOR NEUROPHYSIOLOGICAL STIMULATING OF AN OBJECT AND USE OF A STIMULATION DEVICE

APPAREIL DE STIMULATION NEUROPHYSIOLOGIQUE D'UN OBJET ET UTILISATION D'UN APPAREIL DE STIMULATION


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 07.11.2011 DE 102011055099

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
26.07.2017  Patentblatt  2017/30

(62) Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ:
12821111.7 / 2775984

(73) Patentinhaber: Strlek, Kresimir
72810 Gomaringen (DE)

(72) Erfinder:
  • Strlek, Kresimir
    72810 Gomaringen (DE)

(74) Vertreter: Sebastian, Jens 
ABACUS Patentanwälte Lise-Meitner-Straße 21
72202 Nagold
72202 Nagold (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 613 666
US-A1- 2002 143 345
US-A1- 2005 011 023
WO-A1-2008/064579
US-A1- 2004 167 481
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein neurophysiologisches Stimulationsgerät zum Stimulieren eines Objektes gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Stimulationsgeräte zur Stimulation von Lebewesen, insbesondere von Menschen, sind allgemein bekannt. Hierbei werden durch auf den Menschen übertragene Bewegungen des Stimulationsgerätes die Körperfunktionen angeregt, was wiederum positive Effekte auf Körperfunktionen, Bewegungsapparat, Muskulatur, Knochenbau sowie das menschliche Wohlbefinden ausübt.

    [0003] Die DE 20 2006 009 373 U1 beschreibt eine Vorrichtung zur Stimulation eines Knochenskeletts mit einer schwingenden Plattform, die in einer wenigstens annähernd horizontalen Ebene schwingbar gelagert ist, wobei sämtliche Punkte der Plattform eine geschlossen umlaufende Bahn beschreiben. Hierdurch werden Kräfte erzeugt, die sich auf den Knochenaufbau sowie allgemein auf den Bewegungsapparat auswirken. Die Kräfte werden durch eine annähernd horizontale Schwingung in Form einer geschlossenen Kreis- oder Ellipsenbahn erzeugt. Dabei erfolgt jedoch eine Übertragung der Bewegung direkt auf den Menschen ohne zusätzliche Stimulation und/oder Verstärkung der Bewegung und deren Wirkung auf den menschlichen Körper.

    [0004] Die US 2004/0167481 offenbart ein Gerät zur Hautbehandlung welches auch einen Massageeffekt hat.

    [0005] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit zu schaffen, die Bewegung eines Stimulationsgerätes verbessert, das heißt insbesondere verstärkt, auf ein Objekt zu übertragen. Weiter ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Stimulationsgerät zur verbesserten Bewegungsübertragung und damit verbesserten Stimulation und eine Verwendung hiervon zu schaffen.

    [0006] Diese und weitere Aufgaben werden ausgehend von einem Stimulationsgerät gemäß dem Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben oder werden nachstehend im Zusammenhang mit der Beschreibung der Figuren angegeben.

    [0007] Die Erfindung betrifft ein Stimulationsgerät zum Stimulieren eines Objektes mittels Übertragen von durch das Stimulationsgerät erzeugten Bewegungen, insbesondere eine Bewegungsvorrichtung zum Anregen der körpereigenen Therapiefunktionen eines Lebewesens, zumindest umfassend eine zum Zusammenwirken mit der Auflageeinrichtung ausgebildete Bewegungseinheit mit einer Auflagefläche, mittels der die erzeugten Bewegungen auf an die Bewegungseinheit angrenzende Objekte übertragen werden, und mindestens eine mit der Bewegungseinheit gekoppelte Antriebseinheit zum Erzeugen der Bewegung, wobei die Antriebseinheit im Betrieb die Bewegungseinheit exzentrisch rotiert und die Bewegungseinheit in der Ruhe auf mindestens einem Stützelement aufliegt und sich bei einer durch die Antriebseinheit veranlassten Rotation im Betrieb zumindest zeitweise von dem Stützelement abhebt, sodass eine dreidimensionale Taumel- und/oder Wirbelbewegung realisiert ist. Die Bewegungseinheit ist dabei zum Zusammenwirken mit der Auflagevorrichtung ausgebildet. Die Taumel- und/oder Wirbelbewegung ist derart ausgebildet, dass bei einer in einem auf der Bewegungseinheit befindlichen Behälter vorgesehenen Flüssigkeit im Betrieb ein Wirbel oder Strudel in der Flüssigkeit entsteht.

    [0008] Bei dem erfindungsgemäßen neurophysiologischen Stimulationsgerät zum Stimulieren eines Objektes mittels Übertragen von durch das Stimulationsgerät erzeugten Bewegungen, insbesondere eine Bewegungsvorrichtung zum Anregen der körpereigenen Therapiefunktionen eines Lebewesens, zumindest umfassend eine Bewegungseinheit mit einer Auflagefläche, mittels der die erzeugten Bewegungen auf an die Bewegungseinheit angrenzende Objekte übertragen werden, und mindestens eine mit der Bewegungseinheit gekoppelte Antriebseinheit zum Erzeugen der Bewegung, ist vorgesehen, dass die Antriebseinheit als Taumel- und/oder Wirbeleinheit ausgebildet ist, welche eine Taumel- und/oder Wirbelbewegung erzeugt, wobei eine Aufnahme und/oder Auflage für eine vorstehend beschriebene Auflagevorrichtung vorgesehen ist. Das Erzeugen der Taumel- und/oder Wirbelbewegung lässt sich beispielsweise dadurch erkennen, dass ein Behälter mit einer Flüssigkeit auf die Bewegungseinheit gestellt wird und bei Betrieb sich ein Wirbel in der Flüssigkeit ausbildet.

    [0009] Erfindungsgemäß ist die Bewegungseinheit als Bewegungsplatte ausgeführt. Auf der Bewegungsplatte ist ein Objekt oder ein Benutzer wie ein Mensch oder Tier zu positionieren, um die Bewegung der Bewegungseinheit auf dieses Objekt zu übertragen. Die Bewegungseinheit ist bevorzugt einteilig ausgeführt. Weiter weist die Bewegungseinheit bevorzugt eine Auflagefläche auf. Die Auflagefläche ist entsprechend der bevorzugten einteiligen Ausführung der Bewegungseinheit einteilig, das heißt als durchgängige Auflagefläche, insbesondere als plane oder bündige Auflagefläche, ausgeführt. Die Auflagefläche, die auch als Auflageplatte ausgeführt ist, ist bevorzugt aus einem starren, unnachgiebigen Material ausgebildet, beispielsweise aus Holz, Kunststoff und dergleichen. Auf der Auflagefläche wird das jeweilige Objekt positioniert. Die Objekte grenzen somit an die Bewegungseinheit an. Weiterhin ist eine Antriebseinheit vorgesehen, welche mit der Bewegungseinheit gekoppelt ist und diese somit bewegt bzw. eine Bewegung erzeugt. Diese Bewegung wird an den Menschen auf der Auflagefläche der Bewegungseinheit übertragen. Um die übertragene Bewegung bzw. die Wirkung der Bewegung auf den Menschen zu verstärken, ist in einer bevorzugten Ausführung auf der Auflagefläche eine vorstehend beschriebene Auflagevorrichtung angeordnet. Dabei ist die Auflagevorrichtung mit ihrer Auflageseite an der Auflagefläche kontaktiert, zum Beispiel lose aufgelegt oder verbunden. Die Übertragungsseite ist zu dem auf der Auflagefläche positionierten Mensch hin ausgerichtet, sodass der Mensch unmittelbar auf der Übertragungsseite angeordnet ist. Die Stimulationselemente der Auflagevorrichtung stimulieren dabei den menschlichen Körper zusätzlich und verstärken somit die Wirkung der Bewegung der Bewegungseinheit. Insbesondere ist die Schwingungsmasse vorgesehen. Diese bewirkt ein zusätzliche Wirkungsverstärkung. Die Antriebseinheit ist als Taumel- und/oder Wirbeleinheit ausgebildet. Die Antriebseinheit erzeugt somit eine Taumel- und/oder Wirbelbewegung, welche auf den Menschen neurophysiologischen Stimulation übertragen wird. Bei der Taumel- bzw. Wirbelbewegung handelt es sich vorzugsweise um eine Bewegung, bei der die bewegten Punkte eine offene, das heißt nichtgeschlossene, Bahn beschreiben. Beispielsweise wird eine rechts- oder linksdrehende, offene Kreisbahn beschreiben. Unter Kreisbahn sind im Sinne der vorliegenden Erfindung auch Ellipsenbahn oder jeder andere Form von in einer Schwingungsebene oder Bewegungsebene liegende Bahn zu verstehen. Mit anderen Worten erfolgt die offene Kreisbewegung im Uhrzeigersinn oder entgegen des Uhrzeigersinnes. Vorteilhafterweise ist die Richtung der Kreisbewegung steuerbar bzw. auswählbar. Weiterhin vorteilhaft ist ein Umschalten der Drehrichtung ausführbar. Hierdurch ist die Taumel- bzw. Wirbelbewegung entsprechend einem Standort des Stimulationsgerätes auf der Nord- oder Südhalbkugel der anpassbar. Die Taumelbewegung ist somit als Kreisbahn, Ellipsenbahn oder dergleichen ausgebildet, die zusätzlich zu der Bewegung in der Ebene noch eine quer zu der Ebene verlaufende Komponente aufweist. Die Taumel- und/oder Wirbelbewegung ist nachweisbar durch ein Behälter mit Flüssigkeit. Dieses wird auf die Auflagefläche gestellt und bei Betrieb bildet sich in der Flüssigkeit ein Wirbel aus. Der Nachweis ist beispielsweise leicht mit einem mit Wasser gefüllten Wasserglas durchzuführen.

    [0010] Ein durch die Drehbewegung erzeugter Wirbel (beispielsweise in dem Wasserglas) symbolisiert eine Helix einer DNS (Desoxyribonukleinsäure) des Menschen. Vorteilhafterweise wird durch den erzeugten Wirbel die DNS-Struktur nachgebildet bzw. nachgeahmt. Entsprechend bevorzugt wird der Wirbel rechtsdrehend erzeugt. Dabei erfolgt die Bewegung aus einer horizontalen Ebene hinaus, das heißt nicht als horizontale Schwingung. Die Bahn eines Punktes nach einer Umdrehung oder mehreren Umdrehungen, welche dieser beschreibt, ist somit nicht geschlossen. Bei der Taumel- und/oder Wirbelbewegung wird vorzugsweise auf eine separate Hubbewegung eines Aktuators verzichtet, das heißt, die von der Antriebseinheit bewegte einteilige Bewegungseinheit führt keine Hubbewegung über einen entsprechenden Aktuator aus. Vielmehr ist ein rotatorischer Antrieb vorgesehen. Dieser rotiert eine exzentrisch sitzende Welle oder einen exzentrischen Zapfen der Auflagefläche oder Auflageplatte. Eine Hubbewegung des Zapfens bzw. der Welle ist nicht vorgesehen. An dem Rand der Auflagefläche bzw. der Auflageplatte sind Stützelemente vorgesehen, die benachbart zu der Auflageplatte sind. Bei einer Rotation der Auflageplatte entlang der Stützelemente kommt es zu Kontakten zwischen der Auflageplatte und der Stützelemente, wodurch eine Schwingung der Auflageplatte in eine Richtung zu der durch den rotatorischen Antrieb erzeugten Kreisbahn kommt. Auf diese Weise wird eine dreidimensionale Kreisbahn oder eine offene Kreisbahn, das heißt die Taumel- und/oder Wirbelbewegung realisiert. Die Stützelemente sind in einer Ausführungsform unterschiedlich weit von dem Rand bzw. einer Oberfläche der Auflageplatte entfernt, sodass die Taumelbewegung hierdurch einstellbar ist.

    [0011] Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass bei einer Auflagevorrichtung zum Auflegen auf ein neurophysiologisches Stimulationsgerät, insbesondere auf eine Bewegungsplatte, zum Übertragen von durch das System erzeugten Bewegungen, zumindest umfassend eine Auflageseite zum Auflegen der Auflagevorrichtung auf das Stimulationsgerät, und eine Übertragungsseite zum Übertragen und/oder Weiterleiten der über die Auflageseite aufgenommenen Bewegungen, vorgesehen ist, dass die Auflagevorrichtung als passive Auflagevorrichtung ausgebildet ist, die matten- und/oder plattenförmig ausgebildet ist, wobei die Übertragungsseite mindestens ein zumindest teilweise vorstehendes Stimulationselement aufweist, welches zum Übertragen der Bewegungen und somit zur neurophysiologischen Stimulation geeignet ist. Unter neurophysiologischer Stimulation wird ihm Rahmen dieser Patentanmeldung allgemein eine Stimulation der Körperfunktionen auf ein Lebewesen wie einen Menschen oder ein Tier verstanden. Eine detaillierte Beschreibung dieser Stimulation folgt. Die Spezifizierung Mensch wird hierbei bevorzugt verwendet, allerdings ist diese Erfindung auf ein Tier, beispielsweise einen Hund, gleichwertig anwendbar. Dabei wird die Bewegung in Form einer Schwingungsbewegung, bevorzugt in Form einer Wirbel- und/oder Taumelbewegung, erzeugt und auf das Lebewesen übertragen. Eine detaillierte Beschreibung der Schwingung folgt ebenfalls.

    [0012] Die Auflagevorrichtung umfasst erfindungsgemäß eine Auflageseite und eine Übertragungsseite. Die beiden Seiten der Auflagevorrichtung sind vorteilhafterweise jeweils einteilig, in anderen Ausführungen jedoch mehrteilig ausgebildet. Entsprechend ist die Auflagevorrichtung einteilig oder mehrteilig ausgebildet. Um eine Herstellung der Auflagevorrichtung zu vereinfachen, ist diese mehrteilig ausgeführt. In einer bevorzugten Ausführung ist die Auflagevorrichtung als matten- bzw. deckenartige Auflagevorrichtung, das heißt als Auflagematte bzw. Auflagedecke, ausgeführt. Entsprechend sind die Auflageseite und die Übertragungsseite vorteilhafterweise als gegenüberliegende Seiten ausgebildet. Eine Ausführung sieht vor, dass die Auflage- und die Übertragungsseite einteilig, das heißt, integriert miteinander, ausgebildet sind. In anderen Ausführungen sind diese beiden Seiten separat voneinander, das heißt mehrteilig, ausgebildet und beispielsweise lediglich in einem Randbereich miteinander verbunden, wie vernäht, verschweißt und/oder verklebt. Die Auflagevorrichtung umfasst den plattenförmigen Basiskörper. Dieser ist bevorzugt quaderförmig ausgebildet. In einer Ausführungsform ist der Basiskörper als Aluminiumplatte ausgebildet, beispielsweise mit eloxiertem Aluminium. Die Auflageseite und die Übertragungsseite sind beabstandet voneinander auf gegenüberliegenden Seiten, insbesondere der Großseiten, angeordnet. Dazwischen ist der Basiskörper in einer Ausführungsform massiv, das heißt ohne Hohlkammern oder dergleichen ausgebildet. In einer anderen Ausführungsform ist die Auflagevorrichtung mit mindestens einer Hohlkammer, bevorzugt mit mehreren Hohlkammern ausgebildet. Die Hohlkammern sind in einer Ausführungsform mit Schwingungsmasse gefüllt. In einer Ausführungsform ist die Schwingungsmasse als Kristalle, Quarze oder dergleichen ausgebildet. In einer anderen Ausführungsform ist anderes körniges Material ausgebildet. Vorzugsweise ist die Schwingungsmasse aus festen Materialien ausgebildet. In anderen Ausführungsformen ist die Schwingungsmasse als flüssiges Material ausgebildet. In noch anderen Ausführungsformen ist die Schwingungsmasse in unterschiedlichen Hohlkammern unterschiedlich ausgebildet, beispielsweise unterschiedliche gekörnt, in unterschiedlichen Mengen, in unterschiedlichen Aggregatzuständen und ähnlich unterschiedlich ausgebildet. In einer bevorzugen Ausführungsform sind alle Hohlkammern mit der gleichen Schwingungsmasse ausgebildet. Die Hohlkammern sind beispielsweise als Sackbohrungen in dem Basiskörper ausgebildet, welche mittels einer Deckelplatte verschlossen sind. Die Hohlkammern sind bevorzugt nicht komplett, sondern nur zu einem Bruchteil, beispielsweise zu 10, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90 oder einem anderen Bruchteil Volumenprozent ausgefüllt. Die Kammern sind vorzugsweise quaderförmig. Die Auflagevorrichtung selbst ist nicht angetrieben und somit passiv ausgeführt.

    [0013] Eine Ausführungsform sieht vor, dass das mindestens eine Stimulationselement aus einem im Wesentlichen unnachgiebigen Material ausgebildet ist. Das Material ist beispielsweise eine Duroplast, ein Holz, Metall, Stahl, ein Quarz oder dergleichen.

    [0014] Bevorzugt dient die Auflageseite zum Auflegen der Auflagevorrichtung auf das Stimulationsgerät. Die Auflageseite ist bevorzugt plan oder bündig ausgebildet. Ebenfalls bevorzugt dient die Übertragungsseite zum Übertragen und/oder Weiterleiten der über die Auflageseite aufgenommenen Bewegungen an den Menschen. Zum Übertragen wird der Mensch bevorzugt auf der Übertragungsseite angeordnet, beispielsweise stehend, kniend und/oder liegend oder lediglich mit den jeweiligen, bevorzugt zu stimulierenden Körperteilen auf der Übertragungsseite abstützend. Entsprechend fungiert die Übertragungsseite bevorzugt als obere Seite der Auflagevorrichtung und die Auflageseite als untere Seite. Als Material für die Auflagevorrichtung bzw. deren Seiten eignet sich bevorzugt ein robustes, unempfindliches Material, welches vorteilhafterweise abwaschbar, reißfest, wasserfest und/oder rutschsicher ist, beispielsweise Polyester, Baumwolle, insbesondere beschichtete und/oder imprägnierte Baumwolle, Materialgemische, Viskose etc. Vorzugsweise weist zumindest die Auflageseite eine Gummibeschichtung auf, um ein Wegrutschen der Auflagevorrichtung von dem Stimulationsgerät zu verhindern. Bevorzugt ist das Material als nichtnachgiebiges Material ausgebildet, sodass keine oder nur einen unwesentliche Verformung bei einer Belastung bis 200 kg eintritt.

    [0015] Erfindungsgemäß weist die Übertragungsseite mindestens ein vorstehendes bzw. abstehendes Stimulationselement auf. Dabei bewirkt das mindestens eine Stimulationselement ein Übertragen der Bewegungen des Stimulationsgerätes auf den Menschen zur neurophysiologischen Stimulation. Bevorzugt sind mehr als ein Stimulationselement, zum Beispiel zwei, drei oder vier Stimulationselemente, ausgeführt. Weiter bevorzugt ist eine Vielzahl von Stimulationselementen auf der Übertragungsseite ausgeführt. Die Stimulationselemente sind vorteilhafterweise mit der Übertragungsseite verbunden, beispielsweise verklebt, verschweißt und/oder vernäht. In einer Ausführung sind die Stimulationselemente mit der Übertragungsseite einzeln verbunden, in anderen Ausführungen sind die Stimulationselemente zu mehreren, das heißt in Gruppen, mit der Übertragungsseite verbunden. Mehrere Stimulationselemente sind in einer Ausführungsform über ein Verbindungsteil miteinander verbunden. Dabei sind die Stimulationselemente in einer Ausführungsform lösbar, in einer anderen Ausführungsform unlösbar mit dem Verbindungsteil verbunden. Das Verbindungsteil ist beispielsweise als Verbindungsplatte ausgebildet. Über das Verbindungsteil sind die Stimulationselemente mit der Auflageseite verbunden. In einer Ausführungsform sind mehrere Stimulationselemente über mehrere Verbindungsteile mit der Auflageseite verbunden.

    [0016] Die Stimulationselemente stehen vorteilhafterweise mit einer Höhe von bis zu 30mm, bevorzugt von bis zu 20mm und weiter bevorzugt von bis zu 10mm und am meisten bevorzugt von bis zu 5mm von der Übertragungsseite ab. Dabei ist in einer Ausführung vorgesehen, dass die Stimulationselemente als sich von der Übertragungsseite weg verjüngende Stimulationselemente ausgebildet sind. Die sich verjüngenden Stimulationselemente weisen bevorzugt eine Form, ausgewählt aus der Gruppe umfassend Kegel, Pyramide, Zylinder, Kegelstumpf, Pyramidenstumpf etc. auf. Diese Formen sind entsprechend an ihrem von der Übertragungsseite weg orientierten Ende schmaler bzw. kleiner ausgebildet als an ihrem mit der Übertragungsseite verbundenen Ende. Bevorzugt werden Formen mit einer nicht eckigen, also zum Beispiel runden, Form für die Übertragungselemente ausgewählt, zum Beispiel ein Kegelstumpf. Beispielsweise beträgt die Breite bzw. der Durchmesser eines Kegelstumpfes an seinem unteren, zur Übertragungsseite gerichteten Ende bis zu 30mm, bevorzugt bis zu 20mm und weiter bevorzugt bis zu 10mm und am meisten bevorzugt bis zu 5mm. Die Breite eines Kegelstumpfes an seinem entgegengesetzten Ende beträgt beispielsweise bis zu 10mm, bevorzugt bis zu 50mm und weiter bevorzugt bis zu 2,5mm und am meisten bevorzugt von bis zu 1,5mm. Ein Abstand zwischen zwei oberen Bereichen zweier benachbarter Kegelstümpfe entspricht beispielsweise der Breite eines Kegelstumpfes. Vorteilhafterweise sind die verwendeten Stimulationselemente jeweils einheitlich ausgeführt. Eine Ausführung sieht vor, dass die Stimulationselemente als Noppen ausgebildet sind.

    [0017] Vorteilhafterweise sind die Stimulationselemente bis zu einem Gewicht von 200kg bzw. einer Kraft von bis zu 2kN belastbar ohne sich plastisch bzw. reversibel zu verformen. Dadurch ist gewährleistet, dass die Auflagevorrichtung bzw. deren Stimulationselemente auf der oberen Seite die Belastung einer auf der Auflagevorrichtung angeordneten Person standhalten, ohne Schaden zu nehmen. In einer Ausführung sind die Stimulationselemente unter Belastung elastisch verformbar, wobei eine Verformstrecke dieser Verformung möglichst gering ist. Hierfür eignen sich bevorzugt Materialien, ausgewählt aus der Gruppe umfassend: Kunststoff, bevorzugt Hartplastik, Metall, Holz, Keramik etc. In einer bevorzugten Ausführung sind die Stimulationselemente aus einem medizinischen Kunststoff wie Polyethylen, Polystyrol, Polyvinylchlorid, Polypropylen und/oder Ethylenvinylacetat ausgebildet. Als weitere geeignete Werkstoffe sind Steine, Edelsteine, Kristalle und dergleichen, insbesondere Turmalin, verwendbar. Bei der Herstellung wird beispielsweise ein Granulat verwendet, welches Kunststoff, Stein und/oder Keramik umfassen kann. In einer Ausführung wird das Granulat verflüssigt und in eine entsprechende Form gespritzt.

    [0018] Die Auflageseite ist nicht direkt mit einer Antriebseinheit verbunden. Somit ist die Auflageeinrichtung als passive Auflageeinrichtung ausgebildet. Die Auflageeinrichtung liegt in einer Ausführungsform auf einer Platte einem Stimulationsgerät auf. Dabei weist das Stimulationsgerät eine Bewegungseinheit mit einer Auflagefläche auf. Die Bewegungseinheit wird über einen entsprechenden Antrieb bewegt. Diese bewegt die Auflagefläche. Die passive Auflageeinrichtung liegt auf der Auflagefläche auf und bewegt in der Auflageebene nicht relativ zu der Auflagefläche. Somit ist die Auflageeinrichtung ortsfest zu der Auflagefläche angeordnet und macht die Schwingungsbewegung der Auflagefläche so mit. Die Schwingungsmasse der Auflageeinrichtung fungiert als Schwingungsverstärker, ebenso wie die Stimulationselemente.

    [0019] In einer weiteren Ausführung ist vorgesehen, dass ein Stimulationselement oder mehrere Stimulationselemente Funktionseinheiten aufweisen. Eine Funktionseinheit umfasst beispielsweise mindestens einen Signalgeber. Der Signalgeber ist in einer Ausführungsform als Akustiksignalgeber ausgebildet. In einer anderen Ausführungsform ist der Signalgeber als Optiksignalgeber ausgebildet. Andere Ausführungen sehen einen Wärmegeber, beispielsweise eine Infraroteinheit, vor. Alternativ ist mindestens eine die Funktionseinheit in einer Bewegungseinheit ausgebildet, wobei derartige Funktionseinheiten zusätzlich einer weiteren Stimulation dienen. In einer Ausführungsform ist eine Funktionseinheit als Beleuchtung ausgebildet. Die Funktionseinheit wird in einer Ausführungsform von einer mit dieser gekoppelten Steuereinheit angesteuert. Auf diese Weise ist eine unterschiedliche Beleuchtung realisiert, beispielsweise hinsichtlich einer farbigen Beleuchtung.

    [0020] In einer Ausführung der erfindungsgemäßen Auflagevorrichtung ist vorgesehen, dass mehrere, in mindestens einer Struktureinheit angeordnete Stimulationselemente vorgesehen sind, um eine Übertragung zu optimieren. Vorteilhafterweise ist mehr als eine Struktureinheit, zum Beispiel sind zwei, drei oder vier Struktureinheiten, vorgesehen. Eine bevorzugte Ausführung sieht die Anordnung der Stimulationselemente in mehreren bzw. einer Vielzahl von Struktureinheiten vor. Eine Struktureinheit umfasst bevorzugt mehrere Stimulationselemente, bevorzugt mindestens drei Stimulationselemente, weiter bevorzugt eine Vielzahl von Stimulationselementen. Die Stimulationselemente sind vorteilhafterweise in einem geometrischen Muster und/oder Anordnung in der Struktureinheit angeordnet. Dabei weisen die Struktureinheiten bevorzugt eine runde, ovale, wabenförmige, eckige, insbesondere rechteckige, Form auf. Die Anordnung der Stimulationselemente in der Form einer Struktureinheit erfolgt in einer Ausführung konzentrisch, beispielsweis ein konzentrischen Kreisen oder Rechtecken. In anderen Ausführungen erfolgt diese Anordnung gewinde- bzw. spiralförmig. In einer Ausführungsform sind die Stimulationselemente voneinander beabstandet, das heißt als separate Stimulationselemente ausgebildet. Die beabstandeten Stimulationselemente sind in einer Ausführungsform über ein gemeinsames Verbindungsteil miteinander verbunden, beispielsweise zu Struktureinheiten. In einer Ausführungsform sind die Struktureinheiten beabstandet voneinander angeordnet. In einer weiteren Ausführungsform sind die Struktureinheiten lösbar oder unlösbar mit weiteren Bauteilen verbindbar.

    [0021] Eine Ausführung der Struktureinheiten sieht vor, dass die Stimulationselemente einer Struktureinheit miteinander verbunden sind. Diese Verbindung erfolgt beispielsweise mittels eines gemeinsamen Verbindungsteils, beispielsweise eines tellerförmigen Unterbodens, welcher zum einen die Verbindung zu der Übertragungsseite gewährleistet und zum anderen die Stimulationselemente miteinander verbindet. Der Unterboden weist in einer Ausführung eine Dicke von bis zu 20mm, bevorzugt bis zu 10mm und weiter bevorzugt bis zu 5mm auf. Die Größe eines Unterbodens, das heißt bevorzugt der Durchmesser eines Unterbodens, entspricht der Größe einer Struktureinheit bzw. mindestens der Summe aller zu der Struktureinheit zusammengefassten Stimulationselementen. Bei einer runden Struktureinheit beträgt der Durchmesser beispielsweise zwischen 10mm und 50mm, bevorzugt zwischen 20mm und 40mm und weiter bevorzugt zwischen 25mm und 35mm. Das Material des Unterbodens ist in einer Ausführung gleich zu dem Material der Stimulationselemente ausgeführt. Entsprechend sieht eine Ausführung vor, dass eine Struktureinheit bzw. die Stimulationselemente einer Struktureinheit einteilig, das heißt ineinander integriert, ausgebildet sind. Vorteilhafterweise ist bei den in einer Struktureinheit angeordneten Stimulationselementen die Belastbarkeit einer Struktureinheit größer als die eines einzelnen Stimulationselementes.

    [0022] In noch einer Ausführung der erfindungsgemäßen Auflagevorrichtung ist vorgesehen, dass mehrere Struktureinheiten in einem Übertragungsmuster angeordnet sind. Vorteilhafterweise ist das Übertragungsmuster ein geometrisches Muster wie eine Matrix, ein Gitter, Zufallsanordnung oder dergleichen. Dabei sind die Struktureinheiten bevorzugt jeweils mit einem regelmäßigen, weiter bevorzugt einem gleichen, Abstand zueinander angeordnet. Der Abstand zwischen zwei Struktureinheiten eines Übertragungsmusters beträgt beispielsweise zwischen 5mm und 60mm, bevorzugt zwischen 10mm und 50mm, weiter bevorzugt zwischen 20mm und 40mm und am meisten bevorzugt ungefähr 30mm. Vorteilhafterweise ist das Übertragungsmuster derart ausgebildet, dass eine Stimulation und Bewegungsübertragung möglichst großflächig erfolgt.

    [0023] Mehrere Struktureinheiten sind beispielsweise über ein flexibles Element wie eine Matte oder dergleichen miteinander verbunden. Vorteilhafterweise ist die Auflagevorrichtung als Matte ausgebildet. Die Matte ist an einer Seite bevorzugt als Antirutschmatte ausgebildet. Bevorzugt ist die Matte als elastisches und/oder viskoeleastisches Element ausgebildet. Die Matte kann auch als Matratze oder dergleichen ausgebildet sein. Bei einer Belastung verformt sich die Matte entsprechend. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass ein optimierter Kontakt zu einem Benutzer hergestellt ist.

    [0024] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Auflagevorrichtung mindestens eine Hohlkammer aufweist, wobei in mindestens einer Hohlkammer eine Schwingungsmasse vorgesehen ist. Die Schwingungsmasse ist insbesondere eine körnige oder granulatartige Schwingungsmasse, beispielsweise aus einem Granulat. Das Granulat ist beispielsweise ein Quarzgranulat.

    [0025] Bevorzugt wird durch die Antriebseinheit in einer Ausführung eine dreidimensionale Schwingung mit einer Frequenz von 50-100Hz, bevorzugt 55-90Hz, weiter bevorzugt 60-80Hz und am meisten bevorzugt 65-75Hz, insbesondere mit einer Schumann-frequenz, umfasst. Die erzeugte Schwingung ist bevorzugt nichtsinusförmig, sondern andersartig harmonisch. Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass die erzeugte Frequenz eine Schumann-Frequenz ist. Unter Schumann-Frequenz wird eine Resonanzfrequenz des menschlichen Körpers verstanden, bei der der Körper beginnt, mitzuschwingen. Dadurch können die Schwingungen nicht nur in den Körper eindringen, sondern sich dabei noch verstärken, wodurch es zur Ausbildung einer stehenden Schwingung im Körper kommt.

    [0026] In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen neurophysiologischen Stimulationsgerätes ist vorgesehen, dass die Antriebseinheit als exzentrische Antriebseinheit ausgebildet ist. Vorteilhafterweise weist die exzentrische Antriebseinheit einen mit der Bewegungseinheit verbundenen exzentrischen (Exzenter-)Zapfen auf, der mit einem Aktuator gekoppelt ist, welcher wiederum die Taumel- und/oder Wirbelbewegung bewirkt, ohne eine Hubbewegung zu erzeugen. Eine weitere Ausführung sieht vor, dass die Antriebseinheit in einem topfförmigen Gehäuse, welches durch die als Deckel fungierende Bewegungseinheit verschlossen ist, angeordnet ist. Das Stimulationsgerät umfasst bevorzugt noch eine Stromversorgung. Dabei sieht eine Ausführung des Stimulationsgerätes vor, dass dieses als mobile Einheit ausgebildet ist. Vorteilhafterweise weist ein mobiles Stimulationsgerät ein Netzteil in Form eines Akkus oder dergleichen auf. Eine Lagerung der Bewegungseinheit erfolgt mit einem Lager, das für eine Taumelbewegung ausgebildet ist. Hierzu sind entsprechende Freiheitsgrade für eine Taumelbewegung vorzusehen. Dabei erfordert die Taumelbewegung eine Lagerung mit drei Freiheitsgraden.

    [0027] Die Taumelbewegung wird bevorzugt wie folgt beschrieben realisiert. Die Bewegungseinheit ist außermittig mit einem Antrieb verbunden, der die Bewegungseinheit exzentrisch rotieren lässt. Der Antrieb selbst umfasst einen Aktuator, der über einen Zahnriemen mit einem Exzenterzapfen gekoppelt ist. Über den Exzenterzapfen wird die Bewegungseinheit angetrieben. Im Ruhezustand, das heißt bei nicht betätigtem Aktuator, liegt die Bewegungseinheit auf Stützen auf. Die Bewegungseinheit ist folglich auf den Stützen oder Stützelementen gelagert. Vorteilhafterweise sind mindestens zwei Stützen bzw. Lagerungen vorgesehen, bevorzugt mehrere Stützen. Die Stützen sind bevorzugt voneinander beabstandet entlang eines Randes der Bewegungsplatte verteilt angeordnet. Zur Realisierung der Lagerung auf den Stützen sind diese bevorzugt an einem Ende mit einer Grundplatte fest verbunden. An dem der Bewegungseinheit zugewandten Ende weisen die Stützen ein elastisches bzw. verformbares Endstück auf, beispielsweise in Form eines Schwingungsdämpfers. Die Stützen sind dabei zumindest teilweise unterschiedlich lang ausgebildet. In einer Ausführungsform sind die Stützen höhen- bzw. längenverstellbar. Weiterhin sind die Stützen beispielsweise unterschiedlich geneigt bzw. gekippt angeordnet. Dabei ist die Höhe-, Länge- und/oder Neigung der Stützen vorteilhafterweise über einen entsprechenden Regler aktiv einstellbar bzw. ansteuerbar. Beispielsweise ist die Neigung der Stützen sowohl vor einem Betrieb als auch während eines Betriebs des Stimulationsgerätes einstellbar. Wird nun der Aktuator betätigt und eine exzentrische Rotationsbewegung realisiert, so schwingt die Bewegungseinheit sich auf. Das heißt, die Bewegungseinheit kontaktiert nicht mehr alle Stützen gleichzeitig, sondern wird aufgrund der unterschiedlichen Längen der Stützen, der Nachgiebigkeit der Gummielemente und der exzentrischen Rotation in eine dreidimensionale Schwingung versetzt, sodass eine Taumelbewegung realisiert ist. Die Taumelbewegung lässt sich insbesondere über die Länge der Stützen einstellen. Durch die verschiedenen Neigungen der Stützen wird ebenfalls ein Aufschwingen der Bewegungseinheit realisiert. Vorteilhafterweise erfolgt bei der Bewegung eine Überlagerung der Rotation und der Taumelbewegung.

    [0028] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist eine Höhenverstellung vorgesehen. Die Höhenverstellung ist mit der Bewegungseinheit gekoppelt und fest zu der Bodenplatte ausgebildet. Über die Höhenverstellung ist die Bewegungseinheit in unterschiedlichen Höhen zu der Bodenplatte anordnenbar. Auf diese Weise ist eine Taumelbewegung in unterschiedlichen Höhen realisierbar. Die Höhenverstellung ist beliebig ausführbar, beispielsweise hydraulisch oder pneumatisch, mechanisch und/oder elektrisch. Dabei wird insbesondere die Bewegungseinheit relativ zu der Bodenplatte bewegt. In anderen Ausführungsformen sind auch die Antriebsbauteile und/oder die Stützen entsprechend verstellbar. Bevorzugt ist unter der Bodenplatte eine Höhenverstellung vorgesehen. Über diese ist das Stimulationsgerät auf einfache Weise höhenverstellbar. Dabei weist die Höhenverstellung bevorzugt eine Arretierung auf, welche die Bodenplatte in einer vorbestimmten Höhe arretiert. Sicherheitsknopf gegen unbeabsichtigtes Lösen etc.

    [0029] Das Stimulationsgerät weist in einer noch weiteren Ausführungsform ein Steuergerät auf, über welches Frequenzen und/oder weitere Funktionen steuerbar sind. In einer Ausführungsform weist das Steuergerät einen Frequenzregulierer auf. Über diesen ist die Frequenz der Bodenplatte einstellbar. In einer weiteren Ausführungsform weist das Steuergerät eine Optiksteuerung und/oder Akustiksteuerung auf, über welche entsprechende Funktionseinheiten ansteuerbar sind. In noch einer anderen Ausführungsform weist das Steuergerät einen Zeitschalter oder dergleichen auf. Weitere Funktionseinheiten wie Akustik- und/oder Optiksignalgeber sind an dem Stimulationsgerät angebracht. Beispielsweise weist das Steuergerät noch eine Recheneinheit mit Computerprogrammen und/oder Computerprogrammprodukte zum Ablaufen verschiedene Programme, beispielsweise in Form von individuellen Trainingseinheiten auf.

    [0030] Entsprechend ist in einer Ausführungsform vorgesehen, dass die Bewegungseinheit über die exzentrische Antriebseinheit im Betrieb in eine kreisbahnförmige oder ebene Bewegung versetzt ist und Stützelemente am Rand der Bewegungseinheit oder der Auflagefläche vorgesehen sind, die im Betrieb die Bewegungseinheit alternierend kontaktieren und nicht kontaktieren, sodass die kreisbahnförmige Bewegung hierdurch eine weitere Bewegungsrichtung quer zu einer Kreisbahn aufweist und so die dreidimensionale Schwingung realisiert ist. Somit ist die offene Kreisbahn realisiert, das heißt eine Kreisbahn oder Ebenenbahn, die sich nach Durchlauf einer vollständigen Rotation um 360° um die Rotationsachse nicht in dem Ausgangszustand vor der Rotation befindet, sondern mindestens ein Punkt der Bewegungseinheit in zumindest einer Dimension eine andere Position einnimmt.

    [0031] Das erfindungsgemäße Stimulationsgerät ermöglicht ein Verfahren zum Übertragen einer Schwingung auf ein Objekt oder zum neurophysiologischen Stimulieren eines Objektes mittels Übertragen von durch ein vorstehend beschriebenes Stimulationsgerät erzeugten Bewegungen, umfassend die folgenden Schritte: Erzeugen einer Bewegung und Übertragen der Bewegung auf das Objekt, bei dem vorgesehen ist, dass die Bewegung als Wirbel- und/oder Taumelbewegung erzeugt und verstärkt übertragen wird. Dabei wird das Übertragen der Bewegung in einer bevorzugten Ausführung mittels einer erfindungsgemäßen, wie vorstehend beschriebenen Auflagevorrichtung verstärkt. Unter einer Verstärkung wird im Rahmen dieser Patentanmeldung auch eine Intensivierung der Auswirkungen der übertragenen Bewegung auf den Körper als Zusatzeffekt verstanden.

    [0032] Das vorstehend beschriebene Stimulationsgerät kann als neurophysiologisches Stimulationsgerät zum Stimulieren von Körperfunktionen eines Lebewesens, insbesondere zur Verwendung in den Bereichen Sport, Reha, Therapie, schnelle Regeneration, Energiegewinnung, Training, Hyperaktivität, Hautstraffung, Geweberegeneration verwendet werden. Bevorzugte Anwendungsgebiete des erfindungsgemäßen Stimulationsgerätes sind demnach: Arthrose, Arthritis (Gelenkentzündung), Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps), Burnout-Syndrom, Cellulite, Durchblutungsstörung, Entspannungsprobleme, Gelenkschmerzen, Hexenschuss, Ischias-Schmerzen (Ischialgie), Kopfschmerzen (Cephalgie), Krampfadern (Varizen), LWS-Syndrom, Lymphstau (Lymphödem), Libido-Verlust, Morbus Bechterew (auch Spondylitis ankylosans), (Nacken-)Verspannungen, Nervosität, Osteoporose, Parkinson, Verdauungsprobleme, Rheuma, Rückenschmerzen, Schlafstörung, Stress, Übergewicht und Inkontinenz.

    [0033] Insgesamt hat eine neurophysiologische Stimulation mittels eines Stimulationsgerätes in Verbindung mit einer Auflagevorrichtung die im Folgenden beschriebenen, vorteilhaften Auswirkungen auf die menschliche Psyche und Physis:
    Das erfindungsgemäße Stimulationsgerät stellt ein biodynamisches Energiesystem dar, welches die natürlichen Bewegungsabläufe im menschlichen Körper, ohne Einsatz von Reizstrom und/oder chemischen Substanzen, imitiert. Bei dem Stimulationsgerät wird keine unnatürliche "harte" Bewegung erzeugt, wie sie bei den meisten herkömmlichen Vibrationsplatten entsteht. Die abgestimmten, dreidimensionalen, rhythmischen und vibrationsfreien Schwingungsimpulse des Stimulationsgerätes auf Basis der Schumann-Resonanz-Frequenz, wirken vorteilhafterweise ganzheitlich auf physischer und psychischer Ebene. Die Bedeutung der Schumann-Resonanz-Frequenz als elektromagnetische Eigenfrequenz der Erde für den Organismus des Menschen ist bekannt. Dabei wird durch das spezifische, rechtsdrehende Schwingungsmuster des Stimulationsgerätes das Knochengerüst sowie der Körper selbst aufgerichtet, geordnet und rhythmisiert. Die dabei auf den Körper übertragene Schwingung wirkt ganzheitlich und vielseitig. Als Einsatzgebiete des Stimulationsgerätes gelten die Bereiche Gesundheit, Kräftigung, Beweglichkeit, Massage und Entspannung sowie Prävention, Rehabilitation, Therapie, Leistungssport und Schönheitspflege.

    [0034] Nach Aussagen des Erfinders sind die durch die Stimulation und Bewegungsübertragung mittels des erfindungsgemäßen Stimulationsgerätes im menschlichen Körper erzielten Effekte:
    • Verbesserung der lokalen und allgemeinen Beweglichkeit und der muskulären Koordination,
    • Steigerung der Muskelkraft und Leistungsfähigkeit,
    • Aktivierung der Blutzirkulation und Stoffwechselvorgänge,
    • Lösung von schmerzhaften Blockierungen und Muskelverspannungen,
    • Besserung der allgemeinen Leistungsfähigkeit,
    • Stärkung der Abwehrkräfte,
    • Abklingen von Rückenschmerzen und Gelenkschmerzen,
    • Reduzierung von Stress und Schlaflosigkeit,
    • Gewichtsverlust durch Aktivierung der Muskelmasse und Erhöhung des Kalorienverbrauchs,
    • mentale und körperliche Fitness.


    [0035] Zur Bewegungs- und Schwingungsübertragung von dem Stimulationsgerät gibt es diverse Ausführungen, wie sich ein Mensch vorteilhafterweise auf der Bewegungseinheit positioniert. Die jeweiligen Positionen sind abhängig von den zu stimulierenden Körperregionen bzw. den Beschwerden und des jeweiligen Anwendungsgebietes. Beispielsweise steht, liegt oder sitzt der Mensch auf der Bewegungseinheit. Alternativ können beispielsweise gezielt die Ellenbogen, Schultern, Hände, der Oberkörper oder die Füße auf der Bewegungseinheit positioniert werden. Hierbei erfolgt durch die einteilige Bewegungseinheit eine ganzheitliche Bewegungsübertragung auf den Mensch, beispielsweise werden beide auf der Bewegungseinheit positionierten Arme gemeinsam und gleichförmig bewegt. Zur Verstärkung der übertragenen Bewegung bzw. zur zusätzlichen Stimulation wird erfindungsgemäß die Auflagevorrichtung auf der Bewegungseinheit angeordnet, sodass der Mensch direkt auf der Übertragungsseite der Auflageeinheit steht, sitzt oder liegt. Bei einem zu therapierenden Tier, zum Beispiel einem Hund, einer Katze oder einem Pferd, erfolgt das Positionieren auf der Bewegungseinheit in abgewandelter Form. Hier ist jedoch allgemein auch ein Sitzen, Stehen und Liegen ausführbar.

    [0036] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Für gleiche oder ähnliche Bauteile oder Merkmale werden dabei einheitliche Bezugszeichen verwendet. Merkmale oder Bauteile verschiedener Ausführungsformen können kombiniert werden, um so weitere Ausführungsformen zu erhalten. Sämtliche aus den Ansprüchen der Beschreibung oder Zeichnungen hervorgehenden Merkmale und/oder Vorteile einschließlich konstruktiver Einzelheiten, räumliche Anordnung und Verfahrensschritte, können so für sich als auch in verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich sein.

    [0037] Es zeigen:
    Fig. 1
    eine schematische Querschnittsdarstellung zweier benachbarter Stimulationselemente,
    Fig. 2a-2b
    jeweils eine schematische Draufsicht einer Struk-tureinheit in verschiedenen Ausführungen,
    Fig. 3
    eine schematische Draufsicht einer Auflagevor-richtung,
    Fig. 4
    eine schematische Querschnittdarstellung entlang eines Schnitts A-A der Auflagevorrichtung gemäß der Fig. 3, und
    Fig. 5
    eine schematische Querschnittdarstellung eines Stimulationsgerätes mit Auflagevorrichtung gemäß der Fig. 3 und
    Fig. 6
    eine schematische Querschnittsdarstellung eine anderen Ausführungsform einer Auflagevorrichtung


    [0038] Die Fig. 1 zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung zweier benachbarter Stimulationselemente 1. Erfindungsgemäß dienen die Stimulationselemente 1 zum Übertragen von Bewegungen und zur neurophysiologischen Stimulation. Die Stimulationselemente 1 sind zur neurophysiologischen Stimulation jeweils in Gruppen von mehreren Stimulationselementen 1 in einer Struktureinheit angeordnet (siehe Fig. 2a-2c). Mehrere dieser Struktureinheiten sind wiederum in einem Übertragungsmuster auf einer Auflagevorrichtung angeordnet (siehe Fig. 3). Eine Beschreibung der Struktureinheiten, des Übertragungsmusters und der Auflagevorrichtung folgt bei den Fig. 2a-2c, 3 und 4. Entsprechend zeigt die Fig. 1 einen Ausschnitt aus einer Struktureinheit mit zwei benachbarten Stimulationselementen 1.

    [0039] Die Stimulationselemente 1 sind mit einem Unterboden 11 miteinander verbunden und zusätzlich mit der hier nicht dargestellten Auflagevorrichtung verbunden, beispielsweise verschweißt oder verklebt. In dieser Ausführung sind die Stimulationselemente 1 und der Unterboden 11 einteilig, das heißt integriert, ausgeführt. Der Unterboden 11 weist eine Dicke d von ca. 2mm auf. Die Stimulationselemente 1 sind in einem Abstand a1 von ca. 2mm auf dem Unterboden 11 angeordnet.

    [0040] Gemäß der Ausführung der Figur 1 sind die Stimulationselemente 1 von dem Unterboden 11 bzw. der hier nicht gezeigten Auflagevorrichtung (siehe Fig. 4) weg verjüngend ausgebildet. Dabei weisen die Stimulationselemente 1 eine Kegelstumpfform auf. Die Kegelstumpfform umfasst einen kegelstumpfförmigen Grundkörper 3 mit einem runden Querschnitt und einen abgeflachten Deckelteil 4 an der dem Unterboden 11 abgewandten bzw. verjüngten Seite des Grundkörpers 3 auf. Der Grundkörper 3 weist in dieser Ausführung eine Höhe hg von ca. 4mm und der Deckelteil 4 eine Höhe hd von ca. 0,5mm auf. Insgesamt beträgt die Höhe eines kegelstumpfförmigen Stimulationselementes 1 in dieser Ausführung also ca. 4,5mm. Der Durchmesser bzw. die Breite bg des runden Grundkörper 3 beträgt ca. 4mm und der Durchmesser bzw. die Breite bd des Deckelteils 4 ca. 1,5mm. Als Material für die Stimulationselemente 1 und den Unterboden 11 eignet sich beispielsweise ein Kunststoff. Die Stimulationselemente 1 sind mit einem Gewicht von ca. 200kg belastbar, ohne sich dabei zu verformen.

    [0041] Die Fig. 2a-2c zeigen jeweils eine schematische Draufsicht einer Struktureinheit 10 in verschiedenen Ausführungen. In den Struktureinheiten 10 sind jeweils mehrere bzw. eine Vielzahl von Stimulationselementen 1 zusammengefasst bzw. mittels des Unterbodens 2 miteinander verbunden. Der Unterboden 11 weist in diesen Ausführungen eine runde Form (siehe Fig. 2a und 2b) oder eine vieleckige, das heißt wabenförmige, Form (siehe Fig. 2c) auf. Der Durchmesser ds der runden Struktureinheiten 10 (siehe Fig. 2a und 2b) beträgt ca. 30mm. Dabei sind zwei benachbarte Stimulationselemente 1 mit einem Abstand von bis zu 10mm angeordnet. Erfindungsgemäß ist die Belastbarkeit von mehreren, in einer Struktureinheit 10 angeordneten Stimulationselementen 1 gegenüber der Belastbarkeit eines einzelnen Stimulationselementes 1 erhöht.

    [0042] Die Fig. 3 und 4 zeigen eine schematische Draufsicht und eine schematische Querschnittdarstellung einer Auflagevorrichtung 30. Die Auflagevorrichtung 30 dient zum Auflegen auf ein neurophysiologisches Stimulationsgerät (hier der Übersicht halber nicht gezeigt), wobei das neurophysiologische Stimulationsgerät zum Stimulieren eines Objektes, zum Beispiel eines Menschen oder eines Tieres, mittels Übertragen von durch das Stimulationsgerät erzeugten Bewegungen. Die übertragenen Bewegungen werden durch die Auflagevorrichtung 30 verstärkt.

    [0043] Die Auflagevorrichtung 30 weist eine Auflageseite 31 zum Auflegen der Auflagevorrichtung 30 auf das Stimulationsgerät auf. Weiter weist die Auflagevorrichtung 30 eine Übertragungsseite 32 zum Übertragen und Weiterleiten der über die Auflageseite 31 aufgenommenen Bewegungen an das Objekt auf. Gemäß der Ausführungen der Fig. 3 und 4 ist die Auflagevorrichtung 30 als matten- bzw. deckenartige Auflagevorrichtung 30 ausgeführt (siehe Fig. 4). Die Auflageseite 31 und die Übertragungsseite 32 liegen sich somit gegenüber, wobei in einer Gebrauchssituation die Auflageseite 31 eine untere Seite und die Übertragungsseite 32 eine obere Seite darstellt. Auf der Übertragungsseite 32 sind die sich von der Übertragungsseite 32 weg verjüngenden und in Struktureinheiten 10 angeordneten Stimulationselemente 1 angeordnet. Mehrere Stimulationselemente 1 sind jeweils in einer Struktureinheit 10 angeordnet bzw. miteinander verbunden (siehe Fig. 2a). Die Struktureinheiten 10 sind mit der Übertragungsseite 32 verbunden, beispielsweise verklebt. Die Struktureinheiten 10, hier genau 15 Struktureinheiten 10, sind auf der Auflagevorrichtung 30 in einem Übertragungsmuster 20 angeordnet. Das Übertragungsmuster 20 ist gemäß der Fig. 3 als geometrisches Muster in Form von Waben ausgeführt. Dabei sorgt das Übertragungsmuster 20 für eine gleichmäßige Übertragung und Verstärkung der weitergeleiteten Bewegungen.

    [0044] Die Fig. 4 zeigt einen Schnitt A-A durch die Auflagevorrichtung 30 im Bereich von drei Struktureinheiten 10. Die Struktureinheiten 10 sind in dieser Ausführung und in dieser Schnittebene mit einem Abstand as von ca. 40mm zueinander angeordnet.

    [0045] Die Fig. 5 zeigt eine schematische Querschnittdarstellung eines Stimulationsgerätes 40 mit einer Auflagevorrichtung 30 gemäß der Fig. 3. Das Stimulationsgerät 40 dient zum neurophysiologischen Stimulieren eines Lebewesens, beispielsweise ein Mensch oder ein Tier, mittels Übertragen von durch das Stimulationsgerät 40 erzeugten Bewegungen. Hierbei werden vor allem körpereigene Therapiefunktionen des Lebewesens angeregt. In der Darstellung der Fig. 4 ist der Übersichthalber kein Lebewesen gezeigt. Das Stimulationsgerät 40 umfasst eine Bewegungseinheit 41 mit einer Auflagefläche, mittels der die erzeugten Bewegungen auf an die Bewegungseinheit angrenzende Objekte übertragen werden. Die Bewegungseinheit 41 ist einteilig ausgeführt, sodass eine geschlossene bzw. durchgängige Auflagefläche ausgebildet wird. Weiter umfasst das Stimulationsgerät 40 eine mit der Bewegungseinheit 41 gekoppelte Antriebseinheit 42 zum Erzeugen der Bewegung. Erfindungsgemäß erzeugt die Antriebseinheit 41 eine Taumel- und/oder Wirbelbewegung, welche hier mit einem Pfeil W angedeutet ist. Bei dieser Taumel- und/oder Wirbelbewegung handelt es sich um eine dreidimensionale Schwingung mit einer offenen Schwingungsbahn, beispielsweise in Form einer rechts- oder linksdrehenden Kreisbahn. Die Schwingung wird beispielsweise mit einer Frequenz von 65-75Hz ausgeführt.

    [0046] Die Antriebseinheit 42 ist gemäß der Ausführung der Fig. 5 als exzentrische Antriebseinheit 42 ausgebildet, sodass die mit der Antriebseinheit 42 gekoppelte Bewegungseinheit 41 exzentrisch bewegt wird. Hierfür weist die Antriebseinheit 42 einen mit der Bewegungseinheit 41 verbundenen exzentrischen Zapfen 46 auf, der wiederum mit einem Aktuator gekoppelt ist, welcher wiederum die Taumel- und/oder Wirbelbewegung erzeugt. Der Aktuator ist in dieser Ausführung als Elektromotor 43 mit einem Riemen 44 zur Verbindung mit dem Zapfen ausgeführt. Der Zapfen 46 weist zudem noch eine exzentrische Lagerung 45 auf. Die Antriebseinheit 42 ist in einem topfförmigen Gehäuse 48 angeordnet, welches durch die als Deckel fungierende Bewegungseinheit 41 verschlossen ist. Die Auflagefläche der Bewegungseinheit 41 umfasst eine Auflagevorrichtung 30. Die Auflagevorrichtung 30 entspricht der Ausführung der Fig. 3 bzw. 4. Zwischen dem Gehäuse 48 und der Bewegungseinheit 41 sind Endstücke 47 angeordnet, um beispielsweise einen Rückstoß der bewegten Bewegungseinheit 41 auf das Gehäuse 48 zu vermeiden.

    [0047] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten Merkmale der Erfindung nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

    [0048] Fig. 6 zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung eine anderen Ausführungsform einer Auflagevorrichtung 30. Die Auflagevorrichtung 30 ist als quaderförmige Platte 71 ausgebildet. Diese weist einen Deckel 71a auf, unter dem sich als Sackbohrungen 72 ausgebildete Hohlkammern 73 befinden. Die Hohlkammern 73 sind mit einer als Granulat 74 ausgebildeten Schwingungsmasse 75 zu einem Volumenprozentsatz gefüllt. Zusätzlich ist eine Außeneinfassung 76 vorgesehen. Die Auflagevorrichtung ist aus einem eloxierten Aluminium hergestellt. Das Granulat 74 liegt in einer beliebigen Körnung vor. Dabei ist das Granulat 74 vorzugsweise ein Quarzgranulat.

    Bezugszeichenliste



    [0049] 
    1
    Stimulationselement
    2
    Unterboden
    3
    Grundkörper
    4
    Deckelteil
    10
    Struktureinheit
    11
    Unterboden
    20
    Übertragungsmuster
    30
    Auflagevorrichtung
    31
    Auflageseite
    32
    Übertragungsseite
    40
    Stimulationsgerät
    41
    Bewegungseinheit
    42
    Antriebseinheit
    43
    Motor
    44
    Riemen
    45
    Lagerung
    46
    (Exzenter-)Zapfen
    47
    Endstück
    48
    Gehäuse
    49
    Stütze
    71
    Platte
    71a
    Deckel
    72
    Sackbohrung
    73
    Hohlkammer
    74
    Granulat
    75
    Schwingungsmasse
    76
    Außeneinfassung
    a1
    Abstand zweier Stimulationselemente
    a2
    Abstand zweier Struktureinheiten
    bd
    Breite des Deckelteils
    bg
    Breite des Grundkörpers
    d
    Dicke des Unterbodens
    ds
    Durchmesser einer runden Struktureinheit
    hd
    Höhe des Deckelteils
    hg
    Höhe des Grundkörpers
    W
    Wirbel-/Taumelbewegung



    Ansprüche

    1. Neurophysiologisches Stimulationsgerät (40) zum Stimulieren eines Objektes mittels Übertragen von durch das Stimulationsgerät erzeugten Bewegungen, insbesondere eine Bewegungsvorrichtung zum Anregen der körpereigenen Therapiefunktionen eines Lebewesens, zumindest umfassend
    eine Bewegungseinheit (41) mit einer Auflagefläche, mittels der die erzeugten Bewegungen auf an die Bewegungseinheit (41) angrenzende Objekte übertragen werden,
    und mindestens eine mit der Bewegungseinheit (41) gekoppelte Antriebseinheit (42) zum Erzeugen der Bewegung,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Antriebseinheit (42) als Taumel- und/oder Wirbeleinheit ausgebildet ist, welche eine Taumel- und/oder Wirbelbewegung erzeugt, wobei die Auflagefläche zumindest eine nicht geschlossene rechts- oder linksdrehende Kreisbahn beschreibt, bei der die Richtung der Kreisbewegung steuerbar, auswählbar und/oder umschaltbar ist, wobei die Auflagefläche eine Auflagevorrichtung (30) aufweist, und wobei an der Auflagefläche eine Aufnahme und/oder Auflage für die Auflagevorrichtung vorgesehen ist, und
    die Antriebseinheit (42) im Betrieb die Bewegungseinheit (41) exzentrisch rotiert und die Bewegungseinheit (41) in der Ruhe auf mindestens einem Stützelement aufliegt und sich bei einer durch die Antriebseinheit (42) veranlassten Rotation im Betrieb zumindest zeitweise von dem Stützelement abhebt, sodass eine dreidimensionale Taumel- und/oder Wirbelbewegung realisiert ist.
     
    2. Stimulationsgerät nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Auflagevorrichtung (30) mindestens eine Hohlkammer aufweist, wobei in mindestens einer Hohlkammer eine Schwingungsmasse vorgesehen ist.
     
    3. Stimulationsgerät nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagevorrichtung (30) eine Auflageseite (31) zum Auflegen der Auflagevorrichtung (30) auf die Auflagefläche der Bewegungseinheit (41) und eine Übertragungsseite (32) zum Übertragen und/oder Weiterleiten der über die Auflageseite (31) aufgenommenen Bewegungen aufweist, wobei die Auflagevorrichtung als passive Auflagevorrichtung ausgebildet ist, die matten- und/oder plattenförmig ausgebildet ist, wobei die Übertragungsseite (32) mindestens ein zumindest teilweise vorstehendes Stimulationselement (1) aufweist, welches zum Übertragen der Bewegungen und somit zur neurophysiologischen Stimulation geeignet ist.
     
    4. Stimulationsgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
    das mindestens eine Stimulationselement (1) aus einem im Wesentlichen unnachgiebigen Material ausgebildet ist.
     
    5. Stimulationsgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass
    das mindestens eine Stimulationselement (1) als sich von der Übertragungsseite (32) weg verjüngendes Stimulationselement (1) ausgebildet ist.
     
    6. Stimulationsgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
    mehrere, in mindestens einer Struktureinheit (10) angeordnete Stimulationselemente (1) vorgesehen sind, um eine Übertragung zu optimieren.
     
    7. Stimulationsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
    mehrere Struktureinheiten (10) in einem Übertragungsmuster (20) angeordnet sind.
     
    8. Stimulationsgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Antriebseinheit (42) eine dreidimensionale Schwingung einer Schumannfrequenz, umfasst.
     
    9. Stimulationsgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Antriebseinheit (42) als exzentrische Antriebseinheit (42) ausgebildet ist.
     
    10. Stimulationsgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Bewegungseinheit über die exzentrische Antriebseinheit im Betrieb in eine kreisbahnförmig Bewegung versetzt ist und Stützelemente am Rand der Bewegungseinheit vorgesehen sind, die im Betrieb die Bewegungseinheit alternierend kontaktieren und nicht kontaktieren, sodass die kreisbahnförmige Bewegung hierdurch eine weitere Bewegungsrichtung quer zu einer Kreisbahn aufweist und so die dreidimensionale Schwingung realisiert ist.
     


    Claims

    1. Neurophysiological stimulation device (40) for stimulating an object by transferring movements produced by the stimulation device, in particular a movement apparatus for inducing the endogenous therapy functions of a living being, at least comprising a movement unit (41) having a contact surface by means of which the produced movements can be transferred to objects adjacent to the movement unit (41), and at least one drive unit (42) coupled to the movement unit (41) for producing the movement, characterised in that the drive unit (42) is designed as a wobbling and/or swirling unit which produces a wobbling and/or swirling movement, the contact surface describing at least one non-closed circular path that rotates to the right or left and in which the direction of the circular movement can be controlled, selected and/or reversed, the contact surface having a contact apparatus (30), and a receiving space and/or support being provided on the contact surface for the contact apparatus, and
    the drive unit (42) rotates eccentrically during operation of the movement unit (41) and the movement unit (41) is supported on at least one support element when inactive and, when a rotation is brought about by the drive unit (42) during operation, is lifted at least temporarily from the support element such that a three-dimensional wobbling and/or swirling movement is realised.
     
    2. Stimulation device according to claim 1, characterised in that
    the contact apparatus (30) has at least one hollow chamber, an oscillating mass being provided in at least one hollow chamber.
     
    3. Stimulation device according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the contact apparatus (30) has a contact face (31) for placing the contact apparatus (30) onto the contact surface of the movement unit (41) and a transfer face (32) for transferring and/or passing on the movements received via the contact face (31), the contact apparatus being designed as a passive contact apparatus that is mat-like and/or planar, the transfer face (32) having at least one stimulation element (1) which protrudes in part and is suitable for transferring the movements and therefore for neurophysiological stimulation.
     
    4. Stimulation device according to claim 3, characterised in that
    the at least one stimulation element (1) is made of a substantially inflexible material.
     
    5. Stimulation device according to either claim 3 or claim 4, characterised in that the at least one stimulation element (1) is designed as a stimulation element (1) that tapers away from the transfer face (32).
     
    6. Stimulation device according to any of claims 3 to 5, characterised in that a plurality of stimulation elements (1) are arranged in at least one structural unit (10) in order to optimise transfer.
     
    7. Stimulation device according to claim 6, characterised in that
    a plurality of structural units (10) are arranged in a transfer pattern (20).
     
    8. Stimulation device according to any of the preceding claims, characterised in that the drive unit (42) includes three-dimensional oscillation of a Schumann frequency.
     
    9. Stimulation device according to any of the preceding claims, characterised in that the drive unit (42) is designed as an eccentric drive unit (42).
     
    10. Stimulation device according to any of the preceding claims, characterised in that the movement unit is shifted into a circular movement during operation by means of the eccentric drive unit, and support elements are provided on the edge of the movement unit that alternate between contact and non-contact with the movement unit during operation such that the circular movement as a result has a further movement direction transverse to a circular path, and the three-dimensional oscillation is thus realised.
     


    Revendications

    1. Appareil de stimulation neurophysiologique (40) destiné à stimuler un objet en transmettant des mouvements générés par l'appareil de stimulation, en particulier un dispositif de mouvement destiné à stimuler les fonctions thérapeutiques propres au corps d'un être vivant, comprenant au moins une unité de mouvement (41) comportant une surface d'appui au moyen de laquelle les mouvements générés sont transmis à des objets adjacents à l'unité de mouvement (41),
    et au moins une unité d'entraînement (42) couplée à l'unité de mouvement (41) pour générer le mouvement, caractérisé en ce que l'unité d'entraînement (42) est réalisée sous la forme d'une unité d'oscillation et/ou de tourbillonnement qui génère un mouvement d'oscillation et/ou de tourbillonnement, dans lequel la surface d'appui décrit au moins un trajet circulaire non fermé tournant à droite ou à gauche et dans lequel la direction du mouvement circulaire peut être commandée, sélectionnée et/ou inversée, dans lequel la surface d'appui comporte un dispositif d'appui (30), et dans lequel il est prévu sur la surface d'appui un réceptacle et/ou un support pour le dispositif d'appui, et
    l'unité d'entraînement (42), pendant le fonctionnement, fait tourner l'unité de mouvement (41) de manière excentrique et l'unité de mouvement (41) au repos prend appui sur au moins un élément de support et pendant le fonctionnement, se soulève au moins temporairement de l'élément de support lors d'une rotation déclenchée par l'unité d'entraînement (42), de sorte qu'un mouvement tridimensionnel d'oscillation et/ou de tourbillonnement est réalisé.
     
    2. Appareil de stimulation selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'appui (30) comporte au moins une chambre creuse, dans lequel une masse vibrante est prévue dans au moins une chambre creuse.
     
    3. Appareil de stimulation selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif d'appui (30) comporte un côté d'appui (31) permettant de positionner le dispositif d'appui (30) sur la surface d'appui de l'unité de mouvement (41) et un côté de transmission (32) permettant de transmettre et/ou transférer les mouvements reçus par l'intermédiaire du côté d'appui (31), dans lequel le dispositif d'appui est réalisé sous la forme d'un dispositif d'appui passif qui se présente sous la forme d'un tapis et/ou d'une plaque, dans lequel le côté de transmission (32) comporte au moins un élément de stimulation (1) au moins partiellement saillant qui est approprié pour transmettre les mouvements et par conséquent pour la stimulation neurophysiologique.
     
    4. Appareil de stimulation selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'au moins un élément de stimulation (1) est constitué d'un matériau sensiblement rigide.
     
    5. Appareil de stimulation selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que l'au moins un élément de stimulation (1) est réalisé sous la forme d'un élément de stimulation (1) se rétrécissant du côté de transmission (32).
     
    6. Appareil de stimulation selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce qu'il est prévu une pluralité d'éléments de stimulation (1) disposés dans au moins une unité structurelle (10) afin d'optimiser une transmission.
     
    7. Appareil de stimulation selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'une pluralité d'unités structurelles (10) sont disposées selon un motif de transmission (20).
     
    8. Appareil de stimulation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité d'entraînement (42) comprend une oscillation tridimensionnelle à une fréquence de Schumann.
     
    9. Appareil de stimulation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité d'entraînement (42) est réalisée sous la forme d'une unité d'entraînement excentrique (42).
     
    10. Appareil de stimulation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de mouvement, lors du fonctionnement, est mise en mouvement circulaire par l'intermédiaire de l'unité d'entraînement excentrique et en ce qu'il est prévu sur le bord de l'unité de mouvement des éléments de support qui, pendant le fonctionnement, de manière alternée, entrent en contact avec l'unité de mouvement et s'en séparent, de sorte que le mouvement circulaire présente ainsi une autre direction de mouvement transversalement à un trajet circulaire, cela permettant de mettre en oeuvre l'oscillation tridimensionnelle.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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