(19)
(11) EP 2 922 670 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
24.10.2018  Patentblatt  2018/43

(21) Anmeldenummer: 13796037.3

(22) Anmeldetag:  22.11.2013
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B27N 1/02(2006.01)
B08B 1/00(2006.01)
B08B 9/08(2006.01)
B08B 9/087(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2013/074513
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2014/079988 (30.05.2014 Gazette  2014/22)

(54)

FALLSCHACHTANORDNUNG MIT ZWEIFACHER REINIGUNGSEINRICHTUNG, INSBESONDERE FÜR EINE VORRICHTUNG ZUR BELEIMUNG VON PARTIKELN IM ZUGE DER HERSTELLUNG VON WERKSTOFFPLATTEN

FALL DUCT ARRANGEMENT WITH A DUAL CLEANING DEVICE, IN PARTICULAR FOR A DEVICE FOR GLUING PARTICLES IN THE COURSE OF PRODUCING MATERIAL BOARDS

ENSEMBLE PUITS DE CHUTE COMPORTANT UN DOUBLE SYSTÈME DE NETTOYAGE, DESTINÉ NOTAMMENT À UN DISPOSITIF PERMETTANT D'ENCOLLER DES PARTICULES DANS LE CADRE DE LA FABRICATION DE PANNEAUX DE PARTICULES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 22.11.2012 DE 202012104538 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.09.2015  Patentblatt  2015/40

(73) Patentinhaber: Dieffenbacher GmbH Maschinen- und Anlagenbau
75031 Eppingen (DE)

(72) Erfinder:
  • KROLL, Detlef
    75031 Eppingen (DE)
  • SCHWINN, Reinhard
    75031 Eppingen (DE)
  • VON HAAS, Gernot
    75031 Eppingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A1-2011/134844
DE-A1-102010 064 339
WO-A2-2004/035278
DE-B3-102006 058 625
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fallschachtanordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Die Herstellung von Werkstoffplatten aus zum Beispiel Spänen oder mitteldichten Fasern oder anderen rieselfähigen Materialien sind mittlerweile automatisierte Prozesse und werden bereits in vielen Ländern seit Jahren angewandt. Wie bekannt findet die Verpressung von aufbereiteten Spänen oder Fasern entweder taktgebunden oder kontinuierlich statt. Dabei spielt neben den vielen Anlagenteilen vor und nach der Presse die Herstellung einer Streugutmatte mittels Streumaschinen eine herausragende Rolle, ist doch die Qualität der erstellten Streugutmatte neben der Qualität der Rohstoffe ein wichtiger Faktor. Der Drang zur Herstellung von kostengünstigen Werkstoffplatten aus natürlichen Rohstoffen und künstlich hergestelltem Bindemittel zwingt die Produzenten immer mehr effizientere Verfahren zu entwickeln. Besondere Schwerpunkte sind dabei insbesondere geringe Ausfallzeiten und niedriger Verschleiß.

    [0003] Die vorliegende Ausarbeitung bezieht sich auf den Bereich der Beleimung der Partikel mit einem Bindemittel. Grundsätzlich versteht man unter Bindemittel eine so genannte Klebstoffflotte, die in ihrer Hauptkomponente aus einem Klebstoff besteht. Je nach Bedarf werden zusätzlich Emulsion, Härter, Formaldehydfänger, Farbstoffe, Insektenschutz und Pilzschutzmittel und andere Additive beigegeben. Es ist auch üblich den Klebstoff ohne Zusätze zu verwenden.

    [0004] Als Bindemittel kommen ohne Anspruch auf Vollständigkeit in Frage: Isocyanate, MDI, Melaminharnstoffformaldehyd (MUF), Harnstoffformaldehyd (UF), MUPF oder PF.

    [0005] Die Beleimung erfolgt typischer Weise derart, dass das Streugut beziehungsweise die Partikel mittels einer Dosiervorrichtung in einen Fallschacht eingebracht und mittels Düsen, die im Fallschacht oder diesem vorgelagert angeordnet sind, mit dem Bindemittel beaufschlagt wird beziehungsweise werden. Das beleimte Streugut wird meist in einer dem Fallschacht nachgelagerten Trommel mit drehenden Förderwerkzeugen (mechanischen Mischer) behandelt und/oder weiter beleimt und anschließend zu einer Streugutmatte gestreut und anschließend zeitnah, vor Aushärtung eines Leimes, verpresst. Alternativ kann das Streugut, ohne einen mechanischen Mischer zu durchlaufen, direkt in eine Streuvorrichtung eingebracht werden, um die Streugutmatte zu streuen, und anschließend zu verpressen.

    [0006] Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus dem Dokument DE 10 2010 064 339 A1 bekannt.

    [0007] Es besteht hierbei das Problem, dass sich Bindemittel sowie mit dem Bindemittel beleimte Partikel an der Innenwand des Fallschachtes anlagern können, so dass der Fallschacht dazu neigt, zu verschmutzen. Dies macht es notwendig, den Fallschacht regelmäßig zu reinigen. Hierzu muss die Anlage meist stillgesetzt werden, was einen entsprechenden Produktionsausfall mit sich bringt.

    [0008] Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass sich mit der Zeit an der Innenwand des Fallschachtes feste Ablagerungen von nicht vernachlässigbarer Größe bilden können. Lösen sich solche Ablagerungen und fallen in den Mischer, ist es nicht sichergestellt, dass derartige Klumpen fester Ablagerungen im Mischer zerkleinert und aufgelöst werden. Es können sich daher in der Paste aus beleimten Partikeln, die den Mischer verlässt, weiter feste Klumpen befinden, welche im weiteren Verlauf der Herstellung von Werkstoffplatten zu einer Beeinträchtigung der Produktqualität und/oder zu Beschädigungen der Pressen führen können.

    [0009] Um das Beschmutzen der Innenwände eines Fallschachtes und die Ausbildung fester Ablagerungen an diesen zu verhindern beziehungsweise zu vermindern, wird im Dokument WO 2011/134844 A1 vorgeschlagen, die Innenwände des Fallschachtes mit Schaberklingen beziehungsweise Spateln zu überstreifen. Die Spatel sind fest mit einer Stützkonstruktion befestigt, die aus einem oberen Ring und einem unteren Ring besteht. Der obere Ring ist mit einem Zahnkranz mit Innenverzahnung verbunden, welcher über ein Ritzel und einen Motor angetrieben wird. Derart angetrieben streifen die Schaberklingen in einer Drehbewegung um eine vertikale Achse über die Innenwand des rotationssymmetrischen Fallschachtes.

    [0010] Zwar kann auf diese Weise verhindert werden, dass sich auf der Innenwand des Fallschachtes größere Ablagerungen bilden, jedoch um den Preis, dass mit den Schaberklingen neue Elemente und Oberflächen in den Fallschacht eingeführt sind, die wiederum beschmutzen und auf denen sich feste Ablagerungen ausbilden können. So kann es insbesondere in großen Anlagen dazu kommen, dass sich auf den Schaberklingen Anbackungen ausbilden können, die bis zu 50 kg wiegen und in einem Klumpen abfallen können, was zur Beschädigung des Mischers und/oder der nachfolgenden Maschinen führen kann.

    [0011] In dem Dokument WO 2011/134844 A1 wird daher vorgeschlagen, die Schaberklingen auf eine Temperatur zu kühlen, die unter dem Kondensationspunkt der Luftfeuchte liegt, so dass sich ein Kondensatfilm auf den Oberflächen ausbildet, der die Klebefähigkeit der eingespritzten chemischen Komponenten, insbesondere von thermisch abbindenden Klebstoffen vermindern soll.

    [0012] Abhängig von den Anforderungen einer bestimmten Anwendung, insbesondere abhängig davon, welches Bindemittel und/oder welche Zusätze eingesetzt werden, kann es unerwünscht sein, dass im Fallschacht Feuchtigkeit auskondensiert. In diesem Fall kann die vom Dokument WO 2011/134844 A1 vorgeschlagene Schaberklingenkühlung nicht effektiv eingesetzt werden.

    [0013] In anderen Fällen kann, abhängig vom eingesetzten Bindemittel und/oder den eingesetzten Zusätzen, der Effekt eines Kondensatfilms nicht oder nur gering gegeben sein, so dass ein Anhaften nur leicht verringert wird, oder sogar ins Gegenteil verkehrt werden, wenn bestimmte Bindemittel oder Zusätze bei Feuchtigkeit und/oder bei verminderten Temperaturen eine erhöhte Neigung zum Anhaften und/oder Verklumpen zeigen. Auch in diesen Fällen mag ein Einsatz der vom Dokument WO 2011/134844 A1 vorgeschlagenen Schaberklingenkühlung nicht angezeigt sein.

    [0014] Darüber hinaus ist es zur Realisierung der vom Dokument WO 2011/134844 A1 vorgeschlagenen Schaberklingenkühlung erforderlich, entsprechende Zuleitungen und Ableitungen für ein Kühlfluid vorzusehen, die eine ausreichende Förderkapazität aufweisen. Um die Wände eines rotierenden Fallschachts und/oder rotierende Schaberklingen mit dem Kühlfluid zu versorgen, ist es zudem notwendig, dass entsprechende fluidführende Kupplungsmittel vorgesehen werden, die eine Übertragung von Kühlfluid von einem ruhenden Teil der Anlage zu den rotierenden Fallschachtwänden und/oder den rotierenden Schaberklingen ermöglichen. Die hierzu notwendigen mechanischen Konstruktionen können einen hohen Aufwand darstellen und es mag schwierig sein, eine dauerhaft wirkungsvolle Abdichtung zu erzielen.

    [0015] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Fallschachtanordnung anzugeben, welche das Ausbilden fester Anhaftungen innerhalb eines Fallschachts wirksam verhindern kann.

    [0016] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Fallschachtanordnung anzugeben, welche auf Fallschächte unterschiedlichster Formen anwendbar ist.

    [0017] Weiter ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Fallschachtanordnung anzugeben, die sich einfach in bereits errichtete Anlagen integrieren lässt.

    [0018] Diese und andere Aufgaben der Erfindung werden durch eine Fallschachtanordnung gemäß Anspruch 1 gelöst. Weitere bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen dargelegt.

    [0019] Als eine Lösung wird eine Fallschachtanordnung angegeben, insbesondere für eine Vorrichtung zur Beleimung von Partikeln, die zumindest teilweise aus zur Herstellung von Werkstoffplatten geeigneten Fasern und/oder Spänen bestehen, wobei die Fallschachtanordnung einen Fallschacht aufweist, der einen Einlass zur Zuführung der Partikel und einen Auslass zur Abgabe der Partikel aufweist, und einen Spachtel, der angeordnet ist, sich relativ zu einer Innenwand des Fallschachtes zu bewegen, um die Innenwand zu reinigen. Die Fallschachtanordnung weist weiter zumindest ein flexibles Abstreifelement zum Reinigen des zumindest einen Spachtels auf, wobei das flexible Abstreifelement im Verfahrweg des zumindest einen Spachtels über die Innenwand gespannt ist; und es sind weiter Antriebsmittel vorgesehen, die eingerichtet sind, das flexible Abstreifelement in eine Bewegung in eine Richtung der Längserstreckung des flexiblen Abstreifelements zu versetzen.

    [0020] Während der Spachtel es erlaubt, die Innenwand des Fallschachts sauber zu halten, erlaubt es das flexible Abstreifelement, dass auch der Spachtel gesäubert werden kann. Indem das flexible Abstreifelement in Bewegung versetzt wird, kann das flexible Abstreifelement abschnittsweise aus dem Inneren des Fallschachts herausbewegt werden, so dass der zuvor im Inneren des Fallschachts befindliche Abschnitt des flexiblen Abstreifelements zugänglich für eine Reinigung ist. Es kann somit wirkungsvoll sichergestellt werden, dass sich keine festen Ablagerungen im Fallschacht ausbilden.

    [0021] Das zumindest eine flexible Abstreifelement kann als ein endloses Abstreifelement ausgeführt sein.

    [0022] Das zumindest eine endlose Abstreifelement kann vorzugsweise mittels Umlenkmitteln so angeordnet ist, dass es ein Wandelement des Fallschachts umschließt, das die Innenwand aufweist.

    [0023] Das zumindest eine endlose Abstreifelement kann weiter vorzugsweise so angeordnet sein, dass es im Bereich der Innenwand innerhalb des Fallschachts verlaufend angeordnet ist.

    [0024] Der Fallschacht kann insbesondere weiter zwei Wickeleinrichtungen aufweisen, wobei das flexible Abstreifelement mit den Wickeleinrichtungen verbunden ist, um von den Wickeleinrichtungen aufgewickelt und abgewickelt werden zu können.

    [0025] Die Antriebsmittel können vorzugsweise eingerichtet sein, das zumindest eine flexible Abstreifelement in eine umlaufende Bewegung und/oder eine Hin- und Her Bewegung in Richtung der Längserstreckung des Abstreifelements zu versetzen.

    [0026] Das zumindest eine flexible Abstreifelement kann sich benachbart der Innenwand des Fallschachts in einer im Wesentlichen vertikalen Richtung erstreckend und/oder einer Form des Fallschachts in vertikaler Richtung entsprechend verlaufend angeordnet sein.

    [0027] Bevorzugt sind weiter Spannmittel vorgesehen, die eingerichtet sind, das zumindest eine flexible Abstreifelement unter Spannung zu halten.

    [0028] Vorzugsweise kann weiter eine Reinigungseinrichtung vorgesehen sein, die derart angeordnet ist, dass das zumindest eine Abstreifelement an der Reinigungseinrichtung vorbei verlaufend oder durch die Reinigungseinrichtung hindurch verlaufend geführt ist.

    [0029] Die Reinigungseinrichtung kann als ein Fluidbad, eine Bürste, eine Abstreiferkante, oder ein Abstreifzylinder ausgeführt sein.

    [0030] Der Spachtel kann als Schaber, als Spachtelklinge, als Spatel, oder als Stab ausgebildet sein.

    [0031] Das zumindest eine flexible Abstreifelement kann als Seil, insbesondere Drahtseil, als Draht, als Band oder als Kette ausgebildet sein.

    [0032] Bevorzugt ist der Fallschacht sich in Fallrichtung der Partikel von oben nach unten im Querschnitt verjüngend ausgebildet.

    [0033] Der Fallschacht kann zylindrisch oder konisch ausgeführt sein.

    [0034] Der Fallschacht kann eine im Wesentlichen konkave Form aufweisen.

    [0035] Die zumindest eine Innenwand, bevorzugt alle Innenwände des Fallschachts können zumindest einmal in zwei Minuten, insbesondere einmal in einer Minute abgestreift werden.

    [0036] Bevorzugt kann weiter eine Temperiereinrichtung vorgesehen sein zum Temperieren der Innenwand auf eine Temperatur, die unterhalb einer Schwelle für das Aushärten des Bindemittels liegt, bevorzugt unterhalb 70° C.

    [0037] Als eine weitere Lösung wird eine Vorrichtung zur Beleimung von Partikeln, die zumindest teilweise aus zur Herstellung von Werkstoffplatten geeigneten Fasern und/oder Spänen bestehen, wobei die Vorrichtung eine Fallschachtanordnung aufweist.

    [0038] Die Vorrichtung kann weiter eine Zufuhreinrichtung zum Zuführen der Partikel und eine Mehrzahl von Düsen zur Abgabe eines Bindemittels aufweisen, wobei die Düsen in einem Bereich innerhalb des Fallschachts und/oder oberhalb einer Einlassöffnung des Fallschachts .

    [0039] Weiter bevorzugt weist die Vorrichtung eine der Fallschachtanordnung nachgelagerte Mischvorrichtung auf.

    [0040] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen dargestellt:
    Fig. 1
    zeigt schematisch eine Vorrichtung zur Beleimung von Partikeln;
    Fig. 2A
    zeigt in einer schematischen Draufsicht eine Fallschachtanordnung gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
    Fig. 2B
    stellt eine schematische Draufsicht der Fallschachtanordnung der Fig. 2A dar;
    Fig. 3A bis 3D
    zeigen in einer schematischen Querschnittsansicht das Abstreifen eines Spachtels durch ein flexibles Abstreifelement während der Bewegung des Spachtels;
    Fig. 4
    zeigt in einer schematischen seitlichen Querschittsansicht eine Fallschachtanordnung gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
    Fig. 5
    zeigt in einer schematischen seitlichen Querschittsansicht eine Fallschachtanordnung gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
    Fig. 6
    zeigt in einer schematischen seitlichen Querschittsansicht eine Fallschachtanordnung gemäß einer vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
    Fig. 7A
    zeigt in einer schematischen seitlichen Querschnittsansicht eine Fallschachtanordnung gemäß einer fünften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und
    Fig. 7B
    stellt eine schematische Draufsicht der Fallschachtanordnung der Fig. 7A dar.


    [0041] In Figur 1 ist in schematischer Ansicht ein Vorrichtung zur Beleimung von Partikeln beginnend mit der Dosiervorrichtung 2 und endend mit einer Mischvorrichtung 7 in einer allgemeinen Darstellung dargestellt. Dazwischen sind ein Fallschacht 3 und eine im Nachfolgenden näher zu beschreibende Fallschachtanordnung 10 angeordnet. Die Partikel werden dabei als Partikelstrom in die Dosiervorrichtung 2, in der Regel aus einem Partikelbunker mittels Austragsvorrichtungen, eingetragen, dort gewogen und über eine übliche Bandregelung (nicht dargestellt) zur Dosierung in den Fallschacht 3 eingebracht.

    [0042] Dort trifft der Partikelstrom oder die Partikel 1 auf eine optionale Auflösevorrichtung 4 und wird dort zu einem Partikelvorhang 5 aufgelöst und/oder aufgeteilt.

    [0043] Die optionale Auflösevorrichtung 4 kann insbesondere Rechen und/oder Prallbleche, Speichenwalzen und/oder Auflösewalzen, vorzugsweise als Stachelwalzen ausgebildet, aufweisen. Die Auflösevorrichtung 4 ist deshalb optional, da unter Umständen, i.d.R. abhängig von der Art der Partikel 1, bereits die Dosiervorrichtung 2 einen ausreichend brauchbaren Partikelvorhang 5 generieren kann.

    [0044] Der Partikelvorhang 5 respektive die Partikel 1 werden anschließend mittels geeigneter Düsen 6 mit einem Bindemittel besprüht und beleimt.

    [0045] Im weiteren Verlauf fällt der Partikelvorhang 5 durch die Fallschachtanordnung 10 und gelangt anschließend in die der Fallschachtanordnung 10 nachgelagerte Mischvorrichtung 7, in der mittels einer durch eine rotierend angetriebene Welle 9 Mischwerkzeuge 8 die beleimten Partikel nochmals mechanisch durchmischen und schließlich als durchmischten Partikelstrom (Austragspfeil) ausgeben. Auch hier kann in Abhängigkeit der Verfahrensschritte unter Umständen auf die Mischvorrichtung 7 verzichtet werden.

    [0046] Der beleimte Partikelstrom wird anschließend in einem Dosierbunker zwischengelagert oder direkt in eine Streuvorrichtung zur Ausbildung einer Streugutmatte, die im weiteren Verlauf in einer Presse zu einer Werkstoffplatte verpresst und/oder ausgehärtet werden kann, eingeführt.

    [0047] Grundsätzlich sollte die Fallschachtanordnung 10 eine ausreichende Fallhöhe aufweisen, damit sich das Bindemittel ausreichend stark mit den Partikeln verbinden kann und sollte vorzugsweise in Fallrichtung zumindest halb so lang wie der Fallschacht 3 ausgebildet sein.

    [0048] Wie in der Figur 1 dargestellt, können der Fallschacht 3 und die Fallschachtanordnung 10 als getrennte Einrichtungen vorgesehen sein. Alternativ ist es auch möglich, dass der Fallschacht 3 eine Einheit mit einem Fallschacht der Fallschachtanordnung 10 bildet.

    [0049] Mit Bezug auf die Figuren 2A bis 7B sollen nun verschiedene Ausführungsformen einer Fallschachtanordnung (20, 40, 50, 60, 70) beschrieben werden, die als Fallschachtanordnung 10 in der Vorrichtung der Figur 1 verwendbar ist.

    [0050] Eine erste Ausführungsform einer Fallschachtanordnung 20 ist in den Figuren 2A und 2B dargestellt.

    [0051] Die Figuren 2A und 2B stellen eine Fallschachtanordnung 20 mit einem Fallschacht 21 dar. Wie in den Figuren 2A und 2B dargestellt, kann in dieser Ausführungsform der Fallschacht 21 rotationssymmetrisch, insbesondere konisch ausgestaltet sein, mit einer Wandung, die eine Innenwand 21a definiert.

    [0052] Die Fallschachtanordnung 20 weist einen Spachtel 27 auf, der so angeordnet ist, dass er sich relativ zur Innenwand 21a des Fallschachts 20 bewegen kann. Beispielsweise kann der Spachtel 27 an einer Tragringeinrichtung 28 angeordnet sein, die vorzugsweise an einem oberen Ende des Fallschachts 21, also einlaufseitig, angeordnet ist. Die Tragringanordnung 28 kann drehbar ausgestaltet sein, oder kann beispielsweise mit Lagereinrichtungen 29 drehbar gelagert angeordnet sein, so dass mittels einer nicht dargestellten Antriebseinrichtung der Spachtel 27 in eine Drehbewegung um eine Rotationsachse des Fallschachts 21 versetzt werden kann. Der Spachtel 27 kann so in Bewegung versetzt werden, um über die Innenwand 21a zu streifen, damit auf der Innenwand 21a anhaftende Partikel 1, Beleimungsmittel und/oder andere Anhaftungen und/oder Verschmutzungen durch den Spachtel 27 abgestreift werden und so die Innenwand 21a gereinigt wird.

    [0053] Durch das Abstreifen der Anhaftungen und/oder Verschmutzungen von der Innenwand 21a des Fallschachts 21 kommt es dazu, dass diese teilweise auf dem Spachtel 27 anhaften und diesen Verschmutzen, insbesondere auf einer dem Inneren des Fallschachts 21 zugewandten Oberfläche. Es ist daher weiter ein flexibles Abstreifelement 22 vorgesehen, das im Verfahrweg des Spachtels 27 über die Innenwand 21a des Fallschachts 21 verlaufend gespannt ist, so dass, wenn der Spachtel 27 in seiner Bewegung die Stelle des flexiblen Abstreifelements 22 passiert, sich der Spachtel 27 zwischen der Innenwand 21a und dem flexiblen Abstreifelement 27 hindurchbewegt. Das flexible Abstreifelement 22 kann vorzugsweise als Seil, insbesondere Drahtseil, als Draht, als Band oder als Kette ausgebildet sein.
    Um das flexible Abstreifelement 22 gespannt zu halten, können vorzugsweise weiter zusätzlich Spannmittel vorgesehen sein, die in der Figur 2A beispielhaft als eine Feder 24 und eine Andruckrolle 25 dargestellt sind, um das flexible Abstreifelement 22 zu spannen.

    [0054] Das flexible Abstreifelement 22 kann so über die der Innenwand 21a abgewandten Seite, beziehungsweise die dem Inneren des Fallschachts 21 zugewandten Seite des Spachtels 27 streifen, so dass der Spachtel 27 durch das flexible Abstreifelement 22 abgestreift und gereinigt wird. Dies ist in den Figuren 3A bis 3D dargestellt, welche in einer schematischen Querschnittsansicht verschiedene konsekutive Positionen des Spachtels 27 während der Bewegung zum Abstreifen der Innenwand 21a des Fallschachts 21 zeigen, sowie zeigen, wie sich der Spachtel 27 an dem flexiblen Abstreifelement 22 vorbei bewegt und dabei durch das flexible Abstreifelement 22 abgestreift wird.

    [0055] Durch das flexible Abstreifelement 22 kann daher die Wirkung erzielt werden, dass auch der Spachtel 27 von Verschmutzungen und/oder Ablagerungen gereinigt und frei gehalten werden kann.

    [0056] Wie in den Figuren 2A und 2B weiter dargestellt ist, kann das flexible Abstreifelement 22 endlos ausgestaltet sein und kann über Umlenkmittel 23, wie beispielsweise Umlenkrollen, so geführt und gehalten sein, dass es die Wandung des Fallschachts 21 umschließt, so dass das endlose flexible Abstreifelement 22 sowohl im Fallschacht 21 angrenzend der Innenwand 21a, als auch außerhalb des Fallschachts 21 verläuft.

    [0057] Der Umlenkrolle 23 kann ein Antrieb (nicht dargestellt) zugeordnet sein, um über die Umlenkrolle 23 das endlose flexible Abstreifelement 22 in Richtung der Erstreckung in Längsrichtung des flexiblen Abstreifelements 22 in Bewegung zu versetzen. Die Bewegung kann eine intermittierende oder kontinuierliche umlaufende Bewegung des endlosen flexiblen Abstreifelements 22 sein, oder eine oszillierende Hin- und Her Bewegung des endlosen flexiblen Abstreifelements 22 sein, oder eine Kombination davon.

    [0058] Das flexible Abstreifelement 22 kann so abschnittsweise aus dem Bereich des Inneren des Fallschachts 21 herausbewegt werden, so dass das flexible Abstreifelement 22 abschnittsweise gereinigt werden kann, um Anhaftungen und/oder Verschmutzungen durch Partikel 1 oder Bindemittel, die sich durch das Abstreifen des Spachtels 27 auf dem flexiblen Abstreifelement 22 abgelagert haben, zu entfernen und das flexible Abstreifelement 22 zu reinigen.

    [0059] Die Reinigung des flexiblen Abstreifelements 22 kann manuell erfolgen. Vorzugsweise jedoch weist die Fallschachtanordnung 20 eine Reinigungseinrichtung 26 zum Reinigen des flexiblen Abstreifelements 22 auf. Die Reinigungseinrichtung 26 kann insbesondere so angeordnet sein, dass das flexible Abstreifelement 22 an dieser vorbei oder durch die Reinigungseinrichtung 26 hindurch verläuft.

    [0060] Die Reinigungseinrichtung 26 kann beispielsweise als Bürste, Abstreifklinge, oder als Abstreifkante ausgebildet sein, an denen das flexible Abstreifelement 26 vorbeibewegt wird, oder als Abstreifspalt oder als Abstreifzylinder, durch den das flexible Abstreifelement 26 hindurch verläuft. Die Reinigungseinrichtung 26 kann auch als ein Fluidbad ausgestaltet sein, das beispielsweise mit Wasser und/oder einem Reinigungsmittel gefüllt ist und durch welches das flexible Abstreifelement 26 geführt wird, um Beleimungsmittel oder Partikel 1 von diesem abzuwaschen und zu lösen. Die auf dem flexiblen Abstreifelement 22 anhaftenden Ablagerungen und/oder Verschmutzungen können so endgültig aus dem Bereich des Inneren des Fallschachts 21 entfernt werden und gelangen nicht in die weitere Prozesskette.

    [0061] Während in der ersten Ausführungsform der Fallschacht 21 als ein zylindrischer oder konischer Fallschacht 21 dargestellt ist (vgl. Figuren 2A und 2B), ist dies nicht beschränkend, und es können auch andere Formen verwendet werden.

    [0062] So zeigt beispielsweise die Figur 4 eine Fallschachtanordnung 40 gemäß einer zweiten Ausführungsform, wobei der Fallschacht 41 eine Wandung aufweist, die bogenförmig gekrümmt ist, so dass sich der Fallschacht 41 in Fallrichtung der Partikel 1 von oben nach unten verjüngt. Entsprechend ist ein Spachtel 47 vorgesehen, der ebenfalls entsprechend bogenförmig gekrümmt ausgestaltet ist, um der bogenförmigen Krümmung der Innenwand 41 zu entsprechen. Im Übrigen weist die Fallschachtanordnung 40 im Wesentlichen dieselben Elemente auf wie die Fallschachtanordnung 20 der ersten Ausführungsform, zu deren Beschreibung auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen wird.

    [0063] Auf Grund der zum Inneren des Fallschachts 41 weisend gekrümmten beziehungsweise konkaven Formgebung des Fallschachts 41, bei dem die Wandung insbesondere bombiert ausgebildet sein kann, ergibt sich der vorteilhafte Effekt, dass das flexible Abstreifelement 22 zu einer besonders guten Auflage gegen die Innenwand 41a des Fallschachts 41 zu liegen kommt und sich auf Grund seiner Flexibilität der Form der Innenwand 41a anpasst. Dieser Effekt wird weiter verstärkt durch zusätzliche Spannmittel wie die Feder 24 und die Andruckrolle 25. Dadurch kann eine besonders sichere Reinigung des Spachtels 27 erzielt werden.

    [0064] Eine Fallschachtanordnung 50 gemäß einer dritten Ausführungsform ist in der Figur 5 dargestellt. Die Fallschachtanordnung 50 gemäß der dritten Ausführungsform unterscheidet sich von der Fallschachtanordnung 20 gemäß der ersten Ausführungsform darin, dass das endlose flexible Abstreifelement 52 durch eine Umlenkrolle 53 so geführt ist, dass das endlose flexible Abstreifelement 52 im Wesentlichen vollständig innerhalb des Fallschachts 51 verläuft, so dass der hinlaufende und der rücklaufende Abschnitt des flexiblen Abstreifelements 52 beide über die Innenwand 51a des Fallschachts 51 gespannt sind. Eine derartige Führung des flexiblen Abstreifelements 52 hat den vorteilhaften Effekt eines geringeren Raumbedarfs, da kein Freiraum für den außerhalb des Fallschachts 51 verlaufenden Abschnitt des flexiblen Abstreifelements 52 erforderlich ist. Darüber hinaus wird der Spachtel 27 durch das doppelt verlaufende flexible Abstreifelement 52 entsprechend doppelt überstrichen, was zu einer besseren Reinigungsleistung führt. In der Figur 5 ist weiter eine Reinigungseinrichtung 56 in Form einer Abstreifkante zum Abstreifen des flexiblen Abstreifelements 52 dargestellt.

    [0065] Die Figur 6 zeigt in einer weiteren Variante eine Fallschachtanordnung 60 gemäß einer vierten Ausführungsform. In dieser Ausführungsform kann das flexible Abstreiflement 62 als ein Abstreifelement endlicher Länge ausgebildet sein, welches an zwei Wickeleinrichtungen 63 befestigt ist, welche das flexible Abstreifelement 62 aufwickeln und abwickeln können. Durch entsprechende Steuerung eines Antriebs (nicht dargestellt) der Wickeleinrichtungen 63 kann das flexible Abstreifelement 62 so in eine Hin- und Her Bewegung in Längsrichtung versetzt werden. Die Reinigungseinrichtung 66 ist im Beispiel der Figur 6 als eine Abstreifkante ausgeführt, an der das flexible Abstreifelement 62 vorbeigeführt wird, um dieses Abzustreifen.
    Eine Fallschachtanordnung 70 gemäß einer sechsten Ausführungsform ist in den Figuren 7A und 7B dargestellt. Wie in den Figuren 7A und 7B dargestellt, ist der Spachtel 27 nicht an einem Tragring befestigt. Stattdessen sind zwei Tragstangen 73 vorgesehen, an denen der Spachtel 27 befestigt ist. Die Tragstangen 73 sind durch jeweilige Öffnungen 72 im Fallschacht 71 geführt und können so gebogen und/oder so federelastisch ausgeführt sein, dass die Tragstangen 71 den Spachtel gegen die Innenwand 71a des Fallschachts 71 drücken. Indem die Tragstangen 73 vor oder zurück bewegt werden, wie durch die Pfeile in den Figuren 7A und 7B dargestellt, kann der Spachtel 27 relativ zur Innenwand 71a des Fallschachts 71 bewegt werden, um die Innenwand 71a abzustreifen und zu reinigen.

    [0066] Während die Erfindung im Vorstehenden am Beispiel bevorzugter Ausführungsformen beschrieben wurde, sind diese nicht beschränkend. So können verschiedene Aspekte der verschiedenen Ausführungsformen kombiniert oder gegeneinander ausgetauscht werden.

    [0067] Während im Vorstehenden Beispiele gegeben wurden, in denen der Spachtel 27, 47 relativ zu einer Innenwand 21a, 41a des Fallschachts 21, 41 bewegt wird, ist dies nicht beschränkend, und es ist ebenso möglich, den Fallschacht 21, 41 selbst durch geeignete Antriebsmittel zu bewegen. So kann beispielsweise der Fallschacht 21, 41 rotationssymmetrisch ausgestaltet sein und durch entsprechende Antriebsmittel in eine Rotationsbewegung versetzt werden, so dass sich die Innenwand 21a, 41a des Fallschachts 21, 41 mit Bezug zum Spachtel 27, 47 bewegt. Der Spachtel 27, 47 kann dabei durch entsprechende Einrichtungen ortsfest gehalten werden, während sich die Innenwand 21a, 41a an dem Spachtel 27, 47 vorbei bewegt. Auch ist es möglich, einen beweglichen Spachtel 27, 47 mit einem beweglichen Fallschacht 21, 41 zu kombinieren. Es ist weiter auch möglich, den Spachtel 27, 47 auf unterschiedliche Weisen zu bewegen. So kann der Spachtel 27, 47 wie vorstehend beschrieben in einer Drehrichtung kontinuierlich drehend ausgeführt sein. Dies ist jedoch nicht beschränkend, und der Spachtel 27, 47 kann auch intermittierend bewegt werden, und/oder kann in eine Vorwärts-/Rückwärtsbewegung versetzt werden.

    [0068] Darüber hinaus ist die vorliegende Erfindung nicht auf einen einzelnen Spachtel 27, 47 beschränkt, und es können auch mehrere Spachtel 27, 47 verwendet werden, die vorzugsweise regelmäßig beabstanded angeordnet sind.
    Weiter kann die Fallschachtanordnung 10, 20, 40, 50, 60, 70 eine Temperiereinrichtung aufweisen zum Temperieren einer oder mehrerer Innenwände 21a, 41a, 51a, 71a auf eine Temperatur, die unterhalb einer Schwelle für das Aushärten des Bindemittels liegt, bevorzugt unterhalb 70° C.

    [0069] Während im Vorstehenden Fallschächte 21, 41, 71 beschrieben sind, die im Wesentlichen einteilig ausgeführt sind, ist auch dies nicht beschränkend, und die vorliegende Erfindung ist auch anwendbar auf Fallschachtanordnungen mit Fallschächten, die aus mehreren Elementen zusammengesetzt sind, so dass beispielsweise mehrere Elemente jeweils eine Innenwand des Fallschachts bilden. (1469)
    Bezugszeichenliste: P1469
    1 Partikel 40 Fallschachtanordnung
    2 Dosiervorrichtung 41 Fallschacht
    3 Fallschacht 41a Innenwand
    4 Auflösevorrichtung 47 Spachtel
    5 Partikelvorhang    
    6 Düse 50 Fallschachtanordnung
    7 Mischvorrichtung 51 Fallschacht
    8 Mischwerkzeuge 51a Innenwand
    9 Welle 52 Abstreifelement
    10 Fallschachtanordnung 53 Umlenkrolle
        56 Reinigungseinrichtung
    20 Fallschachtanordnung    
    21 Fallschacht 60 Fallschachtanordnung
    21a Innenwand 62 Abstreifelement
    22 Abstreifelement 63 Winkeleinrichtungen
    23 Umlenkmittel 66 Reinigungseinrichtung
    24 Feder    
    25 Andruckrolle 70 Fallschachtanordnung
    26 Reinigungseinrichtung 71 Fallschacht
    27 Spachtel 71a Innenwand
    28 Tragringeinrichtung 72 Öffnung
    29 Lagereinrichtung 73 Tragstange



    Ansprüche

    1. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70), insbesondere für eine Vorrichtung zur Beleimung von Partikeln (1), die zumindest teilweise aus zur Herstellung von Werkstoffplatten geeigneten Fasern und/oder Spänen bestehen, wobei die Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) aufweist:

    einen Fallschacht (21; 41), der einen Einlass zur Zuführung der Partikel (1) und einen Auslass zur Abgabe der Partikel (1) aufweist;

    einen Spachtel (27; 47), der angeordnet ist, sich relativ zu einer Innenwand (21a, 41a) des Fallschachtes (21; 41) zu bewegen, um die Innenwand (21a, 41a) zu reinigen, dadurch gekennzeichnet, dass

    die Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) weiter zumindest ein flexibles Abstreifelement (22; 52; 62) zum Reinigen des zumindest einen Spachtels (27; 47) aufweist,

    wobei das flexible Abstreifelement (22; 52; 62) im Verfahrweg des zumindest einen Spachtels (27; 47) über die Innenwand (21a; 41a) gespannt ist; und dass weiter Antriebsmittel vorgesehen sind, die eingerichtet sind, das flexible Abstreifelement (22; 52; 62) in eine Bewegung in eine Richtung der Längserstreckung des flexiblen Abstreifelements (22; 52; 62) zu versetzen.


     
    2. Fallschachtanordnung (20; 40; 50) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine flexible Abstreifelement (22; 52) ein endloses Abstreifelement (22; 52) ist.
     
    3. Fallschachtanordnung (20; 40) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine endlose Abstreifelement (22) mittels Umlenkmitteln, vorzugsweise Umlenkrollen (23), so angeordnet ist, dass es ein Wandelement des Fallschachts (21; 41) umschließt, das die Innenwand (21a; 41a; 71a) aufweist.
     
    4. Fallschachtanordnung (50) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine endlose Abstreifelement (52) so angeordnet ist, dass es im Bereich der Innenwand (51a) innerhalb des Fallschachts (51) verlaufend angeordnet ist.
     
    5. Fallschachtanordnung (60; 70) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Wickeleinrichtungen (63) vorgesehen sind, wobei das flexible Abstreifelement (62) mit den Wickeleinrichtungen (63) verbunden ist, um von den Wickeleinrichtungen (63) aufgewickelt und abgewickelt werden zu können.
     
    6. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmittel eingerichtet sind, das zumindest eine flexible Abstreifelement (22; 52; 62) in eine umlaufende Bewegung und/oder eine Hin- und Her Bewegung in Richtung der Längserstreckung des Abstreifelements (22; 52; 62) zu versetzen.
     
    7. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine flexible Abstreifelement (22; 52; 62) sich benachbart der Innenwand (21a; 41a; 61a) des Fallschachts (21; 41; 61) in einer im Wesentlichen vertikalen Richtung erstreckt und/oder einer Form des Fallschachts (21; 41; 61) in vertikaler Richtung entsprechend verläuft.
     
    8. Fallschachtanordnung (20; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass weiter Spannmittel, vorzugsweise eine Feder (24) mit Andruckrolle (25) vorgesehen sind, die eingerichtet sind, dass das zumindest eine flexible Abstreifelement (22) unter Spannung gehalten wird.
     
    9. Fallschachtanordnung (20; 40; 60; 70) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass weiter eine Reinigungseinrichtung (26; 66) vorgesehen ist, wobei das zumindest eine Abstreifelement (22; 52; 62) an der Reinigungseinrichtung (26; 66) vorbei verlaufend oder durch die Reinigungseinrichtung (26; 66) hindurch verlaufend geführt ist.
     
    10. Fallschachtanordnung (20; 40; 60; 70) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung (26; 66) als ein Fluidbad, eine Bürste, eine Abstreiferkante, oder ein Abstreifzylinder ausgeführt ist.
     
    11. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Spachtel (27, 47) als Spachtelklinge, als Schaber, als Spatel, oder als Stab ausgebildet ist.
     
    12. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine flexible Abstreifelement (22; 52; 62) als Seil, insbesondere Drahtseil, als Draht, als Band oder als Kette ausgebildet ist.
     
    13. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fallschacht (21; 41) sich in Fallrichtung der Partikel (1) von oben nach unten im Querschnitt verjüngend ausgebildet ist.
     
    14. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fallschacht (21; 41) zylindrisch oder konisch ausgeführt ist.
     
    15. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fallschacht (41) eine im Wesentlichen konkave Form aufweist.
     
    16. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwand (21a; 41a; 71a) zumindest einmal in zwei Minuten abgestreift wird.
     
    17. Fallschachtanordnung (10; 20; 40; 50; 60; 70) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weiter eine Temperiereinrichtung vorgesehen ist zum Temperieren der Innenwand (21a; 41a; 71a) auf eine Temperatur, die unterhalb einer Schwelle für das Aushärten des Bindemittels liegt, bevorzugt unterhalb 70°C.
     


    Claims

    1. A drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70), in particular for a device for gluing particles (1) which consist at least partly of fibers and/or chips suitable for producing material boards, wherein the drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) comprises:

    a drop shaft (21; 41) having an inlet for feeding the particles (1) and an outlet for discharging the particles (1);

    a scraper (27; 47) arranged to move relative to an inner wall (21a, 41a) of the drop shaft (21; 41) in order to clean the inner wall (21a, 41a),

    characterized in that

    the drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) further comprises at least one flexible stripping element (22; 52; 62) for cleaning the at least one scraper (27; 47),

    wherein the flexible stripping element (22; 52; 62) is tensioned over the inner wall (21a; 41a) in the travel path of the at least one scraper (27; 47);

    and that drive means are further provided which are designed to set in motion the flexible stripping element (22; 52; 62) in a direction of the longitudinal extension of the flexible stripping element (22; 52; 62).


     
    2. Drop shaft arrangement (20; 40; 50) according to claim 1, characterized in that the at least one flexible stripping element (22; 52) is an endless stripping element (22; 52).
     
    3. Drop shaft arrangement (20; 40) according to claim 2, characterized in that the at least one endless stripping element (22) is arranged by means of deflection means, preferably deflection rollers (23), in such a way that it surrounds a wall element of the drop shaft (21; 41) which comprises the inner wall (21a, 41a, 71a).
     
    4. Drop shaft arrangement (50) according to claim 2, characterized in that the at least one endless stripping element (52) is arranged so that it is arranged to extend in the region of the inner wall (51a) within the drop shaft (51).
     
    5. Drop shaft arrangement (60; 70) according to claim 1, characterized in that two winding devices (63) are provided, wherein the flexible stripping element (62) is connected to the winding devices (63) so that it can be wound up by the winding devices (63) and be unwound therefrom.
     
    6. Drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) according to one of the claims 1 to 5, characterized in that the drive means are arranged to set the at least one flexible stripping element (22; 52; 62) in a circulating motion and/or a reciprocating motion in the direction of the longitudinal extension of the stripping element (22; 52; 62).
     
    7. Drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) according to one of the claims 1 to 6, characterized in that the at least one flexible stripping element (22; 52; 62) extends adjacent to the inner wall (21a; 41a; 61a) of the drop shaft (21; 41; 61) in a substantially vertical direction and/or extends in the vertical direction according to a shape of the drop shaft (21; 41; 61).
     
    8. Drop shaft arrangement (20; 40) according to one of the claims 1 to 7, characterized in that further clamping means, preferably a spring (24) with pressure roller (25), are provided, which are designed that the at least one flexible stripping element (22) is held under tension.
     
    9. Drop shaft arrangement (20; 40; 60; 70) according to one of the claims 1 to 8, characterized in that further a cleaning device (26; 66) is provided, wherein the at least one stripping element (22; 52; 62) is guided to extend past the cleaning device (26; 66) or through the cleaning device (26; 66).
     
    10. Drop shaft arrangement (20; 40; 60; 70) according to claim 9, characterized in that the cleaning device (26; 66) is designed as a fluid bath, a brush, a stripper edge or a stripping cylinder.
     
    11. Drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) according to one of the claims 1 to 10, characterized in that the scraper (27, 47) is designed as a scraper blade, a stripper, a spatula, or a rod.
     
    12. Drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one flexible stripping element (22; 52; 62) is formed as a rope, in particular a wire rope, a wire, a band or a chain.
     
    13. Drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) according to one of the preceding claims, characterized in that the drop shaft (21; 41) is formed to taper in cross-section in the direction of fall of the particles (1) from top to bottom.
     
    14. Drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) according to one of the preceding claims, characterized in that the drop shaft (21; 41) is formed in a cylindrical or conical manner.
     
    15. Drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) according to one of the preceding claims, characterized in that the drop shaft (41) has a substantially concave shape.
     
    16. Drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) according to one of the preceding claims, characterized in that the inner wall (21a; 41a; 71a) is stripped at least once every two minutes.
     
    17. Drop shaft arrangement (10; 20; 40; 50; 60; 70) according to one of the preceding claims, characterized in that a tempering device is further provided for tempering the inner wall (21a; 41a; 71a) to a temperature which lies below a threshold for the curing of the binder, preferably below 70°C.
     


    Revendications

    1. Ensemble puits de chute (10 ; 20 ; 40 ; 50 ; 60 ; 70), en particulier pour un dispositif de collage de particules (1) qui sont constituées au moins partiellement de fibres et/ou de copeaux adaptés à la fabrication de panneaux de matériau, lequel ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) présente :

    un puits de chute (21 ; 41) qui présente une entrée pour l'amenée des particules (1) et une sortie pour la décharge des particules (1) ;

    un grattoir (27 ; 47) qui est disposé de manière à pouvoir se déplacer par rapport à une paroi intérieure (21a, 41a) du puits de chute (21 ; 41) pour nettoyer la paroi intérieure (21a, 41a),

    caractérisé en ce que

    l'ensemble puits de chute (10 ; 20 ; 40 ; 50 ; 60 ; 70) présente en outre au moins un élément racleur flexible (22 ; 52 ; 62) pour nettoyer ledit au moins un grattoir (27 ; 47),

    l'élément racleur flexible (22 ; 52 ; 62) étant tendu sur la paroi intérieure (21a ; 41a) dans le trajet de déplacement dudit au moins un grattoir (27 ; 47) ;

    et qu'il est prévu en outre des moyens d'entraînement qui sont conçus pour mettre l'élément racleur flexible (22 ; 52 ; 62) en mouvement dans une direction de l'extension longitudinale de l'élément racleur flexible (22 ; 52 ; 62).


     
    2. Ensemble puits de chute (20 ; 40 ; 50) selon la revendication 1, caractérisé en ce que ledit au moins un élément racleur flexible (22 ; 52) est un élément racleur sans fin (22 ; 52).
     
    3. Ensemble puits de chute (20 ; 40) selon la revendication 2, caractérisé en ce que ledit au moins un élément racleur sans fin (22) est disposé à l'aide de moyens de déviation, de préférence de poulies de déviation (23), de manière à entourer un élément de paroi du puits de chute (21 ; 41) qui présente la paroi intérieure (21a ; 41a ; 71a).
     
    4. Ensemble puits de chute (50) selon la revendication 2, caractérisé en ce que ledit au moins un élément racleur sans fin (52) est disposé de manière à s'étendre dans la zone de la paroi intérieure (51a) à l'intérieur du puits de chute (51).
     
    5. Ensemble puits de chute (60 ; 70) selon la revendication 1, caractérisé en ce que deux dispositifs d'enroulement (63) sont prévus, l'élément racleur flexible (62) étant relié aux dispositifs d'enroulement (63) pour pouvoir être enroulé et déroulé par les dispositifs d'enroulement (63).
     
    6. Ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les moyens d'entraînement sont conçus pour mettre ledit au moins un élément racleur flexible (22 ; 52 ; 62) dans un mouvement rotatif et/ou un mouvement alternatif dans la direction de l'extension longitudinale de l'élément racleur (22 ; 52 ; 62).
     
    7. Ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que ledit au moins un élément racleur flexible (22 ; 52 ; 62) s'étend au voisinage de la paroi intérieure (21a ; 41a ; 61a) du puits de chute (21 ; 41 ; 61) dans une direction sensiblement verticale et/ou correspondant à une forme du puits de chute (21 ; 41 ; 61) dans la direction verticale.
     
    8. Ensemble puits de chute (20 ; 40) selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'il est prévu en outre des moyens de mise sous tension, de préférence un ressort (24) avec un rouleau de pression (25), qui sont conçus pour maintenir sous tension ledit au moins un élément racleur flexible (22).
     
    9. Ensemble puits de chute (20 ; 40 ; 60 ; 70) selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'il est prévu en outre un dispositif de nettoyage (26 ; 66), ledit au moins un élément racleur (22 ; 52 ; 62) étant guidé de manière à passer devant le dispositif de nettoyage (26 ; 66) ou à travers le dispositif de nettoyage (26 ; 66).
     
    10. Ensemble puits de chute (20 ; 40 ; 60 ; 70) selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif de nettoyage (26 ; 66) est réalisé sous la forme d'un bain de fluide, d'une brosse, d'une arête de raclage ou d'un cylindre de raclage.
     
    11. Ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le grattoir (27, 47) est réalisée sous la forme d'une lame de grattoir, d'un racloir, d'une spatule ou d'une barre.
     
    12. Ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que ledit au moins un élément racleur flexible (22 ; 52 ; 62) est réalisé sous la forme d'un câble, en particulier d'un câble métallique, d'un fil, d'un ruban ou d'une chaîne.
     
    13. Ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le puits de chute (21 ; 41) est réalisé de manière à s'effiler en section transversale de haut en bas dans la direction de chute des particules (1).
     
    14. Ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le puits de chute (21 ; 41) est réalisé de manière cylindrique ou conique.
     
    15. Ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le puits de chute (41) présente une forme sensiblement concave.
     
    16. Ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la paroi intérieure (21a ; 41a ; 71a) est raclée au moins une fois en deux minutes.
     
    17. Ensemble puits de chute (10; 20; 40; 50; 60; 70) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu en outre un dispositif de thermorégulation pour thermoréguler la paroi intérieure (21a ; 41a ; 71a) à une température qui se situe en dessous d'un seuil de durcissement du liant, de préférence en dessous de 70 °C.
     




    Zeichnung























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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