[0001] Die Erfindung betrifft ein neurophysiologisches Stimulationsgerät zum Stimulieren
eines Objektes gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Stimulationsgeräte zur Stimulation von Lebewesen, insbesondere von Menschen, sind
allgemein bekannt. Hierbei werden durch auf den Menschen übertragene Bewegungen des
Stimulationsgerätes die Körperfunktionen angeregt, was wiederum positive Effekte auf
Körperfunktionen, Bewegungsapparat, Muskulatur, Knochenbau sowie das menschliche Wohlbefinden
ausübt.
[0003] Die
DE 20 2006 009 373 U1 beschreibt eine Vorrichtung zur Stimulation eines Knochenskeletts mit einer schwingenden
Plattform, die in einer wenigstens annähernd horizontalen Ebene schwingbar gelagert
ist, wobei sämtliche Punkte der Plattform eine geschlossen umlaufende Bahn beschreiben.
Hierdurch werden Kräfte erzeugt, die sich auf den Knochenaufbau sowie allgemein auf
den Bewegungsapparat auswirken. Die Kräfte werden durch eine annähernd horizontale
Schwingung in Form einer geschlossenen Kreis- oder Ellipsenbahn erzeugt. Dabei erfolgt
jedoch eine Übertragung der Bewegung direkt auf den Menschen ohne zusätzliche Stimulation
und/oder Verstärkung der Bewegung und deren Wirkung auf den menschlichen Körper.
[0004] Die
US 2004/0167481 offenbart ein Gerät zur Hautbehandlung welches auch einen Massageeffekt hat.
[0005] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit zu schaffen, die
Bewegung eines Stimulationsgerätes verbessert, das heißt insbesondere verstärkt, auf
ein Objekt zu übertragen. Weiter ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein
Stimulationsgerät zur verbesserten Bewegungsübertragung und damit verbesserten Stimulation
und eine Verwendung hiervon zu schaffen.
[0006] Diese und weitere Aufgaben werden ausgehend von einem Stimulationsgerät gemäß dem
Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben oder werden nachstehend im Zusammenhang mit der Beschreibung
der Figuren angegeben.
[0007] Die Erfindung betrifft ein Stimulationsgerät zum Stimulieren eines Objektes mittels
Übertragen von durch das Stimulationsgerät erzeugten Bewegungen, insbesondere eine
Bewegungsvorrichtung zum Anregen der körpereigenen Therapiefunktionen eines Lebewesens,
zumindest umfassend eine zum Zusammenwirken mit der Auflageeinrichtung ausgebildete
Bewegungseinheit mit einer Auflagefläche, mittels der die erzeugten Bewegungen auf
an die Bewegungseinheit angrenzende Objekte übertragen werden, und mindestens eine
mit der Bewegungseinheit gekoppelte Antriebseinheit zum Erzeugen der Bewegung, wobei
die Antriebseinheit im Betrieb die Bewegungseinheit exzentrisch rotiert und die Bewegungseinheit
in der Ruhe auf mindestens einem Stützelement aufliegt und sich bei einer durch die
Antriebseinheit veranlassten Rotation im Betrieb zumindest zeitweise von dem Stützelement
abhebt, sodass eine dreidimensionale Taumel- und/oder Wirbelbewegung realisiert ist.
Die Bewegungseinheit ist dabei zum Zusammenwirken mit der Auflagevorrichtung ausgebildet.
Die Taumel- und/oder Wirbelbewegung ist derart ausgebildet, dass bei einer in einem
auf der Bewegungseinheit befindlichen Behälter vorgesehenen Flüssigkeit im Betrieb
ein Wirbel oder Strudel in der Flüssigkeit entsteht.
[0008] Bei dem erfindungsgemäßen neurophysiologischen Stimulationsgerät zum Stimulieren
eines Objektes mittels Übertragen von durch das Stimulationsgerät erzeugten Bewegungen,
insbesondere eine Bewegungsvorrichtung zum Anregen der körpereigenen Therapiefunktionen
eines Lebewesens, zumindest umfassend eine Bewegungseinheit mit einer Auflagefläche,
mittels der die erzeugten Bewegungen auf an die Bewegungseinheit angrenzende Objekte
übertragen werden, und mindestens eine mit der Bewegungseinheit gekoppelte Antriebseinheit
zum Erzeugen der Bewegung, ist vorgesehen, dass die Antriebseinheit als Taumel- und/oder
Wirbeleinheit ausgebildet ist, welche eine Taumel- und/oder Wirbelbewegung erzeugt,
wobei eine Aufnahme und/oder Auflage für eine vorstehend beschriebene Auflagevorrichtung
vorgesehen ist. Das Erzeugen der Taumel- und/oder Wirbelbewegung lässt sich beispielsweise
dadurch erkennen, dass ein Behälter mit einer Flüssigkeit auf die Bewegungseinheit
gestellt wird und bei Betrieb sich ein Wirbel in der Flüssigkeit ausbildet.
[0009] Erfindungsgemäß ist die Bewegungseinheit als Bewegungsplatte ausgeführt. Auf der
Bewegungsplatte ist ein Objekt oder ein Benutzer wie ein Mensch oder Tier zu positionieren,
um die Bewegung der Bewegungseinheit auf dieses Objekt zu übertragen. Die Bewegungseinheit
ist bevorzugt einteilig ausgeführt. Weiter weist die Bewegungseinheit bevorzugt eine
Auflagefläche auf. Die Auflagefläche ist entsprechend der bevorzugten einteiligen
Ausführung der Bewegungseinheit einteilig, das heißt als durchgängige Auflagefläche,
insbesondere als plane oder bündige Auflagefläche, ausgeführt. Die Auflagefläche,
die auch als Auflageplatte ausgeführt ist, ist bevorzugt aus einem starren, unnachgiebigen
Material ausgebildet, beispielsweise aus Holz, Kunststoff und dergleichen. Auf der
Auflagefläche wird das jeweilige Objekt positioniert. Die Objekte grenzen somit an
die Bewegungseinheit an. Weiterhin ist eine Antriebseinheit vorgesehen, welche mit
der Bewegungseinheit gekoppelt ist und diese somit bewegt bzw. eine Bewegung erzeugt.
Diese Bewegung wird an den Menschen auf der Auflagefläche der Bewegungseinheit übertragen.
Um die übertragene Bewegung bzw. die Wirkung der Bewegung auf den Menschen zu verstärken,
ist in einer bevorzugten Ausführung auf der Auflagefläche eine vorstehend beschriebene
Auflagevorrichtung angeordnet. Dabei ist die Auflagevorrichtung mit ihrer Auflageseite
an der Auflagefläche kontaktiert, zum Beispiel lose aufgelegt oder verbunden. Die
Übertragungsseite ist zu dem auf der Auflagefläche positionierten Mensch hin ausgerichtet,
sodass der Mensch unmittelbar auf der Übertragungsseite angeordnet ist. Die Stimulationselemente
der Auflagevorrichtung stimulieren dabei den menschlichen Körper zusätzlich und verstärken
somit die Wirkung der Bewegung der Bewegungseinheit. Insbesondere ist die Schwingungsmasse
vorgesehen. Diese bewirkt ein zusätzliche Wirkungsverstärkung. Die Antriebseinheit
ist als Taumel- und/oder Wirbeleinheit ausgebildet. Die Antriebseinheit erzeugt somit
eine Taumel- und/oder Wirbelbewegung, welche auf den Menschen neurophysiologischen
Stimulation übertragen wird. Bei der Taumel- bzw. Wirbelbewegung handelt es sich vorzugsweise
um eine Bewegung, bei der die bewegten Punkte eine offene, das heißt nichtgeschlossene,
Bahn beschreiben. Beispielsweise wird eine rechts- oder linksdrehende, offene Kreisbahn
beschreiben. Unter Kreisbahn sind im Sinne der vorliegenden Erfindung auch Ellipsenbahn
oder jeder andere Form von in einer Schwingungsebene oder Bewegungsebene liegende
Bahn zu verstehen. Mit anderen Worten erfolgt die offene Kreisbewegung im Uhrzeigersinn
oder entgegen des Uhrzeigersinnes. Vorteilhafterweise ist die Richtung der Kreisbewegung
steuerbar bzw. auswählbar. Weiterhin vorteilhaft ist ein Umschalten der Drehrichtung
ausführbar. Hierdurch ist die Taumel- bzw. Wirbelbewegung entsprechend einem Standort
des Stimulationsgerätes auf der Nord- oder Südhalbkugel der anpassbar. Die Taumelbewegung
ist somit als Kreisbahn, Ellipsenbahn oder dergleichen ausgebildet, die zusätzlich
zu der Bewegung in der Ebene noch eine quer zu der Ebene verlaufende Komponente aufweist.
Die Taumel- und/oder Wirbelbewegung ist nachweisbar durch ein Behälter mit Flüssigkeit.
Dieses wird auf die Auflagefläche gestellt und bei Betrieb bildet sich in der Flüssigkeit
ein Wirbel aus. Der Nachweis ist beispielsweise leicht mit einem mit Wasser gefüllten
Wasserglas durchzuführen.
[0010] Ein durch die Drehbewegung erzeugter Wirbel (beispielsweise in dem Wasserglas) symbolisiert
eine Helix einer DNS (Desoxyribonukleinsäure) des Menschen. Vorteilhafterweise wird
durch den erzeugten Wirbel die DNS-Struktur nachgebildet bzw. nachgeahmt. Entsprechend
bevorzugt wird der Wirbel rechtsdrehend erzeugt. Dabei erfolgt die Bewegung aus einer
horizontalen Ebene hinaus, das heißt nicht als horizontale Schwingung. Die Bahn eines
Punktes nach einer Umdrehung oder mehreren Umdrehungen, welche dieser beschreibt,
ist somit nicht geschlossen. Bei der Taumel- und/oder Wirbelbewegung wird vorzugsweise
auf eine separate Hubbewegung eines Aktuators verzichtet, das heißt, die von der Antriebseinheit
bewegte einteilige Bewegungseinheit führt keine Hubbewegung über einen entsprechenden
Aktuator aus. Vielmehr ist ein rotatorischer Antrieb vorgesehen. Dieser rotiert eine
exzentrisch sitzende Welle oder einen exzentrischen Zapfen der Auflagefläche oder
Auflageplatte. Eine Hubbewegung des Zapfens bzw. der Welle ist nicht vorgesehen. An
dem Rand der Auflagefläche bzw. der Auflageplatte sind Stützelemente vorgesehen, die
benachbart zu der Auflageplatte sind. Bei einer Rotation der Auflageplatte entlang
der Stützelemente kommt es zu Kontakten zwischen der Auflageplatte und der Stützelemente,
wodurch eine Schwingung der Auflageplatte in eine Richtung zu der durch den rotatorischen
Antrieb erzeugten Kreisbahn kommt. Auf diese Weise wird eine dreidimensionale Kreisbahn
oder eine offene Kreisbahn, das heißt die Taumel- und/oder Wirbelbewegung realisiert.
Die Stützelemente sind in einer Ausführungsform unterschiedlich weit von dem Rand
bzw. einer Oberfläche der Auflageplatte entfernt, sodass die Taumelbewegung hierdurch
einstellbar ist.
[0011] Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass bei einer Auflagevorrichtung
zum Auflegen auf ein neurophysiologisches Stimulationsgerät, insbesondere auf eine
Bewegungsplatte, zum Übertragen von durch das System erzeugten Bewegungen, zumindest
umfassend eine Auflageseite zum Auflegen der Auflagevorrichtung auf das Stimulationsgerät,
und eine Übertragungsseite zum Übertragen und/oder Weiterleiten der über die Auflageseite
aufgenommenen Bewegungen, vorgesehen ist, dass die Auflagevorrichtung als passive
Auflagevorrichtung ausgebildet ist, die matten- und/oder plattenförmig ausgebildet
ist, wobei die Übertragungsseite mindestens ein zumindest teilweise vorstehendes Stimulationselement
aufweist, welches zum Übertragen der Bewegungen und somit zur neurophysiologischen
Stimulation geeignet ist. Unter neurophysiologischer Stimulation wird ihm Rahmen dieser
Patentanmeldung allgemein eine Stimulation der Körperfunktionen auf ein Lebewesen
wie einen Menschen oder ein Tier verstanden. Eine detaillierte Beschreibung dieser
Stimulation folgt. Die Spezifizierung Mensch wird hierbei bevorzugt verwendet, allerdings
ist diese Erfindung auf ein Tier, beispielsweise einen Hund, gleichwertig anwendbar.
Dabei wird die Bewegung in Form einer Schwingungsbewegung, bevorzugt in Form einer
Wirbel- und/oder Taumelbewegung, erzeugt und auf das Lebewesen übertragen. Eine detaillierte
Beschreibung der Schwingung folgt ebenfalls.
[0012] Die Auflagevorrichtung umfasst erfindungsgemäß eine Auflageseite und eine Übertragungsseite.
Die beiden Seiten der Auflagevorrichtung sind vorteilhafterweise jeweils einteilig,
in anderen Ausführungen jedoch mehrteilig ausgebildet. Entsprechend ist die Auflagevorrichtung
einteilig oder mehrteilig ausgebildet. Um eine Herstellung der Auflagevorrichtung
zu vereinfachen, ist diese mehrteilig ausgeführt. In einer bevorzugten Ausführung
ist die Auflagevorrichtung als matten- bzw. deckenartige Auflagevorrichtung, das heißt
als Auflagematte bzw. Auflagedecke, ausgeführt. Entsprechend sind die Auflageseite
und die Übertragungsseite vorteilhafterweise als gegenüberliegende Seiten ausgebildet.
Eine Ausführung sieht vor, dass die Auflage- und die Übertragungsseite einteilig,
das heißt, integriert miteinander, ausgebildet sind. In anderen Ausführungen sind
diese beiden Seiten separat voneinander, das heißt mehrteilig, ausgebildet und beispielsweise
lediglich in einem Randbereich miteinander verbunden, wie vernäht, verschweißt und/oder
verklebt. Die Auflagevorrichtung umfasst den plattenförmigen Basiskörper. Dieser ist
bevorzugt quaderförmig ausgebildet. In einer Ausführungsform ist der Basiskörper als
Aluminiumplatte ausgebildet, beispielsweise mit eloxiertem Aluminium. Die Auflageseite
und die Übertragungsseite sind beabstandet voneinander auf gegenüberliegenden Seiten,
insbesondere der Großseiten, angeordnet. Dazwischen ist der Basiskörper in einer Ausführungsform
massiv, das heißt ohne Hohlkammern oder dergleichen ausgebildet. In einer anderen
Ausführungsform ist die Auflagevorrichtung mit mindestens einer Hohlkammer, bevorzugt
mit mehreren Hohlkammern ausgebildet. Die Hohlkammern sind in einer Ausführungsform
mit Schwingungsmasse gefüllt. In einer Ausführungsform ist die Schwingungsmasse als
Kristalle, Quarze oder dergleichen ausgebildet. In einer anderen Ausführungsform ist
anderes körniges Material ausgebildet. Vorzugsweise ist die Schwingungsmasse aus festen
Materialien ausgebildet. In anderen Ausführungsformen ist die Schwingungsmasse als
flüssiges Material ausgebildet. In noch anderen Ausführungsformen ist die Schwingungsmasse
in unterschiedlichen Hohlkammern unterschiedlich ausgebildet, beispielsweise unterschiedliche
gekörnt, in unterschiedlichen Mengen, in unterschiedlichen Aggregatzuständen und ähnlich
unterschiedlich ausgebildet. In einer bevorzugen Ausführungsform sind alle Hohlkammern
mit der gleichen Schwingungsmasse ausgebildet. Die Hohlkammern sind beispielsweise
als Sackbohrungen in dem Basiskörper ausgebildet, welche mittels einer Deckelplatte
verschlossen sind. Die Hohlkammern sind bevorzugt nicht komplett, sondern nur zu einem
Bruchteil, beispielsweise zu 10, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90 oder einem anderen
Bruchteil Volumenprozent ausgefüllt. Die Kammern sind vorzugsweise quaderförmig. Die
Auflagevorrichtung selbst ist nicht angetrieben und somit passiv ausgeführt.
[0013] Eine Ausführungsform sieht vor, dass das mindestens eine Stimulationselement aus
einem im Wesentlichen unnachgiebigen Material ausgebildet ist. Das Material ist beispielsweise
eine Duroplast, ein Holz, Metall, Stahl, ein Quarz oder dergleichen.
[0014] Bevorzugt dient die Auflageseite zum Auflegen der Auflagevorrichtung auf das Stimulationsgerät.
Die Auflageseite ist bevorzugt plan oder bündig ausgebildet. Ebenfalls bevorzugt dient
die Übertragungsseite zum Übertragen und/oder Weiterleiten der über die Auflageseite
aufgenommenen Bewegungen an den Menschen. Zum Übertragen wird der Mensch bevorzugt
auf der Übertragungsseite angeordnet, beispielsweise stehend, kniend und/oder liegend
oder lediglich mit den jeweiligen, bevorzugt zu stimulierenden Körperteilen auf der
Übertragungsseite abstützend. Entsprechend fungiert die Übertragungsseite bevorzugt
als obere Seite der Auflagevorrichtung und die Auflageseite als untere Seite. Als
Material für die Auflagevorrichtung bzw. deren Seiten eignet sich bevorzugt ein robustes,
unempfindliches Material, welches vorteilhafterweise abwaschbar, reißfest, wasserfest
und/oder rutschsicher ist, beispielsweise Polyester, Baumwolle, insbesondere beschichtete
und/oder imprägnierte Baumwolle, Materialgemische, Viskose etc. Vorzugsweise weist
zumindest die Auflageseite eine Gummibeschichtung auf, um ein Wegrutschen der Auflagevorrichtung
von dem Stimulationsgerät zu verhindern. Bevorzugt ist das Material als nichtnachgiebiges
Material ausgebildet, sodass keine oder nur einen unwesentliche Verformung bei einer
Belastung bis 200 kg eintritt.
[0015] Erfindungsgemäß weist die Übertragungsseite mindestens ein vorstehendes bzw. abstehendes
Stimulationselement auf. Dabei bewirkt das mindestens eine Stimulationselement ein
Übertragen der Bewegungen des Stimulationsgerätes auf den Menschen zur neurophysiologischen
Stimulation. Bevorzugt sind mehr als ein Stimulationselement, zum Beispiel zwei, drei
oder vier Stimulationselemente, ausgeführt. Weiter bevorzugt ist eine Vielzahl von
Stimulationselementen auf der Übertragungsseite ausgeführt. Die Stimulationselemente
sind vorteilhafterweise mit der Übertragungsseite verbunden, beispielsweise verklebt,
verschweißt und/oder vernäht. In einer Ausführung sind die Stimulationselemente mit
der Übertragungsseite einzeln verbunden, in anderen Ausführungen sind die Stimulationselemente
zu mehreren, das heißt in Gruppen, mit der Übertragungsseite verbunden. Mehrere Stimulationselemente
sind in einer Ausführungsform über ein Verbindungsteil miteinander verbunden. Dabei
sind die Stimulationselemente in einer Ausführungsform lösbar, in einer anderen Ausführungsform
unlösbar mit dem Verbindungsteil verbunden. Das Verbindungsteil ist beispielsweise
als Verbindungsplatte ausgebildet. Über das Verbindungsteil sind die Stimulationselemente
mit der Auflageseite verbunden. In einer Ausführungsform sind mehrere Stimulationselemente
über mehrere Verbindungsteile mit der Auflageseite verbunden.
[0016] Die Stimulationselemente stehen vorteilhafterweise mit einer Höhe von bis zu 30mm,
bevorzugt von bis zu 20mm und weiter bevorzugt von bis zu 10mm und am meisten bevorzugt
von bis zu 5mm von der Übertragungsseite ab. Dabei ist in einer Ausführung vorgesehen,
dass die Stimulationselemente als sich von der Übertragungsseite weg verjüngende Stimulationselemente
ausgebildet sind. Die sich verjüngenden Stimulationselemente weisen bevorzugt eine
Form, ausgewählt aus der Gruppe umfassend Kegel, Pyramide, Zylinder, Kegelstumpf,
Pyramidenstumpf etc. auf. Diese Formen sind entsprechend an ihrem von der Übertragungsseite
weg orientierten Ende schmaler bzw. kleiner ausgebildet als an ihrem mit der Übertragungsseite
verbundenen Ende. Bevorzugt werden Formen mit einer nicht eckigen, also zum Beispiel
runden, Form für die Übertragungselemente ausgewählt, zum Beispiel ein Kegelstumpf.
Beispielsweise beträgt die Breite bzw. der Durchmesser eines Kegelstumpfes an seinem
unteren, zur Übertragungsseite gerichteten Ende bis zu 30mm, bevorzugt bis zu 20mm
und weiter bevorzugt bis zu 10mm und am meisten bevorzugt bis zu 5mm. Die Breite eines
Kegelstumpfes an seinem entgegengesetzten Ende beträgt beispielsweise bis zu 10mm,
bevorzugt bis zu 50mm und weiter bevorzugt bis zu 2,5mm und am meisten bevorzugt von
bis zu 1,5mm. Ein Abstand zwischen zwei oberen Bereichen zweier benachbarter Kegelstümpfe
entspricht beispielsweise der Breite eines Kegelstumpfes. Vorteilhafterweise sind
die verwendeten Stimulationselemente jeweils einheitlich ausgeführt. Eine Ausführung
sieht vor, dass die Stimulationselemente als Noppen ausgebildet sind.
[0017] Vorteilhafterweise sind die Stimulationselemente bis zu einem Gewicht von 200kg bzw.
einer Kraft von bis zu 2kN belastbar ohne sich plastisch bzw. reversibel zu verformen.
Dadurch ist gewährleistet, dass die Auflagevorrichtung bzw. deren Stimulationselemente
auf der oberen Seite die Belastung einer auf der Auflagevorrichtung angeordneten Person
standhalten, ohne Schaden zu nehmen. In einer Ausführung sind die Stimulationselemente
unter Belastung elastisch verformbar, wobei eine Verformstrecke dieser Verformung
möglichst gering ist. Hierfür eignen sich bevorzugt Materialien, ausgewählt aus der
Gruppe umfassend: Kunststoff, bevorzugt Hartplastik, Metall, Holz, Keramik etc. In
einer bevorzugten Ausführung sind die Stimulationselemente aus einem medizinischen
Kunststoff wie Polyethylen, Polystyrol, Polyvinylchlorid, Polypropylen und/oder Ethylenvinylacetat
ausgebildet. Als weitere geeignete Werkstoffe sind Steine, Edelsteine, Kristalle und
dergleichen, insbesondere Turmalin, verwendbar. Bei der Herstellung wird beispielsweise
ein Granulat verwendet, welches Kunststoff, Stein und/oder Keramik umfassen kann.
In einer Ausführung wird das Granulat verflüssigt und in eine entsprechende Form gespritzt.
[0018] Die Auflageseite ist nicht direkt mit einer Antriebseinheit verbunden. Somit ist
die Auflageeinrichtung als passive Auflageeinrichtung ausgebildet. Die Auflageeinrichtung
liegt in einer Ausführungsform auf einer Platte einem Stimulationsgerät auf. Dabei
weist das Stimulationsgerät eine Bewegungseinheit mit einer Auflagefläche auf. Die
Bewegungseinheit wird über einen entsprechenden Antrieb bewegt. Diese bewegt die Auflagefläche.
Die passive Auflageeinrichtung liegt auf der Auflagefläche auf und bewegt in der Auflageebene
nicht relativ zu der Auflagefläche. Somit ist die Auflageeinrichtung ortsfest zu der
Auflagefläche angeordnet und macht die Schwingungsbewegung der Auflagefläche so mit.
Die Schwingungsmasse der Auflageeinrichtung fungiert als Schwingungsverstärker, ebenso
wie die Stimulationselemente.
[0019] In einer weiteren Ausführung ist vorgesehen, dass ein Stimulationselement oder mehrere
Stimulationselemente Funktionseinheiten aufweisen. Eine Funktionseinheit umfasst beispielsweise
mindestens einen Signalgeber. Der Signalgeber ist in einer Ausführungsform als Akustiksignalgeber
ausgebildet. In einer anderen Ausführungsform ist der Signalgeber als Optiksignalgeber
ausgebildet. Andere Ausführungen sehen einen Wärmegeber, beispielsweise eine Infraroteinheit,
vor. Alternativ ist mindestens eine die Funktionseinheit in einer Bewegungseinheit
ausgebildet, wobei derartige Funktionseinheiten zusätzlich einer weiteren Stimulation
dienen. In einer Ausführungsform ist eine Funktionseinheit als Beleuchtung ausgebildet.
Die Funktionseinheit wird in einer Ausführungsform von einer mit dieser gekoppelten
Steuereinheit angesteuert. Auf diese Weise ist eine unterschiedliche Beleuchtung realisiert,
beispielsweise hinsichtlich einer farbigen Beleuchtung.
[0020] In einer Ausführung der erfindungsgemäßen Auflagevorrichtung ist vorgesehen, dass
mehrere, in mindestens einer Struktureinheit angeordnete Stimulationselemente vorgesehen
sind, um eine Übertragung zu optimieren. Vorteilhafterweise ist mehr als eine Struktureinheit,
zum Beispiel sind zwei, drei oder vier Struktureinheiten, vorgesehen. Eine bevorzugte
Ausführung sieht die Anordnung der Stimulationselemente in mehreren bzw. einer Vielzahl
von Struktureinheiten vor. Eine Struktureinheit umfasst bevorzugt mehrere Stimulationselemente,
bevorzugt mindestens drei Stimulationselemente, weiter bevorzugt eine Vielzahl von
Stimulationselementen. Die Stimulationselemente sind vorteilhafterweise in einem geometrischen
Muster und/oder Anordnung in der Struktureinheit angeordnet. Dabei weisen die Struktureinheiten
bevorzugt eine runde, ovale, wabenförmige, eckige, insbesondere rechteckige, Form
auf. Die Anordnung der Stimulationselemente in der Form einer Struktureinheit erfolgt
in einer Ausführung konzentrisch, beispielsweis ein konzentrischen Kreisen oder Rechtecken.
In anderen Ausführungen erfolgt diese Anordnung gewinde- bzw. spiralförmig. In einer
Ausführungsform sind die Stimulationselemente voneinander beabstandet, das heißt als
separate Stimulationselemente ausgebildet. Die beabstandeten Stimulationselemente
sind in einer Ausführungsform über ein gemeinsames Verbindungsteil miteinander verbunden,
beispielsweise zu Struktureinheiten. In einer Ausführungsform sind die Struktureinheiten
beabstandet voneinander angeordnet. In einer weiteren Ausführungsform sind die Struktureinheiten
lösbar oder unlösbar mit weiteren Bauteilen verbindbar.
[0021] Eine Ausführung der Struktureinheiten sieht vor, dass die Stimulationselemente einer
Struktureinheit miteinander verbunden sind. Diese Verbindung erfolgt beispielsweise
mittels eines gemeinsamen Verbindungsteils, beispielsweise eines tellerförmigen Unterbodens,
welcher zum einen die Verbindung zu der Übertragungsseite gewährleistet und zum anderen
die Stimulationselemente miteinander verbindet. Der Unterboden weist in einer Ausführung
eine Dicke von bis zu 20mm, bevorzugt bis zu 10mm und weiter bevorzugt bis zu 5mm
auf. Die Größe eines Unterbodens, das heißt bevorzugt der Durchmesser eines Unterbodens,
entspricht der Größe einer Struktureinheit bzw. mindestens der Summe aller zu der
Struktureinheit zusammengefassten Stimulationselementen. Bei einer runden Struktureinheit
beträgt der Durchmesser beispielsweise zwischen 10mm und 50mm, bevorzugt zwischen
20mm und 40mm und weiter bevorzugt zwischen 25mm und 35mm. Das Material des Unterbodens
ist in einer Ausführung gleich zu dem Material der Stimulationselemente ausgeführt.
Entsprechend sieht eine Ausführung vor, dass eine Struktureinheit bzw. die Stimulationselemente
einer Struktureinheit einteilig, das heißt ineinander integriert, ausgebildet sind.
Vorteilhafterweise ist bei den in einer Struktureinheit angeordneten Stimulationselementen
die Belastbarkeit einer Struktureinheit größer als die eines einzelnen Stimulationselementes.
[0022] In noch einer Ausführung der erfindungsgemäßen Auflagevorrichtung ist vorgesehen,
dass mehrere Struktureinheiten in einem Übertragungsmuster angeordnet sind. Vorteilhafterweise
ist das Übertragungsmuster ein geometrisches Muster wie eine Matrix, ein Gitter, Zufallsanordnung
oder dergleichen. Dabei sind die Struktureinheiten bevorzugt jeweils mit einem regelmäßigen,
weiter bevorzugt einem gleichen, Abstand zueinander angeordnet. Der Abstand zwischen
zwei Struktureinheiten eines Übertragungsmusters beträgt beispielsweise zwischen 5mm
und 60mm, bevorzugt zwischen 10mm und 50mm, weiter bevorzugt zwischen 20mm und 40mm
und am meisten bevorzugt ungefähr 30mm. Vorteilhafterweise ist das Übertragungsmuster
derart ausgebildet, dass eine Stimulation und Bewegungsübertragung möglichst großflächig
erfolgt.
[0023] Mehrere Struktureinheiten sind beispielsweise über ein flexibles Element wie eine
Matte oder dergleichen miteinander verbunden. Vorteilhafterweise ist die Auflagevorrichtung
als Matte ausgebildet. Die Matte ist an einer Seite bevorzugt als Antirutschmatte
ausgebildet. Bevorzugt ist die Matte als elastisches und/oder viskoeleastisches Element
ausgebildet. Die Matte kann auch als Matratze oder dergleichen ausgebildet sein. Bei
einer Belastung verformt sich die Matte entsprechend. Auf diese Weise ist sichergestellt,
dass ein optimierter Kontakt zu einem Benutzer hergestellt ist.
[0024] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Auflagevorrichtung mindestens eine
Hohlkammer aufweist, wobei in mindestens einer Hohlkammer eine Schwingungsmasse vorgesehen
ist. Die Schwingungsmasse ist insbesondere eine körnige oder granulatartige Schwingungsmasse,
beispielsweise aus einem Granulat. Das Granulat ist beispielsweise ein Quarzgranulat.
[0025] Bevorzugt wird durch die Antriebseinheit in einer Ausführung eine dreidimensionale
Schwingung mit einer Frequenz von 50-100Hz, bevorzugt 55-90Hz, weiter bevorzugt 60-80Hz
und am meisten bevorzugt 65-75Hz, insbesondere mit einer Schumann-frequenz, umfasst.
Die erzeugte Schwingung ist bevorzugt nichtsinusförmig, sondern andersartig harmonisch.
Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass die erzeugte Frequenz eine Schumann-Frequenz
ist. Unter Schumann-Frequenz wird eine Resonanzfrequenz des menschlichen Körpers verstanden,
bei der der Körper beginnt, mitzuschwingen. Dadurch können die Schwingungen nicht
nur in den Körper eindringen, sondern sich dabei noch verstärken, wodurch es zur Ausbildung
einer stehenden Schwingung im Körper kommt.
[0026] In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen neurophysiologischen Stimulationsgerätes
ist vorgesehen, dass die Antriebseinheit als exzentrische Antriebseinheit ausgebildet
ist. Vorteilhafterweise weist die exzentrische Antriebseinheit einen mit der Bewegungseinheit
verbundenen exzentrischen (Exzenter-)Zapfen auf, der mit einem Aktuator gekoppelt
ist, welcher wiederum die Taumel- und/oder Wirbelbewegung bewirkt, ohne eine Hubbewegung
zu erzeugen. Eine weitere Ausführung sieht vor, dass die Antriebseinheit in einem
topfförmigen Gehäuse, welches durch die als Deckel fungierende Bewegungseinheit verschlossen
ist, angeordnet ist. Das Stimulationsgerät umfasst bevorzugt noch eine Stromversorgung.
Dabei sieht eine Ausführung des Stimulationsgerätes vor, dass dieses als mobile Einheit
ausgebildet ist. Vorteilhafterweise weist ein mobiles Stimulationsgerät ein Netzteil
in Form eines Akkus oder dergleichen auf. Eine Lagerung der Bewegungseinheit erfolgt
mit einem Lager, das für eine Taumelbewegung ausgebildet ist. Hierzu sind entsprechende
Freiheitsgrade für eine Taumelbewegung vorzusehen. Dabei erfordert die Taumelbewegung
eine Lagerung mit drei Freiheitsgraden.
[0027] Die Taumelbewegung wird bevorzugt wie folgt beschrieben realisiert. Die Bewegungseinheit
ist außermittig mit einem Antrieb verbunden, der die Bewegungseinheit exzentrisch
rotieren lässt. Der Antrieb selbst umfasst einen Aktuator, der über einen Zahnriemen
mit einem Exzenterzapfen gekoppelt ist. Über den Exzenterzapfen wird die Bewegungseinheit
angetrieben. Im Ruhezustand, das heißt bei nicht betätigtem Aktuator, liegt die Bewegungseinheit
auf Stützen auf. Die Bewegungseinheit ist folglich auf den Stützen oder Stützelementen
gelagert. Vorteilhafterweise sind mindestens zwei Stützen bzw. Lagerungen vorgesehen,
bevorzugt mehrere Stützen. Die Stützen sind bevorzugt voneinander beabstandet entlang
eines Randes der Bewegungsplatte verteilt angeordnet. Zur Realisierung der Lagerung
auf den Stützen sind diese bevorzugt an einem Ende mit einer Grundplatte fest verbunden.
An dem der Bewegungseinheit zugewandten Ende weisen die Stützen ein elastisches bzw.
verformbares Endstück auf, beispielsweise in Form eines Schwingungsdämpfers. Die Stützen
sind dabei zumindest teilweise unterschiedlich lang ausgebildet. In einer Ausführungsform
sind die Stützen höhen- bzw. längenverstellbar. Weiterhin sind die Stützen beispielsweise
unterschiedlich geneigt bzw. gekippt angeordnet. Dabei ist die Höhe-, Länge- und/oder
Neigung der Stützen vorteilhafterweise über einen entsprechenden Regler aktiv einstellbar
bzw. ansteuerbar. Beispielsweise ist die Neigung der Stützen sowohl vor einem Betrieb
als auch während eines Betriebs des Stimulationsgerätes einstellbar. Wird nun der
Aktuator betätigt und eine exzentrische Rotationsbewegung realisiert, so schwingt
die Bewegungseinheit sich auf. Das heißt, die Bewegungseinheit kontaktiert nicht mehr
alle Stützen gleichzeitig, sondern wird aufgrund der unterschiedlichen Längen der
Stützen, der Nachgiebigkeit der Gummielemente und der exzentrischen Rotation in eine
dreidimensionale Schwingung versetzt, sodass eine Taumelbewegung realisiert ist. Die
Taumelbewegung lässt sich insbesondere über die Länge der Stützen einstellen. Durch
die verschiedenen Neigungen der Stützen wird ebenfalls ein Aufschwingen der Bewegungseinheit
realisiert. Vorteilhafterweise erfolgt bei der Bewegung eine Überlagerung der Rotation
und der Taumelbewegung.
[0028] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist eine Höhenverstellung vorgesehen.
Die Höhenverstellung ist mit der Bewegungseinheit gekoppelt und fest zu der Bodenplatte
ausgebildet. Über die Höhenverstellung ist die Bewegungseinheit in unterschiedlichen
Höhen zu der Bodenplatte anordnenbar. Auf diese Weise ist eine Taumelbewegung in unterschiedlichen
Höhen realisierbar. Die Höhenverstellung ist beliebig ausführbar, beispielsweise hydraulisch
oder pneumatisch, mechanisch und/oder elektrisch. Dabei wird insbesondere die Bewegungseinheit
relativ zu der Bodenplatte bewegt. In anderen Ausführungsformen sind auch die Antriebsbauteile
und/oder die Stützen entsprechend verstellbar. Bevorzugt ist unter der Bodenplatte
eine Höhenverstellung vorgesehen. Über diese ist das Stimulationsgerät auf einfache
Weise höhenverstellbar. Dabei weist die Höhenverstellung bevorzugt eine Arretierung
auf, welche die Bodenplatte in einer vorbestimmten Höhe arretiert. Sicherheitsknopf
gegen unbeabsichtigtes Lösen etc.
[0029] Das Stimulationsgerät weist in einer noch weiteren Ausführungsform ein Steuergerät
auf, über welches Frequenzen und/oder weitere Funktionen steuerbar sind. In einer
Ausführungsform weist das Steuergerät einen Frequenzregulierer auf. Über diesen ist
die Frequenz der Bodenplatte einstellbar. In einer weiteren Ausführungsform weist
das Steuergerät eine Optiksteuerung und/oder Akustiksteuerung auf, über welche entsprechende
Funktionseinheiten ansteuerbar sind. In noch einer anderen Ausführungsform weist das
Steuergerät einen Zeitschalter oder dergleichen auf. Weitere Funktionseinheiten wie
Akustik- und/oder Optiksignalgeber sind an dem Stimulationsgerät angebracht. Beispielsweise
weist das Steuergerät noch eine Recheneinheit mit Computerprogrammen und/oder Computerprogrammprodukte
zum Ablaufen verschiedene Programme, beispielsweise in Form von individuellen Trainingseinheiten
auf.
[0030] Entsprechend ist in einer Ausführungsform vorgesehen, dass die Bewegungseinheit über
die exzentrische Antriebseinheit im Betrieb in eine kreisbahnförmige oder ebene Bewegung
versetzt ist und Stützelemente am Rand der Bewegungseinheit oder der Auflagefläche
vorgesehen sind, die im Betrieb die Bewegungseinheit alternierend kontaktieren und
nicht kontaktieren, sodass die kreisbahnförmige Bewegung hierdurch eine weitere Bewegungsrichtung
quer zu einer Kreisbahn aufweist und so die dreidimensionale Schwingung realisiert
ist. Somit ist die offene Kreisbahn realisiert, das heißt eine Kreisbahn oder Ebenenbahn,
die sich nach Durchlauf einer vollständigen Rotation um 360° um die Rotationsachse
nicht in dem Ausgangszustand vor der Rotation befindet, sondern mindestens ein Punkt
der Bewegungseinheit in zumindest einer Dimension eine andere Position einnimmt.
[0031] Das erfindungsgemäße Stimulationsgerät ermöglicht ein Verfahren zum Übertragen einer
Schwingung auf ein Objekt oder zum neurophysiologischen Stimulieren eines Objektes
mittels Übertragen von durch ein vorstehend beschriebenes Stimulationsgerät erzeugten
Bewegungen, umfassend die folgenden Schritte: Erzeugen einer Bewegung und Übertragen
der Bewegung auf das Objekt, bei dem vorgesehen ist, dass die Bewegung als Wirbel-
und/oder Taumelbewegung erzeugt und verstärkt übertragen wird. Dabei wird das Übertragen
der Bewegung in einer bevorzugten Ausführung mittels einer erfindungsgemäßen, wie
vorstehend beschriebenen Auflagevorrichtung verstärkt. Unter einer Verstärkung wird
im Rahmen dieser Patentanmeldung auch eine Intensivierung der Auswirkungen der übertragenen
Bewegung auf den Körper als Zusatzeffekt verstanden.
[0032] Das vorstehend beschriebene Stimulationsgerät kann als neurophysiologisches Stimulationsgerät
zum Stimulieren von Körperfunktionen eines Lebewesens, insbesondere zur Verwendung
in den Bereichen Sport, Reha, Therapie, schnelle Regeneration, Energiegewinnung, Training,
Hyperaktivität, Hautstraffung, Geweberegeneration verwendet werden. Bevorzugte Anwendungsgebiete
des erfindungsgemäßen Stimulationsgerätes sind demnach: Arthrose, Arthritis (Gelenkentzündung),
Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps), Burnout-Syndrom, Cellulite, Durchblutungsstörung,
Entspannungsprobleme, Gelenkschmerzen, Hexenschuss, Ischias-Schmerzen (Ischialgie),
Kopfschmerzen (Cephalgie), Krampfadern (Varizen), LWS-Syndrom, Lymphstau (Lymphödem),
Libido-Verlust, Morbus Bechterew (auch Spondylitis ankylosans), (Nacken-)Verspannungen,
Nervosität, Osteoporose, Parkinson, Verdauungsprobleme, Rheuma, Rückenschmerzen, Schlafstörung,
Stress, Übergewicht und Inkontinenz.
[0033] Insgesamt hat eine neurophysiologische Stimulation mittels eines Stimulationsgerätes
in Verbindung mit einer Auflagevorrichtung die im Folgenden beschriebenen, vorteilhaften
Auswirkungen auf die menschliche Psyche und Physis:
Das erfindungsgemäße Stimulationsgerät stellt ein biodynamisches Energiesystem dar,
welches die natürlichen Bewegungsabläufe im menschlichen Körper, ohne Einsatz von
Reizstrom und/oder chemischen Substanzen, imitiert. Bei dem Stimulationsgerät wird
keine unnatürliche "harte" Bewegung erzeugt, wie sie bei den meisten herkömmlichen
Vibrationsplatten entsteht. Die abgestimmten, dreidimensionalen, rhythmischen und
vibrationsfreien Schwingungsimpulse des Stimulationsgerätes auf Basis der Schumann-Resonanz-Frequenz,
wirken vorteilhafterweise ganzheitlich auf physischer und psychischer Ebene. Die Bedeutung
der Schumann-Resonanz-Frequenz als elektromagnetische Eigenfrequenz der Erde für den
Organismus des Menschen ist bekannt. Dabei wird durch das spezifische, rechtsdrehende
Schwingungsmuster des Stimulationsgerätes das Knochengerüst sowie der Körper selbst
aufgerichtet, geordnet und rhythmisiert. Die dabei auf den Körper übertragene Schwingung
wirkt ganzheitlich und vielseitig. Als Einsatzgebiete des Stimulationsgerätes gelten
die Bereiche Gesundheit, Kräftigung, Beweglichkeit, Massage und Entspannung sowie
Prävention, Rehabilitation, Therapie, Leistungssport und Schönheitspflege.
[0034] Nach Aussagen des Erfinders sind die durch die Stimulation und Bewegungsübertragung
mittels des erfindungsgemäßen Stimulationsgerätes im menschlichen Körper erzielten
Effekte:
- Verbesserung der lokalen und allgemeinen Beweglichkeit und der muskulären Koordination,
- Steigerung der Muskelkraft und Leistungsfähigkeit,
- Aktivierung der Blutzirkulation und Stoffwechselvorgänge,
- Lösung von schmerzhaften Blockierungen und Muskelverspannungen,
- Besserung der allgemeinen Leistungsfähigkeit,
- Stärkung der Abwehrkräfte,
- Abklingen von Rückenschmerzen und Gelenkschmerzen,
- Reduzierung von Stress und Schlaflosigkeit,
- Gewichtsverlust durch Aktivierung der Muskelmasse und Erhöhung des Kalorienverbrauchs,
- mentale und körperliche Fitness.
[0035] Zur Bewegungs- und Schwingungsübertragung von dem Stimulationsgerät gibt es diverse
Ausführungen, wie sich ein Mensch vorteilhafterweise auf der Bewegungseinheit positioniert.
Die jeweiligen Positionen sind abhängig von den zu stimulierenden Körperregionen bzw.
den Beschwerden und des jeweiligen Anwendungsgebietes. Beispielsweise steht, liegt
oder sitzt der Mensch auf der Bewegungseinheit. Alternativ können beispielsweise gezielt
die Ellenbogen, Schultern, Hände, der Oberkörper oder die Füße auf der Bewegungseinheit
positioniert werden. Hierbei erfolgt durch die einteilige Bewegungseinheit eine ganzheitliche
Bewegungsübertragung auf den Mensch, beispielsweise werden beide auf der Bewegungseinheit
positionierten Arme gemeinsam und gleichförmig bewegt. Zur Verstärkung der übertragenen
Bewegung bzw. zur zusätzlichen Stimulation wird erfindungsgemäß die Auflagevorrichtung
auf der Bewegungseinheit angeordnet, sodass der Mensch direkt auf der Übertragungsseite
der Auflageeinheit steht, sitzt oder liegt. Bei einem zu therapierenden Tier, zum
Beispiel einem Hund, einer Katze oder einem Pferd, erfolgt das Positionieren auf der
Bewegungseinheit in abgewandelter Form. Hier ist jedoch allgemein auch ein Sitzen,
Stehen und Liegen ausführbar.
[0036] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Für gleiche oder ähnliche Bauteile oder Merkmale werden dabei einheitliche
Bezugszeichen verwendet. Merkmale oder Bauteile verschiedener Ausführungsformen können
kombiniert werden, um so weitere Ausführungsformen zu erhalten. Sämtliche aus den
Ansprüchen der Beschreibung oder Zeichnungen hervorgehenden Merkmale und/oder Vorteile
einschließlich konstruktiver Einzelheiten, räumliche Anordnung und Verfahrensschritte,
können so für sich als auch in verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich
sein.
[0037] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Querschnittsdarstellung zweier benachbarter Stimulationselemente,
- Fig. 2a-2b
- jeweils eine schematische Draufsicht einer Struk-tureinheit in verschiedenen Ausführungen,
- Fig. 3
- eine schematische Draufsicht einer Auflagevor-richtung,
- Fig. 4
- eine schematische Querschnittdarstellung entlang eines Schnitts A-A der Auflagevorrichtung
gemäß der Fig. 3, und
- Fig. 5
- eine schematische Querschnittdarstellung eines Stimulationsgerätes mit Auflagevorrichtung
gemäß der Fig. 3 und
- Fig. 6
- eine schematische Querschnittsdarstellung eine anderen Ausführungsform einer Auflagevorrichtung
[0038] Die Fig. 1 zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung zweier benachbarter Stimulationselemente
1. Erfindungsgemäß dienen die Stimulationselemente 1 zum Übertragen von Bewegungen
und zur neurophysiologischen Stimulation. Die Stimulationselemente 1 sind zur neurophysiologischen
Stimulation jeweils in Gruppen von mehreren Stimulationselementen 1 in einer Struktureinheit
angeordnet (siehe Fig. 2a-2c). Mehrere dieser Struktureinheiten sind wiederum in einem
Übertragungsmuster auf einer Auflagevorrichtung angeordnet (siehe Fig. 3). Eine Beschreibung
der Struktureinheiten, des Übertragungsmusters und der Auflagevorrichtung folgt bei
den Fig. 2a-2c, 3 und 4. Entsprechend zeigt die Fig. 1 einen Ausschnitt aus einer
Struktureinheit mit zwei benachbarten Stimulationselementen 1.
[0039] Die Stimulationselemente 1 sind mit einem Unterboden 11 miteinander verbunden und
zusätzlich mit der hier nicht dargestellten Auflagevorrichtung verbunden, beispielsweise
verschweißt oder verklebt. In dieser Ausführung sind die Stimulationselemente 1 und
der Unterboden 11 einteilig, das heißt integriert, ausgeführt. Der Unterboden 11 weist
eine Dicke d von ca. 2mm auf. Die Stimulationselemente 1 sind in einem Abstand a
1 von ca. 2mm auf dem Unterboden 11 angeordnet.
[0040] Gemäß der Ausführung der Figur 1 sind die Stimulationselemente 1 von dem Unterboden
11 bzw. der hier nicht gezeigten Auflagevorrichtung (siehe Fig. 4) weg verjüngend
ausgebildet. Dabei weisen die Stimulationselemente 1 eine Kegelstumpfform auf. Die
Kegelstumpfform umfasst einen kegelstumpfförmigen Grundkörper 3 mit einem runden Querschnitt
und einen abgeflachten Deckelteil 4 an der dem Unterboden 11 abgewandten bzw. verjüngten
Seite des Grundkörpers 3 auf. Der Grundkörper 3 weist in dieser Ausführung eine Höhe
h
g von ca. 4mm und der Deckelteil 4 eine Höhe h
d von ca. 0,5mm auf. Insgesamt beträgt die Höhe eines kegelstumpfförmigen Stimulationselementes
1 in dieser Ausführung also ca. 4,5mm. Der Durchmesser bzw. die Breite b
g des runden Grundkörper 3 beträgt ca. 4mm und der Durchmesser bzw. die Breite b
d des Deckelteils 4 ca. 1,5mm. Als Material für die Stimulationselemente 1 und den
Unterboden 11 eignet sich beispielsweise ein Kunststoff. Die Stimulationselemente
1 sind mit einem Gewicht von ca. 200kg belastbar, ohne sich dabei zu verformen.
[0041] Die Fig. 2a-2c zeigen jeweils eine schematische Draufsicht einer Struktureinheit
10 in verschiedenen Ausführungen. In den Struktureinheiten 10 sind jeweils mehrere
bzw. eine Vielzahl von Stimulationselementen 1 zusammengefasst bzw. mittels des Unterbodens
2 miteinander verbunden. Der Unterboden 11 weist in diesen Ausführungen eine runde
Form (siehe Fig. 2a und 2b) oder eine vieleckige, das heißt wabenförmige, Form (siehe
Fig. 2c) auf. Der Durchmesser d
s der runden Struktureinheiten 10 (siehe Fig. 2a und 2b) beträgt ca. 30mm. Dabei sind
zwei benachbarte Stimulationselemente 1 mit einem Abstand von bis zu 10mm angeordnet.
Erfindungsgemäß ist die Belastbarkeit von mehreren, in einer Struktureinheit 10 angeordneten
Stimulationselementen 1 gegenüber der Belastbarkeit eines einzelnen Stimulationselementes
1 erhöht.
[0042] Die Fig. 3 und 4 zeigen eine schematische Draufsicht und eine schematische Querschnittdarstellung
einer Auflagevorrichtung 30. Die Auflagevorrichtung 30 dient zum Auflegen auf ein
neurophysiologisches Stimulationsgerät (hier der Übersicht halber nicht gezeigt),
wobei das neurophysiologische Stimulationsgerät zum Stimulieren eines Objektes, zum
Beispiel eines Menschen oder eines Tieres, mittels Übertragen von durch das Stimulationsgerät
erzeugten Bewegungen. Die übertragenen Bewegungen werden durch die Auflagevorrichtung
30 verstärkt.
[0043] Die Auflagevorrichtung 30 weist eine Auflageseite 31 zum Auflegen der Auflagevorrichtung
30 auf das Stimulationsgerät auf. Weiter weist die Auflagevorrichtung 30 eine Übertragungsseite
32 zum Übertragen und Weiterleiten der über die Auflageseite 31 aufgenommenen Bewegungen
an das Objekt auf. Gemäß der Ausführungen der Fig. 3 und 4 ist die Auflagevorrichtung
30 als matten- bzw. deckenartige Auflagevorrichtung 30 ausgeführt (siehe Fig. 4).
Die Auflageseite 31 und die Übertragungsseite 32 liegen sich somit gegenüber, wobei
in einer Gebrauchssituation die Auflageseite 31 eine untere Seite und die Übertragungsseite
32 eine obere Seite darstellt. Auf der Übertragungsseite 32 sind die sich von der
Übertragungsseite 32 weg verjüngenden und in Struktureinheiten 10 angeordneten Stimulationselemente
1 angeordnet. Mehrere Stimulationselemente 1 sind jeweils in einer Struktureinheit
10 angeordnet bzw. miteinander verbunden (siehe Fig. 2a). Die Struktureinheiten 10
sind mit der Übertragungsseite 32 verbunden, beispielsweise verklebt. Die Struktureinheiten
10, hier genau 15 Struktureinheiten 10, sind auf der Auflagevorrichtung 30 in einem
Übertragungsmuster 20 angeordnet. Das Übertragungsmuster 20 ist gemäß der Fig. 3 als
geometrisches Muster in Form von Waben ausgeführt. Dabei sorgt das Übertragungsmuster
20 für eine gleichmäßige Übertragung und Verstärkung der weitergeleiteten Bewegungen.
[0044] Die Fig. 4 zeigt einen Schnitt A-A durch die Auflagevorrichtung 30 im Bereich von
drei Struktureinheiten 10. Die Struktureinheiten 10 sind in dieser Ausführung und
in dieser Schnittebene mit einem Abstand a
s von ca. 40mm zueinander angeordnet.
[0045] Die Fig. 5 zeigt eine schematische Querschnittdarstellung eines Stimulationsgerätes
40 mit einer Auflagevorrichtung 30 gemäß der Fig. 3. Das Stimulationsgerät 40 dient
zum neurophysiologischen Stimulieren eines Lebewesens, beispielsweise ein Mensch oder
ein Tier, mittels Übertragen von durch das Stimulationsgerät 40 erzeugten Bewegungen.
Hierbei werden vor allem körpereigene Therapiefunktionen des Lebewesens angeregt.
In der Darstellung der Fig. 4 ist der Übersichthalber kein Lebewesen gezeigt. Das
Stimulationsgerät 40 umfasst eine Bewegungseinheit 41 mit einer Auflagefläche, mittels
der die erzeugten Bewegungen auf an die Bewegungseinheit angrenzende Objekte übertragen
werden. Die Bewegungseinheit 41 ist einteilig ausgeführt, sodass eine geschlossene
bzw. durchgängige Auflagefläche ausgebildet wird. Weiter umfasst das Stimulationsgerät
40 eine mit der Bewegungseinheit 41 gekoppelte Antriebseinheit 42 zum Erzeugen der
Bewegung. Erfindungsgemäß erzeugt die Antriebseinheit 41 eine Taumel- und/oder Wirbelbewegung,
welche hier mit einem Pfeil W angedeutet ist. Bei dieser Taumel- und/oder Wirbelbewegung
handelt es sich um eine dreidimensionale Schwingung mit einer offenen Schwingungsbahn,
beispielsweise in Form einer rechts- oder linksdrehenden Kreisbahn. Die Schwingung
wird beispielsweise mit einer Frequenz von 65-75Hz ausgeführt.
[0046] Die Antriebseinheit 42 ist gemäß der Ausführung der Fig. 5 als exzentrische Antriebseinheit
42 ausgebildet, sodass die mit der Antriebseinheit 42 gekoppelte Bewegungseinheit
41 exzentrisch bewegt wird. Hierfür weist die Antriebseinheit 42 einen mit der Bewegungseinheit
41 verbundenen exzentrischen Zapfen 46 auf, der wiederum mit einem Aktuator gekoppelt
ist, welcher wiederum die Taumel- und/oder Wirbelbewegung erzeugt. Der Aktuator ist
in dieser Ausführung als Elektromotor 43 mit einem Riemen 44 zur Verbindung mit dem
Zapfen ausgeführt. Der Zapfen 46 weist zudem noch eine exzentrische Lagerung 45 auf.
Die Antriebseinheit 42 ist in einem topfförmigen Gehäuse 48 angeordnet, welches durch
die als Deckel fungierende Bewegungseinheit 41 verschlossen ist. Die Auflagefläche
der Bewegungseinheit 41 umfasst eine Auflagevorrichtung 30. Die Auflagevorrichtung
30 entspricht der Ausführung der Fig. 3 bzw. 4. Zwischen dem Gehäuse 48 und der Bewegungseinheit
41 sind Endstücke 47 angeordnet, um beispielsweise einen Rückstoß der bewegten Bewegungseinheit
41 auf das Gehäuse 48 zu vermeiden.
[0047] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten Merkmale der Erfindung nicht nur
in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder
in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
[0048] Fig. 6 zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung eine anderen Ausführungsform
einer Auflagevorrichtung 30. Die Auflagevorrichtung 30 ist als quaderförmige Platte
71 ausgebildet. Diese weist einen Deckel 71a auf, unter dem sich als Sackbohrungen
72 ausgebildete Hohlkammern 73 befinden. Die Hohlkammern 73 sind mit einer als Granulat
74 ausgebildeten Schwingungsmasse 75 zu einem Volumenprozentsatz gefüllt. Zusätzlich
ist eine Außeneinfassung 76 vorgesehen. Die Auflagevorrichtung ist aus einem eloxierten
Aluminium hergestellt. Das Granulat 74 liegt in einer beliebigen Körnung vor. Dabei
ist das Granulat 74 vorzugsweise ein Quarzgranulat.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Stimulationselement
- 2
- Unterboden
- 3
- Grundkörper
- 4
- Deckelteil
- 10
- Struktureinheit
- 11
- Unterboden
- 20
- Übertragungsmuster
- 30
- Auflagevorrichtung
- 31
- Auflageseite
- 32
- Übertragungsseite
- 40
- Stimulationsgerät
- 41
- Bewegungseinheit
- 42
- Antriebseinheit
- 43
- Motor
- 44
- Riemen
- 45
- Lagerung
- 46
- (Exzenter-)Zapfen
- 47
- Endstück
- 48
- Gehäuse
- 49
- Stütze
- 71
- Platte
- 71a
- Deckel
- 72
- Sackbohrung
- 73
- Hohlkammer
- 74
- Granulat
- 75
- Schwingungsmasse
- 76
- Außeneinfassung
- a1
- Abstand zweier Stimulationselemente
- a2
- Abstand zweier Struktureinheiten
- bd
- Breite des Deckelteils
- bg
- Breite des Grundkörpers
- d
- Dicke des Unterbodens
- ds
- Durchmesser einer runden Struktureinheit
- hd
- Höhe des Deckelteils
- hg
- Höhe des Grundkörpers
- W
- Wirbel-/Taumelbewegung
1. Neurophysiologisches Stimulationsgerät (40) zum Stimulieren eines Objektes mittels
Übertragen von durch das Stimulationsgerät erzeugten Bewegungen, insbesondere eine
Bewegungsvorrichtung zum Anregen der körpereigenen Therapiefunktionen eines Lebewesens,
zumindest umfassend
eine Bewegungseinheit (41) mit einer Auflagefläche, mittels der die erzeugten Bewegungen
auf an die Bewegungseinheit (41) angrenzende Objekte übertragen werden,
und mindestens eine mit der Bewegungseinheit (41) gekoppelte Antriebseinheit (42)
zum Erzeugen der Bewegung,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Antriebseinheit (42) als Taumel- und/oder Wirbeleinheit ausgebildet ist, welche
eine Taumel- und/oder Wirbelbewegung erzeugt, wobei die Auflagefläche zumindest eine
nicht geschlossene rechts- oder linksdrehende Kreisbahn beschreibt, bei der die Richtung
der Kreisbewegung steuerbar, auswählbar und/oder umschaltbar ist, wobei die Auflagefläche
eine Auflagevorrichtung (30) aufweist, und wobei an der Auflagefläche eine Aufnahme
und/oder Auflage für die Auflagevorrichtung vorgesehen ist, und
die Antriebseinheit (42) im Betrieb die Bewegungseinheit (41) exzentrisch rotiert
und die Bewegungseinheit (41) in der Ruhe auf mindestens einem Stützelement aufliegt
und sich bei einer durch die Antriebseinheit (42) veranlassten Rotation im Betrieb
zumindest zeitweise von dem Stützelement abhebt, sodass eine dreidimensionale Taumel-
und/oder Wirbelbewegung realisiert ist.
2. Stimulationsgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Auflagevorrichtung (30) mindestens eine Hohlkammer aufweist, wobei in mindestens
einer Hohlkammer eine Schwingungsmasse vorgesehen ist.
3. Stimulationsgerät nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagevorrichtung (30) eine Auflageseite (31) zum Auflegen der Auflagevorrichtung
(30) auf die Auflagefläche der Bewegungseinheit (41) und eine Übertragungsseite (32)
zum Übertragen und/oder Weiterleiten der über die Auflageseite (31) aufgenommenen
Bewegungen aufweist, wobei die Auflagevorrichtung als passive Auflagevorrichtung ausgebildet
ist, die matten- und/oder plattenförmig ausgebildet ist, wobei die Übertragungsseite
(32) mindestens ein zumindest teilweise vorstehendes Stimulationselement (1) aufweist,
welches zum Übertragen der Bewegungen und somit zur neurophysiologischen Stimulation
geeignet ist.
4. Stimulationsgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
das mindestens eine Stimulationselement (1) aus einem im Wesentlichen unnachgiebigen
Material ausgebildet ist.
5. Stimulationsgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass
das mindestens eine Stimulationselement (1) als sich von der Übertragungsseite (32)
weg verjüngendes Stimulationselement (1) ausgebildet ist.
6. Stimulationsgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere, in mindestens einer Struktureinheit (10) angeordnete Stimulationselemente
(1) vorgesehen sind, um eine Übertragung zu optimieren.
7. Stimulationsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Struktureinheiten (10) in einem Übertragungsmuster (20) angeordnet sind.
8. Stimulationsgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Antriebseinheit (42) eine dreidimensionale Schwingung einer Schumannfrequenz,
umfasst.
9. Stimulationsgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Antriebseinheit (42) als exzentrische Antriebseinheit (42) ausgebildet ist.
10. Stimulationsgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Bewegungseinheit über die exzentrische Antriebseinheit im Betrieb in eine kreisbahnförmig
Bewegung versetzt ist und Stützelemente am Rand der Bewegungseinheit vorgesehen sind,
die im Betrieb die Bewegungseinheit alternierend kontaktieren und nicht kontaktieren,
sodass die kreisbahnförmige Bewegung hierdurch eine weitere Bewegungsrichtung quer
zu einer Kreisbahn aufweist und so die dreidimensionale Schwingung realisiert ist.
1. Neurophysiological stimulation device (40) for stimulating an object by transferring
movements produced by the stimulation device, in particular a movement apparatus for
inducing the endogenous therapy functions of a living being, at least comprising a
movement unit (41) having a contact surface by means of which the produced movements
can be transferred to objects adjacent to the movement unit (41), and at least one
drive unit (42) coupled to the movement unit (41) for producing the movement, characterised in that the drive unit (42) is designed as a wobbling and/or swirling unit which produces
a wobbling and/or swirling movement, the contact surface describing at least one non-closed
circular path that rotates to the right or left and in which the direction of the
circular movement can be controlled, selected and/or reversed, the contact surface
having a contact apparatus (30), and a receiving space and/or support being provided
on the contact surface for the contact apparatus, and
the drive unit (42) rotates eccentrically during operation of the movement unit (41)
and the movement unit (41) is supported on at least one support element when inactive
and, when a rotation is brought about by the drive unit (42) during operation, is
lifted at least temporarily from the support element such that a three-dimensional
wobbling and/or swirling movement is realised.
2. Stimulation device according to claim 1, characterised in that
the contact apparatus (30) has at least one hollow chamber, an oscillating mass being
provided in at least one hollow chamber.
3. Stimulation device according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the contact apparatus (30) has a contact face (31) for placing the contact apparatus
(30) onto the contact surface of the movement unit (41) and a transfer face (32) for
transferring and/or passing on the movements received via the contact face (31), the
contact apparatus being designed as a passive contact apparatus that is mat-like and/or
planar, the transfer face (32) having at least one stimulation element (1) which protrudes
in part and is suitable for transferring the movements and therefore for neurophysiological
stimulation.
4. Stimulation device according to claim 3, characterised in that
the at least one stimulation element (1) is made of a substantially inflexible material.
5. Stimulation device according to either claim 3 or claim 4, characterised in that the at least one stimulation element (1) is designed as a stimulation element (1)
that tapers away from the transfer face (32).
6. Stimulation device according to any of claims 3 to 5, characterised in that a plurality of stimulation elements (1) are arranged in at least one structural unit
(10) in order to optimise transfer.
7. Stimulation device according to claim 6, characterised in that
a plurality of structural units (10) are arranged in a transfer pattern (20).
8. Stimulation device according to any of the preceding claims, characterised in that the drive unit (42) includes three-dimensional oscillation of a Schumann frequency.
9. Stimulation device according to any of the preceding claims, characterised in that the drive unit (42) is designed as an eccentric drive unit (42).
10. Stimulation device according to any of the preceding claims, characterised in that the movement unit is shifted into a circular movement during operation by means of
the eccentric drive unit, and support elements are provided on the edge of the movement
unit that alternate between contact and non-contact with the movement unit during
operation such that the circular movement as a result has a further movement direction
transverse to a circular path, and the three-dimensional oscillation is thus realised.
1. Appareil de stimulation neurophysiologique (40) destiné à stimuler un objet en transmettant
des mouvements générés par l'appareil de stimulation, en particulier un dispositif
de mouvement destiné à stimuler les fonctions thérapeutiques propres au corps d'un
être vivant, comprenant au moins une unité de mouvement (41) comportant une surface
d'appui au moyen de laquelle les mouvements générés sont transmis à des objets adjacents
à l'unité de mouvement (41),
et au moins une unité d'entraînement (42) couplée à l'unité de mouvement (41) pour
générer le mouvement, caractérisé en ce que l'unité d'entraînement (42) est réalisée sous la forme d'une unité d'oscillation
et/ou de tourbillonnement qui génère un mouvement d'oscillation et/ou de tourbillonnement,
dans lequel la surface d'appui décrit au moins un trajet circulaire non fermé tournant
à droite ou à gauche et dans lequel la direction du mouvement circulaire peut être
commandée, sélectionnée et/ou inversée, dans lequel la surface d'appui comporte un
dispositif d'appui (30), et dans lequel il est prévu sur la surface d'appui un réceptacle
et/ou un support pour le dispositif d'appui, et
l'unité d'entraînement (42), pendant le fonctionnement, fait tourner l'unité de mouvement
(41) de manière excentrique et l'unité de mouvement (41) au repos prend appui sur
au moins un élément de support et pendant le fonctionnement, se soulève au moins temporairement
de l'élément de support lors d'une rotation déclenchée par l'unité d'entraînement
(42), de sorte qu'un mouvement tridimensionnel d'oscillation et/ou de tourbillonnement
est réalisé.
2. Appareil de stimulation selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'appui (30) comporte au moins une chambre creuse, dans lequel une
masse vibrante est prévue dans au moins une chambre creuse.
3. Appareil de stimulation selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif d'appui (30) comporte un côté d'appui (31) permettant de positionner
le dispositif d'appui (30) sur la surface d'appui de l'unité de mouvement (41) et
un côté de transmission (32) permettant de transmettre et/ou transférer les mouvements
reçus par l'intermédiaire du côté d'appui (31), dans lequel le dispositif d'appui
est réalisé sous la forme d'un dispositif d'appui passif qui se présente sous la forme
d'un tapis et/ou d'une plaque, dans lequel le côté de transmission (32) comporte au
moins un élément de stimulation (1) au moins partiellement saillant qui est approprié
pour transmettre les mouvements et par conséquent pour la stimulation neurophysiologique.
4. Appareil de stimulation selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'au moins un élément de stimulation (1) est constitué d'un matériau sensiblement
rigide.
5. Appareil de stimulation selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que l'au moins un élément de stimulation (1) est réalisé sous la forme d'un élément de
stimulation (1) se rétrécissant du côté de transmission (32).
6. Appareil de stimulation selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce qu'il est prévu une pluralité d'éléments de stimulation (1) disposés dans au moins une
unité structurelle (10) afin d'optimiser une transmission.
7. Appareil de stimulation selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'une pluralité d'unités structurelles (10) sont disposées selon un motif de transmission
(20).
8. Appareil de stimulation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité d'entraînement (42) comprend une oscillation tridimensionnelle à une fréquence
de Schumann.
9. Appareil de stimulation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité d'entraînement (42) est réalisée sous la forme d'une unité d'entraînement
excentrique (42).
10. Appareil de stimulation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de mouvement, lors du fonctionnement, est mise en mouvement circulaire par
l'intermédiaire de l'unité d'entraînement excentrique et en ce qu'il est prévu sur le bord de l'unité de mouvement des éléments de support qui, pendant
le fonctionnement, de manière alternée, entrent en contact avec l'unité de mouvement
et s'en séparent, de sorte que le mouvement circulaire présente ainsi une autre direction
de mouvement transversalement à un trajet circulaire, cela permettant de mettre en
oeuvre l'oscillation tridimensionnelle.