[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Montage von Klebeband
auf zylindrische Körper wie beispielsweise zylindrische Flexodruckformen.
[0002] Bei einer zylindrischen Flexodruckform ist der Druckzylinder der Druckmaschine im
gesamten Umfang mit einer Druckschicht bzw. einem Druckrelief versehen. Prinzipiell
kann dazu der eigentliche Druckzylinder der Druckmaschine selbst mit einer vollständig
umhüllenden Druckschicht versehen werden. Diese Vorgehensweise hat jedoch den Nachteil,
dass beim Wechsel der Druckform unter Umständen der gesamte Druckzylinder ausgetauscht
werden muss, was sich als aufwendig gestalten kann. Üblich ist daher die Verwendung
sogenannter Sleeves. Bei einem Sleeve handelt es sich um einen zylindrischen Hohlkörper,
auch als Hülse bezeichnet, der auf seiner äußeren Zylinderfläche mit einer Druckschicht
bzw. einem Druckrelief versehen worden ist. Die Sleeve-Technik ermöglicht einen sehr
schnellen und einfachen Wechsel der Druckform. Der Innendurchmesser der Sleeves entspricht
dem Außendurchmesser des Druckzylinders, so dass die Sleeves einfach über den Druckzylinder
der Druckmaschine geschoben werden können. Weitere Einzelheiten zur Sleeve-Technik
sind beispielsweise offenbart in "
Technik des Flexodrucks", S. 73 ff., Coating Verlag, St. Gallen, 1999.
[0003] Üblicherweise erfolgt die Herstellung einer zylindrischen Flexodruckform, indem auf
die äußere Zylinderfläche des Druckzylinders bzw. des Sleeves eine Flexodruckplatte,
die auf ihrer nach außen gewandten Seite die Druckschicht bzw. das Druckrelief trägt,
aufgeklebt wird. Hierzu wird gewöhnlich ein doppelseitiges Klebeband verwendet, dessen
eine Klebefläche zunächst mit der äußeren Zylinderfläche des Druckzylinders bzw. des
Sleeves verklebt wird. Anschließend wird auf die rückseitige Klebefläche des doppelseitigen
Klebebands die Flexodruckplatte aufgeklebt, und zwar derart, dass die Druckschicht
bzw. das Druckrelief nach außen gerichtet ist und nunmehr die Oberfläche der zylindrischen
Flexodruckform bildet.
[0004] Das doppelseitige Klebeband weist dabei üblicherweise druckelastische Eigenschaften
auf, um den sogenannten "Dot-gain", einen unerwünschten Effekt beim Flexodruck, zu
verringern oder zu vermeiden. Der Dot-gain resultiert daraus, dass die druckenden
Flächen der Druckschicht bzw. des Druckreliefs beim Flexodruck erhaben sind. Das heißt,
es sind im Allgemeinen kegelstumpfförmige Druckpunkte vorhanden, die sich durch die
beim Druckvorgang auftretenden Kräfte elastisch verbreitern. Dies führt direkt zu
einer Verbreiterung des gedruckten Punktes, d.h. einem "Dot-gain". Um diesen unerwünschten
Effekt zu vermeiden, werden die Druckplatten nicht direkt auf dem Druckzylinder bzw.
dem Sleeve befestigt, sondern es wird eine elastische bzw. kompressible Zwischenschicht
vorgesehen, die sich beim Druckvorgang elastisch verformt und damit den Dot-gain,
welcher zu Qualitätseinbußen des Druckes führen kann, verringert. Üblicherweise übernimmt
das doppelseitige Klebeband die Funktion der elastischen bzw. kompressiblen Zwischenschicht,
indem es über eine gewisse Materialstärke und druckelastische Eigenschaften verfügt.
Dementsprechend weisen geeignete Klebebänder üblicherweise einen Schaumstoffkern auf.
Somit ergeben sich hohe Anforderungen an den Vorgang des Anbringens des Klebebands
an den Druckzylinder bzw. den Sleeve. Zunächst ist sicherzustellen, dass die Adhäsionswirkung
zwischen der nach innen gewandten Klebefläche des Klebebands und der Oberfläche des
Druckzylinders bzw. des Sleeves gleichförmig und von ausreichender Intensität ist.
Der Anpressdruck beim Aufbringen des Klebebands auf den Druckzylinder bzw. den Sleeve
muss also über die gesamte Fläche gleichmäßig und wohldosiert sein. Zugleich darf
der Anpressdruck nicht zu stark sein, insbesondere nicht punktuell zu stark, da ansonsten
der Schaumstoffkern des Klebebands, insbesondere in einzelnen Bereichen, kollabieren
könnte. Im Ergebnis wären damit die druckelastischen Eigenschaften des Klebebands,
insbesondere in einzelnen Bereichen, beeinträchtigt, was wiederum den unerwünschten
Dot-gain zu Folge hätte.
Darüber hinaus wird das gleichmäßige Aufbringen des Klebebands dadurch erschwert,
dass der Druckzylinder bzw. der Sleeve im Regelfall schwer und großflächig ist und
damit nicht einfach zu handhaben ist. Beim Sleeve bzw. der Hülse kommt hinzu, dass
es sich hierbei um ein achsenloses Gebilde handelt, was wiederum das Halten und Führen
desselben kompliziert gestaltet.
Ferner ist aufgrund der Materialstärke des Klebebands sicherzustellen, dass bei der
Umhüllung des Druckzylinders bzw. des Sleeves weder ein größerer Spalt an den Stoßkanten
des Klebebands verbleibt, noch dass das Klebeband an den Stoßkanten überlappt und
damit einen hervorstehenden Wulst an der Zylinderoberfläche bildet.
Aus den genannten Gründen wird das Klebeband im Regelfall von Hand bzw. mit einem
erheblichen Anteil von Handarbeit aufgebracht, was einerseits zeitaufwendig und damit
teuer, und andererseits fehleranfällig ist.
[0005] Ferner ist aus der
EP2535187-A1 eine Vorrichtung zum Aufbringen von Klebeband auf eine Zylinderfläche eines zylindrischen
Körpers bekannt, wobei die Vorrichtung eine Fixierrolle umfasst. 30 Aufgabe der Erfindung
ist es demgemäß, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Montage von Klebeband auf
zylindrische Körper wie beispielsweise zylindrische Flexodruckformen bereitzustellen,
bei dem die Montage weitgehend automatisch erfolgt, um die genannten Nachteile des
Standes der Technik weitgehend zu vermeiden oder zu verringern und bei dem die geschilderten
Anforderungen soweit möglich erfüllt werden.
[0006] Gelöst wird die Aufgabe gemäß der Vorrichtung und dem Verfahren der unabhängigen
Ansprüche 1 und 10, wobei bevorzugte Ausführungsformen in den abhängigen Ansprüchen
dargelegt sind.
[0007] Mit der Erfindung ist es möglich, ein Klebeband weitgehend oder vollständig automatisch
auf Zylinder oder zylindrische Körper verschiedener Durchmesser aufzubringen.
Ein "Zylinder" im Sinne der Erfindung bezeichnet einen Körper, der von zwei parallelen
Kreisflächen (Grund- und Deckfläche) und einer Mantel- bzw. Zylinderfläche, die von
parallelen Geraden gebildet wird, begrenzt wird.
Ein "zylindrischer Körper" im Sinne der Erfindung bezeichnet einen Körper, dessen
Gestalt weitgehend der Form eines Zylinders entspricht, bei dem jedoch insbesondere
die Grund- und die Deckfläche entfallen können. Vom Begriff "zylindrischer Körper"
sind insoweit nicht nur Zylinder im obigen Sinne, sondern auch Hülsen sowie Hohlzylinder
umfasst.
"Klebeband" im Sinne der Erfindung ist eine Sammelbezeichnung für ein- oder beidseitig
mit Klebstoffen beschichtete Träger. Klebebänder sind in einer großen Vielzahl von
Formen bekannt und im Markt erhältlich. Typische Trägermaterialien sind Kunststofffolien
wie beispielsweise Polypropylen, Polyethylen, Polyethylenterephthalat, Polyvinylchlorid
oder Acetat-Folie, Papier, Metallfolien, Gewebeträger wie Textilgewebe und Schaumträgermaterialien.
Bevorzugte Trägermaterialien im Zusammenhang mit der Herstellung von zylindrischen
Flexodruckformen sind Schaumträgermaterialien, beispielsweise aus geschlossenzelligem
Schaum aus Polyethylen oder einem Ethylen-Vinylacetat-Copolymer, optional ein- oder
beidseitig mit einem nicht geschäumten Polyethylenfilm befilmt, die dem Klebeband
druckelastische oder kompressible Eigenschaften verleihen. Der Träger kann einseitig
oder beidseitig mit Klebstoff beschichtet sein. Die Klebstoffe zur Herstellung von
Klebebändern können aus einer großen Vielzahl gebräuchlicher Materialien ausgewählt
werden. Es kann sich z. B. um SIS-Kautschuke, SBS-Kautschuke, Polyisobutylene, Polyisoprene,
Polyacrylate und Naturkautschuke, gegebenenfalls unter Zumischung klebrig machender
natürlicher und/oder synthetischer Harze handeln.
Die Vorrichtung zum Aufbringen von Klebeband auf eine Zylinderfläche eines zylindrischen
Körpers umfasst im Wesentlichen zumindest zwei horizontal achsparallel ausgerichtete
Fixierrollen, die dazu geeignet sind, die Zylinderfläche des zylindrischen Körpers
zu kontaktieren; eine Klebebandzuführung zum Zuführen von Klebeband an den zylindrischen
Körper; sowie Mittel, um den zylindrischen Körper in Drehung um seine Zylinderachse
zu versetzen.
Die Fixierrollen sind bevorzugt durchgehend gleichförmige Rollen mit kreisrundem Querschnitt,
die sich in Richtung ihrer Rollenachse mindestens über die gesamte Länge des zu beklebenden
zylindrischen Körpers erstrecken. Die Fixierrollen sind drehbar gelagert, beispielsweise
durch drehbare Lagerung ihrer Achsen. Die Fixierrollen sind bevorzugt zumindest während
des Beklebens des zylindrischen Körpers in einem Abstand zueinander angeordnet, der
geringer ist als der Zylinderdurchmesser des zu beklebenden zylindrischen Körpers.
Zwei oder mehr Fixierrollen können damit ein Rollenbett bilden, in welchem der zu
beklebende zylindrische Körper aufliegen und aufgrund seines Eigengewichts gehalten
werden kann.
Bevorzugt ist zumindest eine der Fixierrollen versetzbar in eine oder mehrere Richtungen
orthogonal zu ihrer Rollenachse gelagert. Dies erlaubt es, den Abstand der Fixierrollen
zueinander zu variieren, beispielsweise um die relative Position der Fixierrollen
zueinander dem jeweiligen Zylinderdurchmesser des zu beklebenden zylindrischen Körpers
anzupassen. Ferner kann durch ein Versetzen der Fixierrollen zueinander der zu beklebende
zylindrische Körper wahlweise gehalten oder freigegeben werden. Insbesondere wird
es dadurch auch ermöglicht, einen Anpressdruck der Fixierrollen an den zylindrischen
Körper zu erzeugen und nach Bedarf einzustellen.
Zumindest während des Beklebens des zylindrischen Körpers beaufschlagen die Fixierrollen
den zylindrischen Körper mit einem Anpressdruck. Dies kann einerseits durch das Eigengewicht
des zylindrischen Körpers erfolgen, indem er auf zumindest zwei Fixierrollen aufliegt.
Bevorzugt wird der Anpressdruck jedoch dadurch erzeugt und gesteuert, dass zumindest
drei Fixierrollen zum Einsatz kommen, die um den Zylinderumfang des zylindrischen
Körpers herum angeordnet sind und diesen gegeneinander einklemmen. Bevorzugt bilden
daher die Achsenpositionen der drei oder mehr Fixierrollen im Profil ein Dreieck oder
Vieleck, in dessen Dreiecksfläche oder Vielecksfläche sich die Achsenposition des
zylindrischen Körpers befindet. Der zylindrische Körper kann damit zwischen den drei
oder mehr Fixierrollen effektiv eingeklemmt werden, wobei eine Bewegung der Rollen
aufeinander zu den Druck auf den zylindrischen Körper erhöht.
Durch den Anpressdruck, den die Fixierrollen auf den zylindrischen Körper ausüben,
ist es aufgrund vorhandener Reibung zwischen den Oberflächen der Fixierrollen und
des zylindrischen Körpers möglich, durch Drehung einer oder mehrerer der Fixierrollen
den zylindrischen Körper in Rotation um seine Zylinderachse zu versetzen. Hierzu ist
es vorteilhaft, zumindest eine der Fixierrollen mit einem Antrieb zu versehen.
[0008] Gleichzeitig erfüllt der Anpressdruck, den die Fixierrollen auf den zylindrischen
Körper ausüben, die wichtige Aufgabe, die Klebefläche des aufzubringenden Klebebands
mit der zu beklebenden Zylinderfläche des zylindrischen Körpers in Kontakt zu bringen.
Dem Anpressdruck der Fixierrollen an den zylindrischen Körper kommt damit besondere
Bedeutung zu. Wichtig ist es, das Klebeband bei der Klebebandanwendung einerseits
gut und gleichmäßig auf den Untergrund anzudrücken, um eine gute Benetzung des Untergrunds
mit dem Klebstoff zu gewährleisten, Luftblasen zwischen Klebeband und Zylinderfläche
zu vermeiden, die Kontaktfläche zwischen Klebeband und Zylinderfläche zu maximieren
und damit die resultierende Adhäsionswirkung zwischen Klebeband und Zylinderfläche
optimal zu gestalten. Im Allgemeinen erreicht das Klebeband seine Endfestigkeit, wenn
die maximal mögliche Benetzung des Klebstoffs zum Untergrund erreicht wurde, wobei
der Haftklebstoff in der Regel einige Zeit benötigt, um in die mikroskopischen Oberflächenunebenheiten
hineinzufließen. Begünstigt wird der Vorgang dabei durch höhere Temperaturen sowie
einen hohen Anpressdruck. Klebstoffe, die eine hohe Endfestigkeit und eine hohe Wärmestandfestigkeit
erzielen, benötigen im Allgemeinen relativ lange, um diesen Benetzungsvorgang durchzuführen.
Andererseits darf der Anpressdruck bzw. die Anpressdauer nicht zu groß sein, damit
ein im Klebeband vorhandener Schaumträger nicht kollabiert bzw. seine druckelastischen
Eigenschaften verliert. Der Anpressdruck bzw. die Anpressdauer muss daher gleichmäßig
über die gesamte Andrückfläche verteilt und wohldosiert sein.
[0009] Vorzugsweise ist daher zumindest eine der Fixierrollen mit Mitteln zum Erfassen bzw.
Messen des Anpressdrucks an den zylindrischen Körper ausgestattet. Dies kann beispielsweise
durch Erfassen bzw. Messen der Kraft erfolgen, die auf die Rollenachse in Richtung
von der Zylinderachse weg wirkt. Bevorzugt ist darüber hinaus oder alternativ zumindest
eine der Fixierrollen, vorzugsweise eine versetzbare Fixierrolle, mit Mitteln zum
Einstellen oder Steuern des Anpressdrucks an den zylindrischen Körper ausgestattet.
Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die Kraft, mit der die versetzbare
Fixierrolle gegen den zylindrischen Körper versetzt wird, einstellbar oder steuerbar
ist.
[0010] Vorzugsweise dient zumindest eine der Fixierrollen als Umlenkrolle für das zugeführte
Klebeband. Das Klebeband wird dabei dem zu beklebenden zylindrischen Körper zugeführt,
indem es zunächst um einen Teilabschnitt der Umlenkrolle geführt wird. Im Profil betrachtet,
verläuft das Klebeband damit um einen Kreisbogen der Umlenkrolle. Je nach relativer
Ausrichtung der Richtung der Zuführung gegenüber dem Berührungspunkt zwischen Umlenkrolle
und zylindrischem Körper kann das Klebeband um den Kreisbogen der Umlenkrolle in einem
Abschnitt entsprechend einem Mittelpunktswinkel von etwa 1° bis etwa 270°, vorzugsweise
von etwa 45° bis etwa 210°, insbesondere von etwa 90° bis etwa 180° verlaufen, bevor
es im Berührungspunkt zwischen Umlenkrolle und zylindrischem Körper mit der Zylinderfläche
des zylindrischen Körpers ausgerichtet ist und auf diese übertragen wird. Ein großer
Teilabschnitt, beispielsweise im Bereich von 120° bis 170°, ist vor allem dann von
Vorteil, wenn die Kontaktfläche zwischen Umlenkrolle und Klebeband groß sein soll,
beispielsweise weil die Umlenkrolle das Klebeband ergreifen soll.
[0011] Als Umlenkrolle kann eine Fixierrolle dienen, auf der der zylindrische Körper mit
seinem Eigengewicht aufliegt. Dies hat den Vorteil, dass in der Zone, in der das Klebeband
mit der Zylinderfläche des zylindrischen Körpers in Kontakt tritt, inhärent durch
das Eigengewicht des zylindrischen Körpers ein Anpressdruck ausgeübt wird. Alternativ
kann als Umlenkrolle eine Fixierrolle dienen, die im Wesentlichen oberhalb der Achse
des zylindrischen Körpers angeordnet ist. Damit ist es vorteilhaft möglich, das Klebeband
der Umlenkrolle von oben zuzuführen. Bevorzugt ist die Achse der Umlenkrolle senkrecht
oberhalb der Achse des zylindrischen Körpers angeordnet. Wird das Klebeband der Umlenkrolle
in horizontaler Richtung zugeführt, verläuft es um einen Teilabschnitt der Umlenkrolle,
der im Profil im Wesentlichen einem Halbkreis (180°) entspricht, bevor es im Berührungspunkt
zwischen Umlenkrolle und zylindrischem Körper mit der Zylinderfläche des zylindrischen
Körpers ausgerichtet ist und auf diese übertragen wird.
[0012] Die Umlenkrolle kann optional mit Mitteln zum Ergreifen des Klebebands ausgestattet
sein. Hierzu kann die Umlenkrolle an ihrem Umfang Saugöffnungen zum vorübergehenden
Festhalten des Klebebands mittels Unterdruck aufweisen, wobei ein Saugluftsteuerkanal
mit den Saugöffnungen in Verbindung steht. Wird der Saugluftsteuerkanal mit Unterdruck
beaufschlagt, wird dieser an die Saugöffnungen kommuniziert. Wenn ein Abschnitt des
Klebebands eine solche Saugöffnung bedeckt, wird dieser Abschnitt aufgrund des Umgebungsdrucks
gegen die Oberfläche der Umlenkrolle gedrückt. Reibung zwischen den Oberflächen der
Umlenkrolle und des Klebebands führt dazu, dass die Umlenkrolle mittels Drehung um
die Rollenachse das Klebeband transportieren kann. Damit die Wirkung des an den Saugluftsteuerkanal
angelegten Unterdrucks maximal ist, werden vorzugsweise nur diejenigen Saugöffnungen
vom Saugluftsteuerkanal mit Unterdruck versorgt, die sich in dem Teilabschnitt der
Umlenkrolle befinden, der vom Klebeband umlaufen bzw. bedeckt wird.
[0013] Das Klebeband wird der Umlenkrolle vorteilhaft in horizontaler Richtung zugeführt.
Das Klebeband kann auf der Umlenkrolle insbesondere durch sein Eigengewicht aufliegen,
was das Ergreifen oder Führen des Klebebands um die Umlenkrolle herum erleichtern
kann. Das Klebeband wird üblicherweise als doppelseitiges Klebeband bereitgestellt,
dessen eine Klebefläche durch eine Abdeckung, den sogenannten Liner, bedeckt ist.
Die unbedeckte Klebefläche ist der Zylinderfläche des zu beklebenden zylindrischen
Körpers zugewandt und wird mit dieser verklebt. Sofern eine Umlenkrolle zum Einsatz
kommt, liegt auf dieser das Klebeband mit seiner bedeckten Klebefläche, sprich mit
seinem Liner, auf.
[0014] Optional kann das Klebeband als doppelseitiges Klebeband bereitgestellt werden, dessen
beide Klebeflächen freiliegen. In diesem Fall werden die Fixierrollen vorteilhaft
derart bereitgestellt, dass das Klebeband gegenüber der Oberfläche der Fixierrollen
keine oder nur eine verminderte Klebewirkung entfalten kann. Hierzu werden die Fixierrollen
an ihrer Oberfläche beispielsweise silikonisiert oder mit einer Anti-Haft-Beschichtung
wie beispielsweise Polytetrafluorethylen (PTFE, Teflon) versehen. Sofern eine Umlenkrolle
zum Einsatz kommt, kann deren Oberfläche derart ausgestaltet sein, dass eine gewisse
Haftwirkung des Klebebands gegeben ist, so dass die Umlenkrolle das Klebeband mittels
dessen Klebewirkung "ergreifen" und transportieren kann. Idealerweise ist die Haftwirkung
des Klebebands gegenüber der Oberfläche der Umlenkrolle aber geringer als gegenüber
der Oberfläche des zu beklebenden zylindrischen Körpers, so dass an der Kontaktfläche
zwischen Umlenkrolle und zylindrischem Körper das Klebeband vollständig an den zylindrischen
Körper übergeben wird.
[0015] Optional kann das Klebeband, wie oben geschildert, auf einer Klebefläche mit einem
Liner versehen bereitgestellt werden, wobei der Liner vor, während oder nach dem Aufbringen
des Klebebands auf den zylindrischen Körper abgezogen wird. Diejenigen Fixier- bzw.
Umlenkrollen, die in einem solchen Aufbau dem Abziehen des Liners nachgeordnet sind,
weisen vorteilhaft die beschriebenen verringerten Hafteigenschaften gegenüber dem
Klebeband auf.
[0016] Das Klebeband wird üblicherweise als Materialbahn von großer Länge (Klebebandbahn)
zur Verfügung gestellt. In diesem Fall ist es erforderlich, das Klebeband vor, während
oder nach dem Prozess des Aufbringens auf den zylindrischen Körper auf eine geeignete
Länge zu kürzen bzw. abzulängen. Hierzu kann die Vorrichtung eine Trenneinrichtung
zum Abtrennen bzw. Ablängen des Klebebands aufweisen, welche zumindest ein Trennelement
umfasst. Dieses Trennelement kann als mechanisches Trennelement ausgebildet sein,
beispielsweise in Form einer Schneideinrichtung. Es kann auch als berührungsloses
Trennelement ausgebildet sein, beispielsweise als Wasserschneideinrichtung, umfassend
eine oder mehrere Wasserstrahldüsen, oder als Laserschneideinrichtung, umfassend eine
oder mehrere Laserquellen.
[0017] Bevorzugt ist das Trennelement über die Breite der Klebebandbahn entlang der Erstreckung
der Rollenachsen der Fixierrollen bzw. der Zylinderachse des zylindrischen Körpers
verschiebbar. Dazu kann das Trennelement an einer Lager- und Führungseinrichtung führbar
gelagert sein, wobei die Führung mittels wälz- oder gleitgelagerter Schlitten erfolgen
kann. Ein verschiebbares Trennelement ist in der Regel günstiger und platzsparender
als ein sich über die gesamte Breite der Klebebandbahn erstreckendes Trennelement.
Optional kann sich das Trennelement aber auch über die gesamte Breite der Klebebandbahn
erstrecken, insbesondere wenn ein berührungsloses Trennelement zum Einsatz kommt.
So ist beispielsweise neben einer Ausführung mit einer oder einer Gruppe verschiebbarer
Wasserstrahldüsen oder Laserquellen auch denkbar, dass die Breite der Klebebandbahn
vollständig von einer Reihe von nebeneinander angeordneten und einzeln oder gemeinsam
ansteuerbaren Düsen oder Laserquellen überdeckt wird.
[0018] Soweit das Trennelement als mechanisches Trennelement ausgeführt ist, liegt es vorzugsweise
in Form eines Messers, insbesondere eines Quetschmessers vor. In diesem Fall erfolgt
der Trennvorgang durch direkten Kontakt des Trennelements mit der Oberfläche der Klebebandbahn.
Der Gegendruck der Klebebandbahn gegen das Messer kann auf verschiedene Weise erfolgen,
beispielsweise durch ein zweites, entgegengesetzt wirkendes mechanisches Trennelement,
oder aber durch eine Schneidunterlage oder durch geeignete Spannung der Klebebandbahn.
In einer Ausführungsform kann die Umlenkrolle als Schneidunterlage dienen. Der zylindrische
Körper hingegen dient bevorzugt nicht als Schneidunterlage.
[0019] Die Schnitttiefe kann durch die jeweilige Schnittkraft einstellbar sein. Bei einem
mechanischen Trennelement wie einem Messer kann die Schnitttiefe durch Einstellen
der Andrückkraft des Trennelements gegenüber der Schneidunterlage oder der gespannten
Klebebandbahn variiert werden. Wird eine Wasserschneideinrichtung oder eine Laserschneideinrichtung
als Trennelement eingesetzt, kann die Schnittkraft durch Steuerung der Parameter an
den Wasserstrahldüsen bzw. Laserquellen eingestellt werden. Durch Einstellen der Schnitttiefe
kann sichergestellt werden, dass das Trennelement nicht oder nur mäßig auf die Schneidunterlage
einwirkt, diese also nicht beschädigt. Dies kann insbesondere von Vorteil sein, wenn
die Umlenkrolle als Schneidunterlage dient.
[0020] Demgemäß kann die Trenneinrichtung derart ausgestaltet sein, dass die Klebebandbahn
des Klebebands auf verschiedene Weise abgetrennt wird. Einerseits kann das Klebeband
samt Liner, sofern vorhanden, vollständig durchtrennt werden. Dies ist insbesondere
von Vorteil, wenn das Klebeband samt Liner auf den zylindrischen Körper aufgebracht
werden soll, die klebrige Außenfläche des beklebten zylindrischen Körper also letztlich
bedeckt sein soll. In diesem Fall ist es vorteilhaft, das Durchtrennen zwischen Umlenkrolle
und dem zylinderförmigen Körper oder genau auf der Umlenkrolle stattfinden zu lassen,
sodass ein Stück des Klebebands für den nächsten Klebevorgang zur Verfügung steht,
wenn ein weiterer zylindrischer Körper mit Klebeband versehen werden soll.
[0021] Andererseits kann nur das Klebeband durchtrennt, der Liner hingegen, falls vorhanden,
unversehrt gelassen werden. Dies hat den Vorteil, dass das Klebeband durch Vorschub
des Liners befördert werden kann, was die Zuführung des Klebebands zu dem zu beklebenden
zylindrischen Körper erleichtern kann. Der Liner wäre im Zuge dessen vom Klebeband
zu lösen, bevor der fertig beklebte zylindrische Körper aus der Vorrichtung entnommen
wird. Vorzugsweise wird der Liner aufgewickelt, unmittelbar nachdem das Klebeband
die zu beklebende Zylinderfläche des zylindrischen Körpers kontaktiert hat und an
dieser anhaftet, beispielsweise unmittelbar nach dem Führen des Klebebands um die
Umlenkwalze.
Alternativ kann das Klebeband vollständig durchtrennt und der Liner, falls vorhanden,
perforiert werden. Vorzugsweise erfolgt diese Art der Trennung bereits vor dem Passieren
der Umlenkrolle, so dass der perforierte Liner beispielsweise hinter der Umlenkrolle
abgerissen werden kann. Hierzu kann die Umlenkrolle anhalten, während sich der zu
beklebende zylindrische Körper weiterdreht.
[0022] Die Vorrichtung verfügt über einen Einbringmechanismus zum Einbringen des zu beklebenden
zylindrischen Körpers in eine Klebeposition, d.h. eine Position, in der das Aufkleben
des Klebebands auf die Zylinderfläche des zu beklebenden zylindrischen Körpers erfolgen
kann. Der Einbringmechanismus dient zugleich als Auswurfmechanismus, mit dem der beklebte
zylindrische Körper aus der Klebeposition heraus beispielsweise zu einer Verpackungs-
oder Abtransporteinheit verbracht wird.
Die Klebeposition wird im Wesentlichen durch den relativen Versatz des zylindrischen
Körpers gegenüber der Klebebandbahn bestimmt. Der zylindrische Körper befindet sich
dann in der Klebeposition, wenn ein Aufbringen des Klebebands auf die Zylinderfläche
des zylindrischen Körpers zum gewünschten Resultat hinsichtlich der Lage des Klebebands
auf dem zylindrischen Körper führt. Die Klebeposition ist im Allgemeinen dann gegeben,
wenn der zu beklebende zylindrische Körper die Breite der Klebebandbahn in Richtung
der Zylinderachse an beiden Enden zu gleichen Teilen überragt.
[0023] Der Einbring- und Auswurfmechanismus ist derart ausgestaltet, dass er ein Versetzen
des zylindrischen Körpers entlang der Erstreckung der Rollenachsen der Fixierrollen
bzw. der Zylinderachse des zylindrischen Körpers erlaubt. Damit ist es möglich, die
relative Position des zu beklebenden zylindrischen Körpers zur Position des Klebebands
einzustellen bzw. zu steuern. Das Auffinden der korrekten Klebeposition kann durch
Positioniermittel erleichtert werden, beispielsweise durch ein oder mehrere Kontaktelemente
oder Lichtschranken entlang der Erstreckung der Rollenachsen der Fixierrollen bzw.
der Zylinderachse des zylindrischen Körpers. Solche Positioniermittel können während
des Einbring- und/oder Auswurfvorgangs die Position des zylindrischen Körpers rückmelden
und beispielsweise eine Ansteuerung des Einbring- und Auswurfmechanismus bewirken.
[0024] Bevorzugt trägt der Einbring- und Auswurfmechanismus den zylindrischen Körper, beispielsweise
indem der zylindrische Körper auf dem Einbring- und Auswurfmechanismus durch sein
Eigengewicht aufliegt. Dabei kann der Einbring- und Auswurfmechanismus derart ausgestaltet
sein, dass er auf den zylindrischen Körper so einwirkt, dass der zylindrische Körper
ohne oder nur mit geringem zusätzlichem Kraftaufwand in die Klebeposition hinein bzw.
aus dieser heraus bewegt werden kann. Besonders bevorzugt bewirkt der Einbring- und
Auswurfmechanismus das Versetzen des zylindrischen Körpers selbsttätig.
[0025] In einer Ausführungsform kann der Einbring- und Auswurfmechanismus durch ein oder
mehrere Transportbänder bereitgestellt werden, die entlang der Erstreckung der Rollenachsen
der Fixierrollen bzw. der Zylinderachse des zylindrischen Körpers verlaufen. Auf dem
einen oder den mehreren Transportbändern kann der zylindrische Körper während des
Einbring- und Auswurfvorgangs mit seinem Eigengewicht aufliegen. Vorzugsweise werden
zwei oder mehrere Transportbänder parallel mit Abstand zueinander bereitgestellt,
wobei der Abstand zwischen den beiden äußersten Transportbändern geringer ist als
der Zylinderdurchmesser des zu beklebenden zylindrischen Körpers. Die zwei oder mehreren
Transportbänder können damit ein Transportbett bilden, in welchem der zu beklebende
zylindrische Körper aufliegen und aufgrund seines Eigengewichts gehalten werden kann.
Dabei können die zwei oder mehreren Transportbänder derart geneigt sein oder neigbar
ausgestaltet sein, dass ihre Transportflächen in Richtung der Zylinderachse des zylindrischen
Körpers weisen oder ausgerichtet werden können. Um einen Vorschub in Richtung der
Erstreckung der Rollenachsen der Fixierrollen bzw. der Zylinderachse des zylindrischen
Körpers bewirken zu können, können das eine oder die mehreren Transportbänder mit
entsprechenden Antriebsmitteln versehen sein.
Optional kann ein Magazin vorgesehen sein, in dem eine Mehrzahl von zu beklebenden
zylindrischen Körpern vorgehalten wird. Dieses Magazin kann eine Ausgabeeinheit aufweisen,
mit der jeweils ein zu beklebender zylindrischer Körper an den Einbringmechanismus
übergeben wird. Beispielsweise kann das Magazin die zu beklebenden zylindrischen Körper
achsparallel mit den Fixierrollen übereinander gestapelt vorhalten, so dass bei Freigabe
eines zu beklebenden zylindrischen Körpers an der Ausgabeeinheit der zylindrische
Körper mittels Schwerkraft aufgrund seines Eigengewichts zum Einbringmechanismus gelangt.
Die Nachführung weiterer vorgehaltener zylindrischer Körper kann entsprechend ebenfalls
durch deren Schwerkraft erfolgen, indem der restliche Stapel nach Freigabe des untersten
zylindrischen Körpers nachrückt.
[0026] Das Verfahren zum Aufbringen von Klebeband auf eine Zylinderfläche eines zylindrischen
Körpers umfasst im Wesentlichen die Schritte
- (a) Kontaktieren der Zylinderfläche des zylindrischen Körpers durch zumindest zwei
achsparallel ausgerichtete Fixierrollen;
- (b) Anbringen des Klebebands an der Zylinderfläche des zylindrischen Körpers; und
- (c) Wickeln des Klebebands auf den zylindrischen Körper durch Drehen des zylindrischen
Körpers um seine Zylinderachse.
[0027] Der Vorgang des Aufbringens des Klebebands auf die Zylinderfläche des zylindrischen
Körpers beginnt im Wesentlichen damit, dass der zylindrische Körper zunächst in die
Klebeposition gebracht wird, d.h., die Position, in der das Aufkleben des Klebebands
auf die Zylinderfläche des zu beklebenden zylindrischen Körpers erfolgen kann. Dies
kann beispielweise dadurch erfolgen, dass der zylindrische Körper mit Hilfe des beschriebenen
Einbringmechanismus entlang der Erstreckung der Rollenachsen der Fixierrollen bzw.
der Zylinderachse des zylindrischen Körpers versetzt wird. Dazu kann der Einbringmechanismus
beispielsweise auf den zylindrischen Körper derart einwirken, dass er ohne oder nur
mit geringem zusätzlichem Kraftaufwand in die Klebeposition geführt wird. Besonders
bevorzugt bewirkt der Einbringmechanismus das Versetzen des zylindrischen Körpers
selbsttätig.
[0028] Sofern der Einbringmechanismus durch ein oder mehrere Transportbänder bereitgestellt
wird, kann der Einbringvorgang dadurch erfolgen, dass das eine oder die mehreren Transportbänder
einen Vorschub in Richtung der Erstreckung der Rollenachsen der Fixierrollen bzw.
der Zylinderachse des zylindrischen Körpers bewirken.
[0029] Der Einbringvorgang wird beendet, sobald der zylindrische Körper die Klebeposition
erreicht hat. Die Identifikation der Klebeposition kann dadurch erleichtert werden,
dass Positioniermittel während des Einbringvorgangs die Position des zylindrischen
Körpers rückmelden und beispielsweise eine Ansteuerung des Einbringmechanismus bewirken
oder ermöglichen. Solange die Positioniermittel rückmelden, dass die Klebeposition
noch nicht erreicht wurde, der zylindrische Körper also in Achsrichtung noch nicht
ausreichend versetzt wurde, wird der Einbringvorgang fortgesetzt. Sofern der Einbringmechanismus
das Versetzen des zylindrischen Körpers selbsttätig bewirkt, leistet der Einbringmechanismus
in diesem Fall weiter Vorschub. Wenn die Positioniermittel rückmelden, dass die Klebeposition
erreicht wurde, endet der Einbringvorgang bzw. wird der Vorschub unterbrochen. Falls
die Positioniermittel rückmelden, dass die Klebeposition überschritten wurde, wird
der Einbringvorgang langsam oder schrittweise rückgängig gemacht, bis die Klebeposition
erreicht ist. Hierzu kann der Einbringmechanismus einen rückwärts gerichteten Vorschub
leisten.
[0030] Befindet sich der zu beklebende zylindrische Körper in der Klebeposition, kann der
zylindrische Körper vom Einbringmechanismus entfernt werden. Das Entfernen vom Einbringmechanismus
kann beispielsweise dadurch bewirkt werden, dass der zylindrische Körper nunmehr von
Fixierrollen gehalten wird, insbesondere indem der zylindrische Körper auf Fixierrollen
aufliegt. Hierzu können eine oder mehrere Fixierrollen an den zylindrischen Körper
herangefahren werden. Alternativ, falls sich zwei oder mehr Fixierrollen bereits in
relativen Positionen zum zylindrischen Körper befinden, die ein Aufliegen des zylindrischen
Körpers gestatten, kann der Einbringmechanismus vom zylindrischen Körper so wegbewegt
werden, dass der zylindrische Körper auf den Fixierrollen abgelegt wird. Auch eine
Kombination beider Maßnahmen ist möglich. Insbesondere kann der Einbringmechanismus
optional von dem zu beklebenden zylindrischen Körper aktiv entfernt werden, sobald
dieser von den Fixierrollen getragen oder angehoben wird.
[0031] Vorzugsweise werden eine oder mehrere Fixierrollen von unterhalb der Zylinderachse
des zu beklebenden zylindrischen Körpers an diesen heranfahren, bis sie die Zylinderfläche
des zylindrischen Körpers berühren und den zylindrischen Körper in Folge tragen bzw.
anheben. Das Versetzen bzw. Heranfahren der Fixierrollen kann insbesondere durch ein
Versetzen ihrer Achslager erfolgen, beispielsweise indem sich die Achslager an einem
schwenkbaren Arm montiert befinden, oder indem die Achslager auf Schienen verschiebbar
angeordnet sind. Das Versetzen der Achslager kann im Grunde entlang einer beliebigen
Richtung erfolgen bzw. vorgesehen sein, die dazu geeignet ist, die Fixierrolle(n)
mit dem zylindrischen Körper in Kontakt zu bringen. Bevorzugt erfolgt das Versetzen
der Achslager im Wesentlichen in Richtung der Zylinderachse des zu beklebenden zylindrischen
Körpers. Besonders bevorzugt sind zwei oder mehr Fixierrollen derart gelagert, dass
sie symmetrisch bezüglich einer Vertikalen durch die Zylinderachse des zylindrischen
Körpers versetzt werden können. Besonders bevorzugt ist eine symmetrische Bewegung
der Fixierrollen schräg nach oben in Richtung der Zylinderachse des zylindrischen
Körpers.
[0032] In einer Ausführungsform wird der zylindrische Körper von drei oder mehr Fixierrollen
fixiert. Dazu kontaktieren drei oder mehr Fixierrollen die Zylinderfläche des zylindrischen
Körpers aus verschiedenen Richtungen derart, dass sie den zylindrischen Körper effektiv
zwischen sich einklemmen. Beispielsweise bilden drei Fixierrollen im Profil ein Dreieck
um den zylindrischen Körper herum derart, dass die Zylinderachse des zylindrischen
Körpers in der Dreiecksfläche zu liegen kommt. Durch Versetzen einer oder mehrerer
Fixierrollen in Richtung der Zylinderachse des zylindrischen Körpers wird damit ein
Fixieren desselben bewirkt.
[0033] Der Anpressdruck, den die Fixierrollen bei dieser Ausführungsform auf die Zylinderfläche
des zylindrischen Körpers bewirken, kann dabei so eingestellt werden, dass es möglich
ist, durch Drehen einer der Fixierrollen den zylindrischen Körper in Rotation zu versetzen.
Zugleich kann der Anpressdruck so eingestellt werden, dass das im Folgenden aufgebrachte
Klebeband in geeigneter Weise auf die Zylinderfläche des zylindrischen Körpers angedrückt
wird. Dazu kann der Anpressdrucks erfasst bzw. gemessen werden und durch Steuerung
der Bewegung einer oder mehrer Fixierrollen in Richtung der Zylinderachse des zylindrischen
Körpers gesteuert werden.
[0034] Wenn der zylindrische Körper von den Fixierrollen gehalten oder fixiert wird, kann
der Schritt des Beklebens beginnen. Hierzu wird zunächst das Klebeband mit einer klebenden
Fläche mit der Zylinderfläche des zylindrischen Körpers kontaktiert. Anschließend
wird der zylindrische Körper um seine Zylinderachse in Drehung versetzt, so dass das
Klebeband auf der Zylinderfläche aufgewickelt wird. Das Drehen des zylindrischen Körpers
kann durch Drehen einer oder mehrerer Fixierrollen erfolgen.
[0035] Während des Wickelns des Klebebands auf den zylindrischen Körper passiert das Klebeband
eine oder mehrere Fixierrollen. Durch den Anpressdruck, den die Fixierrollen auf die
Zylinderfläche des zylindrischen Körpers bewirken, wird das Klebeband an die Zylinderfläche
in geeigneter Weise angedrückt.
[0036] Bevorzugt erfolgt die Zuführung des Klebebands zum zylindrischen Körper über zumindest
eine Umlenkrolle, die durch zumindest eine der Fixierrollen gebildet wird. Das bedeutet,
das Klebeband wird um einen Teilabschnitt der betreffenden Fixierrolle(n) herum geführt,
bevor es mit der Zylinderfläche des zylindrischen Körpers in Kontakt tritt. Im Profil
betrachtet, verläuft das Klebeband um einen Kreisbogen der Umlenkrolle. Je nach relativer
Ausrichtung der Richtung der Zuführung gegenüber dem Berührungspunkt zwischen Umlenkrolle
und zylindrischem Körper kann das Klebeband um den Kreisbogen der Umlenkrolle in einem
Abschnitt entsprechend einem Mittelpunktswinkel von etwa 1° bis etwa 270°, vorzugsweise
von etwa 45° bis etwa 210°, insbesondere von etwa 90° bis etwa 180° verlaufen, bevor
es im Berührungspunkt zwischen Umlenkrolle und zylindrischem Körper mit der Zylinderfläche
des zylindrischen Körpers ausgerichtet ist und auf diese übertragen wird. Ein großer
Teilabschnitt, beispielsweise im Bereich von 120° bis 170°, ist vor allem dann von
Vorteil, wenn die Kontaktfläche zwischen Umlenkrolle und Klebeband groß sein soll,
z.B. weil die Umlenkrolle das Klebeband ergreifen soll. Dies kann beispielsweise mittels
Unterdruck erfolgen.
[0037] Das Wickeln des Klebebands auf den zylindrischen Körper wird idealerweise unterbrochen,
bevor eine zweite Lage Klebeband auf der Zylinderfläche entsteht. Dazu wird die Drehung
des zylindrischen Körpers gestoppt, bevor er seit Kontakt mit dem Klebeband eine vollständige
Umdrehung ausgeführt hat.
[0038] Nun kann das Abtrennen des Klebebands erfolgen. Bevorzugt ist das Klebeband so abzutrennen,
dass Anfang und Ende des auf den zylindrischen Körper aufgebrachten Klebebandstreifens
mit minimalem Spalt aneinander liegen. Es soll also bevorzugt keine Lücke zwischen
den Stoßenden des Klebebandstreifens entstehen und die Stoßenden des Klebebandstreifens
sollen auch nicht überlappen. Die Länge des Klebebandstreifens entspricht also idealerweise
dem Umfang des zylindrischen Körpers.
[0039] Um das Klebeband passgenau abzulängen, kann ein Trenn- oder Perforationsvorgang parallel
zur Zylinderachse des zylindrischen Körpers erfolgen. Dieser kann mittels eines mechanischen
Trennelements wie beispielsweise einer Schneideinrichtung, oder auch mittels eines
berührungslosen Trennelements wie beispielsweise einer Wasserschneideinrichtung oder
einer Laserschneideinrichtung erfolgen. Bevorzugt erfolgt der Trenn- oder Perforationsvorgang
durch Verschieben des Trennelements entlang der Erstreckung der Rollenachsen der Fixierrollen
bzw. der Zylinderachse des zylindrischen Körpers.
[0040] Soweit das Trennelement als mechanisches Trennelement ausgeführt ist, kann der Trennvorgang
durch direkten Kontakt des Trennelements mit der Oberfläche der Klebebandbahn erfolgen.
Der Gegendruck der Klebebandbahn gegen das Messer kann auf verschiedene Weise bereitgestellt
werden, beispielsweise durch ein zweites, entgegengesetzt wirkendes mechanisches Trennelement,
oder aber durch eine Schneidunterlage oder durch geeignete Spannung der Klebebandbahn.
In einer Ausführungsform kann die Umlenkrolle als Schneidunterlage dienen. Der zylindrische
Körper hingegen dient bevorzugt nicht als Schneidunterlage.
[0041] Die Schnitttiefe kann durch die jeweilige Schnittkraft variiert werden, indem beispielsweise
die Andrückkraft des Trennelements gegenüber der Schneidunterlage oder der gespannten
Klebebandbahn eingestellt wird. Wird eine Wasserschneideinrichtung oder eine Laserschneideinrichtung
als Trennelement eingesetzt, kann die Schnittkraft durch Steuerung der Parameter an
den Wasserstrahldüsen bzw. Laserquellen eingestellt werden. Durch Einstellen der Schnitttiefe
kann sichergestellt werden, dass das Trennelement nicht oder nur mäßig auf die Schneidunterlage
einwirkt, diese also nicht beschädigt. Dies kann insbesondere von Vorteil sein, wenn
die Umlenkrolle als Schneidunterlage dient.
[0042] Demgemäß kann die Klebebandbahn des Klebebands auf verschiedene Weise abgetrennt
werden. Einerseits kann das Klebeband samt Liner, sofern vorhanden, vollständig durchtrennt
werden. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn das Klebeband samt Liner auf den zylindrischen
Körper aufgebracht werden soll, die klebrige Außenfläche des beklebten zylindrischen
Körper also letztlich bedeckt sein soll. In diesem Fall ist es vorteilhaft, das Durchtrennen
zwischen Umlenkrolle und dem zylinderförmigen Körper oder genau auf der Umlenkrolle
stattfinden zu lassen, so dass ein Stück des Klebebands für den nächsten Klebevorgang
zur Verfügung steht, wenn ein weiterer zylindrischer Körper mit Klebeband versehen
werden soll.
Andererseits kann nur das Klebeband durchtrennt, der Liner hingegen, falls vorhanden,
unversehrt gelassen werden. Dies hat den Vorteil, dass das Klebeband durch Vorschub
des Liners befördert werden kann, was die Zuführung des Klebebands zu dem zu beklebenden
zylindrischen Körper erleichtern kann. Der Liner wäre im Zuge dessen vom Klebeband
zu lösen, bevor der fertig beklebte zylindrische Körper aus der Vorrichtung entnommen
wird. Vorzugsweise wird der Liner aufgewickelt, unmittelbar nachdem das Klebeband
die zu beklebende Zylinderfläche des zylindrischen Körpers kontaktiert hat und an
dieser anhaftet, beispielsweise unmittelbar nach dem Führen des Klebebands um die
Umlenkwalze.
Alternativ kann das Klebeband vollständig durchtrennt und der Liner, falls vorhanden,
perforiert werden. Vorzugsweise erfolgt diese Art der Trennung bereits vor dem Passieren
der Umlenkrolle, so dass der perforierte Liner beispielsweise hinter der Umlenkrolle
abgerissen werden kann. Hierzu kann die Umlenkrolle anhalten, während sich der zu
beklebende zylindrische Körper weiterdreht.
Nach dem Ablängen des Klebebandes wird der zylindrische Körper bevorzugt weiter gedreht,
sodass auch der Rest des abgelängten Klebebandstreifens mit der Zylinderfläche des
zylindrischen Körpers in Kontakt kommt und zumindest eine der Andruckstellen, sprich
der Kontaktstellen zwischen den Fixierrollen und Zylinderfläche, passiert.
Zuletzt wird der beklebte zylindrische Körper von den Fixierrollen wieder freigegeben,
bevorzugt indem die Schritte des Haltens oder Fixierens in umgekehrter Reihenfolge
ausgeführt werden. Dabei kann der beklebte zylindrische Körper schließlich wieder
dem Einbringmechanismus übergeben werden, der nunmehr als Auswurfmechanismus dient,
indem er eine Bewegung des beklebten zylindrischen Körpers aus der Klebeposition heraus
unterstützt oder bewirkt. Sofern der Einbringmechanismus durch ein oder mehrere Transportbänder
bereitgestellt wurde, kann der Auswurfvorgang dadurch erfolgen, dass das eine oder
die mehreren Transportbänder einen Vorschub in Richtung der Erstreckung der Rollenachsen
der Fixierrollen bzw. der Zylinderachse des zylindrischen Körpers bewirken, der den
beklebten zylindrischen Körper aus der Vorrichtung heraus befördert. Bevorzugt entspricht
die Richtung des Auswurfs der Richtung des Einbringens.
[0043] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit den beigefügten Zeichnungen beschrieben.
[0044] Die Figuren 1A bis 1F sind schematische Schnittansichten einer Ausführungsform der
Erfindung, die die Vorrichtung bzw. das Verfahren zum Aufbringen von Klebeband auf
eine Zylinderfläche eines zylindrischen Körpers veranschaulichen.
[0045] Die Figur 2 ist eine schematische Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform der
Erfindung, bei der der zylindrische Körper auf der Umlenkrolle mit seinem Eigengewicht
aufliegt.
[0046] Die Figur 3 ist eine schematische Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform der
Erfindung, bei der der Liner des Klebebands vom Klebeband abgezogen und aufgewickelt
wird, nachdem das Klebeband um die Umlenkwalze geführt wurde.
[0047] Die Fig. 1A zeigt eine schematische Schnittansicht einer Vorrichtung 10 zum Aufbringen
von Klebeband 40 auf eine Zylinderfläche 21 eines zylindrischen Körpers 20. Die Vorrichtung
10 umfasst Fixierrollen 30, von denen eine in Form einer Umlenkrolle 30c ausgestaltet
ist. die Umlenkrolle 30c verfügt über einen Unterdruckbereich 32, in welchem das Klebeband
40 mittels Unterdruck an der Umlenkrolle 30c gehalten wird. Das Klebeband 40 wird
als Klebebandbahn von einer Klebebandrolle 45 zur Verfügung gestellt. Es handelt sich
dabei in der gezeigten exemplarischen Ausführungsform um ein doppelseitiges Klebeband,
dessen eine Klebefläche durch eine Abdeckung bzw. einen Liner 41 abgedeckt ist. Das
Klebeband 40 wird dabei derart von der Klebebandrolle 45 abgewickelt, dass der Liner
41 zwischen dem Klebeband 40 und der Mantelfläche der Umlenkrolle 30c zwischengelagert
ist. Zur Abtrennung des Klebebands in einzelne Klebebandstreifen ist eine Trenneinrichtung
50 vorgesehen.
[0048] In Fig. 1A liegt der zylindrische Körper 20 auf Transportbänder 61 eines Einbringmechanismus
60 auf. Mit Hilfe der Transportbänder 61 bzw. des Einbringmechanismus 60 kann der
zylindrische Körper 20 entlang seiner Zylinderachse versetzt werden, bis er sich innerhalb
der gezeigten Vorrichtung 10 in einer Klebeposition befindet, d. h., einer Position,
in der das Aufkleben des Klebebands 40 auf die Zylinderfläche 21 des zylindrischen
Körpers 20 erfolgen kann. In einem ersten Schritt eines exemplarischen Verfahrens
zum Aufbringen des Klebebands 40 auf die Zylinderfläche 21 des zylindrischen Körpers
20 wird also der zylindrische Körper 20 zunächst außerhalb der Zeichenebene der Fig.
1A auf die Transportbänder 61 des Einbringmechanismus 60 gelegt und mit Hilfe der
Transportbänder 61 in die Zeichenebene der Fig. 1A hinein transportiert. Mit Erreichen
der Klebeposition stoppt der Vorschub der Transportbänder 61 und es beginnt die Phase
des Fixierens des zylindrischen Körpers 20 mittels der Fixierrollen 30. Zu diesem
Zweck werden die unteren beiden Fixierrollen 30a, 30b orthogonal zur Erstreckung ihrer
Rollenachsen und symmetrisch zueinander in Richtung der Zylinderachse des zylindrischen
Körpers 20 verfahren.
[0049] Nach einer gewissen Zeit kontaktieren die Fixierrollen 30a, 30b die Zylinderfläche
21 des zylindrischen Körpers 20 mit ihrer jeweiligen Mantelfläche und beginnen diesen
von den Transportbändern 61 des Einbringmechanismus 60 abzuheben, wie in Fig. 1B gezeigt.
Die Fixierrollen 30a, 30b werden so lange in Richtung der Zylinderachse des zylindrischen
Körpers 20 verfahren, bis der zylindrische Körper 20 vollständig von den Transportbändern
61 des Einbringmechanismus 60 abgehoben ist und die Mantelfläche der Umlenkrolle 30c
kontaktiert. Mittel zum Erfassen des Anpressdrucks (nicht gezeigt) stellen sicher,
dass die Bewegung der Fixierrollen 30a, 30b unterbrochen wird, sobald der gewünschte
Anpressdruck einer oder mehrerer Fixierrollen 30a, 30b an die Zylinderfläche 21 des
zylindrischen Körpers 20 einen gewünschten Wert erreicht hat.
[0050] Im nächsten Schritt, der in Fig. 1C veranschaulicht ist, wird das Klebeband 40 an
der Zylinderfläche 21 des zylindrischen Körpers 20 angebracht. Hierzu wird in der
gezeigten exemplarischen Ausführungsform eine der Fixierrollen 30a, 30b mittels eines
Antriebs (nicht gezeigt) in Drehung um ihre Rollenachse entgegen dem Uhrzeigersinn
versetzt. Die zwischen der Mantelfläche der angetriebenen Fixierrolle 30a/30b und
der Zylinderfläche 21 des zylindrischen Körpers 20 vorhandene Reibung führt zu einer
Drehung des zylindrischen Körpers 20 um seine Zylinderachse im Uhrzeigersinn. Die
Drehung des zylindrischen Körpers 20 überträgt sich wiederum auf die Umlenkrolle 30c,
die sich dementsprechend entgegen dem Uhrzeigersinn dreht und das Klebeband 40 von
der Klebebandrolle 45 abwickelt und der Zylinderfläche 21 des zylindrischen Körpers
20 zuführt.
[0051] Wie bereits erwähnt, liegt die der Mantelfläche der Umlenkrolle 30c abgewandte Seite
des Klebebands 40 frei und ist klebrig. Sobald also das Klebeband 40 bedingt durch
die Drehung der Umlenkrolle 30c der Zylinderfläche 21 des zylindrischen Körpers 20
zugeführt wird, beginnt sie auf der Zylinderfläche 21 des zylindrischen Körpers 20
anzuhaften. Eine fortgesetzte Drehung des zylindrischen Körpers 20 und der Umlenkrolle
30c führt dazu, dass das Klebeband 40 allmählich auf die Zylinderfläche 21 des zylindrischen
Körpers 20 gewickelt wird. Die gewünschte Anhaftung des Klebebands 40 an der Zylinderfläche
21 des zylindrischen Körpers 20 wird dabei durch den Anpressdruck bereitgestellt,
den die Umlenkrolle 30c mit ihrer Mantelfläche gegenüber der Zylinderfläche 21 des
zylindrischen Körpers 20 ausübt.
[0052] Bevor der zylindrische Körper 20 eine vollständige Umdrehung um seine Zylinderachse
ausgeführt hat, wird der Antrieb der Fixierrolle 30a/30b unterbrochen und das Klebeband
40 samt Liner 41 wird mittels der Trenneinrichtung 50 durchtrennt, wie in Fig. 1D
veranschaulicht. Dieser Vorgang erfolgt dann, wenn die Länge des bereits auf den zylindrischen
Körper 20 aufgewickelten Klebebands 40 zusammen mit der Länge des noch nicht aufgewickelten
Klebebands 40, das sich zwischen dem zylindrischen Körper 20 und der Trenneinrichtung
50 befindet, dem Zylinderumfang des zylindrischen Körpers 20 entspricht. Damit wird
erreicht, dass die Länge des abgetrennten Klebebandstreifens gleich dem Zylinderumfang
des zylindrischen Körpers 20 ist, diesen folglich in genau einer Lage bedecken kann.
[0053] Nach dem Ablängen des Klebebands 40 durch die Trenneinrichtung 50 wird der Antrieb
der Fixierrolle 30a/30b wieder aktiviert, so dass sich der zylindrische Körper 20
weiter dreht und der verbleibende Abschnitt des Klebebandstreifens auf die Zylinderfläche
21 des zylindrischen Körpers 20 aufgeklebt wird, wie in Fig. 1E gezeigt. Wenn dieser
Vorgang abgeschlossen ist, umgibt der aufgeklebte Klebebandstreifen die Zylinderfläche
21 des zylindrischen Körpers 20 in einer Lage, und zwar ohne Überlappung und idealerweise
ohne nennenswerten Spalt zwischen den Stoßkanten des Klebebandstreifens.
[0054] Ein Anhaften des nachfolgenden Klebebands 40, das durch die Umlenkrolle 30c der bereits
beklebten Zylinderfläche 21 des zylindrischen Körpers 20 zugeführt wird, wird dadurch
verhindert, dass der auf der Zylinderfläche 21 des zylindrischen Körpers 20 befindliche
Klebestreifen an seiner nach außen gewandten Fläche weiterhin den bereits erwähnten
Liner 41 trägt.
[0055] Nachdem die gesamte Zylinderfläche 21 des zylindrischen Körpers 20 mit Klebeband
bedeckt ist, wird der Antrieb der Fixierrolle 30a/30b erneut unterbrochen und der
zylindrische Körper 20 wird wieder auf den Transportbändern 61 des Einbringmechanismus
60 abgelegt, wie in Fig. 1F gezeigt. Hierzu verfahren die Fixierrollen 30a, 30b wiederum
orthogonal zu ihren Rollenachsen und symmetrisch zueinander schräg nach unten in ihre
Ausgangsposition. Der beklebte zylindrische Körper 20 wird zuletzt durch die Transportbänder
61, die nun als Auswurfmechanismus dienen, aus der Klebeposition herausgebracht. In
der gezeigten Ausführungsform erfolgt dies durch einen Weitertransport des beklebten
zylindrischen Körpers 21 in die Zeichenebene hinein, wo er einer Verpackungs- und
Abtransporteinheit (nicht gezeigt) übergeben wird.
[0056] Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung 10, umfassend einen zylindrischen
Körper 20, Fixierrollen 30, von denen eine als Umlenkrolle 30c dient, Klebeband 40
und eine Trenneinrichtung 50. Das Klebeband 40 wird wiederum als doppelseitiges Klebeband
gestellt, dessen eine Oberfläche, im gezeigten Beispiel die nach unten gewandte Fläche,
mit einem Liner 41 abgedeckt ist.
[0057] In der gezeigten Ausführungsform liegt der zylindrische Körper 20 mit seinem Eigengewicht
auf der Umlenkrolle 30c auf. Dies hat den Vorteil, dass an der Kontaktfläche zwischen
der Mantelfläche der Umlenkrolle 30c und der Zylinderfläche 21 des zylindrischen Körpers
20 der maximale Anpressdruck bereitgestellt wird. Sofern es das Eigengewicht des zylindrischen
Körpers 20 zulässt, kann bei dieser Ausgestaltung überdies gegebenenfalls die Bereitstellung
von lediglich zwei Fixierrollen 30, von denen eine die Umlenkrolle 30c bildet, genügen.
[0058] In dieser Ausführungsform wird der zylindrische Körper 20 wiederum durch Transportbänder
61 eines Einbringmechanismus 60 in die Klebeposition zugeführt. Anschließend wird
der Einbringmechanismus 60 vom zylindrischen Körper 20 nach unten entfernt, so dass
der zylindrische Körper 20 auf der Fixierrolle 30a und der Umlenkrolle 30c abgelegt
wird. Ein Antrieb der Fixierrolle 30a um ihre Rollenachse versetzt den zylindrischen
Körper 20 in Drehung um seine Zylinderachse, was wiederum die Umlenkrolle 30c in Drehung
versetzt und die Zuführung des Klebebands 40 zur Zylinderfläche 21 des zylindrischen
Körpers 20 bewirkt. Durch weitere Drehung wird das Klebeband 40 auf die Zylinderfläche
21 des zylindrischen Körpers 20 aufgewickelt und durch den Anpressdruck, der zwischen
der Mantelfläche der Umlenkrolle 30c und der Zylinderfläche 21 des zylindrischen Körpers
20 vorliegt, auf die Zylinderfläche 21 des zylindrischen Körpers 20 aufgeklebt. Bevor
der zylindrische Körper 20 eine vollständige Umdrehung um seine Zylinderachse vollzogen
hat, wird der Antrieb der Fixierrolle 30a unterbrochen und die Trenneinrichtung 50
durchtrennt das Klebeband 40 und den Liner 41. Anschließend wird der Antrieb der Fixierrolle
30a wieder gestartet und der zylindrische Körper 20 weiter um seine Zylinderachse
gedreht, bis die Zylinderfläche 21 wie bereits beschrieben durch eine einzige Lage
des Klebebands vollständig bedeckt ist. Zuletzt wird der Einbringmechanismus 60 wiederum
von unten an den zylindrischen Körper 20 herangefahren, bis der zylindrische Körper
20 auf den Transportbändern 61 des Einbringmechanismus 60 aufliegt und von der Fixierrolle
30a und der Umlenkrolle 30c abgehoben wird, und der beklebte zylindrische Körper 20
wird mittels der Transportbänder 61 aus der Klebeposition heraus befördert.
[0059] Die in Fig. 3 gezeigte Ausführungsform unterscheidet sich von der in Fig. 2 gezeigten
Ausführungsform im Wesentlichen dadurch, dass der auf dem doppelseitigen Klebeband
befindliche Liner 41 während des Aufwickelns des Klebebands 40 auf die Zylinderfläche
21 des zylindrischen Körpers 20 vom Klebeband 40 abgezogen und auf einer Lineraufwicklung
42 aufgewickelt wird. Folglich ist in dieser Ausführungsform die äußere Oberfläche
des beklebten zylindrischen Körpers 20 klebrig, so dass die Fixierrollen 30 ebenso
wie die Transportbänder 61 des Einbringmechanismus 60 klebstoffabweisend (z.B. silikonisiert)
ausgestaltet sind.
[0060] Die Zuführung des zylindrischen Körpers 20 in die Klebeposition erfolgt in der beschriebenen
Weise mittels der Transportbänder 61 des Einbringmechanismus 60. Sobald die Klebeposition
erreicht ist, wird der zylindrische Körper 20 in dieser Ausführungsform von den Transportbändern
61 des Einbringmechanismus 60 abgehoben, indem die linke untere Fixierrolle 30a an
den zylindrischen Körper 20 herangefahren wird. Eine Zuführung des Klebebands 40 kann
in dieser Ausführungsform durch Antreiben der Lineraufwicklung 42 erfolgen, während
das Wickeln des Klebebands auf die Zylinderfläche 21 des zylindrischen Körpers 20
wiederum durch Antreiben einer der Fixierrollen 30a, 30b vonstatten geht. Zum Ablängen
des Klebebands 40 dient wieder eine Trenneinrichtung 50, die in dieser Ausführungsform
allerdings nur das Klebeband 40, nicht jedoch den Liner 41, durchtrennt.
[0061] Der Abtransport des beklebten zylindrischen Körpers 20 erfolgt zuletzt in der bereits
beschriebenen Art und Weise, wobei bei dieser Ausführungsform der beklebte zylindrische
Körper 20 die Vorrichtung mit einer klebrigen Oberfläche verlässt, was eine sofortige
Weiterverarbeitung desselben gestattet.
[0062] Die Vorrichtung und das Verfahren wurden anhand beispielhafter Ausführungsformen
beschrieben, die zur Verdeutlichung der Erfindung dienen, jedoch den durch die Ansprüche
definierten Schutzbereich nicht beschränken sollen. Soweit anwendbar, können alle
einzelnen Merkmale, die in den einzelnen Ausführungsbeispielen dargestellt wurden,
miteinander kombiniert und/oder ausgetauscht werden, ohne den Bereich der Erfindung
zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0063]
- 10
- Vorrichtung zum Aufbringen von Klebeband
- 20
- Zylindrischer Körper
- 21
- Zylinderfläche
- 30
- Fixierrollen
- 30a, 30b
- Verfahrbare/angetriebene Fixierrollen
- 30c
- Umlenkrolle
- 32
- Unterdruckbereich
- 40
- Klebeband
- 41
- Liner
- 42
- Lineraufwicklung
- 45
- Klebebandrolle
- 50
- Trenneinrichtung
- 60
- Einbringmechanismus
- 61
- Transportbänder
1. Vorrichtung (10) zum Aufbringen von Klebeband (40) auf eine Zylinderfläche (21) eines
zylindrischen Körpers (20), umfassend
zumindest zwei horizontal achsparallel ausgerichtete Fixierrollen (30a, 30b), angeordnet,
um mit ihrer jeweiligen Mantelfläche die Zylinderfläche (21) des zylindrischen Körpers
(20) zu kontaktieren;
eine Klebebandzuführung zum Zuführen von Klebeband an den zylindrischen Körper (20);
Mittel, um den zylindrischen Körper (20) in Drehung um seine Zylinderachse zu versetzen;
und
einen Einbring- und Auswurfmechanismus (60), der ein Versetzen des zylindrischen Körpers
(20) entlang der Erstreckung der Rollenachsen der Fixierrollen (30) bzw. der Zylinderachse
des zylindrischen Körpers (20) erlaubt,
wobei
der zylindrische Körper (20) vom Einbring- und Auswurfmechanismus (60) wegbewegt werden
kann.
2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, wobei zumindest eine der Fixierrollen als Umlenkrolle
(30c) für das zugeführte Klebeband (40) dient, wobei das Klebeband (40) die Umlenkrolle
(30c) in einem Abschnitt entsprechend einem Mittelpunktswinkel von etwa 1° bis etwa
270°, vorzugsweise von etwa 45° bis etwa 210°, insbesondere von etwa 90° bis etwa
180° bedeckt.
3. Vorrichtung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Wegbewegen des
zylindrischen Körpers (20) vom Einbring- und Auswurfmechanismus (60) durch ein Heranfahren
einer oder mehrerer Fixierrollen (30) an den zylindrischen Körper (20) und durch ein
Aufliegen des zylindrischen Körpers (20) auf zumindest einer Fixierrolle (30) bewirkt
wird.
4. Vorrichtung (10) nach Anspruch 3, wobei das Wegbewegen des zylindrischen Körpers (20)
vom Einbring- und Auswurfmechanismus (60) durch eine Bewegung des Einbring- und Auswurfmechanismus
(60) vom zylindrischen Körper (20) weg bewirkt wird, so dass der zylindrische Körper
(20) auf einer oder mehrerer Fixierrollen (30) aufliegt.
5. Vorrichtung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, ferner umfassend eine Trenneinrichtung
(50) zum zumindest teilweisen Durchtrennen des Klebebands (40).
6. Vorrichtung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, umfassend zumindest drei
achsparallel ausgerichtete Fixierrollen (30), die um den Zylinderumfang des zylindrischen
Körpers (20) herum derart angeordnet sind, dass sie diesen zwischen sich einklemmen
können.
7. Vorrichtung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zumindest eine der
Fixierrollen (30) verschiebbar in eine oder mehrere Richtungen orthogonal zu ihrer
Rollenachse gelagert ist.
8. Vorrichtung (10) nach Anspruch 7, ferner umfassend Mittel zum Erfassen und Steuern
des Anpressdrucks der zumindest einen verschiebbaren Fixierrolle (30) an den zylindrischen
Körper (20).
9. Vorrichtung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zumindest eine der
Fixierrollen (30) mit einem Antrieb versehen ist, dazu geeignet, die Fixierrolle (30)
in Drehung um ihre Rollenachse zu versetzen.
10. Verfahren zum Aufbringen von Klebeband (40) auf eine Zylinderfläche (21) eines zylindrischen
Körpers (20) mittels der Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1-9, umfassend
(a) Einbringen des zylindrischen Körpers (20) durch den Einbring- und Auswurfmechanismus
(60);
(b) Kontaktieren der Zylinderfläche (21) des zylindrischen Körpers (20) mit der jeweiligen
Mantelfläche der zumindest zwei horizontal achsparallel ausgerichteten Fixierrollen
(30a, 30b);
(c) Bewegung des zylindrischen Körpers (20) weg vom Einbring- und Auswurfmechanismus
(60);
(d) Anbringen des Klebebands (40) an der Zylinderfläche (21) des zylindrischen Körpers
(20); und
(e) Wickeln des Klebebands (40) auf den zylindrischen Körper (20) durch Drehen des
zylindrischen Körpers (20) um seine Zylinderachse.
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei zumindest eine der Fixierrollen (30) als Umlenkrolle
(30c) für das zugeführte Klebeband (40) dient, wobei das Klebeband (40) um die Umlenkrolle
(30c) in einem Abschnitt entsprechend einem Mittelpunktswinkel von etwa 1° bis etwa
270°, vorzugsweise von etwa 45° bis etwa 210°, insbesondere von etwa 90° bis etwa
180° geführt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 10-11, wobei in Schritt (c) der Einbring- und Auswurfmechanismus
(60) vom zylindrischen Körper (20) wegbewegt werden kann.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10-12, ferner umfassend das zumindest teilweise
Durchtrennen des Klebebands (40) mittels einer Trenneinrichtung (50).
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10-13, ferner umfassend, vor dem Schritt des Kontaktierens
und/oder nach dem Schritt des Wickelns, das Versetzen des zylindrischen Körpers (20)
entlang der Erstreckung der Rollenachsen der Fixierrollen (30) bzw. der Zylinderachse
des zylindrischen Körpers (20) mittels eines Einbring- und Auswurfmechanismus (60).
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10-14, wobei die Zylinderfläche (21) des zylindrischen
Körpers (20) durch zumindest drei achsparallel ausgerichtete Fixierrollen (30) kontaktiert
wird, die um den Zylinderumfang des zylindrischen Körpers (20) herum derart angeordnet
sind, dass sie diesen zwischen sich einklemmen.
1. Device (10) for applying adhesive tape (40) to a cylindrical surface (21) of a cylindrical
body (20), comprising:
at least two horizontal axially parallel securing rolls (30a, 30b), disposed in order
to make contact with the cylindrical surface (21) of the cylindrical body (20) with
their respective lateral surfaces;
an adhesive tape feed for feeding adhesive tape to the cylindrical body (20);
means for setting the cylindrical body (20) into rotation about its cylindrical axis;
and
an insertion and ejection mechanism (60) that allows a displacing of the cylindrical
body (20) along the extent of the roll axes of the securing rolls (30) or the cylindrical
axis of the cylindrical body (20),
wherein the cylindrical body (20) can be moved away from the insertion and ejection
mechanism (60).
2. The Device (10) according to claim 1, wherein at least one of the securing rolls serves
as guide roll (30c) for the adhesive tape (40) that is fed in, wherein the adhesive
tape (40) covers the guide roll (30c) in a section corresponding to a central angle
from about 1° to about 270°, preferably from about 45° to about 210°, especially from
about 90° to about 180°.
3. The Device (10) according to one of the preceding claims, wherein the movement of
the cylindrical body (20) away from the insertion and ejection mechanism (60) is brought
about by one or more securing rolls moving up against the cylindrical body (20) and
by the cylindrical body (20) lying on at least one securing roll (30).
4. The Device (10) according to claim 3, wherein the movement of the cylindrical body
(20) away from the insertion and ejection mechanism (60) is brought about by a movement
of the insertion and ejection mechanism (60) away from the cylindrical body (20),
so the cylindrical body (20) lies on one or more securing rolls (30).
5. The Device (10) according to one of the preceding claims, further comprising a sectioning
facility (50) for cutting at least partially through the adhesive tape (40).
6. The Device (10) according to one of the preceding claims, comprising at least three
axially parallel securing rolls (30), which are disposed around the cylindrical body
(20) in such a way that they can pinch said cylindrical body (20) between themselves.
7. The Device (10) according to one of the preceding claims, wherein at least one of
the securing rolls (30) is mounted moveably in one or more directions orthogonally
to its roll axis.
8. The Device (10) according to claim 7, further comprising means for recording and controlling
the pressure of the at least one movable securing roll (30) on the cylindrical body
(20).
9. The Device (10) according to one of the preceding claims, wherein at least one of
the securing rolls (30) is equipped with a drive that is suitable for setting the
securing roll (30) into rotation about its roll axis.
10. Method for applying adhesive tape (40) to a cylindrical surface (21) of a cylindrical
body (20), by means of a device according to one of the claims 1-9, comprising:
(a) inserting the cylindrical body (20) by means of the insertion and ejection mechanism
(60);
(b) contacting the cylindrical surface (21) of the cylindrical body (20) with the
respective lateral surface of at least two horizontal axially parallel securing rolls
(30a, 30b);
(c) moving the cylindrical body (20) away from the insertion and extraction mechanism
(60);
(d) applying the adhesive tape (40) to the cylindrical surface (21) of the cylindrical
body (20); and
(e) winding the adhesive tape (40) onto the cylindrical body (20) by means of rotation
of the cylindrical body (20) about its cylindrical axis.
11. The method according to claim 10, wherein at least one of the securing rolls (30)
serves as guide roll (30c) for the adhesive tape (40) that is fed in, wherein the
adhesive tape (40) is passed around the guide roll (30c) in a section corresponding
to a central angle from about 1° to about 270°, preferably from about 45° to about
210°, especially from about 90° to about 180°.
12. The method according to one of the claims 10-11, wherein, in step (c), the insertion
and extraction mechanism (60) can be moved away from the cylindrical body (20).
13. The method according to one of the claims 10-12, further comprising at least partially
cutting-through the adhesive tape (40) by means of a sectioning facility (50).
14. The method according to one of the claims 10-13, further comprising - before the contacting
step and/or after the winding step - the displacing of the cylindrical body (20) along
the extent of the roll axes of the securing rolls (30) or the cylindrical axis of
the cylindrical body (20) by means of a insertion and ejection mechanism (60).
15. The method according to one of the claims 10-14, wherein contact with the cylindrical
surface (21) of the cylindrical body (20) is made by at least three axially parallel
securing rolls (30), which are disposed around the cylindrical circumference of the
cylindrical body (20) in such a way that they pinch this cylindrical body (20) between
themselves.
1. Dispositif (10) pour appliquer un ruban adhésif (40) sur une surface cylindrique (21)
d'un corps cylindrique (20), comprenant au moins deux rouleaux de fixation horizontaux
orientés axialement parallèles (30a, 30b), agencés pour, via leur surface extérieure
respective, venir en contact avec la surface cylindrique (21) du corps cylindrique
(20) à contacter ;
une alimentation en ruban adhésif pour alimenter du ruban adhésif au niveau du corps
cylindrique (20) ;
des moyens pour mettre le corps cylindrique (20) en rotation autour de son axe de
cylindre ; et
un mécanisme d'insertion et d'extraction (60), qui permet un déplacement du corps
cylindrique (20) le long de l'extension des axes de rouleau des rouleaux de fixation
(30) ou bien de l'axe de cylindre du corps cylindrique (20),
dans lequel le corps cylindrique (20) peut être déplacé à l'écart du mécanisme d'insertion
et d'extraction (60).
2. Dispositif (10) selon la revendication 1, dans lequel au moins l'un des rouleaux de
fixation sert de rouleau de déviation (30c) pour le ruban adhésif (40) alimenté, dans
lequel le ruban adhésif (40) recouvre le rouleau de déviation (30c) dans un tronçon
correspondant à un angle central d'environ 1° à environ 270°, de préférence d'environ
45° à environ 210°, en particulier d'environ 90° à environ 180°.
3. Dispositif (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
le déplacement du corps cylindrique (20) à l'écart du mécanisme d'insertion et d'extraction
(60) peut être mis en oeuvre en déplaçant un ou plusieurs rouleaux de fixation (30)
vers le corps cylindrique (20) et en mettant en appui le corps cylindrique (20) sur
au moins un rouleau de fixation (30).
4. Dispositif (10) selon la revendication 3, dans lequel le déplacement du corps cylindrique
(20) à l'écart du mécanisme d'insertion et d'extraction (60) est mis en oeuvre par
un déplacement du mécanisme d'insertion et d'extraction (60) à partir du corps cylindrique
(20), de sorte que le corps cylindrique (20) est en appui sur un ou plusieurs rouleaux
de fixation (30).
5. Dispositif (10) selon l'une des revendications précédentes, comprenant en outre un
dispositif de découpe (50) destiné à découper au moins partiellement le ruban adhésif
(40).
6. Dispositif (10) selon l'une des revendications précédentes, comprenant au moins trois
rouleaux de fixation orientés axialement parallèles (30) qui sont agencés autour de
la circonférence de cylindre du corps cylindrique (20) afin qu'ils puissent le coincer
entre eux.
7. Dispositif (10) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel au moins l'un
des rouleaux de fixation (30) est monté pouvant être déplacé dans une ou plusieurs
directions orthogonales à son axe de rouleau.
8. Dispositif (10) selon la revendication 7, comprenant en outre des moyens pour détecter
et commander la pression de contact à au moins un rouleau de fixation pouvant être
déplacé (30) sur le corps cylindrique (20).
9. Dispositif (10) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel au moins un
des rouleaux de fixation (30) est prévu avec un entraînement adapté pour mettre en
rotation le rouleau de fixation (30) autour de son axe de rouleau.
10. Procédé pour appliquer un ruban adhésif (40) sur une surface cylindrique (21) d'un
corps cylindrique (20) au moyen du dispositif selon l'une quelconque des revendications
1 à 9, comprenant les étapes consistant à
(a) insérer le corps cylindrique (20) à travers le mécanisme d'insertion et d'extraction
(60) ;
(b) mettre en contact la surface cylindrique (21) du corps cylindrique (20) avec la
surface extérieure respective des au moins deux rouleaux de fixation horizontaux orientés
axialement parallèles (30a, 30b) ;
(c) déplacer le corps cylindrique (20) à l'écart du mécanisme d'insertion et d'extraction
(60) ;
(d) apposer le ruban adhésif (40) sur la surface cylindrique (21) du corps cylindrique
(20) ; et
(e) enrouler le ruban adhésif (40) sur le corps cylindrique (20) en faisant tourner
le corps cylindrique (20) autour de son axe de cylindre.
11. Procédé selon la revendication 10, dans lequel au moins un des rouleaux de fixation
(30) sert de rouleau de déviation (30c) pour le ruban adhésif alimenté (40), dans
lequel le ruban adhésif (40) est guidé autour du rouleau de déviation (30c) dans un
tronçon correspondant à un angle central d'environ 1° à environ 270°, de préférence
d'environ 45° à environ 210°, en particulier d'environ 90° à environ 180°.
12. Procédé selon l'une des revendications 10 et 11, dans lequel à l'étape (c), le mécanisme
d'insertion et d'extraction (60) peut être déplacé à l'écart du corps cylindrique
(20).
13. Procédé selon l'une des revendications 10 à 12, comprenant en outre la découpe au
moins partielle du ruban adhésif (40) au moyen d'un dispositif de découpe (50).
14. Procédé selon l'une des revendications 10 à 13, comprenant en outre, avant l'étape
de mise en contact et/ou après l'étape d'enroulement, le déplacement du corps cylindrique
(20) le long de l'extension des axes de rouleau des rouleaux de fixation (30) ou de
l'axe de cylindre du corps de cylindre (20) au moyen d'un mécanisme d'insertion et
d'extraction (60).
15. Procédé selon l'une des revendications 10 à 14, dans lequel la surface cylindrique
(21) du corps cylindrique (20) peut être mise en contact avec au moins trois rouleaux
de fixation orientés axialement parallèles (30) qui sont agencés autour de la circonférence
de cylindre du corps cylindrique (20) afin qu'ils puissent le coincer entre eux.