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(11) |
EP 3 209 838 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.09.2018 Patentblatt 2018/37 |
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Anmeldetag: 23.10.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2015/002104 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/062407 (28.04.2016 Gazette 2016/17) |
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SCHLÜSSEL, SCHLIESSSYSTEM SOWIE VERFAHREN ZUM ÖFFNEN ODER SCHLIESSEN DES SCHLIESSSYSTEMS
KEY, LOCKING SYSTEM AND PROCESS FOR OPENING OR LOCKING THE LOCKING SYSTEM
CLÉ, SYSTÈME DE FERMETURE ET MÉTHODE POUR OUVRIR ET FERMER LE SYSTÈME DE FERMETURE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
23.10.2014 DE 102014015606
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.08.2017 Patentblatt 2017/35 |
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Patentinhaber: Reime, Gerd |
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77815 Bühl (DE) |
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Erfinder: |
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- Reime, Gerd
77815 Bühl (DE)
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| (74) |
Vertreter: Reinhardt, Harry |
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RPK Patentanwälte
Reinhardt, Pohlmann und Kaufmann
Partnerschaft mbB
Grünstraße 1 75172 Pforzheim 75172 Pforzheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 2 468 987 US-A1- 2007 126 551
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US-A- 3 737 685 US-A1- 2007 146 117
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Schlüssel für ein Schließsystem nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1, ein Schließsystem mit einem Schlüssel und mit einem Schließkanal
zum Einführen des Schlüssels nach dem Oberbegriff des Anspruches 6 sowie ein Verfahren
zum Öffnen oder Schließen des Schließsystems nach dem Oberbegriff des Anspruches 13.
[0002] Schließsysteme schützen Gegenstände oder Informationen vor unberechtigten Zugriffen.
Ein mechanisches oder elektronisches Schloss mit einem entsprechenden mechanischen
oder elektronischen Schlüssel bewegt oder steuert z.B. ein Riegelsystem zum Verschließen
einer Tür. Kein Schloss oder Schließsystem ist jedoch absolut sicher. Mit genügend
Zeit, krimineller Energie und technischem Aufwand lassen sich die meisten Schlösser
"knacken". Schlüssel wurden heimlich kopiert, Methoden zum Öffnen ohne Schlüssel gefertigt,
elektronische Systeme ausspioniert und überlistet. Daher wurden im Laufe der Zeit
die Technologien der Schlösser und Schließsysteme immer wieder weiterentwickelt, um
einen kriminellen Zugriff entsprechend zu erschweren.
[0003] Es gibt verschiedene Arten von Schlössern oder Schließsystemen. Bei einem rein mechanischen
Schloss wird mittels eines mechanischen Schlüssels eine mechanische Entriegelung z.B.
einer Tür erreicht. Die Kraft zur Bewegung des Riegels kommt aus der Bewegung des
mechanischen Schlüssels, z.B. einer Drehbewegung, nachdem die Form des Schlüssels
im Schloss abgetastet wurde und entsprechende mechanische Merkmale mit der Schlossvorgabe
übereinstimmen und die Drehbewegung freigeben. Diese Form des Schlosses ist z.B. als
Zylinderschloss weit verbreitet.
[0004] Bei einem elektrischen Schließsystem bewegt ein elektrischer oder hydraulischer Vorgang
die Riegel. Der passende Schlüssel zum Schloss löst lediglich diesen Vorgang aus.
Dies kann durch einfache Motoransteuerung oder über entsprechende Datenworte, z.B.
an eine Zentralstelle, geschehen. Häufige Anwendungen sind sogenannte Transponderschlösser,
bei denen ein elektronischer Schlüssel Daten mit einem entsprechenden elektronischen
Schloss austauscht.
A: mechanisches Schloss
[0005] Bei einem mechanischen Schlüssel trägt dieser in der Regel von außen sichtbare mechanische
Vorrichtungen, die im Schloss entsprechend abgetastet werden. Bei Übereinstimmung
von Schlüssel und Schloss wird eine Verriegelung freigegeben, so dass durch Drehung
des Schlüssels ein weiterer mechanischer Vorgang ausgelöst werden kann.
Vorteil mechanischer Schlösser:
[0006] Sie sind relativ einfach zu fertigen, Schlüssel können problemlos an andere Personen
weitergegeben werden. Die Schlüssel sind im Normalfall aus Metall gefertigt und halten
z.B. bei einem Brand auch höhere Temperaturen aus.
[0007] Der Nachteil solcher Schlösser liegt im sogenannten "Lockpicking", das heißt, das
Öffnen eines mechanischen Schlosses durch entsprechende Verfahren und Werkzeuge. Dass
es dazu sogar offizielle Meisterschaften gibt, zeigt die Unsicherheit solcher Schlösser.
Außerdem sind mechanische Schlüssel in der Regel leicht zu kopieren, da die mechanische
"Information" des Schlüssels offen vorliegt.
[0008] Eine weitere Schlossart ist das Zahlenschloss, bei dem bei Eingabe einer geeigneten
Zahl ein Öffnungsmechanismus ausgelöst wird.
Nachteil: Die Weitergabe des "Zahlenschlüssels" ist problematisch, da sich die empfangende
Person unter Umständen eine längere Zahlenfolge merken muss.
Zahlen können vergessen werden, speziell in Momenten unter Zeitdruck.
B: elektronisches Schloss:
[0009] Der Schlüssel eines elektronischen Schlosses besteht aus elektronischen Komponenten,
die bei Annäherung einer Magnetkarte oder des Schlüssels an das Schloss oder bei manueller
Aktivierung Informationen per Funk oder optisch austauschen. Bei Zugangsberechtigung
wird dann ein entsprechender Öffnungsmechanismus elektrisch z.B. über einen Servomotor
betätigt.
Vorteil elektronisches Schloss:
[0010] Daten können in Zentralrechner verwaltet werden, z.B. ideal als Zeiterfassungssystem.
(Elektronisches) Lockpicking ist schwierig oder nicht durchführbar.
[0011] Nachteil elektronischer Schlüssel: mechanisch empfindlich, kann leicht defekt werden.
Kann ausspioniert werden. Hält keine höheren Temperaturen aus, bei einem Brand ist
ein elektronischer Schlüssel in der Regel unwiderruflich zerstört.
[0012] Im Dokument
US 2007/0146117 A1 ist eine weitere Schlossart offenbart, nämlich ein biometrisches Schließsystem mit
einem quantenmechanischen System.
[0013] Schließsysteme sind umso sicherer, je schwieriger das "Lockpicking" oder das Kopieren
eines Schlüssels ist. Im Fall der heute üblichen Zylinderschlösser kann ein Schlüssel
innerhalb weniger Minuten recht problemlos von jedem Schlüsselfachgeschäft oder entsprechendem
Dienstleister, wie sie heute in vielen Einkaufszentren zu finden sind, nachgearbeitet
werden. Auch Hochsicherheitsschlüssel bieten nur deswegen "höhere" Sicherheit, da
sie wegen entsprechender Regelungen (gesetzlich) von den Schlüsseldiensten nicht nachgearbeitet
werden dürfen. Aus technischer Sicht ist das Nachmachen eines solchen Schlüssels jedenfalls
kaum ein Problem. Die Fälschungssicherheit besteht daher nur wegen entsprechender
Übereinkommen. In der heutigen Zeit reicht ein aus einiger Entfernung aufgenommenes
Foto eines Schlüssels bereits aus, um mit einem 3-D Drucker eine vollständige funktionstüchtige
Kopie des Schlüssels zu fertigen.
[0014] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, einen Schlüssel, ein Schließsystem und ein Schließverfahren zu schaffen,
die nicht oder nur mit entsprechendem Know-How und erheblichem technischen Aufwand
kopierbar sind und nicht durch eine beliebige andere Methode ohne den passenden Schlüssel
zu betätigen sind.
[0015] Diese Aufgabe wird durch einen Schlüssel für ein Schließsystem mit den Merkmalen
des Anspruches 1, ein Schließsystem mit einem Schlüssel und mit einem Schließkanal
zum Einführen des Schlüssels mit den Merkmalen des Anspruches 6 sowie ein Verfahren
zum Öffnen oder Schließen des Schließsystems mit den Merkmalen des Anspruches 13 gelöst.
[0016] Die Erfindung beschreibt ein Schließsystem, das aus einem fälschungssicheren Schlüssel
und einer entsprechenden elektronischen Ausleseeinheit besteht. Am Schlüssel selbst
ist weder die Codierung des Schlüssels noch die vorgenommene Änderung seines Metallgefüges
für den Menschen ohne weitere Hilfsmittel erkennbar, sichtbar oder wahrnehmbar. Der
quantenphysikalisch codierte Schlüssel sieht lediglich aus wie ein z.B. beliebig geformter
massiver Metallstab. Die Codierung erfolgt bis in die Tiefe des Grundkörpers hinein,
so dass äußere Einflüsse wie Beschädigungen der Oberfläche die Funktion des Schlüssels
nicht beeinträchtigen. Gleichwohl sind diese quantenphysikalischen Änderungen im Metallgefüge
des massiven Metallkörpers des Schlüssels ohne mechanische Wechselwirkung abtastbar.
Der so bearbeitete Quantenschlüssel weist keine mit dem bloßen Auge sichtbaren oder
fühlbaren Merkmale der Codierung auf und kann beliebig geformt sein. Auf einer Länge
von ca. 70 mm sind mehr als 500 Milliarden verschiedene Codierungen untergebracht.
[0017] Damit trotzt der im Schließsystem verwendete Schlüssel sehr hohen mechanischen Kräften,
Verschleiß oder Temperaturen. Die Codierung des Schlüssels beruht auf einer quantenphysikalischen
Festkörper-Kryptographie. Dabei wird die Materie des massiven Grundkörpers partiell
so verändert, dass diese Veränderung mittels dafür geeigneter Ausleseverfahren ausgelesen
werden kann
[0018] Weiterhin haben äußere Beschichtungen durch Eloxieren, Polieren, Färben oder auch
Schleifen und Sandstrahlen keinen Einfluss auf die Funktion. Auch können Schlüsselbezeichnung,
Werbung, usw. über Tiefenprägung in die Oberfläche eingebracht sein.
[0019] Das Schließsystem enthält eine Decodierungseinheit für die Decodierung der in das
massive Metall des Schlüssels quantenphysikalisch eingebrachten Codierungen. Damit
bietet die Anordnung ein im höchsten Grade fälschungs- und manipulationssicheres Schließsystem,
basierend auf quantenphysikalischer Festkörper-Kryptographie.
[0020] Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels
[0021] Im Folgenden wir die Erfindung an Hand eines in den beigefügten Figuren dargestellten
Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Schlüssel in Seitenansicht,
- Fig. 2
- den erfindungsgemäßen Schlüssel gemäß Fig.1 in einer weiteren Seitenansicht, wobei
die Codierung angedeutet ist,
- Fig. 3
- eine dreidimensionale Ansicht eines Gehäuses für ein Schloss,
- Fig. 4
- einen Schnitt durch das Gehäuse gemäß Fig. 3,
- Fig. 5
- eine Ansicht des Gehäuses von schräg hinten,
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung der grundsätzlichen elektrischen Funktionsweise.
Ausführliche Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
[0022] Die Erfindung wird jetzt beispielhaft unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen
näher erläutert. Allerdings handelt es sich bei den Ausführungsbeispielen nur um Beispiele,
die nicht das erfinderische Konzept auf eine bestimmte Anordnung beschränken sollen.
Bevor die Erfindung im Detail beschrieben wird, ist darauf hinzuweisen, dass sie nicht
auf die jeweiligen Bauteile der Vorrichtung sowie die jeweiligen Verfahrensschritte
beschränkt ist, da diese Bauteile und Verfahren variieren können. Die hier verwendeten
Begriffe sind lediglich dafür bestimmt, besondere Ausführungsformen zu beschreiben
und werden nicht einschränkend verwendet. Wenn zudem in der Beschreibung oder in den
Ansprüchen die Einzahl oder unbestimmte Artikel verwendet werden, bezieht sich dies
auch auf die Mehrzahl dieser Elemente, solange nicht der Gesamtzusammenhang eindeutig
etwas Anderes deutlich macht.
[0023] Im Rahmen dieser Anmeldung wird der Begriff Schloss nicht für die mechanische Verriegelungseinrichtung
verwendet, sondern genau genommen für eine Leseeinheit, die in der Lage ist, eine
auf einem Schlüssel vorhandene Codierung zu lesen und bei Übereinstimmung der eingelesenen
Codierung mit der für das Schloss hinterlegten Codierung wie z.B. einer Zahlenfolge,
dann die mechanische Verriegelungseinrichtung freizugeben. Insofern handelt es sich
z.B. auch bei dem Schließkanal 2.8 eigentlich um einen Lesekanal.
[0024] In der hier beschriebenen Erfindung wird ein Schlüssel 1.1 verwendet, der aus einem
massiven, vorzugsweise einzigen Metallstück ohne irgendwie sichtbare oder fühlbare
Strukturen besteht. Im Ausführungsbeispiel besteht der Schlüssel aus einem kurzen
Edelstahlstab mit zum Beispiel 120mm Länge und 8mm Durchmesser. Das Ende dieses Edelstahlstabes
ist zur besseren Handhabbarkeit entsprechend ausgeformt und mit einem Loch 1.3 für
den üblichen Schlüsselring 1.4 versehen. Das Ende, welches in das Schlüsselloch gesteckt
wird, ist abgerundet.
[0025] Das Schloss im Ausführungsbeispiel besteht aus einem runden oder quadratischen Edelstahlzylinder
mit Abdeckplatte an einem Ende und elektrischen Anschlüssen am anderen Ende. Das "Schlüsselloch"
ist eine runde Öffnung in der Abdeckplatte. Im Inneren des Zylinders befindet sich
die Elektronik, die über entsprechende Sensoren den Schlüssel 1.1 abtastet und die
Codierung ausliest. Der Schlüssel selbst wird in einem Rohr geführt, das einen Innendurchmesser
von nur wenig mehr als die 8mm des Schlüssels aufweist, im Ausführungsbeispiel ein
Teflonrohr mit z.B. 8,5 mm Innendurchmesser. Der Schlüssel wird frei im Rohr geführt
und wird nirgendwo mechanisch oder elektrisch kontaktiert. So gesehen ist das Schlüsselloch
2.5 hermetisch zum Detektionssystem abgeschlossen, es kann also z.B. kein Gas o.ä.
in das Schließsystem eingebracht werden.
[0026] Zum Auf- oder Zuschließen wird der Schlüssel lediglich in beliebiger Position bis
zum Anschlag in das Schlüsselloch 2.5 eingeführt. Nach Auslesen der entsprechenden
Codierung des Schlüssels kann ein Öffnungs- oder Schließvorgang elektrisch ausgelöst
werden. Es kann jedoch der Schlüssel auch - wie bei einem mechanischen Pendant - z.B.
nach links bzw. rechts gedreht werden, um erst dann ein "Aufschließen" zu starten
- oder nach rechts bzw. links gedreht - einen "Schließ-Vorgang" auszulösen.
[0027] Die Codierung des Schlüssels erfolgt durch eine quantentechnische Veränderung der
Materie des Schlüsselkörpers bis in die Tiefe des Schlüsselkörpers hinein. In diesen
Veränderungen ist die kryptografische Information der Schlüsselnummer codiert.
[0028] Im Ausführungsbeispiel des 70mm langen Schlüsselkörpers mit 8mm Durchmesser gemäß
Fig. 1 können mehr als 500 Milliarden verschiedene Codierungen untergebracht werden.
Der Einfachheit halber wird der Schlüssel in der weiteren Beschreibung als "Quantenschlüssel"
bezeichnet. Die quantentechnische Veränderung des Grundmaterials benötigt entsprechendes
Fachwissen und Geräte, so dass ein leichtes "Nachmachen" eines solchen Schlüssels
nahezu unmöglich ist. Diese quantentechnische Veränderung der Struktur des Schlüsselkörpers
ist nicht sichtbar. Das bedeutet, dass ein so gefertigter Schlüssel nicht abgeformt
(Foto, Wachsabdruck o.ä.) werden kann. Mechanische Veränderungen z.B. durch Anfeilen
oder Ansägen der Oberfläche, Hämmern, Erhitzen, Abkühlen usw. haben keinen Einfluss
auf die Funktion. Auch ein Verbiegen des Schlüssels schadet nicht, sofern er wieder
so zurückgebogen wird, dass er in den Schließkanal passt. Gemäß Fig. 1, 2 kann der
Schlüssel z.B. das Erscheinungsbild eines einfachen Rundstabs haben.
[0029] Weiterhin haben äußere Beschichtungen durch Eloxieren, Polieren, Färben oder auch
Schleifen und Sandstrahlen keinen Einfluss auf die Funktion. Auch können Schlüsselbezeichnung,
Werbung, usw. über Tiefenprägung in die Oberfläche eingebracht sein.
[0030] Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 besteht der Quantenschlüssel 1.1 aus einem massiven
Edelstahlstab mit einem Durchmesser von 8mm und einer Gesamtlänge von 120mm. Die Abrundung
1.6 am vorderen Ende dient zum leichteren Einführen des Schlüssels in das Schlüsselloch
2.5. Die symmetrische Vertiefung oder Ausfräsung 1.2 hat keine technische Notwendigkeit,
sie dient lediglich im Ausführungsbeispiel zur besseren Handhabe des Schlüssels. Das
Loch 1.3 kann einen üblichen Schlüsselring 1.4 aufnehmen, so dass der Quantenschlüssel
leicht an üblichen Schlüsselbunden angebracht werden kann.
[0031] Im Codierungsbereich 1.5 befindet sich, auch für einen aufmerksamen Betrachter unsichtbar,
die quantentechnische Codierung des Schlüssels. Auf einer Länge von z.B. 70mm werden
quantentechnische Codierungen in der Art eingebracht, dass mehr als 500 Milliarden
verschiedene kryptographische Möglichkeiten genutzt werden können.
[0032] Das eigentliche "Schloss" 2.0, der Einfachheit halber "Quantenschloss" genannt, ist
gemäß Fig. 3 im Ausführungsbeispiel in einem quadratischen Gehäuse 2.1 aus Edelstahl
untergebracht und beinhaltet die mechanische Führung 2.8 für den Schlüssel 1.1 sowie
eine Schlüsselerkennung 2.3 und die Leseeinheit 2.2 für die quantentechnische Codierung.
Der vordere Abschluss des Schlosses wird durch eine Frontplatte 2.4 gebildet, die
fest mit dem quadratischen Zylinder verbunden ist. In der Frontplatte befindet sich
das kreisrunde Schlüsselloch 2.5. Die mechanische Führung 2.8 des Schlüssels 1.1 besteht
gemäß Fig. 4 aus einem rohrförmigen Teil, z.B. aus Keramik oder Teflon. Das Ende dieses
Teils ist hermetisch geschlossen. Dies ist z.B. notwendig für Anwendungen, bei denen
es auf absolute Dichtigkeit z.B. gegenüber Gas oder Druck ankommt. Außerdem wird so
die Einstecktiefe des Schlüssels begrenzt. Auf die Darstellung der Befestigungselemente
für das Quantenschloss in einer Wand oder Tür wurde verzichtet, da dem Fachmann allgemeine
Befestigungstechniken geläufig sind.
[0033] In der Nähe des Schlüsselloches 2.5 befindet sich ein Sensor 2.3. zur Schlüsselerkennung.
Dieser erkennt das Einschieben des Schlüssels und aktiviert die Sensoreinheit 2.2
zum Auslesen der quantenphysikalischen Codierung des Schlüssels. Der Sensor 2.3 verbraucht
im Ausführungsbeispiel aus der Versorgungsspannung 3.4 extrem geringen Strom. Somit
kann das System durchaus eine sehr lange Zeit autark mit Batteriebetrieb arbeiten.
Wurde das Einstecken eines Schlüssels erkannt, wird die Leseeinheit 2.2 für die quantentechnische
Codierung aktiviert. Das Auslesen der Codierung verbraucht zwar mehr Energie, dies
jedoch nur für wenige Millisekunden pro Öffnungs- oder Schließvorgang. Dadurch bleibt
der durchschnittliche Energieverbrauch sehr gering, so dass eine Funktion mit Batteriebetrieb
über Jahre gewährleistet werden kann. Natürlich kann auf den Sensor 2.3 auch verzichtet
werden, wenn genügend Energie dauerhaft zur Verfügung steht.
[0034] Alle gefertigten Schlüssel tragen eine absolut individuelle Nummer zwischen Eins
und 500 Milliarden. Per Programmierung ist der Auswerteelektronik 3.1 im Schloss die
entsprechende Schlüsselnummer zugeteilt, sodass nur diese oder weitere einprogrammierte
Nummern das Schloss öffnen können. Bei Verwendung z.B. einer Zentralschließanlage
können auch weitere Zahlenkombinationen einem entsprechenden Schlüssel zugeordnet
und über das Interface 3.2 z.B. an einen Zentralrechner weitergeleitet werden. Die
Elektronik des Interface 3.2 kann im Fall einer Einzelschließanlage natürlich auch
direkt einen Öffnungsmechanismus z.B. mittels Servomotor betätigen.
[0035] Im Ausführungsbeispiel wird nach dem Einstecken des Schlüssels, der übrigens in beliebiger
Position in das Schlüsselloch eingeführt werden kann, und nach Erkennung der korrekten
Öffnungsberechtigung, die weitere Drehung des Schlüssels erfasst. So kann z.B. nach
Einstecken des Schlüssels und anschließender Drehung des Schlüssels nach links bzw.
rechts ein Öffnungsmechanismus z.B. einer Tür öffnen. Ebenso würde eine Drehung nach
rechts bzw. links die Tür wieder verriegeln. Somit ist die gleiche intuitive Funktion
wie bei einem mechanischen Schloss erreicht, ohne dass jedoch eine mechanische Funktion
ausgeführt wird.
[0036] Die für die Funktion des Quantenschlüssels benötigte Elektronik ist im Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 5 mit Vergussmasse 2.9 eingegossen. Im hinteren Teil des Quantenschlosses
befindet sich im Ausführungsbeispiel eine Buchse mit den Anschlusskontakten 2.6. Auch
die Bereiche um die Anschlussbuchse können entsprechend metallisch geschirmt sein.
Da dadurch das gesamte Schloss bis auf das Schlüsselloch 2.5 und die Anschlusskontakte
2.6 komplett metallisch gekapselt ist, wird eine sehr hohe Störfestigkeit gegenüber
EMV-Störungen erreicht.
[0037] Fig. 6 zeigt die grundsätzliche elektrische Funktionsweise des Ausführungsbeispiels.
Der Sensor 2.3 zur Schlüsselerkennung aktiviert nach Einführen des Quantenschlüssels
in das Schlüsselloch die Leseeinheit 2.2 für die quantentechnische Codierung des Schlüssels
1.1. Die Erkennung, ob ein Schlüssel eingeführt wurde, erfolgt berührungslos. Die
Leseeinheit 2.2 für die quantentechnische Codierung arbeitet ebenfalls berührungslos
durch die mechanische Führung des Schließkanals 2.8 bzw. Lesekanals des Schlüssels
hindurch. Die Schlüsselnummer wird mit der in der Auswerteelektronik 3.1 eingespeicherten
Nummer verglichen und bei Übereinstimmung wird über das Interface 3.2 ein weiteres
entsprechendes Datenwort 3.3 z.B. an einen Zentralrechner geleitet. Im Fall einer
Einzelschließanlage kann das Interface 3.2 natürlich auch direkt z.B. einen Servomotor
im Verriegelungsmechanismus ansteuern. Die Versorgungsspannung 3.4 kann z.B. aus einer
Lithium-Batterie entnommen werden.
[0038] Ohne Quantenschlüssel verbraucht der Sensor 2.3 zur Schlüsselerkennung bei einer
Versorgungsspannung von 3V nur einen Strom von 1,5 µA. Nach Einführen des Quantenschlüssels
wird durch den Sensor 2.3 die Leseeinheit 2.2 für die quantentechnische Codierung
des Schlüssels 1.1 sowie die Auswerteelektronik 3.1 und das Interface 3.2 aktiviert.
Die für die Auswertung durch die Leseeinheit 2.2 benötigte Zeit ist entsprechend kurz,
ebenso die benötigte Zeit für die Auswertung der korrekten Schlüsselnummer und der
Datenübertragung, so dass der durchschnittliche Stromverbrauch bei ca. 100 Schließ-
und Öffnungsvorgängen pro Tag unter 10 µA bleibt.
[0039] Der Quantenschlüssel 1.1 kann natürlich auch eine beliebig andere Form haben, z.B.
als flache Scheibe. Wesentlich ist, dass die Leseeinheit 2.2 für die quantentechnische
Codierung die Codierung entsprechend erfassen kann.
[0040] Der Schlüssel 1.1 für das Schließsystem 2.0 ist durch einen Metallkörper gebildet,
der entlang seiner Länge und/oder seines Umfanges einen Codierungsbereich 1.5 für
eine Codierung 3.3 zum Öffnen oder Schließen eines Schlosses aufweist. Die Codierung
3.3 ist durch quantenphysikalische Änderungen im Metallgefüge des Metallkörpers gebildet,
die für den Menschen nicht ohne weitere Hilfsmittel wahrnehmbar, insbesondere weder
sichtbar noch tastbar sind. Der Metallkörper des Schlüssels 1.1 kann eine beliebige
Form aufweisen. So kann der Metallkörper des Schlüssels die Form eines Stabs, vorzugsweise
eines Rundstabs haben, der vorzugsweise entlang des Codierungsbereichs 1.5 einen gleichbleibenden
Durchmesser aufweist.
[0041] Die Codierung 3.3 wird im Codierungsbereich 1.5 durch ohne mechanische Wechselwirkung
abtastbare, quantenphysikalische Änderungen im Metallgefüge des massiven Metallkörpers
des Schlüssels 1.1 gebildet ist. Dabei macht sich die Erfindung die Erkenntnis zunutze,
dass derartige quantentechnischen Änderungen im Metallgefüge zu einer Veränderung
des Energieaustausches insbesondere mit einem magnetischen Wechselfeld führen. Diese
Veränderung kann über die Auswertung der Ummagnetisierungsverluste gemessen werden,
d.h. die quantenphysikalischen Änderungen sind z.B. elektromagnetisch abtastbar. Gleichzeitig
sind diese Änderungen aber für den Menschen nicht ohne weitere Hilfsmittel oder mit
bloßem Auge wahrnehmbar, insbesondere weder sichtbar noch tastbar. Äußerlich hat der
Schlüssel vielmehr das Erscheinungsbild z.B. eines Rundstabs oder dergleichen. Die
quantenphysikalischen Änderungen bewegen sich im mesoskopischen Bereich. In der Festkörperphysik
wird ein zwischen mikroskopisch und makroskopisch liegender Übergangsbereich als mesoskopisch
bezeichnet. Vereinfachend gesagt erstreckt sich der mesoskopische Bereich auf eine
Längenskala von etwa einem Nanometer bis etwa einem Mikrometer. Eine Vielzahl dieser
im Metallgefüge eingebrachten Änderungen bildet dann gemeinsam eine Codierung innerhalb
einer Codierzone 1.8 ab. Sind in einer Codierzone entlang des Umfangs des Schlüssels
1.1 mehrere Informationen insofern nebeneinander eingebracht, gilt dies für jede einzelne
Information. Das heißt, jede Code-Teilinformation besteht aus einer Vielzahl äußerlich
nicht erkennbarer mesoskopischer Änderungen. Diese Änderungen haben in der Regel eine
Länge bzw. einen Durchmesser von 0,1 bis 2 mm.
[0042] Zum Schließsystem gehört neben dem Schlüssel 1.1 ein Schloss mit einem Schließkanal
2.8 zum Einführen des Schlüssels 1.1. Dem Schließkanal 2.8 ist eine Decodierungseinheit
zum Decodieren der Codierung 3.3 des Schlüssels 1.1 zugeordnet ist. Die Form der Leseeinheit
2.2 der Decodierungseinheit ist an die Form des Metallkörpers angepasst. Der Metallkörper
des Schlüssels 1.1 ist z.B. durch einen Rundstab mit einem Außendurchmesser AD gebildet
ist, der geringfügig kleiner ist als der Innendurchmesser ID des Schließkanals 2.8.
Die Leseeinheit 2.2 ist am Schließkanal 2.8 angeordnet und hermetisch vom Schließkanal
2.8 getrennt. Dabei können seriell hintereinander auch mehrere Leseeinrichtungen für
jede einzelne Codierzone 1.8 vorgesehen sein, in der Regel ist aber eine Leseeinheit
am Umfang des Schließkanals 2.8 vorzugsweise in einer Ebene quer zur Längsrichtung
des Schließkanals angeordnet, die nacheinander die in den einzelnen Codierzonen 1.8
codierten Informationen beim Einführen des Schlüssels 1.1 in den Schließkanal 2.8
einliest.
[0043] Der Codierungsbereich 1.5 weist gemäß Fig. 2 vorzugsweise mehrere Codierzonen 1.8
auf, die je für sich ggf. auch entlang des Umfangs mehrfach und unterschiedlich codiert
werden können. Am von der Abrundung 1.6, mit der der Schlüssel in den Schließkanal
2.8 zuerst eintaucht, beabstandeten Ende des Codierungsbereichs 1.5 ist wenigstens
eine weitere Zone, wie z.B. eine Endzone 1.9 vorgesehen. Durch diese Endzone 1.9 kann
eine Decodierungseinheit erkennen, ob der Schlüssel ganz eingesteckt ist. Dadurch
lässt sich erreichen, dass durch nur teilweises Einführen eine symmetrische Codierung
eingelesen wird, die gar nicht vorhanden ist, da die Decodierungseinheit sowohl bei
der Einführbewegung als auch beim Herausziehen eine Codierung lesen könnte.
[0044] Beim Öffnen oder Schließen wird der Schlüssel 1.1 in den länglichen Schließkanal
2.8 eingeführt. Er weist entlang seiner Länge und/oder seines Umfanges die Codierung
3.3 zum Öffnen oder Schließen des Schlosses auf, die durch quantenphysikalische Änderung
im Metallgefüge des massiven Metallkörpers codiert wird. Der Schlüssel 1.1 wird in
einer beliebigen Stellung in den Schließkanal 2.8 eingeführt, und nach korrekter Erkennung
der Codierung 3.3 des Schlüssels 1.1 bewirkt eine Drehung des Schlüssels 1.1 um seine
Längsachse das Öffnen oder Schließen des Schlosses.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1.1
- Quantenschlüssel
- 1.2
- Symmetrische Vertiefung oder Ausfräsung
- 1.3
- Loch für Schlüsselring
- 1.4
- Schlüsselring
- 1.5
- Codierungsbereich
- 1.6
- Abrundung
- 1.7
- Oberfläche
- 1.8
- Codierzone
- 1.9
- Endzone
- 2.0
- Quantenschloss
- 2.1
- Gehäuse
- 2.2
- Leseeinheit für quantentechnische Codierung
- 2.3
- Sensor zur Schlüsselerkennung
- 2.4
- Frontplatte
- 2.5
- Schlüsselloch
- 2.6
- Anschlusskontakte
- 2.8
- Schließkanal
- 2.9
- Vergussmasse
- 3.1
- Auswerteelektronik
- 3.2
- Interface
- 3.3
- für Schließanlage verwendete Codierung
- 3.4
- Versorgungsspannung
- AD
- Außendurchmesser des Schlüssels 1.1.
- ID
- Innendurchmesser des Schließkanals 2.8.
1. Schlüssel (1.1) für ein Schließsystem (2.0), wobei der Schlüssel (1.1) durch einen
Metallkörper gebildet ist, der entlang seiner Länge und/oder seines Umfanges einen
Codierungsbereich (1.5) für eine Codierung (3.3) zum Öffnen oder Schließen eines Schlosses
aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Codierung (3.3) durch ohne mechanische Wechselwirkung abtastbare, quantenphysikalische
Änderungen im Metallgefüge des massiven Metallkörpers des Schlüssels (1.1) gebildet
ist, die für den Menschen nicht wahrnehmbar, insbesondere weder sichtbar noch tastbar
sind.
2. Schlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die quantenphysikalische Änderungen elektromagnetisch abtastbar sind.
3. Schlüssel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die quantenphysikalischen Änderungen mesoskopisch sind, wobei sich ein mesoskopischer
Bereich auf eine Längenskala von etwa einem Nanometer bis etwa einem Mikrometer erstreckt.
4. Schlüssel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallkörper des Schlüssels (1.1) die Form eines Stabs, vorzugsweise eines Rundstabs
hat, der vorzugsweise entlang des Codierungsbereichs (1.5) einen gleichbleibenden
Durchmesser aufweist.
5. Schlüssel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche (1.7) des Metallkörpers als Werbeträger ausgebildet ist, die vorzugsweise
bedruckt, eloxiert oder mit einer Tiefenprägung versehen ist.
6. Schließsystem mit einem Schlüssel (1.1) und mit einem Schließkanal zum Einführen des
Schlüssels (1.1), wobei der Schlüssel durch einen Metallkörper gebildet ist, der entlang
seiner Länge und/oder seines Umfanges einen Codierungsbereich (1.5) für eine Codierung
(3.3) zum Öffnen oder Schließen eines Schlosses aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Codierung (3.3) durch ohne mechanische Wechselwirkung mit dem Schließkanal abtastbare,
quantenphysikalische Änderungen im Metallgefüge des massiven Metallkörpers des Schlüssels
(1.1) gebildet ist, die für den Menschen nicht wahrnehmbar, insbesondere weder sichtbar
noch tastbar sind, und dass dem Schließkanal (2.8) eine Decodierungseinheit zum Decodieren
der Codierung (3.3) des Schlüssels (1.1) zugeordnet ist.
7. Schließsystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die quantenphysikalische Änderungen elektromagnetisch abtastbar sind und dass die
Decodierungseinheit eine elektromagnetisch arbeitende Decodierungseinheit ist.
8. Schließsystem nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die quantenphysikalischen Änderungen mesoskopisch sind, wobei sich ein mesoskopischer
Bereich auf eine Längenskala von etwa einem Nanometer bis etwa einem Mikrometer erstreckt.
9. Schließsystem nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Form einer Leseeinheit (2.2) der Decodierungseinheit an die Form des Metallkörpers
angepasst ist.
10. Schließsystem nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Decodierungseinheit eine am länglichen Schließkanal (2.8) angeordnete Leseeinheit
(2.2) aufweist, die hermetisch vom Schließkanal (2.8) getrennt ist.
11. Schließsystem nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallkörper des Schlüssels (1.1) durch einen Rundstab mit einem Außendurchmesser
(AD) gebildet ist, der geringfügig kleiner ist als der Innendurchmesser (ID) des Schließkanals
(2.8.)
12. Schließsystem nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Decodierungseinheit beim Einführen des Schlüssels (1.1) in den Schließkanal
(2.8) vorgelagerte Sensoreinheit (2.3) zur Erkennung vorgesehen ist, ob ein Schlüssel
(1.2) eingeführt wird.
13. Verfahren zum Öffnen oder Schließen eines Schließsystems, das einen Schlüssel (1.1)
und einen länglichen Schließkanal (2.8) zum Einführen des Schlüssels (1.1) aufweist,
wobei der Schlüssel durch einen Metallkörper gebildet ist, der entlang seiner Länge
und/oder seines Umfanges mit einer Codierung (3.3) zum Öffnen oder Schließen eines
Schlosses codiert wird und wobei der Schließkanal (2.8) an die Form des beliebig geformten
Schlüssel (1.1) angepasst ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel durch ohne mechanische Wechselwirkung mit dem Schließkanal (2.8) abtastbare,
quantenphysikalische Änderungen im Metallgefüge des massiven Metallkörpers des Schlüssels
(1.1) codiert wird, die für den Menschen nicht wahrnehmbar, insbesondere weder sichtbar
noch tastbar sind,
dass der Schlüssel (1.1) in einer beliebigen Stellung in den Schließkanal (2.8) eingeführt
wird, und
dass nach korrekter Erkennung der Codierung (3.3) des Schlüssels (1.1) eine Drehung
des Schlüssels (1.1) um seine Längsachse das Öffnen oder Schließen des Schlosses bewirkt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die quantenphysikalischen, mesoskopischen Änderungen von einer Decodierungseinheit
mittels von der Decodierungseinheit erzeugter elektromagnetischer Felder abgetastet
werden.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein Einführen des Schlüssels (1.1) in den Schließkanal (2.8) von einer Sensoreinheit
(2.3) erkannt wird und eine Leseeinheit (2.2) einer Decodierungseinheit aktiviert.
1. A key (1.1) for a locking system (2.0), wherein the key (1.1) is formed by a metal
body that has along its length and/or its periphery a code region (1.5) for a code
(3.3) for opening or closing a lock,
characterised in that the code (3.3) is formed by quantum-physical changes to the metal microstructure
of the solid metal body of the key (1.1), wherein these changes are scannable without
mechanical interaction and are not perceptible to people, in particular being neither
visible nor perceptible by touch.
2. A key according to Claim 1, characterised in that the quantum-physical changes are scannable electromagnetically.
3. A key according to Claim 1 or 2, characterised in that the quantum-physical changes are mesoscopic, wherein a mesoscopic range extends on
a length scale from about a nanometre to about a micron.
4. A key according to one of the preceding claims, characterised in that the metal body of the key (1.1) is in the shape of a bar, preferably a round bar,
which preferably has a constant diameter along the code region (1.5).
5. A key according to one of the preceding claims, characterised in that the surface (1.7) of the metal body takes the form of a carrier of promotional material,
which preferably is printed, anodised or provided with a deep stamping.
6. A locking system comprising a key (1.1) and a locking channel for introducing the
key (1.1), wherein the key is formed by a metal body that has along its length and/or
its periphery a code region (1.5) for a code (3.3) for opening or closing a lock,
characterised in that the code (3.3) is formed by quantum-physical changes to the metal microstructure
of the solid metal body of the key (1.1), wherein these changes are scannable without
mechanical interaction with the locking channel and are not perceptible to people,
in particular being neither visible nor perceptible by touch, and in that associated with the locking channel (2.8) is a decoding unit for decoding the code
(3.3) of the key (1.1).
7. A locking system according to Claim 6, characterised in that the quantum-physical changes are scannable electromagnetically, and in that the decoding unit is an electromagnetically operating decoding unit.
8. A locking system according to Claim 6 or 7, characterised in that the quantum-physical changes are mesoscopic, wherein a mesoscopic range extends on
a length scale from about a nanometre to about a micron.
9. A locking system according to one of Claims 6 to 8, characterised in that the shape of a reader unit (2.2) of the decoding unit is adapted to the shape of
the metal body.
10. A locking system according to one of Claims 6 to 9, characterised in that the decoding unit has a reader unit (2.2) that is arranged on the elongate locking
channel (2.8) and is hermetically separated from the locking channel (2.8).
11. A locking system according to one of Claims 6 to 10, characterised in that the metal body of the key (1.1) is formed by a round bar having an external diameter
(AD) that is slightly smaller than the internal diameter (ID) of the locking channel
(2.8).
12. A locking system according to one of Claims 6 to 11, characterised in that a sensor unit (2.3) that is upstream of the decoding unit as the key (1.1) is introduced
into the locking channel (2.8) is provided for the purpose of detecting whether a
key (1.2) is introduced.
13. A method for opening or closing a locking system that has a key (1.1) and an elongate
locking channel (2.8) for introducing the key (1.1), wherein the key is formed by
a metal body that is encoded along its length and/or its periphery with a code (3.3)
for opening or closing a lock, and wherein the locking channel (2.8) is adapted to
the shape of the key (1.1), which is shaped in any desired way,
characterised in that the key is encoded by quantum-physical changes to the metal microstructure of the
solid metal body of the key (1.1), wherein these changes are scannable without mechanical
interaction with the locking channel (2.8) and are not perceptible to people, in particular
being neither visible nor perceptible by touch,
in that the key (1.1) is introduced into the locking channel (2.8) in any desired position,
and
in that, once the code (3.3) of the key (1.1) has been correctly identified, turning the
key (1.1) about its longitudinal axis effects opening or closing of the lock.
14. A method according to Claim 13, characterised in that the quantum-physical mesoscopic changes are scanned by a decoding unit by means of
electromagnetic fields that are generated by the decoding unit.
15. A method according to Claim 13 or 14, characterised in that introducing the key (1.1) into the locking channel (2.8) is detected by a sensor
unit (2.3) and activates a reader unit (2.2) of a decoding unit.
1. Clé (1,1) pour un système de fermeture (2.0), dans lequel la clé (1.1) est formée
d'un corps métallique, qui présente le long de sa longueur et/ou de sa périphérie
une zone de codage (1.5) pour un codage (3.3) pour l'ouverture ou la fermeture d'une
serrure,
caractérisée en ce que le codage (3.3) est formé par des modifications de physique quantique, impalpables,
sans interaction mécanique, dans la structure métallique du corps métallique massif
de la clé (1.1), qui ne sont pas perceptibles pour les êtres humains, en particulier
ni visibles ni palpables.
2. Clé selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les modifications de physique quantique sont imperceptibles électromagnétiquement.
3. Clé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les modifications de physique quantique sont mésoscopiques, une zone mésoscopique
s'étendant sur une échelle de longueur d'environ un nanomètre à environ un micromètre.
4. Clé selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le corps métallique de la clé (1.1) a la forme d'une tige, de préférence d'une tige
ronde, qui présente de préférence un diamètre constant le long de la zone de codage
(1.5).
5. Clé selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la surface (1.7) du corps métallique est réalisée sous la forme d'un support de publicité,
qui est de préférence imprimé, anodisé ou pourvu d'une empreinte.
6. Système de fermeture comportant une clé (1.1) et un canal de fermeture pour l'introduction
de la clé (1.1), dans lequel la clé est formée d'un corps métallique, qui présente
le long de sa longueur et/ou de sa périphérie une zone de codage (1.5) pour un codage
(3.3) pour l'ouverture ou la fermeture d'une serrure,
caractérisé en ce que le codage (3.3) est formé par des modifications de physique quantique, impalpables,
sans interaction mécanique, dans la structure métallique du corps métallique massif
de la clé (1.1), qui ne sont pas perceptibles pour les êtres humains, en particulier
ni visibles ni palpables, et en ce qu'une unité de décodage est associée au canal de fermeture (2.8) pour le décodage du
codage (3.3) de la clé (1.1).
7. Système de fermeture selon la revendication 6, caractérisé en ce que les modifications de physique quantique sont imperceptibles électromagnétiquement
et en ce que l'unité de décodage est une unité de décodage fonctionnant de manière électromagnétique.
8. Système de fermeture selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que les modifications de physique quantique sont mésoscopiques, une zone mésoscopique
s'étendant sur une échelle de longueur d'environ un nanomètre à environ un micromètre.
9. Système de fermeture selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que la forme d'une unité de lecture (2.2) de l'unité de décodage est adaptée à la forme
du corps métallique.
10. Système de fermeture selon l'une des revendications 6 à 9, caractérisé en ce que l'unité de décodage présente une unité de lecture (2.2) disposée sur le canal de
fermeture longitudinal (2.8) et séparée hermétiquement du canal de fermeture (2.8).
11. Système de fermeture selon l'une des fermetures 6 à 10, caractérisé en ce que le corps métallique de la clé (1.1) est formée d'une tige ronde avec un diamètre
extérieur (AD), qui est sensiblement plus petit que le diamètre intérieur (ID) du
canal de fermeture (2.8).
12. Système de fermeture selon l'une des revendications 6 à 11, caractérisé en ce qu'il est prévu une unité de détection placée devant l'unité de détection (2.3) lors
de l'introduction de la clé (1.1) dans le canal de fermeture (2.8) pour savoir si
une clé (1.2) est introduite.
13. Procédé pour l'ouverture ou la fermeture d'un système de fermeture, qui présente une
clé (1.1) et un canal de fermeture longitudinal (2.8) pour l'introduction de la clé
(1.1), la clé étant formée d'un corps métallique qui est codé le long de sa longueur
et/ou de sa périphérie avec un codage (3.3) pour l'ouverture ou la fermeture d'une
serrure et le canal de fermeture (2.8) étant adapté à la forme de la clé (1.1) de
forme quelconque,
caractérisé en ce que la clé est codée par des modifications de physique quantique, impalpables, sans interaction
mécanique, dans la structure métallique du corps métallique massif de la clé (1.1),
qui ne sont pas perceptibles pour les êtres humains, en particulier ni visibles ni
palpables
en ce que la clé (1.1) est introduire dans n'importe quelle position dans le canal de fermeture
(2.8) et
en ce qu'après une reconnaissance correcte du codage (3.3) de la clé (1.1), une rotation de
la clé (1.1) autour de son axe longitudinal permet l'ouverture ou la fermeture de
la serrure.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que les modifications de physique quantique, mésoscopiques sont perçues par une unité
de décodage au moyen d'un champ magnétique produit par l'unité de décodage.
15. Procédé selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce qu'une introduction de la clé (1.1) dans le canal de fermeture (2.8) est reconnue par
une unité de détection (2.3) et active une unité de lecture (2.2) d'une unité de décodage.
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