[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Prüfung von Wertdokumenten, insbesondere
zur Erkennung gefälschter Wertdokumente. Bei den zu erkennenden gefälschten Wertdokumenten
handelt es sich um composed-Fälschungen, die aus Teilen unterschiedlicher Wertdokumente
zusammengesetzt sind. Die composed-Fälschungen können aus Teilen echter und gefälschter
Wertdokumente zusammengesetzt sein, es sind aber auch composed-Fälschungen bekannt,
die ausschließlich aus Teilen echter Wertdokumente zusammengesetzt sind.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Verfahren zur Erkennung gefälschter Banknoten
bekannt. Zur Erkennung von composed-Fälschungen werden zum Beispiel Verfahren zur
Detektion von Klebestreifen eingesetzt, durch die die einzelnen Teile der composed-Fälschung
zusammengeklebt sind. Zur Echtheitsprüfung werden die Banknoten darüber hinaus beispielsweise
auf Eigenschaften geprüft die echtes Banknotenpapier von gewöhnlichem Papier unterscheidet,
so zum Beispiel auf dessen Fluoreszenzeigenschaften. Viele composed-Fälschungen bestehen
teilweise aus echtem und teilweise aus gefälschtem Papier, das jedoch ähnliche Pluoreszenzeigenschaften
wie echte Banknoten besitzen, Außerdem werden auch Fälschungen zusammengesetzt, die
ausschließlich aus Teilen echter Banknoten bestehen. Mit den bisherigen Verfahren
ist es nicht möglich, solche zusammengesetzten Fälschungen zu erkennen, die vergleichbare
Messsignale, z.B. Fluoreszenzsignale, wie echte Banknoten liefern. Verfahren zur Erkennung
gefälschter Banknoten sind aus den Dokumente
US 6,798,900,
EP 0 932 115 A2 und
EP 1 173 001 A2 bekannt.
[0003] Die Schrift
EP 0 932 115 offenbart ein Verfahren zur Echtheitsprüfung einer US Dollarnote , bei dem der Abstand
zwischen zwei Koordinatenpunkten zweier Regionen R1 und R2 als zu prüfende Eigenschaft
verwendet wird. Bei den Regionen R1 und R2 handelt es sich um zwei Merkmale der Dollarnote,
insbesondere die Nummer, das Portrait oder das grüne Siegel.
[0004] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Möglichkeit zur Erkennung
von gefälschten Wertdokumenten anzugeben, die aus mehreren Teilen echter oder echter
und gefälschter Wertdokumente zusammengesetzt sind,
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. In davon
abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
angegeben.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird in einem ersten Schritt die Position eines
ersten Merkmals des zu prüfenden Wertdokuments und in zweiten Schritt die Position
eines zweiten Merkmals des Wertdokuments bestimmt. In einem weiteren Schritt werden
die Positionen des ersten und zweiten Merkmals miteinander verglichen und daraus ein
Unterschied zwischen dem ersten und dem zweiten Merkmal ermittelt. Die Eigenschaft
des ersten und die des zweiten Merkmals werden bevorzugt mit demselben Sensor bestimmt.
Anschließend wird der ermittelte Unterschied ausgewertet. Bei der Auswertung wird
überprüft, ob der ermittelte Unterschied in einem vorgegebenen Wertebereich liegt
der die als akzeptabel festgelegten Sollwerte für den Unterschied beinhaltet. Dieser
Wertebereich wird mit Hilfe von Standarddaten bestimmt, die für das Wertdokument gelten,
Die Grenzen des Wertebereichs der Sollwerte sind durch einen oder mehrere Schwellwerte
gegeben, wie z.B. Maximal- oder auch Minimalwerte für den ermittelten Unterschied.
Die Standarddaten enthalten z.B. Informationen über Referenzmerkmale und über maximal
akzeptable Abweichungen von den Referenzmerkmalen.
[0005] Der weitere Schritt der zur Ermittlung eines Unterschieds dient, kann - alternativ
zu dem direkten Vergleich der Positionen der beiden Merkmale - auch darin bestehen,
dass eine für das zweite Merkmal zu erwartenden Position mit der Position des zweiten
Merkmals verglichen wird Die für das zweite Merkmal zu erwartende Position wird durch
Extrapolieren bestimmt werden, und zwar durch Extrapolieren aus der oder den Position
des ersten Merkmals. Das Extrapolieren kann auch unter Verwendung von für die Banknote
geltenden Standarddaten durchgeführt werden, beispielsweise ausgehend von dem ersten
Merkmal. So kann bei Druckbildmerkmalen mit individueller Struktur das Extrapolieren
der Position eines zweiten Druckbildausschnitts beispielsweise aus der Position eines
ersten Druckbildausschnitts, unter Zuhilfenahme eines Referenzdruckbilds erfolgen,
das anhand einer Vielzahl entsprechender Druckbilder echter Banknoten bestimmt wurde.
Das Extrapolieren kann auch aus weiteren Messdaten der Banknote, z.B. aus der gemessenen
räumlichen Anordnung weiterer Merkmale unter Zuhilfenahme der Standarddaten erfolgen.
Die zu erwartende Position kann auch mit Hilfe der Standarddaten bestimmt werden,
die für das Wertdokument gelten. Der dabei ermittelte Unterschied ist im Allgemeinen
verschieden von dem Unterschied, der bei der erstgenannten Variante des Verfahrens
ermittelt wird. Zur Auswertung wird der ermittelte Unterschied mit Sollwerten verglichen,
wobei die Sollwerte ebenfalls aus den Standarddaten für das Wertdokument bestimmt
sind. Diese Sollwerte sind im Allgemeinen ebenfalls verschieden von den Sollwerten
der erstgenannten Variante des Verfahrens. Bei der Auswertung wird überprüft ob der
ermittelte Unterschied im Wertebereich der Sollwerte liegt, der z.B. die maximal akzeptablen
Abweichungen der Eigenschaft des zweiten Merkmals von der für das zweite Merkmal zu
erwartenden Eigenschaft enthält. Beim Schritt des Auswertens kann auch eine Übereinstimmung
des Unterschieds mit den Sollwerten überprüft werden und ein entsprechender Übereinstimmungsgrad
bestimmt werden.
[0006] Die Standarddaten, die für den Wertebereich der Sollwerte und/oder zur Bestimmung
der zu erwartenden Eigenschaft des zweiten Merkmals zugrunde gelegt werden, können
anhand einer Vielzahl von Wertdokumenten ermittelt werden oder im Vorfeld der Prüfung
ermittelt worden sein. Vorzugsweise werden die Standarddaten anhand von Wertdokumenten
derselben Art wie das zu überprüfende Wertdokument ermittelt, bei Banknoten beispielsweise
anhand von Banknoten derselben Denomination. Die Standarddaten enthalten beispielsweise
Informationen über die Eigenschaften von Referenzmerkmalen und über die maximal akzeptablen
Abweichungen der Eigenschaften der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren geprüften Merkmale
von den Eigenschaften der Referenzmerkmale. Für die verschiedenen Arten von Wertdokumenten
können jeweils spezifische Standarddaten hinterlegt sein. Die Standarddaten können
anhand der Art des Wertdokuments, beispielsweise der Währung und Denomination einer
Banknote, ausgewählt werden. Zur Auswahl der für das zu prüfende Wertdokument geltenden
Standarddaten wird zu diesem Zweck beispielsweise vor der Prüfung des Wertdokuments
die Art des Wertdokuments identifiziert. Im Fall von Banknoten kann diese Identifizierung
z.B. eine dem erfindungsgemäßen Verfahren vorausgehende Denominationsbestimmung sein.
[0007] Das bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zu vergleichende erste und zweite Merkmal
können gleichartige, aber auch verschiedenartige Merkmale sein. Das Verfahren kann
auch für mehrere Eigenschaften der beiden Merkmale durchgeführt werden. Außerdem kann
das Verfahren auch für weitere erste und zweite Merkmale durchgeführt werden. Besonders
vorteilhaft ist es, das Verfahren sowohl für Merkmale der Vorderseite als auch für
Merkmale der Rückseite des Wertdokuments durchzuführen, d.h. es wird zumindest ein
Merkmalspaar der Vorderseite und zumindest ein Merkmalspaar der Rückseite geprüft.
[0008] Das erste und zweite Merkmal sind Ausschnitte desselben vorbestimmten Druckbilds.
Die innerhalb desselben Druckschritts hergestellten Druckbildbereiche besitzen eine
sehr gut definierte Relativposition zueinander, die beim nachträglichen Zusammenfügen
von Einzelteilen der Wertdokumente kaum exakt reproduziert werden kann,
[0009] Die in ihren Positionen zu vergleichenden Druckbilder können einen oder mehrere Ausschnitte
eines oder mehrerer Designelemente, wie z.B. Symbolen oder geometrischen Elementen,
und/oder eines oder mehrerer Bildmotive, wie z.B. Abbildungen von Personen, Bauwerken,
Tieren, Gegenständen, oder Ähnliches aufweisen, oder auch einen oder mehrere Ausschnitte
von Mustern, Schriftzügen oder Zeichen, wie z.B. Schriftzeichen, Ziffern, Buchstaben.
[0010] Die Eigenschaft, bezüglich derer das erste und das zweite Merkmal verglichen werden,
betrifft die Position des jeweiligen Merkmals, Bei der Ausführungsform mit dem alternativen
weiteren Schritt betrifft die Eigenschaft des ersten und zweiten Merkmals sowie die
für das zweite Merkmal zu erwartende Eigenschaft die Position des jeweiligen Merkmals,
Eigenschaften, die die Position des jeweiligen Merkmals betreffen, sind beispielsweise
eine absolute Position, eine relative Position, insbesondere ein Abstand relativ zu
einem Bezugsmerkmal oder eine Orientierung relativ zu einem Bezugsmerkmal. Als Bezugsmerkmal
kann zum Beispiel eine Kante des Wertdokuments, ein Sicherheitselement, ein Bezugsdruckbild
oder auch ein Ausschnitt desselben verwendet werden. Das Bezugsdruckbild kann z.B.
ein weiterer Ausschnitt des vorbestimmten Druckbilds des ersten und/oder des zweiten
Merkmals sein, es kann aber auch ein Ausschnitt eines weiteren Druckbilds sein, das
vorzugsweise mit dem gleichen Druckverfahren, insbesondere innerhalb desselben Druckschritts,
hergestellt worden ist wie das Druckbild des ersten und/oder zweiten Merkmals,
[0011] Bei echten Banknoten sind die relativen Positionen und Orientierungen der Merkmale
sehr genau definiert, insbesondere bei gedruckten Merkmalen, die innerhalb des gleichen
Druckverfahrens oder sogar innerhalb desselben Druckschritts hergestellt worden sind.
Bevorzugt wird das erfindungsgemäße Verfahren daher in der Weise ausgeführt, dass
als Merkmale bestimmte Druckbildbereiche verwendet werden, von denen ein die Position
betreffender Unterschied ermittelt wird.
[0012] Zur Auswertung wird der mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ermittelte Unterschied
mit den jeweiligen Sollwerten verglichen und geprüft, ob der ermittelte Unterschied
im Wertebereich der jeweiligen Sollwerte liegt. Im Fall eines echten Wertdokuments
sollte der ermittelte Unterschied im Wertebereich der jeweiligen Sollwerte liegen.
Im Fall einer composed-Fälschung ist dagegen die Wahrscheinlichkeit hoch, dass zumindest
manche Merkmale zumindest in einigen ihrer Eigenschaften Unterschiede aufweisen, die
nicht im Wertebereich der jeweiligen Sollwerte liegen, Aufgrund des nachträglichen
Zusammensetzens der composed-Fälschung ist zu erwarten, dass dabei z.B. der Unterschied
der absoluten Position einiger Druckbildbereiche um mehr als die akzeptable Abweichung
von den Referenzwerten der echten Wertdokumente abweicht.
[0013] Die Auswertung des ermittelten Unterschieds erfolgt beispielsweise zur Bestimmung
der Echtheit des Wertdokuments oder auch zur Fitnessprüfung des Wertdokuments, etwa
auf das Vorhandensein von Rissen oder Klebungen. Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens
können nicht nur composed-Fälschungen, sondern auch echte, aber zur "Reparatur" teilweise
oder vollständig wieder zusammengeklebte Wertdokumente erfasst werden. Auch durch
dieses Zusammenkleben können sich Unterschiede in der Position und/oder der Gestalt
von Merkmalen ergeben, die nicht den Sollwerten entsprechen, Beispielsweise können
Druckbilder, durch die ein Riss geht und die nachträglich wieder zusammengefügt wurden,
so verändert werden, dass die an dem Druckbild ermittelten Positionsunterschiede außerhalb
des Wertebereichs der Sollwerte liegen. Auch bei eingerissenen echten Wertdokumenten
können die Positionsunterschiede von Merkmalen von denen unversehrter echter Wertdokumente
abweichen und mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erfasst werden.
Im Allgemeinen kann eine composed-Fälschung eine Trennlinie oder mehrere Trennlinien
aufweisen, an denen sie zusammengesetzt ist. Die Position dieser Trennlinien auf der
composed-Fälschung ist zwar nicht vorhersehbar, allerdings ist es zur Erkennung von
composed-Fälschungen vorteilhaft, gezielt solche Merkmale zu verwenden, die mit hoher
Wahrscheinlichkeit auf verschiedenen Teilbanknoten der composed-Fälschung angeordnet
sind. Aus diesem Grund wird das erfindungsgemäße Verfahren vorzugsweise anhand von
Eigenschaften solcher Merkmale durchgeführt, die möglichst weit voneinander entfernt
auf dem Wertdokument angeordnet sind. Anspruchsgemäß wird das erste und zweite Merkmal
so ausgewählt, dass der Abstand zwischen diesen Merkmalen in einer Richtung, insbesondere
in der Richtung entlang der Verbindungslinie der Merkmale sich über einen erheblichen
Teil des Wertdokuments erstreckt, mindestens jedoch die Hälfte der Ausdehnung des
Wertdokuments beträgt. Außerdem ist es vorteilhaft, weitere erste und weitere zweite
Merkmale miteinander zu vergleichen, deren Verbindungslinie mit der Verbindungslinie
des ersten und zweiten Merkmals einen großen Winkel, z.B. einen Winkel von mindestens
20° einschließen. In einer Weiterbildung des Verfahrens kann auch die Lage der Trennlinien
mehrerer bekannter composed-Fälschungen erfasst werden und daraus eine Wahrscheinlichkeit
für die Lage der Trennlinien auf dem zu prüfenden Wertdokument bestimmt werden. In
Abhängigkeit davon können z.B. die für das erfindungsgemäße Verfahren zu verwendenden
Merkmale so ausgewählt werden, dass die meisten der bekannten Trennlinien zwischen
diesen Merkmalen verlaufen.
[0014] Ein zweites, nicht beanspruchtes und nicht erfindungsgemäßes Verfahren zur Erkennung
gefälschter Wertdokumente, insbesondere zur Erkennung von composed-Fälschungen, kann
in folgender Weise ablaufen: Zur Prüfung der Banknote bzw. der composed-Fälschung
wird in einem ersten Schritt ein Merkmal eines Wertdokuments identifiziert, insbesondere
ein Merkmal einer Banknote bzw. einer composed-Fälschung, Als Merkmal wird vorzugsweise
zumindest ein Ausschnitt zumindest eines Druckbilds gewählt, z.B. zumindest ein Ausschnitt
eines
Musters oder eines Schriftzugs oder eines Zeichens, insbesondere einer Ziffer, eines
Buchstabens oder eines Schriftzeichens. Zur Identifizierung des Merkmals kann eine
Erkennung einer Zeichenfolge mit Hilfe eines OCR-Verfahrens durchgeführt werden. Anschließend
wird die Größe und/oder Form und/oder Struktur des Merkmals bestimmt, vorzugsweise
mit einer höheren Genauigkeit als bei der Identifizierung. Zur Ermittlung eines Unterschieds
wird die bestimmte Größe und/oder Form und/oder Struktur des Merkmals mit zumindest
einer für das Merkmal zu erwartenden Größe und/oder Form und/oder Struktur verglichen.
Diese für das Merkmal zu erwartende Größe und/oder Form und/oder Struktur wird mit
Hilfe der Standarddaten bestimmt, die für das Wertdokument gelten. Diese Standarddaten
können anhand der zuvor bestimmten Art des Wertdokuments, beispielsweise der Währung
und Denomination einer Banknote, ausgewählt werden und enthalten beispielsweise Informationen
über die Eigenschaften von Referenzmerkmalen und über die maximal akzeptablen Abweichungen
davon. Zur Auswertung wird der ermittelte Unterschied mit Sollwerten verglichen, wobei
die Sollwerte ebenfalls aus den Standarddaten für das Wertdokument bestimmt sind.
Dabei wird beispielsweise überprüft, ob der ermittelte Unterschied im Wertebereich
der Sollwerte liegt, der die maximalen Abweichungen in Bezug auf die Größe und/oder
Form und/oder Struktur des Merkmals enthält oder aber die maximalen Abweichungen überschreitet.
Bei der Auswertung wird beispielsweise überprüft, wie gut die Übereinstimmung zwischen
den gemessenen Eigenschaften des Merkmals und den Sollwerten dafür ist und ein entsprechender
Übereinstimmungsgrad bestimmt. Bei den Schritten der Ermittlung und Auswertung des
Unterschieds kann z.B. ein OCV-Verfahren eingesetzt werden.
[0015] Bei den obengenannten Verfahren werden die Merkmale beispielsweise optisch, insbesondere
im sichtbaren oder im nicht-sichtbaren Spektralbereich, oder auch magnetisch erfasst.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der begleitenden Zeichnungen beispielhaft beschrieben.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1a
- Schematische Abbildung einer echten Banknote,
- Fig. 1b
- Schematische Abbildung einer composed-Fälschung, die aus zwei Teilen zusammengesetzt
ist,
- Fig.2a
- Druckbildversatz bei einer composed-Fälschung,
- Fig.2b
- Ausschnitt aus der Denominationsangabe einer composed-Fälschung, deren Trennlinie
durch die Ziffern der Denominationsangabe geht.
In Figur 1a ist schematisch die Rückseite einer echten Banknote 10 abgebildet. Beispielhaft
sind dabei einige Druckbilder 40, 60, 70 gezeigt, die z.B. mittels Stichdruck, Offsetdruck
oder weiteren Druckverfahren hergestellt sind, sowie eine Seriennummer 30, die an
zwei Positionen auf der Banknote 10 aufgedruckt ist. Zusätzlich können natürlich weitere
Druckbilder und Sicherheitselemente auf oder in der Banknote 10 enthalten sein.
[0017] In Figur 1b ist schematisch eine composed-Fälschung 1 dargestellt, die aus zwei Teilen
zusammengesetzt ist, beispielsweise aus einer linken, echten Teilbanknote 1a und einer
rechten, falschen Teilbanknote 1b. An einer etwa senkrecht durch die composed-Fälschung
1 laufenden Trennlinie 2 sind die beiden Teilbanknoten 1a und 1b zusammengeklebt.
Bei dem Zusammenkleben der composed-Fälschung 1 ist es in diesem Beispiel jedoch nicht
gelungen, die beiden Unterkanten 5a und 5b so anzuordnen, dass sie genau in einer
Linie verlaufen. Die Unterkanten 5a und 5b sind geringfügig zueinander geneigt und
können an dem Schnittpunkt mit der Trennlinie 2 auch etwas in senkrechter Richtung
versetzt sein. Zur besseren Illustration ist die Neigung in Figur 1b relativ stark
gezeichnet. Für das erfindungsgemäße Verfahren reicht es jedoch aus, dass die beiden
Teilbanknoten 1a und 1b nicht ganz präzise aufeinander ausgerichtet sind. Es genügt
eine geringfügige Abweichung, die nicht in Bezug auf die Kanten der Banknote gegeben
sein muss, sondern in Bezug auf die Eigenschaft irgendeines Merkmals gegeben sein
kann, das mit entsprechender Genauigkeit messtechnisch erfasst werden kann.
[0018] Zur Prüfung einer Banknote 10 wird z.B. ein Bildsensor verwendet, mit dem unter anderem
die Unterkante 50 der Banknote 10 erfasst wird. Aus den Bilddaten lässt sich zum Beispiel
die absolute Position eines linken Abschnitts der Unterkante 50 bestimmen, der z.B.
von der linken Ecke ein bestimmtes Stück nach rechts verläuft, und analog die absolute
Position eines rechten Abschnitts der Unterkante, der von der rechten Ecke ein Stück
nach links verläuft. Bei einer composed-Fälschung 1 werden dabei z.B. die absoluten
Positionen der Unterkantenabschnitte 5a, 5b bestimmt. Anschließend wird ein Unterschied
durch Vergleichen dieser absoluten Positionen ermittelt, beispielsweise durch Differenzbildung
der Koordinaten der beiden Eckpunkte oder mehrerer einzelner Bildpunkte der beiden
Unterkantenabschnitte oder zweier aus den Bilddaten ermittelten Mittelpunkte der beiden
Unterkantenabschnitte. Zur Auswertung des Unterschieds wird der Unterschied mit Sollwerten
verglichen, die aus für das Wertdokument geltenden Standarddaten resultieren, die
beispielsweise im Vorfeld des Verfahrens anhand echter Banknoten derselben Denomination
bestimmt worden sind. Der ermittelte Unterschied der absoluten Positionen liegt bei
einer echten Banknote 10 mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in dem Wertebereich der
Sollwerte für diesen Positionsunterschied. Bei einer composed-Fälschung 1, deren Unterkantenabschnitte
5a, 5b nicht in einer geraden Linie verlaufen, überschreitet der Unterschied - bei
entsprechend großer Abweichung - die Grenzen des Wertebereichs der Sollwerte für diesen
Positionsunterschied. Das Ergebnis der Auswertung des Unterschieds lässt sich auf
diese Weise zur Prüfung einer Banknote, insbesondere zur Erkennung einer composed-Fälschung
verwenden. Das Auswertungsergebnis kann jedoch nicht nur als Echtheitskriterium sondern
auch zur Prüfung der Fitness der Banknote verwendet werden, beispielsweise um eine
gerissene oder eine mit Klebestreifen zusammengeklebte Banknote zu identifizieren.
Auch bei diesen kann sich eine Verschiebung der Positionen von Merkmalen ergeben,
wenn z.B. Banknotenteile etwas schräg zusammengeklebt worden sind oder wenn die Teile
einer eingerissenen Banknote beim Transport der Banknote etwas gegeneinander verschoben
werden.
In einer alternativen Ausführungsform kann ein Unterschied der absoluten Positionen
des rechten und linken Unterkantenabschnitts der auch in folgender Weise ermittelt
werden: aus einer ersten der absoluten Positionen der beiden Unterkantenabschnitte,
z.B. des linken Unterkantenabschnitts 5a, wird die für den zweiten Unterkantenabschnitt,
5b, zu erwartende absolute Position bestimmt. Dies erfolgt durch Extrapolieren des
Verlaufs des ersten Unterkantenabschnitts 5a. Anschließend wird ein Unterschied zwischen
der zu erwartenden, extrapolierten Position des zweiten Unterkantenabschnitts 5b und
der tatsächlichen Position des zweiten Unterkantenabschnitts 5b ermittelt und mit
Sollwerten für den Unterschied verglichen. Da hier die Übereinstimmung zwischen einer
tatsächlichen Eigenschaft und dem Sollwert dieser Eigenschaft überprüft wird, sind
der Unterschied und der Sollwert in dieser Ausführungsform relativ klein im Vergleich
zu denen der zuerst beschriebenen Ausführungsform.
Die Abweichung von den Sollwerten, die durch das Zusammensetzen der Teilbanknoten
1a, 1b zustande kommt, würde sich an vielen Merkmalen der composed-Fälschung 1 erkennen
lassen. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können im ersten und zweiten Verfahrensschritt
z.B. die im Folgenden beschriebenen Eigenschaften der folgenden Merkmale verglichen
werden: Die Seriennummern 3a und 3b besitzen eine relative Position und eine relative
Orientierung zueinander, die von der relativen Position und Orientierung der beiden
Seriennummern 30 der echten Banknote abweicht. Da die Trennlinie 2 zwischen den Ziffern
der Denomination "1000" der Banknote hindurch verläuft, weisen auch die Zifferndruckbilder
4a und 4b, eine im Vergleich zu den entsprechenden Zeichen der echten Banknote 10
abweichende relative Position und Orientierung auf. Die Trennlinie 2 verläuft ferner
durch die oberhalb der Denominationsangabe gezeigten Druckbilder hindurch, so dass
auch die Teildruckbilder 6a und 6b bzw. 7a und 7b eine im Vergleich zur echten Banknote
10 abweichende relative Position und Orientierung besitzen (Druckbildversatz).
[0019] Die zu bestimmende Eigenschaft kann auch die Größe der Merkmale sein, z.B. die Größe
der Seriennummern 3a und 3b, der Ziffern der Denominationsangabe oder auch der Druckbilder.
Außerdem kann als Eigenschaft auch der Abstand des jeweiligen Merkmals, z.B. der Seriennummern
3a und 3b, zu einem Bezugsmerkmal bestimmt werden, so etwa der Abstand zu einer Kante
des Wertdokuments oder zu einem weiteren Sicherheitselement auf der Banknote (nicht
gezeigt). Das Bezugsmerkmal kann auch ein Bezugsdruckbild sein, zu dem der Abstand
eines ersten und eines zweiten Ausschnitts eines weiteren Druckbilds bestimmt wird.
Bezugsdruckbild könnte z.B. die Denominationsziffer "1" sein, zu der die Abstände
der rechten Außenkante des Druckbilds 7b und der linken Außenkante des Druckbilds
7a bestimmt werden könnte. Desweiteren kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren auch
die Farbe der Druckbilder 6a und 6b bzw. 7a und 7b bestimmt werden. Die Farbe der
Druckbilder der beiden Teilbanknoten 1a, 1b kann z.B. unterschiedlich sein, während
die Farbe innerhalb der Druckbilder 60 bzw. 70 der echten Banknote 10 einheitlich
ist. Beispielsweise können dabei Eigenschaften wie die mittlere Farbe des Druckbilds
oder die über einen oder mehrere bestimmte Bereiche des Druckbilds gemittelte Farbe
oder spektrale Farbverteilung oder auch deren räumliche Verteilung über das Druckbild
bestimmt werden. Falls die Merkmale der composed-Fälschung 1 die der echten Banknote
10 nicht präzise genug wiedergeben, liegt der aus den Eigenschaften der beiden Merkmale
ermittelte Unterschied außerhalb der Sollwerte. Damit ist eine Fälschungserkennung
möglich.
[0020] Zur Verdeutlichung des Druckbildversatzes der composed-Fälschung 1 ist in Figur 2a
das aus den Druckbildern 6a, 7a der echten Teilbanknote 1a und den Druckbildern 6b,
7b der falschen Teilbanknote 1b zusammengesetzte Druckbild gezeigt (durchgezogene
Linien). Zusätzlich sind die beiden aus den Druckbildern 6a, 7a extrapolierten Druckbilder
6a' und 7a' skizziert (gepunktete Linien), die die für die Druckbilder 6b, 7b zu erwartende
absolute Position aufweisen. Die absolute Position des Druckbilds 6a' kann z.B. aus
dem geraden Verlauf des Druckbilds 6a extrapoliert werden. Zusätzlich könnten dabei
Standarddaten des (echten) Druckbilds 60 verwendet werden, beispielsweise um die Länge
und die genaue Form des extrapolierten Druckbilds 6a' zu bestimmen. Um die absolute
Position des Druckbilds 7a' extrapolieren zu können, ist die genaue Kenntnis der Eigenschaften
des (echten) Druckbilds 70 erforderlich. Die absolute Position des Druckbilds 7a',
das die für das Druckbild 7b zu erwartende absolute Position aufweist, wird, ausgehend
von dem Druckbild 7a, mit Hilfe der Standarddaten des (echten) Druckbilds 70 der Banknote
bestimmt. Anschließend wird ein Unterschied ermittelt durch Vergleichen der absoluten
Position des Druckbilds 6a' bzw. des Druckbilds 7a' mit der (tatsächlichen) Position
des Druckbilds 6b bzw. 7b, beispielsweise durch Vergleichen der Koordinaten bestimmter
Druckbilddetails. Der jeweilige Unterschied wird mit Sollwerten verglichen, die dieser
Unterschied im Fall echter Banknoten annehmen darf. Die Sollwerte, die beispielsweise
für den Unterschied der Koordinaten der rechten unteren Ecke der Druckbilder 6a' und
6b bzw. 7a' und 7b gelten, können z.B. in einem die Null einschließenden Wertebereich
liegen, der sich einen Schwankungsbereich um Null erstreckt. Dieser Schwankungsbereich
kann aus den Standarddaten der Banknote bestimmt sein und sich z.B. symmetrisch oder
asymmetrisch um Null erstrecken. Im Fall der Druckbilder 6a, 6b bzw. 7a, 7b der in
Figur 2a gezeigten composed-Fälschung ist der Unterschied der y-Koordinaten der rechten
unteren Ecke relativ groß und liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit außerhalb des Wertebereichs
der für diesen Unterschied geltenden Sollwerte.
[0021] In Figur 2b ist ein weiteres Beispiel für einen Druckbildversatz bei einer anderen
composed-Fälschung gezeigt, anhand dessen das zweite Verfahren dargestellt wird. Die
beiden Zeichen "1" und "0" gehören z.B. zu einer Denominationsangabe, durch die eine
Trennlinie 8 verläuft. Das Zeichen "1" wird durch ein Druckbild 9 gebildet, das in
diesem Fall aus zwei Teildruckbildern 9a und 9b zusammengesetzt ist. Zur Prüfung der
composed-Fälschung wird in einem ersten Schritt ein Merkmal der Banknote bzw. der
composed-Fälschung identifiziert. Dieser Schritt kann z.B. in der Erkennung der Zeichen
der Denominationsangabe, insbesondere des Druckbilds 9 als Zeichen "1", mit Hilfe
eines OCR-Verfahrens bestehen. Anschließend wird beispielsweise die Form und die Größe
des Druckbilds 9 bestimmt. Durch Vergleichen der Form und der Größe des Druckbilds
9 mit der im Fall einer echten Banknote zu erwartenden Form und Größe wird ein Unterschied
ermittelt. Die zu erwartende Form und Größe wird mit Hilfe von Standarddaten bestimmt,
die für echte Banknoten der Denomination der composed-Fälschung gelten. Die Standarddaten
enthalten beispielsweise Referenzzeichen, die anhand der zuvor bestimmten Währung
und Denomination der zu prüfenden Banknote bzw. composed-Fälschung aus einem Satz
an Referenzzeichen ausgewählt werden. Zur Ermittlung des Unterschieds können beispielsweise
Intensitätswerte an verschiedenen Bildpunkten des Druckbilds 9 bzw. des Referenzzeichens
"1" voneinander subtrahiert werden. Zur Auswertung wird der ermittelte Unterschied
mit Sollwerten verglichen. Bei der Auswertung wird beispielsweise mit Hilfe eines
OCV-Verfahrens überprüft, wie gut die Übereinstimmung zwischen dem Druckbild 9 und
dem Referenzzeichen "1" in Bezug auf dessen Form und Größe ist. Es wird überprüft,
ob der ermittelte Unterschied im Wertebereich der Sollwerte liegt oder aber die maximal
akzeptablen Abweichungen der Zeichenform und Zeichengröße überschreitet.
1. Verfahren zur Prüfung von Wertdokumenten (1, 10) mit den Schritten:
- Bestimmen zumindest einer Position eines ersten Merkmals (3a, 4a, 5a, 6a, 7a) eines
Wertdokuments (1, 10), das zumindest ein Ausschnitt eines vorbestimmten Druckbilds
ist,
- Bestimmen zumindest einer Position eines zweiten Merkmals (3ba, 4b, 5b, 6b, 7b)
des Wertdokuments (1, 10), das zumindest ein Ausschnitt eines vorbestimmten Druckbilds
ist, wobei das erste und zweite Merkmal Ausschnitte desselben vorbestimmten Druckbilds
sind und wobei der Abstand zwischen dem ersten Merkmal und dem zweiten Merkmal in
einer Richtung mindestens die Hälfte der Ausdehnung des Wertdokuments (1, 10) in dieser
Richtung beträgt,
- Ermitteln eines Unterschieds durch Vergleichen der Position des ersten Merkmals
(3a, 4a, 5a, 6a, 7a) mit der Position des zweiten Merkmals (3b, 4b, 5b, 6b, 7b), und/oder
durch Vergleichen zumindest einer für das zweite Merkmal (3b, 4b, 5b, 6b, 7b) zu erwartenden
Position, die durch Extrapolieren aus der Position des ersten Merkmals bestimmt wird,
mit der Position des zweiten Merkmals (3b, 4b, 5b, 6b, 7b),
- Auswerten des Unterschieds durch Vergleichen des Unterschieds mit Sollwerten, wobei
die Sollwerte aus Standarddaten bestimmt sind, die für das Wertdokument (1, 10) gelten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die für das zweite Merkmal (3b, 4b, 5b, 6b, 7b) zu erwartende Position mit Hilfe
der Standarddaten bestimmt wird, insbesondere ausgehend von dem ersten Merkmal (3a,
4a, 5a, 6a, 7a).
3. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionen des ersten Merkmals (3a, 4a, 5a, 6a, 7a) und des zweiten Merkmals
(3b, 4b, 5b, 6b, 7b) mit demselben Sensor bestimmt werden.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Position eine absolute Position und/oder eine relative Position ist, insbesondere
ein Abstand des jeweiligen Merkmals relativ zu einem Bezugsmerkmal und/oder eine Orientierung
des jeweiligen Merkmals relativ zu einem Bezugsmerkmal.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Bezugsmerkmal zumindest eine Kante des Wertdokuments (1, 10) und/oder zumindest
ein Sicherheitselement und/oder zumindest ein Ausschnitt zumindest eines Bezugsdruckbilds
ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Bezugsdruckbild ein weiterer Ausschnitt des vorbestimmten Druckbilds des ersten
Merkmals (3a, 4a, 6a, 7a) und des zweiten Merkmals (3b, 4b, 6b, 7b) ist oder dass
das Bezugsdruckbild ein Ausschnitt eines weiteren Druckbilds ist, welches innerhalb
desselben Druckschritts hergestellt worden ist wie das vorbestimmte Druckbild des
ersten Merkmals (3a, 4a, 6a, 7a) und des zweiten Merkmals (3b, 4b, 6b, 7b).
7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weitere erste und weitere zweite Merkmale miteinander verglichen werden, deren Verbindungslinie
mit der Verbindungslinie des ersten und zweiten Merkmals einen Winkel von mindestens
20° einschließt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet dass das Verfahren zur Prüfung der Fitness des Wertdokuments (1, 10), insbesondere zur
Prüfung auf Klebungen oder Risse, verwendet wird,
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren zur Prüfung der Echtheit des Wertdokuments (1, 10), insbesondere zur
Prüfung auf das Vorhandensein von Trennlinien (2, 8), an denen das Wertdokument (1,
10) zusammengesetzt ist, verwendet wird.
1. A method for checking documents of value (1, 10), with the steps:
- determining at least one position of a first feature (3a, 4a, 5a, 6a, 7a) of a document
of value (1, 10), which is at least one segment of a predetermined printed image,
- determining at least one position of a second feature (3ba, 4b, 5b, 6b, 7b) of the
document of value (1, 10), which is at least one segment of a predetermined printed
image, wherein the first and the second feature are segments of the same predetermined
printed image and wherein the distance between the first feature and the second feature
in a direction amounts to at least half of the extent of the document of value (1,
10) in this direction,
- ascertaining a difference by comparing the position of the first feature (3a, 4a,
5a, 6a, 7a) with the position of the second feature (3b, 4b, 5b, 6b, 7b), and/ or
by comparing at least one position to be expected for the second feature (3b, 4b,
5b, 6b, 7b), which position is determined by extrapolating from the position of the
first feature, with the position of the second feature (3b, 4b, 5b, 6b, 7b),
- evaluating the difference by comparing the difference with set values, the set values
being determined from standard data which are valid for the document of value (1,
10).
2. The method according to claim 1, characterized in that the position to be expected for the second feature (3b, 4b, 5b, 6b, 7b) is determined
with the aid of the standard data, in particular starting out from the first feature
(3a, 4a, 5a, 6a, 7a).
3. The method according to one or more of the previous claims, characterized in that the positions of the first feature (3a, 4a, 5a, 6a, 7a) and of the second feature
(3b, 4b, 5b, 6b, 7b) are determined with the same sensor.
4. The method according to one or more of the previous claims, characterized in that the position is an absolute position and/ or a relative position, in particular a
distance of the respective feature relative to a reference feature and/ or an orientation
of the respective feature relative to a reference feature.
5. The method according to claim 4, characterized in that the reference feature is at least one edge of the document of value (1, 10) and/
or at least one security element and/ or at least one segment of at least one reference
printed image.
6. The method according to claim 5, characterized in that the reference printed image is a further segment of the predetermined printed image
of the first feature (3a, 4a, 6a, 7a) and of the second feature (3b, 4b, 6b, 7b) or
that the reference printed image is a segment of a further printed image which has
been produced within the same printing step as the predetermined printed image of
the first feature (3a, 4a, 6a, 7a) and of the second feature (3b, 4b, 6b, 7b).
7. The method according to one or more of the previous claims, characterized in that further first and further second features are compared with each other whose connecting
line encloses with the connecting line of the first and second feature an angle of
at least 20°.
8. The method according to any of claims 1 to 7, characterized in that the method is used for checking the fitness of the document of value (1, 10), in
particular for checking as to gluings or tears.
9. The method according to any of claims 1-7, characterized in that the method is used for checking the authenticity of the document of value (1, 10),
in particular for checking as to the presence of separating lines (2, 8) at which
the document of value (1, 10) is composed.
1. Procédé de vérification de documents de valeur (1, 10), comprenant les étapes :
- détermination d'au moins une position d'une première caractéristique (3a, 4a, 5a,
6a, 7a) d'un document de valeur (1, 10) qui est au moins une section d'une image imprimée
prédéterminée,
- détermination d'au moins une position d'une deuxième caractéristique (3ba, 4b, 5b,
6b, 7b) du document de valeur (1, 10) qui est au moins une section d'une image imprimée
prédéterminée, cependant que la première et la deuxième caractéristique sont des sections
de la même image imprimée prédéterminée, et cependant que l'espacement entre la première
caractéristique et la deuxième caractéristique dans une direction correspond à au
moins la moitié de l'étendue du document de valeur (1, 10) dans cette direction,
- repérage d'une différence par comparaison de la position de la première caractéristique
(3a, 4a, 5a, 6a, 7a) avec la position de la deuxième caractéristique (3b, 4b, 5b,
6b, 7b) et/ou par comparaison d'au moins une position escomptée pour la deuxième caractéristique
(3b, 4b, 5b, 6b, 7b) et déterminée par extrapolation à partir de la position de la
première caractéristique, avec la position de la deuxième caractéristique (3b, 4b,
5b, 6b, 7b),
- évaluation de la différence par comparaison de la différence avec des valeurs de
consigne, cependant que les valeurs de consigne sont déterminées à partir de données
standard s'appliquant au document de valeur (1, 10).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la position escomptée pour la deuxième caractéristique (3b, 4b, 5b, 6b, 7b) est déterminée
à l'aide des données standard, en particulier en partant de la première caractéristique
(3a, 4a, 5a, 6a, 7a).
3. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les positions de la première caractéristique (3a, 4a, 5a, 6a, 7a) et de la deuxième
caractéristique (3b, 4b, 5b, 6b, 7b) sont déterminées avec le même capteur.
4. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la position est une position absolue et/ou une position relative, en particulier
un espacement de la caractéristique respective relativement à une caractéristique
de référence et/ou à une orientation de la caractéristique respective relativement
à une caractéristique de référence.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que la caractéristique de référence est au moins un bord du document de valeur (1, 10)
et/ou au moins un élément de sécurité et/ou au moins une section d'au moins une image
imprimée de référence.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'image imprimée de référence est une autre section de l'image imprimée prédéterminée
de la première caractéristique (3a, 4a, 6a, 7a) et de la deuxième caractéristique
(3b, 4b, 6b, 7b), ou que l'image imprimée de référence est une section d'une autre
image imprimée qui a été créée lors de la même étape d'impression que l'image imprimée
prédéterminée de la première caractéristique (3a, 4a, 6a, 7a) et de la deuxième caractéristique
(3b, 4b, 6b, 7b).
7. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que d'autres premières et d'autres deuxièmes caractéristiques dont la ligne de jonction
forme un angle d'au moins 20° avec la ligne de jonction de la première et de la deuxième
caractéristique sont comparées entre elles.
8. Procédé selon une des revendications de 1 à 7, caractérisé en ce que le procédé est utilisé pour la vérification de la bonne condition du document de
valeur (1, 10), en particulier pour vérifier s'il présente des encollages ou des fissures.
9. Procédé selon une des revendications de 1 à 7, caractérisé en ce que le procédé est utilisé pour la vérification de l'authenticité du document de valeur
(1, 10), en particulier pour vérifier s'il présente des ligne de séparation (2, 8)
auxquelles le document de valeur (1, 10) est composé.