[0001] In der textilen Produktion werden Garne bzw. Fäden für ihre Verwendung in Webereien
bzw. Strickereien üblicherweise auf einem Träger, einer sogenannten Garnhülse, aufgewickelt
bzw. aufgespult. Bei diesem Spulprozess werden in der Regel Spulmaschinen mit einer
Vielzahl von Spulstellen eingesetzt, bei denen der aufzuspulende Faden jeweils mittels
einer Changier- oder Fadenverlegevorrichtung mit hoher Frequenz gegenüber der um ihre
Längsachse rotierenden Garnhülse in axialer Richtung hin- und herbewegt wird.
[0002] Eine Bauart der Fadenverlegevorrichtungen wird als Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung
bezeichnet, die sich in der Praxis nicht zuletzt aufgrund ihres einfachen konstruktiven
Aufbaus und ihrer Zuverlässigkeit bewährt hat. Diese Fadenverlegevorrichtungen zeichnen
sich durch zwei gegensinnig rotierbare Flügelräder aus. Die Flügelräder weisen üblicherweise
jeweils zwei oder drei Flügel auf, die sich von der Drehachse des jeweiligen Flügelrads
in radialer Richtung wegerstrecken. Der auf der Garnhülse aufzuspulende Faden ist
während des Spulprozesses im ständigen Wechsel an den Flügeln des einen und des anderen
Flügelrads geführt und wird dadurch im Sinne einer Changierbewegung gegenüber der
Spule in Richtung deren Längsachse in schneller Folge hin- und herbewegt.
[0003] Während des Spulprozesses muss der Faden an der Fadenführungskontur einer Führungseinrichtung
geführt werden. Die Fadenführung ist zumeist als eine sogenannte Bogenscheibe ausgeführt.
Die Flügel der Flügelräder treten während des Spulprozesses aus der Fadenführungskontur
hervor und treten im Bereich von Eintauchpunkten wieder in die Fadenführungskontur
ein. Eine Fadenübergabe zwischen den Flügelrädern sowie eine daraus folgende Hubumkehr
der Changierbewegung des Fadens erfolgt dabei jeweils ungefähr im Bereich der Eintauchpunkte
der Flügel der Flügelräder. Diese Fadenübergabepunkte fallen in orthogonaler Richtung
zur Längsachse der Garnhülse mit den Umkehrpunkten der Changierbewegung des Fadens
zusammen.
[0004] In der Regel wird ein geeigneter Radius der Fadenführungskontur einerseits auf Grundlage
von fix vorgegebenen Übergabepunkten des Fadens von einem Flügelrad zum anderen sowie
der Kreuzungswinkel zwischen der Kreistangente der Führungskontur und dem Rotorkreis
des im jeweiligen Übergabepunkt (=Umkehrpunkt der Changierbewegung des Fadens) hinter
die Führungskontur der Bogenplatte abtauchenden Flügelrads bestimmt. Der vorgenannte
Kreuzungswinkel muss dabei zumindest 1° bis 2° betragen, um eine örtlich hinreichend
präzise und zudem reproduzierbare Fadenübergabe zu gewährleisten. Dies ist dann der
Fall, wenn der Radius der Führungskontur größer gewählt ist, als der Radius des jeweiligen
Rotationskreises der beiden Flügelräder. Andererseits wird die Form der Fadenführungskontur
unter Berücksichtigung des sogenannten Fadendreiecks gewählt. Unter dem erwähnten
Fadendreieck versteht man im Wesentlichen den Umstand, dass die Fadenlänge zwischen
einem zentralen Zuführpunkt des Fadens und der Garnhülse an den Umkehrpunkten der
Changierbewegung des Fadens am größten und in der Mitte zwischen diesen Umkehrpunkten
am kleinsten ist. Darüber hinaus muss auch der Winkel zwischen der Flügelradführungskante
der einzelnen Flügel beider Flügelräder und der Tangente des Radius der Führungskontur
beachtet werden. Dieser Winkel darf nicht zu klein gewählt werden, weil das aufzuspulende
Garn (=Faden) andernfalls im Bereich der Übergabepunkte zwischen der Fadenführungskontur
und dem den Faden führenden Flügel des jeweiligen Flügelrads geklemmt werden kann.
Dies kann schlimmstenfalls zu einem Fadenbruch führen.
[0005] Zwischenzeitlich existieren Flügelrad-Fadenverlegevorrichtungen, bei denen der Faden
mit einer variablen Hubweite gegenüber der Garnhülse hin- und herbewegt werden kann.
Mit anderen Worten kann die axiale Position der Umkehrpunkte der Changierbewegung
des Fadens relativ zur Garnhülse variiert werden. Dadurch können die Fäden einerseits
auf unterschiedlichen Garnspulen aufgespult werden. Andererseits können Garn- bzw.
Fadenwickel mit Seitenflanken erzeugt werden, die gewölbt bzw. zur Längsachse der
Garnhülse schräg verlaufend ausgerichtet sind. Eine derartige Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung
ist beispielsweise aus der
WO 2015 007 339 A1 bekannt geworden. Die bekannte Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung ist allerdings für
eine definierte Standard-Hubweite (Grund-Hubweite) ausgelegt und dementsprechend justiert.
Bei einer von der Standard-Hubweite stärker abweichenden Hubweite kann der Faden deshalb
in den kritischen Umkehrpunkten der Changierbewegung nicht immer mit der erforderlichen
Präzision an der Fadenführungskontur entlanggeführt werden. Dies kann zu Störungen
des Spulprozesses bzw. des jeweiligen Wickelmusters des auf der Garnhülse aufzuwickelnden
Fadens führen.
[0006] Es ist deshalb die Aufgabe der Erfindung, eine Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung
sowie eine Spulmaschine anzugeben, bei denen der auf der Garnhülse aufzuwickelnde
Faden, d. h. das Garn, selbst bei einer variablen Hubweite der Changierbewegung des
Fadens in den Umkehrpunkten der Changierbewegung mit hoher Präzision geführt werden
kann.
[0007] Die die Fadenverlegevorrichtung betreffende Aufgabe wird durch eine Fadenverlegevorrichtung
mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Die erfindungsgemäße Spulmaschine
weist die in Anspruch 10 angegebenen Merkmale auf. Bevorzugte Weiterbildungen der
Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche sowie der Beschreibung.
[0008] Die erfindungsgemäße Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung dient dem Aufspulen eines
Fadens bzw. Garns auf einer Garnhülse, die um ihre Längsachse rotierbar ist. Die Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung
umfasst dabei zwei Flügelräder, die um ihre jeweilige Drehachse gegenläufig antreibbar
sind, um den aufzuspulenden Faden mittels einer Changierbewegung in Richtung der Längsachse
der Garnhülse zwischen zwei Umkehrpunkten gegenüber der Garnhülse hin- und herzubewegen.
Die Flügelräder können dabei in an sich bekannter Weise jeweils ein, zwei, drei oder
auch mehr Flügel aufweisen, die sich von der Drehachse des jeweiligen Flügelrads in
radialer Richtung wegerstrecken. Eine Führungseinrichtung mit einer (konvex) bogenförmigen
Fadenführungskontur dient der Führung des von den Flügelrädern hin- und herbewegten
Fadens. Die Führung des Fadens an der Fadenführungskontur ist für ein präzises Wickelmuster
des auf der Garnhülse aufzuspulenden Fadens bzw. Garns, insbesondere im Bereich der
Umkehrpunkte der Changierbewegung des Fadens, unerlässlich. Die Führungseinrichtung
kann dabei beispielsweise in Form einer sogenannten Bogenplatte oder als ein bogenförmiger
Draht oder dergl. ausgeführt sein. Die Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung weist erfindungsgemäß
eine Verstelleinrichtung auf, mittels derer eine Hubweite der Changierbewegung des
Fadens verstellbar bzw. einstellbar ist. Dadurch weist die Fadenverlegevorrichtung
eine verbesserte Einsatzbreite auf. So können Fäden auf unterschiedlichen Garnhülsen
aufgespult werden bzw. Fadenwickel mit gewölbten oder mit zur Längsachse der Garnhülse
schräggestellten Seitenflanken auf einer Garnhülse erzeugt werden. Erfindungsgemäß
sind die beiden Drehachsen der Flügelräder und die Führungseinrichtung mittels der
Verstelleinrichtung, vorzugsweise gemeinsam, längs einer Verstellachse derart gleichgerichtet
(gleichsinnig) verstellbar bzw. bewegbar, dass eine jeweilige Verstellstrecke V
F der Führungseinrichtung und eine dazu jeweils korrespondierende Verstellstrecke V
D der Drehachsen längs der Verstellachse stets in einem fix proportionalen Verhältnis
m zueinander stehen, das derart gewählt ist, dass der Faden während eines Spulprozesses
unabhängig von der jeweilig vorgegebenen Hubweite der Changierbewegung im Bereich
der Umkehrpunkte der Changierbewegung des Fadens in einer zu den Drehachsen der Flügelräder
parallelen oder im Wesentlichen parallelen Richtung an der Fadenführungskontur der
Führungseinrichtung entlanggeführt ist. Dadurch kann ein qualitativ besonders hochwertiges
Wickelmuster mit scharf (präzis) definierten Seitenrändern unabhängig von der jeweils
gewählten Hubbreite der Changierbewegung des Fadens reproduzierbar erzeugt werden.
Die Fadenführungskontur wird somit bei einer Hubweitenverstellung gemeinsam mit den
Drehachsen der Flügelräder in Richtung der Verstellachse dynamisch mitgeführt. Eine
Verstellung der Hubweite der Changierbewegung bedingt mithin immer eine Relativverstellung
der Drehachsen der beiden Flügelräder und der Fadenführungskontur der Führungseinrichtung
zueinander. Bei einer Vergrößerung der Hubweite der Changierbewegung des Fadens wandern
die Fadenübergabepunkte des Fadens von einem Flügelrad zum anderen entlang der bogenförmigen
Fadenführungskontur der Führungseinrichtung nach außen. Dementsprechend wandern die
Umkehrpunkte der Changierbewegung in Richtung der Längsachse der Garnhülse auseinander.
Durch das gleichsinnige Verstellen der Fadenführungskontur in Richtung der Verstellachse
kann dabei eine Positionsänderung der Fadenübergabepunkte in Richtung der Verstellachse,
d. h. eine Höhenänderung der Fadenübergabepunkte gegenüber der Längsachse der Garnspule,
die dem gewölbten Verlauf der Fadenführungskontur geschuldet ist, kompensiert bzw.
nahezu kompensiert werden. Dies gilt in entsprechender Weise auch für den Fall einer
Verkleinerung der Hubweite der Changierbewegung. Insgesamt kann dadurch sichergestellt
werden, dass der aufzuspulende Faden der Garnspule bzw. einer an der Garnspule anliegenden
Stützwalze in den Umkehrpunkten der Changierbewegung unabhängig von der jeweilig eingestellten
Hubweite der Changierbewegung des Fadens stets unter einem gleichbleibenden Winkel
relativ zur Längsachse der Garnspule und mithin in einem unveränderten (Erst-)Kontaktbereich
mit dem jeweiligen Bauteil zugeführt wird. Unerwünschten Störungen des Wickelmusters
des Fadens, wie diese im Bereich der Umkehrpunkte der Changierbewegung beispielsweise
durch einen zu frühen Kontakt des Fadens mit der Garnspule bzw. des darauf angeordneten
Fadenwickels auftreten können, kann dadurch entgegengewirkt werden.
[0009] Für das fix proportionale Verhältnis m der Verstellstrecke V
F der Führungseinrichtung und der dazu jeweils korrespondierenden Verstellstrecke V
D der Drehachsen gilt vorzugsweise: m < 1. Für eine Veränderung der Hubweite der Changierbewegung
werden mit anderen Worten die Drehachsen längs der Verstellachse immer über eine größere
Wegstrecke (= Verstellstrecke) bewegt, als die Fadenführungskontur der Fadenführungseinrichtung.
[0010] Im konstruktiv einfachsten Fall sind die Drehachsen der Flügelräder und die Führungseinrichtung
vorzugsweise über eine Gewindespindel mit zwei Außengewindeabschnitten zwangsweise
miteinander bewegungsgekoppelt. Die beiden Außengewindeabschnitte unterscheiden sich
dabei in ihrer jeweiligen Gewindesteigung voneinander. Die Flügelräder können (mit
ihren Drehachsen) insbesondere auf einem Lagerschlitten angeordnet sein, der, vorzugsweise
über eine Bewegungsmutter, mit demjenigen Außengewindeabschnitt gekoppelt ist, der
die jeweils größere Gewindesteigung der beiden Außengewindeabschnitte aufweist. Die
Führungseinrichtung ist demgegenüber, beispielsweise über eine Bewegungsmutter, die
in den Außengewindeabschnitt mit der jeweils kleineren Gewindesteigung eingreift,
mit der Gewindespindel verkoppelt. Durch den Einsatz einer solchen Differenzgewindespindel
kann die Hubweiten-Verstelleinrichtung einerseits besonders einfach und kostengünstig
realisiert werden. Andererseits kann die kombinierte Verstellbewegung der Drehachsen
der Flügelräder und der Fadenführungskontur wenig störanfällig und mit nur geringem
Steuerungsaufwand umgesetzt werden.
[0011] Die Gewindespindel ist vorzugswiese mittels eines (Elektro-)Motors rotatorisch verstellbar.
Zur Steuerung des (Elektro-)Motors dient vorzugsweise eine Steuereinrichtung. Die
Steuereinrichtung ist vorzugsweise frei programmierbar.
[0012] Die Hubweite der Changierbewegung des Fadens ist nach der Erfindung bevorzugt frei
vorgebbar. Die vorgenannte Steuereinrichtung ist dabei vorzugsweise dazu programmiert,
die Drehachsen der beiden Flügelräder und mithin auch die Fadenführungskontur durch
eine entsprechende Ansteuerung des Spindelmotors in eine zu der jeweilig vorgegebenen
Hubweite der Changierbewegung korrespondierende Verstellposition entlang der Verstellache
zu bewegen.
[0013] Die Steuereinrichtung weist vorzugsweise einen Speicher auf, in dem eine Mehrzahl
von Wickelmustern mit unterschiedlichen Hubweiten der Changierbewegung abgespeichert
ist. Die Wickelmuster können von einer Bedienperson vor einem Beginn des Spulprozesses
aufgerufen, ausgewählt und für den jeweiligen Spulprozess vorgegeben werden.
[0014] Die Fadenführungskontur der Führungseinrichtung ist in ihren (seitlichen) Randbereichen
im Gegensatz zu den aus der Praxis bekannten Bogenplatten besonders bevorzugt in Form
von Bogenlinienabschnitten zweier zueinander seitlich versetzt angeordneter gleicher
Ellipsen ausgebildet. Dabei weist jede der Ellipsen nach der Erfindung vorteilhaft
eine Höhe und eine Breite auf, die in einem gleichen Verhältnis zueinander stehen,
wie die Gewindesteigungen der beiden Gewindeabschnitte der Gewindespindel. Erfindungsgemäß
ist die Fadenführungskontur dabei nur in ihrem zwischen den beiden Randbereichen angeordneten
Scheitelbereich kreisbogenförmig ausgeführt. Die Fadenführungskontur geht in diesem
Bereich in die beiden randseitigen Bogenlinienabschnitte der beiden Ellipsen tangential
(stufenfrei) über. Die Fadenführungskontur ist mithin randseitig, d. h. in denjenigen
Bereichen der Fadenführungskontur, die für die Führung des Fadens in den zu der jeweils
gewählten Hubweite korrespondierenden Umkehrpunkten der Changierbewegung des Fadens
maßgeblich sind, jeweils ellipsenbogenförmig und allein im Scheitelbereich kreisbogenförmig
ausgebildet. Durch die vorgeschlagene Formgebung der Fadenführungskontur bzw. die
für eine jeweils vorgegebene Hubweite aufeinander abgestimmte Positionierung der Fadenführungskontur
axial in Richtung der Verstellachse und der Formgebung bzw. des Krümmungsverlaufs
der Fadenführungskontur kann der Faden in den Umkehrpunkten seiner Changierbewegung
mit einer nochmals weiter verbesserten Präzision zu den Drehachsen parallel verlaufend
an der Fadenführungskontur entlang und der Garnhülse zugeführt werden.
[0015] Die Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung umfasst vorzugsweise einen Tragrahmen, an dem
die Flügelräder mit ihren Drehachsen bzw. die Führungseinrichtung verschiebbar gelagert
ist/sind. Im konstruktiv einfachsten Fall weist der Tragrahmen zumindest zwei Längsprofile
auf, die über ein oder mehrere Querprofile miteinander abstandsinvariant verbunden
sind.
[0016] Die Flügelrad-Fadenverlegung kann nach der Erfindung Fadenspanner aufweisen, die
gemeinsam mit der Führungseinrichtung seitliche Einlaufschlitze für den Faden bilden.
Dadurch kann der Faden in den beim Spulprozess kritischen Bereichen der Umkehrpunkte
der Changierbewegung nochmals zuverlässiger geführt werden. Dies ist insbesondere
für Präzisionswicklungen des Fadens auf der Garnhülse von Vorteil. Die Fadenspanner
können erfindungsgemäß abstandsinvariant mit den Drehachsen der Flügelräder verbunden
sein und gemeinsam mit diesen längs der vorgenannten Verstellachse verschiebbar angeordnet
sein.
[0017] Die erfindungsgemäße Spulmaschine weist zumindest eine Garnspulenhalterung mit einem
Motor zum rotierenden Antreiben einer von der Garnspulenhalterung gehaltenen Garnspule
und eine vorstehend erläuterte Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung auf. Es versteht
sich, dass die Spulmaschine für ein zeitgleiches Aufspulen von Fäden eine Vielzahl
von Spulstellen mit jeweils einer der vorgenannten Garnspulenhalterungen und einer
der vorgenannten Flügelrad-Fadenverlegevorrichtungen aufweisen kann.
[0018] Die Spulmaschine kann für jede Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung jeweils eine eigenständige
Steuereinrichtung oder eine zentrale Maschinensteuerung für alle Fadenverlegevorrichtungen
aufweisen.
Zum Einstellen der Hubweite H bei einer vorstehend erläuterte Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung
12 werden erfindungsgemäß die folgenden Schritte durchgeführt:
- a) Vorgeben einer gewünschten Hubweite H der Changierbewegung des Fadens 14;
- b) gleichgerichtetes und synchronisisertes Bewegen der Drehachsen 32 der beiden Flügelräder
26, 28 und der Führungseinrichtung 36 mitsamt ihrer Fadenführungskontur 38 längs einer
gemeinsamen Verstellachse 48 in eine mit der vorgegebenen Hubweite H jeweils korrespondierende
axiale Position der Drehachsen 32 und der Führungseinrichtung 36, indem die Führungseinrichtung
36 und die Drehachsen 32 längs der Verstellachse 48 über eine jeweilige Verstellstrecke
SD, SF bewegt werden, die in einem fix proportionalen Verhältnis m zueinander stehen, wobei
das Verhältnis m derart gewählt bzw. vorgegeben wird, dass der Faden 14 während des
Spulprozesses bei der jeweils vorgegebenen Hubweite H des Fadens 14 im Bereich der
Umkehrpunkte U1, U2 der Changierbewegung in einer zu den Drehachsen 32 der Flügelräder 26, 28 im Wesentlichen
parallelen Richtung oder einer zu den Drehachsen 32 der Flügelräder 26, 28 parallelen
Richtung an der Fadenführungskontur 38 entlanggeführt ist.
[0019] Nachstehend wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0020] In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine Spulmaschine mit einer Garnspulenhalterung und mit einer Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung
mit einer Führungseinrichtung zum Aufspulen eines Fadens bzw. Garns auf einer Garnhülse,
bei einer ersten Hubweiteneinstellung einer durch die Flügelräder bewirkten Changierbewegung
des Faden, in einer Seitenansicht;
- Fig. 2
- die Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung gemäß Fig. 1 in einer freigestellten Ansicht,
- Fig. 3
- die Spulmaschine gemäß Fig. 1 bei einer größeren Hubweiteneinstellung als in Fig.
1 , in einer Seitenansicht
- Fig. 4
- die Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung der Spulmaschine gemäß Fig. 3 in einer freigestellten
Ansicht;
- Fig. 5
- eine Fadenführungskontur der Führungseinrichtung gemäß Fig. 1 in einer freigestellten
Draufsicht; und
- Fig. 6
- die Führungseinrichtung gemäß Fig. 5, bei der die Fadenführungskontur in seitlichen
Randabschnitten als Ellipsenbogenabschnitte zweier zueinander seitlich versetzter
Ellipsen ausgebildet sind, wobei die Fadenführungskontur in ihrem Scheitelbereich
als eine Kreisbogenlinie ausgeführt ist, die tangential in die Ellipsenbogenabschnitte
übergeht;
[0021] Fig. 1 zeigt eine Spulmaschine
10 mit einer Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung
12 zum Aufspulen eines Fadens
14 auf einer Garnhülse
16 in einer ausschnittsweisen Ansicht. Der auf der Garnhülse 16 aufzuspulende Faden
14 kann beispielsweise auf einer in Fig. 1 nicht näher wiedergegebenen Vorlagespule
bereitgestellt sein. Die Garnhülse 16 ist auf einer Spulenhalterung
18 angeordnet und mittels eines mit gestrichelter Linie wiedergegebenen Motors
20 um ihre Längsachse
22 in Pfeilrichtung
24 umlaufend antreibbar.
[0022] Die Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung 12 weist jeweils zwei Flügelräder
26, 28 auf. Die beiden Flügelräder 26, 28 sind voneinander unabhängig mittels jeweils eines
Elektromotors
30 um ihre jeweilige Drehachse
32 gegenläufig antreibbar.
[0023] Die Flügelräder 26, 28 dienen dazu, den auf der Garnhülse 16 aufzuspulenden Faden
14 in Richtung der Längsachse 22 gegenüber der rotierenden Garnhülse 16 in schneller
Folge hin- und her zu bewegen, um während des Aufspulprozesses einen mit
34 bezeichneten Fadenwickel auf der Garnhülse 16 zu bilden. Der der Garnhülse 16 zulaufende
Faden 14 ist dabei an einer Führungseinrichtung
36, hier einer Bogenplatte, mit einer (einzigen) bogenförmigen Fadenführungskontur
38 geführt, an der der Faden allzeit unter Spannung unmittelbar anliegt und geführt
ist. Der aufzuspulende Faden 14 läuft zunächst einer rotierbar gelagerten Stützwalze
39 zu die an der Garnhüle 16 bzw. dem Fadenwickel 34 anliegt, bevor dieser die Garnhülse
16 bzw. den Fadenwickel 34 kontaktiert. Die Stützwalze 39 ist zur Längsachse 22 der
Garnhülse 16 parallel verlaufend ausgerichtet. Die Fadenspannung kann in nicht näher
wiedergegebener Weise mittels eines sogenannten Fadenlieferwerks eingestellt werden.
Die Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung 12 kann darüber hinaus zwei sogenannte Fadenspanner
40 für den Faden 14 aufweisen, von denen in Fig. 1 aus Darstellungsgründen nur ein Fadenspanner
40 gezeigt ist.
[0024] Zum Verstellen bzw. Einstellen einer gewünschten Hubweite der Changierbewegung des
Fadens in Richtung der Längsachse 22 dient eine Verstelleinrichtung
42. Die Verstelleinrichtung 42 umfasst einen Lagerschlitten
44, an dem die Flügelräder 26, 28 angeordnet sind. Der Lagerschlitten 44 und somit auch
die Drehachsen 32 der beiden Flügelräder 26, 28 sind an einem Tragrahmen
46 längs einer mit
48 bezeichneten Verstellachse relativ zur Längsachse 22 verschiebbar gelagert.
[0025] Die Verstelleinrichtung 42 weist eine Gewindespindel
50 auf, die mittels eines Spindelmotors
52 rotatorisch (umlaufend) antreibbar ist. Der Spindelmotor 52 ist vorzugsweise ein
Elektromotor. Die Gewindespindel 50 weist im Sinne eines Differenzgewindes einen ersten
und einen zweiten Außengewindeabschnitt
54a, 54b auf, die längs der Gewindespindel 50 hintereinanderliegend angeordnet sind. Die beiden
Außengewindeabschnitte 54a, 54b weisen jeweils die gleiche Drehrichtung auf, sind
also beide jeweils als ein sogenanntes Links- oder als ein Rechtsgewinde ausgeführt.
Die beiden Außengewindeabschnitte 54a, 54b unterscheiden sich jedoch in ihrer Gewindesteigung
56 voneinander. So weist vorliegend der erste Außengewindeabschnitt 54a eine größere
Gewindesteigung 56 auf, als der zweite Außengewindeabschnitt 54b. Es versteht sich,
dass die Gewindespindel 50 im Bedarfsfall als eine sogenannte Kugelgewindespindel
bzw. eine Rollengewindespindel ausgeführt sein kann. In den ersten Außengewindeabschnitt
54a greift ein erstes Bewegungselement
58a, hier eine Bewegungsmutter ein, das am Lagerschlitten 44 befestigt ist. In den zweiten
Außengewindeabschnitt 54b der Gewindespindel 50 greift ein zweites Bewegungselement
58b, hier eine weitere Bewegungsmutter, ein. Das zweite Bewegungselement 58b kann beispielsweise
über ein Gestänge
60 an der Führungseinrichtung 36 bzw. der Bogenplatte befestigt sein.
[0026] Eine durch den Spindelmotor 52 bewirkte rotatorische Bewegung der Gewindespindel
50 um die Verstellachse 48 wird in eine synchrone und gleichgerichtete translatorische
Verstellbewegung des Lagerschlittens 44 mitsamt den darauf angeordneten Flügelrädern
26, 28 und der Führungseinrichtung 36 relativ zum Tragrahmen 46 bzw. der Verstellachse
48 umgewandelt. Bei einer 360° Drehung der Gewindespindel 50 um die Stellachse 48
ergibt sich aufgrund der Gewindesteigung 56 des ersten Außengewindeabschnitts 54a
eine mit
SD bezeichnete (erste) Verstellstrecke des Lagerschlittens 44 bzw. der Drehachsen 32
der Flügelräder 26, 28 längs der Verstellachse 48. Im Gegensatz hierzu ergibt sich
aufgrund der kleineren Gewindesteigung 56 des zweiten Außengewindeabschnitts 54b bei
einer 360° Drehung der Gewindespindel 50 eine im Vergleich zur ersten Verstellstrecke
S
D des Lagerschlittens 44 kleinere (zweite) Verstellstrecke
SF der Führungseinrichtung 36 in Richtung der Verstellachse 48. Das Verhältnis der jeweiligen
Verstellstrecken S
F, S
D ist mithin durch das Verhältnis der Gewindesteigungen 56 der beiden Außengewindeabschnitte
54a, 54b der Gewindespindel 50 fix bestimmt. Die jeweilig zueinander korrespondierenden
Verstellstrecken S
F und S
D stehen mithin in einem fix proportionalen Verhältnis m mit m < 1 zueinander. Das
Verhältnis m ist derart gewählt, dass der Faden 14 während des Spulprozesses unabhängig
von einer jeweilig eingestellten Hubweite der Changierbewegung in den Umkehrpunkten
der Changierbewegung in einer zu den Drehachsen 32 der Flügelräder 26, 28 parallelen
Richtung oder im Wesentlichen parallelen Richtung an der Fadenführungskontur 38 in
Richtung der Garnhülse 16 entlangführbar bzw. entlanggeführt ist. Dadurch kann der
Faden 14 in den für die Qualität des Fadenwickels 34 entscheidenden Flankenbereichen
des Fadenwickels, d. h. den Umkehrpunkten der Changierbewegung des Fadens 14, unabhängig
von einer jeweilig gewählten Hubweite der Changierbewegung der Stützwalze 39 und somit
der Garnhülse 16 in gleichbleibender Weise (Richtung/Winkel) zugeführt werden. Ein
unerwünschtes vorzeitiges umfangsseitiges Kontaktieren der Garnhülse 16 bzw. des Fadenwickels
34 durch den Faden 14 und - damit einhergehend - die Gefahr einer unerwünschten und
unkalkulierbaren Verschiebung der gewählten Umkehrpunkte der Changierbewegung entlang
der Längsachse 22 der Garnhülse 16, kann dadurch zuverlässig vermieden werden.
[0027] Zum Steuern der Elektromotoren 30 der beiden Flügelräder 26, 28, des Spindelmotors
52 und/oder des Motors 20 der Spulenhalterung 18 dient hier eine Steuereinrichtung
62. Die Hubweite der Changierbewegung des Fadens kann von einer Bedienperson vorzugsweise
frei vorgegeben werden. Die Steuereinrichtung kann insbesondere einen Speicher
64 aufweisen, in dem Wickelprogramme
W mit unterschiedlichen Hubweiten für das Aufwickeln des Fadens 14 auf der Garnhülse
16 gespeichert sind. Derlei Wickelprogramme W sind durch eine Bedienperson über eine
Benutzerschnittstelle frei auswählbar und können für den Spulprozess vorgegeben werden.
[0028] Fig. 2 zeigt die Fadenverlegevorrichtung 12 aus Fig. 1 in einer teilweise freigestellten
Draufsicht. Die beiden Flügelräder 26, 28 weisen beispielhaft jeweils drei Flügel
66 auf. Die Flügel 66 weisen jeweils eine Flügelvorderkante
66a auf, die der Führung des Fadens 14 dient. Die Drehachsen 32 der beiden Flügelräder
26, 28 sind in Richtung der in Fig. 1 gezeigten Längsachse 22 zueinander seitlich
versetzt angeordnet. Ein Abstand der Drehachsen 32 der beiden Flügelräder 26, 28 ist
mit
65 bezeichnet.
[0029] Der Tragrahmen 46 umfasst hier zwei zueinander parallel verlaufend angeordnete Längsprofile
46a, 46b die über zumindest ein Querprofil
46c abstandsinvariant miteinander verbunden sind. An den beiden Längsprofilen 46a, 46b
des Tragrahmens ist der Lagerschlitten 44 mit den beiden Flügelrädern 26, 28 verschiebbar
gelagert.
[0030] Ein Anschlagmittel
68 dient einem Nullabgleich der Drehposition der beiden Flügelräder 26, 28. Das Anschlagmittel
68 ist durch ein Verschieben des Lagerschlittens 44 in Richtung auf das Anschlagmittel
68 in einen von den beiden Fügelrädern überstrichenen Rotationskeis
R1,
R2 hinein bewegbar, so dass die Steuereinrichtung 62 (Fig. 1) auf eine durch das Anschlagmittel
68 definierte Drehlage der beiden Flügelräder 26, 28 kalibrierbar ist. Dadurch können
die beiden Flügelräder 26, 28 vor Beginn des Spulprozesses auf einfache Weise in ihrer
jeweiligen Drehstellung um ihre Drehachse 32 exakt synchronisiert werden. In Fig.
2 sind die beiden Fadenspanner 40, die gemeinsam mit der Fadenführungskontur der Führungseinrichtung
seitliche Einlaufschlitze für den Faden (nicht gezeigt) bilden, gut zu erkennen. Die
Fadenspanner 40 sind zu den Drehachsen 32 der beiden Flügelräder vorzugsweise abstandsinvariant
angeordnet.
[0031] Während des Spulprozesses treten die Flügel 66 der Flügelräder 26, 28 an jeweiligen
Auftauchpunkten A
1, A
2 aus der Fadenführungskontur 38 der Führungseinrichtung 36 hervor und tauchen in die
bzw. hinter der Fadenführungskontur des Fadenführungslineals im Bereich von Eintauchpunkten
E1,
E2 wieder ab. Eine effektive Fadenübergabe zwischen den Flügelrädern 26, 28 erfolgt
im Betrieb der Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung 12 in Richtung der Längsachse 22
der mit dem Faden 14 zu bewickelnden Garnhülse 16 jeweils kurz bevor derjenige Flügel
66, der den Faden 14 zum jeweilig nächstfolgenden Umkehrpunkt U
1, U
2 der Changierbewegung des Fadens 14 führt, im jeweiligen Eintauchpunkt E
1, E
2 hinter der Fadenführungskontur 38 abtaucht. Der Faden 14 wird mithin bei der Fadenübergabe
immer noch an einem distalen Abschnitt der Flügelvorderkante 66a des im jeweiligen
Eintauchpunkt E1, E2 hinter die Fadenführungskontur 38 abtauchenden Flügels 66 geführt.
Die Auftauchpunkte A
1, A
2 und die Eintauchpunkte E
1, E
2 der beiden Flügelräder fallen aufgrund der in Richtung der Längsachse 22 bzw. zueinander
versetzt angeordneten Drehachsen 32 der Flügelräder 26, 28 nicht zusammen. Die Flügelvorderkanten
66a der einzelnen Flügel 66 der Flügelräder 26, 28 sind allesamt derart ausgestaltet,
dass sie das Garn bzw. den Faden während des Spulprozesses gegen die Fadenführungskontur
nicht klemmen, um so eine Störung des Spulprozesses bzw. einen Fadenbruch zu vermeiden.
[0032] Werden die beiden Drehachsen 32 der Flügelräder durch ein Verdrehen der Gewindespindel
(Fig. 1) in einem größeren Umfang in Richtung auf die Garnhülse 16 bzw. die Spulenhalterung
18 (Fig. 1) bewegt, als die Fadenführungskontur 38, so bewirkt dies eine Vergrößerung
der Hubweite H der Changierbewegung des Fadens 14 (Fig. 1) in Richtung der Längsachse
22. Die Eintauchpunkte E
1, E
2 der Flügel 66 der beiden Flügelräder 26 sind dann in Richtung der Längsachse 22 gegensinnig
seitwärts nach außen verschoben. Dementsprechend sind die Umkehrpunkte U
1, U
2 der Changierbewegung des Fadens 14 in axialer Richtung weiter voneinander beabstandet,
wie dies in den
Figuren 3 und
4 gezeigt ist.
[0033] Werden die beiden Drehachsen 32 der Flügelräder mittels der Verstelleinrichtung in
Richtung der Verstellachse 48 von der Längsachse 22 bzw. der Spulenhalterung 18 wegbewegt,
so bewirkt dies in dazu entsprechender Weise eine Verkleinerung der Hubweite H der
Changierbewegung. Die Eintauchpunkte E
1, E
2 der Flügelräder werden ebenso wie die dazu im Wesentlichen korrespondierenden Umkehrpunkte
U
1, U
2 der Changierbewegung des Fadens 14 jeweils in axialer Richtung aufeinander zugestellt
bzw. aufeinander zubewegt. Durch die zu den Drehachsen 32 gleichsinnige proportionale
Verstellbewegung der Fadenführungskontur 38 wird dabei in den Umkehrpunkten U
1, U
2 der Changierbewegung des Fadens 14 ein zu den Drehachsen 32 paralleler bzw. im Wesentlichen
paralleler Fadenlauf des Fadens 14 in Richtung der Stützwalze 39 bzw. der Garnhülse
16 gewährleistet.
[0034] Die Hubweite H der Changierbewegung kann von einer Bedienperson frei vorgegeben werden.
Die Steuereinrichtung 62 ist dabei vorteilhaft dazu programmiert, die Drehachsen 32
der beiden Flügelräder 26, 28 und mithin auch die Fadenführungskontur 38 durch eine
entsprechende Ansteuerung des Spindelmotors 52 entlang der Verstellachse 48 in eine
zu der vorgegebenen Hubweite H jeweils korrespondierenden Verstellposition zu bewegen.
[0035] Während des Spulprozesses können unerwünschte Veränderungen der Fadenspannung mit
einem hochdynamischen Lieferwerk kompensiert werden.
[0036] Fig. 5 zeigt die Führungseinrichtung 36 der vorstehend im Zusammenhang mit den Figuren 1
bis 4 erläuterten Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung 12 in einer freigestellten Detailansicht.
Die Fadenführungskontur 38 ist zwecks einer optimalen Führung des Fadens 14 (Fign.
1 und 3) an die Hubweitenverstellung der Flügelrad-Fadenverlegung 12 (Fig. 1) angepasst
und nicht in der üblichen Weise alleinig als eine einfache Kreisbogenlinie ausgeführt.
[0037] Auf der linken Seite der Führungseinrichtung 36 ist beispielhaft ein Fadenübergabe-
bzw. Eintauchpunkt E
1 des abtauchenden Flügelrades 26 (Fig, 2) gezeigt. Eine durch den Eintauchpunkt E
1 verlaufende Führungskonturtangente ist mit
TF bezeichnet. Eine durch den Eintauchpunkt E
1 verlaufende Rotationskreistangente des Rotationskreises R
1 ist mit
TR bezeichnet.
[0038] Die Führungskonturtangente T
F und die Rotationskreistangente T
R schneiden sich im Eintauchpunkt E
1 und schließen zwischen sich einen Kreuzungswinkel
α ein.
[0039] Der Kreuzungswinkel α muss in der Praxis eine Mindestgröße von ungefähr 1° bis 2°
aufweisen, so dass die Schnittpunkte E
1 E
2 der jeweiligen Tangenten örtlich ausreichend präzis bestimmt, d.h. ausgeprägt, sind.
Um den vorgenannten Kreuzungswinkel α der Tangenten T
F, T
R für verschiedene Hubweiten H der Changierbewegung des Fadens 14 (Fig. 2) sicherzustellen,
ist die Fadenführungskontur 38 randseitig durch Bogenlinienabschnitte zweier Ellipsen
sowie im Scheitelbereich durch eine Kreisbogenlinie gebildet, wie dies nachstehend
unter zusätzlicher Bezugnahme auf Fig. 6 erläutert ist.
[0040] Gemäß
Fig. 6 weist die Fadenführungskontur 38 einen Scheitelbereich
70 auf, an den sich zu beiden Seiten Randabschnitte
72 der Fadenführungskontur 38 anschließen. Eine Mittelachse der Führungseinrichtung
36 bzw. der Fadenführungskontur 38 ist mit
74 bezeichnet. Die Mittelachse 74 ist in der Praxis zur Verstellachse 48 (Fig. 2) der
Verstelleinrichtung 42 parallel verlaufend angeordnet.
[0041] Die Fadenführungskontur 38 ist in ihren beiden Randabschnitten 72 jeweils als Bogenlinienabschnitt
76 einer Ellipse
78a, 78b ausgeführt. Die Ellipsen 78a, 78b sind mit ihrem jeweiligen Zentrum
Z1,
Z2 jeweils zur Mittelachse 74 seitwärts versetzt angeordnet, d. h. zur Drehachse 32
des jeweiligen Flügelrads 26, 28 (Fig. 2) hin verschoben angeordnet. Die beiden Zentren
Z
1, Z
2 der Ellipsen 78a, 78b weisen dabei einen Abstand
79 zueinander auf, der dem in Fig. 2 gezeigten Abstand 65 der beiden Drehachsen 32 der
Flügelräder 26, 28 zueinander entspricht.
[0042] Der Scheitelbereich 70 der Fadenführungskontur 38 ist demgegenüber als ein Kreisbogensegment
80 eines Kreises
82 gebildet. Der Kreis 82 ist in seinem Radius derart bemessen, dass das Kreisbogensegment
80 und die Bogenlinienabschnitte 76 der Ellipsen 78a, 78b tangential ineinander übergehen.
Die Ellipsen 78a, 78b weisen jeweils eine einheitliche Höhe
h und eine einheitliche Breite
b auf. Die Höhe h und die Breite b der beiden Ellipsen 78a, 78b stehen jeweils in demselben
Relativverhältnis wie die Gewindesteigung des zweiten Außengewindeabschnitts 54b zur
Gewindesteigung 56 des ersten Außengewindeabschnitts 54a der Gewindespindel 50 (Fig.1).
[0043] Bei der erfindungsgemäßen Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung 10 kann durch die - für
die jeweils vorgegebene Hubweite H - vorgegebene und jeweils aufeinander abgestimmte
Positionierung der Fadenführungskontur 38 der Führungseinrichtung 36 (Fig. 2) und
der Drehachsen 32 der Flügelräder 26, 28 in Richtung der Verstellachse 48 des Fadens
14 sowie zugleich durch die aufeinander abgestimmte Positionierung der Fadenführungskontur
38 in axialer Richtung und die Formgebung (Krümmungsverlauf) der Fadenführungskontur
38 in den (kritischen) Umkehrpunkten der Changierbewegung des Fadens 14 - unabhängig
von der jeweiligen Hubweite - stets ein zu den Drehachsen 32 der Flügelräder 26, 28
paralleler Fadenlauf entlang der Fadenführungskontur 38 und in Richtung der Garnhülse
(16) bzw. der Stützwalze 39 (Fig. 1) gewährleistet werden. Dadurch kann eine bei Flügelrad-Fadenverlegevorrichtungen
mit Hubweitenverstellung bislang unerreichte Wickelpräzision im Bereich der jeweiligen
Umkehrpunkte U
1, U
2 der Changierbewegung des Fadens 14 erreicht werden.
1. Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung (12) für das Aufspulen eines Fadens (14) auf einer
um ihre Längsachse (22) rotierenden Garnhülse (16), umfassend:
- zwei Flügelräder (26, 28), die um ihre jeweilige Drehachse (32) gegenläufig antreibbar
sind, um den aufzuspulenden Faden (14) mittels einer Changierbewegung in Richtung
der Längsachse (22) der Garnhülse (16) zwischen zwei Umkehrpunkten (U1, U2 ) gegenüber der Garnhülse (16) hin- und herzubewegen;
- eine Führungseinrichtung (36) mit einer bogenförmigen Fadenführungskontur (38),
an der der von den Flügelrädern (26, 28) hin- und herbewegte Faden (14) während eines
Spulprozesses entlanggeführt ist; und
- eine Verstelleinrichtung (42) zum Verstellen einer Hubweite (H) der Changierbewegung
des Fadens (14),
wobei die beiden Drehachsen (32) der Flügelräder (26, 28) und die Führungseinrichtung
(36) mittels der Verstelleinrichtung (42) längs einer Verstellachse (48) gleichgerichtet
verstellbar sind, wobei eine jeweilige Verstellstrecke (S
F) der Führungseinrichtung (36) und eine dazu jeweils korrespondierende Verstellstrecke
(S
D) der Drehachsen (32) längs der Verstellachse (48) stets in einem fix proportionalen
Verhältnis m zueinander stehen, das derart gewählt ist, dass der Faden (14) während
des Spulprozesses der Changierbewegung des Fadens (14) unabhängig von der jeweilig
eingestellten Hubweite (H) im Bereich der Umkehrpunkte (U
1, U
2) in einer zu den Drehachsen (32) der Flügelräder (26, 28) im Wesentlichen parallelen
Richtung oder in einer zu den Drehachsen (32) der Flügelräder (26, 28) parallelen
Richtung an der Fadenführungskontur (38) der Führungseinrichtung (36) entlanggeführt
ist.
2. Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (42) eine Gewindespindel (50) mit zwei Außengewindeabschnitten
(54a, 54b) aufweist, die sich in ihren Gewindesteigungen (56) voneinander unterscheiden,
wobei die Drehachsen (32) der Flügelräder (26, 28) und die Führungseinrichtung (36)
jeweils über ein Bewegungselement (58a, 58b), insbesondere eine Bewegungsmutter, mit
jeweils einem der Außengewindeabschnitte (54a, 54b) der Gewindespindel (50) verkoppelt
sind.
3. Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindespindel (50) durch einen Spindelmotor (52) rotatorisch verstellbar ist,
der von einer Steuereinrichtung (62) der Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung (12) angesteuert
ist.
4. Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubweite (H) der Changierbewegung des Fadens (14) frei vorgebbar ist, wobei die
Steuereinrichtung (62) dazu programmiert ist, die Drehachsen (32) der beiden Flügelräder
(26, 28) durch eine entsprechende Ansteuerung des Spindelmotors (52) in einer zu der
vorgegebenen Hubweite (H) jeweils korrespondierenden Verstellposition entlang der
Verstellache (48) zu positionieren.
5. Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenführungskontur (38) der Führungseinrichtung (36) Randabschnitte (72) aufweist,
die in Form von Bogenlinienabschnitten (76) zweier zueinander seitlich versetzt angeordneter
gleicher Ellipsen (78a, 78b) ausgebildet sind.
6. Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung nach Anspruch 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ellipsen (78a, 78b) in ihrer Höhe (h) und ihrer Breite (b) jeweils derart bemessen
sind, dass diese in einem gleichen Verhältnis zueinander stehen wie die Gewindesteigungen
(56) der beiden Außengewindeabschnitte (54a, 54b) der Gewindespindel (50).
7. Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenführungskontur (38) der Führungseinrichtung (36) zwischen den beiden Randabschnitten
einen kreisbogenförmigen Scheitelbereich (70) aufweist.
8. Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Tragrahmen (46), an dem die Flügelräder (26, 28) und/oder die Führungseinrichtung
(36) gelagert ist/sind.
9. Flügelrad-Fadenverlegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Fadenspanner (40), die gemeinsam mit der Führungseinrichtung (36) seitliche Einlaufschlitze
für den Faden (14) bilden.
10. Spulmaschine (10) mit einer Spulenhalterung (18) mit einem Motor (20) zum rotierenden
Antreiben einer von der Spulenhalterung gehaltenen Garnhülse (16) und mit einer Flügelrad-Fadenverlegung
(12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. Impeller thread laying device (12) for winding a thread (14) on a yarn tube (16) which
rotates about the longitudinal axis (22) thereof, comprising:
- two impellers (26, 28) which can be driven about the respective rotation axis (32)
thereof in opposing directions in order to move the thread (14) which is intended
to be wound back and forth with respect to the yarn tube (16) by means of a changing
movement in the direction of the longitudinal axis (22) of the yarn tube (16) between
two reversal locations (U1, U2) ;
- a guiding device (36) having a curved thread guiding contour (38) along which the
thread (14) which is moved back and forth by the impellers (26, 28) is guided during
a winding process; and
- an adjustment device (42) for adjusting a stroke width (H) of the changing movement
of the thread (14),
wherein the two rotation axes (32) of the impellers (26, 28) and the guiding device
(36) can be adjusted by means of the adjustment device (42) along an adjustment axis
(48) in the same direction, wherein a respective adjustment path (S
F) of the guiding device (36) and a corresponding adjustment path (S
D) of the rotation axes (32) along the adjustment axis (48) are always in a fixedly
proportional ratio m to each other, which is selected in such a manner that the thread
(14) during the winding process of the changing movement of the thread (14) regardless
of the respectively adjusted stroke width (H) in the region of the reversal locations
(U
1, U
2) is guided in a direction substantially parallel with the rotation axes (32) of the
impellers (26, 28) or in a direction parallel with the rotation axes (32) of the impellers
(26, 28) along the thread guiding contour (38) of the guiding device (36).
2. Impeller thread laying device according to claim 1, characterised in that the adjustment device (42) has a threaded spindle (50) with two outer thread portions
(54a, 54b) which differ from each other in terms of the thread pitches (56) thereof,
wherein the rotation axes (32) of the impellers (26, 28) and the guiding device (36)
are each coupled by means of a movement element (58a, 58b), in particular a movement
nut, to one of the outer thread portions (54a, 54b) of the threaded spindle (50),
respectively.
3. Impeller thread laying device according to claim 2, characterised in that the threaded spindle (50) can be adjusted in a rotating manner by means of a spindle
motor (52) which is controlled by a control device (62) of the impeller thread laying
device (12).
4. Impeller thread laying device according to claim 3, characterised in that the stroke width (H) of the changing movement of the thread (14) can be freely determined,
wherein the control device (62) is programmed to position the rotation axes (32) of
the two impellers (26, 28) by means of a corresponding control of the spindle motor
(52) in an adjustment position which corresponds to the predetermined stroke width
(H) along the adjustment axis (48), respectively.
5. Impeller thread laying device according to any one of the preceding claims, characterised in that the thread guiding contour (38) of the guiding device (36) has edge portions (72)
which are constructed in the form of curved line portions (76) of two identical ellipses
(78a, 78b) which are arranged laterally offset from each other.
6. Impeller thread laying device according to claim 2 and 5, characterised in that the ellipses (78a, 78b) are each sized in terms of their height (h) and their width
(b) in such a manner that they have the same ratio with respect to each other as the
thread pitches (56) of the two outer thread portions (54a, 54b) of the threaded spindle
(50).
7. Impeller thread laying device according to any one of the preceding claims, characterised in that the thread guiding contour (38) of the guiding device (36) has between the two edge
portions a circular apex region (70).
8. Impeller thread laying device according to any one of the preceding claims, characterised by a carrier frame (46) on which the impellers (26, 28) and/or the guiding device (36)
is/are supported.
9. Impeller thread laying device according to any one of the preceding claims, characterised by thread tensioners (40) which together with the guiding device (36) form lateral inlet
slots for the thread (14).
10. Winding machine (10) having a coil retention member (18) having a motor (20) for rotatably
driving a yarn tube (16) which is retained by the coil retention member and having
an impeller thread laying device (12) according to any one of the preceding claims.
1. Dispositif (12) de pose de fil avec roues à ailettes, servant à bobiner un fil (14)
sur un tube de filature (16) rotatif autour de son axe longitudinal (22), comprenant
:
- deux roues à ailettes (26, 28), qui peuvent être entraînées en sens contraires autour
de leur axe de rotation respectif (32) afin, au moyen d'un mouvement de va-et-vient
entre deux points d'inversion (U1, U2) dans la direction de l'axe longitudinal (22) du tube de filature (16), de déplacer
le fil à bobiner (14) en va-et-vient par rapport au tube de filature (16) ;
- un organe de guidage (36) avec un contour cintré (38) de guidage de fil, le long
duquel le fil (14) déplacé en va-et-vient par les roues à ailettes (26, 28) peut être
guidé pendant un processus de bobinage ; et
- un organe de réglage (42) servant à régler une course (H) du mouvement de va-et-vient
du fil (14),
sachant que les deux axes de rotation (32) des roues à ailettes (26, 28) et l'organe
de guidage (36) peuvent, au moyen de l'organe de réglage (42), être réglés dans la
même direction le long d'un axe de réglage (48), sachant qu'une distance de réglage
respective (S
F) de l'organe de guidage (36) et une distance de réglage respectivement correspondante
(S
D) des axes de rotation (32) le long de l'axe de réglage (48) se trouvent en permanence
l'une par rapport à l'autre dans un rapport fixement proportionnel m qui est choisi
de telle sorte que le fil (14), pendant le processus de bobinage du mouvement de va-et-vient
du fil (14), indépendamment de la course respectivement réglée (H), dans la région
des points d'inversion (U
1, U
2), est guidé le long du contour (38) de guidage de fil de l'organe de guidage (36)
dans une direction sensiblement parallèle aux axes de rotation (32) des roues à ailettes
(26, 28) ou dans une direction parallèle aux axes de rotation (32) des roues à ailettes
(26, 28).
2. Dispositif de pose de fil avec roues à ailettes selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'organe de réglage (42) présente une broche filetée (50) avec deux tronçons (54a,
54b) à filetage extérieur qui se différencient l'un de l'autre par leurs pas de filetage
(56), sachant que les axes de rotation (32) des roues à ailettes (26, 28) et l'organe
de guidage (36) sont respectivement couplés à un tronçon respectif (54a, 54b) à filetage
extérieur de la broche filetée (50) par l'intermédiaire d'un élément de déplacement
(58a, 58b), en particulier d'un écrou de déplacement.
3. Dispositif de pose de fil avec roues à ailettes selon la revendication 2, caractérisé en ce que la broche filetée (50) peut être déplacée en rotation par un moteur de broche (52)
qui est asservi par un organe de commande (62) du dispositif (12) de pose de fil avec
roues à ailettes.
4. Dispositif de pose de fil avec roues à ailettes selon la revendication 3, caractérisé en ce que la course (H) du mouvement de va-et-vient du fil (14) peut être librement prédéfinie,
sachant que l'organe de commande (62) est programmé pour, par un asservissement correspondant
du moteur de broche (52), positionner les axes de rotation (32) des deux roues à ailettes
(26, 28) dans une position de réglage le long de l'axe de réglage (48) correspondant
respectivement à la course prédéfinie (H).
5. Dispositif de pose de fil avec roues à ailettes selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le contour (38) de guidage de fil de l'organe de guidage (36) présente des tronçons
de bord (72) qui sont réalisés sous la forme de segments de ligne courbe (76) de deux
ellipses identiques (78a, 78b) disposées en décalage latéral mutuel.
6. Dispositif de pose de fil avec roues à ailettes selon les revendications 2 et 5, caractérisé en ce que les ellipses (78a, 78b) sont respectivement dimensionnées d'une hauteur (h) et d'une
largeur (b) telles qu'elles se trouvent l'une par rapport à l'autre dans un rapport
identique à celui des pas de filetage (56) des deux tronçons (54a, 54b) à filetage
extérieur de la broche filetée (50).
7. Dispositif de pose de fil avec roues à ailettes selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le contour (38) de guidage de fil de l'organe de guidage (36) présente entre les
deux tronçons de bord une région de sommet (70) en forme d'arc de cercle.
8. Dispositif de pose de fil avec roues à ailettes selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par un cadre porteur (46), sur lequel est/sont monté(s) les roues à ailettes (26, 28)
et/ou l'organe de guidage (36).
9. Dispositif de pose de fil avec roues à ailettes selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par des tendeurs de fil (40), qui forment conjointement avec l'organe de guidage (36)
des fentes d'entrée latérales pour le fil (14).
10. Bobineuse (10), avec un porte-bobine (18) équipé d'un moteur (20) pour entraîner en
rotation un tube de filature (16) maintenu par le porte-bobine, et avec un dispositif
(12) de pose de fil avec roues à ailettes selon l'une des revendications précédentes.