[0001] Die Erfindung betrifft ein Beleuchtungssystem mit mehreren voneinander jeweils beabstandeten
Leuchten sowie ein Verfahren zum Betrieb eines solchen Beleuchtungssystems.
[0002] Ein bekanntes Beleuchtungssystem dieser Art umfasst beispielsweise Leuchten zur Beleuchtung
von Arbeitsplätzen. Eine besonders geeignete Gestaltung von Arbeitsplätzen ist ein
wesentlicher Beitrag zur Qualität und Effizienz der geleisteten Arbeit. Viele Tätigkeiten
erfordern eine Mindestbeleuchtungsstärke oder einen Lichteinfall aus bestimmten Richtungen
bzw. Winkeln. Dergleichen Randbedingungen und Erkenntnisse bedingen die Ausgestaltung
unterschiedlichster Leuchten, die auf die jeweiligen Anforderungen des Arbeitsplatzes
exakt abgestimmt sind. Bei bestimmten Tätigkeiten schlägt sich dies auch in Normierungsbemühungen
nieder, beispielsweise wenn dies die Sicherheit bzw. die Vermeidung von schädlichen
Neben- oder Langzeitwirkungen betrifft. Bei Büroarbeitsplätzen ist beispielsweise
eine Mindestbeleuchtungsstärke vorgeschrieben und darüber hinaus soll eine Blendungswirkung
vermieden werden.
[0003] Weitere Untersuchungen haben ergeben, dass neben einer entsprechend geeigneten Beleuchtung
des Arbeitsplatzes auch die Wahrnehmung des Umfeldes wesentlich zum Wohlbefinden eines
Benutzers des Beleuchtungssystems beiträgt und dies zur weitergehenden Effizienz und
Qualität der geleisteten Arbeit beitragen kann. Diese Erkenntnis ist beispielsweise
bei Arbeitsplatzleuchten umgesetzt, die neben dem eigentlichen Arbeitsplatz, der vorzugsweise
direkt beleuchtet ist, auch das Umfeld beleuchten, beispielsweise durch Bestrahlen
einer Wand bzw. Decke.
[0004] Beispielsweise ist es zur Beleuchtung von Büroarbeitsplätzen üblich, jedem Arbeitsplatz
wenigstens eine Leuchte zuzuordnen, um eine geeignete Ausleuchtung des Arbeitsplatzes
zu ermöglichen. Insbesondere die Verwendung von Tisch- bzw. Stehleuchten, die beispielsweise
die Arbeitsfläche eines Schreibtisches erhellen, ermöglicht eine flexible Gestaltung
der Arbeitsumgebung und lässt eine einfache Erweiterung bzw. Veränderung der Anordnung
der Arbeitsplätze zu.
[0005] Ein Nachteil dieser individuellen Beleuchtung ist, dass die Lichtabgabe räumlich
begrenzt ist und daher in der Regel weitere Beleuchtungsmittel zur Ausleuchtung eines
Raumes vorzusehen sind. Gewöhnlich ist es also notwendig, durch zusätzliche Leuchten
neben einer unmittelbaren Arbeitsplatzbeleuchtung auch eine Raumgrundbeleuchtung sicherzustellen,
um ein effektives Arbeiten, eine sichere Orientierung im Raum und eine angenehme Atmosphäre
zu gewährleisten.
[0006] Eine Konsequenz dieser Erkenntnis ist die Entwicklung von relativ großformatigen
Leuchten, die eine umfassende Lichtabstrahlung aufweisen und so neben einer Individualbeleuchtung
auch zur Raumgrundbeleuchtung beitragen können, beispielsweise durch indirekte Lichtabgabe
zur Raumdecke hin. Jedoch nimmt die Flexibilität der Anordnung der Leuchten mit zunehmender
Größe der Leuchten ab, sodass im Allgemeinen nicht alle Bedürfnisse der Individualbeleuchtung
abgedeckt werden können. Es zeigt sich, dass eine Raumgrundbeleuchtung bei gleichzeitig
geeignetem Ausleuchten einzelner Arbeitsplätze nur schwer mit einer Vielzahl von individuellen
Leuchten zu realisieren ist.
[0007] Soll beispielsweise eine Vielzahl von Leuchten zur Gesamtlichtabgabe bzw. zur Grundbeleuchtung
eines Raumes bzw. Raumabschnitts beitragen, ist darüber hinaus keine Variation der
Lichtabgabe möglich, ohne das Zusammenwirken der Leuchten aufeinander abstimmbar zu
gestalten. Hierzu sind Steuerungssysteme für Leuchten bekannt, beispielsweise in Form
von Bussystemen, wie beispielsweise DALI (Digital Addressable Lighting Interface),
die es ermöglichen, mehrere Leuchten abgestimmt aufeinander in Gruppen zu bedienen
und zu betreiben, so dass diese neben dem Arbeitsplatz auch dessen Umfeld beleuchten.
Dies ermöglicht neben einer normgerechten Arbeitsplatzbeleuchtung ebenfalls das Erzeugen
eines Eindrucks, der die Ausdehnung eines Raumes andeutet und so wesentlich zum Wohlbefinden
beiträgt. Durch die Wahrnehmung mehrerer räumlich separierter Lichtquellen kann der
Eindruck der Anwesenheit von mehreren Personen vermittelt werden, sodass das Gefühl
der Sicherheit am Arbeitsplatz damit zusätzlich verstärkt wird.
[0008] Die erwähnten Steuerungssysteme weisen jedoch den Nachteil auf, dass sie in der Regel
ein fest installiertes Bussystem erfordern und die Inbetriebnahme des Beleuchtungssystems
im Vorfeld eine umfangreiche Planung und Konfiguration des Steuerungssystems erfordern.
Insbesondere ist es praktisch kaum möglich, ein derartiges Beleuchtungssystem einfach
und schnell durch räumliches Umstellen der Leuchten zu verändern, ohne dass das Steuerungssystem
hierfür neu eingestellt werden müsste.
[0009] Aus der
US 2011/0115384 A1 ist ein Beleuchtungssystem bekannt, bei dem die Leuchten durch Signalübermittlung
ihre Abstände zueinander ermitteln. Aus der
US 2006/0250980 A1 ist bekannt Abstände zwischen zwei Leuchten mit Hilfe eines Funksignals sowie eines
Ultraschallsignals zu ermitteln.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Beleuchtungssystem anzugeben
bzw. ein verbessertes Verfahren zum Betrieb eines solchen Beleuchtungssystems. Außerdem
soll eine entsprechende Leuchte angegeben werden. Insbesondere soll eine Inbetriebnahme
des Beleuchtungssystems besonders einfach möglich sein und eine Anpassung des Beleuchtungssystems
bei einer räumlichen Veränderung der einzelnen Leuchten besonders einfach und zuverlässig
ermöglicht sein.
[0011] Diese Aufgabe wird mit den in den unabhängigen Ansprüchen angegebenen Gegenständen
gelöst. Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0012] Gemäß der Erfindung ist eine Leuchte vorgesehen, insbesondere zur Verwendung in einem
erfindungsgemäßen Beleuchtungssystem. Die Leuchte weist dabei Folgendes auf:
- mehrere Ultraschallsender zum Aussenden von Ultraschallsignalen,
- mehrere Ultraschallempfänger zum Empfangen von Ultraschallsignalen,
- einen Funksender zum Aussenden eines Funksignals,
- einen Funkempfänger zum Empfangen des Funksignals,
- eine Ermittlungseinheit zum Ermitteln einer Zeitdifferenz zwischen einem Empfangen
eines Funksignals mit dem Funkempfänger und einem Empfangen eines Ultraschallsignals
mit einem der Ultraschallempfänger,
- eine Steuereinheit zur Einstellung mehrerer unterschiedlicher Betriebszustände, wobei
die Steuereinheit dazu ausgelegt ist, die Einstellung in Abhängigkeit von der Zeitdifferenz
durchzuführen,
wobei die Ultraschallsender dazu ausgelegt sind, die Ultraschallsignale in unterschiedliche
Richtungen auszusenden und die Ultraschallempfänger dazu ausgelegt sind, die Ultraschallsignale
aus unterschiedlichen Richtungen zu empfangen, wobei die unterschiedlichen Richtungen
vorzugsweise alle horizontalen Richtungen umfassen.
[0013] Vorzugsweise weist die Leuchte weiterhin einen Sensor zur Erzeugung eines Sensorsignals
auf, vorzugsweise in Form eines Bewegungssensors und/oder eines Helligkeitssensors,
wobei die Steuereinheit weiterhin dazu ausgelegt ist, die Einstellung auch in Abhängigkeit
von dem Sensorsignal durchzuführen.
[0014] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Beleuchtungssystem vorgesehen,
das mehrere, voneinander jeweils beabstandete erfindungsgemäße Leuchten aufweist.
Die Leuchten sind dabei dazu ausgebildet, untereinander Signale auszusenden und zu
empfangen, wobei nach Aussenden eines Signals durch eine aussendende Leuchte dieses
Signal zumindest von einem Teil der anderen Leuchten empfangen wird und die empfangenden
Leuchten daraufhin jeweils ihr Betriebsverhalten anpassen, wobei diese Anpassung in
Abhängigkeit von dem Signal und in Abhängigkeit von dem jeweiligen Abstand der betreffenden
empfangenden Leuchte zu der aussendenden Leuchte erfolgt. Die Leuchten sind dabei
dazu ausgebildet, den jeweiligen Abstand mithilfe eines Funksignals und eines Ultraschallsignals
zu ermitteln. Mit "Abstand" sei dabei ein grundsätzlich beliebiges "Maß für den Abstand"
bezeichnet.
[0015] Eine Ermittlung der Abstände zwischen den einzelnen Leuchten mithilfe von Funk- und
Ultraschallsignalen ist besonders einfach, zuverlässig und dabei mit großer Genauigkeit
möglich. Die Information über die Abstände liegt dabei nach deren Ermittlung unmittelbar
an den Leuchten selbst vor, so dass es im Weiteren zur Steuerung der Leuchten nicht
mehr erforderlich ist, dass diese Abstands-Information noch von einer anderen Stelle
an die Leuchten übermittelt wird. Hierdurch lässt sich erzielen, dass sich die Steuerung
bzw. das Anpassungsverhalten der Leuchten und damit das Steuerverhalten des Beleuchtungssystems
insgesamt nach einer räumlichen Umstellung der Leuchten besonders einfach, genau und
zuverlässig an die neue Konfiguration der Leuchten anpassen kann.
[0016] Durch das Aussenden und Empfangen der Ultraschallsignale in bzw. aus unterschiedliche
Richtungen lässt sich erzielen, dass in den Leuchten nicht nur ein Maß für die Abstände
zu den anderen Leuchten ermittelt werden kann, sondern auch eine Information über
die Richtung, in der sich von der empfangenden Leuchte aus gesehen die aussendende
Leuchte befindet bzw. die anderen Leuchten befinden. Hierdurch lässt sich das Betriebsverhalten
der Leuchten noch feiner in Abhängigkeit von dem gesamten Beleuchtungssystem bzw.
der jeweiligen Konfiguration der Leuchten einstellen.
[0017] Vorzugsweise ist das Beleuchtungssystem derart ausgestaltet, dass das Funksignal
und die Ultraschallsignale von der aussendenden Leuchte ausgesendet werden und von
den empfangenden Leuchten jeweils empfangen werden. Auf diese Weise befinden sich
der Sender und der Empfänger von Funk- und Ultraschallsignal unmittelbar an den beiden
Begrenzungen des betreffenden Abstands.
[0018] Vorzugsweise sind die Leuchten dazu ausgestaltet, das Funksignal und die Ultraschallsignale
gleichzeitig oder in einem vorab festgelegten zeitlichen Abstand auszusenden. Bei
gleichzeitigem Aussenden der beiden Signale stellt die zeitliche Differenz zwischen
dem Empfang des Funksignals und dem Empfang eines der Ultraschallsignale für die empfangende
Leuchte unmittelbar ein Maß für den Abstand dar, also quasi den Abstand als solchen.
[0019] Vorzugsweise enthält das Funksignal eine Kennung bzw. Adressenangabe der aussendenden
Leuchte. Auf diese Weise lässt sich in den empfangenden Leuchten eine Zuordnung zwischen
dieser Kennung und dem betreffenden Abstand erzeugen und speichern, so dass ein, zu
einem späteren Zeitpunkt von einer empfangenden Leuchte empfangenes Signal, das ebenfalls
die Kennung enthält, von der empfangenden Leuchte eindeutig dem betreffenden Abstand
zugeordnet werden kann, insbesondere ohne dass hierfür ein weiteres Ultraschallsignal
erforderlich wäre.
[0020] Insbesondere lassen sich hierdurch im Rahmen einer Initialisierungsphase des Beleuchtungssystems
die Abstände zwischen den Leuchten entsprechend erfassen und unter Zuordnung der jeweiligen
Kennungen in den Leuchten abspeichern; in der anschließenden Phase des regulären Betriebs
reicht es dann aus, wenn die Signale jeweils die Kennung der aussendenden Leuchte
enthalten, so dass in einer empfangenden Leuchte mit Erhalt einer Kennung die eindeutige
Zuordnung zu dem betreffenden Abstand vorliegt. Bei den Signalen kann es sich insbesondere
um weitere Funksignale handeln, so dass auf diese Weise während des nach Abschluss
der Initialisierungsphase stattfindenden - regulären Betriebs keine Erzeugung von
Ultraschallsignalen mehr erforderlich ist. Vorzugsweise weisen dementsprechend die
Leuchten jeweils ein Speichermittel auf und sind dazu ausgestaltet, eine eindeutige
Zuordnung der Kennung bzw. Adressenangabe zu dem jeweiligen betreffenden Abstand zu
der aussendenden Leuchte in dem Speichermittel abzuspeichern.
[0021] Alternativ vorzugsweise sind die Leuchten dazu ausgebildet, gleichzeitig mit dem
Aussenden des Signals auch das Funksignal und die Ultraschallsignale auszusenden,
wobei vorzugsweise das Funksignal das Signal umfasst. Hierdurch lässt sich erzielen,
dass die oben genannte Initialisierungsphase nicht erforderlich ist. Allerdings müssen
dann während des regulären Betriebs auch Ultraschallsignale erzeugt werden. Dies mag
jedoch - je nach den im Einzelfall gegebenen Randbedingungen - unerheblich sein.
[0022] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zum Betrieb eines erfindungsgemäßen
Beleuchtungssystems vorgesehen. Das Verfahren umfasst dabei die folgenden Schritte:
- a) eine der Leuchten sendet entweder gleichzeitig oder in einem vorab festgelegten
zeitlichen Abstand ein Funksignal und mehrere Ultraschallsignale aus,
- b) zumindest ein Teil der anderen Leuchten empfängt jeweils das Funksignal und eines
der Ultraschallsignale,
- c) jede der empfangenden Leuchten ermittelt auf Basis eines zeitlichen Abstands zwischen
dem Empfangen des Funksignals und dem Empfangen des Ultraschallsignals jeweils ein
Maß für den Abstand zu der aussendenden Leuchte,
- d) jede der empfangenden Leuchten stellt einen Betriebszustand in Abhängigkeit von
dem in Schritt c) ermittelten Abstand ein,
wobei in Schritt a) die aussendende Leuchte die Ultraschallsignale in unterschiedliche
Richtungen aussendet.
[0023] Vorzugsweise werden dabei die Schritte a) bis c) einmalig bei Inbetriebnahme des
Beleuchtungssystems bzw. während einer Initialisierungsphase durchgeführt.
[0024] Vorzugsweise enthält dabei das Funksignal eine Kennung bzw. Adressenangabe der aussendenden
Leuchte.
[0025] Alternativ vorzugsweise werden die Schritte a) bis c) nach Inbetriebnahme des Beleuchtungssystems
durchgeführt bzw. während der regulären Betriebsphase.
[0026] Vorzugsweise wird in Schritt c) in den empfangenden Leuchten jeweils außerdem auf
Basis des empfangenen Ultraschallsignals eine Richtung zu der aussendenden Leuchte
ermittelt. Mit "Richtung" sei dabei ein grundsätzlich beliebiges "Maß für Richtung"
bezeichnet.
[0027] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels und mit Bezug auf
die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Skizze zu einer beispielhaften Anordnung der Leuchten des Beleuchtungssystems
gemäß dem Ausführungsbeispiel,
- Fig. 2
- eine perspektivische Skizze einer Leuchte des Beleuchtungssystems,
- Fig. 3a
- einen Querschnitt durch den Leuchtenkopf der Leuchte,
- Fig. 3b
- eine entsprechende Ansicht des Leuchtenkopfes von unten und
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung möglicher Komponenten der Leuchte.
[0028] In Fig. 1 ist sehr schematisch und rein beispielhaft eine Konfiguration bzw. Anordnung
von Leuchten 10 eines erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems 1 skizziert. Die Leuchten
10 sind jeweils voneinander beabstandet angeordnet bzw. aufgestellt. Bei den Leuchten
10 kann es sich beispielsweise um Tisch- bzw. Stehleuchten zur Beleuchtung von Arbeitsplätzen
handeln.
[0029] In Fig. 2 ist beispielhaft und sehr schematisch eine entsprechende Leuchte 10 in
Form einer Stehleuchte skizziert. Allgemeiner kann es sich aber auch um eine Pendelleuchte
oder um eine Leuchte einer noch anderen Art handeln. Die Leuchten 10 können insbesondere
alle baugleich gestaltet sein oder zumindest alle jeweils die hier beschriebenen Merkmale
aufweisen.
[0030] Die Leuchte 10 weist im gezeigten Beispiel einen Leuchtenkopf 101 auf, der an einer
Leuchtensäule 102 angeordnet sein kann. In Fig. 3a ist wiederum beispielhaft ein Querschnitt
durch den - separierten - Leuchtenkopf 101 gezeigt, in Fig. 3b eine entsprechende
Ansicht des Leuchtenkopfes 101 von unten.
[0031] Der Leuchtenkopf 101 ist relativ flach gehalten, sodass eine Vielzahl von Montagemöglichkeiten
denkbar ist, beispielsweise neben einer Tischleuchte auch als Pendelleuchte, abgehängt
an einer Decke. Überdies ist darauf hinzuweisen, dass die Kombination mehrere Leuchtenköpfe
auf einem gemeinsamen Leuchtenträger möglich ist, sodass sich im Bedarfsfall beispielsweise
ein Lichtband bzw. eine sonstige Anordnung mehrerer Leuchtenköpfe realisieren lässt.
[0032] Der Leuchtenkopf 101 kann - wie in den Figuren 3a und 3b skizziert - mehrere, unterschiedlich
zueinander angeordnete Leuchtmittel 12, 12' aufweisen, bevorzugt in Form von LED-Leuchtmitteln,
die dazu beitragen, eine variable Lichtabstrahlung der Leuchte 10 zu ermöglichen.
Die Leuchtmittel 12, 12' sind vorzugsweise in einem gemeinsamen Gehäuse 11 angeordnet,
das im Wesentlichen geschlossen ist, also bis auf wenige Lüftungsöffnungen oder Öffnungen
für Montagemittel bzw. Träger sowie Energieversorgungsmittel geschlossen ausgebildet
ist. Dies ist vorteilhaft mit Bezug auf das Temperaturmanagement und hat auch den
Vorteil, dass eine definierte Lichtabgabe, beispielsweise mit Hilfe von dazu vorgesehenen
Lichtabgabeflächen, erfolgen kann, ohne dass dabei unbeabsichtigt Streulicht erzeugt
wird.
[0033] Hierzu kann das Gehäuse 11 mehrere Lichtabgabeflächen 13, 14, 15 aufweisen, die eine
Lichtabstrahlung der Leuchte 10 zur gleichzeitigen Direkt- und auch Indirektbeleuchtung
ermöglichen, wie in Fig. 2 durch die Pfeile "Direkt-Licht" und "Indirekt-Licht" angedeutet.
Eine, in Fig. 3a bezeichnete, erste Lichtabgabefläche 13 ist dabei einer flächigen
Lichtleiterplatte 16 zugeordnet, an deren Schmalseite bzw. - seiten die Leuchtmittel
12, insbesondere mehrere LED-Leuchtmittel zur Lichtabgabe in die Lichtleiterplatte
16 angeordnet sind. Eine der ersten Lichtabgabefläche 13 gegenüberliegende, zweite
Lichtabgabefläche 14 ist dazu ausgebildet, aus der Lichtleiterplatte 16 ausgekoppeltes
Licht der Leuchtmittel 12 ebenfalls abzustrahlen, und weist bevorzugt die Wirkung
eines Diffusors auf.
[0034] An die zweite Lichtabgabefläche 14 angrenzend kann ein Reflektor 17 vorgesehen sein,
der im Querschnitt betrachtet ein Wellen- bzw. Zickzackprofil aufweist, das gleichzeitig
als Montagefläche für die weiteren Leuchtmittel 12' dient. Die weiteren Leuchtmittel
12', vorzugsweise wiederum in Form von LED-Leuchtmitteln, sind dabei vorzugsweise
so auf dem Wellenprofil bzw. dem Reflektor 17 orientiert angeordnet, dass sie eine
gemeinsame Lichtabstrahlrichtung aufweisen, die bevorzugt gegenüber der angrenzenden,
zweiten Lichtabgabefläche 14 geneigt ist. Die das Wellenprofil begrenzende Öffnung
des Gehäuses 11 ist mit einer transparenten Platte 18 abgedeckt, die eine weitere,
dritte Lichtabgabefläche 15 realisiert. Die Lichtabgabeflächen 13, 14, 15 können als
Lichtleitmittel ausgebildet sein, beispielsweise jeweils mit Hilfe einer linsenförmigen
bzw. prismatischen Strukturierung der Oberfläche.
[0035] Wie in Fig. 3b beispielhaft dargestellt, kann das Gehäuse 11 weiterhin Einschübe
bzw. Halterungen für LED-Spots 19 aufweisen, die zur Lichtabstrahlung im Wesentlichen
parallel zur Lichtabstrahlung der ersten Lichtabgabefläche 13 beitragen, wobei dennoch
die Richtung der Lichtabgabe der LED-Spots 19 vorzugsweise verstellbar gestaltet ist.
[0036] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Leuchte 10 dazu ausgebildet, eine Spotbeleuchtung
eines Arbeitsplatzes, eine flächige direkte Beleuchtung eines Arbeitsplatzes sowie
eine Indirektbeleuchtung einer Decke bzw. Wand zu realisieren und so verschiedene
Arten der Lichtabgabe zur Verfügung zu stellen, die zueinander variierbar sind. Bevorzugt
bilden sich verschiedene Arten der Lichtabgabe der Leuchte 10 in verschiedenen Betriebsarten
bzw. Betriebszuständen der Leuchte 10 ab, die zum Betrieb der Leuchte 10 auswählbar
sind. Insbesondere können mehrere unterschiedliche Betriebszustände einer Leuchte
10 durch Abgabe von unterschiedlich hellem Licht charakterisiert sein. Beispielsweise
kann ein erster Betriebszustand der Leuchte 10 vorgesehen sein, in dem die Leuchte
10 ein Licht zu 100% abgibt und ein zweiter Betriebszustand, in dem die Leuchte 10
das Licht zu lediglich 30% hiervon abgibt, also weniger hell strahlt.
[0037] In Fig. 4 sind schematisch mögliche Komponenten der Leuchte 10 skizziert. Die Leuchte
kann insbesondere Bedienmittel 50 umfassen, mit denen die Leuchte manuell ein- und
ausgeschaltet werden kann, sowie - beispielsweise durch Dimmen in unterschiedliche
Betriebszustände versetzt werden kann. Die Bedienelemente 50 können beispielsweise
an der Säule 102 angeordnet sein.
[0038] Weiterhin kann die Leuchte Sensormittel zur Erzeugung eines Sensorsignals aufweisen,
beispielsweise einen Bewegungssensor 40 und/oder einen Helligkeitssensor 40', wobei
die Leuchte 10 dazu ausgestaltet ist, auf Basis des Sensorsignals einen Betriebszustand
zu ändern. Beispielsweise kann also vorgesehen sein, dass sich die Leuchte selbsttätig
einschaltet, wenn sich eine Person nähert.
[0039] Zur Steuerung weist die Leuchte 10 - wie in Fig. 4 schematisch skizziert - vorzugsweise
eine entsprechende Steuereinheit 30 auf. Dementsprechend ist die Leuchte 10 vorzugsweise
derart gestaltet, dass sie mit der Steuereinheit 30 in mehrere unterschiedliche Betriebszustände
versetzt werden kann. Die unterschiedlichen Betriebszustände können sich beispielsweise
- wie erwähnt - durch unterschiedlich helle Lichtabgaben der Leuchte 10 unterscheiden
und/oder durch unterschiedliche Lichtabgaben in unterschiedliche Abstrahlrichtungen.
Beim gezeigten Beispiel ist die Steuereinheit 30 dementsprechend mit den Bedienmitteln
50 und auch mit den Sensormitteln 40, 40' verbunden.
[0040] Um die Leuchten 10 des Beleuchtungssystems 1 flexibel, insbesondere geeignet in die
Ausleuchtung eines Raumes integrieren zu können, sind die Leuchten 10 dazu ausgebildet,
untereinander Signale auszusenden und zu empfangen. Bei den Signalen kann es sich
insbesondere um elektromagnetische Wellen handeln, insbesondere im Funkwellenbereich.
[0041] Beispielsweise kann ein solches Signal signalisieren, dass eine der Leuchten 10 eingeschaltet
worden ist. In diesem Sinn stellt das Signal ein "Betriebszustands-Signal" oder genauer
ein "Betriebszustandsänderungs-Signal" dar, das den restlichen Leuchten 10 eine Information
über den Betriebszustand bzw. eine Änderung des Betriebszustands derjenigen Leuchte
10 zukommen lässt, von der das Signal abgesendet worden ist.
[0042] Insbesondere ist das Beleuchtungssystem 1 dazu ausgestaltet, dass während einer regulären
Betriebsphase in wiederholter Weise derartige Signale zwischen den Leuchten 10 ausgetauscht
werden.
[0043] Eine Leuchte 10, die ein solches Signal aussendet, wird hier als "aussendende Leuchte"
bezeichnet und ist - wie in Fig. 1 exemplarisch gezeigt - in den Zeichnungen mit 10'
bezeichnet. Das Beleuchtungssystem 1 ist derart gestaltet, dass nach dem Aussenden
des Signals durch die aussendende Leuchte 10' dieses Signal zumindest von einem Teil
der anderen Leuchten empfangen wird, wobei hier eine bzw. jede dieser Leuchten, die
das Signal empfängt, mit "empfangende Leuchte" bezeichnet ist und - wie in Fig. 1
gezeigt - in den Zeichnungen exemplarisch mit 10" bezeichnet ist.
[0044] Weiterhin ist das Beleuchtungssystem 1 derart gestaltet, dass die empfangenden Leuchten
10" nach dem Empfangen des Signals ihr Betriebsverhalten anpassen, insbesondere, indem
sie sich in einen bestimmten Betriebszustand versetzen oder einen bestimmten Betriebszustand
beibehalten. Vorzugsweise ist die Leuchte 10 derart gestaltet, dass die Anpassung
durch die Steuereinheit 30 gesteuert wird.
[0045] Dabei erfolgt die genannte Anpassung durch die empfangende Leuchte 10" nach Empfangen
des Signals sowohl in Abhängigkeit von dem Signal als auch in Abhängigkeit von einem
jeweiligen Abstand d der betreffenden empfangenden Leuchte 10" zu der aussendenden
Leuchte 10'. Hierdurch lässt sich beispielsweise bewirken, dass die empfangenden Leuchten
10", die sich in einer bestimmten Umgebung A der aussendenden Leuchte 10' befinden
- deren Begrenzung in Fig. 1 gepunktet angedeutet ist - jeweils ein reduziertes Licht
abgeben, so dass diese Umgebung A beispielsweise im Sinn einer Raumgrundbeleuchtung
beleuchtet ist. Dabei kann weiterhin vorgesehen sein, dass diejenigen Leuchten, die
sich außerhalb der Umgebung A befinden, zur Anpassung an das Signal kein Licht abgeben.
[0046] Die Leuchten 10 sind dazu ausgebildet, den jeweiligen Abstand d mithilfe eines Funksignals
F und mithilfe eines Ultraschallsignals U zu ermitteln.
[0047] Wie in Fig. 1 angedeutete, ist das Beleuchtungssystem 1 vorzugsweise derart ausgestaltet,
dass das Funksignal
F und das Ultraschallsignal
U von der aussendenden Leuchte 10' ausgesendet werden und von den empfangenden Leuchten
10" jeweils empfangen werden. Beim hier gezeigten Ausführungsbeispiel weisen die Leuchten
10 hierzu eine, in Fig. 2 angedeutete Funkeinheit 104 mit einem Funksender zum Aussenden
des Funksignals F und einem Funkempfänger zum Empfangen des Funksignals F auf, sowie
eine Ultraschalleinheit 103 mit einem Ultraschallsender zum Aussenden des Ultraschallsignals
U und einen Ultraschallempfänger zum Empfangen des Ultraschallsignals U. Die Funkeinheit
104 kann beispielsweise auf einer Oberseite des Leuchtenkopfes 101 angeordnet sein,
die Ultraschalleinheit 103 beispielsweise unterhalb des Leuchtenkopfes 101, zum Beispiel
in einem oberen Bereich an der Säule 102. Wie in Fig. 4 angedeutet, sind die Ultraschalleinheit
103 und die Funkeinheit 104 vorzugsweise jeweils mit der Steuereinheit 30 verbunden.
[0048] Eine besonders einfache Ermittlung des betreffenden Abstand d ist möglich, wenn die
aussendende Leuchte 10' das Funksignal
F und das Ultraschallsignal U gleichzeitig oder aber zumindest in einem vorab festgelegten
zeitlichen Abstand aussendet. Dementsprechend sind die Leuchten 10 vorzugsweise dazu
ausgestaltet, das Funksignal F und das Ultraschallsignal U gleichzeitig oder in einem
vorab festgelegten zeitlichen Abstand auszusenden. Auf diese Weise stellt für die
empfangende Leuchte 10" der zeitliche Abstand zwischen dem Empfangen des Funksignals
F und dem darauffolgenden Empfangen des Ultraschallsignals
U unmittelbar ein Maß für den betreffenden Abstand
d dar. Die Leuchten 10 sind daher vorzugsweise dazu ausgestaltet, eine zeitliche Differenz
zwischen diesen beiden Empfängen zu ermitteln, beispielweise mit einer entsprechenden
Ermittlungseinheit, die vorzugsweise als Teil der Steuereinheit 30 gestaltet ist.
[0049] Dementsprechend weist ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Betrieb des Beleuchtungssystems
1 die folgenden Schritte auf:
- a) eine der Leuchten, die aussendende Leuchte 10', sendet entweder gleichzeitig oder
in einem vorab festgelegten zeitlichen Abstand ein Funksignal F und ein Ultraschallsignal U aus,
- b) zumindest ein Teil der anderen Leuchten 10" empfängt das Funksignal F und das Ultraschallsignal U,
- c) jede der empfangenden Leuchten 10" ermittelt auf Basis eines zeitlichen Abstands
zwischen dem Empfangen des Funksignals F und dem Empfangen des Ultraschallsignals U jeweils ein Maß für den Abstand d zu der aussendenden Leuchte 10' und
- d) jede der empfangenden Leuchten 10" stellt einen Betriebszustand in Abhängigkeit
von dem in Schritt c) ermittelten Abstand d ein.
[0050] Der Schritt d) findet insbesondere statt, wenn eine bzw. die aussendende Leuchte
10' ein "Betriebszustandsänderungs-Signal", also kurz das oben genannte Signal ausgesendet
hat, so dass jede der empfangenden Leuchten 10" daraufhin ihr Betriebsverhalten in
Abhängigkeit von dem Signal und in Abhängigkeit von dem Abstand d anpasst. Das Funksignal
F kann dabei unmittelbar das Signal umfassen; mit anderen Worten kann das Signal Bestandteil
des Funksignals
F sein. Allerdings ist dies nicht zwangsläufig, insbesondere kann das Signal von der
aussendenden Leuchte 10' nach Absenden des Funksignals
F abgesendet werden.
[0051] Gemäß einer Ausführung ist vorgesehen, dass das Funksignal
F eine Kennung bzw. Adressenangabe der aussendenden Leuchte 10' enthält. Die Leuchten
10 weisen dabei vorzugsweise jeweils ein - beispielsweise in die Steuereinheit 30
integrierte - Speichermittel auf und sind dazu ausgestaltet, eine eindeutige Zuordnung
zwischen der Kennung bzw. Adressenangabe und dem jeweiligen betreffenden Abstand
d zu der aussendenden Leuchte 10' in dem Speichermittel abzuspeichern.
[0052] Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, dass in einer Initialisierungsphase des Beleuchtungssystems
1 - also einmalig bei Inbetriebnahme des Beleuchtungssystems 1 - von jeder der Leuchten
10 die Abstände zu den anderen Leuchten 10 ermittelt werden und dann jeweils unter
Zuordnung zu der jeweiligen Kennung in dem Speichermittel gespeichert werden. Vorzugsweise
wird dabei zur Ermittlung der Abstände - zeitlich aufeinander folgend - jede der Leuchten
10 - als aussendende Leuchte 10' aktiviert und die jeweils restlichen Leuchten zu
den empfangenden Leuchten 10", bis schließlich alle Leuchten 10 ihre Abstände zu den
jeweils restlichen Leuchten ermittelt haben.
[0053] Nach Abschluss dieser Initialisierungsphase kann dann die reguläre Betriebsphase
beginnen. In dieser enthält jedes Signal dann auch die Kennung der aussendenden Leuchte
10', so dass in der empfangenden Leuchte 10" anhand der Kennung in dem Signal indirekt,
aber eindeutig auch die Information über den jeweiligen Abstand
d vorliegt. Auf diese Weise ist während der regulären Betriebsphase bzw. nach Abschluss
der Initialisierungsphase kein Aussenden eines Ultraschallsignals mehr erforderlich.
In diesem Fall erfolgt also das Aussenden der Signale nach dem Ermitteln der gegenseitigen
Abstände zwischen den Leuchten 10. Die entsprechenden Funksignale
F zwischen den Leuchten 10 müssen in diesem Fall lediglich während der Initialisierungsphase
ausgesendet werden.
[0054] Die oben genannten Schritte a) bis c) erfolgen hierbei also einmalig bei Inbetriebnahme
des Beleuchtungssystems 1 bzw. im Rahmen der Initialisierungsphase bzw. vor der regulären
Betriebsphase.
[0055] Gemäß einer alternativen Ausführung kann vorgesehen sein, dass die Leuchten 10 dazu
ausgebildet sind, gleichzeitig mit dem Aussenden des Signals auch das Funksignal
F und das Ultraschallsignal
U auszusenden. In diesem Fall kann also der betreffende Abstand von den empfangenden
Leuchten 10" sozusagen bei Empfang des Signals aktuell ermittelt werden; eine Initialisierungsphase
ist in diesem Fall nicht erforderlich. Allerdings ist hierbei jedes Aussenden eines
Signals mit einem Aussenden eines Ultraschallsignals verbunden. Das Funksignal
F kann dabei das Signal beinhalten.
[0056] Die Schritte a) bis c) werden in diesem Fall also nach Inbetriebnahme des Beleuchtungssystems,
insbesondere während der regulären Betriebsphase durchgeführt.
[0057] Vorzugsweise sind die Leuchten 10 weiterhin dazu ausgestaltet, Ultraschallsignale
in unterschiedliche Richtungen auszusenden und aus unterschiedlichen Richtungen zu
empfangen, wobei die Richtungen vorzugsweise alle horizontalen Richtungen umfassen.
Auf diese Weise lassen sich weiterhin die räumlichen Positionen der Leuchten 10 zueinander
ermitteln.
[0058] Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die Ultraschalleinheit 103 mehrere Ultraschallsender,
insbesondere auf gleicher Höhe, aufweist, die in der Horizontalen in gleichmäßigen
Winkelabständen abstrahlend orientiert angeordnet sind. Beispielsweise kann die Ultraschalleinheit
103 also vier Ultraschallsender aufweisen, die vorzugsweise jeweils zur Erzeugung
von Ultraschallsignalen ausgebildet sind, die jeweils einen Winkelbereich von mindestens
90° umfassen. Auf diese Weise lassen sind alle horizontalen Richtungen repräsentieren.
[0059] Die Ultraschallsensoren der Ultraschalleinheit 103 sind dementsprechend vorzugsweise
zum Empfangen von Ultraschallsignalen aus allen horizontalen Richtungen ausgebildet.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die Ultraschalleinheit 103 vier entsprechend
orientierte Ultraschallempfänger aufweist.
[0060] Zum Verfahren kann vorgesehen sein, dass in Schritt a) die aussendende Leuchte 10'
außerdem weitere Ultraschallsignale in unterschiedliche Richtungen aussendet, in Schritt
b) die empfangenden Leuchten 10" jeweils auch die weiteren Ultraschallsignale empfangen
und in Schritt c) in den empfangenden Leuchten 10" jeweils außerdem auf Basis der
empfangenen weiteren Ultraschallsignale eine Richtung zu der aussendenden Leuchte
10' ermittelt wird.
[0061] Die Gestaltung ist weiterhin vorzugsweise derart, dass die Ultraschalleinheit 103
dazu ausgebildet ist, die mehreren Ultraschallsender und die Ultraschallempfänger
jeweils zeitlich hintereinander zu aktivieren. Auf diese Weise kann die aussendende
Leuchte 10' hintereinander die Ultraschallsignale in die unterschiedlichen Richtungen
aussenden und die restlichen bzw. empfangenden Leuchten 10" können ihre Ultraschallempfänger
bei jedem Ultraschallsignal hintereinander auf Empfang schalten. Über Laufzeitdifferenzen
lässt sich nunmehr - zusätzlich zu den betreffenden Abständen - über die Intensitäten
der Ultraschallsignale eine Information über die Richtung bester Ultraschallkommunikation
erzielen. Ist die absolute Position einer Leuchte bekannt, kann man aus den Ergebnissen
der Messungen aller Leuchten nicht nur deren Abstände zueinander, sondern auch deren
Positionen relativ zur Position der ersten Leuchte bestimmen.
[0062] Im Fall der genannten richtungsabhängigen Ausgestaltung kann selbstverständlich vorgesehen
sein, dass die empfangende Leuchte 10" ihr Betriebsverhalten in Abhängigkeit von dem
Signal und in Abhängigkeit von dem Abstand d und/oder in Abhängigkeit von der Richtung
zu der aussendenden Leuchte 10' anpasst.
[0063] Falls bei der richtungsabhängigen Ausgestaltung lediglich eine Anpassung in Abhängigkeit
von dem Signal und dem Abstand d erwünscht ist, kann vorgesehen sein, dass alle Ultraschallsender
der Ultraschalleinheit 103 gleichzeitig senden bzw. alle Ultraschallempfänger der
Ultraschalleinheit 103 gleichzeitig empfangen.
1. Leuchte (10), zur Verwendung in einem Beleuchtungssystem, aufweisend
- mehrere Ultraschallsender zum Aussenden von Ultraschallsignalen (U),
- mehrere Ultraschallempfänger zum Empfangen von Ultraschallsignalen (U),
- einen Funksender zum Aussenden eines Funksignals (F),
- einen Funkempfänger zum Empfangen eines Funksignals (F),
- eine Ermittlungseinheit zum Ermitteln einer Zeitdifferenz zwischen einem Empfangen
eines Funksignals (F) mit dem Funkempfänger und einem Empfangen eines Ultraschallsignals (U) mit einem der Ultraschallempfänger,
- eine Steuereinheit (30) zur Einstellung mehrerer unterschiedlicher Betriebszustände,
wobei die Steuereinheit (30) dazu ausgelegt ist, die Einstellung in Abhängigkeit von
der Zeitdifferenz durchzuführen,
wobei die Ultraschallsender dazu ausgelegt sind, die Ultraschallsignale in unterschiedliche
Richtungen auszusenden und die Ultraschallempfänger dazu ausgelegt sind, die Ultraschallsignale
aus unterschiedlichen Richtungen zu empfangen, wobei die unterschiedlichen Richtungen
vorzugsweise alle horizontalen Richtungen umfassen.
2. Leuchte nach Anspruch 1,
weiterhin aufweisend einen Sensor zur Erzeugung eines Sensorsignals, vorzugsweise
in Form eines Bewegungssensors (40) und/oder eines Helligkeitssensors (40'),
wobei die Steuereinheit (30) weiterhin dazu ausgelegt ist, die Einstellung auch in
Abhängigkeit von dem Sensorsignal durchzuführen.
3. Beleuchtungssystem (1), aufweisend mehrere, voneinander jeweils beabstandete Leuchten
(10) gemäß Anspruch 1 oder 2, die dazu ausgebildet sind, untereinander Signale auszusenden
und zu empfangen,
wobei nach Aussenden eines Signals durch eine aussendende Leuchte (10') dieses Signal
zumindest von einem Teil der anderen Leuchten (10") empfangen wird und die empfangenden
Leuchten (10") daraufhin jeweils ihr Betriebsverhalten anpassen, wobei diese Anpassung
in Abhängigkeit von dem Signal und in Abhängigkeit von dem jeweiligen Abstand (d) der betreffenden empfangenden Leuchte (10") zu der aussendenden Leuchte (10') erfolgt,
und wobei die Leuchten (10) dazu ausgebildet sind, den jeweiligen Abstand (d) mithilfe eines Funksignals (F) und eines Ultraschallsignals (U) zu ermitteln.
4. Beleuchtungssystem nach Anspruch 3,
das derart ausgestaltet ist, dass das Funksignal (F) und die Ultraschallsignale (U) von der aussendenden Leuchte (10') ausgesendet werden und von den empfangenden Leuchten
(10") jeweils empfangen werden.
5. Beleuchtungssystem nach Anspruch 4,
bei dem die Leuchten (10) dazu ausgestaltet sind, das Funksignal (F) und die Ultraschallsignale (U) gleichzeitig oder in einem vorab festgelegten zeitlichen Abstand auszusenden.
6. Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 3-5,
bei dem das Funksignal (F) eine Kennung bzw. Adressenangabe der aussendenden Leuchte (10') enthält.
7. Beleuchtungssystem nach Anspruch 6,
bei dem die Leuchten (10) jeweils ein Speichermittel aufweisen und dazu ausgestaltet
sind, eine eindeutige Zuordnung der Kennung bzw. Adressenangabe zu dem jeweiligen
betreffenden Abstand (d) zu der aussendenden Leuchte (10') in dem Speichermittel abzuspeichern.
8. Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 3-7,
bei dem die Leuchten (10) dazu ausgebildet sind, gleichzeitig mit dem Aussenden des
Signals auch das Funksignal (F) und die Ultraschallsignale (U) auszusenden, wobei vorzugsweise das Funksignal (F) das Signal umfasst.
9. Verfahren zum Betrieb eines Beleuchtungssystems (1) nach einem der Ansprüche 3-8,
umfassend die folgenden Schritte:
a) eine der Leuchten (10') sendet entweder gleichzeitig oder in einem vorab festgelegten
zeitlichen Abstand ein Funksignal (F) und mehrere Ultraschallsignale (U) aus,
b) zumindest ein Teil der anderen Leuchten (10") empfängt jeweils das Funksignal (F) und eines der Ultraschallsignale (U),
c) jede der empfangenden Leuchten (10") ermittelt auf Basis eines zeitlichen Abstands
zwischen dem Empfangen des Funksignals (F) und dem Empfangen des Ultraschallsignals (U) jeweils ein Maß für den Abstand (d) zu der aussendenden Leuchte (10'),
d) jede der empfangenden Leuchten (10") stellt einen Betriebszustand in Abhängigkeit
von dem in Schritt c) ermittelten Abstand (d) ein,
wobei in Schritt a) die aussendende Leuchte (10') die Ultraschallsignale in unterschiedliche
Richtungen aussendet.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
bei dem die Schritte a) bis c) einmalig bei Inbetriebnahme des Beleuchtungssystems
(1) durchgeführt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
bei dem das Funksignal (F) eine Kennung bzw. Adressenangabe der aussendenden Leuchte enthält.
12. Verfahren nach Anspruch 9,
bei dem die Schritte a) bis c) nach Inbetriebnahme des Beleuchtungssystems (1) durchgeführt
werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
bei dem in Schritt c) in den empfangenden Leuchten (10") jeweils außerdem auf Basis
des empfangenen Ultraschallsignals eine Richtung zu der aussendenden Leuchte (10')
ermittelt wird.
1. Luminaire (10) for use in a lighting system, comprising
- a plurality of ultrasound transmitters for emitting ultrasound signals (U),
- a plurality of ultrasound receivers for receiving ultrasound signals (U),
- a radio transmitter for transmitting a radio signal (F),
- a radio receiver for receiving a radio signal (F),
- a detection unit for determining a time difference between receiving a radio signal
(F) by the radio receiver and receiving an ultrasound signal (U) by one of the ultrasound receivers,
- a control unit (30) for setting a plurality of different operating states, wherein
the control unit (30) is designed to carry out the setting as a function of the time
difference,
wherein the ultrasound transmitters are designed to emit the ultrasound signals in
different directions, while the ultrasound receivers are designed to receive the ultrasound
signals from different directions, wherein the different directions preferably include
all horizontal directions.
2. Luminaire according to claim 1,
further comprising a sensor preferably in the form of a motion sensor (40) and/or
a brightness sensor (40') to generate a sensor signal,
wherein the control unit (30) is further designed to perform the setting in response
to the sensor signal.
3. Lighting system (1) comprising a plurality of mutually-spaced luminaires (10) according
to claim 1 or 2 and that are designed to send and receive signals from each other,
wherein, after an emitting luminaire (10') emits a signal, the signal is received
by at least some of the other luminaires (10") and the receiving luminaires (10")
then each adapt their performance, wherein this adaptation depends on the signal and
on the respective distance (d) of the relevant receiving luminaire (10") from the
emitting luminaire (10'), and wherein the luminaires (10) are designed to determine
the respective distance (d) by means of a radio signal (F) and an ultrasound signal (U).
4. Lighting system according to claim 3,
which is so designed that the radio signal (F) and the ultrasound signals (U) are emitted from the emitting luminaire (10') and respectively received by the receiving
luminaires (10").
5. Lighting system according to claim 4,
wherein the luminaires (10) are designed to emit the radio signal (F) and the ultrasound signals (U) at the same time, or at a predetermined time interval.
6. Lighting system according to one of the claims 3 to 5,
wherein the radio signal (F) contains an identifier or address information of the emitting luminaire (10').
7. Lighting system according to claim 6,
wherein the luminaires (10) each have a storage means and are designed to store in
the storage means a unique assignment of the identifier or address information of
the respective relevant distance (d) to the emitting luminaire (10').
8. Lighting system according to one of the claims 3 to 7,
wherein the luminaires (10) are designed to emit the radio signal (F) and the ultrasound signals (U) simultaneously with the emission of the signal, wherein the radio signal (F) preferably comprises the signal.
9. Method of operating a lighting system (1) according to any one of the claims 3 to
8, comprising the following steps:
a) one of the luminaires (10') emits a radio signal (F) and a plurality of ultrasound signals (U) either simultaneously or at a pre-determined time interval,
b) at least some of the other luminaires (10") each receive the radio signal (F) and one of the ultrasound signals (U),
c) each of the receiving luminaires (10") respectively determines a measurement for
the distance (d) to the emitting luminaire (10') on the basis of a time interval between receiving
the radio signal (F) and receiving the ultrasound signal (U).
d) each of the receiving luminaires (10") sets an operating state as a function of
the distance (d) determined in step c),
wherein in step a) the emitting luminaire (10') emits the ultrasound signals in different
directions.
10. Method according to claim 9, wherein the steps a) to c) are carried out once upon
commissioning the lighting system (1).
11. Method according to claim 10, wherein the radio signal (F) contains an identifier or address information of the emitting luminaire.
12. Method according to claim 9, wherein the steps a) to c) are carried out after commissioning
of the lighting system (1).
13. Method according to one of the claims 9 to 12, wherein, in step c), directions from
the emitting luminaire (10') to the receiving luminaires (10") are respectively determined
also on the basis of the received ultrasound signal.
1. Luminaire (10) destiné à être utilisé dans un système d'éclairage, comprenant :
- plusieurs émetteurs à ultrasons, pour l'émission de signaux ultrasonores (U),
- plusieurs récepteurs à ultrasons pour la réception de signaux ultrasonores (U),
- un émetteur radio pour l'émission d'un signal radio (F),
- un récepteur radio pour la réception d'un signal radio (F),
- une unité de détermination pour la détermination d'une différence de temps entre
une réception d'un signal radio (F) avec le récepteur radio et une réception d'un
signal ultrasonore (U) avec un des récepteurs à ultrasons,
- une unité de commande (30) pour le réglage de plusieurs états de fonctionnement
différents, l'unité de commande (30) étant conçue pour effectuer le réglage en fonction
de la différence de temps,
les émetteurs à ultrasons étant conçus pour émettre les signaux ultrasonores dans
différentes directions et les récepteurs à ultrasons étant conçus pour recevoir des
signaux ultrasonores en provenance de différentes directions, les différentes directions
comprenant de préférence toutes les directions horizontales.
2. Luminaire selon la revendication 1,
comprenant en outre un capteur pour la génération d'un signal de capteur, de préférence
sous la forme d'un capteur de mouvement (40) et/ou d'un capteur de luminosité (40'),
l'unité de commande (30) étant en outre conçue pour effectuer le réglage également
en fonction du signal de capteur.
3. Système d'éclairage (1) comprenant plus luminaires (10) distants entre eux selon la
revendication 1 ou 2, qui sont conçus pour émettre et recevoir des signaux entre eux,
moyennant quoi, après l'émission d'un signal par un luminaire (10'), ce signal est
reçu par au moins une partie des autres luminaires (10") et les luminaires récepteurs
(10") adaptent leur comportement, cette adaptation ayant lieu en fonction du signal
et en fonction de la distance (d) entre les luminaires récepteurs (10") concernés
et le luminaire émetteur (10') et les luminaires (10) étant conçus pour déterminer
la distance (d) au moyen d'un signal radio (F) et d'un signal ultrasonore (U).
4. Système d'éclairage (1) selon la revendication 3,
qui est conçu de façon à ce que le signal radio (F) et les signaux ultrasonores (U)
soient émis par le luminaire émetteur (10') et soient reçus par chacun des luminaires
récepteurs (10").
5. Système d'éclairage (1) selon la revendication 4,
dans lequel les luminaires (10) sont conçus pour émettre le signal radio (F) et les
signaux ultrasonores (U) simultanément ou dans un intervalle de temps prédéterminé.
6. Système d'éclairage (1) selon l'une des revendications 3 à 5,
dans lequel le signal radio (F) contient une identification ou une information d'adresse
du luminaire émetteur (10').
7. Système d'éclairage (1) selon la revendication 6,
dans lequel les luminaires (10) comprennent chacun une mémoire et sont conçus pour
enregistrer, dans la mémoire, une correspondance univoque de l'identification ou de
l'information d'adresse avec la distance (d) correspondante par rapport au luminaire
émetteur (10').
8. Système d'éclairage (1) selon l'une des revendications 3 à 7,
dans lequel les luminaires (10) sont conçus pour émettre, en même temps que l'émission
du signal, également le signal radio (F) et les signaux ultrasonores (U), de préférence
le signal radio (F) comprenant le signal.
9. Procédé d'exploitation d'un système d'éclairage (1) selon l'une des revendications
3 à 8, comprenant les étapes suivantes :
a) un des luminaires (10') émet, soit simultanément soit à un intervalle de temps
prédéterminé, un signal radio (F) et plusieurs signaux ultrasonores (U),
b) au moins une partie des autres luminaires (10") reçoivent chacun le signal radio
(F) et un des signaux ultrasonores (U),
c) chacun des luminaires récepteurs (10") détermine, sur la base d'un intervalle temporel
entre la réception du signal radio (F) et la réception du signal ultrasonore (U),
une estimation pour la distance (d) par rapport au luminaire émetteur (10'),
d) chacun des luminaires récepteurs (10") règle un état de fonctionnement en fonction
de la distance (d) déterminée à l'étape c),
à l'étape a), le luminaire émetteur (10') émettant les signaux ultrasonores dans différentes
directions.
10. Procédé selon la revendication 9,
dans lequel les étapes a) à c) sont effectuées une fois lors de la mise en service
du système d'éclairage (1).
11. Procédé selon la revendication 10,
dans lequel le signal (F) contient une identification ou une information d'adresse
du luminaire émetteur.
12. Procédé selon la revendication 9,
dans lequel les étapes a) à c) sont effectuées après la mise en service du système
d'éclairage (1).
13. Procédé selon l'une des revendications 9 à 12,
dans lequel, à l'étape c), dans les luminaires récepteurs (10") une direction par
rapport au luminaire émetteur (10') est en outre déterminée sur la base du signal
ultrasonore.