[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fallschachtanordnung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Die Herstellung von Werkstoffplatten aus zum Beispiel Spänen oder mitteldichten Fasern
oder anderen rieselfähigen Materialien sind mittlerweile automatisierte Prozesse und
werden bereits in vielen Ländern seit Jahren angewandt. Wie bekannt findet die Verpressung
von aufbereiteten Spänen oder Fasern entweder taktgebunden oder kontinuierlich statt.
Dabei spielt neben den vielen Anlagenteilen vor und nach der Presse die Herstellung
einer Streugutmatte mittels Streumaschinen eine herausragende Rolle, ist doch die
Qualität der erstellten Streugutmatte neben der Qualität der Rohstoffe ein wichtiger
Faktor. Der Drang zur Herstellung von kostengünstigen Werkstoffplatten aus natürlichen
Rohstoffen und künstlich hergestelltem Bindemittel zwingt die Produzenten immer mehr
effizientere Verfahren zu entwickeln. Besondere Schwerpunkte sind dabei insbesondere
geringe Ausfallzeiten und niedriger Verschleiß.
[0003] Die vorliegende Ausarbeitung bezieht sich auf den Bereich der Beleimung der Partikel
mit einem Bindemittel. Grundsätzlich versteht man unter Bindemittel eine so genannte
Klebstoffflotte, die in ihrer Hauptkomponente aus einem Klebstoff besteht. Je nach
Bedarf werden zusätzlich Emulsion, Härter, Formaldehydfänger, Farbstoffe, Insektenschutz
und Pilzschutzmittel und andere Additive beigegeben. Es ist auch üblich den Klebstoff
ohne Zusätze zu verwenden.
[0004] Als Bindemittel kommen ohne Anspruch auf Vollständigkeit in Frage: Isocyanate, MDI,
Melaminharnstoffformaldehyd (MUF), Harnstoffformaldehyd (UF), MUPF oder PF.
[0005] Die Beleimung erfolgt typischer Weise derart, dass das Streugut beziehungsweise die
Partikel mittels einer Dosiervorrichtung in einen Fallschacht eingebracht und mittels
Düsen, die im Fallschacht oder diesem vorgelagert angeordnet sind, mit dem Bindemittel
beaufschlagt wird beziehungsweise werden. Das beleimte Streugut wird meist in einer
dem Fallschacht nachgelagerten Trommel mit drehenden Förderwerkzeugen (mechanischen
Mischer) behandelt und/oder weiter beleimt und anschließend zu einer Streugutmatte
gestreut und anschließend zeitnah, vor Aushärtung eines Leimes, verpresst. Alternativ
kann das Streugut, ohne einen mechanischen Mischer zu durchlaufen, direkt in eine
Streuvorrichtung eingebracht werden, um die Streugutmatte zu streuen, und anschließend
zu verpressen.
[0007] Es besteht hierbei das Problem, dass sich Bindemittel sowie mit dem Bindemittel beleimte
Partikel an der Innenwand des Fallschachtes anlagern können, so dass der Fallschacht
dazu neigt, zu verschmutzen. Dies macht es notwendig, den Fallschacht regelmäßig zu
reinigen. Hierzu muss die Anlage meist stillgesetzt werden, was einen entsprechenden
Produktionsausfall mit sich bringt.
[0008] Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass sich mit der Zeit an der Innenwand des
Fallschachtes feste Ablagerungen von nicht vernachlässigbarer Größe bilden können.
Lösen sich solche Ablagerungen und fallen in den Mischer, ist es nicht sichergestellt,
dass derartige Klumpen fester Ablagerungen im Mischer zerkleinert und aufgelöst werden.
Es können sich daher in der Paste aus beleimten Partikeln, die den Mischer verlässt,
weiter feste Klumpen befinden, welche im weiteren Verlauf der Herstellung von Werkstoffplatten
zu einer Beeinträchtigung der Produktqualität und/oder zu Beschädigungen der Pressen
führen können.
[0009] Um das Beschmutzen der Innenwände eines Fallschachtes und die Ausbildung fester Ablagerungen
an diesen zu verhindern beziehungsweise zu vermindern, wird im Dokument
WO 2011/134844 A1 vorgeschlagen, die Innenwände des Fallschachtes mit Schaberklingen beziehungsweise
Spateln zu überstreifen. Die Spatel sind fest mit einer Stützkonstruktion befestigt,
die aus einem oberen Ring und einem unteren Ring besteht. Der obere Ring ist mit einem
Zahnkranz mit Innenverzahnung verbunden, welcher über ein Ritzel und einen Motor angetrieben
wird. Derart angetrieben streifen die Schaberklingen in einer Drehbewegung um eine
vertikale Achse über die Innenwand des rotationssymmetrischen Fallschachtes.
[0010] Zwar kann auf diese Weise verhindert werden, dass sich auf der Innenwand des Fallschachtes
größere Ablagerungen bilden, jedoch um den Preis, dass mit den Schaberklingen neue
Elemente und Oberflächen in den Fallschacht eingeführt sind, die wiederum beschmutzen
und auf denen sich feste Ablagerungen ausbilden können. So kann es insbesondere in
großen Anlagen dazu kommen, dass sich auf den Schaberklingen Anbackungen ausbilden
können, die bis zu 50 kg wiegen und in einem Klumpen abfallen können, was zur Beschädigung
des Mischers und/oder der nachfolgenden Maschinen führen kann.
[0011] In dem Dokument
WO 2011/134844 A1 wird daher vorgeschlagen, die Schaberklingen auf eine Temperatur zu kühlen, die unter
dem Kondensationspunkt der Luftfeuchte liegt, so dass sich ein Kondensatfilm auf den
Oberflächen ausbildet, der die Klebefähigkeit der eingespritzten chemischen Komponenten,
insbesondere von thermisch abbindenden Klebstoffen vermindern soll.
[0012] Abhängig von den Anforderungen einer bestimmten Anwendung, insbesondere abhängig
davon, welches Bindemittel und/oder welche Zusätze eingesetzt werden, kann es unerwünscht
sein, dass im Fallschacht Feuchtigkeit auskondensiert. In diesem Fall kann die vom
Dokument
WO 2011/134844 A1 vorgeschlagene Schaberklingenkühlung nicht effektiv eingesetzt werden.
[0013] In anderen Fällen kann, abhängig vom eingesetzten Bindemittel und/oder den eingesetzten
Zusätzen, der Effekt eines Kondensatfilms nicht oder nur gering gegeben sein, so dass
ein Anhaften nur leicht verringert wird, oder sogar ins Gegenteil verkehrt werden,
wenn bestimmte Bindemittel oder Zusätze bei Feuchtigkeit und/oder bei verminderten
Temperaturen eine erhöhte Neigung zum Anhaften und/oder Verklumpen zeigen. Auch in
diesen Fällen mag ein Einsatz der vom Dokument
WO 2011/134844 A1 vorgeschlagenen Schaberklingenkühlung nicht angezeigt sein.
[0014] Darüber hinaus ist es zur Realisierung der vom Dokument
WO 2011/134844 A1 vorgeschlagenen Schaberklingenkühlung erforderlich, entsprechende Zuleitungen und
Ableitungen für ein Kühlfluid vorzusehen, die eine ausreichende Förderkapazität aufweisen.
Um die Wände eines rotierenden Fallschachts und/oder rotierende Schaberklingen mit
dem Kühlfluid zu versorgen, ist es zudem notwendig, dass entsprechende fluidführende
Kupplungsmittel vorgesehen werden, die eine Übertragung von Kühlfluid von einem ruhenden
Teil der Anlage zu den rotierenden Fallschachtwänden und/oder den rotierenden Schaberklingen
ermöglichen. Die hierzu notwendigen mechanischen Konstruktionen können einen hohen
Aufwand darstellen und es mag schwierig sein, eine dauerhaft wirkungsvolle Abdichtung
zu erzielen.
[0015] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Fallschachtanordnung anzugeben,
welche das Ausbilden fester Anhaftungen innerhalb eines Fallschachts wirksam verhindern
kann.
[0016] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Fallschachtanordnung anzugeben,
welche auf Fallschächte unterschiedlichster Formen anwendbar ist.
[0017] Weiter ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Fallschachtanordnung
anzugeben, die sich einfach in bereits errichtete Anlagen integrieren lässt.
[0018] Diese und andere Aufgaben der Erfindung werden durch eine Fallschachtanordnung gemäß
Anspruch 1 gelöst. Weitere bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen
dargelegt.
[0019] Als eine Lösung wird eine Fallschachtanordnung angegeben, insbesondere für eine Vorrichtung
zur Beleimung von Partikeln, die zumindest teilweise aus zur Herstellung von Werkstoffplatten
geeigneten Fasern und/oder Spänen bestehen, wobei die Fallschachtanordnung einen Fallschacht
aufweist, der einen Einlass zur Zuführung der Partikel und einen Auslass zur Abgabe
der Partikel aufweist, und einen Spachtel, der angeordnet ist, sich relativ zu einer
Innenwand des Fallschachtes zu bewegen, um die Innenwand zu reinigen. Die Fallschachtanordnung
weist weiter zumindest ein flexibles Abstreifelement zum Reinigen des zumindest einen
Spachtels auf, wobei das flexible Abstreifelement im Verfahrweg des zumindest einen
Spachtels über die Innenwand gespannt ist; und es sind weiter Antriebsmittel vorgesehen,
die eingerichtet sind, das flexible Abstreifelement in eine Bewegung in eine Richtung
der Längserstreckung des flexiblen Abstreifelements zu versetzen.
[0020] Während der Spachtel es erlaubt, die Innenwand des Fallschachts sauber zu halten,
erlaubt es das flexible Abstreifelement, dass auch der Spachtel gesäubert werden kann.
Indem das flexible Abstreifelement in Bewegung versetzt wird, kann das flexible Abstreifelement
abschnittsweise aus dem Inneren des Fallschachts herausbewegt werden, so dass der
zuvor im Inneren des Fallschachts befindliche Abschnitt des flexiblen Abstreifelements
zugänglich für eine Reinigung ist. Es kann somit wirkungsvoll sichergestellt werden,
dass sich keine festen Ablagerungen im Fallschacht ausbilden.
[0021] Das zumindest eine flexible Abstreifelement kann als ein endloses Abstreifelement
ausgeführt sein.
[0022] Das zumindest eine endlose Abstreifelement kann vorzugsweise mittels Umlenkmitteln
so angeordnet ist, dass es ein Wandelement des Fallschachts umschließt, das die Innenwand
aufweist.
[0023] Das zumindest eine endlose Abstreifelement kann weiter vorzugsweise so angeordnet
sein, dass es im Bereich der Innenwand innerhalb des Fallschachts verlaufend angeordnet
ist.
[0024] Der Fallschacht kann insbesondere weiter zwei Wickeleinrichtungen aufweisen, wobei
das flexible Abstreifelement mit den Wickeleinrichtungen verbunden ist, um von den
Wickeleinrichtungen aufgewickelt und abgewickelt werden zu können.
[0025] Die Antriebsmittel können vorzugsweise eingerichtet sein, das zumindest eine flexible
Abstreifelement in eine umlaufende Bewegung und/oder eine Hin- und Her Bewegung in
Richtung der Längserstreckung des Abstreifelements zu versetzen.
[0026] Das zumindest eine flexible Abstreifelement kann sich benachbart der Innenwand des
Fallschachts in einer im Wesentlichen vertikalen Richtung erstreckend und/oder einer
Form des Fallschachts in vertikaler Richtung entsprechend verlaufend angeordnet sein.
[0027] Bevorzugt sind weiter Spannmittel vorgesehen, die eingerichtet sind, das zumindest
eine flexible Abstreifelement unter Spannung zu halten.
[0028] Vorzugsweise kann weiter eine Reinigungseinrichtung vorgesehen sein, die derart angeordnet
ist, dass das zumindest eine Abstreifelement an der Reinigungseinrichtung vorbei verlaufend
oder durch die Reinigungseinrichtung hindurch verlaufend geführt ist.
[0029] Die Reinigungseinrichtung kann als ein Fluidbad, eine Bürste, eine Abstreiferkante,
oder ein Abstreifzylinder ausgeführt sein.
[0030] Der Spachtel kann als Schaber, als Spachtelklinge, als Spatel, oder als Stab ausgebildet
sein.
[0031] Das zumindest eine flexible Abstreifelement kann als Seil, insbesondere Drahtseil,
als Draht, als Band oder als Kette ausgebildet sein.
[0032] Bevorzugt ist der Fallschacht sich in Fallrichtung der Partikel von oben nach unten
im Querschnitt verjüngend ausgebildet.
[0033] Der Fallschacht kann zylindrisch oder konisch ausgeführt sein.
[0034] Der Fallschacht kann eine im Wesentlichen konkave Form aufweisen.
[0035] Die zumindest eine Innenwand, bevorzugt alle Innenwände des Fallschachts können zumindest
einmal in zwei Minuten, insbesondere einmal in einer Minute abgestreift werden.
[0036] Bevorzugt kann weiter eine Temperiereinrichtung vorgesehen sein zum Temperieren der
Innenwand auf eine Temperatur, die unterhalb einer Schwelle für das Aushärten des
Bindemittels liegt, bevorzugt unterhalb 70° C.
[0037] Als eine weitere Lösung wird eine Vorrichtung zur Beleimung von Partikeln, die zumindest
teilweise aus zur Herstellung von Werkstoffplatten geeigneten Fasern und/oder Spänen
bestehen, wobei die Vorrichtung eine Fallschachtanordnung aufweist.
[0038] Die Vorrichtung kann weiter eine Zufuhreinrichtung zum Zuführen der Partikel und
eine Mehrzahl von Düsen zur Abgabe eines Bindemittels aufweisen, wobei die Düsen in
einem Bereich innerhalb des Fallschachts und/oder oberhalb einer Einlassöffnung des
Fallschachts .
[0039] Weiter bevorzugt weist die Vorrichtung eine der Fallschachtanordnung nachgelagerte
Mischvorrichtung auf.
[0040] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen dargestellt:
- Fig. 1
- zeigt schematisch eine Vorrichtung zur Beleimung von Partikeln;
- Fig. 2A
- zeigt in einer schematischen Draufsicht eine Fallschachtanordnung gemäß einer ersten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2B
- stellt eine schematische Draufsicht der Fallschachtanordnung der Fig. 2A dar;
- Fig. 3A bis 3D
- zeigen in einer schematischen Querschnittsansicht das Abstreifen eines Spachtels durch
ein flexibles Abstreifelement während der Bewegung des Spachtels;
- Fig. 4
- zeigt in einer schematischen seitlichen Querschittsansicht eine Fallschachtanordnung
gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 5
- zeigt in einer schematischen seitlichen Querschittsansicht eine Fallschachtanordnung
gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 6
- zeigt in einer schematischen seitlichen Querschittsansicht eine Fallschachtanordnung
gemäß einer vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 7A
- zeigt in einer schematischen seitlichen Querschnittsansicht eine Fallschachtanordnung
gemäß einer fünften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und
- Fig. 7B
- stellt eine schematische Draufsicht der Fallschachtanordnung der Fig. 7A dar.
[0041] In Figur 1 ist in schematischer Ansicht ein Vorrichtung zur Beleimung von Partikeln
beginnend mit der Dosiervorrichtung 2 und endend mit einer Mischvorrichtung 7 in einer
allgemeinen Darstellung dargestellt. Dazwischen sind ein Fallschacht 3 und eine im
Nachfolgenden näher zu beschreibende Fallschachtanordnung 10 angeordnet. Die Partikel
werden dabei als Partikelstrom in die Dosiervorrichtung 2, in der Regel aus einem
Partikelbunker mittels Austragsvorrichtungen, eingetragen, dort gewogen und über eine
übliche Bandregelung (nicht dargestellt) zur Dosierung in den Fallschacht 3 eingebracht.
[0042] Dort trifft der Partikelstrom oder die Partikel 1 auf eine optionale Auflösevorrichtung
4 und wird dort zu einem Partikelvorhang 5 aufgelöst und/oder aufgeteilt.
[0043] Die optionale Auflösevorrichtung 4 kann insbesondere Rechen und/oder Prallbleche,
Speichenwalzen und/oder Auflösewalzen, vorzugsweise als Stachelwalzen ausgebildet,
aufweisen. Die Auflösevorrichtung 4 ist deshalb optional, da unter Umständen, i.d.R.
abhängig von der Art der Partikel 1, bereits die Dosiervorrichtung 2 einen ausreichend
brauchbaren Partikelvorhang 5 generieren kann.
[0044] Der Partikelvorhang 5 respektive die Partikel 1 werden anschließend mittels geeigneter
Düsen 6 mit einem Bindemittel besprüht und beleimt.
[0045] Im weiteren Verlauf fällt der Partikelvorhang 5 durch die Fallschachtanordnung 10
und gelangt anschließend in die der Fallschachtanordnung 10 nachgelagerte Mischvorrichtung
7, in der mittels einer durch eine rotierend angetriebene Welle 9 Mischwerkzeuge 8
die beleimten Partikel nochmals mechanisch durchmischen und schließlich als durchmischten
Partikelstrom (Austragspfeil) ausgeben. Auch hier kann in Abhängigkeit der Verfahrensschritte
unter Umständen auf die Mischvorrichtung 7 verzichtet werden.
[0046] Der beleimte Partikelstrom wird anschließend in einem Dosierbunker zwischengelagert
oder direkt in eine Streuvorrichtung zur Ausbildung einer Streugutmatte, die im weiteren
Verlauf in einer Presse zu einer Werkstoffplatte verpresst und/oder ausgehärtet werden
kann, eingeführt.
[0047] Grundsätzlich sollte die Fallschachtanordnung 10 eine ausreichende Fallhöhe aufweisen,
damit sich das Bindemittel ausreichend stark mit den Partikeln verbinden kann und
sollte vorzugsweise in Fallrichtung zumindest halb so lang wie der Fallschacht 3 ausgebildet
sein.
[0048] Wie in der Figur 1 dargestellt, können der Fallschacht 3 und die Fallschachtanordnung
10 als getrennte Einrichtungen vorgesehen sein. Alternativ ist es auch möglich, dass
der Fallschacht 3 eine Einheit mit einem Fallschacht der Fallschachtanordnung 10 bildet.
[0049] Mit Bezug auf die Figuren 2A bis 7B sollen nun verschiedene Ausführungsformen einer
Fallschachtanordnung (20, 40, 50, 60, 70) beschrieben werden, die als Fallschachtanordnung
10 in der Vorrichtung der Figur 1 verwendbar ist.
[0050] Eine erste Ausführungsform einer Fallschachtanordnung 20 ist in den Figuren 2A und
2B dargestellt.
[0051] Die Figuren 2A und 2B stellen eine Fallschachtanordnung 20 mit einem Fallschacht
21 dar. Wie in den Figuren 2A und 2B dargestellt, kann in dieser Ausführungsform der
Fallschacht 21 rotationssymmetrisch, insbesondere konisch ausgestaltet sein, mit einer
Wandung, die eine Innenwand 21a definiert.
[0052] Die Fallschachtanordnung 20 weist einen Spachtel 27 auf, der so angeordnet ist, dass
er sich relativ zur Innenwand 21a des Fallschachts 20 bewegen kann. Beispielsweise
kann der Spachtel 27 an einer Tragringeinrichtung 28 angeordnet sein, die vorzugsweise
an einem oberen Ende des Fallschachts 21, also einlaufseitig, angeordnet ist. Die
Tragringanordnung 28 kann drehbar ausgestaltet sein, oder kann beispielsweise mit
Lagereinrichtungen 29 drehbar gelagert angeordnet sein, so dass mittels einer nicht
dargestellten Antriebseinrichtung der Spachtel 27 in eine Drehbewegung um eine Rotationsachse
des Fallschachts 21 versetzt werden kann. Der Spachtel 27 kann so in Bewegung versetzt
werden, um über die Innenwand 21a zu streifen, damit auf der Innenwand 21a anhaftende
Partikel 1, Beleimungsmittel und/oder andere Anhaftungen und/oder Verschmutzungen
durch den Spachtel 27 abgestreift werden und so die Innenwand 21a gereinigt wird.
[0053] Durch das Abstreifen der Anhaftungen und/oder Verschmutzungen von der Innenwand 21a
des Fallschachts 21 kommt es dazu, dass diese teilweise auf dem Spachtel 27 anhaften
und diesen Verschmutzen, insbesondere auf einer dem Inneren des Fallschachts 21 zugewandten
Oberfläche. Es ist daher weiter ein flexibles Abstreifelement 22 vorgesehen, das im
Verfahrweg des Spachtels 27 über die Innenwand 21a des Fallschachts 21 verlaufend
gespannt ist, so dass, wenn der Spachtel 27 in seiner Bewegung die Stelle des flexiblen
Abstreifelements 22 passiert, sich der Spachtel 27 zwischen der Innenwand 21a und
dem flexiblen Abstreifelement 27 hindurchbewegt. Das flexible Abstreifelement 22 kann
vorzugsweise als Seil, insbesondere Drahtseil, als Draht, als Band oder als Kette
ausgebildet sein.
Um das flexible Abstreifelement 22 gespannt zu halten, können vorzugsweise weiter
zusätzlich Spannmittel vorgesehen sein, die in der Figur 2A beispielhaft als eine
Feder 24 und eine Andruckrolle 25 dargestellt sind, um das flexible Abstreifelement
22 zu spannen.
[0054] Das flexible Abstreifelement 22 kann so über die der Innenwand 21a abgewandten Seite,
beziehungsweise die dem Inneren des Fallschachts 21 zugewandten Seite des Spachtels
27 streifen, so dass der Spachtel 27 durch das flexible Abstreifelement 22 abgestreift
und gereinigt wird. Dies ist in den Figuren 3A bis 3D dargestellt, welche in einer
schematischen Querschnittsansicht verschiedene konsekutive Positionen des Spachtels
27 während der Bewegung zum Abstreifen der Innenwand 21a des Fallschachts 21 zeigen,
sowie zeigen, wie sich der Spachtel 27 an dem flexiblen Abstreifelement 22 vorbei
bewegt und dabei durch das flexible Abstreifelement 22 abgestreift wird.
[0055] Durch das flexible Abstreifelement 22 kann daher die Wirkung erzielt werden, dass
auch der Spachtel 27 von Verschmutzungen und/oder Ablagerungen gereinigt und frei
gehalten werden kann.
[0056] Wie in den Figuren 2A und 2B weiter dargestellt ist, kann das flexible Abstreifelement
22 endlos ausgestaltet sein und kann über Umlenkmittel 23, wie beispielsweise Umlenkrollen,
so geführt und gehalten sein, dass es die Wandung des Fallschachts 21 umschließt,
so dass das endlose flexible Abstreifelement 22 sowohl im Fallschacht 21 angrenzend
der Innenwand 21a, als auch außerhalb des Fallschachts 21 verläuft.
[0057] Der Umlenkrolle 23 kann ein Antrieb (nicht dargestellt) zugeordnet sein, um über
die Umlenkrolle 23 das endlose flexible Abstreifelement 22 in Richtung der Erstreckung
in Längsrichtung des flexiblen Abstreifelements 22 in Bewegung zu versetzen. Die Bewegung
kann eine intermittierende oder kontinuierliche umlaufende Bewegung des endlosen flexiblen
Abstreifelements 22 sein, oder eine oszillierende Hin- und Her Bewegung des endlosen
flexiblen Abstreifelements 22 sein, oder eine Kombination davon.
[0058] Das flexible Abstreifelement 22 kann so abschnittsweise aus dem Bereich des Inneren
des Fallschachts 21 herausbewegt werden, so dass das flexible Abstreifelement 22 abschnittsweise
gereinigt werden kann, um Anhaftungen und/oder Verschmutzungen durch Partikel 1 oder
Bindemittel, die sich durch das Abstreifen des Spachtels 27 auf dem flexiblen Abstreifelement
22 abgelagert haben, zu entfernen und das flexible Abstreifelement 22 zu reinigen.
[0059] Die Reinigung des flexiblen Abstreifelements 22 kann manuell erfolgen. Vorzugsweise
jedoch weist die Fallschachtanordnung 20 eine Reinigungseinrichtung 26 zum Reinigen
des flexiblen Abstreifelements 22 auf. Die Reinigungseinrichtung 26 kann insbesondere
so angeordnet sein, dass das flexible Abstreifelement 22 an dieser vorbei oder durch
die Reinigungseinrichtung 26 hindurch verläuft.
[0060] Die Reinigungseinrichtung 26 kann beispielsweise als Bürste, Abstreifklinge, oder
als Abstreifkante ausgebildet sein, an denen das flexible Abstreifelement 26 vorbeibewegt
wird, oder als Abstreifspalt oder als Abstreifzylinder, durch den das flexible Abstreifelement
26 hindurch verläuft. Die Reinigungseinrichtung 26 kann auch als ein Fluidbad ausgestaltet
sein, das beispielsweise mit Wasser und/oder einem Reinigungsmittel gefüllt ist und
durch welches das flexible Abstreifelement 26 geführt wird, um Beleimungsmittel oder
Partikel 1 von diesem abzuwaschen und zu lösen. Die auf dem flexiblen Abstreifelement
22 anhaftenden Ablagerungen und/oder Verschmutzungen können so endgültig aus dem Bereich
des Inneren des Fallschachts 21 entfernt werden und gelangen nicht in die weitere
Prozesskette.
[0061] Während in der ersten Ausführungsform der Fallschacht 21 als ein zylindrischer oder
konischer Fallschacht 21 dargestellt ist (vgl. Figuren 2A und 2B), ist dies nicht
beschränkend, und es können auch andere Formen verwendet werden.
[0062] So zeigt beispielsweise die Figur 4 eine Fallschachtanordnung 40 gemäß einer zweiten
Ausführungsform, wobei der Fallschacht 41 eine Wandung aufweist, die bogenförmig gekrümmt
ist, so dass sich der Fallschacht 41 in Fallrichtung der Partikel 1 von oben nach
unten verjüngt. Entsprechend ist ein Spachtel 47 vorgesehen, der ebenfalls entsprechend
bogenförmig gekrümmt ausgestaltet ist, um der bogenförmigen Krümmung der Innenwand
41 zu entsprechen. Im Übrigen weist die Fallschachtanordnung 40 im Wesentlichen dieselben
Elemente auf wie die Fallschachtanordnung 20 der ersten Ausführungsform, zu deren
Beschreibung auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen wird.
[0063] Auf Grund der zum Inneren des Fallschachts 41 weisend gekrümmten beziehungsweise
konkaven Formgebung des Fallschachts 41, bei dem die Wandung insbesondere bombiert
ausgebildet sein kann, ergibt sich der vorteilhafte Effekt, dass das flexible Abstreifelement
22 zu einer besonders guten Auflage gegen die Innenwand 41a des Fallschachts 41 zu
liegen kommt und sich auf Grund seiner Flexibilität der Form der Innenwand 41a anpasst.
Dieser Effekt wird weiter verstärkt durch zusätzliche Spannmittel wie die Feder 24
und die Andruckrolle 25. Dadurch kann eine besonders sichere Reinigung des Spachtels
27 erzielt werden.
[0064] Eine Fallschachtanordnung 50 gemäß einer dritten Ausführungsform ist in der Figur
5 dargestellt. Die Fallschachtanordnung 50 gemäß der dritten Ausführungsform unterscheidet
sich von der Fallschachtanordnung 20 gemäß der ersten Ausführungsform darin, dass
das endlose flexible Abstreifelement 52 durch eine Umlenkrolle 53 so geführt ist,
dass das endlose flexible Abstreifelement 52 im Wesentlichen vollständig innerhalb
des Fallschachts 51 verläuft, so dass der hinlaufende und der rücklaufende Abschnitt
des flexiblen Abstreifelements 52 beide über die Innenwand 51a des Fallschachts 51
gespannt sind. Eine derartige Führung des flexiblen Abstreifelements 52 hat den vorteilhaften
Effekt eines geringeren Raumbedarfs, da kein Freiraum für den außerhalb des Fallschachts
51 verlaufenden Abschnitt des flexiblen Abstreifelements 52 erforderlich ist. Darüber
hinaus wird der Spachtel 27 durch das doppelt verlaufende flexible Abstreifelement
52 entsprechend doppelt überstrichen, was zu einer besseren Reinigungsleistung führt.
In der Figur 5 ist weiter eine Reinigungseinrichtung 56 in Form einer Abstreifkante
zum Abstreifen des flexiblen Abstreifelements 52 dargestellt.
[0065] Die Figur 6 zeigt in einer weiteren Variante eine Fallschachtanordnung 60 gemäß einer
vierten Ausführungsform. In dieser Ausführungsform kann das flexible Abstreiflement
62 als ein Abstreifelement endlicher Länge ausgebildet sein, welches an zwei Wickeleinrichtungen
63 befestigt ist, welche das flexible Abstreifelement 62 aufwickeln und abwickeln
können. Durch entsprechende Steuerung eines Antriebs (nicht dargestellt) der Wickeleinrichtungen
63 kann das flexible Abstreifelement 62 so in eine Hin- und Her Bewegung in Längsrichtung
versetzt werden. Die Reinigungseinrichtung 66 ist im Beispiel der Figur 6 als eine
Abstreifkante ausgeführt, an der das flexible Abstreifelement 62 vorbeigeführt wird,
um dieses Abzustreifen.
Eine Fallschachtanordnung 70 gemäß einer sechsten Ausführungsform ist in den Figuren
7A und 7B dargestellt. Wie in den Figuren 7A und 7B dargestellt, ist der Spachtel
27 nicht an einem Tragring befestigt. Stattdessen sind zwei Tragstangen 73 vorgesehen,
an denen der Spachtel 27 befestigt ist. Die Tragstangen 73 sind durch jeweilige Öffnungen
72 im Fallschacht 71 geführt und können so gebogen und/oder so federelastisch ausgeführt
sein, dass die Tragstangen 71 den Spachtel gegen die Innenwand 71a des Fallschachts
71 drücken. Indem die Tragstangen 73 vor oder zurück bewegt werden, wie durch die
Pfeile in den Figuren 7A und 7B dargestellt, kann der Spachtel 27 relativ zur Innenwand
71a des Fallschachts 71 bewegt werden, um die Innenwand 71a abzustreifen und zu reinigen.
[0066] Während die Erfindung im Vorstehenden am Beispiel bevorzugter Ausführungsformen beschrieben
wurde, sind diese nicht beschränkend. So können verschiedene Aspekte der verschiedenen
Ausführungsformen kombiniert oder gegeneinander ausgetauscht werden.
[0067] Während im Vorstehenden Beispiele gegeben wurden, in denen der Spachtel 27, 47 relativ
zu einer Innenwand 21a, 41a des Fallschachts 21, 41 bewegt wird, ist dies nicht beschränkend,
und es ist ebenso möglich, den Fallschacht 21, 41 selbst durch geeignete Antriebsmittel
zu bewegen. So kann beispielsweise der Fallschacht 21, 41 rotationssymmetrisch ausgestaltet
sein und durch entsprechende Antriebsmittel in eine Rotationsbewegung versetzt werden,
so dass sich die Innenwand 21a, 41a des Fallschachts 21, 41 mit Bezug zum Spachtel
27, 47 bewegt. Der Spachtel 27, 47 kann dabei durch entsprechende Einrichtungen ortsfest
gehalten werden, während sich die Innenwand 21a, 41a an dem Spachtel 27, 47 vorbei
bewegt. Auch ist es möglich, einen beweglichen Spachtel 27, 47 mit einem beweglichen
Fallschacht 21, 41 zu kombinieren. Es ist weiter auch möglich, den Spachtel 27, 47
auf unterschiedliche Weisen zu bewegen. So kann der Spachtel 27, 47 wie vorstehend
beschrieben in einer Drehrichtung kontinuierlich drehend ausgeführt sein. Dies ist
jedoch nicht beschränkend, und der Spachtel 27, 47 kann auch intermittierend bewegt
werden, und/oder kann in eine Vorwärts-/Rückwärtsbewegung versetzt werden.
[0068] Darüber hinaus ist die vorliegende Erfindung nicht auf einen einzelnen Spachtel 27,
47 beschränkt, und es können auch mehrere Spachtel 27, 47 verwendet werden, die vorzugsweise
regelmäßig beabstanded angeordnet sind.
Weiter kann die Fallschachtanordnung 10, 20, 40, 50, 60, 70 eine Temperiereinrichtung
aufweisen zum Temperieren einer oder mehrerer Innenwände 21a, 41a, 51a, 71a auf eine
Temperatur, die unterhalb einer Schwelle für das Aushärten des Bindemittels liegt,
bevorzugt unterhalb 70° C.
[0069] Während im Vorstehenden Fallschächte 21, 41, 71 beschrieben sind, die im Wesentlichen
einteilig ausgeführt sind, ist auch dies nicht beschränkend, und die vorliegende Erfindung
ist auch anwendbar auf Fallschachtanordnungen mit Fallschächten, die aus mehreren
Elementen zusammengesetzt sind, so dass beispielsweise mehrere Elemente jeweils eine
Innenwand des Fallschachts bilden. (1469)
Bezugszeichenliste: P1469
| 1 |
Partikel |
40 |
Fallschachtanordnung |
| 2 |
Dosiervorrichtung |
41 |
Fallschacht |
| 3 |
Fallschacht |
41a |
Innenwand |
| 4 |
Auflösevorrichtung |
47 |
Spachtel |
| 5 |
Partikelvorhang |
|
|
| 6 |
Düse |
50 |
Fallschachtanordnung |
| 7 |
Mischvorrichtung |
51 |
Fallschacht |
| 8 |
Mischwerkzeuge |
51a |
Innenwand |
| 9 |
Welle |
52 |
Abstreifelement |
| 10 |
Fallschachtanordnung |
53 |
Umlenkrolle |
| |
|
56 |
Reinigungseinrichtung |
| 20 |
Fallschachtanordnung |
|
|
| 21 |
Fallschacht |
60 |
Fallschachtanordnung |
| 21a |
Innenwand |
62 |
Abstreifelement |
| 22 |
Abstreifelement |
63 |
Winkeleinrichtungen |
| 23 |
Umlenkmittel |
66 |
Reinigungseinrichtung |
| 24 |
Feder |
|
|
| 25 |
Andruckrolle |
70 |
Fallschachtanordnung |
| 26 |
Reinigungseinrichtung |
71 |
Fallschacht |
| 27 |
Spachtel |
71a |
Innenwand |
| 28 |
Tragringeinrichtung |
72 |
Öffnung |
| 29 |
Lagereinrichtung |
73 |
Tragstange |
1. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70), insbesondere für eine Vorrichtung zur
Beleimung von Partikeln (1), die zumindest teilweise aus zur Herstellung von Werkstoffplatten
geeigneten Fasern und/oder Spänen bestehen, wobei die Fallschachtanordnung (10; 20;
40; 50; 60; 70) aufweist:
einen Fallschacht (21; 41), der einen Einlass zur Zuführung der Partikel (1) und einen
Auslass zur Abgabe der Partikel (1) aufweist;
einen Spachtel (27; 47), der angeordnet ist, sich relativ zu einer Innenwand (21a,
41a) des Fallschachtes (21; 41) zu bewegen, um die Innenwand (21a, 41a) zu reinigen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) weiter zumindest ein flexibles Abstreifelement
(22; 52; 62) zum Reinigen des zumindest einen Spachtels (27; 47) aufweist,
wobei das flexible Abstreifelement (22; 52; 62) im Verfahrweg des zumindest einen
Spachtels (27; 47) über die Innenwand (21a; 41a) gespannt ist; und dass weiter Antriebsmittel
vorgesehen sind, die eingerichtet sind, das flexible Abstreifelement (22; 52; 62)
in eine Bewegung in eine Richtung der Längserstreckung des flexiblen Abstreifelements
(22; 52; 62) zu versetzen.
2. Fallschachtanordnung (20; 40; 50) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine flexible Abstreifelement (22; 52) ein endloses Abstreifelement
(22; 52) ist.
3. Fallschachtanordnung (20; 40) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine endlose Abstreifelement (22) mittels Umlenkmitteln, vorzugsweise
Umlenkrollen (23), so angeordnet ist, dass es ein Wandelement des Fallschachts (21;
41) umschließt, das die Innenwand (21a; 41a; 71a) aufweist.
4. Fallschachtanordnung (50) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine endlose Abstreifelement (52) so angeordnet ist, dass es im Bereich
der Innenwand (51a) innerhalb des Fallschachts (51) verlaufend angeordnet ist.
5. Fallschachtanordnung (60; 70) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Wickeleinrichtungen (63) vorgesehen sind, wobei das flexible Abstreifelement
(62) mit den Wickeleinrichtungen (63) verbunden ist, um von den Wickeleinrichtungen
(63) aufgewickelt und abgewickelt werden zu können.
6. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmittel eingerichtet sind, das zumindest eine flexible Abstreifelement
(22; 52; 62) in eine umlaufende Bewegung und/oder eine Hin- und Her Bewegung in Richtung
der Längserstreckung des Abstreifelements (22; 52; 62) zu versetzen.
7. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine flexible Abstreifelement (22; 52; 62) sich benachbart der Innenwand
(21a; 41a; 61a) des Fallschachts (21; 41; 61) in einer im Wesentlichen vertikalen
Richtung erstreckt und/oder einer Form des Fallschachts (21; 41; 61) in vertikaler
Richtung entsprechend verläuft.
8. Fallschachtanordnung (20; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass weiter Spannmittel, vorzugsweise eine Feder (24) mit Andruckrolle (25) vorgesehen
sind, die eingerichtet sind, dass das zumindest eine flexible Abstreifelement (22)
unter Spannung gehalten wird.
9. Fallschachtanordnung (20; 40; 60; 70) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass weiter eine Reinigungseinrichtung (26; 66) vorgesehen ist, wobei das zumindest eine
Abstreifelement (22; 52; 62) an der Reinigungseinrichtung (26; 66) vorbei verlaufend
oder durch die Reinigungseinrichtung (26; 66) hindurch verlaufend geführt ist.
10. Fallschachtanordnung (20; 40; 60; 70) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung (26; 66) als ein Fluidbad, eine Bürste, eine Abstreiferkante,
oder ein Abstreifzylinder ausgeführt ist.
11. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Spachtel (27, 47) als Spachtelklinge, als Schaber, als Spatel, oder als Stab
ausgebildet ist.
12. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine flexible Abstreifelement (22; 52; 62) als Seil, insbesondere Drahtseil,
als Draht, als Band oder als Kette ausgebildet ist.
13. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Fallschacht (21; 41) sich in Fallrichtung der Partikel (1) von oben nach unten
im Querschnitt verjüngend ausgebildet ist.
14. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Fallschacht (21; 41) zylindrisch oder konisch ausgeführt ist.
15. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Fallschacht (41) eine im Wesentlichen konkave Form aufweist.
16. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwand (21a; 41a; 71a) zumindest einmal in zwei Minuten abgestreift wird.
17. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass weiter eine Temperiereinrichtung vorgesehen ist zum Temperieren der Innenwand (21a;
41a; 71a) auf eine Temperatur, die unterhalb einer Schwelle für das Aushärten des
Bindemittels liegt, bevorzugt unterhalb 70°C.
1. A drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70), in particular for a device for
gluing particles (1) which consist at least partly of fibers and/or chips suitable
for producing material boards, wherein the drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50;
60; 70) comprises:
a drop shaft (21; 41) having an inlet for feeding the particles (1) and an outlet
for discharging the particles (1);
a scraper (27; 47) arranged to move relative to an inner wall (21a, 41a) of the drop
shaft (21; 41) in order to clean the inner wall (21a, 41a),
characterized in that
the drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) further comprises at least one
flexible stripping element (22; 52; 62) for cleaning the at least one scraper (27;
47),
wherein the flexible stripping element (22; 52; 62) is tensioned over the inner wall
(21a; 41a) in the travel path of the at least one scraper (27; 47);
and that drive means are further provided which are designed to set in motion the
flexible stripping element (22; 52; 62) in a direction of the longitudinal extension
of the flexible stripping element (22; 52; 62).
2. Drop shaft arrangement (20; 40; 50) according to claim 1, characterized in that the at least one flexible stripping element (22; 52) is an endless stripping element
(22; 52).
3. Drop shaft arrangement (20; 40) according to claim 2, characterized in that the at least one endless stripping element (22) is arranged by means of deflection
means, preferably deflection rollers (23), in such a way that it surrounds a wall
element of the drop shaft (21; 41) which comprises the inner wall (21a, 41a, 71a).
4. Drop shaft arrangement (50) according to claim 2, characterized in that the at least one endless stripping element (52) is arranged so that it is arranged
to extend in the region of the inner wall (51a) within the drop shaft (51).
5. Drop shaft arrangement (60; 70) according to claim 1, characterized in that two winding devices (63) are provided, wherein the flexible stripping element (62)
is connected to the winding devices (63) so that it can be wound up by the winding
devices (63) and be unwound therefrom.
6. Drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) according to one of the claims 1 to
5, characterized in that the drive means are arranged to set the at least one flexible stripping element (22;
52; 62) in a circulating motion and/or a reciprocating motion in the direction of
the longitudinal extension of the stripping element (22; 52; 62).
7. Drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) according to one of the claims 1 to
6, characterized in that the at least one flexible stripping element (22; 52; 62) extends adjacent to the
inner wall (21a; 41a; 61a) of the drop shaft (21; 41; 61) in a substantially vertical
direction and/or extends in the vertical direction according to a shape of the drop
shaft (21; 41; 61).
8. Drop shaft arrangement (20; 40) according to one of the claims 1 to 7, characterized in that further clamping means, preferably a spring (24) with pressure roller (25), are provided,
which are designed that the at least one flexible stripping element (22) is held under
tension.
9. Drop shaft arrangement (20; 40; 60; 70) according to one of the claims 1 to 8, characterized in that further a cleaning device (26; 66) is provided, wherein the at least one stripping
element (22; 52; 62) is guided to extend past the cleaning device (26; 66) or through
the cleaning device (26; 66).
10. Drop shaft arrangement (20; 40; 60; 70) according to claim 9, characterized in that the cleaning device (26; 66) is designed as a fluid bath, a brush, a stripper edge
or a stripping cylinder.
11. Drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) according to one of the claims 1 to
10, characterized in that the scraper (27, 47) is designed as a scraper blade, a stripper, a spatula, or a
rod.
12. Drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) according to one of the preceding
claims, characterized in that the at least one flexible stripping element (22; 52; 62) is formed as a rope, in
particular a wire rope, a wire, a band or a chain.
13. Drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) according to one of the preceding
claims, characterized in that the drop shaft (21; 41) is formed to taper in cross-section in the direction of fall
of the particles (1) from top to bottom.
14. Drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) according to one of the preceding
claims, characterized in that the drop shaft (21; 41) is formed in a cylindrical or conical manner.
15. Drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) according to one of the preceding
claims, characterized in that the drop shaft (41) has a substantially concave shape.
16. Drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) according to one of the preceding
claims, characterized in that the inner wall (21a; 41a; 71a) is stripped at least once every two minutes.
17. Drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) according to one of the preceding
claims, characterized in that a tempering device is further provided for tempering the inner wall (21a; 41a; 71a)
to a temperature which lies below a threshold for the curing of the binder, preferably
below 70°C.
1. Ensemble puits de chute (10 ; 20 ; 40 ; 50 ; 60 ; 70), en particulier pour un dispositif
de collage de particules (1) qui sont constituées au moins partiellement de fibres
et/ou de copeaux adaptés à la fabrication de panneaux de matériau, lequel ensemble
puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) présente :
un puits de chute (21 ; 41) qui présente une entrée pour l'amenée des particules (1)
et une sortie pour la décharge des particules (1) ;
un grattoir (27 ; 47) qui est disposé de manière à pouvoir se déplacer par rapport
à une paroi intérieure (21a, 41a) du puits de chute (21 ; 41) pour nettoyer la paroi
intérieure (21a, 41a),
caractérisé en ce que
l'ensemble puits de chute (10 ; 20 ; 40 ; 50 ; 60 ; 70) présente en outre au moins
un élément racleur flexible (22 ; 52 ; 62) pour nettoyer ledit au moins un grattoir
(27 ; 47),
l'élément racleur flexible (22 ; 52 ; 62) étant tendu sur la paroi intérieure (21a
; 41a) dans le trajet de déplacement dudit au moins un grattoir (27 ; 47) ;
et qu'il est prévu en outre des moyens d'entraînement qui sont conçus pour mettre
l'élément racleur flexible (22 ; 52 ; 62) en mouvement dans une direction de l'extension
longitudinale de l'élément racleur flexible (22 ; 52 ; 62).
2. Ensemble puits de chute (20 ; 40 ; 50) selon la revendication 1, caractérisé en ce que ledit au moins un élément racleur flexible (22 ; 52) est un élément racleur sans
fin (22 ; 52).
3. Ensemble puits de chute (20 ; 40) selon la revendication 2, caractérisé en ce que ledit au moins un élément racleur sans fin (22) est disposé à l'aide de moyens de
déviation, de préférence de poulies de déviation (23), de manière à entourer un élément
de paroi du puits de chute (21 ; 41) qui présente la paroi intérieure (21a ; 41a ;
71a).
4. Ensemble puits de chute (50) selon la revendication 2, caractérisé en ce que ledit au moins un élément racleur sans fin (52) est disposé de manière à s'étendre
dans la zone de la paroi intérieure (51a) à l'intérieur du puits de chute (51).
5. Ensemble puits de chute (60 ; 70) selon la revendication 1, caractérisé en ce que deux dispositifs d'enroulement (63) sont prévus, l'élément racleur flexible (62)
étant relié aux dispositifs d'enroulement (63) pour pouvoir être enroulé et déroulé
par les dispositifs d'enroulement (63).
6. Ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) selon l'une des revendications 1
à 5, caractérisé en ce que les moyens d'entraînement sont conçus pour mettre ledit au moins un élément racleur
flexible (22 ; 52 ; 62) dans un mouvement rotatif et/ou un mouvement alternatif dans
la direction de l'extension longitudinale de l'élément racleur (22 ; 52 ; 62).
7. Ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) selon l'une des revendications 1
à 6, caractérisé en ce que ledit au moins un élément racleur flexible (22 ; 52 ; 62) s'étend au voisinage de
la paroi intérieure (21a ; 41a ; 61a) du puits de chute (21 ; 41 ; 61) dans une direction
sensiblement verticale et/ou correspondant à une forme du puits de chute (21 ; 41
; 61) dans la direction verticale.
8. Ensemble puits de chute (20 ; 40) selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'il est prévu en outre des moyens de mise sous tension, de préférence un ressort (24)
avec un rouleau de pression (25), qui sont conçus pour maintenir sous tension ledit
au moins un élément racleur flexible (22).
9. Ensemble puits de chute (20 ; 40 ; 60 ; 70) selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce qu'il est prévu en outre un dispositif de nettoyage (26 ; 66), ledit au moins un élément
racleur (22 ; 52 ; 62) étant guidé de manière à passer devant le dispositif de nettoyage
(26 ; 66) ou à travers le dispositif de nettoyage (26 ; 66).
10. Ensemble puits de chute (20 ; 40 ; 60 ; 70) selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif de nettoyage (26 ; 66) est réalisé sous la forme d'un bain de fluide,
d'une brosse, d'une arête de raclage ou d'un cylindre de raclage.
11. Ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) selon l'une des revendications 1
à 10, caractérisé en ce que le grattoir (27, 47) est réalisée sous la forme d'une lame de grattoir, d'un racloir,
d'une spatule ou d'une barre.
12. Ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que ledit au moins un élément racleur flexible (22 ; 52 ; 62) est réalisé sous la forme
d'un câble, en particulier d'un câble métallique, d'un fil, d'un ruban ou d'une chaîne.
13. Ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le puits de chute (21 ; 41) est réalisé de manière à s'effiler en section transversale
de haut en bas dans la direction de chute des particules (1).
14. Ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le puits de chute (21 ; 41) est réalisé de manière cylindrique ou conique.
15. Ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le puits de chute (41) présente une forme sensiblement concave.
16. Ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la paroi intérieure (21a ; 41a ; 71a) est raclée au moins une fois en deux minutes.
17. Ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il est prévu en outre un dispositif de thermorégulation pour thermoréguler la paroi
intérieure (21a ; 41a ; 71a) à une température qui se situe en dessous d'un seuil
de durcissement du liant, de préférence en dessous de 70 °C.